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2012/0219

Schließung der Stadtgärtnerei

Magistratsvorlage 25.06.2012

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2012/0219

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2012/0219

6210 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
06.07.2012 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Grünflächenamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2012/0219 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.: 551010 
Kostenstelle: 067-021-1000 Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Schließung der Stadtgärtnerei 
 
Vorlage vom: 25.06.2012 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Magistrat beschließt, die Stadtgärtnerei zum 1.1.2015 zu schließen. Die Mittel in Höhe 
    von rund 40.000 Euro zum Kauf der Wechselflorpflanzen sind ab dem Jahr 2015 im Haushalt 
    des Grünflächenamtes zur Verfügung zu stellen. 
2. Das Stadtplanungsamt und das Grünflächenamt werden gemeinsam beauftragt, ein 
    Nutzungskonzept für die Nachnutzung des Stadtgärtnereigeländes zu entwickeln. 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 25. Juni 2012   
 
 
Begründung: 
 
Der Betrieb der Stadtgärtnerei ist unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht wirtschaftlich 
darstellbar. Die Gebäude sind in einem schlechten baulichen Zustand, die Arbeitsabläufe sind 
aufgrund der Rahmenbedingungen nicht effizient steuerbar (keine Rolltische zu Erleichterung der 
Pflanzenproduktion unter ergonomischen Gesichtspunkten),, schlechte Energiebilanz (fehlende 
effiziente Klimasteuerung), keine automatischen Bewässerungs- und Düngungseinrichtungen, etc. 
Die Kosten für den Betrieb der Stadtgärtnerei (ohne Pflege des Orangeriegartens) belaufen sich auf 
rund 250.000 Euro pro Jahr (ohne Personalkosten). Hierin sind die Kosten aus dem Vermieter-
Mieter-Modell bereits enthalten.  
 
Bei den vorhandenen Gebäuden besteht ein Investitionsstau, der den Betrieb durch 
Abschreibungen, Tilgung und Zinsen noch unwirtschaftlicher machen würde.  
 
In der Stadtgärtnerei werden jährlich rund 60.000 Pflanzen herangezogen. Diese Pflanzen müssten 
zukünftig zugekauft werden, wenn der Orangeriegarten das Erscheinungsbild des barocken Gartens 
beibehalten soll. Hierzu muss das Amt Anbauverträge mit Gärtnereien abschließen. Eine 
entsprechende Verpflichtung ist aller Voraussicht nach bereits 1- 1½ Jahre vor Schließung der 
Gärtnerei einzugehen. Die Kosten für den Kauf werden aufgrund der heutigen Preise auf 40.000 
Euro geschätzt. Sie sind abhängig von den jeweiligen Pflanzkonzepten, die immer mal wieder auch 
variieren.  
 
In der Stadtgärtnerei werden Ausbildungsplätze für den Berufszweig Zierpflanzengärtner 
angeboten. Der Zeitpunkt der Schließung wurde deshalb so gewählt, dass die Auszubildenden alle 
noch ihre begonnene Ausbildung zu Ende führen können. In diesem Bereich wurde über Bedarf 
ausgebildet. Aufgrund der Personalkostenkonsolidierung wird es für das Amt zunehmend 
schwieriger die Auszubildenden im eigenen Betrieb unter zu bringen.  
 
In der Stadtgärtnerei sind derzeit 5 Personen sowie 3 Auszubildende beschäftigt. Diese 
Mitarbeiter/innen kümmern sich sowohl um die Pflanzenproduktion wie auch um die Pflege des 
historischen Orangeriegartens. In den nächsten Jahren werden 2 Stellen durch alters- bzw. 
krankheitsbedingtes Ausscheiden in der Stadtgärtnerei frei. Diese Stellen fließen in die 
Haushaltskonsolidierung ein. Die übrigen 3 Stellen bleiben erhalten und werden für die Pflege des 
Orangeriegartens eingesetzt. Die Entscheidung zur Übernahme der Auszubildenden ist abhängig 
davon, ob die Prüfung mit einem guten Ergebnis abgeschlossen wird und ob freie Stellen zur 
Eingliederung vorhanden sind.  
 
Derzeit ist im Sozialgebäude der Stadtgärtnerei noch ein weiteres Pflegerevier mit Maschinen- und 
Fahrzeugpark untergebracht. Diese Pflegerevier pflegt sämtliche Grünflächen ab Höhe Rheinstraße 
bis Eberstadt. Eine Unterbringung dieses Pflegestützpunktes in der Orangerie unter logistischen 
Gesichtspunkten dort auch weiterhin sinnvoll. Inwiefern eine Verlagerung in die Pallaswiesenstraße 
87 (zentraler Werkhof des Grünflächenamtes) möglich ist und wirtschaftlich darstellbar ist, muss 
noch genauer untersucht werden. Weiterhin wurde im Orangeriegarten auf der Betriebsfläche der 
Stadtgärtnerei eine Lagerfläche für Schüttgüter und Grünschnitt eingerichtet, die ebenfalls 
betriebsnotwendig ist.

- 4 - 
Das Kübelüberwinterungshaus muss aus betrieblichen Gründen erhalten bleiben, um die Kübel zu 
überwintern. Weitere Kübel für Dekorationszwecke werden derzeit in den Gewächshäusern 
untergebracht. Bei Aufgabe aller Gewächshäuser würde dieser Service entfallen. Von der 
Schließung der Stadtgärtnerei sind diverse Ämter und Dezernatsbüros,  insbesondere aber das 
Standesamt betroffen, das von der Gärtnerei die Dekorationen für die Trauzimmer im St andesamt 
bzw. im Hochzeitsturm erhalten hat. Das Standesamt muss zukünftig Mittel für den Zukauf im 
Haushalt einplanen.  
 
Die Umorganisation erfordert die Bereitstellung von Investitionsmitteln, deren Höhe zum 
gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden können. Weiterhin sollte zügig entschieden 
werden, was mit dem aufgelassenen Betriebsgelände passiert, da insbesondere die leerstehenden 
Gewächshäuser sehr vandalismusanfällig sind.  
 
Das Grünflächenamt wird in den nächsten Monaten diverse Sachverhalte prüfen, um eine 
Entscheidungsgrundlage dafür zu liefern, was an betriebsnotwendigen Einrichtungen auf dem 
Betriebsgelände Stadtgärtnerei auch weiterhin noch erforderlich ist. 
 
Gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt wird das Grünflächenamt einen Vorschlag für ein 
Nutzungskonzept erarbeiten und zu gegebener Zeit zur Beschlussfassung vorlegen.  
 
 
 
 
Aufgestellt: 
Darmstadt, 25. Juni 2012  
67-0 F                 
/telephonesolid 2900 
 
 
 
 
Dezernat III       Dezernat IV 
 
 
 
Brigitte Lindscheid      André Schellenberg 
Stadträtin       Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (5)

TOP 11
TOP 22
TOP 11
TOP 283
TOP 12

Orte (2)

  • Pallaswiesenstraße 87
  • Rheinstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
2012/0219
Typ
Magistratsvorlage
Datum
25.06.2012
Erstellt
29.09.2026 00:00