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RAT/197/2025

Anfrage aus aktuellem Anlass des Ratsherrn Lemmer: Asbest am U-Bahnhof Nordstraße

Anfrage Tierschutz/FREIE WÄHLER 23.05.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 28.05.2025, TOP 3.7

Anfrage

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Anfrage

5987 Zeichen

RAT/197/2025 
  
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich  
Düsseldorf, 23.05.2025 
An den 
Vorsitzenden des Rates der  
Landeshauptstadt Düsseldorf 
Herrn Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller 
 
 
Betrifft: 
Anfrage aus aktuellem Anlass des Ratsherrn Lemmer: Asbest am U-Bahnhof 
Nordstraße 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
  
am 21.05.2025 (Quelle 1) veröffentlichten die Landeshauptstadt Düsseldorf und 
die Rheinbahn gemeinsam folgende Pressemitteilung: 
  
„U-Bahnen halten bis auf Weiteres nicht am U-Bahnhof Nordstraße 
  
Die Landeshauptstadt und die Rheinbahn erneuern im U-Bahnhof "Nordstraße" 
ab Sommer den Brandschutz der Haltestelle. Dazu wurden in den letzten 
Wochen vorbereitende Arbeiten durchgeführt. Dabei wurde nun ein Austritt von 
Schadstoffen festgestellt, sodass der U-Bahnhof "Nordstraße" ab sofort, bis auf 
Weiteres, nicht angefahren werden kann. 
  
Die Bahnen können den U-Bahnhof weiterhin passieren, ohne dass dabei eine 
Gefahr für die Gesundheit besteht. Jedoch durchfahren die Bahnen aus

Seite 2 
Sicherheitsgründen die Haltestelle mit einer reduzierten Geschwindigkeit. Der 
Ein- und Ausstieg an der Haltestelle ist bis auf Weiteres nicht möglich.   
  
Der oberirdische Fahrgastbetrieb der Straßenbahnlinien 701 und 705 ist von der 
Einschränkung der U-Bahnlinien U78 und U79 nicht betroffen. 
  
Die Rheinbahn bittet ihre Fahrgäste um Verständnis und empfiehlt, auf 
benachbarte Haltestellen auszuweichen.“  
  
  
Am 22.05.2025 (Quelle 2) teilte die Landeshauptstadt Düsseldorf mit:   
  
„Asbest bei Arbeiten in der U-Bahnstation Nordstraße festgestellt 
  
Die Landeshauptstadt und die Rheinbahn werden im U-Bahnhof "Nordstraße" ab 
Sommer den Brandschutz der Haltestelle sanieren. Im Rahmen der 
vorbereitenden Arbeiten, wurde nun eine Schadstoffbelastung durch Asbest 
festgestellt und die Haltestelle umgehend für den Fahrgastbetrieb bis auf 
Weiteres eingeschränkt. Die Landeshauptstadt geht davon aus, dass die 
Asbestbelastung für die Fahrgäste und Anwohner vor der Einschränkung eher 
gering war, da die Aufenthaltsdauer im Bahnhof auf ein kurzes Zeitfenster 
begrenzt war und durch die Luft Verwirbelung an der Oberfläche die 
Konzentration herabgesenkt wurde. 
  
Die vorgenommene Kontrollmessungen ergaben indes keinerlei Austritt von 
künstlichen Mineralfasern (KMF). Überraschenderweise wurde in den 
begleitenden Luftmessungen während der Arbeiten dennoch Asbestfasern 
festgestellt. Woher diese Fasern genau stammen, ist aktuell noch in Klärung. Da 
die Quelle der Asbestfasern derzeit noch nicht ermittelt und beseitigt werden 
konnte, wurde der U-Bahnhof vorsorglich für den Fahrgastbetrieb geschlossen. 
Ab wann der U-Bahnhof wieder angefahren werden kann, kann zurzeit noch 
nicht angegeben werden.  
  
Die Nordstraße ist bereits der dritte U-Bahnhof, der brandschutztechnisch 
modernisiert wird. Aufgrund des Fertigstellungsjahres der U-Bahnhaltestelle 
Nordstraße (1981) wurden bereits in der Projektvorbereitung Schadstoffanalysen 
vorgenommen, die unauffällig waren. Zudem lag ein konkreter Hinweis auf eine 
Asbestbelastung nicht vor. Da in den Zwischendecken künstliche Mineralfasern

Seite 3 
verbaut wurden, erfolgte der Rückbau vorsorglich unter besonderen 
arbeitsrechtlichen Schutzvorkehrungen und baubegleitender 
Schadstoffmessung. Das Arbeitsfeld wurde mit Folie eingehaust und so von den 
Teilen der Haltestelle, in der sich die Fahrgäste aufhalten, isoliert. Die 
Luftführung wurde geregelt und die Abluft qualifiziert gefiltert. Zusätzlich trugen 
die Arbeiter Masken und Schutzanzüge. 
  
Das Demontieren der Deckenelemente erfolgte auf der Fahrebene nachts ohne 
Publikumsverkehr. Die einzelnen Elemente wurden mit Faserbindemittel 
eingesprüht und unmittelbar nach der Demontage in reißfeste und luftdichte 
Folie verpackt und im Anschluss fachgerecht entsorgt. Nach Beendigung jeder 
Nachtschicht wurde als besondere Vorsorgevorkehrung auch eine Reinigung der 
Bahnsteigflächen und Bauteiloberflächen sowie sonstiger Einrichtungen im 
jeweiligen Baufeld vorgenommen. 
  
Die Landeshauptstadt wird vorsorglich die benachbarten Haltestellen Klever 
Straße und Heinrich-Heine-Allee beproben. Die Verteilerebene im U-Bahnhof 
Nordstraße wird darüber hinaus durch geeignete Vorkehrungen abgeschottet.“  
  
  
Zu lesen ist auch (Quelle 3): „…44 Jahre altes Gerücht kommt wieder auf 
  
Anwohner diskutieren auf Facebook über Grund der U-Bahn-Sperrung. So 
schreibt ein Rheinbahn-Kunde: „Es herrscht doch immer schon ein ganz 
markanter Geruch da unten an der Haltestelle, schon seit Jahrzehnten!“ Ein 
anderer pflichtet ihm bei, schreibt: „Der markante Geruch war schon kurz nach 
der Eröffnung im Jahr 1981 Thema.“ 
  
  
In diesem Zusammenhang bitte ich Sie, die nachfolgende Anfrage aus aktuellem 
Anlass auf die Tagesordnung der Sitzung vom 28.05.2025 zu setzen und von 
der Verwaltung beantworten zu lassen:   
  
1.)  Wenn doch bekannt ist, dass früher in Gebäuden aller Art Asbest verbaut 
wurde, wieso war diese Problematik wohl bis vor wenigen Tagen nicht so 
deutlich in der Betrachtung und Vorbereitung, so dass es jetzt – 
unerwartet und überraschend – zur Sperrung des U-Bahnhofes 
Nordstraße kam (bei der Beantwortung bitte auch die Aussagen aus 
Quelle 3 berücksichtigen)?

Seite 4 
  
2.)  Welche konkreten Konsequenzen ziehen die Landeshauptstadt und die 
Rheinbahn nun zum Schutz der Beschäftigten und Fahrgäste für U-
Bahnhöfe, die im zeitlichen Zusammenhang mit dem U-Bahnhof 
Nordstraße gebaut worden sind, um mögliche Gefahren für die 
Gesundheit vermeiden zu helfen?     
  
  
  
  
  
Mit freundlichen Grüßen 
  
  
                
Torsten Lemmer 
  
  
  
Quelle 1 = U-Bahnen halten bis auf Weiteres nicht am U-Bahnhof Nordstraße - Landeshauptstadt 
Düsseldorf  
  
Quelle 2 = Asbest bei Arbeiten in der U-Bahnstation Nordstraße festgestellt - Landeshauptstadt 
Düsseldorf  
  
Quelle 3 = Rheinbahn muss Haltestelle dicht machen – plötzlich kommt ein 44 Jahre altes 
Gerücht auf

Beratungsverlauf (1)

28.05.2025 Rat
TOP 3.7 - Entscheidung

Beschluss: schriftlich beantwortet

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
RAT/197/2025
Typ
Anfrage Tierschutz/FREIE WÄHLER
Datum
23.05.2025
Erstellt
23.05.2025 11:43