mandari
Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 37 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

Bericht des Jobcenter Köln

Mitteilung Ausschuss 3696/2020 vom 22.12.2020

Stand: Am 14.01.2021 im Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

Dokumente

  • Anlage 5 15 Jahre SGB II

    PDF

    Herunterladen: Anlage 5 15 Jahre SGB II

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    2005 Inkrafttreten SGB II Gründung ARGE – Trägerversammlung als „Aufsichtsrat“ wird gebildet – Einberufung des Beirats des Jobcenter Köln 119.400 Kund*innen werden in der ARGE betreut 13.000 Kund*innen nehmen eine sozialversicherungs- pflichtige Beschäftigung auf 701 Millionen Euro werden zur Sicherung des Lebensunterhaltes verausgabt 780 Mitarbeiter*innen kümmern sich in der ARGE um die Anliegen der Kundinnen und Kunden 2007 2010 – Der Orientierungsservice für Neukund*innen wird gegründet – Erstes JobSpeedDating im RheinEnergieStadion; wird seither jährlich fortgeführt 116.500 Kund*innen werden in der ARGE betreut 15.000 Kund*innen nehmen eine sozialversicherungs- pflichtige Beschäftigung auf 713,5 Millionen Euro werden zur Sicherung des Lebensunterhaltes verausgabt 1.330 Mitarbeiter*innen kümmern sich in der ARGE um die Anliegen der Kundinnen und Kunden 2011 Inkrafttreten Novellierung SGB II – Aus ARGE wird Jobcenter – Der gemeinsame Arbeitgeberservice von Jobcenter Köln und Agentur für Arbeit Köln entsteht 15 Jahre SGB II Unter der Trägerschaft Stadt Köln und Agentur für Arbeit Köln gründete sich 2005 mit dem Inkrafttreten des SGB II die ARGE. Mitarbeiter*innen beider Träger arbeiteten von nun an „unter einem Dach“ zusammen. Unterschiedliches Know How und unterschiedliche Kulturen mussten sich erst einmal zusammenfinden. Seit 2005 hat sich das Gesicht des Jobcenters verändert. Gute Ideen und Projekte sind heute alltägliche Praxis. Das Jobcenter Köln hat inzwischen längst eine eigene Identität und eine gemeinsame Kultur. Gabriele K.: Wir standen im ständigen Fokus der Öffentlichkeit. Im Innenhof des Agenturgebäudes Luxemburger- str. haben Kamerateams von RTL die Übertragungswagen aufgebaut, um zu gucken, ob die Bewilligung von Hartz IV auch funktioniert. Mit viel Engagement und Motivation haben wir die Bewilligung der Anträge zum 1. Januar geschafft. Die Kund*innen bekamen rechtzeitig ihr Geld. Torsten R.: Ich hatte als Städter keine Ahnung von der Arbeitsvermittlung, die BA-Kolleg*innen nicht von Unterkunfts- kosten und Beihilfen. Da konnten wir uns gut ergänzen und unterstützen, was auch hervorragend funktioniert hat. Birgit A.:Die Anfangszeit werde ich nie vergessen: Was für ein Chaos! Pionier- zeit pur, aus Nichts etwas machen, Improvisation war alles, Überleben das Ziel. Aber auch eine tolle Zeit und mit Blick darauf bin ich stolz auf das, was wir geschafft und wie wir uns entwi- ckelt haben. 2012 – befit4job: Jugendliche helfen sich in gruppendynamischen Prozessen gegenseitig bei der Jobsuche – JOB-Offensive KÖLN: Intensivberatung bringt 2.000 Kund*innen mehr in Arbeit; seither ein Erfolgsmodell Mitarbeiter*innen erinnern sich: 113.300 Kund*innen werden im Jobcenter Köln betreut 19.000 Kund*innen nehmen eine sozialversicherungs- pflichtige Beschäftigung auf 783,7 Millionen Euro werden zur Sicherung des Lebensunterhaltes verausgabt 1.460 Mitarbeiter*innen kümmern sich im Jobcenter Köln um die Anliegen der Kundinnen und Kunden 2016 2017 2018 2015 – Auszeichnung durch die Bundesagentur für Arbeit: bestes Integrationsergebnis mit über 20.000 Integrationen – Start von „Arbeit@Porz“ – Mit dem Integration Point des Jobcenter Köln und der Agentur für Arbeit Köln entsteht die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge – Hotspot Chorweiler für junge Menschen gewinnt im Deutschlandvergleich den 2. Platz in der Kategorie „Herausragende Leistungen – best of 2015“ – Projekt „Streetwork“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln – Barzahlungssystem: die Barcode-Auszahlung im Lebensmittel- und Einzelhandel wird eingeführt – Start des Teilhabechancengesetzes § 16i SGBII 2019 Dirk W.: Für mich fing das Abenteuer SGB II in der Erstantragstelle im Dischhaus an. Damals bestand neben der richtigen Anwendung des neuen Gesetzes für mich als Städter die große Herausforderung darin, mir das Vokabular der BA-Kolleg*innen – man sprach in Kürzeln wie alo, asu usw.– anzueignen. Inzwischen sprechen alle Mitarbeiter*innen des Jobcenter Köln dieselbe Sprache, nicht nur bei den Kürzeln. 2013 – Hotspot Chorweiler für junge Menschen startet – Start der Kooperation mit dem Berufsförderungs- werk Michaelshoven – Erfolgreiche Umschüler*innen werden Mitarbeiter*innen im Jobcenter Köln Das Jahr 2020 ist durch die Corona-Pandemie geprägt. Der Schutz der Gesundheit der Kund*innen und Mitarbeiter*innen des Jobcenters hat dabei oberste Priorität. Denn nur so lässt sich die Leistungsgewährung sichern. Telefonische Beratung und Beratung in besonders eingerichteten Beratungsbüros, Online- Antragstellungen, Online-Kontakte, kombinierte Präsenz- und Onlineseminare sind die unter Gesundheitsaspekten wesentlichsten Anpassungen. Sonja D.: 2005 war ich im Leistungs- team und es herrschte ein unglaublich kollegiales Verhältnis und sehr nettes und lustiges Miteinander. Es gab keine Fragen, wer für was zuständig war, die Arbeit, die anfiel, wurde erledigt – egal von wem.
  • Anlage 2 Personalhaushalt 2021 - aktuelle Betreuungssituation

    PDF

    Herunterladen: Anlage 2 Personalhaushalt 2021 - aktuelle Betreuungssituation

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Anlage 2 zur Mitteilung „Bericht des Jobcenter Köln“ zur Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren am 14.01.2021 Personalhaushalt 2021 – aktuelle Betreuungssituation Die Trägerversammlung hat am 12.08.2020 unter anderem über die krisenbedingten Mehrstellen für das Jobcenter Köln entschieden. Im Vorfeld hierzu fanden seit Beginn der Krise mehrere Gespräche mit beiden Trägern st att um das Vorgehen bei der Planung festzulegen. Bei allen Überlegungen standen diese Punkte im Fokus:  Eine schnelle und pragmatische Entscheidung über die Anträge von Ne ukund*innen muss durchgängig sichergestellt werden  Die Auszahlung der laufenden Leistungsansprüche hat Vorrang vor allen anderen Aufgaben  Der eingeschränkte persönliche Kontakt muss durch andere Wege kompensiert werden, dafür muss die Erreichbarkeit über telefonische und digitale Kanäle gesichert werden Um dies zu gewährleisten hat sich das Jobcenter zunächst auf die Stellenbedarfe im Leistungsbereich konzentriert. Maßgeblich ist hierbei die Zahl der zu betreuenden Bedarfsgemeinschaften sowie der Neuanträge zu ermitteln. Die dynamische Entwicklung der Pandemie lässt jedoch lediglich eine Schätzung zu, wie hoch die Zahl der Neuanträge in den kommenden Monaten sein wird. Ebenso unsicher ist die Prognose, wie schnell die Bedarfsgemeinschaften die Hilfebedürftigkeit wieder beenden können. Für eine qualifizierte Schätzung wurden aus den Erfahrungen der ersten Krisenmonate eine Prognose für die kommenden Monate und damit auch für die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im kommenden Jahr erstellt. Gemeinsam mit den Trägern des Jobcenters wurde diskutiert und festgelegt, welche Werte und Parameter hierfür genutzt werden sollen . Anhand dieser Schätzung wurde der Personalbedarf für die Leistungsgewährung ermittelt. Im Hinblick auf die Haushaltslag e der Stadt Köln wurden nur die zwingend erforderlichen Bedarfe für den Leistungsbereich beantragt. Die beantragten Stellen umfassen ausschließlich den Mehrbedarf für die laufende Leistungsgewährung sowie die benötigten Kapazitäten um die telefonische Erreichbarkeit für die Kund*innen zu verbessern. Die Größenordnung der zusätzlichen Stellen nimmt zudem eine Erhöhung der bisherigen Betreuungsrelation in Kauf, so dass eine Mehrbelastung für alle Mitarbeiter*innen zu erwarten ist. Die steigende Zahl der Bedarfsge meinschaften verursacht auch in anderen Bereichen des Jobcenters einen höheren Arbeitsaufwand . Hierfür wurden keine zusätzl ichen Stellen beantragt, die Mehrbelastung wird ebenfalls aus den vorhanden Kapazitäten aufgefangen. Insbesondere sind diese Bereiche hiervon betroffen:  Die Stellenzahl im Orientierungsservice bleiben unverändert, die Erstbewilligung wird aus den vorhandenen Kapazitäten aufgefangen. Hierfür wurden bislang (und werden ggfls. auch zukünftig) andere Bereiche zur Unterstützung herangezogen.  Die vorhandenen Leistungsteams werden deutlich vergrößert, es werden keine zusätzlichen Stellen für Teamleitungen beantragt. Der Mehraufwand wird von den vorhandenen Teamleiter*innen aufgefangen.  Zentrale Bereiche wie die Fachunterstützung, Widerspruchsstelle oder die Unterhaltsheranziehung werden trotz steigender Fallzahlen nicht ausge baut. Die Mehrarbeit muss durch die vorhandenen Stellen aufgefangen werden. Seite 2 Bis jetzt ist kaum zu eruieren , wie sich die Krise in den folgenden Jahren auf die Z ahl der Bedarfsgemeinschaften und damit auf die erforderliche Personalausstattung auswirkt. Die Dauer und der Umfang der wirtschaftlichen Beschränkungen werden dies maßgeblich beeinflussen. Daher wurden die krisenbedingten Mehrstellen zunächst befristet eingerichtet, die Trägerversammlung hat sich auf eine Befristung aller krisenbedingten Mehrstellen bis zum 31.12.2021 verständigt. Die Befristung bezieht sich nicht auf die Arbeitsverträge, beide Träger sprechen sich ausdrücklich für die weitere unbefristete Einstellung aus. Im Laufe des Jahres 2021 werden die Bedarfe überprüft und in einer kommenden Sitzung der Trägerversammlung über den weiteren Verbleib dieser Stellen entschieden. Sollten die Stellen dann nicht mehr benötigt werden, erfolgt die Freisetzung über die regelmäßige Fluktuation. Bei diesen Entscheidungen ist der Integrationsbereich d es Jobcenters bislang unberücksichtigt geblieben. Der Integrationsbereich steht vor der Herausforderung, für die Kund*innen das „neue Tagesgeschäft“ in der Beratungsarbeit zu etablieren. Neue Formen der Beratung müssen von Mitarbeiter*innen und Kund*innen in angemessenem Tempo und Umfang erfahren, erlernt und geübt werden. Je schneller dies gelingt, umso besser können Qualifizierungs- und Stellenangebote unterbreitet und auch angenommen werden. Bereits vor Beginn der Krise haben interne Analysen und Benchmarks mit anderen Jobcentern einen Handlungsbedarf in der Stellenausstattung des Integrationsbereichs ergeben. Die Orientierungswerte für die Betreuungsschlüssel werden überschritten, auch im Vergleich der vier größten Jobcenter bundesweit liegt Köln hier an letzter Stelle. So lag der Betreuungsschlüssel zum Jahresende 2019 in Köln bei 1:163 im Bereich der Ü25- Betreuung und bei 1:78 im Bereich U25. Der bundesweite Durchschnitt lag zu diesem Zeitpunkt bei 1:121 (Ü25) bzw. 1:67 (U25). Der Durchschnittswert der vier größten Jobcenter lag bei 1:134 (Ü25) bzw. 1:72 (U25). Da bei der Ermittlung der Betreuungsschlüssel auch angrenzende und administrative Bereiche anteilig eingerechnet werden betreut jede Integrationsfachkraft tatsächlich nahezu doppelt so viele Kund*innen wie durch diesen Wert ausgewiesen wird. Nach diesen Ergebnissen wäre auch hier ein Stellenzuwachs notwendig. Zur Bewältigung der Krise hat sich die Geschäftsführung dennoch entschieden, vorrangig den Leistungsbereich zu stärken und keine zeitgleiche Mehrung im Integrationsbereich anzustreben. Die angespannte und unsichere Haushaltslage des kommunalen Trägers führt in den städtischen Dienststellen dazu, dass dort lediglich 40% der krisenbedingten Mehrbedarfe realisiert werden können. Diese Vorgehensweise hat auch die Überlegungen im Jobcenter maßgeblich beeinflusst. Fazit: Die krisenbedingte Ausweitung des Kapazitätsplanes deckt nur den Mehraufwand ab , der für die Leistungsgewährung nach restriktiver Schätzung der Entwicklungen zu erwarten und aus den vorhandenen Kapazitäten nicht mehr sicherzustellen ist.
  • Bericht des Jobcenter Köln

    PDF

    Herunterladen: Bericht des Jobcenter Köln

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    1 Bericht des Jobcenter Köln 1. Aktuelle Situation im Jobcenter Köln Aufgrund der derzeitigen dynamischen Entwicklungen durch die Corona-Krise sowie der damit verbundenen Anpassungen für die Arbeit der Jobcenter werden dem Ausschuss zwei Anlagen beigefügt. Anlage 1: Situation im Jobcenter Köln Anlage 2: Personalhaushalt 2021 – aktuelle Betreuungssituation Frau Würker erläutert die vorgelegten Daten und Informationen im Ausschuss für Soziales und Senioren gerne mündlich. 2. Ergebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt Köln (Kommunale Ziele) – Stand Monat November 2020 Das Jobcenter Köln geht in dem Ergebnismonitoring-Bericht für den Monat 11/2020 (Anlage 3) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und mit der Stadt Köln vereinbarten Ziele für das Jahr 2020 ein. 3. Aktueller Sachstand zum Teilhabechancengesetz und zur Umsetzung im Jobcenter Köln Trotz der durch Corona geprägten Arbeitsmarktlage gelingt es im Jahr 2020 weiterhin, Arbeitgeber*innen für Kund*innen zu gewinnen, die nach dem Teilhabechancengesetz förder-fähig sind. Im November konnte der 1000. Kunde über den §16i SGB II in Arbeit vermittelt werden. Stand 14.12.2020 sind in Köln bereits 1030 Kundinnen und Kunden über den §16i SGB II gefördert worden. 334 Förderungen entfallen davon auf den Zeitraum ab 01.01.2020. Neben der Akquise von neuen Stellen liegt ein weiterer wichtiger Fokus auf dem Über- gangsmanagement für Kund*innen, deren vorerst befristete Verträge in den nächsten Monaten auslaufen. Hier gilt es, die Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung zu eruieren und ggfs. die Vermittlung zu alternativen Arbeitgeber*innen einzuleiten. Für das externe Coaching fand ein neuer Vergabeprozess statt. Die Erfahrungen aus der zum Jahresende beendeten Maßnahme zum externen- sowie die Erfahrungen aus dem jobcentereigenen Coaching konnten in die neue Leistungsbeschreibung einfließen. Ab dem 02.01.2020 wird das Coaching von einem neuen Träger durchgeführt. Ein nahtloser Übergang in das neue Coaching ist für die Kund*innen sichergestellt. Im Bereich des §16e SGB II konnten zum 14.12.2020 insgesamt 264 Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden. 130 entfallen davon auf das Jahr 2020. Anlage zur Mitteilung „Bericht des Jobcenter Köln“ zur Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren am 14.01.2021 2 4. Kommunale Eingliederungsleistungen – Jahresbericht 2019 Das Jobcenter Köln stellt den beigefügten Jahresbericht der kommunalen Eingliederungsleistungen für das Jahr 2019 vor (Anlage 4). 5. Rehapro – Erste Erfahrungen Das Projekt „Segel setzen – Hafen Köln“ im Jobcenter Köln ist zum 1. Juli 2020 gestartet. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesprogramms rehapro. Wesentliches Ziel der geförderten Modellprojekte ist die Stärkung der medizinischen und beruflichen Rehabilitation und damit die Vermeidung von Erwerbsunfähigkeit. Menschen mit dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen stoßen während ihrer (Re-)Integration in das Arbeitsleben oft auf Hürden. Das Kölner Modellprojekt setzt hier an und unterstützt, diese zu überwinden. Der „Hafen Köln“ arbeitet hier in vernetzter Zusammenarbeit mit den wesentlichen Akteuren der beruflichen Integration unter einem Dach. Kooperationen finden sich dabei mit der Bundesagentur für Arbeit als Reha- Träger, dem Berufsförderungswerk Köln, den Alexianern, dem Beruflichen Trainingszentrum Köln, der AOK und dem Integrationsfachdienst. Weitere Kooperationen wie u.a. mit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland sind noch in der Abstimmung, Die Startphase des Projekts bestimmte sich wesentlich durch die COVID-19-Pandemie. Insbesondere bei den Kooperationspartnern gestaltete sich während dieser Zeit die notwendige Personalsuche schwierig, was in der Folge eine Startverzögerung von Teilprojekten wie dem Gesundheitscoaching und dem Reha- Wiedereingliederungsmanagement nach sich zog. Sie sollen nun im Laufe des Oktober 2020 beginnen. Teilprojekte, die wie geplant aufgenommen wurden, zeigen hingegen einen guten Zulauf und erste Fortschritte in der Stabilisierung der Teilnehmer*innen sowie ihre Heranführung an eine berufliche Rehabilitation. Zum Angebot (Re-)Kreativ-Arbeit liegen bereits 70 Anmeldungen vor, 52 Rehabilitanden haben bereits aktiv teilgenommen. Die Teilnehmer*innen arbeiten mit verschiedenen Materialien (Knetbeton, Pappe, Stoffe, Acrylfarben usw.) und aktivieren dadurch neue und/oder verdeckte Fähigkeiten. Durch die Ergo- und die Kunsttherapeutin angeleitet, entwickeln die Teilnehmer*innen einen Zugang zu einer neuen beruflichen Orientierung mit ihren jeweiligen gesundheitlichen Einschränkungen. Wesentlich ist die Erkenntnis: „Ich bin zwar nicht ganz gesund, aber ich kann etwas.“ Verstärkt wird diese Erkenntnis der Teilnehmer*innen zusätzlich durch einen Kompetenz-Check. Das Angebot des Sportscouts nutzten bereits 35 Teilnehmer*innen, die sich in der Frage, wie Sport und Bewegung in den (Arbeits-)Alltag eingebaut werden können, beraten und motivieren lassen können. Hier stehen Expertise und eigene Erfahrungen eines Teilnehmers an den Paralympics zur Verfügung, der Orientierung und Beratung auf der Suche nach einem passenden Sportangebot gibt bzw. zu Anlaufstellen und Vereinen behilflich ist. Insgesamt werden heute bereits 157 Teilnehmer*innen durch die Lots*innen und Jobcoaches im „Hafen Köln“ betreut. Sie beraten zu allen Fragen rund um den (Wieder-) Einstieg in Ausbildung oder Beruf und steuern dabei ebenfalls die Teilnahmeplanung der 3 Angebote, die amtsärztliche Feststellung der dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen und den Bedarf an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie leiten den Prozess der beruflichen Rehabilitation ein und koordinieren diesen ebenso trägerübergreifend. Unterstützt wird diese Fallsteuerung durch die psychologische und medizinische Beratung und Begleitung. Beide Teilprojekte dienen dazu, einen realistischen Blick auf die Behinderung im Kontext von Arbeit und Ausbildung zu geben. Hier lernen die Teilnehmer*innen, welche Arbeitsbedingungen förderlich oder belastend auf ihre Gesundheit wirken. Sie werden beraten, unter welchen Rahmenbedingungen eine dauerhafte Beschäftigung gelingen kann und werden –wenn nötig- in der beruflichen Neuorientierung unterstützt, um eine realistische berufliche Idee zu entwickeln. Unter Pandemie-Bedingungen ist besonders die Beratungstätigkeit erschwert. Wie in den regulären Geschäftsbereichen des Jobcenter Köln finden auch im „Hafen Köln“ die Beratungsgespräche und Kontakte zu den Teilnehmer*innen überwiegend telefonisch statt. Aufgrund der hohen Bereitschaft der Teilnehmer*innen, ihre aktuelle Lebenssituation zu verändern, gelingt die Umstellung, sich auch in der Telefonberatung zu sensiblen Themen wie Gesundheit, Behinderung und Arbeitslosigkeit, zu öffnen. Die Mitarbeiter*innen bringen Erfahrungen in der Beratung zu diesen Themen mit. Im Wesentlichen melden die Teilnehmer*innen zurück, dass sie sich aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen nicht mit der Beschäftigungslosigkeit abgeben wollen. Das Corona-Kontaktkonzept, welches im Jobcenter Köln erarbeitet wurde und die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln regelt, ermöglicht auch im „Hafen Köln“ persönliche Beratungskontakte. Dafür stehen zwei Beratungsbüros zur Verfügung, die speziell eingerichtet und nur durch Begleitung des Sicherheitsdienstes auf festgelegten Wegen erreichbar sind. Die Räume sind ausreichend groß (beide 30m²), um auch eine Beratungssituation mit drei Personen zu ermöglichen, denn für die Teilnehmer*innen im „Hafen Köln“ hat insbesondere die Begleitung durch Gebärdendolmetschende und Betreuungspersonen hohe Bedeutung. Die Beratungsbüros im Projekt zeichnen sich durch eine hohe Auslastung aus, wozu im Wesentlichen die Termintreue der Teilnehmer*innen beiträgt. Im „Hafen Köln“ haben zwei Jobcoaches ihre Arbeit aufgenommen, die potenzielle Arbeitgeber über Fördermöglichkeiten und zu den Besonderheiten des Kündigungsschutzes für Menschen mit Schwerbehinderung beraten. Insbesondere im zweiten Beratungsschwerpunkt können möglicherweise vorhandene Vorbehalte gegenüber einer Einstellung von Menschen mit Behinderung abgebaut werden. Die Jobcoaches unterstützen intensiv die Bewerbungsbemühungen der Teilnehmer*innen, akquirieren geeignete Stellen und schließen Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung als Beschäftigte auf. Die Arbeit der Jobcoaches hat bereits zur Integration von zwei Teilnehmer*innen geführt. 4 6. Qualifizierungsangebote während Corona Mit Beginn der Corona-Krise war es seit Mitte März 2020 lt. der Verordnung des Landes NRW nicht mehr möglich, Angebote in privaten und öffentlichen Bildungseinrichtungen wie gewohnt persönlich durchzuführen bzw. an diesen teilzunehmen. Davon betroffen waren nahezu alle Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote des Jobcenter Köln. Kundinnen und Kunden mit entsprechendem Unterstützungsbedarf konnten den Angeboten nicht mehr zugewiesen werden. Um die in diese Angebote eingemündeten Menschen in ihrer Situation weiterhin zu unterstützen, hat sich das Jobcenter Köln in enger Zusammenarbeit mit den Kölner Trägerinnen und Trägern noch vor Ablauf des Monats März 2020 auf alternative Wege und Möglichkeiten der Maßnahmenfortführung verständigt. Der zentrale Gedanke eines ersten Schrittes bestand darin, Kontakt mit den Teilnehmenden zu halten, um sie in ihrer aktuellen Situation zu unterstützen. Im zweiten Schritt wurden die Angebote auf eine alternative, also telefonische Durchführung sowie die Möglichkeit der Durchführung per Video umgestellt. Somit konnten die Angebote wiederaufgenommen werden. Im weiteren Jahresverlauf gelang es immer besser, die Form der alternativen Maßnahmen-durchführung zu professionalisieren und mit dem Beratungsgeschäft des Jobcenter Köln zu harmonisieren. Im Rahmen telefonischer Beratungen wurde ein großes Interesse der Kundinnen und Kunden zu Themen der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung wahrgenommen. So konnte es in Köln gelingen, dass die Nutzung aller Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen wieder auf dem Niveau von vor der Corona-Krise liegt. 7. 15 Jahre SGB II In der Anlage 5 sind die wichtigsten Stationen aus 15 Jahren SGB II in Köln dargestellt. Gez. Martina Würker Anlagen: 1. Situation im Jobcenter Köln 2. Personalhaushalt 2021 – aktuelle Betreuungssituation 3. Ergebnismonitoring Monat 11/2020 4. Kommunale Eingliederungsleistungen – Jahresbericht 2019 5. 15 Jahre SGB II
  • Anlage 4 KEL_Bericht_2019

    PDF

    Herunterladen: Anlage 4 KEL_Bericht_2019

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Stand: 07.07.2020 Die kommunalen Eingliederungs- leistungen Jahresbericht 2019 Seite 2 Inhalt 1. Vorwort ................................ ................................ ................................ ....... 3 2. Statistische Daten ................................ ................................ ...................... 4 3. Angebote der kommunalen Eingliederungsleistungen ........................... 8 3.1. Kinderbetreuung nach §16a Nr. 1 SGB II ................................ ................. 8 3.2. Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II ................................ ............. 9 3.3. Psychosoziale Betreuung nach §16a Nr. 3 SGB II ................................ . 12 3.4. Suchtberatung nach §16a Nr. 4 SGB II ................................ .................... 30 4. Fallbeispiele ................................ ................................ ............................. 33 5. Schlusswort ................................ ................................ ............................. 36 Seite 3 1. Vorwort „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Franz Kafka Werden sozialintegrative Angebote in Anspruch genommen, ist dies häufig Ausdruck komplexer Notlagen. Den Weg zu einer beruflichen und sozialen Integration aufzu- nehmen und ihn bis zum Ziel eines von staatlichen Leistungen unabhängigen Lebens zu gehen, stellt eine besondere Herausforderung dar. Zeiten der Arbeitslosigkeit können zunehmende soziale Not mit sich bringen. Schul- den, Sucht, gesundheitliche und psychosoziale Probleme erschweren in der Folge den Weg zu einer neuen Perspektive und der (Wieder-) Eingliederung in den Arbeits- markt. Die kommunalen Eingliederungsleistungen des § 16a Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und bieten den Menschen auf ihrem Weg individuelle Unterstützung und Begleitung. In Köln sanken die Arbeitslosenzahlen in 2019 im fünften Jahr in Folge. Die Arbeits- losenquote betrug 7,8 %. Rund 113.000 Menschen waren im Berichtsjahr auf die Leistungen nach dem SGB II angewiesen. Das sind rund 2,6 % weniger als 2018. Trotz dieser positiven Entwicklung kommt den kommunalen Eingliederungsleistungen nach § 16a SGB II aufgrund der zunehmend komplexen Herausforderungen des Ar- beitsmarkts und des gesellschaftlichen Wandels weiterhin eine große Bedeutung und Notwendigkeit zu. Der Jahresbericht für 2019 dokumentiert die Angebote und erzielten Ergebnisse in kompakter Form und stellt für jeden Bereich ein ausgewähltes Fallbeispiel dar. Seite 4 2. Statistische Daten 2.1. Finanzbudget Für die kommunalen Eingliederungsleistungen wurden in den Jahren 2017 bis 2019 durch den Rat der Stadt Köln folgende Haushaltsansätze beschlossen: In 2019 wurden Finanzmittel aus dem Budget der Kinderbetreuung im Bereich der Psychosozialen Betreuung abgebildet, da auch in den Projekten „M.I.m.i.K.“ und „Xe- nia“ Betreuungskosten für die Kinder der Teilnehmerinnen angefallen sind. 2.2. Anzahl der Teilnehmer*innen Die folgende Anzahl an Menschen konnte in diesem Zeitraum mit Leistungen nach §16a SGB II unterstützt und begleitet werden: 2017 2018 2019 § 16a Nr. 1 (Kinderbetreuung) 49* 40 61 § 16a Nr. 2 (Schuldnerberatung) 4.882 4.438 4.437 § 16a Nr. 3 (Psychosoziale Betreuung) 6.198 5.699 5.582 § 16a Nr. 4 (Suchtberatung) 460 407 324 Teilnehmer*innen gesamt 11.589 10.584 10.404 *Im Jahresbericht 2018 wurde für das Jahr 2017 die Anzahl der betreuten Kinder genannt. Zur besseren Vergleichbarkeit wird nun wieder die Anzahl der Eltern dargestellt, die die Betreuungsleistungen in An- spruch genommen haben. Seite 5 2.3. Weitere statistische Daten Die Kölner Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren entsprechend der Publikatio- nen des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik gewachsen:  2017: 1.084.795 Einwohner*innen  2018: 1.089.984 Einwohner*innen  2019: 1.091.819 Einwohner*innen Hingegen ist die Anzahl der Kölner Bürgerinnen und Bürger, die Leistungen zur Si- cherung des Lebensunterhalts nach SGB II erhielten, gesunken: Die nachfolgend dargestellte Kundenstruktur des Jobcenter Köln spiegelt jedoch die komplexen Handlungsbedarfe wider, die eine kurzfristige Integration in den Arbeits- markt für einen Großteil der Leistungsberechtigten erschweren und eine intensive in- dividuelle Begleitung sowie lösungsorientierte Unterstützungsleistungen erforderlich machen. Die berufliche Integration konnte in 2019 für fast 60 % der Kundinnen und Kunden des Jobcenter Köln frühestens nach sechs Monaten prognostiziert werden: Seite 6 Die Analyse der Kundenstruktur basiert auf der sogenannten „Integrationsprognose“: Sie ist das Ergebnis der vermittlerischen Einschätzung zur Marktnähe der Kundinnen und Kunden:  Marktnah: Eine Integration ist innerhalb von 6 Monaten zu erwarten (Hierun- ter fallen die früheren Markt-, Aktivierungs- und Förderprofile).  Nicht marktnah: Eine Integration wird voraussichtlich erst nach mehr als 6 Monaten gelingen (Hierunter fallen die früheren Entwicklungs-, Stabilisie- rungs- und Unterstützungsprofile).  Die sonstigen Profillagen „Zuordnung nicht erforderlich“ und "Integriert, aber hilfebedürftig“ (Hierunter fallen beispielweise Kundinnen und Kunden, die bereits beruflich integriert, aber noch hilfebedürftig sind. Oder solche, bei denen aktuell kein Handlungsbedarf besteht, weil beispielsweise eine Fami- lienangehörige/ein Familienangehöriger gepflegt wird.) Seite 7 In 2019 nahmen 10.404 Kundinnen und Kunden kommunale Eingliederungsleistun- gen in Anspruch. Die statistischen Daten der Teilnehmer*innen dokumentieren die nahezu konstanten Merkmale und Rahmenbedingungen: Statistische Daten 2017 2018 2019 Alter -          unter 25 10% 10% 9% -          25 bis 44 52% 52% 50% -          45 bis 64 37% 37% 38% -          ohne Angaben 1% 1% 1% Haushaltssituation -          alleinstehend 39% 36% 36% -          2 Personen 20% 21% 21% -          3 Personen 17% 17% 17% -          4 Personen und mehr 22% 24% 24% -          alleinerziehend 20% 21% 20% -          ohne Angaben 2% 2% 2% Schulbildung -          Hauptschulabschluss 29% 30% 27% -          Fachoberschulreife 14% 14% 15% -          Fachhochschulreife 13% 13% 13% -          ohne Schulbildung 30% 29% 30% -          nicht alphabetisiert 4% 4% 6% Berufsausbildung ohne/nicht abgeschlossene Berufsausbildung/Studium 60% 59% 60%  abgeschlossene Berufsausbildung/Studium 30% 28% 30% -          ohne Angaben 10% 12% 10% Dauer der Arbeitslosigkeit -          > 1 Jahr < 2 Jahre 13% 16% 17% -          > 2 Jahre 40% 44% 45% Migrationshintergrund 63% 64% 64% Seite 8 3. Angebote der kommunalen Eingliederungsleistungen 3.1. Kinderbetreuung nach §16a Nr. 1 SGB II Das Angebot der Kinderbetreuung wird in den Projekten „M.I.m.i.K.“, „Xenia“ und „BiSKids“ vorgehalten. Im Folgenden werden die Ergebnisse des Angebots „BiSKids“ dargestellt, zu den Projekten „M.I.m.i.K.“ und „Xenia“ siehe Kapitel 3.3. „Psychosoziale Betreuung“. BiSKids (Betreuung im Stadtteil – Kids in Mülheim) Träger: Christliche Sozialhilfe Köln e.V. Ziel: Verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Vorhalten ei- nes kurzfristigen, flexiblen Kinderbetreuungsangebots für Arbeitsu- chende, in Arbeit vermittelte Personen und Teilnehmer*innen an Qua- lifizierungsmaßnahmen vorrangig im Stadtbezirk Mülheim. Inhalte: BiSKids umfasst Dienstleistungen wie Hol- und Bringdienste, Ferien-, Randzeit- und Übermittagsbetreuungen, Vermittlung in weiterführende Angebote der Kinderbetreuung oder der Familienhilfe. Ergänzend werden mit den Eltern neue und nachhaltige Modelle der Kinderbetreuung wie Kindertagespflege, OGTS und das Nutzen nach- barschaftlicher Netzwerke erarbeitet. „BiSKids“ ist zentral in Mülheim verortet. Von 6 bis 20 Uhr können Kin- der im Alter von 1 bis 10 Jahre betreut werden. Zusätzlich bietet das Angebot in der Einrichtung Henry´s H.O.P.E im Stadtteil Dünnwald eine stundenweise Betreuung an. Aufgrund der hohen Nachfrage ist im Juni 2019 ein weiterer Standort im Mülheimer Norden eröffnet wor- den. Ergebnisse: 48 Familien wurden im Neuzugang regelmäßig durch Mitarbeiter*in- nen des Projekts unterstützt (2018: 47; 2017: 49 Familien). Rund 46 % der Familien, die unterstützt wurden, nahmen diese Betreuung regel- mäßig und mit einer hohen Betreuungsdichte von mehr als vier Tagen pro Woche in Anspruch. Die Hälfte der Eltern gab an, alleinerziehend zu sein. Rund 55 % der Familien benötigten die Betreuung aufgrund von Ar- beit, 11 % befanden sich in Ausbildung oder Umschulung und 18 % absolvierten einen Sprachkurs. Weitere 10 % der Familien waren mit ihrer Lebenssituation überfordert, 12% der Familien konnten ihr Kind aus gesundheitlichen Gründen nicht betreuen. Seite 9 3.2. Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II Die Schuldnerberatung umfasst neben der reinen Schuldenregulierung rechtliche, fi- nanzielle wie auch psychosoziale Fragestellungen. Grundsätzlich wird in Köln zwi- schen der Budget- und Schuldnerberatung unterschieden. Der Zugang für SGB II-Leistungsbezieher*innen erfolgt über die Budgetberatung für ein bis drei Beratungseinheiten. Die telefonische Kontaktaufnahme sowie ein freier Zugang sind ebenfalls möglich. Bei weitergehendem Bedarf und positiver Prognose erfolgt die Weitervermittlung in die Schuldnerberatung. Budgetberatung Träger: Diakonisches Werk Köln und Region Interfamilia Kreisverband Köln e.V. Schuldnerhilfe Köln e.V. Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. Ziel: Überblick über die individuelle Schuldensituation und akute Krisenin- tervention. Bei Bedarf Weitervermittlung in die Schuldnerberatung. Inhalte: Neben allgemeinen Informationen um das Thema „Schulden“ und Prü- fung der Einnahme-/Ausgabe-Situation erfolgt die kurzfristige Interven- tion bei drohender Sperre der Energie-Versorgung, Konto-Pfändung und Mietschulden. Die Teilnehmer*innen werden bei der Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos unterstützt und ggf. in die Schuldnerbe- ratung weitervermittelt. Ergebnisse: In 2019 konnten 866 der insgesamt 2.085 Beratungsfälle im Rahmen der Budgetberatung abgeschlossen werden. Aufgrund der Komplexität der Verschuldensproblematik bzw. der Vermittlungshemmnisse wur- den 1.219 Fälle erst im Rahmen der weitergehenden Schuldnerbera- tung abgeschlossen. In 2018 wurden 2.088 Abschlüsse erzielt, davon 804 in der Budgetbe- ratung. In 2017 wurden 2.397 Beratungsfälle abgeschlossen, davon 1.241 Fälle bereits in der Budgetberatung. Schuldnerberatung Träger: Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Diakonisches Werk Köln und Region Interfamilia Kreisverband Köln e.V. Internationaler Bund (IB) Seite 10 Schuldnerhilfe Köln gGmbH Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. Verein für soziale Schuldnerberatung (VSSB) e.V. Ziel: Die Schuldnerberatung dient dem Abbau einer Überschuldung und da- mit der Vermeidung einer wirtschaftlichen und psychosozialen Desta- bilisierung der Betroffenen. Inhalte: Die Schuldnerberatung beinhaltet eine sozialpädagogisch flankierte fi- nanzielle und rechtliche Beratung. Es erfolgt eine differenzierte Prü- fung der Forderungen und eine Klärung des Verfahrensstands und der Haftung. Weitere Handlungsschritte werden unter Einbeziehung der psychosozialen Situation der Teilnehmer*innen eingeleitet und umge- setzt. Ergebnisse: Im Berichtsjahr 2019 ist die Schuldnerquote laut Creditreform Schuld- neratlas Deutschland im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 10,00 % (- 0,04 %) gesunken. Zum Stichtag 1. Oktober 2018 zählt Deutsch- land damit weiterhin rund 6,9 Millionen überschuldete Privatpersonen. Die Schuldnerquote für Köln im Jahr 2019 stellt sich mit 11,62 % leicht rückläufig dar (- 0,05 % zum Vorjahr), dennoch ist weiterhin rund jede(r) achte Kölner*in überschuldet. Nachfolgend ist eine Auswahl der Ergebnisse der Arbeit der neun ge- meinnützigen Beratungsstellen, die vom Jobcenter Köln mit der Durch- führung der Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II beauftragt wa- ren, illustriert: Seite 11 Die Ergebnisse der Schuldnerberatung zeichnen ein differenziertes Bild. Die Redu- zierung von Vermittlungshemmnissen umfasste wie in den Vorjahren nicht allein die Schuldenregulierung. Auch die psychosozialen Wechselwirkungen waren für die be- rufliche und soziale Integration wichtig und nutzbringend. Die Ergebnisse konnten im Vergleich zu den Vorjahren kontinuierlich gesteigert wer- den. Dies resultiert aus der über mehrere Jahre entwickelten guten Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Trägern und dem Jobcenter Köln sowie der hohen fachlich fundierten Beratungskompetenz auf Seiten der Träger. Für die Teilnehmer*innen be- deutet die Schuldnerberatung mit ihrer existenziellen Absicherung als Beratungsan- gebot eine wichtige Basis für ihre weitere persönliche und berufliche Entwicklung. Da Überschuldung häufig Ausdruck weiterer psychosozialer Problemlagen ist, arbei- tet die Schuldnerberatung auch mit anderen Beratungsstellen, sozialpsychiatrischen Zentren und Bildungseinrichtungen zusammen. Diese Zusammenarbeit ist ein Aus- druck der seit einigen Jahren festzustellenden vielschichtiger werdenden Problemla- gen. Im Rahmen von Befragungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Träger werden regelmäßig Verbesserungen in Folge der Beratung hinsichtlich des Wohlbefindens und der gesundheitlichen Situation angegeben. Die Vermittlung von Fachkompetenzen wurde in den vergangenen Jahren deutlicher herausgearbeitet. Basiselemente finanzieller Grundbildung und rechtlicher Möglich- keiten zur Abwehr unberechtigter Forderungen tragen zu einer Erweiterung der not- wendigen spezifischen Fähigkeiten und damit zur Nachhaltigkeit der Beratung bei: Seite 12 3.3. Psychosoziale Betreuung nach §16a Nr. 3 SGB II Die Angebote gemäß §16a Nr. 3 SGB II sind vielfältig, lassen sich inhaltlich jedoch wie folgt klassifizieren:  Angebote der allgemeinen psychosozialen Betreuung  Frauenspezifische Angebote  Angebote für Erziehende  Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes  Psychosoziale Betreuung als flankierende Hilfe in Arbeitsgelegenheiten Den komplexen Handlungsbedarfen der Kundinnen und Kunden im SGB II-Leis- tungsbezug steht mit dem Bereich der psychosozialen Angebote ein differenziertes Portfolio gegenüber, das sich in seiner Ausgestaltung und Orientierung bewährt hat. Die Wirkungsziele der Angebote unterscheiden sich je nach Zielgruppe, dennoch las- sen sich übergreifende Aspekte in den erzielten Ergebnissen darstellen: Seite 13 Diese Ergebnisse werden nachfolgend separat im Kontext der jeweils oben aufge- führten Gruppe und der Vorjahre dargestellt. 3.3.1. Angebote der allgemeinen psychosozialen Betreuung Zu diesen Angeboten gehören die Projekte „Arbeit sofort“, „Kellerladen“, „JobAktiv“, „Psychosoziale Betreuung für Jugendliche und junge Erwachsene im Sozialraum Meschenich“ sowie das Projekt „Orientierungsberatung“. Die Ergebnisse dieser An- gebote werden nachfolgend zusammengefasst dargestellt. Seite 14 Arbeit sofort Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln Internationaler Bund GmbH Köln Ziel: Heranführung an Arbeit und Beschäftigung sowie Abwendung einer akuten Mittellosigkeit durch die Bereitstellung eines niederschwelligen Tätigkeitsangebots Inhalte: Die Teilnehmer*innen, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind, rekrutieren sich ausschließ- lich aus dem Bereich der sogenannten „Resodienste“ der Stadt Köln. Die Stabilisierung der Teilnehmer*innen erfolgt über persönliche und psychosoziale Beratung und Betreuung sowie über alltagspraktische Anleitung. Kellerladen Träger: Kellerladen e.V. Ziel: Psychosoziale Stabilisierung und Einleitung von Maßnahmen, die an Ausbildung und Arbeitsaufnahme heranführen Inhalte: Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahre, die eine Tagesstruktur erhalten und dabei ihre beruflichen und sozialen Fähigkeiten entwickeln können. Die Ausrichtung des Projekts ist sozialräumlich im Stadtteil Bilderstöckchen verortet. Der Träger arbeitet intensiv mit Ausbildungsbetrieben, Schulen und Bewerbungscoaches zusammen. Vor einem Bewerbungscoaching ist in den meisten Fällen jedoch zunächst eine intensive und vertrauenschaffende Gesprächsarbeit sowie ggf. auch die Vermittlung schulisch-theoretischer Inhalte erforderlich. JobAktiv Träger: Katholisches Jugendwerk e.V. Ziel: Entwicklung einer realistischen schulischen und/oder beruflichen Perspektive zur Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 27 Jahre als Bindeglied zwischen der Jugendberufshilfe und den Jugendzentren im Kölner Norden (Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord). Seite 15 Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsschwerpunkte Übergang Schule/Beruf, Berufswahlorientierung und die Entwicklung realistischer beruflicher Perspektiven. Die sozialpädagogische Hilfe basiert auf den Bausteinen der offenen Kontaktaufnahme, Erfassung der schulischen oder beruflichen Situation, konkreten Hilfestellung und begleitenden Betreuung. Sie führt über die Begleitung im Bewerbungsprozess hinaus hin zur Bewältigung sozialer Bedarfe und Problemlagen. Psychosoziale Betreuung für Jugendliche und junge Erwachsene im Sozialraum Meschenich Träger: Jugendhilfe Köln e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt durch Vermittlung von Kompetenzen in den Grunddimensionen kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe Inhalte: Zielgruppe des Projektes sind sozial benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene bis maximal 30 Jahre, die aus dem Stadtteil Meschenich stammen. Das Projekt bietet vor Ort, unmittelbar in der Lebenswelt der jungen Menschen, eine unbürokratische, niederschwellige und effektive Hilfe- und Betreuungsstruktur. Neben Angeboten im Bereich der Grundbildung hält es auch ein Clearing sowie den Zugang zu weiterführenden Angeboten vor. Hinweis: Das Projekt wurde gut von den Teilnehmer*innen angenommen. Dazu trugen der offene und niedrigschwellige Zugang, der zentral im Sozialraum Kölnberg angesiedelte Standort sowie das individuell ausgerichtete Unterstützungsangebot bei. Die Erkenntnisse und Erfahrungen der Projekt-Durchführung konnten für eine Weiterentwicklung des Projektes genutzt werden, welches ab dem 01.03.2019 unter dem Titel „Du entscheidest“ auf einer anderen Finanzierungsgrundlage außerhalb der KEL implementiert wurde. Die aufgebauten Strukturen und Kontakte vor Ort können somit im Rahmen des neuen Projekts fortgeführt werden. Orientierungsberatung Träger: Trägerverbund unter Federführung des Diakonischen Werks Köln und Region: Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung Seite 16 Allerweltshaus e.V. Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Christliche Sozialhilfe Köln e.V. Diakonie Michaelshoven e.V. Diakonisches Werk Köln und Region Deutsches Rotes Kreuz Pari Sozial Köln gGmbH - Echo e.V. Familienladen Buchheim Förderungs- und Bildungsgemeinschaft, Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V. Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. Synagogengemeinde Köln Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Veedel e.V. Ziel: Klärung leistungsrechtlicher und psychosozialer Problemlagen Inhalte: Die Orientierungsberatung hilft bei der Klärung beruflicher Interessen und vermittelt Informationen zu beruflichen und qualifizierenden Maßnahmen. Überdies gewährleistet das Angebot kurzfristig Beratung und Soforthilfe bei persönlichen Krisen durch die Weiterleitung an entsprechende Fachstellen. Die ganzheitliche Beratung bietet sozialrechtliche Informationen und Hilfen, leistet Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen und vermittelt sprachliche Hilfen bei Konflikten mit Behörden. Die sozialraumorientierten und zentral gelegenen Beratungsstellen sind über das Stadtgebiet verteilt und gewährleisten einen wohnortnahen und niederschwelligen Zugang. Seite 17 Ergebnisse der allgemeinen psychosozialen Betreuung Auch die Projekte „Claro“, „JobLotsen DiMa“ und „JobLotsen Reso“ gehören zu den Angeboten der allgemeinen psychosozialen Betreuung. Charakteristisch für deren Zielgruppen sind – zum Teil diffuse - gesundheitliche Vermittlungshemmnisse. Die oftmals chronifizierten Problemlagen bedingen mehr als nur ein reines Clearing. Die Kundinnen und Kunden benötigen in der Regel eine längere, kontinuierliche und umfassende Unterstützung. Ein wesentlicher Aspekt dieser Angebote ist daher der begleitete Übergang in korrespondierende Hilfesysteme. Seite 18 Claro Träger: Diakonisches Werk Köln und Region Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln Ziel: Clearing und Empfehlung bzw. Vermittlung in andere Hilfsangebote Inhalte: Das Angebot richtet sich an Menschen mit komplexen, meist diffusen Problemlagen, denen die Integrationsfachkräfte des Jobcenter Köln kein passgenaues Angebot unterbreiten können. Claro bietet ein Clearing, gibt Handlungsempfehlungen und vermittelt in andere Hilfsangebote bzw. Hilfesysteme wie zum Beispiel therapeutische Hilfsangebote, Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe, Straffälligenhilfe, Schuldnerberatung, Migrationsberatung, Familien- und Lebensberatung sowie frauenspezifische Beratungsstellen. JobLotsen DiMa Träger: BTZ Berufliche Bildung Köln GmbH Ziel: Unterstützung bei der Identifizierung von Problemlagen sowie Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Hilfepläne Inhalte: Das Projekt bietet eine individuelle, intensive und kontinuierliche Beratung und Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit multiplen Problemlagen. Im Rahmen der sozialpädagogisch orientierten Intervention arbeiten die JobLotsen mit vielen Fachdiensten, Beratungsstellen, Behörden und Ämtern zusammen. Dabei wird der Sozialraum und das darin befindliche Netzwerk berücksichtigt. Durch die Begleitung zu Angeboten, Behörden, zu Ärzten und in Therapie wird Unsicherheit genommen und Selbsthilfepotenziale gestärkt. JobLotsen Reso Träger: BTZ Berufliche Bildung Köln GmbH Ziel: Unterstützung bei der Identifizierung von Problemlagen sowie Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Hilfepläne für Menschen ohne festen Wohnsitz Seite 19 Inhalte: Das Angebot richtet sich an wohnungslose Menschen. Die Problemstellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfordern einen spezialisierten Blick auf den Bereich Wohnen und Wohnungssuche und eine auf diese Zielgruppe abgestimmte Kontaktaufnahme bzw. Beziehungsarbeit. Die Lotsinnen und Lotsen arbeiten in erster Linie aufsuchend. Zudem bieten die JobLotsen Reso einmal pro Woche eine offene Sprechstunde an. Ergebnisse „JobLotsen“ und „Claro“ *Das Projekt „JobLotsen DiMa“ wurde zum 31.08.2020 beendet bzw. in weiterentwickelter Form als Vergabemaßnahme nach § 45 SGB III i.V.m. § 16 SGB II implementiert. Daher kommt es zu einem Rückgang der absoluten TN-Anzahl in 2019 im Bereich der Kommunalen Eingliederungsleistungen bei den o.g. Projekten. Seite 20 Wie schon in den letzten Jahren stellen Menschen mit gesundheitlichen Einschrän- kungen die größte Gruppe der Teilnehmer*innen dar, d.h. nur bei einem kleinen Teil lagen weder psychische und/oder somatische Erkrankungen, noch eine Suchterkran- kung vor. Aufgrund der damit verbundenen Beratungskomplexität kommt es zu Schwankungen in den erzielten Beratungsergebnissen bzw. Fallabschlüssen. Hinzu kommt, dass Teilnehmer*innen aus dem Projekt „JobLotsen DiMa“ das Projekt vor- zeitig vor dem regulären Fallabschluss zum 31.08.2019 beendet bzw. ihre Teilnahme über ein erweitertes, neu implementiertes Angebot im Rahmen der Arbeitsmarkt- dienstleistungen des SGB III fortgesetzt haben. Diese Fallabschlüsse fließen in die o.g. Darstellung nicht mehr mit ein. Die Ergebnisse unterstreichen dennoch den ho- hen Stellenwert der Projekte im Portfolio der Psychosozialen Betreuung. 3.3.2. Frauenspezifische Angebote Auf die psychosoziale Stabilisierung und Unterstützung von Frauen fokussieren sich die Projekte „FrauenLeben“, „Miga 40“, „Strickleiter I“, „Strickleiter II“, „Der Wende- punkt“ sowie „Alternative Wege in den Job“. Die Ergebnisse dieser Angebote werden nachfolgend zusammengefasst dargestellt. Frauenberatungsstelle (FrauenLeben) Träger: FrauenLeben e.V. Ziel: Krisen und Orientierungshilfe Inhalte: Die Beratungsstelle bietet Frauen, die aufgrund traumatisierender Gewalterfahrungen und/oder familiärer Probleme gravierend in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, psychosoziale Betreuung an. Seite 21 Damit eine berufliche Integration gelingen kann, erhalten die betroffenen Frauen Hilfe bei der Bewältigung von Konflikten und psychischen Erkrankungen sowie sozialen Problemlagen. Zur akuten Unterstützung sowie während der Wartezeit auf einen längerfristigen Therapieplatz werden Gespräche mit Psychologen/-innen angeboten. Miga 40 Träger: Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt und Überleitung in weitere Förderangebote Inhalte: Die Zielgruppe sind nach Deutschland immigrierte Frauen ab 40 Jahren. Mittels verschiedener Beratungs-, Qualifizierungs- und Lernangebote wird ein ganzheitlicher Ansatz genutzt, der im engen Bezug zum praktischen Leben der Teilnehmerinnen steht. Bestandteile der Beratung sind u.a. ressourcenorientierte Methoden, Biografiearbeit, soziale Gruppenarbeit sowie theaterpädagogische Komponenten und Rollenspiele. Sprachförderung ist ein wesentliches Element des Angebotes. Teilnehmerinnen mit Sprachhemmungen werden durch eine spielerische Herangehensweise von einem interkulturellen und interdiszipläneren Team gefördert. Strickleiter I Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere Hilfsangebote Inhalte: Die Zielgruppe sind Frauen und Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind oder waren und aufgrund der damit verbundenen körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen drohen, ihre Erwerbsfähigkeit zu verlieren. Das Angebot funktioniert als Lotse in das Hilfesystem und zielt darauf ab, dass die Opfer die notwendigen und möglichen Hilfen erhalten. Die Prozesse werden initialisiert und begleitet. Auch nach einem etwaigen Einstieg in die Berufstätigkeit sichert eine weitergehende Betreuung die Nachhaltigkeit der erreichten Stabilisierung. Seite 22 Strickleiter II Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere Hilfsangebote Inhalte: Die Zielgruppe sind Frauen mit massiven Problemlagen, die einer Arbeits- oder Beschäftigungsaufnahme entgegenstehen. Ziel ist die Klärung und Bearbeitung der multiplen psychosozialen Aufgabenstellungen. Die einzelnen Angebote und Aktivitäten richten sich nach den Bedarfs- und Problemlagen der Frauen. Die Kontakt- und Beratungstreffen, Kriseneinsätze und alltagspraktischen Hilfen wie Begleitung zu Ämtern und Beratungsstellen erfolgen zeitlich flexibel und bedarfsgerecht. Der Wendepunkt Träger: Diakonie Michaelshoven Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere Hilfsangebote Inhalte: Die Frauenberatungsstelle "Der Wendepunkt" ist in Mülheim und Kalk verortet und bietet ein psychosoziales Beratungs- und Unterstützungsangebot für gewaltbetroffene Frauen, insbesondere auch Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund an. Die sozialräumliche Nähe stellt einen wichtigen Aspekt dar. Die Beratung zielt auf die Stabilisierung der psychosozialen Gesamtsituation der Frauen und ihrer Familien ab und bietet Unterstützung bei der Beseitigung von Vermittlungshemmnissen. Alternative Wege in den Job Träger: Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V. Ziel: Aktivierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an erwerbslose Frauen, die ihren beruflichen Wiedereinstieg planen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf errei- chen wollen oder noch keine berufliche Orientierung haben. Seite 23 Der systemische Ansatz in der Beratung berücksichtigt die aktuelle Le- benssituation der Frauen. Die Teilnehmerinnen werden aktiviert, unter- stützende Netzwerke aufzubauen und vorhandene optimal zu nutzen. Der Schwerpunkt der individuellen Beratung liegt auf der psychosozia- len Stabilisierung und Motivationsstärkung der Teilnehmerinnen. Flan- kierend werden die Teilnehmerinnen bei ihrer Berufswegeplanung so- wie der Erstellung von Bewerbungen unterstützt und über weiterfüh- rende Angebote informiert. Ergebnisse der frauenspezifischen Projekte Seite 24 3.3.3. Angebote für Erziehende Speziell an den Bedarfen, Problemlagen und Ressourcen Erziehender orientieren sich die Angebote „M.I.m.i.K.“ und „Xenia“. Beide Projekte bieten eine Kinderbetreu- ung vor Ort, so dass die Teilnahme auch möglich ist, wenn keine regulären Betreu- ungsmöglichkeiten bestehen. M.I.m.i.K.– M.iteinander I.ntegration m.eistern i.n K.öln Träger: Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V. Ziel: Stabilisierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an junge alleinerziehende Frauen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die bislang nicht in das Ausbildungssystem oder in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Die Frauen werden individuell stabilisiert und in ihrer Persönlichkeit sowie in ihrem Umfeld mit der Perspektive, sich für eine berufliche Entwicklung zu öffnen und diese langfristig zu realisieren, gestärkt. Die Kinderbetreuung vor Ort sichert die Teilnahme am Projekt, wenn keine regulären Betreuungsmöglichkeiten bestehen. Das Angebot sieht Einzelgespräche und ein zielgruppenorientiertes Seminarangebot vor. Flankierend stehen Bewerbungshilfen und Be- werbungstraining, die Begleitung während Praktika sowie die Weiter- leitung zu anderen Fachstellen zur Verfügung. Ergebnisse: In 2019 wurden insgesamt 1.422 individuelle Beratungsgespräche durchgeführt. Das Angebot umfasste zudem 56 individuelle Bewer- bungstrainings, 48 Kommunikations- und 46 Ressourcentrainings. Die Erzieherinnen-Sprechstunde wurde 59 Mal genutzt. 35 Teilnehmerinnen haben das Projekt in 2019 beendet. Neben einer ganzheitlichen Stabilisierung konnte mit elf Teilnehmerinnen eine An- schlussperspektive wie zum Beispiel die Aufnahme einer Ausbildung, Beschäftigung, Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme oder ein weiterer Schulbesuch erzielt werden. Seite 25 Xenia – Chancen für Migrantinnen Träger: Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. Ziel: Stabilisierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an (allein) erziehende Frauen mit Migrationshintergrund im Alter von vorrangig 18 bis 35 Jahren. Wichtige Schwerpunkte des Projektes sind die psychosoziale Stabilisierung der Teilnehmerinnen und die Unterstützung bei fehlender Kinderbetreuung. Das Projekt bietet ein ganzheitliches Beratungs- und Orientierungsangebot in Form von Einzelgesprächen, Gruppenangeboten, modularen Kursangeboten und Sprachförderung mit paralleler Kinderbetreuung an. Xenia geht von der individuellen Lebenslage der Teilnehmerinnen aus und stärkt vorhandene Kompetenzen. Die Entwicklung einer beruflichen Perspektive und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Ausbildung werden initiiert und /oder unterstützt. Ergebnisse: 41 Teilnehmerinnen haben ihre Projektteilnahme in 2019 beendet. Für alle Teilnehmerinnen wurden individuelle Anschlussperspektiven entwickelt bzw. Empfehlungen für den weiteren Integrationsweg an die zuständige Integrationsfachkraft des Jobcenter Köln gegeben. Neun der Teilnehmerinnen konnten mit Unterstützung des Projekts eine Beschäftigung aufnehmen. Mit 13 Teilnehmerinnen konnte ein weiterer Schul- bzw. Sprachkursbesuch erreicht werden. 3.3.4. Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes Die Entwicklung sozialer Kompetenzen und die Verbesserung der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit wird in den Projekten „Mann sein ohne Gewalt“ und „Coolness- training“ im Rahmen des Gewaltschutzes angestrebt. Coolnesstraining Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. Ziel: Steigerung des Sozialverhaltens Inhalte: Die Zielgruppe des Projekts sind Menschen, die unangemessenes, aggressives oder grenzüberschreitendes Verhalten zeigen, das die Integration in den ersten Arbeitsmarkt erschwert. Seite 26 Das Angebot ist als ganzheitliches Verhaltenstraining konzipiert. Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit Prozessen und Mustern der Kommunikation und Konfliktlösung. Dies wird praxisnah trainiert. Ziel ist ein sozial kompetentes und damit gesellschaftlich angemessenes Verhalten. Damit soll langfristig eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Mann sein ohne Gewalt Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. Ziel: Steigerung des Sozialverhaltens Inhalt: Die Zielgruppe besteht aus Männern, die gegen ihre Partnerin und/oder ihre Kinder oder andere Familienmitglieder gewalttätig geworden sind bzw. aktuell noch gewalttätig sind. Sofern realisierbar, werden auch die Partnerinnen und Familienangehörigen beraten oder an passende Hilfeeinrichtungen vermittelt. Das Projekt arbeitet nach den Standards und Empfehlungen für die Arbeit mit männlichen Tätern im Rahmen von interinstitutionellen Kooperationsbündnissen gegen häusliche Gewalt. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Kinder- und Jugendschutzes, der Polizei sowie weiteren Beratungsstellen statt. Neben Einzel- und Gruppensettings besteht bei akuten Krisen die Möglichkeit einer kurzfristigen Kontaktaufnahme, mit dem Ziel der Deeskalation und der Vorbeugung neuerlicher Gewalt. Ergebnisse der Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes Seite 27 Die o.g. Ergebnisse sind Ausdruck der differenzierten, individuellen Handlungsbe- darfe der Teilnehmenden. Im Bereich der gesundheitlichen Stabilisierung ist im Ge- gensatz zu den Vermittlungen in (weiterführende) therapeutische Hilfen ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. In diesem Bereich kann zum Beispiel auch die Initiierung einer ärztlichen Beratung zu einer positiven Entwicklung führen, ohne dass therapeutische Unterstützung notwendig ist. Der Anstieg im Bereich der ge- sundheitlichen Stabilisierung bedingt auch den Rückgang im Bereich der Steigerung des Arbeits- und Sozialverhalten und ist Ausdruck der komplexen Bedarfslagen der Teilnehmenden im Betrachtungszeitraum. 3.3.5. Angebote als flankierende Hilfen in Arbeitsgelegenheiten Die psychosoziale Begleitung in spezifischen Arbeitsgelegenheiten (AGH) gemäß § 16d SGB II unterstützt die Stabilisierung der persönlichen, familiären bzw. gesundheitlichen Situation der Teilnehmer*innen dieser AGH zusätzlich. Die flankierende Hilfe wird in den Projekten „Müllemer Wäsch- und Kochwiever“, „Gulliver und Lore“, „Zweiradwerkstatt 180°“ und „Kölner Feger“ angeboten. Müllemer Wäsch und Kochwiever Träger: Christliche Sozialhilfe Köln e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das niedrigschwellige Beschäftigungsangebot im Bereich der Arbeitsgelegenheiten bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Seite 28 berufliche Erfahrungen in hauswirtschaftlichen Dienstleistungen, der Seniorenbetreuung, in der Küche und im Service zu machen. Zusätzlich zur Arbeitsgelegenheit wird eine intensive sozialpädagogische Betreuung zur Stabilisierung, Unterstützung und Aktivierung vorgehalten, um eine erfolgreiche Teilnahme an der Arbeitsgelegenheit zu fördern sowie die den Integrationsprozess zusätzlich belastenden Themen zu bearbeiten. Gulliver und Lore Träger: Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Das Angebot richtet sich an Menschen, die meist ohne festen Wohnsitz sind und unter multiplen Problemlagen wie Sucht, Schulden, physischen und psychischen Einschränkungen leiden. Die psychosoziale Begleitung in Ergänzung zur Arbeitsgelegenheit ermöglicht den Teilnehmenrinnen eine Stabilisierung der persönlichen, familiären oder gesundheitlichen Situation. Bei Bedarf erfolgen eine Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote und regelmäßig stattfindende Deeskalationstrainings. Zweiradwerkstatt Träger: Kooperation zwischen Aidshilfe Köln e.V. und Internationaler Bund - IB West gGmbH für Bildung und soziale Dienste Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Die „Zweiradwerkstatt 180°“ bietet für akut Drogengebrauchende ab 18 Jahren Beschäftigung und Qualifizierung im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit. Die zusätzlich erfolgende psychosoziale Betreuung basiert auf einem konzeptionellen Ansatz zur Stabilisierung der Maßnahme-Teilnahme und berücksichtigt, dass die Abhängigkeit bei einem großen Teil der Betroffenen über lange Jahre eine chronische Rückfallkrankheit ist. In diesem Rahmen werden Strategien erarbeitet, um selbst positiv auf Veränderung hinzuwirken und eine Verbesserung der Lebenssituation zu erreichen. Seite 29 Kölner Feger Träger: Sozialdienst katholischer Männer e.V. Ziel: Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Bei der Zielgruppe handelt es sich um langjährig Opiatgebrauchende, die sich in einer Substitution befinden. Im Rahmen der Arbeitsgelegenheit erfolgt die Reinigung und Entmüllung von besonders durch Drogengebrauchende/Wohnungslose belasteten Orten und Orten, die durch die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln nicht abgedeckt werden. Mit Hilfe der zusätzlich angebotenen psychosozialen Betreuung werden die Teilnehmer*innen intensiv unterstützt, wodurch ein wichtiger Beitrag zur Potentialentwicklung in den verschiedenen Bereichen gesellschaftlicher Teilhabe gesichert wird. Ergebnisse der flankierenden Hilfen in Arbeitsgelegenheiten Seite 30 Die TN-Zahl der o.g. Projekte ist abhängig von der Nutzung der entsprechenden Ar- beitsgelegenheiten (AGH). Das Projekt „HIVissimo“ wurde in 2019 nicht mehr als AGH angeboten. Diese Faktoren bedingen u.a. einen Rückgang der Gesamt-TN- Zahl in 2019 in den o.g. Projekten. 3.4. Suchtberatung nach §16a Nr. 4 SGB II Die Angebote „Suchtberatung“ und „Claro Mobil“ sind darauf angelegt, Menschen mit Suchterkrankungen in das Kölner Suchthilfesystem zu integrieren, um die Heranfüh- rung an den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Suchtberatung Träger: Diakonisches Werk Köln und Region, Sozialdienst katholischer Männer e. V. Blaues Kreuz e.V. Psychosomatische Klinik Bergisch Gladbach Drogenhilfe Köln Projekt gGmbH Ziel: Anbindung an das Suchthilfesystem und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Die Träger haben sich zu einem Verbund zusammengeschlossen. Über eine zentrale Telefonnummer sind die Erreichbarkeit und eine Seite 31 schnelle Terminvergabe gewährleistet. Die Zuweisungen zum jeweils für die Suchterkrankung relevanten Träger werden intern verteilt. Inhaltlich gliedert sich die Suchtberatung in zwei Phasen: das Clearing sowie die eigentliche Betreuung. Das Clearing stellt den Suchtstatus fest und klärt die aktuellen Problemlagen. Die Betreuungsphase umfasst die Erstellung einer detaillierten Suchtanamnese, die biographische Anamnese mit Klärung von Arbeitsfähigkeit, Sicherung des Lebensunterhalts, offene juristische Verfahren etc. Es wird überprüft, ob ein ambulantes Suchtsetting möglich ist oder zunächst stationär behandelt werden muss. Der Fokus liegt auf den weiterführenden Angeboten des Suchthilfesystems, in die nach Möglichkeit vermittelt wird. Ergebnisse: Obwohl die Integration in den Arbeitsmarkt nicht primär im Fokus steht, konnten 14 % der Teilnehmer*innen in 2019 Beschäftigung oder Qualifizierungsangebote vermittelt werden. Die Beratungsintensität der Teilnehmer*innen ist in 2019 gestiegen. Der gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Anzahl von Teilnehmer*innen in 2019 stehen 1.884 Beratungskontakte gegenüber (1.900 Beratungs- kontakte in 2018). Seite 32 Claro Mobil Träger: Kooperation zwischen dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und dem Sozialdienst katholischer Männer e.V. Ziel: (Aufsuchende) Anbindung an das Suchthilfesystem und Heranführung an den Arbeitsmarkt Inhalte: Claro Mobil ist ein flexibles und schnell einsetzbares Instrument im Be- reich der Suchtberatung. Kurzfristige Ersttermine sind sowohl im Job- center Köln als auch im privaten Umfeld der Teilnehmer*innen mög- lich. Die Mitarbeiter*innen des Projekts arbeiten ausschließlich aufsu- chend und begleitend. Claro Mobil identifiziert neben der Suchtproblematik auch die oftmals vorhandenen weiteren prekären Problemlagen, ohne dabei das Sucht- problem und eine Anbindung an die Einrichtungen des Suchthilfesys- tems aus den Augen zu verlieren. Ergebnisse: 2019 wurden 29 Begleitungen regulär abgeschlossen, davon stand bei 52% der Teilnehmer*innen die Klärung gesundheitlicher Einschrän- kungen im Mittelpunkt. Nach erfolgreicher Klärung konnten:  19% in Fachkliniken zur Entgiftung vermittelt werden.  13% entschieden sich, eine ambulante Therapie zu beginnen.  13% fanden einen Platz in einer stationären Therapieeinrichtung.  13% beendeten die Suchtberatung mit Konsumreduktion bzw. Abstinenz. Seite 33 4. Fallbeispiele BiSKids – Angebot nach §16a Nr. 1 SGB II beim Träger Christliche Sozialhilfe Köln e.V. „Der Kooperationspartner von BiSKids, die „Stadtteileltern“, ein Projekt der CSH Köln e.V., das Integrationsbegleitung für Eltern und Familien anbietet, nahm Anfang Herbst 2019 Kontakt zu BiSKids auf. Die Mitarbeiterin des Projektes erkundigt sich für eine geflüchtete Familie nach einem Betreuungsplatz für einen 3-jährigen Jungen. Zum Erstgespräch bei BiSKids begleitete die Stadtteilmutter die Familie, da die Frau nur wenig Deutsch sprach. Die 5-fache Mutter erzählt, dass sie mit ihren drei jüngs- ten Kindern vor ihrem gewalttätigen Mann geflüchtet war und zuerst in einem Eltern- Kind-Heim gelebt hatte, bis sie in eine eigene Wohnung einziehen konnte. Zwei ihrer Kinder gehen zur Schule, der Jüngste hatte keinen Kindergartenplatz bekommen. Aus diesem Grund konnte sie sich nicht zum Deutsch-Sprachkurs anmelden. Die äl- teren Kinder sind im Haushalt des Vaters geblieben. Die Mutter wurde aufgrund vieler Problematiken von einer Familienhelferin seitens des Jugendamtes unterstützt. Der strukturierte Alltag und die kindgerechte Umgebung bei BiSKids geben dem 3- jährigen Sicherheit. Das Kinderbetreuungsangebot bietet dem Jungen gute Voraus- setzungen, um rasch die deutsche Sprache zu erlernen und Kontakte zu anderen Kindern aufzubauen. Die sozialpädagogische Fachkraft von BiSKids unterstützt die Mutter in Erziehungs- fragen und leitet sie zu Hilfsangeboten weiter, die für sie infrage kommen. Die Mutter hat sich für einen Deutsch-Sprachkurs angemeldet und wartet auf einen freien Platz.“ Budget- und Schuldnerberatung des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen e.V. – Angebot nach §16a Nr. 2 SGB II "(...) Herr S. ist türkischsprachig und ist der deutschen Sprache nicht mächtig. (...) Herr S. hatte keinen Überblick mehr über seinen aktuellen Schuldenstand. Seine Un- terlagen waren unvollständig und er war mit dieser Situation sehr überfordert. Außer- dem brachte er ungeöffnete Briefe mit, da er nicht mehr in der Lage war, diese zu ordnen. (...) Da es einen Pfändungs-und Überweisungsbeschluss von einem Gläubi- ger gab, wurde das Konto von Herrn S. gepfändet. Es wurde eine Bescheinigung zur Umwandlung des Girokontos in ein pfändungsgeschütztes Konto (P-Konto) ausge- stellt. (...) Er hatte Schulden in Höhe von ca. 18.600,00 € bei 17 Gläubigern. Daraufhin wurde eine differenzierte Überprüfung der Forderungen vorgenommen und der Verfahrens- stand überprüft. Durch weitere Gespräche mit Herrn S. wurden ihm Möglichkeiten zur Regulierung seiner Schulden aufgezeigt und ein Entschuldungskonzept erstellt. Au- ßerdem wurde in der Zwischenzeit auch eine Schufa-Auskunft angefordert und über- prüft, um zu klären, ob weitere Forderungen bei anderen Gläubigern existieren. Nach Aufbereitung seiner Akte wurde eine Einigung mit den Gläubigern über eine Schuldenbereinigung versucht. Nach mehrheitlicher Ablehnung und Scheitern des Seite 34 außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplanverfahrens wurde aufgrund seiner fi- nanziellen und persönlichen Situation mit Herrn S. vereinbart, dass eine Regulierung in Form einer Verbraucherinsolvenz sinnvoll wäre. (…) Später wurde mit unserer Un- terstützung beim Amtsgericht Köln ein Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsol- venzverfahrens mit Herrn S. gestellt. Mit der Unterstützung der Schuldnerberatung wurden auch andere Beratungsinstituti- onen wie z.B. die Erwerbslosenberatung und die Familienberatung miteinbezogen. Derzeit befindet sich Herr S. in der Wohlverhaltensperiode. Zudem hat er nun eine Teilzeitbeschäftigung und versucht seinen Lebensunterhalt zu sichern. Er ist bemüht eine Vollzeitbeschäftigung zu bekommen, um seinen Lebensunterhalt eigenständig ohne aufstockende ALG-II-Leistungen zu sichern. (...)" Alternative Wege in den Job – Angebot nach §16a Nr. 3 SGB II beim Träger Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V. „Frau N., 34 Jahre, vor 15 Jahren aus dem Irak geflohen, 3 Kinder, verwitwet. Frau N. hat an der TAS ihren Hauptschulabschluss vor 1 Jahr erworben und möchte eine Ausbildung absolvieren. Sie hat sich dazu entschieden, Gesundheits- und Kran- kenpflegerin zu werden und braucht Unterstützung bei der Erstellung einer Bewer- bung. Mit Frau N. wird ein Motivationsschreiben entwickelt und die Bewerbungs- mappe zusammengestellt. Frau N. erhält den Ausbildungsplatz, beginnt die Ausbil- dung mit viel Engagement, wird aber zum Ende der Probezeit gekündigt, da sie ei- nen Prüfungsteil sehr knapp nicht besteht, obwohl sie in der Praxis gute Rückmel- dungen erhielt. Frau N. sucht die Beratung wieder auf, sie ist niedergeschlagen, weil ihr Wunschbe- ruf erst einmal in die Ferne gerückt ist. Im Gespräch wurde analysiert, welche Schwierigkeiten und welche positiven Effekte während der Ausbildungszeit entstan- den sind. Dieser Rückschlag setzte Frau N. seelisch zu. Sie bat um einen weiteren Termin für eine berufliche Beratung. Bei diesem weiteren Termin wurde vor allem ihre Motiva- tion gestärkt, nicht aufzugeben, Absagen nicht zu persönlich zu nehmen, sich zu er- innern, welche Erfolge sie durch den Einsatz ihrer Ressourcen in der Vergangenheit schon erarbeitet hat. (Flucht, Integration in eine neue Kultur, Verlust des Partners, drei Kinder alleine erzogen, Schulabschluss nachgeholt, mehrere Praktika mit guten Praktikumszeugnissen etc.). Frau N. setzte sich in im Verlauf der Beratung mit ihrem ursprünglichen Berufswunsch auseinander und entschied sich, sich noch einmal für die Ausbildung zu bewerben. Daraufhin wurde ein Bewerbungsschreiben erstellt, in dem die guten praktischen Leistungen und die positiven Rückmeldungen einer ihrer Anleiterinnen eingeflochten wurden. Sie erhielt daraufhin eine Zusage der Kranken- pflegschule und konnte die Ausbildung Anfang 2020 im 2. Anlauf wieder neu starten.“ Seite 35 Claro Mobil – Angebot nach §16a Nr. 4 SGB II bei den Trägern Sozialdienst ka- tholischer Frauen e.V. und dem Sozialdienst katholischer Männer e.V. „Herr K. wird im Mai 2019 durch das Jobcenter Köln zugewiesen. Herr K. ist 48 Jahre alt und Alkoholiker. Er hat mehrere Entgiftungen absolviert und ist, wie seine Lebens- gefährtin, immer wieder rückfällig geworden. Herr K. ist wegen einer Sehbehinderung auf die Unterstützung seiner Lebensgefährtin im Alltag angewiesen, so dass sie ihr Schicksal gemeinsam teilen. Beim Einstieg in die „Claro Mobil“-Begleitung trinken beide nach eigener Aussage nicht, beim Hausbesuch geben sie zu, einen Rückfall erlitten zu haben. Herr K. lehnt eine Langzeittherapie ab, lässt sich aber auf eine Begleitung zur Sucht- beratungsstelle ein, bei dem offensichtlich wird, wie schädlich die symbiotische Be- ziehung für beide Partner ist. Nach dem Rückfall entschließen sich Herr K. und seine Lebensgefährtin erneut zur Entgiftung und werden bei der Anmeldung durch „Claro Mobil“ unterstützt. Im Juli wird Herr K. mit Verdacht auf Schlaganfall in die Klinik ein- geliefert, verlässt diese jedoch, weil er seine Lebensgefährtin nicht alleine lassen möchte. In der darauffolgenden Zeit blockieren beide die Aufnahme in die Entgiftung gegen- seitig, da keiner ohne den anderen gehen möchte, die Klinik die Trennung der beiden während der Entgiftung aber zur Auflage macht. Schließlich geben Herr K. und vor allem seine Lebensgefährtin nach, zuerst absolviert sie die Entgiftung, danach Herr K. Durch „Claro Mobil“ wird für die Zeit nach der Entlassung eine ambulante Hilfe für beiden installiert, die Begleitung durch „Claro Mobil“ wird im September 2019 been- det.“ Seite 36 5. Schlusswort Die dargestellten Ergebnisse dokumentieren, dass Jobcenter, Kommune und Träger ihre gute und konstruktive Zusammenarbeit in 2019 erfolgreich fortgesetzt haben. Das Angebotsportfolio hat sich dank des gemeinsamen Bestrebens zu einem in die- ser Art nahezu einzigartigen Netz sozialintegrativer Eingliederungsleistungen entwi- ckelt und etabliert. Das von der Stadt Köln leicht erhöhte Finanzbudget für diese Leistungen ermöglichte auch im Jahr 2019 den Erhalt der Angebotsvielfalt. Mit intensiver Betreuung, individu- eller Beratung und wirksamer Förderung leisten die Träger ein wichtiges Angebot für Menschen, die auf ihrem Weg ohne diese Unterstützung absehbar keine realistische Chance auf die Heranführung und Eingliederung in den Arbeitsmarkt haben. Die enge Verzahnung der Angebote nach §16a SGB II mit anderen Förder- und Re- gelinstrumenten im Rahmen des Integrationsprozesses hat sich bewährt. Die betei- ligten Akteure sind sich ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Kölner Bürgerin- nen und Bürger bewusst. Der Mensch steht weiterhin im Mittelpunkt. Um dies auch künftig sicherzustellen und die relevanten Kostensteigerungen – bei- spielsweise aus Tariferhöhungen, gestiegenen Energie- und Mietkosten – berück- sichtigen zu können, bedarf der Etat für die kommunalen Eingliederungsleistungen auch zukünftig einer adäquaten Höhe und Ausrichtung. Die Wirkung entfaltet sich dabei nicht nur in Bezug auf den einzelnen Menschen, sondern auch über das soziale Umfeld der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Sozialraum hinein.
  • Anlage 3 Monitoring_ Nov 2020

    PDF

    Herunterladen: Anlage 3 Monitoring_ Nov 2020

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Anlage 3 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 14.01.2021 Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2010 Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2020 Ergebnismonitoring November 2020 \\Dst.baintern.de\dfs\357\Ablagen\D35702-JC-Koeln-F-C\Controlling\00_Controlling JC\2020\08_kommunale Berichte\01_Monitoring\2020-11 Monitoring.xlsx ErwartungswertPrognose Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt in Tausend EUR - 288.613 303.625 15.011 5,2% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2020 26.797,5 53.655,8 80.425,2 107.115,5 133.691,1 160.138,2 186.320,6 212.310,1 238.215,9 263.807,7 288.613,4 314.037,5 Ist 2020 51.647,8 78.043,1 105.845,5 134.535,5 163.446,8 192.290,0 220.945,7 249.296,4 276.919,0 303.624,7 - Ist 2019 26.479,8 53.019,6 79.471,6 105.845,3 132.105,8 158.239,4 184.111,3 209.792,6 234.520,8 260.791,8 285.931,0 310.313,7 Zielmonitoring Jobcenter Köln Verringerung der Hilfebedürftigkeit November 2020 - 50.000,0 100.000,0 150.000,0 200.000,0 250.000,0 300.000,0 350.000,0 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt (ohne LUH ) in T EUR Ist 2020 Ist 2019 Soll 2020 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 2 ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Integrationsquote 0,0% 21,0% 16,7% -4,23%-Pkte -20,2% Anteil der Integrationen (JFW) kontinuierliche: 56,6% (November 2019) bedarfsdeckende: 31,1% (Mai 2020) Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2020 1,6% 3,4% 5,2% 7,1% 8,9% 10,8% 12,8% 15,3% 18,0% 19,9% 21,0% 23,0% Ist 2020 1,6% 3,3% 4,9% 5,9% 6,8% 8,0% 9,5% 12,0% 14,2% 15,8% 16,7% 0,0% Ist 2019 1,6% 3,3% 5,1% 7,0% 8,8% 10,6% 12,6% 15,1% 18,0% 20,2% 21,7% 22,7% Anzahl der Integrationen (Jahresfortschrittswert) Ist 2020 1.227 2.621 3.845 4.686 5.453 6.518 7.835 9.924 11.829 13.195 13.971 - Ist 2019 1.322 2.709 4.180 5.719 7.129 8.627 10.213 12.254 14.545 16.314 17.497 18.235 Zielmonitoring Jobcenter Köln Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit November 2020 0,0% 5,0% 10,0% 15,0% 20,0% 25,0% Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Integrationsquote Ist 2020 Ist 2019 Soll 2020 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 3 ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - 57.823 58.668 845 1,5% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2020 57.062 57.527 57.719 57.832 57.881 57.948 57.981 57.967 57.929 57.875 57.823 57.758 Ist 2020 58.171 58.112 58.133 58.213 58.324 58.459 58.583 58.678 58.724 58.731 58.668 - Ist 2019 58.772 58.848 58.927 58.960 58.999 59.036 59.060 59.035 58.987 58.934 58.871 58.757 November 2020Zielmonitoring Jobcenter Köln Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug 56.000 56.500 57.000 57.500 58.000 58.500 59.000 59.500 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - JDW Ist 2020 Ist 2019 Soll 2020 Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit Seite 4 Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) 332.612,50 346.037,94 13.425,4 4,0% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2020 30.237,5 60.475,0 90.712,5 120.950,0 151.187,5 181.425,0 211.662,5 241.900,0 272.137,5 302.375,0 332.612,5 362.850,0 Ist 2020 29.089,7 57.540,9 87.342,8 118.533,8 151.166,0 184.400,1 217.713,9 250.142,8 282.611,7 314.152,2 346.037,9 - Ist 2019 29.659,5 59.793,6 89.284,9 119.854,8 149.622,1 179.153,1 209.362,2 238.554,0 267.581,2 296.693,4 325.886,7 354.717,7 Zielmonitoring Jobcenter Köln Kosten der Unterkunft November 2020 - 50.000,0 100.000,0 150.000,0 200.000,0 250.000,0 300.000,0 350.000,0 400.000,0 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) Ist 2020 Ist 2019 Soll 2020 Datenquelle: ERP Seite 5 Mitteilung zur Sitzung des Sozialausschusses am 26.01.2017 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Ist 2020 167 341 523 635 732 872 1.017 1.217 1.438 1.657 1.819 - Ist 2019 149 321 542 746 956 1.161 1.396 1.619 1.860 2.092 2.286 2.431 Zielmonitoring Jobcenter Köln JOB-Offensive KÖLN November 2020 - 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Integrationen (Jahresfortschrittswert) der JOB-Offensive KÖLN Ist 2020 Ist 2019 Datenquelle: eigene Auswertung Seite 6 Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in % 419 327 92 - -21,9% 81596 Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Soll 2020 24 55 85 134 162 201 246 293 343 390 419 441 Ist 2020 36 73 107 124 140 159 198 246 284 310 327 - Ist 2019 24 55 85 134 162 201 246 293 343 390 419 441 Zielmonitoring Jobcenter Köln Integration schwerbehinderter Menschen November 2020 Integration von schwerbehinderten Menschen - 50.000,0 100.000,0 150.000,0 200.000,0 250.000,0 300.000,0 350.000,0 400.000,0 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Integration von schwerbehinderten Menschen Ist 2020 Ist 2019 Soll 2020 Datenquelle: S2S - Cockpit Seite 7 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Hochrechnung Anzahl Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2020 57.573 57.488 58.701 61.884 63.761 64.447 64.397 64.088 63.490 62.370 61.644 - Ist 2019 59.478 59.500 59.432 59.294 59.074 58.850 58.732 58.415 58.226 58.001 57.740 57.517 Anzahl Personen in Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport Ist 2020 114.965 114.830 116.900 122.095 125.028 126.063 125.977 125.493 - - - - Ist 2019 118.240 118.118 118.041 117.890 117.634 117.335 117.210 116.565 116.262 115.624 115.169 114.790 Anzahl Regelleistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2020 110.940 110.776 112.864 117.946 120.767 121.763 121.694 121.105 120.056 118.076 117.237 Ist 2019 114.381 114.254 114.202 114.058 113.784 113.510 113.326 112.546 112.258 111.657 111.235 110.820 Anzahl erwerbsfähige Leistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit Ist 2020 78.660 78.559 80.318 84.608 87.050 87.970 87.980 87.517 86.638 85.103 84.380 Ist 2019 81.397 81.394 81.306 81.138 80.894 80.638 80.507 79.904 79.601 79.159 78.793 78.486 Quote der Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch* Datenquelle: Kreisreport, Daten mit Wartezeit von 3 Monaten Ist 2020 12,3% 12,3% 12,5% 13,1% 13,4% 13,5% 13,5% Ist 2019 12,8% 12,8% 12,7% 12,7% 12,7% 12,7% 12,6% 12,5% 12,5% 12,4% 12,3% 12,3% Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug Anzahl Arbeitslose nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gesamt Datenquelle: Arbeitsmarktreport Ist 2020 33.146 32.717 32.558 35.569 37.857 38.076 38.309 38.691 38.110 37.883 37.484 Ist 2019 32.398 32.308 32.543 32.667 33.869 34.722 34.663 34.926 33.843 33.680 32.750 32.523 Kosten der Unterkunft Kosten der Unterkunft - Veränderungsquote zum Vorjahresergebnis (Vorjahresmonat) Datenquelle: Finanzen Jobcenter Köln Ist 2020 29.089,73 57.526,00 87.342,79 118.533,76 151.166,03 184.400,11 217.713,86 250.142,76 282.611,73 314.152,16 346.037,94 - Ist 2019 29.659,47 59.793,63 89.284,85 119.854,84 149.622,08 179.153,05 209.362,21 238.553,98 267.581,23 296.693,37 325.886,69 354.717,70 Ist / Ist-Vergleich -1,9% -3,8% -2,2% -1,1% 1,0% 2,9% 4,0% 4,9% 5,6% 5,9% 6,2% - November 2020Zielmonitoring Jobcenter Köln Indikatoren * Zähler = Leistungsberechtigte nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (erwerbsfähigeLeistungsberechtigte, nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, sonstige Leistungsberechtigte [z.B. Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II]) / Nenner = Bevölkerung unter 65 Jahre Seite 8
  • Mitteilung Ausschuss

    PDF

    Herunterladen: Mitteilung Ausschuss

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/5000 JC Vorlagen-Nummer 22.12.2020 3696/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 14.01.2021 Bericht des Jobcenter Köln Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales und Senioren – auf Wunsch des Jobcenter Köln – den folgenden Bericht vor. Anlagen: Bericht des Jobcenter Köln Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln: Situation im Jobcenter Köln Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln: Personalhaushalt 2021 – aktuelle Betreuungssituation Anlage 3 zum Bericht des Jobcenter Köln: Ergebnismonitoring Monat 11/2020 Anlage 4 zum Bericht des Jobcenter Köln: Kommunale Eingliederungsleistungen – Jahresbericht 2019 Anlage 5 zum Bericht des Jobcenter Köln: 15 Jahre SGB II Gez. Dr. Rau
  • Anlage 1 Situation_JC_Köln

    PDF

    Herunterladen: Anlage 1 Situation_JC_Köln

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 14.01.2021 Situation im Jobcenter Köln Bestände Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 BG 57.573 57.488 58.701 61.884 63.761 64.447 64.397 64.088 63.490 62.370 61.644 5.387+ +9,2% BG mit 1 Person 31.237 31.199 32.010 34.196 35.516 36.042 36.047 35.864 3.854+ +12,0% BG mit 2 und mehr Personen 26.336 26.289 26.691 27.688 28.245 28.405 28.350 28.224 1.533+ +5,7% Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 ELB 78.660 78.559 80.318 84.608 87.050 87.970 87.980 87.517 86.638 85.103 84.380 7.199+ +9,0% dar. SEL* 1.881 2.413 3.038 3.362 3.574 3.641 3.532 3.216 3.178 1.335+ +71,0% dar. KUG* 3 480 1.388 1.817 1.837 1.667 1.503 1.148 996 - - *Daten aus dem OPDS, KUG-Daten zu Beginn der Erhebung nicht valide. Legende: BG=Bedarfsgemeinschaft/en; ELB=erwerbsfähige Leistungsberechtigte; SEL=Selbständige; KUG=Kurzarbeitergeld; OPDS = operativer Datensatz Hochrechnungen Differenz zu März 2020 (Abs.) Differenz zu März 2020 (Proz.) Differenz zu März 2020 (Abs.) Differenz zu März 2020 (Proz.) 20.000 25.000 30.000 35.000 Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 BG mit 1 Person BG mit 2 und mehr Personen - 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 72.000 74.000 76.000 78.000 80.000 82.000 84.000 86.000 88.000 90.000 Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 ELB dar. SEL* dar. KUG* >> Von März bis August ist die Zahl der BG um 9,2 Prozent gestiegen. >> In der gleichen Zeit sind vermehrt BG mit einer Person zugegangen (+12,0%). Seite 1 von 3 Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 Erwerbstätige LB 20.689 20.555 20.906 20.381 19.606 19.773 19.946 20.105 - 801 -3,8% Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 Übertritte SGBIII 212 184 234 227 201 41 43 101 237 235 Legende: LB=Leistungsberechtigte, ELB = erwerbsfähige Leistungsberechtigte Differenz zu März 2020 (Abs.) Differenz zu März 2020 (Proz.) 18.500 19.000 19.500 20.000 20.500 21.000 21.500 Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 Erwerbstätige LB >> Von März bis August ist die Zahl der ELB um 9,0 Prozent gestiegen. >> Die Zahl der erwerbstätigen Leistungsberechtigten war rückläufig (-801 März bis August). >> Entgegen der Entwicklung ist die Zahl der selbstständigen erwerbstätigen Leistungsberechtigten(bis August) um +1.760 gestiegen. >> Bei den Leistungsberechtigten mit Kurzarbeitergeld ist von einem ähnlichen Anstieg auszugehen. >> Durch die Verlängerung des Arbeitslosengeldes (SGBIII) um drei Monate, waren die Übertritte aus diesem Bereich rückläufig. >> Es ist davon auszugehen, dass diese Kund*innen zu Beginn des nächsten Jahres zusätzlich in den SGBII Bereich übergehen. Wir rechnen ungefähr mit 450 Kund*innen mehr als üblich im ersten Quartal. - 50 100 150 200 250 Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020 Übertritte SGBIII Seite 2 von 3 Zielplanung für 2021 Mit der Zielwertplanung der Integrationsquote sowie des Bestandes an Langzeitarbeitslosen stellen sich in Zeiten der anhaltenden Corona-Krise ganz besondere Herausforderungen. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes wird in verschiedenen Prognosen unterschiedlich beurteilt und immer im Nachsatz mit dem Hinweis auf bestehende Unsicherheiten versehen. In der Berechnung der Zielwerte geht das Jobcenter ganz bewusst den Weg einer positiven Betrachtung der möglichen Entwicklung des Arbeitsmarktes im kommenden Jahr. Das Jobcenter Köln möchte hier ein Zeichen und mit ambitionierten Engagement den Folgen der Pandemie entgegenwirken. Ausgegangen wird für das Jahr 2021 von einer wirtschaftlichen Erholung mit tendenziell positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Der Aufschwung wird 2021 jedoch noch den „Dämpfungsfaktoren“ der Pandemie unterliegen. Erst für das Jahr 2022 wird eine Verstetigung in weiten Teilen der Wirtschaft erwartet. Im Ergebnis ist eine Steigerung der Integrationen um 8,9% zum Jahresendergebnisses 2020 für 2021 das Ziel. Der Anstieg der Anzahl an Langzeitleistungsbezieher*innen wird mit moderaten 2,5% geplant. Mit dieser Planung liegt das Jobcenter Köln klar innerhalb der von der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellten Planungskorridore. Seite 3 von 3

Beratungsverlauf

  1. 14.01.2021

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 8.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

War diese Seite hilfreich?

Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz