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V/0025/2010

Antrag A-R/0023/2009 der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 02.11.2009 "Als Ergänzung zur Ausweisung von Neubaugebieten strategische Entwicklungsper-spektiven für das Wohnen im Bestand schaffen"

Vorlagen 14.01.2010

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 03.02.2010, TOP 2.4

Beschlussvorlage

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Antrag FDP an den Rat A-R/0023/2009

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Beschlussvorlage

3618 Zeichen

V/0025/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag A-R/0023/2009 der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 02.11.2009  
"Als Ergänzung zur Ausweisung von Neubaugebieten strategische Entwicklungsperspektiven für 
das Wohnen im Bestand schaffen" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
03.02.2010 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
Der Antrag der FDP-Fraktion A-R/0023/2009 an den Rat „Als Ergänzung zur Ausweisung von 
Neubaugebieten strategische Entwicklungsperspekti ven für das Wohnen im Bestand schaffen“ 
wird an den Ausschuss für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehr und Wirtschaft verwiesen. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit dem vorstehenden Beschluss unmittelbar keine Kosten 
entstehen. 
 
 
 
Begründung: 
Der Antrag der FDP-Fraktion A-R/0023/2009 wurde am 11.11.2009 vom Rat an den Hauptaus-
schuss verwiesen.  
 
Inhalt des Antrages ist die Beauftragung der Verwaltung durch den Rat, als Ergänzung zur Aus-
weisung von Neubaugebieten ein umfassendes Konzept zur maßvollen Nachverdichtung für das 
gesamte Stadtgebiet zu erstellen. Unter Berücksichtigung ökologischer, infrastruktureller, demo-
grafischer, sozialer und familienpolitischer sowie ökonomischer Aspekte soll auf der Basis einer 
quartiersorientierten Zusammenführung der Demogr afie- und Infrastrukturdaten ein systemati-
sches Nachverdichtungskonzept mit Hilfe eines einheitlichen Kriterienkataloges erstellt werden. 
Ziel ist es, zentrale Standorte mit einer guten Infrastruktur entsprechend weiter zu entwickeln und 
die kommunale Infrastruktur nachhaltig auszulasten. 
 
Vor dem Hintergrund der bisherigen Beschlüsse (V/0371/2008 E1 „Handlungskonzept Demografi-
scher Wandel“, V/0244/2009 „Kommunale Wohnungspolitik in Münster“, V/0351/2005 „Handlungs-
Vorlagen-Nr.: 
V/0025/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr Dr. Hauff 
Ruf: 
492 6135 
E-Mail: 
HauffTho@stadt-muenster.de  
Datum: 
13.01.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0025/2010 
programm Wohnen 2005“) und des bisherigen Verwaltungshandelns stellt der Antrag der FDP-
Fraktion A-R/0023/2009 eine Bekräftigung der Notwendigkeit der inneren Entwicklung dar und un-
terstützt das Anliegen der Verwaltung, die Potenziale für neues Wohnen im Bestand noch stärker 
auszuschöpfen und die Quartiere demografieorientiert weiter zu entwickeln. Angesichts der be-
sonderen Herausforderungen bei Wohnungsbaumaßnahmen in bestehenden Quartieren sind hier-
zu ein breiter Konsens der Akteure, die Mitwirkung der Eigentümer und die entsprechende Einbin-
dung der Bewohnerinnen und Bewohner unabdingbar.   
 
Die Verwaltung strebt an, bis zur Sommerpause die Voraussetzungen und erforderlichen Baustei-
ne für ein Konzept zur systematischen inneren Entwicklung einschließlich der benötigten Finanz- 
und Personalressourcen aufzuzeigen. Hierbei sind die von „BPW Baumgart Pahl-Weber“ im Jahr 
2000 vorgelegten Untersuchungsergebnisse „Neues Wohnen im Bestand“ in Münster, die jährlich 
vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung aktualisierten „Stadtteilsteckbriefe“ 
mit stadtteilbezogenen Bevölkerungs- und Infrastrukturdaten und die Ergebnisse zur Prüfung der 
Notwendigkeit eines Masterplans „Generationengerechte Innenstadt“ (V/0371/2008 E1) einzube-
ziehen. 
 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
 
Anlagen: 
Antrag A-R/0023/2009 der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 02.11.2009 „Als Ergän-
zung zur Ausweisung von Neubaugebieten strategische Entwicklungsperspektiven für das Wohnen 
im Bestand schaffen“

Antrag FDP an den Rat A-R/0023/2009

6321 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0023/2009 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
F DP - RATSFRAKTION  MÜNSTER – DIE LIBERALEN  
Die FDP  - Fraktion im Internet: http://www.fdp-ms.de Email: fraktion@fdp-ms.de 
FDP - Ratsfraktion 
 Geringhoffstraße 48 
 48163 Münster 
 Tel.: 0251 - 987 30 60 
 Fax: 0251 - 987 30 61 
 Email: fraktion@fdp-ms.de 
 
 
 
Münster, 02. November 2009 
Antrag:  
 
Als Ergänzung zur Ausweisung von Neubaugebieten  
strategische Entwicklungsperspektiven für das Wohnen im Bestand schaffen 
Von der punktuellen zur systematischen Nachverdichtung – 
ein Konzept für das gesamte Stadtgebiet  
 
 
Der Rat möge beschließen: 
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat im A ugust 2009 erneut Prioritäten in der Nachver- 
dichtung gesetzt, um den Flächenverbrauch von derzeit rund 15 Hektar am Tag bis zum Jahr 2020 
zu halbieren. Die Stadt Münster arbeitet bereits ak tiv in der 2006 ins Leben gerufenen Landesini- 
tiative "Allianz für die Fläche" mit. Aufbauend auf  dieser Allianz und dem Beschluss der Vorlage  
V/0244/2009 "(…) ein Quartiersmanagement zu erarbei ten, mit dem zunächst probeweise und 
projektbezogen Wohnungsbaumaßnahmen in bestehenden Quartieren begleitet werden sollen", 
soll auch die Stadt Münster ihr nachhaltiges Fläche nmanagement weiter verstärken und eine Ent- 
wicklung von der punktuellen zur systematischen Nachverdichtung im Stadtgebiet anstreben. 
Die Stadt Münster hat in den letzten Jahren viele B augebiete in den Außenstadtteilen ausgewie- 
sen. Dies hat dazu geführt, dass junge Familien aus  Münster hier vor Ort bauen konnten und viele 
junge Familien nach Münster gezogen sind und sich h ier dauerhaft angesiedelt haben. Dieses 
Konzept wird behutsam fortgeführt. Um aber auch die Zukunftsfähigkeit der innerstädtischen Quar- 
tiere und Ortszentren zu erhalten und dem stärker w erdenden Trend der älter werdenden Gesell- 
schaft zu einem Rückzug in die Innenstadt gerecht z u werden, muss die Wohnungsbaupolitik in 
Münster ihr Augenmerk ergänzend auch darauf richten , vor allem die zentralen Standorte mit einer 
guten Infrastruktur gezielt weiter zu entwickeln.  
Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung beauftra gt, ein umfassendes Konzept zur maßvollen 
Nachverdichtung für das gesamte Stadtgebiet zu erst ellen. Ziel ist der schonende, sparsame und 
haushälterische Umgang mit Fläche und Boden unter B eachtung der wirtschaftlichen, ökologi- 
schen, sozialen, infrastrukturellen und demographis chen Entwicklung. Dazu sollen zunächst die 
vorhandenen Daten (über die demographische Struktur , Infrastruktur und Wohnungsbestände) 
kleinräumig und quartiersorientiert zusammengeführt und wenn notwendig ergänzt werden. Darauf 
aufbauend soll dann ein systematisches Nachverdicht ungskonzept mit Hilfe eines einheitlichen 
Kriterienkatalogs angefertigt werden, der u.a. folgende Aspekte berücksichtigt:  
 
 Leitbild der durchgrünten Stadt, energetisch optim ierter Wohnraum, Erhaltung notwendiger 
Grün- und Freiflächen als Naherholungsräume in der Stadt (ökologische Aspekte)  
 Auslastung der vorhandenen Ver- und Entsorgungsstr uktur (infrastrukturelle Aspekte) 
 effizientere Nutzung und nachhaltigere Auslastung,  etwa der vorhandenen Betreuungs- und 
Bildungsinfrastruktur für Kinder, durch gezielte Na chverdichtung (soziale und familienpoliti- 
sche Aspekte) 
 eng begrenzte und streng am unabweisbaren Bedarf o rientierte Bereitstellung von Bauland

Um eine stadtweite systematische Nachverdichtung ef fektiv umzusetzen, muss dabei auch ins 
Auge gefasst werden, fallbezogen bestehende Regular ien anzupassen, um gegebenenfalls über 
das jetzt rechtlich Mögliche hinaus neue Wohn- und Nutzflächen im Bestand schaffen zu können.  
 
 
Begründung:  
Über die Initative "Alianz für die Fläche" besteht auf Landesebene offenbar eine breite Mehrheit, 
den Flächenverbrauch weiter einzuschränken. Und auc h für die Städte und Kommunen ist es ins- 
besondere im Hinblick auf die demographische Entwic klung eine große Herausforderung, neue 
attraktive Flächenangebote im Bestand für unterschi edliche Nutzungen zu schaffen und damit den 
weiteren Flächenverbrauch an der Peripherie einzudä mmen, um damit innerstädtische Quartiere 
und Zentren zu stärken und nachhaltig auszulasten.  
Münster braucht ein langfristig und nachhaltig aust ariertes Gleichgewicht zwischen Infrastruktur, 
Wohnbestand und Einwohnerzahlen. Auch wenn unsere S tadt gegenwärtig noch wächst, wird der 
demographische Wandel mittelfristig auch hier kommu nale Anpassungsleistungen erfordern. 
Münster muss deshalb eine Wohnungsbaupolitik mit Au genmaß verfolgen, die der "Innen-
Entwicklung" noch weit stärker Vorrang vor der "Auß en-Entwicklung" einräumt und eine konse- 
quente Bestandsentwicklung bei weitgehendem Verzich t auf die Ausweisung neuer Bauflächen 
außerhalb der Zentren vorantreibt.  
Münster hat in den vergangenen Jahren bereits viele  Eigenheim-Wohngebiete entwickelt und aus- 
gewiesen, weitere entstehen gerade. Darüber hinaus muss Wohnungsbaupolitik nunmehr verstärkt 
ihr Augenmerk darauf richten, vor allem die zentral en Standorte mit einer guten Infrastruktur, die 
für die unterschiedlichen wohnungssuchenden Bevölke rungsgruppen auch in Zukunft besonders 
attraktiv sein werden, weiter zu entwickeln. Gerade  durch ihre Nähe zu Versorgungs-, Kultur-, 
Service- und Infrastrukturangeboten gewinnen die In nenstadt bzw. Stadtteilzentren in der älter 
werdenden Gesellschaft wieder stärker an Bedeutung und Attraktivität (Trend zur 
Reurbanisierung).  
Die FDP tritt daher sowohl aus stadtgestalterischer als auch aus stadtökonomischer Sicht und öko- 
logischer Sicht dafür ein, ein umfassendes Nachverd ichtungskonzept für Münster zu erstellen, das 
von einem einheitlichen Kriterienkatalog geleitet w ird. Zunächst sollen dazu die vorhanden Daten 
zusammengeführt und wenn notwendig ergänzt werden. Darauf aufbauend soll dann das Nach- 
verdichtungskonzept erarbeitet werden. Durch voraus schauende Nachverdichtung, durch Erneue- 
rung und Umbau in den Bestandsquartieren mit Hilfe eines gesamtstädtischen Konzepts sollen die 
Potenziale im Bestand besser ausgeschöpft, ältere S tadtteile revitalisiert und aufgewertet und die 
Effizienz der kommunalen Infrastruktur insgesamt verbessert werden.  
 
 
gez.  
 
Carola Möllemann-Appelhoff 
für die FDP-Fraktion im Rat

Beratungsverlauf (1)

03.02.2010 Hauptausschuss
TOP 2.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Geringhoffstraße 48

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0025/2010
Typ
Vorlagen
Datum
14.01.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37