Mandari Insight

2014/0437

Änderung der Kindertagespflegesatzung

Magistratsvorlage 05.11.2014

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der Satzung über die Betreuung von Tageskindern durch qualifizierte Tagespflegepersonen mit einer Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Kindertagespflegesatzung):


wöchentliche Betreuungsstunden
monatlicher Kostenbeitrag10 – 15100 ¬ über 15   20100 ¬ über 20   25121 ¬ über 25   30121 ¬ über 30   35132 ¬ über 35   40143 ¬ über 40154 ¬ 										Stand: 01.08.2014


Eine jährliche Erhöhung des Kostenbeitrages wird analog der Erhöhung der Entgelte in städtischen KindertÊËÍÎà	*,àâ r t ÷ïëåëåëÝëÒÊëåëÈëÁhLhLUhLCJaJhLhLCJaJh~FhL5
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2014/0437

7139 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
12.11.2014 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat Dezernat V Dezernat IV 
Dezernat I 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Dezernat V 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0437 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:  365010 
Kostenstelle:  051-000-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  3650-71 Sachkonto:  7128670 
 
Betreff: Änderung der Kindertagespflegesatzung 
 
Vorlage vom: 05.11.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat beschließt die gemeinsame Auszahlung der Satzungsleistung und der  
    Landesfördermittel ab dem 01.01.2015.  
2. Die Anerkennung des nachgewiesenen Betreuungsumfangs analog der städtischen  
    Krippen auf 30 Betreuungsstunden pro Woche ab dem 01.01.2015 wird beschlossen. 
3. Der Magistrat beschließt ab dem 01.01.2015 die Angleichung des Kostenbeitrages der  
    Sorgeberechtigten an den Kostenbeitrag der städtischen Krippen.  
4. Der Magistrat beschließt die Anpassung des individuellen Förderbedarfes des  
    Kindes und der damit zusammenhängenden Erhöhung des Entgeltes um bis zu 50% ab dem  
    01.01.2015. 
5. Der Magistrat beschließt die bedarfsgerechte Bezahlung der Betreuung in den Randzeiten ab  
    dem 01.01.2015.

- 2 - 
 
Anlagen: Anlage 1: Kindertagespflegesatzung 2009 
Anlage 2: Änderungssatzung 2014 
Anlage 3: Begründung der geänderten Leistungen an Tagespflegepersonen 
Anlage 4: Entwurf Satzungsänderung November 2014 
Anlage 5: Anlage 1 zu § 5 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.11.2014  
 
Tagespflege hat in Darmstadt im Bereich der Betreuung für Kinder unter drei Jahren einen 
hohen Stellenwert und ist für diese Altersgruppe mit der Betreuung in einer Kita gleich zu 
setzen. Etwa 1/3 aller betreuten Kinder in Darmstadt (siehe Versorgungsbericht 2013) werden 
von Tagespflegepersonen aufgenommen. Aktuell betreuen 142 Tagespflegepersonen insgesamt 
366 Tagespflegekinder. 
 
Zum 01.01.2015 werden die Leistungen gemäß der Satzung zur Kindertagespflege und die 
Fördermittel des Landes Hessen in einem gemeinsamen Betrag an die Tagespflegepersonen 
ausgezahlt. Bisher war dafür eine doppelte Antragstellung erforderlich. Daher muss die 
Satzung aus dem Jahr 2009, zuletzt geändert am 26.06.14 entsprechend angepasst werden 
(s. Anlagen 1 - 4). 
 
Darüber hinaus will die Änderungssatzung auch die Flexibilität und die besonderen 
Möglichkeiten der Tagespflege anerkennen und fördern, indem die Randzeitenbetreuung und 
die Betreuung von Kindern mit besonderen Bedarfen bei der Vergütung besonders 
berücksichtigt werden. 
 
In die Änderungssatzung wird eingefügt: „Weitere Zuzahlungen der Sorgeberechtigten sind 
nicht vorgesehen“. Damit wird deutlich, dass Zuzahlungen nicht erwünscht, aber auch nicht 
verboten sind. Dies entspricht der aktuellen Rechtsprechung. Dort gibt es unterschiedliche 
Urteile in der Frage ob Zuzahlungsverbote rechtens sind oder nicht. 
 
Eine weitere Veränderung besteht im Anspruch auf den Umfang der Betreuung.  
Ohne entsprechenden Nachweis über einen höheren Bedarf betrug der Betreuungsumfang in 
der Kindertagespflege bisher maximal 20 Betreuungsstunden pro Woche. Darüber 
hinausgehende Bedarfe mussten seitens der Eltern nachgewiesen werden. Demgegenüber 
besteht in der Krippe ein Anspruch auf 30 Betreuungsstunden pro Woche. Analog dieser 
Regelung sollen daher Eltern, die ihr Kind in Tagespflege betreuen lassen, ebenfalls diese 
Stundenkontingente buchen können. 
 
Der Kostenbeitrag der Eltern zur Kindertagespflege orientiert sich am Kostenbeitrag für die 
städtischen Krippen. Auf der Grundlage des monatlichen Entgeltes, das Eltern für die 
Betreuung ihres Kindes in einer städtischen Krippe für 30 Stunden pro Woche zahlen, wird der 
Kostenbeitrag pro Stunde berechnet. Dieser Betrag wird in die Systematik der Kostenbeiträge 
für die Satzung eingebaut. Da der Kostenbeitrag der Eltern in der Tagespflege nicht pro 
Stunde, sondern durch so genannte 5- Stunden- Staffelungen festgelegt wird, ist die 
Systematik zwischen Krippe und Tagespflege nicht identisch und muss entsprechend 
angepasst werden. Die Erhöhungen im Bereich der Kostenbeiträge für die städtischen Krippen 
werden entsprechend auf die Kostenbeiträge der Kindertagespflege übertragen (s. Anlage 5). 
 
Der individuelle Förderbedarf des Kindes soll durch die anstehende Satzungsänderung 
ebenfalls angepasst werden. Bei einem festgestellten Förderbedarf eines Tagespflegekindes 
durch ein entsprechendes Gutachten soll das Entgelt um bis zu 50% erhöht werden.  
In der Ausführungsvorschrift für die Kindertagespflege in Berlin findet man dazu die folgenden 
Definitionen: 
 
- Kinder mit erhöhtem Pflegebedarf aufgrund einer Krankheit oder Erkrankung, 
insbesondere wenn eine Förderung in einer Kindertageseinrichtung aufgrund einer 
gesundheitlichen Indikation (chronische Erkrankung) nicht in Betracht kommt. 
- Kinder, für die eine Förderung nach Feststellung des Jugendamtes in einer 
Kindertageseinrichtung aufgrund des psychosozialen Entwicklungsstandes oder der 
familiären Situation  nicht in Betracht kommt.  
- Kinder mit behinderungsbedingtem Mehrbedarf, der im Bedarfsbescheid ausgewiesen 
ist, sofern nicht andere Leistungen zu gleichem Zweck gewährt werden.

- 4 - 
 
Vorgeschlagen wird hier, angelehnt an das Berliner Modell, die Erhöhung der Förderleistung 
um bis zu 50 % je nach Grad und Umfang des erhöhten Förderbedarfes und Pflegeaufwandes.   
Die besondere Eignung einer Tagespflegeperson muss dabei in jedem Einzelfall vom 
Jugendamt festgestellt werden. 
 
Randzeitenbetreuung ist immer dann ein Thema, wenn Eltern Arbeitszeiten haben, die 
außerhalb der Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen liegen. Insbesondere 
Schicht- und Wochenenddienste sind hier zu nennen.  
 
Damit die Bereitschaft der Tagespflegepersonen wächst, Tageskinder auch zu unattraktiven 
Zeiten zu betreuen, sollte das Entgelt für diese Zeiten erhöht werden und zwar wie folgt: In der 
Zeit von 6:00- 8:00 Uhr und von 18:00- 22:00 Uhr 20 % Erhöhung des Entgeltes, samstags, 
sonntags, feiertags 10 % Erhöhung des Entgeltes. 
 
Der finanzielle Mehraufwand wird sich nach Schätzung des Jugendamtes in einem Bereich 
bewegen, der über die vorhandenen Haushaltsmittel im Bereich der Kindertagespflege mit 
getragen werden kann. 
 
Der finanzielle Mehraufwand wird sich nach Schätzung des Jugendamtes auf ca. 200.000 Euro 
belaufen und soll über die vorhandenen Haushaltsmittel im Bereich der Kindertagespflege 
gedeckt werden. 
 
Darmstadt, 05.11.2014  
V/HB 
 
Dezernat I    Dezernat IV     Dezernat V  
 
 
 
 
Jochen Partsch   André Schellenberg    Barbara Akde niz  
Oberbürgermeister   Stadtkämmerer    Stadträtin

anlage 1

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Satzung

über die Betreuung von Tageskindern durch qualifizierte
Tagespflegepersonen mit einer Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII
in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Kindertagespflegesatzung)

vom 28.05.2009

Aufgrund der §§ 24, 43, 90 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) vom 26. Juni 1990 (BGBI. I, S.1163), zuletzt geändert durch Art. 1 Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) vom 1.1.2005, Art. 1 Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetzes (KICK) vom 1.10.2005 (BGBl. I., S. 2729), §§ 29, 31 des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) vom 18. Dezember 2006 (GVBl. 1, S 698), wird gemäß Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung vom 26.05.2009 nachstehende Satzung erlassen:


§ 1

(1)	Zur Deckung eines Betreuungsbedarfes für Kinder nach § 24 Abs. 3 SGB VIII hält die Wissenschaftsstadt Darmstadt neben Angeboten in Krippen und alterserweiterten Gruppen in Tageseinrichtungen für Kinder Plätze bei qualifizierten Kindertagespflegepersonen vor. Die Förderung der Kindertagespflege erfolgt nach Maßgabe dieser Satzung und gilt vorrangig für Kinder bis zur Vollendung des  3. Lebensjahres.

(2)	Die nach dieser Satzung geförderte Betreuung wird von qualifizierten Kindertagespflegepersonen, welchen eine Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII erteilt wurde,  in ihrem Haushalt oder anderen geeigneten Räumen durchgeführt. Die Betreuung in Räumen der Sorgeberechtigten ist nicht Gegenstand dieser Satzung.

Die Anzahl der Kinder, die eine Tagespflegeperson maximal betreut, richtet sich nach der erteilten Pflegeerlaubnis. 

Tagespflegepersonen üben eine freiberufliche Tätigkeit im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG aus.


§ 2

(1)	Zur Aufnahme eines Kindes in die geförderte Tagespflege ist ein Antrag bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jugendamt, zu stellen. Dem Antrag ist eine von der Kindertagespflegeperson und den Sorgeberechtigten unterzeichnete Vereinbarung über die Betreuungszeiten, den Betreuungsort und Betreuungsbeginn beizufügen. Betreuungsbeginn kann jeweils der 1. oder 15. eines Monats sein. Jegliche Änderung ist dem vorbezeichneten Amt von den Sorgeberechtigten und Tagespflegepersonen unverzüglich mitzuteilen. Über die Aufnahme in die geförderte Tagespflege und die Beiträge nach § 5 entscheidet die Stadt durch schriftlichen Bescheid gegenüber den Sorgeberechtigten. 

- 2 -

Die   Leistungen nach § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 werden durch schriftlichen Bescheid 
gegenüber den Tagespflegepersonen festgesetzt. 

(2)	Nach dieser Satzung werden Tageskinder in der Regel bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres gemäß § 23, § 24 SGB VIII gefördert wenn die Sorgeberechtigten 

einer Erwerbstätigkeit nachgehen, eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder
sich in einer beruflichen Bildungsmaßnahme, in der Schulausbildung oder Hochschulausbildung befinden oder
an Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit im Sinne des Vierten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt teilnehmen oder
ohne die Betreuung des Kindes durch eine Tagespflegeperson eine seinem Wohl entsprechende Förderung nicht gewährleistet ist.

Diese Voraussetzungen gelten, wenn das Kind nur mit einer sorgeberechtigten Person zusammenlebt, für diese Person.

(3)	Die geförderte Betreuung kann bei Kindern über 3 Jahren insbesondere dann bewilligt werden, wenn ergänzend zum Besuch einer Kindertagesstätte, im Anschluss an die Schule oder an Wochenenden eine bedarfsgerechte Betreuung nicht zur Verfügung steht. 

(4)	Ein Betreuungsverhältnis kann seitens der Sorgeberechtigten oder der Tagespflegeperson jeweils zum Monatsende beendet werden. Die Beendigung ist der jeweils anderen Seite sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt - Jugendamt -, vier Wochen vor Ende des Betreuungsverhältnisses schriftlich mitzuteilen. Die Möglichkeit, das Betreuungsverhältnis aus wichtigem Grund fristlos zu beenden, bleibt den Sorgeberechtigten und Tagespflegepersonen unbenommen.

§ 3


(1)	Die Stadt gewährt der Tagespflegeperson Geldleistungen für die Betreuung von  Kindern, die in Darmstadt mit erstem Wohnsitz gemeldet sind und nach Maßgabe dieser Satzung betreut werden. Die Tagespflegeperson erhält monatlich als Sachaufwand und Förderleistung für eine durchschnittliche Betreuung von 

10 bis 15 Stunden pro Woche 					161,  ¬  

16 bis 20 Stunden pro Woche 					232,  ¬  

21 bis 25 Stunden pro Woche					296,  ¬  

26 bis 30 Stunden pro Woche					361,  ¬  

31 bis 35 Stunden pro Woche					425,  ¬   

36 bis 40 Stunden pro Woche					490,  ¬    

41 bis 45 pro Woche							554,  ¬    

für jedes anspruchsberechtigte Kind:
- 3 -

(2)	Kosten, die Tagespflegepersonen für Mahlzeiten, Hygieneartikel und Windeln entstehen, sind durch die vorstehenden Zahlungen nicht abgegolten. Sie sind von den Sorgeberechtigten zu tragen. Bei einer täglichen Betreuungsdauer über 5 Stunden hinaus muss tagsüber von der Tagespflegeperson eine warme Mahlzeit angeboten werden.

(3)	Betreuungszeiten während der Nachtstunden zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens fließen mit 50 %  in die Berechnung der wöchentlichen Betreuungszeit gemäß Abs. 1 ein.


§ 4

(1)		Die Stadt erstattet der Tagespflegeperson auf Nachweis folgende Kosten: 

Beiträge zu der gesetzlichen Unfallversicherung bei der 
Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege zu 		100 % 

Beiträge zu einer gesetzlich vorgeschriebenen Kranken- und 
Pflegeversicherung (Berechnungsgrundlage ist dabei die 
Einordnung der Tagespflege als nebenberufliche Tätigkeit) zu	   	  50 %

Beiträge zu der gesetzlich vorgeschriebenen
Rentenversicherung zu							  50 %

Sofern eine Rentenversicherungspflicht nicht besteht, können nachgewiesene Beiträge zu anderen Formen der Altersvorsorge zu 50 %, maximal jedoch mit 39,  ¬   pro Monat, erstattet  werden.

Grundlage für die Bemessung dieser Erstattungen ist jeweils der Gewinn, der durch die Kindertagespflege erzielt wird.

(2)	Den Tagespflegepersonen wird der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung für ihre Tätigkeit im Rahmen der Kindertagespflege empfohlen.


§ 5

(1)	Für die Betreuung von Tageskindern erhebt die Stadt bei den Sorgeberechtigten einen monatlichen Kostenbeitrag für eine durchschnittliche wöchentliche Betreuungszeit 

von 10 bis 15 Stunden   	in Höhe von			  54,  ¬  

von 16 bis 20 Stunden  	in Höhe von			  72,  ¬  

von 21 bis 25 Stunden      	in Höhe von			 90,   ¬  

von 26 bis 30 Stunden   	in Höhe von		        	109,  ¬  
      
von 31 bis 45 Stunden  	in Höhe von		        	162,  ¬  .

(2)	Die Beitragspflicht entsteht mit dem Beginn der Inanspruchnahme der Tagespflege.
  
- 4 -

§ 6

(1)	Der monatliche Kostenbeitrag nach § 5 dieser Satzung ist von den Sorgeberechtigten jeweils zum 1. des Monats im Voraus an die Stadt zu zahlen.

(2)		Werden zwei oder mehrere Kinder Sorgeberechtigter gleichzeitig von einer Pflegeperson betreut, können die von den Sorgeberechtigten zu entrichtenden Beträge auf Antrag wie folgt reduziert werden : 

	bei dem 2. Kind  - 								um  50  % 
bei dem 3. Kind  - 								um  75  %
bei dem 4. und jedem weiteren Kind -					um 100 %.

Eine Reduzierung ist ausgeschlossen, wenn das Bruttoeinkommen der Sorgeberechtigen 
die jeweils gültigen Regelsätze nach SGB II/ SGB XII um mehr als das Vierfache übersteigt.


(3)	Ist die finanzielle Belastung durch die Erhebung der Kostenbeiträge den Sorgeberechtigten nicht zuzumuten (Härtefälle), ist eine Befreiung oder Ermäßigung gemäß § 90 Abs. 3 SGB VIII auf Antrag möglich.


§ 7


Die Zahlungspflicht der Stadt nach § 3 Abs. 1 und § 4  Abs. 1 sowie die der Sorgeberechtigten nach § 5 besteht auch dann, wenn die Tagespflegeleistung nicht erbracht wird, weil das Kind infolge Krankheit oder anderer Gründe entschuldigt oder unentschuldigt fehlt. Die Zahlungspflicht nach Satz 1 ist beschränkt auf einen Abwesenheitszeitraum von vier aufeinander folgenden Wochen. Findet eine Betreuung über einen Zeitraum von mehr als vier aufeinander folgenden Wochen nicht statt, haben Tagespflegepersonen und Sorgeberechtigte dies der Stadt unverzüglich mitzuteilen.


§ 8
 
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„Ädåþ¤^„Ä„,dåþ^„,treten von ansteckenden Krankheiten beim Kind oder in der Familie des Kindes sind die Sorgeberechtigten zu unverzüglicher Mitteilung an die Tagespflegeperson verpflichtet. Dies gilt auch im Verdachtsfall. In den vom Infektionsschutzgesetz definierten Fällen darf die Tagespflegeperson das Kind erst dann wieder aufnehmen, wenn eine  ärztliche  Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt.


(2)	Zur besseren Einschätzung der kindlichen Entwicklung und deren Darstellung wird der Einsatz von Beobachtungs- und Dokumentationsbogen empfohlen. Die Tagespflegeperson weist Sorgeberechtigte schriftlich darauf hin, dass sie (die Tagespflegeperson) sich bei Beobachtungen, die eine Gefährdung des Kindeswohls vermuten lassen, an die Stadt wenden kann.




- 5 -


§ 9

Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.



Darmstadt, 28.05.2009


Der Magistrat 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt



Wolfgang Glenz
Bürgermeister











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10999 Zeichen

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6ØìúÄÄÄÄÄÄÿÿÿÿBegründung der geänderten Leistungen an die Tagespflegepersonen durch Anrechnung der Landesförderung nach § 32 a HKJGB auf durchschnittlich 5,00 ¬ /Stunde:

1.   keine Rückzahlung nicht ausgezahlter Fördermittel
2.   Auszahlung der Fördermittel auch bei einer Betreuung unter 15 Stunden möglich
3.   gerechtere Aufteilung der Fördermittel
4.   leistungsgerechtere Bezahlung durch Erhöhung des durchschnittlichen Stundenlohns, 
dadurch weniger oder keine private Zuzahlung notwendig und somit „wirkliche“ Befreiung vom Kostenbeitrag möglich


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Die durchschnittliche Stundenzahl errechnet sich wie folgt:
bei 10   15 Stunden wöchentlich = 12,5 
bei 15   20 Stunden wöchentlich = 17,5 usw.

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durchschnittliche Stundenzahl x 5 ¬  x 4,33 (52 Wochen/Jahr : 12 Monate) 

Der Kostenbeitrag von 121 ¬  entspricht dem derzeitigen Entgelt in städtischen Krippen/Krabbelstuben (bei 6 Std. täglich) und erhöht sich entsprechend der Zukaufsstunden (0,50 ¬ /Std.)

Eine jährliche Erhöhung des Kostenbeitrages wird analog der Erhöhung der Entgelte in städtischen Kindertagesstätten jeweils zum 01.08. eines Jahres vorgenommen.

Die Anzahl der Kinder beruht auf der Statistik zum 01.03.2014.

Die derzeitigen monatlichen Kosten für die Stadt belaufen sich auf 99.780 ¬ . Die Mehrkosten betragen 15.427,00 ¬  monatlich. Die Mittel stehen im Haushalt zur Verfügung.


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zur Änderung der Satzung über die Betreuung von Tageskindern
durch qualifizierte Tagespflegepersonen mit einer Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII
 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Kindertagespflegesatzung)

vom ……..



Aufgrund der §§ 24, 43, 90 SGB VIII vom 26. Juni 1990 (BGBl. I, S. 1163, zuletzt geändert durch Gesetz vom 29.08.2013 (BGBl. I S. 3464), §§ 29, 31 des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) vom 18. Dezember 2006 (GVBl. I S. 698), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23.05.2013 (GVBl. I S. 207), wird gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom …………………
nachstehende Änderungssatzung erlassen:

Artikel 1

Die Kindertagespflegesatzung vom 28.05.2009, zuletzt geändert durch Satzung vom 26.06.2014, wird wie folgt geändert:

In § 2 Abs. 2 Satz 1 wird nach dem Wort ”ab” die Folge ”dem ersten Lebensjahr” ersetzt durch die Folge ”der Vollendung des ersten Lebensjahres”. Die Zahl ”20” wird durch die Zahl ”30” ersetzt.

§ 3 Abs. 1 Satz 2 wird wie folgt gefasst:

”Die Tagespflegeperson erhält monatlich als Sachaufwand und Förderleistung, inklusive der Landesförderung nach § 32 a HKJGB, eine monatliche Förderleistung für eine durchschnittliche Betreuung von 

10 bis 15 Stunden pro Woche						271,-- EUR

über 15 bis 20 Stunden pro Woche						379,-- EUR

über 20 bis 25 Stunden pro Woche						487,-- EUR

über 25 bis 30 Stunden pro Woche						595,-- EUR

über 30 bis 35 Stunden pro Woche						704,-- EUR

über 35 bis 40 Stunden pro Woche						812,-- EUR

über 40 bis 45 Stunden pro Woche						920,-- EUR

Für jedes anspruchsberechtigte Kind.”

In § 3 Abs. 1 wird folgender Satz 3 angefügt:

”Weitere Zuzahlungen durch die Sorgeberechtigten sind nicht vorgesehen.”

§ 3 Abs. 3 wird wie folgt gefasst:

”(3) Tagespflegepersonen, die Kinder mit einem besonderen Förderbedarf betreuen, erhalten ein   um 50 % erhöhtes Entgelt. Voraussetzung ist, dass der Förderbedarf durch ein ärztliches Gutachten und die besondere Eignung der Tagesmutter seitens des Jugendamtes festgestellt ist.”

In § 3 wird folgender Absatz 4 angefügt:
”(4) Für die Betreuung von 6:00- 8:00 Uhr und von 18:00- 22:00 Uhr erhöht sich das Entgelt um 20 %; für die Betreuung an Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen nach dem Hessischen Feiertagsgesetz um 10 % des Entgelts. Für die Betreuung in den Nachtstunden von 22:00 bis 6:00 Uhr reduziert sich das Entgelt nach Absatz 1 auf 50 % .”
§ 5 Abs. 1 wird durch folgenden Satz ersetzt:

”Für die Betreuung von Tageskindern erhebt die Stadt bei den Sorgeberechtigten einen monatlichen Kostenbeitrag, dessen Höhe den Entgelten in den städtischen Kinderkrippen entspricht.”

§ 7 Abs. 2 erhält folgenden Wortlaut:

”Lässt sich die Tagespflegeperson in Absprache mit der Stadt wegen Krankheit vertreten, wird die Leistung nach § 3 Abs. 1 und 2 für einen Zeitraum von maximal 10 Betreuungstagen pro Jahr sowohl an die erkrankte Tagespflegeperson als auch an die sie vertretende Tagespflegeperson gezahlt.”

Artikel 2

Diese Satzung tritt am 01.01.2015 in Kraft.


Darmstadt, den


Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt


Barbara Akdeniz
Stadträtin



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anlage 2

4372 Zeichen

Satzung

zur Änderung der Satzüng über die Betreuung von Tageskindern durch qualifizierte
Tagespflegepersonen mit einer Pflegeerlaubnis nach $ 43 SGB VI} in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (Kindertagespflegesatzung)

vom 26.06.2014

Aufgrund der 88 24, 43, 90 SGB VIIl, in der Fassung der Bekanntmachung vom 11.
September 2012 (BGBl. | S. 2022, 2023) und der 8$ 29, 31 des Hess. Kinder- und
Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) vom 18. Dezember 2006 (GVBl. I S. 698, zuletzt
geändert durch Gesetz vom 16.12.2011 (GVBl. | S. 820), wird gemäß Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung vom 27.05.2014 folgende Änderungssatzung erlassen:

Artikel 1

Die Kindertagespflegesatzung vom 28.05.2009 wird wie folgt geändert:

1. 82 Abs. 1 erhält folgenden Wortlaut:

„(1) Zur Aufnahme eines Kindes in die geförderte Tagespflege ist durch die
Tagespflegeperson und die Eltern ein Antrag bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt
zu stellen. Betreuungsbeginn kann jeweils der 1. oder 15. eines Monats sein.
Jegliche Änderung ist dem Jugendamt von den Sorgeberechtigten und den
Tagespflegepersonen unverzüglich mitzuteilen. Über die Aufnahme in die geförderte
Tagespflege entscheidet die Stadt. Die Tagespflegeperson erhält einen schriftlichen
Bescheid über die Leistungen gemäß 8 3 Abs. 1. Die Sorgeberechtigten erhalten
einen schriftlichen Bescheid über die Höhe des Kostenbeitrages gemäß 8 5 Abs. 1."

Abs. 2 Satz 1 wird durch folgende Sätze 1 und 2 ersetzt:

„Nach dieser Satzung werden Tageskinder in der Regel ab dem 1. Lebensjahr bis
zur Vollendung des 3. Lebensjahres gemäß 88 23, 24 SGB VIII bis zu 20 Stunden
pro Woche gefördert. Darüber hinausgehende Bedarfe müssen von den
Sorgeberechtigten nachgewiesen werden.“

Der bisherige Satz 2 wird Satz 3.
Absatz 4 erhält folgenden Wortlaut:

„ (4) Das Betreuungsverhältnis kann von der sorgeberechtigten Person oder der
Tagespflegeperson gekündigt werden. Die Kündigung ist zum 1. oder zum 15. eines
Kalendermonats möglich. Die Kündigung muss schriftlich spätestens vier Wochen
vor dem Beendigungszeitpunkt des Betreuungsverhältnisses der jeweils anderen
Seite sowie gegenüber der Stadt erklärt werden.

Die Möglichkeit, das Betreuungsverhältnis aus wichtigem Grund fristlos zu
beenden, bleibt den Sorgeberechtigten und den Tagespflegepersonen
unbenommen.“

2. 83 Abs. 1 Satz 2 wird nach den Worten „für eine durchschnittliche Betreuung von“
wie folgt gefasst:

„LO bis 15 Stunden pro Woche 161,00 EUR
über 15 bis 20 Stunden pro Woche 232,00 EUR
über 20 bis 25 Stunden Solche 296,00 EUR
über 25 bis 30 Stunden pro Woche 361,00 EUR
über 30 bis 35 Stunden pro Woche 425,00 EUR
über 35 bis 40 Stunden pro Woche 490,00 EUR
über 40 bis 45 Stunden pro Woche 554,00 EUR

für jedes anspruchsberechtigte Kind.“

3. $5 Abs. 1 wird nach dem Wort „Betreuungszeit“ wie folgt gefasst:

„von 10 bis 15 Stunden in Höhe von 54,00 EUR
über 15 bis 20 Stunden in Höhe von . 72,00 EUR
über 20 bis 25 Stunden in Höhe von 90,00 EUR
über 25 bis 30 Stunden in Höhe von 117,00 EUR
über 30 bis 35 Stunden in Höhe von 120,00 EUR
über 35 bis 40 Stunden in Höhe von 125,00 EUR
. über AO bis 45 Stunden in Höhe von 130,00 EUR.“

4. In 86 Abs. 2 Satz 1 wird nach dem Wort „gleichzeitig“ die Folge „von einer
Pflegeperson“ ersetzt durch die Folge „entweder in einer Kindertagesstätte, einem
schulischen Betreuungsverein oder in Tagespflege“.

5. & 7 erhält folgenden Wortlaut:

„(1) Die Zahlungspflicht gemäß $ 3 Abs. 2 und 3 besteht während betreuungsfreier
Zeiten - ausgehend von einer Betreuung an 5 Tagen pro Woche - wie folgt:

In Urlaubszeiten der Tagespflegepersonen bis zu max. 25 Tagen,
während einer Krankheit der Tagespflegeperson bis zu max. 10 Tagen pro Jahr.

(2) Lässt sich die Tagespflegeperson in Absprache mit der Stadt wegen Krankheit
vertreten, wird die Leistung nach $ 3 Abs. 2 und 3 für einen Zeitraum von max. 10
Tagen pro Jahr an die vertretende Tagespflegeperson gezahlt.“

6. In$ 8 wird folgender neuer Absatz 3 angefügt:
„(3) Alle Tagespflegepersonen, die Leistungen nach dieser Satzung beziehen,
stellen ihr aktuelles Betreuungsprofil im -elektronischen Anmeldeverfahren der

Wissenschaftsstadt Darmstadt dar. Die dafür erforderlichen Daten werden von der
Tageseltern- Tageskinder- Vermittlung erfasst.“

Artikel 2
Die Änderungssatzung tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.
Darmstadt, den 26.06.2014

6 Ms

Barbara Akdeniz
Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

TOP 80
TOP 13
TOP 516 beschließend
TOP 61

Details

Vorlagen-Nr.
2014/0437
Typ
Magistratsvorlage
Datum
05.11.2014
Erstellt
29.09.2026 00:00