2026/0237
Verlängerung des Projekts "JUST BEst" im Rahmen des ESF-Plus-Bundesprogramms "JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit"
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
2026/0237
9440 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
21.09.2026
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2026/0237
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 315110
Kostenstelle: 051-004-7001 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3156-13 Sachkonto:
Betreff: Verlängerung des Projekts "JUST BEst" im Rahmen des ESF -Plus-Bundesprogramms
"JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit"
Vorlage vom: 20.08.2026
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung stimmen der Verlängerung des
Projekts „JUST BEst“ im Rahmen des ESF-Plus-Bundesprogramms „JUGEND STÄRKEN:
Brücken in die Eigenständigkeit“ um ein weiteres Förderjahr bis zum 31.12.2028 zu.
2. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung stimmen der Fortführung der für die
Umsetzung des Projekts erforderlichen Personalressourcen bis zum 31.12.2028 zu: 0,80
VZÄ-Stelle SP/SA - KiJugFörd., EG S 15 TVöD kw (StNr. 2375 GVPl.), zur kommunalen
Koordinierung des Förderprogramms und 0,20 VZÄ SB Förder - u. Finanzw., EG 9a TVöD kw
(StNr. 2028 GVPl.) für die administrative Abwicklung des Projekts.
3. Die Aufwendungen der kommunalen Koordinierungsstelle sowie der beteiligten Träger der
Jugendhilfe werden entsprechend der Förderbedingungen des ESF-Plus-Bundesprogramms
zu 40 % aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus sowie des Bundesministeriums für
- 2 -
Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.
Die Aufwendungen für die Projektadministration einschließlich der zugehörigen
Sachaufwendungen werden über die Restkostenpauschale des Förderprogramms finanziert.
4. Die Gesamtausgaben des Projekts einschließlich der ESF-Plus-Fördermittel belaufen sich für
den Zeitraum vom 01.01.2028 bis 31.12.2028 auf voraussichtlich rund 405.261 Euro.
Davon beträgt der kommunale Kofinanzierungsanteil voraussichtlich rund 243.152 Euro und
wird insbesondere über den kommunalen Eigenanteil an den förderfähigen
Projektaufwendungen sowie durch Personalgestellung im Umfang von 0,50 VZÄ TVöD-SuE
11b im Bereich der Mobilen Jugendberufshilfe erbracht. Die erforderlichen Mittel werden für
das Haushaltsjahr 2028 etatisiert.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20.08.2026
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat für das Projekt „JUST BEst“ die Genehmigung zur
Teilnahme am ESF-Plus-Bundesprogramm „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständig-
keit“ in 2022 erhalten. Auf Grundlage des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom
21.07.2022, MV-Nr. 2022/0187, wird das Projekt seitdem erfolgreich umgesetzt. Seitens des
ESF-Plus-Bundesprogramms „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit“ wurde den
teilnehmenden Gebietskörperschaften die Möglichkeit zur Verlängerung der Projekt e um ein
Jahr bis zum 31.12.2028 eröffnet. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt macht von dieser Option
Gebrauch.
JUST BEst richtet sich an junge Menschen von 14 bis 26 Jahren mit besonderen
Unterstützungsbedarfen am Übergang von Schule in Ausbildung, Arbeit und ein eigenständiges
Leben, insbesondere an Care Leaver sowie weitere sozial benachteiligte junge Menschen.
Ziel ist es, durch niedrigschwellige, aufsuchende und kontinuierliche sozialpädagogische
Begleitung nachhaltige Bildungs-, Qualifizierungs- und Erwerbsperspektiven zu eröffnen.
JUST BEst unterstützt dabei insbesondere die Aufgabenwahrnehmung der kommunalen
Jugendhilfe nach § 13 SGB VIII (Jugendsozialarbeit) sowie – bei jungen Volljährigen – nach
§ 41 SGB VIII. Das Projekt richtet sich gezielt an junge Menschen, deren soziale
Benachteiligungen oder individuelle Beeinträchtigungen den Übergang in Ausbildung, Arbeit
und ein selbstständiges Leben erschweren. Die ESF-Plus-Förderung ermöglicht es, diese
gesetzlich verankerten Aufgaben der Jugendhilfe niedrigschwellig, aufsuchend und
rechtskreisübergreifend umzusetzen.
Ein Ergebnis der vergangenen Förderjahre ist die Einrichtung der niedrigschwelligen Beratungs -
stelle in der Soderstraße 7, die den aufsuchenden und beratenden Ansatz von JUST BEst
strukturell ergänzt.
JUST BEst ist zugleich eng mit der Darmstädter Jugendberufsagentur verzahnt und unterstützt
insbesondere den kommunalen SGB-VIII-Anteil innerhalb der rechtskreisübergreifenden
Zusammenarbeit von SGB II, SGB III und SGB VIII. Die bisherigen Umsetzungserfahrungen
bestätigen den fachlichen Bedarf und die Wirksamkeit des Projekts. In Darmstadt wurden mit
dem Angebot bisher 550 junge Menschen erreicht und beraten (Stand 31.12.2025).
Auch die aktuellen Projektdaten für das Jahr 2025 bestätigen den besonderen Unterstützungs-
bedarf der Zielgruppe. So waren 93 Teilnehmende zum Zeitpunkt der Erfassung arbeitslos; zu
den häufigsten Beratungsanlässen gehörten die berufliche Orientierung (99 Fälle), die Ausbil-
dungsplatzsuche (84) und die Bewerbungshilfe (78). Gleichzeitig konnten 24 junge Menschen
in Ausbildung einmünden; weitere Übergänge erfolgten in Schule, Studium, Beschäftigung oder
Qualifizierungsmaßnahmen.
Die enge Verzahnung von individueller Einzelfallarbeit, mobiler Jugendberufshilfe, Umsetzung
durch zwei erfahrene freie Jugendhilfeträger (Netzwerk ROPE e. V. und Werkhof Darmstadt
e. V.) sowie kommunale Koordinierung hat sich als tragfähig erwiesen. Vor diesem Hintergrund
ist die Verlängerung des Projekts bis zum 31.12.2028 fachlich geboten, um begonnene
Unterstützungsprozesse fortzuführen, bewährte Kooperationsstrukturen mit den freien Trägern
zu sichern und die Zielsetzungen des Bundesprogramms nachhaltig zu erreichen.
Die Finanzierung des Projekts erfolgt – wie bereits in der laufenden Förderperiode – gemäß den
Vorgaben des ESF-Plus-Programms auf Grundlage einer Projektförderung mit bis zu 40 % ESF-
Plus-Mitteln sowie einer kommunalen Kofinanzierung von mindestens 60 %.
Auf alle anerkannten direkten Personalausgaben wird zusätzlich eine Restkostenpauschale in
Höhe von 22 % gewährt. Die Projektadministration ist nicht unmittelbar förderfähig. Die hierfür
- 4 -
entstehenden Aufwendungen können jedoch anteilig über die ESF-Restkostenpauschale refinan-
ziert werden.
Die Verlängerung des Projekts stellt eine Fortschreibung der bisherigen, bewährten Förder- und
Finanzierungslogik dar. Die gegenüber der ursprünglichen Bewilligung gestiegenen Kosten
resultieren im Wesentlichen aus Personalkostenentwicklungen, einer geänderten Eingrupp -
ierung der Koordinierungsstelle sowie während der Förderlaufzeit gestiegenen Einheitskosten -
sätzen (KjE) im ESF-Plus-Programm. Letztere werden durch vorhandene Haushaltsmittel der
Abteilung Kinder- und Jugendförderung im Jugendamt ausgeglichen.
Finanzierung des Verlängerungsjahres 2028 (analog der Förderjahre 2022-2027)
Inhaltliche Anteile Gesamtausgabe/
Art der Finanzierung
Kommunaler Aufwand
(Prognose)
Koordinierungsstelle (0,80 VZÄ, TVöD-
SuE S 15)
60.296,00 Euro
40 % ESF Plus Anteil,
60 % Kommunaler Anteil
34.032,00 Euro
Mobile Jugendberufshilfe (0,50 VZÄ,
TVöD-SuE S 11b)
37.686,00 Euro
100% kommunale
Personalgestellung
37.686,00 Euro
Personal freie Jugendhilfeträger
285.723,00 Euro
40 % ESF Plus Anteil,
60 % Kommunaler Anteil
171.434,00 Euro
Ca. 243.152,00 Euro
Mit der Verlängerung des Projekts JUST BEst bis zum 31.12.2028 wird ein bewährtes und
wirksames Angebot der kommunalen Jugendberufshilfe fortgeführt, welches junge Menschen in
prekären Lebenslagen dabei unterstützt, den Weg in ein eigenständiges Leben zu finden. Die
Fortsetzung dieses Angebots ist aus Gründen der Inklusion und der Reduktion von Armuts-
risiken junger Menschen fachlich unbedingt geboten.
Durch die Verlängerung können die bereits aufgebauten kommunalen und trägerüber-
greifenden Strukturen, einschließlich ihrer Verzahnung mit der Jugendberufsagentur, für ein
weiteres Jahr unter Inanspruchnahme der ESF-Plus-Förderung fortgeführt werden. Ein Verzicht
auf die Verlängerungsoption würde zum Wegfall dieser Drittmittelfinanzierung führen, obwohl
der zugrunde liegende Unterstützungsbedarf und die kommunalen Aufgaben der Jugendberufs-
hilfe fortbestehen.
Die für die Verlängerung erforderlichen Mittel werden für das Haushaltsjahr 2028 etatisiert.
Darmstadt, den 20.08.2026
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV
Hanno Benz Barbara Akdeniz André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeisterin Stadtkämmere r
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Soderstraße 7
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2026/0237
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 20.08.2026
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00