2464/2024
Zwischenstand zum bezirklichen Kinder- und Jugendbeteiligungsformat Veedels-Check unter dem Titel: „HEY Nippes- Check mit uns dein Veedel“
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 06.09.2024 2464/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 17.09.2024 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 19.09.2024 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 23.09.2024 Zwischenstand zum bezirklichen Kinder- und Jugendbeteiligungsformat Veedels-Check unter dem Titel: „HEY Nippes- Check mit uns dein Veedel„ Zusammenfassung in einfacher Sprache Kinderfreundliche Kommune Die Stadt Köln hat einen neuen Aktionsplan für kinder- und jugendfreundliche Maßnahmen von 2022 bis 2025 beschlossen. Dieser Plan enthält 6 Bereiche und 15 Maßnahmen, um die Stadt für Kinder und Jugendliche besser zu machen. Eine Maßnahme heißt „Veedels-Check“ und gehört zur Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen. Beteiligung Im Jahr 2024 gab es bereits zwei Phasen, in denen Kinder und Jugendliche ihre Meinungen äußern konnten. 1. Veedels-Spaziergänge (04. bis 17. März 2024): Kinder und Jugendliche in Nippes konnten ihren Stadtteil erkunden und ihre Meinungen über Themen wie Verkehr, Sauberkeit und Sicherheit abgeben. Über 500 Beiträge und Bewertungen wurden gesammelt. 2. Veedels-Konferenz (21. Juni 2024): Etwa 100 Teilnehmer*innen diskutierten ihre Ideen mit Vertreter*innen der Stadt, der Politik und weiteren Fachleuten. Umsetzung der Ideen Nach der Konferenz wird jetzt an der Umsetzung der Ideen gearbeitet. Es gibt einen Zeitraum von 100 Tagen, in dem die Stadt die Vorschläge prüft und umsetzt, wenn möglich. Es wurden auch 75.000 Euro für Projektideen zur Verschönerung des Stadtbezirk Nippes bereitgestellt. Über 100 Ideen wurden von den Kindern eingereicht. Nächste Schritte In einer dritten Phase werden die besten Ideen von Kindern und Jugendlichen ausgewählt und der Bezirksvertretung Nippes vorgestellt. Nach 100 Tagen wird überprüft, was bereits um- gesetzt wurde und welche Ideen noch bearbeitet werden müssen. 2 Zwischenstand zum bezirklichen Kinder- und Jugendbeteiligungsformat Veedels-Check unter dem Titel: „HEY Nippes- Check mit uns dein Veedel“ Einbettung in den Gesamtprozess Kinderfreundliche Kommune Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maß- nahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sol- len. Der Veedels-Check stellt eine Maßnahme des Aktionsplans kinder- und jugendfreundli- ches Köln 2022-2025 im Handlungsfeld „Strukturelle Partizipation von Kindern und Jugendli- chen“ dar. Mit Mitteilung 0300/2024 wurde das Beteiligungskonzept in den Jugendhilfeausschuss, den Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden und die Bezirksvertretung Nippes eingebracht. Um eine rechtzeitige Einbindung und Mitwirkung aller relevanten Ak- teur*innen zu gewährleisten, wurde der Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung am 27. Februar mündlich über die Fortsetzung des bezirklichen Kinder- und Jugendbeteiligungsformats infor- miert und beteiligt. Die Projektleitung obliegt der Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune. Zur Umsetzung wurde ein Projektteam gebildet, welches für den Projekterfolg mitverantwortlich ist. Das Projektteam besteht aus Mitarbeiter*innen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln, dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln, sowie den Kooperationspartner*innen Youth Lead the Change Germany e.V. (kurz: YLCG), den Teachers for future Germany e.V. Weiter- hin unterstützen auch das Kooperative Kinder- und Jugendbüro und der Kölner Jugendring e.V. bei der Umsetzung des Kinder- und Jugendbeteiligungsformats. Phase 1, Öffentlichkeitsbeteiligung: „Veedels-Spaziergänge“ | Köln-Nippes, 04.März- 17.März 2024 Die erste Beteiligungsphase des Veedels- Checks wurde mit Unterstützung durch das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung bereits erfolgreich abgeschlossen. Mithilfe des niedrigschwelligen Online-Kartendialogs fanden im Stadtbezirk Nippes zwischen dem 04. März und 17. März 2024 (zum Teil begleitete) Sozialraumbegehungen von jungen Kölner*innen statt. Die junge Zielgruppe wurde mithilfe des Kartendialogs befähigt ihren Le- bensraum zu erkunden und aus eigener Perspektive zu bewerten. Die Bewertungen des Stadtraums durch Kinder und Jugendliche wurden dabei mittels digitaler und analoger Instru- mente dokumentiert. Während des Beteiligungszeitraums informierten zusätzlich Mitarbei- ter*innen der Stadt Köln mit dem Meinungs-Mobil an 12 zentralen Standorten in den Stadttei- len von Köln Nippes über das Format und standen den Teilnehmer*innen oder weiteren inte- ressierten Personen für Fragen rund um die Kinder- und Jugendbeteiligung zur Verfügung. Die Anlaufstellen wurde während des Beteiligungszeitraums rege genutzt. Über das Beteiligungsportal der Stadt Köln wurden über 518 Beiträge, 326 Bewertungen und 89 Kommentare von Kindern und Jugendlichen eingereicht. Neben den digitalen Rückmeldun- gen gab es zudem auf analogem Wege Beiträge und Einsendungen von Nippeser Schüler*in- nen, Kindern aus Nippeser Kindertagesstätten und weiteren Kindern und Jugendlichen am Ak- tionsstand. Nach Sichtung und Auswertung aller Eingänge stellt sich heraus, dass folgende Themen, den jungen Nippeser*innen besonders auf dem Herzen liegen: 1. Verkehr: 39% aufgeteilt: o Verkehrssicherheit 25% o Radverkehr 19 % o Verkehrsberuhigung 15% o Zustand der Wege: 12% o Sonstige Verkehrsthemen 29% 2. Mobiliar im öffentlichen Raum: 20% 3. Sauberkeit: 17% 3 4. Sicherheitsempfinden 10% 5. Stadtgrün 5% Alle Beiträge der Veedels-Spaziergänge und Hintergrundinformationen zum Beteiligungspro- zess finden Sie unter folgendem Link: https://meinungfuer.koeln/hey-koeln. Die umfangreiche Auswertung des Online-Kartendialogs wurde als Anlage beigefügt. Begleitende Schul-Workshops Zur verbesserten Einbindung von Schulen in das Kinder- und Jugendbeteiligungsformat wurde eine Kooperation mit den Teachers for future Germany e.V. (kurz T4f) geschlossen. Im Zeit- raum vor und während der Veedels-Spaziergänge wurden Workshops in Schulklassen an Schulen unterschiedlicher Schulformen (erreicht wurden: 1 Grundschule, 1 Gesamtschule, 1 Gymnasium, 1 Realschule) in Köln Nippes umgesetzt. Neben der Vorstellung und Vorberei- tung des Beteiligungsformats HEY Nippes! wurden in den Workshop auch die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDG) the- matisiert und erste konkrete Projektideen für Nippes entwickelt, die im Rahmen der Veedels- Spaziergänge eingebracht wurden. Durch das Kennenlernen eigener politischer Handlungs- möglichkeiten wurde zudem das Demokratieverständnis der Teilnehmer*innen gestärkt. Phase 2, ÖB: „Veedels-Konferenz“ | Köln-Nippes, Freitag, 21. Juni 2024 im Bürgerzent- rum Altenberger Hof Die zweite Beteiligungsphase des Veedels- Checks wurde mit Unterstützung des Projekt- teams HEY Nippes! bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Veedels-Konferenz fand am 21. Juni 2024 im Bürgerzentrum Altenberger Hof statt. Das Großgruppenformat wurde dafür genutzt, die Ergebnisse der Veedels- Spaziergänge vorzu- stellen und in den Austausch zu kommen. Kinder und Jugendliche diskutierten gemeinsam mit Vertreter*innen aus der Verwaltung, Politik und Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Nip- pes ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche für ihr Veedel. Insgesamt nahmen circa 100 Teilnehmer*innen an der Veedels- Konferenz teil. Die Themen, die die Kinder und Jugendlichen über das Beteiligungsportal geteilt haben, waren sehr vielfäl- tig. Daher war es für das Format unerlässlich, dass verschiedene Fachämter, sowie externe Partner*innen der Abfallwirtschaftsbetriebe und der Polizei der Einladung in die Stadthalle ge- folgt sind, um ihre Expertise einfließen zu lassen und die Themen der Kinder und Jugendli- chen fachspezifisch zu bearbeiten. Weitere Informationen zur und Impressionen von der Veedels- Konferenz können hier abgeru- fen werden. 100 Tage Challenge Nach Abschluss der beiden Beteiligungsphasen folgt nun die Umsetzungsphase: Die Ergeb- nisse der Veedels-Konferenz und die Einzelbeiträge der Kinder und Jugendlichen werden ge- bündelt und an die zuständigen Stellen mit der Bitte zur Prüfung oder Beantwortung koordi- niert. Zudem werden weitere offene Anregungen, Fragen und geäußerten Wünsche der Kin- der und Jugendlichen beantwortet. Hierbei bestehen folgende Zielsetzungen: Erarbeitung sogenannter „Quick-wins“, also kleine, schnell umsetzbare Maßnahmen, die den Kindern und Jugendlichen eine unmittelbare Selbstwirksamkeitserfahrung ermögli- chen Herstellung von Transparenz durch Veröffentlichung der Beantwortungen auf dem Be- teiligungsportal Weitergabe von Informationen zu laufenden oder geplanten Vorhaben der Stadt Köln Start einer 100 Tage Challenge für eine lebensweltrealistische Zeitschiene für Kinder und Jugendliche Den Startschuss der 100 Tage Challenge gab die Veedels-Konferenz am 24. Juni. Auf dem Beteiligungsportal wird auch nach Abschluss der 100 Tage Challenge weiterhin fortlaufend 4 über den aktuellen Umsetzungsstand berichtet. Ebenso werden Stellungnahmen zu Anregun- gen und Wünsche gegeben, die nicht umsetzbar sind. Projekt- und Maßnahmenideen für die Stadtverschönerungsmittel Auf dem Beteiligungsportal konnten unter der Kategorie „Meine Idee für Nippes“ Projektvor- schläge eingereicht werden. Für deren Umsetzung stehen 75.000 Euro aus den bezirklichen Stadtverschönerungsmitteln zur Verfügung. In der Kategorie wurden über 100 Ideen von den Kindern und Jugendlichen eingereicht. Im ersten Schritt wurde seitens der zuständigen Ämter überprüft, welche Ideen grundsätzlich dem Kriterienkatalog der Stadtverschönerungsmittel entsprechen. Die Ideen, die nicht in den Kriterienkatalog passen, flossen in die 100 Tage Challenge ein. Die weiteren Ideen wurden auf der Veedels-Konferenz weiter ausgearbeitet. Die beteiligten Kinder und Jugendliche wurden bei der Ausarbeitung der Projektideen seitens des Kooperati- onspartners „Youth lead the germany e.V.“ unterstützt. Dazu wurde eine Steckbrief-Vorlage ausgearbeitet, die die Bearbeitung für die Kinder und Jugendlichen erleichtern sollte. Aktuell werden die ausgearbeiteten Projekt- oder Maßnahmenideen an die Verwaltung zur Prüfung der Umsetzbarkeit (Kriterienkatalog Stadtverschönerungsmittel) weitergeleitet. Die handschriftlich ausgefüllten Steckbriefe (insgesamt 20 ausgearbeitete Projekt- oder Maß- nahmenideen) wurden zur Prüfung der Umsetzbarkeit, hier insbesondere hinsichtlich des Kri- terienkatalogs Stadtverschönerungsmittel, Kosteneinschätzung, zeitliche Schiene, etc. noch- mals an die Verwaltung zur Prüfung rückgekoppelt. Phase 3, ÖB: „Priorisierung der Projektideen für das Veedel“ digital und aufsuchend Die dritte Beteiligungsphase des Veedels-Checks wird zurzeit vorbereitet. In dieser Phase sollen die durch die Verwaltung auf Machbarkeit/Umsetzbarkeit vorgeprüften Projekt- oder Maßnahmenideen nochmal digital vorgestellt und durch die jungen Menschen pri- orisiert werden. Nach Abschluss der „Projektpriorisierung“ soll das Ergebnis der Bezirksvertre- tung Nippes vorgestellt und zum Beschluss vorgelegt werden. Für die Vorstellung/Vorlage in der Bezirksvertretung Nippes wird die Sitzung am 7. November anvisiert. In Abhängigkeit der Auswahl und Kosten des oder der favorisierten Projekte entscheidet sich, wie viele Projekte der ausgearbeiteten Projektideen mit den Stadtverschönerungsmitteln umgesetzt werden können. Re-Check Nach 100 Tagen erfolgt ein Re-Check zum Umsetzungsstand. Die Ausgestaltung des Re- Checks erfolgt im Prozess gemeinsam mit den jungen Menschen, die sich im Veedels-Check engagieren. Im Pilot-Format „HEY Mülheim“ erfolgte der Re-Check in Form eines Spazier- gangs, bei dem vor Ort geprüft wurde, welche Ideen bereits erfolgreich umgesetzt werden konnten oder woran derzeit noch gearbeitet wird. Zudem wurden auch nochmal einzelne Bei- träge besprochen, bei denen die Umsetzung leider nicht erfolgen kann und die Hintergründe erläutert. Für HEY Nippes! wurde der Re-Check noch nicht ausgearbeitet. Abschlussphase Nach Abschluss der 100 Tage Challenge und dem Re-Check wird weiter an der Umsetzung gearbeitet und fortlaufend auf dem Beteiligungsportal berichtet. Weitere Informationen: Dialog zum Veedels-Check in Köln Nippes Hey Köln! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln) Video-Beitrag der Maternus-Grundschule Köln-Nippes "Hey Nippes!" - Ideen für ein schönes Veedel aus der Maternus-Grundschule - YouTube Radiobeitrag WDR 5 vom 08. Mai 2024 Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln - WDR 5 Westblick aktuell - WDR 5 - Podcasts und Au- dios - Mediathek - WDR 5 Erschiene Fachartikel zum Veedels-Check: eNewsletter Netzwerk Bürgerbeteiligung 02/2023 vom 16.05.2023 Link zum Artikel Demokratie plus Newsletter Ausgabe #186 vom 27. Juli 2023 Link zum Artikel Blog der Stiftung Zukunft Berlin vom 19.12.2023 Link zum Artikel Gez. Voigtsberger Anlagen: Auswertungsbericht des Online-Kartendialogs
Anlage 1- Auswertung Kartendialog_HEY-Nippes_final
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Aus wertung des Online-Kartendialogs HEY-Nippes Digitale Sozialraumbegehung durch Kinder und Jugendliche Maßnahme des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025“ Version 1.2 11. Juli 2024 Merlin Hebecker Johanna Krämer Zebralog GmbH Niederlassung Bonn Adenauerallee 15 53111 Bonn www.zebralog.de info@zebralog.de Inhalt 1 Der Kartendialog im Kontext der Kinder- und Jugendbeteiligung HEY Nippes 3 2 Der Kartendialog in Zahlen 7 2.1 Besucher*innen-Statistik 7 2.2 Beteiligung nach Stadtteilen im Bezirk Nippes 7 3 Die Kategorien im Überblick 9 3.1 Kategorie: Hier bin ich gerne 10 3.2 Kategorien: Hier muss sich etwas ändern / Hier finde ich etwas blöd 14 3.3 Kategorie: „Und sonst so“ 18 4 Oberthemen und Ankerbeiträge 19 4.1 Verkehr 21 4.2 Mobiliar im öffentlichen Raum 31 4.3 Sauberkeit 34 4.4 Sicherheitsempfinden 37 4.5 Stadtgrün 40 5 Meine Ideen für Nippes 43 6 Vorgehen bei der Auswertung 44 Verwendungshinweis: Diese Auswertung ist ausschließlich für die Stadt Köln bestimmt. Die Verteilung, Zitierung und Vervielfältigung – auch auszugsweise – zum Zwecke der Weitergabe an Dritte ist nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Zebralog GmbH gestattet. Copyright 2024 © 3 1 Der Kartendialog im Kontext der Kinder- und Ju- gendbeteiligung HEY-Nippes Der Veedels-Check „HEY KÖLN“ ist Teil des Handlungsfeldes „Strukturelle Partizipation“ des 2. Aktionsplans „Kinder- und Jugendfreundliches Köln 2022-2025“. Die Stadt Köln hat sich mit dem 2. Aktionsplan um den Fortbestand des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“ beworben. Um das Siegel tragen zu dürfen müssen sich Städte oder Kommunen bei dem gleichnamigen Verein bewerben und einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen vorlegen, um die Kinder - und Jugendfreundlichkeit auf kommunaler Ebene zu verbessern. Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung im Juli 2017 mit der Erstellung eines ersten Aktionsplanes beauftragt. Dieser „Aktionsplan kinder - und jugendfreundliche Kommune 2018-2022“ wurde am 19. De- zember 2017 durch den Rat der Stadt Köln beschlossen. Am 1. Juni 2018 folgte unter §12b die Aufnahme der Kinder - und Jugend- freundlichkeit in die Hauptsatzung der Stadt Köln durch den Rat.2018 verlieh der Verein „Kinderfreundliche Kommune“ der Stadt Köln das Siegel für weitere drei Jahre. Köln ist die einzige Millionen- stadt in Deutschland, die sich im Programm Kinderfreundliche Kom- mune befindet. Der 2. Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln 2022 -2025“ wurde im Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er ist von hohem politischem und öffentlichem Inte- resse. Das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ist keine Auszeichnung für den Status quo, sondern vielmehr eine Motivation und Verpflichtung für einen fortlaufenden Prozess, Köln kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. Der Aktionsplan beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maßnahmen, die die Kinder - und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sollen. Ein wesentliches Ziel des neuen Aktionsplans ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig und in systematisch geeigneter Weise aktiv an gesellschaftlichen Pro- zessen, Planungen oder Entscheidungen innerhalb der Stadt Köln zu beteiligen. Kinder- und Jugendfreundlichkeit soll als Querschnittsthema innerhalb der Verwaltung und Stadtgesell- schaft nachhaltig etabliert werden. Das Gesamtziel ist die konsequente Umsetzung der UN- Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene. Die Projektleitung für den Siegelprozess der Stadt Köln als „Kinderfreundlichen Kommune“ liegt bei der gleichnamigen Stabstell e, welche im Amt für Kinder, Jugend und Familie (51 -AL) verortet ist. Das Kinder - und Jugend- beteiligungsformat wird zusätzlich seitens des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln unterstützt. 4 Veedels-Check „HEY-Nippes“ „HEY-Nippes" knüpft an das erfolgreiche Pilot-Beteiligungsformat „HEY Mülheim “ aus dem Jahr 2022 an und die Erfahrungen, die bei dessen Umsetzung und Auswertung gesammelt wurden. Das Pilotprojekt „HEY Mülheim“ fand zwischen März und Oktober 2022 erfolgreich in Köln-Mülheim statt. Die Fortführung des Kinder- und Jugendbeteiligungsformats Veedels- Check wurde am 26.09.2023 seitens des Jugendhilfeausschuss beschlossen und entspre- chende Mittel in Höhe von 50.000€ für den Beteiligungsprozess zur Verfügung gestellt. Der Online-Kartendialog HEY-Nippes, der im Zeitraum vom 4.- 17. März 2024 stattfand, bildet die erste Phase des zweistufigen Beteiligungsverfahrens. Für die Beteiligung wurden den Kindern und Jugendlichen ein Kartenausschnitt des Stadtbezirks Nippes als Online - Karten- dialog zur Verfügung gestellt. Diese wurden durch Multiplikator*innen (offene Kinder- und Jugendarbeit, Schulen, Kitas, Vereine, Initiativen etc.) begleitete und selbstständige Sozial- raumbegehungen von jungen Kölner*innen ergänzt . Die junge Zielgruppe wurde mithilfe des Kartendialogs befähigt Wohn- und Lebensumfeld zu erkunden, aus eigener Perspektive zu bewerten und die Bewertung des Stadtraums mittels digitaler und analoger Instrumente zu dokumentieren. Während des Beteiligungszeitraums informier ten zusätzlich Mitarbei- ter*innen der Stadt Köln mit dem Meinungs -Mobil an verschiedenen Standorten mit einem Aktionsstand im Stadtbezirk über das Format und standen den Teilnehmenden und weite- ren Interessierten für Fragen rund um die Kinder- und Jugendbeteiligung zur Verfügung. Der Aktionsstand wurde während des Beteiligungszeitraums rege genutzt. Ziel und Beteiligungsgegenstand des Kartendialogs ist es, konkrete Verbesserungsvor- schläge für das Veedel aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen zu erhalten , sowie im Austausch mit Politik und Verwaltung konkrete Maßnahmen zu identifizieren , die sich schnell umsetzen lassen. Dafür wurden in einer separaten Kategorie „Meine Idee für Nippes“ Ideen gesammelt, für d eren Umsetzung von der Bezirksvertretung 75.000€ zur Verfügung gestellt wurden. So soll die politische Selbstwirksamkeit für die teilnehmen den Kinder und Jugendlichen erfahrbar werden und zugleich greifbare Verbesserungen im Veedel erzielt werden. Auf strategischer Ebene ist mit der Fortführung des Formats in zweiter Instanz ein standardisiertes Format entstanden, zur systematischen Implementierung der Kinder - und Jugendperspektive in die städtischen Planungen, Konzepte und Leitlinien . Geplant ist das Format – soweit möglich – in andere Veedel der Stadt Köln aus zurollen. So können Kinder und Jugendliche im Rahmen eines crossmedialen, kreativen Beteiligungsprozesses auf Au- genhöhe an den Transformationsaufgaben in ihrem Bezirk bzw. ihrer Stadt mitwirken und sie mitgestalten. Zielgruppen Zu den direkt beteiligten Zielgruppen zählten Kinder und Jugendliche aus Köln Nippes, junge Erwachsene und Eltern. Schwerpunktmäßig richtet sich die Kinder - und Jugendbeteiligung an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Jüngere Kinder konnten sich im Rahmen der beglei- teten Veedels-Spaziergänge beteiligen. Weiterhin stell ten auch Schulen (Grundschulen, weiterführende Schulen , Förderschulen) und weitere Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Nippes (zum Beispiel Bezirksjugend- pflege, Sozialraumkoordination, freie Träger, Jugendverbände, Interessenvertretungen, Ver- eine und Stiftungen) Zielgruppen der Beteiligung dar. 5 Ein besonderer Schwerpunkt lag auf die Einbindung und Erreichung von marginalisierten Kindern und Jugendlichen, sowie Kinder und Jugendlichen mit Einschränkungen oder Behin- derungen. Um dies zu erreichen, wurden gezielt Einrichtungen oder Institutionen angespro- chen, die mit diesen Zielgruppen arbeiten. Online-Kartendialog Auf dem Kölner Beteiligungsportal Meinungfuer.koeln fanden Interessierte Information en über die Kinder- und Jugendbeteiligung. Mittels eines QR-Codes, der über ein Smartphone gescannt werden konnte, gelangen die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen auf den On- line-Kartendialog. Dort konnten sie entlang von Leitfragen Orte in ihrem Bezirk Köln-Nippes markieren, kommentieren und Fotos hochladen, die für ihre Lebenswelt relevant sind. Die Markierung der Orte sowie die Kommentare sind öffentlich auf dem Beteiligungsportal ein- sehbar. Neben dem eigenen Einstellen von Beiträgen bestand auch die Möglichkeit andere Einträge zu kommentieren oder mit einem Daumen hoch zu bewerten. Die Kategorien bzw. Leitfragen an die Kinder und Jugendlichen : Abbildung 1: Kategorien des Online-Kartendialogs auf dem Beteiligungsportal meinungfuer.koeln (Dialogzeit-raum 4. März bis 17. März 2024 (Quelle: https://meinungfuer.koeln/hey-koeln) 6 Abbildung 2: Aufbau des Online-Kartendialogs auf dem Beteiligungsportal meinungfuer.koeln (Dialogzeitraum 4. März bis 17. März 2024 (Quelle: https://meinungfuer.koeln/hey-koeln) 7 2 Der Kartendialog in Zahlen 2.1 Besucher*innen-Statistik Abbildung 3: Besuche der Beteiligungsplattform im zeitlichen Verlauf des Online-Dialogs. (Quelle: Matomo) Während der Beteiligungsphase zwischen dem 4. und 17. März 2024 wurde die Unterseite /hey-köln der gesamtstädtischen Beteiligungsplattform meinungfuer.koeln insgesamt 2.303- mal aufgerufen. Davon führten e twa 1.143 Aufrufe zu weiterführenden Aktionen auf der Seite. Wie in Abbildung 3 erkenntlich ist, schwankten die Aufrufzahlen im Beteiligungszeit- raum zwischen 236 und 115 Aufrufen pro Tag. 2.2 Beteiligung nach Stadtteilen im Bezirk Nippes Abbildung 4: Beiträge nach Stadtteilen Insgesamt sind 520 Beiträge eingegangen. Davon waren 2 Dopplungen, die im Weiteren nicht betrachtet und gezählt werden. 59% aller Beiträge verteilen sich auf die Stadtteile Nip- pes mit 41% (186 Beiträge) und Bilderstöckchen mit 23% (117 Beiträge). Die verbleibenden 36% 23% 19% 9% 6% 5%2% Verteilung der Beiträge auf die Stadtteile im Bezirk Nippes Nippes Bilderstöckchen Weidenpesch Longerich Niehl Mauenheim Riehl 8 39% verteilen sich wie folgt: Weidenpesch 19% (100 Beiträge), Longerich 9% (46 Beiträge), Niehl 6% (30 Beiträge), Mauenheim 5% (27 Beiträge) und Riehl 2% (12 Beiträge). Zur vereinfachten Orientierung auf der Karte wurden unter Anderem Schulen und Jugend- zentren als Fixpunkte eingepflegt. Zusätzliche Fixpunkte beschrieben bereits stattgefundene Planungen auf Spielplätzen, um aufzuzeigen, dass hier bereits eine Beteiligung stattgefun- den hat und bereits eine Planung läuft. Diese über 100 redaktionellen Beiträge wurden in der Auswertung nicht mitbetrachtet. 9 3 Die Kategorien im Überblick Die Beiträge lassen sich wie folgt auf die vorgegebenen Leitfragen bzw. Kategorien zuord- nen: 43% und damit 223 Beiträge wurden in der Kategorie „ Hier muss sich etwas ändern“ abge- geben. Je 19% waren es in den Kategorien „Meine Idee für Nippes“ (101) und „Hier finde ich etwas blöd“ (98). 17% aller Beiträge, respektive 88-mal wurden Orte mit der Kategorie „Hier bin ich gerne“ markiert. Lediglich 8 Beiträge und somit 2% wurden keiner der spezifischen Kategorien zugeordnet – „Und sonst so“. 43% 19% 19% 17% 2% Anzahl Beiträge nach Kategorien Hier muss sich etwas ändern Meine Idee für Nippes Hier finde ich etwas blöd Hier bin ich gerne Und sonst so Abbildung 5: Beiträge nach Kategorien in Prozent 10 3.1 Kategorie: Hier bin ich gerne In der Kategorie „Hier bin ich gerne“ wurden 88 Beiträge abgegeben. Besonders positiv wur- den dabei die Spielplätze hervorgehoben. Mit ihrer Vielfalt an Spielmöglichkeiten wie Rut- schen, Schaukeln und anderen Geräten bieten sie Kindern und Jugendlichen einen Ort von hoher Qualität, um ihre Freizeit zu verbringen. Diese Plätze werden nicht nur für aktive Spiele genutzt, sondern auch gerne als Ruheoasen aufgesucht, da sie sich oftmals in unmittelbarer Nähe zur Natur befinden und eine angenehme Atmosphäre bieten. Hervorgehoben wir auch die gastronomische Vielfalt, die in Nippes vorhanden ist. Hier wer- den insbesondere das reichhaltige Angebot an Cafés und Eisdielen hervorgehoben, wel- ches zum positiven Gesamteindruck bei trägt und den Nippeser*innen eine angenehme Möglichkeit bietet ihre Zeit zu verbringen und sich zu entspannen. Auch die gute Erreich- barkeit von Supermärkten in Nippes wird als positiv hervorgehoben und als Bereicherung für die Lebensqualität der Bewohner*innen empfunden. Die verschiedenen Parkanlagen wie das Nippeser Tälchen, der Niehler Park, der Geldern- park und der Blücherpark sind ebenfalls beliebte Anlaufstellen für Erholung und Entspan- nung. Hier verbringen junge Menschen gemeinsame Zeit mit ihren Familien und Freunde n und auch Schulklassen nutzen diese Orte gerne für Ausflüge. Besonders geschätzt w erden die vielfältige Flora (Botanischer Garten) und die grüne Umgebung, die eine naturnahe At- mosphäre schafft. Die alten Bäume werden besonders gerne von Kindern und Jugendlichen zum Spielen und Klettern genutzt. Es besteht der Wunsch, den Bestand der Flora, insbeson- dere im Waldgebiet Wilhelmshof, zu erhalten und zu schützen. Die Parkanlagen der Flora werden als äußerst familienfreundlich wahrgenommen, und das gastronomische Angebot in und an Parks wird als positiv bewertet. Zusätzlich werden temporäre Veranstaltungen wie Flohmärkte oder der regelmäßig statt- findende Markt auf dem Wilhelmplatz als positiv wahrge- nommen. Was ist eine Heatmap Eine Heatmap (oder auf Deutsch „Wär- mekarte“) ist eine bildliche Darstellung, die ausgehend von den eingegebenen Verortungen mit graduellen Farbpunk- ten statistische Schätzungen abgibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein weiterer Punkt in der Umgebung liegt (Kerndich- tenschätzung). Zurückgegriffen wird hier auf die Kerndichtenschätzung. Vereinfacht gesagt, zeigen Heatmaps wo sich Punkte auf der Karte tummeln und wo es „viel zu besprechen gibt“. 11 Abbildung 6: Heatmap in der Kategorie "Hier bin ich gerne" 12 Auswahl von Ankerbeiträgen | Kategorie „Hier bin ich gerne“ Toller Spielplatz: Hier bin ich gerne. Am liebsten mag ich die Schaukel. Es ist ruhig und sauber hier. Manch- mal liegt hier Hundekaka. Das finde ich blöd. hier die Aussicht. Ich fühle mich hier nur manchmal wohl, denn es könnte hier noch sauberer sein. Aber man kann den Ort gut erreichen und sich hier sicher fühlen. Trotzdem könnte der Ort für uns besser gestaltet werden. Neusser Straße 543, 50737 Köln Augustastr./ Cranachstr. Eisengel: Es ist eine Spiel- straße. Hier fühle ich mich wohl und sicher. Es ist ein guter Ort für Kinder- Ich verbringe hier gerne Zeit. Ich wünsche mir mehr Spielgeräte. Cranachstraße 22, 50733 Köln Kinderfreundlich: Mir gefällt das Simit Café auf der Hartwichstraße und die vielen Spielplätze. Neusser Straße 260, 50733 Köln Schöner Spielplatz: Mir gefällt der Ort und der Spiel- platz ist sehr schön. Leider ist der Drache weg, den wünsche ich mir wieder zurück. Neue Kempener Straße, 50739 Köln Schöner Strand: Hier ist es schön, aber es gibt Müll Niehler Damm, 50735 Köln Das Nippeser Tälchen: Ich mag an diesem Ort, dass es grün ist, und ich wünsche mir mehr Blumen Neusser Straße 774, 50737 Köln Blücherpark: Sehr schöner Park, weil es grün ist. Nicht immer sauber und nicht immer ein schöner Ort für Kin- der der und Jugendliche. Ich wünsche mir mehr parke. Müngersdorfer Straße, 50739 Köln Wilhelmplatz: Der Wilhelmplatz ist ein guter Platz zum Spielen z.B. Fußball. Zudem findet von Montags - samstags ein Markt statt, sodass man immer frische Lebensmittel bekommt Wilhelmplatz 1a, 50733 Köln 13 Waldgebiet Wilhelmshof: Hier mögen wir die schöne Natur und es ist ein guter Ort für Kinder und Jugendli- che. Wir wünschen uns, dass es hier so bleibt. Bergheimer Weg 27, 50737 Köln Sehr schön : Der Grüne Kaktus verschönert das Umfeld. Seekabelstraße, 50733 Köln Cafe Eiszeit Spielplatz: Ich mag die Eisdiele am Spielplatz. Ich fühle mich hier sehr wohl und kann den Ort sehr gut erreichen. Hier ist ein guter Ort für Kinder und ich fühle mich hier sicher. Ich wünsche mir einen Fußballplatz oder eine Fangenspielwiese in Nippes. Hartwichstraße 93, 50733 Köln Flora: Ich finde es schön, dass die Flora so grün ist. Au- ßerdem sind da keine Autos, und die Wege sind groß, dass man da auch nebeneinander laufen kann. Ich finde es schön, dass da Springbrunnen sind und dass es ein Restaurant gibt. Wenn man mit der Klasse einen Ausflug dahin macht, dann macht es richtig viel Spaß. Ich hoffe jedoch, der Park bleibt so schön, wenn nicht alle Leute ihren Müll da rein schmeißen. Liebe Grüße Am Botanischen Garten 19, 50735 Köln 14 3.2 Kategorien: Hier muss sich etwas ändern / Hier finde ich etwas blöd In den Kategorien „Hier muss sich etwas ändern“ und „Hier finde ich etwas blöd“ wurden 225 und 98 Beiträge abgegeben. In der Betrachtung der Beiträge ist jedoch eine sehr ähnliche Verwendung der Kategorien aufgefallen, weshalb sie hier nicht weiter getrennt betrachtet werden. Besonders auffällig in den Beiträgen ist die wiederholte Kritik an schlechter Sauberkeit im Viertel, die von den jungen Nippeser*innen hervorgehoben wurde. Sowohl auf Spielplätzen, an öffentlichen Verkehrshaltestellen als auch in den Parkanlagen wird der Müll als Problem wahrgenommen. Glasscherben stellen eine erhebliche Verletzungsgefahr und Problem auf Spielplätzen und Radwegen dar. Die dafür verantwortlichen Menschen werden oftmals als gefährlich wahrgenommen. An Stellen, an denen neben Müll auch weitere Verschmutzungen hinzukommen, wird sich auch für öffentliche WCs ausgesprochen. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen geben an, dass sie sich zum Teil auf ihrem Schul- weg unsicher fühlen. Die Verkehrssicherheit ist oft nicht in vollem Umfang gewährleistet und könnte verbessert werden. Die Ampelphasen für Fußgänger *innen sind teilweise zu kurz, es fehlen Zebrastreifen und Signale für Rechtsabbiegende, was die Sicherheit der Schüler*innen, als besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer*innen beim Überqueren der Straße beeinträchtigt. Des Weiteren bemängeln sie, dass die Gehwege teilweise zu schmal und in einem schlechten Zustand sind, was beim Ausweichen zu gefährlichen Si- tuationen führen kann. Falsch geparkte Autos an Straßenkreuzungen und Zebrastreifen behindern insbesondere Kindern die Sicht und stellen eine Gefahr dar. Zudem wird beschrieben, dass die Geschwin- digkeitsbegrenzung von Autofahrer*innen häufig nicht eingehalten wird, was auch für den Radverkehr ein Risiko darstellt. Es besteht ein breiter Wunsch, die Verkehrssicherheit für den Radverkehr zu verbessern, indem Fahrradstraßen eingerichtet und Fahrradwege aus- gebaut werden. Die mangelnde Beleuchtung an Wegen und in Parkanlagen führt dazu, dass sich die jungen Kölner*innen nach Einbruch der Dunkelheit an diesen Orten oft unsicher fühlen. Das gleiche Unsicherheitsgefühl wird auch an bestimmten ÖPNV-Haltestellen empfunden, was durch die Anwesenheit von Müll verstärkt wird. Hinzu kommt, dass sich Personen, die Alkohol und/oder Drogen konsumieren, zum Teil an öffentlichen Orten aufhalten, die auch Kinder und Jugendliche passieren oder frequentieren, was eine unsichere Atmosphäre für die be- fragten Kinder und Jugendlichen schafft. 15 Abbildung 7: Heatmap der Beiträge in den Kategorien "Hier finde ich etwas blöd" und "Hier muss sich etwas ändern" 16 Auswahl von Ankerbeiträgen | Kategorie n „Hier muss sich etwas ändern“ & „Hier finde ich etwas blöd“ Zebrastreifen wird zugeparkt : Auf dem Zebrastrei- fen zum Rewe bin ich schon mehrmals fast umgefah- ren worden. Da die Autos direkt neben (oder teilweise sogar auf) dem Zebrastreifen parken, wird die Sicht auf den Zebrastreifen verdeckt. Hier sollte es jeweils in beide Richtungen Fahrradna deln geben, damit das Parken in der Nähe des Zebrastreifens gar nicht erst möglich ist. Jesuitengasse 92c, 50735 Köln Bürgersteige zu eng: Die Bürgersteige sind hier super schmal und werden dann auch noch von Autos zuge- parkt. Mit einem Kinderwagen kommt man hier teil- weise nicht mehr durch. Langfristig wäre es super, wenn die Bürgersteige ver- breitert werden. Die Fahrbahnen sind hier ja sehr breit und können bestimmt etwas Platz abgeben. Bis dahin wäre es schön, wenn zumindest an den Engstellen par- ken verboten und durch Poller verhindert wird. Neusser Straße 577, 50737 Köln Autos fahren viel zu schnell: In der 30iger Zone in der Feldgärtenstr. wird viel zu schnell gefahren und die Au- tos halten sich sehr selten an die Vorgabe 30km/h. Eine Blinke Smiley , der bei überhöhter Geschwindig- keit rot blinkt, wäre hier super! Feldgärtenstraße 101, 50735 Köln Abends ist es am Rhein viel zu dunkel: Ich mag den Spielplatz am Rhein, fühle mich hier wohl, kann den Ort gut erreichen und finde es hier sauber. Ich fühle mich nicht sicher. Manchmal laufen hier ko- mische Menschen rum. Ich wünsche mir für diesen Ort mehr Aktivitäten für Ju- gendliche. Mehr Plätze zum Verweilen mit Licht. Niehler Damm, 50735 Köln Spielplatz Leuthenstraße / Neusser Straße: Es ist der größte Spielplatz in Weidenpesch, der immer sehr gut besucht ist. Leider ist der Spielplatz immer voll mit Müll und Glasscherben, die Mülleimer teilweise über- laufen und stinken (vor allem im Sommer). Es gibt viel zu wenige Sitzgelegenheiten für die Eltern und Kinder. Toll ist das neue Gerüst (auch für die größeren Kinder). An der Seilbahn ist ein Stück. abgebrochen. Die Turn- stangen sind abgebaut worden :( Roßbachstraße, 50737 Köln Beleuchtung am Niehler Damm: Es ist so schön, abends am Rhein entlangzulaufen ABER auch gruselig manchmal, zumal es dunkel wird. Ich wünsche mir mehr Beleuchtung am Niehler Damm, damit abendli- che Spaziergänge Spaß machen. Niehler Damm, 50735 Köln 17 Bahnstation: Hier ist es total dreckig, dunkel und es stinkt total. Wir wünschen uns hier ( SBbahn und li- nie13) eine bessere Beleuchtung. Geldernstraße, 50739 Köln Zu viele Autos auf dem Schulweg: Auf unserem Schulweg sind zu viele Autos, die schnell fahren und keine Rücksicht nehmen. Steinbergerstraße 26, 50733 Köln Fahrradstraße: Ich wünsche mir hier eine Fahr- radstraße. Hier stehen Glascontainer und es liegen Scherben auf dem Boden. Daher fahre ich mit meinem Rad nicht gerne auf dem Bürgersteig. Aber auf der Straße fahren die Autos zu schnell und man wird fast überfahren. Da habe ich Angst. Xantener Straße 70, 50733 Köln Ampelphase viel zu kurz: Die Ampelphase dieser Am- pel ist extrem kurz. Hier gehen viele Kinder vom Clouth zur Schule über die Straße und sollten dies viel sicherer machen können. Auch wäre es gut, für die Rechtsab- bieger von der Xantener hier klarer zu signalisieren, dass die Fußgänger zeitgleich über die Straße gehen. Niehler Straße 167, 50733 Köln Park hinter Kita und Luckys Haus: der Park hat keine Beleuchtung. Im Winter und abends kann keiner durch den Park laufen und es gibt viel zu wenig Bänke und Bäume. Am Bilderstöckchen 60c, 50739 Köln Manche Laternen funktionieren nicht im Park: Im Park bei der Gesamtschule Funktionieren vereinzelt Laterne nicht das führt dazu, dass man sich abends im Dunkeln nicht sehr sicher fühlt. Paul-Humburg-Straße 70, 50737 Köln Poller und Zebrastreifen: Wir brauchen einen Zebra Streifen und einen Poller hier sammeln sich immer Au- tos Altleiningenweg, 50739 Köln Scherben auf Spielplätzen: Hier auf den Spielplätzen in Bilderstöckchen liegen zu viele Scherben. Altleiningenweg, 50739 Köln Mülleimer: Hier am Spielplatz wird ein Mülleimer ver- misst, der abgebaut wurde und kein Ersatz montiert wurde Altleiningenweg 2, 50739 Köln 18 3.3 Kategorie: „Und sonst so“ Auf die Kategorie „Und sonst so“ entfielen nur acht Beiträge, die sich in Form und Inhalt den Kategorien „Hier finde ich etwas blöd“ „Hier muss sich etwas ändern“ zuordnen ließen. Dabei nahmen drei der Beiträge eine eher distanzierte, nicht ortsbezogene Betrachtung ein . Hier wurden eine allgemeine Verringerung des Autoverkehrs, mehr Sauberkeit oder mehr Anlauf- stellen und Strukturen für Kinder und Jugendliche im Bezirk benannt. 19 4 Oberthemen und Ankerbeiträge Nach Sichtung aller Beiträge lassen sich folgende Oberthemen definieren: Abbildung 8: Beiträge aller Kategorien nach Oberthemen Insgesamt konnten in den 518 Beiträgen, die für HEY-Nippes eingegangen sind, 654 Anlie- gen identifiziert werden. Dabei wu rden Beiträge der Kategorie „Meine Idee für Nippes“ – sofern möglich – separat betrachtet. Ein einziger Beitrag kann dabei verschiedene Anliegen enthalten und mehreren Oberthemen zugeordnet werden. Die Kategorie „Meine Idee für Nippes“ wird einzeln in Kapitel 5 betrachtet. Die Anliegen lassen sich in elf Oberthemen kategorisieren. Die fünf wichtigsten Oberthemen Verkehr, Mobiliar im öffentlichen Raum, Sauberkeit, Sicherheitsempfinden und Stadt- grün decken dabei mit 602 Anliegen etwa 92% aller Anliegen in den Beiträgen ab. Diese fünf Oberthemen werden im Folgenden detaillierter aufgeschlüsselt und die darin geäußerten Anliegen zusammengefasst. Zur Illustration der räumlichen Verteilung der Beiträge sind zu jedem Oberthema Heatmaps angelegt, die die Konzentrationen von Punkt en auf der Karte kenntlich machen. Ergänzt werden die Oberthemen durch ausgewählte Ankerbeiträge, die in Form von positiven Stimmen oder Kommentaren Zuspruch erhalten haben oder stell- vertretend für einen Aspekt stehen. Die drei Oberthemen „Baustellen“, „Graffiti“ und „Lärm“ erhielten je <10 Bei träge. Diese ließen sich nicht sinnvoll den anderen Oberthemen zuord- nen. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass der Kartendialog während des Dialogzeitraums öffentlich auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln eingebunden war. Es ist offensichtlich, dass nicht alle Beiträge von Kindern oder Jugendlichen erstellt wurden, sondern zum Teil von Erwach- 0% 10% 20% 30% 40% 50% Beiträge nach Oberthemen 20 senen stammen. Da die Veedel-Spaziergänge teilweise von Pädagog*innen oder Bezugsper- sonen der Kinder und Jugendlichen begleitet wurden, ist dies mutmaßlich erfolgt, um die Interessen der Zielgruppe zu vertreten (anwaltschaftliche Vertretung). 21 4.1 Verkehr Insgesamt konnten 258 Beiträge dem Oberthema Verkehr zugeordnet werden . Das ent- spricht 39% aller identifizierten Anliegen in den Beiträgen. Daher ist das Oberthema Verkehr im Folgenden nochmal genauer untergliedert in die Bereiche Verkehrssicherheit, Radver- kehr, Verkehrsberuhigung und Zustand der Wege . Weitere Anliegen rund um das Thema Verkehr wurden in der Kategorie Sonstiges zusammengefasst. 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% Häufigkeit der Themen im Oberthema Verkehr Abbildung 9: Beiträge alle Kategorien im Oberthema Verkehr nach Thema 22 Verkehrssicherheit Verkehrssicherheit ist mit 64 Beiträgen und 25% der größte einzelne Themenblock inner- halb des Oberthemas Verkehr. In der Auswertung der Beiträge zum Thema Verkehrssicherheit in Nippes zeigt sich ein deut- licher Schwerpunkt auf der Notwendigkeit der Verbesserung von Fußgängerüberwegen und der Sicherheit insbesondere für Schulwege . Die Einrichtung von Zebrastreifen an strategisch wichtigen Orten wie Schulen, Spielplätzen und stark frequentierten Fußwegen wird als essentiell betrachtet, um die Sicherheit für die Kinder und Jugendlichen zu erhöhen. Mehrfach wird auf die Gefahren durch schlechte Sichtbarkeit und schnelles Fa hren von Au- tos hingewiesen. Auch zu kurze Ampelphasen und unübersichtliche Kreuzungen gehen aus den Beiträgen als ein wichtiges Thema hervor. Einige Beiträge fordern eine klarere Regelung und Signalisierung an Kreuzungen, um sowohl Fußgänger*innen als auch Radfahrer*innen ein sichereres Überqueren zu ermöglichen. Dar- über hinaus wird die Notwendigkeit betont, die Geschwindigkeitsbegrenzungen strenger durchzusetzen, insbesondere in Schulzonen und Wohngebieten. Der Radverkehr wird noch- mals separat diskutiert. Ebenfalls mehrfach genannt wird die Idee, spezielle Haltezonen für sogenannte "Elterntaxis" an sicheren Punkten im Schulumfeld einzurichten, um das Verkehrsaufkommen und die da- mit verbundenen Gefahren zu minimieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kinder und Jugendliche eine stärkere Berück- sichtigung der nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmenden und klare Maßnahmen zur Erhö- hung der Verkehrssicherheit fordern. Die Schaffung sicherer Verkehrsbedingungen für Kin- der auf dem Schulweg steht im Fokus. 23 Abbildung 10: Heatmap Beiträge des Themas Verkehrssicherheit 24 Radverkehr Radverkehr ist 50 Beiträgen und respektive 19% der zweitgrößte Themenblock innerhalb des Oberthemas Verkehr. In den Beiträgen werden zahlreiche Sorgen und Wünsche hinsichtlich der Sicherheit und Inf- rastruktur für den Radverkehr in Nippes geäußert. Ein wiederkehrendes Anliegen ist der Be- darf an breiteren und sichereren Radwegen, insbesondere auf stark frequentierten Stra- ßen wie der Neusser Straße. Es wird von fehlenden Radwegen, gefährlichen Überholmanö- vern durch Autos und unzureichender Trennung zwischen Fuß- und Radverkehr gesprochen. Besondere Bedenken gelten gefährlichen Kreuzungen und Einbahnstraßen, die nicht für Fahrradfahrer*innen angepasst sind. Sodass diese nicht verkehrssicher in die Gegenrich- tung für den Radverkehr freigegeben sind. Auch wird das hohe Verkehrsaufkommen im gleichzeitigen Berufs- und Schulverkehr aufgebracht, das oft zu riskanten Situationen führt. Viele Schüler*innen fühlen sich auf ihrem Weg zur Schule unsicher mit dem Rad zu fahren. Hier sind die Zustände der Wege ein weiteres Thema, welches separat diskutiert wird. Ein weiteres großes Thema ist der Mangel an Fahrradständern , insbesondere an Schulen und anderen öffentlichen Orten, was das sichere Abstellen der Fahrräder erschwert. Jugend- liche beklagen zudem, dass vorhandene Parkflächen oft von Autos blockiert werden und schlagen vor, einige Parkplätze in Fahrradständer umzuwandeln. Die Häufigkeit der Beiträge zum Thema Radverkehr und deren Qualität sprechen für ein starkes Interesse der Kinder und Jugendlichen am Rad als Fortbewegungsmittel in Nippes, insbesondere für den Schulweg. Dabei werden jedoch auch Probleme in der Radwegfüh- rung und der Qualität der Fahrradinfrastruktur adressiert. 25 Abbildung 11: Heatmap Beiträge des Themas Radverkehr 26 Verkehrsberuhigung Die 38 Beiträge zum Thema "Verkehrsberuhigung" heben deutlich die Besorgnis über die aktuelle Verkehrssituation in verschiedenen Wohngebieten hervor. Eine Hauptproblematik ist die hohe oder überhöhte Geschwindigkeit des Autoverkehrs auf Straßen, die auf Schul- wegen liegen. In mehreren Beiträgen wird eine Reduzierung der Geschwindigkeit gefordert , insbesondere dort wo kein getr ennter Radweg möglich ist . Einige Beitragsschreiber*innengeben an, sich aufgrund der schnellen Autos beim Radfahren unsicher zu fühlen. Ebenso wird der Wunsch nach autofreien Zonen oder Zeiten, insbesondere auf der Neusser Straße und rund um die Schulen und Spielplätze n, mehrfach geäußert. Je nach Ansatz können die Zonen nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch Raum für soziale Interaktionen und Spiele bieten (Stichwort autofreier Sonntag). Daran knüpft die Forderung nach Schulstraßen, die zu Schulzeiten für den Autoverkehr ge- sperrt werden, an. Diesbezüglich wurde auch auf erfolgreiche Aktionstage hingewiesen, die die Vorteile solcher Maßnahmen demonstrieren sollen. Darüber hinaus wurden konkrete Maßnahmen wie Fahrbahnerhöhungen, Zebrastreifen und Geschwindigkeitskontrollen (z.B. durch Blitzer) vorgeschlagen, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Die Stimmen aus den Beiträgen deuten an, dass eine umfassende Strategie zur Verkehrsbe- ruhigung nicht nur die Mobilität, sondern auch die Lebensqualität und das soziale Wohler- gehen der jüngeren Bevölkerung verbessern könnte. Zustand der Wege Unter diesem Thema offenbaren die 31 eingereichten Beiträge zahlreiche Mängel und Si- cherheitsbedenken in verschiedenen Bereichen. Wesentliche Themen sind die schlechte Qualität von Wegen, insbesondere Schlaglöcher oder ungeeignete Beläge, die sowohl für verschiedene Nutzungsgruppen, wie Fahrradfahrer*innen, Fußgänger*innen oder Rollstuhl- fahrende, Risiken und Hürden darstellen. Auch werden Bordsteine genannt, die eine Hürde auf Radwegen und für Rollstühle sind. Die Kinder und Jugendlichen wünschen sich mehr und sicherere Fußgängerüberwege sowie breitere und freie Gehwege, um die Mobilität für alle, einschließlich Kinderwagen und Rollstuhlfahrer, zu erleichtern. Die Beiträge zum Zustand der Wege sind eng mit dem Thema Sicherheit und Radverkehr verknüpft. Insbesondere, wenn es um Straßenquerungen geht. Sie weisen aber auch noch- mal auf besondere Konflikte hin, die entstehen, wenn Fuß- und Radwege nicht richtig ge- kennzeichnet sind. Sonstiges zum Thema Verkehr In den weiteren 75 Beiträgen ist ein zentrales Anliegen der Nutzungskonflikt zwischen Fußverkehr und parkenden Autos, die häufig die Sicht auf Zebrastreifen verdecken oder Bürgersteige blockieren und somit Ein Hindernis und Risiko vor allem für Verkehr sanfän- ger*innen auf dem Schulweg darstellen. Zusätzlich wird an einigen Stellen eine bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr gefordert. Dies umfasst nicht punktuelle Einrichtung neuer Haltestellen, sondern auch sau- berere und sicherere Wartebereiche. Die Nähe von Bushaltestellen zu Radwegen wird als konfliktträchtig identifiziert, um die Sicherheit für alle zu erhöhen. 27 Des Weiteren wird die Verkehrsführung in Nippes punktuell kritisch betrachtet. Vorschläge wie die Einrichtung von Einbahnstraßen und Fahrradstraßen zielen darauf ab, den Verkehrs- fluss zu verbessern und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen. Besonders betont wird die Notwendigkeit, das Parken auf Bürgersteigen zu verbieten und die Einhaltung konsequent durchzusetzen. 28 Abbildung 12: Heatmap Beiträge des Oberthemas Verkehr 29 Auswahl von Ankerbeiträgen | Oberthema Verkehr Autos fahren zu schnell: In dieser Straße fahren viele Autofahrer zu schnell und nehmen keine Rücksicht auf spielende Kinder. Hohenfriedbergstraße 11, 50737 Köln Brücke zum Strand kaputt: Bitte, bitte helfen Sie bei der Sanierung der Brücke. Wir sind so gerne am Strand im Sommer. Niehler Hafenbrücke, 50735 Köln Kategori e Überdachte Fahrradständer: Hier brauchen wir drin- gend überdachte Fahrradständer schon wegen dem Luckys Haus und der Bushaltestelle. Leider gibt es nur welche hinter den Wohnhäusern ein paar Meter weiter versteckt. siehe Foto Am Bilderstöckchen 58a, 50739 Köln Falschparker an der Ampel: Die Ampel ist auf dem Weg zu meiner Schule, manchmal parken Leute direkt da, wo Ampel ist. Neusser Straße 774, 50737 Köln Einbahnstraße sollte offensein für Fahrräder: Ich fände es toll, wenn die Xantener Straße auf der ande- ren Seite der Amsterdamer Straße keine Einbahn- straße für Fahrradfahrer mehr wäre. Es ist einfach der kürzeste Weg zum Riehler Gürtel weiterzufahren und die Straße wäre breit genug für Fahrräder und Autos gleichzeitig. Viele fahren sowieso schon einfach durch und es wäre toll wenn das auch offiziell werden würde! Xantener Straße 108, 50735 Köln Fahrradweg: Ich fahre hier nicht gerne Fahrrad da die Autos schnell sind und es gibt keinen Fahrradweg. ich bin Schüler an der IOGS Kretzerstraße. Hier fahren auch viele andere Kinder her. Hier brauchen wir einen richtigen Fahrradweg und die Autos sollten langsamer fahren. Kempener Straße 5, 50733 Köln Fahrradweg: Der Fahrradweg hört auf dem Weg auf und ist einfach weg. Das ist doof und gefährlich:( Rasende Autos: Auf der Neusser Str. Rasen viel Auto- fahrer und gefährden viel Personen. 30 Neusser Straße 717, 50737 Köln Neusser Straße 731-733, 50737 Köln Fußgängerüberweg, um in den Blücherpark zu kommen: Autos parken auf dem Gehweg und Geh- & Radweg sind sehr schmal. Wir Kinder möchten auf schnellstem Wege in den Park kommen. Alzeyer Straße 2, 50739 Köln Lose Gehwegplatten: Hier gibt es viele Stolperfallen durch lose Gehwegplatten. Bitte befestigen und begra- digen. Bülowstraße 60-62, 50733 Köln Verkehrsberuhigung: Hier wird oft gerast, eine Ver- kehrsberuhigung wäre gut, vielleicht mit Hubbeln. Eckewartstraße 83, 50739 Köln Schulstrasse morgens und nachmittags: Bitte macht diese Straße zur Schulstrasse morgens und nachmit- tags. Kretzerstraße 1, 50733 Köln Riesenpfütze: Hier wieder die Ecke neu gemacht und jetzt steht da nach Regen immer tagelang das Wasser, weil es nicht ablöst und man muss durch die Pfütze durch, weil sie so riesig ist. Schwerinstraße 64, 50733 Köln Übergang Straße Radweg: Hier fährt man von der Straße auf den Radweg und quert dabei die Rechtsab- bieger. Das könnte man sicherer gestalten. Auch sind da gerade einige Schlaglöcher, die genau im Übergang sind und ziemlich tief. Neusser Straße, 50733 Köln 31 4.2 Mobiliar im öffentlichen Raum Insgesamt konnten 134 Beiträge dem Oberthema Mobiliar im öffentlichen Raum zuge- ordnet werden. Das entspricht 20% aller identifizierten Anliegen in den Beiträgen. Die von den Jugendlichen und Kindern geäußerten Anliegen bezüglich des Mobiliars im öf- fentlichen Raum konzentrieren sich hauptsächlich auf die Verbesserung der bestehenden Infrastruktur für Fahrräder in Form von Bügeln oder Fahrradständern, die Erhöhung der An- zahl von Sitzmöglichkeiten und Mülleimern , die zur allgemeinen Sauberkeit beitragen . Die Schüler*innen wünschen sich insbesondere an Schulen und öffentlichen Plätzen mehr Fahr- radständer. Zusätzlich wird der Mangel an Sitzgelegenheiten in der Nähe von S chulen, Parks und anderen öffentlichen Orten als Problem genannt. Anknüpfend an die Thematik der Sauberkeit wird zentral die Schaffung von mehr Müllbe- hältern und deren regelmäßige Leerung aufgebracht . Es besteht aus Sicht der Jugend ein deutlicher Bedarf an mehr Mülleimern in verschiedenen Bereichen, um der wahrgenomme- nen Müllproblematik entgegenzuwirken. Weiter zeigen die Beiträge den Wunsch nach einer kinder- und jugendfreundlicheren Gestal- tung des öffentlichen Raums, die sowohl die Funktionalität als auch die ästhetische Qualität des Umfelds verbessert. Spielplätze Ein zentrales Anliegen ist die Verbesserung, Instandhaltung und Pflege von Spielplätzen. Viele Spielbereiche sind verschmutzt und teilweise mit gefährlichen Gegenständen wie Glas- scherben belastet. Zudem werden Wünsche nach mehr und besseren Spielgeräten sowie nach einer Erneuerung und Erweiterung der vorhandenen Einrichtungen kundgetan. Be- sonders häufig wurde der Wunsch nach mehr Vielfalt in den Spielgeräten für verschiedene Altersgruppen genannt. Zusätzlich zu den Spielgeräten wünschen sich Kinder und Jugendliche mehr Sitzgelegenhei- ten für Eltern. Ein weiteres Thema ist auch der Wunsch nach mehr Grünflächen , die für all- gemeine Nutzungen zur Verfügung stehen. Diese werden in einem eigenen Oberthema auf- gegriffen (s. 3.4) Sportmöglichkeiten Ähnlich häufig wie Spielplätze bringen die jungen Teilnehmer*innen die Notwendigkeit von mehr ansprechenden und verbesserten Sportplätzen in den Online-Dialog ein. Es gibt eine starke Nachfrage nach besser gepflegten und sichereren Sportanlagen wie Basketballplät- zen, Fußballfeldern und Tischtennisplatten. Insbesondere werden bessere Bodenbeläge und ausreichende Beleuchtung gefordert, um die Nutzung auch nach Einbruch der Dun- kelheit zu ermöglichen. Punktuell werden der desaströse Zustand und die andauernde Sper- rung von Sportanlagen beklagt. Allgemeine Orte für die Jugend Zusätzlich wurde in den Beiträgen der Wunsch nach allgemeinen Einrichtungen und Aufent- haltsorten für Jugendliche vorgebracht . Jugendliche wünschen sich mehr beleuchtete und ggf. regengeschützte Aufenthaltsorte, beispielsweise am Rhein. Vorschläge umfas- sen die Bereitstellung von sauberen und sichereren Plätzen, die Organisation regelmäßiger Veranstaltungen für Jugendliche und die Schaffung kreativer Räume für Graffiti, um Vanda- lismus an Spielgeräten zu vermeiden. Auch wurde die Notwendigkeit, mehr Räume für Kin- der zu schaffen eingebracht. Es besteht der Wunsch nach einem weiteren Kinder- und Ju- gendzentrum. 32 Abbildung 13: Heatmap Beiträge des Oberthemas Mobiliar im öffentlichen Raum 33 Auswahl von Ankerbeiträgen | Oberthema Mobiliar im öffentlichen Raum Überall zu wenige Fahrradständer : Ich mag nix an diesem Ort. Ich fühle mich nur so mittelmäßig wohl und es ist nicht sehr sauber. Steinbergerstraße, 50733 Köln Kein Fußballplatz mehr: Wir finden es schade, dass der Fußball Platz weg ist und nicht mehr aufgebaut wird An den Kreutzmorgen, 50737 Köln Mehr Klettermöglichkeiten, mehr Blumen, mehr Licht abends: Hier wohne ich und alles ist in der Nähe. Ich fühle mich wohl und kann den Ort gut erreichen. Hier ist es nicht sauber und ich fühle mich hier nicht immer sicher. Ich wünsche mir mehr Sauberkeit. Für Nippes wünsche ich mir mehr Klettermöglichkeiten, mehr Blumen und mehr Licht abends. Neusser Straße 450, 50733 Köln Sportgeräte: Leider uninteressante und nicht kinder- gerechte Sportgeräte. Bitte auch Sportgeräte für Kin- der aufstellen. Niehler Damm, 50735 Köln Spielmöglichkeiten: Einen Basketball oder Spielplatz fehlt. Neusser Straße 260, 50733 Köln Fußballplatz: Ich wünsche mir Kunstrasen, damit es nicht so weh tut, wenn ich falle. Lichter wären auch toll! Niehler Straße 11, 50733 Köln Spielplatz: Der Spielplatz wird von allen Elefanten- spielplatz genannt, aber leider gibt es kein Spielgerät in Elefantenform mehr. Es wäre toll, wenn wieder eine Elefantenfigur integriert würde. Roßbachstraße, 50737 Köln Ausstattung Park: Die Wiesenflächen im Park sind so groß und zu jeder Jahreszeit quasi ungenutzt. Es wäre wünschenswert, wenn hier mehr Aktivitäten angebo- ten werden. Vorbild Grüngürtel zwischen Aachener und Subbelrather Str. Auch die Vororte haben das ver- dient! Meerfeldstraße 38, 50737 Köln Mehr Tischtennisplatten und Bänke: Der Spielplatz ist nur für kleine gut. Ärzte Kinder werden von den El- tern immer verscheucht, weil sie die kleine stören oder angeblich stören. Hier braucht es mehr Sachen für äl- tere Kinder. Tischtennisplatten wäre toll. Und mehr Bänke Leipziger Platz 5, 50733 Köln Basketballkorb, aber Pfützen drunter: Hier sind im- mer große Pfützen, direkt unter dem Korb. Der Boden ist schief! Leipziger Platz 5, 50733 Köln Sitzmöglichkeiten: Bitte an der Geldernstraße mehr Sitzmöglichkeiten, da wo der Kiosk ist. Geldernstraße, 50739 Köln Mehr Mülltonnen: In Bilderstöckchen brauchen wir mehr Mülltonnen. Am Bilderstöckchen, 50739 Köln 34 4.3 Sauberkeit Insgesamt konnten 111 Beiträge dem Oberthema Sauberkeit zugeordnet werden. Das ent- spricht 17% aller identifizierten Anliegen in den Beiträgen. Die Anliegen der Jugendlichen und Kinder bezüglich der Sauberkeit in ihren Quartieren kon- zentrieren sich vorrangig auf die Verbesserung der Müllentsorgung und der allgemeinen Reinigung. Die überfüllten Mülleimer, die oft nicht ausreichen, führen dazu, dass Müll sich in der Umgebung verteilt . Darüber hinaus betonen sie die Notwendigkeit, dass Spiel - und Freizeitplätze häufiger gereinigt werden sollten, da diese Orte oft mit Müll und Gefahren wie Glasscherben und Zigarettenstummeln verschmutzt sind. Eine regelmäßige und gründliche Reinigung würde diese Plätze sicherer und attraktiver machen. Die Jugendlichen wünschen sich auch Aufklärungsprogramme, die die Wichtigkeit von Sauberkeit hervorheben und sie selbst in Aktivitäten zur Müllbeseitigung einbeziehen, etwa durch gemeinsame Aufräum- aktionen. Hauptanliegen sind die Sauberkeit und Sicherheit an öffentlichen Plätzen. Vielfach wird der Wunsch nach regelmäßigerer Müllentsorgung, mehr Mülleimern und einer generellen Verbesserung der Sauberkeit in Parks, an Haltestellen und auf Spielplätzen geäußert. Ver- einzelt wird auch die Aufstellung eines öffentlichen WCs eingebracht, um Wildurinieren und Verschmutzung der Grünanlagen zu vermeiden. 35 Abbildung 14: Heatmap mit Beiträgen des Oberthemas Sauberkeit 36 Auswahl von Ankerbeiträgen | Oberthema Sauberkeit Mühlberg Bergheimer Weg: Hier sind wir nicht gerne. Hier fühlen wir uns nicht wohl. Wir wünschen uns hier Sauberkeit! Bergheimer Weg 27, 50737 Köln Militär Zaun Nähe Wilhelmshof : Hier mögen wir nichts und fühlen uns nicht wohl. Wir wünschen uns hier mehr Sauberkeit. Bergheimer Weg 27, 50737 Köln Verschmutzungen in der Florastr. : Hier ist Hannah und Franka:) die Florastr hat sehr dreckige Orte, wir wünschen uns für die Gemeinschaft das diese Orte schön und sauber sind:)! Florastraße 111, 50733 Köln Glasscherben im Sand: Hier liegen viel zu viele gefähr- liche Glasscherben im Sand. Wir vermuten, dass hier Erwachsene Alkohol trinken und finden das nicht ok. Wir wünschen uns hier und auf den anderen Spielplät- zen und in den umliegenden Parks eine eindeutige Be- schilderung (zum Beispiel ein Alkoholverbot). Bitte kontrolliert, ob die Erwachsenen sich daran halten. Leipziger Platz 7, 50733 Köln Spielplatz: Ich wünsche mir einen Spielplatz. Hier ist es nicht immer sauber und ich fühle mich nicht immer wohl. Schiefersburger Weg, 50739 Köln Müll: dass die Mülltonnen öfter geleert werden sollen. Dass die Straßen gut beleuchtet sind. Das weniger Müll liegt. Neusser Straße 669-673, 50737 Köln Zu viele Zigarettenkippen im Veedel: Auf meinem Schulweg gibt es eine Kneipe und die Leute rauchen uns voll. Das finde ich blöd und deshalb mag ich den Ort nicht. Ich wünsche mir weniger Zigarettenkippen. Steinbergerstraße 40, 50733 Köln Sauberkeit: Hier liegt viel Müll herum und es gibt sehr viele Hundehaufen Merkenicher Straße 319, 50735 Köln Sauberkeit: Hier in Bilderstöckchen ist es immer sehr dreckig. Auf den Spielplätzen, aber vor allem im Blü- cherpark liegt sehr viel Mülln (in der Nähe der Müllei- mer) auf dem Boden. Müngersdorfer Straße, 50739 Köln Sperrmüll: Hier an der Ecke lassen Leute sehr oft Ihren Sperrmüll liegen. Oft liegt er sogar im Weg. Das sieht blöd aus und nervt! Xantener Straße 1, 50733 Köln 37 4.4 Sicherheitsempfinden Insgesamt konnten 68 Beiträge dem Oberthema Sicherheitsempfinden zugeordnet wer- den. Das entspricht 10% aller identifizierten Anliegen in den Beiträgen. Die jungen Kölner*innen äußern Bedenken hinsichtlich der Sicherheit an öffentlichen Orten, insbesondere in den Abendstunden und an schlecht beleuchteten Orten wie Haltestellen, Unterführungen oder Parks. Eine häufige Forderung ist die Verbesserung der Beleuch- tung sowie eine erhöhte Polizeipräsenz in solchen Bereichen. Auch die Sauberkeit spielt eine wesentliche Rolle für das Sicherheitsempfinden . V iele fühlen sich an vermüllten oder schlecht gepflegten Orten unwohl. Damit steht das Thema auch in direktem Bezug zum Thema der Spielplätze und Sporteinrichtungen für Kinder und Jugendliche. In diesem Kon- text wird auch die Anwesenheit von anderen Menschen, die als gefährlich wahrgenommen werden, punktuell benannt Oftmals werden als unangenehm wahrgenommenen Menschengruppen im Kontext von Verunreinigungen im Stadtraum genannt. bzw. der Verschmutzung durch Glas, Kippenstum- meln oder anderem Müll, die von den Menschengruppen ausgehen. Ebenfalls adressiert wird die Sicherheit des Spielens von Kindern und Jugendlichen außer- halb der Spielplätze und Parks bzw. in deren unmittelbaren Umfeld. Auf den Lauf- und Spiel- wegen werden Geschwindigkeitsbegrenzungen für den Autoverkehr gefordert. 38 Abbildung 15: Heatmap mit Beiträgen zum Thema Sicherheitsempfinden 39 Auswahl von Ankerbeiträgen | Oberthema Sicherheitsempfinden Geldernstraße gerader weg zu Penny: Schöne Häu- ser und sauber. Hier fühle ich mich nicht wohl. Man kann den Ort manchmal nicht so gut erreichen und ich fühle mich nicht sicher. Vor allem nachts ist hier kein Ort für Kinder und Jugendliche. Deshalb wünsche ich mir mehr Lampen. Geldernstraße, 50739 Köln Mehr Laternen und Bänke: Ich mag Bilderstöckchen. Hier ist der Blücherpark, den finde ich sehr schön. Nur manchmal fühle ich mich nicht so sicher, daher wün- sche ich mir mehr Laternen hier in Bilderstöckchen. Mehr Bänke und Spielplätze für uns junge Menschen fände ich auch cool. Stuttgarter Straße 77, 50739 Köln Parkplätze Ebernburgweg: Hier fühle ich mich nicht wohl. Hier liegt immer Hundekot und Müll und es wer- den immer Graffitis gesprüht. Hier fühle ich mich nicht sicher wegen den Autos. Ich wünsche mir hier Wiese, Bäume, mehr Mülleimer und Hundetüten. Ebernburgweg 3, 50739 Köln Blücher Park : Ich mag hier den großen Weiher. Ich wünsche mir Lampen in der Nacht. Parkgürtel, 50739 Köln Gefährliche Menschen: Am Abend sind oft Men- schen, die nicht allzu nett sind, oben am Park Deck… Neusser Straße 665, 50737 Köln Kein guter Ort : Hier fühle ich mich nicht so wohl (Alzeyer Straße 19 -21). Hier ist es nicht sauber und nicht sicher. Ich wünsche mir, dass sich hier keiner be- leidigt und weniger gefährliche Leute. Rockenhauser Straße 31, 50739 Köln Beleuchtung: Ich mag, dass man schnell in die Stadt kommt. Ich fühle mich aber nicht so wohl und sicher hier, weil die Straßen nicht so gut beleuchtet sind. ich hoffe auch dass es bald weniger Baustellen gibt. 50739 Köln Etzelstrasse: Ich mag alles an diesem Ort. Es könnte sauberer und sicherer sein. Ich wünsche mir einen neuen Spielplatz. Etzelstraße, 50739 Köln 40 4.5 Stadtgrün Insgesamt konnten 31 Beiträge dem Oberthema Stadtgrün zugeordnet werden. Das ent- spricht 5% aller identifizierten Anliegen in den Beiträgen. Zum Thema der städtischen Grünflächen wurden vielfältige Anliegen geäußert, die sich pri- mär um die Verbesserung und Erweiterung von Grün - und Freizeiträumen drehen und oft an andere, auch in anderen Oberthemen aufgebrachten Aspekte anknüpfen. Dabei ist ein durchgängig wiederkehrender Wunsch die Erhöhung der städtischen Begrünung durch mehr Bäume und Blumen für mehr Lebensqualität und ökologischen Mehrwert. Ein Bereich, der oft im Kontext von Grünanlagen und städtischem Grün genannt wird, sind die Einrichtung und der Erhalt von Spiel - und Sportanlagen in Parks. Aber auch bienen- freundliche Pflanzen und verbesserten Müllentsorgungssystemen zur Förderung der Sau- berkeit und für ökologischen Erhalt und Mehrwert in den Parks wird von den jungen Köl- ner*innen gefordert. Darüber hinaus w ird stellenweise der Mangel an Sitzgelegenheiten und Schattenplätzen kritisiert, was insbesondere in den Sommermonaten zu einem Prob- lem wird. Dieser könnte – so die Beiträge - mit weiteren strategischen Baumpflanzungen adressiert werden Ein weiteres Querschnittsthema sind Baumpflanzungen, die in Verbindung mit Verkehrs- beruhigungen stattfinden könnten. Insgesamt spiegeln die Beiträge den Wunsch nach ei- ner kinder- und jugendfreundlicheren Gestaltung der Grünflächen und weiteren Begrünung in Nippes wider, mit einem Fokus auf Freizeit, Natur, und Sauberkeit. 41 Abbildung 16: Heatmap mit Beiträgen zum Thema Stadtgrün 42 Auswahl von Ankerbeiträgen | Oberthema Stadtgrün Bepflanzung: Es ist gut, dass es hier Pflanzen gibt, aber es könnte mehr Begrünung geben Josefine-Clouth-Straße 34, 50733 Köln Erzberger Platz: Kinder spielen auf dem Erzberger Platz oft (Fuß)Ball, doch leider fehlt es hier an geeigne- ten Toren, Basketballkörben und einem geeigneten Boden. Derzeit ist die „Fußballfläche“ nur Schotter. Eine Kletterwand am Zaun vor dem großen Baum wäre vielleicht auch eine Überlegung. Die kleine Grünfläche/Rasenfläche freut sich sicherlich über ein paar bienenfreundliche Blumen Erzbergerplatz, 50733 Köln Verschönerung: Bitte sorgt hier für schöne Grünflä- chen, am besten auch mit neu gepflanzten Bäumen. Bitte stellt neue Spielgeräte auf. Und bitte auch hier ge- nügend Mülleimer und Hinweise aufstellen, dass hier kein Hundeklo ist. Hans-Knipp-Weg, 50733 Köln Mehr Grün: Ich finde das es hier etwas leer ist. deswe- gen brauchen wir als Schüler bessere Fahrrad Ständer! Und mehr Grün auf dem Schulhof und auf der Straße. Ich finde das es auf dem Schulhof sehr lehr aus sieht! Und eine Schulstraße Kretzerstraße 5-7, 50733 Köln Ausstattung Park: Die Wiesenflächen im Park sind so groß und zu jeder Jahreszeit quasi ungenutzt. Es wäre wünschenswert, wenn hier mehr Aktivitäten angebo- ten werden. Vorbild Grüngürtel zwischen Aachener und Subbelrather Str. Auch die Vororte haben das ver- dient! Meerfeldstraße 38, 50737 Köln Verschmutzungen und Langeweile: Der Müll muss weg. Mehr Bäume und Pflanzen, auch als Schatten- spender. Mülleinwurfanleitung, damit der Müll nicht auf der Wiese landet. Regelmäßige Kontrolle durch Po- lizei oder Ordnungsamt. Hans-Knipp-Weg, 50733 Köln Bienenhotel: der Park braucht Blumen und Sträucher Altonaer Platz 16, 50737 Köln Bäume pflanzen: Bitte hier Bäume pflanzen Kempener Straße, 50733 Köln 43 5 Meine Ideen für Nippes Seitens der Bezirksvertretung Nippes wurden 75.000 Euro aus den Stadtverschönerungsmit- teln des Bezirks für die Umsetzung von durch Jugendliche angeregte Projekt - oder Maßnah- menideen zur Verfügung gestellt. Hierfür wurde eine eigene Kategorie geschaffen „Meine Idee für Nippes“. Ein besonderer Fokus in dieser Kategorie lag darauf, Maßnahmen - oder Projektideen zu erhalten, die einen Beitrag zur Erreichung der 17 nachhaltigen Entwicklungs- ziele. der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDG) leisten. Um dies gut zu begleiten, wurden unter anderem auch Schulworkshops zu den 17 nachhaltigen Ent- wicklungszielen durchgeführt, um den Blick der jungen Menschen zu schulen, wie sie sich für eine schönere und gerechtere Welt einsetzen können- und zwar direkt vor ihrer Haustür. Im Online-Dialog konnten sie dann ihre konkreten Ideen einreichen Dabei kamen im Online-Dialog insgesamt 101 Beiträge in der Kategorie „Meine Idee für Nip- pes“ zusammen. Stark überschneidend mit den Beiträgen in den anderen Kategorien decken die hier einge- brachten Ideen die Bereiche Einrichtungen und Orte für Kinder und Jugendliche, Grün- flächen, Mobiliar bis hin zur Nahversorgung im Veedel ab. Die meisten Beiträge gingen ein für die Einrichtung oder Verbesserung von Spielplätzen (31 Beiträge) oder Sportplätzen (30 Beiträge) ein. So zum Beispiel zentral in Nippes, im Be- reich der Florian Gemeinschaftsgrundschule wünschen sich zwei Beiträge einen Spielplatz (Beitrag 13271 & Beitrag 13132 ). Mitunter sind die Beiträge sehr konkret, was die Verbesse- rung oder die Ausstattung der Anlagen betrifft , wie exemplarisch hier am Gertrud-Robertz- Platz in Bilderstöckchen: „Hier bitte eine Seilbahn und R utschstange am Spielplatz“ (Beitrag 14212), „Ich wünsche mir ein Trampolin auf dem Spielplatz “ (Beitrag 14222), „Ich wünsche mir ein Spielgerät auf der freien Fläche“ (Beitrag 14080). Bei den Sportplätzen sind Basketballkörbe oft gewünscht oder aber Fußballplätze. Flächen, wie der Niehler Damm oder unter der Hochbahn werden dafür vorgeschlagen (Beitrag 13057 & Beitrag 13071 ). Noch häufiger sind Fußballplätze oder -käfige unter den Wünschen der jungen Kölner*innen (Beitrag 13689 & Beitrag 14030. Weiter wird sich auch konkretes Mobiliar im öffentlichen Raum , wie Bänke, ein Aussichts- punkt am Ginsterpfad ( Beitrag 14103 ) oder auch Lärmschutzwände für den Blücherpark (Beitrag 13472) oder eine Grillhütte im Geldernpark gewünscht (Beitrag 13851). Auch über- dachte Fahrradständer ( Beitrag 14867), Sonnenschutz und Trinkwasserspender ( Beitrag 14498 & Beitrag 14301) werden von den Kindern und Jugendlichen als Ideen aufgebracht, die die Lebensqualität der jungen aber auch ältereren Bevölkerung verbessern und das Ve- edel verschönern würden. Weitere Beiträge nehmen noch die Verbesserung der Wege – insbesondere Radwege – in den Blick und wünschen sich hier punktuelle Verbesserungen mit dem Geld ( Beitrag 13923, Beitrag 14482 & Beitrag 14542). Weitere Vorschläge behandelten Grünflächen, Beleuchtungen , Sauberkeit oder die Nahver- sorgung im Veedel. 44 6 Vorgehen bei der Auswertung Die in dem vorliegenden Bericht dargestellten Ergebnisse sind das Resultat eines qualitati- ven Auswertungsprozesses. Ziel der Auswertung war es dabei, die im Rahmen der ersten Phase der Online-Beteiligung eingegangenen Beiträge und Kommentare unter Berücksichti- gung der Beteiligungsfragen inhaltlich zu systematisieren. Dabei war es wichtig, die Masse an eingebrachten Hinweisen und Einschätzungen seitens der Nutzer*innen so zusammen- zufassen, dass die Ergebnisse in ihrer Qualität valide Schlussfolgerungen ermöglichen. Methodisch wurde bei der Auswertung nach der qualitativen Inhaltsanalyse (angelehnt an Mayring) vorgegangen. Dazu wurden unter Nutzung der Analysesoftware MAXQDA die ein- gegangenen Beiträge ausgehend von den Beteiligungsfragen aus den Beiträgen ein indukti- ves Code-System (Schlagwortsystem) erstellt . Dabei wurden neben der inhaltlichen Aussa- geebene (etwa dem Anführen von Maßnahmen, Instrumenten oder Visionen) und der räum- lichen Aussageebene (Verortung im Stadtraum) überwiegend thematische Zuordnungen vorgenommen. Anschließend wurde das Code -System weiter verdichtet und „aufgeräumt“, damit es die Inhalte inhaltliche Themenbereiche einteilt und die Menge der Daten gut zu- sammenfasst. Mittels dieses Prozesses wurde sichergestellt, dass sich Themenschwer- punkte bilden, die sich nicht an bereits vorab vorgenommenen Einschätzungen, sondern un- mittelbar entlang der eingegangenen Beiträge und Kommentare orientieren. Die Visualisierung der Hotspot -Karten wurde auf Basis von OpenStreetMap und der open source Geoinformationssystemsoftware Q -GIS mit dem enthaltenen Plugin „Heatmap“ an- gefertigt. Die Ankerbeiträge wurden z.T. aus Gründen der besseren Lesbarkeit redaktionell angepasst.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2464/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 06.09.2024
- Erstellt
- 13.08.2024 09:56