2016/0384
Feststellung des Jahresabschlusses 2014 Eigenbetrieb Immobilienmanagement
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2016/0384
2345 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
16.09.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlu ng
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt
OBW bei abschl.
Beschlussfassu ng Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0384
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2014
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Vorlage vom: 07.09.2016
Beschlussvorschlag :
1. Der Jahresabschluss des Eigenbetrieb es Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt
Darmstadt zum 31.12. 2014, der mit einem Jahresverlust von 1.038.469,39 Euro
schließt, wird festgestellt.
2. Der Verlust wird mit der allgemeinen R ücklage verrechnet.
3. Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31.12. 2014 werden offen gelegt.
4. Die Betriebsleitung wird für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 201 4
entlastet.
5. Die Stadtverordnetenversammlung stimmt der Entlastung der Betriebskommission zu.
- 2 -
Anlagen: Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses 2014 und des Lageberichtes für
das Geschäftsjahr 2014
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.09.2016:
Die Betriebskommission des Eigenbetriebes Immobilienmanagement hat in ihrer Sitzung am
31.08.2016 den Bericht der Betriebsleitung zur Kenntnis genommen und den
Jahresabschluss 2014 festges tellt.
Die Betriebskommission empfiehlt dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung die
Entlastung der Betriebsleitung für das Wirtschaftsjahr 2014.
Der Magistrat empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Entlastung der
Betriebskommission zuzu stimmen.
Darmstadt, 07.09.2016
65-80-00
Der Dezernent III: Der Dezernent IV:
i.V.
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
anlage 1
120699 Zeichen
SWS Schüllermann und Partner AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
Bericht
über die Prüfung des Jahresabschlusses
zum 31. Dezember 2014 und des
Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2014
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Inhaltsverzeichnis
A. Prüfungsauftrag
B. Grundsätzliche Feststellungen
I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter
Il. Feststellungen gemäß $ 321 Abs. 1 Satz 3 HGB
1. Beachtung von Vorschriften zur Rechnungslegung
C. Analyse und Erläuterung des Jahresabschlusses
I. Ertragslage (Gewinn- und Verlustrechnung)
Il. Vermögenslage (Bilanz)
Ill. Finanzlage (Kapitalflussrechnung)
D. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung
E. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung
I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung
1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen
2. Jahresabschluss
3. Lagebericht
ll. Gesamtaussage des Jahresabschlusses
1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses
2. Wesentliche Bewertungsgrundlagen und deren Änderungen
3. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen
F. Feststellungen aus Erweiterungen des Prüfungsauftrages
I. Feststellungen im Rahmen der Prüfung nach $ 53 HGrG
Il. Wirtschaftsplan
Ill. Feststellungen zur Einführung eines Risikofrüherkennungssystems
G. Wiedergabe des Bestätigungsvermerkes und Schlussbemerkungen
BA ww
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Anlagenverzeichnis
Anlage
Anlage
Anlage
Anlage
Anlage
Anlage
1: Bilanz zum 31. Dezember 2014
2: Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
3: Anhang für das Geschäftsjahr 2014
4: Lagebericht zum 31. Dezember 2014
5: Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
6: Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach
8 53 HGrG
Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2002
777116
DGM/Km
11552
Hinweis:
Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten.
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
A. Prüfungsauftrag
Der
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
— im Folgenden auch kurz "Unternehmen" oder "Eigenbetrieb" genannt — hat uns beauftragt, den
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der zugrunde liegenden Buchfüh-
rung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 des Eigenbetriebes nach berufsüblichen
Grundsätzen zu prüfen sowie über das Ergebnis unserer Prüfung schriftlich Bericht zu erstatten.
Dem Prüfungsauftrag lag die Beauftragung mit Schreiben vom 17. August 2015 zugrunde. Wir
haben den Auftrag mit Schreiben vom 27. August 2015 angenommen. Mit Beschluss der Stadt-
verordnetenversammlung wurden wir zum Abschlussprüfer gewählt (8 318 Abs. 1 Satz 1 HGB).
Der Eigenbetrieb ist nach & 27 Abs. 2 EigBGes prüfungspflichtig gemäß 88 316 ff. HGB.
Darüber hinaus wurden wir von den gesetzlichen Vertretern beauftragt, die Ordnungsmäßigkeit
der Geschäftsführung zu prüfen und hierüber zu berichten. Hierbei waren die Vorschriften des
853 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG zu beachten. Wegen Einzelheiten siehe auch Abschnitt F. des
Berichtes.
Auftragsgemäß haben wir den Prüfungsbericht um die Berichterstattung über die Prüfung nach
8 53 HGrG erweitert, die diesem Bericht als Anlage 6 beigefügt ist.
Wir bestätigen gemäß $ 321 Abs. da HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwend-
baren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.
Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir den nachfolgenden
Bericht, der in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei
Abschlussprüfungen (IDW PS 450) erstellt wurde.
Der Bericht enthält in Abschnitt B. vorweg unsere Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die
gesetzlichen Vertreter sowie Feststellungen gemäß 8 321 Abs. 1 Satz 3 HGB.
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Die Prüfungsdurchführung und die Prüfungsergebnisse sind in den Abschnitten C., D. und E. im
Einzelnen dargestellt. Die Feststellungen aus Erweiterungen des Prüfungsauftrages haben wir in
Abschnitt F. dargestellt. Der aufgrund der Prüfung erteilte uneingeschränkte Bestätigungsver-
merk wird in Abschnitt G. wiedergegeben.
Unserem Bericht haben wir den geprüften Jahresabschluss, bestehend aus der Bilanz (Anla-
ge 1), der Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) und dem Anhang (Anlage 3), sowie den ge-
prüften Lagebericht (Anlage 4) beigefügt.
Für die Durchführung des Auftrages und unsere Verantwortlichkeit, auch im Verhältnis zu Drit-
ten, liegen die vereinbarten und diesem Bericht als Anlage beigefügten "Allgemeine Auftragsbe-
dingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der Fassung vom
1. Januar 2002 zugrunde.
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
B. Grundsätzliche Feststellungen
I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter
Die Betriebsleitung hat im Lagebericht (Anlage 4) und im Jahresabschluss (Anlagen 1 bis 3),
insbesondere im Anhang, die wirtschaftliche Lage des Eigenbetriebes beurteilt.
Gemäß $ 321 Abs. 1 Satz 2 HGB nehmen wir als Abschlussprüfer mit den anschließenden Aus-
führungen vorweg zur Lagebeurteilung durch die Betriebsleitung im Jahresabschluss und im
Lagebericht Stellung. Dabei gehen wir insbesondere auf die Beurteilung des Fortbestandes und
der zukünftigen Entwicklung des Eigenbetriebes unter Berücksichtigung des Lageberichtes ein.
Unsere Stellungnahme geben wir aufgrund unserer eigenen Beurteilung der Lage des Eigenbe-
triebes ab, die wir im Rahmen unserer Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes
gewonnen haben.
Folgende Kernaussagen im Lagebericht sind hervorzuheben:
- Die wesentlichen Erlöse kamen, wie auch im Vorjahr, aus Mieterträgen der städtischen
Einheiten, die die Immobilien von IDA nutzen. Aus dem in 2012 eingeführten Mieter-
Vermieter-Modell resultierten Erlöse in Höhe von TEUR 30.052. In 2014 erhielt IDA keine
Zuschüsse der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
- Das Geschäftsjahr 2014 war von der anhaltenden großen Nachfrage nach Immobilien und
Grundstücken in Südhessen geprägt. Um diesem gerecht zu werden, wurden auch im Ge-
schäftsjahr 2014 Immobilien veräußert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Woh-
nungspaket mit 713 Wohnungen und Gewerbeeinheiten an die Bauverein AG veräußert.
- Die an den Eigenbetrieb übertragene Bausubstanz ist aufgrund einer in der Vergangenheit
unzureichenden Bauunterhaltung noch immer vielfach in einem mangelhaften Zustand.
- Die Haushaltssituation der Wissenschaftsstadt Darmstadt führt dazu, dass ab dem Jahr
2010, und so auch in 2014, die zeitliche Reihenfolge der Umsetzung des Schulsanie-
rungsprogrammes nicht mehr möglich war.
Die vorstehend angeführten Hervorhebungen werden in Abschnitt C. durch analysierende Dar-
stellungen wesentlicher Aspekte der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergänzt.
Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Beurtei-
lung der Lage des Eigenbetriebes einschließlich der dargestellten Risiken der künftigen Entwick-
lung plausibel und folgerichtig abgeleitet. Die Lagebeurteilung durch die Betriebsleitung ist dem
Umfang nach angemessen und inhaltlich zutreffend. Unsere Prüfung hat keine Anhaltspunkte
dafür ergeben, dass der Fortbestand des Eigenbetriebes gefährdet wäre.
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Il. Feststellungen gemäß $ 321 Abs. 1 Satz 3 HGB
1. Beachtung von Vorschriften zur Rechnungslegung
Als Abschlussprüfer haben wir nach $ 321 Abs. 1 Satz 3 HGB auch über bei Durchführung un-
serer Prüfung festgestellte Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften zu be-
richten.
Gesetzliche Vorschriften i. S. d. $ 321 Abs. 1 Satz 3 HGB sind die für die Aufstellung des Jah-
resabschlusses und Lageberichtes geltenden Rechnungslegungsnormen i. S. d. 8 317 Abs. 1
Satz 2 HGB. Hierzu gehören die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, Ansatz-, Ausweis-
und Bewertungsvorschriften für den Jahresabschluss, Angabe- und Erläuterungspflichten im
Anhang, Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichtes sowie ggf. einschlägige Normen der
Betriebssatzung.
Die Aufstellungsfrist für den Jahresabschluss nach $ 27 HessEigBGes (sechs Monate) wurde
nicht eingehalten.
Weitere wesentliche Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften zur Rech-
nungslegung haben wir bei unserer Prüfung nicht festgestellt.
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
C. Analyse und Erläuterung des Jahresabschlusses
Zur Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wir die Posten der Bilanz und der
Gewinn- und Verlustrechnung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geordnet, wobei
sich die Darstellung auf eine Entwicklungsanalyse beschränkt.
I. Ertragslage (Gewinn- und Verlustrechnung)
Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) abgeleitete Erfolgsrechnung zeigt folgen-
des Bild der Ertragslage und ihre Veränderungen:
2014 2013 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 35.398 62 37.742 82 -2.344
Sonstige betriebliche Erträge 21.467 38 8.501 18 12.966
Gesamtleistung 56.865 100 46.242 100 10.623
Materialaufwand 24.190 43 27.279 59 -3.089
Personalaufwand 10.507 18 10.551 23 -44
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 8.101 14. 10.384 22 -2.283
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.243 20 2.101 5 9.142
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 374 1 350 1 24
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.038 7 4.199 9 -161
Ergebnis der gewöhnlichen Ge-
schäftstätigkeit -841 -1 7.921 -17 7.080
Sonstige Steuern 198 0 259 1 -61
Jahresergebnis vor städtischem
Zuschuss -1.038 -2 -8.180 -18 7.142
Zuschuss der Stadt 0 0 11.748 25 -11.748
Jahresergebnis nach städtischem
Zuschuss -1.038 "2 3.568 8 -4.606
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2014 2013 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Entgelte aus Vermieter-Mieter-Modell 30.052 29.373 679
Mieterträge 1.633 2.680 -1.047
Verkauf von Nutzungsrechten 84 1.519 -1.435
Erträge aus Erbbauzinsen 1.119 1.214 -95
Betriebskostenerstattungen 969 1.106 -137
Pachterträge 748 1.048 -300
Erstattung von Grundbesitzabgaben 393 416 -23
Entgelte Dienstleistungen 258 259 -1
Zuschüsse von Dritten 108 106 2
Sonstige 34 21 13
a 3 TR 3 2
Die Veränderung der Umsatzerlöse ist einerseits auf den Verkauf von Nutzungsrechten für
Stellplätze in neu fertiggestellten Parkhäusern zurückzuführen, der größtenteils im Vorjahr ab-
gewickelt wurde.
Weiterhin fielen durch den Verkauf einer größeren Anzahl von Grundstücken an die Bauverein
AG Mitte 2014 die dazugehörigen Mieteinnahmen und Betriebskostenerstattungen weg. Durch
den Verkauf mehrerer Erbbaugrundstücke in 2014 verminderten sich ebenfalls die Erträge aus
Erbbauzinsen gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen Pachterträge fallen gegenüber dem Vorjahr niedriger aus, da die Pachterträge von
der Deutsche Städte Medien GmbH (Vorjahr TEUR 434) ab dem Jahr 2014 dem Darmstadt Ci-
tymarketing e. V. zugeordnet wurden.
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten:
2014 2013 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Verkauf von Grundstücken 20.405 6.689 13.716
Erträge aus der Herabsetzung und Auflösung
von Rückstellungen 11 1.026 -1.015
Entgelte Verwaltungskostenanteile 277 277 0
Schadensersatzleistungen 73 298 -225
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 64 48 16
Verminderung der Wertberichtigungen 308 0 308
Erträge aus der Erstattung von Personalkosten 47 70 -23
Erstattungen 29 25 4
Schuldendiensthilfen vom Land 160 0 160
Gewinn aus Verkäufe übriges Anlagevermögen 44 0 44
Sonstige betriebliche Erträge 49 68 -19
21.467 8.501 12.966
In 2014 wurde eine größere Anzahl von Grundstücken an die Bauverein AG verkauft. Die Ge-
winne bzw. Verluste aus den Verkäufen der einzelnen Grundstücke wurden getrennt voneinan-
der gebucht.
Die Erträge aus der Herabsetzung und Auflösung von Rückstellungen im Vorjahr betrafen die
Herabsetzung der Rückstellung für die Bodensanierung des Knell-Geländes.
Im Zuge größerer Niederschlagungsaktionen von Altforderungen in 2014 waren die bis dahin
gebuchten Wertberichtigungen zu reduzieren.
Die Schuldendiensthilfen vom Land betreffen vom Land anteilig geleistete Zinszahlungen für
vom Entschuldungsfonds übernommene Darlehen.
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Die Materialaufwendungen (TEUR 24.190) stellen sich wie folgt dar:
2014 2013 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene 7.644 8.732 -1.088
Waren
Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.546 18.547 -2.001
24.190 27.279 -3.089
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten:
2014
TEUR
Gas 1.814
Fernwärme 2.324
Strom 2.099
Abwasser 790
Wasser 315
Reinigungsmaterial 176
Heizöl 25
Materialaufwand für Betriebs- und
Geschäftsausstattung 34
Sonstige Aufwendungen für bezogene Waren 67
7.644
2013
TEUR
2.487
2.600
2.060
832
422
163
69
41
58
8.732
Veränderung
TEUR
-673
-276
39
Die sonstigen Aufwendungen für bezogene Waren enthalten unter anderem Kosten für Material-
aufwand für Gebäude und Außenanlagen (TEUR 18), Beseitigung von Graffitis und Schmiere-
reien (TEUR 15), Treibstoffe (TEUR 16) sowie Dienst- und Schutzkleidung (TEUR 5).
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
2014 2013 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Mieten und Pachten, Erbbauzinsen 4.376 5.461 -1.085
Fremdreinigung 5.224 5.093 131
Instandhaltung der Gebäude- und Außenanlagen 3.707 4.095 -388
Müllgebühren 844 862 -18
Instandhaltung Grundstücke 126 630 -504
Straßen- und Gehwegreinigung 565 508 57
Wartungskosten 368 374 -6
Gärtnerdienste 348 398 -50
Wiederkehrende Prüfungen FB 13 189 169 20
Instandhaltung Maschinen und Anlagen 132 152 -20
Sonstige Aufwendungen für bezogene
Leistungen 667 805 -138
165 1 — 200
Die Mehraufwendungen für Mieten und Pachten in 2013 gegenüber 2014 waren im Wesentli-
chen durch die Bildung einer Rückstellung für nicht geleistete Betreiberkosten des City Carrees
ab dem Jahr 2008 (TEUR 1.278) in 2013 begründet.
In 2013 war im Bereich der Instandhaltungskosten eine Rückstellung für notwendige Rückbau-
und Bodensanierungskosten zugeführt worden
Die Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude- und Außenanlagen gingen auch aufgrund der
Grundstücksverkäufe in 2014 zurück.
Die sonstigen Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Aufwendun-
gen für Winterdienst (TEUR 105), Softwarepflege (TEUR 79), Immobilienverwaltung (TEUR 63),
Ingenieurkosten (TEUR 59), Aufzugswartung (TEUR 54), Kosten der Fahrradstation (TEUR 46)
und für Hausmeister- und Reinigungsdienste (TEUR 31), privatrechtliche Abfallentsorgung
(TEUR 33), wiederkehrende Prüfungen des FB 12 (TEUR 26), Wartung und Miete von Energie-
zählern (TEUR 25) sowie Bewachungskosten (TEUR 20).
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Der Personalaufwand (TEUR 10.507) beansprucht einen Anteil von 18 % der Gesamtleistung
und beinhaltet folgende Aufwendungen:
2014 2013 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Entgelt für geleistete Arbeitszeit 6.157 6.176 -19
en und Aufwendungen für Al- 2.095 1.205 190
Beamtenbezüge 814 970 -156
Arbeitnehmer Sonderzuwendung 435 429 6
Zuführung zu Pensionsrückstellungen 656 758 -102
Zuführung zu Beihilferückstellungen 127 140 -13
Veränderung der Überstundenrückstellungen 25 3 22
Veränderung der Urlaubsrückstellungen 23 -9 32
Leistungsentgelte 8 18 TVöD 118 115 3
Sonderzuwendungen Beamte 40 49 -9
Sonstiger Personalaufwand 17 15 2
10.507 10.551 -44
In 2014 wechselte ein Beamter (Vorjahr drei Beamte) von der Stadt zum Eigenbetrieb Immobili-
enmanagement. Dagegen wechselten in 2014 drei Beamte zurück zur Stadt (im Vorjahr gab es
keinen Wechsel von Beamten zurück zur Stadt). Zudem sind in 2014 vier Beamte in Pension
gegangen. Daher fielen in 2014 die Dienstbezüge von Beamten niedriger, die Aufwendungen für
Altersversorgung dagegen jedoch höher aus als im Vorjahr.
Für die drei in 2013 neu zum Eigenbetrieb gewechselten Beamten mussten im Vorjahr erstmals
Pensionsrückstellungen nach BilMoG gebildet werden. Daher war die Zuführung zu Pensions-
rückstellungen im Vorjahr höher als in 2014.
Der sonstige Personalaufwand betrifft im Wesentlichen Kosten für Personaleinstellungen
(TEUR 12).
Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen (TEUR 8.101, Vorjahr TEUR 10.384) handelt es sich im Wesentlichen um
planmäßige Abschreibungen auf Gebäude. Diese fielen aufgrund der in 2014 getätigten Verkäu-
fe an die Bauverein AG deutlich niedriger aus als im Vorjahr (./.TEUR 2.283). Außerplanmäßige
Abschreibungen wurden in 2014 in Höhe von TEUR 12 vorgenommen.
-10 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2014 2013 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Verlust aus Verkauf von bebauten und
unbebauten Grundstücken 7.142 4 7.138
Erschließungskosten 1.443 0 1.443
Verwaltungskostenanteile an Kernhaushalt 567 567 0
Beitrag für gebäudebezogene Versicherungen 549 358 191
Wertberichtigungen auf Forderungen,
Niederschlagung, Erlass 802 313 489
Regulierung von Schadensfällen 155 211 -56
Prüfungs- und Untersuchungsaufwendungen 91 72 19
Aufwendungen für betriebswirtschaftliche
Beratung 70 160 -90
Überprüfung Trinkwasseranlagen 57 59 . -2
Miete von Geräten 88 37 51
Beiträge für sonstige Versicherungen 31 31 0
Weitere sonstige betriebliche Aufwendungen 248 289 -41
11.243 2.101 9.142
In 2014 wurde eine größere Anzahl von Grundstücken an die Bauverein AG verkauft. Die Ge-
winne bzw. Verluste aus den Verkäufen der einzelnen Grundstücke wurden getrennt voneinan-
der gebucht.
Für eine zu erwartende Rechnung für Erschließungsbeiträge des Baugebietes K6 wurde in 2014
ein Betrag von TEUR 1.443 zurückgestellt.
Aufgrund einer größeren Anzahl von Schadensmeldungen in den vergangenen Jahren wurden
die Beiträge für gebäudebezogene Versicherungen in 2014 erhöht.
Im Jahr 2014 kam es zu größeren Niederschlagungsaktionen von Altforderungen.
Die Aufwendungen für betriebswirtschaftliche Beratung betreffen insbesondere die Unterstüt-
zung in Buchhaltungsangelegenheiten durch Personal der Stadt Darmstadt.
Die Mieten von Geräten betreffen im Wesentlichen Mieten für Brandmeldeanlagen und DV-
Geräte.
-11-
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
In den weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Telefonkosten, Kos-
ten für Büromaterial, Verluste aus dem Verkauf des übrigen Anlagevermögens, Reisekosten,
Kosten für Aus- und Fortbildung sowie Porto und Versandkosten enthalten.
-12 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Il. Vermögenslage (Bilanz)
In der folgenden Bilanzübersicht sind die Posten zum 31. Dezember 2014 nach wirtschaftlichen
und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst und den entsprechenden Bilanzposten zum
31. Dezember 2013 gegenübergestellt (vgl. Anlage 1).
Zur Darstellung der Vermögensstruktur werden die Bilanzposten der Aktivseite dem langfristig
(Fälligkeit größer als fünf Jahre) bzw. dem kurzfristig gebundenen Vermögen zugeordnet.
Zur Darstellung der Kapitalstruktur werden die Bilanzposten der Passivseite dem Eigen- bzw.
Fremdkapital zugeordnet, wobei innerhalb des Fremdkapitals eine Zuordnung nach langfristiger
(Fälligkeit größer als fünf Jahre) bzw. kurzfristiger Verfügbarkeit erfolgt.
Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erge-
ben sich aus der folgenden Zusammenstellung der Bilanzzahlen:
Verände-
31.12.2014 31.12.2013 rung
TEUR % TEUR % TEUR
Aktivseite
Immaterielle Vermögensgegenstände 198 0,1 202 0,1 4
Sachanlagen 302.394 91,5 322.295 91,7 -19.901
Langfristige Aktiva 302.592 91,6 322.497 91,7 -19.905
Vorräte 1.524 0,5 762 0,2 762
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 9 1.181 0,4 1.776 0,5 -595
Forderungen an die Wissenschafts-
stadt Darmstadt und an verbundene 22.161 6,7 24.488 70 -2.327
Unternehmen
Sonstige Vermögensgegenstände 104 0,0 36 0,0 68
Flüssige Mittel 1.648 0,5 1.083 0,3 565
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.177 0,4 858 0,2 319
Kurzfristige Aktiva 27.795 8,4 29.003 8,3 -1.208
Summe Aktivseite 330.387 100,0 351.499 100,0 -21.112
- 13 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Passivseite
Eigenkapital
Kapitalzuschüsse und andere Zu-
wendungen Dritter
Langfristige Rückstellungen
Langfristige Verbindlichkeiten gegen-
über Kreditinstituten
Langfristige Verbindlichkeiten gegen-
über der Wissenschaftsstadt Darm-
stadt
Langfristige Passiva
Kurzfristige Rückstellungen
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegen-
über Kreditinstituten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestel-
lungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber der Wis-
senschaftsstadt Darmstadt und an
verbundene Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten
Passiver Rechnungsabgrenzungspos-
ten
Kurzfristige Passiva
Summe Passivseite
Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 21.112 (= 6,0%) auf
TEUR 330.387 verringert. Die Minderung resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der
Grundstücke an die Bauverein AG.
Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen hat sich von 91,7 % auf
91,6 % geringfügig vermindert.
Die Zugänge des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Schulbauten sowie Anlagen im
Bau. Dem stehen die Abgänge (insbesondere die Grundstücksverkäufe an die Bauverein AG)
Verände-
31.12.2014 31.12.2013 rung
TEUR % TEUR % TEUR
222.811 67,4 225.131 64,0 -2.320
2.632 0,8 2.450 0,7 182
11.321 3,4 10.410 3,0 911
49.409 15,0 59.284 16,9 -9.875
2.043 0,6 2.215 0,6 -172
288.216 87,2 299.490 85,2 -11.274
8.409 2,5 7.850 2,2 559
25.298 7,7 30.898 8,8 -5.600
80 0,0 194 0,1 -114
2.812 0,9 3.541 1,0 -729
5.123 1,6 8.692 2,5 -3.569
449 0,1 834 0,2 -385
0 0,0 0 0,0 0
42.171 12,8 52.009 14,8 -9.838
330.387 100,0 351.499 100,0 -21.112
und Abschreibungen des Berichtsjahres gegenüber.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die im Dezember 2014
bezahlten Beamtengehälter für Januar 2015 sowie Ansparraten und Sonderbeiträge von Investi-
tionsfondsdarlehen.
14 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Die Vorräte betreffen im Wesentlichen unfertige Leistungen wie die Sanierung der Ausstel-
lungshalle (TEUR 1.009), das Kunstdepot Mathildenhöhe (TEUR 358) sowie das Teehäuschen
Rosenhöhe (TEUR 148).
Das Eigenkapital des Eigenbetriebes hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 225.131 um
TEUR 2.320 auf TEUR 222.811 verringert. Die Minderung resultiert im Wesentlichen aus einer
Entnahme der Stadt in Zusammenhang mit den Grundstücksverkäufen an die Bauverein AG.
Die Bauverein AG übernahm in Verbindung mit dem Kauf der Grundstücke des Eigenbetriebes
auch städtische Darlehen. Im Gegenzug übernahm die Stadt einen Teil der Verbindlichkeit der
Bauverein AG gegenüber dem Eigenbetrieb Immobilienmanagement. Diese wurde unter ande-
rem mit bereits an den Eigenbetrieb geleisteten Zuschüssen in der Kapitalrücklage verrechnet.
Die Stadt schloss zudem in 2014 eine Sozialcharta mit dem Eigenbetrieb Immobilienmanage-
ment, um die Sozialbindung der an die Bauverein AG verkauften Wohnungen abzusichern. Die
dadurch entstehende Wertminderung der Wohnungen wurde gemäß Magistratsbeschluss buch-
halterisch als Entnahme der Stadt aus der Kapitalrücklage des Eigenbetriebes dargestellt.
Erhaltene Investitionszuschüsse wurden den Rücklagen oder den Sonderposten zugeführt.
Die bilanzielle Eigenkapitalquote des Eigenbetriebes beträgt zum Abschlussstichtag 67,4 %.
Die kurzfristigen Passiva (Restlaufzeit bis zu fünf Jahren) sind um TEUR 9.838 auf
TEUR 42.171 gesunken.
-15 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Ill. Finanzlage (Kapitalflussrechnung)
Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung erstellt:
2014 2013
TEUR TEUR
1. _ Jahresgewinn -1.038 3.568
2. Abschreibungen 8.101 10.384
3. Veränderung der Pensionsrückstellungen 780 1.490
4. _ Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 7.843 15.442
5. Veränderung der Vorräte -762 2.363
6. _ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens "13.284 6.685
7. Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und 2.535 8.294
Leistungen und anderer Aktiva
8. Veränderung der sonstigen Rückstellungen 690 -3.901
9. _ Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und anderer Passiva -4.969 -1.566
10. Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -7.947 -641
11. Fabel aus Abgängen von Gegenständen des Anla 35.984 9.123
12. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -10.897 -12.717
13. Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 25.087 -3.594
14. Weranderung der Verbindlichkeiten gegenüber 15.475 -9.880
15. Einlagen der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie aus dem
kommunalen Schutzschirmverfahren -1.282 13.641
16. Sonderposten aus Zuweisung der Wissenschaftsstadt
Darmstadt 182 „231
17. Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten -16.575 3.530
18. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.083 1.788
19. Zahlungswirksame Veränderungen 566 -705
20. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.648 1.083
Aus der Kapitalflussrechnung wird ersichtlich, dass die laufende Geschäftstätigkeit einen negati-
ven Mittelzufluss aufweist. Das laufende Geschäft, die Investitionen und die Tilgungen wurden
durch Anlagenverkäufe finanziert. Der Finanzmittelfonds stieg um TEUR 566.
— 16 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
D. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung
Gegenstand unserer Prüfung waren die Buchführung, der Jahresabschluss zum 31. Dezem-
ber 2014 (Anlagen 1 bis 3) und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 (Anlage 4) sowie die
Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung und der sie er-
gänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung. Ferner prüften wir die Ordnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung in entsprechender Anwendung des 8 53 HGrG (vgl. hierzu Abschnitt F.).
Den Lagebericht haben wir auch daraufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei
unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht und insgesamt eine zutreffende
Vorstellung von der Lage des Eigenbetriebes vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die
Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind.
Eine Überprüfung von Art und Angemessenheit des Versicherungsschutzes, insbesondere, ob
alle Wagnisse berücksichtigt und ausreichend versichert sind, war nicht Gegenstand unseres
Prüfungsauftrages.
Die Betriebsleitung des Eigenbetriebes ist für die Buchführung und die Aufstellung von Jahres-
abschluss und Lagebericht sowie die uns gemachten Angaben verantwortlich. Unsere Aufgabe
ist es, die von der Betriebsleitung vorgelegten Unterlagen und die gemachten Angaben im Rah-
men unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen.
Die Prüfungsarbeiten haben wir von Dezember 2015 bis August 2016 in den Geschäftsräumen
des Eigenbetriebes in Darmstadt und in unseren Büroräumen in Dreieich-Sprendlingen durchge-
führt. Anschließend erfolgte die Fertigstellung des Prüfungsberichtes.
Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk vom 21. Dezember 2015 versehene Vorjahresabschluss zum 31. Dezem-
ber 2013.
Als Prüfungsunterlagen dienten uns die Buchhaltungsunterlagen, die Belege, Bestätigungen der
Kreditinstitute sowie das Akten- und Schriftgut des Eigenbetriebes.
Alle von uns erbetenen Auskünfte, Aufklärungen und Nachweise sind uns von der Betriebslei-
tung und den zur Auskunft benannten Mitarbeitern bereitwillig erbracht worden.
—- 17 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Ergänzend hierzu hat uns die Betriebsleitung in der berufsüblichen Vollständigkeitserklärung
schriftlich bestätigt, dass in der Buchführung und in dem zu prüfenden Jahresabschluss alle bi-
lanzierungspflichtigen Vermögenswerte, Verpflichtungen, Wagnisse und Abgrenzungen berück-
sichtigt, sämtliche Aufwendungen und Erträge enthalten, alle erforderlichen Angaben gemacht
und uns alle bestehenden Haftungsverhältnisse bekannt gegeben worden sind.
in der Erklärung wird auch versichert, dass der Lagebericht hinsichtlich erwarteter Entwicklun-
gen alle für die Beurteilung der Lage des Eigenbetriebes wesentlichen Gesichtspunkte sowie die
nach $ 289 HGB erforderlichen Angaben enthält. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach
dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nach dieser Erklärung nicht ergeben und sind uns
bei unserer Prüfung nicht bekannt geworden.
Bei der Durchführung unserer Jahresabschlussprüfung haben wir die Vorschriften der 88 316 ff.
HGB und die vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprü-
fung beachtet. Danach haben wir unsere Prüfung problemorientiert - jedoch ohne spezielle Aus-
richtung auf eine Unterschlagungsprüfung — so angelegt, dass wir Unregelmäßigkeiten und Ver-
stöße gegen die gesetzlichen Vorschriften, die sich auf die Darstellung des den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbe-
triebes wesentlich auswirken, hätten erkennen müssen.
Der Prüfung lag eine Planung der Prüfungsschwerpunkte unter Berücksichtigung unserer vorläu-
figen Lageeinschätzung des Eigenbetriebes und eine Einschätzung der Wirksamkeit des rech-
nungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) zugrunde (risikoorientierter Prüfungs-
ansatz). Die Einschätzung basierte insbesondere auf Erkenntnissen über die rechtlichen und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Branchenrisiken, Unternehmensstrategie und die daraus
resultierenden Geschäftsrisiken sind aus der Prüfung des Vorjahresabschlusses sowie aus Ge-
sprächen mit der Betriebsleitung und Mitarbeitern des Eigenbetriebes bekannt.
Aus den im Rahmen der Prüfungsplanung festgestellten Risikobereichen ergaben sich folgende
Prüfungsschwerpunkte:
— Anlagevermögen
— Rückstellungen
- Forderungen und Verbindlichkeiten an die Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie an die wei-
teren Eigenbetriebe der Stadt.
18 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Ausgehend von einer vorläufigen Beurteilung des IKS haben wir bei der Festlegung der weiteren
Prüfungshandlungen die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Wirtschaftlichkeit beachtet.
Sowohl die analytischen Prüfungshandlungen als auch die Einzelfallprüfungen wurden daher
nach Art und Umfang unter Berücksichtigung der Bedeutung der Prüfungsgebiete und der Orga-
nisation des Rechnungswesens in ausgewählten Stichproben durchgeführt. Die Stichproben
wurden so ausgewählt, dass sie der wirtschaftlichen Bedeutung der einzelnen Posten des Jah-
resabschlusses Rechnung tragen und es ermöglichen, die Einhaltung der gesetzlichen Rech-
nungslegungsvorschriften ausreichend zu prüfen.
Zur Prüfung des Nachweises der Vermögens- und Schuldposten des Eigenbetriebes haben wir
Saldenbestätigungen für Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie
für Forderungen und Verbindlichkeiten an die Stadt und die städtischen Eigenbetriebe durch den
Betrieb einholen lassen.
Art, Umfang und Ergebnis der im Einzelnen durchgeführten Prüfungshandlungen sind in unse-
ren Arbeitspapieren festgehalten (IDW PS 460).
19 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
E. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung
l. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung
1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen
Das Rechnungswesen (Finanz- und Anlagenbuchhaltung) des Eigenbetriebes erfolgt auf einer
stadteigenen EDV-Anlage unter Verwendung des Programms newsystem kommunal (NSK). Die
Lohn- und Gehaltsbuchhaltung wird über die Software LOGA abgewickelt.
Das von dem Eigenbetrieb eingerichtete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem
(IKS) sieht für den Geschäftszweck und -umfang notwendige Regelungen zur Organisation und
Kontrolle der Arbeitsabläufe vor.
Die Organisation der Buchführung und das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem
ermöglichen die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der
Geschäftsvorfälle. Der Kontenplan ist ausreichend gegliedert; das Belegwesen ist klar und über-
sichtlich geordnet. Die Bücher wurden zutreffend mit den Zahlen der von uns geprüften Vorjah-
resbilanz eröffnet und insgesamt während des gesamten Geschäftsjahres ordnungsgemäß ge-
führt.
Die Informationen, die aus den weiteren geprüften Unterlagen entnommen wurden, führen zu
einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen
(einschließlich Belegwesen, internes Kontrollsystem, Kostenrechnung und Planungsrechnun-
gen) nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen. Die Prüfung. ergab keine wesentlichen Beanstan-
dungen.
-20 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
2. Jahresabschluss
Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des
Eigenbetriebsgesetzes in Verbindung mit den handelsrechtlich geltenden Vorschriften für große
Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung aufgestellt.
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind ordnungsgemäß aus der Buchführung und den
weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die Gliederung erfolgt nach den Formblättern 1 und 2
der Verordnung zur Bestimmung der Formblätter für den Jahresabschluss der Eigenbetriebe
(Formblattverordnung).
Soweit in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung Darstellungswahlrechte bestehen,
erfolgen die entsprechenden Angaben weitgehend im Anhang.
In dem von dem Eigenbetrieb aufgestellten Anhang (Anlage 3) sind die auf die Bilanz und die
Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ausrei-
chend erläutert. Alle gesetzlich geforderten Einzelangaben sowie die wahlweise in den Anhang
übernommenen Angaben zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung sind vollständig
und zutreffend dargestellt. Die Bewertung entspricht den Vorschriften des Dritten Buches des
HGB für große Kapitalgesellschaften, soweit sich aus dem Eigenbetriebsgesetz nichts anderes
ergibt.
Im Bereich der Finanzbuchhaltung hat der Eigenbetrieb Nachweise zu Vermögen und Schulden
vorgelegt.
Das Anlagevermögen ist in einer Anlagenbuchhaltung nachgewiesen.
Zur Anlagenbuchhaltung geben wir folgenden Hinweis zur kontinuierlichen Verbesserung:
e Der Grundstücksbestand insgesamt sollte mit dem Grundbuch abgeglichen werden.
Der Jahresabschluss entspricht damit nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschrif-
ten einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die Prüfung ergab keine we-
sentlichen Beanstandungen.
—-21-
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
3. Lagebericht
Die Prüfung des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2014 (Anlage 4) hat ergeben, dass der
Lagebericht mit dem Jahresabschluss und den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im
Einklang steht und dass er insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Eigenbe-
triebes vermittelt.
Der Eigenbetrieb hat wesentliche Informationen zur Lage des Betriebes per 31. Dezember 2014
sowie zur künftigen Entwicklung im Lagebericht dargestellt.
Zur Darstellung der Lage des Eigenbetriebes wurden die Tätigkeit des Betriebes sowie die
rechtlichen Rahmenbedingungen dargestellt. Die Veränderungen von Aufwendungen, Erträgen
und Ergebnis sind summarisch angegeben.
Über die künftige Entwicklung des Eigenbetriebes nach dem Abschlussstichtag und die voraus-
sichtliche Entwicklung über das Datum der Erstellung des Jahresabschlusses hinaus wird be-
richtet.
Zur Kontrolle seiner Risiken hat der Betrieb ein Risikokontrollsystem aufgebaut. Bestandsge-
fährdende Risiken bestehen derzeit nicht.
Zur kontinuierlichen Verbesserung geben wir folgende Hinweise zum Lagebericht:
e Über den Stand der Anlagen im Bau und der geplanten Baukosten sollte detaillierter berich-
tet werden.
e Die Darstellung der Entwicklung der Leistungsfähigkeit und des Ausnutzungsgrades der
bestehenden Sachanlagen sollte erweitert werden.
e Die Wirtschaftsplanung 2014 war aufgrund mangelnder Erfahrungswerte durch die verspä-
tete Vorlage der vorangegangenen Jahresabschlüsse und aufgrund der Änderungen im Be-
stand des Anlagevermögens von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Die erheblichen Plan-
Ist-Abweichungen beruhen auf eben dieser gegebenen Planungsunsicherheit.
-2-
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Il. Gesamtaussage des Jahresabschlusses
1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses
Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt, d. h. in seiner Gesamtaus-
sage - wie sie sich aus dem Zusammenwirken von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Anhang ergibt —, unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tat-
sächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Eigenbetriebes vermittelt (8 264 Abs. 2 HGB).
Im Übrigen verweisen wir hierzu auch auf die analysierende Darstellung der Vermögens-, Fi-
nanz- und Ertragslage in Abschnitt C. I. bis Ill.
2. Wesentliche Bewertungsgrundlagen und deren Änderungen
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahresabschluss an-
gewendet.
Im Übrigen verweisen wir hierzu auf die Ausführungen im Anhang (Anlage 3).
3, Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen
Berichtspflichtige Tatsachen aus sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen mit wesentlichen Aus-
wirkungen auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses lagen nach dem Ergebnis unserer
Prüfungshandlungen im Prüfungszeitraum nicht vor.
- 23 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
F. Feststellungen aus Erweiterungen des Prüfungsauftrages
Das Ergebnis der erweiterten Prüfung wird von uns nicht in den Bestätigungsvermerk aufge-
nommen, da sich hieraus keine wesentlichen Auswirkungen ergeben, die die Ordnungsmäßig-
keit der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Frage stellen.
l. Feststellungen im Rahmen der Prüfung nach $ 53 HGrG
Gemäß 8 27 Abs. 2 EigBGes erstreckt sich die Abschlussprüfung auch auf die Prüfung der Ord-
nungsmäßigkeit der Geschäftsführung.
Bei unserer Prüfung haben wir auftragsgemäß die Vorschriften des 853 Abs. 1 Nr. 1 und 2
HGrG und den hierzu vom IDW nach Abstimmung mit dem Bundesministerium der Finanzen,
dem Bundesrechnungshof und den Landesrechnungshöfen veröffentlichten IDW PS 720 "Be-
richterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach 8 53 HGrG" beachtet.
Dementsprechend haben wir auch geprüft, ob die Geschäfte ordnungsgemäß, d. h. mit der er-
forderlichen Sorgfalt und in Übereinstimmung mit den einschlägigen handelsrechtlichen Vor-
schriften und den Bestimmungen der Betriebssatzung, geführt worden sind.
Die erforderlichen Feststellungen haben wir in diesem Bericht und in der Anlage 6 dargestellt.
Über diese Feststellungen hinaus hat unsere Prüfung keine Besonderheiten ergeben, die nach
unserer Auffassung für die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung von Be-
deutung sind.
II. Wirtschaftsplan
Im Rahmen der Geschäftsführungsprüfung haben wir auch einen Vergleich des Rechnungser-
gebnisses mit dem von der Betriebsleitung für das Jahr 2014 nach $ 15 EigBGes aufgestellten
Wirtschaftsplan vorgenommen.
Der Erfolgsplan des Eigenbetriebes weist einen Jahresgewinn/-verlust in Höhe von EUR 0,00
aus, während tatsächlich ein Jahresverlust in Höhe von EUR 1.038.469,39 entstanden ist.
Für die Darstellung des Plan-Ist-Vergleichs verweisen wir auf den Lagebericht.
24 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Ill. Feststellungen zur Einführung eines Risikofrüherkennungssystems
Als Abschlussprüfer haben wir im Rahmen der Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts-
führung nach 8 53 HGrG auch darüber zu berichten, ob die Betriebsleitung ein Risikofrüherken-
nungssystem eingerichtet hat und ob dieses geeignet ist, seine Aufgaben zu erfüllen.
Nach IDW PS 720 ist die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems rechtsformunabhängig als
Bestandteil einer nach 8 53 HGrG durchzuführenden Geschäftsführungsprüfung anzusehen.
Ein Risikofrüherkennungssystem i. S.d. 891 Abs. 2 AktG hat sicherzustellen, dass diejenigen
Risiken, die den Fortbestand der Einrichtung gefährden können, früh erkannt werden. Es muss
deshalb geeignet sein, den Eintritt und die Erhöhung derartiger Risiken rechtzeitig anzuzeigen
und den Entscheidungsträgern mitzuteilen. Es muss ferner sicherstellen, dass eine Gesamtbe-
trachtung solcher Risiken, die im Zusammenwirken bestandsgefährdend werden können, erfolgt.
Der Eigenbetrieb hat ein sachgerechtes Risikokontrolisystem installiert. Bestandsgefährdende
Risiken bestehen nicht.
25 —
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
G. Wiedergabe des Bestätigungsvermerkes und Schlussbemerkungen
Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum
31. Dezember 2014 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 (Anla-
ge 4) des Eigenbetriebes Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA) unter
dem Datum vom 8. August 2016 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt,
der hier wiedergegeben wird:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht des Eigenbetriebes Immo-
bilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss
und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden landes-
rechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung liegen in
der Verantwortung der Betriebsleitung des Eigenbetriebes. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss un-
ter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach 8 27 Abs. 2 EigBGes i. V. mit 8 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den
Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch
den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich aus-
wirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlun-
gen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtli-
che Umfeld des Eigenbetriebes sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im
Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kon-
trollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebe-
richt überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung
der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Betriebs-
leitung des Eigenbetriebes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
-26 -
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden landes-
rechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und vermit-
telt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Ver-
hältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebes.
Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffen-
des Bild von der Lage des Eigenbetriebes und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar."
Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vor-
schriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen
(IDW PS 450).
Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerkes außerhalb dieses Prü-
fungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe
des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung ab-
weichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestä-
tigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf $ 328 HGB wird verwie-
sen.
Dreieich, 8. August 2016
Schüllermann und Partner AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Dipl.-Betriebsw. (FH) — UA Wladimir Krasowitzki Dipl.-Ing. Stephan Schüllermann
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
- 27 -
AKTIVA
A. Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Bauten
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
3, Technische Anlagen und Maschinen
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
B. Umlaufvermögen
in.
Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
3. Fertige Erzeugnisse, fertige Leistungen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00
(Vorjahr EUR 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
a) Forderungen an Stadt Darmstadt
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 5.767.311,59
(Vorjahr EUR 5.345.811,02)
b) Forderungen an direkte Tochterunt. der Stadt Darmstadt
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00
(Vorjahr EUR 0,00)
c) Forderungen an andere Eigenbetriebe
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 218.229,68
(Vorjahr EUR 205.983,43)
3. Sonstige Vermögensgegenstände
Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
Jahresabschluss zum 31 . Dezember 2014
31.12.2014
EUR
197.910,00
236.255.896,03
50.224.079,16
418.791,99
2.301.422,71
13.193.987,69
302.394.177,58
302.592.087,58
0,00
1.515.361,75
8.446,22
1.523.807,97
1.181.023,76
19.456.038,51
1.931.942,18
772.599,53
103,837,69
23.445.441,67
1.648.450,54
8
1.177.243,28
330.387.031,04
Bilanz zum 31. Dezember 2014
31.12.2013
EUR
202.043,87
254.169.067,91
52.426.082,73
170.027,56
2.144.350,09
13.385.090,71
322.294.619,00
5.000,00
752.475,12
4.822,67
762.297,79
1.775.713,85
21.475.670,33
2.432.934,01
579.199,69
35.527,19
26.299.045,07
858.402,69
351.499.161,68
IV.
A. Eigenkapital
Stammkapital
Rücklagen
1. Allgemeine Rücklage
2. Zweckgebundene Rücklage
Verlust aus Vorjahren
Jahresgewinn / -verlust
B. Kapitalzuschüsse und andere Zuwendungen Dritter
©. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2. Sonstige Rückstellungen
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
davon mit einer Restlaufzeit bis zum einem Jahr EUR 6.845.950,11
(Vorjahr EUR 9.306.233,09)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
davon mit einer Restlaufzeit bis zum einem Jahr EUR 80.129,00
(Vorjahr EUR 194.293,56 )
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.525.668,54
(Vorjahr EUR 3.216.295,97)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
a) Verbindlichkeiten an Stadt Darmstadt
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.818.668,29
(Vorjahr EUR 5.287.564,82)
b) Verbindlichkeiten an direkte Tochterunt. der Stadt Darmstadt
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 313.581,37
(Vorjahr EUR 782.057,44)
c) Verbindlichkeiten an andere Eigenbetriebe
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.306.650,28
(Vorjahr EUR 1.398.930,87)
5. Sonstige Verbindlichkeiten
davon
a) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 448.536,88
(Vorjahr EUR 834.046,54)
b) aus Steuern EUR 76.140,04 (Vorjahr EUR 143.152,58)
c) im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)
E. Rechnungsabgrenzungsposten
31.12.2014
EUR
10.000.000,00
177.321.521,12
36.528.005,50
0,00
-1.038.469,39
222.811.057,23
2.631.802,48
11.321.428,00
‚30
74.706.600,72
80.129,00
2.812.146,49
4.546.028,29
313.581,37
2.306.650,28
448.536,88
85.213.673,03
0,00
330.387.031,04
225.131.379,82
2.450.171,97
18.260.127,61
105.657.482,28
351.499.161,68
Anlage 1
PASSIVA
31.12.2013
EUR
10.000.000,00
207.309.570,09
36.528.005,50
-32.274.312,48
3.568.116,71
10.409.961,00
7.850.166,61
90.181.513,19
194.293,56
3.540.715,86
8.725.924,82
782.057,44
1.398.930,87
834.046,54
0,00
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
. Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
davon Auflösungen von Sonderposten mit
Rücklagenanteil EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung EUR 1:446.895,40
(Vorjahr EUR 1.457.564,52)
. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
davon nach 8 253 Abs. 3 Satz 3 HGB
EUR 12.118,83 (Vorjahr EUR 2.447.969,76)
. Sonstige betriebliche Aufwendungen
. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 336.261,64 (Vorjahr EUR 311.869,83)
. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundenen Unternehmen
EUR 58.827,67 (Vorjahr EUR 32.869,24)
. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10.
11.
12.
13.
Sonstige Steuern
Jahresergebnis vor städtischem Zuschuss
Zuschuss der Stadt
Jahresergebnis nach städtischem Zuschuss
2014
EUR
35.397.755,69
21.467.115,71
56.864.871,40
7.644.412,94
16.545.516,74
24.189.929,68
7.629.200,26
2.878.135,25
10.507.335,51
8.101.179,96
11.242.682,73
373.779,80
4.038.254,48
-840.731,16
197.738,23
-1.038.469,39
0,00
-1.038.469,39
2013
EUR
37.741.536,27
8,500.757,11
46.242.293,38
8.731.631,62
18.546.974,23
27.278,605,85
7.141.857,68
2.803.520,08
10.551.377,76-
10.383.931,64
2.100.770,00
350.494,05
4.199.471,28
-7.921.369,10
258.814,19
-8.180.183,29
11.748.300,00
3.568.116,71
Anlage 2
ı
|
u
Anlage_3
Blatt 1
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014
I, Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewer-
tungsmethoden
Auf den Jahresabschluss des Eigenbetriebes zum 31. Dezember 2014 werden gemäß $ 22
EigBGes die Vorschriften der Rechnungslegung für große Kapitalgesellschaften angewendet.
Die Bilanz wurde entsprechend den Formblattvorschriften des Eigenbetriebsgesetzes aufge-
stellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.
Der Ansatz und die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgen nach den für alle Kaufleute gel-
tenden Grundsätzen der $ 238 - 256 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalge-
sellschaften gemäß den $ 264 - 288 HGB.
Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens er-
folgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschrei-
bungen und außerplanmäßige Abschreibungen.
Das Anlagevermögen gliedert sich nach dem Eigenbetriebsgesetz.
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse betreffen Bauten, die der Eigenbetrieb für die Stadt
Darmstadt errichtet. Die Bewertung erfolgt mit den Einzelkosten, die dem Betrieb durch Rech-
nungen Dritter für diese Gebäude entstanden sind.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind jeweils mit Nennbeträgen
bewertet; voraussichtliche Wertminderungen wurden berücksichtigt.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Anlage_3
Blatt 2
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten die im Dezember 2014 bezahlten Beam- -
tengehälter für Januar 2015 sowie Ansparraten und Sonderbeiträge für Investitionsdarlehen, die
über die Laufzeit der Darlehen aufgelöst werden.
Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach dem versicherungsmathematischen
Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Das Ruhe-
gehalt wird mit Ruhestandseintritt (zwischen dem 65. und 67. Lebensjahr) gemäß $ 33 Abs. 1
und 3 HBG oder vorzeitiger Invalidität gezahlt. Die Berechnung erfolgte unter Annahme einer
voraussichtlichen Dynamik der Bezüge der Aktiven von 2 %, mit einer voraussichtlichen Ren-
tendynamik von 2 % und ohne die Berücksichtigung einer Fluktuationsrate. Die Abzinsung der
Pensionsverpflichtung erfolgte nach $ 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittli-
chen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt
(Vereinfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank verbindlich
festgesetzte und veröffentlichte Zinssatz für Dezember 2014 mit 4,53 % zugrunde. Bei einer
Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde keine Abzinsung vorgenommen.
Die Ermittlung der Verpflichtung zur künftigen Beihilfeleistung an Pensionäre und Hinterbliebe-
ne erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren unter Verwendung der
Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Das zu berücksichtigende Beihilfegeld wird mit Ruhe-
standseintritt (zwischen dem 65. und 67. Lebensjahr) gemäß $ 33 Abs. 1 und 3 HBG oder vor-
zeitiger Invalidität gezahlt. Die Berechnung erfolgte unter Annahme einer voraussichtlichen Dy-
namik der Kosten der Beihilfeleistungen von 2 % und ohne die Berücksichtigung einer Fluktua-
tionsrate. Die Abzinsung der Verpflichtung zur künftigen Beihilfeleistung an Pensionäre und
Hinterbliebene erfolgte nach $ 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen
Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt (Ver-
einfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank verbindlich
festgesetzte und veröffentlichte Zinssatz für Dezember 2014 mit 4,53 % zugrunde. Bei einer
Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde keine Abzinsung vorgenommen.
Die Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen erfolgte nach der Stellungnah-
me des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer vom 19. Juni 2013 -
IDW RS HFA 3. Sowohl für die zu leistenden Aufstockungsbeträge als auch für die Erfüllungs-
rückstände (im Blockmodell) wurden Rückstellungen nur für genehmigte Anträge auf Altersteil-
zeit gebildet. Aufstockungsbeträge wurden bislang aufgrund der expliziten Vorgabe des
IDWRS HFA 3 a.F. vom 18. November 1998 als Abfindung klassifiziert. Die vorgenommene
Klassifizierung wurde für alle Altersteilzeitvereinbarungen beibehalten. Darüber hinaus wurden
die Aufstockungsbeträge für die im Jahre 2014 neu abgeschlossene Alterszeitvereinbarung
ebenfalls als Abfindung klassifiziert. Die Berechnung erfolgte unter Annahme einer voraussicht-
Anlage 3
Blatt 3
lichen Dynamik der Bezüge der Berechtigten von 2 %. Als biometrische Rechengrundlage wur-
den die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck verwendet. Die Abzinsung der Verpflichtungen
aus Altersteilzeitregelungen erfolgte nach 8 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem durch-
schnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren
ergibt (Vereinfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank ver-
'bindlich festgesetzte und veröffentlichte Zinssatz für Dezember 2014 mit 4,53 % zugrunde. Bei
einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde keine Abzinsung vorgenommen.
Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach ver-
nünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. "
Die Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen wurden für Instandhaltungsmaßnahmen,
die in den ersten drei Monaten 2015 nachgeholt wurden, gebildet.
Die Archivierungsrückstellung wurde mit einem Durchschnittswert in Höhe von jährlich
EUR 83,43 pro m? berechnet und eine Aufbewahrungsfrist von 10 bzw. 30 Jahren angenom-
men. Für die Folgejahre wurde mit einer jährlichen Kostensteigerung von 2 % kalkuliert. Die
Rückstellung wurde gemäß $ 253 Abs. 2 HGB mit den von der Deutschen Bundesbank veröf-
fentlichten Zinssätzen abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert
Il. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014 sind als Be-
standteil des Anhangs (Blatt A) beigefügt. j
Anlage _3
Blatt 4
Umlaufvermögen
Die Zusammensetzung der Vorräte wird aus der nachfolgenden Übersicht ersichtlich:
31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0 5
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.515 752
Fertige Erzeugnisse, fertige Leistungen 9 5
1.524 762
Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wird aus der
nachfolgenden Übersicht ersichtlich:
31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.181 1.776
Forderungen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt 19.456 21.475
Forderungen an andere Eigenbetriebe . 772 579
Forderungen an Beteiligungen
der Wissenschaftsstadt Darmstadt ö 1.932 2.433
Sonstige Vermögensgegenstände 104 36
23.445 26.299
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um die Posten wertberichtigt, die älter
als ein Jahr sind. Die Einzelwertberichtigung betrug in 2014 TEUR 999 (Vorjahr TEUR 1.275).
Auf den Restbestand der Forderungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 5 %
vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigung betrug in 2014 TEUR 62 (Vorjahr TEUR 94).
Die Forderungen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jah-
res fällig, mit Ausnahme der Forderungen, die durch Wechsel von Beamten aus Pensions- und
Beihilfeverpflichtungen entstanden sind.
Anlage_3
Blatt 5
Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedert sich wie folgt:
Davon mit
einer Rest-
laufzeit von
über einem
Gesamt Jahr
TEUR TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.181 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
a) Forderungen an die Stadt Darmstadt 19.456 5.767
b) Forderungen an direkte Tochterunternehmen
der Stadt Darmstadt 1.932 0
c) Forderungen an andere Eigenbetriebe 772 218
3. Sonstige Vermögensgegenstände 104 [%
23.445 5.985
Die Forderungen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jah-
res fällig mit Ausnahme der Forderungen, die durch Wechsel von Beamten aus Pensions- und
Beihilfeverpflichtungen entstanden sind. Diese betreffen:
31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Forderungen aus Pensionsverpflichtungen 5.222 4.836
Forderungen aus Beihilfeverpflichtungen 545 510
5.767 5.346
Anlage 3
Blatt 6
Eigenkapital
Das Stammkapital des Eigenbetriebes beträgt EUR 10.000.000,00.
Die Veränderung der Kapitalrücklage ergibt sich aus Zuweisung der Schulbaupauschale
(TEUR 3.167), Entnahmen der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Zusammenhang mit Woh-
nungsverkäufen an Bauverein AG (TEUR 2.601 und TEUR 3.164) und Grundstücksübergängen
(TEUR 254) sowie einem maßnahmenbezogenen Zuschuss (TEUR 135).
Die im Jahr 2014 unter dem kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen gewährten Ent-
schuldungshilfen wurden dem Eigenkapital zugeführt (TEUR 1.435).
Der aus dem Jahr 2009 verbliebene Verlust in Höhe von EUR 28.706.195,77 wurde zum
31. Dezember 2014 mit der allgemeinen Rücklage verrechnet.
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Der Eigenbetrieb hat für Pensionsansprüche TEUR 10.100 zurückgestellt. Für die Berechnung
wurde ein Zinssatz von 4,53 % zugrunde gelegt. In dem Betrag sind als Unterschiedsbetrag
TEUR 2.541 gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB in voller Höhe enthalten.
Zudem wurde für die Verpflichtung zur künftigen Beihilfeleistung an Pensionäre und Hinterblie-
bene eine Rückstellung mit Abzinsungssatz von 4,53 % in Höhe von TEUR 1.222 unter dieser
Position berücksichtigt. In dem Betrag sind als Unterschiedsbetrag TEUR 183 gemäß Artikel 67
Absatz 1 Satz 1 EGHGB in voller Höhe enthalten.
Darüber hinaus existiert eine mittelbare Pensionsverpflichtung aus der Mitgliedschaft bei der
ZVK, die nicht in der Bilanz ausgewiesen ist.
Anlage _3
Blatt 7
Sonstige Rückstellungen
Für unterlassene Instandhaltung wurden TEUR 1.064 zurückgestellt. Für den im Rahmen der
Abrechnung des Sanierungsgebietes Martinsviertel mit Bund und Land zu entrichtenden Wert-
ausgleichsbetrag besteht eine Rückstellung in Höhe von TEUR 505. Weitere sonstige Rückstel-
lungen wurden gebildet für Entgeltnachzahlung techn. Fachbereiche (TEUR 541), Archivie-
rungskosten (TEUR 288), Leistungsentgelt gem. $ 18 TVöD (TEUR 223), Urlaubsansprüche
und Überstunden der Mitarbeiter (TEUR 219), Altersteilzeit (TEUR 154), Verpflichtungen nach
& 107b BeamtVG wegen Dienstherrnwechsel (TEUR 134), Rechts- und Beratungs- sowie Prü-
fungskosten (TEUR 133), Erstellung von Jahresabschlüssen (TEUR 36), Betriebskosten City-
Carree (TEUR 30) sowie Berufsgenossenschaft (TEUR 25).
Aus dem Verkauf von Teilen des Geländes Knell an die HEAG Südhessische Energie AG
(HSE) existiert eine Verpflichtung zur Sanierung und Altlastenfreistellung des Grundstückes,
wofür eine Rückstellung in Höhe von TEUR 3.126 bestand, die nach Neueinschätzung auf
TEUR 2.100 reduziert wurde.
Für noch ausstehende Betreiber- und Verwaltungskosten des City Carrees für die Jahre 2008
bis 2014 wurde eine Rückstellung in Höhe des von Fortress geforderten Betrages von
TEUR 1.514 eingestellt.
Für eine zu erwartende Rechnung für Erschließungsbeiträge des Baugebietes K6 wurde ein
Betrag von TEUR 1.443 zurückgestellt.
Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2014 ist als Bestandteil des Anhangs
(Blatt B) beigefügt.
Verbindlichkeiten
Anlage _3
Blatt 8
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus der folgenden Übersicht ersichtlich:
Davon mit einer Restlaufzeit
zwischen
bis zu einem Jahr von mehr
Gesamtbetrag einem und fünf als
31.12.2014 Jahr Jahren fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 74.707 6.846 18.452 49.409
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 2.892 2.606 286 0
Verbindlichkeiten gegenüber
der Stadt/anderen Eigenbetrieben 7.166 4.439 684 2.043
Sonstige Verbindlichkeiten 449 449 0 0
85.214 14.340 19.422 51.452
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.
Anlage 3
Blatt 9
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Verände-
2014 2013 rung
TEUR TEUR TEUR
Entgelte aus Mieter-Vermieter-Modell 30.052 29.373 679
Zuschuss der Wissenschaftsstadt Darmstadt 0 11.748 -11.748
Mieterträge 1.633 2.680 -1.047
Nutzungsentschädigung Parkhäuser 84 1.519 -1.435
Erträge aus Erbbauzinsen 1.119 1.214 -95
Betriebskostenerstattungen 969 1.106 -137
Pachterträge 748 1.048 -300
Erstattung von Grundbesitzabgaben 393 416 -23
Entgelte Dienstleistungen 258 259 -1
Zuschüsse von Dritten 108 106 2
Sonstige 34. 21 13
35.398 49.490 -14.092
Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 21.467) sind im Wesentlichen auf den Verkauf
von Grundstücken (TEUR 20.405), die Verminderung von Wertberichtigungen auf Forderungen
(TEUR 308), Entgelte für Verwaltungskosten (TEUR 277), Schuldendiensthilfen vom Land Hes-
sen (TEUR 160), Kostenerstattung (TEUR 76), Schadenersatzleistungen (TEUR 73) sowie Er-
trägen aus Auflösung von Sonderposten (TEUR 64) zurückzuführen.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten
im Wesentlichen Aufwendungen für Strom (TEUR 2.099), für Gas (TEUR 1.814), für Fernwärme
(TEUR 2.324), für Wasser (TEUR 315) und Abwasser (TEUR 790).
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen vor allem Fremdreinigung
(TEUR 5.224), Mieten und Pachten (TEUR 4.376), Instandhaltung der Gebäude und Außenan-
lagen (TEUR 3.707), Müllgebühren (TEUR 844), Straßen- und Gehwegreinigung (TEUR 565),
Gärtnerdienste (TEUR 348) und Instandhaltung von Grundstücken (TEUR 126).
Anlage 3
Blatt 10
Die Personalaufwendungen setzen sich aus Löhnen und Gehältern (TEUR 7.629) sowie sozi-
alen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (TEUR 2.878)
zusammen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen belaufen sich auf insgesamt TEUR 8.101. Darin enthalten sind außerplanmäßige
Abschreibungen von TEUR 12 für KFZ-Stellplätze in Parkhäusern, die per Nutzungsrecht Drit-
ten übergeben wurden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 11.243) beinhalten im Berichtsjahr insbe-
sondere Buchverluste aus dem Verkauf von Grundstücken (TEUR 7.142), Erschließungskosten
Baugebiet K6 (TEUR 1.443), Abschreibung und Niederschlagung von Forderungen
(TEUR 802), Verwaltungskosten des Kernhaushaltes (TEUR 567), gebäudebezogene Versiche-
rungen (TEUR 549), Regulierungen von Schadensfällen (TEUR 155), Techn. Prüfungskosten
(TEUR 152), Miete von Geräten (TEUR 88), betriebswirtschaftliche Beratung (TEUR 70) sowie
Erstattungen für das Sanierungsgebiet Martinsviertel (TEUR 55).
Aus der Bewertung von Pensions- und längerfristigen sonstigen Rückstellungen gemäß
8 253 Abs. 2 HGB sind in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen TEUR 446
enthalten.
IN. Sonstige Angaben
Personalstand
Anlage _3
Blatt 11
Im Berichtsjahr 2014 waren 22 Beamte und 186 Angestellte beim Eigenbetrieb Immobilienma-
nagement beschäftigt.
Finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen sind
Es bestanden zum Bilanzstichtag Finanzierungsgeschäfte zu verschiedenen Darlehen, die so-
genannten Swaps. Diese sind zulässig nicht in der Bilanz ausgewiesen. Bei den Swaps handelt
es sich um Zinssicherungsgeschäfte. Die Barwerte bzw. Konditionen sind aus folgenden Tabel-
len zu entnehmen:
31.12.2014 31.12.2013
Derivat zu Darlehen Barwert Barwert
EUR EUR
Doppelswap 8/555/0 -1.449.151,55 -1.712.339,79
Doppelswap 8/646 -1.302140,36 -945.807,98
Payerswap 8/744 -976.973,23 -922.153,53
Payerswap 8/746 -501.592,06 -501.208,79
Payerswap 8/859 -630.128,63 -660.685,61
Summe -4.859.985,83
-4.742.195,70
vertragliche
Restschuld
zum Stichtag
Kredit-Nr. Zinsbindung
8/556/0
[Gesamtdarlehen
81555]
6.636.253,23 €
112.014.907,24 €]
30.08.12-30.08.22
8/646 7.622.024,89 € |30.03.11-30.03.21
Kredit-
konditlonen
3-M-E + 0,500%
3-M-E + 0,375%
Derivatgeschäfte
Doppelswap
Doppelswap
Bezugsbetrag zum
Stichtag Derivatlaufzeit
2 Phase:
6.636.253,23€ | 30.08.12-30.08.22
112.014.907.24
Derivatkonditionen | **". Stichtag
Im Endeffekt
Ne zu leistender
zahlt) Zinssatz
2. Phase des Swaps:
3-M-E
4,2900%
3,7900%
2 Phase:
7.622.024,89€ |30.03.11-30.03.21
31.03.09-31.03.19
5.957.652,04 €
2.903.727,63 € | 30.06.09-15.05.19
3.924.807,00 € |15.10.08-15.10.18
Abkürzung: 3-M-E = 3-Monats-Euribor
3-M-E + 0,24% Payerswap
3-M-E + 0,60% | Forward Payerswap
3-M-E - 0,02% | Forward Payerswap
5.957.652,04 € |31.03.09-31.03.19
2.903.727,63€ | 30.06.09-15.05.19
2. Phase des Swaps:
3-M-E
3,5050%
3-M-E
4,2500%
3-M-E
3,8800%
4,4900%
3.924.807,00€ |15.10.08-15.10.18
9
4,6400% 5.2400%
3ME e)
A.S075% 4,5875%
|
I
|
|
u
bi
}
{|
Hi
}
Ni
Anlage 3
Blatt 12
Im Jahr 2014 wurde ein weiterer Teil der Altschulden des Eigenbetriebes im Rahmen des
Kommunalen Schutzschirmes Hessen (KSH) durch die Wirtschafts- und Strukturbank Hessen
(WI Bank) abgelöst. Zum Ablösedatum 30.04.2014 betrug die Restverbindlichkeit des vom Ent-
schuldungsfonds übernommenen Darlehens EUR 1.435.000,00. Tilgung erfolgt durch den Ent-
schuldungsfonds über eine Laufzeit von 30 Jahren. Insgesamt wurden bis zum Ende des Be-
richtsjahres TEUR 9.846 Entschuldungshilfen geleistet.
Es bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Miet-
verträgen sowie aus begonnenen Investitionsvorhaben.
Der jährliche Aufwand aus Mieten und Pachtverträgen beläuft sich auf TEUR 4.321. Die durch-
schnittliche Laufzeit der Miet- und Pachtverträge beträgt fünf Jahre.
Der vertragliche jährliche Aufwand aus Mieten und Leasing von DV-Geräten und Fahrzeugen
beträgt TEUR 128, bei einer durchschnittlichen Laufzeit der Verträge von vier Jahren.
Finanzielle Verpflichtungen aus notwendig werdenden Umweltschutzmaßnahmen sowie aus
möglichen Vertragsstrafen bestanden nicht.
Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz auszuweisen sind
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften bestanden zum Bilanz-
stichtag nicht. ö
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen bestanden ebenso nicht.
Abschlussprüferhonorar
Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungs-
leistungen sowie die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach $ 53 HGrG
betrug EUR 18.000,00 zzgl. 19 % Umsatzsteuer.
Anlage _3
Blatt 13
Bezüge der Betriebskommission und der Betriebsleitung
Die Betriebskommission erhält keine Bezüge. Die Gesamtbezüge der beiden Betriebsleiter im
Jahr 2014 betrugen EUR 146.109,13 einschließlich Sozialversicherung und ZVK.
Für ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung wird keine gesonderte Rückstellung gebildet.
Betriebsleiter
Als Betriebsleiter des Eigenbetriebes waren im Jahr 2014 bestellt:
Herr Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend Kommiss. 1. Betriebsleiter, kaufmännischer Bereich
bis 31.01.2014
Herr Reinhardt Breier 1. Betriebsleiter, kaufmännischer Bereich
vom 01.02.2014 bis 31.10.2014
Herr Joachim Lisowski Betriebsleiter, technischer Bereich
Anlage_3
Blatt 14
Betriebskommission im Jahr 2014
Der Betriebskommission des Eigenbetriebes gehörten an:
Herr Bürgermeister Rafael Reißer, Vorsitzender Bürgermeister
Frau Stadträtin Cornelia Zuschke Stadträtin
Herr Stadtkämmerer Andre Schellenberg Stadtkämmerer
Herr Stadtverordneter Ctirad Kotoucek Diplom-Industriedesigner
Herr Stadtverordneter Hans Fürst Ltd. Angestellter
Frau Stadtverordnete Dr. Helena Schwaßmann Biologin/Biochemikerin
Frau Stadtverordnete Katrin Kosub Wissenschaftl. Mitarbeiterin
Herr Stadtverordneter Georg Hang EDV-Berater
Herr Horst Weber Personalrat
Herr Gernot Beppler Personalrat
Herr German Nogueira Prokurist
Herr Jürgen Rittmannsperger Architekt
Dr. Markus Hoschek, HEAG-AG Vorstand
Ohne Stimmrecht:
Frau Ilke Käppler Finanzverwaltung
Frau Ute Möser Frauenbeauftragte
Vorgesehene Behandlung des Jahresergebnisses, Tilgung von Verlustvorträgen
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.038.469,39 soll auf neue Rechnung vorgetragen wer-
den.
Darmstadt, den 20. Juni 2016
Norbert Werner Joachim Lisowski
Betriebsleiter Betriebsleiter
Anlage 4
Eigenbetrieb Immobilienmanagement der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
Lagebericht
zum 31. Dezember 2014
Rahmenbedingungen
Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement wurde zum 01. Januar 2008 gegründet. Nach den
Vorschriften der Hessischen Gemeindeordnung in Verbindung mit dem Hessischen
Eigenbetriebsgesetz wird der Eigenbetrieb Immobilienmanagement ohne eigene Rechtspersönlichkeit
als Sondervermögen der Wissenschaftsstadt Darmstadt gemäß den Bestimmungen der
Betriebssatzung geführt. j
Der Zweck des Eigenbetriebes Immobilienmanagement ist die bedarfsgerechte Versorgung der
Organisationseinheiten (Ämter und Verwaltungsstellen) der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit
Grundstücken, Gebäuden, Räumen und die Verwaltung und Verwertung stadteigener Immobilien
unter betriebswirtschaftlich optimierten Bedingungen.
IDA verfolgt als der Immobiliendienstleister für die städtischen Liegenschaften der
Wissenschaftsstadt Darmstadt im Wesentlichen zwei Geschäftsmodelle:
e Leistungsfähige Projektsteuerung von Neubau- und Sanierungsprojekten
e Nutzerorientiertes Gebäudemanagement mit dem Schwerpunkt Bauunterhaltung.
Im Rahmen der sachgerechten Bewirtschaftung wird der Eigenbetrieb insbesondere in folgenden
Bereichen tätig:
e _An- und Verkauf von Grundstücken, Gebäuden, Räumen und/oder Teilen davon
(Bereitstellung und Bewirtschaftung von Liegenschaften)
e Interne und externe Vermietung und Vermittlung von Grundstücken, Gebäuden, Räumen
und/oder Teilen davon
e Allgemeine Bodenbevorratung ,
e Neubau, Umbau, Instandhaltung, Unterhaltung, Ausbau und Modernisierung von Gebäuden
und baulichen Anlagen
e Portfolioanalyse und -management
e Energiewirtschaft
e Gestaltung und Pflege von Außenanlagen
e Gebäudereinigung
e Hausdienste
e _Hausmeisterdienste
oe Umzugsmanagement
e Gebäudesicherung
Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement ist außerdem Dienstleister für alle bestehenden h
Eigenbetriebe und Betriebe gewerblicher Art.
Die Betriebskommission hat im Geschäftsjahr 7 mal getagt. Die Schwerpunkte lagen auf Bau- und
Sanierungsprojekten, der Veräußerung von Liegenschaften sowie der organisatorischen
Weiterentwicklung.
Erläuterungen zur Lage
Gesamtwirtschaftliche Situation
Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2014 als stabil erwiesen. Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 1,6 % höher als im Vorjahr.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wuchs nach den Berechnungen des Amtes für Wirtschaft und
Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt um 2.008 Einwohner (+ 1,3 %) auf 154.002
(Stand 31.12.2014). Entsprechend der Nachfrage nach Wohnraum entwickeln sich auch die !
Nutzerzahlen für die Infrastruktur der Wissenschaftsstadt Darmstadt, insbesondere auch die der
Schulen und Kindertagesstätten.
Ertragslage
Die wesentlichen Erlöse kamen wie auch im Vorjahr aus Mieterträgen der städtischen Einheiten, die
die Immobilien von IDA nutzen. Aus dem in 2012 eingeführten Mieter-Vermieter-Modell resultierten
Erlöse in Höhe von TEUR 30.052. In 2014 erhielt IDA keine Zuschüsse der Wissenschaftsstadt
Darmstadt.
Das Geschäftsjahr 2014 war von der anhaltenden großen Nachfrage nach Immobilien und
Grundstücken in Südhessen geprägt. Um dieser gerecht zu werden, wurden auch im Geschäftsjahr
2014 Immobilien veräußert. Die Höhe der Portfoliobereinigungen lag bei TEUR 35.872.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Wohnungspaket mit 713 Wohnungen und
Gewerbeeinheiten an die Bauverein AG veräußert
Die intensive Modernisierungs- und Instandhaltungstätigkeit aus den Vorjahren konnte 2014
fortgesetzt werden. Die Instandhaltungsaufwendungen lagen erwartungsgemäß bei TEUR 3.832.
Der Eigenbetrieb schließt das Wirtschaftsjahr 2014 mit einem Verlust von TEUR 1.038 ab
(Vorjahr Gewinn TEUR 3.568).
Investitionen
Die an den Eigenbetrieb Immobilienmanagement übertragene Bausubstanz ist aufgrund einer in der
Vergangenheit unzureichenden Bauunterhaltung noch immer vielfach in einem mangelhaften Zustand.
Die Umsetzung des Schulbausanierungsprogramms konnte 2014 auf Basis der Beschlüsse der
Stadtverordnetenversammlung aus 2003 weiter umgesetzt werden. Allerdings führt die
Haushaltssituation der Wissenschaftsstadt Darmstadt dazu, dass seit 2010 und so auch in 2014 die
beschlossene zeitliche Reihenfolge der Umsetzung des Schulbausanierungsprogramms nicht mehr
möglich war.
Das Anlagevermögen entwickelte sich wie folgt:
01.01.2014 31.12.2014
Summe des Anlagevermögens in TEUR 322.497 302.592
Veränderung in TEUR -106 -19.905
Veränderung in % -0,03 -6,17
Bilanzsumme in TEUR 351.499 330.387
Anlagenintensität in % 91,75 91,59
Eigenkapital in TEUR 225.131 222.811
Quote der Finanzierung des Anlagevermögens
mit Eigenkapital in % 69,81 73,63
Auf der Aktivseite ist der Bestand des Anlagevermögens von zuvor TEUR 322.497 auf TEUR 302.592
gesunken. Dies entspricht einer Verminderung gegenüber dem Vorjahr um 6,17 %.
Die Anlagenintensität des Betriebsvermögens zum 31. Dezember 2014 beträgt 91,59 %.
Das Anlagevermögen ist stichtagsbezogen zu 73,63 % mit Eigenkapital finanziert.
Die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte mit Bauten entwickelten sich im Jahr 2014 wie
folgt:
EUR EUR
Stand 01.01.2014 254.169.067,91
Zugänge 3.995.657,24
Umbuchungen 6.242.291,75
Abschreibung -7.718.134,34
Abgänge -20.432.986,53 -17.913.171,88
Stand 31.12.2014 236.255.896,03
Die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte ohne Bauten haben sich in 2014 wie folgt
entwickelt:
Stand 01.01.2014
Zugänge
Umbuchungen
Abschreibung
Abgänge
Stand 31.12.2014
EUR EUR
52.426.082,73
61.172,20
0,00
-1.514,26
-2.261.661,51
-2.202.003,57
50.224.079,16
Die Entwicklung der Position Anlagen im Bau ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
Stand 01.01.2014
Zugänge
Umbuchungen
Abschreibung
Abgänge
Stand 31.12.2014
EUR EUR
13.385.090, 71
6.339.269,53
-6.630.372,55
0,00
0,00 -191.103,02
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt.
01.01.2014 31.12.2014
Summe des Eigenkapitals in TEUR 225.131 222.811
Veränderung in TEUR 17.209 -2.320
Veränderung in % 8,3 -1,00
Bilanzsumme TEUR 351.499 330.387
Eigenkapitalquote in % 64,05 67,44
Der Betrieb verfügt per 31. Dezember 2014 über eine Eigenkapitalquote von 67,44 %.
Die Änderungen des Eigenkapitals nach einzelnen Positionen zeigt der Eigenkapitalspiegel für das
Jahr 2014:
Stammkapital
Allgemeine
Rücklage
Zweckgebundene
Rücklage
Entschuldungs-
hilfe
Ergebnisvortrag
aus 2009
Jahresergebnis
Jahresverlust (-)
Jahresgewinn (+)
Summe der Rückstellungen in TEUR
Veränderung Ifd. Jahr in TEUR
Veränderung in %
Bilanzsumme in TEUR
Einlagen (+) ‘Verrechnung
Stand der Ergebnisse Jahresverlust Stand
01.01.2014 Entnahmen (-) bis 2013 2014 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR EUR
10.000.000,00 0,00 0,00 0,00 10.000.000,00
198.898.260,54 -2.716.853,20 -28.706.195,77 0,00 167.475.211,57
36.528.005,50 0,00 0,00 0,00 36.528.005,50
8.411.309,55 1.435.000,00 0,00 0,00 9.846.309,55
-32.274.312,48 0,00 32.274.312,48 0,00 0,00
-32.274.312,48 0,00 32.274.312,48 0,00 0,00
3.568.116,71 0,00 -3.568.116,71___-1.038.469,39 -1.038.469,39
225.131.379,82 _-1.281.853,20 0,00 -1.038.469,39 _ 222.811.057,23
Die summarische Entwicklung der Rückstellungen zeigt folgende Tabelle:
01.01.2014 31.12.2014
18.260 19.730
-2.412 1.470
-11,7 8,1
351.499 330.387
5,19 5,97
Rückstellungsquote in %
Die Rückstellungsquote per 31. Dezember 2014 stieg auf 5,97 %.
Die Entwicklung der Rückstellungen im Einzelnen ist im Anhang dargestellt.
Personalentwicklung
Die Zahl der Beschäftigten (einschließlich Beamten) in 2014 ist aus folgender Tabelle ersichtlich:
Beamte Beschäftigte
Ist Ist
2014 22 186
(21 VZ+1TZ) (152 VZ +34 TZ)
VZÄ: 21,71 Stellen VZÄ: 170,26 Stellen
Tarifliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich in allen Bereichen. Der Tarifabschluss
des öffentlichen Dienstes ergab in 2014 eine Erhöhung von 3 %.
Die Dienstvereinbarungen zur flexiblen Arbeitszeit wurden eingehalten.
I
|
|
Der Personalaufwand entwickelte sich wie folgt:
2013 2014
TEUR TEUR \
Entgelte für geleistete Arbeitszeit 6.176 6.157 .
Soziale Abgaben und Aufwendungen für }
Altersversorgung 1.905 2.095
Beamtenbezüge 970 814
Arbeitnehmer Sonderzuwendung 429 435
Zuführung zu Pensionsrückstellungen ö 758 656
Zuführung zu Beihilferückstellungen 140 127
Veränderung der Überstundenrückstellungen 3 25
Veränderung der Urlaubsrückstellungen -9 23
Leistungsentgelt $ 18 TVöD 115 118
Sonderzuwendung Beamte 49 40
Sonstiger Personalaufwand 15 17
10.551 10.507
Dynamische Kennzahlen
Die folgenden dynamischen Kennzahlen dienen der Beurteilung der Ergebnisrechnung. Sie gewinnen
an Aussagekraft, wenn Vorjahre verglichen werden können. Derzeit stehen die Zahlen aus den Jahren
2008 bis 2014 zur Verfügung.
Materialintensitätsquote
Die Materialintensitätsquote zeigt die Bedeutung und die Entwicklung des Materialaufwandes im
Bezug zu den gesamten ordentlichen Aufwendungen:
Materialaufwand
Materialintensitätsquote = Ordentliche Aufwendungen
2011 2012 2013 2014
TEUR TEUR TEUR TEUR
Materialaufwand 24.950 25.712 27.279 24.190
Ordentliche
Aufwendungen 47.670 49.289 52.325 49.891
2011 2012 2013 2014
% % % %
Materialintensitätsquote 52,3 52,2 52,1 48,5
Die Entwicklung der Materialintenstätsquote zeigt folgende Grafik:
Materialaufwandsquote
53,0% ———— —
52,0%
51,0%
50,0%
49,0%
48,0%
47,0%
46,0% -
2012 2013
Jahr
Personalintensitätsquote
Die Personalintensitätsquote zeigt die Bedeutung und die Entwicklung des Personalaufwandes im
Bezug zu den gesamten ordentlichen Aufwendungen. |
Personalaufwand
Ordentliche Aufwendungen
Personalintensitätsquote =
2011 2012 2013 2014
TEUR TEUR TEUR TEUR \
Personalaufwand 9.899 9.619 10.551 10.507 |
Ordentliche
Aufwendungen 47.670 49.289 52.325 49.891
2011 2012 2013 2014
% % % %
Personalintensitätsquote 20,8 19,5 20,2 21,1
Folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Personalintensitätsquote:
Personalintensitätsquote
1
21,0%
20,5% ||
20,0%
19,5%
19,0%
18,5%
Abschreibungsintensität |
Die Abschreibungsintensität zeigt die Bedeutung und Entwicklung des Abschreibungsaufwandes im
Bezug zu den gesamten ordentlichen Aufwendungen. . j
Abschreibungen auf immaterielle
Abschreibungsintensität = Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Ordentliche Aufwendungen
2011 2012 2013 2014
TEUR TEUR TEUR TEUR
Abschreibungen 6.606 7.101 7.936 8.101
Ordentliche
Aufwendungen 47.670 49.289 52.325 49.891
2011 2012 2013 2014
% % % %
Abschreibungsintensität 13,9 14,4 15,2 16,2
Folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Abschreibungsintensitätsquote:
16,5%
16,0% -
15,5% -
15,0% —
14,5%
14,0% -
13,5% -
13,0%
12,5%
Jahr
Zinslastquote |
Die Zinslastquote zeigt die Bedeutung und die Entwicklung der Zinsen im Bezug zu den gesamten
ordentlichen Aufwendungen.
Finanzaufwendungen
Zinslastquote = Ordentliche Aufwendungen
2011 2012 2013 2014
TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzaufwendungen 4.802 4.698 4.199 4.038
Ordentliche |
Aufwendungen 47.670 49.289 52.325 49.891 |
|
2011 2012 2013 2014
% % % %
Zinslastquote 10,1 95 8,0 8,1 |
Folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Zinslastquote: !
12,0% On
10,0% -
8,0% —
6,0% 1
4,0% 1—
2,0% -
0,0% —
2012 2013
Jahr
10
Plan-Ist-Vergleich
Der Plan-Ist-Vergleich mit Bezug auf die Aufwendungen und Erträge ist aus folgender Übersicht
ersichtlich:
Ansätze 2014 Ergebnis 2014 Abweichung
EUR EUR EUR
Umsatzerlöse 44.600.140,00| 35.397.755,69 -9.202.384,31
Andere aktivierte Eigenleistungen 402.600,00 0,00 -402.600,00
Sonstige betriebliche Erträge 6.695.550,00| 21.467.115,71 14.771.565,71
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 373.779,80 373.779,80
Summe: 51.698.290,00 | 57.238.651,20 5.540.361,20
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 9.305.650,00 7.644.412,94 -1.661.237,06
Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.517.880,00 16.545.516,74 -3.972.363,26
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.737.450,00 7.629.200,26 -108.249,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 2.106.940,00 2.878.135,25 771.195,25
Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 5.700.000,00 8.101.179,96 2.401.179,96
b) auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens, soweit diese die im
Unternehmen üblichen Abschreibungen
überschreiten 0,00 0,00 0,00
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.048.350,00 11.242.682,73 9.194.332,73
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.060.820,00 4.038.254,48 -22.565,52
Sonstige Steuern 221.200,00 197.738,23 -23.461,77
Summe: 51.698.290,00| 58.277.120,59 6.578.830,59
Ergebnis 0,00 -1.038.469,39 -1.038.469,39
Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Wirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr 2014 am
17. Dezember 2013 zugestimmt. Die Genehmigung durch das Regierungspräsidium Darmstadt
erfolgte am 20. Februar 2014.
Am 16. Dezember 2014 hat die Stadtverordnetenversammlung einen Nachtrags-Wirtschaftsplan für
2014 beschlossen, der dem obigen Plan-Ist-Vergleich zugrunde liegt. Die Genehmigung durch das
Regierungspräsidium Darmstadt erfolgte am 5. Mai 2015.
11
Nach dem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes und des Landes von 2009 bis 2011 wurden von
2012 bis 2014 Schulbaumaßnahmen abgeschlossen.
Abgeschlossene Gesamtsanierungen: I
- Schillerschule
- Eleonorenschule.
Abgeschlossene Teilsanierungen - Einzelne Gebäude oder deren Teilbereiche und zusätzliche
Maßnahmen - i
- Elly-Heuss-Knapp-Schue - Toilettensanierung
1}
}
- Friedrich-Ebert-Schule - Erweiterung / Umbau der Verwaltung und Betreuung ı
- Goetheschule - Dachsanierung |
- Wilhelm-Hauff-Schule - Toilettensanierung
- Georg-Büchner-Schule - Mensa i
- Lichtenbergschule - Energetische Sanierung Atriumgebäude
- Lichtenbergschule - Toilettensanierung Unterstufengebäude
- Ludwig-Georgs-Gymnasium - Fassadensanierung ,
- Gutenbergschule - Hauptgebäude (Gebäude A) und Gebäude D - Toilettensanierung
- Mornewegschule - Herrichtung Interim Hermannstraße 45
- Mornewegschule - Abbruch Pavillon
- Stadtteilschule Arheilgen - Abbruch von 3 Pavillons
- Peter-Behrens-Schule - Umkleiden (FB Ernährung)
- Peter-Behrens-Schule - Brandschutzsanierung, Dach- und Fassadensanierung
- Peter-Behrens-Schule - Neugestaltung Innenhof . j
- Erasmus-Kittler-Schule -Brandschutzsanierung (UG/EG) . N
Abgeschlossene Kita-Neubauten:
- Kita Fiedlersee, Arheilgen
- Kita Falltorsraße, Wixhausen
- Kita E44, Eberstadt
- Kita An der Nachtweide.
Neubau Jugendzentrum Akazienweg
Bürgerservicesstelle Kirnbergerstr. 12, Eberstadt
12
Grundstücksgeschäfte 2014
Die Verkäufe im Jahre 2014 wurden in erster Linie durch die Wohnungsverkäufe an die Bauverein AG
geprägt.
Im Jahre 2014 wurden Verkäufe mit einer Gesamtsumme von EUR 35.867.059 getätigt, darunter
entfallen EUR 22.828.000 auf die Verträge mit der Bauverein AG.
Insgesamt wurden nach Abzug der Buchwerte Gewinne in Höhe von EUR 20.448.196 erzielt. Die
ausgewiesenen Verluste von EUR 7.163.879 sind darauf zurückzuführen, dass bei dem Verkauf an
die Bauverein AG der Kaufpreis einiger Grundstücke unterhalb des Buchwertes lag.
Als Ankäufe wurden insgesamt EUR 286.302 verbucht, wobei die größte Summe in Höhe von
EUR 219.462 für einen Jugendclub in Arheilgen durch den Übergang von städtischem Haushalt zu
IDA zustande kam.
Neben den Verträgen mit der Bauverein AG konnte ein größeres Grundstücksgeschäft durch den
Verkauf eines Wohnbaugrundstückes im Bereich des Bebauungsplanes 017 an die MIB Wohnbau
Gesellschaft in Höhe von EUR 1.252.800 abgeschlossen werden. Ebenso konnte das Hofgut
Gehaborn zusammen mit Ackerflächen in der Gemarkung Weiterstadt zu einem Preis von
EUR 1.932.591 verkauft werden.
Der Verkauf von Baugrundstücken fiel bei den Verkäufen 2014 wenig ins Gewicht. Im Baugebiet des
\Wx8 in Wixhausen wurde das letzte Baugrundstück verkauft, 2 Bauplätze wurden in Eberstadt im
Baugebiet E44 sowie weitere 3 Baugrundstücke im Stadtgebiet sowie ein Gewerbegrundstück
verkauft.
Weiterhin wurden insgesamt 27 Erbbaugrundstücke zu einer Gesamtsumme von EUR 5.200.351
verkauft, 10 davon an die Bauverein AG.
Zusammenfassung der Verkäufe für den Grundbesitz im Jahr 2014
Verkaufserlöse Buchwerte Gewinne Verluste
EUR EUR EUR EUR
I. Quartal 2.272.504,75 637.193.22 1.635.311,53 0,00
I. Quartal 3.563.035,70 787.019,14 2.796.068,91 20.052,35
IN. Quartal 29.636.744,79 21.114.781,68 15.665.789,85 7.143.826,74
IV. Quartal 394.773,40 43.747,21 351.026,19 0,00
2014 35.867.058,64 22.582.741,25 20.448.196,48 7.163.879,09
Zusammenfassung der Ankäufe für den Grundbesitz im Jahr 2014 |
Buchwerte i
EUR
I. Quartal 225.271,03
ll. Quartal 0,00
Il. Quartal 38.701,08
IV. Quartal 22.329,92
2014 286.302,03
Umsetzung der Kosten- und Leistungsrechnung
Bereits seit 1. Januar 2008 werden Erträge und Aufwendungen gebäude- oder grundstücksbezogen
gebucht. Die Kostenstellenstruktur ermöglicht Auswertungen nach Gebäudearten, z. B. Kitas in
j
|
Verwaltung von IDA, Gymnasien und Sporthallen. Die Sachkontenstruktur ist an den KVKR angelehnt |
und ermöglicht im Sinne des HGB die Auswertung nach Ertrags- oder Aufwandsarten. |
|
Es verbleibt ein Betrag, der vom städtischen Kernhaushalt an IDA zu zahlen ist, da z. B. für Brunnen j
kein „Nutzeramt‘ benennbar ist. Insgesamt dürfen die Einzelansätze der Ämter und der \
Erstattungsbetrag des Kernhaushaltes den bis heute ausgewiesenen Erstattungsbetrag in Summe
nicht übersteigen. |
Die Auszahlung der Raten erfolgt jeweils in Abhängigkeit der Liquidität des Eigenbetriebes
Immobilienmanagement.
N
R
i
F
i
14
Ausblick und Risiken
Die Zuschüsse der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Vermietung von Liegenschaften sowie der
Verkauf aus dem Immobilienbestand werden auch 2015 die wesentlichen Ertragsquellen darstellen.
IDA wird sich weiterhin auf das Kerngeschäft der Projektsteuerung von Bau- und Sanierungsprojekten
sowie dem Gebäudemanagement konzentrieren. Für das Geschäftsjahr 2015 wird mit einem
verringerten Jahresergebnis gerechnet. Dies hängt direkt mit den für 2015 in Aussicht gestellten
Zuschüssen durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammen.
Folgende Baumaßnahme wurden in 2014 begonnen und werden im Geschäftsjahr 2015 fertiggestellt
werden bzw. werden begonnen:
. Astrid-Lindgren-Schule - Toilettensanierung
. Astrid-Lindgren-Schule - Erweiterung Betreuung mit Essensaugabe (AT)
. Elly„-Heuss-Knapp-Schule - Erweiterung Betreuung mit Essensausgabe (AT)
. Erich-Kästner-Schule, Wickopweg - Errichtung Interimsgebäude (AT)
. Frankensteinschule - Errichtung Betreuungsgebäude (LB)
. Friedrich-Ebert-Schule - Gesamtsanierung Turnhalle mit Betreuungseinheit (LB)
. Heinrich-Hoffmann-Schule - Errichtung Betreuungsgebäude (AT)
Ludwig-Georgs-Gymnasium - Toilettensanierung (LB)
oonoo run
Viktoriaschule - Brandschutzsanierung Hauptgebäude (LB)
10.Stadtteilschule Arheilgen - Sanierung Gebäude A (LB)
11. Wilhelm-Leuschner-Schule - Sanierung Turnhalle und Toilettentrakt (AT)
12. Berufsschulzentrum Mitte - Neubau Werkhallen (AT)
Folgende Gesamtsanierungen, Neubauten und Planungsvorläufe können aufgrund
Einsparvorgaben derzeit nicht realisiert bzw. mussten mindestens bis 2016 verschoben werden:
e Georg-Büchner-Schule, Gesamtsanierung
e Justus-Liebig-Schule, Gesamtsanierung
» Heinrich-Hoffmann-Schule
» Christoph-Graupner-Schule
® Neubau Schule und Kita Konversion Lincoln-Siediung
e Sanierung Kita Lincoln-Siedlung
e Ludwig-Georgs-Gymnasium, Gesamtsanierung
e Viktoriaschule, Gesamtsanierung
e Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung (ÖPP), Mittel in Teilraten
e _Bernhard-Adelung-Schule, Gesamtsanierung
e Ernst-Elias-Niebergall-Schule, Gesamtsanierung
e Bertolt-Brecht-Schule, Sporthalle/Rollsporthalle
e Bertolt-Brecht-Schule, Abbruch und Neubau Hauptgebäude
15
der
e Georg-August-Zinn-Schule (Umbau Altbau, Abriss Pavillon und Außenanlagen)
e Herderschule
» Ludwigshöhe, Gesamtsanierung.
Im Geschäftsjahr 2015 wird eine weitere Straffung des Immobilienportfolios erfolgen. Dies erfolgt im
Zuge der verteilten Aufgabenzuordnung für die Stadtentwicklung zwischen IDA, Bauverein AG und
anderen Akteuren der Stadtwirtschaft. Darüber hinaus sind Maßnahmen für die Weiterentwicklung des
Flächenmanagements vorgesehen. Der Eigenbetrieb wird weiter an der Verbesserung der
Leistungsqualität arbeiten, trotz enger wirtschaftlicher Vorgaben.
Das Risikomanagementsystem enthält 29 Einzelrisiken. Es besteht aus folgenden Komponenten:
- Analyse
- Bewertung
- Steuerung (Minimierung)
- Überwachung.
Wesentliche Risiken bestehen insbesondere aufgrund der baulichen Situation der Liegenschaften. Die
Risikoberichte und weitere im Berichtsjahr durchgeführte Analysen haben keine
bestandsgefährdenden Risiken aufgezeigt bzw. zu einer veränderten Ausrichtung des Unternehmens
geführt. Die Liquidität des Eigenbetriebes war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert.
Nachtragsbericht
Nach dem Geschäftsjahresende sind keine Vorgänge eingetreten, die von besonderer Bedeutung für
die Vermögens-, Finanz- und’Ertragslage von IDA zum 31.12.2014 sind. .
Dank
Die Betriebsleltung dankt allen Personen, die dazu beigetragen haben, dass sich IDA auch 2014 als
eine wichtige und stabile Einheit der Daseinsfürsorge in Darmstadt darstellt. Der Dank gilt
insbesondere den Vertreterinnen und Vertretern der städtischen Gremien und der
Betriebskommission, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von IDA und dem Personalrat,
Darmstadt, den 20. Juni 2016 VA
Norbert Werner Joachim Lisowskl
Betriebsleiter Betriebsleiter
16
Anlage 5
Blatt 1
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht des Eigenbetriebes
Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA) für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den
ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der
Betriebssatzung liegen in der Verantwortung der Betriebsleitung des Eigenbetriebes. Unsere
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach 8 27 Abs. 2 EigBGes i. V. mit $ 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den
Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch
den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der
Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Eigenbetriebes sowie die Erwartungen über mögliche
Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben
beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und
der wesentlichen Einschätzungen der Betriebsleitung des Eigenbetriebes sowie die Würdigung
der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung
bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Anlage 5
Blatt 2
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden
landesrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Eigenbetriebes. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebes und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dreieich, 8. August 2016
Schüllermann und Partner AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Dipl.-Betriebsw. (FH) — UA Wladimir Krasowitzki "Dipl.-Ing. Stephan Schüllermann
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Anlage 6
Seite 1
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach $ 53 HGrG
Grundlage unserer Arbeiten ist der Prüfungsstandard IDW PS 720 des Instituts der Wirtschafts-
prüfer in Deutschland e. V. (Fragenkatalog zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts-
führung und der wirtschaftlichen Verhältnisse nach $ 53 HGrG). Dieser Prüfungsstandard ist in
Zusammenarbeit mit dem Bundesfinanzministerium, dem Bundesrechnungshof und den Lan-
desrechnungshöfen erarbeitet worden.
Die dort aufgeführten Fragen sind lückenlos zu beantworten. Soweit eine einzelne Frage für die
geprüfte Einrichtung nicht einschlägig ist, ist dies zu begründen. Soweit sich die Beantwortung
der Frage bereits aus der Berichterstattung über die Jahresabschlussprüfung ergibt, haben wir
Verweisungen vorgenommen.
Der oben bezeichnete Fragenkatalog gliedert sich wie folgt:
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungsorganisation
Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsführungsinstrumentariums
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungstätigkeit
Vermögens- und Finanzlage
Ertragslage
Beantwortung des Fragenkatalogs:
Anlage 6
Seite 2
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungsorganisation -
Fragenkreis 1: Tätigkeit von Überwachungsorganen und Geschäftsleitung sowie indivi-
dualisierte Offenlegung der Organbezüge
a) Gibt es Geschäftsordnungen für die Organe und einen Geschäftsverteilungsplan für
die Geschäftsleitung sowie ggf. für die Konzernleitung? Gibt es darüber hinaus schriftli-
che Weisungen des Überwachungsorgans zur Organisation für die Geschäfts- sowie ggf.
für die Konzernleitung (Geschäftsanweisung)? Entsprechen diese Regelungen den Be-
dürfnissen des Unternehmens bzw. des Konzerns?
Durch die Betriebssatzung sind die Aufgaben und Zuständigkeiten der Betriebsleitung, der Be-
triebskommission und der Stadtverordnetenversammlung geregelt.
Es bestehen Geschäftsordnungen für die Betriebsleitung und die Betriebskommission. Die ge-
troffenen Regelungen entsprechen den Anforderungen bzw. Bedürfnissen des Eigenbetriebes.
b) Wie viele Sitzungen der Organe und ihrer Ausschüsse haben stattgefunden und wur-
den Niederschriften hierüber erstellt?
Im Berichtsjahr haben 7 Sitzungen der Betriebskommission stattgefunden. Es wurde zu jeder
Sitzung ein Protokoll erstellt. Die Stadtverordnetenversammlung hat 31 Vorlagen, der Magistrat
hat 22 Vorlagen zum Eigenbetrieb behandelt.
ec) In welchen Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i. S. d. $ 125 Abs. 1 Satz 5 des
Aktiengesetzes sind die einzeinen Mitglieder der Geschäftsleitung tätig?
Auskunftsgemäß übten Herr Reinhardt Breier und Herr Joachim Lisowski keine entsprechende
Aufsichtstätigkeit aus. Herr Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend, der bis zum 31. Januar 2014 kom-
missarisch die 1. und kaufmännische Betriebsleitung übernahm, ist auskunftsgemäß in folgen-
den Kontrollgremien tätig:
Anlage 6
Seite 3
Firma Gremium Funktion
HEAG Südhessische Energie AG (HSE) Aufsichtsrat Mitglied
HSE Netz AG Aufsichtsrat Mitglied
e-netz Südhessen GmbH & Co. KG
Verwaltungsrat Mitglied
(vormals HSE-Technik)
HSE Abwasserreinig. GmbH & Co. KG Beirat Mitglied
ENTEGA Energie GmbH & Co. KG Verwaltungsrat Mitglied
HSE NaturPur Energie AG Aufsichtsrat Mitglied
Citiworks AG Aufsichtsrat 1. stellv. Vorsitzender
Eigenbetrieb Bäder Betriebskommission Mitglied
Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben
Betriebskommission Mitglied
und Dienstleistungen (EAD)
d) Wird die Vergütung der Organmitglieder (Geschäftsleitung, Überwachungsorgan) indi-
‘ vidualisiert im Anhang des Jahresabschlusses/Konzernabschlusses aufgeteilt nach Fi-
xum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung
ausgewiesen? Falls nein, wie wird dies begründet?
Die Vergütung der Organmitglieder ist im Anhang angegeben.
Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsführungsinstrumentariums
Fragenkreis 2: Aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen
a) Gibt es einen den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechenden Organisations-
plan, aus dem Organisationsaufbau, Arbeitsbereiche und Zuständigkeiten/Weisungs-
befugnisse ersichtlich sind? Erfolgt dessen regelmäßige Überprüfung?
Der Eigenbetrieb verfügt über einen Geschäftsverteilungsplan, der regelmäßig überprüft wird.
Weiterhin bestehen sachgerechte Stellenbeschreibungen.
b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass nicht nach dem Organisationsplan verfahren
wird?
Nein, im Berichtsjahr haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass nicht nach dem Organisati-
onsplan verfahren wurde.
Anlage 6
Seite 4
c) Hat die Geschäftsleitung Vorkehrungen zur Korruptionsprävention ergriffen und do-
kumentiert?
Die Betriebsleitung hat den Erlass vom Dezember 2008 "Korruptionsvermeidung in hessischen
Kommunalverwaltungen" des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport zur Kenntnis
genommen und die enthaltenen Empfehlungen teilweise umgesetzt. Entsprechende Dokumen-
tationen haben wir eingesehen. Im Jahr 2014 wurde der Leiter des städtischen Rechnungsprü-
fungsamtes zum Antikorruptionsbeauftragten bestellt.
Die Anwendung der Vorgaben des Vergaberechts für Städte und Gemeinden wurde schriftlich
mitgeteilt.
d) Gibt es geeignete Richtlinien bzw. Arbeitsanweisungen für wesentliche Entschei-
dungsprozesse (insbesondere Auftragsvergabe und Auftragsabwicklung, Personalwesen,
Kreditaufnahme und -gewährung)? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass diese nicht
eingehalten werden?
Durch die Aufstellung des Wirtschaftsplans wird ein Entscheidungsrahmen vorgegeben. Weiter-
hin gelten die allgemeinen Geschäftsanweisungen der Stadt Darmstadt. Im Rahmen unserer
Prüfung haben sich keine Beanstandungen ergeben.
e) Besteht eine ordnungsmäßige Dokumentation von Verträgen (z. B. Grundstücksverwal-
tung, EDV)?
Die ordnungsgemäße Dokumentation erfolgt im Rahmen der ordnungsmäßigen Aktenführung
und in elektronischen Dateien.
Fragenkreis 3: Planungswesen, Rechnungswesen, Informationssystem und Controlling
a) Entspricht das Planungswesen — auch im Hinblick auf Planungshorizont und Fort-
schreibung der Daten sowie auf sachliche und zeitliche Zusammenhänge von Projekten -
den Bedürfnissen des Eigenbetriebes?
Ja, das Planungswesen entspricht den Bedürfnissen des Unternehmens.
Anlage 6
Seite 5
b) Werden Planabweichungen systematisch untersucht?
Ja, Planabweichungen werden systematisch untersucht.
c) Entspricht das Rechnungswesen einschließlich der Kostenrechnung der Größe und
den besonderen Anforderungen des Unternehmens?
Das Unternehmen verfügt seit 2013 über eine Kostenrechnung. Das Rechnungswesen ent-
spricht der Größe und den Anforderungen des Unternehmens. Darüber hinaus ist im Fachbe-
reich ein Energiemanagement implementiert worden.
d) Besteht ein funktionierendes Finanzmanagement, welches u. a. eine laufende Liquidi-
tätskontrolle und eine Kreditüberwachung gewährleistet?
Ja, die Kreditüberwachung erfolgt zentral aufgrund besonderer Aufgabenzuweisungen durch die
Abt. Kämmerei der Finanzverwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Eine laufende Liquidi-
tätskontrolle wird durch die Abt. Stadtkasse der Finanzverwaltung vorgenommen. Darüber hin-
aus wird der Eigenbetrieb ab 2016 eine Liquiditätsplanung für das gesamte Geschäftsjahr erstel-
len.
e) Gehört zu dem Finanzmanagement auch ein zentrales Cash-Management und haben
sich Anhaltspunkte ergeben, dass die hierfür geltenden Regelungen nicht eingehalten
worden sind?
Ein zentrales Cash-Management besteht nicht. Durch die Abwicklung der Zahlungsströme über
die Abteilung Stadtkasse werden wesentliche Funktionen eines zentralen Cash-Managements
wahrgenommen.
f) Ist sichergestellt, dass Entgelte vollständig und zeitnah in Rechnung gestellt werden?
Ist durch das bestehende Mahnwesen gewährleistet, dass ausstehende Forderungen
zeitnah und effektiv eingezogen werden?
Im Jahr 2009 wurde ein entsprechendes Mahnwesen eingerichtet, das in 2011 gestrafft wurde.
Ab 2011 gibt es nur noch zwei Mahnstufen, danach wird der Vorgang an die Vollstreckungsstelle
übergeben. In 2013 und 2014 wurde das Mahnwesen weiter intensiviert.
Anlage 6
Seite 6
9) Entspricht das Controlling den Anforderungen des Unternehmens/Konzerns und um-
fasst es alle wesentlichen Unternehmens-/Konzernbereiche?
Das Controlling des Eigenbetriebes befindet sich weiter im Aufbau.
h) Ermöglicht das Rechnungs- und Berichtswesen eine Steuerung und/oder Überwa-
chung der Tochterunternehmen und der Unternehmen, an denen eine wesentliche Betei-
ligung besteht?
Der Eigenbetrieb hat keine derartigen Anteile oder Beteiligungen.
Fragenkreis 4: Risikofrüherkennungssystem
a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert und
Maßnahmen ergriffen, mit deren Hilfe bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig erkannt
werden können?
Der Eigenbetrieb hat in 2013 ein sachgerechtes Risiko-Kontrollsystem installiert. Bestandsge-
fährdende Risiken bestehen nicht.
b) Reichen diese Maßnahmen aus und sind sie geeignet, ihren Zweck zu erfüllen? Haben
sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Maßnahmen nicht durchgeführt werden?
Die durchgeführten Maßnahmen sind zweckentsprechend. Anhaltspunkte, dass die Maßnahmen
nicht durchgeführt werden, haben sich nicht ergeben. Allerdings war das Risikofrüherkennungs-
system bis 2014 statisch. Ab 2015 wurde eine regelmäßige Anpassung durchgeführt.
c) Sind diese Maßnahmen ausreichend dokumentiert?
Ja.
d) Werden Frühwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und systematisch mit dem
aktuellen Geschäftsumfeld sowie mit den Geschäftsprozessen und Funktionen abge-
stimmt und angepasst?
Siehe Antwort zu Frage 4b).
Anlage 6
Seite 7
Fragenkreis 5: Finanzinstrumente, andere Termingeschäfte, Optionen und Derivate
Der Eigenbetrieb schließt Geschäfte, auf die sich dieser Fragenkreis bezieht, nicht selbstständig
ab. Sie werden zentral von der Finanzverwaltung, Abt. Kämmerei, der Wissenschaftsstadt
Darmstadt erledigt. Alle Antworten beziehen sich demnach auf die Tätigkeit der Finanzverwal-
tung.
a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung den Geschäftsumfang zum Einsatz von Finanzin-
strumenten sowie von anderen Termingeschäften, Optionen und Derivaten schriftlich
festgelegt? Dazu gehört:
Welche Produkte/lnstrumente dürfen eingesetzt werden?
Es dürfen nur Produkte zur Absicherung von Zinsrisiken von Krediten eingesetzt werden.
Mit welchen Partnern dürfen die Produkte/lnstrumente bis zu welchen Beträgen einge-
setzt werden?
Es werden nur Zinssicherungsgeschäfte mit direktem Bezug zu den bestehenden Darlehen ge-
tätigt. Die Auswahl der Partner erfolgt durch die Stadt Darmstadt.
Wie werden die Bewertungseinheiten definiert und dokumentiert und in welchem Umfang
dürfen offene Posten entstehen?
Es liegt eine Bewertungseinheit vor, wenn zwischen dem Grund- und dem Sicherungsgeschäft
eine eindeutige Verbindung besteht. Grundsätzlich werden keine Sicherungsgeschäfte ohne ein
entsprechendes Grundgeschäft abgeschlossen.
Sind die Hedge-Strategien beschrieben, z. B. ob bestimmte Strategien ausschließlich zu-
lässig sind bzw. bestimmte Strategien nicht durchgeführt werden dürfen (z.B. antizipati-
ves Hedging)?
Gemäß der Auslegung des allgemeinen Spekulationsverbotes durch die Anlagerichtlinien des
Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport sind derivative Finanzinstrumente nur für
Zinssicherungsgeschäfte für bestehende Kredite und beabsichtigte Kreditaufnahmen zulässig.
An diese Vorgaben ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt gebunden und verfährt entsprechend.
Anlage 6
Seite 8
b) Werden Derivate zu anderen Zwecken eingesetzt als zur Optimierung von Kreditkondi-
tionen und zur Risikobegrenzung?
Der Einsatz von Derivaten wird ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur
Risikobegrenzung durchgeführt.
c) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung ein dem Geschäftsumfang entsprechendes Instru-
mentarium zur Verfügung gestellt, insbesondere in Bezug auf
Erfassung der Geschäfte
Die Erfassung der Geschäfte erfolgt zentral durch die Kämmerei der Stadt Darmstadt.
Beurteilung der Geschäfte zum Zweck der Risikoanalyse
Eine Beurteilung der Geschäfte zum Zweck der Risikoanalyse wird durchgeführt. Die Zinssiche-
rungsgeschäfte werden nur zur Absicherung gegen Zinsschwankungen getätigt.
Bewertung der Geschäfte zum Zweck der Rechnungslegung
Die Bewertung der Geschäfte zum Zweck der Rechnungslegung wird durchgeführt. Da nur Si-
cherungsgeschäfte getätigt werden, erfolgt kein Ausweis in der Bilanz.
Kontrolle der Geschäfte?
Ja, die Überwachung der Geschäfte erfolgt zentral durch die Abt. Kämmerei der Finanzverwal-
tung.
d) Gibt es eine Erfolgskontrolle für nicht der Risikoabsicherung (Hedging) dienende Deri-
vatgeschäfte und werden Konsequenzen aufgrund der Risikoentwicklung gezogen?
Nicht der Risikoabsicherung dienende Geschäfte werden nicht getätigt.
e) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung angemessene Arbeitsanweisungen erlassen?
Ja, die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat eine entsprechende Anweisung erlassen.
Anlage 6
Seite 9
f) Ist die unterjährige Unterrichtung der Geschäfts-/Konzernleitung im Hinblick auf die of-
fenen Positionen, die Risikolage und die ggf. zu bildenden Vorsorgen geregelt?
Ja, es findet zweimal im Jahr eine Sitzung des Portfoliobeirates statt.
Fragenkreis 6: Interne Revision
a) Gibt es eine den Bedürfnissen des Eigenbetriebes entsprechende interne Revision?
Besteht diese als eigenständige Stelle oder wird diese Funktion durch eine andere Stelle
(ggf. welche?) wahrgenommen?
Eine eigene interne Revision besteht nicht. Die Prüfung der Kasse und der Vergaben werden
vom Revisionsamt der Stadt Darmstadt durchgeführt.
b) Wie ist die Anbindung der internen Revision/Konzernrevision im Unterneh-
men/Konzern? Besteht bei ihrer Tätigkeit die Gefahr von Interessenkonflikten?
Das Revisionsamt ist keine Dienststelle des Eigenbetriebes, sondern ein eigenständiges Amt
der Stadt Darmstadt. Die Gefahr von Interessenskonflikten besteht nicht.
c) Welches waren die wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkte der internen Revisi-
on/Konzernrevision im Geschäftsjahr? Wurde auch geprüft, ob wesentlich miteinander
unvereinbare Funktionen (z. B. Trennung von Anweisung und Vollzug) organisatorisch
getrennt sind? Wann hat die interne Revision das letzte Mal über Korruptionsprävention
berichtet? Liegen hierüber schriftliche Revisionsberichte vor?
Siehe Antwort zu Frage 6a).
d) Hat die interne Revision ihre Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer abge-
stimmt?
Nein.
e) Hat die interne Revision/Konzernrevision bemerkenswerte Mängel aufgedeckt und um
welche handelt es sich?
Durch das Revisionsamt wurden im Berichtsjahr keine bemerkenswerten Mängel aufgedeckt.
Anlage 6
Seite 10
f) Welche Konsequenzen werden aus den Feststellungen und Empfehlungen der internen
Revision/Konzernrevision gezogen und wie kontrolliert die interne Revision/Konzern-
revision die Umsetzung ihrer Empfehlungen?
Siehe Antwort zu Frage 6e).
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführungstätigkeit
Fragenkreis 7: Übereinstimmung der Rechtsgeschäfte und Maßnahmen mit Gesetz, Sat-
zung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des Überwa-
chungsorgans
a) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherige Zustimmung des Überwa-
chungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen nicht ein-
geholt worden ist?
Nein.
b) Wurde vor der Kreditgewährung an Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwa-
chungsorgans die Zustimmung des Überwachungsorgans eingeholt?
Solche Geschäftsvorfälle lagen im Berichtsjahr nicht vor.
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass anstelle zustimmungsbedürftiger Maßnah-
men ähnliche, aber nicht als zustimmungsbedürftig behandelte Maßnahmen vorgenom-
men worden sind (z. B. Zerlegung in Teilmaßnahmen)?
Im Rahmen unserer Prüfung haben sich hierfür keine Anhaltspunkte ergeben.
d) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Geschäfte und Maßnahmen nicht mit Ge-
setz, Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des
Überwachungsorgans übereinstimmen?
Nein.
Anlage 6
Seite 11
Fragenkreis 8: Durchführung von Investitionen
a) Werden Investitionen (in Sachanlagen, Beteiligungen, sonstige Finanzanlagen, immate-
rielle Anlagewerte und Vorräte) angemessen geplant und vor Realisierung auf Rentabili-
tät/Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Risiken geprüft?
Ja, die Prüfung der Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Risiken wird bei allen Investitionen im
Rahmen des Wirtschaftsplans durchgeführt. Für Investitionen in Baumaßnahmen wird die Pla-
nung in den Jahren 2015 und 2016 zunehmend die Frage der Lebenszykluskosten der Gebäude
in den Fokus stellen.
b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Unterlagen/Erhebungen zur Preisermitt-
lung nicht ausreichend waren, um ein Urteil über die Angemessenheit des Preises zu er-
möglichen (z. B. bei Erwerb bzw. Veräußerung von Grundstücken oder Beteiligungen)?
Nein.
c) Werden Durchführung, Budgetierung und Veränderungen von Investitionen laufend
überwacht und Abweichungen untersucht? j
Ja.
d) Haben sich bei abgeschlossenen Investitionen wesentliche Überschreitungen erge-
ben? Wenn ja, in welcher Höhe und aus welchen Gründen?
Die einzelnen Investitionen wurden im Wesentlichen planmäßig durchgeführt.
e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass Leasing- oder vergleichbare Verträge nach
Ausschöpfung der Kreditlinien abgeschlossen wurden?
Nein.
Anlage 6
Seite 12
Fragenkreis 9: Vergaberegelungen
a) Haben sich Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen (z.B.
VOB, VOL, VOF, EU-Regelungen) ergeben?
Es haben sich keine Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen ergeben.
b) Werden für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, Konkurrenzange-
bote (z. B. auch für Kapitalaufnahmen und Geldanlagen) eingeholt?
Grundsätzlich werden Vergleichsangebote eingeholt.
Fragenkreis 10: Berichterstattung an das Überwachungsorgan
a) Wird dem Überwachungsorgan regelmäßig Bericht erstattet?
Ja, die Betriebsleitung berichtete in regelmäßig stattfindenden Betriebskommissionssitzungen
mündlich und schriftlich über die Lage des Betriebes. Es wurden Quartalsberichte vorgelegt.
b) Vermitteln die Berichte einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage des Un-
ternehmens/Konzerns und in die wichtigsten Unternehmens-/Konzernbereiche?
Die Berichterstattung der Betriebsleitung gibt einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche
Lage des Eigenbetriebes.
c) Wurde das Überwachungsorgan über wesentliche Vorgänge angemessen und zeitnah
unterrichtet? Liegen insbesondere ungewöhnliche, risikoreiche oder nicht ordnungsge-
mäß abgewickelte Geschäftsvorfälle sowie erkennbare Fehldispositionen oder wesentli-
che Unterlassungen vor und wurde hierüber berichtet?
Die betreffenden Organe wurden angemessen und zeitnah informiert. Im Rahmen unserer Prü-
fung haben wir keine ungewöhnlichen Geschäftsvorfälle, Fehldispositionen oder Ähnliches fest-
gestellt.
Anlage 6
Seite 13
d) Zu welchen Themen hat die Geschäfts-/Konzernleitung dem Überwachungsorgan auf
dessen besonderen Wunsch berichtet ($ 90 Abs. 3 AktG)?
Üblicherweise werden derartige Wünsche in den Betriebskommissionssitzungen formlos geäu-
Rert und durch die Betriebsleitung beantwortet. Berichtet wurde über das Mahnwesen und die
Niederschlagung von Forderungen.
e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Berichterstattung (z. B. nach $90 AktG
oder unternehmensinternen Vorschriften) nicht in allen Fällen ausreichend war?
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir keine derartigen Feststellungen getroffen.
f) Gibt es eine D&O-Versicherung? Wurde ein angemessener Selbstbehalt vereinbart?
Wurden Inhalt und Konditionen der D&O-Versicherung mit dem Überwachungsorgan er-
örtert?
Eine solche Versicherung liegt nicht vor.
g) Sofern Interessenkonflikte der Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwa-
chungsorgans gemeldet wurden, ist dies unverzüglich dem Überwachungsorgan offenge-
legt worden?
Solche Interessenkonflikte wurden nicht gemeldet.
Vermögens- und Finanzlage
Fragenkreis 11: Ungewöhnliche Bilanzposten und stille Reserven
a) Besteht im wesentlichen Umfang offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen?
Im Rahmen unserer Prüfung ergaben sich dafür keine Hinweise.
b) Sind Bestände auffallend hoch oder niedrig?
Auffallend hohe oder niedrige Bestände konnten wir im Rahmen der Abschlussprüfung nicht
feststellen.
Anlage 6
Seite 14
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Vermögenslage durch im Vergleich zu
den bilanziellen Werten erheblich höhere oder niedrigere Verkehrswerte der Vermögens-
gegenstände wesentlich beeinflusst wird?
Solche Anhaltspunkte haben sich nicht ergeben.
Fragenkreis 12: Finanzierung
a) Wie setzt sich die Kapitalstruktur nach internen und externen Finanzierungsquellen
zusammen? Wie sollen die am Abschlussstichtag bestehenden wesentlichen Investiti-
onsverpflichtungen finanziert werden?
Erläuterungen zur Kapitalstruktur, zu Finanzierungsquellen und den dazu gehörigen Kennziffern
geben wir im Hauptteil dieses Prüfungsberichtes. Die Investitionsverpflichtungen zum Ab-
schlussstichtag sollen durch Grundstücksverkäufe, Darlehensaufnahmen, die Schulbaupauscha-
le sowie durch Zuschüsse der Stadt finanziert werden.
b) Wie ist die Finanzlage des Konzerns zu beurteilen, insbesondere hinsichtlich der Kre-
ditaufnahmen wesentlicher Konzerngesellschaften?
Ein Konzern im Sinne des HGB liegt nicht vor. Ein städtischer Gesamtabschluss wird ab dem
Wirtschaftsjahr 2015 erstellt.
c) In welchem Umfang hat das Unternehmen Finanz-/Fördermittel einschließlich Garan-
tien der öffentlichen Hand erhalten? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die damit
verbundenen Verpflichtungen und Auflagen des Mittelgebers nicht beachtet wurden?
Es wurden Einlagen der Wissenschaftsstadt Darmstadt geleistet. Hierbei wurden alle Auflagen
beachtet. Wir verweisen auf die Entwicklung der Rücklagen.
Anlage _6
Seite 15
Fragenkreis 13: Eigenkapitalausstattung und Gewinnverwendung
a) Bestehen Finanzierungsprobleme aufgrund einer evtl. zu niedrigen Eigenkapitalaus-
stattung?
Nein, es besteht eine hinreichende Eigenkapitalguote. Außerdem ist die Kreditwürdigkeit durch
die Gebietskörperschaft sichergestellt. Finanzierungsprobleme bestehen nicht.
b) Ist der Gewinnverwendungsvorschlag (Ausschüttungspolitik, Rücklagenbildung) mit
der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vereinbar?
Das Berichtsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag, der auf neue Rechnung vorgetragen wer-
den soll. Der Vorschlag zur Behandlung des Ergebnisses ist mit der wirtschaftlichen Lage ver-
einbar.
Ertragslage
Fragenkreis 14: Rentabilität/Wirtschaftlichkeit
a) Wie setzt sich das Betriebsergebnis des Unternehmens/Konzerns nach Segmenten/
Konzernunternehmen zusammen?
Der Eigenbetrieb hat keine Segmente.
b) Ist das Jahresergebnis entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt?
Das Jahresergebnis ist geprägt durch den Verkauf einer größeren Anzahl von Grundstücken an
die Bauverein AG.
c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass wesentliche Kredit- oder andere Leistungs-
beziehungen zwischen Konzerngesellschaften bzw. mit den Gesellschaftern eindeutig zu
unangemessenen Konditionen vorgenommen werden?
Solche Anhaltspunkte haben sich nicht ergeben.
d) Wurde die Konzessionsabgabe steuer- und preisrechtlich erwirtschaftet?
Es ist keine Konzessionsabgabe abzuführen.
Anlage 6
Seite 16
Fragenkreis 15: Verlustbringende Geschäfte und ihre Ursachen
a) Gab es verlustbringende Geschäfte, die für die Vermögens- und Ertragslage von Be-
deutung waren, und was waren die Ursachen der Verluste?
Vom EAD wurden im Vorjahr Gebäude und Anlagen erworben, die der Eigenbetrieb nur einge-
schränkt nutzen kann. Diese Anlagen werden beschleunigt abgeschrieben. Aus dem Verkauf
des Grund und Bodens des vormaligen EAD-Geländes wird ein Gewinn erwartet, der aber noch
ungewiss ist.
b) Wurden Maßnahmen zeitnah ergriffen, um die Verluste zu begrenzen, und um welche
Maßnahmen handelt es sich?
Siehe Antwort zu Frage 15a).
Fragenkreis 16: Ursachen des Jahresfehlbetrages und Maßnahmen zur Verbesserung der
Ertragslage
a) Was sind die Ursachen des Jahresfehlbetrages?
Der Eigenbetrieb erzielte im Geschäftsjahr 2014 trotz der großen Anzahl von Anlagenverkäufen
einen Jahresfehlbetrag, der sich im Wesentlichen aus den fehlenden Zuschüssen der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (Vorjahr TEUR 11.748) ergibt.
b) Welche Maßnahmen wurden eingeleitet bzw. sind beabsichtigt, um die Ertragslage des
Unternehmens zu verbessern?
Durch den abzuarbeitenden Sanierungsstau ist in den nächsten Jahren nicht mit einer Verbes-
serung der Ertragslage ohne laufende Zuschüsse durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt zu
rechnen. Das Hauptaugenmerk des Betriebes wird in den nächsten Jahren die wirtschaftliche
und sachgerechte Durchführung der Neubauten und Instandsetzungen sein.
SCHÜLLERMANN UND PARTNER AG
Beratungsverlauf (4)
Orte (4)
- Wickopweg
- Kirnbergerstraße 12
- Hermannstraße 45
- Akazienweg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0384
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 07.09.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00