Mandari Insight

V/0319/2009

Antrag der CDU-Fraktion A-R/0051/2008 "Mit Hybrid-Bussen Münsters Straßen sauberer machen"

Vorlagen 27.04.2009

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 13.05.2009, TOP 2.2

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1b: Stellungnahme Stadtwerke GmbH

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1a: Stellungnahme Stadtwerke GmbH

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2: Antrag A-R 0051 2008

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

1605 Zeichen

V/0319/2009 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der CDU-Fraktion A-R/0051/2008 "Mit Hybrid-Bussen Münsters Straßen sauberer 
machen" 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
13.05.2009 Hauptausschuss Entscheidung
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
1. Der Erfahrungsbericht der Stadtwerke Münster GmbH (Anlage 1) wird zur Kenntnis ge-
nommen. 
 
2. Von einer Anschaffung von Bussen mit Hybridtechnik wird aufgrund des derzeit ungünsti-
gen Preis-Leistungs-Verhältnisses Abstand genommen.  
 
3. Der Antrag der CDU-Fraktion A-R/0051/2008 (Anlage 2) ist mit Vorlage des Berichtes erle-
digt. 
 
Begründung: 
Mit dem Antrag der CDU Fraktion „Mit Hybrid-Bussen Münsters Strassen sauberer machen“ soll 
erreicht werden, dass die Stadtwerke Münster GmbH ihre herausgehobene Stellung, mit einer der 
modernsten Busflotten Deutschlands und als Vorreit er im ÖPNV beim Klimaschutz, behält bzw. 
weiter ausbaut. 
 
Durch Anregung der CDU Fraktion mit dem o. g. Antrag konnte in der Zeit vom 11.10. bis 
18.10.2008 die Stadtwerke Münster GmbH einen fabrikneuen Hybrid-Gelenkbus testen. 
 
Aufgrund dieser Ergebnisse wird zurzeit von einem Einstieg in die Hybridtechnik abgeraten. Die 
Entwicklung wird allerdings mit großem Interesse weiterverfolgt. 
 
 
I.V. 
 
gez. Bickeböller 
Stadtkämmerin 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Bericht der Stadtwerke Münster GmbH 
Anlage 2: Antrag an den Rat Nr. A-R/0051/2008 
  
Vorlagen-Nr.: 
V/0319/2009 
Auskunft erteilt: 
Herr Deppe 
Ruf: 
492 20 20 
E-Mail: 
Deppe@stadt-muenster.de  
Datum: 
27.04.2009 
Öffentliche Beschlussvorlage

Anlage 1b: Stellungnahme Stadtwerke GmbH

14203 Zeichen

An 
Solaris Deutschland GmbH 
Bei den Wörden 33 
 
13437 Berlin 
 Eckhard Schläfke 
Betriebsleiter Verkehrsbetrieb 
0251.694.3820 
0251.694.3823 
e.schlaefke@stadtwerke-muenster.de 
      
      
      
www.stadtwerke-muenster.de  
30. Oktober 2008  
 
 
 
Daten und Fakten: 
 
Zahl der Achsen:  3  
Hersteller:  Solaris  
Wagentyp:  Urbino 18 Hybrid  
Motoren (Typ):  Diesel-Motor von Cummins  
Diesel-Motoren (Leistung):  rund 184 kW  
Elektro-Motoren (Leistung):  zweimal 75 kW  
Plätze (Steh-/Sitz-):  99/ 43+4 Klappsitze  
Gewicht (to):  28 (gesamt) / 17,7 (leer)  
 
Einsatzzeit in Münster: 11.10.2008 bis 18.10.2008   
 
 
 
 
Lokale Rahmenbedingungen 
 
Münster verfolgt ambitionierte Ziele zur Reduzierung der Luftschadstoffbelastung. Neben 
den Ruß- und Partikelemmissionen ist insbesondere der Ausstoß von Stickoxiden deutlich 
zu reduzieren. Reduzierte Kraftstoffverbrauche leisten ebenso einen Beitrag zum 
Klimaschutz durch Verringerung der C0 
2-Emmissionen. Zukünftig von besonderer 
Bedeutung wird die Umgebungslärmbelastung sein. Das gilt für die Buslinienführungen 
durch Wohngebiete mit Gelenkbussen in besonderem Maße. In Münster werden zeitgleich 
100 Gelenkbusse und 40 Solobusse (davon 25 angemietet) für den Stadtlinienverkehr 
eingesetzt. Alle eigenen Stadtbusse verfügen bereits über einen Dieselpartikelfilter (CRT). 
Die Linien werden überwiegend aus den umliegenden Stadtteilen über den Hauptbahnhof 
und der historischen Innenstadt als Durchmesserlinien geführt. Der Straßenbahnbetrieb 
wurde in Münster bereit 1954 eingestellt, der Oberleitungsbus wurde 1968 endgültig durch 
den wirtschaftlicheren Dieselbus abgelöst. Die tendenziell stark gestiegenen Dieselpreise 
und die immer höheren technischen Anforderungen zur Erreichung der Emmissions-
Grenzwertvorgaben haben die Stadtwerke Münster zusammen mit ihrem 
Kooperationspartner Stadtwerke Osnabrück veranlasst, am Interessenbekundungsverfahren 
für das Demonstrationsvorhaben „Hybridbusse für einen umweltfreundlichen ÖPNV“ des 
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) teilzunehmen.  
Um die Tauglichkeit eines bereits serienreifen Hybridfahrzeuges für den Stadtverkehr in 
Münster zu prüfen, hat die Fa. Solaris den Stadtwerken Münster einen fabrikneuen Hybrid-
Gelenkbus der Marke Solaris Urbino 18 Hybrid vom 11.Oktober bis 18.Oktober 2008 zu 
Testzwecken zur Verfügung gestellt.  
Fakten zum Hybrikdbus

2. Seite, 30. Oktober 2008 
 
Funktionsweise (Angabe Hersteller) 
 
Bei dem Hybrid-Gelenkbus der Marke Solaris Urbino 18 Hybrid arbeitet unter der 
Motorhaube ein klassischer Dieselmotor parallel mit zwei leistungsstarken Elektromotoren 
nebst dazugehöriger Speichereinheit.  
 
Außer einem sinkenden 
Kraftstoff-Verbrauch und einem 
leiseren Fahrgeräusch 
versprechen die Hersteller auch 
einen höheren Fahrkomfort. 
Bestätigen sich die Messwerte, 
amortisiert sich der deutlich 
höhere Preis des Busses.  
 
Das Dieselaggregat, dessen 
Abgasausstoß der Euro 5-Norm 
entspricht und mit Partikelfilter 
ausgestattet ist, wird während 
der Fahrt von zwei 
Elektromotoren unterstützt. Die 
beziehen ihre Energie von einem auf dem Dach befindlichen Energiespeicher, einer 
speziellen Nickel-Metall-Hydrid-Batterie. Bremst der Bus oder steht überschüssige 
Dieselkraft zur Verfügung, wird die 600 Volt-Hochleistungsbatterie geladen. Über ein 
sogenanntes Planetengetriebe koppeln sich die Elektromotoren zur Fahrt ein und entlasten 
damit den Dieselmotor oder laufen beim Bremsen als Generator mit und laden die Batterie. 
Eine Steuerelektronik sorgt für ein optimales Energiemanagement im Fahrzeug.  
 
Die Geräusch-Entwicklung des Antriebes ist vergleichbar mit derjenigen eines Autos. Die 
weiche Schaltung des Busgetriebes verbessert den Fahrkomfort und beschleunigt den 
Wagen gleichmäßiger. 
 
 
Erfahrungsbericht Verkehrsbetrieb Stadtwerke Münster  
 
Gesamteindruck 
Mit der zweiten , weiterentwickelten Generation des richtungsweisenden Fahrzeuges ist es 
dem Bushersteller Solaris gelungen, eine echte Alternative zum herkömmlichen Dieselbus 
auf den Markt zu bringen. Der Innenraum wurde durch den nun hinten stehenden push-
Motor deutlich aufgewertet. Der 
Cummins-Dieselmotor wurde eine 
Variante kleiner gewählt und läuft bei 
178 kW mit 6,7 ltr Hubraum konstant 
mit optimaler Drehzahl. Der Turmbau 
des hinten stehenden Motors ist in 
Münster nicht unbekannt, da bereits seit 
einigen Jahren zwei Solaris Solobusse 
mit dieser Konstruktion unterwegs sind. 
Das ästhetische Empfinden eines 
stehenden Motors ist bei Experten 
geteilt und in Deutschland wird eher der 
liegende Motor favorisiert, den Kunden scheint es aber nicht zu interessieren: Bezüglich 
dieser Konstruktion gibt es keine Kundenbeschwerden. Da auch Produktionskosten und 
Wartungskosten bei einem stehendem Serienmotor geringer sind, muss der liegende Motor 
zukünftig sicherlich in Frage gestellt werden.

3. Seite, 30. Oktober 2008 
Die Durchgangshöhe im Gelenkbereich ist mit knapp 2,00 mtr noch verbesserungsbedürftig. 
Die Verarbeitungsqualität im Innenraum war ansonsten beanstandungslos und kann lobend 
hervorgehoben werden.   
 
Es handelt sich bei dem Fahrzeug um einen sogenannten leistungsverzeigten Hybrid im 
Gegensatz zu einem seriellen Hybridfahrzeug, welches einen kurzfristigen Antrieb nur über 
einen Elektromotor ermöglicht. Für Stadtbusverkehre mit Durchmesserlinien ist das für die 
Innenstadtbereiche eine zu bevorzugende Lösung, die der Solaris-Hybrid in dieser Form 
nicht leisten kann. Die gegenwärtig angebotene Version ist andereseits verfügbar und 
hinsichtlich der Emmisionen ein deutlicher Fortschritt. 
 
 
Fahrzeugmaße  
 
Das Hybridfahrzeug hat durch die auf dem Dach angebrachten Batterien und insbesondere 
die Kühlergruppe auf dem hinteren Dachteil eine Höhe von 3,28 mtr (Herstellerangabe 3,25 
mtr). Da in Münster nahezu alle ÖPNV-Hauptachsen unterhalb von Eisenbahnbrücken in 
Bogenbauweise mit teilweise max. Durchfahrtshöhe von 3,30 mtr verlaufen (siehe Bild), 
kann gegenwärtig ein Solaris Hybridbus nur eingeschränkt im Linienbetrieb in Münster 
eingesetzt werden. Dieses Problem könnte konstruktionstechnisch dadurch gelöste werden, 
dass die hintere Kühlergruppe etwa 15 Ctm in den hinteren Innenraum versenkt wird oder 
aber zukünftig kleinere Aggregate 
verwendet werden. 
 
 
Das Leergewicht des Fahrzeuges fällt 
bedingt durch die Hybridelemente um etwa 
eine halbe Tonne höher aus als 
vergleichbare Gelenkbusse. Die Elemente 
sind auf alle Achsen verteilt, so dass 
Nutzlastbeschränkungen hinsichtlich der 
Fahrgastaufnahme nicht gesehen werden. 
 
 
Fahrgastkapazitäten  
 
Die Mitarbeiter der Stadtwerke Münster haben sich in Ihrer Mittagspause freundlicherweise 
zur Verfügung gestellt, um die Fahrgastkapazität und das Beschleunigungsverhalten im 
schweren Stadtbusbetrieb zu testen.  Der Solaris verfügt allgemein über eine geringere 
Anzahl von Sitzplätzen aufgrund des stehenden Motors. In der Ausführung als 4-Türer wirkt 
der hintere Bericht aber für den stehenden Fahrgast durchaus einladend, während beim 3-
Türer Gelenkzug der Stehbereich hinter Tür 3 weitestgehend gemieden werden. Dadurch 
sind die Herstellerangaben bezüglich der Fahrgastplätze nicht Maßstab für die wirkliche 
Beförderungskapazität. Im durchgeführten Test wurden erwachsene Menschen (ohne 
Rucksäcke und sonstiges Gepäck, kein Rollstuhl usw.) so in den Bus hineingelassen, dass 
jeder einen Sitzplatz eingenommen hat, die stehenden Passagiere bis zur Hinterbank eng 
aufgerückt sind, allerdings ohne Körperberührung.  Der Solaris hat im Vergleich in der 
normalen Ausführung 3-4 Sitzplätze weniger, bei etwa gleicher Anzahl von Stehplätzen. 
Insgesamt konnten 99 Erwachsene beim Solaris und 103 Erwachsene bei einem Citaro 
Gelenkbus befördert werden. Falls noch Gepäck, Rucksäcke und Kinderwagen oder 
Rollstühle hinzukommen, reduzieren sich diese Werte sogar noch. Mögliche 
Nutzlastbeschränkungen oder Achslastüberschreitungen durch die Zusatzgewichte erweisen 
sich somit als theoretisch und unbegründet.

4. Seite, 30. Oktober 2008 
 
Fahrerarbeitsplatz  
 
Der Fahrerarbeitsplatz entspricht weitestgehend dem VDV Arbeitsplatz, die D-N-R Schaltung 
ist dem Fahrpersonal bekannt, lediglich die Erhöhung der Rekuperationsenergie durch 
zusätzlichen Pfeiltasten ist im Stadtbusbetrieb eher theoretisch. Das Fahrpersonal hat 
andere Aufgaben. Besonders eingewiesene und motivierte Fahrer könnten unter Nutzung 
dieser Möglichkeit ggf. zusätzliche Einsparungen erzielen. Für eine ebene Topographie, wie 
sie in Münster vorzufinden ist, spielt das aber ohnehin eine untergeordnete Rolle. 
Allgemein wird der Fahrerarbeitsplatz als vollkommen unproblematisch bewertet. 
 
 
Beschleunigungsverhalten  
 
In Münster wurde auf dem weitläufigen Betriebsgelände eine Testumfahrt eingerichtet mit 
Start und Zielpunkt sowie zwei weiteren Haltepunkten. Mit einem vergleichbaren Bus wurden 
hintereinander mit dem speziell hierfür eingewiesenen Fahrer jeweils drei Runden mit 
folgenden Bedingungen gefahren, wobei jede Runde für sich gemessen wurde:  
 
1. Runde: 50 Fahrgäste, ruhige Fahrweise, ohne Abse nkung 
2. Runde: 50 Fahrgäste, schnelle Fahrweise, ohne Ab senkung 
3. Runde: 100 Fahrgäste, normale Fahrweise, mit Abs enkung an allen Haltestellen. 
 
Ergebnis: in der 1. Runde hatte der Solarisbus leichte Zeitnachteile, die im Fahrplan 
kompensierbar wären, die 2 Runde und 3. Runde hat jedoch gezeigt, dass das Fahrzeug in 
der Beschleunigung einem 220 kW Motor deutlich unterlegen ist. Als ein wesentliches 
Problem hat sich die Zeitspanne zwischen Absenkung-Türöffnung-Anhebung-Türschließung 
gezeigt. Die oben liegenden Gewichte verursachen offensichtich stärkere Anstrengungen für 
die Auf- und Absenkung. Ggf. könnte aber auch die Türsteuerung noch optimiert werden.  
Der Zeitabstand beträgt bis durchschnittlich 10% auf die Gesamtfahrzeit. Im schweren 
Stadtbusbetrieb werden daher - abhängig von den Fahrzeit- und Streckenprofilen – 
zusätzliche Fahrzeiten benötigt. 
 
 
Geräuschemmsionen  
 
Während der Testfahrten wurden Geräuschpegelmessungen in beiden 
Vergleichsfahrzeugen in vereinfachter Form durchgeführt. Die Messungen außen wurden in 
3 mtr Abstand vom Fahrzeug durchgeführt. Es wurde der Aufenthalt in der Haltestelle als 
auch die Anfahrt aus der Haltestelle gemessen. Innen im Fahrzeug wurde im vorderen Teil 
1,50 mtr hinter der Fahrerkabine und im Nachläufer 1,50 mtr vor der letzten Sitzbank 
gemessen.  Darüber hinaus wurden die Fahrgäste gebeten, ihr subjektives Empfinden in der 
Form mitzuteilen, welches Fahrzeug als lauter empfunden wird.  
Die objektiven Messungen ergaben ein klares Bild. Der Solaris hat in den Außengeräuschen 
einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Citaro, innen ist er sowohl hinten (stehender Motor) 
als auch vorne vergleichsweise lauter. Die Fahrgasteinschätzung ergab jedoch ein anderes 
Ergebnis: Die Fahrgäste, die in jeweils beiden Fahrzeugen hinten gesessen haben, 
empfanden den Citaro als lauter. Offensichtlich werden die höheren Drehzahlen und die 
größere Leistung beim Anfahren des deutlich stärkeren Citaro Motors subjektiv als lauter 
eingeschätzt. Der stehende Motor beim Hybridbus emm ittiert zwar stärker nach innen, der 
kleine Motor mit konstanter Drehzahl ist aber bezüglich der Geräuschemmissionen nach 
Auswertung der Ergebnisse nicht mehr als Nachteil heranzuziehen. Für die Stadtwerke 
Münster war das ein wichtiger Aspekt bei der zukünftigen Ausschreibung von Linienbussen. 
(Die Messergebnisse sind im Anhang als Tabelle verfügbar).

5. Seite, 30. Oktober 2008 
 
Dieselpartikel  
 
Bei den beiden Vergleichsbussen sowie einem herkömm lichen LKW ohne DPF wurde der 
sogenannten "Taschentuchtest" gemacht. Dabei wird bei Vollgas für einen kurzen Zeitraum 
ein weißes Vliestuch hinter dem Auspuffendrohr gehalten. Während der LKW ohne DPF 
entsprechende dunkelgraue Ergebnisse lieferte, hatte der Solaris Hybrid Euro V leichte 
graue Verfärbungen geliefert. Beim Citaro bluetec EEV waren keine Verfärbungen 
feststellbar. (Die drei jeweiligen Ergebnisse wurden im Bild festgehalten und sind als Anhang   
verfügbar) 
 
 
Dieselverbrauch  
 
Da das Fahrzeug nur für einen sehr begrenzten Zeitraum zur Verfügung stand, können keine 
gesicherten Aussagen zu den letztlich zu realisierenden Dieseleinsparungen gemacht 
werden. Die Topographie des Stadtgebietes ist durchgehend eben, die 
Reisegeschwindigkeit beträgt 17 km/h im Durchschnitt. Bezogen auf die Auswertungen des 
Fraunhofer Instituts, welches den Dieselverbrauch eines Solaris-Hybrid  der ersten 
Generation mit großvolumigeren Motor untersucht hat, dürfte die zurück gewonnene 
Bremsenergie im Verhältnis zum Testbus in Dresden unterdurchschnittlich sein. In 
Verbindung mit dem kleineren Motor werden für Münster dennoch 13-15 % 
Dieseleinsparungen geschätzt. 
 
 
Fazit  
 
Das Fahrzeug hat die Erwartungen hinsichtlich der Verabeitungsqualität und hinsichtlich des 
Fahrkomforts weit übertroffen. In dieser Form wäre es – mit Ausnahme der 
Höhenbeschränkung – in Münster im Linienverkehr einsetzbar. Bezüglich des 
Beschleunigungsverhaltens im schweren Stadtbusverkehr einschließlich der 
Dauerabsenkung muss die Zeitspanne zwischen Absenkung und Anfahrt aus der Haltestelle 
reduziert und die Prozesse der Türsteuerung optimiert werden. Im allgemeinen Fahrbetrieb 
ist das Fahrzeug ohne nennenswerte Probleme integrierbar, der stehende Motor ist in dieser 
Konstellation unter Beachtung aller Aspekte eher als vorteilhaft einzustufen. 
Der Solaris HybridBus ist gegenwärtig nur mit einer Zusatzförderung ökonomisch zu 
vertreten. Steigende Dieselpreise und sinkende Kosten der Serienfertigung verkürzen 
zukünftig die Amortisationszeit, der Nutzen eines verminderten CO2 Ausstoßes ist ggf. 
ebenfalls zu bepreisen. Sofern eine Optimierung der Hybrid-Technolgie mit 
Verbrauchsvorteilen von 25-30 % gelingen sollte, ist ein vergleichsweise wirtschaftlicher 
Betrieb darstellbar. Der ausschließliche E-Betrieb in der Innenstadt wäre wünschenswert, 
aber nicht zwingende Voraussetzung in den nächsten Jahren. Langfristig sollte das aber das 
Ziel sein, weshalb die serielle Hybridtechnologie langfristig bevorzugt wird.

Anlage 1a: Stellungnahme Stadtwerke GmbH

1928 Zeichen

StadtwerkeMünsterGmbH .Postfach7609.48041Münster
	
Name
Abteilung
Durchwahl
Fax
Mail
IhrZeichen
IhreNachrichtvom
Unser Zeichen
Internet
Datum
StadtMünster
Amt fürFinanzenund Beteili
z.Hd.HerrnDeppe
Klemenstr.10
48127 Münster
Stadt r*II
ungen 2
4. APR .
Amt fürFinanzi,-r-
i320.10
	
[:120.20
[720.40
	
[:120.50
~c w
Leiiiclungen
EJ20.30
n 20.60
Stellungnahmezum AntragderCDU FraktionA-R/0051/2008
Einsatzvon Hybrid-Bussen inMünster
SehrgeehrterHerrDeppe,
wirhabenunsintensivmitderHybridtechnikfürStadtlinienbussebeschäftigt.
Esmussfestgestelltwerden,dassgegenwärtigBussemitHybridtechnikam MarktnichtzuwirtschaftlichvertretbarenPreisenverfügbarsind.
MiteinerSerienreifeistausunsererSichtfür2011/2012zurechnen.WirverfolgendieweitereEntwicklungmitgroßemInteresse.
Fon0251.694.0
Fax0251.694.1111
infofastadtwerke-muenster.de
DerVerkehrsbetriebistbestrebt,besondersschadstoffarmeBussemitdeutlicher
	
www .stadtwerke-muensterde
Stickoxidreduzierungeinzusetzen,um denAnforderungenausdem Luftreinhalteplanzugenügen.
	
GESCHÄFTSZEITEN
ZuTestzweckenhattenwirfüreinigeTageeinenHybridbusinunseremHauseim
	
Mo bisFr.8-18 Uhr
Einsatz;überdiesenerhaltenSieinderAnlageeinenausführlichenTestbericht.
	
erreichbarmitden
Buslinien6.8.17
FürweitereRückfragenstehenwirIhnengernezurVerfügung.
	
HaltestelleStadtwerke
MitfreundlichenGrüßen
StadtwerkeMünsterGmbH
ppa:.
	
,,
	
i~V.
ReinhardSchulte
LeiterÖPNV
NahverkehrsManagement
Eckhard
Betriebsle
äfke
rVerkehrsbetrieb
#~4e
Stadtwerke Münster
EckhardSchläfke
Verkerhsbetrieb
0251.694.3820
0251.694.3823
2010002
12.03.09
T321 bü
www .stadtwerke-muenster.de
21.April2009
1420
JahreNahverkehr
inMünster
StadtwerkeMünsterGmbH
Hafenplatz1
48155Münster
Postfach7609
48041 Münster
BANKVERBINDUNG
SparkasseMünsterlandOst
Kontonummer 364
BLZ 400 501 50
VORSITZENDER DES
AUFSICHTSRATES
StefanWeber
GESCHÄFTSFÜHRUNG
Dr-Ing.NorbertOhlms
Dr.HenningMüller-Tengelmann
HANDELSREGISTER
Nr.B 343 des
AmtsgerichtsMünster

Anlage 2: Antrag A-R 0051 2008

2627 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0051/2008  
 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
 
        
   15. September 2009 
Antrag 
Mit Hybrid-Bussen M ünsters Stra ßen sauberer machen 
 
Der Rat m öge beschlie ßen: 
 
Der Rat der Stadt M ünster empfiehlt den Stadtwerken M ünster GmbH, Busse mit Hybrid-Technik zu 
erproben und entsprechende Fahrzeuge in M ünster einzusetzen. 
 
 
Begr ündung: 
 
Die Stadtwerke M ünster GmbH haben eine der modernsten Busflotten in Deutschland und sind seit 
Jahren Vorreiter im ÖPNV beim Klimaschutz. Um diese Rolle zu st ärken und auszubauen, sollten sich 
die Stadtwerke M ünster GmbH an der Praxiserprobung von Hybrid-Bussen beteiligen. 
 
Ein Hybridantrieb in Stadtbussen kann hervorragende Fahrleistungen, minimalen Kraftstoffverbrauch 
und vorbildliche Umweltvertr äglichkeit vereinbaren. Gegen über herk ömmlichen Antriebskonzepten mit 
Dieselmotor und Automatikgetriebe kommt in Hybridbussen ein hybrider Antrieb mit Elektro- und 
Dieselmotoren zum Einsatz. W ährend jedes Bremsvorgangs wird durch den elektrischen Antrieb 
Energie r ückgewonnen, die in einer Batterie gespeichert wird und f ür folgende Anfahrvorg änge wieder 
zur Verf ügung steht.  
Im dichten Haltestellennetz der Innenstadt  - mit vielen Anfahr- und Bremsvorg ängen – kann damit 
nach entsprechenden Studien zwischen 15 und 30 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare 
herk ömmliche Dieselbusse verbraucht werden.  
 
Für die kommunale Klimapolitik bedeutet dies, dass Busse mit Hybridtechnik bis zu 30 Prozent 
weniger Kohlenstoffdioxid, bis zu 39 Prozent weniger Stickoxide und bis zu 90 Prozent weniger 
Feinstaub emittieren.  
 
Auch wenn die Wirtschaftlichkeit – wie eine einj ährige Studie des Dresdner Verkehrsbetriebes belegt - 
noch unter der eines normalen Dieselbusses liegt, hat der Hybridbus unbestritten eine hervorragende 
Ökobilanz und sollte deshalb in der Klimahauptstadt M ünster erprobt werden. 
 
gez. 
H.-Dieter Sellenriek 
Frank Baumann 
Sybille Benning 
Georg Berding 
Meik Bolte 
Heinz-Georg Buddenb äumer 
Edgar Dr üge 
Dr. Dietmar Erber 
Markus Funk 
Richard M. Halberstadt 
 
 
Eleonore Heyne 
Christoph Jahn 
Horst Kisnat 
Rolf Klein 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Franz-Pius Graf von Merveldt 
Dieter Maager 
Josef Messing 
Ursula M öllers 
 
Andreas Nicklas 
Robert Otte 
Karin Reismann 
Josef Rickfelder 
Ursula Schaffstein 
Günter Schulze Blasum 
Barbara Stober  
Stefan Weber 
Helga Welker 
Simone Wendland

Beratungsverlauf (1)

13.05.2009 Hauptausschuss
TOP 2.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Mauritzstraße 7
  • Hafenplatz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0319/2009
Typ
Vorlagen
Datum
27.04.2009
Erstellt
06.10.2020 14:37