3122/2018
Städtepartnerschaftlicher Austausch zum CSD 2018
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/5001/3 Vorlagen-Nummer 25.09.2018 3122/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 25.09.2018 Ausschuss Soziales und Senioren 06.11.2018 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 12.11.2018 Städtepartnerschaftlicher Austausch zum CSD 2018 Unter dem Motto „Sister Cities stand together“ hat die Stadt Köln Anfang Juli 2018 zum zweiten Mal hauptsächlich lesbische Aktivistinnen aus fünf Kölner Partnerstädten zum Christopher Street Day (CSD) eingeladen. Im Fokus standen internationale Solidarität, Vernetzung, Sichtbarkeit von Lesben und gegenseitiges „Empowerment“ beim Einsatz für die Rechte aller Menschen - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Mit dieser Ausrichtung folgt die Verwal- tung einem Auftrag des Rates der Stadt Köln, das Thema Menschenrechte stärker in den Fokus der Städtepartnerschaftsarbeit zu rücken. Der Austausch war eine erfolgreiche Kooperation der Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgen- der mit dem Referat für Internationale Angelegenheiten im Büro der Oberbürgermeisterin und dem Arbeitskreis „Sichtbarkeit von Lesben“ der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgen- der. Für das viertägige Austauschprogramm waren acht lesbische oder queere Aktivistinnen und ein schwuler Aktivist aus den Kölner Partnerstädten Istanbul (Türkei), Cluj/Klausenburg (Rumänien), Kat- towitz (Polen), Tunis (Tunesien) und Rio de Janeiro (Brasilien) angereist. Auf mehreren Veranstaltungen konnten sie über ihr gesellschaftspolitisches Engagement und die aktuelle Menschenrechtslage für LSBTI in ihren Heimatländern berichten. Ein Artikel aus dem Newsletter der Stadt Köln und zwei Presseberichte über den Austausch sind als Anlagen angefügt. Gez. Dr. Klein für Dez. V
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© Copyright: Stadt Köln © Volker Glasow; v v g - koeln Austauschen und Vernetzen - ein Ziel des Pride Programms "Sister Cities Stand Together" - Aktivistinnen aus fünf Kölner Partnerstädten zu Gast beim CSD 2018 Unter dem Motto "Sister Cities stand together" besuchten in diesem Jahr zum zweiten Mal hauptsächlich lesbische Aktivistinnen aus fünf Kölner Partnerstädten den Christopher Street Day (CSD). Mit dem Austausch, ein Gemeinschaftsprojekt der Dienststelle Diversity und des Referats für Internationale Angelegenheiten, werden die Menschrechte, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität, in den Fokus gerückt. Ein Anliegen, welchem auch der Rat der Stadt Köln große Priorität beimisst. Bürgermeister Andreas Wolter nahm, um ein Zeichen zu setzen, erst kürzlich in Vertretung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker am 2. Cluj Pride March teil und eröffnte diesen. Im Wesentlichen geht es bei dem Austauschprojekt darum, die internationale Solidarität und Vernetzung zu fördern, das gegenseitige Empowerment zu stärken und die Sichtbarkeit von Lesben zu unterstützen. Im Rahmen des Cologne Pride-Programms berichteten die lesbischen, queeren oder schwulen Aktivistinnen und Aktivisten über ihr gesellschaftspolitisches Engagement, die aktuelle Menschenrechtslage für LSBTI (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle) . Zudem tauschten sich - Gül Icel, "LionQueer – Student Club" der Galatasaray University, Istanbul - Bochra Triki und Sahar Yahiaoui, "Chouftouhonna", internationales feministisches Kulturfestival, Tunis - Ruth Borgfjord von "Les Sisterhood Cluj" - Alina Kula, Vorsitzende der "Positive Change Foundation", Kattowitz - Tomasz Kolodziejcz, Kattowitz - Marina Iris und Milena Afonso, Rio de Janeiro Seite 1 von 4"Sister Cities Stand Together" - Aktivistinnen aus fünf Kölner Partnerstädten zu Gast beim CS ... 13. 09. 2018 https://www.stadt -koeln.de/artikel/67121/index.html © Stefanie Riedel Stadt Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfängt die Gäste im Rathaus © Copyright: v v g - koeln, Volker Glasgow Die Arbeit im Fachprogramm über ihre persönlichen Erfahrungen in den Heimatländern aus. Zum Beispiel über den zum vierten Mal von den Behörden nicht genehmigten Istanbul- Pride, die Diskriminierungen und die Strafbarkeit von Homosexualität. Oftmals herrscht Mehrfachdiskriminierung aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Ausrichtung und der ethnischen Herkunft. In Tunesien werden immer noch Urteile mit bis zu drei Jahren Haft gegen sexuell anders orientierte Menschen gefällt. Besonders berührt zeigte sich die Community von Marina Iris Statement Es waren Samba, unser Schwarzsein und der Kampf für die Menschenrechte, die uns vereint haben, mit denen sie ihrer Weggefährtin Marielle Franco, afro-brasilianische Menschenrechtsaktivistin und Stadträtin Rio de Janeiros, gedachte. Sie hat für ihr Engagement im März ihr Leben lassen musste. Damals hatte der Rat der Stadt Köln in seiner unmittelbar darauffolgenden Sitzung eine Schweigeminute eingelegt. Oberbürgermeisterin Reker freute sich deshalb ganz besonders, bei ihrem Empfang für die Gäste im Rathaus die Brasilianerin kennenzulernen. Während des viertägigen Programms wurden verschiedene Kölner LSBTI (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle)- Einrichtungen und die Kölner Aids-Hilfe besucht. Im Workshop zur Planung eines transnationalen LSBTI (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle)-Jugendaustausches ging es um die Finanzierung durch "Erasmus Plus". Ein EU (Europäische Union)-Programm zur Förderung solcher Austausche. Im Anschluss an die Cologne Pride Parade stellten sich die Gäste aus den Partnerstädten auf der Politurbühne am Alter Markt für Interviews zur Verfügung. Dienststelle Diversity - Lesben, Schwule und Transgender (http://www.stadt-koeln.de/leben-in- koeln/soziales/lesben-schwule-transgender) Köln ist Mitglied im Netzwerk Rainbow-Cities (http://www.stadt-koeln.de/leben-in- koeln/soziales/lesben-schwule-transgender/archiv-der-fachstelle-fuer-lesben-schwule-und- transgender) Impressionen zum Christopher Street Day 2018 Seite 2 von 4"Sister Cities Stand Together" - Aktivistinnen aus fünf Kölner Partnerstädten zu Gast beim CS ... 13. 09. 2018 https://www.stadt -koeln.de/artikel/67121/index.html © Sonja Beutelmann / ai Köln. CSD 2018 - engagiert für sexuelle Freiheit in Brasilien © Stefanie Riedel Stadt Köln Ein Bekenntnis zu Gleichberechtigung und Toleranz - Oberbürgermeisterin Reker hisst die Regenbogenflagge vor dem Rathaus Seite 3 von 4"Sister Cities Stand Together" - Aktivistinnen aus fünf Kölner Partnerstädten zu Gast beim CS ... 13. 09. 2018 https://www.stadt -koeln.de/artikel/67121/index.html © UN Geschlechter-Gleichheit, ein nachhaltiges Entwicklungsziel der Vereinten Nationen Seite 4 von 4"Sister Cities Stand Together" - Aktivistinnen aus fünf Kölner Partnerstädten zu Gast beim CS ... 13. 09. 2018 https://www.stadt -koeln.de/artikel/67121/index.html
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Gemeinsam für Menschenrechte FREITAG, 6. JULI 2018 p NUMMER 154 Stadt hat lesbische Aktivistinnen aus fünf Partnerstädten zum CSD eingeladen VON HENRIETTE WESTPHAL Während Köln in den Vorbe- reitungen zum diesjährigen Christopher Street Day (CSD) steckt und die Regenbogen- Fahne ganz selbstverständlich überall in der Stadt weht, wird im Hintergrund über Men- schenrechte gesprochen. Denn in vielen Staaten werden Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTD im- mer noch offen diskriminiert oder sogär verfolgt. Zum zweiten Mal hat die Stadt lesbische Aktivistinnen ausfünfKölner Partnerstädten zum CSD eingeladen. Zum Bei- spiel Gül Icel. Die Studentin aus Istanbul hat an der Galata- saray Universität den Studen- tenclub „LionQueer“ gegrün- det. Die Istanbuler Parade zum CSD wurde jedoch im vierten Jahr in Folge von den Behör- den abgesagt. „Nur die kleinen Veranstaltungen, ohne große Öffentlichkeit, dürfen stattfin- den“, berichtet Icel. In Tunesi- en, der Heimat von Bochra Tri- ki und Sahar Yahiaoui, wird Homosexualität mit bis zu drei Jahren Gefängnisbestraft.Les- . bische Frauen werden oft dop- pelt diskriminiert: wegen ihres Geschlechts und wegen ihrer Homosexualität. Der Austausch mit der städ- tischen Dienststelle Diversity und dem Referat für Interna- tionale Angelegenheiten in Zu- sammenarbeit mit dem AK „Sichtbarkeit von Lesben“ fin- detunterdemMotto „Sister Ci- ties stand together“ (Schwes- ter-Städte stehen zusammen) statt. Im Fokus steht vor allem der gemeinsame Einsatz für Menschenrechte von LSBTI. Neben Ruth Borgfjord und ‚Miki Calugar aus Cluj (Rumä- nien) sind auch Tomasz Kolod- ziejczyk und Alina Kula aus Katowice in Polen gekommen. Auch dort sind gleichge- schlechtliche Partnerschaften nicht anerkannt, berichten sie. Doch auch in Brasilien, wo 2012 die „Ehe für alle“ eingeführt wurde, kämpfen LSBTI-Akti- vistinnen für ihre Rechte. Ma- = —— rinalrisLimaund Milena Afon- Aus Brasilien, Tunesien, Istanbul, Polen und Rumänien kommen die Teilnehmer des diesjährigen Aus- tauschs mit der Stadt Köln: (v.l.) Sahar Yahiaoui, Milena Afonso, Bochra Triki, Miki Calugar, Gül Icel, Ruth Borgfjord, Tomasz Kotodziejezyk, Alina Kula und Marina Iris Lima. Foto: Horn | so waren Freundinnen der im März in Rio ermordeten Stadt- rätin Marielle Franco. „Sie war schwarz, lesbisch und stammte aus einer Favela‘ ‚sagt Marina Iris Lima. „Mit ihr hatten viele Minderheiten eine Chance, ih- re Stimme zu erheben.“ Nach einer Diskussionsrun- de am gestrigen Donnerstag, treffen die Aktivistinnen heute auf Oberbürgermeisterin Hen- riette Reker. Am Sonntag neh- men sie an der CSD Parade durch die Stadt teil.
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Köln - Kölner Stadt-Anzeiger | Köln „Minderwertige Menschen“: Aktivisten über Homosexualität in Kölner Partnerstädten Von Dirk Riße 06.07.18, 12:08 Uhr Diese Menschenrechtler setzen sich für Homosexuellen in Kölns Partnerstädten ein. Foto: Martina Goyert Es war am 14. März dieses Jahres, als Marielle Franco auf offener Straße erschossen wurde. Die Mörder feuerten aus zwei Metern Entfernung mit Pistolen durch die Scheiben ihres Autos, töteten Franco und ihren Fahrer mit mehreren Kugeln. Nur wenige Wochen zuvor war die Ratsfrau des Stadtparlaments von Rio de Janeiro Vorsitzende einer Kommission für die Aufklärung militärischer Interventionen in Brasilien geworden. „Sie war die Stimme der Minderheiten in der Stadt – Schwarze, Homosexuelle und Slumbewohner“, sagt ihre Weggefährtin und Sängerin Marina Iris Lima. „Diese Stimme ist ermordet worden.“ Die Auftraggeber des Mordes seien bis heute nicht ermittelt worden. Lima ist eine der neun Aktivisten, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen einsetzen und im Vorfeld des am Wochenende stattfindenden Christopher-Street-Days (CSD) Köln besuchen. Unter dem Motto „Sister Cities stand together“ hatte die Stadt zum zweiten Mal schwul-lesbische Aktivisten aus Kölner Partnerstädten eingeladen, damit sie von ihren Erfahrungen aus den Heimatländern berichten. Der Fokus lag diesmal auf der lesbischen Szene, acht der neun Aktivisten sind Frauen. Die Gäste besuchen nicht nur die Aidshilfe und den Verein Rubicon, der sich für homosexuelle Menschen einsetzt, sondern werden auch von Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfangen und nehmen an einer Diskussion des Sozialdienstes katholischer Frauen teil. Schließlich stehen sie am Freitagabend auf der Bühne, wenn der CSD eröffnet wird. Dutzende Morde an Homosexuellen Die Stadt will auf diese Weise die Aktivisten unterstützen und das Thema „Menschenrechte“ in den Partnerstädten voranbringen. Denn in Brasilien zum Beispiel gibt es zwar eingetragene Lebenspartnerschaften, Ehen zwischen Homosexuellen, und auch Kinder können von gleichgeschlechtlichen Paaren adoptiert werden. Gleichzeitig kommt es jährlich zu Dutzenden von Morden an Homosexuellen. „Homosexuelle, Schwarze und Arme gelten in Brasilien als minderwertige Menschen“, sagt Lima. Die größten Probleme gäbe es durch die Allianz aus „Pistolenkugeln, Bibel und Kühen“. Gemeint sind Polizei, Gläubige und konservative Bauern. Von Repressionen weiß auch Gül Içel zu berichten. Die Vize-Präsidentin des Lion Queer Club in Istanbul erzählt vom sich veränderndem Klima unter Erdogan in den vergangenen Jahren. Die Parade Gay Pride Istanbul werde seit 2015 – teils unter massiven Einsatz – der Polizei verhindert. Stattdessen treffe sich die Szene nun in Nischen, um sich auszutauschen. „Wir können arbeiten in Istanbul, uns aber mit einer Fahne auf der Straße zu zeigen – das ist zu viel.“ Homosexualität ist in der laizistischen Türkei erlaubt, gleichgeschlechtliche Ehen dagegen nicht. 2000 Menschen kamen zur ersten Parade Cluj Pride Seite 1 von 2„Minderwertige Menschen“: Aktivisten über Homosexualität in Kölner Partnerstädt... 06.07.2018https://www.ksta.de/koeln/-minderwertige-menschen--aktivisten-ueber-homosexualita... Im rumänischen Cluj fand in diesem Jahr die erste Parade Cluj Pride statt, an der 2000 Menschen teilnahmen. Gekommen waren auch der Kölner Bürgermeister Andreas Wolter, dem aber ein Gespräch mit dem rumänischen Kollegen verwehrt blieb, sagte Ruth Borgfjord vom Verein Les Sisterhood Cluj. Auch in Rumänien sind Ehen von Homosexuellen und eingetragene Lebenspartnerschaften illegal. 2016 sammelte die „Koalition für die Familie“ gar drei Millionen Unterschriften um ein Referendum herbeizuführen, mit dem die gleichgeschlechtliche Ehe in der Verfassung verboten werden soll. Angst vor Gewalt hat Tomasz Kolodziejczy von der „Teczowka Association“ (Kattowitz, Polen), wegen des zunehmenden konservativen Klimas. „Wenn es so weitergeht, müssen Lesben und Schwule in 20 Jahren auswandern.“ In Tunesien steht Homosexualität sogar unter Strafe, erläutert Bochra Triki von Chouftouhonna, einem internationalen feministischen Kulturfestival in Tunis. Bis zu 100 Menschen werden jährlich zu Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren verurteilt. Ärzte führen bisweilen einen Analtest durch, um festzustellen, ob ein Mann homosexuellen Geschlechtsverkehr hatte. Andererseits sei durch ein Gesetz aus dem Jahr 2012 die Vergewaltigung in der Ehe sowie häusliche Gewalt strafbar. Das schütze Frauen, auch lesbische Frauen, vor der Willkür von Vätern, Großvätern oder auch Ehemännern. Auswahl teilen Tweet Facebook Tweet Facebook Seite 2 von 2„Minderwertige Menschen“: Aktivisten über Homosexualität in Kölner Partnerstädt... 06.07.2018https://www.ksta.de/koeln/-minderwertige-menschen--aktivisten-ueber-homosexualita...
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- Aktenzeichen
- 3122/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 25.09.2018
- Erstellt
- 20.09.2018 17:16