V/0319/2009
Antrag der CDU-Fraktion A-R/0051/2008 "Mit Hybrid-Bussen Münsters Straßen sauberer machen"
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Beschlussvorlage
1605 Zeichen
V/0319/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Antrag der CDU-Fraktion A-R/0051/2008 "Mit Hybrid-Bussen Münsters Straßen sauberer machen" Beratungsfolge 13.05.2009 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Erfahrungsbericht der Stadtwerke Münster GmbH (Anlage 1) wird zur Kenntnis ge- nommen. 2. Von einer Anschaffung von Bussen mit Hybridtechnik wird aufgrund des derzeit ungünsti- gen Preis-Leistungs-Verhältnisses Abstand genommen. 3. Der Antrag der CDU-Fraktion A-R/0051/2008 (Anlage 2) ist mit Vorlage des Berichtes erle- digt. Begründung: Mit dem Antrag der CDU Fraktion „Mit Hybrid-Bussen Münsters Strassen sauberer machen“ soll erreicht werden, dass die Stadtwerke Münster GmbH ihre herausgehobene Stellung, mit einer der modernsten Busflotten Deutschlands und als Vorreit er im ÖPNV beim Klimaschutz, behält bzw. weiter ausbaut. Durch Anregung der CDU Fraktion mit dem o. g. Antrag konnte in der Zeit vom 11.10. bis 18.10.2008 die Stadtwerke Münster GmbH einen fabrikneuen Hybrid-Gelenkbus testen. Aufgrund dieser Ergebnisse wird zurzeit von einem Einstieg in die Hybridtechnik abgeraten. Die Entwicklung wird allerdings mit großem Interesse weiterverfolgt. I.V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlagen: Anlage 1: Bericht der Stadtwerke Münster GmbH Anlage 2: Antrag an den Rat Nr. A-R/0051/2008 Vorlagen-Nr.: V/0319/2009 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 27.04.2009 Öffentliche Beschlussvorlage
Anlage 1b: Stellungnahme Stadtwerke GmbH
14203 Zeichen
An
Solaris Deutschland GmbH
Bei den Wörden 33
13437 Berlin
Eckhard Schläfke
Betriebsleiter Verkehrsbetrieb
0251.694.3820
0251.694.3823
e.schlaefke@stadtwerke-muenster.de
www.stadtwerke-muenster.de
30. Oktober 2008
Daten und Fakten:
Zahl der Achsen: 3
Hersteller: Solaris
Wagentyp: Urbino 18 Hybrid
Motoren (Typ): Diesel-Motor von Cummins
Diesel-Motoren (Leistung): rund 184 kW
Elektro-Motoren (Leistung): zweimal 75 kW
Plätze (Steh-/Sitz-): 99/ 43+4 Klappsitze
Gewicht (to): 28 (gesamt) / 17,7 (leer)
Einsatzzeit in Münster: 11.10.2008 bis 18.10.2008
Lokale Rahmenbedingungen
Münster verfolgt ambitionierte Ziele zur Reduzierung der Luftschadstoffbelastung. Neben
den Ruß- und Partikelemmissionen ist insbesondere der Ausstoß von Stickoxiden deutlich
zu reduzieren. Reduzierte Kraftstoffverbrauche leisten ebenso einen Beitrag zum
Klimaschutz durch Verringerung der C0
2-Emmissionen. Zukünftig von besonderer
Bedeutung wird die Umgebungslärmbelastung sein. Das gilt für die Buslinienführungen
durch Wohngebiete mit Gelenkbussen in besonderem Maße. In Münster werden zeitgleich
100 Gelenkbusse und 40 Solobusse (davon 25 angemietet) für den Stadtlinienverkehr
eingesetzt. Alle eigenen Stadtbusse verfügen bereits über einen Dieselpartikelfilter (CRT).
Die Linien werden überwiegend aus den umliegenden Stadtteilen über den Hauptbahnhof
und der historischen Innenstadt als Durchmesserlinien geführt. Der Straßenbahnbetrieb
wurde in Münster bereit 1954 eingestellt, der Oberleitungsbus wurde 1968 endgültig durch
den wirtschaftlicheren Dieselbus abgelöst. Die tendenziell stark gestiegenen Dieselpreise
und die immer höheren technischen Anforderungen zur Erreichung der Emmissions-
Grenzwertvorgaben haben die Stadtwerke Münster zusammen mit ihrem
Kooperationspartner Stadtwerke Osnabrück veranlasst, am Interessenbekundungsverfahren
für das Demonstrationsvorhaben „Hybridbusse für einen umweltfreundlichen ÖPNV“ des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) teilzunehmen.
Um die Tauglichkeit eines bereits serienreifen Hybridfahrzeuges für den Stadtverkehr in
Münster zu prüfen, hat die Fa. Solaris den Stadtwerken Münster einen fabrikneuen Hybrid-
Gelenkbus der Marke Solaris Urbino 18 Hybrid vom 11.Oktober bis 18.Oktober 2008 zu
Testzwecken zur Verfügung gestellt.
Fakten zum Hybrikdbus
2. Seite, 30. Oktober 2008
Funktionsweise (Angabe Hersteller)
Bei dem Hybrid-Gelenkbus der Marke Solaris Urbino 18 Hybrid arbeitet unter der
Motorhaube ein klassischer Dieselmotor parallel mit zwei leistungsstarken Elektromotoren
nebst dazugehöriger Speichereinheit.
Außer einem sinkenden
Kraftstoff-Verbrauch und einem
leiseren Fahrgeräusch
versprechen die Hersteller auch
einen höheren Fahrkomfort.
Bestätigen sich die Messwerte,
amortisiert sich der deutlich
höhere Preis des Busses.
Das Dieselaggregat, dessen
Abgasausstoß der Euro 5-Norm
entspricht und mit Partikelfilter
ausgestattet ist, wird während
der Fahrt von zwei
Elektromotoren unterstützt. Die
beziehen ihre Energie von einem auf dem Dach befindlichen Energiespeicher, einer
speziellen Nickel-Metall-Hydrid-Batterie. Bremst der Bus oder steht überschüssige
Dieselkraft zur Verfügung, wird die 600 Volt-Hochleistungsbatterie geladen. Über ein
sogenanntes Planetengetriebe koppeln sich die Elektromotoren zur Fahrt ein und entlasten
damit den Dieselmotor oder laufen beim Bremsen als Generator mit und laden die Batterie.
Eine Steuerelektronik sorgt für ein optimales Energiemanagement im Fahrzeug.
Die Geräusch-Entwicklung des Antriebes ist vergleichbar mit derjenigen eines Autos. Die
weiche Schaltung des Busgetriebes verbessert den Fahrkomfort und beschleunigt den
Wagen gleichmäßiger.
Erfahrungsbericht Verkehrsbetrieb Stadtwerke Münster
Gesamteindruck
Mit der zweiten , weiterentwickelten Generation des richtungsweisenden Fahrzeuges ist es
dem Bushersteller Solaris gelungen, eine echte Alternative zum herkömmlichen Dieselbus
auf den Markt zu bringen. Der Innenraum wurde durch den nun hinten stehenden push-
Motor deutlich aufgewertet. Der
Cummins-Dieselmotor wurde eine
Variante kleiner gewählt und läuft bei
178 kW mit 6,7 ltr Hubraum konstant
mit optimaler Drehzahl. Der Turmbau
des hinten stehenden Motors ist in
Münster nicht unbekannt, da bereits seit
einigen Jahren zwei Solaris Solobusse
mit dieser Konstruktion unterwegs sind.
Das ästhetische Empfinden eines
stehenden Motors ist bei Experten
geteilt und in Deutschland wird eher der
liegende Motor favorisiert, den Kunden scheint es aber nicht zu interessieren: Bezüglich
dieser Konstruktion gibt es keine Kundenbeschwerden. Da auch Produktionskosten und
Wartungskosten bei einem stehendem Serienmotor geringer sind, muss der liegende Motor
zukünftig sicherlich in Frage gestellt werden.
3. Seite, 30. Oktober 2008
Die Durchgangshöhe im Gelenkbereich ist mit knapp 2,00 mtr noch verbesserungsbedürftig.
Die Verarbeitungsqualität im Innenraum war ansonsten beanstandungslos und kann lobend
hervorgehoben werden.
Es handelt sich bei dem Fahrzeug um einen sogenannten leistungsverzeigten Hybrid im
Gegensatz zu einem seriellen Hybridfahrzeug, welches einen kurzfristigen Antrieb nur über
einen Elektromotor ermöglicht. Für Stadtbusverkehre mit Durchmesserlinien ist das für die
Innenstadtbereiche eine zu bevorzugende Lösung, die der Solaris-Hybrid in dieser Form
nicht leisten kann. Die gegenwärtig angebotene Version ist andereseits verfügbar und
hinsichtlich der Emmisionen ein deutlicher Fortschritt.
Fahrzeugmaße
Das Hybridfahrzeug hat durch die auf dem Dach angebrachten Batterien und insbesondere
die Kühlergruppe auf dem hinteren Dachteil eine Höhe von 3,28 mtr (Herstellerangabe 3,25
mtr). Da in Münster nahezu alle ÖPNV-Hauptachsen unterhalb von Eisenbahnbrücken in
Bogenbauweise mit teilweise max. Durchfahrtshöhe von 3,30 mtr verlaufen (siehe Bild),
kann gegenwärtig ein Solaris Hybridbus nur eingeschränkt im Linienbetrieb in Münster
eingesetzt werden. Dieses Problem könnte konstruktionstechnisch dadurch gelöste werden,
dass die hintere Kühlergruppe etwa 15 Ctm in den hinteren Innenraum versenkt wird oder
aber zukünftig kleinere Aggregate
verwendet werden.
Das Leergewicht des Fahrzeuges fällt
bedingt durch die Hybridelemente um etwa
eine halbe Tonne höher aus als
vergleichbare Gelenkbusse. Die Elemente
sind auf alle Achsen verteilt, so dass
Nutzlastbeschränkungen hinsichtlich der
Fahrgastaufnahme nicht gesehen werden.
Fahrgastkapazitäten
Die Mitarbeiter der Stadtwerke Münster haben sich in Ihrer Mittagspause freundlicherweise
zur Verfügung gestellt, um die Fahrgastkapazität und das Beschleunigungsverhalten im
schweren Stadtbusbetrieb zu testen. Der Solaris verfügt allgemein über eine geringere
Anzahl von Sitzplätzen aufgrund des stehenden Motors. In der Ausführung als 4-Türer wirkt
der hintere Bericht aber für den stehenden Fahrgast durchaus einladend, während beim 3-
Türer Gelenkzug der Stehbereich hinter Tür 3 weitestgehend gemieden werden. Dadurch
sind die Herstellerangaben bezüglich der Fahrgastplätze nicht Maßstab für die wirkliche
Beförderungskapazität. Im durchgeführten Test wurden erwachsene Menschen (ohne
Rucksäcke und sonstiges Gepäck, kein Rollstuhl usw.) so in den Bus hineingelassen, dass
jeder einen Sitzplatz eingenommen hat, die stehenden Passagiere bis zur Hinterbank eng
aufgerückt sind, allerdings ohne Körperberührung. Der Solaris hat im Vergleich in der
normalen Ausführung 3-4 Sitzplätze weniger, bei etwa gleicher Anzahl von Stehplätzen.
Insgesamt konnten 99 Erwachsene beim Solaris und 103 Erwachsene bei einem Citaro
Gelenkbus befördert werden. Falls noch Gepäck, Rucksäcke und Kinderwagen oder
Rollstühle hinzukommen, reduzieren sich diese Werte sogar noch. Mögliche
Nutzlastbeschränkungen oder Achslastüberschreitungen durch die Zusatzgewichte erweisen
sich somit als theoretisch und unbegründet.
4. Seite, 30. Oktober 2008
Fahrerarbeitsplatz
Der Fahrerarbeitsplatz entspricht weitestgehend dem VDV Arbeitsplatz, die D-N-R Schaltung
ist dem Fahrpersonal bekannt, lediglich die Erhöhung der Rekuperationsenergie durch
zusätzlichen Pfeiltasten ist im Stadtbusbetrieb eher theoretisch. Das Fahrpersonal hat
andere Aufgaben. Besonders eingewiesene und motivierte Fahrer könnten unter Nutzung
dieser Möglichkeit ggf. zusätzliche Einsparungen erzielen. Für eine ebene Topographie, wie
sie in Münster vorzufinden ist, spielt das aber ohnehin eine untergeordnete Rolle.
Allgemein wird der Fahrerarbeitsplatz als vollkommen unproblematisch bewertet.
Beschleunigungsverhalten
In Münster wurde auf dem weitläufigen Betriebsgelände eine Testumfahrt eingerichtet mit
Start und Zielpunkt sowie zwei weiteren Haltepunkten. Mit einem vergleichbaren Bus wurden
hintereinander mit dem speziell hierfür eingewiesenen Fahrer jeweils drei Runden mit
folgenden Bedingungen gefahren, wobei jede Runde für sich gemessen wurde:
1. Runde: 50 Fahrgäste, ruhige Fahrweise, ohne Abse nkung
2. Runde: 50 Fahrgäste, schnelle Fahrweise, ohne Ab senkung
3. Runde: 100 Fahrgäste, normale Fahrweise, mit Abs enkung an allen Haltestellen.
Ergebnis: in der 1. Runde hatte der Solarisbus leichte Zeitnachteile, die im Fahrplan
kompensierbar wären, die 2 Runde und 3. Runde hat jedoch gezeigt, dass das Fahrzeug in
der Beschleunigung einem 220 kW Motor deutlich unterlegen ist. Als ein wesentliches
Problem hat sich die Zeitspanne zwischen Absenkung-Türöffnung-Anhebung-Türschließung
gezeigt. Die oben liegenden Gewichte verursachen offensichtich stärkere Anstrengungen für
die Auf- und Absenkung. Ggf. könnte aber auch die Türsteuerung noch optimiert werden.
Der Zeitabstand beträgt bis durchschnittlich 10% auf die Gesamtfahrzeit. Im schweren
Stadtbusbetrieb werden daher - abhängig von den Fahrzeit- und Streckenprofilen –
zusätzliche Fahrzeiten benötigt.
Geräuschemmsionen
Während der Testfahrten wurden Geräuschpegelmessungen in beiden
Vergleichsfahrzeugen in vereinfachter Form durchgeführt. Die Messungen außen wurden in
3 mtr Abstand vom Fahrzeug durchgeführt. Es wurde der Aufenthalt in der Haltestelle als
auch die Anfahrt aus der Haltestelle gemessen. Innen im Fahrzeug wurde im vorderen Teil
1,50 mtr hinter der Fahrerkabine und im Nachläufer 1,50 mtr vor der letzten Sitzbank
gemessen. Darüber hinaus wurden die Fahrgäste gebeten, ihr subjektives Empfinden in der
Form mitzuteilen, welches Fahrzeug als lauter empfunden wird.
Die objektiven Messungen ergaben ein klares Bild. Der Solaris hat in den Außengeräuschen
einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Citaro, innen ist er sowohl hinten (stehender Motor)
als auch vorne vergleichsweise lauter. Die Fahrgasteinschätzung ergab jedoch ein anderes
Ergebnis: Die Fahrgäste, die in jeweils beiden Fahrzeugen hinten gesessen haben,
empfanden den Citaro als lauter. Offensichtlich werden die höheren Drehzahlen und die
größere Leistung beim Anfahren des deutlich stärkeren Citaro Motors subjektiv als lauter
eingeschätzt. Der stehende Motor beim Hybridbus emm ittiert zwar stärker nach innen, der
kleine Motor mit konstanter Drehzahl ist aber bezüglich der Geräuschemmissionen nach
Auswertung der Ergebnisse nicht mehr als Nachteil heranzuziehen. Für die Stadtwerke
Münster war das ein wichtiger Aspekt bei der zukünftigen Ausschreibung von Linienbussen.
(Die Messergebnisse sind im Anhang als Tabelle verfügbar).
5. Seite, 30. Oktober 2008
Dieselpartikel
Bei den beiden Vergleichsbussen sowie einem herkömm lichen LKW ohne DPF wurde der
sogenannten "Taschentuchtest" gemacht. Dabei wird bei Vollgas für einen kurzen Zeitraum
ein weißes Vliestuch hinter dem Auspuffendrohr gehalten. Während der LKW ohne DPF
entsprechende dunkelgraue Ergebnisse lieferte, hatte der Solaris Hybrid Euro V leichte
graue Verfärbungen geliefert. Beim Citaro bluetec EEV waren keine Verfärbungen
feststellbar. (Die drei jeweiligen Ergebnisse wurden im Bild festgehalten und sind als Anhang
verfügbar)
Dieselverbrauch
Da das Fahrzeug nur für einen sehr begrenzten Zeitraum zur Verfügung stand, können keine
gesicherten Aussagen zu den letztlich zu realisierenden Dieseleinsparungen gemacht
werden. Die Topographie des Stadtgebietes ist durchgehend eben, die
Reisegeschwindigkeit beträgt 17 km/h im Durchschnitt. Bezogen auf die Auswertungen des
Fraunhofer Instituts, welches den Dieselverbrauch eines Solaris-Hybrid der ersten
Generation mit großvolumigeren Motor untersucht hat, dürfte die zurück gewonnene
Bremsenergie im Verhältnis zum Testbus in Dresden unterdurchschnittlich sein. In
Verbindung mit dem kleineren Motor werden für Münster dennoch 13-15 %
Dieseleinsparungen geschätzt.
Fazit
Das Fahrzeug hat die Erwartungen hinsichtlich der Verabeitungsqualität und hinsichtlich des
Fahrkomforts weit übertroffen. In dieser Form wäre es – mit Ausnahme der
Höhenbeschränkung – in Münster im Linienverkehr einsetzbar. Bezüglich des
Beschleunigungsverhaltens im schweren Stadtbusverkehr einschließlich der
Dauerabsenkung muss die Zeitspanne zwischen Absenkung und Anfahrt aus der Haltestelle
reduziert und die Prozesse der Türsteuerung optimiert werden. Im allgemeinen Fahrbetrieb
ist das Fahrzeug ohne nennenswerte Probleme integrierbar, der stehende Motor ist in dieser
Konstellation unter Beachtung aller Aspekte eher als vorteilhaft einzustufen.
Der Solaris HybridBus ist gegenwärtig nur mit einer Zusatzförderung ökonomisch zu
vertreten. Steigende Dieselpreise und sinkende Kosten der Serienfertigung verkürzen
zukünftig die Amortisationszeit, der Nutzen eines verminderten CO2 Ausstoßes ist ggf.
ebenfalls zu bepreisen. Sofern eine Optimierung der Hybrid-Technolgie mit
Verbrauchsvorteilen von 25-30 % gelingen sollte, ist ein vergleichsweise wirtschaftlicher
Betrieb darstellbar. Der ausschließliche E-Betrieb in der Innenstadt wäre wünschenswert,
aber nicht zwingende Voraussetzung in den nächsten Jahren. Langfristig sollte das aber das
Ziel sein, weshalb die serielle Hybridtechnologie langfristig bevorzugt wird.
Anlage 1a: Stellungnahme Stadtwerke GmbH
1928 Zeichen
StadtwerkeMünsterGmbH .Postfach7609.48041Münster Name Abteilung Durchwahl Fax Mail IhrZeichen IhreNachrichtvom Unser Zeichen Internet Datum StadtMünster Amt fürFinanzenund Beteili z.Hd.HerrnDeppe Klemenstr.10 48127 Münster Stadt r*II ungen 2 4. APR . Amt fürFinanzi,-r- i320.10 [:120.20 [720.40 [:120.50 ~c w Leiiiclungen EJ20.30 n 20.60 Stellungnahmezum AntragderCDU FraktionA-R/0051/2008 Einsatzvon Hybrid-Bussen inMünster SehrgeehrterHerrDeppe, wirhabenunsintensivmitderHybridtechnikfürStadtlinienbussebeschäftigt. Esmussfestgestelltwerden,dassgegenwärtigBussemitHybridtechnikam MarktnichtzuwirtschaftlichvertretbarenPreisenverfügbarsind. MiteinerSerienreifeistausunsererSichtfür2011/2012zurechnen.WirverfolgendieweitereEntwicklungmitgroßemInteresse. Fon0251.694.0 Fax0251.694.1111 infofastadtwerke-muenster.de DerVerkehrsbetriebistbestrebt,besondersschadstoffarmeBussemitdeutlicher www .stadtwerke-muensterde Stickoxidreduzierungeinzusetzen,um denAnforderungenausdem Luftreinhalteplanzugenügen. GESCHÄFTSZEITEN ZuTestzweckenhattenwirfüreinigeTageeinenHybridbusinunseremHauseim Mo bisFr.8-18 Uhr Einsatz;überdiesenerhaltenSieinderAnlageeinenausführlichenTestbericht. erreichbarmitden Buslinien6.8.17 FürweitereRückfragenstehenwirIhnengernezurVerfügung. HaltestelleStadtwerke MitfreundlichenGrüßen StadtwerkeMünsterGmbH ppa:. ,, i~V. ReinhardSchulte LeiterÖPNV NahverkehrsManagement Eckhard Betriebsle äfke rVerkehrsbetrieb #~4e Stadtwerke Münster EckhardSchläfke Verkerhsbetrieb 0251.694.3820 0251.694.3823 2010002 12.03.09 T321 bü www .stadtwerke-muenster.de 21.April2009 1420 JahreNahverkehr inMünster StadtwerkeMünsterGmbH Hafenplatz1 48155Münster Postfach7609 48041 Münster BANKVERBINDUNG SparkasseMünsterlandOst Kontonummer 364 BLZ 400 501 50 VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATES StefanWeber GESCHÄFTSFÜHRUNG Dr-Ing.NorbertOhlms Dr.HenningMüller-Tengelmann HANDELSREGISTER Nr.B 343 des AmtsgerichtsMünster
Anlage 2: Antrag A-R 0051 2008
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0051/2008
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8
.
48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0
.
Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de
.
http://www.cdu-ms.de
15. September 2009
Antrag
Mit Hybrid-Bussen M ünsters Stra ßen sauberer machen
Der Rat m öge beschlie ßen:
Der Rat der Stadt M ünster empfiehlt den Stadtwerken M ünster GmbH, Busse mit Hybrid-Technik zu
erproben und entsprechende Fahrzeuge in M ünster einzusetzen.
Begr ündung:
Die Stadtwerke M ünster GmbH haben eine der modernsten Busflotten in Deutschland und sind seit
Jahren Vorreiter im ÖPNV beim Klimaschutz. Um diese Rolle zu st ärken und auszubauen, sollten sich
die Stadtwerke M ünster GmbH an der Praxiserprobung von Hybrid-Bussen beteiligen.
Ein Hybridantrieb in Stadtbussen kann hervorragende Fahrleistungen, minimalen Kraftstoffverbrauch
und vorbildliche Umweltvertr äglichkeit vereinbaren. Gegen über herk ömmlichen Antriebskonzepten mit
Dieselmotor und Automatikgetriebe kommt in Hybridbussen ein hybrider Antrieb mit Elektro- und
Dieselmotoren zum Einsatz. W ährend jedes Bremsvorgangs wird durch den elektrischen Antrieb
Energie r ückgewonnen, die in einer Batterie gespeichert wird und f ür folgende Anfahrvorg änge wieder
zur Verf ügung steht.
Im dichten Haltestellennetz der Innenstadt - mit vielen Anfahr- und Bremsvorg ängen – kann damit
nach entsprechenden Studien zwischen 15 und 30 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare
herk ömmliche Dieselbusse verbraucht werden.
Für die kommunale Klimapolitik bedeutet dies, dass Busse mit Hybridtechnik bis zu 30 Prozent
weniger Kohlenstoffdioxid, bis zu 39 Prozent weniger Stickoxide und bis zu 90 Prozent weniger
Feinstaub emittieren.
Auch wenn die Wirtschaftlichkeit – wie eine einj ährige Studie des Dresdner Verkehrsbetriebes belegt -
noch unter der eines normalen Dieselbusses liegt, hat der Hybridbus unbestritten eine hervorragende
Ökobilanz und sollte deshalb in der Klimahauptstadt M ünster erprobt werden.
gez.
H.-Dieter Sellenriek
Frank Baumann
Sybille Benning
Georg Berding
Meik Bolte
Heinz-Georg Buddenb äumer
Edgar Dr üge
Dr. Dietmar Erber
Markus Funk
Richard M. Halberstadt
Eleonore Heyne
Christoph Jahn
Horst Kisnat
Rolf Klein
Karl Kleine-Wilke
Marliese Kosmider
Franz-Pius Graf von Merveldt
Dieter Maager
Josef Messing
Ursula M öllers
Andreas Nicklas
Robert Otte
Karin Reismann
Josef Rickfelder
Ursula Schaffstein
Günter Schulze Blasum
Barbara Stober
Stefan Weber
Helga Welker
Simone Wendland
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Mauritzstraße 7
- Hafenplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0319/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.04.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37