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2021/0002

Protokoll 26. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 15.12.2020

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3449 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
14.01.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0002 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 26. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 15.12.2020 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das Protokoll der 26. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
 
 
Anlagen: Protokoll 26. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.01.2021 
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491). Mit der MV Nr. 2019/ 0076 
vom 28.02.2019 wurde die Neubesetzung des Gestaltungsbeirates von der Stadtverordneten -
versammlung bestim mt. 
 
Die 26. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 04.12.2020 erstmalig als digitale Sitzung 
statt. Hierzu war für den öffentlichen Teil für interessierte Bürgerinnen und Bürger eine 
Anmeldung erforderlich; diese war bis zum 02.12. 2020 möglich. Die Sitzun g wurde über das 
Tool „WebEx“ durchgeführt. Die Zugangsdaten und Zugangslinks wurden an die Bürgerinnen 
und Bürger per Mail am 03.12. 2020 versendet, an die Mitglieder des Gestaltungsbeirates 
und die eingeladenen Bauherren bzw. Architekten bereits am 01.12. 2020. 
 
An der digitalen Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, Vertreterinnen und Vertreter 
der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die Geschäfts -
stelle teil. 
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und  Bürger digital anwesend, ebenso 
waren Interessengruppen , Verbände und die Presse eingeladen.  
Insgesamt waren der Sitzung bis zu 33 Personen zugeschaltet.  
 
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte n die Planungsdezernentin  Frau Dr. 
Barbara Boczek und die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Christa Reicher, die 
Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die Gäste im digitalen Plenum.  
 
Im Anschluss wurden die Vorhaben der Tagesordnung , Ernst-Ludwig-Straße 20-22 (Rückbau 
und Neubau Wohn - und Geschäftshaus), Adelungstraße 18 (Abriss und Neubau Wohn - und 
Geschäftshaus) und Elisabethenstraße 37 (Abriss und Neubau Wohn - und Geschäftshaus), 
Geschäftshaus) durch die jeweiligen Architekt urbüros bzw. Bauherrschaften vorgestellt; es 
folgten Rückfra gen und Verständnisfragen durch die Beiratsmitglieder sowie die 
zugeschalteten Gäste.  
 
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherrschaften und den Architekt urbüros intensiv diskutiert und besprochen.  
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
Dezernat III 
 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek  
Stadträtin

anlage 2

3502 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
14.01.2021 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0002 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
40 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 26. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 15.12.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Das Protokoll der 26. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
Anlagen: Protokoll 26. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 27.01.2021 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.01.2021  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491). Mit der MV Nr. 2019/ 0076 
vom 28.02.2019 wurde die Neubesetzung des Gestaltungsbeirates von der Stadtverordneten -
versammlung bestimmt. 
 
Die 26. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 04.12.2020 erstmalig als digitale Sitzung 
statt. Hierzu war für den öffentlichen Teil für interessierte Bürgerinnen und Bürger eine 
Anmeldung erforderlich; diese war bis zum 02.12. 2020 möglich. Die Sitzung wurde über das 
Tool „WebEx“ durchgeführt. Die Zugangsdaten und Zugangslinks wurden an die Bürgerinnen 
und Bürger per Mail am 03.12. 2020 versendet, an die Mitglieder des Gestaltungsbeirates 
und die eingeladenen Bauherren bzw. Architekten bereits am 01.12.2020.  
 
An der digitalen Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, Vertreterinnen und Vertreter 
der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die Geschäfts -
stelle teil. 
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger digit al anwesend, ebenso 
waren Interessengruppen, Verbände und die Presse eingeladen.  
Insgesamt waren der Sitzung bis zu 33 Personen zugeschaltet.  
 
Zu Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung begrüßte n die Planungsdezernentin Frau Dr. 
Barbara Boczek und die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Frau Prof. Christa Reicher, die 
Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die Gäste im digitalen Plenum.  
 
Im Anschluss wurden die Vorhaben der Tagesordnung , Ernst-Ludwig-Straße 20-22 (Rückbau 
und Neubau Wohn- und Geschäftshaus), Adelungstraße 18 (Abriss und Neubau Wohn - und 
Geschäftshaus) und Elisabethenstraße 37 (Abriss und Neubau Wohn - und Geschäftshaus), 
Geschäftshaus) durch die jeweiligen Architekt urbüros bzw. Bauherrschaften vorgestellt; es 
folgten Rückfragen und Verständnisfragen durch die Beiratsmitglieder sowie die 
zugeschalteten Gäste. 
 
Im darauf folgenden nicht-öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherrschaften und den Architekturbüros intensiv diskutiert und besprochen.  
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
Dezernat III 
 
 
 
 
Dr. Barbara Boczek  
Stadträtin

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16009 Zeichen

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT  
 
1 
Sitzungstag:   04.12.2020 
 
Beginn:   11.30 Uhr 
Ende:    16.00 Uhr 
 
Ort:    digital 
 
 
Teilnehmende: 
 
Mitglieder des   Prof. Christa Reicher (Vors.) 
Gestaltungsbeirates  Prof. Martina Baum 
    Dipl. Ing. Rebekka Junge 
Prof. Alexander Reichel 
 
Verwaltung   Dr. Barbara Boczek, Dezernentin 
Annette Laute, stellv. Amtsleiterin Stadtplanungsamt 
    Andrea Milosic, stellv. Amtsleiterin Bauaufsichtsamt 
    Andrea Haas, Stadtplanungsamt 
    Judith Wilms, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Oliver Stienen, Stefan Opitz, Bündnis 90/ Die Grünen 
    Roland Desch, Alexander Schleith CDU 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke 
Georg Hang, Uffbasse 
Dr. Ursula Blaum, FDP 
Siegfried Elbert, AFD 
 
Entschuldigt:   Prof. Thomas Knerer 
 
 
 
Projekte 
Abriss/ Neubau  Ernst-Ludwig-Straße 20-22, Schubert und Seuß Architekten  
Wohn-/Geschäftshaus BDA, Darmstadt, Hansainvest Hanseatische Investment 
    GmbH, Hamburg, vertr. d.: BMO Real Estate Partners  
GmbH & Co.KG, München 
 
Abriss/ Neubau - Canzler GmbH Architekt/Generalplanung, Frankfurt a.M., 
Wohn-/Geschäftshaus Neuapostolische Kirche, Dortmund 
  
Abriss/ Neubau  Elisabethenstraße 37, Jöckel Projektentwicklungs GmbH, 
Wohn-/Geschäftshaus) Darmstadt

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT  
 
2 
Am 04.12.2020 findet die 1. digitale Sitzung des Gestaltungsbeirates Darmstadt statt. 
Hierzu war für den öffentlichen Teil für interessierte Bürgerinnen und Bürger eine An-
meldung erforderlich; die Anmeldung war bis zum 02.12.2020 möglich. Die Sitzung 
wird über das Tool „WebEx“ durchgeführt. Die Zugangsdaten und Zugangslinks sind 
an die Bürgerinnen und Bürger am 03.12.2020 per E-Mail versendet worden. 
 
Nicht-öffentlicher Teil (11.30 Uhr – 12.30 Uhr) 
 
Aufgrund der digitalen Durchführung des Gestaltungsbeirates können keine Ortsbe-
sichtigungen durchgeführt werden. Dem Gestaltungsbeirat sind im Vorfeld in Form von 
Lageplan und Fotos Informationen zum Umfeld zur Verfügung gestellt worden. Auch 
die Projektpräsentationen konnten dem Beirat vorab zur Verfügung gestellt werden. 
 
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgt die Erläuterung zur Situation im Bestand, den Ansatz 
des Entwurfs sowie die stadträumliche Einbindung des jeweiligen Standortes durch die 
zuständigen Sachbearbeiterinnen Frau Haas und Frau Wilms. 
 
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 14.30 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.00 Uhr – 16.00 Uhr) 
 
Die Begrüßung der Teilnehmer*innen und der Besucher*innen des Gestaltungsbeirates 
sowie der Presse erfolgt durch Dr. Barbara Boczek, Stadträtin sowie die Vorsitzende 
Prof. Christa Reicher. 
 
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekt*innen bzw. der Bauherrschaft/ Investor vorgestellt. Rückfragen und Verständnis-
fragen durch die Teilnehmer, das Publikum und die Presse werden beantwortet. Die 
Fragen werden teilweise mündlich oder per Chat gestellt. Zeitweilig sind der Sitzung 
33 Personen zugeschaltet. 
 
Eine intensive Diskussion mit den Architekt*innen und den Bauherrschaften/ Investo-
ren erfolgt im Anschluss im Rahmen des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung.  
 
 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats im Jahr 
2021 sind festgelegt worden: (Freitags, Zeitfenster jw. ca. 10.00 – 17.00 Uhr) 
 
05.03.2021                   28.05.2021                   10.09.2021                   26.11.2021 
 
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter http://gestaltungsbeirat.darmstadt.de veröffentlicht. 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt, Darmstadt, 05.01.2021   
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitz Gestaltungsbeirat, Aachen, 14.12.2020 
 
Anlage: Empfehlungen des Gestaltungsbeirates

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt Ernst-Ludwig-Straße 20-22 
 
Rückbau und Neubau eines Wohn- und Ge-
schäftshauses 
 
 
 
 
  
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
26. Sitzung – 04.12.2020

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  04.12.2020 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfassende 
Schubert und Seuss Architekten BDA, Darmstadt 
 
 
Bauherrschaft 
Hansainvest Hanseatische Investment GmbH w / Best Value Germany 
vertreten durch: BMO Real Estate Partners GmbH & Co.KG 
 
 
Beschreibung 
Das bestehende Gebäude liegt zentral in der Innenstadt in der als Fußgängerzone 
ausgewiesenen Ernst-Ludwig-Straße. Das Gebäude diente im Erdgeschoss und im 
darüber liegenden Mezzaningeschoss als Ladenlokal, die beiden oberen Geschosse 
sowie das Dach sind derzeit nicht genutzt. 
Das Grundstück erstreckt sich fast dreieckig nach Nordosten und grenzt mit einer 
zweigeschossigen Bebauung an die Ludwigs-Passage an. Der dazwischen liegende Hof 
ist flächig ein- bis zweigeschossig überbaut. 
 
Mit dem Neubau wird die Geschossigkeit verändert. Es werden ein überhöhtes Erdge-
schoss für ein Ladenlokal und drei darüber liegende Vollgeschosse sowie ein Dachge-
schoss für insgesamt 14 Apartments vorgesehen. Die Traufkante wird gegenüber dem 
Bestand minimal erhöht. 
Die Erschließung der Wohneinheiten soll über einen radikal entkernten und begrünten 
Hof von der Ludwigs-Passage erfolgen ohne die dortige eingeschossige Bebauung zu 
verändern. 
Die Fassade wird sich mit großen horizontalen Fensterflächen zur Ernst-Ludwig-
Straße öffnen. 
 
 
Empfehlung 
Begrüßt wird der Neubau von Wohnungen in der Innenstadt unter dem gleichzeitigen 
Erhalt der Nutzung im Erdgeschoss als Ladenlokal. 
 
Die Erschließung der Wohnungen von der Hofseite aus wird hinsichtlich Orientierung 
und Adressbildung hinterfragt. Das Argument der damit einhergehenden Privatheit 
der Erschließungszone in der sehr belebten Innenstadtlage kann jedoch nachvollzogen 
werden, dennoch bittet der Beirat, die Vor- und Nachteile noch einmal eingehend zu 
prüfen. Eine qualitativ hochwertige und stark durchgrünte Hofgestaltung wird in der 
weiteren Planung erwartet. Auch sollte die Brandwand, wenn sie nicht zu vermeiden 
ist, mindestens begrünt werden. Die Bebauung bzw. die Fassade in der Passage, dem 
neuen Eingang zum Hof also, sollte mittelfristig eine Aufwertung erfahren. 
 
Die Fassade zur Ernst-Ludwig-Straße weist einen weitaus höheren Anteil an Fenster-
flächen zu Wandflächen auf. Die Größe der Fenster sowie die stark horizontale Gliede-
rung der Fassade wirken noch nicht stimmig, insbesondere gilt das für die durchge-
hende Dachgaube. Es wird darum gebeten, nicht nur den sommerlichen Wärmeschutz 
zu beachten, sondern auch die großflächige Öffnung zur Ernst-Ludwig-Straße gegen-
über dem Bedürfnis nach Privatheit der Bewohner sorgfältig abzuwägen.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  04.12.2020 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Die Qualität der Wohnungen wird als ein entscheidendes Merkmal für die langfristige 
und nachhaltige Entwicklung in dieser Lage angesehen. Daher werden die zum Hof 
orientierten Wohnungen hinsichtlich der Belichtung kritisch gesehen. Auch werden, 
bis auf eine Wohnung mit Loggia, private Freisitze vermisst. Auch wenn die Zielgruppe 
nicht Familienwohnen ist, sollten die Wohnungen für unterschiedliche Nutzergruppen 
entwickelt werden. 
 
 
Weiteres Vorgehen 
Das Projekt trägt dazu bei, eine vielfältige, gemischt genutzte und belebte Innenstadt 
zu erhalten. Eine hohe Qualität an die Wohnnutzung ist dafür Voraussetzung und soll-
te bei der weiteren Planung im Vordergrund stehen. Die genannten kritischen Punkte 
sollten noch einmal überprüft werden. 
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung   
Eine Wiedervorstellung des Projektes ist gewünscht, aber nicht zwingend erforderlich. 
 
 
Votum  
gez. Rebekka Junge

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt Adelungstraße 18 
 
Abriss und Neubau Wohn- und Geschäftshaus 
 
 
 
 
 
 
  
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
26. Sitzung – 04.12.2020

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  04.12.2020 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfassende 
Canzler GmbH, Frankfurt 
 
 
Bauherrschaft 
Neuapostolische Kirche, Dortmund 
 
 
Beschreibung 
In der Mollerstadt wird eine Nachverdichtung der bestehenden Baustruktur durch Ab-
riss und Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses vorgeschlagen. Die Adelungstraße 
befindet sich in zentraler Lage in der Stadt und ist geprägt durch eine dichte, urbane 
Bebauung, insbesondere auch der Blockinnenbereiche. In den Erdgeschossen befin-
den sich in vielen Gebäuden Ladennutzungen. Sie ist Teil des Sanierungsgebietes 
„Westliche Innenstadt – Mollerstadt“, welches seit 2005 in Kraft ist.  
 
Der zum Abriss anvisierte Baukörper ist von der Straße zurückgesetzt, freistehend 
und beherbergte mit der Neuapostolischen Kirche eine religiöse Nutzung. Das Grund-
stück befindet sich an einer Schnittstelle, an der die historische Breite der Adelung- 
straße in den verbreiterten Ausbau übergeht.   
 
Der vorliegende Entwurf rückt den neuen Baukörper in die Straßenflucht und schließt 
damit die Bebauung des Blocks. Die Hauptnutzung des neuen Gebäudekomplexes ist 
Wohnen mit einem Wohnungsangebot an unterschiedlichen Größen und Qualitäten. Im 
Erdgeschoss befindet sich eine Ladenfläche. 
 
Der Baukörper staffelt sich in der Höhenentwicklung von 6 Geschossen zur Adelung- 
straße bis auf 3 Geschosse zum Innenhof hin ab. Ebenfalls staffelt und gliedert sich 
der Baukörper in der Fassadenwirkung zur Straße durch den Rücksprung des Dachge-
schosses und einen 40 cm auskragenden Fassadenbereich. 
Es werden 24 Wohnungen geschaffen. Im Untergeschoss werden Abstellräume, PKW- 
sowie Fahrradstellplätze angeboten. 
 
Von den Entwurfsverfassern wird vorgeschlagen, im Blockinnenbereich eine unversie-
gelte Freiraumzone zu entwickeln, an der sich über die Zeit alle Anrainer beteiligen 
könnten.  
 
 
Empfehlung 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die Nachverdichtung der bestehenden Bausubstanz 
durch Wohnnutzung und die Qualifizierung des Erscheinungsbildes. Dringend benötig-
ter Wohnraum kann so in zentraler Lage, aber städtebaulich verträglich realisiert wer-
den. Auch das Angebot, die Erdgeschosszone mit einer Nutzung zu belegen, die den 
Stadtraum belebt, wird sehr gewürdigt.  
 
Im vorliegenden Entwurf werden einige Aspekte diskutiert und für eine Überprüfung 
durch den Architekten empfohlen.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  04.12.2020 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Die Dichte der vorgeschlagenen Bebauung ist trotz baurechtlicher Möglichkeit im obe-
ren Bereich der Verträglichkeit, insbesondere was die Qualität von einigen Wohnungen 
und den Freiflächen angeht. Die Empfehlung ist, den Entwurf nochmals im Hinblick 
auf eine maßvolle und qualitätsvolle Verdichtung zu prüfen. Es sollten Wohnungen 
realisiert werden, die durch die Qualität der Grundrisse, Belichtung und wohnungsna-
hen Freiflächen dauerhaft attraktiv und nachgefragt werden.  
 
Die Größe und Höhenlage der Tiefgarage sollten in Bezug auf die begrüßenswerte Be-
grünung des Innenhofes geprüft werden. Nur ohne Unterbau sind eine versickerungs-
fähige Grünfläche und auch große Bäume möglich. Es wird darauf hingewiesen, das 
notwendige Flächen für Kleinkinderspiel noch nicht dargestellt sind. Es wird zudem 
angeregt, die Ablösung von Stellplätzen in schon vorhandenen Parkgaragen zu prüfen. 
 
Die Aufnahme der Traufhöhe der Nachbarbebauung wird begrüßt. Über den Dachab-
schluss, dessen genaue Höhe und der Gestaltung der Absturzsicherung sollte noch-
mals nachgedacht werden, damit sich der Baukörper schlüssig und qualitätsvoll in 
den Kontext einbindet. 
Das zurückgesetzte Dachgeschoss wird als recht massiv wahrgenommen. Hier werden 
Hinweise auf die Flugdächer der Architektur der 1950er Jahre als Inspiration gegeben. 
Diese gestalterische Umsetzung ist im Umfeld zu finden. 
Es wird zudem angeregt, neben den begrüßenswerten Dachbegrünungen auch Photo-
voltaik zu integrieren. 
 
Die Erläuterungen zur Herleitung und dem Gestaltgedanken der Straßenfassade konn-
ten nachvollzogen werden. Der Notwendigkeit des Vorsprungs in der Fassade wurde 
im Gremium diskutiert, das Hineinragen in den Straßenraum als eher kritisch wahrge-
nommen.  
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung 
Insgesamt würdigt und begrüßt der Gestaltungsbeirat den Vorschlag zur Nachverdich-
tung, zur Schaffung von Wohnraum in zentraler Stadtlage und Qualifizierung des Er-
scheinungsbildes. 
 
Der Beirat empfiehlt, den vorliegenden Entwurf auf die Anmerkungen hin zu prüfen 
und weiterzuentwickeln. Der weitere Prozess erfolgt in Abstimmung mit den städti-
schen Ämtern, eine Wiedervorstellung ist nicht notwendig.  
 
 
Votum 
gez.  Martina Baum

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt Elisabethenstraße 37 
 
Abriss und Neubau eines Wohn- und Ge-
schäftshauses mit 16 WE und einer Gewerbe-
einheit 
 
 
 
 
  
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
26. Sitzung – 04.12.2020

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  04.12.2020 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfassende und Bauherrschaft 
Jöckel Projektentwicklungs GmbH, Darmstadt 
 
 
Beschreibung 
In der Innenstadt von Darmstadt, der sogenannten Mollerstadt, soll in einer Baulücke 
ein Wohn- und Geschäftshaus mit 16 Wohnungen, hauptsächlich 1-2-Zimmer-
Wohnungen entstehen. Das Volumen erstreckt sich dabei entlang der Brandwand des 
Nachgebäudes 35 über die gesamte Grundstückstiefe und staffelt sich über 7 Ge-
schosse, einschließlich begrünter Dachterrassen nach oben. 
 
Die Straßenfassade nimmt dabei die Traufhöhe des Nachbarn und dessen 4-
geschossige Anmutung der mit einem Ziegelmauerwerk verkleideten Fassade auf, die 
mithilfe von aus den Loggien herausragenden Pflanztrögen begrünt werden soll. Dabei 
soll die Pflege und Bewässerung, analog zu einem Projekt des Bauherrn in der Pan-
kratiusstraße, zentral durch die Hausverwaltung ausgeführt werden, um eine durch-
laufende Qualität sicherzustellen. 
 
Empfehlung 
Die Schließung der Baulücke und Weiterentwicklung des Quartiers mit notwendigen 
Wohnungen betrachtet der Gestaltungsbeirat als sinnvoll. Gleichzeitig bittet er auf 
eine verträgliche und angemessene Dichte des Bauvolumens versus Freifläche und 
Grünanteil zu achten. Ebenso bittet er, die Ausbildung der Pflanztröge in der weiteren 
Entwicklung sorgfältig zu begleiten, um hier keine ungepflegten, abweisenden Fassa-
densituationen entstehen zu lassen. Eine Fassadenbegrünung an sich wird als ein re-
levanter Baustein im Rahmen des nachhaltigen Stadtumbaus empfunden. 
 
Um einen nachhaltigen und langfristigen Erfolg der Mietwohnungen zu erzielen, muss 
die Nutzung im Erdgeschoss hinsichtlich der Belichtung und Aufenthaltsqualitäten 
überarbeitet werden, auch eine Erweiterung der Gewerbenutzungen ist denkbar. Die 
Freiflächen der einzelnen Wohnungen sollten auf ausreichenden Abstand untereinan-
der und zu den Nachbarn hin geprüft werden. 
 
In der weiteren Entwicklung soll darauf geachtet werden, dass die Qualität des gestal-
terischen Ausdrucks und Volumens im rückwärtigen Bereich nicht als Abdruck der 
bauordnungsrechtlichen Vorgaben wahrgenommen wird. Ebenso bittet die Stadt 
Darmstadt um Prüfung der Verwendung von PV-Modulen/ Anlagen, um den nachhalti-
gen Umgang mit Energie zu fördern. 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die Schaffung von innerstädtischem Wohnraum, bittet 
aber um Prüfung der Nutzungen und Qualitäten der Wohngrundrisse im Erdgeschoss, 
sowie um einen angemessenen Umgang mit dem durch den Entfall der Stellplätze zur 
Verfügung stehenden Freiraum. 
 
Die vorgestellte Lösung kann mit den entsprechenden Überarbeitungen so mit den 
städtischen Gremien abgestimmt werden 
 
Votum  
gez. Alexander Reichel

Beratungsverlauf (1)

TOP 40

Orte (3)

  • Ernst-Ludwig-Straße 20
  • Adelungstraße 18
  • Elisabethenstraße 37

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2021/0002
Typ
Magistratsvorlage
Datum
15.12.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00