RAT/232/2025
Kenntnisnahme des Jahresabschlusses 2024 der Stadtsparkasse Düsseldorf, Beschluss zur Gewinnverwendung sowie Entlastung der Sparkassenorgane für das Jahr 2024
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 02-Beschluss des Verwaltungsrates vom 25.06.25 u. Verfahren zum Jahresabschluss
8492 Zeichen
Sitzung des Verwaltungsrates am 25. Juni 2025 Seite 1 von 1 relevanter Auszug aus dem Protokollentwurf des Verwaltungsrates am 25. Juni 2025 TOP 1.4 Beschlussfassung zum HGB-Einzelabschluss 2024 (§ 15 (2) d SpkG NRW) sowie zur Entlastung der Sparkassenorgane an die Vertretung des Trägers Herr OB Dr. Keller trägt den Beschlussantrag zum HGB-Einzelabschluss 2024 ausführlich vor. Der Verwaltungsrat folgt den Empfehlungen des Bilanzprüfungsausschusses und des Nominierungs- und Hauptausschusses und beschließt mit einer Enthaltung des Herrn Flemming, beim Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf zu beantragen: Den Jahresüberschuss in Höhe von 58.144.536,07 € - gemäß § 25 Abs. 1 b) SpkG NRW 22.200.000,00 € der Landeshauptstadt zuzuführen und - gemäß § 25 Abs. 1 c) SpkG NRW 35.944.536,07 € in die Sicherheitsrücklage einzustellen. 1/31.4 - Beschlussfassung zum HGB-Einzelabschluss 2024 (§ 15 (2) d SpkG NRW) sowie zur Entlastung der Sparkassenorgane an die Vertretung des Trägers -Bezug VR-BeschlussVorlagentyp SitzungProzess Model, Andrea (Gruppe Vorstandssekretariat)Ersteller ordentliche Sitzung des Verwaltungsrat am 25.06.2025Sitzung In Sitzung eingeplantStatus Vorlage 1.4 - Beschlussfassung zum HGB-Einzelabschluss 2024 (§ 15 (2) d SpkG NRW) sowie zur Entlastung der Sparkassenorgane an die Vertretung des Trägers Zusammenfassung - Beschlusstext Inhalt: 1. Gemäß § 15 Abs. 2 d) des Sparkassengesetzes NRW (SpkG NRW) billigt der Verwaltungsrat den Lagebericht 2024 und stellt den Jahresabschluss 2024 mit folgenden Zahlen fest: Der Jahresabschluss 2024 weist folgende Zahlen auf: Aktiva 15.517.404.168,21 € Passiva 15.459.259.632,14 € Bilanzgewinn 58.144.536,07 € 15.517.404.168,21 € 15.517.404.168,21 € Jahresüberschuss gem. Pos. 25 der Gewinn- und Verlustrechnung (G+V) 58.144.536,07 € 2. Der Verwaltungsrat beschließt, beim Rat der Stadt Düsseldorf zu beantragen, dem Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Düsseldorf gemäß § 8 Abs. 2 f) SpkG NRW Entlastung zu erteilen. 3. Der Verwaltungsrat beschließt, beim Rat der Stadt Düsseldorf zu beantragen, dem Vorstand der Stadtsparkasse Düsseldorf gemäß § 8 Abs. 2 f) SpkG NRW Entlastung zu erteilen. 4. Der Verwaltungsrat beschließt, beim Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf zu beantragen den Jahresüberschuss in Höhe von 58.144.536,07 € 2/31.4 - Beschlussfassung zum HGB-Einzelabschluss 2024 (§ 15 (2) d SpkG NRW) sowie zur Entlastung der Sparkassenorgane an die Vertretung des Trägers J. Fischer (stellv. für Herrn Hoffmann) M. Zernicke (Arbeitnehmervertretung) Dr. D. Tiwisina (Arbeitnehmervertretung) Andreas-Paul Stieber (Mitglied des VR) Mirko Rohloff (Mitglied des VR) Markus Raub (Mitglied des VR) Peter Rasp (Mitglied des VR) M. Polgar-Jahn (Arbeitnehmervertretung) Angelika Penack-Bielor (Mitglied des VR) Marcus Flemming (Mitglied des VR) Paula Elsholz (Mitglied des VR) T. Breuer (Arbeitnehmervertretung) Andreas Hartnigk (2. stellvertretender Vorsitzender) Wolfgang Scheffler (1. stellvertretender Vorsitzender) Dr. Stephan Keller (Vorsitzendes Mitglied) -Ergebnis In VorbereitungStatus der Sitzung 25.06.2025Am ordentliche Sitzung des VerwaltungsratSitzung gemäß § 25 Abs. 1 b) SpkG NRW in H.v. ........................... der Landeshauptstadt Düsseldorf zuzuführen und/oder gemäß § 25 Abs. 1 c) SpkG NRW in H.v. ............................ in die Sicherheitsrücklage einzustellen und/oder gemäß § 25 Abs. 1 d) SpkG NRW in H.v. .............................. als Gewinnvortrag fortzuführen. Die Festlegung der Beträge erfolgt über das Protokoll. Auflagen - Sitzungsinformationen Entscheider Hintergrund - 3/31.4 - Beschlussfassung zum HGB-Einzelabschluss 2024 (§ 15 (2) d SpkG NRW) sowie zur Entlastung der Sparkassenorgane an die Vertretung des Trägers Michalski, Markus (Gruppe Bilanzierung und Meldewesen) Noch nicht angefordert Vorlagenbeteiligte/r Wiese, Kathrin (Abt. Vorstandsstab) 13.06.2025 ZugestimmtVerantwortlich Sachstand Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung am 09. Dezember 2024 beschlossen, dem in seiner Sitzung am 8. Dezember 2023 festgelegten Verfahren über die Aufstellung und Feststellung des Jahresabschlusses der Stadtsparkasse Düsseldorf und die Verwendung eines etwaigen Überschusses weiterhin zu folgen. (siehe Anlage 1). Der Vorstand hat den HGB-Einzelabschluss 2024 aufgestellt. Dieser wurde von der Prüfungsstelle des RSGV mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Bilanzprüfungsausschuss hat dem Verwaltungsrat in seiner Sitzung vom 12. Juni 2025 eine Empfehlung zur Feststellung des HGB-Einzelabschlusses 2024 ausgesprochen (siehe Unterlage zu TOP 1.2). Bezüglich des Vorschlags des Verwaltungsrates an die Vertretung des Trägers über die Verwendung des Bilanzgewinnes 2024 hat der Nominierungs- und Hauptausschuss in seiner Sitzung vom 23. Juni 2025 eine Empfehlung an den Verwaltungsrat ausgesprochen (siehe Unterlage zu TOP 1.3). Die genannten Prüfungsunterlagen, sind unter TOP 1.1 "Schlussbesprechung über das Ergebnis der Jahresabschlussprüfung des HGB-Einzel- und Konzernabschluss 2024 durch die Prüfungsstelle des rheinischen Sparkassen- und Giroverband inkl. des RIP-Berichtes 2024" hinterlegt. Beteiligung, Einbindung und Votum Aufgaben Keine Daten erfasst. 9. Die Mitglieder des Verwaltungsrats, die auch Mitglieder der Trägerversammlung sind, setzen sich dafür ein, dass die Entscheidung der Trägerversammlung über die Verwendung des Überschusses der Empfehlung des Verwaltungsrats folgt. Verfahren bei der Auf- und Feststellung des Jahresabschlusses ab 2024 1. Der Vorstand legt im vierten Quartal eines Jahres den Wirtschaftsplan samt Geschäfts- und Risikostrategie vor und erläutert sie dem Verwaltungsrat. 2. Der Vorstand geht planerisch davon aus, dass zukünftig zwischen 3% und 5% des Bruttoertrages nicht zur Deckung von operativen Kosten, Risikokosten, Kapitalstärkung zur Abdeckung höherer Risikobedarfe, Steuerzahlungen oder sonstiger Investitionen aller Art zur Verfügung steht, sondern ein entsprechender Betrag als ausschüttbarer Jahresüberschuss ausgewiesen und in die Disposition des Trägers gestellt wird. 3. Der Vorstand berichtet dem Verwaltungsrat regelmäßig über zu erwartende Abweichungen vom Wirtschaftsplan, und veränderte Investitionsbedarfe, über Änderungen im aufsichtsrechtlichen Umfeld sowie veränderte Risikoeinschätzungen. Dabei geht er auf mögliche Auswirkungen an die Anforderungen für die Risikotragfähigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf ein. 4. Der Vorstand stellt den Jahresabschluss in eigener Verantwortung nach den einschlägigen Vorschriften des HGB, des KWG und des SpkG (NW) auf. Dabei wird der Vorstand nach eigenem Ermessen Zuführungen zu den Positionen nach §§ 340f und g HGB vornehmen. Der Träger hat seinerseits die Erwartungshaltung, dass ein Jahresüberschuss ausgewiesen wird, der sich betragsmäßig in einer Bandbreite zwischen 3% und 5% des geplanten Bruttoertrags bewegt. 5. Der Vorstand wird im Rahmen der Ausübung seiner Ermessensspielräume bei der Aufstellung des Jahresabschlusses einfließen lassen, ob und inwieweit die Erwartungen des Trägers berücksichtigt werden können. Seine diesbezüglichen Abwägungen wird er dem Verwaltungsrat vor der Aufstellung des Jahresabschlusses darlegen. Sofern der Verwaltungsrat der Ansicht ist, dass weitere Aspekte in die Überlegungen hätten einfließen sollen, wird der Verwaltungsrat dies dem Vorstand im Rahmen der Sitzung, in der diese vorgestellt werden, mitteilen. Der Vorstand wird sich bei der Ausübung seiner Ermessensspielräume mit diesen Aspekten auseinandersetzen und überprüfen, inwieweit er diesen Rechnung trägt. 6. Der Verwaltungsrat stellt den Jahresabschluss fest. 7. Der Vorstand legt dem Verwaltungsrat eine Beschlussempfehlung über die Verwendung des Jahresabschlussüberschusses vor. Dabei wird dieser ggf. im Einzelnen begründen, auf Grund welcher Sachverhalte ein Teil des Jahresüberschusses der Sicherheitsrücklage zugeführt werden soll. 8. Der Verwaltungsrat erörtert die Beschlussempfehlung des Vorstands über die Verwendung des Jahresüberschusses unter Berücksichtigung und in sorgfältiger Abwägung seiner Verantwortung für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den öffentlichen Auftrag der Stadtsparkasse Düsseldorf. Auf dieser Grundlage empfiehlt der Verwaltungsrat der Trägerversammlung, wie der ausgewiesene Jahresüberschuss verwendet werden soll.
Beschlussvorlage
2367 Zeichen
RAT/232/2025 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Kenntnisnahme des Jahresabschlusses 2024 der Stadtsparkasse Düsseldorf, Beschluss zur Gewinnverwendung sowie Entlastung der Sparkassenorgane für das Jahr 2024 Fachbereich: 01/13 - Ratsangelegenheiten und Stadtverfassung Dezernentin / Dezernent: Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Rat 10.07.2025 Entscheidung Beschlussdarstellung: 1. Der Rat der Stadt Düsseldorf nimmt den Jahresabschluss 2024 der Stadtsparkasse Düsseldorf zur Kenntnis. 2. Der Rat der Stadt Düsseldorf beschließt, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 i.H.v. 58.144.536,07 € - gemäß § 25 Abs. 1 b) SpkG NRW 22.200.000,00 € der Landeshauptstadt Düsseldorf zuzuführen und - gemäß § 25 Abs. 1 c) SpkG NRW 35.944.536,07 € in die Sicherheitsrücklage der Stadtsparkasse Düsseldorf einzustellen. 3. Entlastung der Sparkassenorgane a. Der Rat der Stadt Düsseldorf erteilt dem Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Düsseldorf für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 gemäß § 8 Abs. 2 f) SpkG NRW Entlastung. b. Der Rat der Stadt Düsseldorf erteilt dem Vorstand der Stadtsparkasse Düsseldorf für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 gemäß § 8 Abs. 2 f) SpkG NRW Entlastung. Seite 2 Sachdarstellung: Der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Düsseldorf gibt dem Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf eine Beschlussempfehlung zur Gewinnverwendung gemäß §§ 24 Abs. 4 und 25 Abs. 1 Sparkassengesetz Nordrhein-Westfalen (SpkG NRW) auf Basis der Normierungs- und Hauptausschuss zu treffenden Empfehlung an den Verwaltungsrat (entsprechend Ziffer 4.3 d der Geschäftsordnung des Normierungs- und Hauptausschusses der Stadtsparkasse Düsseldorf). Dies ist in der Verwaltungsratssitzung am 25.06.2025 erfolgt (siehe Anlage 02). Der Rat der Stadt Düsseldorf beschließt ferner gemäß § 8 Abs.2 f) SpkG NRW über die Entlastung der Sparkassenorgane, d.h. des Verwaltungsrates und des Vorstandes. Der Entlastungsbeschluss wird nach Vorlage des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gefasst. Anlagen: Anlage 01-Jahresabschluss 2024_GuV_Lagebericht_Bestätigungsvermerk 2024 Anlage 02-Beschluss des Verwaltungsrates vom 25.06.25 u. Verfahren zum Jahresabschluss
Anlage 01-Jahresabschluss 2024_GuV_Lagebericht_Bestätigungsvermerk 2024
164447 Zeichen
S
Sitz Berliner Allee 33, 40212 Düsseldorf
eingetragen beim Amtsgericht Düsseldorf
zum 31. Dezember 2024
Jahresabschluss
Land
Regierungsbezirk
Stadtsparkasse Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Register Nr. A14082
der
Aktivseite Jahresbilanz zum 31. Dezember 2024
31.12.2023
Euro Euro Euro Tsd. EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 96.569.914,09 76.673
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 647.700.211,53 211.301
744.270.125,62 287.974
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung
bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen -,-- -
b) Wechsel -,-- -
-,-- -
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) Hypothekendarlehen -,-- -
b) Kommunalkredite 2.089.437.021,89 2.289.497
c) andere Forderungen 299.760.026,71 525.557
darunter:
täglich fällig 12.970.405,30 Euro (13.655)
gegen Beleihung von Wertpapieren -,-- Euro -
2.389.197.048,60 2.815.054
4. Forderungen an Kunden
a) Hypothekendarlehen 4.793.225.053,52 4.675.312
b) Kommunalkredite 841.723.671,57 755.958
c) andere Forderungen 4.879.422.152,23 5.083.339
10.514.370.877,32 10.514.609
darunter:
gegen Beleihung von Wertpapieren -,-- Euro ( -)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten -,-- -
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank -,-- Euro ( -)
ab) von anderen Emittenten -,-- -
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank -,-- Euro
( -)
-,-- -
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 214.654.922,90 196.354
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank 214.654.922,90 Euro (196.354)
bb) von anderen Emittenten 876.489.075,53 638.273
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank 838.550.986,45 Euro (591.931)
1.091.143.998,43 834.627
c) eigene Schuldverschreibungen -,-- -
Nennbetrag -,-- Euro ( -)
1.091.143.998,43 834.627
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 451.073.893,08 449.942
6a. Handelsbestand -,-- -
7. Beteiligungen 172.141.626,84 167.237
darunter:
an Kreditinstituten -,-- Euro ( -)
an Finanzdienst-
leistungsinstituten -,-- Euro ( -)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.249.665,85 5.250
darunter:
an Kreditinstituten -,-- Euro
( -)
an Finanzdienst-
leistungsinstituten -,-- Euro ( -)
9. Treuhandvermögen 36.261.687,61 50.173
darunter:
Treuhandkredite 36.089.379,61 Euro (50.000)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich
Schuldverschreibungen aus deren Umtausch -,-- -
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte -,-- -
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
20.259,00 86
c) Geschäfts- oder Firmenwert -,-- -
d) geleistete Anzahlungen -,-- -
20.259,00 86
12. Sachanlagen 26.895.292,00 26.331
13. Sonstige Vermögensgegenstände 81.188.360,44 87.670
14. Rechnungsabgrenzungsposten
a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 865.761,90 874
b) andere 4.725.571,52 4.012
5.591.333,42 4.886
Summe der Aktiva 15.517.404.168,21 15.243.839
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2024 Passivseite
31.12.2023
Euro Euro Euro Tsd. EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 520.021.107,09 525.040
b) begebene öffentliche Namenspfandbriefe 10.089.072,88 10.089
c) andere Verbindlichkeiten 716.551.893,90 738.511
1.246.662.073,87 1.273.640
darunter:
täglich fällig 32.144.251,05 Euro (12.235)
zur Sicherstellung aufgenommener Darlehen
an den Darlehensgeber ausgehändigte
Hypotheken-Namenspfandbriefe -,-- Euro ( -)
und öffentliche Namenspfandbriefe -,-- Euro ( -)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 602.869.611,5 4 597.838
b) begebene öffentliche Namenspfandbriefe 10.089.072,88 20.423
c) Spareinlagen
ca) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 1. 720.844.946,77 1.924.748
cb) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 77.226.123,76 46.256
1.798.071.070,53 1.971.004
d) andere Verbindlichkeiten 9.563.048.750,35 9.095.759
11.974.078.505,30 11.685.024
darunter:
täglich fällig 7.362.038.420,50 Euro (7.169.916)
zur Sicherstellung aufgenommener Darlehen
an den Darlehensgeber ausgehändigte
Hypotheken-Namenspfandbriefe -,-- Euro ( -)
und öffentliche Namenspfandbriefe -,-- Euro ( -)
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen
aa) Hypothekenpfandbriefe 40.551.232,88 5.054
ab) öffentliche Pfandbriefe -,-- -
ac) sonstige Schuldverschreibungen 19.008.009,88 13.988
59.559.242,76 19.042
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten -,-- -
darunter:
Geldmarktpapiere -,-- Euro ( -)
59.559.242,76 19.042
3a. Handelsbestand -,-- -
4. Treuhandverbindlichkeiten 36.261.687,61 50.173
darunter:
Treuhandkredite 36.089.379,61 Euro (50.000)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 234.625.687,75 327.273
6. Rechnungsabgrenzungsposten
a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 740.162,25 1.216
b) andere 10.184.582,56 541
10.924.744,81 1.757
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtun gen 69.812.165,00 71.429
b) Steuerrückstellungen 88.840.500,00 73.965
c) andere Rückstellungen 91.593.947,82 101.673
250.246.612,82 247.067
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 98.776.573,07 129.739
10. Genussrechtskapital -,-- -
darunter:
vor Ablauf von zwei Jahren fällig -,-- Euro ( -)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 782.581.255,79 722.581
darunter:
Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB -,-- Euro ( - )
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital -,-- -
b) Kapitalrücklage -,-- -
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 765.543.248,36 732.730
cb) andere Rücklagen -,-- -
765.543.248,36 732.730
d) Bilanzgewinn 58.144.536,07 54.813
823.687.784,43 787.543
Summe der Passiva 15.517.404.168,21 15.243.839
1. Eventualverbindlichkeiten
a) -,-- -
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsve rträgen 220.230.040,92 227.675
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremd e Verbindlichkeiten -,-- -
220.230.040,92 227.675
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften - ,-- -
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen -,-- -
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 638.569.906,62 676.813
638.569.906,62 676.813
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
1.1.-31.12.2023
Euro Euro Euro Tsd. EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 572.883.984,25 524.999
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 23.508,34 Euro (299)
aus der Abzinsung von Rückstellungen -,-- Euro ( -)
b) festverzinslichen Wertpapieren
und Schuldbuchforderungen 37.078.135,94 17.293
darunter:
abgesetzte negative Zinsen -,-- Euro ( -)
609.962.120,19 542.292
2. Zinsaufwendungen 256.879.383,89 217.306
darunter:
abgesetzte positive Zinsen 48.222,89 Euro (108)
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 584.101,01 Euro (595)
353.082.736,30 324.986
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 235.200,00 234
b) Beteiligungen 5.031.200,89 5.038
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen -,-- -
5.266.400,89 5.272
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen -,-- -
5. Provisionserträge 119.644.589,11 115.898
6. Provisionsaufwendungen 18.790.269,86 15.961
100.854.319,25 99.937
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands -,-- -
darunter:
Zuführungen zum oder Entnahmen aus dem Sonderposten nach
§ 340e Abs. 4 HGB -,-- Euro ( -)
8. Sonstige betriebliche Erträge 16.086.872,88 23.702
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 1.084.812,77 Euro (1.487)
aus der Abzinsung von Rückstellungen -,-- Euro ( -)
9. (weggefallen)
475.290.329,32 453.897
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 110.170.207,42 100.334
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 28.262.568,15 26.149
darunter:
für Altersversorgung 9.182.631,44 Euro (9.425)
138.432.775,57 126.483
b) andere Verwaltungsaufwendungen 92.079.207,33 104.868
230.511.982,90 231.351
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 3.936.280,53 4.017
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.258.962,27 27.720
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 127.177,61 Euro (45)
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 704.710,50 Euro (998)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rück-
stellungen im Kreditgeschäft 61.128.709,76 27.036
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten
Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rück-
stellungen im Kreditgeschäft -,-- -
61.128.709,76 27.036
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlage-
vermögen behandelte Wertpapiere -,-- -
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren 3.534.867,87 1.446
3.534.867,87 1.446
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme -,-- -
18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 60.000.000,00 50.000
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 115.989.261,73 115.219
20. Außerordentliche Erträge -,-- -
21. Außerordentliche Aufwendungen -,-- -
22. Außerordentliches Ergebnis -,-- -
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 57.616.371,84 60.179
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 228.353,82 227
57.844.725,66 60.406
25. Jahresüberschuss 58.144.536,07 54.813
26. Gewinnvortrag -,-- -
58.144.536,07 54.813
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage -,-- -
b) aus anderen Rücklagen -,-- -
-,-- -
58.144.536,07 54.813
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage -,-- -
b) in andere Rücklagen -,-- -
-,-- -
29. Bilanzgewinn 58.144.536,07 54.813
Stadtsparkasse Düsseldorf
Gegründet 1825
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024
der Stadtsparkasse Düsseldorf
Die Stadtsparkasse Düsseldorf ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des
Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes und über diesen dem Deutschen Sparkassen-
und Giroverband angeschlossen.
Stadtsparkasse Düsseldorf
1
A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Sparkasse
Die Stadtsparkasse Düsseldorf mit Sitz in Düsseldorf wurde im Jahre 1825 gegründet.
Sie ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer
HRA 14082.
Die Sparkasse ist gemäß § 1 des Sparkassengesetzes NRW eine Anstalt des öffentlichen
Rechts. Sie ist Mitglied des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV), Düsseldorf,
und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, ange-
schlossen.
Träger der Stadtsparkasse Düsseldorf ist die Stadt Düsseldorf. Das Satzungsgebiet der
Stadtsparkasse umfasst die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln.
Die Sparkasse ist Mitglied im Rheinischen Sparkassen- und Giroverband und über dessen
Sparkassenstützungsfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe ange-
schlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbe-
zogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem
nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) anerkannt.
Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen
der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden
kann („gesetzliche Einlagensicherung“). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssys-
tems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbe-
sondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten („diskretionäre Institutssicherung“).
Gemäß § 1 Abs. 1a der Satzung für den Sparkassen-Teilfonds des RSGV gliedert sich das
Vermögen des Sparkassen-Teilfonds in zwei separate Vermögensmassen (Teilvermögen),
die dem einheitlichen Stützungsfonds und dem Zusatzfonds zugeordnet sind. Die Mittel für
die Teilvermögen werden von den Mitgliedssparkassen im Rahmen der Verbandsumlage
aufgebracht. Das Zielvolumen für den Zusatzfonds ist bis spätestens 31. Dezember 2032 zu
erbringen.
Der Unternehmenszweck der Stadtsparkasse Düsseldorf ergibt sich (als öffentlicher Auftrag)
aus § 2 SpkG NRW. Hieraus abgeleitet, ist die Stadtsparkasse als eigenständiges Kreditinsti-
tut in Düsseldorf und der Region tätig. Traditionelle Werte bilden den Rahmen der strategi-
schen Ausrichtung.
Stadtsparkasse Düsseldorf
2
Diese lauten:
• Regionaler Förderauftrag
• Förderung des Mittelstandes
• Sicherung von Arbeitsplätzen
• Bereitstellung von Ausbildungsplätzen
• Gemeinwohlorientierung
• Sponsoring von Kunst, Kultur, Bildung und Brauchtum
Als vorrangige strategische Ziele sind zu nennen:
1. Nachhaltige Ertragskraft
2. Adäquate Eigenkapitalausstattung
Sie dienen dem Erhalt der Eigenständigkeit, der nachhaltigen Arbeitsplatzsicherung und der
Ausschüttungsfähigkeit.
Die Geschäftstätigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf ist in der Geschäftsstrategie, die jähr-
lich vom Vorstand überprüft und weiterentwickelt wird, definiert. Sie wird regelmäßig an
sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst.
Als Basis für die Absicherung eines zukunftsfähigen Geschäftsmodells wurde ein Zielbild im-
plementiert und ein Change-Prozess initiiert. Insgesamt erfolgt künftig eine stärkere Fokus-
sierung auf das Kundengeschäft unter Ertrags-/Risiko- und Kostenaspekten.
Im Privatkundengeschäft wollen wir unsere gute Marktposition durch konsequente Umset-
zung des Omnikanalansatzes (stationärer Vertrieb mit Filialen und Beratungscentern sowie
medialer Vertrieb und digitales Produktangebot) in Düsseldorf und Monheim am Rhein aus-
bauen. Wir betreuen unsere Kunden persönlich und beraten bedarfs- und potenzialorien-
tiert sowie ganzheitlich über alle Kanäle. Im Firmenkundengeschäft ist es unser Ziel, unsere
führende Position als verlässlicher, langfristig orientierter Partner des Mittelstands und ge-
werblicher Immobilienkunden in der Region zu stärken. Mit einem umfassenden Dienstleis-
tungs- und Produktangebot decken wir den Kundenbedarf ganzheitlich ab. Die Anzahl unse-
rer Filialen hat sich zum 31. Dezember 2024 gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. (Vor-
jahr: 32 Filialen).
Stadtsparkasse Düsseldorf
3
Insgesamt haben wir im gesamten Geschäftsjahr unser vollständiges Leistungsangebot un-
ter verstärkter Nutzung der Möglichkeiten digitaler Kommunikationswege erbracht. Dabei
haben unsere Beschäftigten von Angeboten des mobilen Arbeitens Gebrauch gemacht.
Die Geschäftsstrategie und die aus ihr abgeleitete Risikostrategie bilden die Grundlage für
den regelmäßigen Austausch mit der Bankenaufsicht und stellen die Erfüllung aufsichts-
rechtlicher Anforderungen nach dem Kreditwesengesetz (KWG) und den Mindestanforde-
rungen an das Risikomanagement (MaRisk) sicher. Die Geschäfts- und Risikostrategie wur-
den mit dem Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Düsseldorf erörtert und innerhalb des Hau-
ses kommuniziert.
Die Stadtsparkasse Düsseldorf nutzt die Befreiungsvorschriften gem. § 340a Abs. 1a HGB
i.V.m. § 289b HGB zur erweiterten Berichterstattung um eine nichtfinanzielle Erklärung, da
sie in die nichtfinanzielle Berichterstattung des Konzerns Stadtsparkasse Düsseldorf einbe-
zogen wird. Die nichtfinanzielle Berichterstattung des Konzerns Stadtsparkasse Düsseldorf
wird im Unternehmensregister veröffentlicht und auf der Homepage der Stadtsparkasse
Düsseldorf unter www.sskduesseldorf.de/finanzberichte abrufbar sein.
Stadtsparkasse Düsseldorf
4
B. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung
Die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft blieben auch im Jahr 2024 herausfor-
dernd. Geopolitische Spannungen, darunter der anhaltende Krieg in der Ukraine, die insta-
bile Sicherheitslage in mehreren Weltregionen sowie die wirtschaftlichen und politischen
Differenzen zwischen den westlichen Industrieländern und China, beeinträchtigten die glo-
balen Handelsbeziehungen und Investitionsflüsse. Zusätzlich führten der Ausgang der Prä-
sidentschaftswahl in den USA und das Ende der Regierungskoalition in Deutschland gegen
Ende des Jahres zu einer weiteren Zunahme der Unsicherheit.
Die weltweite Produktion stieg nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds
(IWF) im Jahr 2024 um 3,2 % (Vorjahr: +3,3 %). Damit entwickelte sich die Weltwirtschaft
weniger dynamisch als im langjährigen Durchschnitt der „Vor-Corona-Jahre“ 2000 bis 2019
(+3,7 %). Der Welthandel nahm im Jahr 2024 wieder deutlich zu (+3,4 %), nachdem er im
Vorjahr nur um 0,7 % gewachsen war. Haupttreiber der Weltkonjunktur waren die Dienst-
leistungen, während sowohl die weltweite Industrieproduktion als auch der Güterhandel
schwach blieben. Nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) sank der weltweite Wa-
renhandel ab Anfang 2023 mehrere Quartale in Folge, während der Handel mit Dienstleis-
tungen Wachstumsraten von 8 % beziehungsweise 9 % verzeichnete. Die deutsche Wirt-
schaft, die stark auf den Export von Industriegütern ausgerichtet ist, konnte von dieser Ent-
wicklung folglich nicht profitieren.
Deutschland verzeichnete im Jahr 2024 den zweiten Rückgang der gesamtwirtschaftlichen
Produktion in Folge. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 0,2 %, noch zum Jah-
reswechsel 2023/2024 waren die Prognosen von einer geringfügigen Zunahme ausgegan-
gen. Hauptursache war der Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen. Die staatlichen Kon-
sum-Ausgaben hingegen wurden um 3,5 % ausgeweitet und leisteten damit den einzigen
größeren Wachstumsbeitrag (+0,8 Prozentpunkte). Die privaten Konsumausgaben, die das
gesamtwirtschaftliche Wachstum im Vorjahr noch gedämpft hatten, stiegen leicht um 0,3 %
und leisteten damit keinen signifikanten Wachstumsbeitrag (+0,1 Prozentpunkte). Die Ex-
porte der deutschen Wirtschaft entwickelten sich im Jahr 2024 erneut rückläufig (-1,1 %).
Da die Importe hingegen geringfügig um 0,2 % zunahmen, reduzierte der Außenbeitrag das
gesamtwirtschaftliche Wachstum um 0,6 Prozentpunkte.
Die abnehmende Investitionstätigkeit dämpfte das BIP-Wachstum im Jahr 2024 spürbar um
0,6 Prozentpunkte. Der Rückgang der Bauinvestitionen setzte sich mit einer ähnlichen Rate
Stadtsparkasse Düsseldorf
5
wie in den drei Vorjahren fort (-3,3 %) und reduzierte das BIP um 0,4 Prozentpunkte. Die
Ausrüstungsinvestitionen, die im Vorjahr ihren langjährigen Aufwärtstrend (unterbrochen
nur durch den Ausbruch der Coronapandemie) beendet hatten (2023: -0,8 %), gingen 2024
deutlich um 5,5 % zurück. Ein Teil dieses Rückgangs war auf einen Sondereffekt bei den ge-
werblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen. Allerdings entwickelten sich auch die In-
vestitionen in Maschinen und Geräte stark rückläufig (-5,9 %, nach -4,9 % im Jahr 2023).
Neben den konjunkturellen Problemen rückten die strukturellen Herausforderungen der
deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 zunehmend in den Fokus. Die Folgen des Energiepreis-
schocks wirken weiterhin nach; als weitere belastende Faktoren nennen Unternehmen die
Bürokratie, aber auch den Fachkräftemangel, hohe Arbeitskosten und die steuerliche Belas-
tung. Die deutsche Industrie verlor im internationalen Vergleich weiter an Wettbewerbsfä-
higkeit, während andere Volkswirtschaften, insbesondere China – vor allem in den für
Deutschland zentralen Industriezweigen Automobil, Chemie und Maschinenbau – zulegen
konnten.
Die schwierige Wirtschaftslage hinterließ im Berichtsjahr 2024 zunehmend Spuren auf dem
Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahresdurchschnitt 2024 noch leicht um
0,2 % auf 46,1 Millionen, der Anstieg kam jedoch im Jahresverlauf zum Erliegen. Die Ar-
beitslosenquote erhöhte sich von 5,7 % (2023) auf 6,0 % und erreichte damit den höchsten
Stand seit 2016 (6,1 %). In Nordrhein-Westfalen lag die jahresdurchschnittliche Quote bei
7,5 % (Vorjahr: 7,2 %).
In Düsseldorf stieg die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt in 2024 auf 27.462 Männer
und Frauen. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von durchschnittlich 2.939 Per-
sonen oder von 12 % Prozent. Die Arbeitslosenquote im Jahresschnitt 2024 betrug 7,7 %,
sie stieg damit um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr (7 %).
Die Verbraucherinsolvenzen nahmen 2024 zu (+8,5 % auf 72.100 Fälle). Hier wirkten sich
gleich mehrere Faktoren negativ aus: Einerseits belasteten die stark gestiegenen Lebens-
haltungskosten sowie höhere Zinsen – insbesondere bei Anschlussfinanzierungen – die
Ausgabenseite der Haushalte. Andererseits verschlechterte sich die Einkommenssituation
vieler Menschen, da die Chancen von Arbeitslosen auf eine Rückkehr in eine sozialversiche-
rungspflichtige Beschäftigung ein historisches Tief erreichten.
Bei den Unternehmensinsolvenzen hatte, nach dem historischen Tiefststand im Jahr 2021,
bereits im Jahr 2022 eine Trendwende eingesetzt. Im Jahr 2024 nahm das Insolvenzgesche-
hen nochmals an Dynamik zu (+24,3 % bzw. 22.400). Eine höhere Zahl an Unternehmensin-
solvenzen wurde zuletzt im Jahr 2015 verzeichnet.
Stadtsparkasse Düsseldorf
6
Alle Wirtschaftssektoren verzeichneten im Berichtsjahr zweistellige Zuwachsraten bei den
Insolvenzzahlen. Besonders stark fiel der Anstieg im Dienstleistungsgewerbe und im Verar-
beitenden Gewerbe aus. Das Baugewerbe bleibt jedoch der mit Abstand am stärksten von
Insolvenz bedrohte Wirtschaftsbereich.
Die durch Unternehmensinsolvenzen verursachten Gläubigerschäden summierten sich im
Jahr 2024 auf rund 56 Mrd. Euro und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert (31,2
Mrd. Euro). Der Anstieg der Schäden war sowohl auf die höhere Zahl der Insolvenzen als
auch auf größere durchschnittliche Schadenssummen zurückzuführen, die insbesondere
durch zahlreiche Großinsolvenzen verursacht wurden.
Der IHK-Konjunkturbericht vom Herbst 2024 belegt, dass sich aus einer anfänglichen Kon-
junkturkrise eine tiefgreifende strukturelle Krise entwickelt. Demnach bewerteten zum Zeit-
punkt der Erhebung nur 22 % der Unternehmen in der Region eine gute, während 30 %
eine schlechte Lage meldeten. Der Geschäftslageindikator – also die Differenz beider Werte
– lag bei minus 8 Punkten.
Erstmals in der fast 40-jährigen Geschichte des gemeinsamen IHK-Konjunkturberichts der
IHKs Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein gehen die Unternehmen zum dritten Mal in Folge
pessimistisch in ein neues Jahr. Nur 15 Prozent von ihnen rechnen mit einer Verbesserung
ihrer Geschäftslage, gut 30 Prozent dagegen mit einer Verschlechterung. Der Geschäftser-
wartungsindikator liegt damit bei minus 16 Punkten. Das ist deutlich niedriger als im ver-
gangenen Herbst mit minus 3 Punkten, was zarte Hoffnungen auf ein Ende der Talfahrt ge-
nährt hatte.
Die Inflation hat sich im Jahr 2024 deutlich abgeschwächt: Die Verbraucherpreise stiegen
im Jahresdurchschnitt um 2,2 %, nach +5,9 % im Jahr 2023 und +6,9 % im Jahr 2022. An-
ders als in den beiden Vorjahren lag die Kerninflationsrate – ohne Energie und Nahrungs-
mittel – mit +3,0 % über der allgemeinen Inflationsrate. Der starke Anstieg der Energie-
preise um fast 30 % im Jahr 2022 hatte sich im Folgejahr bereits abgeschwächt (+5,3 %), im
Jahr 2024 gingen die Energiepreise dann um 3,2 % zurück. Im Jahresverlauf ging die Inflati-
onsrate bis auf +1,6 % im September zurück. Im letzten Quartal 2024 nahm die Inflations-
rate wieder zu. Im Dezember 2024 lagen die Verbraucherpreise 2,6 % über dem Niveau des
Vorjahresmonats.
Angesichts des rückläufigen Anstiegs der Verbraucherpreise führte der Anstieg der nominal
verfügbaren Einkommen um 4,2 % bei den privaten Haushalten zu Realeinkommenszu-
wächsen. Bei weiterhin verhaltener Konsumneigung stieg die Sparquote im Jahr 2024 deut-
lich um 1,0 Prozentpunkte auf 11,4 % und lag damit deutlich höher als im langjährigen
Durchschnitt.
Stadtsparkasse Düsseldorf
7
Die Situation im Immobiliensektor stellte sich im Jahr 2024 weiterhin schwierig dar, zeigte
jedoch Anzeichen für eine Stabilisierung. In realer Rechnung gingen die Investitionen in
Wohnbauten bereits das vierte Jahr in Folge zurück. Im vergangenen Jahr sanken die Woh-
nungsbauinvestitionen auch in nominaler Rechnung (-2,3 %), was zuletzt im Jahr 2009 der
Fall war.
Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen sank im Jahr 2024 im Vergleich zum Vor-
jahr erneut deutlich um 43.700 (-16,8 %) auf 215.900 und erreichte damit den niedrigsten
Stand seit 2010. Der Rückgang fiel damit jedoch geringer aus als im Vorjahr (-26,6 %) und
schwächte sich im Jahresverlauf ab. Beim Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern er-
reichte die monatliche Zahl der Baugenehmigungen in diesem Segment im Januar 2024 mit
3.900 den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995, stabilisierte sich im
Jahresverlauf aber auf niedrigem Niveau.
Die Preise für Wohnimmobilien stiegen im zweiten und dritten Quartal leicht an, der Häuser-
preisindex legte um 1,5 % bzw. 0,3 % zu. Auf Jahressicht lagen die Preise jedoch weiterhin
leicht unter dem Vorjahresniveau (-0,7 % im dritten Quartal). In Verbindung mit dem gesun-
kenen Zinsniveau hat sich die Erschwinglichkeit von Wohnimmobilien hierdurch im Ver-
gleich zum Vorjahr verbessert. Im langfristigen Vergleich blieben die Wohnimmobilien-
preise allerdings hoch, da der Preisrückgang seit 2022 nur einen Teil des vorherigen, lang-
jährigen Preisanstiegs kompensierte.
Nachdem die Bekämpfung der Inflation in den beiden Vorjahren im Fokus gestanden hatte,
lockerten die meisten Notenbanken der großen Industrieländer (mit Ausnahme Japans) ih-
ren geldpolitischen Kurs im Berichtsjahr 2024. Die US-amerikanische Notenbank Federal
Reserve (Fed) senkte den Leitzins im Jahresverlauf schrittweise von einer Bandbreite von
5,25 % bis 5,50 % auf 4,25 % bis 4,50 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) leitete mit einer ersten Zinssenkung um 0,25 Prozent-
punkte im Juni 2024 die Zinswende ein. Dem folgten zwei weitere Schritte im September
und Oktober. Zum Jahresende 2024 lag der Einlagesatz bei 3,0 % und der Zinssatz für
Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 3,15 %. Gleichzeitig trieb die EZB den Abbau ihres An-
leiheportfolios voran, was der Lockerung der monetären Rahmenbedingungen tendenziell
entgegenwirkte. Trotz der Leitzinssenkungen blieb die Geldpolitik leicht restriktiv.
Die Anleihemärkte hatten diese Entwicklung bereits weitgehend vorweggenommen. Schon
zum Jahreswechsel 2023/2024 war der weitgehende Erfolg der Inflationsrückführung ab-
sehbar. Die Kapitalmarktzinsen waren deshalb bereits deutlich gesunken. Die Renditen
zehnjähriger Bundesanleihen, die auch für das Kundengeschäft eine wichtige Bezugsgröße
darstellen, lagen zu Jahresbeginn 2024 kaum über der Zwei-Prozent-Marke. Nach einem
kurzzeitigen erneuten Anstieg im zweiten Quartal des Jahres auf über 2,7 %, belief sich die
Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen zum Jahresende auf 2,39 %.
Stadtsparkasse Düsseldorf
8
Nach einem guten Börsenjahr 2023 legten die großen Aktienindizes im vergangenen Jahr
erneut deutlich zu. Insbesondere die US-Indizes Nasdaq 100 und S&P 500 verzeichneten ei-
nen kräftigen Zuwachs. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland
verzeichnete der Deutsche Aktienindex (DAX) ein Plus von knapp 19 % im Jahresverlauf und
stieg damit etwas stärker als der MSCI World. Ähnlich verlief die Entwicklung beim Dow Jo-
nes mit einem Jahresplus von rund 13 %, während der EUROSTOXX 50 um ca. 8 % zulegte.
Branchenumfeld
Die Kreditinstitute in Deutschland verzeichneten in einem herausfordernden gesamtwirt-
schaftlichen Umfeld und vor dem Hintergrund der erneuten geldpolitischen Wende eine
stabile Geschäftsentwicklung, bei jedoch zunehmenden Ertragsrisiken.
Im Aktivgeschäft zeigte sich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Der Bestand der Kre-
dite an inländische Nichtbanken stieg von Ende 2023 bis Ende 2024 um 1,4 % (Vorjahr: +
1,0 %). Während die Kredite an öffentliche Haushalte überdurchschnittlich zunahmen, lag
der Bestand an Unternehmenskrediten zum Jahresende 2024 nur 1,0 % über dem Vorjah-
reswert. Bei den Krediten an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen
verzeichneten die Kreditinstitute ein Plus von 0,9 % (Vorjahr: +0,7 %).
Im Jahresverlauf 2024 kam es zu einer Belebung der Kreditnachfrage, die sich jedoch im
4. Quartal abschwächte. Insbesondere Kredite zur privaten Baufinanzierung waren aufgrund
des gesunkenen Zinsniveaus und besserer Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt stär-
ker gefragt. Das Neugeschäft im Bereich der privaten Baufinanzierung hat sich im Jahres-
verlauf 2024 sukzessive erhöht und lag 2024 insgesamt rund 23% über dem Vorjahr. Trotz
dieser Steigerung war es – abgesehen vom Vorjahr – das geringste Neugeschäftsvolumen
seit 2013.
Eine ähnliche Entwicklung verzeichneten auch die Sparkassen im Rheinland. Nach dem kräf-
tigen Rückgang im Vorjahr zog das Kredit-Neugeschäft wieder deutlich an, blieb jedoch klar
hinter dem Volumen früherer Jahre zurück. Im Neugeschäft mit Unternehmen und Selbstän-
digen kam es zu einer Zunahme um 4,1 %. Die Nachfrage nach privaten Wohnungsbaukredi-
ten stieg deutlich um 28,2 %, was jedoch nur einen Teil des Rückgangs im Vorjahr (-41,4 %)
wettmachte.
Der Bestand der Kundenkredite nahm um 1,0 % zu und resultierte vor allem aus dem Kre-
ditgeschäft mit öffentlichen Haushalten, das kräftig ausgeweitet wurde (+17,6 %). Im Fir-
menkundengeschäft und im Geschäft mit privaten Kunden hatte die anziehende Nachfrage
bislang nur mäßige Bestandszuwächse von +0,4 % bzw. +0,1 % zur Folge.
Stadtsparkasse Düsseldorf
9
Auf der Passivseite führte der Anstieg der Sparquote zu einer Zunahme der Einlagen von
Nichtbanken bei Kreditinstituten im Inland um 4,2 % im Jahresverlauf 2024 (2023: +2,0 %).
Dabei setzten sich die Umschichtungen von Sichteinlagen hin zu höher verzinsten Anlage-
produkten im Gesamtjahr 2024 fort. Die Sichteinlagen von inländischen Nichtbanken nah-
men nach einem Rückgang um 6,6 % im Vorjahr wieder zu (+3,5 %). Deutlichere Steigerun-
gen gab es bei Termineinlagen (+8,6 %) sowie bei Sparbriefen, die sich nach der Vervierfa-
chung im Vorjahr um weitere 11 % erhöhten. Zum Jahresende kehrte sich die Entwicklung
jedoch teilweise um. Während die täglich fälligen Einlagen sowohl von Privatpersonen wie
auch von Unternehmen stark zunahmen, kam es zu einem Rückgang bei den Sparbriefen.
Insgesamt nahmen die Kundeneinlagen im Schlussquartal kräftig zu.
Auch das Einlagengeschäft der rheinischen Sparkassen war im Gesamtjahr 2024 durch kräf-
tige Mittelzuflüsse und zinsinduzierte Umschichtungen geprägt. Der Gesamtbestand der
Kundeneinlagen legte um 3,2 % zu, getrieben insbesondere durch das Privatkundenge-
schäft. Dabei setzte sich der Rückgang der Spareinlagen das dritte Jahr in Folge fort, wäh-
rend es hohe Mittelzuflüsse bei Eigenemissionen, Sparbriefen und Termineinlagen gab.
Auch bei täglich fälligen Geldern, kam es nach dem Rückgang im Vorjahr wieder zu deutli-
chen Zuflüssen. Insgesamt reduzierte sich der Anteil der täglich fälligen Einlagen an den ge-
samten Kundeneinlagen jedoch weiter.
Das nicht bilanzwirksame Kunden-Wertpapiergeschäft der rheinischen Sparkassen hat sich
erneut spürbar belebt. Der gesamte Wertpapierumsatz erreichte im Jahr 2024 den zweit-
höchsten jemals erreichten Wert. Der Nettoabsatz an Kunden ging jedoch – aufgrund eines
hohen Verkaufsvolumens – deutlich zurück.
Die erste Zinswende der EZB, die das langjährige Null- bzw. Niedrigzinsumfeld beendet
hatte, hatte im Jahr 2023 zu einem deutlichen Anstieg der Zinsüberschüsse geführt, ein
Trend, der sich laut Bundesbank trotz der zwischenzeitlichen Leitzinssenkungen auch im
Jahr 2024 noch positiv auf die Ertragssituation der Kreditinstitute mit einem starken Einla-
gen- und Kreditgeschäft ausgewirkt haben dürfte.
Bei den rheinischen Sparkassen ging die zentrale Ertragsquelle „Zinsüberschuss“ gegen-
über dem Vorjahr leicht zurück. Beim Provisionsüberschuss konnte hingegen eine Zunahme
verzeichnet werden. Auf der Aufwandsseite führten tarifliche Steigerungen zu höheren Per-
sonalkosten, während sich der deutliche Sachkostenanstieg des Vorjahres als Folge der ge-
ringeren Inflation deutlich abschwächte. Angesichts steigender Insolvenzzahlen und der all-
gemein schwierigen konjunkturellen Situation erhöhten die rheinischen Sparkassen die Ri-
sikovorsorge im Kreditgeschäft im abgelaufenen Jahr. Insgesamt bewegt sich diese jedoch
weiterhin auf einem vergleichsweise noch moderaten Niveau.
Stadtsparkasse Düsseldorf
10
Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2024
Auch das Jahr 2024 war von weitreichenden aufsichtsrechtlichen Regulierungsmaßnahmen
geprägt.
Hervorzuheben sind die Neureglungen der Capital Requirements Regulations (CRR III), die
Aktualisierung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Banken (8. Ma-
Risk-Novelle), die Umsetzung der Anforderungen aus der bereits im Januar 2023 in Kraft
getretenen Verordnung (EU) 2022/2554 über die digitale operationale Resilienz im Finanz-
sektor (Digital Operational Resilience Act, DORA) sowie das EU-Geldwäschepaket.
Im Fokus der ab dem 01. Januar 2025 umzusetzenden CRR III standen die grundlegende
Überarbeitung zentraler Risikopositionsklassen bei der Ermittlung der risikogewichteten
Aktiva sowie Änderungen bei den Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken.
Die wichtigsten Neuerungen aus der bis zum 31. Dezember 2024 umzusetzenden 8. MaRisk-
Novelle betrafen die Marktpreisrisiken sowie die erstmals formulierten Anforderungen an
das Risikomanagement von Kreditspreadrisiken im Anlagebuch. Deutlicher als bisher hat
die Aufsicht herausgestellt, dass Kreditinstitute sowohl die kurzfristigen Auswirkungen von
Zinsänderungsrisiken auf die Gewinn- und Verlustrechnung (ertragsorientierte Sicht) als
auch die langfristigen Folgen dieser Risken auf die Vermögenssituation (Barwert) bewerten
und steuern müssen.
Mit DORA hat die Europäische Union eine finanzsektorweite Regulierung für die Themen Cy-
bersicherheit, Risiken der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und digitale
operationelle Resilienz geschaffen. Die Regelungen sind ab dem 17. Januar 2025 anzuwen-
den und sollen wesentlich dazu beitragen, den europäischen Finanzmarkt gegenüber Cyber-
risiken und IKT-Vorfällen zu stärken.
Im Juli 2024 ist das EU-Geldwäschepaket in Kraft getreten, das insbesondere die Richtlinie
(EU) 2024/1640 („6. Geldwäsche – Richtlinie“) und die Verordnung (EU) 2024/1624 („Geld-
wäsche-Verordnung“) umfasst. Mit dem Geldwäschepaket rückt das Ziel näher, einen ein-
heitlichen Rechtsrahmen zur Geldwäschebekämpfung innerhalb der EU zu schaffen. Sowohl
die Mitgliedsstaaten als auch die Verpflichteten haben nun drei Jahre Zeit, sich auf die
neuen Regelungen vorzubereiten. Des Weiteren wurde eine europäische Behörde zur Be-
kämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung, die „Anti-Money Laundering
Authority“ (AMLA) mit Sitz in Frankfurt errichtet. Die AMLA wird Mitte 2025 ihre Tätigkeit
aufnehmen.
Mit dem Ende der bisherigen Regierungskoalition ist die nationale Umsetzung der Corpo-
rate Sustainability Reporting Directive (CSRD) im Jahr 2024 nicht erfolgt. Damit besteht für
Stadtsparkasse Düsseldorf
11
das Geschäftsjahr keine CSRD-Berichtspflicht, da die EU-Richtlinie CSRD bei Nicht-Umset-
zung keine unmittelbare Wirkung auf Unternehmen entfaltet. Somit gilt weiterhin der bishe-
rige nationale Rechtsrahmen zur nicht-finanziellen Berichterstattung.
Die EU-Kommission hat am 26. Februar 2025 im Rahmen ihrer Vereinfachungsagenda das
sog. Omnibuspaket zur Vereinfachung nachhaltigkeitsbezogener Anforderungen an Unter-
nehmen vorgestellt. Dieses Paket umfasst Erleichterungen in den Bereichen Nachhaltig-
keitsberichterstattung (CSRD), EU-Lieferkettengesetz (CS3D), EU-Taxonomie und CO2-
Grenzausgleichmechanismus (CBAM). Die Vorschläge sind jedoch noch im ordentlichen Ge-
setzgebungsverfahren durch das Europäische Parlament und den Rat zu bestätigen.
Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, erkennbar ist jedoch der Wille der Kommission,
wirksame Erleichterungen für die berichtenden Unternehmen zu schaffen.
Geschäftsverlauf und Darstellung der Geschäftsentwicklung
Geschäftsentwicklung
Das Geschäftsjahr 2024 war unverändert geprägt von geopolitischen Verunsicherungen, wie
dem anhaltenden Ukraine-Krieg und dem andauernden Konflikt im Nahen Osten. Hinzu kam
die Leitzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Weil im Jahresverlauf die rückgehende in-
flationäre Entwicklung, anders als in den Vorjahren, keine restriktiven Schritte mehr erfor-
derlich machte, wurde der Hauptrefinanzierungssatz ab Juni in vier aufeinander folgenden
Schritten innerhalb eines Jahres von 4,5 % auf 3,15 % gesenkt.
Dieser Umstand machte sich vor allem im Immobiliengeschäft mit privaten Kunden bemerk-
bar, die wieder stärker in Immobilien investierten – gewerbliche Kunden investierten aller-
dings unverändert zurückhaltend und konzentrierten sich auf Ersatzinvestitionen. Trotz der
herausfordernden Marktumstände blickt die Stadtsparkasse Düsseldorf auf ein sehr zufrie-
denstellendes Geschäftsjahr 2024 zurück.
Die Bilanzsumme stieg um 1,8 % auf 15.517 Mio. Euro. Der Anstieg der Bilanzsumme um
273 Mio. Euro war primär auf den Anstieg der Kundeneinlagen um 274 Mio. Euro (+2,3 %)
auf 12.073 Mio. Euro zurückzuführen. Zudem blieben die Forderungen an Kunden mit
10.770 Mio. Euro stabil nach 10.793 Mio. Euro in 2023.
Stadtsparkasse Düsseldorf
12
Nach unserer Geschäftsstrategie stellen das Gesamtergebnis (Gewinn vor Steuern und Do-
tierung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken), der Bruttoertrag (Saldo der betriebsnotwe-
nigen Positionen aus GuV-Posten 1 bis 8), die Kernkapitalquote und die Cost-Income-Ratio
(CIR) die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren dar.
Das Gesamtergebnis stieg im Geschäftsjahr 2024 um 10,7 Mio. Euro (+6,5 %) auf rund
175,7 Mio. Euro an (Vorjahr: 165,0 Mio. Euro). Der Bruttoertrag stieg um 27,2 Mio. Euro
(+6,1 %) auf 474,8 Mio. Euro an. Die Kernkapitalquote zum Bilanzstichtag betrug 18,4 %
(Vorjahr: 17,0 %) und die Cost-Income-Ratio 47,9 % (Vorjahr: 48,6 %).
Bilanzsumme 15.517 15.244 + 273 + 1,8
Kundenkreditgeschäft 10.770 10.793 - 23 - 0,2
Kundeneinlagen 12.073 11.799 + 274 + 2,3
Rücklagen 766 733 + 33 + 4,5
Jahresüberschuss 58 55 + 3 + 5,5
Mitarbeitende 1.595 1.552
Veränderungen
Mio. € in %
Geschäftsentwicklung
der Stadtsparkasse Düsseldorf
2024
Mio. €
2023
Mio. €
Kreditgeschäft
Im Geschäftsjahr 2024 ist das Kreditgeschäft trotz konjunktureller Schwäche im Bestand nur
um 0,2 % bzw. 23 Mio. Euro auf 10.770 Mio. Euro gesunken.
Im Firmenkundenkreditgeschäft entwickelte sich das gewerbliche Kreditgeschäft schwä-
cher, die Zusagen fielen um 13,6 % auf einen Wert von 688 Mio. Euro (Vorjahr: 796 Mio.
Euro).
Das höchste prozentuale Plus verzeichneten wir mit 88,4 % bei Kommunaldarlehen. Diese
stiegen von 108 Mio. Euro im Vorjahr auf 203 Mio. Euro.
Stadtsparkasse Düsseldorf
13
Im Privatkundenkreditgeschäft gab es im Bereich des Immobilienfinanzierungsgeschäftes
nach einem schwachen Jahr 2023 wieder gute Zuwächse im Jahr 2024. Insgesamt fragten
unsere privaten Kunden Mittel zur Investition in die eigenen vier Wände in Höhe von
539 Mio. Euro nach – was einem Plus von 214 Mio. Euro bzw. 65,7 % entsprach.
Forderungen an Kunden 10.514 10.515 - 1 - 0,0
Eventualverbindlichkeiten
(nur Kundengeschäft) 220 228 - 8 - 3,5
Kundenkreditgeschäft gesamt 10.734 10.743 - 9 - 0,1
Treuhandkredite 36 50 - 14 - 28,0
10.770 10.793 - 23 - 0,2
Veränderungen
Mio. € in %Kreditvolumen 2024
Mio. €
2023
Mio. €
Beteiligungen
Die Stadtsparkasse Düsseldorf hält unmittelbar und mittelbar sowohl strategische Beteili-
gungen als auch renditeorientierte Investments. Zu den Ersteren gehören Beteiligungen,
die aus geschäfts- und verbundpolitischen Aspekten gehalten werden. Diese Beteiligungen
sind vornehmlich durch ihren öffentlich-rechtlichen Charakter gekennzeichnet. Die rendite-
orientierten Investments hingegen dienen, ergänzend zum Kundengeschäft, der Erwirt-
schaftung hinreichender Renditen zur Stabilisierung des Gesamtertrags.
Im Geschäftsjahr 2024 stieg das Volumen der Beteiligungen und Anteile an verbundenen
Unternehmen um 5 Mio. Euro auf 177 Mio. Euro (Vorjahr: 172 Mio. Euro).
Diese Veränderung ergab sich hauptsächlich aus der Zuschreibung bei der Unterbeteiligung
am 'Sondervermögen Berlin' des DSGV öK (3,6 Mio. Euro). Zum 'Sondervermögen Berlin' ge-
hört insbesondere die Unterbeteiligung der Sparkassen am Kommanditanteil des DSGV öK
an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG, die die alleinige Aktionärin
der Landesbank Berlin Holding AG ist. Daneben führte die erste Stufe der Kapitalerhöhung
bei der Deutsche Leasing AG & Co. KG über die Rheinische Sparkassen Leasing Beteili-
gungsgesellschaft mbH & Co. KG zu einem weiteren Buchwertzugang (1,5 Mio. Euro). Eine
Abschreibung bei einer und der Abgang von zwei weiteren Beteiligungen führten zu Buch-
wertreduktionen in Höhe von 0,2 Mio. Euro.
Stadtsparkasse Düsseldorf
14
Auf den Beteiligungsbuchwert der Anteile am Rheinischen Sparkassen- und Giroverband
(RSGV) entfallen wie im Vorjahr rd. 150 Mio. Euro. Der RSGV ist unter anderem auch Anteils-
eigner der Provinzial Rheinland Holding, der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale
(Helaba) und der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA).
Als ehemaliger Aktionär der WestLB AG ist der RSGV mit rd. 25,03 % an der EAA beteiligt.
Auf diese Abwicklungsanstalt gemäß § 8a Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz wurden in
den Jahren 2009 und 2012 Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der ehemaligen
WestLB AG zum Zwecke der Abwicklung übertragen.
Neben den anderen Beteiligten sind auch der RSGV und der Sparkassenverband Westfalen-
Lippe entsprechend ihrer Anteile (je rd. 25,03 %) verpflichtet, tatsächliche liquiditätswirk-
same Verluste der Abwicklungsanstalt, die nicht durch das Eigenkapital der Abwicklungsan-
stalt von 3 Mrd. Euro und deren erzielte Erträge ausgeglichen werden können, bis zu einem
Höchstbetrag von jeweils 2,25 Mrd. Euro zu übernehmen (soweit der auf die Sparkassenver-
bände entfallende anteilige Verlust den Gesamthöchstbetrag von 4,5 Mrd. Euro übersteigt,
übernehmen die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung und das Land NRW den Ver-
lustausgleich). Bis zu einer auf den Höchstbetrag anzurechnenden Höhe von 37,5 Mio. Euro
besteht die Verpflichtung, bei Bedarf Eigenkapital zum Ausgleich bilanzieller Verluste zur
Verfügung zu stellen.
Auf die Stadtsparkasse Düsseldorf entfällt als Mitglied des RSGV eine anteilige indirekte
Verpflichtung entsprechend ihrer Beteiligung am RSGV. Auf Basis derzeitiger Erkenntnisse
ist für diese Verpflichtung im Jahresabschluss 2024 der Sparkasse keine Rückstellung
zu·bilden. Es besteht jedoch das Risiko, dass die Stadtsparkasse Düsseldorf während der
Abwicklungsdauer entsprechend ihres Anteils am RSGV aus ihrer indirekten Verpflichtung in
Anspruch genommen wird.
Die Sparkasse ist verpflichtet, über einen Zeitraum von 25 Jahren aus den Gewinnen des je-
weiligen Geschäftsjahrs jährlich eine bilanzielle Vorsorge zu treffen. Die Höhe der Vorsorge
orientiert sich an der Beteiligungsquote am RSGV zum Zeitpunkt der Übernahme der indi-
rekten Verpflichtung im Jahr 2009 (7,9 %). Die Notwendigkeit einer weiteren bilanziellen
Vorsorge wird vertragsgemäß von allen Beteiligten regelmäßig überprüft. Neben dem Errei-
chen eines Mindestvorsorgevolumens muss auf Basis des Abwicklungsplans der EAA erwar-
tet werden, dass während der gesamten Abwicklungsdauer kein Verlustausgleich zu leisten
ist.
Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Überprüfung im Jahr 2016 wurde die Dotierung
der bilanziellen Vorsorge zum 31. Dezember 2015 bis auf weiteres ausgesetzt. Die Voraus-
setzungen für die Aussetzung sind auch zum 31. Dezember 2024 erfüllt.
Stadtsparkasse Düsseldorf
15
Die bis zum 31. Dezember 2014 gebildete bilanzielle Vorsorge von 35,6 Mio. Euro in Form
der Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB bleibt von der Ausset-
zung unberührt. Die hierfür gebildeten Beträge werden nicht auf das haftende Eigenkapital
gemäß CRR (Capital Requirements Regulation) angerechnet.
Einlagengeschäft
Im Geschäftsjahr 2024 sind die Kundeneinlagen um 2,3 % auf 12.073 Mio. Euro gestiegen
(Vorjahr: 11.799 Mio. Euro). Auch die Sichteinlagen stiegen um 192 Mio. Euro auf 7.362 Mio.
Euro. Die Termineinlagen stiegen deutlich um 10,1 % auf 1.876 Mio. Euro (Vorjahr:
1.704 Mio. Euro). Das Volumen der Sparkassenbriefe lag zum Jahresultimo bei 325 Mio.
Euro und damit 119 Mio. Euro höher als in 2023. Der Bestand an Namenspfandbriefen sank
um 5 Mio. Euro (-0,8 %).
2024
Spareinlagen 1.798 1.971 -173 -8,8
Sichteinlagen 7.362 7.170 192 2,7
Termineinlagen 1.876 1.704 172 10,1
Sparkassenbriefe 325 206 119 57,8
Namenspfandbriefe 613 618 -5 -0,8
Nachrangige Einlagen 99 130 -31 -23,8
12.073 11.799 274 2,3
Einlagengeschäft
Kundeneinlagen nach
Produkten in %Mio. Euro
Veränderungen
Mio. Euro Mio. Euro
2023
Geschäft mit den Verbundpartnern
Die Erträge aus dem Versicherungsgeschäft mit unseren Verbundpartnern sind in 2024 um
13,6 % im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer veränderten Verrechnungssystematik zu-
rückgegangen.
Das Bauspargeschäft entwickelte sich schwächer als im Vorjahr. Die abgeschlossene Bau-
sparsumme aller Verträge belief sich auf 94 Mio. Euro (Vorjahr:116 Mio. Euro).
Stadtsparkasse Düsseldorf
16
Wertpapierkommissionsgeschäft
Das Wertpapierkommissionsgeschäft ist im Berichtsjahr gestiegen. Der Gesamtumsatz im
Wertpapiergeschäft – ohne Vermögensverwaltung – stieg um 10,9 % auf 1.641 Mio. Euro
(Vorjahr: 1.480 Mio. Euro). Bei festverzinslichen Wertpapieren stiegen die Umsätze um
33 Mio. Euro (+7,5 %) auf 471 Mio. Euro. Bei Aktien erhöhten sich die Umsätze um 110 Mio.
Euro (+34,1 %) auf 433 Mio. Euro. Die Geschäfte mit Investmentfonds stiegen leicht um
18 Mio. Euro (+2,5 %) auf 737 Mio. Euro (Vorjahr: 719 Mio. Euro).
Neben den Investmentfonds der Verbundpartner bietet die Stadtsparkasse Düsseldorf auch
Investmentfonds an, die sie selbst berät. Dazu zählen die Investmentfonds der TOP Fonds-
Familie und der Nachhaltigkeitsfonds "Wertvoll1825". Darüber hinaus hat die Stadtspar-
kasse Düsseldorf in Kooperation mit Partnern aus der Sparkassenorganisation den
"Rheinischen Kirchenfonds" initiiert.
Festverzinsliche Wertpapiere 471 438 33 7,5
Aktien 433 323 110 34,1
Investmentfonds 737 719 18 2,5
Gesamtumsatz 1.641 1.480 161 10,9
in %
Umsatzentwicklung
Wertpapierkommissionsgeschäft
2024 2023
Mio. EuroMio. Euro
Veränderung
Mio. Euro
Stadtsparkasse Düsseldorf
17
Eigenanlagen in Wertpapieren (ohne Schuldscheine)
Die von der Stadtsparkasse Düsseldorf gehaltenen Wertpapiere unterteilen sich in eigen-
und fremdgemanagte Anlagen. Das Wertpapierportfolio im Anlagebuch hat ein Volumen
(Marktwert; ohne Berücksichtigung von Sicherungsgeschäften) von 1.619 Mio. Euro
(Vorjahr: 1.336 Mio. Euro).
Im Bereich der eigengemanagten Anlagen wird strategiegemäß nur in Papiere mit gutem
Rating (Investmentgrade: AAA bis BBB-) investiert.
Refinanzierungsmittel bei Kreditinstituten
Die Struktur der Refinanzierungsmittel bei Kreditinstituten wurde geprägt durch zweck-
gebundene Mittel und Pfandbriefe.
Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres lagen nicht vor.
2024
Renten 1.056 793 263 33,2
Spezialfonds 526 508 18 3,5
Publikumsfonds 18 15 3 20,0
Sonstige 19 20 -1 -5,0
1.619 1.336 283 21,2
Portfoliostruktur Eigenanlagen
nach Marktwerten in %Mio. Euro
Veränderungen
Mio. Euro Mio. Euro
2023
Stadtsparkasse Düsseldorf
18
Personalbericht
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Stadtsparkasse Düsseldorf ist einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Landeshaupt-
stadt Düsseldorf. Sie bietet eine hohe Anzahl qualifizierter Beschäftigungsverhältnisse und
ist ein Ausbildungsbetrieb, der kontinuierlich in die Qualität der Ausbildung investiert.
Neben den ständigen wirtschaftlichen Herausforderungen, wie dem wachsenden Kosten-
druck oder den steigenden regulatorischen Anforderungen, sorgten Trends in der Gesell-
schaft und auf dem Arbeitsmarkt sowie der demografische Wandel dafür, dass sich die
Stadtsparkasse Düsseldorf verstärkt um die Rekrutierung neuer Mitarbeitender und die
„Fach- und Führungskräfte von Morgen“ bemühen muss. Hierzu werden seit einigen Jahren
Lösungen erarbeitet und umgesetzt, die vor den genannten Herausforderungen darauf ab-
zielen, einerseits Mitarbeitende zu halten, andererseits qualifizierte Mitarbeitende zu ge-
winnen. Ausdruck der nachhaltigen Personalpolitik sind die gezielte Nachfolgeplanung und
Besetzung von Stellen vorrangig aus den eigenen Reihen sowie die kontinuierliche Weiter-
entwicklung von Kompetenzen und Fähigkeiten aller Mitarbeitenden.
2024 in Zahlen
Die Stadtsparkasse Düsseldorf beschäftigte zum 31. Dezember 2024 insgesamt 1.595 Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 1.552), darunter in Vollzeit 994 Beschäftigte (Vorjahr:
943) und in Teilzeit 516 Beschäftigte (Vorjahr: 524). Die Zahl der Auszubildenden beträgt
85. Unsere aktiven Mitarbeitenden sind im Durchschnitt 47,6 Jahre alt. Die Fluktuations-
quote liegt bei 3,8 % und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zur Stadtsparkasse
Düsseldorf bei 21,2 Jahren. 2024 konnte die Stadtsparkasse Düsseldorf 33 Ausbildungsstel-
len im Berufsbild Bankkauffrau/Bankkaufmann besetzen.
Stadtsparkasse Düsseldorf
19
C. Darstellung und Analyse der Lage
Der Jahresabschluss hat unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Er-
tragslage zu vermitteln.
Im Folgenden erläutern wir die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2024.
Ertragslage
Die in besonderem Maße durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten geopolitisch
angespannte Lage bestimmte das wirtschaftliche Geschehen auch im Geschäftsjahr 2024
nachhaltig. Die Hoffnung auf Überwindung der Wachstumsschwäche trübte sich im Jahres-
verlauf 2024 immer weiter ein. Die rückläufige Industrieproduktion, sinkende Auftragsein-
gänge und schwacher Export belasteten die deutsche Wirtschaft und sorgten für ein verhal-
tenes Kreditgeschäft mit gewerblichen Kunden. Andererseits entwickelte sich das Immobili-
enkreditgeschäft mit Privatkunden sehr positiv – hier machten sich die Zinssenkungen im
Jahresverlauf positiv bemerkbar.
Das Jahresergebnis der Stadtsparkasse Düsseldorf stellt sich wie folgt dar:
Zinsüberschuss und lfd. Erträge aus Beteiligungen
(Gewinn- und Verlustrechnung, Posten 1 - 3) 358 330 + 28
Provisionsüberschuss 101 100 + 1
Sonstige betriebliche Erträge 16 24 - 8
Zwischensumme 475 454 + 21
Personalaufwand 138 126 + 12
Andere Verwaltungsaufwendungen 92 105 - 13
Abschreibungen auf Sachanlagen 4 4 + 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 28 - 21
Zwischensumme vor Bewertung 234 191 + 43
Bewertungsergebnis
(Gewinn- und Verlustrechnung, Posten 13 - 16) -58 -26 - 32
Zuführungen zum Fonds für
allgemeine Bankrisiken 60 50 + 10
Steuern 58 60 - 2
Jahresüberschuss 58 55 + 3
Gewinnvortrag aus Vorjahren 0 0 + 0
Bilanzgewinn 58 55 + 3
1 Eventuelle Abw eichungen in den Salden beruhen auf maschinellen Rundungen
Ertragslage
Kennzahlen 1
Veränderungen
Mio. €
2023
Mio. €
2024
Mio. €
Stadtsparkasse Düsseldorf
20
Um stichtagsbedingte Abweichungen zu vermeiden, beziehen sich die nachfolgend aufge-
führten Relationen auf die Durchschnittsbilanzsumme in Höhe von 15.231 Mio. Euro, die um
3,1 % unterhalb des Vorjahreswertes liegt.
Der Zinsüberschuss einschließlich laufender Erträge (GuV-Posten 1-3) liegt mit 358 Mio.
Euro (Vorjahr: 330 Mio. Euro) deutlich über den Erwartungen. Er bleibt damit wichtigster Er-
tragsfaktor der Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtsparkasse Düsseldorf.
Der Zinsüberschuss war durch einen unterschiedlichen Verlauf der Zinsentwicklung gekenn-
zeichnet. Während im ersten Halbjahr noch ein moderater Zinsanstieg zu beobachten war,
leitete die Europäischen Zentralbank im Rahmen ihrer geldpolitischen Maßnahmen ab Mitte
des Jahres erste Zinssenkungen ein, die sich bis zum Jahresende fortsetzten. Parallel dazu
markierte der Aktienmarkt fortlaufend neue Höchststände.
Im Jahresverlauf verzeichneten insbesondere die Renditen mit kurzen Laufzeiten einen
deutlichen Rückgang, während die Renditen im mittleren und langen Laufzeitbereich nur
leicht rückläufig waren. Insgesamt führte die Entwicklung zu einer weiteren Verbesserung
des Zinsergebnisses.
Das Zinsergebnis (Saldo aus GuV-Posten 1 und 2) stieg im Geschäftsjahr wie erwartet weiter
an und lag mit 353 Mio. Euro um 28 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dabei
erhöhten sich sowohl die Zinserträge (+ 68 Mio. Euro) als auch die Zinsaufwendungen
(+ 40 Mio. Euro).
Auf der Ertragsseite stiegen insbesondere die Zinserträge aus dem Kontokorrent- und Dar-
lehensgeschäft (35 Mio. Euro) sowie die Zinserträge für festverzinsliche Wertpapiere
(20 Mio. Euro). Parallel dazu verringerten sich die Zinserträge für Forderungen gegenüber
Kreditinstituten um 21 Mio. Euro.
Die Zinsaufwendungen im Kundengeschäft lagen für befristete Einlagen um 29 Mio. Euro
sowie für täglich fällige Verbindlichkeiten um 11 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Parallel
stiegen auch die Zinsaufwendungen für Derivate (9 Mio. Euro) sowie die Zinsaufwendungen
für Spareinlagen und Sparkassenbriefe (7 Mio. Euro). Gleichzeitig verringerten sich die Zins-
aufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 12 Mio. Euro.
Per Saldo ergeben die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Swapvereinbarungen Erträge
in Höhe von 89 Mio. Euro (Vorjahr: 80 Mio. Euro).
Stadtsparkasse Düsseldorf
21
Aus der Beendigung von Swapvereinbarungen zur Zinsbuchsteuerung fielen Aufwendungen
in Höhe von 16 Mio. Euro (Vorjahr: 9 Mio. Euro) und Erträge in Höhe von 8 Mio. Euro (Vor-
jahr: 0 Mio. Euro) an. Die Schließung von Swaps erfolgt im Rahmen der Steuerung des Zins-
änderungsrisikos. Sie dient der Begrenzung von Adressenausfallrisiken gegenüber Kontra-
henten sowie der Stabilisierung des Zinsergebnisses in Folgejahren. Erträge aus verein-
nahmten Vorfälligkeitsentgelten aus der vorzeitigen Rückzahlung von Kundenkrediten wer-
den ebenfalls dem Zinsergebnis zugeordnet.
Gezahlte negative Zinsen für Guthaben im Kundengeschäft werden in der Gewinn- und Ver-
lustrechnung im Zinsertrag ausgewiesen; erhaltene positive Zinsen für Geldaufnahmen bei
anderen Kreditinstituten im Zinsaufwand. Die entsprechenden Zinsabgrenzungen sind un-
mittelbar den betroffenen Bilanzposten zugeordnet.
Die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteili-
gungen sowie Anteilen an verbundenen Unternehmen (GuV-Posten 3) blieben mit
5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.
Aufgrund des deutlich gestiegenen Zinsüberschusses ergibt sich im Verhältnis zu der ge-
genüber dem Vorjahr rückläufigen Durchschnittsbilanzsumme ein Anstieg der Relation auf
2,35 % (Vorjahr: 2,10 %).
Der Provisionsüberschuss (Saldo aus GuV-Posten 5 und 6) liegt mit 101 Mio. Euro (Vorjahr:
100 Mio. Euro) erwartungsgemäß leicht über dem Wert des Vorjahres. Gestiegenen Provisi-
onserträgen im Giro- und Zahlungsverkehr und für den Vertrieb von Investmentanteilen ste-
hen Rückgänge der Provisionserfolge im Darlehensgeschäft sowie gestiegene Aufwendun-
gen für die Vermittlungstätigkeit Dritter gegenüber.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (GuV-Posten 8) belaufen sich auf 16 Mio. Euro (Vorjahr:
24 Mio. Euro). In dem Posten sind wie im Vorjahr 5 Mio. Euro für die Personalgestellung im
Zusammenhang mit der Auslagerung von Marktfolgetätigkeiten sowie 4 Mio. Euro (Vorjahr:
10 Mio. Euro) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV-Posten 12) gingen um 21 Mio. Euro deut-
lich auf 7 Mio. Euro zurück. Der Rückgang resultiert primär aus der Einbringung von 20 Mio.
Euro in eine Treuhandstiftung im Vorjahr. Der Posten beinhaltet darüber hinaus 1 Mio. Euro
(Vorjahr: 1 Mio. Euro) Aufwendungen für die Aufzinsung von Rückstellungen sowie 1 Mio.
Euro für die Aufwendungen für ein IT-Projekt.
Stadtsparkasse Düsseldorf
22
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (GuV-Posten 10) sowie die Abschreibungen auf
Sachanlagen (GuV-Posten 11) belaufen sich auf 234 Mio. Euro (Vorjahr: 235 Mio. Euro).
Die hierin enthaltenen Personalaufwendungen erhöhten sich erwartungsgemäß auf
138 Mio. Euro (Vorjahr: 126 Mio. Euro). Ursächlich hierfür sind in erster Linie höhere Auf-
wendungen aufgrund des gestiegenen Mitarbeiterbestandes sowie Aufwendungen auf-
grund von Tarifsteigerungen. Darüber hinaus enthält der Posten Aufwendungen für die Zah-
lung einer erfolgsorientierten Vergütung.
Die Anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich entgegen unserer Erwartungen
auf 92 Mio. Euro (Vorjahr: 105 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen durch
die zeitliche Verschiebung von Umbaumaßnahmen, Einsparungen im Rahmen der Umset-
zung von Projekten sowie geringerem Rückstellungsbedarf für das Sicherungssystem der
Sparkassen. Darin enthalten sind Aufwendungen aus der Fortführung von Investitionen in
Maßnahmen zur Zukunftssicherung. Ziel der Maßnahmen sind die Stärkung und das Wachs-
tum des operativen Geschäftes der Stadtsparkasse Düsseldorf.
Der im Geschäftsjahr 2024 erhobene Beitrag zum Sicherungssystem der Sparkassen-Finanz-
gruppe in Höhe von 1 Mio. Euro wurde überwiegend aus einer bestehenden Rückstellung
bedient.
Auf der Grundlage eines Beschlusses der zuständigen Gremien des RSGV wurde für den
Aufbau des Zusatzfonds i. R. des Sparkassen -Teilfonds (vgl. Ausführungen unter A. Grund-
lagen der Geschäftstätigkeit) vom voraussichtlichen anteiligen Zielvolumen im Jahr 2024
ein Betrag in Höhe von 5 Mio. Euro geleistet. Die Zahlung erfolgte in voller Höhe aus einer
im Vorjahr gebildeten Rückstellung. Für das verbleibende, voraussichtliche anteilige Ziel-
volumen haben wir aufgrund einer unwiderruflichen Zahlungsverpflichtung eine Rückstel-
lung zu Lasten des Verwaltungsaufwands in Höhe von 3 Mio. Euro (Vorjahr: 21 Mio. Euro)
gebildet.
Aufwendungen für die Europäische Bankenabgabe sind im Geschäftsjahr 2024 nicht ange-
fallen (Vorjahr: 5 Mio. Euro).
Die sonstige Entwicklung der Anderen Verwaltungsaufwendungen wird insbesondere durch
den gestiegenen Aufwand für Dienstleistungen Dritter (4 Mio. Euro), EDV-Dienstleistungen
des Rechenzentrums (1 Mio. Euro), EDV-Hardware (1 Mio. Euro) sowie Aufwendungen für
Werbung (1 Mio. Euro) bestimmt.
Die Aufwendungen für Abschreibungen auf Sachanlagen (GuV-Posten 11) bleiben mit
4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
Stadtsparkasse Düsseldorf
23
Das Gesamtergebnis der Erträge (GuV-Posten 1-9) stieg auf 475 Mio. Euro (Vorjahr:
454 Mio. Euro). Gleichzeitig lag die Summe der Aufwendungen mit 241 Mio. Euro um
22 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.
Die Relation der Aufwendungen zu den Erträgen (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich ent-
gegen der Erwartungen auf 48 % (Vorjahr: 49 %).
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, bestimmte Wertpapiere und
Beteiligungen werden nach Verrechnung mit korrespondierenden Erträgen ausgewiesen.
Der Saldo des Bewertungsergebnisses beläuft sich auf insgesamt - 58 Mio. Euro (Vorjahr:
- 26 Mio. Euro).
Der überwiegende Teil der in Aktiva 5 und 6 ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurde
dem Umlaufvermögen zugeordnet. Für die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurde ent-
sprechend dem strengen Niederstwertprinzip stets der niedrigere beizulegende Zeitwert
angesetzt. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Bilanzie-
rungs- und Bewertungsmethoden im Anhang zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2024.
Der Saldo aus Ab- und Zuschreibungen sowie Kursgewinnen und -verlusten der Wertpapiere
der Liquiditätsreserve lag mit - 4 Mio. Euro (Vorjahr: - 1 Mio. Euro) unterhalb unserer Erwar-
tungen.
Für akute Ausfallrisiken hat die Stadtsparkasse Düsseldorf für Forderungen an Kunden aus-
reichende Wertberichtigungen und Rückstellungen gebildet.
Zusätzlich wurden für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Ausfallrisiken im
Kreditgeschäft für Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie Even-
tualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Pauschalwertberichtigungen nach dem
sog. Bewertungsvereinfachungsverfahren des IDW RS BFA 7 gebildet.
Die in Höhe des erwarteten Verlusts über einen Zeitraum von 12 Monaten gebildeten Pau-
schalwertberichtigungen orientieren sich im Wesentlichen an dem auch für Zwecke des in-
ternen Risikomanagements ermittelten und verwendeten Wert. Mit Blick auf die derzeitige
konjunkturelle Lage und deren mögliche Auswirkungen auf die Kreditrisiken, haben wir aus
kaufmännischer Vorsicht auf eine nach dem Ergebnis unserer Berechnung mögliche Minde-
rung der Pauschalwertberichtigung in Höhe von 7 Mio. Euro verzichtet und den höheren
Vorjahresbetrag angesetzt.
Stadtsparkasse Düsseldorf
24
Das Bewertungsergebnis Kreditgeschäft ist mit - 57 Mio. Euro (Vorjahr: - 26 Mio. Euro) stär-
ker als erwartet rückläufig. Der Rückgang ist primär auf die unsicheren wirtschaftlichen und
sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen, eine unverändert hohe Inflation, hohe Ener-
giepreise und deren negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft zurückzuführen.
Das Bewertungsergebnis Beteiligungen beläuft sich auf 4 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro)
und hat sich etwas günstiger entwickelt als erwartet.
Vor dem Hintergrund unverändert verschärfter regulatorischer Anforderungen an die Eigen-
kapitalausstattung von Kreditinstituten hat die Stadtsparkasse Düsseldorf 60 Mio. Euro in
den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB eingestellt.
Insgesamt besteht für die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute ge-
mäß § 340g HGB Vorsorge in Höhe von 783 Mio. Euro. Darin enthalten sind 36 Mio. Euro bi-
lanzielle Vorsorge für das Risiko der Inanspruchnahme aus einer indirekten Verpflichtung
hinsichtlich der mittelbaren Beteiligung an der "Erste Abwicklungsanstalt".
Für das Geschäftsjahr war ein um 2 Mio. Euro auf 58 Mio. Euro rückläufiger Steueraufwand
auszuweisen. Darin berücksichtigt ist ein in Höhe von 10 Mio. Euro reduzierter Steuerauf-
wand in Folge der erstmaligen Anwendung der vom Bundesministerium für Finanzen im
Schreiben vom 21. März 2024 veröffentlichten Vorgaben zur steuerlichen Behandlung von
Einzelwertberichtigungen bei Kreditinstituten.
Über die Verwendung des Jahresüberschusses entscheidet der Rat der Stadt Düsseldorf auf
Vorschlag des Verwaltungsrates. Die Eigenkapitalausstattung der Stadtsparkasse Düssel-
dorf ermöglicht auch weiterhin eine ausreichende Liquiditäts- und Kreditversorgung des re-
gionalen Marktes.
Vor dem Hintergrund des politischen und gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der verän-
derten Zinssituation ist der Vorstand mit der Entwicklung der Ertragslage im Geschäftsjahr
2024 sehr zufrieden.
Stadtsparkasse Düsseldorf
25
Vermögenslage
Durch die Zuführung eines Teils des Bilanzgewinnes 2023 erhöhte sich die Sicherheitsrück-
lage der Stadtsparkasse Düsseldorf zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 auf 766 Mio.
Euro (Vorjahr: 733 Mio. Euro).
Darüber hinaus erfolgte im Geschäftsjahr 2024 eine Dotierung des Fonds für allgemeine
Bankrisiken gemäß § 340g HGB in Höhe von 60 Mio. Euro.
Die Gesamtkapitalquote der Relation der anrechenbaren Eigenmittel zu den gewichteten
Risikopositionen nach den Eigenmittelanforderungen gemäß Capital Requirements Regula-
tion (CRR) liegt bei 19,2 % (Vorjahr: 18,1 %) und damit über dem geforderten Mindestwert
von 8,0 % (zuzüglich SREP-Zuschlag sowie Kapitalerhaltungspuffer, antizyklisch em Kapi-
talpuffer von 0,75 % der risikogewichteten Positionswerte und Systemrisikopuffer von
2,0 % für den Wohnimmobiliensektor). Das aufsichtsrechtliche Eigenkapital beläuft sich auf
1.509 Mio. Euro (Vorjahr: 1.441 Mio. Euro). Die Kernkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt
18,4 % (Vorjahr: 17,0 %).
Die Eigenkapitalanforderungen wurden im Geschäftsjahr 2024 jederzeit eingehalten. Im
Jahresverlauf bewegte sich die Gesamtkapitalquote in einer Bandbreite zwischen 18,1 %
und 19,6 %. Die Kernkapitalquote lag in einer Bandbreite zwischen 17,1 % und 18,8 %.
Auch vor dem Hintergrund der weiter zunehmenden Anforderungen an die Eigenmittelaus-
stattung von Kreditinstituten ist damit die Basis für die weitere Liquiditäts- und Kreditver-
sorgung der regionalen Wirtschaft gegeben.
Die Verschuldungsquote gemäß Artikel 429 CRR (Verhältnis des Kernkapitals zur Summe
der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen) liegt zum 31. Dezember 2024 bei 9,3 %
und damit über der aufsichtsrechtlichen Mindestanforderung von 3,0 %.
Die gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG ermittelte Quote (Jahresüberschuss/Bilanzsumme) zum
31. Dezember 2024 beläuft sich auf 0,37 %.
Das Wachstum der Bilanzsumme um 273 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus dem An-
stieg der Barreserve, der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapie-
ren, der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, der passiven Rechnungsabgrenzungsposten
sowie der verbrieften Verbindlichkeiten, kompensiert mit dem Rückgang der Forderungen
und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie den sonstigen Verbindlichkeiten.
Auf der Aktivseite der Bilanz steigt der Anteil der Barreserve auf 5 % (Vorjahr: 2 %). Der An-
teil der Forderungen an Kreditinstitute sinkt auf 15 % (Vorjahr: 19 %). Mit 68 % (Vorjahr:
Stadtsparkasse Düsseldorf
26
69 %) bleiben die Forderungen an Kunden weiterhin der bedeutendste Einzelposten auf der
Aktivseite. Die Relation der Eigenanlagen (Schuldverschreibungen, Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere) zur Bilanzsumme erhöht sich auf 10 % (Vorjahr: 8 %).
Auf der Passivseite ist der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegen-
über dem Vorjahr mit 8 % nahezu unverändert. Bedeutendster Posten bleiben die Verbind-
lichkeiten gegenüber Kunden. Der relative Anteil liegt wie im Vorjahr bei 77 %.
Unter Berücksichtigung der Zins- und Geldpolitik der Zentralbanken sowie der angespann-
ten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ist der Vorstand mit der wirt-
schaftlichen Lage der Stadtsparkasse Düsseldorf sehr zufrieden.
Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf war im Geschäftsjahr 2024 aufgrund
einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben.
Die von der EU erlassene Verordnung über Aufsichtsanforderungen CRR (Capital Require-
ments Regulation) reguliert die europaweit einheitliche Liquiditätsdeckungsanforderung
(Liquidity Coverage Ratio – LCR) an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen. Zum Bilanzstich-
tag lag die Kennziffer mit 155,8 % über der vorgeschriebenen Mindestgröße von 100,0 %.
Sie bewegte sich im Jahresverlauf in einer Bandbreite von 144,0 % bis 173,7 %.
Die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio – NSFR) lag in einer Bandbreite
von 124,8 % bis 135,2 %. Damit wurde die aufsichtsrechtliche Mindestquote von 100,0 %
durchgängig eingehalten.
Die ermittelten Kennziffern zeigen eine jederzeit ausreichende Liquiditätslage. Weitere An-
gaben zu den Liquiditätsrisiken enthält der Risikobericht.
Refinanzierungsgeschäfte in Form von Hauptrefinanzierungsgeschäften wurden nicht getä-
tigt. Die bei der eigenen Girozentrale (Landesbank Hessen-Thüringen, Helaba) eingeräum-
ten Kreditlinien hat die Stadtsparkasse Düsseldorf nicht in Anspruch genommen.
Als weitere Refinanzierungsquelle nutzt die Stadtsparkasse Düsseldorf die Emission von
Pfandbriefen. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Emissionen von öffentlichen Pfandbrie-
fen vorgenommen. Der Umlauf der öffentlichen Pfandbriefe liegt zum Bilanzstichtag 31. De-
zember 2024 aufgrund von Fälligkeiten bei einem Nominalbetrag von 20 Mio. Euro (Vorjahr:
30 Mio. Euro).
Stadtsparkasse Düsseldorf
27
Darüber hinaus wurden Hypothekenpfandbriefe in Höhe von 40 Mio. Euro neu platziert. Un-
ter Berücksichtigung von Fälligkeiten erhöhte sich der Umlauf der Hypothekenpfandbriefe
per 31. Dezember 2024 auf einen Nominalbetrag von 1.156 Mio. Euro (Vorjahr: 1.121 Mio.
Euro).
Weitere Angaben zu den Pfandbriefen enthält der Anhang zur Bilanz.
Die Stadtsparkasse Düsseldorf nahm 2024 am elektronischen Verfahren „MACCs“ (Mobili-
sation and Administration of Credit Claims) der Deutschen Bundesbank zur Nutzung von
Kreditforderungen als notenbankfähige Sicherheiten teil.
Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften unterhielt die Stadtsparkasse Düsseldorf ent-
sprechende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. Die vorgeschriebenen Mindestreser-
ven wurden stets in der erforderlichen Höhe unterhalten.
Die Zahlungsfähigkeit der Stadtsparkasse Düsseldorf ist auch für die absehbare Zukunft ge-
währleistet.
Stadtsparkasse Düsseldorf
28
D. Nachtragsbericht
Die Angaben zum Nachtragsbericht sind im Anhang aufgeführt.
Stadtsparkasse Düsseldorf
29
E. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess
Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur
Sicherstellung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung. Darüber hin-
aus werden mit dem IKS die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung
der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften gewährleistet.
Damit wird erreicht, dass alle Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen
Vorschriften sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah
und buchhalterisch korrekt erfasst werden. Außerdem wird damit gesichert, dass Vermö-
gensgegenstände und Schulden im Einzel- und Konzernabschluss zutreffend ausgewiesen
und bewertet werden und somit verlässliche Informationen zur Verfügung stehen.
Risiken im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die Hauptrisiken im Rechnungslegungsprozess bestehen darin, dass Abschlüsse aufgrund
unbeabsichtigter Fehler oder vorsätzlichen Handelns (Betrug) nicht ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln
und/oder, dass ihre Veröffentlichung verspätet erfolgt. Fehler können das Vertrauen in die
Stadtsparkasse Düsseldorf beeinträchtigen und gesetzliche Sanktionen der Bankenaufsicht
nach sich ziehen.
Die Rechnungslegung vermittelt dann kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wenn in den Abschlüssen enthaltene Zahlen
oder Angaben im Anhang wesentlich von einem korrekten Ausweis abweichen. Abweichun-
gen werden als wesentlich eingestuft, wenn sie einzeln oder insgesamt die auf Basis der Ab-
schlüsse getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen der Abschlussadressaten beeinflus-
sen könnten.
Ein internes Kontrollsystem (IKS) kann eine angemessene, nicht aber absolute Sicherheit
bieten, dass Fehler in Abschlüssen vermieden werden.
Stadtsparkasse Düsseldorf
30
Die Ausgestaltung des Kontrollsystems beinhaltet vor allem:
• die Vollständigkeit und Erfassung aller Geschäftsvorfälle
• die Berücksichtigung aller bilanzierten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und sonsti-
gen Geschäftsvorfälle
• die zutreffende Bewertung aller Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und sonstigen Ge-
schäftsvorfälle
• die Berichterstattung sowie die Angaben im Anhang der Jahresabschlüsse entspre-
chend den gesetzlichen Anforderungen
Organisation des internen Kontrollsystems
Der Vorstand ist für die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses verantwort-
lich. Zur Umsetzung wurden entsprechende Arbeitsanweisungen - auch in Bezug auf das
IKS - veröffentlicht.
Unter Beachtung der Funktionstrennung gemäß MaRisk (Mindestanforderungen an das Ri-
sikomanagement) sind im Rahmen einer klaren Führungs- und Unternehmensstruktur die
Abteilung Finanzen (Bereich Gesamtbanksteuerung) und der Markt bzw. Handel voneinan-
der unabhängig. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeordnet.
Im Rahmen des IKS werden Kontrollen von allen Geschäftsbereichen durchgeführt, die bei
der Aufstellung der Abschlüsse beteiligt sind.
Für die Rechnungslegung nutzt die Stadtsparkasse Düsseldorf die DV-Anwendung OSPlus
der Finanz Informatik GmbH + Co. KG (IT-Dienstleister der Sparkassenorganisation). Die dar-
über hinaus bei der Stadtsparkasse Düsseldorf eingesetzten DV-Lösungen unterliegen ei-
nem standardisierten Softwarefreigabeverfahren. Die eingesetzten Systeme sind durch Si-
cherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff geschützt. Daneben erfolgen Kontrollen
zum Zugang zu diesen Systemen.
Ein zwischen den Fachbereichen abgestimmtes und vom Vorstand beschlossenes Planungs-
system soll einen reibungslosen Ablauf des Rechnungslegungsprozesses gewährleisten.
Dazu bedient sich die Stadtsparkasse Düsseldorf der DV-Anwendung „Pepper“. „Pepper“
bündelt die für den Gesamterstellungsprozess der Abschlüsse nach HGB erforderlichen Akti-
vitäten aller beteiligten Bereiche und gewährleistet somit eine effektive Koordination der
Prozesse und Fristen. Im Falle von absehbaren Verzögerungen können auf diese Weise die
installierten Eskalationsmechanismen angestoßen werden.
Die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften (HGB, RechKredV, PfandBG) wird von den
Fachbereichen permanent überwacht.
Stadtsparkasse Düsseldorf
31
Zur Vorbeugung rechnungslegungsbezogener Risiken wird im Zuge der Einführung neuer
Produkte gemäß MaRisk auch der Fachbereich Finanzen in den Entscheidungsprozess ein-
gebunden.
Bei rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird zur Kontrolle das 4-Augen-Prinzip ange-
wendet.
Kontrollen zur Minimierung des Risikos von Fehlern in der Rechnungslegung
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst eine Vielzahl von internen
Kontrollen und Prozessen, u. a. laufende und regelmäßige Kontrollen zur Einhaltung von Ar-
beitsanweisungen und Buchungen. Die Kontrollen erfolgen posten- und risikoorientiert.
Darüber hinaus erfolgen individuelle, regelmäßig durchgeführte Kontrollen durch den Vor-
gesetzten und weitere geeignete Mitarbeitende sowie automatisierte Kontrollen (z. B. bei
hinterlegten Funktionstrennungen).
Alle Kontrollen zusammen gewährleisten die angemessene Wirksamkeit des IKS:
• Sicherstellung der Berichterstattung im Einklang mit den Bilanzierungsrichtlinien
• Kontrollen der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen
• Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit aller Geschäftsvorfälle sowie deren
ordnungsgemäße Genehmigung sicherstellen
• Kontrollen externer und interner Abstimmungen (z. B. Börsengeschäfte)
• Kontrollen von Bewertungen (Kreditgeschäft, Eigenanlagen, Beteiligungen, Sachanla-
gen, sonstige Vermögensgegenstände)
• Kontrollen der Berechnung von Steuern
• Überprüfung von Bilanzposten
Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems
Die Überwachung der Wirksamkeit des IKS durch den Vorstand wird vor allem auf Basis der
Prüfungsberichte der Internen Revision, der Berichte der Prüfungsstelle des Rheinischen
Sparkassen- und Giroverbandes sowie auf Basis eventueller Sonderprüfungsberichte (z. B.
der Bankenaufsicht) vorgenommen.
Darüber hinaus ist gemäß § 15 Abs. 3 Sparkassengesetz (SpkG NRW) der vom Verwaltungs-
rat gebildete Bilanzprüfungsausschuss für die Überwachung der Rechnungslegungspro-
zesse, der Jahresabschlussprüfung, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des
Risikomanagementsystems zuständig.
Stadtsparkasse Düsseldorf
32
Interne Revision
Die Prüfung des Rechnungswesens, der Risikomanagementsysteme und des rechnungsle-
gungsbezogenen internen Kontrollsystems erfolgt regelmäßig durch die Interne Revision.
Sie führt auf Basis eines jährlich fortgeschriebenen Prüfungsplans Aufbau- und Funktions-
prüfungen der für die Rechnungslegung relevanten Prozesse durch.
Stadtsparkasse Düsseldorf
33
F. Risikobericht
Risikomanagementsystem
In der Geschäftsstrategie der Stadtsparkasse Düsseldorf werden die Ziele des Instituts für
jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dar-
gestellt. Hieraus abgeleitet besteht eine Risikostrategie, die die Ziele der Risikosteuerung
der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele
umfasst.
Vorgelagert zum Strategieprozess wird eine Risikoinventur vorgenommen, die die systema-
tische Identifizierung der Risiken der Geschäftstätigkeit sowie die Einschätzung der We-
sentlichkeit unter Berücksichtigung der mit den Risiken verbundenen Risikokonzentratio-
nen umfasst. Basis der Risikoinventur bilden die relevanten Risikoarten bzw. -kategorien.
Mit Veröffentlichung der 7. MaRisk-Novelle im Juni 2023 sind auch ESG-Risiken in das Risi-
komanagementsystem sukzessive zu integrieren. Die Auswirkungen von ESG-Risiken auf die
Risikoarten wurden qualitativ in Form von physischen und transitorischen Szenarien unter-
sucht und im Rahmen einer Risikoinventur berücksichtigt. Auf der Grundlage der durchge-
führten Risikoinventur und der unterzeichneten „Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen
für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“ hat die Sparkasse erste Nachhaltig-
keitsgrundsätze und -ziele in die Geschäfts- und Risikostrategie aufgenommen und mit der
Risikoberichterstattung verknüpft. Die Sparkasse sieht darüber hinaus eine zeitnahe Einbin-
dung der ESG-Risiken in die Risikotragfähigkeitsrechnung vor. Zusätzlich sollen die Verfah-
ren zur Umsetzung von Szenarioanalysen u. a. hin zu einer quantitativen Betrachtung unter
Berücksichtigung eines angemessen langen Zeitraums weiterentwickelt werden.
Stadtsparkasse Düsseldorf
34
Auf Grundlage der für das Geschäftsjahr 2024 durchgeführten Risikoinventur wurden fol-
gende Risiken als wesentlich eingestuft:
Hinweis: Die Risikokategorie Marktrisiken aus Zinsen beinhaltet auch die verlustfreie Bewertung des Bankbuchs gem. IDW RS
BFA 3
Die Sparkasse hat ein Risikotragfähigkeitskonzept verabschiedet, das durch Gegenüberstel-
lung wesentlicher Risiken und dem Risikodeckungspotenzial die laufende Risikotragfähig-
keit sichert. Nicht quantifizierbare Risikoarten werden durch Gestaltung der Prozesse
und/oder durch die Beobachtung zusätzlicher Kennziffern gesteuert. Das Risikotragfähig-
keitskonzept der Sparkasse basiert auf den Anforderungen aus dem Leitfaden „Aufsichtliche
Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung
in die Gesamtbanksteuerung („ICAAP“) – Neuausrichtung“ von Bundesbank und Bundesan-
stalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Es wird sowohl eine normative als auch eine
ökonomische Perspektive betrachtet.
In der normativen Perspektive (Kapitalplanung) werden neben der Strategie und wirt-
schaftlichem Umfeld auch die Erwartungen zu den zukünftigen Entwicklungen der Eigenmit-
telanforderungen berücksichtigt. Hierbei ist die Kapitalplanung Bestandteil eines zukunfts-
gerichteten Planungsprozesses im Zusammenhang mit der Mittelfristplanung. Die sich aus
der Kapitalplanung ergebenden Kapitalquoten werden mit den bekannten bzw. erwarteten
Stadtsparkasse Düsseldorf
35
regulatorischen Vorgaben abgeglichen. Damit wird implizit die Sicherstellung der Erfüllung
der jeweils relevanten aufsichtlichen Kapitalquoten im Planszenario und in den adversen
Szenarien über einen Horizont von fünf Jahren sichergestellt. Neben den Kapitalanforderun-
gen aus SREP werden im Planszenario auch sämtliche weiteren aufsichtsrechtlichen Kompo-
nenten (Kapitalerhaltungspuffer, antizyklischer Puffer, Systemrisikopuffer, usw.) und Struk-
turanforderungen (z. B. Großkredite) berücksichtigt. Die Limitierung in der normativen Per-
spektive erfolgt über die im Planszenario bzw. in den Adversen Szenarien einzuhaltenden
Kapitalanforderung (inkl. internem Managementpuffer).
Die im Planszenario zugrunde gelegte erwartete Entwicklung sowie Kapital- und Strukturan-
forderungen wurden sowohl unterjährig als auch zum Bilanzstichtag eingehalten. Ferner
wurde die einzuhaltende regulatorische Kapitalquote (inkl. internem Managementpuffer) im
Planszenario und in den Adversen Szenarien sowohl unterjährig als auch zum Bilanzstichtag
eingehalten.
Die ökonomische Perspektive der Risikotragfähigkeit wird unter der Prämisse des Gläubi-
gerschutzes bzw. der langfristigen Sicherung der Substanz umgesetzt. Das Risikodeckungs-
potenzial wird nach der barwertigen Methode ermittelt, d. h. sowohl das Risikodeckungspo-
tenzial als auch Risiken werden im Wesentlichen auf Basis von Barwerten erhoben.
Für die ökonomische Perspektive werden jährlich Limite definiert, die den Risikoappetit an-
gemessen widerspiegeln. Die Ableitung des Gesamthauslimits erfolgt auf Grundlage des
einsetzbaren Risikodeckungspotenzials und der Asset Allocation. Das ökonomische Kapital
setzt sich wie folgt zusammen:
+ Marktwert Eigengeschäft
- risikoloser Barwert Kundengeschäft
- Liquiditätsbarwert
- Bonitätsprämie Kundengeschäft
+ Immobilien
+ Beteiligungen
+ Betriebs- und Geschäftsausstattung
+ Kassenbestand
+ weitere Vermögensgegenstände
- Barwert Verwaltungskosten
+ Barwert Provisionsergebnis
- Barwert der erwarteten operationellen Schäden
- weitere Abzugspositionen
= Risikodeckungspotenzial
Stadtsparkasse Düsseldorf
36
Hinsichtlich der Risikosteuerung stellt die Sparkasse, die gleichzeitig Mutterunternehmen
des Konzerns Stadtsparkasse Düsseldorf ist, auf den sog. Engpass zwischen Institut und
Konzern ab. Zum 31. Dezember 2024 stellte der Konzern den Engpass dar, so dass die Risi-
kosteuerung auf Konzernwerten aufsetzte. Im Folgenden werden somit die für die Risi-
kosteuerung relevanten Konzernwerte dargestellt.
Zum Bilanzstichtag betrug das ökonomische Risikodeckungspotenzial 1.712 Mio. Euro, hier-
von wurden 1.295 Mio. Euro (rd. 75,6 %) als Gesamtlimit zur Verfügung gestellt.
Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurde das Konfidenzniveau auf
99,9 % festgelegt. Hierbei wurde jeweils eine rollierende Zwölf-Monats-Betrachtung für den
Risikobetrachtungshorizont einheitlich dargestellt. Alle wesentlichen Risiken, die sich durch
das Risikodeckungspotenzial begrenzen lassen, werden auf die entsprechenden Limite an-
gerechnet.
Die ökonomische Risikotragfähigkeit wird grundsätzlich monatlich ermittelt.
Für das ökonomische Gesamtbanklimit in Höhe von 1.295 Mio. Euro ergab sich zum Bilanz-
stichtag folgende Aufteilung:
• Zinsrisiko (295 Mio. Euro, Auslastung: 75,2 %),
• Spreadrisiko (85 Mio. Euro, Auslastung: 81,4 %),
• sonstiges Marktpreisrisiko (65 Mio. Euro, Auslastung: 70,0 %),
• Refinanzierungskostenrisiko (190 Mio. Euro, Auslastung: 93,0 %)
• Adressenrisiko (235 Mio. Euro, Auslastung: 68,7 %),
• Beteiligungsrisiko (290 Mio. Euro, Auslastung: 83,9 %) sowie
• operationelles Risiko (135 Mio. Euro, Auslastung: 87,2 %).
Das für den ökonomischen Steuerungskreis ermittelte Risikodeckungspotenzial und die
hierfür bereitgestellten Limite reichten auf Basis unserer Risikoberichte sowohl unterjährig
als auch zum Bilanzstichtag aus, um die vorhandenen Risiken abzudecken.
Die Steuerung der Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und
der Limitvorgaben oblag im Geschäftsjahr 2024 den zuständigen Abteilungen, insbeson-
dere Steuerung und Methoden, Ergebnis- und Risikocontrolling, Finanzen, Compliance,
Kundenbereiche sowie Treasury.
Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der
Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft.
Stadtsparkasse Düsseldorf
37
Stresstests werden regelmäßig sowohl in der normativen als auch in der ökonomischen Be-
trachtung durchgeführt. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass die Szena-
rien „schwerer konjunktureller Abschwung“, „Markt-/Liquiditätskrise“ sowie „Immobilien-
krise aufgrund von Zinsanstieg“ in der ökonomischen Betrachtung ohne weitere Maßnah-
men zu Unterdeckungen bei der Risikodeckungsmasse führen würden. Auf Grund dessen
werden in den ökonomischen Stresstests Annahmen zu risikominimierenden Maßnahmen
getroffen. In der normativen Betrachtung konnten die aufsichtlichen Kapitalquoten in allen
für die Kapitalplanung definierten Szenarien eingehalten werden.
Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwa-
chungssystemen dienen die Einrichtung von Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und
Arbeitsprozessen sowie insbesondere die Tätigkeit der Risikocontrolling-Funktion, der
Compliance-Funktion und der Internen Revision.
Die Risikocontrolling-Funktion, die aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte ini-
tiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Funktion, die wesentlichen Risiken zu identifi-
zieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Der Risikocontrolling-Funk-
tion obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten
Methoden und Verfahren, die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und
-controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet die Risikocontrolling-Funktion die Umsetzung
der aufsichtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeits-
berechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Risikolimiten. Sie unter-
stützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umset-
zung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die für die Überwachung und Steuerung von
Risiken zuständige Risikocontrolling-Funktion wird im Wesentlichen durch die Mitarbeiten-
den der Abteilungen Ergebnis- und Risikocontrolling sowie Steuerung und Methoden inner-
halb des Bereichs Gesamtbanksteuerung wahrgenommen. Die Leitung der Risikocontrol-
ling-Funktion obliegt dem Leiter des Bereichs Gesamtbanksteuerung. Unterstellt ist er dem
Vorstand.
Verfahren zur Aufnahme von Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märk-
ten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt. Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter
Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie den IT-Systemen bestehen De-
finitionen und Regelungen.
Das Reportingkonzept umfasst die regelmäßige Berichterstattung sowohl zum Gesamt-
bankrisiko als auch für einzelne Risikoarten (Gesamtbanksteuerungsbericht). Die Berichte
enthalten neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentli-
chen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür
geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen.
Stadtsparkasse Düsseldorf
38
Auf der Grundlage des Gesamtbanksteuerungsberichts erörtert der Vorstand vierteljährlich
die Risikolage im Risikoausschuss des Aufsichtsgremiums. Neben der turnusmäßigen Be-
richterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfol-
gen hat.
Die Sparkasse setzt zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente
ein. Diese wurden in die verlustfreie Bewertung des Bankbuches einbezogen. Daneben ist
die Sparkasse an Kreditbasket-Transaktionen der Sparkassen-Finanzgruppe beteiligt. Die
hieraus resultierenden Kreditderivate werden sowohl in der Position des Sicherungsneh-
mers als auch als Sicherungsgeber gehalten. Dabei handelt es sich um in emittierte Credit
Linked Notes eingebettete Credit Default Swaps. Darüber hinaus wurden zur Absicherung
von Zinsrisiken Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB als Micro-Hedges gebildet. Ferner
wurden zur Absicherung von Fremdwährungspositionen Devisentermingeschäfte geschlos-
sen.
Risiken
Zur Risikofrüherkennung, -messung und -steuerung hat die Stadtsparkasse für die von ihr
als wesentlich identifizierten Risikoarten und -kategorien die im Folgenden beschriebenen
Verfahren etabliert.
Adressenrisiken
Unter dem Adressenrisiko wird die Gefahr des Eintretens von Verlusten bei bilanziellen oder
außerbilanziellen Positionen verstanden, die durch eine Bonitätsverschlechterung bzw. den
Ausfall eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie
das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt. Ferner wird unter das Adressenrisiko
auch das Länderrisiko gefasst, das sich aus dem bonitätsinduzierten Länderrisiko und dem
Ländertransferrisiko zusammensetzt. Der Value-at-Risk wird in der ökonomischen Perspek-
tive über eine Monte-Carlo-Simulation in der Anwendung Credit Portfolio View (CPV) ermit-
telt. Dabei wird die Wertentwicklung der einzelnen Geschäfte in einem jeweils spezifischen
ökonomischen Umfeld simuliert. Zur Bewertung werden neben den Portfoliodaten der
Stadtsparkasse Risikoparameter (z. B. Ausfallzeitreihen, Korrelationen, Migrations- und
Shiftmatrizen, Verwertungs-, Neubewertungs- und Einbringungsquoten) verwendet, die aus
historischen Daten aller Sparkassen ermittelt wurden. Die Risikomessung von Kunden- und
Eigengeschäft erfolgt integriert.
Als weitere Unterrisikokategorie des Adressenrisikos (Gesamtportfolio) wurde darüber hin-
aus das Garantie- und Haftungsrisiko identifiziert. Garantie-/Haftungsrisiken ergeben sich
aus einer Verpflichtung der Stadtsparkasse gegenüber einem Vertragspartner. Innerhalb
von Haftungsverbünden wird das so genannte Subsidiaritätsprinzip angewendet, aus dem
Stadtsparkasse Düsseldorf
39
sich Haftungsrisiken/-kaskaden ergeben können. Das Haftungsverbundrisiko (Sparkassen-
verbund) wird im Adressenrisiko ausgewiesen. Garantie- und Haftungsrisiken aus Beteili-
gungen werden unter Beteiligungsrisiken ausgewiesen.
Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr des Eintretens von Verlusten, die aus einem drohen-
den bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Schuldners resultieren. Das Eigengeschäft um-
fasst zusätzlich das Emittenten- und Kontrahentenrisiko als Unterrisikokategorien zum Aus-
fallrisiko.
Im Kundengeschäft umfasst das Ausfallrisiko auch die Gefahr, dass Sicherheiten während
der Kreditlaufzeit teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der
Kredite nicht ausreichen oder sogar überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwer-
tungs- und -einbringungsrisiko). Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tat-
sächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abwei-
chen.
Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr des Eintretens von Verlusten aus der sich im
Zeitablauf veränderten Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Schuldners. Hierdurch muss
ein höherer Spread gegenüber der risikolosen Kurve berücksichtigt werden. Das Migrations-
risiko stellt dabei auf Veränderungen der Bonität im Zeitablauf ab, die keinen Ausfall dar-
stellen.
Unter Länderrisiko versteht die Stadtsparkasse insbesondere das Risiko eines Ausfalls oder
einer Bonitätsänderung eines Schuldners, der selbst ein ausländischer öffentlicher Haushalt
ist (originäres Länderrisiko). Dieses Risiko ist Bestandteil des ADR Kundengeschäft / ADR
Eigenanlagen. Ein weiterer Bestandteil des Länderrisikos ist das Ländertransferrisiko (Län-
derrisiko im engeren Sinn). Darunter wird die Gefahr verstanden, dass ein ausländischer
Schuldner trotz eigener Zahlungsfähigkeit aufgrund fehlender Transferfähigkeit oder -be-
reitschaft seines Sitzlandes seine Zahlungen nicht fristgerecht oder überhaupt nicht leisten
kann. Das Länderrisiko, das sich aus unsicheren politischen, wirtschaftlichen und sozialen
Verhältnissen eines anderen Landes ergeben kann, ist für die Stadtsparkasse von unterge-
ordneter Bedeutung.
Im Rahmen des Adressenrisikos können sich ggf. Risiken aus Fondskonstrukten (Spezial-
und Publikumsfonds) ergeben. Ein eigenes „Fondsrisiko“ wird im Rahmen der Abgrenzung
nicht definiert. Vielmehr werden die Fonds je nach inhärenten Risiken den Risikokategorien
des Marktpreisrisikos bzw., sofern der Fonds Adressenrisikobestandteile enthält, zugeord-
net.
Stadtsparkasse Düsseldorf
40
Adressenausfallrisiken im Kundengeschäft
Die Steuerung der Adressenausfallrisiken des Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der
festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der
Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.
Die Strategie wird durch Produktleitplanken zur Festlegung von Mindestkriterien für die
Neugeschäftsbearbeitung im Normalkreditprozess sowie Einzelengagementstrategien er-
gänzt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
• Trennung zwischen Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die Geschäfts-
verteilung des Vorstands für das risikorelevante Kreditgeschäft
• regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung der Kapitaldienstfähigkeit auf Ba-
sis aktueller Unterlagen
• Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfah-
ren) in Kombination mit bonitätsabhängiger Preisgestaltung und bonitätsabhängi-
gen Kompetenzen
• interne, bonitätsabhängige Richtwerte für Kreditobergrenzen, die unterhalb der
Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der Vermeidung von Risikokonzentratio-
nen im Kundenkreditportfolio; Einzelfälle, die diese Obergrenze überschreiten, un-
terliegen einer verstärkten Beobachtung
• regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten
• Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten
von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maß-
nahmen eingeleitet werden können
• festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreu-
ung oder Sanierungsbetreuung
• Berechnung der Adressenausfallrisiken für die Risikotragfähigkeit mit dem Kreditri-
sikomodell „Credit Portfolio View“
• Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene auf regelmäßiger Basis und ent-
sprechendem Reporting
Das Kundenkreditvolumen gliedert sich auf Obligoebene zum Bilanzstichtag wie folgt:
Kundenkreditportfolio
in Mio. € 31.12.2024 31.12.2023
Privatkunden 4.725 4.563
Firmen- und Gewerbekunden 7.400 7.600
Öffentliche Haushalte 939 784
13.064 12.947
Stadtsparkasse Düsseldorf
41
Die Branchenverteilung der Firmen- und Gewerbekunden stellt sich zum 31. Dezember 2024
wie folgt dar:
Die Portfoliostruktur ist durch die regionale Wirtschaftsstruktur des Standortes Düsseldorf
geprägt. Als weiterhin größtes Teilportfolio im Firmen- und Gewerbekundenportfolio findet
sich das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 33,3 %.
Der Anteil von großvolumigen Kundenfinanzierungen, d.h. Kreditherauslagen von mehr als
20,0 Mio. Euro, stieg von 42,7 % auf 43,6 % (Bezugsgröße: Gesamtkreditvolumen im Sinne
des § 19 Abs. 1 KWG). Die Größenklassenstruktur weist weiterhin eine deutliche Konzentra-
tion bei großvolumigen Kundenfinanzierungen auf. Der Anstieg des großvolumigen Ge-
schäfts ist im Wesentlichen auf größere Tickets mit öffentlichen Haushalten zurückzuführen.
Die Auslastung des Konzentrationswertes als Maß des Klumpenrisikos in Bezug auf großvo-
lumige Kundenfinanzierungen ab 20,0 Mio. Euro (ohne öffentliche Haushalte und Kreditin-
stitute) dagegen ging erneut von 23,3 % auf 22,2 % zurück und ist damit unterhalb des
strategischen Zielwerts von 25,0 %.
Firmen- und Gewerbekundenportfolio nach
Branchen
in Mio. €
31.12.2024 31.12.2023
Grundstücks- und Wohnungswesen 2.466 2.626
Kredit- und Versicherungswesen 1.294 1.237
Dienstleistungen für Unternehmen 585 586
Beratung, Planung, Sicherheit 525 515
Verarbeitendes Gewerbe 442 464
Verkehr, Nachrichten 193 313
Großhandel 271 288
Gesundheit und Soziales 323 285
Öfffentliche und private Dienstleistungen 221 242
Baugewerbe 276 217
Energie und Wasserversorgung 217 204
Einzelhandel 153 184
Kraftfahrzeughandel 117 113
Gastgewerbe 115 107
Organisationen ohne Erwerbszweck 94 106
Bauträger 82 87
Land- und Forstwirtschaft 26 26
7.400 7.600
Stadtsparkasse Düsseldorf
42
Die Risikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren
Ausfallwahrscheinlichkeiten. Zum 31. Dezember 2024 ergibt sich im Kundengeschäft (ohne
öffentliche Haushalte) folgende Ratingklassenstruktur:
Trotz der weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage liegt der Schwerpunkt des
Portfolios mit nahezu unverändert 72 % (Vorjahr:71 %) in den guten Bonitäten 1-4. Der un-
geratete Anteil des Portfolios ist mit 3,5 % (Vorjahr:4,2 %) leicht rückläufig. Die durch-
schnittliche volumengewichtete Ausfallwahrscheinlichkeit des Kundenkreditportfolios
(ohne öffentliche Haushalte) hat sich mit 0,45 % (Vorjahr:0,47 %) erneut etwas verbessert.
Insgesamt ist die Stadtsparkasse der Auffassung, dass ihr Kreditportfolio sowohl nach Bran-
chen als auch nach Ratinggruppen ausreichend diversifiziert ist.
Zur Absicherung von Adressenausfallrisiken hat die Stadtsparkasse vier (Vorjahr: drei) Ein-
zelkreditnehmer mit einem Kreditvolumen von insgesamt 18,9 Mio. Euro (Vorjahr: 13,9 Mio.
Euro) in den Sparkassen-Kreditbasket (über die Emission von Originatoren-Credit Linked
Notes) eingebracht.
Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfas-
sender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen
werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und
Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnah-
men. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Rea-
lisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt.
Darüber hinaus hat die Stadtsparkasse angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigungen ist im Anhang zum Jahresab-
schluss erläutert.
Geratetes Portfolio nach Ratingklassen
in Mio. € 31.12.2024 31.12.2023
Ratingklasse 1 bis 4 8.695 8.631
Ratingklasse 5 bis 7 2.129 2.111
Ratingklasse 8 bis 10 503 538
Ratingklasse 11 bis 13 166 164
Ratingklasse 14 bis 18 204 206
ohne Rating 428 513
12.125 12.163
Stadtsparkasse Düsseldorf
43
Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kredit-
portfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaß-
nahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei
Bedarf das standardisierte Verfahren.
Die Entwicklung der Risikovorsorge stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Weitere Erläuterungen zu der Entwicklung der Risikovorsorge enthält der Abschnitt zur Er-
tragslage.
Adressenrisiken aus Eigenanlagen
Die Steuerung der Adressenausfallrisiken des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der fest-
gelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bo-
nitäten, der Branchen sowie des Risikos der Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
• Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)
• Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand externer Ratingein-
stufungen sowie eigener Analysen
• Berechnung des Adressenausfallrisikos für die Risikotragfähigkeit mit dem Kreditri-
sikomodell „Credit Portfolio View" (inkl. der Adressrisikokomponente bei Aktien)
Darüber hinaus erfolgt im Bereich der Eigenanlagen, der sich neben der Liquiditätsreserve
im Wesentlichen aus den Fondsbeständen zusammensetzt, eine regelmäßige Überwachung
der Asset Allocation für das Teilsegment Fonds. Die Steuerung erfolgt über die Anlagericht-
linien sowie über vorgegebene Abweichungslimite je Assetklasse. Kern der Überlegungen
im Rahmen der Asset Allocation ist die Diversifikation über Assetklassen mit dem Ziel, eine
nach Risikogesichtspunkten tragbare Portfoliostruktur zu erhalten.
Eine Darstellung der Portfoliostruktur der Eigenanlagen auf Basis von Marktwerten ist dem
Abschnitt B des Lageberichts „Geschäftsverlauf und Darstellung der Geschäftsentwicklung“
zu entnehmen.
Risikovorsorgeentwicklung
in Mio. € Ford. RSt
Anfangsbestand 43,9 3,3 21,4 4,3 72,9
Inanspruchnahme -19,0 0,0 0,0 0,0 -19,0
Zuführung 62,1 1,9 0,0 0,0 64,0
Auflösung -4,1 -2,5 0,0 0,0 -6,6
Endbestand 82,9 2,7 21,4 4,3 111,3
EWB RSt ∑PWB
Stadtsparkasse Düsseldorf
44
Der Anteil an Kreditvolumen, das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland herausgelegt wurde,
einschließlich Eigenanlagen im Verhältnis zum Gesamtkreditvolumen im Sinne des § 19 Abs.
1 KWG beträgt zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr 5,8 %.
Marktpreisrisiken
Das Marktpreisrisiko wird definiert als der mögliche Verlust in einer bilanziellen oder außer-
bilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren (Zinsen,
Spreads, Aktien, Währungen) ergibt. Optionen werden grundsätzlich innerhalb der betroffe-
nen Risikokategorie abgebildet. Dabei beziehen sich implizite Optionen auf Rechte, die in-
nerhalb von Produkten vorhanden sind.
In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung von Marktpreisrisiken betrachtet.
Grundlage ist eine mehrjährige Berechnung unter Berücksichtigung des Neugeschäfts. Die
GuV-Auswirkung kann sich dabei sowohl auf geringere Erträge als geplant als auch auf ein
schlechteres Bewertungsergebnis beziehen.
Marktpreisrisiken aus Zinsen (Zinsänderungsrisiken)
Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen
oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus einer unerwarteten negativen Verände-
rung der risikolosen Zinskurve ergibt. Bestandteile des Zinsänderungsrisikos sind das Fris-
tentransformations- und das Basisrisiko.
Das Fristentransformationsrisiko entsteht aus der Fristentransformation der Geschäfte und
der Veränderung der Zinskurve. Bei der Veränderung kann es sich um eine parallele Ver-
schiebung oder eine Drehung handeln, d.h. die Kurve wird flacher oder steiler. Die Verände-
rung kann sich auf die gesamte Kurve auswirken oder auf Teile davon.
Das Basisrisiko entsteht, wenn sich identische (oder annähernd gleiche) Stützstellen unter-
schiedlicher Zinskurven (ggf. auch von Kurven in verschiedenen Währungen) unterschied-
lich entwickeln.
Ein Vertriebsrisiko als übergreifendes Aggregat aus dem vertriebsseitigen Provisionsrisiko
und dem Risiko einer Nichterreichung des Zinskonditionsbeitrages ist keine eigenständige
Risikoart in der Risikotragfähigkeitskonzeption. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag
sind in der Betrachtung des Zinsänderungsrisikos (Zinsspannenrisiko + zinsinduzierte Be-
wertungsrisiko) in der normativen Perspektive integriert.
Stadtsparkasse Düsseldorf
45
In der normativen Perspektive wird das ökonomische Zinsänderungsrisiko im Rahmen des
SREP-Aufschlags explizit berücksichtigt. Ein Zinsänderungsrisiko, das höher ist als ange-
nommen, kann somit zu höheren Eigenmittelanforderungen führen. Ferner wird die Gefahr
einer unerwarteten Rückstellungsbildung bzw. -erhöhung im Rahmen der verlustfreien Be-
wertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 berücksichtigt.
Als risikolose Kurve wird die OIS-Kurve (Overnight Indexed Swap-Kurve) als Basis verwen-
det.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
• Im Rahmen der ökonomischen Perspektive werden Risikoszenarien mit einem Kon-
fidenzniveau von 99,9 % berechnet. Die Ermittlung des Value-at-Risk (VaR) erfolgt
auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes (Delta-Gamma mit Cornish-Fisher) unter
Verwendung der IT-Anwendung „Marktpreisrisiko“. Der VaR wird für eine Haltedauer
von einem Tag und einen Risikohorizont von 250 Tagen (ein Jahr) berechnet. Zur Be-
wertung des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die Stadtsparkasse an einer defi-
nierten Benchmark von 600 Mio. €, die an die Struktur des gleitenden 10-Jahres-
durchschnitts angelehnt ist. Abweichungen von dieser Benchmark können auf einen
Steuerungsbedarf hinweisen und dienen als zusätzliche Entscheidungsgrundlage für
Neuanlagen, Verkäufe oder Absicherungen.
• Im Rahmen der normativen Perspektive (Kapitalplanung) werden die Auswirkungen
des Zinsänderungsrisikos auf das handelsrechtliche Ergebnis für das laufende Ge-
schäftsjahr sowie die fünf darauffolgenden Jahre unter verschiedenen Zinsszenarien
betrachtet. Die Berechnungen erfolgen auf Basis von Zinsszenarien mithilfe der von
der SR entwickelten IT-Anwendungen „Marktpreisrisiko“ und „Gesamtbanksimula-
tion“.
• Die Ermittlung beider Perspektiven erfolgt auf Grundlage der Delegierten Verord-
nungen (EU) 2024/856 und (EU) 2024/857, jeweils vom 1. Dezember 2023, die u. a.
die Methode zur Messung des IRRBB konkretisiert.
• Es erfolgt mindestens einmal jährlich eine Überprüfung, ob im Falle des Eintritts des
unterstellten Risikoszenarios eine Rückstellung gemäß IDW RS BFA 3 n. F. zu bilden
wäre.
• Die Zinsänderungsrisiken aus Fonds werden berücksichtigt.
Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung wurden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken
neben bilanzwirksamen Instrumenten in Form langfristiger Refinanzierungen auch deriva-
tive Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps in bedeutendem Umfang eingesetzt.
Stadtsparkasse Düsseldorf
46
Die Stadtsparkasse berechnet die sechs aufsichtlichen IRRBB-Szenarien (Interest Rate Risk
in the Banking Book) zur Analyse des Zinsrisikos im Bankbuch. In der ökonomischen Per-
spektive (Economic Value of Equity, EVE) weisen zum 31. Dezember 2024 die Szenarien mit
der größten Auswirkung auf den wirtschaftlichen Wert des Eigenkapitals folgende Ergeb-
nisse auf:
• Ein Zinsanstieg um 200 Basispunkte führt zur stärksten Barwertminderung von
77 Mio. Euro, entsprechend -5,3 % des Kernkapitals.
• Eine Zinssenkung um 200 Basispunkte bewirkt die höchste Barwertsteigerung von
42 Mio. Euro, was 2,9 % des Kernkapitals entspricht.
In der normativen Perspektive (Net Interest Income, NII) werden die Auswirkungen von Zins-
schocks in Höhe von ±200 Basispunkten im Vergleich zu einem Basisszenario mit konstan-
ten Zinsen auf den Nettozinsertrag betrachtet. Zum 31. Dezember 2024 ergeben sich daraus
folgende Effekte:
• Ein Zinsanstieg um 200 Basispunkte führt zu einer Erhöhung des Nettozinsertrags
um 3 Mio. Euro, was 0,2 % des Kernkapitals entspricht.
• Ein Zinsrückgang um 200 Basispunkte resultiert in einem Rückgang des Nettozinser-
trags um 83 Mio. Euro, entsprechend -5,8 % des Kernkapitals.
In der Zinsrisikosteuerung vermeidet die Stadtsparkasse durch die Orientierung an der-
Benchmark Konzentrationen auf einzelne Laufzeitbänder. Trotz dieser Vorgehensweise liegt
ein Schwerpunkt auf einem hohen Anteil variabel verzinslicher Passiva in der Bilanz der
Stadtsparkasse. Um diesem potenziellen Konzentrationsrisiko zu begegnen, erfolgt eine re-
gelmäßige und kritische Überprüfung der Annahmen zum Zinsanpassungsverhalten der va-
riablen Passivpositionen.
Stadtsparkasse Düsseldorf
47
Marktpreisrisiken aus Spreads
Das Spreadrisiko wird als die Gefahr des Eintretens von Verlusten bei einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position definiert, die sich aus der Veränderung von Credit Spreads bei
gleichbleibendem Rating ergeben. Dabei wird unter einem Spread der Aufschlag auf eine
risikolose OIS-Kurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zugrundeliegenden
Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in
Euro behandelt.
Implizit enthalten im Spread ist auch eine Liquiditätskomponente. Demgegenüber wird eine
Spread-Ausweitung, die sich durch eine Migration ergibt, dem Adressenrisiko zugeordnet.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente (auch für die nach-
folgend benannten Marktpreisrisiken aus Aktien und Währungen):
• Ökonomische Sicht: Regelmäßige Ermittlung der Marktpreisrisiken mittels Varianz-
Kovarianz-Ansatz (Konfidenzniveau von 99,9 %).
• Normative Sicht: Betrachtung der Auswirkungen des Marktpreisrisikos aus adversen
Szenarien auf das laufende Geschäftsjahr und die fünf Folgejahre.
• Berücksichtigung von Risiken aus Fonds i. d. R. nach dem Durchschauprinzip.
• Anrechnung der ermittelten Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
Risikokonzentrationen wurden im Rahmen der Risikoinventur 2024 weder in der ökonomi-
schen noch der normativen Perspektive erkannt.
Marktpreisrisiken aus Aktien
Das Marktpreisrisiko aus Aktien wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanzi-
ellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Aktienkursen
ergibt. Neben dem Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine Adressenrisikokompo-
nente.
Marktpreisrisiken aus Währungen
Das Marktpreisrisiko aus Währungen wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer
bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Wäh-
rungskursen ergibt.
Die Währungsrisiken, die durch Devisengeschäfte mit unseren Kunden entstehen, sind im
Rahmen einer Währungsgesamtposition besonders gedeckt. Darüber hinaus werden auch
Fremdwährungsrisiken aus dem renditeorientierten Beteiligungsgeschäft in die besondere
Stadtsparkasse Düsseldorf
48
Deckung einbezogen. Von einer besonderen Deckung gehen wir aus, wenn das Wechsel-
kursänderungsrisiko durch sich betragsmäßig entsprechende Geschäfte oder Gruppen von
Geschäften einer Währung ausgeschlossen wird. Durch diese Vorgehensweise entstehen für
die Stadtsparkasse nur geringe „Spitzenbeträge“ als offene Devisenposition.
Darüber hinaus befinden sich in den Fonds in Fremdwährungen notierte Wertpapiere. Diese
sind im Verhältnis zum gesamten Volumen der Fonds von untergeordneter Bedeutung.
Die Währungsrisiken sind hinsichtlich ihrer GuV-Wirkung von untergeordneter Bedeutung.
Sicherungsgeschäfte
Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden neben bilanziellen Instrumenten auch
Zinsswaps, Zinsfloors sowie Forward Rate Agreements im Bankbuch eingesetzt. Das
Swapvolumen ist von 10.258 Mio. Euro auf 11.067 Mio. Euro angestiegen und beinhaltet
Kundengeschäfte in Höhe von 927 Mio. Euro (Vorjahr: 886 Mio. Euro), die dem Bankbuch zu-
geordnet sind. Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2024 Forward Rate Agree-
ments mit einem Volumen von 1.500 Mio. Euro (Vorjahr:500 Mio. €), sowie ein Zinsfloor
über nominell 20 Mio. Euro.
Zu Kundengeschäften in Derivaten sowie zu einzelnen bilanziellen Geschäften (Eigenge-
schäft) wurden Sicherungsgeschäfte abgeschlossen und Bewertungseinheiten gebildet. Die
Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aus Gründen der
Klarheit in den Anhang umgegliedert (vgl. Anhang „Bewertungseinheiten gemäß § 254
HGB“).
Währungspositionen aus Kundengeschäften werden durch Devisentermingeschäfte weitest-
gehend geschlossen. In Spezialfonds sind die offenen Währungspositionen auf max.
20 Mio. Euro limitiert (offene Positionen: 2,7 Mio. Euro per 31. Dezember 2024, Vorjahr
8,3 Mio. Euro).
Die Fremdwährungsposition USD innerhalb des Private Equity-Portfolios (Renditebeteili-
gungen der Sparkasse) wird weitgehend über Devisentermingeschäfte abgesichert.
Beteiligungsrisiken
Das Risiko aus einer Beteiligung (Beteiligungsrisiko) umfasst die Gefahr eines Verlustes
durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung. Dabei bezieht sich das Beteiligungsri-
siko nur auf die Beteiligungen mit Eigenkapitalbereitstellung und nicht auf Kredite an Betei-
ligungsgesellschaften, diese werden über das Adressenrisiko abgebildet. Beteiligungen, die
Stadtsparkasse Düsseldorf
49
eindeutig einer anderen Risikoart oder -kategorie zugeordnet werden können, werden in
dieser Risikoart oder -kategorie abgebildet. Das Risiko eines Nachschusses wird entweder
aus einer vertraglichen Vereinbarung oder als Erwartung in Bezug auf eine Entscheidung im
Krisenfall geprüft.
Beteiligungsrisiken stellen in der ökonomischen Perspektive auf einen Barwertverlust aus-
gehend von einem Stichtag (ohne Neugeschäft) bei einem Risikobetrachtungshorizont von
einem Jahr ab.
Ebenso wird in der normativen Perspektive eine Auswirkung auf aufsichtliche Quoten be-
rücksichtigt. Je nach Art und Umfang der Beteiligung kann es zu Abzügen bei Eigenmitteln
kommen. Bezogen auf die Eigenmittelanforderungen kann dies durch eine Veränderung des
Bestandes (Höhe oder Zusammensetzung) und/oder das Risikogewicht erfolgen.
Die Steuerung der Beteiligungsrisiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
• Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des Rheinischen Sparkassen- und Girover-
bandes zur Steuerung und Messung der Risiken aus strategischen Beteiligungen
• Ermittlung des Beteiligungsrisikos: Hierbei wird zur Abbildung der Adressrisiko-
Komponente der von der Aufsicht anerkannten PD/LGD-Ansatz (CRR) genutzt. Die
Markrisiko-Komponente wird über Stellvertreter-Indizes (Marktschwankungen) abge-
bildet. Diese beiden Komponenten ergeben summiert das Gesamtrisiko aus Beteili-
gungen
• Regelmäßige Auswertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse der Beteiligungs-
unternehmen
• Regelmäßige qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung sowie der
Marktstellung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens
Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko
• aus strategischen Beteiligungen (unmittelbar oder mittelbar gehaltene Unterneh-
men innerhalb der S-Finanzgruppe, denen die Sparkasse Stammkapital zur Verfü-
gung stellt (z. B. Beteiligung an Landesbank, Deka Versicherungen), sowie Funkti-
onsbeteiligungen (z. B. S-Servicepartner, Zahlungsdienstleister)) und
• aus Renditebeteiligungen / Finanzbeteiligungen (Beteiligungen mit dem Ziel, lau-
fende Erträge bzw. Veräußerungsgewinne zu generieren).
Stadtsparkasse Düsseldorf
50
Die Beteiligungsrisiken stellen sich zum Bilanzstichtag nach Buchwerten wie folgt dar:
In der ökonomischen Betrachtung wird das Marktpreisrisiko der Renditebeteiligungen, die
von dem Tochterunternehmen Equity Partners GmbH gehalten werden, auf den Net Asset
Value (NAV), der im Gegensatz zu den Buchwerten ein sog. Netto-Substanzwert zu Markt-
preisen ist, unter Berücksichtigung eines Illiquiditätsabschlages i. H. v. 9 % berechnet. Die-
ser Abschlag ist nicht im Risikoausweis enthalten, sondern wird unmittelbar vom ökonomi-
schen Risikodeckungspotenzial abgezogen.
Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus strategischen Beteiligungen innerhalb
der Sparkassen-Finanzgruppe.
Konzentrationen bestehen für die wesentlichen strategischen Beteiligungen und Rendite-
beteiligungen.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko setzt sich allgemein aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinan-
zierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden nachfolgend defi-
nierten Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund
von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht
zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können.
Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller
Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen.
Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über
der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf die Schwankung des institutsei-
genen Spreads (keine Berücksichtigung des institutseigenen Spreads in der ökonomischen
Perspektive) sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beru-
hen.
Beteiligungskapital
in Mio. € 31.12.2024 31.12.2023
Strategische Beteiligungen
Pflichtbeteiligungen 150 150
Geschäfts-/ Verbundpolitische Beteiligungen 22 17
Renditebeteiligungen 5 5
177 173
Stadtsparkasse Düsseldorf
51
Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ist ein Verlust, der durch
die Reduzierung des Liquiditätsbeitrages des Kundengeschäfts entsteht. Zusammen mit
dem Liquiditätsbeitrag des Kundengeschäfts wird der Teil des Eigengeschäfts betrachtet,
für den kein Marktwert vorliegt (z. B. Tages- und Termingelder).
In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos
in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbestän-
den und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem
Zinsänderungsrisiko betrachtet.
Die Steuerung der Liquiditätsrisiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
• Regelmäßige Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer Risikotoleranz
mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung „SVP-Rechner “
• Ermittlung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive wird
mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % berechnet
• Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der Liquiditätsdeckungsquote (LCR) inkl.
Erstellung einer 6-Monatsprognose der LCR
• Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (NSFR)
• Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur
• Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Li-
quiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüs-
sen gegenübergestellt werden
• Tägliche Disposition der laufenden Konten
• Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans
• Erstellung einer Refinanzierungsplanung
Die Stadtsparkasse hat einen Refinanzierungsplan aufgestellt, der die Liquiditätsstrategie
und den Risikoappetit des Vorstands angemessen widerspiegelt. Der Planungshorizont um-
fasst den Zeitraum von fünf Jahren. Grundlage des Refinanzierungsplans sind die geplanten
Entwicklungen im Rahmen der mittelfristigen Unternehmensplanung festgelegten Ziele aus
der Geschäftsstrategie in der Veränderung der eigenen Geschäftstätigkeit, der strategi-
schen Ziele und des wirtschaftlichen Umfelds zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus wird
auch ein Szenario unter Berücksichtigung adverser Entwicklungen betrachtet.
Stadtsparkasse Düsseldorf
52
Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit
von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und
Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruch-
nahme offener Kreditlinien simuliert wird. An liquiditätsmäßig engen Märkten ist die Spar-
kasse nicht in relevantem Umfang investiert.
Die Survival Period der Sparkasse liegt zum Bilanzstichtag bei über 12 Monaten. Die Zah-
lungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr 2024 jederzeit gegeben.
Im Rahmen der Risikoinventur 2024 wurden folgende Risikokonzentrationen identifiziert:
• Refinanzierungskostenrisiko: Produkte mit unbestimmter Kapitalbindung auf der
Passivseite
• Zahlungsunfähigkeitsrisiko: Produkte mit unbestimmter Kapitalbindung auf der Pas-
sivseite sowie im Abrufrisiko (Ziehung offener Linien)
Die kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (LCR) gemäß Art. 412 CRR beträgt zum 31. De-
zember 2024 156 %; zu den Monatsultimos lag sie im Jahr 2024 zwischen 144 % und
174 %. Die strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) beträgt zum 31. Dezember 2024 135 % und
lag zu den meldepflichtigen Quartalsultimos zwischen 125 % und 135 %.
Die Zahlungsunfähigkeitsrisikobetrachtungen zukünftiger Perioden deuten nicht auf zu er-
wartende Liquiditätsengpässe hin. Neben den Refinanzierungsmöglichkeiten im Kundenge-
schäft wird unsere Refinanzierungsbasis durch die Möglichkeit zur Emission von Pfandbrie-
fen zur Mittelaufnahme bei der EZB oder auch zur Liquiditätsbeschaffung durch die Veräu-
ßerung liquider Aktiva ergänzt.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist die Gefahr von Schäden, die infolge der Unangemes-
senheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitenden, der internen Infra-
struktur oder von externen Einflüssen eintreten.
Entscheidungen des Vorstands fallen unter diese OpRisk-Definition, sofern sich der Sach-
verhalt eines OpRisk-Schadens bzw. OpRisk-Szenarios innerhalb der Kategorie „Mitarbeiter“
abbilden lässt. Ist dies nicht der Fall, liegt ein strategisches Risiko zugrunde.
In dieser Definition ist das Rechtsrisiko enthalten. „Rechtsrisiken“ im Sinne der Gefahr von
Verlusten aufgrund der Verletzung geltender rechtlicher Bestimmungen sind Teil des
OpRisk. Hierzu gehört das Risiko, aufgrund einer Änderung der Rechtslage (geänderte
Stadtsparkasse Düsseldorf
53
Rechtsprechung oder Gesetzesänderung) für in der Vergangenheit abgeschlossene Ge-
schäfte Verluste zu erleiden.
Das Risiko, aufgrund einer geänderten Rechtslage die zukünftige Geschäftstätigkeit umstel-
len zu müssen, ist nicht als operationelles Risiko zu verstehen.
Ferner umfasst das OpRisk Risiken aus bestehenden Auslagerungen. Hierunter fallen Schä-
den, die im Zusammenhang mit solchen Auslagerungen auftreten.
Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Prozess zur Identifikation operationeller Risiken umfasst die folgenden wesentlichen
Elemente:
• Laufende Pflege der Schadensfalldatenbank zur Sammlung und Analyse eingetrete-
ner Schäden
• Jährliche und ggf. anlassbezogene Schätzung des Verlustpotenzials aus operationel-
len Risiken auf der Basis von spezifischen Szenarioanalysen
• Regelmäßige Durchführung dezentraler Risikoanalysen insbesondere in Bezug auf
die Informationssicherheit, das Notfallmanagement als auch Auslagerungen und
Compliance
• Monatliche Messung operationeller Risiken in der ökonomischen Perspektive mit der
IT-Anwendung „ökonomisches OpRisk-Schätzverfahren“ auf der Grundlage der Insti-
tutshistorie eingetretener Schäden sowie standardisierter Parameter der SR
• Vierteljährliche Ermittlung der operationellen Risiken im Rahmen von Szenarioanaly-
sen für den Stressfall in der ökonomischen und normativen Perspektive
Risikokonzentrationen bei operationellen Risiken wurden im Rahmen der Risikoinventur
2024 weder in der ökonomischen noch der normativen Perspektive erkannt.
Dies gilt auch im Hinblick auf Aktivitäten, die an ausgewählte Dienstleister ausgelagert sind.
Insbesondere die Bereitstellung und der Betrieb der Informationstechnologie / IT-Infra-
struktur, der Banksteuerungssysteme, die Abwicklung von Wertpapierdienstleistungen als
auch die Durchführung von Marktfolgetätigkeiten stellen wesentliche Auslagerungen mit
teilweise erheblicher Tragweite für den Geschäftsbetrieb der Sparkasse dar. Die Sparkasse
hat die genannten Funktionen an Mehrmandantendienstleister innerhalb der Sparkassen-
Finanzgruppe bzw. beaufsichtigte Unternehmen vergeben. Teilweise bestehen auch Abhän-
gigkeiten im Sinne eines Mutter-Tochter-Verhältnisses. Risikosteuerungsmaßnahmen wer-
den grundsätzlich risikoorientiert aufgesetzt.
Stadtsparkasse Düsseldorf
54
Sonstige Risiken
Die sonstigen Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell der
Stadtsparkasse, unterscheiden als Risikokategorien das Planabweichungsrisiko und das
Margenrisiko.
Die genannten folgenden Risikokategorien gliedern sich wie folgt:
a) Planabweichungsrisiko
• Provisionsrisiko
Das Provisionsrisiko bezeichnet das Risiko, dass der geplante Provisionsüberschuss
unterschritten wird. Dieses beinhaltet sowohl den dem Vertrieb zuzurechnenden Teil
des Provisionsüberschusses als auch den aus dem Eigengeschäft und anderen Ele-
menten.
• Kostenrisiko (Personal-/Sachaufwand, sonstige ordentliche Aufwendungen und Er-
träge)
Das Kostenrisiko ist die Gefahr, dass die realisierten Kosten die geplanten Kosten
übersteigen. Dies kann sich beispielsweise durch einen von der Erwartung abwei-
chenden Tarifvertrag materialisieren. Unter das Kostenrisiko fallen auch die zinsin-
duzierten Risiken aus unmittelbaren und mittelbaren Pensionsverpflichtungen.
b) Margenrisiko
Das Margenrisiko stellt die Gefahr dar, dass die geplanten Zinsmargen nicht erzielt wer-
den. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag auf Grund der Zinsentwicklung sind hier-
bei als Bestandteil der Betrachtung des Zinsänderungsrisikos zu sehen. Für den Konditi-
onenbeitrag aus den Sichteinlagen wurde eine Risikokonzentration im Rahmen der Risi-
koinventur 2024 festgestellt.
Die sonstigen Risiken werden in der normativen Perspektive betrachtet. Sie können grund-
sätzlich auf Grund einer fehlerhaften Planung (Planabweichungsrisiko) sowie aufgrund der
Vertriebs- bzw. Wettbewerbssituation (Vertriebs-/Wettbewerbsrisiko) schlagend werden.
Aber auch getroffene Managemententscheidungen oder mangelnde Anpassungsfähigkeit
an Veränderungen in der Unternehmensumwelt (strategische Risiken) können Ursache für
die genannten sonstigen Risiken sein.
Der Risikomanagementprozess umfasst bei den sonstigen Risiken im Wesentlichen die
Messung der Risiken auf Grundlage festgelegter Stressparameter für die ökonomische Sicht
im Stresstest und für die normative Sicht in den adversen Szenarien.
Stadtsparkasse Düsseldorf
55
Gesamtrisikosituation
Die Stadtsparkasse Düsseldorf verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit ange-
messenes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken ge-
mäß § 25a KWG. Durch das Risikomanagement und -controlling der Stadtsparkasse können
frühzeitig die wesentlichen Risiken identifiziert und gesteuert sowie Informationen an die
zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.
In 2024 bewegten sich die Risiken unter Berücksichtigung von Limitumschichtungen inner-
halb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Das für den ökonomischen Steue-
rungskreis bereitgestellte Gesamtbanklimit war am Bilanzstichtag mit 80,0 % bzw. das er-
mittelte Risikodeckungspotenzial mit 75,6 % ausgelastet. Demnach war und ist die Risiko-
tragfähigkeit in der ökonomischen Sicht gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen,
dass nach eingeleiteten Maßnahmen auch außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhan-
dene Risikodeckungspotenzial grundsätzlich abgedeckt werden können.
Auf Basis der durchgeführten Kapitalplanung (normative Betrachtung) ist bei den bestehen-
den Eigenmittelanforderungen bis zum Ende des Planungshorizonts keine Einschränkung
der Risikotragfähigkeit zu erwarten.
Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind derzeit nicht er-
kennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen im Hinblick auf geopolitische Verwer-
fungen, einer drohenden Rezession, durch die Regulatorik und einer Korrektur an den Im-
mobilien- sowie den internationalen Finanzmärkten, die u. a. zur Bildung einer möglichen
Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA 3 in künftigen Jahresabschlüssen führen kann.
Weitere Risiken bestehen im Hinblick auf die Auswirkungen einer nur begrenzt ausbaufähi-
gen Risikotragfähigkeit, die durch Adressenausfall- und signifikante Beteiligungsrisiken in
Verbindung mit Zinsänderungsrisiken gekennzeichnet ist. Diesen Risiken begegnet die
Sparkasse durch ein weiterhin enges Risikomonitoring.
Aufgrund des Zinsniveaus und den damit einhergehenden Ergebnissen aus der Gewinn- und
Verlustrechnung sowie den daraus resultierenden Thesaurierungen wird planerisch von mo-
derat steigenden Kapitalquoten in der normativen Risikotragfähigkeitsrechnung ausgegan-
gen. Diese positiven Ergebnisse sind allerdings an diverse Prämissen geknüpft wie z. B. an
die aktuell komfortable Situation im Kundenpassivgeschäft auskömmliche Margen durch-
setzen zu können. Sollten diese Prämissen nicht wie in der Planung unterstellt eintreten,
könnten die geplanten positiven Ergebnisse nicht in dem erwarteten Ausmaß eintreten und
die unterstellte Kapitalquotenentwicklung konterkarieren.
Stadtsparkasse Düsseldorf
56
Um die positive Kapitalentwicklung auch zukünftig sicherzustellen, wurden die bereits in
Vorjahren eingeleiteten internen Maßnahmen (u. a. Data Analytics / Kundenreisen / Projekt
„Horizont“) hinsichtlich der Ertragsstärkung weiterverfolgt.
Insgesamt beurteilt die Sparkasse die Risikolage unter Berücksichtigung der geschilderten
Rahmendaten und trotz der weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung als ausgewo-
gen.
Stadtsparkasse Düsseldorf
57
G. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren
wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)
Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Sie stellen die Einschätzung
der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung
des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicher-
heit behaftet sind, ist es möglich, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse wesentlich
von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen über die
voraussichtlichen Entwicklungen abweichen. Der Prognosezeitraum umfasst das auf den Bi-
lanzstichtag folgende Geschäftsjahr.
Konjunkturelle Rahmenbedingungen
Die ohnehin fragile geopolitische Lage hat sich seit der US-Präsidentschaftswahl weiter ver-
schärft. Große Unsicherheit besteht insbesondere hinsichtlich der Handelspolitik und des
außen- und verteidigungspolitischen Kurses. Der Krieg in der Ukraine dauert an, während
Gespräche zwischen Russland und den USA über die Zukunft der Ukraine und die Finanzie-
rung des Wiederaufbaus neue Besorgnis auslösen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet vor diesem Hintergrund mit einem ver-
gleichbaren Wachstum der Weltwirtschaft wie im vergangenen Jahr. In seiner jüngsten
Prognose hat der IWF seine Wachstumserwartung für die Weltproduktion (BIP) im laufenden
Jahr 2025 um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 % angehoben und prognostiziert einen Anstieg
des Welthandels um 3,2 % (2024: +3,4 %). Im Folgejahr erwartet der IWF eine unveränderte
BIP-Wachstumsrate von 3,3 % und eine weitere Zunahme des Welthandels um 3,3 % im
Jahr 2026.
Für Deutschland fällt der Ausblick verhaltener aus. Die Prognosen der großen deutschen
Wirtschaftsforschungsinstitute vom Dezember 2024 reichten von einer Stagnation der Wirt-
schaft (IfW) bis zu einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,6 % (RWI). Mittler-
weile hat das RWI die Prognose von 2024 gesenkt und geht von einem Rückgang der deut-
schen Wirtschaftsleistung um 0,1 % in 2025 aus. Für das Jahr 2026 erwarten die Wirt-
schaftsforscher ein leicht höheres Wachstum zwischen 0,8 % und 1,5 %.
Die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft steht vor wachsenden internationalen Her-
ausforderungen – darunter die zunehmende Konkurrenz in Schlüsselbranchen und protekti-
onistische Tendenzen, insbesondere in den USA. Die künftige Handelspolitik ihres größten
Handelspartners, insbesondere im Hinblick auf Zölle und andere Handelshemmnisse, ist da-
bei von besonderer Bedeutung. Forschungsinstitute prognostizieren eine weitgehende
Stagnation der Exporte (-0,9 % bis +1 %) und eine leichte Zunahme der Importe um 0,8 %
Stadtsparkasse Düsseldorf
58
bis 2,9 %. Der Außenhandel dürfte das BIP-Wachstum damit reduzieren, die Prognosen lie-
gen hier bei -0,6 bzw. -0,7 Prozentpunkten.
Über die direkten wirtschaftlichen Risiken für die deutsche Außenwirtschaft hinaus, wirkt
sich die angespannte geopolitische Lage auch indirekt negativ aus. Die zunehmende Verun-
sicherung von Privatpersonen und Unternehmen belastet sowohl den inländischen Konsum
als auch langfristige Investitionsentscheidungen. Gerade letztere werden zudem durch die
Unsicherheit über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nach der Bundestags-
wahl erschwert.
Die Leitzinssenkungen der EZB – zuletzt am 06. März 2025 – haben in diesem Umfeld nur
begrenzte Wirkung. Zwar können niedrigere Zinsen Investitionen von Unternehmen und
Haushalten (Stichwort Wohneigentum) begünstigen, doch sie kompensieren nicht die struk-
turellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft. Hohe Energiepreise, der demografi-
sche Wandel, die digitale Transformation, notwendige Klimaschutzmaßnahmen und eine
hohe Bürokratiebelastung bleiben zentrale Belastungsfaktoren.
Die Stimmungslage in der deutschen Wirtschaft blieb vor diesem Hintergrund auch zu Jah-
resbeginn 2025 von Skepsis geprägt, wie der ifo-Geschäftsklimaindex mit 85,2 Punkten im
Januar und Februar 2025 zeigte. Während die Unternehmen etwas unzufriedener mit den
laufenden Geschäften waren, hellten sich die Erwartungen aber leicht auf, insbesondere im
Verarbeitenden Gewerbe. Lediglich die Dienstleistungsunternehmen blickten im Februar et-
was skeptischer in die Zukunft. Allerdings beurteilten nach wie vor mehr Unternehmen in
diesem Wirtschaftsbereich ihre aktuelle Geschäftslage eher positiv als negativ. In allen an-
deren Sektoren dagegen verharrte der entsprechende Indikator weiterhin tief im Minus.
Die Industrieproduktion erreichte im Dezember 2024 – nach dem Rückgang um 4,9 % im
Gesamtjahr 2024 – den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Der anhaltende Abwärtstrend
setzte sich damit fort.
Bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe gibt es am aktuellen Rand – trotz
eines Rückgangs im Gesamtjahr 2024 – Anzeichen für eine Stabilisierung. Eine deutliche
Trendwende zeichnete sich allerdings zum Jahreswechsel nicht ab.
Bei den Bauinvestitionen prognostizieren alle großen deutschen Wirtschaftsforschungsin-
stitute eine nominale Zunahme der Bauinvestitionen (nach einem Rückgang im Vorjahr). In-
flationsbereinigt ergibt sich daraus jedoch weiterhin ein Rückgang um -0,8 % bis -1,2 %. Im
darauffolgenden Jahr erwarten die Institute dann auch eine reale Zunahme (zwischen 1,3 %
und 2,9 %). Die Baukonjunktur wird nach wie vor durch die hohen Baukosten belastet. Zwar
hat sich der Anstieg deutlich verlangsamt, doch das Niveau bleibt aufgrund der starken Stei-
gerungen in den Vorjahren hoch. Während in den vergangenen Jahren insbesondere die
Stadtsparkasse Düsseldorf
59
Materialkosten teils drastisch stiegen, wirken inzwischen die Arbeitskosten stärker preis-
treibend, ein Effekt, der sich durch den Fachkräftemangel weiter verstärken dürfte, insbe-
sondere bei steigender Nachfrage.
Sowohl von den Ausrüstungs- wie auch den Bauinvestitionen erwarten die großen Wirt-
schaftsforschungsinstitute im laufenden Jahr 2025 daher keine bzw. leicht negative Wirkun-
gen auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum.
Positive Wachstumsimpulse werden dagegen von den Staatsausgaben erwartet, wobei die
Prognoseunsicherheit angesichts der politischen Übergangszeit vor und nach der Bundes-
tagswahl in diesem Jahr besonders hoch ist und sich inzwischen höhere Staatsausgaben
insbesondere für Verteidigung und Infrastruktur abzeichnen.
Ein Wachstumsimpuls (0,4 bis 0,5 Prozentpunkte) wird im laufenden Jahr auch von den pri-
vaten Konsumausgaben erwartet, die mäßig (< 1 %) zulegen dürften.
Zwar dürften Reallohnsteigerungen aufgrund höherer Tariflöhne und der nachlassenden In-
flation einen positiven Einfluss haben. Allerdings wirken sich die zunehmende Arbeitslosig-
keit und die allgemein schlechtere Stimmungslage dämpfend aus. Die Verbraucher hatten
sich daher – nach einer temporären Aufhellung der Stimmungslage im ersten Halbjahr 2024
– in den letzten Monaten wieder skeptischer geäußert. Der GfK-Konsumklimaindex entwi-
ckelte sich zu Jahresbeginn zweimal in Folge rückläufig; während die Sparneigung steigt,
werden größere Anschaffungen zurückgestellt.
Auf dem Arbeitsmarkt schlägt sich die eingetrübte Wirtschaftslage inzwischen in einer stei-
genden Arbeitslosigkeit sowie einer rückläufigen Nachfrage nach Arbeitskräften nieder. Für
das Gesamtjahr 2025 erwarten die großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mehr-
heitlich einen moderaten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,1 % bis 6,3 % und erstmals
seit mehreren Jahren wieder einen Rückgang bzw. eine Stagnation der Zahl der Erwerbstäti-
gen (-0,2 % bis 0 %).
Nach dem deutlichen Rückgang der Inflationsrate im Jahr 2024, gehen die Wirtschaftsfor-
schungsinstitute in ihren Prognosen davon aus, dass der Anstieg der Verbraucherpreise in
Deutschland 2025 mit +2,0 % bis +2,3 % ähnlich ausfallen wird wie im Vorjahr und im
Folgejahr mit +1,9 % bis +2,2 % noch etwas geringer sein wird. Damit würde die Inflations-
rate ungefähr der EZB-Zielmarke von 2 % entsprechen.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verharrte zu Jahresbeginn auf hohem Niveau. Da-
raufhin weist der IWH-Insolvenztrend hin, der gegenüber November/Dezember unverändert
blieb, jedoch 24 % über dem Wert vor einem Jahr lag und 49 % über dem durchschnittli-
chen Januarwert der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019.
Stadtsparkasse Düsseldorf
60
Auch zu Jahresbeginn 2025 bleiben alle Einschätzungen zu den wirtschaftlichen Aussichten
mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Zu den bestehenden Risiken (insbesondere Ukraine,
Nahostkonflikt) sind weitere hinzugekommen. Darüber hinaus steht die deutsche Wirtschaft
unverändert vor strukturellen Herausforderungen. Wie eine neue Bundesregierung darauf
reagieren wird, wird sich erst im weiteren Jahresverlauf zeigen.
Die EZB hat die Leitzinsen Anfang März 2025 zum sechsten Mal in Folge gesenkt. Es gab im
Vorfeld der Zinsentscheidung Äußerungen, dass sich die Leitzinsen womöglich bereits in
der Nähe des neutralen Zinsniveaus befinden. In der Presseerklärung der EZB zur Leitzins-
senkung am 6. März 2025 hat sich die Wortwahl entsprechend geändert: es ist nun die Rede
davon, dass die Geldpolitik spürbar weniger restriktiv wird.
Am Kapitalmarkt war bei den zehnjährigen Bundesanleihen wieder ein Anstieg der Renditen
festzustellen. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen lagen zum Jahresbeginn bei
2,10 % - am 30. Dezember 2024 bei 2,39 %.
Nachdem sich die Ertragssituation der Kreditinstitute nach dem Ende der mehrjährigen
Niedrigzinsphase im Jahr 2023 deutlich verbessert hatte, dürften sich der geänderte geld-
politische Kurs und anhaltende Umschichtungen von Kundeneinlagen in höher verzinste
Anlageformen zunehmend negativ auf die zentrale Ertragsquelle „Zinsüberschuss“ auswir-
ken. Darüber hinaus geht die Deutsche Bundesbank von weiterhin steigenden Investitions-
bedarfen u.a. zur Verhinderung von Cyberkriminalität und zur verstärkten Digitalisierung
aus, die die Ertragslage zunächst belasten.
Die Kreditnachfrage war im vergangenen Jahr angestiegen, hatte sich jedoch zuletzt abge-
schwächt, insbesondere bei kleineren und mittleren Unternehmen, was die Bundesbank auf
die hohe Unsicherheit auf die wirtschaftliche und (geo-)politische Lage zurückführt.
Die bereits gestiegenen Wertberichtigungen könnten in den kommenden Quartalen weiter
zulegen, so die Bundesbank im aktuellen Finanzstabilitätsbericht. Jedoch seien auch zu-
sätzliche Verluste in einem Szenario mit einer schwächeren Konjunkturentwicklung ange-
sichts der Kapitalreserven der deutschen Kreditinstitute verkraftbar. Bei einem besseren
Konjunkturverlauf als in der „Basislinie“ angesetzt, könnte der Scheitelpunkt der Entwick-
lung der Wertberichtigungsquote dagegen bald überschritten sein, so die Bundesbank.
Die Aussichten der gesamten Finanzbranche gelten im Wesentlichen auch für die Sparkas-
sen. Die Kreditnachfrage hat sich im vergangenen Jahr belebt. Die Tatsache, dass die priva-
ten Haushalte die Lage auf dem Wohnungsmarkt wieder positiver einschätzen dürfte die
Nachfrage nach privaten Wohnungsbaukrediten weiter befördern, zumal das Niveau frühe-
rer Jahre noch nicht wieder erreicht worden ist.
Stadtsparkasse Düsseldorf
61
Auf der Passivseite ist mit weiteren Umschichtungen von den Sichteinlagen hin zu Termin-
geldern und Eigenemissionen zu rechnen, so dass sich aufgrund des stark zinsabhängigen
Geschäftsmodells der Sparkassen der Trend eines rückläufigen Zinsüberschusses fortsetzen
dürfte.
Ein Anstieg des Preisniveaus um etwas mehr als 2 % würde die Sachaufwendungen in der
Tendenz steigen lassen, während die Entwicklung des Personalaufwands wesentlich von
den Ergebnissen der laufenden Tarifverhandlungen abhängt.
Eine Einschätzung zur Entwicklung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft unterliegt den
gleichen Unsicherheiten wie die Prognose zur Wirtschaftsentwicklung. Vor dem Hintergrund
der angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation kann es zu einem Anstieg der Risiko-
vorsorge im Kreditgeschäft kommen.
Geschäftsentwicklung
Die Entwicklung in 2025 in den einzelnen Geschäftsfeldern der Stadtsparkasse Düsseldorf
sieht der Vorstand wie folgt:
Im Firmenkundengeschäft rechnet die Stadtsparkasse Düsseldorf mit gegenüber 2024 deut-
lich sinkenden Beständen aufgrund verhaltenem Neugeschäft bei ebenfalls sinkender Ge-
samtmarge im Kundenkreditgeschäft.
Für das Kundenpassivgeschäft rechnet der Vorstand ebenfalls mit sinkenden Beständen
und aufgrund der gesunkenen Marktzinsen und den daraus resultierenden niedrigeren Mar-
gen auch mit einer reduzierten Gesamtrentabilität.
Des Weiteren geht der Vorstand davon aus, dass das Provisionsergebnis höher als im Vor-
jahr auslaufen wird.
Im Bereich Private Kunden geht der Vorstand für 2025 von einer weiter anziehenden Nach-
frage des Kreditgeschäftes aus. Am stärksten wird der Anstieg bei den privaten Wohnungs-
baudarlehen erwartet, gefolgt von Ratenkrediten. Die Gesamtmarge wird wettbewerbsbe-
dingt leicht zurückgehen.
Im Kundenpassivgeschäft werden die Bestände rückläufig erwartet und wie im Firmenkun-
dengeschäft aufgrund niedrigerer Margen die Gesamtrentabilität des Jahres 2024 nicht
mehr erreichen.
Bei den Provisionen sind die wesentlichen Ertragsquellen weiterhin das Kundenwertpapier-
geschäft sowie der Giro- und Zahlungsverkehr. Allerdings wird hier in 2025 erwartungsge-
mäß das Vorjahresniveau nicht ganz erreicht werden.
Stadtsparkasse Düsseldorf
62
Treasury wird den Bestand an eigenen Wertpapieren in 2025 gegenüber 2024 mindestens
halten. Fällige Wertpapiere werden planmäßig wieder ersetzt.
Im Bereich Beteiligungen steht weiterhin eine effiziente Verwaltung der Engagements im
strategischen Fokus. Neue Beteiligungen sollen nur im Einzelfall unter geschäftspolitischen
Erwägungen erfolgen. Für 2025 wird ein Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an der Equity
Partners GmbH erwartet.
Für 2025 geht der Vorstand von einer Kernkapitalquote aus, die oberhalb der Quote des
Vorjahres liegen wird.
Ertragslage
Für das Jahr 2025 erwartet die Stadtsparkasse Düsseldorf Bruttoerträge auf einem weiter-
hin hohen Niveau, die zinsbedingt deutlich unter denen des Jahres 2024 auslaufen werden.
Der Provisionsüberschuss wird in etwa das Vorjahresniveau erreichen.
2025 wird es voraussichtlich mehr Mitarbeitende in der Stadtsparkasse Düsseldorf geben
als noch im Vorjahr. Zusätzlich führen Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivi-
tät (Investitionen in die Zukunft) sowie antizipierte Tarifsteigerungen zu einem spürbaren
Anstieg der Personalaufwendungen.
Der Vorstand geht für 2025 von einem deutlich höheren Sachaufwand aus, insbesondere
aufgrund der Verschiebung von Maßnahmen aus dem Vorjahr. Die wesentlichen Treiber sind
Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Investitionen stehen, sowie Aufwendungen für
Werbung, IT-Kosten sowie Aus- und Fortbildung. Weitere Kostenerhöhungen resultieren
u.a. aus inflationsbedingten Kostensteigerungen.
Für die Relation der Aufwendungen zu den Erträgen (Cost-Income-Ratio) erwartet der
Vorstand aufgrund des steigenden Aufwands bei geringeren Erträgen einen Wert, der ober-
halb des Vorjahres liegt.
Der Vorstand erwartet grundsätzlich weiterhin Unsicherheiten aus der aktuellen weltwirt-
schaftlichen und sicherheitspolitischen Lage. Das Bewertungsergebnis Kreditgeschäft wird
auf einem unverändert hohen Niveau, aber noch unterhalb des Vorjahresniveauwertes er-
wartet.
Stadtsparkasse Düsseldorf
63
Für das Bewertungsergebnis Wertpapiere erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr
2025 keine nennenswerten Ergebnisbeiträge. Ein großer Teil der Liquiditätsreserve ist
durch Derivate gesichert.
Ein Abschreibungsrisiko für die Verbundbeteiligungen beim Rheinischen Sparkassen- und
Giroverband (RSGV), auf das die Sparkasse keinen unmittelbaren Einfluss hat, wird aus heu-
tiger Sicht nicht gesehen. Eine in den Vorjahren gebildete zweckgebundene Vorsorge ge-
mäß § 340g HGB für zusätzliche Risiken aus der Beteiligung am RSGV konnte aufgelöst wer-
den.
Insgesamt erwartet der Vorstand, abhängig von der Zinsentwicklung, für das Geschäftsjahr
2025 einen Gewinn vor Steuern, der deutlich unter dem des Vorjahres liegt.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird vom Vorstand weiterhin sehr zufriedenstel-
lend eingeschätzt, sofern die dargestellten Risiken nicht schlagend werden.
Düsseldorf, 25. März 2025
Der Vorstand
Dr. Dahm Dr. Meyer Röttgen Six
Vorsitzendes
Mitglied
Mitglied Mitglied Mitglied
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Stadtsparkasse Düsseldorf (im Folgenden „Sparkasse“), Düsseldorf
A. Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse, bestehend aus der Bilanz zum 31.12.202 4 und der Ge-
winn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.202 4 bis zum 31.12.2024 sowie dem An-
hang, einschließlich der Darstellung d er Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber
hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 01.01.202 4 bis zum
31.12.2024 geprüft. Im Lagebericht wird darauf hingewiesen, dass der gesonderte nichtfinanzielle Be-
richt im Unternehmensregister veröffentlicht wird. Diesen nichtfinanziellen Bericht werden wir nicht
inhaltlich prüfen.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kre-
ditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deut-
schen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chendes Bild der Vermögens - und Finanzlage der Sparkasse zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertrags-
lage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse.
In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ent-
spricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünfti-
gen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den
oben genannten gesonderten nichtfinanziellen Bericht, auf dessen noch zu erfolgende Offenlegung
im Unternehmensregister im Lagebericht verwiesen wird.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB und der EU -Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU -APrVO“) unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ord-
nungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abs chlussprüfers für die Prüfung des Jahresab-
schlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind
in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufs-
rechtlichen Vorschriften von der Sparkasse unabhängig und haben unsere sonstigen deutschen Be-
rufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir ge-
mäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU -APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten
Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistun-
gen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlang-
ten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet s ind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
B. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen
Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom
01.01.2024 bis zum 31.12. 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer
Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei d er Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu be-
rücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Ein aus unserer Sicht besonders wichtiger Prüfungssachverhalt ist die Ermittlung der Risikovorsorge
im Kreditgeschäft.
a) Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Im Jahresabschluss der Sparkasse werden zum 31.12. 2024 unter der Bilanzposition Aktiva 4 Forde-
rungen an Kunden in Höhe von 10.514,4 Mio. EUR ausgewiesen, die rund 68 % der Bilanzsumme aus-
machen; darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kredi tzusagen in
Höhe von insgesamt 858,8 Mio. EUR. Das Kreditgeschäft ist eine wesentliche Geschäftsaktivität der
Sparkasse.
Die Sparkasse untersucht regelmäßig und ggf. anlassbezogen, ob die Werthaltigkeit der Forderungen
im Kreditgeschäft weiterhin gegeben ist. Ist zweifelhaft, ob der Schuldner seinen vertraglichen Ver-
pflichtungen in vollem Umfang nachkommen kann (Ausfallrisiko), ist für die Forderung eine Wertbe-
richtigung zu bilden. Ein möglicher Wertberichtigungsbedarf, d. h. die Abschreibung auf den niedrige-
ren beizulegenden Wert, wird grundsätzlich aus der Differenz des aktuellen Buchwertes der Forderung
und den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zukünftig erwarteten Zahlungseingängen (ein-
schl. erwarteter Erlöse aus der Verwertung von Kreditsicherheiten) ermittelt. Bei außerbilanziellen Ge-
schäften (Bürgschaften, Gewährleistungen) und unwiderruflichen Kreditzusagen, bei denen eine Inan-
spruchnahme und ein darauf folgender Kreditausfall droht, werden entsprechende Rückstellungen ge-
bildet.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit einzelner Forderungen an Kunden (einschließlich unwiderruflicher
Kreditzusagen und der Eventualverbindlichkeiten) ist von hoher Relevanz für die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses der Sparkasse u nd waren damit auch im Rahmen unserer Prüfung von beson-
derer Bedeutung.
b) Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes führen wir auf der Grundlage unserer Risi-
koeinschätzung mit jährlich wechselnden Schwerpunkten Aufbau- und Funktionsprüfungen des rele-
vanten internen Kontrollsystems (i. W. zur Kreditgewährung, zur Risikofrüherkennung, zur Risikoklas-
sifizierung von Kreditnehmern sowie zur Sicherheitenbewertung und Risikovorsorge) sowie stets auch
aussagebezogene Prüfungshandl ungen in Form von Einzelfallprüfungen bestimmter Kreditengage-
ments durch. Darüber hinaus untersuchen wir strukturelle Merkmale des Kreditbestandes der Spar-
kasse (z. B. Größenklassen-, Branchen-, Ratingstruktur) und leiten daraus ggf. weitergehende Prü-
fungshandlungen ab.
Die in die Einzelfallprüfung einbezogenen Kreditengagements wurden nach einem berufsüblichen Ver-
fahren in einer bewussten Auswahl nach Risikomerkmalen bestimmt. Zu den herangezogenen Risiko-
merkmalen gehören u. a. die zugewiesene Risikoklassi fizierungsnote, der Umfang nicht durch Sicher-
heiten gedeckter Kreditteile (Blankokredite), die Branchenzugehörigkeit oder Negativhinweise aus der
Kontoführung des Kreditnehmers. Die ausgewählten Kreditengagements haben wir hinsichtlich der
Beachtung der internen Kreditprozesse und daraufhin untersucht, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse
des Kreditnehmers eine vertragsgemäße Erfüllung erwarten lassen oder eine Rückführung der Forde-
rung durch die Verwertung vorhandener Kreditsicherheiten zu erwarten ist. Sofern dies nicht zu erwar-
ten ist, haben wir die der Bewertung zugrundeliegenden Annahmen insbesondere hinsichtlich der
Höhe der in Zukunft noch erwarteten Zahlungseingänge gewürdigt.
Die vom Vorstand zur Bewertung einzelner Forderungen eingerichteten Kredit- und Rechnungsle-
gungsprozesse ermöglichen nach dem Ergebnis unserer Prüfung eine ordnungsgemäße Bewertung
und werden beachtet. Bei den in unsere Einzelfallprüfung einbezogenen Kreditengagements waren
die von der Sparkasse der Bewertungsentscheidung zugrun deliegenden Annahmen nachvollziehbar
und im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sachgerecht abgeleitet.
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Weitere Informationen zu den Beständen und der Bewertung sind im Anhang in den Angaben zu Aktiva
4 (Abschnitt „3.1 Aktiva“) sowie den Erläuterungen zu Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden (Ab-
schnitt „2.2 Bilanzierung und Bewertung von Aktivposten“) enthalten. Darüber hinaus verweisen wir
auf die Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht (Abschnitt B „Wirtschaftsbericht – Geschäfts-
verlauf und Darstellung der Geschäftsentwicklung, Kreditgeschäft“, Abschnitt C „Darstellung und Ana-
lyse der Lage -Ertragslage“ sowie Abschnitt F „Risikobericht – Risiken, Adressenausfallrisiken im Kun-
dengeschäft“).
C. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans (Verwaltungs-
rat) für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kre-
ditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buch-
führung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Fin anz- und Er-
tragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen,
die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not-
wendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahr esabschlusses zu ermöglichen, der frei von we-
sentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rech-
nungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorsta nd dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verant-
wortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern ein-
schlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungsle-
gungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tat-
sächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zu-
treffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chan-
cen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwort-
lich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Auf-
stellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen
Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebe-
richt erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Spar-
kasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
D. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lagebe-
richts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabsch luss als Gan-
zes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist
und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie
in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen
und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu er-
teilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Über-
einstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prü-
fung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlus-
ses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhal-
tung. Darüber hinaus
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresab-
schluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko,
dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt
wird, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, b eab-
sichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kon-
trollen beinhalten können;
erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen bzw. dieser Vorkehrungen und
Maßnahmen abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen-
hängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemes senheit des vom Vorstand angewandten Rech-
nungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage
der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereig-
nissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass
eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazu-
gehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls
diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen un-
sere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigu ngsvermerks er-
langten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu füh-
ren, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein-
schließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle
und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver-
mögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentspre-
chung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse;
führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zu grunde gelegten bedeutsa-
men Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben
aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben so-
wie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben w ir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unver-
meidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben ab-
weichen.
Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in in-
ternen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängig-
keitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachver-
halte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängig-
keit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorge-
nommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen
Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeut-
samsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen
die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
E. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO:
Wir sind nach § 24 Abs. 3 Satz 1 des Sparkassengesetzes Nordrhein -Westfalen i. V. m. § 340k Abs. 3
Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungs-
bericht nach Artikel 11 EU-APrVO in Einklang stehen.
Von der Prüfungsstelle des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes beschäftigte Personen haben
folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich
zur Abschlussprüfung für die Sparkasse erbracht:
Prüfung des Wertpapierdienstleistungsgeschäftes gemäß § 89 Abs. 1 Satz 1, 2 und 5 WpHG i. V. m.
§ 24 Abs. 6 SpkG NRW,
Bestätigungen im Zusammenhang mit der Abtretung von Kreditforderungen im Zuge geldpoliti-
scher Geschäfte der Bundesbank (sog. „MACCs Verfahren“ der Bundesbank),
Bestätigungen gemäß § 16j Abs. 2 Satz 3 des Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetzes (FinDAG) hin-
sichtlich der Bemessungsgrundlage der Umlage im Aufgabenbereich Wertpapierhandel ,
Bestätigungen im Zusammenhang mit der Teilnahme an Kreditbasket-Transaktionen der S-Finanz-
gruppe,
Bestätigungen gemäß Art. 3 der DelVO (EU) 2018/389 im Zusammenhang mit elektron ischen Zah-
lungsdiensten (PSD 2).
G. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Vietze.
Düsseldorf, 20. Mai 2025
Prüfungsstelle des
Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes
Vietze
Wirtschaftsprüfer
Wandelt
Verbandsprüfer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- RAT/232/2025
- Typ
- Beschlussvorlage
- Datum
- 27.06.2025
- Erstellt
- 27.06.2025 13:02