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2930/2022

Jahresbericht 2021 von Herrn Jansen, Naturschutzwart im Bezirk 6 Chorweiler Ost

Mitteilung BV 02.10.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 27.10.2022, TOP 10.2.1

Mitteilung BV

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Jahresbericht 2021 Herr Jansen Bezirk 6 Chorweiler Ost

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Mitteilung BV

3070 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 2930/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 17.10.2022 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 27.10.2022 
 
Jahresbericht 2021 von Herrn Jansen,  Naturschutzwart im Bezirk 6 Chorweiler Ost 
Im Anhang wird Ihnen der Jahresbericht 2021 der Naturschutzwacht Köln-Chorweiler, Bezirk 6 zur 
Kenntnis gegeben. 
 
Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich für die gute Zusammenarbeit und das Engagement von 
Herrn Jansen. 
 
Zu den im Jahresbericht angesprochenen Beobachtungen nimmt die Untere Naturschutzbehörde wie 
folgt Stellung: 
 
Zum Punkt N4/N1 Rheinaue Worringen-Langel-Merkenich: 
Das Beweidungskonzept im Naturschutzgebiet N4 „Rheinaue Worringen – Langel“ startetet dieses 
Jahr ohne gravierende Probleme. Zum ersten Mal seit dem Start in 2019 wurden die Zäune nicht 
dauerhaft zerschnitten, so dass auf beiden Weiden die Rinder aufgetrieben werden konnten. Durch 
die Autobahn GmbH wurde in 2021 ein erstes Monitoring zu den Flächen durchgeführt. Insgesamt 
sind die Ergebnisse positiv zu bewerten. 
 
Die Untere Naturschutzbehörde plant in 2022 für die beiden Naturschutzgebiete N1 und N4 Infotafeln 
aufzustellen.  
Mithilfe der Wegemarkierungen können sich jetzt die Nutzer*innen der Gebiete auch orientieren, wel-
che Wege offiziell zu begehen sind.  
 
Zum Punkt N3 Worringer Bruch: 
Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie zur temporären Reaktivierung des Pletschbaches im Bereich 
Worringer Bruch während Trockenperioden von einem externen Planungsbüro erarbeitet. Anhand der 
Ergebnisse wird geprüft ob und welche Maßnahmen umgesetzt werden können um den Wasserstand 
im Worringer Bruch positiv zu beeinflussen. 
 
Zum Punkt LSG Fühlinger See: 
Ein Großteil der Beschilderung musste aus Gründen von Sachbeschädigung oder zur Aktualisierung 
erneuert werden. Da das Badeverbot weiterhin Bestand hat und durch die warme Sommer der Besu-
cherdruck auf das Gebiet deutlich steigt ist eine ausgiebige Information über die Verbote notwendig. 
 
Die Möglichkeit weite Bereiche des Fühlinger Sees für die Badenutzung frei zu geben wird derzeit 
vom Sportamt Köln federführend geprüft. Ein abschließendes Ergebnis steht noch aus. 
Laut Satzung der Sport- und Erholungsanlage Fühlinger See der Stadt Köln ist das Stand Up Padd-
ling auf den Seen 1,3,4 und 5 gestartet.  
 
Zum Punkt Insektenfallen:

2 
 
Die Untere Naturschutzbehörde engagiert sich in besonderem Maß bei der Bekämpfung des massi-
ven Insektenschwundes. Einen Teil des Problems stellen auch Insektenfallen dar, die unselektiv In-
sekten in der freien Natur fangen. Der Bundesgesetzgeber hat hierzu die Möglichkeit für eine Verord-
nung zur Beschränkung bzw. zum Verbot von Insektenfallen eröffnet. Eine derartige Verordnung wur-
de bislang allerdings nicht erlassen.  
Die Untere Naturschutzbehörde bemüht sich um eine konkrete Regelung zu den Bremsenfallen auf 
Basis der bestehenden rechtlichen Regelungen (zeitliche Beschränkung, Verbote oder Ähnliches).

Jahresbericht 2021 Herr Jansen Bezirk 6 Chorweiler Ost

5402 Zeichen

Jahresbericht 2021 
Herbert Jansen Naturschutzwacht  Stadt Köln Bezirk 6 Chorweiler Ost 
Naturschutzgebiete Worringer Bruch, Rheinaue und Umgebung  
Naturschutzgebiet N4/N1  Rheinaue Worringen-Langel-Merkenich 
Seit März wird wieder an der Baustelle für die neue Rheinbrücke der A1 gearbeitet. In Merkenich 
wurde der Rest der Autobahnfahrbahn an der Brücke aufgeschüttet. Die Vorlandbrücke im 
Naturschutzgebiet und das Fundament für den Brückenpfeiler wird zur Zeit weiter betoniert. Die 
Baustelle ist gut abgesperrt und die Baufahrzeuge befahren nicht das Naturschutzgebiet außerhalb der 
Baustelle Auf der Merkenicher Seite ist noch kein Stahl angekommen. Nördlich des 
Brückenbauwerkes wurde eine Ausgleichsfläche mit Sträuchern angelegt. 
Ende April begann auch wieder die Einzäunung der Flächen für die Beweidung als Ausgleich für die 
Baumaßnahmen an der Leverkusener Brücke. Teile des Zaunes werden im Winter aus 
Hochwasserschutzgründen demontiert. Auf die mobilen Zäunen links und rechts des Treidelpfades 
innerhalb der Weide wurde  verzichtet. Im Mai kamen dann die Rinder, diesmal auf beide Weiden. Im 
Mai begannen die Markierungen der Wege die im Pflege und Entwicklungsplan als offizielle Wege 
ausgesucht wurden. Ein Meter lange Holzpfähle mit rotem Oberteil markieren im Naturschutzgebiet 
die Wanderwege. Durch die Markierung der Wege und die Begehbarkeit des Treidelpfades ohne 
Zäune links und rechts war die Lage der Wege überschaubar und der Durchgang über die Weide 
wurde gerne angenommen. Es gab auch keine Probleme mit der Rinderherde bei einer Begegnung. Die 
große Infotafel der Autobahn GmbH, über den Grund der Beweidung kam leider erst Anfang 
September am Wehrt Weg an. Eine 2. Tafel an der anderen Seite aus Richtung Langel wurde von der 
Autobahn GmbH leider nicht aufgestellt. Die Hinweistafeln der Stadt Köln über die 
Naturschutzflächen am Deich, sollen auch in naher Zukunft erneuert und ergänzt werden. 
Ein Wolf tauchte im Norden von Köln auf und besuchte auch die Rheinaue bei Merkenich, wo er 3 
Schafe riss. Die Aufregung war groß und die Angst bei den Pferdehöfen in Weiler, Roggendorf 
Thenhoven bis Hackenbroich war da. Auch die Kälber in der Rheinaue waren in Gefahr. Der Wolf 
wurde aber nicht mehr auffällig und zog weiter. Die Beweidung musste aber schon Mitte Juli nach 
dem großen Regen und dem Ansteigen des Rheinpegels mit der Überflutung der Weideflächen 
eingestellt werden. Die Verschmutzung der Weiden war zu heikel um die Rinder anschließend 
nochmal aus dem Stall zu holen. Der Zaun war auch vom Hochwasser stark beschädigt und wurde 
dann auch schon teilweise demontiert. 
Durch den feuchten Sommer war am Rhein weniger Besucherstrom zu beobachten. Grillpartys hielten 
sich in Grenzen, es waren viel weniger als in den heißen, trockenen Sommermonaten der vorigen 
Jahre. 
Naturschutzgebiet N3 Worringer Bruch 
Nach drei trockenen Jahren in denen im Sommer das Bruch trocken fiel, war es diesmal auch Ende 
Mai wieder recht trocken. Einige Fangversuche von Kammmolchlarven mit Elmar Schmitt von der 
NABU gingen deshalb leer aus. Die Larven hatten keine Möglichkeit heranzuwachsen. 
Am 14.7. stieg nach dem Jahrhundertregen das Grundwasser gewaltig an und bildete viele 
Wasserflächen, die zum Teil bis Ende des Jahres blieben. Für die Kammmolch- und Krötenlarven war 
es zu spät. Graureiher sind im Bruch immer mehr zu sehen. Sie leben hier von Fröschen und Kröten. 
Leider kam es im Herbst immer wieder an der Straße "Am Blutsberg" zwischen Worringer Bruch und 
Alte Ziegelei(N2)zu Wildem Müll. Die Ablagerungen von abgemantelten Isolierungen lagen in den 
Böschungen zum Bruch und der alten Ziegelei. Die AWB räumte schnell auf, aber die Kleinteile sind 
zwischen dem Laub nicht mehr alle aufzusammeln.

Landschaftsschutzgebiet Fühlinger See 
Hier wurden nach der Badesaison viele große Schilder aufgestellt "Baden und Schwimmen verboten -
Lebensgefahr!. Das Badeverbot ist ja nicht neu, aber in dieser Form ist es stark übertrieben. Es ist ja 
schließlich eine öffentliche Sport- und Erholungsanlage der Stadt Köln. Sicher ist es schon zu 
Badeunfällen gekommen, aber hoffentlich weichen die Schwimmer jetzt nicht auf die anderen Seen 
und das Rheinufer aus, wo es viel gefährlicher ist. Die Regattastrecke als Sportstätte sollte man von 
Badenden freihalten, aber die anderen Seen bei Fühlingen bergen keine großen Gefahren, wenn man 
übermäßigen Alkohol und Leichtsinn(Brückenspringen) ausklammert. An 5 Seen ist Standup 
Paddeling gestattet, warum kein Schwimmen? Das ist nur noch im Blackfoot Beach kostenpflichtig 
erlaubt. Einer Überwachung gebe ich keine Change, da das Ordnungsamt mit der Überprüfung der 
nicht angeleinten Hunde und der offenen Feuerstellen an den Seen und am Rhein schon ausgelastet ist.  
Als Neuheit gibt es jetzt einen Bewegungsparcours (Fitness) auch für Erwachsene(kein 
Kinderspielplatz) im Norden neben der Regattastrecke. Eine gute Sache die viel genutzt wird. 
Insektenfallen 
Auf immer mehr Pferdehöfen werden mittlerweile Bremsenfallen aufgestellt. Im Bereich vor dem 
Chorbusch und Schloß Arff Köln am Rande von Roggendorf Thenhoven habe ich im Herbst insgesamt 
15 Stück gezählt. Alle sind von der Straße aus zu sehen, vieleicht gibt es noch mehr. Im Jahr davor 
waren es nur 5 Fallen. Blühstreifen, Insektenhotels und Totholz werden gefordert. Bremsen- oder 
Insektenfallen sind das Gegenteil.

Beratungsverlauf (2)

17.10.2022 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.2 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.10.2022 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2930/2022
Typ
Mitteilung BV
Datum
02.10.2022
Erstellt
05.09.2022 13:46