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1138/2024

2. Sachstandsmitteilung zur Situation in der Wohngeldstelle nach der Reform der Wohngeldgesetzgebung zum 01.01.2023

Mitteilung Ausschuss 15.04.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 06.06.2024, TOP 7.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

10138 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/56/560 
 
Vorlagen-Nummer 15.04.2024 
 1138/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.04.2024 
 
2. Sachstandsmitteilung zur Situation in der Wohngeldstelle nach der Reform der 
Wohngeldgesetzgebung zum 01.01.2023 
Rahmenbedingungen:  
In der Mitteilung vom 14.09.2023 (Vorlage 2771/2023) informierte die Verwaltung zu-
letzt über die aktuelle Personalsituation, die finanzielle Umsetzung von Wohngeld-
Plus sowie über aktuelle Zahlen. Hintergrund der Mitteilung war das Gesetz zur Novel-
lierung des Wohngeldgesetzes, welches am 01.01.2023 in Kraft trat und die Wohn-
geldstellen vor die Herausforderung einer vom Gesetzgeber prognostizierten Verdrei-
fachung des Antragsaufkommens stellte. 
Zwischenzeitlich hat sich insbesondere die Personal-, Ausstattungs- und Raumsitua-
tion der Wohngeldstelle verbessert. 
Hinsichtlich der finanziellen Umsetzung von Wohngeld-Plus gibt es insoweit keine Än-
derungen. Die Auszahlungen laufen nach wie vor über den Landesbetrieb IT.NRW.  
 
Aktuelle Personal- und Stellensituation: 
Zum Stichtag 15.03.2024 besteht in der Wohngeldstelle folgende Personal- und Stel-
lensituation: 
 
Funktions-/Aufgabenbereich Stellenanzahl davon besetzt 
 davon neu 
eingerichtet 
Anzahl entspricht in 
Prozent 
Sachgebietsleitung 1,00 -- 2,00   200,00 %1  
 
Teamleitung Leistungsbereich 13,00 8,00 10,46   80,46 % 
Teamleitung Grundsatz- und 
zentrale Aufgaben 
2,00 1,00 2,00   100,00 % 
Antragssachbearbeitung (Leis-
tungsbereich) 
122,15 81,50 99,53   81,48 % 
                                                 
1 Temporäre Stellendoppelbesetzung

2 
 
Rückforderungssachbearbeitung 26,00 18,00 15,9   61,15 % 
Widerspruchs- und Klagesach-
bearbeitung 
12,00 8,00 7,75   64,58 % 
Ahndungs- und Beitreibungs-
sachbearbeitung 
12,00 8,00 6,72  56,00 % 
Geschäftszimmer 3,00 2,25 1,77   59,00 % 
Gesamt: 191,15 146,13   76,45 %  
 
Die Anzahl der neu eingerichteten Stellen basierte auf der Prognose der Bundesregie-
rung, dass sich die Antragstellungen in Folge der Novellierung verdreifachen würden; 
dies hat sich nicht bestätigt. Insofern werden die neu eingerichteten Stellen nach orga-
nisatorischer Prüfung weiterhin bedarfsorientiert zur Besetzung freigegeben.  
Obwohl in den meisten Funktionsbereichen die Stellenbesetzungsquote deutlich und 
spürbar verbessert werden konnte, ist diese insgesamt im Vergleich zur letzten Sach-
standsmitteilung leicht rückläufig (September 2023= 78,42%). Ursächlich hierfür ist 
zum einen, dass der Betrieb des Frontoffice am Standort Dominium in der Tunis-
straße, das eine sehr hohe Besetzungsquote hatte, zum 31.12.2023 eingestellt wurde. 
Zum anderen sind insbesondere im Bereich der Leistungssachbearbeitung neue Va-
kanzen in einem Umfang von rund 8,5 Stellen entstanden. Diese ergeben sich daraus, 
dass seit der letzten Mitteilung im September 2023 zehn eingearbeitete Kolleg*innen 
die Leistungssachbearbeitung verlassen haben. Die Hauptgründe sind Beförderung, 
Ruhestand und Elternzeit Die Verwaltung bemüht sich weiterhin, die bestehenden 
Stellenvakanzen bedarfsorientiert so zügig wie möglich zu besetzen. 
 
Die in der letzten Mitteilung beschriebene prekäre Situation der Besetzung der Team-
leitungsstellen konnte entschärft werden. Ein Großteil der Stellen ist besetzt. Die neu 
eingestellten Teamleitungen wurden einer schon vorhandenen Teamleitung an die 
Seite gestellt. Dies dient einer gründlichen Einarbeitung in die komplexe rechtliche 
Materie sowie in die internen städtischen Verwaltungsabläufe, die für die extern einge-
stellten Kolleg*innen naturgemäß neu sind. Im Laufe des Jahres wird diese Dopplung 
aufgehoben und die Teams entsprechend aufgeteilt. Sodann wird sich auch bei den 
Teamleiter*innen eine Entlastung einstellen. 
 
Der Standort Dominium mit dem dort eingerichteten Frontoffice wurde Ende Dezem-
ber 2023 aufgegeben. Durch das zugesetzte Personal und dessen fortgeschrittene 
Einarbeitung konnte zum 01.01.2024 auf das Frontoffice verzichtet werden. Die Ver-
träge der Hilfskräfte wurden über den 31.12.2023 hinaus nicht verlängert. Haupttätig-
keit der dort eingesetzten Hilfskräfte war es, die Telefonanrufe der Bürger*innen ent-
gegen zu nehmen und entsprechend weiterzuverarbeiten. Zudem wurden dort einge-
hende Neuanträge angelegt und zur Bearbeitung weitergeleitet. Dies stellte insgesamt 
eine Erleichterung für das Stammpersonal dar, das sich auf die Sachbearbeitung und 
die Einarbeitung konzentrieren konnte. Zeitgleich mit der Aufgabe des Dominiums 
wurde mit Unified Communications (UC) eine Weboberfläche zur Steuerung verschie-
dener Kommunikationsfunktionen eingeführt. Damit lässt sich eine noch bessere tele-
fonische Erreichbarkeit der Mitarbeitenden sicherstellen. Persönliche Vorsprachen 
sind weiterhin zu den Öffnungszeiten oder nach vorheriger Terminabsprache möglich. 
Zu den üblichen Öffnungszeiten können sich Bürger*innen an den neu eingerichteten 
Service-Schalter wenden. Hier stehen jeweils zwei Mitarbeitende zur Verfügung, die 
Anträge, Unterlagen und Kontaktwünsche entgegennehmen und entsprechend weiter-
geben. 
 
Die in der letzten Sachstandsmitteilung angekündigte Evaluation der Stellensituation 
ist auf einem guten Weg. Aktuell werden gemeinsam mit der Organisationsberatung

3 
 
des Personal- und Verwaltungsmanagements die umfangreichen Prozesse erhoben 
und analysiert. Mit einem Ergebnis ist im Frühsommer zu rechnen.  
 
Räumliche Situation: 
Im Juli 2023 konnten zwei Teams der Wohngeldstelle in Räumlichkeiten des Kalk-Kar-
rees am Ottmar-Pohl-Platz umziehen. Dies führte unter weiterer Nutzung von 
Desksharing zu einer optimierten räumlichen Aufteilung am Standort Lindenthal. Wei-
tere Umzüge nach Kalk werden erfolgen. 
Der Plan, die Wohngeldstelle mit allen Mitarbeitenden an einem (externen) Bürostand-
ort räumlich zu vereinen, ist aus wirtschaftlichen Gründen gescheitert. Obwohl die 
Standortsuche weit fortgeschritten war, ist dieser Plan aufgegeben worden. Stattdes-
sen wird dauerhaft ein „2-Standorte-Modell“ für das Kölner Wohngeld – linksrheinisch 
in Lindenthal und rechtsrheinisch in Kalk – weiterverfolgt. 
Der bisherige Zeitplan – Umzug im 3. Quartal 2024 – kann Stand heute gehalten wer-
den. 
 
Technische Ausstattung: 
Die Mitarbeitenden sind vollständig mit Laptops und Dockingstations ausgestattet. 
Dies und die Webanwendung UC waren vor dem Hintergrund eingeschränkter Raum-
ressourcen Voraussetzung für ein erfolgreiches flexibles und mobiles Arbeiten im 
Sinne der Mitarbeitendenzufriedenheit und damit auch für einen optimierten Kund*in-
nen-Service. 
 
Zahlen | Daten | Fakten: 
 
  Antragsein-
gänge 
Stand 
03.04.2024 
inkl. späterer 
Nacherfass-
ung von An-
trägen 
noch zu ent-
scheidende 
Anträge 
Beschie-
dene An-
träge 
davon Be-
willigungen 
davon 
Ableh-
nungen 
Jan 23 4.824  5.200  6.468  1.842  1.288  554  
Feb 23 2.483  2.534  9.654  1.218  832  386  
Mrz 23 2.418  2.497  10.239  2.881  2.322  559  
Apr 23 1.974  2.065  10.313  2.096  1.529  567  
Mai 23 1.933  2.217  10.162  2.520  1.733  787  
Jun 23 2.029  2.076  9.714  2.283  1.613  670  
Jul 23 4.130  4.162  9.671  2.258  1.611  647  
Aug 23 3.141  3.144  10.732  1.968  1.445  523  
Sep 23 2.128  2.191  13.035  2.257  1.620  637  
Okt 23 2.292 2.454 13.274 2.310 1.670 640 
Nov 23 2.408  2.481  13.149  2.857  1.999  858  
Dez 23 1.789 1.968 13.072 1.960 1.390 570 
Jan 24 3.025 3.096 13.251 2.914 2.209 705 
Feb 24 2.393 2.439 13.230 2.773 1.975 798

4 
 
  
Gesamtzahl 
der Fall-
stände 
Erledigungs-
quote 
Anteil der Bewilli-
gungen innerhalb 2 
Monaten 
durchschnittl. Bear-
beitungsdauer in 
Monaten 
Jan 23 19.555  66,92% 58,17% kein Wert vorh. 
Feb 23 22.955  57,94% 59,76% 2,85 
Mrz 23 23.393  56,23% 53,87% 2,87 
Apr 23 24.458  57,83% 45,05% 2,85 
Mai 23 25.092  59,50% 31,08% 2,94 
Jun 23 25.553  61,98% 31,18% 3,03 
Jul 23 26.209  63,10% 31,28% 3,29 
Aug 23 27.801  61,40% 29,16% 3,47 
Sep 23 30.491  57,25% 34,24% 3,58 
Okt 23 31.002 57,18% 39,13% 3,67 
Nov 23 31.099 57,72% 31,88% 3,80 
Dez 23 32.301 59,53% 36,41% 3,95 
Jan 24 31.393 57,79% 33,42% 3,97 
Feb 24 33.032 61,26% 39,65% 4,25 
 
 
Anzahl Kölner Haushalte, die Wohngeld beziehen:  
 
 2022 2023 2024 
Januar 7.011 16.118 11.232 
Februar 7.217 7.604 12.098 
März 7.274 15.333 12.657 
April 7.548 8.579  
Mai 7.682 9.301  
Juni 7.813 9.953  
Juli 7.808 10.519  
August 17.676 10.715  
September 8.141 11.240  
Oktober 7.809 11.326  
November 7.787 11.801  
Dezember 8.020 12.477  
 
Hinweis: Im August 2022 erhielten regulär 7886 Haushalte Wohngeld, zusätzlich er-
hielten 9790 Haushalte den Heizkostenzuschuss I. Im Januar 2023 erhielten regulär 
6932 Haushalte Wohngeld, weitere 9186 Haushalte erhielten den Heizkostenzu-
schuss II. Im März 2023 erfolgte die Wohngeldnachzahlung ab Januar 2023 nach Fer-
tigstellung der Programmierung seitens IT-NRW. 
 
 
Fazit: 
Durchschnittlich hat 2022 jeder Empfängerhaushalt monatlich ein Wohngeld von ca. 
257,00 Euro (2021: 255,00 Euro) erhalten. Nach der Novelle waren es monatlich 
durchschnittlich 330,84 Euro. Insgesamt betrugen die Wohngeldzahlungen im Jahr

5 
 
2022 in Köln 32,72 Millionen Euro, im Jahr 2023 aufgrund des gestiegenen Antragsvo-
lumens 68,23 Millionen Euro. 
 
Die Wohngeldstelle konnte sich durch die Zusetzung von Personal und moderner 
Technikausstattung dem gesteigerten Antragsaufkommen stellen. Desksharing ver-
bunden mit weitreichender Teilnahmemöglichkeit am mobilen Arbeiten, fachliche 
Workshops sowie einzelne Teamevents tragen mit dazu bei, die Zufriedenheit der Mit-
arbeitenden zu bewahren beziehungsweise zu steigern.  
 
Die Antragszahlen sind nach wie vor hoch. Die Tendenz zeigt aber, dass die Zahl der 
Entscheidungen (Bewilligungen und Ablehnungen) im Vergleich zu Anfang 2023 ge-
steigert werden konnte. Wenngleich aufgrund der Komplexität der Rechtsmaterie die 
Einarbeitung noch nicht abgeschlossen ist, geht die Verwaltung davon aus, dass eine 
Normalisierung der Arbeitssituation im Herbst dieses Jahres erreicht werden und die 
Kund*innenzufriedenheit weiter deutlich gesteigert werden wird. 
 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

06.06.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1138/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
15.04.2024
Erstellt
28.03.2024 12:52