2015/0340
Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 - Vorschlag # 203: Zusammenführung des Jugend- und Schulamtes in der Schulkindbetreuung
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2015/0340
5822 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
02.09.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Schulamt
OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0340
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 243010
Kostenstelle: 040-026-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 - Vorschlag # 203: Zusammenführung des Jugend -
und Schulamtes in der Schulkindbetreuung
Vorlage vom: 06.08.2015
Beschlussvorschlag :
Der Vorschlag und die fachliche Stellungnahme des Schulamtes werden zur Kenntnis genommen.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.08.2015:
Für den Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 wurde folgender Vorschlag eingebracht:
Idee #203: Zusammenführung des Jugend- und Schulamts in der Schulkindbetreuung
Zusammenführung (verwaltungs- und finanztechnisch (sprich: gemeinsamer Haushalt)) des Jugend-
und Schulamts in der Schulkinderbetreuung, somit Förderung einer einheitlichen Ganztagsbetreuung
und Freisetzung von Synergien. Dies hätte langfristig zur Folge, die Kinderhorte in die Schulkinderbe-
treuung zu integrieren.
Der Vorschlag erhielt:
in der Online-Abstimmung: 0 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen
in der Vor-Ort-Abstimmung: 46 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen.
Im Jahr 2011 lag die Versorgungsquote in der Schulkinderbetreuung bei knapp 22 %. Dieser
Wert konnte mit umfassenden Maßnahmen bis zum Schuljahr 2014/2015 auf 33 % gesteigert
werden, es wurden 600 neue Betreuungsplätze geschaffen. Ein weiterer Ausbau wird ange-
strebt. Dieser soll am Ort der Schule stattfinden. Einen Ausbau der Hortkapazitäten wird es nur
geben, wenn dies baulich machbar ist, z. B. Neubau Kita Nachtweide oder Sanierung Kurt-
Schumacher-Haus etc.
In Darmstadt sind 13 Grundschulen mittlerweile in das Landesprogramm „Ganztägig arbeite n-
de Schulen“ aufgenommen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt diese Schulen im
Ganztagsprogramm durch ihr kommunales Förderprogramm „Familienfreundliche Schule“. Die
Schulen kooperieren bei der Gestaltung der unterrichtsergänzenden Angebote in den Bereichen
Bewegung/Sport, Kultur, Kreativität, individuelle Förderung, Freizeit etc. mit anerkannten Trä-
gern der Jugendhilfe. Eine Öffnung der Schulen in den Stadtteil und eine damit verbundene
Kooperation mit anderen Einrichtungen, Vereinen und Kulturinstituten ist Teil des Ko nzepts.
Grundlage für die konzeptionelle Ausrichtung der Schulkinderbetreuung an Darmstädter
Grundschulen sind die Ergebnisse eines extern begleiteten Planungsprozesses, der modellhaft
in der Waldkolonie bzw. an der Käthe-Kollwitz-Schule durchgeführt wurde. Der Abschlussbe-
richt wurde bereits im Oktober 2012 in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt. Der Ausbau der
Schulkinderbetreuung an Grundschulen wurde mit der Magistratsvorlage 2012/0180 b e-
schlossen.
Die Umsetzung der weiteren Ergebnisse aus dem Planungsprozess Waldkolonie wird aufgrund
aktueller Entwicklungen auf Landesebene – Pakt für den Nachmittag – einer Neubetrachtung
und einer Neuausrichtung unterzogen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde gemeinsam
mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg im Rahmen der „Bildungsregion Darmstadt & Darm-
stadt-Dieburg“ als einer von hessenweit sechs Schulträgern als Pilotstandort für den „Pakt für
den Nachmittag“ ausgewählt. Zum kommenden Schuljahr 2015/2016 startet der „Pakt für den
Nachmittag“ an zwei Standorten in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Der entsprechende
Vertrag mit dem Land Hessen wurde kürzlich unterzeichnet. Beim "Pakt für den Nachmittag"
sollen die Grundschulen weiterentwickelt werden.
. . .
- 4 -
Im Rahmen der Pilotphase werden die Ganztagsangebote für Grundschulen, die bestehende
Schulkinderbetreuung und die Horteinrichtungen der beiden ausgewählten Standort e kooperie-
ren. Ziel des "Paktes für den Nachmittag" ist es, für alle Kindeseltern, die dies wünschen, ein
verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot von 07:30 bis 17:00 Uhr anzubieten. Dafür
wird das Land Hessen alle Grundschulen auf freiwilliger Basis im Laufe der derzeitigen Legisl a-
turperiode in das Ganztagsschulprogramm des Landes aufnehmen und an fünf Tagen in der
Woche bis 14:30 Uhr einen Beitrag für den „Pakt für den Nachmittag“ leisten. Im Gegenzug
dazu werden mit allen Schulträgern Vereinbarungen zu schließen sein, mit denen sie ihrerseits
für den Zeitraum von 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr und in den Schulferien verlässlich die weiteren
Bildungs- und Betreuungsangebote für die Kinder sicherstellen, deren Eltern dies wünschen.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erwartet durch den „Pakt für den Nachmittag“ eine Weite r-
entwicklung des Ganztagsangebotes insbesondere im Bereich der Grundschulen. Die Koopera-
tion der Hortbetreuung und der Schulkinderbetreuung wurde mit dem "Pakt für den Nachmi t-
tag" ausgebaut und die perspektivische Ausweitung des Paktes auf andere Grun dschulen ist
angestrebt. Dieser (weitere) Prozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Darmstadt, 06.08.2015
Der Dezernent I Der Dezernent II Der Dezernent IV Die Dezernentin V
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg Barbara Akdeniz
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0340
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 06.08.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00