3198/2023
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage des Einzelmandatsträgers Hengstenberg (AfD) aus der Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim vom 14.08.2023 betr. "Gleichstellung mit Tabu" (AN/1299/2023)
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Anlage 2: Terre des Femmes, 2022, Weibliche Genitialverstümmelung in Deutschland, Dunkelzifferschätzung
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TERRE DES FEMMES Menschenrechte für die Frau e.V. Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland Dunkelzifferschätzung 2022 1 ERLÄUTERUNGEN Die Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland bildet zum einen die Zahl der bereits von Genitalverstümmelung betroffenen, in Deutschland lebenden Mädchen und Frauen nach Herkunftsland ab, zum anderen die Menge der durch weibliche Genitalverstümmelung weiterhin akut bedrohten Mädchen. Begriffsdefinitionen Potenziell „Betroffene“ sind alle Frauen und Mädchen1 der ersten Generation (im Herkunftsland geboren und eingewandert nach Deutschland), die mit der jeweiligen Staatsbürgerschaft laut statistischem Bundesamt derzeit in der BRD leben. Potenziell „Gefährdete“ sind alle minderjährigen weiblichen Personen der zweiten Generation (in Deutschland geboren) mit der jeweiligen Staatsbürgerschaft, die laut statistischem Bundesamt derzeit in der BRD leben. Berechnungsgrundlage und Methodik Für die Schätzung der Betroffenen werden die in den Herkunftsländern erhobenen Prävalenzdaten auf die nach Deutschland eingewanderten Frauen und Mädchen der ersten Generation übertragen. Die Daten zu den hier lebenden Mädchen und Frauen beruhen auf Angaben des Statistischen Bundesamtes (Stichtag: 31.12.2021).2 Die Prävalenzdaten für 29 der 31 gelisteten Herkunftsländer stammen aus UNICEF-Berechnungen3. Für Indonesien und den Oman sind diese Daten durch UNICEF nicht abgedeckt, so dass hier auf kleinere Studien zurückgegriffen wurde4. Gleichzeitig stehen diese beiden Länder stellvertretend für viele weitere Länder, von denen bekannt ist, dass dort FGM praktiziert wird, für die allerdings keine repräsentativen Studien zur Verfügung stehen. Zu diesen Ländern zählen beispielsweise Indien und Thailand. 1 In dieser Schätzung zählen wir zusätzlich zu den Frauen, die in erster Generation nach Deutschland eingewandert sind, auch die Mädchen der ersten Generation zu der Gruppe der potenziell Betroffenen. In den Berechnungen der Vorjahre wurden diese Mädchen ausschließlich bei den potenziell Gefährdeten eingruppiert. De facto ist nicht bekannt, ob diese Gruppe der Mädchen bei Ankunft bereits betroffen ist oder nicht und eine weitere Aufschlüsselung ist hier nicht möglich. Da wir allerdings aus unserer Referats- sowie Communityarbeit Einblick erhalten, dass ein großer Teil der Mädchen schon bei Einreise genitalverstümmelt ist, möchten wir diesem Erfahrungswert und Umstand durch die Anpassung der Eingruppierung gerecht werden. 2 Destatis (2022): Sonderauswertung. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Ausländische Bevölkerung nach Bundesländern, Geburtsort, Staatsangehörigkeit und Altersgruppen. 3 UNICEF (05/2022): Percentage of girls and women aged 15-49 years who have undergone FGM (by place of residence and household wealth quintile): https://data.unicef.org/wp-content/uploads/2019/10/XLS_FGM-Women-prevalence-database_May-2022.xlsx , letzter Zugriff am: 29.09.2022. 4 Zu Indonesien: END FGM European Network/ END FGM/C U.S.Networtk/Equality Now (2020): Female Genital Mutilation/Cutting: A Call for a Global Response, S. 48 ; sowie: UNICEF (2016): https://data.unicef.org/wp-content/uploads/2016/04/FGMC-2016-brochure_250.pdf, S.4, letzter Zugriff am: 29.09.2022. Zum Oman: END FGM European Network/ END FGM/C U.S.Networtk/Equality Now (2020): Female Genital Mutilation/Cutting: A Call for a Global Response, S. 33. 2 Für die Schätzung der Gefährdeten wird eine durch das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) empfohlene Methode mit Minimal- und Maximalszenario5 angewandt, welche den Einfluss der Zuwanderung („Akkulturationsfaktor a“) auf die Risikobewertung für Mädchen der zweiten Generation, die in Deutschland geboren wurden, berücksichtigt. Denn die meisten Familien in der Diaspora identifizieren sich mit der Kultur und den Werten des Residenzlandes. Dies schützt zu einem gewissen Grad diejenigen Mädchen, die hier geboren wurden. Erläuterung des Minimal- und Maximalszenarios Das Minimalszenario beschreibt eine vollkommene „Akkulturation“ im Sinne einer Anpassung eigener Wert- und Normvorstellungen der Zugewanderten an die des Einwanderungslandes. Diese wirkt sich unmittelbar auch auf die Ausübung schädlicher Praktiken aus und bedeutet demnach, dass Genitalverstümmelung ab dem Zeitpunkt der Einwanderung nicht mehr ausgeübt wird. Der Akkulturationsfaktor bei einer vollständigen Anpassung beträgt a=1. Das Maximalszenario beschreibt einen Zustand, in dem die Migration keinerlei Einfluss auf die Einstellung der Zugewanderten hat und damit die Gefahr einer Genitalverstümmelung genauso groß wie im Herkunftsland bleibt. Hier beträgt der Akkulturationsfaktor a=0. Anwendung des Minimal- und Maximalszenarios In der Theorie beschreiben diese beiden Szenarien den Bereich, in dem sich der Einfluss der Akkulturation bewegen kann. Aus der Praxis wissen wir jedoch, dass eine vollkommene Akkulturation innerhalb einer Generation nicht realistisch und somit die vollständige Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung in einer so kurzen Zeitspanne nicht möglich ist. Dennoch ist es genauso wenig zutreffend, dass die Migration keinerlei Einfluss auf die Ausübung dieser schädlichen Praktik hat.6 Der jeweilige Ausprägungsgrad der Akkulturation ist hierbei stark kontextabhängig. Aus diesem Grund eröffnen wir ein Schätzfeld mit größtmöglicher Spannweite:7 • beginnend bei einem hohen Einfluss der Migration auf die Werte- und Normvorstellungen (Akkulturationsfaktor a=0,9). Der Akkulturationsfaktor von 0,9 bedeutet, dass sich die FGM-Rate von der ersten zur zweiten Generation um 90% verringert. -> Minimalszenario • bis hin zu einem niedrigen Einfluss der Migration (Akkulturationsfaktor a=0,1). Der Akkulturationsfaktor von 0,1 bedeutet, dass sich die FGM-Rate von der ersten zur zweiten Generation um nur 10% verringert. -> Maximalszenario 5 European Institute for Gender Equality EIGE (2018): Estimation of girls at risk of female genital mutilation in the European Union: Step-by-step guide (2nd edition), letzter Zugriff am: 29.09.2022. 6 Diesen Erfahrungswert ziehen wir u.a. aus unserer Präventions- und Aufklärungsarbeit in den Diaspora Communitys. 7 Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) empfiehlt hier einen empirischen Wert zwischen 0 und 1 zu bestimmen, dies ist im Rahmen der Dunkelzifferschätzung nicht möglich. Diese stützt sich ausschließlich auf bereits erhobene statistische Daten und Quellen und es konnte keine Neuerhebung im Rahmen einer empirischen Untersuchung durchgeführt werden. 3 Berechnung am Beispiel des Herkunftslandes Ägypten: In Ägypten liegt die FGM-Prävalenzrate laut UNICEF bei 87%. Diese Prävalenzrate wird angewendet auf alle in Deutschland lebenden Frauen (9.900) und Mädchen (3.790) der ersten Generation. So ergibt sich eine Gesamtzahl von potenziell 8.691 betroffenen Frauen und 3.297 betroffenen Mädchen. Für die gefährdeten Mädchen der zweiten Generation wurde ein Minimal- und Maximalszenario berechnet, um den Faktor der Akkulturation zu berücksichtigen. Beide Szenarien nehmen die FGM- Prävalenzrate des Herkunftslandes der Eltern als Grundlage, im Falle Ägyptens sind das 87%. Das Minimalszenario lässt sich basierend auf dem zuvor festgelegten Akkulturationsfaktor von a=0,9 anhand eines Zehntels von diesen 87% berechnen. Demzufolge gibt es insgesamt 120 potenziell gefährdete Mädchen. Nach dem gleichen Prinzip wird auch das Maximalszenario berechnet. Bei einem Akkulturationsfaktor von a=0,1 sind hier schätzungsweise 1.081 Mädchen gefährdet, was neun Zehnteln der genannten 87 % entspricht. Fazit Unseren Schätzungen zufolge gehen wir aktuell von bis zu 103.947 von weiblicher Genitalverstümmelung betroffenen Mädchen und Frauen in Deutschland aus. Weiterhin sind bis zu 17.721 Mädchen akut gefährdet. Dennoch kann dies nur als Schätzung der Gefährdungssituation verstanden werden. Zukünftig braucht es eine verbesserte und umfassendere Datenlage, um möglichst präzise Präventionsmaßnahmen ergreifen und umsetzen zu können. Dies trägt maßgeblich zum effektiven Schutz der in Deutschland lebenden, gefährdeten Mädchen und zur besseren Versorgung bereits betroffener Mädchen und Frauen bei. Stand: 09/2022 HINWEISE: Weil das statistische Bundesamt ebenso wie die Erhebungen von UNICEF mit der Kategorisierung nach Staatsbürgerschaften arbeiten, obwohl die weibliche Genitalverstümmelung aufgrund der ethnischen Identität praktiziert wird, können die errechneten Zahlen gerade bei Ländern mit geringer Verbreitungsquote weit von der Realität abweichen. Mädchen und Frauen ohne Papiere, bereits eingebürgerte Frauen und gefährdete Mädchen mit deutscher Staatsangehörigkeit konnten in den zugrunde liegenden Daten nicht berücksichtigt werden. Die tatsächliche Dunkelziffer kann also die knapp 18.000 Gefährdeten und knapp 104.000 Betroffenen noch übersteigen. Es gibt viele Länder wie Indien, Iran und Thailand, in denen FGM bekanntermaßen verbreitet ist. Hier sind keine repräsentativen Daten vorhanden und deswegen in dieser Schätzung nicht mit aufgeführt. Indonesien und Oman werden stellvertretend für diese Länder genannt. Während in den Herkunftsländern die Genitalverstümmelung oft an ein Lebensereignis und Alter geknüpft ist und je nach Ethnie Säuglinge und Kleinkinder, Präpubertäre, Postpubertäre oder Bräute besonders stark gefährdet sind, gehen wir davon aus, dass in der Diaspora die Gelegenheit den Zeitpunkt bestimmt. 4 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 9990 3790 1380 8691 3297 120 1081 Äthiopien 65% 7455 2725 2075 4846 1771 135 1214 Benin 9% 785 285 195 71 26 2 16 Burkina Faso 76% 550 170 105 418 129 8 72 Côte d'Ivoire 37% 2095 695 495 775 257 18 165 Dschibuti 94% 70 20 10 66 19 1 8 Eritrea 83% 17990 9890 7020 14932 8209 583 5244 Gambia 73% 1775 630 365 1296 460 27 240 Ghana 2% 15060 4930 3340 301 99 7 60 Guinea 95% 3500 1490 980 3325 1416 93 838 Guinea-Bissau 52% 285 120 65 148 62 3 30 Indonesien 49% 12810 475 230 6303 234 11 102 Irak 7% 72110 4389514740 5048 3073 103 929 Jemen 19% 2175 1000 350 413 190 7 60 Kamerun 1% 10585 1990 1400 106 20 1 13 Kenia 21% 7690 990 565 1615 208 12 107 Liberia 32% 270 85 55 86 27 2 16 Malaysia 99% 3215 150 55 3192 149 5 49 Mali 89% 390 160 80 347 142 7 64 Mauretanien 67% 160 40 15 107 27 1 9 Niger 2% 200 70 50 4 1 0 1 Nigeria 20% 20915 134409265 4183 2688 185 1668 Oman 96% 175 15 0 167 14 0 0 Senegal 25% 1475 300 160 369 75 4 36 Sierra Leone 83% 955 445 295 793 369 24 220 Somalia 99% 12535 8275 5330 12410 8192 528 4749 Sudan 87% 1885 925 320 1640 805 28 251 Tansania 10% 980 145 70 98 15 1 6 Togo 3% 4405 780 560 132 23 2 15 Tschad 34% 100 65 30 34 22 1 9 Zentralafrikanische Republik22% 50 10 5 11 2 0 1 212635 9800049605 71926 32021 1919 17271TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1.Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1.Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2.Gener.) 5 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 1160 325 115 1009 283 10 90 Äthiopien 65% 475 75 50 309 49 3 29 Benin 9% 60 10 5 5 1 0 0 Burkina Faso 76% 55 10 5 42 8 0 3 Côte d'Ivoire 37% 190 20 10 70 7 0 3 Dschibuti 94% 5 0 0 5 0 0 0 Eritrea 83% 1970 875 605 1635 726 50 452 Gambia 73% 565 285 185 412 208 14 122 Ghana 2% 930 160 90 19 3 0 2 Guinea 95% 235 70 45 223 67 4 38 Guinea-Bissau 52% 0 0 0 0 0 0 0 Indonesien 49% 1600 45 25 787 22 1 11 Irak 7% 8140 4835 1570 570 338 11 99 Jemen 19% 100 35 15 19 7 0 3 Kamerun 1% 2000 495 330 20 5 0 3 Kenia 21% 1225 115 65 257 24 1 12 Liberia 32% 10 5 0 3 2 0 0 Malaysia 99% 460 20 10 457 20 1 9 Mali 89% 30 5 0 27 4 0 0 Mauretanien 67% 10 0 0 7 0 0 0 Niger 2% 10 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 3550 2385 1645 710 477 33 296 Oman 96% 5 0 0 5 0 0 0 Senegal 25% 210 20 10 53 5 0 2 Sierra Leone 83% 55 20 10 46 17 1 7 Somalia 99% 970 605 390 960 599 39 347 Sudan 87% 135 45 10 117 39 1 8 Tansania 10% 110 10 5 11 1 0 0 Togo 3% 775 205 140 23 6 0 4 Tschad 34% 5 0 0 2 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 5 0 0 1 0 0 0 25050 106755335 7804 2918 171 1542TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Baden-Württemberg 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 6 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 1480 505 185 1288 439 16 145 Äthiopien 65% 2575 1205 995 1674 783 65 582 Benin 9% 85 25 15 8 2 0 1 Burkina Faso 76% 85 35 20 65 27 2 14 Côte d'Ivoire 37% 240 70 45 89 26 2 15 Dschibuti 94% 20 5 0 19 5 0 0 Eritrea 83% 2405 1375 995 1996 1141 83 743 Gambia 73% 140 35 20 102 26 1 13 Ghana 2% 765 155 90 15 3 0 2 Guinea 95% 90 15 5 86 14 0 4 Guinea-Bissau 52% 5 0 0 3 0 0 0 Indonesien 49% 2165 65 35 1065 32 2 15 Irak 7% 10770 5700 2310 754 399 16 146 Jemen 19% 255 120 25 48 23 0 4 Kamerun 1% 925 100 75 9 1 0 1 Kenia 21% 1300 120 70 273 25 1 13 Liberia 32% 20 5 0 6 2 0 0 Malaysia 99% 670 40 20 665 40 2 18 Mali 89% 65 40 20 58 36 2 16 Mauretanien 67% 25 5 0 17 3 0 0 Niger 2% 10 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 4790 3830 2745 958 766 55 494 Oman 96% 40 5 0 38 5 0 0 Senegal 25% 345 105 55 86 26 1 12 Sierra Leone 83% 455 300 200 378 249 17 149 Somalia 99% 2155 1315 885 2133 1302 88 789 Sudan 87% 195 70 15 170 61 1 12 Tansania 10% 270 80 40 27 8 0 4 Togo 3% 1045 130 105 31 4 0 3 Tschad 34% 10 0 0 3 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 5 0 0 1 0 0 0 33405 154558970 12065 5447 355 3195TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Bayern 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 7 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 1500 435 150 1305 378 13 117 Äthiopien 65% 275 45 20 179 29 1 12 Benin 9% 95 30 20 9 3 0 2 Burkina Faso 76% 70 15 10 53 11 1 7 Côte d'Ivoire 37% 80 15 10 30 6 0 3 Dschibuti 94% 15 0 0 14 0 0 0 Eritrea 83% 340 180 125 282 149 10 93 Gambia 73% 90 25 15 66 18 1 10 Ghana 2% 1145 270 185 23 5 0 3 Guinea 95% 360 100 65 342 95 6 56 Guinea-Bissau 52% 30 10 5 16 5 0 2 Indonesien 49% 1190 45 20 585 22 1 9 Irak 7% 2775 1520 430 194 106 3 27 Jemen 19% 395 175 55 75 33 1 9 Kamerun 1% 1235 295 205 12 3 0 2 Kenia 21% 785 140 90 165 29 2 17 Liberia 32% 20 0 0 6 0 0 0 Malaysia 99% 245 10 0 243 10 0 0 Mali 89% 30 5 5 27 4 0 4 Mauretanien 67% 10 5 0 7 3 0 0 Niger 2% 10 5 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 1180 420 290 236 84 6 52 Oman 96% 25 5 0 24 5 0 0 Senegal 25% 115 30 15 29 8 0 3 Sierra Leone 83% 90 20 15 75 17 1 11 Somalia 99% 250 140 80 248 139 8 71 Sudan 87% 195 35 15 170 30 1 12 Tansania 10% 75 5 5 8 1 0 0 Togo 3% 105 25 15 3 1 0 0 Tschad 34% 15 5 5 5 2 0 2 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 12745 40101850 4429 1197 58 526TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Berlin 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 8 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 110 35 10 96 30 1 8 Äthiopien 65% 45 15 10 29 10 1 6 Benin 9% 5 5 5 0 0 0 0 Burkina Faso 76% 5 0 0 4 0 0 0 Côte d'Ivoire 37% 10 5 0 4 2 0 0 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 240 180 120 199 149 10 90 Gambia 73% 10 5 5 7 4 0 3 Ghana 2% 65 30 15 1 1 0 0 Guinea 95% 20 5 0 19 5 0 0 Guinea-Bissau 52% 0 0 0 0 0 0 0 Indonesien 49% 170 5 0 84 2 0 0 Irak 7% 355 245 40 25 17 0 3 Jemen 19% 45 25 15 9 5 0 3 Kamerun 1% 445 180 125 4 2 0 1 Kenia 21% 740 205 160 155 43 3 30 Liberia 32% 0 0 0 0 0 0 0 Malaysia 99% 30 0 0 30 0 0 0 Mali 89% 5 0 0 4 0 0 0 Mauretanien 67% 0 0 0 0 0 0 0 Niger 2% 0 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 220 130 95 44 26 2 17 Oman 96% 0 0 0 0 0 0 0 Senegal 25% 10 0 0 3 0 0 0 Sierra Leone 83% 5 5 0 4 4 0 0 Somalia 99% 255 200 145 252 198 14 129 Sudan 87% 40 25 0 35 22 0 0 Tansania 10% 10 0 0 1 0 0 0 Togo 3% 10 5 5 0 0 0 0 Tschad 34% 45 50 20 15 17 1 6 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 2895 1355 770 1025 537 33 296TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Brandenburg 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 9 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 160 70 30 139 61 3 23 Äthiopien 65% 35 5 0 23 3 0 0 Benin 9% 15 5 5 1 0 0 0 Burkina Faso 76% 5 0 0 4 0 0 0 Côte d'Ivoire 37% 55 20 10 20 7 0 3 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 160 105 75 133 87 6 56 Gambia 73% 110 30 15 80 22 1 10 Ghana 2% 1195 485 325 24 10 1 6 Guinea 95% 95 40 25 90 38 2 21 Guinea-Bissau 52% 5 0 0 3 0 0 0 Indonesien 49% 260 10 5 128 5 0 2 Irak 7% 620 320 115 43 22 1 7 Jemen 19% 15 5 0 3 1 0 0 Kamerun 1% 255 30 25 3 0 0 0 Kenia 21% 80 5 0 17 1 0 0 Liberia 32% 5 5 5 2 2 0 1 Malaysia 99% 35 5 0 35 5 0 0 Mali 89% 5 0 0 4 0 0 0 Mauretanien 67% 0 0 0 0 0 0 0 Niger 2% 5 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 775 380 235 155 76 5 42 Oman 96% 0 0 0 0 0 0 0 Senegal 25% 65 15 5 16 4 0 1 Sierra Leone 83% 30 10 5 25 8 0 4 Somalia 99% 205 115 70 203 114 7 62 Sudan 87% 35 10 5 30 9 0 4 Tansania 10% 10 0 0 1 0 0 0 Togo 3% 80 5 0 2 0 0 0 Tschad 34% 0 5 0 0 2 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 4315 1680 955 1185 477 27 245TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Bremen 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 10 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 670 270 120 583 235 10 94 Äthiopien 65% 95 25 15 62 16 1 9 Benin 9% 135 40 30 12 4 0 2 Burkina Faso 76% 70 20 20 53 15 2 14 Côte d'Ivoire 37% 165 35 25 61 13 1 8 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 660 385 265 548 320 22 198 Gambia 73% 155 30 10 113 22 1 7 Ghana 2% 2990 770 540 60 15 1 10 Guinea 95% 145 50 35 138 48 3 30 Guinea-Bissau 52% 135 45 15 70 23 1 7 Indonesien 49% 795 15 10 391 7 0 4 Irak 7% 1345 805 210 94 56 1 13 Jemen 19% 20 5 0 4 1 0 0 Kamerun 1% 180 20 10 2 0 0 0 Kenia 21% 220 20 10 46 4 0 2 Liberia 32% 10 0 0 3 0 0 0 Malaysia 99% 150 5 0 149 5 0 0 Mali 89% 25 5 5 22 4 0 4 Mauretanien 67% 5 0 0 3 0 0 0 Niger 2% 20 10 10 0 0 0 0 Nigeria 20% 450 150 105 90 30 2 19 Oman 96% 5 0 0 5 0 0 0 Senegal 25% 60 10 5 15 3 0 1 Sierra Leone 83% 20 10 5 17 8 0 4 Somalia 99% 350 230 140 347 228 14 125 Sudan 87% 35 5 0 30 4 0 0 Tansania 10% 40 5 0 4 1 0 0 Togo 3% 455 60 45 14 2 0 1 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 9405 30251630 2936 1064 61 552TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Hamburg 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 11 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 835 250 90 726 218 8 70 Äthiopien 65% 2695 935 715 1752 608 46 418 Benin 9% 50 15 10 5 1 0 1 Burkina Faso 76% 35 5 0 27 4 0 0 Côte d'Ivoire 37% 80 10 5 30 4 0 2 Dschibuti 94% 20 10 5 19 9 0 4 Eritrea 83% 4940 2300 1640 4100 1909 136 1225 Gambia 73% 110 30 20 80 22 1 13 Ghana 2% 1395 410 265 28 8 1 5 Guinea 95% 160 70 45 152 67 4 38 Guinea-Bissau 52% 5 0 0 3 0 0 0 Indonesien 49% 1410 50 25 694 25 1 11 Irak 7% 2910 1910 530 204 134 4 33 Jemen 19% 250 65 40 48 12 1 7 Kamerun 1% 1015 115 70 10 1 0 1 Kenia 21% 740 75 40 155 16 1 8 Liberia 32% 15 0 0 5 0 0 0 Malaysia 99% 360 15 5 357 15 0 4 Mali 89% 20 5 5 18 4 0 4 Mauretanien 67% 20 0 0 13 0 0 0 Niger 2% 5 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 955 430 260 191 86 5 47 Oman 96% 30 0 0 29 0 0 0 Senegal 25% 100 15 5 25 4 0 1 Sierra Leone 83% 50 10 5 42 8 0 4 Somalia 99% 3030 2110 1360 3000 2089 135 1212 Sudan 87% 145 45 15 126 39 1 12 Tansania 10% 90 10 5 9 1 0 0 Togo 3% 175 25 15 5 1 0 0 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 21645 89155175 11851 5284 347 3121TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Hessen 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 12 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 95 80 30 83 70 3 23 Äthiopien 65% 20 10 5 13 7 0 3 Benin 9% 25 10 10 2 1 0 1 Burkina Faso 76% 5 0 0 4 0 0 0 Côte d'Ivoire 37% 10 5 5 4 2 0 2 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 205 135 90 170 112 7 67 Gambia 73% 5 0 0 4 0 0 0 Ghana 2% 120 115 80 2 2 0 1 Guinea 95% 0 0 0 0 0 0 0 Guinea-Bissau 52% 0 0 0 0 0 0 0 Indonesien 49% 225 5 0 111 2 0 0 Irak 7% 345 185 55 24 13 0 3 Jemen 19% 20 10 5 4 2 0 1 Kamerun 1% 15 0 0 0 0 0 0 Kenia 21% 40 10 0 8 2 0 0 Liberia 32% 0 0 0 0 0 0 0 Malaysia 99% 15 0 0 15 0 0 0 Mali 89% 0 0 0 0 0 0 0 Mauretanien 67% 20 15 5 13 10 0 3 Niger 2% 5 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 60 30 15 12 6 0 3 Oman 96% 5 0 0 5 0 0 0 Senegal 25% 5 0 0 1 0 0 0 Sierra Leone 83% 15 10 5 12 8 0 4 Somalia 99% 130 95 50 129 94 5 45 Sudan 87% 10 0 0 9 0 0 0 Tansania 10% 10 0 0 1 0 0 0 Togo 3% 35 10 10 1 0 0 0 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 1440 725 365 627 331 17 156TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Mecklenburg-Vorpommern 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 13 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 595 265 100 518 231 9 78 Äthiopien 65% 145 60 40 94 39 3 23 Benin 9% 45 10 5 4 1 0 0 Burkina Faso 76% 30 10 5 23 8 0 3 Côte d'Ivoire 37% 700 375 275 259 139 10 92 Dschibuti 94% 5 0 0 5 0 0 0 Eritrea 83% 855 510 360 710 423 30 269 Gambia 73% 150 35 15 110 26 1 10 Ghana 2% 1145 540 350 23 11 1 6 Guinea 95% 265 90 50 252 86 5 43 Guinea-Bissau 52% 10 0 0 5 0 0 0 Indonesien 49% 1000 55 25 492 27 1 11 Irak 7% 12295 8300 2665 861 581 19 168 Jemen 19% 150 60 20 29 11 0 3 Kamerun 1% 710 85 60 7 1 0 1 Kenia 21% 420 45 20 88 9 0 4 Liberia 32% 120 60 35 38 19 1 10 Malaysia 99% 265 20 5 263 20 0 4 Mali 89% 30 20 10 27 18 1 8 Mauretanien 67% 5 0 0 3 0 0 0 Niger 2% 15 5 5 0 0 0 0 Nigeria 20% 885 460 280 177 92 6 50 Oman 96% 10 0 0 10 0 0 0 Senegal 25% 85 20 10 21 5 0 2 Sierra Leone 83% 35 5 5 29 4 0 4 Somalia 99% 770 640 390 762 634 39 347 Sudan 87% 630 470 205 548 409 18 161 Tansania 10% 70 10 0 7 1 0 0 Togo 3% 285 30 15 9 1 0 0 Tschad 34% 5 0 0 2 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 21730 121804950 5374 2794 144 1299TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Niedersachsen 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potnziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 14 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 2095 910 325 1823 792 28 254 Äthiopien 65% 685 195 145 445 127 9 85 Benin 9% 120 40 25 11 4 0 2 Burkina Faso 76% 95 25 15 72 19 1 10 Côte d'Ivoire 37% 400 120 95 148 44 4 32 Dschibuti 94% 5 5 5 5 5 0 4 Eritrea 83% 3340 2045 1480 2772 1697 123 1106 Gambia 73% 350 125 70 256 91 5 46 Ghana 2% 4060 1630 1135 81 33 2 20 Guinea 95% 1995 1015 690 1895 964 66 590 Guinea-Bissau 52% 30 25 20 16 13 1 9 Indonesien 49% 2260 110 65 1112 54 3 29 Irak 7% 24690 152255285 1728 1066 37 333 Jemen 19% 240 70 30 46 13 1 5 Kamerun 1% 2535 465 360 25 5 0 3 Kenia 21% 1310 155 75 275 33 2 14 Liberia 32% 40 15 10 13 5 0 3 Malaysia 99% 590 20 5 586 20 0 4 Mali 89% 125 45 25 111 40 2 20 Mauretanien 67% 40 10 5 27 7 0 3 Niger 2% 70 25 20 1 1 0 0 Nigeria 20% 6430 4380 3035 1286 876 61 546 Oman 96% 30 5 0 29 5 0 0 Senegal 25% 355 60 35 89 15 1 8 Sierra Leone 83% 145 50 35 120 42 3 26 Somalia 99% 2005 1265 775 1985 1252 77 691 Sudan 87% 215 60 20 187 52 2 16 Tansania 10% 190 15 5 19 2 0 0 Togo 3% 1040 210 160 31 6 0 4 Tschad 34% 15 5 5 5 2 0 2 Zentralafrikanische Republik22% 10 0 0 2 0 0 0 55510 2832513955 15201 7282 430 3867TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Nordrhein-Westfalen 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 15 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 555 350 110 483 305 10 86 Äthiopien 65% 130 45 35 85 29 2 20 Benin 9% 15 5 0 1 0 0 0 Burkina Faso 76% 30 10 5 23 8 0 3 Côte d'Ivoire 37% 40 5 0 15 2 0 0 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 820 520 370 681 432 31 276 Gambia 73% 20 10 5 15 7 0 3 Ghana 2% 330 55 35 7 1 0 1 Guinea 95% 75 25 15 71 24 1 13 Guinea-Bissau 52% 5 5 0 3 3 0 0 Indonesien 49% 580 15 5 285 7 0 2 Irak 7% 1180 475 190 83 33 1 12 Jemen 19% 40 20 5 8 4 0 1 Kamerun 1% 570 60 45 6 1 0 0 Kenia 21% 305 40 15 64 8 0 3 Liberia 32% 10 0 0 3 0 0 0 Malaysia 99% 135 5 5 134 5 0 4 Mali 89% 10 5 0 9 4 0 0 Mauretanien 67% 15 0 0 10 0 0 0 Niger 2% 5 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 600 280 190 120 56 4 34 Oman 96% 5 0 0 5 0 0 0 Senegal 25% 50 10 5 13 3 0 1 Sierra Leone 83% 25 5 5 21 4 0 4 Somalia 99% 1345 905 635 1332 896 63 566 Sudan 87% 90 75 15 78 65 1 12 Tansania 10% 40 0 0 4 0 0 0 Togo 3% 135 35 25 4 1 0 1 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 20 10 0 4 2 0 0 7180 29701715 3564 1900 116 1043TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Rheinland-Pfalz 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener,) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 16 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 80 25 10 70 22 1 8 Äthiopien 65% 20 5 0 13 3 0 0 Benin 9% 10 0 0 1 0 0 0 Burkina Faso 76% 5 0 0 4 0 0 0 Côte d'Ivoire 37% 20 5 0 7 2 0 0 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 205 160 110 170 133 9 82 Gambia 73% 0 0 0 0 0 0 0 Ghana 2% 220 60 45 4 1 0 1 Guinea 95% 15 0 0 14 0 0 0 Guinea-Bissau 52% 0 0 0 0 0 0 0 Indonesien 49% 115 10 5 57 5 0 2 Irak 7% 370 225 65 26 16 0 4 Jemen 19% 20 5 0 4 1 0 0 Kamerun 1% 155 15 15 2 0 0 0 Kenia 21% 55 5 0 12 1 0 0 Liberia 32% 5 0 0 2 0 0 0 Malaysia 99% 20 0 0 20 0 0 0 Mali 89% 5 0 0 4 0 0 0 Mauretanien 67% 0 0 0 0 0 0 0 Niger 2% 5 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 75 25 15 15 5 0 3 Oman 96% 0 0 0 0 0 0 0 Senegal 25% 15 0 0 4 0 0 0 Sierra Leone 83% 0 0 0 0 0 0 0 Somalia 99% 25 15 10 25 15 1 9 Sudan 87% 15 10 0 13 9 0 0 Tansania 10% 10 0 0 1 0 0 0 Togo 3% 45 5 0 1 0 0 0 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 1510 570 275 468 212 12 109TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Saarland 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 17 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 230 80 30 200 70 3 23 Äthiopien 65% 105 35 20 68 23 1 12 Benin 9% 15 5 5 1 0 0 0 Burkina Faso 76% 5 5 0 4 4 0 0 Côte d'Ivoire 37% 10 0 0 4 0 0 0 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 425 245 185 353 203 15 138 Gambia 73% 20 5 0 15 4 0 0 Ghana 2% 65 10 5 1 0 0 0 Guinea 95% 10 0 0 10 0 0 0 Guinea-Bissau 52% 0 0 0 0 0 0 0 Indonesien 49% 355 20 10 175 10 0 4 Irak 7% 1590 1065 315 111 75 2 20 Jemen 19% 45 10 5 9 2 0 1 Kamerun 1% 240 75 45 2 1 0 0 Kenia 21% 105 15 0 22 3 0 0 Liberia 32% 5 0 0 2 0 0 0 Malaysia 99% 75 5 0 74 5 0 0 Mali 89% 5 5 0 4 4 0 0 Mauretanien 67% 0 0 0 0 0 0 0 Niger 2% 0 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 235 130 90 47 26 2 16 Oman 96% 15 0 0 14 0 0 0 Senegal 25% 20 5 5 5 1 0 1 Sierra Leone 83% 5 0 0 4 0 0 0 Somalia 99% 210 95 55 208 94 5 49 Sudan 87% 30 5 5 26 4 0 4 Tansania 10% 20 0 0 2 0 0 0 Togo 3% 5 0 0 0 0 0 0 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 3845 1815 775 1361 529 30 270TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Sachsen 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2.Gener.) 18 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 125 65 25 109 57 2 20 Äthiopien 65% 40 15 5 26 10 0 3 Benin 9% 85 70 60 8 6 1 5 Burkina Faso 76% 40 25 20 30 19 2 14 Côte d'Ivoire 37% 15 5 5 6 2 0 2 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 330 210 155 274 174 13 116 Gambia 73% 20 5 5 15 4 0 3 Ghana 2% 40 15 10 1 0 0 0 Guinea 95% 10 0 0 10 0 0 0 Guinea-Bissau 52% 50 25 20 26 13 1 9 Indonesien 49% 210 5 0 103 2 0 0 Irak 7% 565 295 100 40 21 1 6 Jemen 19% 40 15 5 8 3 0 1 Kamerun 1% 120 25 20 1 0 0 0 Kenia 21% 50 10 5 11 2 0 1 Liberia 32% 5 0 0 2 0 0 0 Malaysia 99% 40 0 0 40 0 0 0 Mali 89% 35 25 15 31 22 1 12 Mauretanien 67% 0 0 0 0 0 0 0 Niger 2% 30 20 10 1 0 0 0 Nigeria 20% 215 125 90 43 25 2 16 Oman 96% 0 0 0 0 0 0 0 Senegal 25% 10 0 0 3 0 0 0 Sierra Leone 83% 15 5 5 12 4 0 4 Somalia 99% 280 205 130 277 203 13 116 Sudan 87% 10 5 0 9 4 0 0 Tansania 10% 15 0 0 2 0 0 0 Togo 3% 15 0 0 0 0 0 0 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 2410 1170 685 1084 572 36 328TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Sachsen-Anhalt 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 19 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 190 80 35 165 70 3 27 Äthiopien 65% 75 25 10 49 16 1 6 Benin 9% 20 10 5 2 1 0 0 Burkina Faso 76% 10 5 5 8 4 0 3 Côte d'Ivoire 37% 30 5 5 11 2 0 2 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 735 440 290 610 365 24 217 Gambia 73% 30 15 5 22 11 0 3 Ghana 2% 560 215 150 11 4 0 3 Guinea 95% 15 5 0 14 5 0 0 Guinea-Bissau 52% 10 5 0 5 3 0 0 Indonesien 49% 320 15 5 157 7 0 2 Irak 7% 3160 2040 625 221 143 4 39 Jemen 19% 525 385 125 100 73 2 21 Kamerun 1% 105 15 10 1 0 0 0 Kenia 21% 240 30 10 50 6 0 2 Liberia 32% 10 0 0 3 0 0 0 Malaysia 99% 85 0 0 84 0 0 0 Mali 89% 0 0 0 0 0 0 0 Mauretanien 67% 5 0 0 3 0 0 0 Niger 2% 10 5 5 0 0 0 0 Nigeria 20% 310 160 100 62 32 2 18 Oman 96% 0 0 0 0 0 0 0 Senegal 25% 30 5 5 8 1 0 1 Sierra Leone 83% 5 5 0 4 4 0 0 Somalia 99% 340 220 125 337 218 12 111 Sudan 87% 90 65 5 78 57 0 4 Tansania 10% 20 0 0 2 0 0 0 Togo 3% 190 30 20 6 1 0 1 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 7120 37801540 2014 1023 51 461TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Schleswig-Holstein 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.) 20 Staatsangehörigkeit Prävalenz Herkunftsland In DE gemeldete Frauen ab 18 (Stichtag 31.12.2021) 1. Gener. 1. Gener.2. Gener. Minimalszenario (a=0.9) Maximalszenario (a=0.1) Ägypten 87% 110 45 20 96 39 2 16 Äthiopien 65% 45 20 15 29 13 1 9 Benin 9% 5 0 0 0 0 0 0 Burkina Faso 76% 5 0 0 4 0 0 0 Côte d'Ivoire 37% 50 10 5 19 4 0 2 Dschibuti 94% 0 0 0 0 0 0 0 Eritrea 83% 365 220 160 303 183 13 120 Gambia 73% 5 0 0 4 0 0 0 Ghana 2% 35 15 10 1 0 0 0 Guinea 95% 5 0 0 5 0 0 0 Guinea-Bissau 52% 0 0 0 0 0 0 0 Indonesien 49% 165 5 5 81 2 0 2 Irak 7% 1005 750 235 70 53 2 15 Jemen 19% 15 5 0 3 1 0 0 Kamerun 1% 75 5 5 1 0 0 0 Kenia 21% 70 5 5 15 1 0 1 Liberia 32% 0 0 0 0 0 0 0 Malaysia 99% 45 0 0 45 0 0 0 Mali 89% 0 0 0 0 0 0 0 Mauretanien 67% 0 0 0 0 0 0 0 Niger 2% 0 0 0 0 0 0 0 Nigeria 20% 190 125 70 38 25 1 13 Oman 96% 0 0 0 0 0 0 0 Senegal 25% 0 0 0 0 0 0 0 Sierra Leone 83% 5 0 0 4 0 0 0 Somalia 99% 220 130 80 218 129 8 71 Sudan 87% 15 5 5 13 4 0 4 Tansania 10% 5 0 0 1 0 0 0 Togo 3% 10 0 0 0 0 0 0 Tschad 34% 0 0 0 0 0 0 0 Zentralafrikanische Republik22% 0 0 0 0 0 0 0 2445 1340 615 948 454 28 252TOTAL Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Thüringen 2022 In DE gemeldete Mädchen unter 18 (Stichtag 31.12.2021) Potenziell Betroffene Frauen in DE (1. Gener.) Potenziell Betroffene Mädchen in DE (1. Gener.) Potenziell Gefährdete Mädchen unter 18 in DE (2. Gener.)
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle II/03 Vorlagen-Nummer 16.10.2023 3198/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 23.10.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 30.10.2023 Gesundheitsausschuss 21.11.2023 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik 23.11.2023 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage des Einzelmandatsträgers Hengstenberg (AfD) aus der Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim vom 14.08.2023 betr. "Gleichstellung mit Tabu" (AN/1299/2023) Zu den in der Anfrage AN/1299/2023 (Anlage 1) genannten Fragen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: Frage 1: Wie viele durch FGM "gefährdete" Frauen und Mädchen leben in Köln? Antwort der Verwaltung: Hierzu gibt es keine Zahlen für Köln. Es gibt jährlich eine sogenannte Dunkelzifferschätzung von Terre des Femmes. https://frauenrechte.de/fileadmin/Redaktion/Unsere_Arbeit/FGM/FGM-Materia- lien/2022_TDF_Dunkelzifferschaetzung.pdf (s. Folie 14: Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Nordrhein-Westfa- len 2022; Anlage 2) Frage 2: Sind bereits Fälle in Köln bekannt geworden, die auch eine Anklage vor Gericht zur Folge hat- ten? Antwort der Verwaltung: Bisher sind der Verwaltung keine Fälle aus Köln bekannt. Dies liegt u.a. daran, dass die meis- ten Beschneidungen im Ausland durchgeführt werden (Stichwort Ferienbeschneidung). 2 Frage 3: Wird regelmäßig eine medizinische Routine-Untersuchung in Kindergärten oder Schule durch- geführt? Antwort der Verwaltung: Die U-Untersuchungen bei Kinderärzt*innen beinhalten auch eine Inspektion des Genitals, da- her sind Untersuchungen in Schulen oder Kindergärten weder notwendig und noch ange- bracht. Frage 4: Könnte in Köln die Aufklärungs-Arbeit mit Anlaufstellen, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken? Antwort der Verwaltung: Es gibt in Köln mehrere Anlaufstellen für von FGM/C (Female Genital Mutilation/Cutting) be- troffene Frauen. Dazu zählen: die Fachstelle YUNA – Prävention von und Intervention bei weiblicher Genitalbe- schneidung (FGM/C) des Vereins LOBBY FÜR MÄDCHEN. Die Fachstelle arbeitet landesweit und wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration gefördert, der Verein agisra e.V., die Caritas und der Sozialdienst katholischer Frauen e.V., das Gesundheitsamt der Stadt Köln (medizinische Sprechstunde) Frage 5: Wie kann es erklärt werden, dass Frauen, die selbst die FGM erlitten haben, dies an den Töchtern erlauben? Antwort der Verwaltung: In betroffenen Gesellschaften besteht oft ein enormer sozialer Druck FGM/C durchzuführen. Es gibt zahlreiche Begründungsmuster, warum FGM/C praktiziert wird. FGM/C stellt in be- troffenen Gesellschaften eine soziale Norm dar, die tief im System verankert ist und nicht iso- liert betrachtet werden kann. Die Praktik muss also als Teil eines Systems gesehen werden, was es besonders schwer macht zu überwinden. Für Frauen, die in einem solchen gesellschaftlichen System sozialisiert sind, kann es schwer sein die Praktik von FGM/C zu hinterfragen. Oft bestehen Vorstellungen, dass Mädchen bes- sere Heiratschancen und somit bessere Zukunftsaussichten haben. Aufgrund der in der Anfrage angesprochenen Thematik erweitert die Verwaltung die Bera- tungsfolge der Beantwortung um den Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Män- nern, den Gesundheitsausschuss und die Stadt AG Queerpolitik. Anlagen Anfrage des Einzelmandatsträgers Hengstenberg (AfD) in der BV 9 am 14. August 2023 be- treffende „Gleichstellung mit Tabu“ Terre des Femmes, 2022, Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Nordrhein-Westfalen Gez. Prof. Dr. Diemert
Anlage 1: Anfrage AN/1299/2023
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Köln L.8.2023 An die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln An den Bezirksbürgermeister der BV Mülheim Herrn Norbert Fuchs Bürgeramt Mülheim Wiener Platz2 51065 Köln Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates AfD in der BV Mülheim Ralph Hengstenberg ldsidor - Caro Str. 1 51061 Köln ralph. hengstenberg@stadt- koeln.de Gremium Datum der Sitzunq Bezirksvertretuno Köln Mülheim Gleichstellung mit Tabu L4.8.7A23 Köln präsentiert sich gerne als weltoffene Stadt in der allerlei bunte und quere Menschen für die Toleranz und Akzeptanz werben können, "anders" zu sein. Mit Regenbogen- Symbolen und Musik- Paraden wird allgegenwärtig und wiederkehrend auf sexuelle Diversität hinerzogen. lm selben Köln - / im selben Deutschland so der Stand von "SAIDA" leben etwa 102.000 Frauen, deren Genitalien schon brutal amputiert wurden und Mädchen, die als "gefährdet" bezeichnet werden. Die Praxis der Genitalverstümmelung aber, dringt kaum in die allgemeine Aufmerksamkeit, dabei sind die durchlittenen physischen und traumatisierenden Höllen- Qualen der Opfer im Sinne von Diskriminierung gar nicht mehr darstellbar. ln Köln aber sind Sonder- Anlaufstellen geschaffen worden, wo Jugendliche sich beraten lassen können, die eine Schwierigkeit damit haben, ihre gefühlt- richtige Natur zu finden !! Und ein Amt für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Und ein Amt für lntegration und Vielfalt. Bei einer stetig anhaltenden Zuwanderung vornehmlich junger Männer z.B. aus Nord- und Zentral- Afrikanischen Ländern, wo die Mishandlung und Schändung der meist minderjährigen Frauen zur " kulturellen Tradition " gehören, darf davon ausgegangen werden, daß jenes seltsame Frauenbild mitgebracht wird. SAIDA '. " von den etwa 600.000 betroffenen Frauen in Europa gelten 190.0A0 minderjcihrige Mcidchen als akut gefrihrdet ". In Deutschland leben nach "SAIDA" 70.218 überlebende der FGM ( Female Genital Mutiltion ) . Das ßundesministerium für Gesundheit: " Nach Angabenvon UNICEF sindweltweit cira 125 Millionen Frauen und Mridchen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen, vor allem'im nördlichen Afrika, aber auch in südasiatischen Lrindern. Auch in Deutscltland sind Mcidchen und Frauen dem Risiko ausgesetzt, heimlich hierzulqnde oder im Ausland an ihren Genitalien yerstümmelt zu werden. ,, Diese massiven Straftaten gegen Menschenwürde, Selbstbestimmung, Recht auf körperliche Unversehrtheit, sexuelle Freiheit, in manchen Fällen fahrlässige Tötung durch Schmerzen oder durch Blr*verlust, werden z.B. im Buch "Wüstenrose" ( Waris Dirie ) in fast unerträglicher Einzelheit geschildert . ( FGM ohne Narkose I , mit Rasierklingen !! , die Opfer werden gefesselt und geknebelt , es gipfelt noch darin, daß die Körperöffnung zugenäht wird und nur ein späterer Eheman das Vorrecht hat, die Fäden zu durchtrennen ) L Wieviele durch FGM "gefährdete" Frauen und Mädchen leben in Köln ? 2 Sind bereits Fälle in Köln bekannt geworden, die auch eine Anklage vor Gericht zur folge hatten ? 3 Wird regelmäßig eine medizinische Routine- Untersuchung in Kindergärten oder Schule durchgeführt ? 4 Könnte in Köln die Aufklärungs- Arbeit mit Anlaufstellen, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken ? 5 Wie kann es erklärt werden, daß Frauen, die selbst die FGM erlitten haben, dies an den Töchtern erlauben ?
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3198/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 16.10.2023
- Erstellt
- 09.10.2023 09:54