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0035/2021

Grüne Infrastruktur - Monitoring StadtNaturParke Ossendorf und Vogelsang

Mitteilung Ausschuss 21.01.2021

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Anlage - Zwischenbericht 2020 StadtNaturParke

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage - Zwischenbericht 2020 StadtNaturParke

21619 Zeichen

1 
 
 
   
 
 
07/12/2020  
 
 
 
NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln 
Volker Unterladstetter 
 
Monitoring 
StadtNaturParke 
Ossendorf und 
Vogelsang 
2020

2 
 
Zusammenfassung 
Die Naturschutzstation hat durch die Kölner Grünstiftung den Auftrag erhalten, die Umstellung der 
Parkanlagen in Ossendorf und Vogelsang gemäß dem StadtNaturpark-Konzept fachlich zu begleiten. 
Im Rahmen des Monitorings wurden die Flächen während der Vegetationszeit 2020 insgesamt achtmal 
begangen. 
Das Monitoring hat zum Einen das Ziel, die Maßnahmen zu dokumentieren und ihre Umsetzung 
fachlich zu bewerten. Zum Anderen sollen anhand der Monitoringbefunde Empfehlungen für die 
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege formuliert werden. Das Monitoring umfasst daher neben der 
Arbeit im Gelände auch die Kommunikation mit der begleitenden Fachbehörde und dem mit der 
Umsetzung betrauten Auftragnehmer (Firma Courth). Der folgende Zwischenbericht gibt einen 
kurzen Überblick über die Entwicklung der Flächen im Projektjahr 2020.

3 
 
1. Beschreibung der Projektflächen  
Während die Projektflächen im StadtNaturpark Vogelsang allesamt ehemalige Rasenflächen sind, die 
am Projektbeginn umgewandelt wurden, gab es im StadtNaturpark Ossendorf bereits vor 
Projektbeginn Wiesenflächen, zum Beispiel die 2016 in Kooperation zwischen Grünflächenamt und 
NABU Köln angelegte „Bürgerwiese“, oder der „Salbeihügel“ nördlich des zentralen Unterstands. 
Solche Bestandsflächen sollen im Rahmen des Projekts durch geeignete Pflegemaßnahmen in ihrer 
Wertigkeit stabilisiert bzw. weiter entwickelt werden. Hinzu gesellen sich 10 (11 mit dem einjährigen 
Blühstreifen im Sieben-Hügel-Park) neu angelegte Flächen, die in den kommenden Jahren zu 
artenreichen Graslandbeständen entwickelt werden sollen. Tabelle 1 listet die Projektflächen auf, 
Abbildung 3 und Abbildung 4 verorten die Flächen räumlich innerhalb der StadtNaturparke. 
Code Name Übertragungsmethode Zeitpunkt der Anlage Zielbiotop 
1S Ossendorf Böschung Nord Einsaat Regio-Saatgut Spätherbst 2018 Halbtrockenrasen 
2S Ossendorf Wiese Einsaat Regio-Saatgut Hochsommer 2019 Magere Glatthaferwiese 
3S Ossendorf Böschung Süd Einsaat Regio-Saatgut Frühsommer 2019 Magere Glatthaferwiese 
4M Ossendorf MGÜ-Streifen Mahdgutübertragung Hochsommer 2019 Magere Glatthaferwiese 
O-Bü Bürgerwiese Einsaat Regio-Saatgut Zeitiges Frühjahr 2016 Magere Glatthaferwiese 
O-Sa Salbeihügel - - Salbei-Glatthaferwiese 
O-Tr Trockene Böschung - - Halbtrockenrasen 
O-Wa Waldhügel - - Halbtrockenrasen 
5M Vogelsang MGÜ Mahdgutübertragung Hochsommer 2019 Magere Glatthaferwiese 
6S Vogelsang Wiese Goldammerweg Einsaat Regio-Saatgut Hochsommer 2019 Typische Glatthaferwiese 
7S Sieben-Hügel-Park Dreieckswiese Einsaat Regio-Saatgut Hochsommer 2019 Typische Glatthaferwiese 
8S Sieben-Hügel-Park Große Wiese Einsaat Regio-Saatgut Spätherbst 2018 Typische Glatthaferwiese 
9S Sieben-Hügel-Park Blühstreifen Einsaat Regio-Saatgut Spätherbst 2018 Einjähriger Ackerwildkrautsaum 
10M Sieben-Hügel-Park MGÜ Mahdgutübertragung Hochsommer 2019 Typische Glatthaferwiese 
11S Sieben-Hügel-Park Hochstaudensaum Einsaat Regio-Saatgut Spätsommer 2019 Mehrjähriger Hochstaudensaum 
Tabelle 1: Übersicht der Projektflächen, der Übertragungsmethode, des Zeitpunkts der Anlage sowie des anvisierten Zielbiotops. 
 
 
Abbildung 1: Vorbereitete Einsaatfläche 1S im Bürgerpark 
Ossendorf (Winter 2018/19). 
 
Abbildung 2: Margeritenblüte auf Fläche 1S im zweiten Standjahr 
vor der ersten Mahd (Frühsommer 2020).

4 
 
 
 
Abbildung 3: Kartographische Darstellung der Projektflächen im StadtNaturpark Ossendorf. Rot schraffiert = extensiv gepflegte 
Wiesenflächen, grün schraffiert = intensiv gepflegte Landschaftsrasen. Blaue bzw. grüne Teilflächen = Neuanlage von Wiesenflächen 
(nummeriert). S = Saatgutausbringung, M = Mahdgutübertragung. Karte: Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. 
 
1S 2S 
3S 
4M 
O-Bü 
O-Tr 
O-Sa 
O-Wa

5 
 
 
 
 
Abbildung 4: Kartographische Darstellung der Projektflächen im StadtNaturpark Vogelsang (Teilbereiche Goldammerweg sowie Sieben-
Hügel-Park). Rot schraffiert = extensiv gepflegte Wiesenflächen, grün schraffiert = intensiv gepflegte Landschaftsrasen. Blaue bzw. grüne 
Teilflächen = Neuanlage von Wiesenflächen (nummeriert). S = Saatgutausbringung, M = Mahdgutübertragung. Karte: Amt für 
Landschaftspflege und Grünflächen. 
Wie auch im vergangenen Jahr wurden sämtliche Flächen innerhalb der Vegetationszeit mehrfach 
begangen und auf das Vorkommen von Gefäßpflanzenarten kartiert. Auf der Basis der Beobachtungen 
im Gelände wurde Anfang Mai für alle Flächen eine Empfehlung des Mahdregimes erstellt und an die 
Auftraggeber sowie an den durchführenden Bewirtschafter (Fa. Courth) weitergegeben. Abbildung 4 
und 5 zeigt die Mahdempfehlungen 2020, die nach unserem Kenntnisstand vollständig umgesetzt 
wurden. 
5M 
6S 
7S 
8S 
9S 
10M 
11S

6 
 
 
Abbildung 5: Mahdempfehlung für die Projektflächen im StadtNaturpark Ossendorf 2020. 
 
Abbildung 6: Mahdempfehlung für die Projektflächen im StadtNaturpark Vogelsang 2020.

7 
 
Neben der Umsetzung der Flächenbewirtschaftung wird in den Sommermonaten auch kontrolliert, ob 
die Flächenabgrenzungen zu den Kurzrasenflächen von den städtischen Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter korrekt beibehalten werden. Im Spätsommer 2020 gab es hier im StadtNaturpark 
Ossendorf Nachsteuerungsbedarf, da in einige Projektflächen mit Mulchmähern hineingemäht 
worden war. So ist die Projektfläche 4M versehentlich einmal komplett gemulcht worden, die Flächen 
O-Sa Salbeihügel und O-Wa Waldhügel wurden randlich zu weit gemäht, so dass die Rasensäume zu 
den Wegen mehrere Meter zu breit waren (vgl. Abbildung 7 und Abbildung 8). Bei einer einmaligen 
Mulchmahd entsteht hierbei kein großer Schaden für die Vegetation. Allerdings sollten solche 
Mahdfehler nicht mehrfach hintereinander auf der gleichen Fläche stattfinden. Die Mahdfehler 
wurden den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen des Monitorings gemeldet. 
  
 
Abbildung 7: Die Flanke des Salbeihügels (O-Sa) wurde bis auf die 
Kuppe hinauf gemulcht (Hochsommer 2020). 
 
Abbildung 8: Nördlicher Bereich des Salbeihügels (O-Sa). Auch 
hier erfolgt die Mahd der angrenzenden Rasenfläche deutlich den 
Hang hinauf. (Hochsommer 2020). 
 
3. Erfolgsbewertung 
Eine abschließende Bewertung der durchgeführten Maßnahmen zur Neuanlage von artenreichem 
Grünland kann im Normalfal erst nach einigen Jahren erfolgen, da die Vegetationsdynamik solcher 
Flächen gerade in den ersten Standjahren enorm ist. Wie im letzten Jahresbericht dargestellt, ist die 
Anlage der Neuflächen insgesamt fachgerecht erfolgt. Der hauptsächliche Steuerungsmechanismus im 
Anschluss an eine Neuanlage ist die Mahd der Flächen. Hier kann durch Häufigkeit und Zeitpunkt der 
Pflegeeingriffe – sowie in geringerem Maße durch die technische Ausführung – wesentlich auf die 
floristische Entwicklung der Flächen Einfluss genommen werden.

8 
 
 
Abbildung 9: Blütenpracht I: Im Hochstaudensaum 11S blühen 
viele der angesäten Arten um die Wette (Hochsommer 2020). 
 
Abbildung 10: Blütenpracht II: Zeitgleich und nur wenige 
Kilometer weiter blüht die Mahdgutübertragungsfläche 5M 
ebenfalls kunterbunt – allerdings vor allem durch spontan 
aufgelaufene Arten. (Hochsommer 2020). 
Als Grundlage für eine numerische Bewertung der durchgeführten Maßnahmen wurde im ersten 
Standjahr 2020 eine Kartierung aller Gefäßpflanzenarten auf den Projektflächen durchgeführt. Die 
Kartierung erfolgte – wie für Grünlandkartierungen im Naturschutz allgemein üblich – nach den 
LANUV-Standards, d.h., es wurde eine halb-quantitative Skala benutzt, die Abundanz und 
Deckungsgrad der Pflanzenarten miteinander kombiniert und in einfache Häufigkeitsklassen 
übersetzt (s – selten, f – frequent, d – dominant; Suffix l – nur lokal). Die Ergebnisse der diesjährigen 
Kartierung sind als Exceldokument diesem Jahresbericht beigefügt. Für eine abschließende Bewertung 
ist es noch zu früh, allerdings werden in den folgenden Diagrammen einige erste Zahlen aus der 
Kartierung vorgestellt. 
 
Abbildung 11: Gesamtzahl an Zielarten (= angesäte Arten aus der Saatgutmischung) pro Fläche. Nicht dargestellt sind die MGÜ-Flächen, 
da hier keine genauen Daten zur Artenzusammensetzung des Spenderheus vorliegen. 
Abbildung 11 veranschaulicht, wieviele Zielarten pro Fläche 2020 nachgewiesen werden konnten. 
Zielarten sind all jene Arten, die bewusst über die Ansaatmischung auf der Fläche ausgebracht 
worden sind. Vereinfacht gesagt gilt: Je höher die Anzahl der aufgefundenen Zielarten, desto 
35
32
28
24
13
21
33
23 24
30
27
0
5
10
15
20
25
30
35
40
Gesamtzahl Zielarten
Gesamtzahl Zielarten 2017 Gesamtzahl Zielarten 2018 Gesamtzahl Zielarten 2019 Gesamtzahl Zielarten 2020

9 
 
erfolgreicher die Ansaat. Dabei muss allerdings auch die absolute Zahl der ausgebrachten Arten pro 
Fläche berücksichtigt werden. Abbildung 12 zeigt den prozentualen Anteil der aufgefundenen 
Zielarten an der Gesamtmischung. So konnten etwa im Hochstaudensaum 11S im Sieben-Hügel-Park 
2020 rund 60% der ausgebrachten Arten nachgewiesen werden. 
 
Abbildung 12: Prozentualer Anteil der nachgewiesenen Zielarten an der ausgebrachten Gesantmischung. Nicht dargestellt sind die MGÜ-
Flächen, da hier keine genauen Daten zur Artenzusammensetzung des Spenderheus vorliegen. 
Auf fast allen Flächen konnten im zweiten Standjahr mindestens etwa die Hälfte der ausgebrachten 
Zielarten nachgewiesen werden. Das kann als guter Erfolg gewertet werden, da nie alle Arten auf den 
Flächen auflaufen, und sich zudem im Laufe der Jahre immer noch einige Nachzügler bzw. 
Spätentwickler einstellen. Nur die Fläche 2S Ossendorf Wiese fällt hier ein wenig aus dem Bild, was 
aber zu erwarten war, da sie von allen Flächen den ungünstigsten Start hatte: Sie wurde erst verspätet 
im Frühsommer 2019 angesät und lag dann einen heißen und trockenen Sommer lang mehr oder 
weniger unverändert brach. Als dann im Herbst 2019 die ersten Zielarten keimten, hatte das 
Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) bereits weite Bereiche mit seinen langen Ranken 
überwachsen. Somit fehlte zum Zeitpunkt der Keimung bereits das meiste Licht.  
Als Vergleichswert mag die 2016 angelegte Bürgerwiese dienen, bei der anfangs bis zu 71% der 
Zielarten nachgewiesen werden konnten. In den Folgejahren pendelte sich dieser Wert dann 
allerdings auf etwas niedrigeren 67% ein. Diesen Wert hat die Fläche 8S Sieben-Hügel-Park Große 
Wiese 2020 beinahe erreicht. 
71,43
65,31
57,1453,33
28,89
46,67
67,35
51,11 53,33
66,67
60,00
0
10
20
30
40
50
60
70
80
Prozent nachgewiesener Zielarten
Prozentzahl Zielarten 2017 Prozentzahl Zielarten 2018 Prozentzahl Zielarten 2019 Prozentzahl Zielarten 2020

10 
 
 
Abbildung 13: Gesamtzahl aller Arten (= angesäter sowie spontan aufgelaufener Arten) pro Fläche. 
Um auch die Mahdgutübertragungsflächen bewerten zu können, wurde darüber hinaus die 
Gesamtartenzahl der Einzelflächen ermittelt (für Ansaatflächen bedeutet das: Gesamtartenzahl = 
Zielarten plus spontan aufgelaufene Arten). Abbildung 13 präsentiert die Zahlen für die 
Projektflächen. Je nach Fläche und gewählter Methode liegen die Gesamtartenzahlen zwischen 13 und 
46 Arten. Fläche 4M schneidet erwartungsgemäß am schlechtesten ab, da die Fläche nur aus einem 
langen Mahdgutstreifen besteht und hier zudem schlechte Ausgangsbedingungen durch dichte 
Teppiche von Ausläufer bildenden Arten herrschten.  
Als Referenz mag hier wiederum die Bürgerwiese dienen, die bereits über vier Jahre hinweg kartiert 
worden ist. Nach einer starken ersten Phase mit 75 dokumentierten Pflanzenarten im Jahr 2017 fielen 
die Werte in den beiden Dürresommern 2018 und 2019 erheblich ab, konnten sich jedoch 2020 
wiederum auf einen neuen Rekordwert von 80 Arten steigern. Dies zeigt, welche Dynamik gerade in 
den ersten Jahren vorherrschen kann. 
In den folgenden Abschnitten soll der aktuelle Zustand der Einzelflächen jeweils kurz in Wort und 
Bild vorgestellt werden. 
75
62
52
35
21
39
13
80
33 36
28
46
17
35
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
Gesamtzahl Arten
Gesamtzahl Arten 2017 Gesamtzahl Arten 2018 Gesamtzahl Arten 2019 Gesamtzahl Arten 2020

11 
 
 
Abbildung 14: Einsaatfläche 1S im StadtNaturpark Ossendorf. 
Nach der ersten Wiesenmahd im Juni bestimmt der Gewöhnliche 
Hornklee im Juli das Bild (Spätsommer 2020). 
 
Abbildung 15: Einige Böschungen weiter südlich färbt zur 
gleichen Zeit der Natternkopf Einsaatfläche 3S himmelblau 
(Spätsommer 2020). 
Bestandsflächen O-Bü, O-Sa, O-Tr und O-Wa 
Im direkten Vergleich mit den neu angelegten Projektflächen zeigt sich auf den Bestandsflächen in 
Ossendorf gerade nach den letzten drei äußerst trockenen Jahren, dass die zugrunde liegenden Böden 
im Stadtnaturpark Ossendorf für Kölner Verhältnisse ziemlich mager sind. Die Wasserleitfähigkeit der 
Böden ist als gering einzustufen, weshalb die Flächen in den Sommermonaten zum Teil nur schütter 
von Vegetation bedeckt sind (besonders deutlich auf der Bürgerwiese zu sehen; vgl. Abbildung 17). 
Obwohl dies zu einer Optik führt, die von Laien nicht unbedingt als ästhetisch ansprechend 
wahrgenommen wird, bestehen gerade in den offenen Bodenstellen erhebliche ökologische Potenziale 
für viele spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.  
 
Abbildung 16: Je größer Fläche und je heterogener die 
Standortfaktoren, desto mehr Pflanzenvielfalt stellt sich im 
Allgemeinen ein. 2020 konnte überraschend ein blühendes 
Exemplar des Aufrechten Ehrenpreises auf der Bürgerwiese 
entdeckt werden. Die stark gefährdete Art war nicht in der 
Saatgutmischung enthalten (Hochsommer 2020). 
 
Abbildung 17: Wiesen in Zeiten extremer Dürre: Nach drei heiß-
trockenen Monaten zeigt die Bürgerwiese im Juli 2020 auch ohne 
Sommermahd nur spärlichen Bewuchs. Kaninchen und 
Picknickplätze machten der Fläche zusätzlich zu schaffen. Für die 
Insektenwelt war die Fläche hingegen umso attraktiver. 
(Spätsommer 2020).

12 
 
 
Abbildung 18: Ein Wechselspiel aus Licht und Schatten sorgt auf 
der Bestandsfläche O-Wa Waldhügel für viele ökologische 
Nischen. 2019 konnte hier sogar ein Exemplar der seltenen 
heimischen Orchidee Bienenragwurz entdeckt werden 
(Spätsommer 2020). 
 
Abbildung 19: Blick über die Kuppe des Salbeihügels O-Sa 
Richtung Norden. Nach der Sommermahd im Juni entwickelte sich 
aufgrund der Trockenheit nur ein schütterer zweiter Aufwuchs, 
der allerdings stellenweise recht bunt blühte (Spätsommer 2020). 
Projektflächen Ossendorf 1S, 2S, 3S und 4M 
Wie bereits erwähnt haben sich insbesondere die Böschungsflächen 1S und 3S im StadtNaturpark 
Ossendorf 2020 sehr schön entwickelt. Beide Flächen wiesen vor und nach der Sommermahd 
blütenreiche Vegetationsbestände auf. Von den Zielarten konnte die Mehrzahl nachgewiesen werden. 
Dazu gesellten sich weitere, spontan aufgelaufene Pflanzenarten, wie auf der nördlichen Böschung 1S 
etwa das rosafarbene Tausendgüldenkraut (Abbildung 20). Die zierliche niedrigwüchsige Art prägt 
zwar keinen flächigen Blühaspekt, ist in Köln jedoch selten geworden und darum eine willkommene 
Bereicherung der Böschungsvegetation. 
Die Flächen 2S und 4M entwickelten sich hingegen nur zögerlich, und nicht ausschließlich positiv. 
Während die Magerwiese 2S allerdings gute Ausgangsbedingungen erkennen lässt und in den 
kommenden Jahren an Vielfalt gewinnen dürfte, ist die weitere Entwicklung des Mahdgutstreifens 4M 
noch völlig offen. 2020 lieferten sich etliche hartnäckige Ausläuferkräuter wie Kriechendes 
Fingerkraut (Potentilla reptans) und Gundermann (Glechoma hederacea) einen harten Kampf um die 
Vorherrschaft (Abbildung 22). Von den Zielarten aus dem Spenderheu waren hingegen nur wenige 
erkennbar – immerhin konnten mit dem Zottigen Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus) und der 
Taubenskabiose (Scabiosa columbaria) erste wertvolle Zielarten auf der Fläche festgestellt werden. In 
den Folgejahren könnte eine gut abgestimmte Pflege den Ausschlag geben und einen Weg hin zu 
mehr Vielfalt eröffnen (Abbildung 23).

13 
 
 
Abbildung 20: Blühendes Tausendgüldenkraut war im Juli 2020 
nach der Sommermahd zu Hunderten an der Böschung 1S zu 
entdecken. Die Art ist in Köln selten geworden und muss in der 
Samenbank der Böschung überdauert haben (Spätsommer 2020). 
 
Abbildung 21: Eher zurückhaltend begrünte sich die Fläche 2S im 
Sommer 2020. Im Juli zeigte sich nach der Sommermahd ein 
kräftiger blauer Schimmer auf der Fläche – Gewöhnlicher 
Natternkopf hatte auf dem trockenen Boden zusagende 
Lebensbedingungen gefunden. Im Hintergrund zeugen 
abgestorbene Birken von einem aussichtslosen Kampf gegen den 
Wassermangel (Spätsommer 2020). 
 
 
Abbildung 22: Bodendecker satt: Auf der Mahdgutfläche 4M hat 
sich Gundermann (dunkles Laub) in großen Herden breitgemacht. 
Im Hintergrund schimmern die Blütenähren der Tauben Trespe, 
einer einjährigen Grasart, die es ebenfalls versteht, Lücken zu 
schließen. Vielfalt lässt (vorerst) auf sich warten (Hochsommer 
2020). 
 
Abbildung 23: Gleiche Fläche, andere Stelle: Mit seinen 
fahlgelben Rachenblüten winkt vereinzelt Zottiger Klappertopf 
aus dem Gräsermeer. Was die Gräser noch nicht ahnen: Er kann 
sich in den nächsten Jahren rasant vermehren und klaut ihnen 
über Saugwurzeln Wasser und Nährstoffe. Damit öffnet er die 
Grasnarbe und schafft offene Bodenstellen. Ein Wegbereiter für 
mehr Vielfalt (Hochsommer 2020). 
Projektflächen 5M und 6S Goldammerweg 
Im Gegensatz zum StadtNaturpark Ossendorf weisen die Böden in Vogelsang durch ihren geringeren 
Sandgehalt bessere Wasserbindekapazitäten auf und sind besser mit Nährstoffen versorgt. Dadurch 
hatte die Sommerdürre auf diese Flächen weitaus weniger Einfluss, und zur Hauptblütezeit im Mai 
und Juni präsentierten sich die neuen Wiesenflächen allesamt bunt und blütenreich. Die optischen 
Highlights fanden sich 2020 am Goldammerweg: Sowohl die Mahdgutübertragungsfläche 5M als auch 
die benachbarte Ansaatfläche 6S hatten einen starken Auftritt und zeigten sich von ihrer schönsten 
Seite. Naturgemäß sehen Mahdgutübertragungen im zweiten Standjahr weniger homogen aus als 
angesäte Wiesen: Es überwiegen verschiedene Süßgräser und viele spontan aus der Samenbank des 
Bodens aufgelaufene Arten. Dass auch diese Spontanflora sehr reizvoll aussehen kann, zeigte Fläche 
5M im Jahr 2020 (vgl. Abbildung 10 und Abbildung 25).

14 
 
 
Abbildung 24: Projektfläche 6S am Goldammerweg in voller 
Blüte, kurz vor der Sommermahd im Juni. In den ersten Jahren 
sind typischerweise vor allem Weiß- und Gelbtöne zu sehen. Blau, 
rosa und violett zeigen sich zunächst nur in einzelnen Tupfern 
(Hochsommer 2020). 
 
Abbildung 25: Blick auf die Mahdgutfläche 5M einige Wochen 
nach der Sommermahd. Innerhalb kurzer Zeit bildet sich eine 
sehenswerte Zweitblüte. Blassrosa Malven prägen das Bild 
ebenso wie die sonnengelben Johanniskräuter im Hintergrund 
(Spätsommer 2020). 
Projektflächen 7S, 8S, 10M und 11S im Sieben-Hügel-Park 
Auch die Projektflächen im Sieben-Hügel-Park zeigten 2020 eine überwiegend positive Entwicklung. 
Die drei Ansaatflächen 7S, 8S und 11S waren genau so ausgeprägt, wie es im zweiten Standjahr zu 
erwarten war. Besonders der Hochstaudensaum 11S ist an dieser Stelle hervorzuheben. Trotz 
ungünstiger Anlagebedingungen unter den Eichenbäumen entwickelte sich ein äußerst blütenreicher 
und vielfältiger Pflanzenbestand. Die nächsten Jahre werden zeigen, die stabil solche Säume unter 
einem einschürigen Pflegeregime mit bloß einer Herbstmahd sein können. Das harmonische 
Ensemble aus hoch- und niedrigwüchsigen ein-, zwei- und mehrjährigen Arten wäre durchaus auch 
für sonnige Freiflächen in weiteren StadtNaturparks zu empfehlen.  
Weniger positiv war hingegen die Entwicklung der Mahdgutfläche 10M. Hier zeigt sich immer 
deutlicher, dass der fehlende Schröpfschnitt im Herbst 2019 für eine zu starke Schattierung während 
der Keimphase gesorgt hat. Allerdings sind in kleineren Mengen durchaus Zielarten in der Fläche zu 
finden, so dass die Prognose hier im Gegensatz zu 4M durchaus vorsichtig optimistisch ausfallen 
kann. 
 
Abbildung 26: Die große Wiesenfläche 8S im Sieben-Hügel-Park 
ist im Juni 2020  von Wiesen-Pippau und Wiesen-Margerite 
flächig in gelb und weiß getaucht. Darüber freuten sich viele 
Parkbesucherinnen und –besucher. 
 
Abbildung 27: Kontaktbereich zwischen zwei unterschiedlich 
gepflegten Projektflöchen. Im Hintergrund der Hochstaudensaum 
S11, im Vordergrund die (zuvor gemähte) Mahdgutfläche 10M. 
Bereits im zweiten Standjahr streuen die Arten aus der Ansaat in 
die Mahdgutfläche hinein.

15 
 
 
 
Abbildung 28: Der Hochstaudensaum 11S im Sieben-Hügel-Park. 
Im Frühsommer 2020 prägen Margerite, Klatsch-Mohn und 
Kornblumen den Bestand... 
 
Abbildung 29: … etwa 6 Wochen später sind Doldenblütler wie 
Wilde Möhre, Nickende Distel, Königskerzen und etliche andere 
Sommerblüher auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung. Insgesamt 
zeigte sich 2020 das ganze Potenzial der eigens für Köln 
zusammengestellten Saummischung. Es wäre interessant, diese 
Mischung noch einmal an anderen Standorten auszuprobieren. 
 
 
 
Fazit 
Insgesamt kann das Projektjahr 2020 als guter Erfolg bewertet werden. 
Die Ansaatflächen präsentierten sich wie erwartet als vielfältige und 
ästhetisch hochwertige Landschaftselemente. Bei den Mahdgutflächen ist 
das Bild etwas durchmischter. Neben der äußerst hochwertigen Fläche 
am Goldammerweg zeigten sich der Streifen in Ossendorf und die Fläche 
im Sieben-Hügel-Park eher artenarm. Auch hier wird eine konsequente 
Pflege in den kommenden Jahren aber durchaus eine positive 
Entwicklung sicherstellen können.

Mitteilung Ausschuss

2625 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/67/671 
 
Vorlagen-Nummer  21.01.2021 
 0035/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 21.01.2021 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 01.02.2021 
 
Grüne Infrastruktur - Monitoring StadtNaturParke Ossendorf und Vogelsang 
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld hat das Konzept zur Entwicklung von zwei StadtNaturParke in der 
Sitzung vom 10.09.2018 beschlossen und die Verwaltung mit der Umsetzung der beschriebenen 
Maßnahmen beauftragt. Die Ausweisung und Entwicklung von StadtNaturParke ist Bestandteil des 
gesamtstädtischen Konzeptes Stadtgrün Naturnah. 
 
Mit Unterstützung der Kölner Grün Stiftung konnten in 2019 insgesamt 5,26 ha Scherrasenflächen zu 
artgerechten Wiesenflächen umgewandelt werden. Gleichzeitig wurden insgesamt 53 Obstbäume 
(alte rheinische Sorten) gepflanzt. Die Wiesenflächen sind vor Ort mit Hinweisschildern gekennzeich-
net, um die Erholungssuchenden zu informieren. Die Pflege der Wiesenflächen wird bis 2026 durch 
die Kölner Grün Stiftung finanziert. 
 
Mit der Anlage der Wiesenflächen wurde auch die NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln mit 
dem Monitoring der Flächen beauftragt. Der als Anlage beigefügte Zwischenbericht gibt einen kurzen 
Überblick über die Entwicklung der Flächen im Projektjahr 2020.  
 
Zusammenfassung: 
 
Die Naturschutzstation hat durch die Kölner Grün Stiftung den Auftrag erhalten, die Umstellung der 
Parkanlagen in Ossendorf und Vogelsang gemäß dem StadtNaturParke-Konzept fachlich zu beglei-
ten. Im Rahmen des Monitorings wurden die Flächen während der Vegetationszeit 2020 insgesamt 
achtmal begangen. 
 
Das Monitoring hat zum einen das Ziel, die Maßnahmen zu dokumentieren und ihre Umsetzung fach-
lich zu bewerten. Zum anderen sollen anhand der Monitoringbefunde Empfehlungen für die Fertigstel-
lungs- und Entwicklungspflege formuliert werden. Das Monitoring umfasst daher neben der Arbeit im 
Gelände auch die Kommunikation mit der begleitenden Fachbehörde und dem mit der Umsetzung 
betrauten Auftragnehmer.  
 
Fazit: 
 
Insgesamt kann das Projektjahr 2020 als guter Erfolg bewertet werden. Die Ansaatflächen präsentier-
ten sich wie erwartet als vielfältige und ästhetisch hochwertige Landschaftselemente. Bei den Mahd-
gutflächen ist das Bild etwas durchmischter. Neben der äußerst hochwertigen Fläche am Goldam-
merweg zeigten sich der Streifen in Ossendorf und die Fläche im Sieben-Hügel-Park eher artenarm. 
Auch hier wird eine konsequente Pflege in den kommenden Jahren aber durchaus eine positive Ent-
wicklung sicherstellen können. 
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (2)

04.03.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
15.03.2021 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.1.12 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Goldammerweg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
0035/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
21.01.2021
Erstellt
06.01.2021 14:06