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AN/1204/2020

Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion, betr.: Cölner Motorenfabrik Johannes Bruncken, Bickendorf

Dringlichkeitsantrag BV4 (CDU) 03.09.2020

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld), Sitzung am 07.09.2020, TOP 8.16

Cölner Elektromotorenfabrik Wikipedia

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Cölner Elektromotorenfabrik Wikipedia

6353 Zeichen

Cölner Elektromotorenfabrik Johannes 
Bruncken 
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie 
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Die Fassade der Cölner Elektromotorenfabrik Bruncken zur Rochusstraße, 1957 
Die Cölner Elektromotorenfabrik Johannes Bruncken ist ein ehemaliges Fabrikgebäude in 
Köln-Bickendorf.  
 
Inhaltsverzeichnis 
 1 Gründung und Nutzung 
 2 Technische Innovationen  
o 2.1 Der Dokamotor 
o 2.2 Bedeutung des Gebäudes für die Stadt Köln 
o 2.3 Trivia 
 3 Einzelnachweise 
Gründung und Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 
Der Elektroingenieur Johannes Bruncken, geboren 1880 in Fedderwardersiel, Butjadingen 
kam 1902 nach Köln. Er war Sohn einer Industriellen- und Kaufmannsfamilie aus 
Norddeutschland,[1] vergleichbar den Buddenbrooks[2]. Nach einer Anstellung bei der Helios-
Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld, wech selte er 1905 zu dem Bismarckwerk in Bergerhof als 
Prüfungsingenieur. 1907 machte er sich mit der Firma Cölner Motorenfabrik selbstständig, 
die 1910 in das eigens errichtete Gebäude auf der Rochusstraße 56 / Teichstraße 16b im 
Kölner Stadtteil Bickendorf zog. 1935 beschädigte ein Brand große Teile des Gebäudes, die 
Schäden konnten aber vollständig behoben werden. Die Fassade des Haupthauses besitzt ihr 
jetziges Aussehen seit den 1950er Jahren.  
Johannes Brunckens Karriere vom Ingenieur zum Firmeninhaber ist ein beispielloser Erfolg in 
der Kölner Stadtgeschichte, seine Spezialmotoren gingen in alle Welt. Ferner war er ein 
geschätzter Arbeitgeber, der seinen Mitarbeitern »das vor[lebte], was er von ihnen erwartete: 
eine aufrechte Gesinnung, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß«[3]. Bislang konnten allerdings

noch keine Forschungen zu der Rolle der Firma Bruncken zur Zeit des Ersten und Zweiten 
Weltkrieges durchgeführt werden. Die Sichtung zugehöriger Akten gestaltet sich seit dem 
Einsturz des Kölner Stadtarchivs im Jahr 2009 schwierig. Weitere Unterlagen befinden sich 
im Besitz des derzeitigen Eigentümers.  
Anfang der 1970er Jahre musste die Firma schließen. Der belgische Konzern ACEC (Atelier 
de Constructions Electriques de Charleroi) übernahm den verschuldeten Betrieb, der wenig 
später von der amerikanischen Firma Westinghouse übernommen wurde. Der Betrieb in 
Köln-Bickendorf wurde daraufhin geschlossen und das Gebäude veräußert. Seitdem befindet 
sich die ehemalige Cölner Elektromotorenfabrik Johannes Bruncken in Privatbesitz und wird 
als Wohn- und Arbeitsstätte von verschiedenen Bewohnern aus vorwiegend künstlerischen 
Arbeitsfeldern genutzt. Damit kann die Cölner Elektromotorenfabrik Johannes Bruncken als 
Beispiel der jüngsten städtebaulichen Entwicklung und Gentrifizierung eines Arbeiterviertels 
durch Zuzug und Umnutzung von Künstlern gelten.  
Technische Innovationen[Bearbeiten | Quelltext 
bearbeiten] 
Ernst & F. Wiebel, Läutewerk Kölner Dom, Schalttafel mit Bruncken-Motoren im Läuteraum, 
1910 
 
Brunckenmotor in einem Lastenaufzug 
Die Cölner Elektromotorenfabrik Johannes Bruncken ist die Wiege einer Vielzahl von 
innovativen und patentierten Elektromotoren. Ab 1910 trieb ein Einphasen-Wechselstrom-
Motor der Firma Bruncken das Geläut des Kölner Doms an. Weitere Anwendungsgebiete 
waren im Bergbau, der chemischen Industrie, im Schiffbau, in Aufzügen und in der 
Landwirtschaft. Die Motoren der Firma Bruncken sind bereits Teil von wissenschaftlichen 
Sammlungen zu Elektromotoren.[4] In der Produktionsstätte dieser Motoren sind teilweise 
noch originale Ausstattungsmerkmale wie Lastenkräne vorhanden.  
Der Dokamotor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 
Der weltbekannte Dokamotor der Cölner Elektromotorenfabrik Bruncken verbindet die 
Anlaufeigenschaften eines Schleifringläufermotors mit den guten Betriebseigenschaften eines 
Kurzschlussläufermotors. Der Dokamotor spart nicht nur Anlaufstrom, sondern auch 
Betriebsstrom, da er ohne Stromverdrängung mit hohem Wirkungsgrad arbeitet. Wegen seiner 
hervorragenden Eigenschaften hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) den 
Eldi-Dokamotor im Jahr 1953 als Spezial-Landwirtschaftsmotor mit der bro nzenen 
Preismünze ausgestattet. Er kommt zum Beispiel im Mahlwerk der Paffendorfer Mühle zum 
Einsatz.

Typschild eines Aufzugsmotors der Firma Bruncken 
Bedeutung des Gebäudes für die Stadt Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 
Teilweise arbeiteten bis zu 300 Angestellte in dem Werk. Damit war die Firma maßgeblich an 
den Arbeits- und Produktionsverhältnissen in Köln beteiligt und prägend für die 
Lebensgeschichte einzelner Menschen, wie nicht nur das Beispiel von Oswald Tietz, »vom 
Landwirt zum Motorenbauern«[5], sondern auch zahlreiche Fotografien von Mitarbeitern 
belegen. Die Firma ist bedeutend für den individuellen Charakter des ehemaligen 
Arbeiterviertels Bickendorf. Seit einigen Jahren ist das Gebäude Teil des Kulturpfads 
Bickendorf.[6]  
Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 
Die Fabrik diente als Kulisse zahlreicher Filmproduktionen, u. a. des Tatort Köln und der 
Krimiserie Wilsberg in der Folge Wilsberg: 90-60-90. Der deutsche Bildhauer Georg Herold 
hatte hier zeitweise sein Atelier, ebenso wie die Puppenbauer der Politsatire Hurra 
Deutschland.  
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 
1. ↑ Vortrag Nr. 443: Die Butjadinger Kaufmannsfamilie Bruncken – Oldenburgische 
Gesellschaft für Familienkunde e.V. Abgerufen am 10. März 2020 (deutsch).  
2. ↑ Nordwest-Zeitung: Rüstringer Heimatbund Butjadingen/Nordenham: Die 
Buddenbrooks von Butjadingen. Abgerufen am 10. März 2020.  
3. ↑ N.N.: 1907–1957. 50 Jahre Cölner Elektromotorenfabrik Johannes Bruncken, Köln 
Bickendorf. Hrsg.: Festschrift zum Jubiläum,. 1. Auflage. Köln 1957, S.  o. S.  
4. ↑ Elektrothek Osterath | 100 Jahre elektrische Energieverteilung. Abgerufen am 
10. März 2020 (deutsch).  
5. ↑ LWL - Vertreibung und Wirtschaftswunder - Aufbau West - Oswald Tietz. Abgerufen 
am 10. März 2020.  
6. ↑ KULTURPFAD KÖLN-BICKENDORF. Abgerufen am 10. März 2020.  
<img src="//de.wikipedia.org/wiki/Special:CentralAutoLogin/start?type=1x1" alt="" title="" 
width="1" height="1" style="border: none; position: absolute;" />  
Abgerufen von 
„https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Cölner_Elektromotorenfabrik_Johannes_Bruncke
n&oldid=200824156“ 
Kategorien:  
 Bickendorf (Köln)

 Umgenutztes Bauwerk in Köln 
 Industriedenkmal in Nordrhein-Westfalen

Dringlichkeitsantrag (CDU BV4)

2364 Zeichen

Herrn 
Bezirksbürgermeister 
Josef Wirges 
Im Hause 
 
Frau  
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
- Rathaus-  
 
 Eingang beim Bezirksbürgermeister:  
AN/1204/2020 
Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)  
Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion, betr.: Cölner Motorenfabrik Johannes Bruncken, 
Bickendorf 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
 
die Bezirksvertretung Ehrenfeld beauftragt die Verwaltung: 
 
das Amt für Denkmalschutz aufzufordern, die frühere  
 
Elektrofabrik Johannes Bruncken 
Rochusstr. 56 in Köln – Bickendorf  
 
mit Werkshallen und Verwaltungsgebäude als erhaltenswert einzustufen und unter 
Denkmalschutz zu stellen. 
 
Weiter ist die künftige Nutzung der Gebäude mit der Bezirksvertretung kurzfristig abzustimmen 
und im Rahmen eines Nutzungskonzepts festzulegen.  
 
Begründung:   
 
CDU-Fraktion in der 
Bezirksvertretung 
Ehrenfeld 
Bezirksrathaus Ehrenfeld 
Venloer Straße 419 – 421 
50825 Köln 
Tel: 0221-221 94 305 
Fax: 0221 -221 94 305 
www.fraktion.cdu-koeln.de 
CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Ehrenfeld   
Bezirksrathaus Ehrenfeld – Venloer Straße 419 - 421 – 50825 Köln

1907 gründete Johannes Bruncken die,,Cölner Motorenfabrik“ und ist dieses Werk mit der Historie der 
Helioswerke in Ehrenfeld vergleichbar. Dieser Industriezweig hatte für Köln eine große Bedeutung, 
wirtschaftlich und historisch. Die patentierten Elektromotoren wurden weltweit gehandelt. Auch zum 
Betreiben des Geläuts vom Kölner DOM wurde er eingesetzt. 
( siehe auch beiliegender Auszug Wikipedia). 
Zudem ist die schlichte, elegante Bauweise des Gebäudes und die zeitlose Gestaltung der Fassade für 
die damalige Zeit bemerkenswert und schon alleine deshalb erhaltenswert.  
Die Initiatoren des Kulturpfades von Bickendorf haben sich intensiv mit der Fabrik befasst und setzen 
sich intensiv für den Erhalt ein. Da es nur noch wenige geschichtliche ,,Zeitzeugen“ gibt, ist es gerade in 
diesem Falle wichtig, dieses historische Gebäude zu schützen und zu erhalten 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
Gez. Martin Berg                                                                Gez.  Jutta Kaiser 
CDU Fraktion                                                                      2.stellvertr.Bezirksbürgermeisterin

Sachstandsbericht BV

2635 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
48 
 
___________________________ 
Vorlagen-Nummer 
 AN/1204/2020 
 Stand: 30.12.2021 
Sachstandsbericht  
Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion, betr.: Cölner Motorenfabrik Johannes Bruncken, 
Bickendorf 
Beschluss:  
 
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beauftragt die Verwaltung: 
 das Amt für Denkmalschutz aufzufordern, die frühere 
 Elektrofabrik Johannes Bruncken 
Rochusstr. 56 in Köln – Bickendorf 
 mit Werkshallen und Verwaltungsgebäude als erhaltenswert einzustufen und unter Denkmalschutz 
zu stellen. 
 Weiter ist die künftige Nutzung der Gebäude mit der Bezirksvertretung kurzfristig abzustimmen und 
im Rahmen eines Nutzungskonzepts festzulegen. 
 
Status    in Bearbeitung 
 
   x erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Stellungnahme der Verwaltung, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege (Sitzung 05.10.2020, 
TOP 12.1, 2870/2020)  
Bereits im März 2020 wurde aufgrund einer Bürgeranfrage nach der Auswertung aller Unterlagen 
abschließend entschieden, dass das Objekt Rochusstr. 56 (Cölner Elektromotorenfabrik Johannes 
Bruncken) nicht als Denkmal im Sinne des § 2 Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG 
NW) eingestuft wird, da die erforderlichen Kriterien für eine Unterschutzstellung nicht gegeben sind. 
Das Objekt war bereits in den 1980er Jahren nicht in das Gesamtregister aller potentiell denkmalwer-
ten Objekte aufgenommen worden. Aufgrund einer früheren externen Anfrage wurde es 1989 unter 
Beteiligung des LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland eingehend geprüft und eine Unterschutz-
stellung abgelehnt. Die Bedeutung des Objekts wurde damals als nicht ausreichend erachtet, um ein 
öffentliches Interesse an seiner Erhaltung und Nutzung zu rechtfertigen. An dieser Entscheidung wird 
festgehalten. Es mag zwar sein, dass das Verwaltungsgebäude und die Fabrikanlage einen gewissen 
Stellenwert für die Ortsgeschichte, die Entwicklung und das Stadtbild des Stadtteils Bickendorf besit-
zen. Dies allein reicht aber leider nicht als denkmalbegründendes Merkmal. Im vorliegenden Fall 
spricht auch konkret gegen die Denkmaleigenschaft und die Unterschutzstellung im Besonderen, 
dass das Objekt in weiten Teilen nicht mehr in der ursprünglichen Bausubstanz von 1910 erhalten ist,

2 
 
sondern etliche Veränderungen (insbesondere in den 1930er Jahren) erfahren hat. Eine weitestge-
hend original erhaltene Substanz ist allerdings unabdingbare Voraussetzung für eine Einstufung als 
bauliches Dokument und Zeitzeugnis im Sinne eines Baudenkmals nach DSchG 
Nächste Schritte: 
keine 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
entfällt

Beratungsverlauf (1)

07.09.2020 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 8.16 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Rochusstraße 56
  • Teichstraße 16b
  • Venloer Straße 419
  • Straße 4

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Details

Aktenzeichen
AN/1204/2020
Typ
Dringlichkeitsantrag BV4 (CDU)
Datum
03.09.2020
Erstellt
03.09.2020 07:58