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V/0487/2013

Jahresabschluss 2012 der AirportPark FMO GmbH

Vorlagen 19.06.2013

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Nächste Beratung: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, Sitzung am 09.07.2013, TOP 4.10

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlagen zur Vorlage 487-2013

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Ansehen

Beschlussvorlage

4029 Zeichen

V/0487/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2012 der AirportPark FMO GmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Die Bilanz, die Gewinn - und Verlustrechnung sowie der Lagebericht der Geschäf tsführung 
der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2012 (Anlagen 1 – 3) werden zur Kennt-
nis genommen. 
 
2. Weiter wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der AirportPark FMO 
GmbH für das Geschäftsjahr 2012 vom beauftragten Wirtschaftsprüfer am 21. Mai 2013 der 
uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 
 
3. Die Stadt Münster ermächtigt ihren Vertreter in der Gesellschafterversammlung der Airpor t-
Park FMO GmbH, folgende Entscheidungen zu treffen: 
 
a) Der Jahresabschluss der AirportPark FMO Gm bH für das Geschäftsjahr 2012 a b-
schließend 
 
 in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 10.625.991,42 € 
 
 sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung 
 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 757.658,53 € 
 
 wird festgestellt. 
 
b) Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2012 Entlastung erteilt. 
 
c) Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 757.658,53 € wird auf neue Rechnung vorgetr a-
gen.  
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0487/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Haubner 
Ruf: 
492 20 32 
E-Mail: 
HaubnerG@stadt-muenster.de  
Datum: 
18.06.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0487/2013 
Begründung: 
 
Die Stadt Münster ist – wie auch die Stadt Greven und der Kreis Steinfurt – zu einem Drittel 
(100.000 €) am Stammkapital der 2004 gegründeten AirportPark FMO GmbH beteiligt. Wesentl i-
cher Gegenstand des Unternehmens ist die Vorbereitung, Erreichung und Umsetzung aller plan e-
rischen Voraussetzungen für das regionale Gewerbegebiet am Flughafen Münster/Osnabrück s o-
wie die Entwick lung, Erschließung und Vermarktung dieses Gewerbegebietes zur Stärkung der 
regionalen Wirtschaftskraft. Gemäß § 11 Abs. 1 Buchstaben c) und e) des Gesellschaftsvertrages 
der AirportPark FMO GmbH fallen die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwend ung 
des Ergebnisses sowie die Entlastung des Aufsichtsrates in den Entscheidungsbereich der Gesell-
schafterversammlung. 
 
Gesamtergebnis:  
 
Der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2012 beträgt rund 758  T€ und liegt um rund 132 T€ über dem 
Fehlbetrag des Vorjahres.  
Im Vorjahr schlug noch der Grundstücksverkauf für das ADAC -Projekt positiv zu Buche. Im B e-
richtsjahr aber konnten keine Verkaufserlöse generiert werden. Der Zahlungszeitpunkt aus dem 
Kaufvertrag mit Schumacher Packaging war an den zwischenzeitlich erfolgten Satzungsbeschluss 
für das notwendige Baurecht gekoppelt, so dass der beträchtliche Betrag aus diesem Grun d-
stücksgeschäft erst für das Jahr 2013 wirksam wurde.   
Die Aufwandsseite entspricht den Plandaten des Wirtschaftsplanes. Insgesamt ist zu konstatieren, 
dass die Ausgaben in den letzten Jahren durch entsprechende Steuerungs - und Controlling -
Maßnahmen auf ein Volumen beschränkt werden konnten, das die zwingend notwendigen Kosten 
widerspiegelt. 
 
Ausblick: 
 
Allgemein ist festzuhalten, dass die Risiken der Gesellschaft im Grundsatz weiterhin darin liegen, 
dass die Grundstücke nicht in dem geplanten Zeitfenster und Umfang vermarktet werden, wodurch 
Liquiditätsengpässe entstehen können. 
 
Die Geschäftsführung ist aber nachhaltig davon überzeugt, dass sich der AirportPark FMO mittel - 
und langfristig als erfolgreicher Markenstandort für das gesamte Münsterland und die gesamte 
Region entwickeln wird.  
 
 
 
Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss d er Gesellschaft können den Anlagen entnommen 
werden. 
 
 
I.V. 
 
gez. 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1: Bilanz zum 31. Dezember 2012 
 
Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung  
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 
 
Anlage 3: Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2012

- 3 - 
V/0487/2013

Anlagen zur Vorlage 487-2013

20968 Zeichen

Jahresabschluss und Lagebericht

AirportPark FMO GmbH, Greven
Bilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVSEITE

A. Anlagevermögen
\. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeitlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Il. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Ill. Finanzanlagen '
Genossenschaftsanteile

B. Umlaufvermögen
I, Vorräte
1. In Ausführung befindliche Bauaufträge
2. Fertige Erzeugnisse und Waren

Il, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

Ill. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
+

C. Rechnungsabgrenzungsposten

ANLAGE 1 ZUR VORLAGE V/0487/2013

31.12.2012 31.12.2011
€ € €

19.915,00 50.367,00 '

14.407,00 17.309,00
950,00 950,00

15.357,00 18.259,00

150,00 150,00
"5:42,00 68.776,00

10.466.276,54 10.124.469,45

4.237,10 j 4.896,50

10.470.513,64 10.129.365,95

4.118,14 11.426,01

48.405,88 , 1.441,31

52.524,02 12.867,32

_ 37.968,02 _176.,721,26
10;561:005,68. 10.318.954,59

29.563,74 43.333,42
10.625.991,42_10.431.063,95

PASSIVSEITE

31.12.2012 31.12.2011
€ " € ‘€
A. Eigenkapital b
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
Il. Kapitalrücklage , 4.800.000,00 4.500.000,00
Ill. Verlustvortrag . 2.959.456,73 2.333.451,90
IV. Jahresfehlbetrag 757.658,53 626.004,83

1.382.884,74 1.840.543,27

B. Rückstellungen -
Sonstige Rückstellungen 63.497,44 107.573;60

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.709.870,66 4.036.910,91
davon mit einer Restlaufzeit bis. zu.einem Jahr € 28.159,81 (27.039,60)

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 584.983,79 556,552,42

' davon gegenüber Gesellschaftern € 519.490,76 (510,027,57)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 82.593,03 (63.124,84)

3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.884.754,79 i 3.889.483,75
davon gegenüber Gesellschaftern € 3.882.390,00 - (3.889,483,75) '
davon aus Steuern € 1.909,19 (6.817,73)
davor mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.364,79 (7.093,75

9.179.609,24 8.482.947,08

10.625.991,42 __ 10.431.063,95

| ANLAGE 2 ZUR VORLAGE V/048712013

‚AirportPark FMO GmbH, Greven j
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

2012 2011
€ € €

1.Umsätzerlöse . 0,00  338.470,00
2. Erhöhung des Bestandes in Ausführung

befindlicher Bauaufträge 341.807,09 15.039,98
3. Gesamtleistung . 341.807,09 353.509,98
4. Sonstige betriebliche Erträge

a) Ordentliche betriebliche Erträge

Sonstige ordentliche Erträge j 23.140,27 34.813,19
b) Sonstige Erträge im Rahmen

der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.083,00 8.991,00
- 30.223,27 43.804,19

. 5. Materialaufwand ' .
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

und bezogene Waren \ 88.804,70 227.096,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 206.477,80 26.953,56

295.282,50 254.050,08
6. Personalaufwand . , .
a) Löhne und Gehälter : 124.832,05 . 132.595,60

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen :
für Altersversorgung und für Unterstützung 24.907,85 24.325,52
davon für Altersversorgung € 3.096,00 (3.096,00)

149.739,90  156.921,12
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 39.891,00 "38.600,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Ordentliche betriebliche Aufwendungen .
aa) Raumkosten 27.820,74 26.638,21
. . ab) Grundstücksaufwendungen 487,00 0,00
H ac) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 9.937,44 9.302,59
| ad) Reparaturen und Instandhaltungen 5.450,25 ' 4.895,50
ae) Fahrzeugkosten 23.252,05 20.807,41
| af) Werbe- und Reisekosten 76.811,38 86.772,05
\ ag) Kosten der Warenabgabe 0,00 0,00
ah) Verschiedene betriebliche Kosten \ . 142.093,44 78.260,07
b) Sonstige Aufwendungen im Rahmen ' .
R 5 “ der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit : 8.360,00 8.288,00
| 294.212,30 234.963,83
9. Erträge aus Genossenschaftsanteilen 7,50 7,50
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.174,18 1.656,88
ı - 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 326.712,92 317.910,77
) . davon an verbundene Unternehmen € 211.219,50 j (210.719,49)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit j j - 732.626,58 - 603.467,25
| 13. Sonstige Steuern i . 25.031,95 22.537,58

i \ 14. Jahresfehlbetrag _ 757.658,53 ___626.004,83_ 626,004,83

[ ANLAGE 3 ZUR VORLAGE V/0487/2013

Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2012

Die AirporiPark FMO GmbH wurde durch die Stadt Greven, die Stadt Münster: und den Kreis
Steinfurt in 2004 gegründet, um am internationalen Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) auf
zunächst 48 ha ein zukunftsorientiertes Dienstleistungs- und Gewerbezentrum zu entwickeln.
Zielsetzung ist es, einen Markenstandort für die gesamte Region zu schaffen, um mittel- und
langfristig Unternehmen anzusiedeln, für die der Standort und die besondere Adresse am
Flughafen die Basis für eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung sind.

Handlungsgrundlage ist neben dem Bebauungsplan der zwischen der Stadt Greven und der
AirportPark FMO GmbH geschlossene Erschließungs- und Städtebauliche Vertrag, in wel-
chem die Erschließung des Gebietes auf die Berichtsfirma übertragen wurde. Damit hat die
AirportPark FMO GmbH die Erstellung der Erschließungsanlagen in eigenem Namen und
unter eigener Kostentragung übernommen. Diese Kosten werden in den Grundstückskauf-
preis einkalkuliert. Nach Fertigstellung von wesentlichen Teilen werden die Anlagen in den
nächsten Jahren sukzessive kostenfrei in das Vermögen der Stadt Greven übertragen.

Im November 2010 wurde der Autobahnzubringer zur A 1 und damit die zentrale Zufahrts-
straße „Airportallee“ für den AirportPark FMO in Betrieb genommen. Mit der Airportallee, den
beiden westlichen und östlichen Baustraßen sowie der von Osten nach Westen ‘über den
Kreisverkehr bis Strumps Damm querenden Haupterschließungsstraße (künftige K 9n) und
der Verlängerung der Joan-Joseph-Fiege-Straße Richtung Westen ist die notwendige Er-

schließungsstruktur zur Bebauung der Grundstücke vorhanden.

Im Zusammenhang mit der Ansiedlung der ADAC Luftrettung GmbH erfolgte bereits im Vor-
jahr eine Verbreiterung des Erschließungsabschnitts auf dem ehemaligen Strumps Damm
(heute: Otto-Lilienthal-Straße) sowie auf der Zufahrt mit Wendehammer, ferner die Anlage
einer Pumpstation an der Zufahrt und die Verlegung einer Druckrohrleitung zur Beförderung
des Schmutzwassers in den Hauptschmutzwasserkanal. Im Berichtsjahr erfolgte dann der
vertragsmäßig zu erfüllende Endausbau dieses rund 200 m langen Straßenabschnitts. Wei-
tere potentielle Bauvorhaben in diesem Bereich, wie z. B. die beabsichtigte Ansiedlung der
FufeX GmbH nördlich angrenzend an das ADAC-Grundstück, können an diese Erschließung
ebenfalls direkt angebunden werden.

Der Kaufvertrag mit der FufeX GmbH für das rd. 1.200 m? große Grundstück zuzüglich einer
Optionsfläche von rd. 2.278 m? liegt unterschriftsreif vor. Errichtet werden soll eine modular
erweiterbare Werkhalle mit Büro zur Ansiedlung eines Entwicklungsbetriebs im Autozuliefer-
bereich für Autogasanlagen sowie für Komponenten für Hybridmotoren. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wurden verschiedene Neuentwicklungen der Fufex GmbH bereits zertifiziert.
Ergänzend wird das Unternehmen vom Standort AirportPark FMO das Personal der nationa-
len und internationalen Vertragspartner für die Umrüstung der Fahrzeuge schulen. Der Bau-
beginn für das Entwieklungs- und Schulungsgebäude soll in der zweiten Jahreshälfte 2013
erfolgen. :

Die mit der Westfalen AG am 01.09.2010 bis zum 31.12.2012 abgeschlossene Reservie-
rungsvereinbarung über ein ca. 5.650 m? großes Grundstück direkt am zentralen Kreisver-
kehr der Airportallee für ein Tankstellenprojekt mit Bistro, Autowaschanlage und einem Bur-
ger King-Restaurant wurde nicht verlängert. Die von der Westfalen AG durchgeführte Ver-
kehrszählung im Sommer 2012 hat keine signifikante Frequenzsteigerung zum Vorjahr erge-
ben. Das Unternehmen hat sich deshalb aus wirtschaftlichen Gründen dafür entschieden,
zunächst von einer Investition im AirportPark FMO Abstand zu nehmen. Das Grundstück
steht somit auch wieder anderen Interessenten zur Verfügung.

Ende Mai des Berichtjahres erreichte die AirportPark FMO GmbH eine Anfrage der landesei-
genen Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.INVEST, die seinerzeit für einen namentlich
noch nicht genannten Interessenten aus dem papierverarbeitenden Bereich eine Standortsu-
che für eine großdimensionale Zweigniederlassung durchführte. Im Rahmen dieser Recher-
che wurden mehr als 20 mögliche Standorte benannt. In der Entscheidungsphase wurden
durch das Unternehmen noch 8 Standorte im Detail auf die definierten Ansiedlungsvoraus-
setzungen hin untersucht. Anfang Juli 2012 erhielt das Unternehmen ein konkretes Grund-
stücksangebot von der AirportPark FMO GmbH. Danach fanden zahlreiche Gespräche statt,
in denen seitens der Geschäftsführung der AirportPark FMO GmbH dargelegt werden konn-
te, dass die Rahmenbedingungen für eine Ansiediung optimal erfüllt werden können. Mit
Schreiben vom 22.08.2012 bestätigte dann das Unternehmen — die Schumacher Packaging
GmbH -, dass es sich nach eingehenden Untersuchungen für den Standort AirportPark FMO
entschieden habe. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Bereitstellung eines
zusammenhängenden Grundstücks von bis zu 150.000 m? Größe, die Erfüllung der vorge-
gebenen Zeitschiene zur Fertigstellung des 1. Bauabschnitts bis Ende 2013 und die notwen-
dige, am AirportPark FMO vorhandene verkehrsmäßige Infrastruktur. In Bezug auf die unmit-
telbare Nähe zum Flughafen Münster/Osnabrück ist der Standortvorteil insbesondere darin
zu sehen, dass bei einem Maschinenausfall die gesamte Logistik hinsichtlich des schnellen
Transports von Ersatzteilen und Monteurspezialisten mittels eigenen Fluggeräts abgewickelt.
werden kann, Darüber hinaus bietet der direkte Autobahnanschluss optimale Voraussetzun-
gen.zur Erreichung des von dem Unternehmen angestrebten Ausbaus der Absatzmärkte in
Nordwest-Deutschland, im Ruhrgebiet, in den Niederlanden, Belgien und skandinavischen
Ländern.

Die 1948 gegründete und nach wie vor inhabergeführte Unternehmensgruppe Schumacher
Packaging ist ein führender mittelständischer Hersteller von maßgeschneiderten Verpa-
ckungslösungen aus Well- und Vollpappe. Das Hauptwerk in Ebersdorf bei Coburg (Bayern)
ist. mit einer Produktionskapazität von 300 Millionen Quadratmetern eine der größten Produk-
tionsstätten in diesem Segment weltweit. Hier und .an anderen Standorten in Deutschland '
sowie in drei polnischen Werken arbeiten rund 2.200 Mitarbeiter in den Bereichen Beratung,
Vertrieb, Entwicklung, Produktion, Verwaltung und Logistik. Das neue Zweigwerk im Airport-
Park FMO wird zunächst bis zu 100 Arbeitsplätze bieten, langfristig werden etwa bis zu 500
Beschäftigte vor Ort tätig sein. Dabei handelt es sich fast vollständig um neu geschaffene
Arbeitsplätze für das Münsterland. Bereits im ersten Bauabschnitt wird das Unternehmen
über 40.Mio. € investieren. In den nächsten Jahren sind zusätzlich rd. 100 Mio. € für Erweite-
rungsinvestitionen eingeplant.

Durch das Zusammenwirken aller beteiligten Kräfte und den Konsens der Entscheidungsträ-
ger auf verschiedenen regionalen Ebenen wurden die Voraussetzungen für die Ansiedlung
von Schumacher Packaging im AirportPark FMO geschaffen. Am: 11.10.2012 wurde der
Kaufvertrag über ein Grundstück von ca. 109.190 m? zuzüglich eines Optionsgrundstücks
von.ca. 33.759 m? zwischen der Schumacher Packaging GmbH und der AirportPark FMO
GmbH notariell beurkundet. In der Folgezeit fanden eine Vielzahl von Abstimmungs-, Koor-
“dinations- und Planungsgesprächen statt, um den Baustart im Frühjahr 2013 und die Auf-
nahme der Produktion spätestens zu Beginn des Jahres 2014 zu gewährleisten.

Durch die Ansiedlung des Unternehmens Schumacher Packaging GmbH werden umfangrei-
che Planungs- und Erschließungsmaßnahmen erforderlich. Für den ersten Realisierungsab-
schnitt wurde die Aufstellung eines Vorhabenbezogenen Bebauungsplans notwendig. Der
Rat der Stadt Greven hat zwischenzeitlich einen entsprechenden Satzungsbeschluss ge-
fasst. Die AirportPark FMO GmbH hat sich verpflichtet, drei Monate nach Kaufpreiszahlung
die Kanalisation, Versorgungsleitungen und Baustraße fertigzustellen. Der Endausbau für die
Fortführung der Haupterschließung vom Kreisverkehr bis zum westlichen Ende des Schu-
macher-Grundstücks muss dann bis Ende 2013 erfolgt sein. Insgesamt sind im Investitions-
plan der. Gesellschaft rd. 1,9 Mio. € für Maßnahmen im Rahmen des ersten Realisierungsab-
schnittes eingestellt. Davon wurden 55,5 T€ bereits im Berichtsjahr aktiviert. Auch der End-
ausbau zwischen Otto-Lilienthal-Straße (ehemals Strumps Damm) und dem Kreisverkehr an
der Airportallee ist in den Plandaten mit rd. 0,5 Mio. € berücksichtigt. Ansonsten orientiert
sich die Vergabe von einzelnen Erschließungsmaßnahmen weiterhin konsequent an den’
Notwendigkeiten künftiger Grundstücksverkäufe. Vor diesem Hintergrund sind die laufenden
Erschließungskosten im Berichtsjahr für Einzelmaßnahmen, wie z. B. der Baureifmachung
von Grundstücken und der Erweiterung der Straßenbeleuchtung sowie verschiedener Pla-
nungsleistungen in-Höhe von 111,7 T€ zu bewerten. Für weitere Ausgleichsmaßnahmen im
Rahmen des mit der Naturschutzstiftung des Kreises Steinfurt bestehenden Vertrages wur-
den im abgelaufenen Kalenderjahr 156,7 T€ gezahlt.

Insgesamt ist wie in den Vorjahren zu konstatieren, dass die Grundstücksnachfragen in ers-
ter Linie aus den Bereichen Dienstleistung, Informations- und Kommunikationstechnologie,
Fahrzeug-/Maschinenbau und Logistik kommen. Die Kompetenz im Logistikbereich wurde
dadurch unterstrichen, dass die AirportPark FMO GmbH auf der europaweit bedeutenden
Immobilienmesse Expo Real in München als Partner der Logistikinitiative Greven/Rheine in
2011 mit dem 1. Preis als bester Logistikstandort in NRW und auf der Expo Real 2012 mit
dem zweiten Preis in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde. Gemeinsam verfügt der Raum
Greven/Rheine als einzige l.ogistikregion in NRW über den Anschluss an alle vier Verkehrs-
träger — Straße, Schiene, Wasserweg und Flughafen. Diese gute Vernetzung, ferner die be-
stehende regionale Arbeitsplatzdichte im Bereich Logistik und letztlich die hervorragend ge-
eigneten Gewerbeflächenpotentiale vor allem im AirportPark FMO waren wesentlich für die
Auszeichnung.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bestätigte sich, dass am Standort AirportPark FMO
Büroflächeneinheiten von über 1.000 m?, die für eine größere Büroimmobilie zur Finanzie-
‚rung notwendig wären, nicht nachgefragt werden. Mietinteresse besteht demgegenüber kon-
tinuierlich im kleinflächigen Segment von 100 - 250 m? Bürofläche in Kombination mit relativ.
kurzfristiger Anmietmöglichkeit innerhalb von 3 - 6 Monaten. Derzeitig vermittelt die Airport-
Park FMO GmbH solche Anfragen an das bestehende Airport Center weiter, um diese Fir-
men zumindest an den FMO-Standort zu binden. In Gesprächen mit Investoren wird seitens
der AirportPark FMO GmbH weiterhin. überlegt, in welcher Form für solche Interessenten
ggfs. ein Neubauprojekt realisiert werden kann. Insgesamt zeigen die aktuellen Beratungen
mit Investoren- und. Mietinteressenten deutlich, dass sich das Vertrauen und die Überzeu-
gung für den Standort — auch unter der Prämisse der Schumacher-Ansiedlung — positiv ent-
wickelt.haben. Deshalb hält es die Geschäftsführung für gerechtfertigt, in den Plandaten des
Wirtschafts- und Finanzplans für die kommenden Jahre von einem jährlichen Grundstücks-
verkauf von rd. 15.000 m? Fläche auszugehen.

Im Berichtsjahr konnten keine Verkaufserlöse generiert werden. Der. Zahlungszeitpunkt aus
dem Kaufvertrag mit Schumacher Packaging ist an den zwischenzeitlich (März 2013) erfolg-
ten Satzungsbeschluss für das notwendige Baurecht gekoppelt, sodass dieser beträchtliche
Verkaufserlös erst für das Jahr 2013 wirksam wird. Der Jahresfehlbetrag gegenüber dem
Vorjahr hat sich somit um 131,7 TE auf 757,7 T€ erhöht. Im Vorjahr schlug noch der Grund-
stücksverkauf für das ADAC-Projekt positiv zu Buche. Die Aufwandsseite entspricht den
’Plandaten des Wirtschaftsplans. Insgesamt ist zu konstatieren, dass die Ausgaben in den
letzten Jahren durch entsprechende Steuerungs- und Controlling-Maßnahmen auf ein Volu-
men verstetigt werden konnte, das die zwingend notwendigen Kosten widerspiegelt.

Aufgrund der bislang getätigten Investitionskosten, u. a. für den seinerzeitigen Grunderwerb,
für Erschließungsmaßnahmen, für Ausgleichsmaßnahmen des Naturschutzes und für Pla-
nungskosten in Höhe von insgesamt rd. 10,7 Mio. €, ergeben sich bei einem Grundstücks-
verkauf im gewerblichen Bereich bzw. bei Grundstücken, die nicht in direkter Nähe zur Air-
portallee liegen, in Relation zum Grundstückspreis Bestandsveränderungen, die den originä-
ren Verkaufserlös deutlich mindern. Dies führt in der Gewinn- und Verlustrechnung der Ge-
sellschaft gegenüber den tatsächlich erzielten Verkaufserlösen zu relativ geringen erfolgs-
wirksamen Erträgen, so dass sich im Ergebnis insgesamt im Planungszeitraum bis Ende
2017 weitere Jahresfehlbeträge abzeichnen. Eine Umkehr zeichnet sich erst dann ab, wenn
'bei weiteren Verkäufen keine zusätzlichen Erschließungs- und Ausgleichsmaßnahmen mehr
notwendig werden und wenn Grundstücksverkäufe im höherpreisigen Segment an der Air-
portallee realisiert werden können. Insgesamt ist festzuhalten, dass die Verkaufserlöse unter
Berücksichtigung der Bestandsveränderungen momentan und bei restriktiver Planung noch
nicht. die notwendigen Deckungsbeiträge liefern. Im Zuge der Ansiedlung von Schumacher
Packaging werden zusätzliche Verkäufe vor allem dann positiv wirken, wenn Grundstücke an
größtenteils bereits fertiggestellten Erschließungsstraßen verkauft werden können. Die mit-
telfristige Zielsetzung, das operative Geschäft auf Dauer positiv zu gestalten, wird weiterhin
konsequent verfolgt. . \

Aufgrund nicht realisierter Verkaufserlöse zeichnete sich bereits im ersten Halbjahr des Be-
richtsjahres die Notwendigkeit einer Stärkung der Liquiditätsausstattung der Gesellschaft
konkret ab. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ermächtigte deshalb in seiner Sitzung vom
21.06.2012 die Geschäftsführung, die als Konsortialkredit geführte Kreditlinie entsprechend
anzupassen. Zur Absicherung der neuen Kreditlinie wurde eine parallele Aufstockung der
kommunalen Ausfallbürgschaften notwendig; die erforderlichen Gremienbeschlüsse wurden
im Zeitablauf des Kalenderjahres 2012 gefasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die
Gesellschafter entsprechend der Handhabe der Vorjahre je 100,0 T€ der Kapitalrücklage der
Gesellschaft zugeführt. Neben den vorgesehenen Erschließungsmaßnahmen weist die Fi-
nanzplanung für die Kalenderjahre 2013 und 2014 Zahlungsabflüsse in Höhe von insgesamt
502,4 TE für die anteilige Mitfinanzierung der Airportallee und. des Kreisverkehrs zur Er-
schließung des inneren Areals des Gewerbegebietes aus. Allgemein ist festzuhalten, dass
die Risiken der Gesellschaft im Grundsatz darin liegen, dass die Grundstücke nicht in dem
geplanten Zeitfenster und Umfang vermarktet werden können, was in der Folge zu zusätzli-
chem Liquiditätsbedarf führen kann. Mit Blick auf den Planungshorizont bis Ende 2017 ist
festzustellen, dass auf der Grundlage der Plandaten der Gesellschaft und.der Möglichkeit
der variablen Inanspruchnahme der Kreditlinie die Liquidität der Gesellschaft ausreichend
gegeben sein wird.

Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen mit einem Betrag von 10.466,3 T€
aus dem Wert der zu vermarktenden Grundstücke. Die Kapitalstruktur besteht vornehmlich
aus Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen sowie langfristigen Bankverbindlichkeiten. Letz-
tere sind durch Bürgschaften der Gesellschafter abgesichert.

Die Geschäftsführung ist nachhaltig davon überzeugt, dass sich der AirportPark FMO mittel-

und langfristig als erfolgreicher Markenstandort für das gesamte Münsterland und die an-
“ grenzenden Regionen entwickeln wird. Für dieses Ziel stehen die objektiv vorhandenen inf-

rastrukturellen Standortvorteile und die angebotenen Mehrwerte für das einzelne Unterneh-

men. Dabei wird nicht verkannt, dass Entscheidungsprozesse einer Unternehmensansied-
“lung einerseits von unterschiedlich bewertbaren harten und weichen Standortfaktoren, unter-
nehmensinternen Wachstumsstrategien und andererseits externen Einflüssen, vor allem
allgemeinen Wirtschafts- und Finanzierungsbedingungen, abhängig sind. Die Standortent-
scheidung der .Unternehmensgruppe Schumacher Packaging hat gezeigt, dass sich das An-
gebot der AirportPark FMO GmbH in seiner gesamten Breite, verbunden mit einem regiona-
len Konsens und der zeitnahen Umsetzung, im Wettbewerb der Standorte erfolgreich am
Markt platzieren lässt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht einge-
treten. j

Greven, 29.04.2013

Udo Schröer
Geschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.10 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Wasserweg

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0487/2013
Typ
Vorlagen
Datum
19.06.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37