2012/0158
Vergabe von Grünpflegeleistungen; Überplanmäßige Aufwendungen gemäß § 100 HGO in Verbindung mit Ziffer 3.4.7 DAH in Höhe von 75.000 Euro bei der Kostenstelle 067-020-1000 und im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Immobilienmanagement Darmstadt bei dem Sachkonto 6161100 'Gärtnerdienste' in Höhe von 240.000 Euro
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2012/0158
7098 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
09.05.2012
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Grünflächenamt /
IDA
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2012/0158
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 551010
Kostenstelle: 067-020-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5510-11 Sachkonto: 6165200
Betreff: Vergabe von Grünpflegeleistungen;
Überplanmäßige Aufwendungen gemäß § 100 HGO in Verbindung mit Ziffer 3.4.7 DAH
in Höhe von 75.000 Euro bei der Kostenstelle 067-020-1000 und im Wirtschaftsplan des
Eigenbetriebes Immobilienmanagement Darmstadt bei dem Sachkonto 6161100
"Gärtnerdienste" in Höhe von 240.000 Euro
Vorlage vom: 07.05.2012
Beschlussvorschlag:
Bei der Kostenstelle 067-020-1000 (Grünflächenpflege) werden überplanmäßige Mittel in Höhe von
75.000 Euro und bei dem Sachkonto 6161100 Eigenbetrieb Immobilienmanagement werden
überplanmäßige Mittel in Höhe von 240.000 Euro erforderlich. Da die Angelegenheit keinen Aufschub
duldet, genehmigt der Magistrat diese überplanmäßigen Aufwendungen, für die ein unabweisbares
Bedürfnis besteht und die unvorhergesehen sind, gemäß § 100 HGO.
Die erforderlichen Mittel sind im Nachtragshaushalt 2012 sicherzustellen.
- 2 -
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 7. Mai 2012
Begründung:
Für die Pflege von rund 60 ha Flächen (Außenanlagen an Kitas, Schulen, Verkehrsgrünflächen und
Grünflächen sonstiger Liegenschaften) wurde im Frühjahr eine öffentliche Ausschreibung
durchgeführt. Das Stadtgebiet wurde dabei in 8 Lose aufgeteilt. Die Submission war am 3.4.2012 und
erbrachte folgendes Ergebnis:
1. Von 15 Interessenten, die sich bei der Vergabestelle nach der Ausschreibung erkundigten,
gaben lediglich 7 Bieter Angebote auf 6 Lose ab. Auf 2 Lose (Los 5 und Los 6) wurde
überhaupt nicht geboten. Von den insgesamt 6 angebotenen Losen können 3 Lose nicht
gewertet werden, weil die Kriterien nicht erfüllt sind bzw. nachweislich falsch kalkuliert worden
ist. Übrig bleiben demzufolge nur noch 3 Angebote auf 3 Lose, die in der Zwischenzeit auch
geprüft worden sind.
2. Die Kostenschätzung für die 8 Lose belief sich auf 570.000 Euro (350.000 Euro
Grünflächenamt, 205.000 Euro IDA und 15.000 sonstige Verwaltungsstellen) und basierte auf
den Durchschnittspreisen der zurückliegenden Jahre zuzüglich der üblichen
Preissteigerungen der letzten Jahre. Aus den 3 verwertbaren Angeboten ist jedoch bereits
ersichtlich, dass von den Bietern mit erheblichen Preissteigerungen kalkuliert worden ist. Die
Kosten für die 3 Lose des Grünflächenamtes belaufen sich auf 146.576,15 Euro. Nach
Hochrechnung der übrigen 5 Lose aufgrund der derzeit abgegebenen Angebote ergibt sich
ein Gesamtmittelbedarf in Höhe von rund 425.000 Euro für das Grünflächenamt.
Tatsächlich können im Haushalt des Grünflächenamtes nur 350.000 Euro für die
Pflegevergabe zur Verfügung gestellt werden, weil auch Mittel für Reparaturarbeiten noch
bereitgehalten werden müssen. Dies bedeutet eine Finanzlücke in Höhe von 75.000 Euro.
Die Kosten der 3 Lose für IDA belaufen sich auf 110.065,63 Euro. Nach Hochrechnung
der übrigen 5 Lose ergibt sich ein Gesamtmittelbedarf in Höhe von 321.000 Euro.
Im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Immobilienmanagement stehen insgesamt
236.000 Euro (Überleitung des ehemaligen SN 3) für Grünpflege und Baumpflege zur
Verfügung. Dieser Ansatz ist in den letzten 3 Jahren zu Lasten anderer Bedarfe
regelmäßig überschritten worden. Weitere Kompensationen sind nicht möglich, zumal
auch die Kosten für die Baumpflege in diesem Jahr aufgrund der aktuellen
Ausschreibungsergebnisse deutlich (im Schnitt 30 – 40%) gestiegen sind. Der
Mittelbedarf für die Baumpflege auf IDA-Grundstücken liegt in diesem Jahr bei 155.000
Euro. Der Gesamtmittelbedarf für Grünflächen- und Baumpflege auf IDA-Grundstücken
liegt nach Hochrechnung bei 476.000 Euro. Im Wirtschaftsplan stehen jedoch lediglich
236.000 Euro zur Verfügung. Die Finanzierungslücke bei IDA beläuft sich somit auf
240.000 Euro.
Um die Pflege für die noch fehlenden Lose 4 bis 8 beauftragen zu können, ist vorab eine beschränkte
Ausschreibung erforderlich. Diese setzt jedoch voraus, dass die Mittel unmittelbar nach
Magistratsbeschluss zur Verfügung gestellt werden und zur Bewirtschaftung freigegeben sind.
Hierfür ist der notwendige Freigabeantrag zu stellen. Für
die beschränkte Ausschreibung ist ein weiteres Zeitfenster von mindestens 6 Wochen einzuplanen.
Bis die Firmen dann die Pflege der Lose 4 bis 8 beginnen können, wird es voraussichtlich mindestens
Ende Juni, eher noch später. Dann wird ein Vegetationszustand erreicht sein, der es erfordert,
- 4 -
überhaupt erst einmal wieder einen pflegefähigen Zustand herzustellen, ehe die reguläre Pflege
durchgeführt werden kann.
Wir bitten um zusätzliche Bereitstellung von 75.000 Euro im Haushalt des Grünflächenamtes und
weiteren 240.000 Euro im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs IDA. Somit ergibt sich ein
Gesamtmittelbedarf in Höhe von 315.000 Euro, damit einerseits die beschränkte Ausschreibung
veranlasst werden kann und andererseits die notwendigen baumpflegerischen Arbeiten auf den IDA-
Grundstücken beauftragt werden können.
Da die Preise in diesem Jahr stark gestiegen sind, handelt es sich nur um eine Prognose auf Basis
der aktuell gebotenen Preise. Ob diese Hochrechnung zutrifft, wird das Ergebnis der beschränkten
Ausschreibung zeigen.
Deckungsmittel können aufgrund der drastischen Preissteigerungen weder aus dem Haushalt des
Grünflächenamtes noch aus dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs IDA angeboten werden. In
anderen Bereichen des Dezernats III stehen aufgrund der allgemeinen finanziellen Engpässe
Deckungsmittel ebenfalls nicht zur Verfügung.
Wir weisen an dieser Stelle noch einmal auf die besondere zeitliche Dringlichkeit hin, da sich die
Vegetation fortlaufend weiter entwickelt. Bei der Grünpflegevergabe und hier insbesondere in der
Straßenbegleitgrünpflege handelt es sich im Wesentlichen um Verkehrssicherheits-aspekte
(Verkehrsübersicht, Freihaltung des Verkehrsraums für PKW-Fahrer, Fußgänger und Radfahrer,
Freischneiden vom Ampeln und Lichtmasten) geht. Die Mittelbereitstellung duldet deshalb keinen
Aufschub. Eine Reduzierung des Leistungsspektrums ist nicht möglich, da sich die Pflegevergabe
ohnehin schon auf niedrigem Niveau befindet.
Aufgestellt:
Darmstadt, 7. Mai 2012
67-0 F
/telephonesolid 2900
Dezernat III Dezernat IV
Brigitte Lindscheid André Schellenberg
Stadträtin Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (5)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2012/0158
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 07.05.2012
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00