V/0592/2016
Jahresabschluss 2015 der Wohn+Stadtbau GmbH (W+S)
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Beschlussvorlage
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V/0592/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2015 der Wohn+Stadtbau GmbH (W+S) Beratungsfolge 28.09.2016 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Lagebericht der Geschäftsführung (Anlage 1) und der Bericht des Aufsichtsrates (Anlage 2) werden zur Kenntnis genommen. 2. Weiter wird davon Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der W+S für das Geschäftsjahr 2015 durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer unter dem 08.06.2016 der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Die Stadt Münster als Alleingesellschafterin trifft folgende Entscheidungen: a) Der Jahresabschluss der W+S für das Geschäftsjahr 2015 (Anlage 3) abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 265.932.249,44 € sowie einem in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung aus- gewiesenen Bilanzgewinn von 3.500.191,15 € wird festgestellt. b) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung werden für das Geschäftsjahr 2015 Ent- lastung erteilt. c) Den Gewinnrücklagen wird aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2015 ein Betrag in H ö- he von 3.500.000,00 € zugewiesen. Vorlagen-Nr.: V/0592/2016 Auskunft erteilt: Herr Scholz Ruf: 492 20 43 E-Mail: ScholzT@stadt-muenster.de Datum: 01.08.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0592/2016 II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Begründung: Die Stadt Münster ist Alleingesellschafter in der W+S. Nach § 11 des Gesellschaftervertrages trifft für die Stadt Münster das jeweils zuständige Organ die Entscheidungen, die nach den gesetzlichen Be - stimmungen oder nach dem Gesellschaftsvertrag der Gesellschafterversammlung obliegen. Gemäß § 14 Abs. 2 Buchstaben a, b und e des Gesellschaftsvertrages beschließt die Gesellschafterversam m- lung über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Bilanzgewinns sowie über die Entlastung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung. Der Umsatz der W+S erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 5.675 T€ (12,3 %) auf 51.806 T€. Der Umsatzanstieg beruht in erster Linie auf erhöhten Erlösen aus Grun d- stücksverkäufen (+ 4.764 T€ auf 14.104 T€). Die Aufwendungen für die Hausbewirtsc haftung stiegen moderat um 179 T€ bzw. 1,1 % auf 16.974 T€. Dabei standen gestiegene Betriebskosten (+641 T€ auf 10.840 T€) rückläufigen Instandhaltungskosten (- 486 T€ auf 6.999 T€) gegenüber. Insgesamt schließt die Gewinn - und Verlustrechnung mit einem Jahresüberschuss von 5.890 T€ ab. Dies bedeutet gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 einen Anstieg um 45,9 % (1.852 T€). Das im for t- geschriebenen Wirtschaftsplan 2015 (vgl. Vorlage V/0801/2015) prognostizierte Ergebnis (4.285 T€) konnte ebenfalls übertroffen werden. Unter Berücksichtigung der Vorabgewinnausschüttung von (brutto) 2.451 T€ an die Stadt Münster sowie des Gewinnvortrages a us dem Vorjahr (1.606 T€) und der bereits mit dem Jahresabschluss 2014 beschlossenen Zuführung zu den G ewinnrücklagen (vgl. Vorlage V/0653/2015) in Höhe von 1.544 T€ verbleibt ein Bilanzgewinn von 3.500 T€. Aus diesem Bilanzgewinn sollen im Rahmen des Jahresabschlusses 2016 3,5 Mio. € den Gewinnrücklagen zuge- führt werden. Der Aufsichtsrat der W+S hat in seiner Sitzung am 28.06.2016 den Jahresabschluss 2015 beraten und der Gesellschafterversammlung einstimmig empfohlen, gemäß Ziffer 3 des o.a. Beschlussvo r- schlages zu entscheiden. In Vertretung gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Lagebericht der Geschäftsführung Bericht des Aufsichtsrates Jahresabschluss 2015
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Anlage 2 zur Vorlage V/0592/2016 A Wohn +Stadtbau Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH Münster, 28.06.2016 Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat sich: in sechs ordentlichen Sitzungen, einer zweitägigen Klausurtagung sowie anhand schriftlicher und : mündlicher . Berichte der Geschäftsführung eingehend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik und -entwicklung unterrichten lassen und von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Erforderliche Beschlüsse wurden nach eingehender - Beratung gefasst. . . Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist durch die PricewaterhouseCoopers AG mit dem uneingeschränkten” Bestätigungsvermerk . versehen worden. Aus dem Prüfungsbericht ergeben sich keine Beanstandungen. Nach Beratung mit ‘der Geschäftsführerin stimmt der. Aufsichtsrat dem . Jahresabschluss 2015 sowie dem Lagebericht zu. Er tritt dem Gewinnverteilungsvor- schlag bei und empfiehlt der Gesellschafterin: a) den Lagebericht der Geschäftsführerin zur Kenntnis zu nehmen, b) die Bilanz zum 31.12.2015 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015 festzustellen, c) den Bilanzgewinn in Höhe von 3.500.191,15 € wie folgt zu verwenden: 3.500.000,00 € Zuweisung „Andere Gewinnrücklagen“ 191,15 € Gewinnvortrag . d) der Geschäftsführung für das-Geschäftsjahr 2015 Entlastung zu erteilen. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Berichtsjahr zum Wohle der Gesellschaft geleistete Arbeit. Münster, 28.06.2016 Gin Gin Thomas Fastermann Vorsitzender des Aufsichtsrates
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Anlage 3 zur Vorlage V/0592/2016 Jahresabschluss zum 31.12.2015 -Bilanz | - Gewinn- und Verlustrechnung gE ze: ITNATA vEörzZEO’SgZ sE'82,’ 825 H'888°LH9°90z 119 SEE", 00'000'000°2 uelsodssunzuaußgesßunuypey r NALSOISONNZNIYHTVSONNNHIZA a una 2g'sıg'oze yehoy) an3 000 uUONSJS Sne LOAeP ve'59g°9Z uayayy: aA seNsUOS "9 WELUSE uaßungsI27 pun vaßunuaja17 Sne usgayyoypuigsen 'S Sr'69BgL te BumsluusA sne USYSyyOTPULgIaA 'y LEWSSPBE'EZ usÖUnIyeZUy ausyjeyig 'E O0pzSLLHIS Wsgaßypauy us1spue egnusßeb USJayyonPpuUIgusA "Z BEFLLLIE'HZL LEYNINSURIPeIY Jagnuaßaß usyayyanpuigian "L- j NALIBYHOFIANIgUSA °D HRSPZ’ZES'SOZ T0S8 701 Wugzaer wwiezg'zus esiorg ls PEOgL’LIB"L LI'BOBHRH'Y ZS'SHLELL -rpEr Des S0'rBo'LE Zr'esggl0z CO: HL'SSTEZ — Werd SE'ELEOBISL 007 OSDzE SL SELzLyEH „ TESBEDLGL PO LrB'LBLPEZ rn BEE nn EOSPILLTTE 17'668°607 yusre', v0'000’009°E° . nz ELSIE'ISE"L USBUNNaSHONY eBNsUog 'g 00°00L’SLL. usßünjajsjonuenag 'z 00'116°996 veßunypaydıan LOyOLYE Pun Leuojsuad Any uaBUnIaIsyaony 'L NIONNTIaLSHONA 'a 1endeyuadig ewuwung , uumsözueng awuung 00'097’ LKgV'z- Solyefsyeyassg sap ne Bunpayossnegeuon ‘y LOEREFIS'L- usbeppuuumeg u) Bunjjejsung *g 69'LEZOBB'G SSnyassegnsauer 'z Lo'es2’809°, Beioruumag 'L ° . UnmsbzuegE AI 00°000'00€'6Z ueßepjonuuulmeg) auspuy 'g 02'928°118°6 ‚eBepogisdunienswaneg 'z 00'000°008°€ uabeppong Syoubeansyeyosjassg *L VEBELUMES || SBEMOHTeNdey "IL IENdEy SEjSUgRIEZ3 5 1; TWVLIdvAN393 onz VAISSYd OL PSOPLLOEZ BZIIEEN IEOZSBILTL KEDLS'ELF 00'Lzp‘088 SL'ISZ’ISHL 68116989, ze'ese 012.07 SE'IBS'LLOL2L kE'IRIgEL ang ang usjsodsßunzusußgesßunuysey suspur 7 uaysoysBungeyossgpieg 'L NALSOISONNZNANDAVSONANHOAN "I LEyMpSupPey !eq Legeyng 'puejsaquassey '£ BnIn Söıssäig apugjsuaßaßsuaßguusn eBlsuog 'G wayeyosaseg Jeqnusßsd uaßumapıoy "y vawyaulsjun Suapungsan ueBa6 ueBunlapıog 'E UEyONSPUNJG) LOA znesey, sne ueßLniepıog "Z . Bungsjuus, sne usbunsapuoz *). SPUFSUSGOBSUSEHUNSA SENSUCS Bun USBUTTEBIOZ " SRUOA SUEpUYy "9 ueßungste] eBinayun '< veynegl UaBIHB; Ju SsYonIspunug 'y ueyiegl vadlieyun yu Syomspunig 'g ö LejsoysBunjessglonneg °Z . ueyneg auyo Syjomspunig 'L N399WUaAANvINN '8 usßunyisisny aßnsuog "€ usßundnepeg "z VoWyawegun Ueuapungien ve allayuy *L vebeezueug uesoysBungelegionneg ' neg u) voßejuy Öunpejssnesyeyassg pun -sgemag "ueßeluy arspuy Usulyoseyy pun uoßejuy syosiuyoa] " JORNG USJysaıneggug u ayonıspunug * uayneg auyo ayonyspunig vejneg VEIBPUE pun -SYEUOSSH) Hu Syonjspurug, vEynequyoyy Hu Slyaay aypiejßsyonspund pun SONIspunug °, NSYSONG usbewejses SPUFISUSDSBSUSEHUISA STSuSFEIIT *) NA90WU3AFOVINY 'Y VALLYY SLOZ Jeqwezag ‘LE wunz zuegig HqWg 183sunYj JpejS J0p uowyaulejunsßunuyopy man nommen. ınınaa Ri Gewinn- und Verlustrechnung. für die Zeit vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 PS > Geschäftsjahr Euro Euro . Umsatzerlöse j a) aus der Hausbewirtschaftung 36.783.136,66 b) aus Verkauf von Grundstücken . 14.104.343,00 c) aus Betreuungstätigkeit. 910.908,92 d) aus anderen Lieferungen und Leistungen . 7.151,46 . Veränderung des Bestandes an zum Verkauf j bestimmten Grundstücken mit fertigen und “unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen . Andere aktivierte Eigenleistungen . Sonstige betriebliche Erträge . Aufwendungen für bezogene Lieferungen - und Leistungen 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. a) Aufwendungen für’ Hausbewirischaftung 16.974.268,97 b) Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke ... 7.937.568,68 c) Aufwendungen für andere Lieferungen on und Leistungen j 624.178,89 . Personalaufwand . a) Löhine und Gehälter ö . 3.623.780,13 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für _ 1.048.953,94 Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung: 336.338,96 EUR (Vorjahr: 311.812,53 EUR) . Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen . Sonstige betriebliche Aufwendungen . Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag . Erträge aus’ anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge . Abschreibungen auf Finanzanlagen . Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: 45.798,00 EUR (Vorjahr: 49.749, ‚00 EUR) Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss Gewinnvortrag Vorabausschüttung auf Bilanzgewinn des Geschäftsjahres - Einstellung in andere Gewinnrücklagen Bilanzgewinn 51.805.540,04 -2.867.723,16 25.536.016,54 828.708,22 816.107,92 4.672.734,07 6.607.678,28 1.953.393,31 179.145,52 16.095,22 4.320,49 : 199.899,27 4.048.652,36 ! 7.763.820,42 1.856.202,60 17.386,13 5.890.231,69 1.605.753,07 2.451.460,00 1.544.333,61 3.500.191,15 _ 1.605.753,07
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Anlage 1 zur Vorlage V/0592/2016 Lagebericht zum Jahresabschluss 2015 der Wohn+Stadtbau GmbH Das Unternehmen Geschäftstätigkeit Die Wohn+Stadtbau gehört zu den großen Vermietern in Münster. Das Kerngeschäftsfeld des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Wohnraum, sowie damit verbundene Gewerbeobjekte und Sonderimmobilien wie Kindertagesstätten und Flüchtlingsunterkünften in der Stadt Münster. Zum Geschäftsmodell gehören darüber hinaus Projektentwicklungen, Neubautätigkeiten, Bauträgergeschäft und Dienstleistungen für Dritte. Die Wohn+Stadtbau ist Geschäftsbesorgerin ihrer 1 00%igen Tochtergesellschaft, der Wohnungsgesellschaft Große Lodden mbH, Münster. Diese Gesellschaft hält in ihrem Vermögen 87 Wohnungen in einer Eigentümergemeinschaft mit insgesamt 128 Wohnungen in Münster Osthussheide. ER Mit einem Jahresüberschuss in Höhe*5,89 Mio. Euro hat die Wohn+Stadtbau das | Geschäftsjahr 2015 erfolgreich abgeschlossen und das erwartete Ziel übertroffen. Für den | Erfolg des Geschäftsjahres sind die verbesserten Ergebnisse aus dem | Finanzierungsbereich, der Hausbewirtschaftung und der Verkaufstätigkeit entscheidend. Zum 31.12.2015 bewirtschaftete die Wohn+Stadtbau 6.490 Wohnungen, davon 5.453 eigene und 1.037 fremde Wohnungen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen rd. 23 Mio. Euro. Mehr als 4.000 Wohnungsinteressenten, davon knapp 2.000 neue potenzielle Kunden, haben bei der Wohn+Stadtbau 2015 nach Wohnraum gesucht. Der Wohnungsmarkt in ‚Münster ist also nach wie vor von einer sehr hohen Nachfrage nach bezahlbaren . Wohnungen geprägt, die nicht "befriedigt werden kann. Als städtisches Unternehmen beobachtet die Wohn+Stadtbau diese angespannte Lage mit großer Sorge. Auf diesem angespannten Markt hat die Wohn+Stadtbau auch im Geschäftsjahr 2015 einen wesentlichen Beitrag zur Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für die Einwohner von Münster geleistet. Sie stellte dem Markt insgesamt 140 neu gebaute Wohnungen zur | Verfügung: 60 Eigentumswohnungen und 80 Mietwohnungen im eigenen Bestand. Hinzu | ‘kamen 10 Wohnungen und 3 Flüchtlingsunterkünfte, für die das Unternehmen die Baubetreuung übernahm. Die Wohn+Stadtbau will auch in Zukunft mindestens auf dieser Basis weiter wachsen. Organisation und Mitarbeiter Die Wohn+Stadtbau plant für die kommenden Jahre vielfältige interne Optimierungsmaßnahmen: die Weiterentwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur, ‘die Überprüfung des Neubaubereichs, die Verbesserung der Transparenz und Effizienz, aber auch die Optimierung der Kundenzufriedenheit. > Die Kernprozesse der Wohn+Stadtbau wurden deshalb 2015 überprüft und — wo notwendig . — kundenfreundlicher gestaltet und neu aufgesetzt. Das entsprechende Projekt „W+S 2.0", das mehrere Teilbereiche des Unternehmens umfasst, ist 2014 definiert worden und startete im Mai 2015. An dem Projekt sind die Mitarbeiter auf allen Ebenen beteiligt. im Dezember 2015 wurde das BKO1-Verfahren der Aareal Bank eingeführt. Weitere Teilprojekte sind in der Bearbeitung und sollen ab 2016 sukzessive umgesetzt werden. Geplant ist u.a. die Einführung eines Kunden-Service-Centers. . Die Wohn+Stadtbau will in den kommenden fünf Jahren bis zu 1.000 Wohneinheiten errichten. Dieser neuen strategischen Ausrichtung ist die Organisation des Unternehmens angepasst worden: Im Hinblick auf die verstärkte Neubautätigkeit wurde vor allem der Anlage 1 Neubaubereich mit zusätzlichen Personalkapazitäten ausgestattet: Auch wurde die Trennung zwischen dem Neubaubereich und der Projektentwicklung „Konversion“ vorbereitet. Den zusätzlichen Anforderungen an Controlling,- Risikomanagement- und Planungsaufgaben wurde ebenfalls durch personelle Verstärkung Rechnung getragen. Die Wohn+Stadtbau beschäftigte zum Bilanzstichtag 83 Mitarbeiter, davon 50% Frauen. Die Quote der Auszubildenden beläuft sich auf 9%. Steigende Personalzahlen sowie tarifliche Lohn- und Gehaltsanpassungen führten zu einem zusätzlichen Personalaufwand von rd. 150.000 Euro. Rahmenbedingungen Deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs Die deutsche Wirtschaft ist weiter gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 %.' Eine robuste Binnenkonjunktur hat dabei die schwächere Exportdynamik kompensiert. Während im ersten Quartal auch die Exporte noch Impulse lieferten, war zuletzt vor allem der Konsum die tragende Säule der Konjunktur. Der private Konsum nahm dank steigender Beschäftigungszahlen und wachsender Einkommen deutlich zu. Die Arbeitslosenquote sank 2015 bundesweit auf 6,4 % nach 6,7 % im Vorjahr. Weiterhin gute Wohnungsbaukonjunktur Trotz der niedrigen Zinsen haben sich die Bauinvestitionen 2015 eher schwach entwickelt (+0,2 %). Während die Investitionen in Nichtwohngebäude um 1,9 % sanken, entwickelte. sich ’der Wohnungsbau gegen den Gesamttrend der Bauinvestitionen und legte um 1,5 % zu. Rund 178,8 Milliarden Euro flossen 2015 in den Neubau und die Modernisierung der Wohnungsbestände. Rund 309.000 Baugenehmigungen in 2015 2015 durften in Deutschland rund 309.000 neue Wohnungen gebaut werden. Das waren 8,4 % oder knapp '24.000 Baugenehmigungen mehr als im Jahr 2014. Damit setzte sich eine Steigerung fort, die schon im Jahr 2009 begonnen hat. Von den Wohnungen, die im Jahr 2015 genehmigt wurden, waren 264.000 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+7,5 %). Dieses Plus an Wohnungen resultierte insbesondere aus dem Anstieg von Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+6,9 % beziehungsweise +8.900 Wohnungen) und dem Anstieg von. Baugenehmigungen für Wohnungen. in Einfamilienhäusern (+8,1% beziehungsweise +7.100 Wohnungen). Für Wohnungen in Wohnheimen erreichten die Genehmigungen einen Zuwachs um 12,5. (+1.300 Wohnungen), nachdem sie bereits im Vorjahr um 31,1 % (+2.500 Wohnungen) "gestiegen waren. Im Zeitraum 2013 bis 2015 stieg die Anzahl genehmigter Wohnungen in Wohnheimen damit insgesamt um 47,6 %. Der Mietwohnungsneubau wuchs wie in den Vorjahren am schnellsten (+15,7 %). Mit rund 65.000 neu genehmigten Wohneinheiten entstanden fast 9.000 Mietwohnungen mehr als im Vorjahr. Der Neubau von Eigentumswohnungen ging dagegen, nach deutlichem Expansionskurs in den vergangenen drei Jahren, 2015 erstmals wieder leicht zurück (-2,7 %). Im Geschosswohnungsbau insgesamt wurden 135.000. Wohnungen auf den Weg gebracht. — v Anlage 1 Fertigstellungen liegen weiterhin unter dem Bedarf Dagegen ist die Zahl der Fertigstellungen seit einigen Jahren deutlich niedriger als die der Baugenehmigungen. So ‚dürften 2015 rund 270.000 Wohnungen neu auf den Markt gekommen sein. Auch im laufenden Jahr 2016 wird die Zahl der Fertigstellungen die 300.000er-Marke voraussichtlich noch nicht überschreiten. In Deutschland müssten in den kommenden fünf Jahren allerdings rund 400. 000 Wohnungen pro Jahr neu gebaut werden. Das geht aus einer aktuellen Studie des Pestel-Instituts . (Hannover) im Auftrag des Verbändebündnis Wohnungsbau hervor.’ Ein Grund dafür sind die rasant wachsenden Flüchtlingszahlen. Ebenso aber der bestehende Nachholbedarf, der starke Zuzug in die Städte und .die Zuwänderung aus der EU. Wohnungen fehlen insbesondere in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten. Wohnungsmarkt in Münster weiter angespannt Zu den Universitätsstädten mit’einem angespannten Wohnungsmarkt gehört auch Münster. 2015 ist die Einwohnerzahl Münsters im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen: um rund 1,6 % auf 305.235. Die Arbeitsiosenquote sank von 6,0 auf 5,8 %. Die Nachfrage nach Wohnraum war weiter hoch, was deutliche Auswirkungen auf die Preisentwicklung hatte: Die durchschnittliche Angebotsmiete lag 2015 bei 9,71 Euro pro Quadratmeter und damit rund 5,9 % höher als 2014 (9,17 Euro). Damit sind die Mietpreise in Münster zwischen 2007 und 2015 um 25,3 % gestiegen. Die Kaufpreise für Häuser erhöhten sich im selben Zeitraum um 41,7 %, die Kaufpreise für Wohnungen sogar um 53,6 %. Der hohen Nachfrage nach Wohnraum. standen 2015 insgesamt 1.380 fertiggestellte Wohneinheiten gegenüber.? Wirtschaftsbericht Die Wohn+Stadtbau hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren geplanten Jahresüberschuss übertroffen. Dies wurde durch eine positive Entwicklung des Kerngeschäfts — der Vermietung und Bewirtschaftung der eigenen Bestandsimmobilien - sowie durch gezielte Reduzierungen im Bereich der sachlichen Verwaltungskosten und im Finanzbereich "erreicht. Den Gesamtumsatz steigerte die Wohn+Stadtbau 2015 auf 51,8 Mio. Euro, was vor allem aus einem Anstieg von rd. 50 % (+4,8 Mio. Euro) bei den Umsatzerlösen durch den Verkauf von Grundstücken des Umlaufvermögens resultierte. Ergebnis Hausbewirtschaftung Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung stiegen um 2,4% auf 36,8 Mio. Euro, Ursächlich hierfür war die Erhöhung der Nettosollmieten um 1,27 Mio. Euro. Die Miete je Quadratmeter Wohnfläche stieg um durchschnittlich 2,5% auf 5,25 Euro. Der Anstieg resultiert aus Mietsteigerungsmöglichkeiten im Rahmen der Neuvermietung und im Bestand nach BGB sowie durch Neubauzugänge. Die Miete je Quadratmeter Wohnfläche betrug zum 31.12.2015 5,33 Euro. Der seit dem 01.04.2015. gültige Mietspiegel weist für die zurückliegenden ‘zwei Jahre eine durchschnittliche Steigerung der ortsüblichen Vergleichsmiete von 2,98% aus. Diese Steigerungsraten werden bei der Wohn+Stadtbau bewusst nicht erreicht. . ' Pestel-Institut (2015): Modellrechnung zu den langfristigen Kosten und Einspärungen eines Neustarts des sozialen Wohnungsbaus sowie Einschätzung des aktuellen und mittelfristigen „ Yohnungsbedarfs. Hannover ? Bericht zur Wohnbaulandentwicklung Münster 2015 Anlage 1 Die ungebrochen hohe Nachfrage nach Mietwohnungen führte zu einem guten Ergebnis in der Vermietung: Zum 31.12.2015 stand keine Wohnung länger als drei Monate leer, 14 Wohnungen befanden sich in der Neuvermietung. Die Erlösschmälerungen beliefen sich auf lediglich 0,4%. Die Kündigungsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter reduziert.und liegt im Jahr 2015 bei nur noch 5,3 %. . Im Bereich der Gewerbevermietung ist der Markt zu beobachten. Neuvermietungen sind derzeit intensiv zu betreuen. Die Mietpreise sind noch stabil, Preisveränderungen halten sich in Grenzen. Leerstände, die über einen Zeitraum von drei Monaten hinausgingen, gab es zum 31.12.2015 nicht. Instandhaltung und Modernisierung Zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, den Bestand nachhaltig zu bewirtschaften, gehören zielgerichtete Investitionen in Instandhaltung und Modernisierung. Im Jahr 2015 wurde wieder umfassend in energetische Maßnahmen, Badmodernisierungen, Balkonanbauten und die Verbesserung des Wohnumfelds investiert. Die Aufwendungen beliefen sich für die Instandhaltung auf 17,60 Euro (gesamt rund 7 Mio. Euro) und für die Modernisierung 2,46 Euro je Quadratmeter Wohn-/ Nutzfläche (gesamt rund 1 Mio. Euro). Für Dritte sind Betreuungsleistungen im Bereich Instandhaltung und Modernisierung von insgesamt 2,8 Mio. Euro umgesetzt worden. Der Mietwohnungsbestand Wohnungsbestand nach Stadtteilen Münster-Albachten 17 Münster-Amelsbüren - 48 Münster-Angelmodde 16 Münster-Coerde 1.024 Münster-Gievenbeck 304 Münster-Gremmendorf 168 Münster-Handorf 261 Münster-Hiltrup 263 Münster-Kinderhaus 277 Münster-Mecklenbeck 84 Münster-Nienberge 10 Münster-Nord 1.678 Münster-Ost 692 Münster-Roxel 20 Münster-Sprakel 16 Münster-Süd 1.477 Münster-Wolbeck 123 Telgte 12 Anlage 1 Zum Bilanzstichtag 31.12.2015 stellt sich der verwaltete Bestand wie folgt dar: öffentlich |frei | gesamt gefördert finanziert Mietwohnungen Eigener Besitz 1.652 3.801 5.453 Fremd verwaltet 453 497 1.037 Gesamt 2.105 14.298 6.490 Garagen/Stellplätze Eigener Besitz 0 1.620 1.620. Fremd verwaltet 0 . 397 397 Gesamt 0 2.017 2.017 Gewerbe Eigener Besitz 1 147 148 Fremd vemaltett .|0 25 25 Gesamt 0 172 173 Der eigene Wohnungsbestand der Wohnt+Stadtbau ist auf 5.453 Wohnungen (Vorjahr: 5.373) angestiegen. Die Zahl der öffentlich geförderten Wohnungen belief sich auf 1.652 Wohnungen. . Zum 31.12.2015 betrug die Wohn- und Nutzfläche 401.321,71 m?, die Durchschnittgröße der Wohnungen lag bei 67 m?. “ Neubautätigkeit In abgelaufenen Geschäftsjahr errichtete die Wohn+Stadtbau insgesamt 80 Wohnungen, davon 19 frei finanziert und 61 öffentlich geförderte Wohnungen. Auch wurden dem Markt 60 Eigentumswohnungen zur Verfügung gestellt. j Die Wohnt+Stadtbau als städtisches Wohnungsunternehmen wurde damit. ihrer Verantwortung gerecht, Münsters Einwohner mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. . Baufertigstellungen: « _ Münster-Süd, Scheibenstraße 120 - 132 18 öffentlich geförderte Mietwohnungen «e _Münster-Süd, Hammer Straße “Wohnen um die Sebastiankirche 25 öffentlich geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen, 27 Eigentumswohnungen, 1 Wohngruppe, 1 Tiefgarage mit 40 Stellplätzen ® _Münster-Nord, Eckbebauung Grevener Str./Steinfurter Str. 19 öffentlich geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen 33 Eigentumswohnungen 1 Tiefgarage mit 34 Stellplätzen e _ Münster-Nord, Kinderhauser Straße 2 öffentlich geförderte Mietreihenhäuser e _Münster-Hiltrup, Franz-Berding-Weg 8 öffentlich geförderte Mietreihenhäuser « _ Münster-Ost, Erweiterung Lebenszentrum Klarastift 1 Tagespflegeeinrichtung und 10 Wohneinheiten « Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Tönskamp (8 WE für 50 Personen) “ « Baubetreuung für feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Kirschgarten (für 50 Personen) Anlage 1 « Baubetreuung für feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Käthe-Ernst-Weg (für 50 Personen) e Baubetreuung für feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Pienersallee (für 50 Personen) Insgesamt: 62 Mietwohnungen, 10 Mietreihenhäuser, 60 Eigentumswohnungen, 1 Wohngruppe, .2 Tiefgaragen mit 74 Stellplätzen, 1 Tagespflegeeinrichtung, 1 Übergangseinrichtung mit . 8 WE für 50 Personen, Baubetreuung für 3 Übergängseinrichtungen für 150 Personen Baubeginne: *e _Münster-Gievenbeck, Hensenstraße 29 Mietwohnungen, 4-Gruppen-Kita 1 Tiefgarage mit 22 Stellplätzen « _Münster-Handorf, Kerkschlag 9 öffentlich geförderte Mietreihenhäuser « _ Münster-Mauritz, Schmittingheide, Elvenstück '10 öffentlich geförderte Mietreihenhäuser « Einrichtung für Wohnungslose Schwarzer Kamp (46 Personen) « Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Holunderweg (5 WE für 50 Personen) « Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge ‚Hakenesheide (4 WE für 39 Personen) Insgesamt: 29 Mietwohnungen, 19 Mietreihenhäuser, 1 Kita mit 4 Gruppen, 1 Tiefgarage mit 22 Stellplätzen, 2 Übergangseinrichtungen mit 9 WE für 89 Personen, 1 Obdachloseneinrichtung für 46 Personen Im Bau befindlich: e Münster-Hiltrup, Franz-Dahlkamp-Weg 28 Mietwohnungen, 32 Eigentumswohnungen e _ Münster-Nord, Corrensstraße 69 öffentlich geförderte Mietwohnungen 2-Gruppen-Kita 1 Tiefgarage mit 21 Stellplätzen e' Münster-Hiltrup, westl. Meesenstiege/Milingheide Straßenausbau.2. Bauabschnitt Insgesamt: 97 Mietwohnungen, 32 Eigentumswohnungen, 1 Kita mit 2 Gruppen, 1 Tiefgarage mit 21 Stellplätzen " m Anlage 1 Bauplanung: e _Münster-Gievenbeck, Arnheimweg 23 Mietwohnungen und 42 Eigentumswohnungen 1 Tiefgarage mit 36 Stellplätzen «e _Münster-Nord, York-Höfe 85 Mietwohnungen, 95 Eigentumswohnungen, 4- _Gruppen- Kita, 1 Wohngruppe, 1 Gewerbeeinheit, 2 Tiefgaragen mit insgesamt 147 Stellplätzen, 8 oberirdische Stellplätze -« Münster-Süd, Sentmaringer Weg 114, Nachverdichtung mit Neubau 12 Mietwohnungen, 20 oberirdische Stellplätze «e _Münster-Nord, Hoher Heckenweg 28 Eigentumswohnungen 1 Tiefgarage mit 18 Stellplätzen «e _Münster-Häger, Plantstaken 4-Gruppen-Kita « Münster-Handorf, Willingrott 2-Gruppen-Kita. _ « Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Willingrott (5 WE für 50 Personen) « Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Falgerstraße (5 WE für 50 Personen) « Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge Wangeroogeweg (5 WE für 50 Personen) « _Münster-Mauritz, Schmittingheide . 5 Punkthäuser mit je 5 Mietwohnungen «e _Münster-Ost, Lebenszentrum Klarastift 50 Mietwohnungen Insgesamt 210 Mietwohnungen, 165 Eigentumswohnungen, 4 Tiefgaragen mit 200 Stellplätzen, 28 oberirdische Stellplätze, 2 Kitas mit 6 Gruppen, 3 Übergangseinrichtungen mit 15 WE für 150 Personen. Finanzielle Leistungsindikatoren Die für die Gesellschaft bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: 2015 2014 2013 Eigenkapitalquote 20,7% 20,3% 21,1% Sollmiete Mietwohnungen 26.922 TEUR 25.647 TEUR 24.172 TEUR Instandhaltungsaufwand 6.999 TEUR 7.395 TEUR 7.119 TEUR je m? Wohn-/Nutzfläche 17,60 je m? Wfl. 18,77 je m? Wfl. 18,44 je m? Wfl. Die Werte dieser wesentlichen Steuerungsinstrumente entsprechen den Planungsansätzen und werden sich auch in den kommenden Jahren auf vergleichbarem Niveau entwickeln. Lediglich der Instandhaltungsaufwand wird zugunsten der Neubautätigkeit sukzessive reduziert. . Anlage 1 Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft ist zufriedenstellend. Das Jahresergebnis hat sich im- Vergleich zum Vorjahr um 1,853 Mio. Euro auf 5,89 Mio. Euro verbessert. Dies wurde durch eine positive Entwicklung des Kerngeschäfts — der Vermietung und Bewirtschaftung der . eigenen Bestandsimmobilien — sowie durch gezielte Reduzierungen im Bereich der | sachlichen Verwaltungskosten und im Finanzbereich erreicht. 31.12.2015 31.12.2014 Veränderung TE TE TE Hausbewirtschaftung . 6.658 5.498 1.160 Bau- und Verkaufstätigkeit 1.169 616 553 Betreuungstätigkeit 60 60 0 Sonstige ordentliche Geschäftsvorfälle -91 102 -193 Betriebsergebnis 7.796 6.276 1.520 Finanzergebnis 192 -73 265 Neutrales Ergebnis . -242 -191 | -51 Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.856 -1.974 118 Jahresüberschuss 5.890 4.038 1.852 Vermögens- und Finanzlage 31.12.2015 31.12.2014 ‚Veränderung TE % TE % TE Aktiva Anlagevermögen 234.182 88,06 218.537 85,82 15.645 Mittelfristiges . Umlaufvermögen 13.118 4,93 16.740 6,57 -3.622 Kurzfristiges Umlaufvermögen 18.632 7,01 19.367 7,61 -735 Bilanzsumme 265.932 100 254.644 100 11.288 Passiva Eigenkapital 55.114 20,72 51.675 21,1 3.439 Langfristiges Fremdkapital 189.058 71,09 183.827 68,2 5.231 Kurzfristiges Fremdkapital 21.760 8,18 19.142 10,7 2.618 Bilanzsumme 265.932 100 254.644 100 11.288 Die Bilanzsumme hat sich im Jahre 2015 um rd. 11,3 Mio. Euro auf aktuell 265,9 Mio. erhöht. Die Neubautätigkeit führte zu einer Steigerung des Sachanlagevermögens um rd. 16 Mio. Euro. Trotz der hohen Investitionen ist die Finanz- und Liquiditätslage ausgeglichen und ohne Bedenken. Die Ertragsiage ist weiterhin zufriedenstellend und der Jahresüberschuss beträgt 5,89 Mio. Euro. j Anlage 1 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Die Wohn+Stadtbau verfolgt ein laufendes aktives Risikomanagement, um wesentliche Risiken frühzeitig erkennen zu können. Ein wesentlicher Bestandteil der Risikosteuerung geht mit einer mehrjährigen Wirtschaftsplanung einher. Die Entwicklung der Kennzahlen, die für die langfristige und strategische Ausrichtung der Gesellschaft entscheidend sind, unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung. Möglicherweise auftretenden Risiken kann somit frühzeitig entgegengewirkt werden. Operative Kennzahlen aus der Hausbewirtschaftung, ein regelmäßiges Projektcontrolling im Neubaubereich, ein Liquiditätsmanagement sowie ausgewählte Bilanzkennzahlen und Soll-Ist-Abgleiche bilden die Basis für das monatliche Berichtswesen und die Risikosteuerung. Strategische und gesetzliche Risiken Das wichtigste strategische Ziel der WohntStadtbau als kommunales Wohnungsunternehmen liegt in der Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum. Für die Risikoeinschätzung in diesem Bereich ist die Betrachtung der Bevölkerungsentwicklung, des Nachfrageverhaltens und der damit verbundenen Anforderungen unserer Kunden ein wichtiges Element. Die Kenntnisse der unterschiedlichen Wohnraumanforderungen verschiedener Interessentengruppen (z.B. Studenten, ältere Menschen, Wohngruppen, unterschiedliche Einkommensgruppen, Flüchtlinge) versetzen uns in die. Lage, den vorhandenen Wohnungsbestand zielgerichtet anzupassen und die Neubauaktivitäten bedarfsgerecht zu planen. Trotzdem können daraus Risiken entstehen, die es zu beobachten gilt. . Verschärfte gesetzliche _ Rahmenbedingungen für die Immobilienwirtschaft (z.B. Anforderungen der EnEV, Mietpreisbremse, Vergaberecht) beeinflussen die wirtschaftliche Lage von Wohnungsunternehmen, da diese Vorgaben unter anderem zu Kostensteigerungen bei den Modernisierungen und der Neubautätigkeit führen. Die Wohn+Stadtbau ist in der Lage, notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten, da sie ihre Planung regelmäßig überprüft und entsprechend anpasst. Markt- und Objektrisiken Viele Analysen des Wohnungsmarktes kommen zu demselben Ergebnis: Münster benötigt mehr Wohnraum. Die Vielzahl der Interessenten, die nicht mit einer Wohnung der Wohn+Stadtbau versorgt werden können, belegt die anhaltend große Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Der Zuwachs der Bevölkerung und die vermehrte Zuwanderung verschärfen die Wohnungsknappheit. Für die Wohn+Stadtbau bedeutet dies für die kommenden Jahren: verstärkte Investitionen in den Neubau. Der positive Konjunkturverlauf der Stadt Münster und die hohe Nachfrage nach Wohnraum tragen dazu bei, dass die Wohn+Stadtbau nur sehr wenige Leerstände zu verzeichnen hat. Im Bereich der Bestandsmieten beobachten wir die Entwicklung des Mietspiegels und der derzeit steigenden Marktmieten. Als städtisches Wohnungsunternehmen sind wir bestrebt, Ba on Anlage 1 unsere Mieten unterhalb der Marktmieten zu halten. Damit leisten wir einen sozialen Beitrag zum Wohle der Bürger in Münster. Die Entwicklung unserer Bestandsqualität und unserer Quartiere beobachten wir ebenso intensiv wie die Fluktuation unserer Mieter. Mögliche Schwierigkeiten . bei der Anschlussvermietung insbesondere größerer Gewerbeflächen stehen dabei besonders im Fokus. Der bauliche und technische Zustand der Gebäude sowie die Berücksichtigung von Anforderungen verschiedener Zielgruppen sind wichtige Bausteine für die Marktfähigkeit des Unternehmens. Deshalb sind sie neben der regelmäßigen Einschätzung der Verkehrssicherheit ein wesentliches Element der Risikobetrachtung. \ Das Projektentwicklungsgeschäft nimmt bei der Wohn+Stadtbau einen hohen Stellenwert ein. Zahlreiche Neubauvorhaben für den Eigenbestand sowie diverse Bauträgermaßnahmen erfordern eine ständige Steuerung und Kontrolle. Besondere Risiken resultieren aus Kostenüberschreitungen und terminlichen “Verschiebungen sowie Insolvenzen von Handwerkern, da sie das wirtschaftliche Ergebnis maßgeblich beeinträchtigen können. Diese . Bereiche werden laufend überwacht und monatlich berichtet. Finanzrisiken Die Liquiditätsrisiken werden im Tagesgeschäft : und durch eine monatliche Liquiditätsplanung. beobachtet. Die Finanzierungsrisiken sind aufgrund der finanzwirtschaftlichen Gesamtsituation und der anhaltenden Niedrigzinsphase als gering zu betrachten. Frühzeitige Umfinanzierungen und der Abschluss von Forward-Darlehen . minimieren das Zinsänderungsrisiko und. gewährleisten eine homogene Verteilung der Prolongationszeiträume in den nächsten 15 bis 20 Jahren. . Zum Zeitpunkt der Berichterstellung liegen weder bestandsgefährdende Risiken noch Risiken, die die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage negativ beeinflussen könnten, vor. Das Risikomanagement ist ein wichtiges Steuerungselement für alle Geschäftsbereiche und unterliegt der stetigen Weiterentwicklung, um frühzeitig notwendige Gegenmaßnahmen einleiten zu könnten. Insbesondere die aufgeführten Risikobereiche unterliegen der laufenden Überwachung, aber auch Organisationsrisiken wie zum Beispiel der IT-Bereich werden laufend kontrolliert. Chancen der zukünftigen Entwicklung Markt- und Objektchancen Aufgrund der anhaltenden Nachfrageüberhänge liegt die Chance zur künftigen Entwicklung des Unternehmens weiterhin in der Bewirtschaftung von Mietwohnungen. Die gute Bestandsqualität und das Angebot für verschiedene Nachfragegruppen wirkt möglichen Marktrisiken wirksam entgegen und stärkt die Marktposition der Wohn+Stadtbau. Das Unternehmen verfügt über einen hohen Bekanntheitsgrad und ein positives Image in der Stadt Münster. Das Portfolio der Wohn+Stadtbau ist in einem technisch guten Zustand. Energetische Maßnahmen, die Modernisierung von Bädern sowie die Verbesserung des Wohnumfelds standen in den vergangenen Jahren. im Mittelpunkt der Aktivitäten. Sie bleiben auch weiterhin ein wichtiges Instrument zur Mieterbindung und Sicherung der Bestandsqualität. Die für unsere Gesellschaft. möglichen Mieterhöhungspotenziale werden sozialverträglich umgesetzt, um die Wirtschaftlichkeit zu stärken. Der Neubau von Mietwohnungen bietet die Möglichkeit . weiterer Ertrags- ‘und Wachstumschancen für die Wohn+Stadtbau. Eine große Chance im Neubaubereich liegt in der Diversifizierung, durch Bereitstellung von Wohnraum für verschiedene Zielgruppen. Die Wohn+Stadtbau hat neben Flüchtlingseinrichtungen und Kitas für die Stadt Münster auch _ Anlage 1 Studentenwohnungen und altengerechte Wohnungen gebaut. Günstige Förderbedingungen und das niedrige Zinsniveau haben positive Auswirkungen auf den Neubaubereich. Insofern überwiegen in diesem Segment die Chancen. Die steigende Kaufkraft in Münster und die hohe Nachfrage nach Wohneigentum bietet zusätzlich die Chance, durch das Bauträgergeschäft Wachstum zu generieren. Eine hohe Vermarktungsquote der Wohnungen vor Baubeginn gibt Planungssicherheit. Zudem liegen in diesem Segment sehr gute Ertragschancen, die der Gesellschaft zum Wachstum und zur Eigenkapitalstärkung dienen. , Finanzchancen Durch die aktuelle Situation am Kapitalmarkt bieten sich Chancen in der Ausrichtung der Finanzierungsstrategie. Möglichen Finanzierungsrisiken ist durch den ggf. vorzeitigen Abschluss von zinsgünstigen Darlehen entgegenzuwirken. So wird ein erheblicher Anteil zur positiven. Entwicklung der Ertrags-und Vermögenssituation der Gesellschaft geleistet. Investitionen im Neubaubereich finanziert die Wohn+Stadtbau zu langfristigen Konditionen, um Planungssicherheit zu erhalten. Die aktuellen Wohnraumförderungsprogramme ermöglichen zinsgünstige Darlehen, sodass Wirtschaftlichkeit und soziale Aspekte in Einklang gebracht werden können. Weitere Umfinanzierungsmöglichkeiten werden zielgerichtet umgesetzt. Prognosebericht Die Wohn+Stadtbau erwartet aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohnraum und des guten Zustands des eigenen Bestands auch weiterhin eine gute und positive Entwicklung. Als kommunales Wohnungsunternehmen nimmt Wohn+Stadtbau auch künftig in Münster eine zentrale Rolle bei der Sichterstellung von bezahlbarem Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung ein. Dabei kommt dem 'Neubau von Wohnungen eine wesentliche Bedeutung zu. Auch wenn die Flüchtlingszahlen derzeit etwas zurückgehen, werden weitere Menschen erwartet, für die neben Erstaufnahmeunterkünften auch Wohnungen bereitgestellt werden müssen. Die WohntStadtbau wird für diese Themen weiterhin guter und verlässlicher Partner der Stadt Münster sein. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens, zu der die nachhaltige Bewirtschaftung des Portfolios, wirtschaftliche Bestandsinvestitionen, umfangreiche Neubaumaßnahmen sowie zielgerichtete Ankäufe gehören, wirkt sich positiv auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens aus. Der Wohnungsmarkt in Münster ist weiter von einer hohen Nachfrage geprägt, die das Angebot von Mietwohnungen und Eigentumswohnungen deutlich übersteigt. Vor diesem Hintergrund rechnet die Wohn+Stadtbau für 2016 mit einem weiterhin zufriedenstellenden Ergebnis. Für den Erfolg des Geschäftsjahres sind die Umsatzsteigerungen aus der Hausbewirtschaftung und die Ergebnisse der Verkaufstätigkeit entscheidend. Die Verkaufserlöse werden 2016 jedoch weitaus geringer ausfallen als 2015, sodass das Gesamtergebnis unter dem Jahresergebnis von 2015 liegen wird. Es sind wieder umfangreiche Investitionen für Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen in den Bestand der Wohn+Stadtbau in Höhe von 6,64 Mio. Eüro geplant. Im Geschäftsjahr 2016 wird die Wohn+Stadtbau 124 Mietwohnungen, 19 Mietreihenhäuser sowie 32 Eigentumswohnungen fertigstellen. Damit leistet das Unternehmen weiterhin seinen Beitrag dazu, den in Münster dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Eine besondere Rolle kommt der Wohn+Stadtbau auch weiterhin bei der Entwicklung der - beiden zur Veräußerung stehenden Kasernenflächen (ca. 50 ha und 25 ha) in Münster zu. Fin Anlage 4 Unternehmen und Stadt prüfen die Möglichkeit des Erwerbs und damit einhergehend die notwendigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Die Wohn+Stadtbau hat zum Ende des Jahres zwei Mitarbeiter ausschließlich für diesen Bereich abgestellt. Die Wohn+Stadtbau hat in den kommenden Jahren zudem auch weitere interne Maßnahmen im Fokus: die Verbesserung der Transparenz und Effizienz, die Weiterentwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur, aber auch die weitere Optimierung der Organisation. Das hierfür im Mai 2015 gestartete Projekt „W+S 2.0" wird fortgeführt. Die Ausschüttungspolitik der Wohn+Stadtbau ist in einem Managementkontrakt festgelegt. Danach ist für das Jahr 2016 vorgesehen, dass die Wohn+Stadtbau an ihren Gesellschafter, die Stadt Münster, 3,5 Mio. Euro abführt. Um den Neubau von eigenen Wohnungen zu fördern und die Finanzkraft der Wohn+Stadtbau für die Zukunft sicherzustellen, arbeiten Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Stadt Münster derzeit an einer sachgerechten Lösung z.B. Senkung der Ausschüttung, Grundstücksübertragungen in Form von Sacheinlagen. Die Wohn+Stadtbau ist für die nächsten Jahre gut aufgestellt mit wirtschaftlich solidem Fundament, klarer Strategie und motivierten, erfahrenen Mitarbeitern. Das Unternehmen verfügt damit über die Voraussetzungen, sich den wachsenden Anforderungen und den vielfältigen Aufgaben der Wohnungsbranche zu stellen. Münster, 30. Mai 2016 Die Geschäftsführerin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (27)
- Scheibenstraße 120
- Hammer Straße
- Sentmaringer Weg 114
- Steinfurter Straße 19
- Kinderhauser Straße 2
- Franz-Berding-Weg 8
- Franz-Dahlkamp-Weg 28
- Käthe-Ernst-Weg
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- Pienersallee
- Hensenstraße 29
- Hakenesheide
- Meesenstiege
- Plantstaken 4
- Willingrott 2
- Wangeroogeweg
- Kinderhaus 277m
- Kerkschlag 9
- Elvenstück
- Holunderweg
- Arnheimweg 23
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Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0592/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.07.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37