SV-2019/0043
Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und CDU vom 6. Juni 2019 betr. Höchste Priorität für Klimaschutz - Weltklima in Not - Darmstadt handelt -
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 1
227 Zeichen
Punkt 34.8: Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und CDU vom 6. Juni 2019 betr. Höchste Priorität für Klimaschutz (V-Nr. SV-2019/0043) Der Antrag wird bis zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zurückgestellt.
anlage 3
227 Zeichen
Punkt 43.5: Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und CDU vom 6. Juni 2019 betr. Höchste Priorität für Klimaschutz (V-Nr. SV-2019/0043) Der Antrag wird bis zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zurückgestellt.
anlage 2
259 Zeichen
Punkt 13: Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne und CDU vom 6. Juni 2019 betr. Höchste Priorität für Klimaschutz (SV-Nr. 2019/0043) Der Vorsitzende, Stadtv. Huß, teilt mit, dass der Antrag in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beraten werden soll.
SV-2019/0043
11195 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2019/0043 ___________________________________________________________________ Darmstadt 16.08.2019 Änderungs-Antrag zum Antrag SV-Nr. 2019/0043 Höchste Priorität für Klimaschutz – Weltklima in Not – Darmstadt handelt - Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Klimaschutz und der lokale Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele sind zentraler Bestandteil der Darmstädter Kommunalpolitik. Bei künftigen Magistratsvorlagen sollen die jeweiligen Auswirkungen bezüglich der definierten Klimaschutzziele dargelegt werden. Geeignete Maßnahmen zur Senkung der Co2-Emission werden beschrieben. Das heißt: Alle klimarelevanten Vorhaben, Projekte und Prozesse sind zu identifizieren, hinsichtlich ihrer Klimafolgen zu bewerten und mit Blick auf ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele sowie auf Optimierungspotenziale und ggfs. Kompensationsmöglichkeiten zu prüfen. Klimafreundliche Alternativen sind zu entwickeln und abzuwägen. Der Klimaschutz erhält so eine deutlichere politische Wertung und operative Funktion und kann Grundlage für die Entscheidungsfindung werden. Ebenso sollen bei künftigen Magistratsvorlagen eventuell negative Auswirkungen auf die Klimafunktion der betroffenen Flächen benannt werden. Es werden Lösungen bevorzugt, die sich positiv auf das Klima auswirken (Klimavorbehalt). Das Klimaschutzkonzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist nach Beendigung der Evaluation im Herbst 2019 mit breiter Beteiligung der Öffentlichkeit fortzuschreiben und mit wirkungsvollen Maßnahmen mit Leuchtturmcharakter zu ergänzen. Die Arbeit des Klimaschutzbeirates wird intensiviert und erweitert. Eine Anpassung des Klimaschutzkonzeptes an die Ziele des Übereinkommens von Paris (Pariser Klimaabkommen - Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf möglichst 1,5 °C, Reduktion der CO2- Emissionen bis 2050 bis zur Nullemission) soll erfolgen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt ab sofort das Ziel, da wo der Magistrat Handlungsoptionen und Einfluss hat, bis 2035 ihre Netto-Co2-Emissionen auf null zu senken. Dabei soll das Klimaschutzkonzept auch um Sektorenziele ergänzt werden (Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Bauen, Verkehr, Landwirtschaft, Stadtentwicklung, usw.) Im Rahmen der Neuaufstellung des Klimaschutzkonzeptes sollen wissenschaftliche Expertisen zur einfachen und nachhaltigen Bewertung der Klimarelevanz und deren Wirkung eingeholt werden. B' 90/Die GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion Darmstadt L a u t es c h l äg e rs t r. 3 8—64 2 8 9 D a rm st a dt Tel./Fax: 06151/6 14 90, 06151/6 14 0 1 Mail: fraktion@gruene-darmstadt.de Internet: www.gruene -darmstadt.de/fraktion C D U D a r m s t a d t Stadtverordnetenfraktion St e u b e n p l a t z 1 2 4— 6 4 2 9 3 D a rm s t a d t Tel./Fax: 06151/171211, 06151/171219 E m a i l : f r a k t i o n @ c d u - d a r m s t a d t . d e Internet: www.cdu -darmstadt.de 2 Bei neuen Baugebieten (Gewerbe- wie Wohngebieten) wird möglichst das Ziel der CO2-Neutralität vorgegeben (mindestens bilanziell). Hierbei kommt dem Gebäudeenergiestandard in Kombination mit dem Ausschöpfen lokaler Potentiale Erneuerbarer Energien entscheidende Bedeutung zu. Der Magistrat wird aufgefordert, sich als Modellstadt beim Programm KLIMPAX „klimaresistente Baugebiete“ des HLNUG zu bewerben und entsprechend künftige Baugebiete als solche auszuweisen. Energetisch sinnvolle Bauvorhaben und Baumaßnahmen, die Begrünung in großem Maßstab einplanen, sollen aktiv bei der Planung und Genehmigung sowie Umsetzung durch die Stadtverwaltung unterstützt werden. Bei neuen Bebauungsplänen sollen Begrünungsmaßnahmen verbindlich einfließen – so sind u. a. Schottergärten/Steingärten dabei auszuschließen und versiegelte Flächen zu minimieren. Maßnahmen zur Klimaanpassung hinsichtlich des bereits jetzt unvermeidlichen Ausmaßes des Anstiegs der globalen Temperatur zu ergreifen, die geeignet sind, Sommer wie den Hitzesommer 2018 abzumildern bzw. diesem adäquat und nachhaltig zu begegnen (Klimaresilienz). Dies ist auch als Ziel im Übereinkommen von Paris festgehalten: Städte müssen sich anpassen und z.B. innerstädtische Wärmeinseln durch Kaltluftschneisen vermeiden. Wasserrückhaltesysteme, Bäche und Flüsse müssen mit Starkregen zurechtkommen, Begrünungsmaßnamen horizontal und vertikal sollen verstärkt werden. Sich im Einklang mit dem Beschluss der Dortmunder Erklärung des Deutschen Städtetages vom 6. Juni 2019 unter Punkt 8. Städte für Zukunft aufzustellen: „Die ideale Stadt ist integrativ, vielfältig, nachhaltig und sozial ausgeglichen. Die Urbanisierung zu gestalten und Lebensqualität der Menschen sicherzustellen, sind die großen sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen der Zukunft. Auf diese Herausforderungen müssen wir als Städte – nicht nur in Deutschland – Antworten finden. Die Städte wissen um die Bedeutung des Klimaschutzes. In jeder Stadt gibt es Möglichkeiten, noch stärker zum Erreichen der Klimaziele von Paris beizutragen. Es gilt, die Akzeptanz in der Bevölkerung für die notwendigen Schritte zu fördern. Es geht etwa darum, eine Verkehrswende, einen verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien und größere Anstrengungen bei der energetischen Gebäudesanierung sowie eine stärkere Berücksichtigung von Klimaschutzkriterien bei der Bauleitplanung zu erreichen. Auch eine Bepreisung von Co2-Emissionen ist ein geeigneter und notwendiger Ansatz. Die Städte weisen darauf hin, dass all ihre Klimaschutzbemühungen an Grenzen stoßen, wenn Bund und Länder nicht ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen stellen einen Handlungsrahmen auch für deutsche Städte dar. Wir wollen einen Beitrag leisten, die für die deutschen Städte bedeutsame Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt von 2007 zu einer Leipzig Charta 2.0 zu machen. Hier geht es noch stärker als bisher um den sozialen Zusammenhalt in den Städten und Regionen Europas, das Mitdenken der Konsequenzen unserer Entscheidungen und Investitionen auf globaler Ebene, die Änderung von Mobilitätsmustern und um einen wirksamen Klima- und Umweltschutz. Dazu gehören Grundsätze für eine nachhaltige Beschaffung, ressourcenschonendes Bauen und Unterstützung lokaler Projekte genauso wie Klimaanpassungsstrategien für die Raumgestaltung.“ 3 Nachhaltige urbane Mobilität setzt auf emissionsfreie Bewegung – entsprechend wird der Magistrat unterstützt, weiterhin Fuß- und Radverkehr zu fördern, den ÖPNV auszubauen – Ausbau von Straßenbahnverbindungen mit Ökostromversorgung zu priorisieren – und motorisierten Individualverkehr in der Stadt zu verringern bzw. durch adäquate Angebote zu ersetzen. Im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit wird dafür Sorge getragen, dass die Bevölkerung ausreichend über die Folgen der Klimakrise, den möglichen Umgang mit ihr und die Handlungsmöglichkeiten der Einzelnen informiert ist. Diese Aufgabe wird auch von zivilgesellschaftlichen Gruppen unterstützt. Entsprechenden Aktivitäten z.B. der jungen Menschen von Fridays for Future, der Initiative Klimanotstand Darmstadt oder auch von Umweltverbänden/Initiativen werden im Rahmen des Umweltakteursnetzwerk der Wissenschaftsstadt Darmstadt diskutiert und fachlich bewertet. Das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher spielt neben den politisch- strukturellen Maßnahmen im Klimaschutz eine wichtige Rolle. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird mit gutem Beispiel voran gehen, beispielsweise durch die Förderungen der Ökomodellregion Südhessen, durch den Einkauf von Produkten aus Fairem Handel, die Verwendung nachhaltiger Produkte in der Stadtverwaltung. Die regelmäßige Aufstellung des Nachhaltigkeitsberichtes der Darmstädter Stadtwirtschaft beschreibt die Ziele einer nachhaltigen Daseinsvorsorge und die politischen Zielsetzungen im Sinne der Vereinten Nationen. Durch die Veröffentlichung der Co2-Emissionen werden Wirkungen und Handlungsnotwendigkeiten öffentlich vorgestellt. Eine Handreichung zu erarbeiten, die allen Darmstädter*innen vermittelt, welche CO2- Einsparungen individuell möglich sind. Exemplarisch kann das erläutert werden, z. B. durch Einsparpotentiale bei Dach- oder Fassadenbegrünung, Energetischer Gebäudesanierung, Konsum- und Mobilitätsverhalten oder Baumpflanzungen bzw. Begrünungsaktivitäten in Privatgärten. Begründung: Die Stadtverordnetenversammlung und der Darmstädter Magistrat erkennen an, dass der Klimawandel menschengemacht ist und erkennen damit die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster unumstößlicher Priorität an. Die bisher international, national und kommunal ergriffenen Maßnahmen sind nicht ausreichend, um diesen zu begrenzen, wie zuletzt der Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) gezeigt hat. Die zu befürchtende Klimakatastrophe bedroht nicht nur die Existenz von Millionen Tier- und Pflanzenarten, sondern auch die Menschheit selbst, da eine irreversible Schädigung der weltweiten Ökosysteme und damit ein Wegbrechen der für die Menschheit existenziellen Ökosystemdienstleistungen (Wasser, Luft, Nahrung, …) zu befürchten ist. Darmstadt hat sich mit dem Klimaschutzkonzept 2013 mit 138 Maßnahmen bereits frühzeitig das Ziel gesetzt wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen. Auf der Sitzung vom 10.10.2013 hat die Stadtverordnetenversammlung bereits das Leitbild der klimaneutralen Stadt als strategisches und langfristiges Ziel bis 2050 beschlossen. 4 Nach dem Übereinkommen von Paris zur Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 °C sind diese Ziele jedoch anzupassen und fortzuschreiben und zu beschleunigen. Entsprechend der Klimaziele der Europäischen Union ist bis 2050 die CO2-Neutralität zu erreichen, für Darmstadt wird das ehrgeizige Ziel der Klimaneutralität bis 2035 verfolgt. Sowohl auf Bundes- als auch auf kommunaler Ebene sind diese Ziele nur einzuhalten, wenn Klimaschutz mit höchster, unaufschiebbarer Priorität vorangebracht wird. Die Stadtverordnetenversammlung hat die Verwaltung bereits beauftragt, das Klimaschutzkonzept zu evaluieren und die Wirkung der Maßnahmen zu erfassen. Die Evaluation wird im Herbst 2019 abgeschlossen sein. Schon jetzt ist absehbar, dass weitere Maßnahmen für die Erreichung der Ziele des Klimaabkommens von Paris und eine entsprechende Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes notwendig sind. Dabei ist auf die operative Umsetzung einerseits und gleichermaßen auf die daraus folgenden politischen Konsequenzen einzugehen. Darmstadt stellt für den Klimaschutz in allen Sektoren bereits jetzt erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung (allein der Ausbau des ÖPNV und des Fahrradwegenetzes sind mit Millionenschweren Etats hinterlegt) und wird Klimaschutz finanziell mit oberster Priorität verfolgen. Die weitere Begründung erfolgt mündlich. Nicole Frölich Roland Desch Yücel Akdeniz Alexander Schleith (Fraktionsvorsitzende) (Fraktionsvorsitzende) Anna Arnold Dagmar Krause Sofia Ganter Paul-Georg Wandrey (Stadtverordnete) (Stadtverordnete)
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2019/0043
- Typ
- Antrag
- Datum
- 07.06.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00