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2018/0011

Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 04.01.2018

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
09.01.2018 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0011 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
7 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 04.01.2018  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das Protokoll der 18.Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
Anlagen: Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 17.01.2018 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 04.01.2018  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des 
Gestaltungsbeirates von der Stadtverordnetenversammlung bestimmt.  
 
Die 18. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 24.11.2017 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der p olitischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil.  
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände eingeladen.  
 
 
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Dr. Boczek und die Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Reicher, die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die 
Gäste im Plenum.  
 
Dann wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Marktplatz 2 (Gastroerweiterung 4. O G 
Geschäftshaus Henschel), Teichhausstraße 41 (Abriss und Neubau Wohnanlage), 
Rheinstraße 62 (Sanierung/Umbau ehem. Landwirtschaftskammer und Neubau) durch die 
jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und 
Verständnisfragen d urch die Beiratsmitglieder und die erschienenen Gäste.  
 
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.   
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 04.01.2018  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

2018/0011

2864 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
09.01.2018 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2018/0011 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 04.01.2018 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das Protokoll der 18.Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
 
 
Anlagen: Protokoll 18. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  04.01.2018  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des Gestaltungsbeir a-
tes von der Stadtvero rdnetenversammlung bestimmt.  
 
Die 18. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 24.11.2017 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil.  
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände eingeladen.  
 
 
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Dr. Boczek  und die Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Reicher, die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die 
Gäste im Plenum.  
 
Dann wurden die Vorhaben der Tagesordnung – Marktplatz 2 (Gastroerweiterung 4. OG G e-
schäftshaus Henschel), Teichhausstraße 41 (Abriss und Neubau Wohnanlage), Rheinstraße 
62 (Sanierung/Umbau ehem. Landwirtschaftskammer und Neubau) durch die jeweiligen A r-
chitekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten Rückfragen und Verständnisfragen durch die 
Beiratsmitglieder und die erschien enen Gäste. 
 
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.   
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ers ichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 04.01.2018  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

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P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT  
 
1 
Sitzungstag:   24.11.2017 
 
Beginn:   10.00 Uhr 
 
Ende:    16.30 Uhr 
 
Ort:    Saal Aurum, Darmstadtium, Schlossgraben  1, Darmstadt 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des  Prof. Christa Reicher (Vors.) 
Gestaltungsbeirats  Dipl. Ing. Susanne Wartzeck (stellv. Vors.) 
    Dipl. Ing. Rebekka Junge 
    Prof. Thomas Knerer 
    Prof. Alexander Reichel 
     
Magistrat   Dr. Barbara Boczek, Dezernentin 
 
Verwaltung   Jochen Krehbiehl, Amtsleiter Stadtplanungsamt 
    Angela Eichenauer, Stadtplanungsamt (tw.) 
    Christoph Auksutat, Stadtplanungsamt (tw.) 
    Rainer Dressel, Amtsleiter Bauaufsichtsamt 
    Tina Klytta, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Oliver Stienen, Bündnis 90/ Die Grünen 
    Georg Hang, Uffbasse, ab 13.00 Uhr 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke 
     
Entschuldigt:   Dr. Frank Sabais, FDP 
    Tim Huß, SPD 
 
 
 
Projekte 
 
Gastroerweiterung Henschel Darmstadt GmbH, Darmstadt 
Henschel   HWP Hauss, Walla + Partner GmbH, Heidelberg  
 
  
Wohnungsbau WinDA GmbH & Co. KG, Darmstadt 
Teichhausstraße 41  JS.Architektur, Mühltal/Traisa 
 
 
Sanierung u. Neubau  Eheleute G. & H.-J. Sander, Darmstadt 
Rheinstraße 62  FinInvest Verwaltungs GmbH, Berlin

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT  
 
2 
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 13.00 Uhr) 
 
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgte zunächst die Ortsbesichtigung des Projektes Rhein-
straße 62 (Sanierung, Umnutzung und Neubau). Im Anschluss wurde das Projekt in 
der Teichhausstraße 41 (Abriss und Neubau Wohnen) und am Marktplatz 2 (Gastro-
erweiterung 4. OG Henschel) besichtigt. 
Herr Krehbiehl, Herr Auksutat, Frau Eichenauer und Frau Michels erläutern bei dem 
jeweiligen Projekt die Situation im Bestand, den Ansatz des Entwurfs sowie die stadt-
räumliche Einbindung des Standortes. 
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte. 
 
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 15.15 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.30 Uhr – 16.30 Uhr) 
 
Die Begrüßung der Teilnehmer und der Besucher des Gestaltungsbeirates erfolgt 
durch Dr. Barbara Boczek, Dezernentin und Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates.  
 
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt. Rückfragen und Verständnisfragen 
durch die Teilnehmer und das Publikum werden beantwortet. 
Eine intensive Diskussion mit den Architekten und Bauherren/ Investoren erfolgt im 
Anschluss im Rahmen des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung. 
 
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang. 
 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: Zeitfenster jeweils ca. 10.00 – 17.00 Uhr 
 
Fr 02.03.2018  (Achtung: neuer Termin) 
Fr 25.05.2018 
Fr 24.08.2018 
Fr 30.11.2018   
 
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/stadtplanung/gestaltungsbeirat/index.htm  veröffentlicht. 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt, Darmstadt, 21.12.2017   
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitzende Gestaltungsbeirat, Aachen, 21.12.2017 
 
Anlage: Empfehlungen des Gestaltungsbeirates

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt  
 
Gastroerweiterung 4.OG 
Geschäftshaus Henschel 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
18. Sitzung – 24.11.2017 
  
8. Februar 2013

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  24.11.2017 
 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
HWP, Hauss, Waller und Partner GmbH, Heidelberg 
 
Bauherr 
Henschel Darmstadt GmbH, Darmstadt 
 
Beschreibung 
Vorgestellt wird die Planung einer baulichen Erweiterung (in nordwestlicher Richtung) im 
4.OG des Bestandsgebäudes Marktplatz 2 in Darmstadt . Die Erweiterung umfasst ca. 170 
m² für Gastronomie, die den Verkaufsraum im 4.OG verlängert.  Dieser verglaste Dachauf-
bau springt gegenüber der Fassade um ca. 6 m zurück. Zusätzlich ist eine Dachterrasse 
geplant, die ein Glasbrüstungsgeländer erhalten soll und eine dreiseitige Bestuhlung um den 
Anbau herum ermöglicht. Die Terrassenbrüstung tritt ca. 2 m hinter die Fassade zurück. 
 
Empfehlung 
Das Anliegen des Bauherrn, ein zusätzliches attraktives Angebot in Form einer Gastronomie 
zu etablieren, wird sehr begrüßt.. Die vorgestellte Planung auf dem Dach des Gebäudes 
stellt eine angemessene Lösung dar. Insbesondere die Abstufung des Aufbaus und des 
Brüstungsgeländers gegenüber der Fassade wird grundsätzlich für gut befunden. Bereits 
vorhandene technische Dachaufbauten werden in den Umbau mit einbezogen. Dadurch 
entsteht eine ruhige, zurückhaltende Dachlandschaft.  
 
Wesentlich für die Wahrnehmbarkeit aus dem Strassenraum werden im Sommer die Ver-
schattungselemente der Terrasse sein. Hier wird empfohlen, auf zusätzliche bauliche 
Elemente zu verzichten und über eine Alternative mit Sonnenschirmen nachzudenken. Die 
verwendeten Stoffe oder Behänge sollten farblich zurückhaltend und werbefrei sein. Die 
Möblierung und Verschattung der Terrassenflächen sollte mit der Bauaufsicht im weiteren 
Verfahren abgestimmt werden. 
 
Insgesamt hat die Gastronomie das Potenzial, zu einer Bereicherung - nicht nur für das 
Kaufhaus sondern auch für die Innenstadt Darmstadts - zu werden. 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
Eine Wiedervorstellung ist nicht notwendig. Eine detailierte Abstimmung zum geplanten 
Verschattungsystem und der Möblierung der Terrasse sollte im Rahmen des Geneh-
migungsverfahrens erfolgen. 
 
 
 
gez. Susanne Wartzeck

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt 
 
Abriss und Neubau 
Wohnanlage Teichhausstraße 41, Darmstadt   
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
18. Sitzung – 24.11.2017 
  
8. Februar 2013

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  24.11.2017 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
JS. Architektur, Traisa mit Gerhard Architekten, Darmstadt 
 
Bauherr 
WinDa GmbH Co KG, Darmstadt  
 
Beschreibung 
Durch das Büro JS.Architektur wird ein Bebauungsvorschlag für das südwestliche Eckgrund-
stück Teichhausstraße / Soderstrasse in zwei Varianten vorgestellt.  
 
Auf dem Grundstück befindet sich eine beliebte denkmalgeschützte Tankstelle, die erhalten 
bleiben soll.  
 
Beide Planungsvarianten sehen eine viergeschossige Bebauung vor, welche die Tankstelle 
umrahmt. An das Grundstück schließen im Westen einige Nebengebäude mit Brandwänden 
an. In südlicher Richtung steht auf dem Nachbargrundstück das Alten- und Pflegeheim St. 
Josef, das als viergeschossiger Wohnungsbaublock wahrgenommen wird. Nördlich der 
Soderstrasse befindet sich der viergeschossige Verwaltungsbau des örtlichen Finanzamtes.  
 
Empfehlung 
Aufgrund der Baumassen in der Umgebung wird die im vorgestellten Projekt geplante Ge-
schossigkeit grundsätzlich für machbar erachtet. 
 
In der vorgestellten Variante 1 umschließt die neue Wohnbebauung die historische Tank-
stelle in Form einer großen Klammer von drei Seiten. Diese Geste wird als zu dominant 
gegenüber der verhältnismäßig kleinen Tankstelle wahrgenommen. Das historische Ge-
bäude wirkt in unangemessener Art umfangen und „erdrückt“. 
 
Die Freianlagen sind nur sehr schematisch dargestellt. Es fällt schwer, in den zwischen 
Neubauten und Umgebungsbebauung verbleibenden Außenflächen eine räumliche Qualität 
zu entdecken. 
 
Auch der verbleibende Raum zwischen der neuer Wohnbebauung und der Tankstelle 
erscheint eher als „Restfläche“. Der in den Plänen mit zwei Metern an der engsten Stelle 
angegebene Abstand wird für eine qualitätvolle Gestaltung der Aussenräume für zu gering 
erachtet. 
 
Als Variante 2 wird ein Bebauungsvorschlag gezeigt, der in westlicher Richtung einen 
Anschluss der neuen Gebäude an die bestehende Brandwand vorsieht. Die u-förmige 
Bebauung wird in zwei Baukörper aufgelöst. Die Lücke zwischen diesen beiden Gebäuden 
lässt südlich der Tankstelle den Blick auf die Nachbarbebauung bzw. deren Kommunwand 
frei. Die aufgrund der Nähe zur Tankstelle wichtige Aussenraumgestaltung ist auch in dieser 
Variante als problematisch anzusehen. 
 
Der Bezug zwischen historischer Tankstelle und Neubebauung ist nicht zufriedenstellend 
gelöst worden. Die Abstände sind überwiegend zu gering, es können voraussichtlich keine 
attraktiven Freiräume entstehen. Die topografische Situation des Baugrundstückes soll bei

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  24.11.2017 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
der Überarbeitung der Entwürfe eine besondere Beachtung finden. Die Einbindung eines 
Landschaftsarchitekten in die Planung erscheint notwendig.  
 
  
Das Konzept der U-förmigen Randbebauung schafft keine Zonierung in eher öffentliche 
(Eingangs-)bereiche und ausreichend große, private und ruhigere Freiflächen und lässt 
damit keine hohe Wohnqualität erwarten.  
 
Die topografische Situation des Grundstücks sollte berücksichtigt werden, um insbesondere 
die halb eingegrabenen Erdgeschosswohnungen zu vermeiden. Auch die Realisierbarkeit 
der Tiefgarage unter Erhalt der Tankstelle ist zu klären. 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung 
Es wird empfohlen, den Abriss des nördlichen, tiefer gelegenen Teiles des Tankstellenan-
baus zu untersuchen. 
  
Eine erneute Vorstellung des Projektes soll erfolgen, wenn die Rahmenbedingungen für den 
Erhalt des Tankstellenensembles geklärt sind und eine überarbeitete Konzeption mit einer 
detaillierteren Betrachtung der Freiräume vorliegt.  
 
 
 
gez. Thomas Knerer

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt 
 
Sanierung/ Umbau und Neubau  
ehem. Landwirtschaftskammer Rheinstraße 62 
 
 
 
 
 
  
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
18. Sitzung – 24.11.2017

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  24.11.2017 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
Entwurfsverfasser 
Wandel Lorch Architekten 
Axthelm Rolvien Architekten 
Christoph Mäckler Architekten 
 
Bauherr 
Eheleute G. & H.-J. Sander, Darmstadt 
Fininvest Verwaltungs GmbH, Berlin 
 
Beschreibung 
Das historische Gebäude an der Rheinstraße wurde 1914 als großherzogliche Landwirt-
schaftskammer durch Wilhelm Thaler im historistischen neobarocken Still errichtet. Es blieb 
bis 2014 mit wechselnden Nutzern ein öffentliches Verwaltungsgebäude. Seit 2015 ist es im 
Besitz der Eheleute Sander und soll zu einem Hotel oder Boardinghaus entwickelt werden.  
 
Das Gebäude ist als Einzeldenkmal einschließlich seiner Nebengebäude eingetragen. Die 
beauftragten Projektentwickler tragen vor, das die gewünschte Erweiterung mit einer 
Tiefgarage hier auf die städtebaulichen Strukturen der Rheinstraße und der Spreestraße 
reagieren soll. Ebenso soll diese dazu beitragen, durch die Lage der Gebäude die Lärm-
belastung der Rheinstraße für die rückwärtige Nutzung zu mindern.  
 
Zur Klärung der baulichen Situation hat der Bauherr eine Mehrfachbeauftragung durch-
geführt, von denen hier drei Arbeiten vorgestellt werden. 
 
Empfehlung 
Aus Sicht des Gestaltungsbeirates wertet die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes den 
Stadteingang Rheinstraße auf und wird daher begrüßt.  
 
Nach der Ortsbesichtigung wurde deutlich, dass die Chance der Erweiterung in der Stärkung 
der prägenden städtebaulichen Struktur der vorhandenen Bauten aus den 1950er Jahren 
liegt, und die Höhe, das Maß und die Ausrichtung durch die bestehenden Zeilenbauten vor-
gegeben wird. 
 
Das historische Gebäude sollte freigestellt bleiben und unbedingt einen eigenständigen, 
adressbildenden Eingang erhalten, um der Gebäudestruktur und der städtebaulichen 
Situation gerecht zu werden. 
 
Ebenso sollte die Erweiterung den Charakter von Einzelhäusern beibehalten. Die teilweise 
vorgeschlagene L-förmige Bebauung wird als nicht zielführend betrachtet, da hier die vor-
handenen städtebaulichen Strukturen nicht umgelenkt oder verklammert werden müssen, 
sondern in ihren unterschiedlichen Richtungen sich überlagern. Dadurch vermitteln die 
Gebäude zwischen der belebten Rheinstraße und der rückwärtigen Wohnbebauung entlang 
der Spreestraße. 
 
Durch die offene Bauweise ist der innere Hof lärmanfälliger. Zur Vermeidung wurden in den 
Arbeiten Sockelbereiche und Verbindungsbauten ausgebildet. Hier müssen die vorgestellten

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  24.11.2017 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Lösungen den Spagat zwischen Offenheit und Geschlossenheit, Barrierefreiheit und eindeu-
tiger Zugänglichkeit über den Altbau in ihren Lösungen finden. 
 
Zur Spreestraße hin befinden sich zurzeit noch geschützte Nebengebäude. Bei diesen 
scheinen in den letzten Jahrzehnten teilweise Tore und Dachziegeln saniert worden zu sein. 
Hier empfiehlt der Gestaltungsbeirat den Denkmalwert der hinteren Bebauung zu überprüfen 
bzw. aufzugeben, auch um eine angemessene gestalterische Gesamtlösung im Sinne von 
neuen „Gartenhäusern“ zu ermöglichen. 
 
Der Gestaltungsbeirat weist daraufhin, dass es, bei der architektonischen Anmutung der 
Fassaden, angemessen sein könnte, eine Reflektion und einen Dialog mit den Fassaden der 
1950er Jahre, mit dem Spiel von Masse und Transparenz, herzustellen. 
 
Die westlich anschliessende Kammstruktur mit den großzügigen Freiflächen wird durchaus 
als wertvoller Stadtbaustein gesehen, der so im Grundsatz weiter geführt werden sollte. Dies 
könnte an den Gebäudehöhen ablesbar gemacht werden: So könnte sich die östliche Be-
bauung höhenmäßig eher an dem vorhandenen Riegel orientieren, der Baukörper im Süden 
hingegen niedriger gehalten werden.  
Für eine hohe Aufenthaltsqualität im Innenhof sind vermutlich Lärmschutzmaßnahmen 
erforderlich, die über die eingeschossige Verbindung hinausgehen. Die Fuge zwischen Alt- 
und Neubau muß dennoch gut ablesbar bleiben. 
 
Weiteres Vorgehen 
Aus Sicht des Gestaltungsbeirates sollten die vorgestellten Arbeiten von Wandel Lorch 
Architekten und Axthelm Rolvien Architekten hinsichtlich ihrer jeweiligen Schwächen 
überarbeitet werden, um sich noch besser in den Kontext einzubinden.  
 
Dazu gehört auch das Prüfen der hinteren sogenannten Remise und Nebengebäudes im 
Hinblick auf den Denkmalwert sowie das Prüfen der verträglichen Anzahl von notwendigen 
Stellplätzen mit der Bauaufsicht. Beide  Entwürfe sollen dann erneut dem Gestaltungsbeirat 
vorgestellt werden. 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die sorgfältige Untersuchung des Standortes in drei Alter-
nativen und dankt dem Bauherrn für das vorbildliche Engagement bei dieser Aufgabe.  
 
Insgesamt ist an dem Standort eine Erweiterung in Art und Maß der vorgestellten baulichen 
Nutzung möglich, allerdings sollte die Gebäudestruktur sich stärker in die vorhandene 
städtebauliche Situation einbinden und die Erschließung eindeutig geklärt werden. 
 
Der Beirat empfiehlt die weitere Bearbeitung der beiden o.g. Entwürfeund die erneute 
Vorstellung beim nächsten Termin. 
 
 
gez. Alexander Reichel

Beratungsverlauf (1)

TOP 7

Orte (6)

  • Teichhausstraße 41
  • Rheinstraße 62
  • Soderstraße
  • Spreestraße
  • Marktplatz 2
  • Schlossgraben 1

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2018/0011
Typ
Magistratsvorlage
Datum
04.01.2018
Erstellt
29.09.2026 00:00