Mandari Insight

V/0592/2016

Jahresabschluss 2015 der Wohn+Stadtbau GmbH (W+S)

Vorlagen 14.07.2016

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 28.09.2016, TOP 3.2

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

592_Anl_2

· application/pdf

Ansehen

592_Anl_3

· application/pdf

Ansehen

592_Anl_1

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

3703 Zeichen

V/0592/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2015 der Wohn+Stadtbau GmbH (W+S) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
28.09.2016 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
 
1. Der Lagebericht der Geschäftsführung (Anlage 1)  und der Bericht des Aufsichtsrates 
(Anlage 2)  werden zur Kenntnis genommen. 
 
2. Weiter wird davon Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der W+S für das 
Geschäftsjahr 2015 durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer unter dem 
08.06.2016 der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 
 
3. Die Stadt Münster als Alleingesellschafterin trifft folgende Entscheidungen: 
 
a) Der Jahresabschluss der W+S für das Geschäftsjahr 2015 (Anlage 3)  abschließend 
 
in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit   265.932.249,44 € 
 
sowie einem in der Bilanz und in der  
Gewinn- und Verlustrechnung aus- 
gewiesenen Bilanzgewinn von        3.500.191,15 € 
 
wird festgestellt. 
  
b) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung werden für  das Geschäftsjahr 2015 Ent-
lastung erteilt. 
 
c) Den Gewinnrücklagen wird aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2015 ein Betrag in H ö-
he von 3.500.000,00 € zugewiesen. 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0592/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Scholz 
Ruf: 
492 20 43 
E-Mail: 
ScholzT@stadt-muenster.de  
Datum: 
01.08.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0592/2016 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Keine 
 
 
 
 
Begründung: 
 
 
Die Stadt Münster ist Alleingesellschafter in der W+S. Nach § 11 des Gesellschaftervertrages trifft für 
die Stadt Münster das jeweils zuständige Organ die Entscheidungen, die nach den gesetzlichen Be -
stimmungen oder nach dem Gesellschaftsvertrag der Gesellschafterversammlung obliegen. Gemäß § 
14 Abs. 2 Buchstaben a, b und e des Gesellschaftsvertrages beschließt die Gesellschafterversam m-
lung über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Bilanzgewinns sowie über 
die Entlastung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung. 
 
Der Umsatz der W+S erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 5.675 T€ 
(12,3 %) auf 51.806 T€. Der Umsatzanstieg beruht in erster Linie auf erhöhten Erlösen aus Grun d-
stücksverkäufen (+ 4.764 T€ auf 14.104 T€). Die Aufwendungen für die Hausbewirtsc haftung stiegen 
moderat um 179 T€ bzw. 1,1 % auf 16.974 T€. Dabei standen gestiegene Betriebskosten (+641 T€ 
auf 10.840 T€) rückläufigen Instandhaltungskosten (- 486 T€ auf 6.999 T€) gegenüber. 
 
Insgesamt schließt die Gewinn - und Verlustrechnung mit einem Jahresüberschuss von 5.890 T€ ab. 
Dies bedeutet gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 einen Anstieg um 45,9 % (1.852 T€). Das im for t-
geschriebenen Wirtschaftsplan 2015 (vgl. Vorlage V/0801/2015) prognostizierte Ergebnis (4.285 T€) 
konnte ebenfalls übertroffen werden. Unter Berücksichtigung der Vorabgewinnausschüttung von 
(brutto) 2.451 T€ an die Stadt Münster sowie des Gewinnvortrages a us dem Vorjahr (1.606 T€) und 
der bereits mit dem Jahresabschluss 2014 beschlossenen Zuführung zu den G ewinnrücklagen (vgl. 
Vorlage V/0653/2015) in Höhe von 1.544 T€ verbleibt ein Bilanzgewinn von 3.500 T€. Aus diesem 
Bilanzgewinn sollen im Rahmen des Jahresabschlusses 2016 3,5 Mio. € den Gewinnrücklagen zuge-
führt werden. 
 
Der Aufsichtsrat der W+S hat in seiner Sitzung am 28.06.2016 den Jahresabschluss 2015 beraten 
und der Gesellschafterversammlung einstimmig empfohlen, gemäß Ziffer 3 des o.a. Beschlussvo r-
schlages zu entscheiden. 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
 
Anlagen: 
 Lagebericht der Geschäftsführung 
 Bericht des Aufsichtsrates 
 Jahresabschluss 2015

592_Anl_2

1607 Zeichen

Anlage 2 zur Vorlage V/0592/2016

A

Wohn +Stadtbau

Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH

Münster, 28.06.2016

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich: in sechs ordentlichen Sitzungen, einer zweitägigen
Klausurtagung sowie anhand schriftlicher und : mündlicher . Berichte der
Geschäftsführung eingehend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik und
-entwicklung unterrichten lassen und von der Ordnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung überzeugt. Erforderliche Beschlüsse wurden nach eingehender
- Beratung gefasst. . .

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist durch die
PricewaterhouseCoopers AG mit dem uneingeschränkten” Bestätigungsvermerk
. versehen worden. Aus dem Prüfungsbericht ergeben sich keine Beanstandungen.
Nach Beratung mit ‘der Geschäftsführerin stimmt der. Aufsichtsrat dem
. Jahresabschluss 2015 sowie dem Lagebericht zu. Er tritt dem Gewinnverteilungsvor-
schlag bei und empfiehlt der Gesellschafterin:

a) den Lagebericht der Geschäftsführerin zur Kenntnis zu nehmen,

b) die Bilanz zum 31.12.2015 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr 2015 festzustellen,

c) den Bilanzgewinn in Höhe von 3.500.191,15 € wie folgt zu verwenden:

3.500.000,00 € Zuweisung „Andere Gewinnrücklagen“
191,15 € Gewinnvortrag .

d) der Geschäftsführung für das-Geschäftsjahr 2015 Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern für die im Berichtsjahr zum Wohle der Gesellschaft geleistete Arbeit.

Münster, 28.06.2016

Gin Gin

Thomas Fastermann
Vorsitzender des Aufsichtsrates

592_Anl_3

4717 Zeichen

Anlage 3 zur Vorlage V/0592/2016

Jahresabschluss zum 31.12.2015

-Bilanz |
- Gewinn- und Verlustrechnung

gE ze: ITNATA

vEörzZEO’SgZ

sE'82,’ 825

H'888°LH9°90z

119 SEE",

00'000'000°2

uelsodssunzuaußgesßunuypey r
NALSOISONNZNIYHTVSONNNHIZA a

una 2g'sıg'oze yehoy)

an3 000 uUONSJS Sne LOAeP
ve'59g°9Z uayayy: aA seNsUOS "9
WELUSE uaßungsI27 pun vaßunuaja17 Sne usgayyoypuigsen 'S
Sr'69BgL te BumsluusA sne USYSyyOTPULgIaA 'y
LEWSSPBE'EZ usÖUnIyeZUy ausyjeyig 'E

O0pzSLLHIS

Wsgaßypauy us1spue egnusßeb USJayyonPpuUIgusA "Z
BEFLLLIE'HZL

LEYNINSURIPeIY Jagnuaßaß usyayyanpuigian "L-

j NALIBYHOFIANIgUSA °D

HRSPZ’ZES'SOZ

T0S8 701
Wugzaer

wwiezg'zus

esiorg ls

PEOgL’LIB"L

LI'BOBHRH'Y
ZS'SHLELL
-rpEr Des
S0'rBo'LE

Zr'esggl0z

CO: HL'SSTEZ —
Werd
SE'ELEOBISL
007
OSDzE SL
SELzLyEH

„ TESBEDLGL

PO LrB'LBLPEZ

rn BEE nn

EOSPILLTTE
17'668°607
yusre',
v0'000’009°E°

. nz

ELSIE'ISE"L USBUNNaSHONY eBNsUog 'g
00°00L’SLL. usßünjajsjonuenag 'z
00'116°996 veßunypaydıan
LOyOLYE Pun Leuojsuad Any uaBUnIaIsyaony 'L
NIONNTIaLSHONA 'a
1endeyuadig ewuwung
, uumsözueng awuung
00'097’ LKgV'z- Solyefsyeyassg sap
ne Bunpayossnegeuon ‘y
LOEREFIS'L- usbeppuuumeg u) Bunjjejsung *g
69'LEZOBB'G SSnyassegnsauer 'z
Lo'es2’809°, Beioruumag 'L °
. UnmsbzuegE AI
00°000'00€'6Z ueßepjonuuulmeg) auspuy 'g
02'928°118°6 ‚eBepogisdunienswaneg 'z
00'000°008°€ uabeppong Syoubeansyeyosjassg *L
VEBELUMES ||
SBEMOHTeNdey "IL
IENdEy SEjSUgRIEZ3 5 1;
TWVLIdvAN393
onz

VAISSYd

OL PSOPLLOEZ
BZIIEEN
IEOZSBILTL
KEDLS'ELF
00'Lzp‘088
SL'ISZ’ISHL
68116989,
ze'ese 012.07
SE'IBS'LLOL2L

kE'IRIgEL

ang ang

usjsodsßunzusußgesßunuysey suspur 7
uaysoysBungeyossgpieg 'L
NALSOISONNZNANDAVSONANHOAN "I

LEyMpSupPey !eq Legeyng 'puejsaquassey '£

BnIn Söıssäig

apugjsuaßaßsuaßguusn eBlsuog 'G
wayeyosaseg Jeqnusßsd uaßumapıoy "y
vawyaulsjun Suapungsan ueBa6 ueBunlapıog 'E
UEyONSPUNJG) LOA znesey, sne ueßLniepıog "Z

. Bungsjuus, sne usbunsapuoz *).

SPUFSUSGOBSUSEHUNSA SENSUCS Bun USBUTTEBIOZ "

SRUOA SUEpUYy "9

ueßungste] eBinayun '<

veynegl UaBIHB; Ju SsYonIspunug 'y

ueyiegl vadlieyun yu Syomspunig 'g
ö LejsoysBunjessglonneg °Z .

ueyneg auyo Syjomspunig 'L

N399WUaAANvINN '8

usßunyisisny aßnsuog "€
usßundnepeg "z

VoWyawegun Ueuapungien ve allayuy *L
vebeezueug

uesoysBungelegionneg '

neg u) voßejuy

Öunpejssnesyeyassg pun -sgemag "ueßeluy arspuy
Usulyoseyy pun uoßejuy syosiuyoa] "

JORNG USJysaıneggug u ayonıspunug *

uayneg auyo ayonyspunig

vejneg VEIBPUE pun -SYEUOSSH) Hu Syonjspurug,
vEynequyoyy Hu Slyaay aypiejßsyonspund pun SONIspunug °,

NSYSONG

usbewejses

SPUFISUSDSBSUSEHUISA STSuSFEIIT *)

NA90WU3AFOVINY 'Y

VALLYY

SLOZ Jeqwezag ‘LE wunz zuegig

HqWg 183sunYj JpejS J0p uowyaulejunsßunuyopy

man nommen. ınınaa

Ri

Gewinn- und Verlustrechnung.
für die Zeit vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

PS

>

Geschäftsjahr
Euro Euro
. Umsatzerlöse j
a) aus der Hausbewirtschaftung 36.783.136,66
b) aus Verkauf von Grundstücken . 14.104.343,00
c) aus Betreuungstätigkeit. 910.908,92

d) aus anderen Lieferungen und Leistungen . 7.151,46
. Veränderung des Bestandes an zum Verkauf j

bestimmten Grundstücken mit fertigen und

“unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen
. Andere aktivierte Eigenleistungen

. Sonstige betriebliche Erträge

. Aufwendungen für bezogene Lieferungen

- und Leistungen

14.
15.
16.

17.
18.
19.
20.

a) Aufwendungen für’ Hausbewirischaftung 16.974.268,97

b) Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke ... 7.937.568,68
c) Aufwendungen für andere Lieferungen on
und Leistungen j 624.178,89
. Personalaufwand .
a) Löhine und Gehälter ö . 3.623.780,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für _ 1.048.953,94

Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung: 336.338,96 EUR
(Vorjahr: 311.812,53 EUR)

. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-

stände des Anlagevermögens und Sachanlagen

. Sonstige betriebliche Aufwendungen
. Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag
. Erträge aus’ anderen Wertpapieren und Ausleihungen

des Finanzanlagevermögens

. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
. Abschreibungen auf Finanzanlagen
. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: 45.798,00 EUR
(Vorjahr: 49.749, ‚00 EUR)

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige Steuern
Jahresüberschuss

Gewinnvortrag

Vorabausschüttung auf Bilanzgewinn des Geschäftsjahres -
Einstellung in andere Gewinnrücklagen

Bilanzgewinn

51.805.540,04

-2.867.723,16

25.536.016,54

828.708,22
816.107,92

4.672.734,07

6.607.678,28
1.953.393,31
179.145,52
16.095,22

4.320,49 :
199.899,27
4.048.652,36 !

7.763.820,42

1.856.202,60
17.386,13

5.890.231,69

1.605.753,07
2.451.460,00
1.544.333,61

3.500.191,15 _ 1.605.753,07

592_Anl_1

30009 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0592/2016

Lagebericht zum Jahresabschluss 2015
der Wohn+Stadtbau GmbH

Das Unternehmen

Geschäftstätigkeit

Die Wohn+Stadtbau gehört zu den großen Vermietern in Münster. Das Kerngeschäftsfeld
des Unternehmens ist die Bewirtschaftung von Wohnraum, sowie damit verbundene
Gewerbeobjekte und Sonderimmobilien wie Kindertagesstätten und Flüchtlingsunterkünften
in der Stadt Münster. Zum Geschäftsmodell gehören darüber hinaus Projektentwicklungen,
Neubautätigkeiten, Bauträgergeschäft und Dienstleistungen für Dritte.

Die Wohn+Stadtbau ist Geschäftsbesorgerin ihrer 1 00%igen Tochtergesellschaft, der
Wohnungsgesellschaft Große Lodden mbH, Münster. Diese Gesellschaft hält in ihrem
Vermögen 87 Wohnungen in einer Eigentümergemeinschaft mit insgesamt 128 Wohnungen
in Münster Osthussheide. ER

Mit einem Jahresüberschuss in Höhe*5,89 Mio. Euro hat die Wohn+Stadtbau das |
Geschäftsjahr 2015 erfolgreich abgeschlossen und das erwartete Ziel übertroffen. Für den |
Erfolg des Geschäftsjahres sind die verbesserten Ergebnisse aus dem |
Finanzierungsbereich, der Hausbewirtschaftung und der Verkaufstätigkeit entscheidend.

Zum 31.12.2015 bewirtschaftete die Wohn+Stadtbau 6.490 Wohnungen, davon 5.453 eigene
und 1.037 fremde Wohnungen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen rd.
23 Mio. Euro.

Mehr als 4.000 Wohnungsinteressenten, davon knapp 2.000 neue potenzielle Kunden,
haben bei der Wohn+Stadtbau 2015 nach Wohnraum gesucht. Der Wohnungsmarkt in
‚Münster ist also nach wie vor von einer sehr hohen Nachfrage nach bezahlbaren .
Wohnungen geprägt, die nicht "befriedigt werden kann. Als städtisches Unternehmen
beobachtet die Wohn+Stadtbau diese angespannte Lage mit großer Sorge.

Auf diesem angespannten Markt hat die Wohn+Stadtbau auch im Geschäftsjahr 2015 einen
wesentlichen Beitrag zur Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für die Einwohner von
Münster geleistet. Sie stellte dem Markt insgesamt 140 neu gebaute Wohnungen zur |
Verfügung: 60 Eigentumswohnungen und 80 Mietwohnungen im eigenen Bestand. Hinzu |
‘kamen 10 Wohnungen und 3 Flüchtlingsunterkünfte, für die das Unternehmen die

Baubetreuung übernahm. Die Wohn+Stadtbau will auch in Zukunft mindestens auf dieser

Basis weiter wachsen.

Organisation und Mitarbeiter

Die Wohn+Stadtbau plant für die kommenden Jahre vielfältige interne
Optimierungsmaßnahmen: die Weiterentwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur,
‘die Überprüfung des Neubaubereichs, die Verbesserung der Transparenz und Effizienz, aber
auch die Optimierung der Kundenzufriedenheit. >

Die Kernprozesse der Wohn+Stadtbau wurden deshalb 2015 überprüft und — wo notwendig .
— kundenfreundlicher gestaltet und neu aufgesetzt. Das entsprechende Projekt „W+S 2.0",
das mehrere Teilbereiche des Unternehmens umfasst, ist 2014 definiert worden und startete
im Mai 2015. An dem Projekt sind die Mitarbeiter auf allen Ebenen beteiligt.

im Dezember 2015 wurde das BKO1-Verfahren der Aareal Bank eingeführt. Weitere
Teilprojekte sind in der Bearbeitung und sollen ab 2016 sukzessive umgesetzt werden.
Geplant ist u.a. die Einführung eines Kunden-Service-Centers. .

Die Wohn+Stadtbau will in den kommenden fünf Jahren bis zu 1.000 Wohneinheiten
errichten. Dieser neuen strategischen Ausrichtung ist die Organisation des Unternehmens
angepasst worden: Im Hinblick auf die verstärkte Neubautätigkeit wurde vor allem der

Anlage 1

Neubaubereich mit zusätzlichen Personalkapazitäten ausgestattet: Auch wurde die
Trennung zwischen dem Neubaubereich und der Projektentwicklung „Konversion“
vorbereitet. Den zusätzlichen Anforderungen an Controlling,- Risikomanagement- und
Planungsaufgaben wurde ebenfalls durch personelle Verstärkung Rechnung getragen. Die
Wohn+Stadtbau beschäftigte zum Bilanzstichtag 83 Mitarbeiter, davon 50% Frauen. Die
Quote der Auszubildenden beläuft sich auf 9%. Steigende Personalzahlen sowie tarifliche
Lohn- und Gehaltsanpassungen führten zu einem zusätzlichen Personalaufwand von rd.
150.000 Euro.

Rahmenbedingungen

Deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Die deutsche Wirtschaft ist weiter gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt
(BIP) stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 %.' Eine robuste Binnenkonjunktur hat
dabei die schwächere Exportdynamik kompensiert. Während im ersten Quartal auch die
Exporte noch Impulse lieferten, war zuletzt vor allem der Konsum die tragende Säule der
Konjunktur. Der private Konsum nahm dank steigender Beschäftigungszahlen und
wachsender Einkommen deutlich zu. Die Arbeitslosenquote sank 2015 bundesweit auf 6,4 %
nach 6,7 % im Vorjahr.

Weiterhin gute Wohnungsbaukonjunktur

Trotz der niedrigen Zinsen haben sich die Bauinvestitionen 2015 eher schwach entwickelt
(+0,2 %). Während die Investitionen in Nichtwohngebäude um 1,9 % sanken, entwickelte.
sich ’der Wohnungsbau gegen den Gesamttrend der Bauinvestitionen und legte um 1,5 % zu.
Rund 178,8 Milliarden Euro flossen 2015 in den Neubau und die Modernisierung der
Wohnungsbestände.

Rund 309.000 Baugenehmigungen in 2015

2015 durften in Deutschland rund 309.000 neue Wohnungen gebaut werden. Das waren 8,4
% oder knapp '24.000 Baugenehmigungen mehr als im Jahr 2014. Damit setzte sich eine
Steigerung fort, die schon im Jahr 2009 begonnen hat. Von den Wohnungen, die im Jahr
2015 genehmigt wurden, waren 264.000 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+7,5 %).
Dieses Plus an Wohnungen resultierte insbesondere aus dem Anstieg von
Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+6,9 % beziehungsweise
+8.900 Wohnungen) und dem Anstieg von. Baugenehmigungen für Wohnungen. in
Einfamilienhäusern (+8,1% beziehungsweise +7.100 Wohnungen). Für Wohnungen in
Wohnheimen erreichten die Genehmigungen einen Zuwachs um 12,5. (+1.300
Wohnungen), nachdem sie bereits im Vorjahr um 31,1 % (+2.500 Wohnungen) "gestiegen
waren. Im Zeitraum 2013 bis 2015 stieg die Anzahl genehmigter Wohnungen in
Wohnheimen damit insgesamt um 47,6 %.

Der Mietwohnungsneubau wuchs wie in den Vorjahren am schnellsten (+15,7 %). Mit rund
65.000 neu genehmigten Wohneinheiten entstanden fast 9.000 Mietwohnungen mehr als im
Vorjahr. Der Neubau von Eigentumswohnungen ging dagegen, nach deutlichem
Expansionskurs in den vergangenen drei Jahren, 2015 erstmals wieder leicht zurück (-2,7
%). Im Geschosswohnungsbau insgesamt wurden 135.000. Wohnungen auf den Weg
gebracht.

—

v

Anlage 1

Fertigstellungen liegen weiterhin unter dem Bedarf

Dagegen ist die Zahl der Fertigstellungen seit einigen Jahren deutlich niedriger als die der
Baugenehmigungen. So ‚dürften 2015 rund 270.000 Wohnungen neu auf den Markt
gekommen sein. Auch im laufenden Jahr 2016 wird die Zahl der Fertigstellungen die
300.000er-Marke voraussichtlich noch nicht überschreiten.

In Deutschland müssten in den kommenden fünf Jahren allerdings rund 400. 000 Wohnungen
pro Jahr neu gebaut werden. Das geht aus einer aktuellen Studie des Pestel-Instituts

. (Hannover) im Auftrag des Verbändebündnis Wohnungsbau hervor.’ Ein Grund dafür sind

die rasant wachsenden Flüchtlingszahlen. Ebenso aber der bestehende Nachholbedarf, der
starke Zuzug in die Städte und .die Zuwänderung aus der EU. Wohnungen fehlen
insbesondere in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten.

Wohnungsmarkt in Münster weiter angespannt

Zu den Universitätsstädten mit’einem angespannten Wohnungsmarkt gehört auch Münster.
2015 ist die Einwohnerzahl Münsters im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen: um rund
1,6 % auf 305.235. Die Arbeitsiosenquote sank von 6,0 auf 5,8 %.

Die Nachfrage nach Wohnraum war weiter hoch, was deutliche Auswirkungen auf die
Preisentwicklung hatte: Die durchschnittliche Angebotsmiete lag 2015 bei 9,71 Euro pro
Quadratmeter und damit rund 5,9 % höher als 2014 (9,17 Euro). Damit sind die Mietpreise in
Münster zwischen 2007 und 2015 um 25,3 % gestiegen. Die Kaufpreise für Häuser erhöhten
sich im selben Zeitraum um 41,7 %, die Kaufpreise für Wohnungen sogar um 53,6 %. Der
hohen Nachfrage nach Wohnraum. standen 2015 insgesamt 1.380 fertiggestellte
Wohneinheiten gegenüber.?

Wirtschaftsbericht

Die Wohn+Stadtbau hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren geplanten Jahresüberschuss
übertroffen. Dies wurde durch eine positive Entwicklung des Kerngeschäfts — der Vermietung
und Bewirtschaftung der eigenen Bestandsimmobilien - sowie durch gezielte Reduzierungen
im Bereich der sachlichen Verwaltungskosten und im Finanzbereich "erreicht. Den
Gesamtumsatz steigerte die Wohn+Stadtbau 2015 auf 51,8 Mio. Euro, was vor allem aus
einem Anstieg von rd. 50 % (+4,8 Mio. Euro) bei den Umsatzerlösen durch den Verkauf von
Grundstücken des Umlaufvermögens resultierte.

Ergebnis Hausbewirtschaftung

Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung stiegen um 2,4% auf 36,8 Mio. Euro,
Ursächlich hierfür war die Erhöhung der Nettosollmieten um 1,27 Mio. Euro. Die Miete je
Quadratmeter Wohnfläche stieg um durchschnittlich 2,5% auf 5,25 Euro. Der Anstieg
resultiert aus Mietsteigerungsmöglichkeiten im Rahmen der Neuvermietung und im Bestand
nach BGB sowie durch Neubauzugänge. Die Miete je Quadratmeter Wohnfläche betrug zum
31.12.2015 5,33 Euro. Der seit dem 01.04.2015. gültige Mietspiegel weist für die
zurückliegenden ‘zwei Jahre eine durchschnittliche Steigerung der ortsüblichen
Vergleichsmiete von 2,98% aus. Diese Steigerungsraten werden bei der Wohn+Stadtbau
bewusst nicht erreicht. .

' Pestel-Institut (2015): Modellrechnung zu den langfristigen Kosten und Einspärungen eines
Neustarts des sozialen Wohnungsbaus sowie Einschätzung des aktuellen und mittelfristigen
„ Yohnungsbedarfs. Hannover
? Bericht zur Wohnbaulandentwicklung Münster 2015

Anlage 1

Die ungebrochen hohe Nachfrage nach Mietwohnungen führte zu einem guten Ergebnis in
der Vermietung: Zum 31.12.2015 stand keine Wohnung länger als drei Monate leer, 14
Wohnungen befanden sich in der Neuvermietung. Die Erlösschmälerungen beliefen sich auf
lediglich 0,4%. Die Kündigungsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter reduziert.und
liegt im Jahr 2015 bei nur noch 5,3 %. .

Im Bereich der Gewerbevermietung ist der Markt zu beobachten. Neuvermietungen sind
derzeit intensiv zu betreuen. Die Mietpreise sind noch stabil, Preisveränderungen halten sich
in Grenzen. Leerstände, die über einen Zeitraum von drei Monaten hinausgingen, gab es
zum 31.12.2015 nicht.

Instandhaltung und Modernisierung

Zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, den Bestand nachhaltig zu

bewirtschaften, gehören zielgerichtete Investitionen in Instandhaltung und Modernisierung.
Im Jahr 2015 wurde wieder umfassend in energetische Maßnahmen, Badmodernisierungen,
Balkonanbauten und die Verbesserung des Wohnumfelds investiert. Die Aufwendungen
beliefen sich für die Instandhaltung auf 17,60 Euro (gesamt rund 7 Mio. Euro) und für die
Modernisierung 2,46 Euro je Quadratmeter Wohn-/ Nutzfläche (gesamt rund 1 Mio. Euro).
Für Dritte sind Betreuungsleistungen im Bereich Instandhaltung und Modernisierung von
insgesamt 2,8 Mio. Euro umgesetzt worden.

Der Mietwohnungsbestand
Wohnungsbestand nach Stadtteilen

Münster-Albachten 17

Münster-Amelsbüren - 48
Münster-Angelmodde 16
Münster-Coerde 1.024
Münster-Gievenbeck 304
Münster-Gremmendorf 168
Münster-Handorf 261
Münster-Hiltrup 263
Münster-Kinderhaus 277
Münster-Mecklenbeck 84
Münster-Nienberge 10
Münster-Nord 1.678
Münster-Ost 692
Münster-Roxel 20
Münster-Sprakel 16
Münster-Süd 1.477
Münster-Wolbeck 123

Telgte 12

Anlage 1

Zum Bilanzstichtag 31.12.2015 stellt sich der verwaltete Bestand wie folgt dar:

öffentlich |frei | gesamt
gefördert finanziert

Mietwohnungen

Eigener Besitz 1.652 3.801 5.453
Fremd verwaltet 453 497 1.037
Gesamt 2.105 14.298 6.490

Garagen/Stellplätze

Eigener Besitz 0 1.620 1.620.

Fremd verwaltet 0 . 397 397

Gesamt 0 2.017 2.017
Gewerbe

Eigener Besitz 1 147 148

Fremd vemaltett .|0 25 25

Gesamt 0 172 173

Der eigene Wohnungsbestand der Wohnt+Stadtbau ist auf 5.453 Wohnungen (Vorjahr:
5.373) angestiegen. Die Zahl der öffentlich geförderten Wohnungen belief sich auf 1.652
Wohnungen. .

Zum 31.12.2015 betrug die Wohn- und Nutzfläche 401.321,71 m?, die Durchschnittgröße der
Wohnungen lag bei 67 m?.

“ Neubautätigkeit

In abgelaufenen Geschäftsjahr errichtete die Wohn+Stadtbau insgesamt 80 Wohnungen,
davon 19 frei finanziert und 61 öffentlich geförderte Wohnungen. Auch wurden dem Markt 60
Eigentumswohnungen zur Verfügung gestellt. j
Die Wohnt+Stadtbau als städtisches Wohnungsunternehmen wurde damit. ihrer
Verantwortung gerecht, Münsters Einwohner mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen.

. Baufertigstellungen:
« _ Münster-Süd, Scheibenstraße 120 - 132
18 öffentlich geförderte Mietwohnungen
«e _Münster-Süd, Hammer Straße
“Wohnen um die Sebastiankirche
25 öffentlich geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen, 27 Eigentumswohnungen,
1 Wohngruppe, 1 Tiefgarage mit 40 Stellplätzen
® _Münster-Nord, Eckbebauung Grevener Str./Steinfurter Str.
19 öffentlich geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen
33 Eigentumswohnungen
1 Tiefgarage mit 34 Stellplätzen
e _ Münster-Nord, Kinderhauser Straße
2 öffentlich geförderte Mietreihenhäuser
e _Münster-Hiltrup, Franz-Berding-Weg
8 öffentlich geförderte Mietreihenhäuser
« _ Münster-Ost, Erweiterung Lebenszentrum Klarastift
1 Tagespflegeeinrichtung und 10 Wohneinheiten
« Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
Tönskamp (8 WE für 50 Personen)
“ « Baubetreuung für feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
Kirschgarten (für 50 Personen)

Anlage 1

« Baubetreuung für feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
Käthe-Ernst-Weg (für 50 Personen)

e Baubetreuung für feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
Pienersallee (für 50 Personen)

Insgesamt:
62 Mietwohnungen, 10 Mietreihenhäuser, 60 Eigentumswohnungen, 1 Wohngruppe,

.2 Tiefgaragen mit 74 Stellplätzen, 1 Tagespflegeeinrichtung, 1 Übergangseinrichtung mit
. 8 WE für 50 Personen, Baubetreuung für 3 Übergängseinrichtungen für 150 Personen

Baubeginne:

*e _Münster-Gievenbeck, Hensenstraße
29 Mietwohnungen, 4-Gruppen-Kita
1 Tiefgarage mit 22 Stellplätzen

« _Münster-Handorf, Kerkschlag
9 öffentlich geförderte Mietreihenhäuser

« _ Münster-Mauritz, Schmittingheide, Elvenstück
'10 öffentlich geförderte Mietreihenhäuser

« Einrichtung für Wohnungslose
Schwarzer Kamp (46 Personen)

« Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
Holunderweg (5 WE für 50 Personen)

« Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
‚Hakenesheide (4 WE für 39 Personen)

Insgesamt:
29 Mietwohnungen, 19 Mietreihenhäuser, 1 Kita mit 4 Gruppen, 1 Tiefgarage mit

22 Stellplätzen, 2 Übergangseinrichtungen mit 9 WE für 89 Personen,
1 Obdachloseneinrichtung für 46 Personen

Im Bau befindlich:

e  Münster-Hiltrup, Franz-Dahlkamp-Weg
28 Mietwohnungen, 32 Eigentumswohnungen

e _ Münster-Nord, Corrensstraße
69 öffentlich geförderte Mietwohnungen
2-Gruppen-Kita

1 Tiefgarage mit 21 Stellplätzen

e' Münster-Hiltrup, westl. Meesenstiege/Milingheide

Straßenausbau.2. Bauabschnitt

Insgesamt:
97 Mietwohnungen, 32 Eigentumswohnungen, 1 Kita mit 2 Gruppen, 1 Tiefgarage mit

21 Stellplätzen "

m

Anlage 1

Bauplanung:

e _Münster-Gievenbeck, Arnheimweg
23 Mietwohnungen und 42 Eigentumswohnungen
1 Tiefgarage mit 36 Stellplätzen

«e _Münster-Nord, York-Höfe
85 Mietwohnungen, 95 Eigentumswohnungen, 4- _Gruppen- Kita, 1 Wohngruppe,
1 Gewerbeeinheit, 2 Tiefgaragen mit insgesamt 147 Stellplätzen, 8 oberirdische
Stellplätze

-«  Münster-Süd, Sentmaringer Weg 114, Nachverdichtung mit Neubau

12 Mietwohnungen, 20 oberirdische Stellplätze

«e _Münster-Nord, Hoher Heckenweg
28 Eigentumswohnungen
1 Tiefgarage mit 18 Stellplätzen

«e _Münster-Häger, Plantstaken
4-Gruppen-Kita

« Münster-Handorf, Willingrott
2-Gruppen-Kita. _

« Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
Willingrott (5 WE für 50 Personen)

« Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
Falgerstraße (5 WE für 50 Personen)

« Feste Übergangseinrichtung für Flüchtlinge
Wangeroogeweg (5 WE für 50 Personen)

« _Münster-Mauritz, Schmittingheide

. 5 Punkthäuser mit je 5 Mietwohnungen

«e _Münster-Ost, Lebenszentrum Klarastift

50 Mietwohnungen

Insgesamt
210 Mietwohnungen, 165 Eigentumswohnungen, 4 Tiefgaragen mit 200 Stellplätzen, 28

oberirdische Stellplätze, 2 Kitas mit 6 Gruppen, 3 Übergangseinrichtungen mit 15 WE für
150 Personen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Gesellschaft bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im
Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2015 2014 2013
Eigenkapitalquote 20,7% 20,3% 21,1%
Sollmiete Mietwohnungen 26.922 TEUR 25.647 TEUR 24.172 TEUR
Instandhaltungsaufwand 6.999 TEUR 7.395 TEUR 7.119 TEUR
je m? Wohn-/Nutzfläche 17,60 je m? Wfl. 18,77 je m? Wfl. 18,44 je m? Wfl.

Die Werte dieser wesentlichen Steuerungsinstrumente entsprechen den Planungsansätzen
und werden sich auch in den kommenden Jahren auf vergleichbarem Niveau entwickeln.
Lediglich der Instandhaltungsaufwand wird zugunsten der Neubautätigkeit sukzessive
reduziert. .

Anlage 1

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist zufriedenstellend. Das Jahresergebnis hat sich im-
Vergleich zum Vorjahr um 1,853 Mio. Euro auf 5,89 Mio. Euro verbessert. Dies wurde durch

eine positive Entwicklung des Kerngeschäfts — der Vermietung und Bewirtschaftung der

. eigenen Bestandsimmobilien — sowie durch gezielte Reduzierungen im Bereich der |
sachlichen Verwaltungskosten und im Finanzbereich erreicht.

31.12.2015 31.12.2014 Veränderung

TE TE TE
Hausbewirtschaftung . 6.658 5.498 1.160
Bau- und Verkaufstätigkeit 1.169 616 553
Betreuungstätigkeit 60 60 0
Sonstige ordentliche Geschäftsvorfälle  -91 102 -193
Betriebsergebnis 7.796 6.276 1.520
Finanzergebnis 192 -73 265
Neutrales Ergebnis . -242 -191 | -51
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.856 -1.974 118
Jahresüberschuss 5.890 4.038 1.852
Vermögens- und Finanzlage

31.12.2015 31.12.2014 ‚Veränderung
TE % TE % TE

Aktiva
Anlagevermögen 234.182 88,06 218.537 85,82 15.645
Mittelfristiges .
Umlaufvermögen 13.118 4,93 16.740 6,57 -3.622
Kurzfristiges
Umlaufvermögen 18.632 7,01 19.367 7,61 -735
Bilanzsumme 265.932 100 254.644 100 11.288
Passiva
Eigenkapital 55.114 20,72 51.675 21,1 3.439
Langfristiges
Fremdkapital 189.058 71,09 183.827 68,2 5.231
Kurzfristiges
Fremdkapital 21.760 8,18 19.142 10,7 2.618
Bilanzsumme 265.932 100 254.644 100 11.288

Die Bilanzsumme hat sich im Jahre 2015 um rd. 11,3 Mio. Euro auf aktuell 265,9 Mio. erhöht.
Die Neubautätigkeit führte zu einer Steigerung des Sachanlagevermögens um rd. 16 Mio.
Euro.

Trotz der hohen Investitionen ist die Finanz- und Liquiditätslage ausgeglichen und ohne
Bedenken.

Die Ertragsiage ist weiterhin zufriedenstellend und der Jahresüberschuss beträgt 5,89 Mio.
Euro. j

Anlage 1

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht
eingetreten.

Chancen- und Risikobericht
Risikomanagement

Die Wohn+Stadtbau verfolgt ein laufendes aktives Risikomanagement, um wesentliche
Risiken frühzeitig erkennen zu können. Ein wesentlicher Bestandteil der Risikosteuerung
geht mit einer mehrjährigen Wirtschaftsplanung einher. Die Entwicklung der Kennzahlen, die
für die langfristige und strategische Ausrichtung der Gesellschaft entscheidend sind,
unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung. Möglicherweise auftretenden Risiken kann somit
frühzeitig entgegengewirkt werden. Operative Kennzahlen aus der Hausbewirtschaftung, ein
regelmäßiges Projektcontrolling im Neubaubereich, ein Liquiditätsmanagement sowie
ausgewählte Bilanzkennzahlen und Soll-Ist-Abgleiche bilden die Basis für das monatliche
Berichtswesen und die Risikosteuerung.

Strategische und gesetzliche Risiken

Das wichtigste strategische Ziel der WohntStadtbau als kommunales
Wohnungsunternehmen liegt in der Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit
bezahlbarem Wohnraum. Für die Risikoeinschätzung in diesem Bereich ist die Betrachtung
der Bevölkerungsentwicklung, des Nachfrageverhaltens und der damit verbundenen
Anforderungen unserer Kunden ein wichtiges Element. Die Kenntnisse der unterschiedlichen
Wohnraumanforderungen verschiedener Interessentengruppen (z.B. Studenten, ältere
Menschen, Wohngruppen, unterschiedliche Einkommensgruppen, Flüchtlinge) versetzen uns
in die. Lage, den vorhandenen Wohnungsbestand zielgerichtet anzupassen und die
Neubauaktivitäten bedarfsgerecht zu planen. Trotzdem können daraus Risiken entstehen,
die es zu beobachten gilt. .

Verschärfte gesetzliche _ Rahmenbedingungen für die Immobilienwirtschaft (z.B.
Anforderungen der EnEV, Mietpreisbremse, Vergaberecht) beeinflussen die wirtschaftliche
Lage von Wohnungsunternehmen, da diese Vorgaben unter anderem zu
Kostensteigerungen bei den Modernisierungen und der Neubautätigkeit führen. Die
Wohn+Stadtbau ist in der Lage, notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten, da sie ihre
Planung regelmäßig überprüft und entsprechend anpasst.

Markt- und Objektrisiken

Viele Analysen des Wohnungsmarktes kommen zu demselben Ergebnis: Münster benötigt
mehr Wohnraum. Die Vielzahl der Interessenten, die nicht mit einer Wohnung der
Wohn+Stadtbau versorgt werden können, belegt die anhaltend große Nachfrage nach
bezahlbarem Wohnraum. Der Zuwachs der Bevölkerung und die vermehrte Zuwanderung
verschärfen die Wohnungsknappheit. Für die Wohn+Stadtbau bedeutet dies für die
kommenden Jahren: verstärkte Investitionen in den Neubau.

Der positive Konjunkturverlauf der Stadt Münster und die hohe Nachfrage nach Wohnraum
tragen dazu bei, dass die Wohn+Stadtbau nur sehr wenige Leerstände zu verzeichnen hat.
Im Bereich der Bestandsmieten beobachten wir die Entwicklung des Mietspiegels und der
derzeit steigenden Marktmieten. Als städtisches Wohnungsunternehmen sind wir bestrebt,

Ba

on

Anlage 1

unsere Mieten unterhalb der Marktmieten zu halten. Damit leisten wir einen sozialen Beitrag
zum Wohle der Bürger in Münster.

Die Entwicklung unserer Bestandsqualität und unserer Quartiere beobachten wir ebenso
intensiv wie die Fluktuation unserer Mieter. Mögliche Schwierigkeiten . bei der
Anschlussvermietung insbesondere größerer Gewerbeflächen stehen dabei besonders im
Fokus.

Der bauliche und technische Zustand der Gebäude sowie die Berücksichtigung von
Anforderungen verschiedener Zielgruppen sind wichtige Bausteine für die Marktfähigkeit des
Unternehmens. Deshalb sind sie neben der regelmäßigen Einschätzung der
Verkehrssicherheit ein wesentliches Element der Risikobetrachtung. \

Das Projektentwicklungsgeschäft nimmt bei der Wohn+Stadtbau einen hohen Stellenwert
ein. Zahlreiche Neubauvorhaben für den Eigenbestand sowie diverse Bauträgermaßnahmen
erfordern eine ständige Steuerung und Kontrolle. Besondere Risiken resultieren aus
Kostenüberschreitungen und terminlichen “Verschiebungen sowie Insolvenzen von
Handwerkern, da sie das wirtschaftliche Ergebnis maßgeblich beeinträchtigen können. Diese .
Bereiche werden laufend überwacht und monatlich berichtet.

Finanzrisiken

Die Liquiditätsrisiken werden im Tagesgeschäft : und durch eine monatliche
Liquiditätsplanung. beobachtet. Die Finanzierungsrisiken sind aufgrund der
finanzwirtschaftlichen Gesamtsituation und der anhaltenden Niedrigzinsphase als gering zu
betrachten. Frühzeitige Umfinanzierungen und der Abschluss von Forward-Darlehen .
minimieren das Zinsänderungsrisiko und. gewährleisten eine homogene Verteilung der
Prolongationszeiträume in den nächsten 15 bis 20 Jahren. .

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung liegen weder bestandsgefährdende Risiken noch
Risiken, die die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage negativ beeinflussen könnten, vor.

Das Risikomanagement ist ein wichtiges Steuerungselement für alle Geschäftsbereiche und
unterliegt der stetigen Weiterentwicklung, um frühzeitig notwendige Gegenmaßnahmen
einleiten zu könnten. Insbesondere die aufgeführten Risikobereiche unterliegen der
laufenden Überwachung, aber auch Organisationsrisiken wie zum Beispiel der IT-Bereich
werden laufend kontrolliert.

Chancen der zukünftigen Entwicklung
Markt- und Objektchancen

Aufgrund der anhaltenden Nachfrageüberhänge liegt die Chance zur künftigen Entwicklung
des Unternehmens weiterhin in der Bewirtschaftung von Mietwohnungen. Die gute
Bestandsqualität und das Angebot für verschiedene Nachfragegruppen wirkt möglichen
Marktrisiken wirksam entgegen und stärkt die Marktposition der Wohn+Stadtbau. Das
Unternehmen verfügt über einen hohen Bekanntheitsgrad und ein positives Image in der
Stadt Münster. Das Portfolio der Wohn+Stadtbau ist in einem technisch guten Zustand.
Energetische Maßnahmen, die Modernisierung von Bädern sowie die Verbesserung des
Wohnumfelds standen in den vergangenen Jahren. im Mittelpunkt der Aktivitäten. Sie bleiben
auch weiterhin ein wichtiges Instrument zur Mieterbindung und Sicherung der
Bestandsqualität. Die für unsere Gesellschaft. möglichen Mieterhöhungspotenziale werden
sozialverträglich umgesetzt, um die Wirtschaftlichkeit zu stärken.

Der Neubau von Mietwohnungen bietet die Möglichkeit . weiterer Ertrags- ‘und
Wachstumschancen für die Wohn+Stadtbau. Eine große Chance im Neubaubereich liegt in
der Diversifizierung, durch Bereitstellung von Wohnraum für verschiedene Zielgruppen. Die
Wohn+Stadtbau hat neben Flüchtlingseinrichtungen und Kitas für die Stadt Münster auch

_

Anlage 1

Studentenwohnungen und altengerechte Wohnungen gebaut. Günstige Förderbedingungen
und das niedrige Zinsniveau haben positive Auswirkungen auf den Neubaubereich. Insofern
überwiegen in diesem Segment die Chancen.

Die steigende Kaufkraft in Münster und die hohe Nachfrage nach Wohneigentum bietet
zusätzlich die Chance, durch das Bauträgergeschäft Wachstum zu generieren. Eine hohe
Vermarktungsquote der Wohnungen vor Baubeginn gibt Planungssicherheit. Zudem liegen in
diesem Segment sehr gute Ertragschancen, die der Gesellschaft zum Wachstum und zur
Eigenkapitalstärkung dienen.

, Finanzchancen

Durch die aktuelle Situation am Kapitalmarkt bieten sich Chancen in der Ausrichtung der
Finanzierungsstrategie. Möglichen Finanzierungsrisiken ist durch den ggf. vorzeitigen
Abschluss von zinsgünstigen Darlehen entgegenzuwirken. So wird ein erheblicher Anteil zur
positiven. Entwicklung der Ertrags-und Vermögenssituation der Gesellschaft geleistet.
Investitionen im Neubaubereich finanziert die Wohn+Stadtbau zu langfristigen Konditionen,
um Planungssicherheit zu erhalten. Die aktuellen Wohnraumförderungsprogramme
ermöglichen zinsgünstige Darlehen, sodass Wirtschaftlichkeit und soziale Aspekte in
Einklang gebracht werden können. Weitere Umfinanzierungsmöglichkeiten werden
zielgerichtet umgesetzt.

Prognosebericht

Die Wohn+Stadtbau erwartet aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohnraum und des
guten Zustands des eigenen Bestands auch weiterhin eine gute und positive Entwicklung.

Als kommunales Wohnungsunternehmen nimmt Wohn+Stadtbau auch künftig in Münster
eine zentrale Rolle bei der Sichterstellung von bezahlbarem Wohnraum für breite Schichten
der Bevölkerung ein. Dabei kommt dem 'Neubau von Wohnungen eine wesentliche
Bedeutung zu. Auch wenn die Flüchtlingszahlen derzeit etwas zurückgehen, werden weitere
Menschen erwartet, für die neben Erstaufnahmeunterkünften auch Wohnungen bereitgestellt
werden müssen. Die WohntStadtbau wird für diese Themen weiterhin guter und
verlässlicher Partner der Stadt Münster sein.

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens, zu der die nachhaltige Bewirtschaftung des
Portfolios, wirtschaftliche Bestandsinvestitionen, umfangreiche Neubaumaßnahmen sowie
zielgerichtete Ankäufe gehören, wirkt sich positiv auf die Vermögens-, Ertrags- und
Finanzlage des Unternehmens aus. Der Wohnungsmarkt in Münster ist weiter von einer
hohen Nachfrage geprägt, die das Angebot von Mietwohnungen und Eigentumswohnungen
deutlich übersteigt. Vor diesem Hintergrund rechnet die Wohn+Stadtbau für 2016 mit einem
weiterhin zufriedenstellenden Ergebnis. Für den Erfolg des Geschäftsjahres sind die
Umsatzsteigerungen aus der Hausbewirtschaftung und die Ergebnisse der Verkaufstätigkeit
entscheidend. Die Verkaufserlöse werden 2016 jedoch weitaus geringer ausfallen als 2015,
sodass das Gesamtergebnis unter dem Jahresergebnis von 2015 liegen wird.

Es sind wieder umfangreiche Investitionen für Instandhaltungs- und
Modernisierungsmaßnahmen in den Bestand der Wohn+Stadtbau in Höhe von 6,64 Mio.
Eüro geplant.

Im Geschäftsjahr 2016 wird die Wohn+Stadtbau 124 Mietwohnungen, 19 Mietreihenhäuser
sowie 32 Eigentumswohnungen fertigstellen. Damit leistet das Unternehmen weiterhin
seinen Beitrag dazu, den in Münster dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.

Eine besondere Rolle kommt der Wohn+Stadtbau auch weiterhin bei der Entwicklung der -
beiden zur Veräußerung stehenden Kasernenflächen (ca. 50 ha und 25 ha) in Münster zu.

Fin

Anlage 4

Unternehmen und Stadt prüfen die Möglichkeit des Erwerbs und damit einhergehend die
notwendigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Die Wohn+Stadtbau hat
zum Ende des Jahres zwei Mitarbeiter ausschließlich für diesen Bereich abgestellt.

Die Wohn+Stadtbau hat in den kommenden Jahren zudem auch weitere interne Maßnahmen
im Fokus: die Verbesserung der Transparenz und Effizienz, die Weiterentwicklung der
Führungs- und Unternehmenskultur, aber auch die weitere Optimierung der Organisation.
Das hierfür im Mai 2015 gestartete Projekt „W+S 2.0" wird fortgeführt.

Die Ausschüttungspolitik der Wohn+Stadtbau ist in einem Managementkontrakt festgelegt.
Danach ist für das Jahr 2016 vorgesehen, dass die Wohn+Stadtbau an ihren Gesellschafter,
die Stadt Münster, 3,5 Mio. Euro abführt. Um den Neubau von eigenen Wohnungen zu
fördern und die Finanzkraft der Wohn+Stadtbau für die Zukunft sicherzustellen, arbeiten
Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Stadt Münster derzeit an einer sachgerechten Lösung
z.B. Senkung der Ausschüttung, Grundstücksübertragungen in Form von Sacheinlagen.

Die Wohn+Stadtbau ist für die nächsten Jahre gut aufgestellt mit wirtschaftlich solidem
Fundament, klarer Strategie und motivierten, erfahrenen Mitarbeitern. Das Unternehmen
verfügt damit über die Voraussetzungen, sich den wachsenden Anforderungen und den
vielfältigen Aufgaben der Wohnungsbranche zu stellen.

Münster, 30. Mai 2016
Die Geschäftsführerin

Beratungsverlauf (1)

28.09.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 3.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (27)

  • Scheibenstraße 120
  • Hammer Straße
  • Sentmaringer Weg 114
  • Steinfurter Straße 19
  • Kinderhauser Straße 2
  • Franz-Berding-Weg 8
  • Franz-Dahlkamp-Weg 28
  • Käthe-Ernst-Weg
  • Schmittingheide
  • Schwarzer Kamp
  • Corrensstraße 69
  • Hoher Heckenweg 28
  • Falgerstraße
  • Kirschgarten
  • Pienersallee
  • Hensenstraße 29
  • Hakenesheide
  • Meesenstiege
  • Plantstaken 4
  • Willingrott 2
  • Wangeroogeweg
  • Kinderhaus 277m
  • Kerkschlag 9
  • Elvenstück
  • Holunderweg
  • Arnheimweg 23
  • Tönskamp

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0592/2016
Typ
Vorlagen
Datum
14.07.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37