A-R/0022/2023
Münsters Wettbewerbsfähigkeit mit Wohnraum für Familien fördern
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A-R-0022-2023-CDU-Münsters Wettbewerbsfähigkeit mit Wohnraum für Familien fördern
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0022/2023 RATSANTRAG Münster, 24. Mai 2023 Münsters Wettbewerbsfähigkeit mit Wohnraum für Familien fördern Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Städte mit einer familienfreundlichen Wohnraumpolitik sind attraktiver für Familien, was zu einem Zuzug von qualifizierten Arbeitskräften führen kann. Gute Lebensqualität, hochwertige Bildungseinrichtungen und andere familiengerechte Infrastrukturen sind ein Teil des Angebots, das Münster formuliert. Die gezielte Förderung von Wohnraum für Familien soll zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Wenn Familien in der Nähe ihrer Arbeitsplätze leben, wird der Pendelverkehr reduziert, was zu einer Verringerung des Verkehrsaufkommens und der Umweltbelastung führt. Zudem kann eine gute Durchmischung von verschiedenen Altersgruppen und Haushaltstypen zu lebendigen und vielfältigen Nachbarschaften beitragen, die soziale Interaktion und Nachbarschaftssolidarität fördern. Die Förderung von Wohnraum für Familien ist ein langfristiger Investitionsansatz. Familien sind die Grundlage für die zukünftige Entwicklung einer Stadt. Indem Städte Familien unterstützen und ihnen geeigneten Wohnraum bieten, schaffen sie eine stabile und nachhaltige Zukunft. Kinder, die in familienfreundlichen Umgebungen aufwachsen, haben bessere Chancen, sich zu gesunden und produktiven Mitgliedern der Gesellschaft zu entwickeln. Insgesamt ist die Förderung von Wohnraum für Familien eine Investition in die Zukunft einer Stadt. Es trägt zur sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung bei und macht Städte attraktiv, lebenswert und nachhaltig. Die Verwaltung wird deshalb beauftragt, zu folgenden Fragestellungen im zuständigen Fachausschuss zu berichten, ggf. auf der Grundlage eines Gutachtens: 1. Wie viele junge Familien oder andere Formen des Zusammenlebens, die die monatlichen Kosten (Miete oder Finanzierung) grundsätzlich bestreiten könnten, suchen derzeit in Münster erfolglos ein Einfamilienhaus? 2. Wie viele Familien davon würden in Umlandgemeinden (Umkreis < 30 km) umziehen und ihre Arbeitsstelle in Münster behalten? 3. Wie viele Pendler fahren aus Gründen fehlenden oder unpassenden Wohnraums täglich aus Umland - Gemeinden aus ihren Wohnungen nach Münster oder umgekehrt? Wie viele davon mit ÖPNV, wie viele per MIV (Motorisierter Individualverkehr)? Wie viele Tonnen CO2 entstehen dadurch jährlich? 4. Wie viele Kinder aus dem Umland pendeln täglich zu den Münsteraner Schulen? 5. Welche Belastungen für den städtischen Haushalt entstehen der Stadt Münster dadurch, dass Infrastruktur für Pendler geschaffen werden muss, die in Münster keine passende Wohnung / kein passendes Haus finden? 6. Welche Belastungen entstehen dadurch für die Münsteraner Wirtschaft, weil dringend benötigte Fachkräfte wegen der Wohn- und Infrastrukturproblematik nicht nach Münster - 2 - kommen bzw. weil junge akademische Fachkräfte wegen der Wohnsituation wegziehen? 7. Was kann in Münster und zusammen mit den Umlandgemeinden verkehrs- und flächenplanerisch kurz- und mittelfristig getan werden, um diese Situation nachhaltiger zu gestalten? Begründung: Laut einer Pressemitteilung ist Münster mit einem Altersdurchschnitt von 41,4 Jahren die jüngste kreisfreie Stadt Nordrhein – Westfalens. Das liegt vor allen Dingen auch den jungen Menschen, die zu Studium und Ausbildung nach Münster gekommen sind und hierbleiben wollen. Viele davon finden jedoch nicht den für sie passenden Wohnraum und ziehen in Umlandgemeinden, teilweise sogar mit Arbeitsstellenwechsel. Die Erhebung soll dazu dienen, gerade jüngeren Menschen und Familien ein passenderes Wohnangebot zu machen, um die jungen Menschen in der Stadt zu halten. Davon profitieren die jungen Menschen und Familien, die Stadtgesellschaft und die Wirtschaft, die dringend junge, gut ausgebildete Menschen beschäftigen möchte. Außerdem zahlt ein besseres Angebot auch auf Nachhaltigkeit ein. Es ist vermutlich nicht sinnvoll, jungen Menschen aus Nachhaltigkeitsgründen passenden Wohnraum auf dem Stadtgebiet zu verweigern. Die Wohnungssuchenden finden das passende Wohnangebot im näheren Umland und pendeln – zumeist mit MIV – in die Stadt und schicken ihre Kinder auf weiterführende Schulen in Münster. Hier muss zur Verbreiterung der Faktenlage eine Gesamtbetrachtung erfolgen, was aus folgender Beispielsrechnung zu erkennen ist: Bei einer Wegstrecke von 20 km sind an 220 Arbeitstagen 8.800 km zurückzulegen, was bei einem 5 l – Auto zu 440 l Treibstoff pro Jahr führt. Unterstellt das Haus wird 30 Jahre genutzt, „kostet“ ein Einfamilienhaus, das nicht in Münster, sondern in einer Umlandgemeinde gebaut wird, 13.200 l Treibstoff, allein für eine pendelnde Person. Es stellt sich die Frage, wie groß das Bedürfnis nach anderem Wohnraum ist, der in Münster nicht befriedigt werden kann / aus ideologischen Gründen nicht befriedigt werden soll, und was die Einflüsse auf die Menschen, die Stadt und die Nachhaltigkeit sind, die aus unpassenden Wohnangeboten in Münster folgen. Gez. Stefan Weber und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0022/2023
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 24.05.2023
- Erstellt
- 24.05.2023 14:13