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A-KS/0002/2019

Angebot der Wohnberatung im Informationsbüro Pflege ausbauen

Anregungen der KSVM 21.10.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.12.2019, TOP 8.2

A-KS-0002-2019

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A-KS-0002-2019

4379 Zeichen

Münster, 16.10.2019 
Anregung nach § 24 GO NRW  
An
gebot der Wohnberatung im Informationsbüro Pflege ausbauen 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
sehr geehrte Damen und Herren, 
die Kommunale Seniorenvertretung Münster hat in ihrer Sitzung am 
30.09.2019 einstimmig beschlossen, dem Rat der Stadt Münster folgende 
Anregung zu geben: 
Die Kommunale Seniorenvertretung Münster (KSVM) regt an, die 
personellen Kapazitäten für das Angebot der 
Wohnraumanpassungsberatung im Informationsbüro Pflege des 
Sozialamtes auszubauen. 
Begründung: 
Die KSVM hat in ihrer Sitzung am 26. August 2019 die Vorlage 
V/0699/2019 zum „Pflegebedarfsplan für Münster 2019 – 2022“ beraten. In 
der Vorlage heißt es, dass „als Berechnungsbasis zur Ermittlung des 
künftigen Pflegebedarfs für 2019 – 2022 die Trendvariante zu Grunde 
gelegt wird, da sich Münster für eine Stärkung der Pflege zu Hause 
ausgesprochen hat“. Und am Ende der Vorlage heißt es, dass „dabei dem 
Wunsch des Großteils der Menschen Rechnung getragen werden soll, auch 
bei Pflege und Unterstützungsbedarfs in ihrer eigenen Häuslichkeit … 
wohnen bleiben zu können“. 
Dies setzt voraus, dass die Wohnungen dafür auch geeignet sind, d.h. dass 
sie möglichst barrierearm, am besten barrierefrei sind. Dazu gehören 
beispielsweise Badezimmer mit ebenerdigen Duschen oder ein stufenloser 
Übergang von der Wohnung auf den Balkon bzw. die Terrasse etc. In 
Münster gibt es rund 170.000 Wohnungen. Der überwiegende Teil dürfte 
nicht den Ansprüchen an barrierearmes oder gar barrierefreies Wohnen 
genügen. In dem Stadtforum MünsterZukünfte 20 / 30 / 50 „Leistbares 
Wohnen“ am 4. Juli 2019 wurde explizit der Wohnungsbestand 
An  
den Rat der Stadt Münster 
Herrn Oberbürgermeister Markus Lewe 
48127 Münster  
Han
s Kurth 
Vorsitzender 
Kontakt: 
Geschäftsstelle 
Amt für Bürger- und Ratsservice 
Ingrid Dierkes  
48127 Münster 
Telefon: 02 51/4 92-33 62 
Fax: 02 51/4 92-77 22 
seniorenvertretung@stadt-
muenster.de 
 
 
 
  
Anregung der Kommunalen Seniorenvertretung an den Rat A-KS/0002/2019

2 
angesprochen. Es wurde ausdrücklich betont, den Woh nungsbestand an 
die sich ändernden Bedürfnisse anzupassen. 
Um hier unterstützend zu helfen, gibt es beim Sozia lamt der Stadt Münster 
im Rahmen des Informationsbüros Pflege als Teilbere ich der 
Wohnberatung auch eine Beratung zur Wohnraumanpassu ng. So heißt es 
im Internet: „Wir  informieren über die Möglichkeiten, wie einzelne 
Wohnbereiche - Bad, Küche, Hauseingang und Treppenh aus - angepasst 
oder umgebaut werden können. Wir machen Hausbesuche  und beraten, 
auch zur Finanzierung. Wir helfen bei der Antragste llung und unterstützen 
bei Planung und Umsetzung der Wohnraumanpassung. Se lbstverständlich 
bieten wir auch Informationsmaterial zu diesem Thema an“. 
Am 8. Juli 2019 traf sich der Arbeitskreis „Wohnen im Alter“ der KSVM mit 
der Leiterin der Fachstelle Soziale Dienste, Pflege  und Teilhabe des 
Sozialamtes, Frau Maria-Luise Schwering, und der Fa chplanerin für 
barrierefreies und komfortables Wohnen der Fachstelle, Frau Claudia Eikel, 
zu einem Informationsaustausch. 
Im Mittelpunkt stand die Überlegung, wie insbesonde re Seniorinnen und 
Senioren möglichst lange in ihrer vertrauten Wohnun g wohnen bleiben 
können. Die meisten Wohnungen lassen sich an die ge änderten 
Bedürfnisse anpassen, ob mit Haltegriffen, durch den Abbau von Schwellen 
oder auch durch bauliche Veränderungen.  
Frau Eikel, sie ist die einzige Mitarbeiterin der W ohnraumanpassung, bietet 
eine aufsuchende Beratung (ca. 130 bis 170 Hausbesu che pro Jahr) an. 
Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich „Umbau“. 
Aus der Sicht der KSVM muss dieses Angebot des Sozi alamtes nicht 
zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wand els noch sehr viel 
bekannter werden. Ein relativ versteckter Hinweis i m Internet und ein 
kleiner Flyer sind völlig unzureichend. In diesem Z usammenhang plant die 
KSVM auch einen Artikel in der SENIORENZEITUNG.  
Darüber hinaus ist vor dem Hintergrund, dass viele Wohnungen den 
Anforderungen an eine Pflege im Alter in der eigene n Häuslichkeit nicht 
oder nur unzulänglich genügen, die Besetzung der Be ratungsstelle 
„Wohnraumanpassung“ mit einer Person völlig unzureichend. Die KSVM ist 
deshalb der Meinung, die Beratungsstelle „Wohnraumanpassung“ personell 
aufzustocken. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
gez. 
Hans Kurth

Beratungsverlauf (1)

11.12.2019 Rat
TOP 8.2 Anregung Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-KS/0002/2019
Typ
Anregungen der KSVM
Datum
21.10.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37