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A-R/0016/2017

Chancengerechtigkeit ermöglichen: Frühe Bildung geflüchteter Kinder fördern

Antrag an den Rat 15.03.2017

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a-r-0016-2017-Bildung geflüchteter Kinder

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a-r-0016-2017-Bildung geflüchteter Kinder

3514 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. : A-R/0016/2017  
 
SPD -Fraktion  
im Rat der Stadt Münster 
 
Bahnhofstraße 9 
48143 Münster 
Tel. (0251) 45 314 
Fax (0251) 511 750 
www.spd-muenster.de 
 
 
„Chancengerechtigkeit ermöglichen:  
Frühe Bildung geflüchteter Kinder fördern“ 
Antrag an den Rat der Stadt Münster  
zur Verweisung an den HFA 
 
 
 
 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
 
Die Verwaltung wird beauftragt darzustellen,  
• wie allen geflüchteten Kindern – unabhängig ihres Alters - ein möglichst schneller und 
niedrigschwelliger Zugang zur frühkindlichen Förderung und Betreuung ermöglicht wer- 
den kann. Neben den Ressourcen der Kindertageseinrichtungen sind dabei verstärkt 
auch die Kindertagespflege und sogenannte „Brückenangebote“ einzubinden. 
• wie geflüchtete Kinder beim Übergang von der KiTa in die Grundschule bestmöglich – 
und ggf. spezifisch - unterstützt werden können. Neben der Erarbeitung der Schulfähig- 
keit soll dabei auch die Zusammenarbeit mit Eltern gestärkt werden. 
• wie allen geflüchteten Kindern die Teilnahme am schulischen Ganztag (OGS u. a.) ermög- 
licht werden kann. 
• wie alle geflüchteten Kinder im Rahmen der Ferienangebote betreut und gefördert wer- 
den können. 
  
 
Begründung: 
 
Gerade die frühe Kindheit ist eine besonders sensible Phase körperlicher, kognitiver, sozialer und 
emotionaler Entwicklung. Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Sprachbildung – hier 
werden die Grundlagen für die Persönlichkeitsentwicklung und den späteren Bildungserfolg 
gelegt. Ein kindgerechtes Umfeld und der Kontakt zu Gleichaltrigen vermittelt geflüchteten Kin- 
dern Alltagsstruktur, Zugehörigkeit sowie etwas „Normalität“ und erleichtern das Erlernen der 
deutschen Sprache. 
 
Für die Integration von geflüchteten Kindern in ihre neue Lebenswelt und für die Verwirklichung 
von Kinderrechten ist es notwendig, dass auch für Unter-Dreijährige und schulpflichtige Kinder 
ausreichend Betreuungsplätze wohnortnah zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund fehlender 
14.03.2017

2 
 
 
 
Platzkapazitäten in den Kindertageseinrichtungen,  der OGS und in der Ferienbetreuung ist dies 
bislang nicht überall möglich. Auch Tagespflegepersonen sollten daher ggf. einen noch größe- 
ren Beitrag bei der Betreuung geflüchteter Kinder leisten. 
 
Als additive Angebote zu den bestehenden Bildungsangeboten ermöglichen frühpädagogische 
Brückenangebote Kindern und Familien mit Fluchterfahrung einen niedrigschwelligen Einstieg in 
das deutsche Bildungssystem. Diese orientieren sich an den kindlichen und familiären Aus- 
gangslagen sowie den Gegebenheiten vor Ort. 
  
Auch Eltern geflüchteter Kinder werden durch Kindertagespflege, Kindertageseinrichtungen und 
den schulischen Ganztag in ihren Erziehungsaufgaben unterstützt und ressourcenorientiert ein- 
gebunden. Sie erhalten die Möglichkeit, Angebote wie Sprachkurse oder Ausbildungen wahrzu- 
nehmen, während die Kinder gut betreut und gefördert werden. Der Umfang der frühkindlichen 
Betreuung ist daher auch an elternbezogenen Bedarfen auszurichten.  
  
 
 
 
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 
Fraktion im Rat der Stadt Münster 
 
Dr. Michael Jung   Thomas Fastermann    Doris Feldmann  
Philipp Hagemann   Marius Herwig    Dr. Cornelia Jäger 
Mathias Kersting   Michael Kleyboldt   Marianne Koch 
Katharina Köhnke   Thomas Kollmann   Gaby Kubig-Stel tig 
Hedwig Liekefedt   Anne Schulze Wintzler  Petra Seyf ferth 
Ludger Steinmann   Beate Vilhjalmsson   Robert von Ol berg 
     Maria Winkel

Beratungsverlauf (1)

22.03.2017 Rat
TOP 41.8 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Bahnhofstraße 9

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Details

Aktenzeichen
A-R/0016/2017
Typ
Antrag an den Rat
Datum
15.03.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37