2018/0011
Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat
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anlage 2
2934 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
09.01.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 61
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0011
Magistratsbeschluss -Nr.
7
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat
Vorlage vom: 04.01.2018
Beschlussvorschlag :
Das Protokoll der 18.Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 17.01.2018
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 04.01.2018
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des
Gestaltungsbeirates von der Stadtverordnetenversammlung bestimmt.
Die 18. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 24.11.2017 statt.
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und
Vertreter der p olitischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die
Geschäftsstelle teil.
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren
Interessengruppen und Verbände eingeladen.
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Dr. Boczek und die Vorsitzende des
Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Reicher, die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die
Gäste im Plenum.
Dann wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Marktplatz 2 (Gastroerweiterung 4. O G
Geschäftshaus Henschel), Teichhausstraße 41 (Abriss und Neubau Wohnanlage),
Rheinstraße 62 (Sanierung/Umbau ehem. Landwirtschaftskammer und Neubau) durch die
jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und
Verständnisfragen d urch die Beiratsmitglieder und die erschienenen Gäste.
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.
Die Dezernentin III
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
Darmstadt, den 04.01.2018
61.1.0 mi
Nst. 2590
2018/0011
2864 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
09.01.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0011
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat
Vorlage vom: 04.01.2018
Beschlussvorschlag :
Das Protokoll der 18.Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 04.01.2018
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des Gestaltungsbeir a-
tes von der Stadtvero rdnetenversammlung bestimmt.
Die 18. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 24.11.2017 statt.
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die
Geschäftsstelle teil.
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren
Interessengruppen und Verbände eingeladen.
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Dr. Boczek und die Vorsitzende des
Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Reicher, die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die
Gäste im Plenum.
Dann wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Marktplatz 2 (Gastroerweiterung 4. OG G e-
schäftshaus Henschel), Teichhausstraße 41 (Abriss und Neubau Wohnanlage), Rheinstraße
62 (Sanierung/Umbau ehem. Landwirtschaftskammer und Neubau) durch die jeweiligen A r-
chitekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und Verständnisfragen durch die
Beiratsmitglieder und die erschien enen Gäste.
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ers ichtlich.
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.
Die Dezernentin III
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
Darmstadt, den 04.01.2018
61.1.0 mi
Nst. 2590
anlage 1
15293 Zeichen
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
1
Sitzungstag: 24.11.2017
Beginn: 10.00 Uhr
Ende: 16.30 Uhr
Ort: Saal Aurum, Darmstadtium, Schlossgraben 1, Darmstadt
Teilnehmer:
Mitglieder des Prof. Christa Reicher (Vors.)
Gestaltungsbeirats Dipl. Ing. Susanne Wartzeck (stellv. Vors.)
Dipl. Ing. Rebekka Junge
Prof. Thomas Knerer
Prof. Alexander Reichel
Magistrat Dr. Barbara Boczek, Dezernentin
Verwaltung Jochen Krehbiehl, Amtsleiter Stadtplanungsamt
Angela Eichenauer, Stadtplanungsamt (tw.)
Christoph Auksutat, Stadtplanungsamt (tw.)
Rainer Dressel, Amtsleiter Bauaufsichtsamt
Tina Klytta, Stadtplanungsamt
Stefanie Michels, Stadtplanungsamt
Politik Oliver Stienen, Bündnis 90/ Die Grünen
Georg Hang, Uffbasse, ab 13.00 Uhr
Martina Hübscher-Paul, Die Linke
Entschuldigt: Dr. Frank Sabais, FDP
Tim Huß, SPD
Projekte
Gastroerweiterung Henschel Darmstadt GmbH, Darmstadt
Henschel HWP Hauss, Walla + Partner GmbH, Heidelberg
Wohnungsbau WinDA GmbH & Co. KG, Darmstadt
Teichhausstraße 41 JS.Architektur, Mühltal/Traisa
Sanierung u. Neubau Eheleute G. & H.-J. Sander, Darmstadt
Rheinstraße 62 FinInvest Verwaltungs GmbH, Berlin
P R O T O K O L L
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT
2
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 13.00 Uhr)
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgte zunächst die Ortsbesichtigung des Projektes Rhein-
straße 62 (Sanierung, Umnutzung und Neubau). Im Anschluss wurde das Projekt in
der Teichhausstraße 41 (Abriss und Neubau Wohnen) und am Marktplatz 2 (Gastro-
erweiterung 4. OG Henschel) besichtigt.
Herr Krehbiehl, Herr Auksutat, Frau Eichenauer und Frau Michels erläutern bei dem
jeweiligen Projekt die Situation im Bestand, den Ansatz des Entwurfs sowie die stadt-
räumliche Einbindung des Standortes.
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte.
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 15.15 Uhr) :
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.30 Uhr – 16.30 Uhr)
Die Begrüßung der Teilnehmer und der Besucher des Gestaltungsbeirates erfolgt
durch Dr. Barbara Boczek, Dezernentin und Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des
Gestaltungsbeirates.
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt. Rückfragen und Verständnisfragen
durch die Teilnehmer und das Publikum werden beantwortet.
Eine intensive Diskussion mit den Architekten und Bauherren/ Investoren erfolgt im
Anschluss im Rahmen des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung.
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang.
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: Zeitfenster jeweils ca. 10.00 – 17.00 Uhr
Fr 02.03.2018 (Achtung: neuer Termin)
Fr 25.05.2018
Fr 24.08.2018
Fr 30.11.2018
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden
unter http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/stadtplanung/gestaltungsbeirat/index.htm veröffentlicht.
………………………………………………………….
gez. S. Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt
Stadtplanungsamt, Darmstadt, 21.12.2017
………………………………………………………….
gez. Prof. Christa Reicher
Vorsitzende Gestaltungsbeirat, Aachen, 21.12.2017
Anlage: Empfehlungen des Gestaltungsbeirates
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
Gastroerweiterung 4.OG
Geschäftshaus Henschel
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
18. Sitzung – 24.11.2017
8. Februar 2013
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 24.11.2017
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser
HWP, Hauss, Waller und Partner GmbH, Heidelberg
Bauherr
Henschel Darmstadt GmbH, Darmstadt
Beschreibung
Vorgestellt wird die Planung einer baulichen Erweiterung (in nordwestlicher Richtung) im
4.OG des Bestandsgebäudes Marktplatz 2 in Darmstadt . Die Erweiterung umfasst ca. 170
m² für Gastronomie, die den Verkaufsraum im 4.OG verlängert. Dieser verglaste Dachauf-
bau springt gegenüber der Fassade um ca. 6 m zurück. Zusätzlich ist eine Dachterrasse
geplant, die ein Glasbrüstungsgeländer erhalten soll und eine dreiseitige Bestuhlung um den
Anbau herum ermöglicht. Die Terrassenbrüstung tritt ca. 2 m hinter die Fassade zurück.
Empfehlung
Das Anliegen des Bauherrn, ein zusätzliches attraktives Angebot in Form einer Gastronomie
zu etablieren, wird sehr begrüßt.. Die vorgestellte Planung auf dem Dach des Gebäudes
stellt eine angemessene Lösung dar. Insbesondere die Abstufung des Aufbaus und des
Brüstungsgeländers gegenüber der Fassade wird grundsätzlich für gut befunden. Bereits
vorhandene technische Dachaufbauten werden in den Umbau mit einbezogen. Dadurch
entsteht eine ruhige, zurückhaltende Dachlandschaft.
Wesentlich für die Wahrnehmbarkeit aus dem Strassenraum werden im Sommer die Ver-
schattungselemente der Terrasse sein. Hier wird empfohlen, auf zusätzliche bauliche
Elemente zu verzichten und über eine Alternative mit Sonnenschirmen nachzudenken. Die
verwendeten Stoffe oder Behänge sollten farblich zurückhaltend und werbefrei sein. Die
Möblierung und Verschattung der Terrassenflächen sollte mit der Bauaufsicht im weiteren
Verfahren abgestimmt werden.
Insgesamt hat die Gastronomie das Potenzial, zu einer Bereicherung - nicht nur für das
Kaufhaus sondern auch für die Innenstadt Darmstadts - zu werden.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Eine Wiedervorstellung ist nicht notwendig. Eine detailierte Abstimmung zum geplanten
Verschattungsystem und der Möblierung der Terrasse sollte im Rahmen des Geneh-
migungsverfahrens erfolgen.
gez. Susanne Wartzeck
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
Abriss und Neubau
Wohnanlage Teichhausstraße 41, Darmstadt
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
18. Sitzung – 24.11.2017
8. Februar 2013
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 24.11.2017
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser
JS. Architektur, Traisa mit Gerhard Architekten, Darmstadt
Bauherr
WinDa GmbH Co KG, Darmstadt
Beschreibung
Durch das Büro JS.Architektur wird ein Bebauungsvorschlag für das südwestliche Eckgrund-
stück Teichhausstraße / Soderstrasse in zwei Varianten vorgestellt.
Auf dem Grundstück befindet sich eine beliebte denkmalgeschützte Tankstelle, die erhalten
bleiben soll.
Beide Planungsvarianten sehen eine viergeschossige Bebauung vor, welche die Tankstelle
umrahmt. An das Grundstück schließen im Westen einige Nebengebäude mit Brandwänden
an. In südlicher Richtung steht auf dem Nachbargrundstück das Alten- und Pflegeheim St.
Josef, das als viergeschossiger Wohnungsbaublock wahrgenommen wird. Nördlich der
Soderstrasse befindet sich der viergeschossige Verwaltungsbau des örtlichen Finanzamtes.
Empfehlung
Aufgrund der Baumassen in der Umgebung wird die im vorgestellten Projekt geplante Ge-
schossigkeit grundsätzlich für machbar erachtet.
In der vorgestellten Variante 1 umschließt die neue Wohnbebauung die historische Tank-
stelle in Form einer großen Klammer von drei Seiten. Diese Geste wird als zu dominant
gegenüber der verhältnismäßig kleinen Tankstelle wahrgenommen. Das historische Ge-
bäude wirkt in unangemessener Art umfangen und „erdrückt“.
Die Freianlagen sind nur sehr schematisch dargestellt. Es fällt schwer, in den zwischen
Neubauten und Umgebungsbebauung verbleibenden Außenflächen eine räumliche Qualität
zu entdecken.
Auch der verbleibende Raum zwischen der neuer Wohnbebauung und der Tankstelle
erscheint eher als „Restfläche“. Der in den Plänen mit zwei Metern an der engsten Stelle
angegebene Abstand wird für eine qualitätvolle Gestaltung der Aussenräume für zu gering
erachtet.
Als Variante 2 wird ein Bebauungsvorschlag gezeigt, der in westlicher Richtung einen
Anschluss der neuen Gebäude an die bestehende Brandwand vorsieht. Die u-förmige
Bebauung wird in zwei Baukörper aufgelöst. Die Lücke zwischen diesen beiden Gebäuden
lässt südlich der Tankstelle den Blick auf die Nachbarbebauung bzw. deren Kommunwand
frei. Die aufgrund der Nähe zur Tankstelle wichtige Aussenraumgestaltung ist auch in dieser
Variante als problematisch anzusehen.
Der Bezug zwischen historischer Tankstelle und Neubebauung ist nicht zufriedenstellend
gelöst worden. Die Abstände sind überwiegend zu gering, es können voraussichtlich keine
attraktiven Freiräume entstehen. Die topografische Situation des Baugrundstückes soll bei
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 24.11.2017
Stadtplanungsamt Darmstadt
der Überarbeitung der Entwürfe eine besondere Beachtung finden. Die Einbindung eines
Landschaftsarchitekten in die Planung erscheint notwendig.
Das Konzept der U-förmigen Randbebauung schafft keine Zonierung in eher öffentliche
(Eingangs-)bereiche und ausreichend große, private und ruhigere Freiflächen und lässt
damit keine hohe Wohnqualität erwarten.
Die topografische Situation des Grundstücks sollte berücksichtigt werden, um insbesondere
die halb eingegrabenen Erdgeschosswohnungen zu vermeiden. Auch die Realisierbarkeit
der Tiefgarage unter Erhalt der Tankstelle ist zu klären.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Es wird empfohlen, den Abriss des nördlichen, tiefer gelegenen Teiles des Tankstellenan-
baus zu untersuchen.
Eine erneute Vorstellung des Projektes soll erfolgen, wenn die Rahmenbedingungen für den
Erhalt des Tankstellenensembles geklärt sind und eine überarbeitete Konzeption mit einer
detaillierteren Betrachtung der Freiräume vorliegt.
gez. Thomas Knerer
Stadtplanungsamt Darmstadt
Gemeinsame Empfehlung
Projekt
Sanierung/ Umbau und Neubau
ehem. Landwirtschaftskammer Rheinstraße 62
Gestaltungsbeirat
Darmstadt
18. Sitzung – 24.11.2017
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 24.11.2017
Stadtplanungsamt Darmstadt
Entwurfsverfasser
Wandel Lorch Architekten
Axthelm Rolvien Architekten
Christoph Mäckler Architekten
Bauherr
Eheleute G. & H.-J. Sander, Darmstadt
Fininvest Verwaltungs GmbH, Berlin
Beschreibung
Das historische Gebäude an der Rheinstraße wurde 1914 als großherzogliche Landwirt-
schaftskammer durch Wilhelm Thaler im historistischen neobarocken Still errichtet. Es blieb
bis 2014 mit wechselnden Nutzern ein öffentliches Verwaltungsgebäude. Seit 2015 ist es im
Besitz der Eheleute Sander und soll zu einem Hotel oder Boardinghaus entwickelt werden.
Das Gebäude ist als Einzeldenkmal einschließlich seiner Nebengebäude eingetragen. Die
beauftragten Projektentwickler tragen vor, das die gewünschte Erweiterung mit einer
Tiefgarage hier auf die städtebaulichen Strukturen der Rheinstraße und der Spreestraße
reagieren soll. Ebenso soll diese dazu beitragen, durch die Lage der Gebäude die Lärm-
belastung der Rheinstraße für die rückwärtige Nutzung zu mindern.
Zur Klärung der baulichen Situation hat der Bauherr eine Mehrfachbeauftragung durch-
geführt, von denen hier drei Arbeiten vorgestellt werden.
Empfehlung
Aus Sicht des Gestaltungsbeirates wertet die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes den
Stadteingang Rheinstraße auf und wird daher begrüßt.
Nach der Ortsbesichtigung wurde deutlich, dass die Chance der Erweiterung in der Stärkung
der prägenden städtebaulichen Struktur der vorhandenen Bauten aus den 1950er Jahren
liegt, und die Höhe, das Maß und die Ausrichtung durch die bestehenden Zeilenbauten vor-
gegeben wird.
Das historische Gebäude sollte freigestellt bleiben und unbedingt einen eigenständigen,
adressbildenden Eingang erhalten, um der Gebäudestruktur und der städtebaulichen
Situation gerecht zu werden.
Ebenso sollte die Erweiterung den Charakter von Einzelhäusern beibehalten. Die teilweise
vorgeschlagene L-förmige Bebauung wird als nicht zielführend betrachtet, da hier die vor-
handenen städtebaulichen Strukturen nicht umgelenkt oder verklammert werden müssen,
sondern in ihren unterschiedlichen Richtungen sich überlagern. Dadurch vermitteln die
Gebäude zwischen der belebten Rheinstraße und der rückwärtigen Wohnbebauung entlang
der Spreestraße.
Durch die offene Bauweise ist der innere Hof lärmanfälliger. Zur Vermeidung wurden in den
Arbeiten Sockelbereiche und Verbindungsbauten ausgebildet. Hier müssen die vorgestellten
Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt 24.11.2017
Stadtplanungsamt Darmstadt
Lösungen den Spagat zwischen Offenheit und Geschlossenheit, Barrierefreiheit und eindeu-
tiger Zugänglichkeit über den Altbau in ihren Lösungen finden.
Zur Spreestraße hin befinden sich zurzeit noch geschützte Nebengebäude. Bei diesen
scheinen in den letzten Jahrzehnten teilweise Tore und Dachziegeln saniert worden zu sein.
Hier empfiehlt der Gestaltungsbeirat den Denkmalwert der hinteren Bebauung zu überprüfen
bzw. aufzugeben, auch um eine angemessene gestalterische Gesamtlösung im Sinne von
neuen „Gartenhäusern“ zu ermöglichen.
Der Gestaltungsbeirat weist daraufhin, dass es, bei der architektonischen Anmutung der
Fassaden, angemessen sein könnte, eine Reflektion und einen Dialog mit den Fassaden der
1950er Jahre, mit dem Spiel von Masse und Transparenz, herzustellen.
Die westlich anschliessende Kammstruktur mit den großzügigen Freiflächen wird durchaus
als wertvoller Stadtbaustein gesehen, der so im Grundsatz weiter geführt werden sollte. Dies
könnte an den Gebäudehöhen ablesbar gemacht werden: So könnte sich die östliche Be-
bauung höhenmäßig eher an dem vorhandenen Riegel orientieren, der Baukörper im Süden
hingegen niedriger gehalten werden.
Für eine hohe Aufenthaltsqualität im Innenhof sind vermutlich Lärmschutzmaßnahmen
erforderlich, die über die eingeschossige Verbindung hinausgehen. Die Fuge zwischen Alt-
und Neubau muß dennoch gut ablesbar bleiben.
Weiteres Vorgehen
Aus Sicht des Gestaltungsbeirates sollten die vorgestellten Arbeiten von Wandel Lorch
Architekten und Axthelm Rolvien Architekten hinsichtlich ihrer jeweiligen Schwächen
überarbeitet werden, um sich noch besser in den Kontext einzubinden.
Dazu gehört auch das Prüfen der hinteren sogenannten Remise und Nebengebäudes im
Hinblick auf den Denkmalwert sowie das Prüfen der verträglichen Anzahl von notwendigen
Stellplätzen mit der Bauaufsicht. Beide Entwürfe sollen dann erneut dem Gestaltungsbeirat
vorgestellt werden.
Zusammenfassung der Rückmeldung
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die sorgfältige Untersuchung des Standortes in drei Alter-
nativen und dankt dem Bauherrn für das vorbildliche Engagement bei dieser Aufgabe.
Insgesamt ist an dem Standort eine Erweiterung in Art und Maß der vorgestellten baulichen
Nutzung möglich, allerdings sollte die Gebäudestruktur sich stärker in die vorhandene
städtebauliche Situation einbinden und die Erschließung eindeutig geklärt werden.
Der Beirat empfiehlt die weitere Bearbeitung der beiden o.g. Entwürfeund die erneute
Vorstellung beim nächsten Termin.
gez. Alexander Reichel
Beratungsverlauf (1)
Orte (6)
- Teichhausstraße 41
- Rheinstraße 62
- Soderstraße
- Spreestraße
- Marktplatz 2
- Schlossgraben 1
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0011
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 04.01.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00