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Stadtwirtschaftsstrategie 2020
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Stand: 9.2.2015
Stadtwirtschaftsstrategie 2020
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Geschäftsfeldübergreifende Ziele und Erwartungen
an die Geschäftsfelder und die Unternehmen
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
I
I. Inhaltsübersicht
1 PRÄAMBEL ................................ ................................ ................................ ............................. 1
2 LEITBILD DER STADTWIRTSCHAFT ................................ ................................ ............................ 2
3 GESCHÄFTSFELDÜBERGREIFENDE ZIELE ................................ ................................ .................... 3
3.1 Sicherstellung von Kernleistungen der Daseinsvorsorge für die Wissenschaftsstadt
Darmstadt, ihre Bürger sowie Unternehmen ................................ ................................ ........ 4
3.2 Effiziente und qualitativ angemessene Leistungserbringung ................................ ............... 6
3.3 Fokussierung der Leistungserstellung auf Kernleistungen ................................ ................... 7
3.3.1 Arrondierung von Leistungen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und
ihren Beteiligungen ...................................................................................................... 8
3.3.2 Kooperation und Bündelung von Leistungen in der Stadtwirtschaft ......................... 9
3.3.3 Interkommunale Zusammenarbeit ............................................................................ 11
3.4 Selektiver Ausbau der Geschäftsfelder ................................ ................................ ............... 11
3.5 Stärkung der Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt ................................ ........ 12
3.6 Steigerung der Wertschöpfung in Stadt und Region sowie Förderung der sozialen
Verantwortung ................................ ................................ ................................ .................... 14
3.6.1 Wertschöpfung in Stadt und Region .......................................................................... 14
3.6.2 Förderung der sozialen Verantwortung ..................................................................... 15
3.7 Sicherung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen ................................ ........ 16
3.8 Aktiver Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit ................................ ........................ 18
3.9 Angemessene Ergebnisse nach Steuern ................................ ................................ ............. 20
4 STÄDTISCHE ERWARTUNGEN AN DIE GESCHÄFTSFELDER UND DIE UNTERNEHMEN ................. 22
4.1 Geschäftsfeld Energie & Wasser ................................ ................................ ......................... 26
4.1.1 Erwartungen an die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) ...................................... 27
4.2 Geschäftsfeld Immobilien ................................ ................................ ................................ ... 28
4.2.1 Erwartungen an die bauverein AG ............................................................................. 30
4.2.2 Erwartungen an den Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (IDA) .......................................................................................................... 31
4.2.3 Erwartungen an das Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU) ............................. 33
4.2.4 Erwartungen an das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt GmbH & Co.
KG (WKD) ..................................................................................................................... 34
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
II
4.2.5 Erwartungen an den Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (Bürgerhäuser & Versammlungsstätten) ................................................. 35
4.3 Geschäftsfeld Mobilität ................................ ................................ ................................ ....... 36
4.3.1 Erwartungen an die HEAG mobilo GmbH (HEAG mobilo) ......................................... 37
4.3.2 Erwartungen an die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA) .... 38
4.4 Geschäftsfeld Gesundheit & Soziales ................................ ................................ .................. 39
4.4.1 Erwartungen an die Klinikum Darmstadt GmbH ....................................................... 40
4.4.2 Erwartungen an den Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und
Wohneinrichtungen ..................................................................................................... 42
4.4.3 Erwartungen an den Zweckverband Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des
Landkreises Darmstadt-Dieburg ................................................................................. 43
4.5 Geschäftsfeld Kultur & Freizeit ................................ ................................ ............................ 45
4.5.1 Erwartungen für den Eigenbetrieb Kulturinstitute der Wissenschaftsstadt Darmstadt
..................................................................................................................................... 47
4.5.2 Erwartungen für die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Darmstadt
Marketing) ................................................................................................................... 48
4.5.3 Erwartungen an den Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (Märkte) .................................................................................................... 49
4.5.4 Erwartungen an den Eigenbetrieb Bäder der Stadt Darmstadt ................................ 51
4.6 Geschäftsfeld Telekommunikation & IT ................................ ................................ .............. 52
4.6.1 Erwartungen an die HSE Medianet GmbH (HSE Medianet)....................................... 53
4.6.2 Erwartungen an die COUNT+CARE GmbH & Co. KG (COUNT+CARE) ........................... 54
4.7 Geschäftsfeld Entsorgung & Abwasser ................................ ................................ ............... 55
4.7.1 Erwartungen an den Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen
Darmstadt (EAD) ......................................................................................................... 57
4.7.2 Erwartungen an den Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) ............... 59
4.8 Geschäftsfeld Beteiligungsmanagement ................................ ................................ ............ 60
4.8.1 Erwartungen an das Geschäftsfeld Beteiligungsmanagement ................................ 61
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
III
II. Abbildungen
Abbildung 1: Beteiligungsübersicht der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum 31.12.2013 ................. 1
Abbildung 2: Zuordnung der wesentlichen Unternehmen in die Geschäftsfelder .............................. 2
Abbildung 3: Leitbild der Stadtwirtschaft .............................................................................................. 2
Abbildung 4: Zielpyramide ..................................................................................................................... 3
Abbildung 5: Regionale und überregionale Leistungserbringung der Stadtwirtschaft ....................... 5
Abbildung 6: Voraussetzungen und Vorteile zur Arrondierung von Leistungen ................................. 8
Abbildung 7: Wertschöpfungsnetzwerk ................................................................................................. 9
Abbildung 8: Schnittmengen der interkommunalen Zusammenarbeit ............................................. 11
Abbildung 9: Zielwachstum der Stadtwirtschaft ................................................................................. 12
Abbildung 10: Claims der Wissenschaftsstadt Darmstadt .................................................................. 12
Abbildung 11: Regionale Wertschöpfung im HEAG-Konzern .............................................................. 15
Abbildung 12: Beschäftigte in der Stadtwirtschaft 2013 .................................................................... 16
Abbildung 13: Nachhaltigkeitsdreieck ................................................................................................. 18
Abbildung 14: Modal Split (Anteil der Verkehrsmittel an allen Wegen) ........................................... 19
Abbildung 15: Ertragskategorien zur Ermittlung der Stadtrendite ..................................................... 21
Abbildung 16: Zielpyramide ................................................................................................................. 22
Abbildung 17: Strategiematrix zur Ergebniserwartung/Handlungsnotwendigkeit........................... 23
Bildnachweise:
Titelseite: © Olivier Le Moal - Fotolia.com
Rückseite: © arahan - Fotolia.com
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
1
1 Präambel
Die Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Mai 2007 die Übe r-
tragung des Beteiligungsmanagements für alle mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen der
Wissenschaftsstadt Darmstadt au f die HEAG beschlossen. Mit der Namensänderung in HEAG Ho l-
ding AG – Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) wird dies unterstri-
chen. Der Beteiligungsdezernent und die Stadtwirtschaftskoordination sind integrale Bestandteile
des Beteiligungsmanagements.
Die erste Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darm stadt wurde im Jahr 2009 durch
die Stadtverordnetenversammlung beschlossen und war die erste ihrer Art in Hessen und eine der
ersten in Deutschland.
Die nun vorliegende Sta dtwirtschaftsstrategie ersetzt die bisherige Stadtwirtschaftsstrategie,
greift die beschlossenen Ziele und Maßnahmen auf und entwickelt diese weiter. Sie legt die str a-
tegischen Ziele bis 2020 fest. Der Verzicht auf die gleichzeitige Nennung der weiblichen und
männlichen Schreibweise erfolgt lediglich aus Gründen der Lesbarkeit.
Das Beteiligungsportfolio der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum 31. Dezember 2013 stellt sich
wie folgt dar:
Abbildung 1: Beteiligungsübersicht der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum 31.12.2013
Der Stadtkonzern bietet aktuell mehr als 8.000 Menschen einen Arbeitsplatz und erwirtschaftet e
in Summe in 2013 eine Gesamtleistung von 2. 514 Mio. Euro bei einer Bilanzsumme von 4.613
Mio. Euro.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
2
Zur Systematisierung des Portfolios sind die Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt in
die Geschäftsfelder
1. Energie & Wasser,
2. Immobilien,
3. Mobilität,
4. Gesundheit & Soziales,
5. Kultur & Freizeit,
6. Telekommunikation & IT,
7. Entsorgung & Abwasser sowie
8. Beteiligungsmanagement
gegliedert.
Abbildung 2: Zuordnung der wesentlichen Unternehmen in die Geschäftsfelder
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
2
In der Stadtwirtschaftsstrategie werden die städtischen Ziele definiert, die für alle unmittelbaren
und mittelbaren Mehrheitsbeteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt gelten sollen. Den
Unternehmen der Stadtwirtschaft, an denen die Wissenschaftsstadt Darmstadt zu weniger als
50 % beteiligt ist, wird die Stadtwirtschaftsstrategie zur Anwendung empfohlen.
2 Leitbild der Stadtwirtschaft
Die Ziele und Strategien der Wissensch aftsstadt Darmstadt mit ihren Beteiligungen bilden die
Grundlage für die vorliegende Stadtwirtschaftsstrategie. Zudem finden die Haushaltssituation und
die Vorgaben, die sich beispielsweise aus der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) und Verfügun-
gen der Aufsichtsbehörde ergeben, Berücksichtigung.
In einem interaktiven Prozess zwischen Politik, Stadtwirtschaftskoordination und den Geschäftslei-
tungen der maßgeblichen Beteiligungen wurde folgendes Leitbild abgestimmt:
Abbildung 3: Leitbild der Stadtwirtschaft
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
3
Aus diesem Leitbild sind Ziele für die nächsten Jahre entwickelt bzw. weiterentwickelt worden,
die zum einen die zu erbringenden Leistungen und zum anderen den Markt, das Umfeld und die
Unternehmensorganisation der Beteiligungen berücksichtigen.
Die Stadtwirtschaftsstrategie beinhaltet daher folgende Elemente.
Leistungsbezogene Elemente:
− Sicherstellung von Kernleistungen der Daseinsvorsorge für die Wissenschaftsstadt Dar m-
stadt, ihre Bürger sowie Unternehmen,
− effiziente und qualitativ angemessene Leistungserbringung,
− Fokussierung der Leistungserstellung auf Kernleistungen,
− selektiver Ausbau der Geschäftsfelder.
Unternehmensbezogene Elemente:
− Stärkung der Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
− Steigerung bzw. Erhalt der Wertschöpfung in Stadt und Region sowie Sicherung der sozi a-
len Stabilität,
− Sicherung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen,
− aktiver Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit,
− angemessene Ergebnisse nach Steuern,
− relevante Kernziele je Geschäftsfeld und für ausgewählte Unternehmen des Stadtko n-
zerns.
3 Geschäftsfeldübergreifende Ziele
Nach der Formulierung des Leitbilds der Stadtwirtschaft werden in diesem Kapitel die geschäft s-
feldübergreifenden Ziele der Stadtwirtschaft formuliert.
Abbildung 4: Zielpyramide
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
4
3.1 Sicherstellung von Kernleistungen der Daseinsvorsorge für die Wisse n-
schaftsstadt Darmstadt, ihre Bürger sowie Unternehmen
Leitfrage:
− Welche Kernleistungen der Daseinsvorsorge sollen durch die städtischen Beteiligungen
erbracht werden?
Die Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt erbringen wesentliche Leistungen der D a-
seinsvorsorge für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Region.
Als Daseinsvorsorge werden die Tätigkeiten in der Region verstanden, die durch die Stadt , Eigen-
gesellschaften, Beteiligungsunternehmen oder beauftragte Dritte erbracht werden, um wir t-
schafts-, sozial-, umwelt- und kulturpolitische Ziele im öffentlichen Interesse für d ie Bürger sowie
die Unternehmen vor Ort zu erbringen. Unter öffentlichem Interesse wird das Angebot von Infr a-
struktur und/oder Dienstleistungen verstanden, das zur Sicherung des S tandorts Darmstadt bei-
trägt, die Grundversorgung und Zukunftsvorsorge erbringt oder zur Erfüllung von fachspezifischen
Zielen dient. Dabei sind gerade auch die Chancen für zukünftige Generationen zu wahren.
Die Hessische Gemeindeordnung ( HGO) bietet für alle bis zum 1. April 2004 ausgeübten wir t-
schaftlichen Betätigungen Bestandsschutz. Es ist von der Wissenschaftsstadt Darmstadt gewollt,
dass Ergebnisbeiträge aus Leistungen der Daseinsvorsorge und aus Leistungen, welche (mittle r-
weile) keinen direkten Daseinsvorsorgecharakter haben, für Ziele der Daseinsvorsorge verwendet
werden. Anwendungen hierzu findet man beispielsweise in der Teilfinanzierung des ÖPNV durch
andere Leistungen im HEAG-Konzern, wie z. B. den regionalen und überregionalen Energievertrieb
der HSE.
Eine Leistungserbringung durch die Stadt oder die Stadtwirtschaft erfolgt immer dann, wenn kein
Dritter diese Leistung anbieten will (z. B. bei Marktversagen). Auch wenn eine Leistung am Markt
zu vergleichbaren Konditionen angeboten wir d, betreibt die Wissenschaftsstadt Darmstadt die
Leistungsversorgung mit Eigenerstellung, wenn eine besondere Bedeutung in der städtischen
Einflussnahme gesehen wird. Darüber hinaus sichern Unternehmen mit profitablen1, u. a. überre-
gional erbrachten Leistungen (Fixkostendegression) den städtischen Auftrag zur Daseinsvorsorge
nachhaltig, da lokal erbrachte Leistungen der Daseinsvorsorge häufig nur mit geringen Ergebni s-
beiträgen oder Verlusten verbunden sind.
Als Voraussetzung für die Beibehaltung von profitabel erbrachten Leistungen, die keine unmitte l-
bare Daseinsvorsorge erfüllen, gelten folgende Punkte: Die Leistung kann von Dritten nicht güns-
tiger erbracht werden oder die Stadt möchte trotz vergleichbarer Angebote die Einflussnahme auf
dieses Unternehmen bzw. die Erstellung der Produkte und Dienstleistungen sichern. Für den Fall
von (Teil-)Veräußerungen von Beteiligungen soll das aktuelle Marktumfeld beobachtet werden,
um im Falle der Veräußerung bestmöglich e Ergebnisse zu erzielen. Sind diese Negativabgrenzun-
gen nicht erfüllt, erfolgt eine Prüfung in Bezug auf die Beibehaltung der zu erbringenden Lei s-
tung.
1 Auch im Sinne einer Stadtrendite (siehe 3.9)
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
5
Die Stadtwirtschaft erbringt ihre Leistungen nicht nur in Darmstadt und der Region , sondern auch
überregional:
Abbildung 5: Regionale und überregionale Leistungserbringung der Stadtwirtschaft
Die Positionierung der Stadt zu ihren Aufgaben und ihren damit verbundenen Beteiligungen wird
periodisch überprüft. Dazu gehört auch die Validierung, insbesondere von überregionalen Leistun-
gen, inwieweit diese in der gegenwärtigen Form weiter erbracht , verändert oder aufgegeben
werden können.
Ziel ist es, den eingeschlagenen Weg der Bereinigung des heutigen Beteiligungsportfolios i n den
nächsten Jahren fortzuführen. Dabei sollen insbesondere überregionale Beteiligungen überprüft
werden. Die HEAG verantwortet den Prozess der Überprüfung des Portfolios in Abstimmung mit
dem Beteiligungsdezernenten und koordiniert die Verkaufstransakti onen, soweit der direkte A n-
teilsbesitz betroffen ist. Beim Verkauf indirekter Beteiligungen koordiniert sie die Einholung der
Zustimmung der städtischen Gremien.
Beteiligungen der Stadt sind beizubehalten, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
1. Die Beteiligung passt zur Stadtwirtschaftsstrategie.
2. Die Profitabilität der Gesellschaft ist im Drittvergleich angemessen.
3. Die wesentlichen Risiken der Beteiligung sind bestimmt, beherrschbar und stehen in a n-
gemessenem Verhältnis zu den Vorteilen und Chancen.
Der Beteiligungsdezernent und der Stadtwirtschaftskoordinator überprüfen zusammen mit der
HEAG regelmäßig, wie die Beteiligungsstruktur der direkten städtischen Beteiligungen weiterz u-
entwickeln ist. Hierzu gehören auch Anteils - und Unternehmensveräußerungen. Die S truktur der
nachgelagerten Beteiligungen wird gemeinsam mit den jeweiligen Spartenobergesellschaften
weiterentwickelt. Hierbei sind die aktuellen Bedingungen und das Marktumfeld für Unterneh-
menstransaktionen zu berücksichtigen.
Bei der Beteiligung an Unter nehmen ist darauf zu achten, dass der kommunale Einfluss gesichert
ist. Darüber hinaus ist dieser bei bestehenden Beteiligungen ohne ausreichenden kommunalen
Einfluss zu stärken. Hierzu sind ggf. neue Aufsichtsgremien einzurichte n. Die Vorgaben der HGO
sind zu beachten. Mögliche Beeinträchtigungen der Privatwirtschaft sind zu vermeiden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
6
Die Prüfung der Vorgaben aus der HGO ist auch bei Satzungsänderungen (insbesondere bei Ände-
rungen des Unternehmenszwecks), bei Unternehmensanteilskäufen oder bei Neugründ ungen
durchzuführen.
3.2 Effiziente und qualitativ angemessene Leistungserbringung
Leitfrage n:
− Welche Leistungen haben Effizienzpotenziale?
− Wo bestehen Ansatzpunkte für den Ausbau der Leistungsqualität?
Die Leistungen der Beteiligungsunternehmen der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind zu angemes-
senen Preisen und in einer angemessenen Qualität zu erbringen. Die Qualität ist, soweit wir t-
schaftlich vertretbar, stetig zu verbessern. Die Regelungen zu Complianc e, insbesondere zur Ver-
meidung von Korruption, sind zu formulieren und zu beachten.
Die Unternehmen im Stadtkonzern soll en ihre Leistungsprozesse wiederkehrend überprüfen, op-
timieren und dokumentieren. Ziel ist es, einen wettbewerbsfähigen und zumindest dem Standard
vergleichbarer Unternehmen entsprechenden Leistungsprozess zu erreichen.
Die erarbeiteten Prozessmodelle sollen mit anderen Unternehmen verglichen werden. Bei Bedarf
soll dabei das Beteiligungsmanagement unterstützen.
Maßnahmen für die Effizienzverbesserung sind zu identifizieren, zu validieren und auszuschöpfen.
Diese können beispielsweise sein:
− Flexibilisierung von Arbeitszeiten,
− Einführung von modernen Arbeitszeitmodellen,
− Nutzung von Verbundpotenzialen im Bereich der Gemeinkosten oder Beschaffung, sofern
der wirtschaftliche Nutzen für alle gegeben ist.
Die Potenziale zur Qualitätsverbesserung können durch jede Beteiligung im Rahmen von geeigne-
ten Instrumenten wie z. B. Qualitätsmanagement und technische Qualitätskontrollen erhöht we r-
den.
Für den professionellen Marktauftritt der Unternehmen lassen sich neben Auszeichnungen auch
Zertifikate, Mitgliedschaften, Selbstverpflichtungen und Gütesiegel nutzen. Beispiele hierfür kö n-
nen sein:
Umwelt:
− ISO 14001 (Umweltmanagement)
− ISO 50001 (Energiemanagement)
− Ok-power
− Deutscher Nachhaltigkeitskodex
− TÜV Rheinland certified: 100 % Renewable Energy, Regular Surveillance
− Green Globe
− B.A.U.M. Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V.
− EURHO-GR
® Verantwortungsbewusstes Wohnen (European CSR framework for public and
social housing providers)
− BSOHAS
Qualität:
− ISO 9001 (Qualitätsmanagement)
− ServiceQualität Deutschland
− Deutschlands Beste
− Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister
− Datenschutz ISO 27001 und ISO 18028
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
7
Personal:
− Audit „Beruf und Familie“
− Charta der Vielfalt
− Erfolgsfaktor Familie
− TOP JOB
− Fahrradfreundlicher Betrieb
− OHSAS 180001 (Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement)
Soziales/Engagement:
− CEEP-CSR Label (Promoting Corporate Social Responsibility)
− Beca Balances European Conservation Approach (ICT Services for resource saving in social
housing)
− Seniorenfreundlicher Betrieb
− AGP Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft
Geschäftsfeldspezifisch:
− FOCUS-MONEY „Fairster Stromanbieter“
− DKG Krebsgesellschaft Zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum
− Tourist Information
− Fairpflichtet Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungswirtschaft
− Fachbetrieb nach § 19 l WHG
− DVGW Fachunternehmen nach FW 601
Neben der kontinuierlichen Leistungs - und Qualitätsverbes serung sollen die Unternehmen der
Stadtwirtschaft Kunden- bzw. Bürgernähe steigern, beispielsweise durch:
− Kundenbefragungen,
− angepasste Servicezeiten,
− bessere telefonische Erreichbarkeit,
− schnellere Reaktionszeiten,
− Prüfung der Ausweitung von Kundenbei räten zur engeren Kundenbindung und Wahrung
der Kundeninteressen,
− Unterstützung von Veranstaltungen in Darmstadt und in der Region.
3.3 Fokussierung der Leistungserstellung auf Kernleistungen
Leitfrage:
− Welche Leistungen können, bezogen auf die Stadtwirtschaft, gebündelt werden?
Viele Leistungen werden von mehreren Einheiten erbracht. Diese sollen an einer Stelle fokussiert
werden. Ziel ist es, die Möglichkeiten der Realisierung von Synergien der Aufgabenbündelung und
-koordination zu verbessern. Hierfür sind folgende Handlungsmöglichkeiten zu nutzen:
a) Zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Beteiligungen ist die Arrondierung
von Leistungen zu überprüfen und fortzuentwickeln (3.3.1).
b) Die Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt sollen ihre Kooperations- und Bünde-
lungspotenziale untereinander prüfen und nutzen (3.3.2).
c) Die interkommunale Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und Landkreisen soll au s-
gebaut werden (3.3.3).
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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Die HEAG kann und soll diese Aufgaben intensivieren, koordinieren und begleiten. Dies kann bei-
spielsweise erfolgen durch:
− aktives Anstoßen relevanter Themen,
− Einrichtung von For en zur internen Kommunikation für relevante Geschäfts- bzw. Aufga-
benfelder,
− projektbezogene Unterstützung.
3.3.1 Arrondierung von Leistungen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt
und ihren Beteiligungen
Um bei der Arrondierung von Leistungen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und den
Beteiligungen mögliche Vorteile generieren zu können, müssen bestimmte V oraussetzungen er-
füllt sein. Diese und mögliche Vorteile sind jeweils in der nachstehenden Übersicht aufgezeigt:
Abbildung 6: Voraussetzungen und Vorteile zur Arrondierung von Leistungen
Weitere Potenziale sollen insbesondere im Rahmen der geschäftsfeldspezifischen Kommunikat i-
onsforen identifiziert werden.
3.3.1.1 Maßnahmen: Arrondierung von Leistungen zwischen der Stadt und ihren Beteili-
gungen
Unter Berücksichtigung dieser Voraussetzungen sind folgende Themen gemeinsam weiterzuen t-
wickeln:
− Prüfung von Kooperationen bei IT und Telekommunikation zwischen Stadt, COUNT+CARE,
bauverein AG u. a.
− Prüfung der Zentralisierung des Rechnungswesens der Eigenbetriebe (ohne EAD) bei der
Kämmerei
− Prüfung der Möglichkeiten des Sportstättenerlasses des Bundes zur Red uktion von U m-
satzsteuerbelastungen (in Abstimmung mit Sportvereinen)
− Prüfung der Nutzung von ÖPP-Modellen
− Prüfung der Beibehaltung des Schulbus - und Gelegenheits verkehrs bei EAD gegenüber
Übertragung auf HEAG mobilo
− Prüfung der Übertragung von Teilaufgaben des Grünflächenamtes auf den EAD und umge-
kehrt
− Prüfung der engeren Zusammenarbeit zwischen dem Veterinäramt und dem Zweckver-
band Gesundheitsamt oder anderen Einheiten
− Verbesserung der Zusammenarbeit des Personalamtes mit den Personalabteilungen der
Stadtwirtschaft
− Prüfung der Aufgabenzuordnung zwischen Eigenbetrieb Kultur, Kulturamt und Kulturref e-
rent
− Prüfung der Aufgabenzuordnung zwischen ÖPNV-Koordination, DADINA und HEAG mobilo
Voraussetzungen Mögliche Vorteile
Ähnlichkeit der Tätigkeiten, Prozesse
und/oder Leistungen
Beibehaltung der Tarifzuordnungen
Angemessene steuerliche Auswirku n-
gen
Angemessene weitere Transaktionsko s-
ten
Berücksichtigung von Unternehmens-
strategien
Operative Synergien zwischen Stadt und
Unternehmen
Geringe Kosten bei der Erstellung von
Leistungen der Daseinsversorgung
Reduktion des städtischen Stellenplans
Weitere Vorteile wie z. B. Schnittstellen-
reduktion des Leistungsprogramms
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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− Abstimmung der Aufgaben der Presse - und Öffent lichkeitsarbeit der Wissenschaftsstadt
Darmstadt und Darmstadt Marketing
− Prüfung der Zusammenarbeit des Bildungszentrums für Gesundheit und den Berufsschulen
3.3.2 Kooperation und Bündelung von Leistungen in der Stadtwirtschaft
Zur Kooperation und Bündelung von Leistungen soll die Zusammenarbeit der Unternehmen weiter
intensiviert werden.
Dazu sind Möglichkeiten zum gemeinsamen Einkauf mit Unternehmen der gleichen Branche aus
Darmstadt und anderen Kommunen auf- bzw. auszubauen (z. B. bereits erfolgt beim Einkaufsver-
bund Klinikum). Hierzu sollen die bereits bewährten regelmäßigen Abstimmungsrunden einzelner
Fachbereiche der Stadtwirtschaft auf weitere Fachbereiche wie beispielsweise den Vertrieb aus-
geweitet werden.
Anhand eines Wertschöpfungsnetzwerks sollen Potenz iale für Kooperationen und Bündelungen
von Leistungen identifiziert und soweit möglich umgesetzt werden. Dabei soll eine umfassende
Wirtschaftlichkeitsberechnung erfolgen.
Abbildung 7: Wertschöpfungsnetzwerk
3.3.2.1 Maßnahmen: Kooperation und Bündelung von Leistungen in der Stadtwirtschaft
Unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen sind folgende Maßnahmen vorgese-
hen:
Planung und Produktentwicklung:
− Prüfung der Einführung eines gemeinsamen systematischen Innovationsmanagements
− Gemeinsame Teilnahme an Innovationsprojekten und Beantragung von Fördermitteln
Einkauf:
− Aktive Abstimmung der Einkaufsverantwortlichen der Stadtwirtschaft
− Nutzung der Vorteile aus dem gemeinsamen Einkauf (z. B. Diesel, Werkstattleistungen,
Versicherungen, Wirtschaftsprüfungsleistungen, Steuerberatung, Aktuarleistungen etc.)
− Bevorzugung des Bezugs von Leistungen aus der Stadtwirtschaft (Insourcing zu marktübl i-
chen Preisen), z. B. über Rahmenverträge zwischen HSE und bauverein AG, Klinikum, EAD,
IDA
− Inanspruchnahme von bzw. Beteiligung weiterer Unternehmen an der HEAG Versiche-
rungsservicegesellschaft
Leistungserstellung:
− Erbringung von Containerdienst, Straßenunterhaltung, Winterdienst und Straßenreinigung
für Unternehmen der Stadtwirtschaft (z. B. durch EAD)
− gegenseitige Unterstützung im Fall von Engpässen (z. B. Personalbereich)
− zentrale Verwaltung und Vermietung v on Wohnungen (durch die bauverein AG und ihre
Tochtergesellschaften)
− Bündelung von Hausmeistertätigkeiten
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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− Prüfung der Zusammenlegung der technischen Betriebsführungen von Bädern, Sportstät-
ten im Bürgerpark, Rollsportzentrum und ggf. Schulsportstätten der anliegenden Schulen
− Engere Koordination der Kanalreinigungsangebote von HSE Technik und awaTech/EAD
− Verstärkte Nutzung der Leistungen des Eigenbetriebs Darmstädter Werkstätten und
Wohneinrichtungen (z. B. Aktenvernichtung, Buchbindearbeiten)
Vertrieb und Marketing:
− Prüfung des Angebots von Callcenter-Leistungen für weitere Einheiten der Stadtwirtschaft
(z. B. IDA) zur verbesserten Erreichbarkeit
− Entwicklung einer Dachmarke für Leistungen der Stadt und der Beteiligungen, die bislang
ohne Marke auftreten
− Vermarktung weiterer Leistungen der Stadtwirtschaft durch Nutzung der Vertriebsmö g-
lichkeiten auch der anderen Geschäftsfelder
− Realisierung einer gemeinsamen Internetplattform der Stadtwirtschaft
− Gemeinsame Beteiligungen an Ausschreibungen
Zusammenarbeit:
− Gemeinsame Umsetzung der Stadtwirtschaftsstrategie
− Schaffung eines Angebots für das Einrichten eines gemeinsamen Wissensmanagements
für die Stadtwirtschaft durch die HEAG
− Soweit zweckmäßig, Schaffung von Foren für die geschäftsfeldinterne und -übergreifende
Kommunikation (Organisation durch HEAG)
− Prüfung der Einführung von „TOP X “-Gesprächen mit Vertretern aus Stadtwirtschaft, Wi s-
senschaft und führenden Unternehmen aus Darmstadt
− Stärkung einer gemeinsamen Unternehmenskultur zur unternehmensübergreifenden Zu-
sammenarbeit in der Stadtwirtschaft
− Umsetzung und periodische Überarbeitung des Darmstädter Beteiligungskodex innerhalb
der gesetzlichen Rahmenbedingungen
− Abschluss von Rahmenverträgen zur Zusammenarbeit zwischen der HSE Technik , ENTEGA
Energieeffizienz und anderen Unternehmen der Stadtwirtschaft (insb esondere bauverein
AG, IDA, EAD und Klinikum)
Finanz- und Rechnungswesen:
− Regelmäßige Abstimmung der kaufmännischen Leitungen des Finanz- und Rechnungswe-
sens
− Bündelung von Finanz - und Rechnungswesen für die direkten Beteiligungen (z. B. du rch
HEAG, HSE, HEAG mobilo, EAD)
Personalwesen:
− Regelmäßige Abstimmung der Personalleitungen
− Einrichtung einer gemeinsamen Stellenbörse (z. B. bei der HEAG)
− Prüfung der Gründung einer Vorratsgesellschaft zur Personalentwicklung
− Verbesserung der Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung (z. B. be-
triebsübergreifende Ausbildung)
− Bündelung der Personalabrechnung (z. B. durch HEAG, HSE, HEAG mobilo oder EAD)
− Zusammenarbeit im B ereich der Personalentwicklung (z. B. gemeinsame Schulungen, E r-
fahrungsaustausch, Führungskräfteentwicklung, übergreifender Stellenpool)
− Angebote durch das Klinikum zum Gesundheitsmanagement und Vorsorge für die Stad t-
wirtschaft
Informationstechnik:
− Gemeinsame Beschaffung von Hardware- und Softwarelösungen und deren Nutzung
− Intensivierung der Kooperation von IT zwischen Stadt, COUNT+CARE, bauverein AG u. a.
− Nutzung gemeinsamer Ressourcen, z. B. Rechenzentrumsleistungen
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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− Verstärkte Nutzung der Angebote der HSE Medianet
− Zusammenarbeit im Bereich des Datenschutz
3.3.3 Interkommunale Zusammenarbeit
Die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis und angrenzenden Kommunen soll bezogen auf die
Unternehmen weiter ausgebaut und intensiviert werden. Hierzu sind die Möglichkeiten mit dem
Landkreis Darmstadt-Dieburg, den angrenzenden Landkreisen sowie den einzelnen Kommunen zu
prüfen und voranzutreiben.
Abbildung 8: Schnittmengen der interkommunalen Zusammenarbeit
3.3.3.1 Maßnahmen: Interkommunale Zusammenarbeit
Unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen sind folgende Maßnahmen zur inter-
kommunalen Zusammenarbeit vorgesehen:
− gemeinsame Beschaffung mit den Unternehmen der Landkreise,
− Prüfung einer Kooperation mit dem Landkreis Darmstadt -Dieburg in den Bereichen Volk s-
hochschule und Bibliotheken (z. B. in der Form eines Zweckverbandes),
− Prüfung der Kooperation zwischen dem Zweckverband Gesundheitsamt für Darmstadt und
den Landkreis Darmstadt-Dieburg und anderen Gesundheitsämtern,
− Erarbeitung eines Konzepts für eine angemessene Kosten übernahme bzw. Kostenau s-
gleichspflicht bei gemeinschaftlichen Unternehmen mit dem Landkreis Darmstadt-
Dieburg.
3.4 Selektiver Ausbau der Geschäftsfelder
Leitfrage:
− In welchen Bereichen lässt sich das Neugeschäft von Unternehmen der Stadtwirtschaft
ausbauen?
Jede Beteiligung soll ihre Leistungen und Leistungsbereiche regelmäßig überprüfen und, soweit
wirtschaftlich sinnvoll, ausbauen. Wachstumsziele sollen dabei mit den Möglichkeiten für Koop e-
rationen abgestimmt werden. Dies kann auch die gemeinsame Teilnahme an Ausschreibungen
beinhalten. Die HEAG bietet hierzu bei Bedarf Unterstützung an.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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Abbildung 9: Zielwachstum der Stadtwirtschaft
Wachstumsziele sind von den Unternehmen zu formulieren. Dabei sind lokale, regionale und
überregionale Möglichkeiten zu prüfen.
Die Unternehmen können mit vorhandenen Produkten (Marktdurchdringung) oder dem Erschli e-
ßen neuer Märkte wachsen. Der Schwerpunkt soll auf der Marktdurchdringung liegen.
Für abgrenzbare Teilbereiche mit eigenständigem Profil können eigenständig e Unternehmen g e-
gründet werden.
3.4.1.1 Maßnahmen: Selektiver Ausbau der Geschäftsfelder
Unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen sind folgende Maßnahmen zum selek-
tiven Ausbau der Geschäftsfelder vorgesehen:
− Ausgründung von Stadion und Sportstätten und deren Betrieb,
− Prüfung der Gründung einer Gesellschaft zur Parkraumbewirtschaftung,
− wirtschaftliche Beteiligung von Bürgern bei Windenergieprojekten und anderen Projekten,
− Förderung bzw. Beteiligung an jungen Unternehmen durch die HEAG.
3.5 Stärkung der Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Leitfrage:
− Welche Möglichkeiten sollen zur Verbesserung der Attraktivität des Standorts (und der Inf-
rastruktur) genutzt werden?
Die Unternehmen identifizieren sich mit den Standortvorteilen der Wissenschaftsstadt Darmstadt
auch im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit.
Alle Akteure der Stadtwirtschaft sollen die Stadt und ihre Marke sowie ihre wesentlichen Qualitä-
ten und Stärken transportieren.
Abbildung 10: Claims der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
13
Die Einheiten der Stadtwirtschaft sollen Freiräume für Inventionen und Innovationen schaffen und
aktiv kreative Prozesse in der Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützen.
Die Beteiligungen des Stadtkonzerns sollen sich in ihrem Produktmarketing, soweit möglich und
sinnvoll, an dem Auftritt der Wissenschaftsstadt Darmstadt orientieren. Dabei sollen die durch den
Marketingbeirat formulierten Leitlinien der Wissenschaftsstadt Darmstadt umgesetzt werden.
Dazu soll sich jedes Unternehmen mit Kundenkontakt mit einem zeitgemäßen Öffentlichkeitsau f-
tritt präsentieren:
− Im Internet orientiert an der städtischen Corporate Identity,
− durch ansprechende Publikationen,
− durch Nutzung von Bildsprache und Storytelling,
− durch fallweise mehrsprachige Kundenansprache.
Wissenschaft:
Die Beteiligungen sollen für die Leistungserbringung und den Vertrieb ihrer Leistungen K ooperati-
onen mit (möglichst lokalen) Hochschulen und Forschungseinrichtungen nutzen und intensivieren,
mit dem Ziel der nachhaltigen Verankerung von Wissenschaft. Dabei sollen sie ihre Leistungen um
innovative Elemente unter Berücksichtigung der Marktmöglichkeiten ergänzen, um dem Selbs t-
verständnis der Wissenschaftsstadt Darmstadt gerecht zu werden.
Förderprogramme von Land, Bund und EU sollen gemeinsam mit den wissensch aftlichen Einrich-
tungen genutzt werden.
Ziel ist auch die Weiterentwicklung der nachhaltigen Positionierung Darmstadts als Wissenschafts-
stadt.
Kultur:
Die Attraktivität der Wissenschaftsstadt Darmstadt für den Tourismus und andere soll weiter g e-
steigert werden. Dabei soll auch das Porträt Darmstadts als Stadt des Jugendstils durch die Unter-
nehmen beworben werden.
Leben:
Die Einheiten der Stadtwirtschaft leisten einen kontinuierlichen Beitrag für ein Mehr an Lebens-
qualität für die Bürger in der Stadt. Dafür soll die durch die Beteiligungen vorgehaltene Infrastruk-
tur die Wissenschaftsstadt Darmstadt positiv darstellen. Dazu gehört eine nachhaltige Sicht, die
Investitions- und Instandhaltungsstaus unter Beachtung der Möglichkeiten und Vorgaben vermei-
det bzw. kontinuierlich im Rahmen der Wirtschaftlichkeit abbaut.
3.5.1.1 Maßnahmen: Stärkung der Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Um die Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu stärken, sind folgende Maßnahmen
vorgesehen:
Wissenschaft:
− Kooperationen mit lokalen wissenschaftlichen Einrichtungen (insb esondere TU Darmstadt,
Hochschule Darmstadt, Evangelische Hochschule Darmstadt, Fraunhofer-Institute, IWU etc.)
− Prüfung der Einrichtung einer Organisationseinheit zur Vernetzung von Wissenschaft, Wirt-
schaft und Stadtgesellschaft
− Stärkere Verankerung von Wissenschaft im Stadtbild
Kultur:
− Unterstützung des Kulturstandorts
− Unterstützung der Bewerbung zum UNESCO Weltkulturerbe
− Angebote in Form von Festivals oder besonderer kultureller Veranstaltungen
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
14
Leben:
− Beitrag zur Positionierung als attraktiver Einkaufsstandort
− Nachhaltige Pflege, Sicherung und ggf. Aufwertung der städtischen Flächen (z. B. mit dem
Projekt „sauberhaftes Darmstadt“) für ein positives Stadtbild
− Weiterentwicklung als Wohn- und Arbeitsstandort
− Beitrag zur Positionierung als internationaler Bildungsstandort
− Weiterentwicklung als Standort mit einer modernen und zeitgemäßen Verkehrsinfrastru k-
tur
− Realisierung von Mehrsprachigkeit in der Kundenansprache
− Förderung einer Willkommenskultur
− Einführung eines ÖPNV -Nationentickets – ganztägig nutzbares Ticket für den ÖPNV , als
Weiterentwicklung der Darmstadt Card
3.6 Steigerung der Wertschöpfung in Stadt und Region sowie Förderung der
sozialen Verantwortung
Leitfrage n:
− Welches Potenzial besteht für lokale oder regionale Beschaffung von Leistungen, die de r-
zeit außerhalb der Region bezogen werden?
− Welchen Beitrag sollen die Unternehmen zur Sicherung der sozialen Stabilität in der Reg i-
on leisten?
3.6.1 Wertschöpfung in Stadt und Region
Die Beteiligungen soll en die lokale und regionale Wertschöpfung nachhaltig sichern und, soweit
möglich, weiter steigern.
Die lokale und regionale Wertschöpfung setzt sich zusammen aus:
− Personalaufwand,
− Aufwand für bezogene Leistungen,
− sonstige betriebliche Aufwendungen und Konzessionsabgaben,
− Investitionen,
− Steuern,
− Dividendenzahlungen.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
15
Dabei stellt sich die lokale und regionale Wertschöpfung im HEAG Konzern im Zeitraum 2008–
2013 (rd. 4,1 Mrd. EUR) wie folgt dar:
Abbildung 11: Regionale Wertschöpfung im HEAG-Konzern
3.6.1.1 Maßnahmen: Wertschöpfung in Stadt und Region
Um die lokale und regionale Wertschöpfung der Stadtwirtschaft zu steigern, sind folgende Ma ß-
nahmen vorgesehen:
− Monitoring der lokalen und regionalen Wertschöpfung für wesentliche U nternehmen der
Stadtwirtschaft,
− Bezug der Leistungen ( soweit rechtlich zulässig sowie wirtschaftlich und fachlich vertre t-
bar) am Standort Darmstadt oder aus der Region,
− Hinwirkung auf Eröffnung von Zweigstellen von Unternehmen in Darmstadt bei regelmä-
ßig wiederkehrenden großen Beschaffungen,
− Prüfung und Intensivierung der Möglichkeiten zur Kooperation mit dem lokalen Handwerk
(z. B. HSE Handwerkerkooperation),
− Nutzung und Stärkung von r egionalen Kooperationen der städtischen Unternehmen auch
außerhalb des Stadtkonzerns,
− Nutzung von Sponsoring - und Spendenmöglichkeiten bei Unternehmen mit Zuschussb e-
darf.
3.6.2 Förderung der sozialen Verantwortung
Die Unternehmen der Stadtwirtschaft tragen durch die Produkte der Daseinsvorsorge aktiv zur
sozialen Stabilität in der Wissenschaftsstadt Darmstadt bei.
Die Unternehmen unterstützen die Themen Frauenförderung, Gender -Gerechtigkeit sowie die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Beteiligungen nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung lokal und regional im Rahmen
ihrer Möglichkeiten wahr. Sie unterstützen das öffentliche Leben, insbesondere in den Bereichen
Bildung und Wissenschaft, Sport, Kultur und Soziales. Sie unterstützen das bürgerschaftliche Enga-
gement der Beschäftigten.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
16
Die Unternehmen sollen bei der Auswahl von Arbeitnehmern und im Kontakt mit Kunden diskr i-
minierungsfrei handeln und aktiv die Belange verschiedener Ethnien, benachteiligter Gruppen und
behinderter Menschen berücksichtigen.
3.6.2.1 Maßnahmen: Förderung der sozialen Verantwortung
Zur Förderung der sozialen Verantwortung sind folgende Maßnahmen vorgesehen:
− Berücksichtigung der HEAG Diversity-Richtlinie,
− stärkere Einbeziehung von SGB-II-Empfängern,
− Prüfung der Nutzung der Teilhabekarte gemeinsam mit dem RMV,
− koordiniertes Sponsoring der Beteiligungen,
− Fortsetzung der Kooperationsvereinbarung zum sozialen Wohnungsbau zwischen der Wi s-
senschaftsstadt Darmstadt und der bauverein AG,
− Beiträge zum Quartiersmanagement,
− Ausbau der Barrierefreiheit in den Einrichtungen der Stadtwirtschaft,
− aktive Einbindung von M enschen mit Behinderung in das Arbeitsleben (z. B. Schaffung
von Außenarbeitsplätzen, d. h. außerhalb des Eigenbetriebs Werkstätten und Wohnei n-
richtungen).
3.7 Sicherung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
Leitfrage n:
− Wie kann die Beschäftigung i n den Unternehmen nachhaltig gesichert oder ausgebaut
werden?
− Wo besteht Handlungsbedarf bei Aus- und Weiterbildung?
Die Wissenschaftsstadt nimmt ihre soziale Verantwortung im Stadtkonzern wahr. Die Unterneh-
men der Stadtwirtschaft sind verantwortungsvolle Arbeitgeber. Hierzu gehören wettbewerbsfähi-
ge Löhne und Gehälter , Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen und die Minimierung von
Leiharbeitsverhältnissen. Wettbewerbsfähige Löhne und Gehälter sollen mit ta rifvertraglichen
Regelungen einhergehen. Tarifflucht ist nicht zulässig.
Abbildung 12: Beschäftigte in der Stadtwirtschaft 20132
Der fortlaufende Wandel sowohl innerhalb de r Unternehmen als auch im Marktumfeld und die
sich daraus ergebenden neuen Anforderungen und Ziele werden von den Führungskräften in den
Beteiligungen aktiv an alle Beschäftigten vermittelt. Dadurch ist ein wettbewerbsorientiertes und
2 Quelle: Beteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt für das Geschäftsjahr 2013
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
17
unternehmerisches Handeln dieser zu fördern. Dies setzt wettbewerbsfähige Unternehmen v o-
raus.
Die Personalpolitik im Stadtkonzern orientiert sich am Grundsatz „Fördern und Fordern“.
Alle Unternehmen sollten Aus- und Weiterbildung auf Basis einer jährlich zu erstellenden Bedarfs-
analyse anbieten.
Die Beteiligung von Frauen in Fach- und Führungspositionen sowie in Aufsichtsgremien wird wei-
ter gefördert. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht weiter im Fokus.
Die Attraktivität der Unternehmen der Stadtwirtschaft als Arbeitgeber soll weiter gesteigert w er-
den. Ziel ist die aktive Unterstützung von frauenbezogenen Weiterbildungsangeboten und die
Förderung von Frauennetzwerken.
3.7.1.1 Maßnahmen: Sicherung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
Zur Sicherung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sind folgende Maßnahmen vor-
gesehen:
Personalpolitik:
− Abbau bestehender personeller Überkapazitäten durch natürliche Fluktuation
− Prüfung und Nutzung der Potenziale für Insourcing von Leistungen für eine angemessene
Auslastung der Beschäftigten
− Ausbau der Leistungen, soweit wirtschaftlich sinnvoll
− Anstreben einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Personalvertretungen seitens
der Geschäftsleitungen
− Nutzung von günstigen Beschäftigungsverhältnissen bei Neueinstellungen
− Prüfung der Nutzung von Gemeinschaftsbetrieben oder anderen Gesellschaftsformen
− Berücksichtigung der Bewerbungen von Langzeitarbeitslosen bzw. SGB -II-Empfängern in
Zusammenarbeit mit dem Jobcenter (auch als Kriterium für die Auftragsvergabe an Unte r-
nehmen)
− Bei Neugründungen von Unternehmen Entkoppelung von ZVK-Mitgliedschaft, stattdessen
Angebot einer kapitalgedeckten Altersvorsorge
− Prüfung der Bündelung der Altersvorsorge im Stadtkonzern
− Konsequenter Einsatz von Zielvereinbarungen
− Nutzung eines betrieblichen Vorschlagswesens
− Implementierung eines Leitbildes durch die Geschäftsleitung mit aktuell gültigen Zielen
der Stadtwirtschaftsstrategie
Aus- und Weiterbildung:
− Prüfung der Einführung eines Ausbildungsverbunds in der Stadtwirtschaft
− Prüfung der Einführung eines Teilzeitausbildungsprogramms in Unternehmen
− Aktive Personalentwicklung (z. B. Cross-Mentoring)
− Zielgerichtete und strukturierte Weitergabe von Fachwissen „zwischen den Generationen“
(z. B. im Rahmen des Wissensmanagements der HEAG)
− Nutzung von lokalen Einrichtungen f ür die bet riebliche Aus- und Weiterbildung (z. B.
Hochschule Darmstadt, Technische Universität Darmstadt (TUD), Fahrerakademie der
HEAG mobilo)
Vereinbarkeit von Familie und Beruf:
− Angebot von Kinderbetreuung und Fortsetzung der Kurzzeitkinderbetreuung (Fluggiland)
− Fortsetzung Angebot zur Ad-hoc-Kurzzeitpflege
− Angebot von Familienpflegezeit
− Aktive Bewerbung des Hausnotrufsystems von Sophia Hessen
− Angebot von Arbeitsplätzen im Homeoffice
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
18
3.8 Aktiver Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Leitfrage:
− Wo bestehen Potenziale zum weiteren Schutz der Umwelt?
Die Nachhaltigkeit in den Unternehmen der Stadtwirtschaft soll weiter gestärkt und ausgebaut
werden.
Die Beteiligungen des Stadtkonzerns sollen unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Aspekten
auch die Umwelt- und Klimaschutzziele der Wissenschaftsstadt Darmstadt fördern u nd unterstüt-
zen.
Abbildung 13: Nachhaltigkeitsdreieck
Wesentliches Ziel der Stadtwirtschaft ist die Reduktion der CO 2-Emissionen. Daneben soll auch die
Minderung von weiteren Emissionen, wie z. B. SO X, NOX, Feinstaub und Lärm sowie von Fläche n-
verbrauch angestrebt werden. Außerdem ist die Gebäudeeffizienz, möglichst auch über die akt u-
ell gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) hinaus, zu optimieren. Ausdrücklich begrüßt werden
innovative Ideen zur Emissionsreduktion mit geschäftsfeldadäquaten Maßnahmen. Dabei ist die
Wirtschaftlichkeit in angemessenem Zeitraum zu berücksichtigen.
Die Unternehmen fördern im Rahmen ihrer Aufgabenstellung und Möglichkeiten die Effizienz der
Energienutzung und den bewussten Umgang mit Ressourcen; sowohl in den eigenen betriebl i-
chen Abläufen als auch in der Kommunikation mit ihren Kunden, Bürgern und Unternehmen der
Region. Hierzu sollen Strom und Gas über die ENTEGA klimaneutral bezogen werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
19
Der Modal Split bezogen auf ÖPNV und Fahrrad soll weiter verbessert werden.
Abbildung 14: Modal Split (Anteil der Verkehrsmittel an allen Wegen) 3
3.8.1.1 Maßnahmen: Aktiver Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Um einen aktiven Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu leisten, sind folgende Maßna h-
men vorgesehen:
− Analyse des Fuhrparks und Entwicklung eines Konzepts für den umwelt schonenden und
wirtschaftlichen Betrieb (z. B. durch Inanspruchnahme von internem/externem Car -
Sharing),
− Einführung des deutschen Nachhaltigkeitskodex (zusätzlich zu HEAG, HSE, ENTEGA),
− Formulierung von Nachhaltigkeitsleitsätzen für die Unternehmen der Stadtwirtschaft,
− regelmäßige Erstellung eines Umweltberichts (gemäß Klimaschutzkonzept erstellt die
HEAG den ersten Bericht für die Stadtwirtschaft),
− Stärkung des Engagements der Unternehmen als fahrradfreundlicher Bet rieb durch die
Bewerbung von HEAG Rad & Tat in den Unternehmen,
− Einführung von Werkstattgesprächen, u. a. für die Förderung der Beschaffung von regiona-
len Produkten,
− Formulierung von Vergabekriterien für eine nachhaltige regionale Beschaffung im Rahmen
der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts,
− Ausbau der Jobticket-Nutzung durch weitere Unternehmen der Stadtwirtschaft,
− Erstellung eines „energieintelligenten Konzepts“ für „Campus Bürgerpark Nord“ im Zuge
der Entwicklung des Berufsschulzentrums (u. a. moderne intelligente Energien, z. B. BHKW
und Kälteversorgung).
3 Quelle: Nahverkehrsplan 2011–2016 des Landkreises Darmstadt‐Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Dezember 2010
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
20
3.9 Angemessene Ergebnisse nach Steuern
Leitfrage n:
− Welches Ergebnis wird als angemessen angesehen?
− Welche (steuerlichen) Optimierungspotenziale sollen ausgeschöpft werden?
Die Beteiligungen im Stadtkonzern sollen ihre Möglichkeiten zur Effizienz verbesserung und zum
Wachstum nutzen. Es wird ein angemessenes Jahresergebnis erwartet. Als angemessen wird defi-
niert:
1. Eine höhere Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital inkl. Rücklagen im Vergleich zu einer
risikolosen Alternativanlage, soweit soziale, infrastrukturelle, regulatorische oder gebü h-
ren-/haushaltsrechtliche Vorgaben eine Renditebegrenzung nicht vorgeben.
2. Eine nachhaltige Entwicklung des zu erwartenden Jahresüberschusses unter Berücksicht i-
gung der aktuellen Marktbedingungen.
3. Bei Dauerverlustbetrieben findet der Kostendeckungsgrad eines vergleichbaren, durc h-
schnittlich gut geführten Unternehmens Anwendung.
Sämtliche Steueroptimierungspotenziale in Verbindung mit der Realisierung operativer Synergien
sollen im Sinne der Stadt durch die HEAG und die städtischen Beteiligungen genutzt werden.
Die Möglichkeiten der Verschmelz ung von Gesellschaften oder die Verlagerung innerhalb der
Stadtwirtschaft unter andere Beteiligungen sollen geprüft und , soweit wirtschaftlich sinnvoll, um-
gesetzt werden. Dies kann auch zu Veräußerungen von betriebs - und nicht betriebsnotwendigen
Vermögen führen. Damit soll neben Kostensynergien und weiteren Bündelungsvorteilen auch die
fachbezogene Steuerung, Begleitung und Aufsicht innerhalb des jeweiligen Geschäftsfelds berück-
sichtigt werden.
Gründe für Veränderungen in der Beteiligungsstruktur können insbesondere in der Ähnlichkeit der
Tätigkeit, einer identischen oder zu vereinheitlichenden Gesellschafterstruktur liegen. Dabei sollen
die steuerlichen Auswirkungen angemessen und weitere Transaktionskosten möglichst gering
sein.
Das von der HEAG angebotene Cash-Management zur Nutzung besserer Konditionen für Geldanla-
gen und Kreditaufnahmen soll ausgebaut werden. Dabei soll die HEAG die Beteiligungen bei F i-
nanzierungsthemen und Ratings für die Kreditaufnahme unterstützen.
Zur Messung der Angemessenheit der Leistungserbringung soll neben Renditekennzahlen (Ko s-
tendeckungsgrad und ROCE) eine Kennzahl genutzt werden, welche Mehrwerte für die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt und ihre Bürger berücksichtigt.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
21
Hierzu soll die HEAG ein geeignetes Renditemodell im Sinne einer Stadtrendite bzw. des Public
Value entwickeln. Nachfolgende, aus der Wohnungswirtschaft bekannte Ertragskategorien sollen
dieser Kennzahl als Basis zugrunde liegen:
Abbildung 15: Ertragskategorien zur Ermittlung der Stadtrendite
Mit der Stadtrendite bzw. dem Public Value sollen die Leistungen, insbesondere von kommunalen
Unternehmen, bewertet werden. Nicht das wirtschaftliche Ergebnis steht allein im Fokus, sondern
die Verbesserung von Lebensqualität und Lebenszufriedenheit der Bewohner in den Wohnquartie-
ren und in der Stadt insgesamt. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt kann dabei eigene Finanzau s-
gaben spare n und zusätzliche Einnahmen, z. B. in Form höherer Steuereinnahmen, generieren.
Beispielsweise sollen preiswerte Wohnungen genauso wie hochpreisige, sehr gut ausgestattete
Immobilien ein Bestandteil des Portfolios sein. Im Zusammenspiel verbessern sich damit das mit-
telbare Steueraufkommen und damit auch die Stadtrendite.
3.9.1.1 Maßnahmen: Angemessene Ergebnisse nach Steuern
Zur Erzielung angemessener Ergebnisse nach Steuern sind folgende Maßnahmen vorgesehen:
− aktive Information der Zweckverbandsgeschäftsführungen über anstehende Veränderu n-
gen von Aufwand bzw. Ertrag (DADINA <–> HEAG mobilo, ZAS <–> EAD),
− Prüfung der Ausgründung von Leistungen von Eigenbetrieben in GmbHs,
− Benchmarking von wesentlichen Unternehmen im regionalen und überregionalen Umfeld
durch die HEAG zur Ableitung von Handlungsmöglichkeiten,
− Erarbeitung eines Konzepts zur wirtschaftlichen Beteiligung von Bürgern an Unternehmen
der Stadtwirtschaft auf Basis der guten Erfahrungen der HEAG (z. B. Bürgersolaranlagen)
und der HSE (Sparkassenbriefe),
− Prüfung der Nutzung von alternativen Wege n sowohl zur Finanzierung mit Fremd - als
auch mit Eigenkapital (z. B. Genussrechte, Modelle der Gründung von Vereinen, gGmbH,
Genossenschaften, Stiftungen etc.) zum Betrieb von gemeinnützigen Einrichtungen,
− Prüfung des steuerlichen Querverbundes bezogen auf Körperschafts- und Gewerbesteuer,
− Prüfung des steuerlichen Querverbundes mit der HSE bei bäderbezogenen Vorhaben,
− Prüfung der Übertragung ausgewählter Bäder aus dem Eigenbetrieb Bäder in eine zu
gründende GmbH.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
22
4 Städtische Erwartungen an die Geschäftsfelder und die Unter-
nehmen
Nach der Formulierung der allge meinen geschäftsfeldübergreifenden Ziele werden im folgenden
Kapitel die geschäftsfeld- und unternehmensspezifischen Erwartungen an die Stadtwirtschaft dar-
gestellt (s. Abbildung 1). Diese umfassen die Hauptstoßrichtungen je Geschäftsfeld, die wesentl i-
chen Erwartungen an das Geschäftsfeld, an die Unternehmen in den Geschäftsfeldern und an die
Ergebnisentwicklung der Unternehmen in den Geschäftsfeldern.
Abbildung 16: Zielpyramide
Im Stadtkonzern wird eine Vielzahl von Leistungen erbracht. Diese wirken sich unterschiedlich auf
die Ergebnissituation der Unternehmen bzw. der Geschäftsfelder aus und führen zu unterschiedl i-
chen Ergebniserwartungen an das Geschäftsfeld.
In Abhängigkeit der Aufwandssenkungs - und/oder Ertragssteigerungsp otenziale lassen sich für
die Unternehmen bzw. für die Geschäftsfelder unterschiedliche Handlungsnotwendigkeiten ablei-
ten.
Unter Ergebniserwartung wird die erwartete Profitabilität des jeweiligen Geschäftsfelds versta n-
den (s. Abbildung 2). Ist die Ergebnis erwartung für ein Geschäftsfeld positiv , erfolgt die Eintr a-
gung in die oberen Quadranten (positiv), ist die Ergebniserwartung für ein Geschäftsfeld negativ,
erfolgt die Eintragung in die unteren Quadranten (negativ) der Matrix.
Aus dem aktuell eingeschätzten Potenzial für Verbesserungen im Ergebnis des entsprechenden
Geschäftsfelds durch Aufwandssenkung und/oder Ertragssteigerung wird die Handlungsnotwe n-
digkeit abgeleitet. Je höher das zukünftige Aufwands senkungs- und/oder Ertragssteigerungspo-
tenzial eingeschätzt wird, umso weiter rechts wird das Geschäftsfeld auf der X-Achse positioniert.
Insgesamt lassen sich auf diese Weise vier Ziele formulieren. Weist ein Geschäftsfeld eine hohe
Handlungsnotwendigkeit auf, kann es Aufwandssenkungs- und/oder Ertragssteigerungspotenziale
nutzen, um den Zuschussbedarf zu minimieren (bei negativer Ergebnis erwartung) bzw. sein Er-
gebnis zu verbessern (bei positiver Ergebniserwartung ). Werden weniger Aufwandssenkungs-
und/oder Ertragssteigerungspotenziale gesehen, soll der aktuelle Zuschussbedarf konstant gehal-
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
23
ten werden (bei negativer Ergebnis erwartung) bzw. das aktuelle Ergebnis gesichert werden (bei
positiver Ergebniserwartung).
Folgende Matrix zeigt die Positionierung der Geschäftsfelder des Stadtkonzerns in Bezug auf E r-
gebniserwartung und Handlungsnotwendigkeit (unabhängig von Größe bzw. Umsatz der G e-
schäftsfelder):
Abbildung 17: Strategiematrix zur Ergebniserwartung/Handlungsnotwendigkeit
Die Geschäftsfelder haben, unter Berücksichtigung i hrer Positionierung in der Matrix , folgende
strategische Hauptstoßrichtungen:
Geschäftsfeld Energie & Wasser:
Ziel des HSE-Teilkonzerns ist es, sich zu einem der modernsten Energieversorger und -dienstleister
in Deutschland zu entwickeln. Wichtige Teilschritte auf diesem Weg sind der Ausbau von nachhal-
tiger Eigenerzeugung und Dienstleistungen unter Berücksichtigung von Klima, Umwelt , Effizienz
und Wirtschaftlichkeitsaspekten, der vorrangige Ausbau des regionalen Vertriebs sowie die Au s-
schöpfung von Kostensenkungspotenzialen.
Geschäftsfeld Immobilien:
Die Unternehmen des Geschäftsfelds sollen das Immobilienvermögen werthaltig und kundenor i-
entiert weiterentwickeln. Die Einheiten innerhalb des Geschäftsfeldes sollen in Zukunft noch stä r-
ker kooperieren.
Die bauverein AG soll auch zukünftig ein breit gefächertes Angebot an Wohn- , Gewerbe - und
sonstigen Nutzflächen zu Marktmieten und im Bereich von geförderten Sozialwohnungen prei s-
gebunden anbieten. Das Erschließungs - und Bauträgergeschäft ist gemäß den Marktchancen und
Stadtentwicklungserfordernissen zu begrenzen. Dabei sollen die vielfältigen Aufgaben zur Ent-
wicklung der Konversionsflächen wahrgenommen werden. Mögliche Risiken sind zu minimieren.
Die Aufgaben des Eigenbetriebs Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
sind die Bereitstellung, Unterhaltung und der Betrieb von Gebäuden und Räumen für die städt i-
schen Organisationseinheiten zur Erfüllung von deren Aufgaben. Im Geschäft sfeld Immobilien
sollen die Potentiale aus dem Portfolio- / Flächenmanagement genutzt werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
24
Das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt (WKD) soll sich als der Veranstaltungsort für
wissenschaftliche Kongresse in den Schwerpunktbranchen der Engineering Region Darmstadt
Rhein-Main-Neckar sowie für Großveranstaltungen etablieren.
Geschäftsfeld Mobilität:
Die Unternehmen des Geschäftsfelds Mobilität erbring en Leistungen des ÖPNV für die Wisse n-
schaftsstadt Darmstadt und die Region, gekoppelt an einen klaren Leistungsauftrag und mit
„Best-practice“-Kosten. Zukünftig soll die geschäftsfeldinterne Zusammenarbeit intensiviert wer-
den. Außerdem wird ein Ausbau des ÖPNV -Anteils am Gesamtverkehr angestrebt, um einen we-
sentlichen Beitrag für eine zuverlässige, nachhaltige und klimafreundliche Verkehrserbringung zu
gewährleisten.
Geschäftsfeld Gesundheit & Soziales:
Im Geschäftsfeld Gesundheit & Soziales erbringen die Unternehmen vor allem Krankenhauslei s-
tungen der Maximalversorgung. Daneben umfasst das Geschäftsfeld Leistungen der Altenhilfe und
-pflege, den Betrieb von Werkstätten und Wohneinrichtungen für Menschen mit besonderen B e-
dürfnissen und Leistungen gesundheitlicher Pflichtaufgaben. Für die Krankenhausleistungen ist die
Fortführung der Restrukturierung von Organisation und Prozessen notwendig. Das Angebot von
Leistungen der Altenpflege, der Werkstätten und Wohneinrichtungen und der medizinischen Kran-
kenhausversorgung ist auszubauen.
Geschäftsfeld Kultur & Freizeit:
Die Beteiligungen des Geschäftsfelds sollen ihre Leistungen zu angemessenen Preisen erbringen.
Dabei sind die kulturelle Vielfalt und das Freizeitangebot, insbesondere auch bei der Centralstati-
on, zu erhalten und nach Möglichkeit weiter auszubauen. Der Zuschussbedarf soll sowohl durch
die Optimierung der Auslastung als auch durch die Ausschöpfung weiterer Einnahmemöglichkei-
ten und die Reduzierung von Betriebsaufwendungen minimier t werden. Darüber hinaus sind alle
vertretbaren Möglichkeiten für Spenden und Sponsoring zu nutzen. Die Sanierung der bestehen-
den Bäder ist unter Überprüfung und Beibehaltung der bestehenden Bäderlandschaft voranzutrei-
ben.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Darmstadt Marketing) entwickelt, implemen-
tiert und koordiniert die nationale und internationale Image- und Profilbildung der Wissenschafts-
stadt Darmstadt, organisiert Veranstaltungen und bietet eine breites Tourismusangebot an.
Geschäftsfeld Telekommunikation & IT:
Die HSE Medianet GmbH fokussiert sich auf die Vermarktung der Leitungskapazitäten. Der Ausbau
von Breitbandkapazitäten und deren Betrieb und Vermarktung im regionalen Umfeld soll, in enger
Kooperation mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen, die Positionierung als regional bedeu-
tendes Kommunikationsunternehmen ausbauen.
Die COUNT+CARE GmbH & Co. KG (COUNT+CARE) erbringt abwicklungsorientierte Dienstleistungen,
insbesondere in den Bereichen Zählerdatenermittlung, Energiedatenmanagement, Abrechnung
und Forderungsmanagement sowie Dienstleistungen im Bereich der Datenverarbeitung. Sie soll
der IT-Dienstleister für die Unternehmen der Stadtwirtschaft bleiben.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
25
Geschäftsfeld Entsorgung & Abwasser:
Es sollen zukünftig die Entsorgungs -, Abwasser- und weiteren Leistungen zu angemessenen Ko n-
ditionen und mit modernen Methoden erbracht werden. Haup tziele sind die Müllvermeidung und
die Erhöhung der Recyclingquote. Die Möglichkeiten strategischen Wachstums sind zu nutzen.
Geschäftsfeld Beteiligungsmanagement:
Die HEAG Holding AG – Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) ist
aktives Beteiligungsmanagement, Dienstleister sowie verlässlicher Partner und Berater der Wis-
senschaftsstadt Darmstadt und ihrer Beteiligungen. Durch das Angebot einer zentralen Versiche-
rungsservicegesellschaft und weiterer „Shared Services“ wird die HEAG di e Zusammenarbeit in
der Stadtwirtschaft weiter verbessern. E in effektives Beteiligungsmanagement stärkt die Eigen-
tümerfunktion der Wissenschaftsstadt Darmstadt und vergrößert die Information und Transparenz
über die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungen. Basis ist eine vertrauensvolle Kommunika-
tion mit den Verantwortlichen der Stadtwirtschaft . Die HEAG soll sich als die interne strategische
Unternehmensberatung der Stadtwirtschaft positionieren und die Umsetzung der Stadtwirtschafts-
strategie vorantreiben sowie die kommunalen Unternehmen bei der Umsetzung der im Klim a-
schutzkonzept genannten unternehmerischen Maßnahmen unterstützen. Die HEAG soll junge U n-
ternehmer in ihrer Gründungsphase beraten und auf diese Weise die Gründungsregion Rhein-
Main-Neckar stärken.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
26
4.1 Geschäftsfeld Energie & Wasser
Schwerpunkt
Das Geschäftsfeld Energie & Wasser wird durch die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) und ihre
Töchter repräsentiert.
Erwartungen an das Geschäftsfeld Energie & Wasser
Die Unternehmen des Geschäftsfelds leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölk e-
rung mit Strom, Gas, Wärme und Wasser. Zur Sicherung der Netzinfrastruktur sollen angemessene
Investitionen in den Werterhalt dieser vorgenommen werden.
Die größten Chancen für die Unternehmen des Geschäftsfelds werden im weiteren Ausbau der
erneuerbaren Energien, in der Energieeffizienz, in der Erschließung von Fernwärmepotenzialen
sowie im Dienstleistungssektor rund um die intelligenten Energienetze der Zukunft gesehen,
weshalb der Fokus der Geschäftstätigkeit auf deren Intensivierung gelegt werden sollte.
Die Unternehmen des Geschäftsfelds ermöglichen ihren Kunden eine moderne und klimascho-
nende Form der Energieversorgung.
Innerhalb der Energiewirtschaft sollen die Leistungen der Unt ernehmen des Geschäftsfelds als
Innovationstreiber in Sachen Ressourcenschonung und Energieeffizienz gesehen werden.
Die Unternehmen sollen effizienter wirtschaften und neues Wachstum generieren. Dazu sollen
bestehende Ertragsquellen gesichert und neue im prosperierenden Wirtschaftsraum Rhein -Main-
Neckar und darüber hinaus erschlossen werden. Neben dem lukrativen Engagement in erneuerba-
re Energien soll der Fokus auf dem vielversprechenden Feld der energienahen Dienstleistungen
liegen.
Der Bau und Betrieb von Versorgungsnetzen und dezentralen Erzeugungsanlagen für Industrie und
andere Energieversorger, innovative Contracting-Lösungen, energetische Erschließung und Revita-
lisierung von Quartieren und Konversionsflächen, Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaf ten
und Handwerkskammern zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden sowie Aufbau von
Energiemanagementplattformen für Industrie und Gewerbe treiben die Unternehmen in diesem
Zusammenhang weiter voran.
Die Geschäftstätigkeit der Unternehmen des Geschäftsf elds haben erhebliche positive volkswir t-
schaftliche Effekte. Investitionen, Steuern, Abgaben sowie Löhne und Gehälter sorgen sowohl
regional als auch bundesweit für eine Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen.
Soweit möglich, sollen weiterhin regional e Anbieter als Vorlieferanten beauftragt werden. Die
Region profitiert dabei von der Auftragsvergabe an lokale und regionale Zulieferer. Dies gilt für
große Industrieunternehmen genauso wie für kleine Handwerksbetriebe.
Die hohe Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit sollen beibehalten werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
27
4.1.1 Erwartungen an die HEAG Südhessische Energie AG (HSE)
Mit ihrem umfassenden Know -how positioniert sich die HSE als Energieunternehmen und Diens t-
leister rund um alle Themen einer nachhaltigen Versorgung – vor allem in der Region.
Für die HSE stehen der Umweltschutz und der Nachhaltigkeitsgedanke schon lange im Vorder-
grund ihrer Arbeit. Seit 2008 beziehen die Kunden atomstromfreie Energie, inzwischen beruhen
80 % der Eigenerzeugung auf erneuerbaren Energien, den Rest steuern höchst effiziente klim a-
schonende Gaskraftwerke bei. Dieser Weg soll konsequent weiter gegangen werden, wozu auch
die Vorwärtsstrategie dient. Denn mit deren Umsetzung soll die Zukunftsfähigkeit der HSE in ök o-
nomischer wie ökologischer Hinsic ht gesichert werden. Die HSE soll das nachhaltigste Energieu n-
ternehmen in Deutschland werden. Dass sich die HSE auf dem richtigen Weg befindet, beweist
nicht zuletzt die Auszeichnung mit dem renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die
Unternehmensstrategie der HSE.
Als eines der nachhaltigsten deutschen Energieunternehmen gestaltet die HSE die Energiewende
aktiv mit. Sie soll die Herausforderungen des Marktes annehmen und die daraus erwachsenden
Chancen für sich und die gesamte Region Rhein-Main-Neckar unternehmerisch nutzen. Ihren Kun-
den soll sie ökologisch hochwertige und gleichzeitig preiswerte Produkte und Dienstleistungen für
ein atomstromfreies und klimafreundliches Leben und Arbeiten bieten. Ziel für die HSE ist eine
konstante Entwicklung der Kundenbasis.
Als kommunal verankertes Unternehmen soll die HSE Verantwortung für die Region und die Men-
schen, die hier leben, übernehmen. Mit einer innovativen und nachhaltigen Energieversorgung
soll die HSE einen dauerhaften Beitrag für eine zukunftsfähige Lebenswelt leisten.
Ergebniserwartung
Der Bilanzgewinn soll in den nächsten Jahren wieder anwachsen und mindestens auf dem Niveau
von 20 Mio. EUR gehalten werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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4.2 Geschäftsfeld Immobilien
Schwerpunkt
Die bauverein AG und ihre Töchter, der Eigenbet rieb Immobilienmanagement der Wissenschaft s-
stadt Darmstadt (IDA), das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) sowie die Grundstücksentwic k-
lungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (GVD) sind prägend für das Geschäftsfeld Immobilien.
Hinzu kommen noch Gesellschaften, welche Flächen für Kultur - und Freizeitveranstaltungen b e-
reitstellen. Dies sind das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt (WKD), der Eigenbetrieb
Bürgerhäuser und Märkte d er Wissenschaftsstadt Darmstadt (Bürgerhäuser und Versammlung s-
stätten) und die Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG (DSG).
Erwartungen an das Geschäftsfeld Immobilien
Wohnraum ist in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein knappes Gut und muss möglichst preiswert
bereitgestellt werden. Die bauverein AG soll dies primär leisten. Darüber hinaus sollen die and e-
ren Unternehmen des Geschäftsfelds gemeinsam mit der bauverein AG Veranstaltungs - und Ge-
werbeflächen bereitstellen, wo diese zur Ergänzung der Wohnquartiere dienen.
Die Unternehmen im Geschäftsfeld leisten wichtige Beiträge üb er rein monetäre Gesichtspunkte
hinaus, d. h. sie stellen allen Schichten der Bevölkerung Wohnraum zur Verfügung. Das Geschäfts-
feld Immobilien soll daher von einer Rendite -Mietpreis-Steuerung hin zu einer Public -Value-
Steuerung (im Sinne einer Stadtrendite) weiterentwickelt werden.
Die in den Unternehmen vorgehaltenen Immobilienportfolios stellen einen erheblichen Wert dar.
Dieser soll durch ein nachhaltiges Portfoliomanagement optimal genutzt werden.
Durch den Verkauf des größten Teils der Wohnungen des Eigenbetriebs IDA an die bauverein AG
wird die Wohnungsverwaltung weiter konzentriert werden. Dies beinhaltet insbesondere:
− die Übertragung der Verwaltung der verbliebenen IDA-Wohnungen an die bauverein AG,
− die Übertragung der Verwaltung bzw. der Verkauf der Wohnungen des Eigenbetriebs B ä-
der an die bauverein AG,
− die Übertragung der Verwaltung bzw. der Verkauf der Wohnungen des Klinikums Dar m-
stadt an die bauverein AG.
Der Betrieb vo n Parkhäusern und Parkierungsanl agen soll für eine optimale Bewirtschaftung im
Sinne der Wissenschaftsstadt Darmstadt in einem Unternehmen gebündelt werden. Dies beinhal-
tet auch die Integration von Carsharing -Konzepten. Diese Konzepte können in Abstimmung mit
der Stadt zu einer möglichen Reduktion der erforderlichen Stellplätze bei Neubauprojekten fü h-
ren.
Zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts der Wissenschaftsstadt Darmstadt sollen entsprechende
Ziele entwickelt werden. Dabei soll von allen Einheiten der Stadtwirtschaft die Kompetenz des
IWU genutzt werden.
Die nachhaltige Entwicklung der Konversionsflächen ist von besonderer Bedeutung. Städtebaul i-
che Ziele sowie die Möglichkeiten des wirtschaftlichen Erfolgs müssen ausgewogen berücksichtigt
werden. Es soll ein ausgewogenes Verhältnis zwisc hen den Ansprüchen aus städtebaulicher Sicht
einerseits und wirtschaftlichen Interessen andererseits geschaffen werden. Nur so kann die Schaf-
fung von bezahlbarem Wohnraum sichergestellt werden.
Die GVD soll zukünftig ihr vielfältiges Projekt-Know-how einbringen und wirtschaftlich erfolgreiche
Projekte für die Wissenschaftsstadt Darmstadt realisieren. Generell soll die GVD mit allen Unte r-
nehmen in dem Geschäftsfeld eng zusammenarbeiten.
Die DSG ist für die Modernisierung des Merck-Stadions am Böllenfalltor und eine moderne Stadio-
ninfrastruktur verantwortlich. Zur Vermarktung von Veranstaltungsflächen innerhalb des Stadions
sollen mögliche Synergien mit den Unternehmen der Stadtwirtschaft und das Know-how des WKD
genutzt werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
29
Neben dem Betrieb des Stadions soll geprüft werden, in wie weit weitere Sportstätten von der
Gesellschaft betrieben werden können. Dabei ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Nutzer
einzubeziehen.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
30
4.2.1 Erwartungen an die bauverein AG
Die Bereitstellung und Bewirtschaftung von bez ahlbarem Wohnraum ist die primäre Anforderung
der Wissenschaftsstadt Darmstadt an die bauverein AG. Die bauverein AG soll sich im Rahmen
dieser Anforderung als Projektentwickler von Neubau -, Konversions - oder Entwicklungsflächen
aufstellen. Hierbei stehen die Unterstützung kommunaler Entwicklungsprozesse, die kommunale
Grundversorgung und die Kombination von Wohn- und Gewerbenutzung im Vordergrund.
Die bauverein AG soll ihre bedeutende Funktion als Wohnungsunternehmen im Großraum Dar m-
stadt ausbauen. Hierzu ist das Immobilienportfolio hinsichtlich der Bestandspflege und des Ver -
und Zukaufs von Objekten dynamisch zu entwickeln. Die bauverein AG soll sich dabei als ein m o-
derner Immobiliendienstleister präsentieren.
Der Verkauf von Wohnungen als Teil des Portfoliomanagements soll im Rahmen der Mieterprivati-
sierung in angemessenem Umfang weiter fortgeführt werden. Dies ermöglicht den Bewohnern,
Eigentum zu erwerben. Die Erweiterung des Immobilienportfolios um neue Liegenschaften soll
vorangetrieben werden. Das B auträgergeschäft soll weiterhin durchgeführt werden, um Eigenk a-
pital zur Bereitstellungen preiswerten Wohnraums zu generieren. Die Zielrenditen aus diesen Pr o-
jekten sollen in einem angemessenen Verhältnis zum Projektrisiko stehen.
Leistungen wie die Vermietung von Sonderwohnformen, Wohnungseigentumsverwaltung für Drit-
te und weitere Leistungen, die im Zusammenhang mit Wohnen und Immobilen stehen, runden
das Spektrum der bauverein AG ab und sollen ausgebaut werden.
Die bauverein AG nimmt einerseits die klassische Rolle des Wohnungsunternehmens für breite
Schichten der Bevölkerung ein. Andererseits schafft sie in geringem Umfang Angebote für den
gehobenen Wohnungsbedarf. Sowohl die Wohnungsgrundversorgung zu angemessenen Preisen,
wie auch die ergänzenden Angebo te sollen zukunftsfähig und nachhaltig an den Kundeninteres-
sen ausgerichtet werden. Die mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt vereinbarte Kooperation zur
Schaffung neuer Sozialwohnungen soll weiter fortgeführt werden.
Die bauverein AG ist in vielfältigen Pr ojekten und Kooperationen (z. B. Wissenschaftsstadt Dar m-
stadt, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, TU Darmstadt, andere Unternehmen der Stadtwir t-
schaft, Neue Wohnraumhilfe) nachhaltig engagiert und wird dies auch in Zukunft fortführen.
Ergebniserwartung
Um die Anforderungen erfüllen zu können, ist eine dauerhafte angemessene Ergebnisentwicklung
anzustreben. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt geht davon aus, dass nachhaltig mindestens eine
jährliche Rendite von 4 % auf das Eigenkapital erwirtschaftet wird.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
31
4.2.2 Erwartungen an den Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (IDA)
Der Eigenbetrieb IDA ist die zentrale Einheit zur Bewirtschaftung der kommunalen Immobilien und
Liegenschaften. Dies sind insbesondere Gebäude von Schulen, sozialen Einrichtungen, Kultur - und
Sporteinrichtungen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Verwaltungseinheiten, Feuerwehren sowie
Grundstücke. Diese Gebäude prägen das Stadtbild und sollen sachgerecht bewirtschaftet werden.
Der Eigenbetrieb soll die Bauherren- oder Projektsteuerungsfunktionen für alle städtischen Hoc h-
bauinvestitionen sowie für die Eigenbetriebe, sofern diese es wünschen, wahrnehmen. Dazu ge-
hören z. B. alle Aufgaben des Neubaus , der Planung, Vergabe und Ausführung von Sanierungs -,
Erweiterungs-, Modernisierungs- oder Abrissmaßnahmen bis hin zur Flächenrekultivierung . Das
Grundstücksflächenmanagement soll in Abstimmung mit den städtischen Ämtern weiterentw i-
ckelt werden. Dabei sollen auch die Möglichkeiten zur Hebung von Potenzialen durch die Aus-
gründung von (Teil-)Leistungen in eine GmbH unter Führung der HEAG im Bereich Projektentwick-
lung geprüft werden. Weitere Kooperationsmöglichkeiten sind zu prüfen.
IDA ist der Dienstleister für die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Dabei sollen Servicegedanken, Qua-
lität und Sicherheit stets im Vordergrund stehen. Der Eigenbetrieb führt unternehmerisch orien-
tierte Entscheidungen durch. Dadurch sollen die Arbeitsabläufe beschleunigt werden.
Zur Weiterentwicklung des Eigenbetriebs soll ein Leitbild entwickelt werden, welches Aussagen
zu:
− Kundenerwartungen,
− Beschäftigteninteressen,
− finanziellen Rahmenbedingungen,
− Umweltbedingungen und
− Umsetzung
beinhaltet.
Das Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt folgt der Maßgabe, die Versor-
gung der städtischen Organisationseinheiten mit Gebäuden und zugehörigen Leistungen entspr e-
chend des jeweiligen Bedarfs der Nutzer, kundenorientiert unter Anrechnung der jeweiligen Vol l-
kosten durchzuführen. Hiermit wird das Ziel verfolgt, Kostentransparenz bei der Flächenbereitstel-
lung und -bewirtschaftung zu schaffen und den für die Erledigung städtischer Aufgaben notwe n-
digen Immobilienbestand wirtschaftlich zu optimieren, wertsichernd zu entwickeln, die Betrieb s-
kosten zu minimieren und Synergien zu heben. Hierzu gehört insbesondere die Weiterentwicklung
des Mieter -Vermieter-Modells. Mit dem Mieter -Vermieter-Modell hat der Ei genbetrieb IDA die
Eigentümerrechte für die städtischen Immobilien übernommen. Das bedeutet, IDA hat die volle
Verantwortung für die
− Bereitstellung,
− Substanzerhaltung,
− Instandhaltung,
− Bewirtschaftung,
− Kostenerfassung,
− Verkehrssicherungspflicht und die
− Einhaltung des Wirtschaftsplans.
Vorteilhaft bei dem Mieter -Vermieter-Modell ist, dass alle flächenbezogenen Anforderungen d i-
rekt zwischen dem Eigenbetrieb und den Nutzerämtern wie in einem realen Mieter -Vermieter-
Verhältnis geregelt werden können. Dadurch wer den die Nutzer von fachfremden Tätigkeiten
(Gebäudereinigung, Hausmeisterdienste etc.) entlastet und können sich auf ihre spezifischen T ä-
tigkeiten konzentrieren.
Im Sinne der Nachhaltigkeit soll das Energiemanagement durch IDA weiterentwickelt werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
32
Ergebniserwartung
Durch die Weiterentwicklung des Mieter -Vermieter-Modells wird ein positives Jahresergebnis a n-
gestrebt. Zuschüsse der Wissenschaftsstadt Darmstadt sollen nicht erforderlich werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
33
4.2.3 Erwartungen an das Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWU)
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erwartet vom IWU einen Betrag zur Positionierung von Dar m-
stadt als Wissenschaftsstadt.
Die Gesellschaft soll durch wissenschaftliche Forschungen und Beratung in interdisziplinärer Z u-
sammenarbeit die gegenwärtigen und zukü nftigen Formen des Wohnens untersuchen sowie For-
schungsergebnisse und Reformvorschläge für Politik, Bürger und Wirtschaft unterbreiten . Die For-
schungsergebnisse sollen einer Vielzahl von Menschen über Publikationen zugänglich gemacht
werden. Hierzu sollen der Wissenstransfer und die Öffentlichkeitsarbeit zielgruppengerecht weiter
ausgebaut werden.
Die Ergebnisse sollen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensverhältnisse förderungswür-
diger und benachteiligter Menschen führen . Außerdem soll die effiziente, sozialverträgliche Nu t-
zung von Energie und Umwelt sowie deren Auswirkungen erforscht werden.
Das IWU soll weiterhin Wegbereiter für Innovationen in seinen Forschungsfeldern sein und das
Profil durch herausragende Arbeiten stärken. Das Forschungsprogramm wird in enger Zusammen-
arbeit mit den Gesellschaftern, Auftraggebern, Unternehmern und Bürgern entwickelt. Zur Ergä n-
zung der Kernkompetenzen und zur Bearbeitung von komplexen Forschungsaufgaben werden
gezielt Kooperationen mit Forschungspartnern eingegangen. Insbesondere die Kooperationen mit
der der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt sollen weiter ausgebaut und gefördert wer-
den.
Ergebniserwartung
Der Zuschussbedarf für das IWU durch das Land Hessen und die Wissenschaftsstadt Darmstadt soll
in den nächsten Jahren konstant bleiben. Drittmittel sollen verstärkt eingeworben werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
34
4.2.4 Erwartungen an das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt GmbH
& Co. KG (WKD)
Darmstadt ist durch die Ansiedlung von Universitäten, Wissenschafts- und Forschungseinrichtun-
gen sowie Industrie schon seit vielen Jahrzehnten der Wissenschaft verbunden und führt seit 1997
auch den offiziellen Namenszusatz Wissenschaftsstadt. Mit dem WKD ist ein Veranstaltungshaus
errichtet worden, das vor allem den innovativen Kr äften aus Wissenschaft und Wirtschaft als
Treffpunkt und Ort des Austauschs dient.
Als eines der modernsten Kongresszentren in Deutschland bietet es Veranstaltungsflächen für
Kongresse, Messen, Seminare und kulturelle Veranstaltungen. Die Auslastungsquote soll mindes-
tens dem heutigen Niveau entsprechen.
Auf einer Gesamtfläche von 18.000 m² ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die vielfältigen
Räume für Veranstaltungen zu kombinieren und zu konfigurieren. Denn Multifunktionalität ist eine
der großen Stärke n des WKD. Die Räumlichkeiten werden national und international angeboten
und damit die Wissenschaftsstadt Darmstadt gestärkt. Das WKD soll die Technologieführerschaft
im Angebot von Veranstaltungstechnik anstreben.
Mit der Nutzung von 100 % Ökostrom aus Wasserkraft vermeidet das Kongresszentrum jährlich
rund 1.500 Tonnen CO
2 und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das vorhande-
ne Nachhaltigkeitskonzept des WKD, bestehend aus dem vielschichtigen Zusammenspiel architek-
tonischer und technis cher Maßnahmen, soll weiter konsequent umgesetzt werden. Dieses Ko n-
zept berücksichtigt regenerative Energieträger wie Fotovoltaik, Erdwärme und Biomasse sowie
die Nutzung von Regenwasser und Wärmerückgewinnung.
Das WKD soll den Abbau von Doppelstrukturen, beispielsweise bei der Vermietung von Veranstal-
tungsflächen, unterstützen.
Ergebniserwartung
Der Zuschussbedarf für das WKD soll sich in den nächsten Jahren rückläufig entwickeln.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
35
4.2.5 Erwartungen an den Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (Bürgerhäuser & Versammlungsstätten)
Der Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte verwaltet die Bürgerhäuser und Versammlungsstätten
der Wissenschaftsstadt Darmstadt und vermietet diese für Tagungen, Konferenzen, Konzerte, Aus-
stellungen, Sport und kulturelle Veranstaltungen.
Mit der Vermietung von Bürgerhäusern und Versammlungsstätten, wie der Orangerie, dem Justus-
Liebig-Haus, dem Ernst-Ludwig-Saal in Eberstadt, dem Bürgermeister-Pohl-Haus in Wixhausen und
dem Bürgerzentrum Zum Goldenen Lö wen in Arheilgen stellt der Eigenbetrieb Bürgerhäuser und
Märkte den Darmstädter Bürgern ein breites und stadtteilübergreifendes Angebot zur Veransta l-
tung privater Feiern zur Verfügung. Darüber hinaus stellen die Bürgerhäuser und Versammlung s-
stätten auch eine preisgünstige Alternative für schulische Veranstaltungen, Vereinsveranstaltu n-
gen usw. dar. Sie sind damit wichtiger Bestandteil für den kulturellen Austausch und die kulturelle
Vielfalt in Darmstadt. Auch für kommerzielle Veranstaltungen können die Bür gerhäuser und Ver-
sammlungsstätten genutzt werden.
Zur Erhaltung der kulturellen Vielfalt sollen die Bürgerhäuser und Versammlungsstätten weiterhin
zu angemessen Preisen angeboten werden. Eine Erweiterung des Technikangebots sollte unter
Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Darüber hinaus sollen weitere Möglichkei-
ten für Spenden und Sponsoring genutzt werden.
Die Einführung einer Veranstaltungsmanagement-Plattform zur Vermietung der Bürgerhäuser und
Versammlungsstätten der Wissenschaftsst adt Darmstadt sowie die Verbesserung des Öffentlic h-
keitsauftritts soll en geprüft werden. Dabei muss die Stadtteil - und Gemeinwesensorientierung
erhalten bleiben.
Neben der Vermietung ist die Bestandserhaltung der Bürgerhäuser und Versammlungsstätten in
Zusammenarbeit mit IDA eine wesentliche Aufgabe des Eigenbetriebs.
Ergebniserwartung
Der Zuschussbedarf des Eigenbetriebs Bürgerhäuser und Märkte der Wissenschaftsstadt Darmstadt
soll sich in den nächsten Jahren rückläufig entwickeln.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
36
4.3 Geschäftsfeld Mobilität
Schwerpunkt
Das Geschäftsfeld Mobilität wird schwerpunktmäßig durch den integrierten Mobilitätsdienstleister
HEAG mobilo GmbH (HEAG mobilo) mit seinen Tochterunternehmen sowie durch die lokale Na h-
verkehrsorganisation Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA) repräsentiert. Hin-
zu kommen Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt am Rhein -Main-Verkehrsverbund
(RMV) und an der IVM GmbH (Integriertes Verkehrs - und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt
Rhein-Main GmbH).
Erwartungen an das Geschäftsfeld Mobilität
Die Unternehmen des Geschäftsfelds leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge durch
die Bereitstellung einer angemessenen ÖPNV-Infrastruktur.
Der Ausbau des ÖPNV-Anteils am Gesamtverkehr wird angestrebt, um weiterhin einen wesentli-
chen Beitrag für einen nachhaltigen und klimafreundlichen Verkehr zu gewährleisten . Der Fahr-
gast soll die ÖPNV -Infrastruktur gerne und intensiv nutzen. Generell wird ein verlässlicher ÖPNV
angestrebt, welcher durch Pünktlichkeit überzeugt. Dabei sollen durch schnelle Verbindungen
Alternativen zum Individualverkehr geschaffen werden. Denn ein leistungsstarker ÖPNV sichert
auch die kommunalen Arbeitsplätze in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Unternehmen des
Geschäftsfelds sollen in einem gemeinsamen Projekt prüfen, wie die wirtschaftliche Lage des
ÖPNV aus Sicht der Wissenschaftsstadt Darmstadt verbessert werden kann.
Die Verkehrsträgerleistungen Straßenbahn und Bus sind gemäß Nahverkehrsplan und dessen
Fortentwicklung durch die HEAG mobilo bz w. deren Tochterunternehmen zu erbringen. Genauere
vertragliche Vereinbarungen zwischen d en Aufgabenträgern und der HEAG mobilo zur Leistung s-
erbringung im Straßenbahnbereich sind anzustreben. Zur Entscheidungsunterstützung und Erhö-
hung der Transparenz sollen Nahverkehrspläne künftig finanziell quantifiziert sein.
Für das Geschäftsfeld soll ein regionales Mobilitäts - und Verkehrskonzept erstellt werden. Die
Einführung eines kommunalen Mobilitätsmanagements in dem Geschäftsfeld wird angestrebt.
Es sollen Fördermittel für die Wissenschaftsstadt Darmstadt, z. B. von Land, Bund und EU für den
Ausbau des ÖPNV genutzt werden.
Zur Stärkung des ÖPNV wird die Erhöhung der Zuscheidung der Fahrgeldeinnahmen aus dem RMV-
Einnahmeaufteilungsverfahren angestrebt.
Mittelfristig ist die Erweiterung der Stra ßenbahn in die Region zu prüfen bzw. die Schaffung der
Voraussetzungen für ein solches Vorhaben.
Es wird eine klare Schnittstellenabgrenzung zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
HEAG mobilo und DADINA angestrebt. Es ist zu prüfen, ob durch eine einheitliche Zuordnung der
Aufgabenträgerfunktion (auch für die Stadtverkehre) Synergieeffekte erzielt und Doppelstrukturen
vermieden bzw. –soweit möglich– abgebaut werden können. Mögliche Einsparungen durch Auflö-
sung von Dissynergien bei z. B. Gelegenheitsverkehren oder Schulbusverkehren sind zu realisi e-
ren.
Neben der Weiterentwicklung des ÖPNV soll die Intermodalität weiter gestärkt werden. Hierzu
zählen Angebote für Carsharing, Verleihsysteme für Fahrräder bzw. Elektrofa hrräder, Elektroautos
und Ladesysteme. Eine enge Zusammenarbeit mit Taxiunternehmen wird angestrebt.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
37
4.3.1 Erwartungen an die HEAG mobilo GmbH (HEAG mobilo)
Die HEAG mobilo ist der integrierte Mobilitätsdienstleister für die Wissenschaftsstadt Darmstadt
und die Region. Der Kunde profitiert von den angebotenen Produkten Infrastruktur, Nahverkehr
Straßenbahn, Nahverkehr Bus, Reisebusverkehr, Verkehrsmanagement, Vertrieb von Tickets sowie
Werkstattleistungen.
Die Leistungserstellung erfolgt in einer guten Qualität und zu den Kosten eines gut geführten U n-
ternehmens.
Als integrierter Mobilitätsdienstleister sind die Verkehrsleistungen Straßenbahn und Bus gemäß
Nahverkehrsplan durch die HEAG mobilo zu erbringen. Der Betrauungsvertrag zur Leistungserbrin-
gung im Straßen bahnbereich ist von der HEAG mobilo umzusetzen . Die in der Zuständigkeit der
Aufgabenträger liegenden Verkehrsleistungen der HEAG mobiBus GmbH & Co. KG (HEAG mobibus)
sind gemäß dem abgeschlossenen Verkehrsvertrag zu erbringen.
Die Voraussetzungen für die Beibehaltung der Straßenbahnkonzessionen im Jahr 2022 sollen g e-
schaffen werden.
Die HEAG mobilo soll ihren Kunden, den über 40 Mio. Fahrgästen pro Jahr, jeden Tag aufs Neue
zeigen, wie wichtig ihr die Kunden sind. Deshalb soll kontinuierlich die Kundenzufr iedenheit ver-
bessert werden.
Mögliche Kooperationen zur Ergebnisverbesserung sollen geprüft werden.
Ergebniserwartung
Der Zuschussbedarf soll sich in den nächsten Jahren konstant entwickeln. Im Bereich des Busb e-
triebs wird der Zuschussbedarf durch den abgeschlossenen Verkehrsvertrag reduziert.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
38
4.3.2 Erwartungen an die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation
(DADINA)
Die DADINA als gemeinsamer Zweckverband der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkrei-
ses Darmstadt-Dieburg ist seit Jahren ein gutes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit
(ÖPNV) auf regionaler Ebene.
Die DADINA ist die Schnittstelle für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Landkreis Dar m-
stadt-Dieburg zum Rhein- Main-Verkehrsverbund (RMV) . In dieser Funktion stimmt sie auch die
Einnahmeaufteilung mit dem RMV ab und leitet die Einnahmen an die Verkehrsunternehmen wei-
ter. In der Zukunft soll die Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt gegenüber dem RMV
deutlich gestärkt werden.
Die weiteren Produkte der DADINA sind die Erstellung des Nahverkehrsplans, die Messung der
Nahverkehrsqualität, Marketing und Vertrieb, das Mobilitätsmanagement sowie das Management
und die Vergabe von Verkehrsleistungen.
Die DADINA soll sich als Dienstleister für die Fahrgäste positionieren. Sie soll weiterhin im Auftrag
der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises einen ebenso attraktiven wie wirtschaf t-
lich sinnvollen öffentlichen Nahverkehr gestalten.
Die DADINA koordiniert die Weiterent wicklung des Nahverkehrsplans. Ziel ist ein integriertes und
abgestimmtes Gesamtsystem von lokalen und regionalen Bahn- , Straßenbahn- und Buslinien so-
wie ergänzenden Bedarfs- und Schulbusverkehren.
Mögliche Kostensenkungspotenziale sollen kontinuierlich üb erprüft und genutzt werden. Dabei
soll auch regelmäßig eine Erweiterung um zusätzliche Landkreise als Mitglieder im Zweckverband
überprüft und bewertet werden.
Ergebniserwartung
Die Umlage an die DADINA beinhaltet die Kosten für die Verwaltung der DADINA und die beau f-
tragten Leistungen der DADINA. In Abhängigkeit der zukünftigen Leistung wird mit einer Erhöhung
der Umlage an die Mitglieder des Zweckverbands gerechnet.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
39
4.4 Geschäftsfeld Gesundheit & Soziales
Schwerpunkt
Die Leistungen des Geschäftsfelds Ges undheit & Soziales werden schwerpunktmäßig von der Kli-
nikum Darmstadt GmbH und ihren Beteiligungen, dem Eigenbetrieb Werkstätten und Wohnei n-
richtungen sowie dem Zweckverband Gesundheitsamt erbracht.
Erwartungen an das Geschäftsfeld Gesundheit & Soziales
Lokal und regional sind verlässliche und innovative Gesundheitsdienstleistungen unverzichtbarer
Bestandteil einer modernen Daseinsvorsorge.
Neben der öffentlichen Gesundheitsversorgung entsteht rund um Ernährung, Körper, Sport und
Lebensqualität ein neuer zweiter Gesundheitsmarkt. D urch ein steigendes Gesundheitsbewuss t-
sein, den medizinischen Fortschritt und neue Gesundheitsservices werden eine Individualisierung
der Medizin und eine Digitalisierung der Gesundheitsversorgung entstehen.
Für die künftige Ausgestaltung des Gesundheitssektors ist es wichtig, die Einstellungen und Wer t-
haltungen der Bürger bezüglich Gesundheit, medizinischer Versorgung und Inanspruchnahme von
Gesundheitsleistungen sowie ihre Erwartungen an das Gesundheitssystem unter Berücksicht igung
ihrer Ressourcen zu kennen und zu verstehen.
Die Unternehmen im Geschäftsfeld Gesundheit & Soziales sollen ihren Beitrag dazu leisten, dass
in einer älter werdenden Gesellschaft allen Bürgern die Möglichkeit eröffnet wird, ihre körperliche
und geistige Fitness zu erhalten und/oder zu verbessern. Dabei sind die Unternehmen aufgefor-
dert, Produkte und Dienstleistungen für ein individuelles Gesundheitsmanagement anzu bieten,
welche die Bedürfnisse der Bürger befriedigen.
Darüber hinaus sollen , neben der klassischen Schulmedizin und der Basisversorgung (schwer -)
kranker Menschen, komplementäre Behandlungsformen angeboten werden.
Die Unternehmen des Geschäftsfelds sollen Angebote entwickeln und erbringen, die sich zur B e-
handlung der modernen Zivilisationskrankheiten eignen.
Zur Imageverbesserung und Kundenbindung der Unternehmen sollte eine digitale Gesundheit s-
plattform geschaffen werden, die den Bürger n eine Übersicht über die Gesundheitsdienstleistu n-
gen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und ihrer Unternehmen gibt. Diesbezüglich sollen verstärkt
intelligente und moderne Kommunikationstechnologien genutzt werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
40
4.4.1 Erwartungen an die Klinikum Darmstadt GmbH
Die Klinikum Darmstadt GmbH (nachfolgend: Klinikum) ist das Krankenhaus der Maximalverso r-
gung in Südhessen.
Geschäftsführung und Führungskräfte des Klinikums sollen gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern einheitliche Ziele für das Gesamtunternehmen verfolgen.
Oberste Priorität ist hierbei die umfassende Versorgung der Patienten auf hohem medizinischem
Niveau. Das Klinikum soll daran arbeiten, medizinische Qualität und Ökonomie in Einklang zu
bringen, denn dies ist die Voraussetzung für das Verbleiben in kommunaler Trägerschaft.
Der Patient steht im Zentrum des Handelns. Seine Sicherheit, s ein Wohl und seine Zufriedenheit
sollen die höchsten Ziele des Klinikums sein. Eine dem Menschen zugewandte, respektvolle
Grundhaltung soll zum Selbstverständnis des Klinikums gehören. Die individuellen Bedürfnisse
und Wünsche der Patienten sollen berücksi chtigt werden. Der Patient soll aktiv in den Behand-
lungsprozess eingebunden werden.
Durch die enge Zusammenarbeit der 20 Fachkliniken und Institute, hervorragend qualifizierte Mi t-
arbeiter und neueste medizinische Technik sollen Diagnostik, Therapie und Hyg iene auf hohem
Niveau garantiert werden. Das Klinikum soll Wert legen auf eine hohe fachliche und menschliche
Qualifikation sowie auf eine ausgeprägte Leistungsbereitschaft als Grundlage für die Qualität der
Arbeit. Die Mitarbeiter sollen berufsgruppenübergreifend und interdisziplinär tätig sein.
Auch vor und nach dem stationären Aufenthalt sollen den Patienten/Kunden zahlreiche Ber a-
tungs- und Schulungsangebote zur Verfügung stehen.
Das Klinikum soll sich als Dienstleister verstehen und wissen, dass die Zu friedenheit der Kunden
heute und in Zukunft der entscheidende Erfolgsfaktor ist.
Besondere Bedeutung für das Klinikum soll die kollegiale und partnerschaftliche Zusammenarbeit
mit Ärzten im niedergelassenen Bereich und mit anderen Partnern im Gesundheitswesen haben.
Diese Vernetzung soll die optimale Behandlung der Patienten gewährleisten.
Auch in der Zusammenarbeit mit externen Partnern sollen Vertrauen und eine offene Kommuni-
kation eine wichtige Rolle spielen.
Das Klinikum soll verantwortlich mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen und
nachhaltig wirtschaftlich handeln, um so die Zukunftsfähigkeit des Klinikums zu sichern. Qualität,
Ökonomie und Ökologie sollen nicht als Gegensätze, sondern als miteinander zu vereinbarende
Herausforderungen verstanden werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
41
Ergebniserwartung
Das Klinikum soll sich in den nächsten Jahren entsprechend der Annahmen im Businessplan ent-
wickeln. Ein ausgeglichenes Ergebnis wird im Jahr 2017 erwartet. In der Folge wird ein Jahres-
überschuss im niedrigen einstelligen Millionenbereich erwartet.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
42
4.4.2 Erwartungen an den Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohnein-
richtungen
Der Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen wurde im Jahr 1968 gegrü n-
det. Er unterstützt und fördert Menschen mit besonderen Bedürfnissen und verfolgt einen ganz-
heitlichen Ansatz, der von Respekt, Toleranz und Professionalität geprägt ist.
Die Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen sind ein wichtiges Bindeglied im Netz der
Versorgung von Menschen mit besonderen Bedürfniss en in Darmstadt und der Region. Die dafür
notwendigen Kompetenzen sollen ständig weiter ausgebaut werden.
Als Stätte der beruflichen und sozialen Wiedereingliederung soll er Menschen mit Behinderung
bei der Teilhabe am Arbeitsleben helfen und sie bei der Bewältigung des Lebensalltags unterstüt-
zen.
Das integrative Konzept der Zusammenarbeit von Werkstätten mit ihren Arbeitsbereichen, den
Berufsbildungsbereichen, der Tagesförderstätte und den Wohneinrichtungen zeichnet den Eigen-
betrieb aus und soll zum Vorteil der Menschen ausgebaut werden.
Der Eigenbetrieb begleitet Menschen, um ihnen ein selbstbestimmtes und eigenverantwortlich
geführtes Leben zu ermöglichen. Er orientiert sich an den spezifischen Bedürfnissen und Wü n-
schen zur individuellen Lebensgestaltung der Beschäftigten bzw. der Bewohner sowie den jeweils
vorhandenen Kompetenzen und schafft die Möglichkeiten zu deren Weiterentwicklung.
Die Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen bieten hierzu ein hohes Maß an Betreu-
ungsqualität für alle Kunden an u nd schaffen die Voraussetzung für eine kontinuierliche Weiter-
entwicklung seiner Qualitätsstandards.
Ergebniserwartung
Die Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen sollen in den kommenden Jahren wieder
ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
43
4.4.3 Erwartungen an den Zweckverband Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt
und des Landkreises Darmstadt-Dieburg
Bei dem Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt -Dieburg handelt es
sich um einen eigenständigen Zweckverband, dessen Gewährsträger di e Stadt Darmstadt und der
Landkreis Darmstadt-Dieburg sind.
Schwerpunkte des Gesundheitsamts sind neben den Schuleingangsuntersuchungen und den B e-
lehrungen über den Umgang mit Lebensmitteln die Bekämpfung ansteckender Krankheiten, die
Überwachung der Trinkwasserqualität und die Hilfen für psychisch kranke Menschen.
Zu den weiteren Angeboten des Gesundheitsamts zählen die Amtsärztliche Sprechstunde mit E r-
nährungs- und Impfberatung, die Beratungsdienste des Sozialpsychiatrischen Dienstes, die Tuber-
kulose-Sprechstunde und die HIV -Beratung. Seit November 2008 bietet das Gesundheitsamt im
Rahmen der Prävention zum Thema AIDS in den Schulen der Stadt Darmstadt und des Landkreises
Darmstadt-Dieburg das sogenannte „AIDS -Infomobil“ an, welches den Kindern und Ju gendlichen
alles Wissenswerte zu diesem Thema vermittelt.
Die freiwillige Leistung der Schuluntersuchungen soll im heutigen Umfang beibehalten werden,
um so präventiv tätig zu sein und Gefahrenpotenziale zu erkennen. Dabei soll es eine enge A b-
stimmung mit den zuständigen Jugendämtern geben.
Es soll geprüft werden, welche weiteren Leistungen das Gesundheitsamt für die Darmstädter B e-
völkerung zum Schutz und zur Wiederherstellung der Gesundheit anbieten kann. Dazu soll es über
Möglichkeiten der Gesundheitsvor sorge beraten und informieren und nicht nur bei körperlichen,
sondern auch bei seelischen und sozialen Problemen helfen.
Das Gesundheitsamt soll in lokalen und überlokalen Netzwerken, z. B. in dem Projekt „Kommuna-
le Gesundheitsinitiativen interkulturell“ und auf der Plattform der Bundeszentrale für gesundhei t-
liche Aufklärung, aktiv sein.
Ein Ziel soll sein, „die Menschen zu befähigen, größeren Einfluss auf die Erhaltung und die Verbes-
serung ihrer Gesundheit zu nehmen“ (Ottawa -Charta der WHO). Von zentraler Bedeutung soll die
Gesundheitskompetenz der Menschen sein. Dies betrifft sowohl die eigene Gesundheit als auch
die Gesundheitspolitik vor Ort. Weil viele Studien belegen, dass Erkrankungsrisiken mit niedrigem
sozialen Status und geringerem Ausbildungstand steigen, soll geprüft werden, ob Einzelprojekte
zur Primärprävention insbesondere zu den Schwerpunkten Familie, Kinder und Gesundheit, Migra-
tion und Gesundheit sowie die Schaffung von vernetzenden Gesundheitsstrukturen in Stadtteilen
entwickelt werden. Dies erfordert möglicherweise zusätzliche Mittel seitens der Gewährsträger.
Das Gesundheitsamt soll initiieren, dass die Hospiz- und Palliativarbeit der einzelnen damit b e-
fassten Institutionen stärker untereinander vernetzt und eine abgestimmte Versorgungslandschaft
gestaltet wird. Damit sollen einerseits Doppel- oder Überversorgung vermieden und andererseits
Lücken im Versorgungssystem erkannt und nach Möglichkeit geschlossen werden. Die Darmstäd-
ter Bürger sollen die Möglichkeit erhalten, eine ganzheitliche, koordinierte und qualitative Versor-
gung auch am Ende des Lebens zu erhalten.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
44
Ergebniserwartung
Die Umlage an die Mitglieder des Zweckverband s Gesundheitsamt soll in den nächsten Jahren
konstant bleiben bzw. sich leicht rückläufig entwickeln.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
45
4.5 Geschäftsfeld Kultur & Freizeit
Schwerpunkt
Die Leistungen des Geschäftsfelds Kultur & Freizeit werden schwerpunktmäßig vom Eigenbetrieb
Kulturinstitute, Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte, Eigenbetrieb Bäder und von Darmstadt
Marketing sowie der Centralstation erbracht.
Erwartungen an das Geschäftsfeld Kultur & Freizeit
Kultur und Freizeit sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein hohes Gut. Die Vielfalt an Kultur -
und Freizeitangeboten ist weit überdurchschnittlich im Vergleich zu anderen vergleichbaren Groß-
städten und ein klarer Standort - und Wettbewerbsvorteil. Gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt
Darmstadt und den ansässigen Unternehmen , wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen sowie
den verschiedenen kulturellen Ei nrichtungen ist das Profil für Darmstadt als Wissenschaftsstadt
weiter zu schärfen.
Zum kulturellen Angebot der Wissenschaftsstadt Darmstadt gehört u. a. das Ensemble Mathilden-
höhe, das national und international bekannt ist und Touristen und Fachleute aus Deutschland und
der Welt anzieht. Mit der Bewerbung zur Aufnahme in die UNESCO -Weltkulturerbeliste wurde die
Attraktivität Darmstadts als Kulturstandort nochmals intensiviert.
Die Akademie für Tonkunst in Darmstadt ist eine der ältesten Musik -Ausbildungsstätten in
Deutschland und unterteilt sich in eine Berufsakademie und eine Musikschule.
Die Volkshochschule und die Stadtbücherei ergänzen das kulturelle Angebot der Wissenschaft s-
stadt Darmstadt und bieten den Bewohnern in Darmstadt ein breites Fortbildung s- und Literatur-
angebot. Die VHS bietet Kurse, untergliedert in die Bereiche Gesellschaft, Kultur, Beruf, Sprachen
und Gesundheit, an. Die Stadtbücherei bietet die Möglichkeit, neben dem klassischen Buch weite-
re Medien (wie CD, DVD etc.) auszuleihen.
Der Ruf der Centralstation als musikalische und literarische Kulturinstitution ist weit über Stad t-
grenzen hinaus bekannt. Woche für Woche gastieren bedeutende Künstler aller Genres in der
Darmstädter Centralstation.
Doch auch über die Institute des Eigenbetriebs Kulturinstitute und die Centralstation hinaus hat die
Wissenschaftsstadt Darmstadt viel zu bieten. So sind das Internationale Musikinstitut, das Vivar i-
um, das Hessische Landesmuseum, das Hessische Staatstheater, das Jugendstilbad, der Darmstäd-
ter Wochen- und Weihnachtsmarkt sowie die Volksfeste zu nennen, die Darmstadt über die Reg i-
on hinaus bekannt gemacht haben.
Zum Erhalt des sportlich orientierten Freizeitwerts der Wissenschaftsstadt Darmstadt soll die vie l-
seitige und ausgeprägte Bäderlandschaft in Da rmstadt erhalten bleiben und, soweit notwendig,
erneuert werden.
Darmstadt Marketing soll als Anbieter des kommunalen Stadt- und Touristikmarketings die Unter-
nehmen im Geschäftsfeld Kultur & Freizeit bei der Vermarktung ihrer Leistungen unterstützen. Im
Besonderen soll die Gesellschaft dafür Sorge tragen, dass Trends in der Kultur - und Freizeitbran-
che aktiv mitgestaltet werden.
Auch für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Darmstadt sind die kulturelle Vielfalt und das
breite Freizeitangebot von besonderer Bedeutung. Denn gut ausgebildete Fachkräfte entscheiden
sich zukünftig nicht nur für ein Unternehmen, sondern beziehen auch Faktoren wie die Lebens-
qualität vor Ort in ihre Entscheidung mit ein.
Die Unternehmen des Geschäftsfelds Kultur & Freizeit sol len ihre Leistungen weiterhin zu ang e-
messenen Preisen erbringen. Zur Reduktion des Zuschussbedarfs sollen weitere Einnahmemö g-
lichkeiten, im Besonderen durch Spenden und Sponsoring, generiert werden. Darüber hinaus soll
durch den Ausbau von Leistungen und deren Qualität die Einnahmeseite gestärkt werden.
Betriebsaufwendungen sollen durch die Entwicklung der aktuellen Strukturen zu einem Kulturm a-
nagement und durch die Hebung von Synergien durch die Zusammenarbeit der Beteiligungen im
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
46
Geschäftsfeld Kultur & Fr eizeit reduziert werden. Weiterhin sollen durch die Verbesserung der
organisatorischen Verfahrensweisen Ressourcen geschont werden.
Zur Ausschöpfung von Synergien ist die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligungen im G e-
schäftsfeld und über das Geschäftsfeld hinaus, wie z. B. mit dem Kulturamt sowie dem Kulturrefe-
renten, zu verbessern.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
47
4.5.1 Erwartungen für den Eigenbetrieb Kulturinstitute der Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Zur Erhaltung der kulturellen Vielfalt und des breiten Freizeitangebots soll der Eigenbetrieb Kultur-
institute seine Leistungen zu angemessenen Preisen erbringen.
Der Eigenbetrieb soll einen bedeutenden Beitrag für eine lebendige Kulturlandschaft in Darmstadt
leisten. In diesem Zuge soll die Übertragung von Aufgaben des K ulturamts an den Eigenbetrieb
Kulturinstitute geprüft werden. Damit soll die Verbesserung der organisatorischen Verfahrenswei-
sen, wie beispielsweise die klare Zuordnung von Verantwortungsbereichen und Entscheidung s-
kompetenzen, erreicht werden. Die Erweiter ung der Entscheidungskompetenz der Kultureinric h-
tungen des Eigenbetriebs sollen geprüft werden.
Zur Reduktion der Betriebsaufwendungen sollen Kooperationen gefördert werden.
Durch die Zusammenarbeit des Eigenbetriebs mit Darmstadt Marketing sollen Leistung en ausge-
baut und deren Qualität gesteigert werden. Mögliche Effizienzpotenziale durch den Abbau von
Doppelstrukturen bei den vorgenannten Unternehmen sollen geprüft werden.
Darüber hinaus soll zur Weiterentwicklung der Kulturvermarktung die Zusammenarbeit mit Darm-
stadt Marketing ausgebaut werden.
Der Eigenbetrieb Kulturinstitute soll die kulturellen Förderstrukturen prüfen und das Förderkonzept
überarbeiten. In diesem Zusammenhang ist auch die Effizienz der Förderungen zu prüfen und ein
entsprechendes Werkzeug zur Evaluierung der Fördereffizienz zu entwickeln.
Im Rahmen von Schulungen sollen die Kompetenzen der Mitarbeiter im Eigenbetrieb gefördert
werden.
Ergebniserwartung
Der Eigenbetrieb Kulturinstitute der Wissenschaftsstadt Darmstadt soll in den komme nden Jahren
ein Jahresergebnis, ohne Berücksichtigung von Beteiligungserträgen (HEAG-Dividende) und Son-
dereffekten, von -10 Mio. EUR nicht unterschreiten.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
48
4.5.2 Erwartungen für die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH (Darm-
stadt Marketing)
Darmstadt Marketing entwickelt, implementiert und koordiniert die nationale und internationale
Image- und Profilbildung der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Die Gesellschaft soll als Anbieter des kommunalen Stadt- und Touristikmarketings ihre Tätigkeiten
weiterhin auf hohem Niveau und zu angemessenen Preisen für Darmstadt und deren Bürger e r-
bringen. Auf entsprechende Trends in der Branche soll zeitnah reagiert werden (z. B. durch das
Angebot von Apps). Die bisherige Qualität soll mindestens beibehalten oder ausgebaut werden.
Die wesentlichen Bereiche der Gesellschaft umfassen das Tourismus -Marketing, das Stadtmark e-
ting sowie das Projekt - und Event -Marketing. Diese unterschiedlichen Disziplinen erfordern in
Summe einen Zuschussbedarf, der durch die Wissenschaftsstadt Darm stadt gedeckt wird. Um den
Zuschussbedarf langfristig zu senken, soll das Ergebnis verbessert werden.
Darüber hinaus wird eine Erweiterung der Produktpalette angestrebt. Neben der Einführung neuer
Produkte und Dienstleistungen sind die vorhandenen auszubauen, um die Attraktivität der Pr o-
dukte und Dienstleistungen für den Kunden zu erhöhen. Im Rahmen bereits vorhandener Angebo-
te (z. B. „Wissen ist cool“ oder „ Jugendstiltage“) sollen Ideen für mögliche neue Dienstleistungen
generiert werden.
Bestehende Kooperationen zu wissenschaftlichen Einrichtungen und branchenbezogenen Fac h-
gruppen sollen bestehen bleiben. Insbesondere sind die unterschiedlichen Interessengruppen zu
berücksichtigen und gemeinschaftlich mit einzubeziehen. Es soll geprüft werden, ob w eitere
kommunale und regionale Kooperationen sowie mit Unternehmen der Stadtwirtschaft sinnvoll
sind. Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Stadtwirtschaft und der Stadtverwaltung soll
intensiviert werden. Ziel ist, die Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt voranzutreiben.
Ergebniserwartung
Die Gesellschaft ist in einem hoheitlichen Bereich tätig, innerhalb dessen eine Gewinnerzielung
nicht beabsichtigt wird. Jedoch wird eine Verbesserung des Ergebnisses angestrebt, um den Z u-
schussbedarf langfristig zu senken.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
49
4.5.3 Erwartungen an den Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (Märkte)
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Märkten in der Wissenschaftsstadt Darm-
stadt, die organisatorische Unterstützung von Heinerfest, Frühjahrs - und Herbstmeß sowie von
Kirchweihen in den Darmstädter Stadtteilen und die Bewirtschaftung des Messplatzes.
Durch die organisatorische Unterstützung der oben genannten Veranstaltungen trägt der Eigenbe-
trieb zu einer Belebung Darmstadts sowie der Darmstädter Viertel und Stadtteile bei. Im Besonde-
ren das Heinerfest, die Frühjahrs- und Herbstmeß sowie einige kleinere Feste sind über die Stad t-
grenzen hinaus bekannt.
Außerdem führt der Eigenbe trieb den Darmstädter Wochen - und den Weihnachtsmarkt auf dem
Marktplatz durch. Beide Veranstaltungen sorgen für eine Belebung der Innenstadt. Der Wochen-
markt zieht im Besonderen am Wochenende Besucher in die Darmstädter Innenstadt und belebt
nachhaltig den Darmstädter Einzelhandel. Der Weihnachtsmarkt zieht Kunden zum Weihnachts -
Shopping in die Innenstadt und schafft mit seinem ganz besonderen Ambiente eine Stimmung,
die Darmstadt im Vergleich zu den unpersönlichen Einkaufszentren im Umland einen klaren
Standort- und Wettbewerbsvorteil im Weihnachtsgeschäft verschafft.
Zur Reduktion des Zuschussbedarfs des Eigenbetriebs soll dieser alle vertretbaren Möglichkeiten
für Preiserhöhungen, Spenden und Sponsoring prüfen und, soweit wirtschaftlich sinnvoll , sein
Angebot ausbauen.
Für den Wochenmarkt soll u.a. geprüft werden, ob ein Ausbau von Wochenmarkt -Events (neben
dem „Datterich -Wochenmarkt“, z. B. Wochenmarktfrühstück in den Sommermonaten) für eine
weitere Belebung des Markts sinnvoll sein kann.
Für die Frühjahrs - und Herbstmeß soll geprüft werden, ob der überregionale Bekanntheitsgrad
sowie die Attraktivität der Veranstaltung durch adäquate Marketingmaßnahmen gesteigert we r-
den kann.
Zur Steigerung der Attraktivität des Darmstädter Weihnachtsmarkt s soll die Erweiterung des
Markts sowohl räumlich (Schloss, Piazza) als auch durch neue, interessante Beschicker sowie die
stärkere Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und Vereinen geprüft werden.
Die Bewirtschaftung des Messplatzes sowie die Organisa tion von Weihnachts- und Wochenmarkt
sind wesentliche Aufgaben des Eigenbetriebs. Für eine effektivere Vermarktung sowie zur Bünde-
lung von Leistungen soll geprüft werden, ob eine Zentralisierung der Bewirtschaftung und Organi-
sation oben genannter Veranstal tungen mit weiteren Veranstaltungen, die in der Stadtwirtschaft
organisiert werden, sinnvoll ist.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
50
Ergebniserwartung
Der Zuschussbedarf des Eigenbetriebs Bürgerhäuser und Märkte der Wissenschaftsstadt Darmstadt
soll in den nächsten Jahren konstant bleiben bzw. sich rückläufig entwickeln.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
51
4.5.4 Erwartungen an den Eigenbetrieb Bäder der Stadt Darmstadt
Schwimmbäder stellen eines der wesentlichen Elemente kommunaler Daseinsvorsorge im Bereich
des Sport-, Freizeit- und Gesundheitsangebots der Wissenschaftssta dt Darmstadt dar. Hierzu zäh-
len neben dem Schwimmen als Freizeitaktivität auch die Aktivitäten in Schwimmvereinen, der
Schulschwimmunterricht sowie die zahlreichen zusätzlichen Angebote, die mit dem Bäderbetrieb
in Verbindung stehen, wie beispielsweise Aquafitness und Sauna.
Der Eigenbetrieb soll die vorhandenen Bädereinrichtungen betreiben und das vorliegende Ang e-
botsspektrum für die Bevölkerung, Vereine und Schulen aufrechterhalten. Die angebotene Qual i-
tät soll erhalten und weiter ausgebaut werden. Das Angebot an Zusatzleistungen (z. B. Aquafi t-
ness) soll ggf. mithilfe privater Dritter erweitert werden.
Die erforderlichen Renovierungs - und Neubaumaßnahmen sind durchzuführen. Im Fokus soll die
Modernisierung der Bäder stehen – sowohl im Hinblick auf die Kun denerwartungen als auch hi n-
sichtlich des Einsatzes moderner, umweltfreundlicher Technologien. Des Weiteren soll sich der
Eigenbetrieb an gemeinsamen Projekten mit Unternehmen der Stadtwirtschaft beteiligen (z. B.
Erstellung eines Energiekonzepts und steuerliche Optimierung gemeinsam mit der HSE).
Die Höhe der Eintrittspreise für Bäderbesuche kann die Kosten des Eigenbetriebs nicht decken.
Weiterhin soll einer breiten Bevölkerungsschicht Zugang zu den öffentlichen Bädern ermöglicht
werden. Um das Umsatzniveau zu stabilisieren, soll die Auslastung der Bäder erhöht werden.
Eine wesentliche Rolle aus Sicht der Besucher spielen gesundheitsorientierte Angebote. Entspr e-
chend spezialisierte Angebote tragen auch zur Standortwerbung und Tourismusförderung bei.
Gesundheitsorientierte Angebote sollen stärker beworben werden. Kooperationen mit Unterne h-
men der Stadtwirtschaft – insbesondere zu gesundheitsbezogenen und lokalen Angeboten – sind
aufzubauen (z. B. Klinikum Darmstadt und Darmstadt Marketing).
Ergebniserwartung
Der Eigenbetrieb erfüllt mit der Bereitstellung von Badeeinrichtungen einen wesentlichen Aspekt
der Daseinsvorsorge. Eine Gewinnerzielung ist nicht beabsichtigt. Der Zuschussbedarf ohne Zinsen
und Abschreibungen ist konstant zu halten bzw. zu minimieren.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
52
4.6 Geschäftsfeld Telekommunikation & IT
Schwerpunkt
Das Geschäftsfeld Telekommunikation & IT wird durch die HSE Medianet GmbH und ihre Töchter
sowie die COUNT & CARE GmbH & Co. KG repräsentiert.
Erwartungen an das Geschäftsfeld Telekommunikation und Informationstechnologie
Das Geschäftsfeld umfasst alle Dienstleistungen rund um Hardware, Software, Telefonie und I n-
ternet.
Der IT-Markt beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Technik zur Verarbeitung von Informationen
und Daten. Hier geht es um Compute r, ihre Software, ihr Zubehör, ihre Einsatzgebiete und die
damit verbundenen Dienst- und Beratungsleistungen.
Der TK-Markt dreht sich um alles, was mit Telefonieren und Datenübertragung über Kommunik a-
tionsnetze wie das Telefonnetz oder die Mobilfunknetze zu tun hat. Auch hier gibt es mit Endgerä-
ten, Tarifen, Diensten, Anwendungsgebieten und unterschiedlichen Service -Leistungen sehr u n-
terschiedliche Schwerpunkte.
Zum Teil gelten für IT und TK dieselben technischen und marktorientierten Grundlagen. Andere r-
seits unterscheiden sich diese Märkte allerdings auch in wesentlichen Aspekten.
Die Unternehmen des Geschäftsfelds sollen ihre Wettbewerbsvorteile aus - und aufbauen. Dazu
gehört unter anderem, das fachliche Know -how kontinuierlich auszubauen und zu festigen, um
weiterhin einen stabilen und sicheren Betrieb für die Kunden zu gewährleisten.
Darüber hinaus sollen die Leistungen des Geschäftsfelds weiterhin möglichst vielen Unternehmen
der Stadtwirtschaft zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, im kommunalen Bereich zum präfe-
rierten Partner für IT- und TK-Leistungen aus einer Hand zu werden und dadurch Kostenvorteile für
alle Gesellschaften im Stadtkonzern zu schaffen.
Die Leistungen des Geschäftsfelds sollen auch im Bereich der Kernverwaltung zum Einsatz ko m-
men, um möglichst viele Synergien nutzen zu können.
Kostenvorteile sollen zum Nutzen aller Kunden erzielt werden, indem – wo möglich – die Leistun-
gen standardisiert werden. Dabei müssen die Leistungen vor allem in Hinblick auf Preis und Quali-
tät überschaubar und für die Kunden transparent sein. Standardisierung umfasst gleichzeitig auch
eine zielführende Sourcing -Strategie; das heißt, es sollte stets genau geprüft werden, welche
Leistungen selbst realisiert werden und welche Aufgaben nicht zu dem Kerngeschäft gehören und
daher von spezialisierten Dienstleistern übernommen werden können.
Die Leistungen des Geschäftsfelds richten sich immer an dem Leitmotiv „Kundennutzen“ aus. Dies
bedingt, dass das Geschäft der Kunden verstanden wird und aktiv mit ihnen und für sie Lösungen
entwickelt werden.
Für Unternehmen jeder Branche und Größe bietet die Optimierung der Informations - und Tele-
kommunikationsprozesse ein enormes Potenzial zur Steigerung von Effizienz, Effektivität und
Wettbewerbsfähigkeit. Dieser Optimierungsp rozess wird durch eine angemessene, konsequente
Ausrichtung von Informations - und Telekommunikationstechnologie an den Erfordernissen der
Geschäftsabläufe erzielt und durch stetige Überprüfung langfristig gesichert.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
53
4.6.1 Erwartungen an die HSE Medianet GmbH (HSE Medianet)
Die HSE Medianet bietet Telekommunikationslösungen und IT -Services für Südhessen verlässlich
an. Als Betreiber von Glasfasernetzen in Darmstadt und der Region offeriert sie Daten-, Internet-
und Sprachdienste für den Privat- und Businessbereich, Telefonanlagen jeder Größenordnung, ein
breites Spektrum an IT-Dienstleistungen – von Managed Services bis zu Hosting- und Rechenzent-
rumsdienstleistungen.
Die HSE Medianet ist der regionale Infrastruktur - und Service -Provider mit eigenem G lasfaser-
Netzwerk und Lösungsanbieter für alle Fragen der Kommunikation in Unternehmen.
Dabei soll sie für ihre Kunden nachhaltige und sichere Technologien für Netzwerklösungen ebenso
wie regionale Services und Beratung bieten.
Die HSE Medianet soll ein hoch verfügbares Leitungsnetz für stabile Verbindungen, Internetzugän-
ge in allen Bandbreiten sowie ISDN - und VoIP-Telefonie für jeden Anspruch bieten. Ihr Angebot
soll verlässlich und zukunftsweisend sein und sich dabei insbesondere an Unternehmen richten,
bspw. mit dedizierten Leitungen, Standardfestverbindungen, Rechenzentrumsdienstleistungen,
Security-Diensten, Firewall-Lösungen. Darüber hinaus soll Breitband in der Region (z. B. Oden-
wald, Bergstraße, Wixhausen) in wirtschaftlich sinnvoller Ausprägung geme insam mit Partnern
angeboten werden.
Insbesondere für Aufgabenstellungen von Kunden mit komplexen Anforderungen soll die HSE
Medianet maßgeschneiderte Lösungskonzepte erarbeiten.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
54
4.6.2 Erwartungen an die COUNT+CARE GmbH & Co. KG (COUNT+CARE)
Die Energiebranche hat sich zu einem dynamischen Markt mit vielfältigen Chancen und Risiken für
die verschiedenen Marktakteure entwickelt.
Die COUNT+CARE begleitet a ls Energiemarktdienstleister mit langjähriger Erfahrung in den Berei-
chen Zählen, Messen und Abrechnen sowie a usgeprägtem Know-how hinsichtlich der zugrund e-
liegenden IT-Prozesse diesen Wandel.
Darüber hinaus soll die COUNT+CARE auch mit Weitsicht agieren, um Kunden langfristig de n ent-
scheidenden Vorsprung im Markt garantieren zu können.
Sie soll als Energiemarktdienstleister passgenauen Full Service modular und aus einer Hand, ind i-
viduell und gleichzeitig flexibel anbieten. Die Kundenzufriedenheit soll das Handeln des Unter-
nehmens bestimmen.
Die COUNT+CARE soll ihren Kunden qualitativ hochwertige Produkte, Servic es und Lösungen b e-
reitstellen. Sie soll bei ihren Produkten und Dienstleistungen, ebenso wie bei Prozessen und im
Management, auf hohe Qualität setzen. Wissenstransfer und der Dialog mit den Kunden sollen
dabei im Mittelpunkt stehen. Die COUNT+CARE soll ihre Kunden von der strategischen Planung
ihrer Vorhaben über die Gestaltung der Organisation und der Techniken bis hin zur Steuerung der
Realisierung beraten.
Dabei soll sie als hocheffizienter „Shared -Services“-Dienstleister für geschäftskritische Kernakt ivi-
täten auftreten. Sie soll ihr Service -Level anforderungsgerecht ausrichten, den aktiven Drittmarkt-
vertrieb einstellen, Prozesse verschlanken und die IT -Infrastruktur harmonisieren bzw. standard i-
sieren.
Perspektivisch soll die COUNT+CARE das Abrechnungsgeschäft für durch die HSE neu gewonnene
Netzkonzessionen übernehmen.
Die COUNT+CARE soll Kooperationen gestalten mit dem Ziel, bestmögliche IT -Ressourcen zu er-
schließen.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
55
4.7 Geschäftsfeld Entsorgung & Abwasser
Schwerpunkt
Das Geschäftsfeld Entsorgung & Abwasser wird durch den städtischen Eigenbetrieb für kommuna-
le Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) und dessen Tochtergesellschaften sowie durch den
Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) geprägt. Weitere Leistungen des Geschäftsfelds
werden durch d ie Beteiligungsgesellschaften der HSE Entsorgung GmbH – MW Mayer GmbH und
Orgabo GmbH – sowie durch die HSE Abwasserreinigung GmbH & Co. KG erbracht.
Erwartungen an das Geschäftsfeld Entsorgung & Abwasser
Die Unternehmen des Geschäftsfelds leisten einen wesentlichen Beitrag zur Daseinsvorsorge in
Darmstadt. Sie bieten eine große Bandbreite von Umweltdienstleistungen, wie z. B. Müllverbren-
nung und Klärschlammbeseitigung, für Darmstadt und die Region an.
Die Gesellschaften sollen dafür sorgen, dass ihre Dienstleistungen weiterhin auf gleichbleibendem
hohem Niveau angeboten werden – ob es um den Kanalbetrieb und damit verbunden um die
umweltgerechte Abwasser- und Klärschlammbeseitigung oder um die Abfallentsorgung und das
Recycling von Wertstoffen bis hin zur thermischen Verwertung der Reststoffe geht. Die positiven
Auswirkungen für die Region – von Investitionen über Steuern hin zu Abgaben sowie Löhnen und
Gehältern – sollen beibehalten werden. Die Region profitiert darüber hinaus auch von der Au f-
tragsvergabe an lokale und regionale Zubringer. Soweit möglich, sollen insbesondere regionale
Anbieter als Vorlieferanten beauftragt werden. Die Unternehmen des Geschäftsfelds unterstützen
die Bürger darin, verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Wertstoffe
werden hierbei im Sinne der Kreislaufwirtschaft genutzt und am Ende ihres Zyklus wieder in den
Produktionsprozess zurückgeführt – beispielsweise durch die Verstromung von Wärmeenergie, die
bei der Verbrennung von nicht mehr recycle fähigen Abf allstoffen erzeugt werden kann. Damit
sollen die Unternehmen ihren Beitrag dazu leisten, den Anforderungen des Klima - und Umwelt-
schutzes besser nachzukommen. Die Dienstleistungen erfüllen hierbei jeweils einen hohen A n-
spruch an ökonomischen, ökologischen und sozial nachhaltigen Kriterien.
Deutschlandweit haben die Unternehmen der Entsorgungs - und Abwasserwirtschaft in der Ve r-
gangenheit einen enormen Anteil an der Reduzierung der Treibhausgase geleistet und dazu bei-
getragen, dass Deutschland international die höchsten Recyclingquoten erreicht. Die Einheiten des
Geschäftsfelds sollen die Ressourceneffizienz auch weiterhin verfolgen und vorantreiben. Eine der
zentralen Stellschrauben in diesem Bereich stellt der Ausbau der getrennten Wertstofferfassung
dar. Darmstadt soll dabei eine Vorreiterrolle übernehmen. Dies zeigt sich bereits jetzt beispielhaft
an der verbesserten Mülltrennung durch die Einführung der Wertstofftonne.
In Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen wissenschaftlichen Einrichtungen soll an der U m-
setzung von Leuchtturmprojekten gearbeitet werden. Deren Signalwirkung soll u. a. dazu genutzt
werden, das Profil der Wissenschaftsstadt Darmstadt als Wissenschaftsstadt und Technologie-
standort zu schärfen, aber auch dazu dienen, die regionale Verbundenheit zu stärken. Die hieraus
resultierenden Netzwerkstrukturen sollen genutzt werden, um die Entwicklungen der Entso r-
gungswirtschaft nicht nur mitzuverfolgen, sondern auch entscheidend mit zu gestalten.
Die Gesellschaften des Geschäftsfelds sollen weiter hin als Generatoren von Wachstum und wir t-
schaftlicher sowie infrastruktureller Entwicklung auftreten. Dazu sollen bestehende Ertragsquellen
gesichert und neue erschlossen werden. Neben den klassischen Feldern der Entsorgungswirtschaft
sollen auch geeignete Querverbindungen zu den anderen Geschäftsfeldern genutzt werden, z. B.
Immobilien (Müllschleusen), Energie (Wärmeleistungen) sowie Mobilität (Reinigung von Wart e-
häuschen).
Die Beteiligungsgesellschaften der HSE Entsorgung GmbH – MW Mayer GmbH sowie Orgabo GmbH
– sollen weiterhin Dienstleistungen im Bereich der Klärschlammbeseitigung erbringen. Die Koope-
rationen mit dem Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) sollen inten-
siviert werden. Die HSE Abwasserreinigung GmbH & Co. KG is t für Darmstadt weiterhin langfrist i-
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
56
ger Partner für Abwasserreinigung und den Betrieb von Kläranlagen. Die vorhandene hohe Eigen-
erzeugungsquote von Energie aus Abwässern soll beibehalten werden. Der Ausbau eines Ang e-
bots von Beratungsdienstleistungen für Dritte zur Eigenerzeugung von Energie aus Abwässern soll
geprüft werden.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
57
4.7.1 Erwartungen an den Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleis-
tungen Darmstadt (EAD)
Die künftige Entwicklung der gesamten Entsorgungsbranche wird maßgeblich durch die Geset z-
gebung beeinflusst. Innerhalb dieser Vorgaben soll der Eigenbetrieb als Anbieter der kommunalen
Abfallentsorgung seine Tätigkeiten weiterhin zu angemessenen Konditionen und mit modernen
Methoden für die Darmstädter Bürgerschaft erbringen. Die bislang vorgehaltene Qualität soll hier-
bei weiterhin erhalten und noch weiter ausgebaut werden.
Neben den rein hoheitlichen Betriebszweigen betreibt der EAD auch Betriebe gewerblicher Art
(BgA). Für ein solches Engagement ist der Ergebnisbeitrag dieser Einheiten zu st eigern. Bei lang-
fristig absehbarer Unveränderlichkeit einer defizitären Ergebnissituation ist eine Abkehr von dem
jeweiligen Bereich zu erwägen. Die BgA Krematorium sowie Abfallwirtschaft und Reinigung li e-
fern positive Ergebnisbeiträge.
Im Gegensatz dazu w ird eine Erweiterung der Produktpalette innerhalb des vorhandenen Lei s-
tungsangebots angestrebt, wenn ein positiver Ergebnisbeitrag erwartet werden kann. Im Vorder-
grund steht hierbei die Entwicklung neuer Dienstleistungen. Des Weiteren ist eine Stärkung der
Vertriebsaktivitäten vorzunehmen. Zur Gewinnung neuer Kunden ist eine Beteiligung an Au s-
schreibungen zur Akquise von z. B. privaten Müllmengen erforderlich (über Merck und GSI hi n-
aus).
Die vorhandene sehr gute Bindung zu den Darmstädter Bürgern wird beibehalten. Im Rahmen
bereits vorhandener Tätigkeiten (z. B. Tag der offenen Tür) sollen regelmäßige Befragungen von
Kunden über die Leistungsqualität des EAD durchgeführt werden. Die Antworten sollen zur Ablei-
tung von Maßnahmen dienen. Der EAD soll dazu beitr agen, dass Abfälle vermieden werden und
die Recyclingquote weiter ausgebaut wird (vgl. Kreislaufwirtschaftsgesetz). Zu diesen Themen soll
die Interaktion zur Darmstädter Bürgerschaft erhöht werden. Die bestehenden Kooperationen mit
wissenschaftlichen Einrichtungen und branchenbezogenen Fachgruppen sollen weiter fortgeführt
werden. Der EAD soll prüfen, ob weitere Kooperationen mit Unternehmen der Entsorgungsbra n-
che aus der Region sinnvoll sind. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen des
Stadtkonzerns (insbesondere ZAS) und den Bereichen der Stadtverwaltung (z.B. Grünflächenamt)
zu intensivieren. Erneut ist zu prüfen, ob die Erbringung des Schulbus - und Gelegenheitsverkehrs
für das Schulamt weiterhin durch den EAD betrieben wird, oder ob eine Üb ertragung an den inte-
grierten Nahverkehrs- und Mobilitätsdienstleister der Wissenschaftsstadt Darmstadt erfolgen sol l-
te.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
58
Ergebniserwartung
Der Eigenbetrieb erfüllt mit seinen Leistungen einen wesentlichen Aspekt der Daseinsvorsorge
innerhalb Darmstadts. Eine Gewinnerzielung der hoheitlichen Bereiche im Rahmen der gesetzl i-
chen Normen/Grenzen sowie eine Verbesserung des Ergebnisniveaus aus den gewerblichen B e-
reichen wird erwartet. Ohne Berücksichtigung des Fehlbetrags aus dem BgA Vivarium wird ein
Jahresergebnis von 400 bis -400 TEUR angestrebt.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
59
4.7.2 Erwartungen an den Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS)
Das Müllheizkraftwerk in Darmstadt wird durch die Mitglieder Wissenschaftsstadt Darmstadt,
Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie Müllabfuhr Zweckverb and Odenwald betrieben. Kooperati o-
nen liegen mit den Kreisen Groß-Gerau sowie Bergstraße vor. Der ZAS nimmt aus diesen genann-
ten Gebieten Müllmengen entgegen, um diese thermisch zu verwerten. Der ZAS erfüllt hiermit
neben der unmittelbaren Daseinsvorsorge für Darmstadt darüber hinaus auch einen Versorgung s-
auftrag für die Region. Diese Aufgabe soll au ch zukünftig durch den ZAS erbracht werden. Die
bislang erbrachte Qualität soll erhalten und ausgebaut werden.
Künftig werden sich die Müllmengen, die zur ther mischen Verwertung an Müllheizkraftwerke
geliefert werden, verringern. Die maßgebliche Herausforderung wird demzufolge in der Sicherung
der Auslastung des MHKW in Darmstadt bestehen.
Neben der vertraglich festgelegten Belieferung durch die Mitglieder des Zweckverbands ist es
erforderlich, zusätzliche Mengen zu akquirieren. Darüber hinaus sollen neue Ideen und Konzepte
entwickelt werden, um die Auslastung des MHKW auch in Zukunft zu sichern. Weiter soll geprüft
werden, ob bereits vorhandene Strategien ander er Bundesländer zur Erhöhung der verwertbaren
Müllmengen auf Hessen und den ZAS übertragen werden können (z. B. Autarkieprinzip aus B a-
den-Württemberg).
Ergebniserwartung
Der Zweckverband erfüllt mit seinen Leistungen einen wesentlichen Aspekt der Daseinsvorsorge
innerhalb Darmstadts und der Region. Ziel ist ein konstant positiver Ergebnisbeitrag.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
60
4.8 Geschäftsfeld Beteiligungsmanagement
Schwerpunkt
Das Geschäftsfeld Beteiligungsmanagement wird durch die HEAG Holding AG – Beteiligungsma-
nagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) repräsentiert. Neben ihrer Funktion als Fü h-
rungsgesellschaft des HEAG -Konzerns mit seinen fünf Tochterunternehmen, HEAG Südhessische
Energie AG (HSE), bauverein AG (bauverein), HEAG mobilo GmbH (HEAG mobilo), HEAG Kultur-
freunde Darmstadt gemeinnützige GmbH und HEAG Versicherungsservice GmbH, verantwortet sie
darüber hinaus das Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Neben der HEAG wird diesem Geschäftsfeld auch die WDB Wissenschaftsst adt Darmstadt Beteili-
gungs GmbH & Co. KG, deren Geschäftszweck der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen
der Wissenschaftsstadt Darmstadt an anderen Unternehmen ist, zugerechnet . Derzeit hält die
Gesellschaft 5,01 % der Anteile an der HEAG Wohnbau GmbH.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
61
4.8.1 Erwartungen an das Geschäftsfeld Beteiligungsmanagement
Das Beteiligungsmanagement entwickelt die Geschäftsfelder der Stadtwirtschaft (Energie & Was-
ser, Immobilien, Mobilität, Gesundheit & Soziales, Kultur & Freizeit , Telekommunikation & IT, Ent-
sorgung & Abwasser sowie Beteiligungsmanagement) strategisch weiter. Sie verzahnt Prozesse
und richtet dabei alle Aktivitäten darauf aus, die Stadtrendite zu steigern. Die Stadtrendite u m-
fasst dabei nicht nur monetäre Ziele, sondern auch den Nutzen für die Bürger i n Stadt und Region
als Kunden des Stadtkonzerns.
Die HEAG realisiert dies im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Mit hohem Engagement soll
sie sich stets am Kunden orientier en, als Nachhaltigkeitskonzern einen wichtigen Beitrag zur D a-
seinsvorsorge und zur Standortqualität leisten. Die HEAG soll weiterhin wirtschaftliches Potenzial
bündeln und Unternehmen vernetzen, die den Alltag der Menschen in der Region vielseitig pr ä-
gen. Gemeinsam mit den impulsgebenden Unternehmen der HEAG-Gruppe soll sie das Ziel verfol-
gen, eine zukunfts- und leistungsfähige Darmstädter Stadtwirtschaft zu gestalten.
Damit betraut, kommunale Vorgaben in den Beteiligungen zu verankern, leitet und begleitet die
HEAG zahlreiche Projekte. Stadtbezogene Prozesse sollen von ihr koordin iert und vorwärtsg e-
bracht werden. Dies betrifft insbesondere Projekte aus der Stadtwirtschaftsstrategie, die erstmals
im Dezember 2009 in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Dieser Leitfaden für
die wirtschaftliche Entwicklung definiert Wachstums- und Entwicklungsziele der Stadtwirtschaft.
Die Kernaufgaben des Beteiligungsmanagements sind dabei das Beteiligungscontrolling und die
Beteiligungsverwaltung, die Betreuung städtischer Mandatsträger in den Aufsichtsgremien als
Kunden des Beteiligungsmanagements sowie die Verbesserung der Transparenz.
Die HEAG informiert im Rahmen der Mandatsträgervorbereitung umfassend und objektiv die Au f-
sichtsratsmitglieder aus Magistrat und Stadtverordnetenversammlung (städtische Mandatsträger).
Dazu sollen die Mandatsträger der HEAG die notwendigen Unterlagen und Informationen für eine
umfassende Vorbereitung zur Verfügung stellen. Bei Fragen zu allen Beteiligungen der Stadtwirt-
schaft können sich die Mandatsträger an die HEAG wenden.
Darüber hinaus erarbeitet da s Beteiligungsmanagement Handlungsempfehlungen für die Ma n-
datsträger, um die Unternehmen sowie das Beteiligungsp ortfolio weiterzuentwickeln. Die HEAG
soll in dem Zusammenhang auch prüfen, ob die WDB Wissenschaftsstadt Darmstadt Beteiligungs
GmbH & Co. KG erhalten bleiben soll.
Zur weiteren Information bietet die HEAG einen Newsletter zum Thema Recht an, der regelmäßig
die politisch Verantwortlichen der Aufsichtsgremien über geschäftsfeldspezifische Rechtsfragen
informiert.
Das Beteiligungsmanagement nimmt auch Querschnittsfunktionen wahr, z. B. das Cash-
Management und weitere „Shared Services“.
Ab 2015 soll die HEAG die Erstellung des Gesamtabschlusses für die Wissenschaftsstadt Darmstadt
realisieren. Dazu sollen die Beteiligungen die dafür notwendigen Inf ormationen der HEAG berei t-
stellen.
Das Beteiligungsmanagement erstellt einmal jährlich den Beteiligungsbericht für die Wisse n-
schaftsstadt Darmstadt. Der Beteiligungsbericht informiert über Unternehmen der Stadtwirtschaft,
an denen die Stadt mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 % der Anteile hält. Er gibt detailliert
Auskunft über Anteilserwerbe, Veräußerungen und Neugründungen.
In regelmäßigen Quartalsberichten setzt das Beteiligungsmanagement den Magistrat der Wisse n-
schaftsstadt Darmstadt über die Ent wicklung ausgewählter Beteiligungen in Kenntnis. Dabei wird
über die Gewinn - und Verlustrechnung, die unternehmensspezifischen Kennzahlen, die Ist -Plan-
Abweichung und zur Risikolage der Beteiligungen berichtet. Der Magistrat erlangt so Einblick in
die aktuelle wirtschaftliche Lage der kommunalen Beteiligungen und kann frühzeitig auf die wei-
tere Entwicklung der Unternehmen Einfluss nehmen. Außerdem gibt das Beteiligungsmanag e-
ment den Verantwortlichen der Stadt über eine Konzerndatenbank Zugriff zu Informati onen wie
Satzungen, Geschäftsordnungen, Aufsichtsgremien und Geschäftsleitungen.
Stadtwirtschaftsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt
62
Auch der Darmstädter Beteiligungskodex erhöht die Transparenz in der Stadtwirtschaft. Er def i-
niert unter anderem Standards für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensf ührung und
-aufsicht. Der Kodex wurde 2012 im Sinne einer Public Corporate Governance maßgeblich von der
HEAG entwickelt. Die HEAG soll sich dafür einsetzen, dass der Darmstädter Beteiligungskodex in
den Unternehmen der Stadtwirtschaft angewendet wird. Sei t 2013 findet er bei den meisten
städtischen Beteiligungen Anwendung. Die Entsprechenserklärungen werden im Beteiligungsb e-
richt aufgeführt.
Als Beteiligungsmanagement soll die HEAG eine Vorbildfunktion haben, die sie konsequent wah r-
nehmen soll.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird, soweit erforderlich, auf die Umsetzung oben genannter
Ziele, ggf. durch die Anpassung der Gesellschaftsverträge bzw. Geschäftsordnungen, gemeinsam
mit den Aufsichtsgremien hinwirken.
Die HEAG veranstaltet jährlich ein Stadtwirts chaftsforum, bei dem sich ausgewählte städtische
Beteiligungen den politisch Verantwortlichen aus Stadtverordnetenversammlung und Magistrat
vorstellen und aktuelle Projekte präsentieren. Das Ziel dieser regelmäßigen Veranstaltung ist die
Förderung des gegenseitigen Austauschs zwischen Politik und Stadtwirtschaft sowie die Erhöhung
der Transparenz.
Neben ihrem hohen Anspruch an die Qualität ihrer Dienstleistungen ist die HEAG auch ein Nac h-
haltigkeitskonzern.
Die HEAG als ein Unternehmen mit langer Tradition und Geschichte soll innovative Konzepte ent-
wickeln und umsetzen. Alle Aufgaben, die die HEAG im Laufe eines Jahres erfüllt, haben stets ein
Ziel vor Augen: die Wissenschaftsstadt Darmstadt als nachhaltigen und lebendigen Standort für
alle Bürger.
Ergebniserwartung
Die Jahresergebnisse sollen in den nächsten Jahren wieder anwachsen und auf dem Niveau von
mindestens 6 Mio. EUR
4 erhalten bleiben.
4 Stand: Lenkungskreis am 24.09.2014
Herausgeberin
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Luisenplatz 5a
64283 Darmstadt
www.darmstadt.de
HEAG Holding AG –
Beteiligungsmanagement der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG)
Im Carree 1
64283 Darmstadt
www.heag.de
anlage 3
8741 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
19.02.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Rechtsamt -
Stadtwirtschaftskoordina
tion
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
I 308 15
IV
Stvv
Vorlage-Nr. 2015/0066
Magistratsbeschluss-Nr.
82
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Stadtwirtschaftsstrategie 2020
Vorlage vom: 18.02.2015
Beschlussvorschlag :
1. Dem öffentlichen Teil der Stadtwirtschaftsstrategie 2020 der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(Geschäftsfeldübergreifende Ziele und Erwartungen an die Geschäftsfelder und die
Unternehmen) wird zugestimmt.
2. Der nicht-öffentliche Teil der Stadtwirtschaftsstrategie 2020 der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(Unternehmensspezifische Ziele und Maßnahmen) wird zur Kenntnis genommen.
3. Den Beteiligungen, an denen die Wissenschaftsstadt Darmstadt unmittelbar oder mittelbar mit
weniger als 50 % der Anteile beteiligt ist, werden die geschäftsfeldübergreifenden Ziele zur
Anwendung empfohlen.
- 3 -
Anlagen: Stadtwirtschaftsstrategie 2020 öffentlicher Teil
Stadtwirtschaftsstrategie 2020 nicht-öffentlicher Teil
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 04.03.2015
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.02.2015
Begründung:
Bereits im Jahr 2009 hat die HEAG im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt die erste
Stadtwirtschaftsstrategie in Hessen und eine der ersten in Deutschland erarbeitet. Aufbauend
auf dieser hat das Beteiligungsmanagement im Hinblick auf die aktuelle strategische
Ausrichtung und die Interessen der Stadt diese grundlegend überarbeitet und ergänzt. Hierzu
wurden unter anderem gemeinsam mit Unternehmen der Stadtwirtschaft Wettbewerbs- und
Marktanalysen durchgeführt und entsprechende Handlungsoptionen in die
Stadtwirtschaftsstrategie 2020 eingearbeitet.
Die Stadtwirtschaftsstrategie 2020 der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde in enger
Abstimmung mit den Fachdezernenten, den Geschäftsleitungen der maßgeblichen
Beteiligungen sowie einem Lenkungskreis, bestehend aus dem Oberbürgermeister als
Beteiligungsdezernenten, dem Stadtkämmerer, dem Stadtwirtschaftskoordinator sowie jeweils
einer Vertreterin oder einem Vertreter der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung
entwickelt. Sie ersetzt die bisherige Stadtwirtschaftsstrategie, greift die in der
Stadtwirtschaftsstrategie 2009 beschlossenen Ziele und Maßnahmen auf, entwickelt diese
weiter und formuliert neue Ziele. Damit definiert die Stadtwirtschaftsstrategie die strategischen
Ziele der Stadt für ihre Beteiligungen bis 2020.
In der Strategie sind Expertenmeinungen in die Formulierung der strategischen Ziele
eingeflossen. Als Expertin und Experten wurden die folgenden Fachleute herangezogen:
• Herr Reck (VKU): Energie und Wasser
• Herr Prof. Dr. Pfnür: Immobilien
• Herr Prof. Dr. Blees: Mobilität
• Herr Prof. Dr. Goldschmidt: Gesundheit & Soziales
• Herr Dr. Joch: Kultur & Freizeit
• Herr Karl-Heinz Streibich: Telekommunikation & IT
• Frau Prof. Dr. Schebek: Entsorgung & Abwasser
• Herr Prof. Dr. Papenfuß: Beteiligungsmanagement
Ebenso flossen die Anregungen von Personalvertretungen und Kundenbeiräten in die
Strategieformulierung ein.
In der Stadtwirtschaftsstrategie werden die städtischen Ziele und Maßnahmen definiert, die für
die unmittelbaren und mittelbaren Mehrheitsbeteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt
gelten sollen. Der Stadtkonzern mit rund 160 Unternehmen bietet mehr als 8.000 Menschen
einen Arbeitsplatz und erwirtschaftete in Summe in 2013 eine Gesamtleistung von 2.514 Mio.
Euro bei einer Bilanzsumme von 4.613 Mio. Euro.
- 5 -
Zur Systematisierung des Portfolios sind die Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt
in die Geschäftsfelder
1. Energie & Wasser,
2. Immobilien,
3. Mobilität,
4. Gesundheit & Soziales,
5. Kultur & Freizeit,
6. Telekommunikation & IT,
7. Entsorgung & Abwasser sowie
8. Beteiligungsmanagement
gegliedert.
Durch die Stadtwirtschaftsstrategie werden auch Querschnittsfunktionen mit aufgegriffen, die
eine Schnittstelle zwischen städtischen Ämtern und Beteiligungen bilden. Beispiele sind die
übergreifenden Tätigkeitsfelder des Sportamts der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des
Eigenbetriebs Bäder, des Kulturamts und des Eigenbetriebs Kulturinstitute sowie des Amts für
Wirtschaft und Stadtentwicklung und der Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH.
Die Stadtwirtschaftsstrategie 2020 der Wissenschaftsstadt Darmstadt basiert sowohl auf den
Beschlüssen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, wie beispielsweise dem
Verkehrsentwicklungsplan oder dem Klimaschutzkonzept sowie den Strategien und Zielen der
Beteiligungen.
Die Stadtwirtschaftsstrategie 2020 stellt neben dem Darmstädter Beteiligungskodex und den
Darmstädter Compliance-Leitlinien die konsequente Weiterentwicklung des
Beteiligungsmanagements dar.
Die Stadtwirtschaftsstrategie gliedert sich in einen öffentlichen und einen nicht-öffentlichen
Teil. In dem öffentlichen Teil sind die geschäftsfeldübergreifenden Ziele der Stadtwirtschaft
und die Erwartungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt an die einzelnen Geschäftsfelder und
die Unternehmen formuliert. Die unternehmensspezifischen Ziele und Maßnahmen sind in dem
aus Gründen der Wahrung von Geschäftsgeheimnissen nicht-öffentlichen zweiten Teil definiert.
Die Stadtwirtschaftsstrategie unterscheidet folgende Elemente.
Leistungsbezogene Elemente:
/square4 Sicherstellung von Kernleistungen der Daseinsvorsorge für die Wissenschaftsstadt
Darmstadt, ihre Bürger sowie Unternehmen,
/square4 effiziente und qualitativ angemessene Leistungserbringung,
/square4 Fokussierung der Leistungserstellung auf Kernleistungen,
/square4 selektiver Ausbau der Geschäftsfelder.
- 6 -
Unternehmensbezogene Elemente:
/square4 Stärkung der Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
/square4 Steigerung bzw. Erhalt der Wertschöpfung in Stadt und Region sowie Sicherung der
sozialen Stabilität,
/square4 Sicherung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen,
/square4 aktiver Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit,
/square4 angemessene Ergebnisse nach Steuern,
/square4 relevante Kernziele je Geschäftsfeld und für ausgewählte Unternehmen des
Stadtkonzerns.
Im Anschluss an die Befassung der städtischen Gremien sollen die in der
Stadtwirtschaftsstrategie für die einzelnen Unternehmen bzw. Geschäftsfelder formulierten
Ziele und Maßnahmen umgesetzt werden. Die kommunalen Vertreter in den Aufsichtsgremien
der Unternehmen der Stadtwirtschaft wirken darauf hin, dass die Stadtwirtschaftsstrategie
entsprechend angewendet und umgesetzt wird. Für die Eigenbetriebe trägt der Magistrat
Sorge, dass die Stadtwirtschaftsstrategie umgesetzt wird.
Nach Verabschiedung der Stadtwirtschaftsstrategie sind zur Verankerung der Ziele und zur
Zielkontrolle bei den Unternehmen der Stadtwirtschaft geeignete Instrumente zu nutzen. Dies
können z. B. Zielvereinbarungen mit den Unternehmensleitungen sein, deren Einhaltung durch
die Aufsichtsgremien zu überwachen ist. Dafür sind die Zielvereinbarungen mit den
verantwortlichen Geschäftsleitungen sämtlicher Beteiligungen entsprechend anzupassen oder
neu zu formulieren.
In einem ersten Schritt wird durch das Beteiligungsmanagement ein Produkthandbuch erstellt
werden, in dem die TOP-Produkte der Stadtwirtschaft dargestellt werden.
Die HEAG wird regelmäßig über den Stand der Umsetzung berichten.
Eine Fortentwicklung und Anpassung der Strategie wird zukünftig bei Bedarf, spätestens aber
alle fünf Jahre unter Federführung des Beteiligungsmanagements in Abstimmung mit den
Verantwortlichen auf Stadt- und Unternehmensseite vorgenommen. Die Ergebnisse dieses
Prozesses werden den städtischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
Um den Mitgliedern der städtischen Gremien ausreichend Zeit für die Durchsicht der
umfangreichen Unterlagen zu geben, ist beabsichtigt, die Vorlage in der Sitzung des Magistrats
am 04.03.2015 und in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 07.05.2015 zu
behandeln.
Darmstadt, den 18.02.2015
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Anlage
anlage 5
185 Zeichen
Punkt 8: Stadtwirtschaftsstrategie 2020 (V-Nr. 2015/0066) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: Fraktion Die Linke.
2015/0066
8611 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.02.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Rechtsamt -
Stadtwirtschaftskoordina
tion
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0066
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Stadtwirtschaftsstrategie 2020
Vorlage vom: 18.02.2015
Beschlussvorschlag :
1. Dem öffentliche n Teil der Stadtwirtschaftsstrategie 2020 der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(Geschäftsfeldübergreifende Ziele und Erwartungen an die Geschäftsfelder und die
Unternehmen) wird zugestimmt.
2. Der nicht-öffentliche Teil der Stadtwirtschaftsstrategie 2020 der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(Unternehmensspezifische Ziele und Maßnahmen) wird zur Kenntnis genommen.
3. Den Beteiligungen, an denen die Wissenschaftsstadt Darmstadt unmittelbar oder mittelbar mit
weniger als 50 % der Anteile beteiligt ist, werden die ge schäftsfeldübergreifenden Ziele zur
Anwendung empfohlen.
- 2 -
Anlagen: Stadtwirtschaftsstrategie 2020 öffentlicher Teil
Stadtwirtschaftsstrategie 2020 nicht -öffentlicher Teil
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.02.2015
Begründung:
Bereits im Jahr 2009 hat die HEAG im Auftrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt die erste
Stadtwirtschaftsstrategie in Hessen und eine der ersten in Deutschland erarbeitet. Aufbaue nd
auf dieser hat das Beteiligungsmanagement im Hinblick auf die aktuelle strategische
Ausrichtung und die Interessen der Stadt diese grundlegend überarbeitet und ergänzt. Hierzu
wurden unter anderem gemeinsam mit Unternehmen der Stadtwirtschaft Wettbewerb s- und
Marktanalysen durchgeführt und entsprechende Handlungsoptionen in die
Stadtwirtschaftsstrategie 2020 eingearbeitet.
Die Stadtwirtschaftsstrategie 2020 der Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde in enger
Abstimmung mit den Fachdezernenten, den Geschäftsleitungen der maßgeblichen
Beteiligungen sowie einem Lenkungskreis, bestehend aus dem Oberbürgermeister als
Beteiligungsdezernenten, dem Stadtkämmerer, dem Stadtwirtschaftskoordinator sowie jeweils
einer Vertreterin oder einem Vertreter der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung
entwickelt. Sie ersetzt die bisherige Stadtwirtschaftsstrategie, greift die in der
Stadtwirtschaftsstrategie 2009 beschlossenen Ziele und Maßnahmen auf, entwickelt diese
weiter und formuliert neue Ziele. Damit definiert die Stadtwirtschaftsstrategie die strategischen
Ziele der Stadt für ihre Beteiligungen bis 2020.
In der Strategie sind Expertenmeinungen in die Formulierung der strategischen Ziele
eingeflossen. Als Expertin und Experten wurden die folgenden Fachleute herangezogen:
Herr Reck (VKU): Energie und Wasser
Herr Prof. Dr. Pfnür: Immobilien
Herr Prof. Dr. Blees: Mobilität
Herr Prof. Dr. Goldschmidt: Gesundheit & Soziales
Herr Dr. Joch: Kultur & Freizeit
Herr Karl-Heinz Streibich: Telekommunikation & IT
Frau Prof. Dr. Schebek: Entsorgung & Abwasser
Herr Prof. Dr. Papenfuß: Beteiligungsmanagement
Ebenso flossen die Anregungen von Personalvertretungen und Kundenbeiräten in die
Strategieformulierung ein.
In der Stadtwirtschaftsstrategie werden die städtischen Ziele und Maßnahmen definiert, die für
die unmittelbaren und mittelbaren Mehrheitsbeteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt
gelten sollen. Der Stadtkonzern mit rund 160 Unternehmen bietet mehr als 8.000 Menschen
einen Arbeitsplatz und erwirtschaftete in Summe in 2013 eine Gesamtleistung von 2.514 Mio.
Euro bei einer Bilanzsumme von 4.613 Mio. Euro.
- 4 -
Zur Systematisierung des Portfolios sind die Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt
in die Geschäftsfelder
1. Energie & Wasser,
2. Immobilien,
3. Mobilität,
4. Gesundheit & Soziales,
5. Kultur & Freizeit,
6. Telekommunikation & IT,
7. Entsorgung & Abwasser sowie
8. Beteiligungsmanagement
gegliedert.
Durch die Stadtwirtschaftsstrategie werden auch Querschnittsfunktionen mit aufgegriffen, d ie
eine Schnittstelle zwischen städtischen Ämtern und Beteiligungen bilden. Beispiele sind die
übergreifenden Tätigkeitsfelder des Sportamts der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des
Eigenbetriebs Bäder, des Kulturamts und des Eigenbetriebs Kulturinstitute sowie des Amts für
Wirtschaft und Stadtentwicklung und der Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH.
Die Stadtwirtschaftsstrategie 2020 der Wissenschaftsstadt Darmstadt basiert sowohl auf den
Beschlüssen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, wie beispielsweise dem
Verkehrsentwicklungsplan oder dem Klimaschutzkonzept sowie den Strategien und Zielen der
Beteiligungen.
Die Stadtwirtschaftsstrategie 2020 stellt neben dem Darmstädter Beteiligungskodex und den
Darmstädter Compliance-Leitlinien die konsequente Weiterentwicklung des
Beteiligungsmanagements dar.
Die Stadtwirtschaftsstrategie gliedert sich in einen öffentlichen und einen nicht-öffentlichen
Teil. In dem öffentlichen Teil sind die geschäftsfeldübergreifenden Ziele der Stadtwirtschaft
und die Erwartungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt an die einzelnen Geschäftsfelder und
die Unternehmen formuliert. Die unternehmensspezifischen Ziele und Maßnahmen sind in dem
aus Gründen der Wahrung von Geschäftsgeheimnissen nicht-öffentlichen zweiten Teil definiert.
Die Stadtwirtschaftsstrategie unterscheidet folgende Elemente.
Leistungsbezogene Elemente:
Sicherstellung von Kernleistungen der Daseinsvorsorge für die Wissenschaftsstadt
Darmstadt, ihre Bürger sowie Unternehmen,
effiziente und qualitativ angemessene Leistungserbringung,
Fokussierung der Leistungserstellung auf Kernleistungen,
selektiver Ausbau der Geschäftsfelder.
- 5 -
Unternehmensbezogene Elemente:
Stärkung der Positionierung der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
Steigerung bzw. Erhalt der Wertschöpfung in Stadt und Region sowie Sicherung der
sozialen Stabilität,
Sicherung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen,
aktiver Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit,
angemessene Ergebnisse nach Steuern,
relevante Kernziele je Geschäftsfeld und für ausgewählte Unternehmen des
Stadtkonzerns.
Im Anschluss an die Befassung der städtischen Gremien sollen die in der
Stadtwirtschaftsstrategie für die einzelnen Unternehmen bzw. Geschäftsfelder formulierten
Ziele und Maßnahmen umgesetzt werden. Die kommunalen Vertreter in den Aufsichtsgremien
der Unternehmen der Stadtwirtschaft wirken darauf hin, dass die Stadtwirtschaftsstrategie
entsprechend angewendet und umgesetzt wird. Für die Eigenbetriebe trägt der Magistrat
Sorge, dass die Stadtwirtschaftsstrategie umgesetzt wird.
Nach Verabschiedung der Stadtwirtschaftsstrategie sind zur Verankerung der Ziele und zur
Zielkontrolle bei den Unternehmen der Stadtwirtschaft geeignete Instrumente zu nutzen. Dies
können z. B. Zielvereinbarungen mit den Unternehmensleitungen sein, deren Einhaltung durch
die Aufsichtsgremien zu überwachen ist. Dafür sind die Zielvereinbarungen mit den
verantwortlichen Geschäftsleitungen sämtlicher Beteiligungen entsprechend anzupassen oder
neu zu formulieren.
In einem ersten Schritt wird durch das Beteiligungsmanagement ein Produkthandbuch erstellt
werden, in dem die TOP-Produkte der Stadtwirtschaft dargestellt werden.
Die HEAG wird regelmäßig über den Stand der Umsetzung berichten.
Eine Fortentwicklung und Anpassung der Strategie wird zukünftig bei Bedarf, spätestens aber
alle fünf Jahre unter Federführung des Beteiligungsmanagements in Abstimmung mit den
Verantwortlichen auf Stadt- und Unternehmensseite vorgenommen. Die Ergebnisse dieses
Prozesses werden den städtischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
Um den Mitgliedern der städtischen Gremien ausreichend Zeit für die Durchsicht der
umfangreichen Unterlagen zu geben, ist beabsichtigt, die Vorlage in der Sitzung des Magistrats
am 04.03.2015 und in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 07.05.2015 zu
behandeln.
Darmstadt, den 18.02.2015
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Anlage
anlage 4
157 Zeichen
Punkt 3: Stadtwirtschaftsstrategie 2020 (V-Nr. 2015/0066) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vo rlage zuzustimmen.
Beratungsverlauf (4)
Orte (3)
- Marktplatz
- Luisenplatz 5a
- Im Carree 1
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0066
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 18.02.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00