V/0551/2018
Jahresabschluss 2017 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (FMO GmbH)
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Anlage A
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Anlage A zur V/0551/2018 Kurzüberblick Jahresabschluss 2017 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH incl. der Ermächtigung des Vertreters in der Gesellschafterversammlung Ziele/Teilziele/Zielerreichung Zustimmung des Gesellschafters Stadt Münster zum Jahresabschluss und damit Aufhebung des Vorbehalts in der Gesellschafterversammlung der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH Finanzierung Produktgruppe: Nr. 1501 Anteile an verbundenen Unternehmen Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig HGB, GO NRW, Gesellschaftsvertrag Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine
Beschlussvorlage
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V/0551/2018 V/0551/2018 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2017 der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (FMO GmbH) Beratungsfolge 04.07.2018 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebericht der Geschäftsführung der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH für das Geschäftsjahr 2017 (Anlage 1 - 3) werden zur Kenntnis genommen. 2. Es wird weiter zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH für das Geschäftsjahr 2017 vom beauftragten Wirtschaftsprüfer am 24. Mai 2018 der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Die Stadt Münster ermächtigt ihren Vertreter / den Vertreter der Stadtwerke Münster GmbH in der Gesellschafterversammlung der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH folgende En t- scheidungen zu treffen: a) Der Jahresabschluss der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH für das G e- schäftsjahr 2017, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 128.905.829,60 € sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 21.742.137,33 € wird festgestellt. b) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2017 Entla s- tung erteilt. c) Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 21.742.137.33 € wird mit der Kapitalrücklage ve r- rechnet. Amt für Finanzen und Beteiligungen 26.06.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Haubner Telefon: 492 20 32 HaubnerG@stadt- muenster.de - 2 - V/0551/2018 II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Begründung: Die FMO GmbH ist eine mittelbare Beteiligung der Stadt Münster. Mit Ratsbeschluss vom 19.09.1984 ist der Anteil der Stadt Münster an der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH auf die Stadtwerke Münster GmbH übertragen worden. Auf der Grundlage des v.g. Ratsbeschlusses können die Vertr e- ter der Stadt Münster / Stadtwerke Münster GmbH in der Gesellschafterversammlung d en im B e- schlussvorschlag genannten Punkten erst nach Abstimmung mit der Stadt Münster abschließend z u- stimmen. Gesamtentwicklung/-ergebnis: Dem Jahresabschluss wurde von dem beauftragten Wirtschaftsprüfer der uneingeschränkte Bestät i- gungsvermerk erteilt. Der FMO konnte in 2017 ein Passagierwachstum von rund 23 % verzeichnen und war der Flughafen mit der höchsten prozentualen Steigerungsrate in Deutschland. Das Jahresergebnis von – 21,7 Mio. € war wesentlich durch Aufwendungen in Höhe von insge samt 13,85 Mio. € aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen auf Grundstücke und aktivierte Planung s- kosten für die Startbahnverlängerung (12,89 T€) sowie durch die Bildung von Rückstellungen für dr o- hende Verluste aus für das Projekt Startbahnverlängerung angepachteten Grundstücken (0,96 Mio. €) geprägt. Ohne diesen Sondereffekt hätte sich das Jahresergebnis von – 10 Mio. € auf ca. - 7,89 Mio. verbessert. Zur Stabilisierung des Unternehmensergebnisses trug auch die Eigenkapitalzufuhr durch die Gesel l- schafter bei, sowohl die Zinsaufwendungen als auch die Fremdkapitalquote konnte reduziert werden. Alle wesentlichen Vorgaben des Finanzierungskonzepts konnten – so die Geschäftsführung im Lage- bericht - eingehalten werden. Ausblick: Im Dezember 2017 wurden die 5. und 6. Tranche des Finanzierungskonzeptes mit den letzten Eigen- kapitalzuführungen für die Jahre 2019 und 2020 beschlossen, so dass die Entschuldung weiter for t- gesetzt werden kann. Ziel ist es, die FMO GmbH von den hohen Kapitalkosten zu befreien. Wesentlich für die Ertragslage der FMO GmbH bleiben die Ergebnisse der Tochtergesellschaften. Die FMO Parking GmbH, die FASG (FMO Airport Services GmbH) und die FSSG (FMO Security Services GmbH) konnten ihre Ergebnisse verbessern. Chancen sieht die Geschäftsfüh rung darin, verlorene Marktanteile im Segment der Urlaubsverkehre zurückzugewinnen sowie in den aktuellen Serviceproblemen an Großflughäfen. Die Fokussierung am Airlinemarkt auf eine stetig sinkende Anzahl an Marktteilnehmern führt nach Ausführungen der G e- schäftsführung zu einer weiteren Verschiebung der Marktmacht zugunsten der Airlines. Trotz des Wachstums in 2017 beurteilt die Geschäftsführung den FMO-relevanten Markt nicht als stabil. Durch eine Optimierung der Unternehmensorganisation sollen Synergien gehoben werden. - 3 - V/0551/2018 Die Planung für das Geschäftsjahr 2018 sieht leicht sinkende Passagierzahlen vor. Es wird ein Feh l- betrag von 6,81 T€ erwartet, der den Planungen des Finanzierungskonzeptes entspricht. Weitere Einzelheiten können dem Jahresabschluss und dem Lagebericht in der Anlage entnommen werden. Beratung: Die Gesellschafterversammlung der FMO GmbH hat in Ihrer Sitzung am 14. Juni 2018 über die im Beschluss genannten Punkte beraten. Das Votum für die Stadt Münster / die Stadtwerke Münster GmbH in der Gesellschafterversammlung stand dabei unter dem Vorbehalt eines entsprechenden Beschlusses durch den Haupt- und Finanzausschuss. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Anlage 1: Bilanz zum 31.12.2017 Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 Anlage 3: Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017
Anlagen zur Vorlage 551-2018
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Hucaye A ur Yorezye 554 (2048 FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven Bilanz zum 31. Dezember 2017 Aktiva . 31.12.2017 31.12.2016 € ° € A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen; gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 72.025,00; 107.135,00 N. Sachanlagen 5 1. . Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 65.394.623,88 73,639.524,76 2. Technische Anlagen 3.377.093,00 3.417.476,00 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ’ ausstattung 1.130.889,00 1.510.749,00 | 159.718,78| _6.732,756,45 \ 4. Geleistete Änzahlungen und Anlagen im Bau 70.062,324,66 85.300.506,21 Il}. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Beteiligungen i 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.085.733,91 17.085.733,91 899.325,42 . 899.325,42 54.310,61 205.413,88 18.039.369,94 18.190.473,21 88.173.719,60 103.598.114,42 B. Umläufvermögen 1. Vorräte, 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2. Geleistete Anzahlungen 257.360,13 226.189,18 48.174,00 48.174,00 305.534,13| ° 274.363,18 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 701.124,23 569.536,97 2. Forderungen gegen Gesellschafter 32.843.674,00| 32.843.674,00 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.877.673,96 463.214,91 4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.250,32 .0,00 5. Sonstige Vermögensgegenstände 227.136,33 233.698,29 36.651.858,84 34.110.124,17 Ill. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.340.470,35 4.757.278,62 40.297.863,32 39.141.765,97 “ C. Rechnungsabgrenzungsposten 434.246,68 422.652,65 128.905.829,60] 143.162.533,04] Passiva 31.12.2017 31.12.2016 € € A. Eigenkapital . I. Gezeichnetes Kapital 22.663.500,00! 22.663.500,00 ll. Kapitalrücklage 49.763.297,69 43.349.219,77 -21.742.137,33 -10.007.759,08 Il. Jahresfehlbetrag B. Rückstellungen 1. ‚Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. Sonstige Rückstellungen C. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen . Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern 150.277,79 € (Vorjahr 142.166,18 €) RAND © D. Rechnungsabgrenzungsposten 50.684.660,36 56.004,960,69 4.767.670,00 4.583.661,00 6.694.144,02 4.081.117,34 11.461.814,02 8.664.778,34 48.151.039,75 59.591.444,75 9.188,36 0,00 874.496,77 1.072.501,25| ' 16.691.069,36 16.575.154,22 171.186,83 578.109,36 314.529,52 192.036,76 482.186,64 . 431.542,99 66.693.697,23]| ° 78.440.789,33 65.657,99 128.905.829,60 143.162.533,04| | Auezge E un Yoreoje SSA(Lo48 FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 1. Umsatzerlöse 17.479.276,18 2. Sonstige betriebliche Erträge 378.703,57 3. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren \ -344.533,06 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.015.933,80 17.857.979,75| 15.913.936,11 2016 € 15.686.958,16 226.977,95 -3,780.266,21 -4.360.466,86 -4.063.241,35 4. Personalaufwand _ a) Löhne und Gehälter -8.178.851,77 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung j . -2.044.584,50 davon für Altersversorgung 604.646,91 € (Vorjahr 514.572,16 €) a Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.937.853,90 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.114.942,18 7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 2.507.084,11 8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -444.233,80 9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.223.436,27 -9.701.881,91 -7.742.098,06 -1.959.783,85 413. Ergebnis nach Steuern 14. Sonstige Steuern -285.591,39 15. Jahresfehlbetrag -21,742.137,33 -282.975,14 Aueege 3 car Yoresye SSA (Loi& 1 Lagebericht der FMO-Flughafen Münster/Osnabrück GmbH für das Geschäftsjahr 2017 Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, deren Gesellschafter sich überwiegend aus den angrenzenden Städten und Landkreisen zusammensefzt, ist ein internationaler Verkehrsflughafen mit spezieller Fokussierung auf Linien- und - Touristikverkehr. Ein Großteil der Umsatzerlöse kommt aus diesem Bereich. Die weiteren Erlöse kommen überwiegend aus dem Non-Aviation-Geschäft. l. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das robuste gesamtwirtschaftliche Wachstum in der deutschen Volkswirtschaft der Vorjahre hat sich auch im Jahr 2017 fortgesetzt. Sehr hohe Beschäftigungsquoten, günstige Refinanzierungsmöglichkeiten sowie fortwährend hohe Auslandsnachfrage waren auch 2017 ein günstiges volkswirtschaftliches Umfeld. In der historischen Gesamtsicht sind auch Rohstoffpreise und speziell Rohölpreise weiter auf einem niedrigen Niveau. Die insgesamt positiven makroökonomischen Rahmenbedin- gungen sind naturgemäß auch mit einem steigenden Mobilitätsbedarf verbunden. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist 2017 mit 2,2% gestiegen. Die deutschen Flughäfen konnten sogar mit 5,2 % eine noch höhere Wachstumsrate verzeichnen, obwohl das Wachstum durch die Air Berlin Insolvenz leicht gedämpft wurde. Die Tatsache, dass der gesamte europäische Luftverkehr im Jahr 2017 um 8,2% gestiegen ist, zeigt deutlich, dass am relevanten Markt.noch keine Sättigungstendenzen zu erkennen sind. Die Insolvenz der Air Berlin war im Geschäftsjahr 2017. eine besondere. Herausforderung, insbesondere für deutsche Flughäfen. Die damit einhnergehende entsprechende: Marktkonsolidierung auf Seiten der Airlines stellt die Airports weiter vor die Herausforderung einer stetig wachsenden Marktmacht der. Fluggesell- schaften. Parallel dazu mussten die Airports gemeinsam mit den Airlines frei gewordene Märkte zeitnah wieder bedienen. ü Die Luftverkehrssteuer, die seit 2011 nur in der Bundesrepublik Deutschland erhoben‘ wird, stellt einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil im europäischen Markt dar. Diese Steuer führt insbesondere in grenznahen Regionen dazu, dass Verkehre ins Ausland, z. B. Niederlande, verlagert werden. Neben dieser Steuer ist auch: die Belastung des Flugpreises mit den Luftsicherheitsgebühren ein entsprechender Nachteil im deutschen Markt. Während z. B. in den USA, Spanien oder Italien die Finanzierung der Luftsicherheit durch staatliche Beteiligungen zumindest gedeckelt ist oder sogar komplett übernommen wird, wird in Deutschland die Luftsicherheitsgebühr letztendlich vom Fluggast getragen. Dies stellt im internationalen Wettbewerb einen entsprechenden Nachteil dar. ll. Geschäftsverlauf Der Flughafen Münster/Osnabrück konnte 2017 969.762 Passagiere begrüßen, was ein Wachstum von 23,23 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Mit diesem Wachstum war der FMO der Airport mit der höchsten prozentualen Steigerungsrate in Deutschland: - Diese erfreuliche Entwicklung spiegelte sich auch entsprechend in der Erlösent- wicklung wider. Die gesamten Erlöse der FNO GmbH stiegen von ca. 15,91 Mio. € in 2016 auf ca. 17,86 Mio. € in 2017. Aufgrund der Mehrbeschäftigung sind zwar auch die wesentlichen. Kostengruppen wie Materialaufwand oder Personalaufwand entsprechend gestiegen, dennoch konnte letztendlich auch das operative Ergebnis inkl. Beteiligungsergebnis von ca. -3,27 Mio, € aufcca. -1 ‚84 Mio. € gesteigert werden. Hier wurde auch der avisierte Planwert von -2,3 Mio. € übertroffen. Außer den regelmäßigen ‚Ersatzinvestitionen wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt. Neben der positiven Entwicklung der Muttergeselischaft erzielten auch die Tochter- und Beteiligungsunternehmen entsprechende Ergebnisverbesserungen. Wie schon in den Vorjahren, konnten alle wesentlichen Vorgaben des Finanzierungs- konzeptes bzw. der Planwerte deutlich eingehalten werden. nr Der Cash Flow des Flughafens hat sich, wie das operative Ergebnis, wesentlich verbessert. Betrug der Cash Flow nach DVFA/SG 2016 noch ca. -6,5 Mio. €, ver- besserte er sich in 2017 auf -3,4 Mio. €. . oo Neben der verbesserten Innenfinanzierung aus dem operativen Geschäft sind naturgemäß die Eigenkapitalzuführungen der Gesellschafter in Höhe von 16,4 Mio. € im Zusammenhang mit dem Entschuldungsprozess ein wesentlicher ‚Faktor zur Stabilisierung des Unternehmensergebnisses. Sowohl Zinsaufwendungen als auch. die Fremdkapitalgquote konnten entsprechend reduziert werden. Wie geplant, entlasten diese Einzahlungen das Finanzergebnis der Gesellschaft nachhaltig. Wesentlich beeinflusst wurde das Jahresergebnis 2017 durch die Entscheidung der FMO-Organe, das Projekt ‚Startbahnverlängerung aktuell nicht aktiv weiter zu verfolgen und der damit einhergehenden bilanziellen Wertberichtigung. Die Entwicklung des Luftverkehrs in der jüngeren Vergangenheit und die kurz- und mittelfristigen Aussichten lassen auch bei der diesjährigen _ erfreulichen Fluggastentwicklung am FMO keinen akuten Bedarf erkennen, das Verfahren aktiv zu betreiben. Nach dem Prinzip der.kaufmännischen Vorsicht (sog. „Niederstwertprinzip") sind daher bilanziell erhöhte Aufwendungen für 'Grundstückskäufe und Planungskosten abzuschreiben. Insgesamt fielen in diesem Zusammenhang ca. 13,85 Mio. € Aufwendungen an. Davon waren 12,89. Mio. € Abschreibung auf Grundstücke und sonstige Anlagen sowie 0,96 Mio. € sonstige Aufwendungen im Hinblick auf die Werthaltigkeit von Pachtverträgen. : “Ohne diesen Sondereffekt hätte sich das Jahresergebnis von -10 Mio. € auf car7,89 Mio. € verbessert. Aufgrund dieser Sonderabschreibung bezifferte sich das Jahresergebnis auf -21,75 Mio. €. ° j Die Abschreibungen wurden explizit vor dem Hintergrund der handelsrechtlich gebotenen kaufmännischen Vorsicht gebildet. Es besteht weiterhin Einigkeit, das 3 Projekt Startbahnverlängerung bei passenden juristischen und kaufmännischen Rahmenbedingungen entsprechend umzusetzen. Die Flughafengesellschaft grenzt sich in der Wahrnehmung des relevanten Marktes regelmäßig durch eine sehr kundenfreundliche Servicekette von Mitbewerbern ab. Die besondere Kundenorientierung der Belegschaft bildet ein sehr solides ‚Fundament, um auch in den kommenden Jahren einen 'optimalen Service zu gewährleisten. Geplante organisatorische Modifikationen bzw. geänderte Tätigkeitsprofile in verschiedenen Bereichen werden an der aktuellen Servicequalität nichts ändern. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass das Geschäftsjahr 2017 durch eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses inkl. der Beteiligungsgesell- schaften sowie der bereits erwähnten Sonderabschreibung im Zusammenhang mit dem Projekt Startbahnverlängerung gekennzeichnet ist. Il. Lage der Gesellschaft Durch die entsprechenden Wachstumsraten des Jahres 2017 konnten naturgemäß auch die Umsatzerlöse der FMO.GmbH gesteigert werden. Insbesondere die verbesserte Erlössituation ist der Grund für die Steigerung des operativen Ergebnisses. Mittlerweile machen sich auch die positiven Effekte aus dem im Geschäftsjahr 2014 verabschiedeten Entschuldungskonzept bemerkbar. Der Stand der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnte in 2017 abermals gesenkt werden von 59,59 Mio. € auf 48,15 Mio. €. Entsprechend sanken auch die Zinsaufwendungen von 3,03 Mio, € auf 2,74 Mio. €. Im Dezember 2017 wurden die 5. und 6. Tranche des Finanzierungskonzeptes und damit die beiden letzten Zuführungen ins Eigenkapital beschlossen. Diese Zuführungen,: die jeweils im Geschäftsjahr 2019 und 2020 dem Unternehmen zufließen, werden analog zum Finanzierungskonzept dazu führen, dass die Flughafengesellschaft den eingeschlagenen Weg der weiteren Entschuldung fortsetzt. Ziel des Finanzierungskonzeptes bzw. der darin geplanten Eigenkapital- zuführung ist es, die FMO GmbH von den hohen Kapitalkosten zu befreien. Die bisherige und fortschreitende Entschuldung zeigt in diesem, Zusammenhang deutliche Wirkung. Sowohl Schuldenstand als auch Zinsaufwendungen sinken stetig. Neben den sinkenden Kapitalkosten ist die Steigerung des operativen Ergebnisses nach Beteiligungen die zweite wesentliche Säule zur Verbesserung des Unternehmensergebnisses. Es ist Ziel der Flughafengesellschaft, dieses. operative Ergebnis mindestens wieder ausgeglichen auszuweisen, um nach weitgehender Entschuldung eine ausschließliche Innenfinanzierung der gesamten Fluggesellschaft zu gewährleisten, die nicht von Gesellschafterzuschüssen abhängig ist. j Wesentlich für die Ertragslage der Muttergesellschaft ist auch. die wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften. Insbesondere die FMO- Parking Services GmbH konnte ihre Ergebnisabführung bedeutend steigern. Während im Geschäftsjahr 2016 noch ca. 1,45 Mio. € Gewinn an den FMO abgeführt: wurden, konnten 2017 sogar 2,34 Mio. € Gewinn in der Parking GmbH erzielt werden. Ursache ist hier insbesondere ein Erlösanstieg von mehr als 27 %, der sogar höher ist als das Passagierwachstum am Flughafen. Die FMO Airport Services GmbH konnte eine Ergebnisabführung von 162 Tsd. € erwirtschaften und damit erstmals seit 2010 wieder Gewinne an die FMO GmbH abführen. 4 Auch die FMO Security Services GmbH verbesserte ihr Ergebnis. Musste die FMO GmbH 2016 noch 1,2 Mio. € an Verlustübernahmen tragen, konnte dies in 2017 auf einen Verlust von ca. 0,44 Mio. € reduziert werden. Neben Steigerungen der Passagierzahlen wurden auch entsprechende Preisanpassungen am Markt durchgesetzt. - Die wesentliche Verbesserung des operativen Ergebnisses, begleitet durch die Eigenkapitalzuführung der Gesellschafter, führt weiterhin zu einer robusten Liquidi- tätslage der Gesellschaft. Planmäßig wird sich das operative. Unternehmensergebnis auch in den nächsten Geschäftsjahren weiter verbessern. Eine klassische Innenfinanzierung aus dem laufenden ‚Betrieb nach Ende des Entschuldungs- konzeptes wird angestrebt. Die tendenzielle Entwicklung des EBITDA nach Beteiligungsergebnis von -5,4 Mio. € in 2015 über -3,27 Mio. € in 2016.auf nun -1,84 Mio. € zeigt deutlich die gestiegene operative Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Die Liquiditätsentwicklung der FMO GmbH wird weiterhin einer rollierenden Kontrolle unterzogen. _ oo. \ “ Die Bilanzsumme der FMO GmbH hat sich von ca. 143 Mio. € auf ca. 129 Mio. € reduziert. Wesentlich für diese Veränderung ist die Abschreibung im Zusammenhang mit dem Projekt Startbahnverlängerung. Diese reduzierte den Wert der Sachanlagen um ca. 12,89 Mio.€ und erhöhte auf der Passivseite den Jahresfehlbetrag um ca. 13,85 Mio. €. Nach Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages 2017 weist. der FMO ein. Eigenkapital von ca. 50,7 Mio. € aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 39,33 %. Die erteilten Zusagen zu weiteren Kapitalzufüh- rungen haben dazu geführt, dass die Eigenkapitalquote trotz des Jahresfehlbetrages nahezu konstant blieb. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das Jahr 2017 sowohl verkehrlich als auch - hinsichtlich des operativen Ergebnisses - wirtschaftlich ein ausgesprochen ‚erfolgreiches Jahr war. Die deutliche Zunahme des Jahresfehlbetrags ist ausschließlich auf die Sonderabschreibungen auf das Projekt Start-/ Landebahnverlängerung zurückzuführen. " . IV. Chancen und Risikobericht Der Flughafen Münster/Osnabrück befindet sich weiter in einem ambitionierten Wettbewerbsumfeld. Das abgelaufene Geschäftsjahr 'mit entsprechend hohen Wachstumsraten unterstrich, dass es dem Flughafen jedoch wieder fortwährend gelingt, sich im Wettbewerbsumfeld entsprechend zu positionieren. Nachdem das Liniensegment in. den vergangenen Jahren eine stetige Wachstumsquelle war, . konnte 2017 insbesondere das Segment der Urlaubsverkehre verlorene Marktanteile “ zurückgewinnen. Diese Marktanteile werden nach dem nun vollständigen Rückzug der Air Berlin zunehmend von anderen Marktteilnehmern belegt. Sollte sich diese Tendenz verstärken und sollten sich aktuelle Serviceprobleme an Großflughäfen tatsächlich als langfristige Kapazitätsprobleme erweisen, könnte der FMO sukzessive in eine nachhaltige Wachstumsphase kömmen. j Risiken, die, dieser Entwicklung im Weg stehen könnten, sind u.a. die Entwicklung des Rohölpreises, politische Unruhen und speziell für den deutschen Markt der Mangel an Fachkräften in der Branche. Während der Rohölpreis und politische Unruhen bereits in den letzten Jahren stetige Risiken für die weitere Entwicklung des Luftverkehrs, darstellten, kann der deutsche Fachkräftemangel am . Arbeitsmarkt aktuell zu einer ernsthaften Wachstumsbremse führen. Exemplarisch zeigt sich 5 dieses Thema auch an Großfiughäfen in NRW, die ihre Passagiere um eine frühzeitige Anreise bitten, um Verspätungen aufgrund von Personalmangel an den Sicherheitskontrollen zu vermeiden. Extrem lange Wartezeiten an Sicherheits- kontrollen, eingeschränkte Serviceleistungen im Zusammenhang mit auf Flugreisen verschwundenen Gepäckstücken sowie Verspätungen aufgrund von Check-In Problemen, insbesondere an Großflughäfen, zeigen möglicherweise, dass speziell im Segment der größeren Airports das Problem der Kapazitätsengpässe in der Dienstleistungskette sukzessive auftaucht. j Sollten sich die Tendenzen manifestieren, könnte dies eine entsprechende Chance für kleine Flughäfen sein. Während die ‚Fokussierung der Airlines in den vergangenen Jahren insbesondere auf größere Flughäfen deutlich spürbar war, könnte sich hierdurch nun ein Trend abzeichnen, die Verkehre auch wieder auf kleinere Airports zu lenken. Dies reduziert nicht nur mögliche Anreisezeiten für Fluggäste, sondern ermöglicht _ kleineren Airports auch ungestört von Kapazitätsengpässen die Erbringung eines für den Fluggast optimalen Services. Am Standort FMO könnte sich hier durchaus eine Chance entwickeln, sich vom Wettbewerb abzugrenzen. Sollte es gelingen, dem Kunden eine. ungestörte Dienstleistungskette mit qualitativ adäquatem Service zu bieten, würde dies möglicherweise zu einem erneuten Nachfragedruck vom Markt führen. Die Fokussierung im Airlinemarkt auf eine stetig sinkende Anzahl von Marktteilnehmern führt dazu, dass sich die entsprechende Marktmacht weiter zu Gunsten der Airlines verschiebt. Dies könnte, neben weiterhin bestehenden Überkapazitäten bei einigen Regionalairports, zu weiterem Preisdruck und analogen Erlöseinbußen führen. Trotz des erfreulichen Wachstums des Jahres 2017 kann der FMO-relevante Markt keinesfalls als stabil angesehen werden, so dass-auch in den kommenden Jahren verschiedene, Marktverwerfungen zu entsprechenden Folgen für den Standort und das Unternehmensergebnis führen können. Neben Marktentwicklungen bergen auch einige unternehmensinterne Organisations- maßnahmen Chancen und Risiken. Die konzernartig aufgebaute Unternehmens-, organisation der FMO GmbH führte in der Vergangenheit in einzelnen Bereichen zum Verlust von Synergieeffekten. Im Rahmen anstehender Optimierungen der Unter- nehmensorganisation wird versucht werden, diese verlorengegangenen Synergien wieder zu heben. Beispielhaft kann hier die in 2017 vollzogene . vollständige Übernahme der Gesellschaftsanteile der FMO Passenger Services GmbH genannt werden. Diese Übernahme war Grundvoraussetzung für nun anstehende weitere . ofganisatorische Veränderungen wie mögliche Verschmelzungen verschiedener Abteilungen. Diese diversen Organisationsmaßnahmen, die fast alle Betriebsteile betreffen, haben zum Ziel, die Kostenstrukturen den geänderten Marktbedingungen anzupassen. Primäres Ziel bleibt allerdings, den FMO am Markt weiter zu stabilisieren. Die Neuakquisition von Airlines, aber auch die Direktansprache an potenzielle Passagiere, steht im Fokus, damit der FMO langfristig am Markt erfolgreich agieren kann. Neben einer neuen Parktechnik und neuen attraktiven Parkgebühren können auch neue Angebote im Bereich Non-Aviation dazu führen, dass der FMO im Bewusstsein des Endverbrauchers wieder zunehmend eine Rolle spielt. Der -jetztendliche Erfolg all dieser. Maßnahmen ist natürlich abhängig von vielen, teilweise kaum beinflussbaren Rahmenbedingungen des Marktes wie z. B. der geopolitischen 6 Stabilität und sonstigen Einflussfaktoren, die traditionell den gesamten Luftverkehr stark beeinflussen. - V. Prognosebericht Im Zeitpunkt der Wirtschaftsplanung 2018 wurden leicht sinkende Passagierzahlen im Vergleich zum 'Vorjahr erwartet. Insbesondere Erlöse aus dem Non-Aviation- Bereich 'sorgen dafür, dass die Vorjahreserlöse übertroffen werden. Der zu erwartende Jahresfehlbetrag von -6,81 Mio. € sowie das entsprechende EBITDA nach dem Beteiligungsergebnis in Höhe von -1,0 Mio. € entsprechen exakt dem Planungsansatz des Finanzierungskonzeptes. j j Insbesondere das abermalige Einhalten des Finanzierungskonzeptes mit den entsprechenden finanziellen Rahmendaten sowie der in 2017 erstmals wieder deutlich zu erkennende Wachstumspfad der Flughafengesellschaft lassen keine erheblichen Risiken erkennen. Auch. der beschriebene Marktaustritt der Air Berlin/NIKI ist äufgrund des mittlerweile äußerst geringen Marktanteils am FMO mit wenig Risiken verbunden. j VI. Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH führt auf "Basis des Gesellschaftsvertrags den Betrieb des Flughafens Münster/Osnabrück wahr. Dazu gehören auch die Förderung der zivilen Luftfahrt sowie alle im Zusammenhang mit Vermietung ‘und Verpachtung stehenden Geschäfte einschließlich der Versorgung Dritter mit elektrischer Energie für den Bereich des Flughafens. Die Gesellschaft nimmt somit Aufgaben der Daseinsvorsorge wahr, die in hohem Maße einem öffentlichen Zweck entsprechen. \
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0551/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.06.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37