Mandari Insight

A-R/0031/2021

Grünen Wasserstoff für Münster nutzbar machen - Münster baut professionelle Strukturen für die Zukunftstechnologie grüner Wasserstoff auf

Antrag an den Rat 03.05.2021

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 19.05.2021, TOP 2.24.1

a-r-0031-2021-CDU-Grünen Wasserstoff für Münster nutzbar machen

· application/pdf

Ansehen

a-r-0031-2021-CDU-Grünen Wasserstoff für Münster nutzbar machen

4167 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0031/2021 
 
 
Ratsantrag 
 
 Münster, 16.04.2021 
 
Grünen Wasserstoff für Münster nutzbar machen 
Münster baut professionelle Strukturen für die 
Zukunftstechnologie grüner Wasserstoff auf  
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
1. Münster baut professionelle Strukturen für das Thema grüner Wasserstoff 
auf. Dazu etabliert Münster stadtweite Wasserstoff-Runden, in denen die 
Kompetenzen der lokalen und regionalen Akteure gebündelt und koordiniert 
werden. Hierbei sind Vertreter der Wirtschaft ebenso einzubeziehen wie 
Technologieförderer, Institutionen und Politik.  
 
2. Parallel wird die Stadt Mitglied im Wasserstoff-Netzwerk „Get-H2“ der 
Region NRW/NDS, in dem sich Unternehmen der Energiewirtschaft sowie 
kommunale und andere Akteure zusammengeschlossen haben, um grünen 
Wasserstoff zu nutzen. Auch im regionalen Projekt „Modellregion 
Wasserstoff-Mobilität NRW“ und ggf. in weiteren Netzwerken wird das 
Engagement verstärkt. 
 
3. Zur Koordination aller Aktivitäten wird ein Wasserstoff-Koordinator bei der 
Stadt benannt und ein Wasserstoff-Fachbeirat Münster gegründet. 
 
Begründung: 
Grüner Wasserstoff wird von vielen Experten als DIE Zukunftstechnologie zur 
klimafreundlichen Ausgestaltung der Energiewende angesehen. Die 
Anwendungsszenarien reichen von der industriellen Nutzung über 
Antriebstechnologie für Großfahrzeuge bis hin zur kommunalen 
Energieerzeugung. Erste wirtschaftliche Anwendungen werden für 2030 
erwartet. Um hier zu profitieren und die richtigen Optionen für Münster zu 
gestalten ist es wichtig, sich schon jetzt professionell innerstädtisch zu 
organisieren und sich zudem mit den großen sowie den regionalen und 
kommunalen Akteuren zu vernetzen. Gerade die Bereiche Mobilität,

Abfallwirtschaft und der Agrarsektor scheinen für Münster hier interessant zu 
sein. 
In Münster, dem Münsterland und NRW gibt es bereits diverse Initiativen und 
Gesprächsrunden zum Thema grüner Wasserstoff. Diese mit unterschiedlichen 
Akteuren besetzten Runden gilt es für Münster zu nutzen. Nur dann hat Münster 
die Chance, grünen Wasserstoff in Zukunft in geeigneten Anwendungen nutzen 
zu können. Dafür bedarf es zunächst einer Vernetzung und Koordination auf 
kommunaler und regionaler Ebene. Diese wollen wir mit unserem Antrag 
initiieren und fördern.  
Um wirtschaftlich, technisch und bundespolitisch auf der Höhe zu sein und 
genau die Projekte nach Münster zu holen, die für unsere Stadt passen, braucht 
es zudem die Mitgliedschaft in den entsprechenden bundesweit tätigen 
Initiativen. 
Die Initiative – GET H2 begreift sich als Kern für eine bundesweite 
Wasserstoffinfrastruktur, um eine effiziente Umsetzung der Energiewende 
möglich zu machen: Hinter dem bundesweit tätigen Netzwerk stehen 
Unternehmen und Institutionen, die sich aktiv für die Schaffung eines 
zukunftsfähigen Wasserstoffmarktes und für die dazu notwendigen 
Anpassungen der gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen einsetzen. In 
mehreren Projekten treiben die Partner der Initiative die Entwicklung der 
Wasserstofftechnologien und ihre Markteinführung voran und planen die 
Realisierung von Infrastrukturen zu Produktion, Abnahme, Transport und 
Speicherung von grünem Wasserstoff (H2).  
Beispielsweise treibt Get-H2 die Umwandlung von Nordsee-Windstrom in 
grünen Wasserstoff voran, um die Großindustrie in NRW in Zukunft mit dieser 
umweltfreundlichen Energie versorgen zu können. Dazu entsteht unter anderem 
derzeit in Lingen der größte Wasserstoff-Elektrolysateur der Welt als 
Nachnutzung der dortigen Atomkraftwerke. Die Leitungen in die Industrieregion 
in NRW führen durchs Münsterland. Mehrere münsterländische Kommunen und 
Kreise sind bereits Mitglied bei Get H2 und lernen so voneinander.  
Münster sollte diesem Beispiel folgen. Das Netzwerk wird kommunikativ in 
Münster koordiniert. www.get-h2.de. 
Das Engagement für das Projekt „Modellregion Wasserstoff-Mobilität NRW“ soll 
verstärkt werden. Mobilitätsoptionen sind hier beispielsweise die Bahnstrecke 
Münster–Enschede, die reaktivierte WLE-Trasse, Schnell- und Regiobuslinien 
sowie Entsorgungsfahrzeuge. 
 
 
Gez. 
Weber und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

19.05.2021 Hauptausschuss
TOP 2.24.1 (Entsch. § 60 Abs. 2 GO NRW, epidemische Lage) Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0031/2021
Typ
Antrag an den Rat
Datum
03.05.2021
Erstellt
03.05.2021 15:17