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3696/2020

Bericht des Jobcenter Köln

Mitteilung Ausschuss 22.12.2020

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 14.01.2021, TOP 8.1

Anlage 2 Personalhaushalt 2021 - aktuelle Betreuungssituation

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Anlage 3 Monitoring_ Nov 2020

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Anlage 5 15 Jahre SGB II

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Anlage 4 KEL_Bericht_2019

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Mitteilung Ausschuss

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Bericht des Jobcenter Köln

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Anlage 1 Situation_JC_Köln

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Anlage 2 Personalhaushalt 2021 - aktuelle Betreuungssituation

6453 Zeichen

Anlage 2 zur Mitteilung „Bericht des Jobcenter Köln“ zur Sitzung 
des Ausschusses für Soziales und Senioren am 14.01.2021 
Personalhaushalt 2021 – aktuelle Betreuungssituation 
 
Die Trägerversammlung hat am 12.08.2020 unter anderem über die krisenbedingten 
Mehrstellen für das Jobcenter Köln entschieden. 
 
Im Vorfeld hierzu fanden seit Beginn der Krise  mehrere Gespräche mit beiden Trägern st att 
um das Vorgehen bei der Planung festzulegen. Bei allen Überlegungen standen diese Punkte 
im Fokus: 
 Eine schnelle und pragmatische Entscheidung über die Anträge von Ne ukund*innen 
muss durchgängig sichergestellt werden 
 Die Auszahlung der laufenden Leistungsansprüche hat Vorrang vor allen anderen 
Aufgaben 
 Der eingeschränkte persönliche Kontakt muss durch andere Wege kompensiert 
werden, dafür muss die Erreichbarkeit über telefonische und digitale Kanäle gesichert 
werden  
 
Um dies zu gewährleisten hat sich das Jobcenter zunächst auf die Stellenbedarfe im 
Leistungsbereich konzentriert. Maßgeblich ist hierbei die Zahl der zu betreuenden 
Bedarfsgemeinschaften sowie der Neuanträge zu ermitteln. Die dynamische Entwicklung der 
Pandemie lässt jedoch lediglich eine Schätzung zu, wie hoch die Zahl der Neuanträge in den 
kommenden Monaten sein wird. Ebenso unsicher ist die Prognose, wie schnell die 
Bedarfsgemeinschaften die Hilfebedürftigkeit wieder beenden können.  
Für eine qualifizierte Schätzung wurden aus den Erfahrungen der ersten Krisenmonate eine 
Prognose für die kommenden Monate und damit auch für die Zahl der Bedarfsgemeinschaften 
im kommenden Jahr erstellt. Gemeinsam mit den Trägern des Jobcenters wurde diskutiert und 
festgelegt, welche  Werte und Parameter hierfür genutzt werden sollen . Anhand dieser 
Schätzung wurde der Personalbedarf für die Leistungsgewährung ermittelt. 
 
Im Hinblick auf die Haushaltslag e der Stadt Köln  wurden nur die zwingend erforderlichen 
Bedarfe für den Leistungsbereich beantragt. Die beantragten Stellen umfassen ausschließlich 
den Mehrbedarf für die laufende Leistungsgewährung sowie die benötigten Kapazitäten um 
die telefonische Erreichbarkeit für die Kund*innen zu verbessern.  
Die Größenordnung der zusätzlichen Stellen nimmt zudem eine Erhöhung der bisherigen 
Betreuungsrelation in Kauf, so dass eine Mehrbelastung für alle Mitarbeiter*innen zu erwarten 
ist. 
  
Die steigende Zahl der Bedarfsge meinschaften verursacht auch in  anderen Bereichen des 
Jobcenters einen höheren Arbeitsaufwand . Hierfür wurden keine zusätzl ichen Stellen 
beantragt, die Mehrbelastung wird ebenfalls aus den vorhanden Kapazitäten aufgefangen. 
Insbesondere sind diese Bereiche hiervon betroffen: 
 Die Stellenzahl im Orientierungsservice bleiben unverändert, die  Erstbewilligung wird 
aus den vorhandenen Kapazitäten aufgefangen. Hierfür wurden bislang (und werden 
ggfls. auch zukünftig) andere Bereiche zur Unterstützung herangezogen.  
 Die vorhandenen Leistungsteams werden  deutlich vergrößert, es werden  keine 
zusätzlichen Stellen für Teamleitungen beantragt. Der Mehraufwand wird von den  
vorhandenen Teamleiter*innen aufgefangen. 
 Zentrale Bereiche wie die Fachunterstützung, Widerspruchsstelle oder die 
Unterhaltsheranziehung werden trotz steigender Fallzahlen nicht ausge baut. Die 
Mehrarbeit muss durch die vorhandenen Stellen aufgefangen werden.

Seite 2 
Bis jetzt ist kaum zu eruieren , wie sich die Krise in den folgenden Jahren auf die Z ahl der 
Bedarfsgemeinschaften und damit auf die erforderliche Personalausstattung auswirkt. Die 
Dauer und der Umfang der wirtschaftlichen Beschränkungen werden dies maßgeblich 
beeinflussen. Daher wurden die krisenbedingten Mehrstellen zunächst befristet eingerichtet, 
die Trägerversammlung hat sich auf eine Befristung aller krisenbedingten Mehrstellen bis zum 
31.12.2021 verständigt. Die Befristung bezieht sich nicht auf die Arbeitsverträge, beide Träger 
sprechen sich ausdrücklich für die weitere unbefristete Einstellung aus.  Im Laufe des Jahres 
2021 werden die Bedarfe überprüft und in einer kommenden Sitzung der Trägerversammlung 
über den weiteren Verbleib  dieser Stellen entschieden.  Sollten die Stellen dann nicht mehr 
benötigt werden, erfolgt die Freisetzung über die regelmäßige Fluktuation. 
 
Bei diesen Entscheidungen ist der Integrationsbereich d es Jobcenters  bislang 
unberücksichtigt geblieben.  
Der Integrationsbereich steht vor der Herausforderung, für die  Kund*innen das „neue 
Tagesgeschäft“ in der Beratungsarbeit zu etablieren. Neue Formen der Beratung müssen von 
Mitarbeiter*innen und Kund*innen in angemessenem Tempo und Umfang erfahren, erlernt und 
geübt werden.  
Je schneller dies gelingt, umso besser können Qualifizierungs- und Stellenangebote 
unterbreitet und auch angenommen werden.  
 
Bereits vor Beginn der Krise haben interne Analysen und Benchmarks mit anderen Jobcentern 
einen Handlungsbedarf in der Stellenausstattung des Integrationsbereichs  ergeben. Die 
Orientierungswerte für die Betreuungsschlüssel werden überschritten, auch im Vergleich der 
vier größten Jobcenter bundesweit liegt Köln hier an letzter Stelle. 
So lag der Betreuungsschlüssel zum Jahresende 2019 in Köln bei 1:163 im Bereich der Ü25-
Betreuung und bei 1:78 im Bereich U25. Der bundesweite Durchschnitt lag zu diesem 
Zeitpunkt bei 1:121 (Ü25) bzw. 1:67 (U25). Der Durchschnittswert der vier größten Jobcenter 
lag bei 1:134 (Ü25) bzw. 1:72 (U25). 
Da bei der Ermittlung der Betreuungsschlüssel auch angrenzende und administrative Bereiche 
anteilig eingerechnet werden betreut jede Integrationsfachkraft tatsächlich nahezu doppelt so 
viele Kund*innen wie durch diesen Wert ausgewiesen wird. 
Nach diesen Ergebnissen wäre auch hier ein Stellenzuwachs notwendig. 
 
Zur Bewältigung der Krise hat sich die Geschäftsführung dennoch entschieden, vorrangig 
den Leistungsbereich zu stärken und keine zeitgleiche Mehrung im Integrationsbereich 
anzustreben. Die angespannte und unsichere Haushaltslage des kommunalen Trägers führt 
in den städtischen Dienststellen dazu, dass dort lediglich 40% der krisenbedingten 
Mehrbedarfe realisiert werden können. Diese Vorgehensweise hat auch die Überlegungen 
im Jobcenter maßgeblich beeinflusst. 
 
Fazit: Die krisenbedingte Ausweitung des Kapazitätsplanes deckt nur den Mehraufwand ab , 
der für die Leistungsgewährung nach restriktiver Schätzung der Entwicklungen zu erwarten 
und aus den vorhandenen Kapazitäten nicht mehr sicherzustellen ist.

Anlage 3 Monitoring_ Nov 2020

11454 Zeichen

Anlage 3 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 14.01.2021
Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2010
Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2020
Ergebnismonitoring
November 2020
\\Dst.baintern.de\dfs\357\Ablagen\D35702-JC-Koeln-F-C\Controlling\00_Controlling JC\2020\08_kommunale Berichte\01_Monitoring\2020-11 Monitoring.xlsx

ErwartungswertPrognose Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt in Tausend EUR -                288.613       303.625       15.011 5,2%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 26.797,5        53.655,8        80.425,2        107.115,5      133.691,1      160.138,2      186.320,6      212.310,1      238.215,9      263.807,7      288.613,4      314.037,5      
Ist 2020 51.647,8        78.043,1        105.845,5      134.535,5      163.446,8      192.290,0      220.945,7      249.296,4      276.919,0      303.624,7      -                 
Ist 2019 26.479,8        53.019,6        79.471,6        105.845,3      132.105,8      158.239,4      184.111,3      209.792,6      234.520,8      260.791,8      285.931,0      310.313,7      
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Verringerung der Hilfebedürftigkeit November 2020
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt (ohne LUH ) in T EUR
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 2

ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Integrationsquote 0,0% 21,0% 16,7% -4,23%-Pkte -20,2%
Anteil der Integrationen (JFW)
kontinuierliche: 56,6% (November 2019)
bedarfsdeckende: 31,1% (Mai 2020)
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 1,6% 3,4% 5,2% 7,1% 8,9% 10,8% 12,8% 15,3% 18,0% 19,9% 21,0% 23,0%
Ist 2020 1,6% 3,3% 4,9% 5,9% 6,8% 8,0% 9,5% 12,0% 14,2% 15,8% 16,7% 0,0%
Ist 2019 1,6% 3,3% 5,1% 7,0% 8,8% 10,6% 12,6% 15,1% 18,0% 20,2% 21,7% 22,7%
Anzahl der Integrationen (Jahresfortschrittswert)
Ist 2020 1.227             2.621             3.845             4.686             5.453             6.518             7.835             9.924             11.829           13.195           13.971           -                 
Ist 2019 1.322             2.709             4.180             5.719             7.129             8.627             10.213           12.254           14.545           16.314           17.497           18.235           
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit November 2020
0,0%
5,0%
10,0%
15,0%
20,0%
25,0%
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integrationsquote
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 3

ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Bestand an Langzeitleistungsbeziehern -                57.823         58.668 845 1,5%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 57.062           57.527           57.719           57.832           57.881           57.948           57.981           57.967           57.929           57.875           57.823           57.758           
Ist 2020 58.171           58.112           58.133           58.213           58.324           58.459           58.583           58.678           58.724           58.731           58.668           -                 
Ist 2019 58.772           58.848           58.927           58.960           58.999           59.036           59.060           59.035           58.987           58.934           58.871           58.757           
November 2020Zielmonitoring Jobcenter  Köln Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
 56.000
 56.500
 57.000
 57.500
 58.000
 58.500
 59.000
 59.500
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - JDW
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 4

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) 332.612,50     346.037,94 13.425,4       4,0%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 30.237,5         60.475,0         90.712,5         120.950,0       151.187,5       181.425,0       211.662,5       241.900,0       272.137,5       302.375,0       332.612,5       362.850,0       
Ist 2020 29.089,7         57.540,9         87.342,8         118.533,8       151.166,0       184.400,1       217.713,9       250.142,8       282.611,7       314.152,2       346.037,9       -                 
Ist 2019 29.659,5         59.793,6         89.284,9         119.854,8       149.622,1       179.153,1       209.362,2       238.554,0       267.581,2       296.693,4       325.886,7       354.717,7       
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Kosten der Unterkunft November 2020
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
 400.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR)
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: ERP
Seite 5

Mitteilung zur Sitzung des Sozialausschusses am 26.01.2017
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Ist 2020 167                341                523                635                732                872                1.017             1.217             1.438             1.657             1.819             -                 
Ist 2019 149                321                542                746                956                1.161             1.396             1.619             1.860             2.092             2.286             2.431             
Zielmonitoring Jobcenter  Köln JOB-Offensive KÖLN November 2020
 -
 500
 1.000
 1.500
 2.000
 2.500
 3.000
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integrationen (Jahresfortschrittswert) der JOB-Offensive KÖLN 
Ist 2020
 Ist 2019
Datenquelle: eigene Auswertung
Seite 6

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
419                327                92 -               -21,9%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2020 24                  55                  85                  134                162                201                246                293                343                390                419                441                
Ist 2020 36                  73                  107                124                140                159                198                246                284                310                327                -                 
Ist 2019 24                  55                  85                  134                162                201                246                293                343                390                419                441                
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Integration schwerbehinderter Menschen November 2020
Integration von schwerbehinderten Menschen
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
 400.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integration von schwerbehinderten Menschen
Ist 2020
 Ist 2019
 Soll 2020
Datenquelle: S2S - Cockpit
Seite 7

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Hochrechnung
Anzahl Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2020 57.573         57.488           58.701          61.884         63.761           64.447              64.397           64.088           63.490           62.370           61.644             -                    
Ist 2019 59.478         59.500           59.432          59.294         59.074           58.850              58.732           58.415           58.226           58.001           57.740             57.517             
Anzahl Personen in Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport
Ist 2020 114.965       114.830         116.900        122.095       125.028         126.063            125.977         125.493         -                  -                  -                    -                    
Ist 2019 118.240       118.118         118.041        117.890       117.634         117.335            117.210         116.565         116.262         115.624         115.169           114.790           
Anzahl Regelleistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2020 110.940       110.776         112.864        117.946       120.767         121.763            121.694         121.105         120.056         118.076         117.237           
Ist 2019 114.381       114.254         114.202        114.058       113.784         113.510            113.326         112.546         112.258         111.657         111.235           110.820           
Anzahl erwerbsfähige Leistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2020 78.660         78.559           80.318          84.608         87.050           87.970              87.980           87.517           86.638           85.103           84.380             
Ist 2019 81.397         81.394           81.306          81.138         80.894           80.638              80.507           79.904           79.601           79.159           78.793             78.486             
Quote der Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch* Datenquelle: Kreisreport,  Daten mit Wartezeit von 3 Monaten
Ist 2020 12,3% 12,3% 12,5% 13,1% 13,4% 13,5% 13,5%
Ist 2019 12,8% 12,8% 12,7% 12,7% 12,7% 12,7% 12,6% 12,5% 12,5% 12,4% 12,3% 12,3%
Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
Anzahl Arbeitslose nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gesamt Datenquelle: Arbeitsmarktreport
Ist 2020 33.146         32.717           32.558          35.569         37.857           38.076              38.309           38.691           38.110           37.883           37.484             
Ist 2019 32.398         32.308           32.543          32.667         33.869           34.722              34.663           34.926           33.843           33.680           32.750             32.523             
Kosten der Unterkunft
Kosten der Unterkunft - Veränderungsquote zum Vorjahresergebnis (Vorjahresmonat) Datenquelle: Finanzen Jobcenter Köln 
Ist 2020 29.089,73      57.526,00        87.342,79       118.533,76    151.166,03      184.400,11         217.713,86      250.142,76      282.611,73      314.152,16      346.037,94        -                     
Ist 2019 29.659,47      59.793,63        89.284,85       119.854,84    149.622,08      179.153,05         209.362,21      238.553,98      267.581,23      296.693,37      325.886,69        354.717,70        
Ist / Ist-Vergleich -1,9% -3,8% -2,2% -1,1% 1,0% 2,9% 4,0% 4,9% 5,6% 5,9% 6,2% -
November 2020Zielmonitoring Jobcenter  Köln Indikatoren
* Zähler = Leistungsberechtigte nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (erwerbsfähigeLeistungsberechtigte, nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, sonstige Leistungsberechtigte [z.B. Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II]) / Nenner = 
Bevölkerung unter 65 Jahre
Seite 8

Anlage 5 15 Jahre SGB II

5023 Zeichen

2005
Inkrafttreten SGB II
Gründung ARGE
– Trägerversammlung als „Aufsichtsrat“ wird 
 gebildet
– Einberufung des Beirats des Jobcenter Köln
119.400 Kund*innen werden in der ARGE betreut
13.000 Kund*innen  nehmen eine sozialversicherungs-
 pflichtige Beschäftigung auf
701 Millionen Euro werden zur Sicherung des 
 Lebensunterhaltes verausgabt
780 Mitarbeiter*innen kümmern sich in der ARGE 
 um die Anliegen der Kundinnen und Kunden
2007
2010
– Der Orientierungsservice für Neukund*innen 
 wird gegründet
– Erstes JobSpeedDating im RheinEnergieStadion; 
 wird seither jährlich fortgeführt
116.500 Kund*innen werden in der ARGE betreut
15.000 Kund*innen nehmen eine sozialversicherungs- 
 pflichtige Beschäftigung auf
713,5 Millionen Euro werden zur Sicherung des 
 Lebensunterhaltes verausgabt
1.330 Mitarbeiter*innen kümmern sich in der 
 ARGE um die Anliegen der Kundinnen und 
 Kunden
2011
Inkrafttreten 
Novellierung  
SGB II
– Aus ARGE wird Jobcenter
– Der gemeinsame Arbeitgeberservice von  
 Jobcenter Köln und Agentur für Arbeit  
 Köln entsteht
15 Jahre SGB II
Unter der Trägerschaft Stadt Köln und Agentur für Arbeit Köln gründete sich 2005 mit dem Inkrafttreten des 
SGB II die ARGE. Mitarbeiter*innen beider Träger arbeiteten von nun an „unter einem Dach“ zusammen. 
Unterschiedliches Know How und unterschiedliche Kulturen mussten sich erst einmal zusammenfinden.
Seit 2005 hat sich das Gesicht des Jobcenters verändert. Gute Ideen und Projekte sind heute alltägliche Praxis.
Das Jobcenter Köln hat inzwischen längst eine eigene Identität und eine gemeinsame Kultur.
Gabriele K.: Wir standen im ständigen 
Fokus der Öffentlichkeit. Im Innenhof 
des Agenturgebäudes Luxemburger-
str. haben Kamerateams von RTL die 
Übertragungswagen aufgebaut, um zu 
gucken, ob die Bewilligung von Hartz IV 
auch funktioniert. Mit viel Engagement 
und Motivation haben wir die Bewilligung 
der Anträge zum 1. Januar geschafft. 
Die Kund*innen bekamen rechtzeitig ihr 
Geld.
Torsten R.: Ich hatte als Städter keine 
Ahnung von der Arbeitsvermittlung, die 
BA-Kolleg*innen nicht von Unterkunfts-
kosten und Beihilfen. Da konnten wir 
uns gut ergänzen und unterstützen, was 
auch hervorragend funktioniert hat.
Birgit A.:Die Anfangszeit werde ich nie 
vergessen: Was für ein Chaos! Pionier-
zeit pur, aus Nichts etwas machen, 
Improvisation war alles, Überleben das 
Ziel. Aber auch eine tolle Zeit und mit 
Blick darauf bin ich stolz auf das, was 
wir geschafft und wie wir uns entwi-
ckelt haben.
2012
– befit4job: Jugendliche helfen sich in 
 gruppendynamischen Prozessen gegenseitig 
 bei der Jobsuche
– JOB-Offensive KÖLN: Intensivberatung bringt   
 2.000 Kund*innen mehr in Arbeit; seither ein   
 Erfolgsmodell
Mitarbeiter*innen erinnern sich:

113.300 Kund*innen werden im Jobcenter Köln betreut
19.000 Kund*innen nehmen eine sozialversicherungs- 
 pflichtige Beschäftigung auf
783,7 Millionen Euro werden zur Sicherung des
 Lebensunterhaltes verausgabt
1.460 Mitarbeiter*innen kümmern sich im 
 Jobcenter Köln um die Anliegen der 
 Kundinnen und Kunden
2016
2017
2018
2015
– Auszeichnung durch die Bundesagentur für   
 Arbeit: bestes Integrationsergebnis mit über   
 20.000 Integrationen
– Start von „Arbeit@Porz“
– Mit dem Integration Point des Jobcenter Köln 
 und der Agentur für Arbeit Köln entsteht die
 erste Anlaufstelle für Flüchtlinge
– Hotspot Chorweiler für junge Menschen gewinnt 
 im Deutschlandvergleich den 2. Platz in der 
 Kategorie „Herausragende Leistungen –  
 best of 2015“
– Projekt „Streetwork“ in Zusammenarbeit mit der  
 Stadt Köln
– Barzahlungssystem: die Barcode-Auszahlung 
 im Lebensmittel- und Einzelhandel wird 
 eingeführt
– Start des Teilhabechancengesetzes 
 § 16i SGBII
2019
Dirk W.: Für mich fing das Abenteuer 
SGB II in der Erstantragstelle im 
Dischhaus an. Damals bestand neben 
der richtigen Anwendung des neuen 
Gesetzes für mich als Städter die 
große Herausforderung darin, mir das 
Vokabular der BA-Kolleg*innen – man 
sprach in Kürzeln wie alo, asu usw.– 
anzueignen. Inzwischen sprechen alle 
Mitarbeiter*innen des Jobcenter Köln 
dieselbe Sprache, nicht nur bei den 
Kürzeln.
2013
–  Hotspot Chorweiler für junge Menschen startet
–  Start der Kooperation mit dem Berufsförderungs-
 werk Michaelshoven – Erfolgreiche 
 Umschüler*innen werden Mitarbeiter*innen
 im Jobcenter Köln
Das Jahr 2020 ist durch die Corona-Pandemie geprägt. Der Schutz der Gesundheit der Kund*innen und 
Mitarbeiter*innen des Jobcenters hat dabei oberste Priorität. Denn nur so lässt sich die Leistungsgewährung 
sichern. 
Telefonische Beratung und Beratung in besonders eingerichteten Beratungsbüros, Online-
Antragstellungen, Online-Kontakte, kombinierte Präsenz- und Onlineseminare sind die unter 
Gesundheitsaspekten wesentlichsten Anpassungen.
Sonja D.: 2005 war ich im Leistungs-
team und es herrschte ein unglaublich 
kollegiales Verhältnis und sehr nettes 
und lustiges Miteinander. Es gab keine 
Fragen, wer für was zuständig war, die 
Arbeit, die anfiel, wurde erledigt – egal 
von wem.

Anlage 4 KEL_Bericht_2019

51499 Zeichen

Stand: 07.07.2020 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
Die kommunalen Eingliederungs-
leistungen 
 
Jahresbericht 2019

Seite 2 
 
Inhalt 
1. Vorwort ................................ ................................ ................................ ....... 3 
2. Statistische Daten ................................ ................................ ...................... 4 
3. Angebote der kommunalen Eingliederungsleistungen ........................... 8 
3.1. Kinderbetreuung nach §16a Nr. 1 SGB II ................................ ................. 8 
3.2. Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II ................................ ............. 9 
3.3. Psychosoziale Betreuung nach §16a Nr. 3 SGB II ................................ . 12 
3.4. Suchtberatung nach §16a Nr. 4 SGB II ................................ .................... 30 
4. Fallbeispiele ................................ ................................ ............................. 33 
5. Schlusswort ................................ ................................ ............................. 36

Seite 3 
1. Vorwort 
 
 
 
„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ 
Franz Kafka 
 
 
 
Werden sozialintegrative Angebote in Anspruch genommen, ist dies häufig Ausdruck 
komplexer Notlagen. Den Weg zu einer beruflichen und sozialen Integration aufzu-
nehmen und ihn bis zum Ziel eines von staatlichen Leistungen unabhängigen Lebens 
zu gehen, stellt eine besondere Herausforderung dar. 
 
Zeiten der Arbeitslosigkeit können zunehmende soziale Not mit sich bringen. Schul-
den, Sucht, gesundheitliche und psychosoziale Probleme erschweren in der Folge 
den Weg zu einer neuen Perspektive und der (Wieder-) Eingliederung in den Arbeits-
markt. 
 
Die kommunalen Eingliederungsleistungen des § 16a Sozialgesetzbuch Zweites 
Buch (SGB II) verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und bieten den Menschen auf 
ihrem Weg individuelle Unterstützung und Begleitung. 
 
In Köln sanken die Arbeitslosenzahlen in 2019 im fünften Jahr in Folge. Die Arbeits-
losenquote betrug 7,8 %. Rund 113.000 Menschen waren im Berichtsjahr auf die 
Leistungen nach dem SGB II angewiesen. Das sind rund 2,6 % weniger als 2018. 
 
Trotz dieser positiven Entwicklung kommt den kommunalen Eingliederungsleistungen 
nach § 16a SGB II aufgrund der zunehmend komplexen Herausforderungen des Ar-
beitsmarkts und des gesellschaftlichen Wandels weiterhin eine große Bedeutung und 
Notwendigkeit zu. 
 
Der Jahresbericht für 2019 dokumentiert die Angebote und erzielten Ergebnisse in 
kompakter Form und stellt für jeden Bereich ein ausgewähltes Fallbeispiel dar.

Seite 4 
2. Statistische Daten 
 
 
2.1. Finanzbudget 
 
Für die kommunalen Eingliederungsleistungen wurden in den Jahren 2017 bis 2019 
durch den Rat der Stadt Köln folgende Haushaltsansätze beschlossen: 
 
 
 
In 2019 wurden Finanzmittel aus dem Budget der Kinderbetreuung im Bereich der 
Psychosozialen Betreuung abgebildet, da auch in den Projekten „M.I.m.i.K.“ und „Xe-
nia“ Betreuungskosten für die Kinder der Teilnehmerinnen angefallen sind. 
 
  
2.2. Anzahl der Teilnehmer*innen  
 
Die folgende Anzahl an Menschen konnte in diesem Zeitraum mit Leistungen nach  
§16a SGB II unterstützt und begleitet werden: 
 
  2017 2018 2019 
§ 16a Nr. 1 (Kinderbetreuung) 49* 40 61 
§ 16a Nr. 2 (Schuldnerberatung) 4.882 4.438 4.437 
§ 16a Nr. 3 (Psychosoziale Betreuung) 6.198 5.699 5.582 
§ 16a Nr. 4 (Suchtberatung) 460 407 324 
Teilnehmer*innen gesamt 11.589 10.584 10.404 
    
 
*Im Jahresbericht 2018 wurde für das Jahr 2017 die Anzahl der betreuten Kinder genannt. Zur besseren 
Vergleichbarkeit wird nun wieder die Anzahl der Eltern dargestellt, die die Betreuungsleistungen in An-
spruch genommen haben.

Seite 5 
 
2.3. Weitere statistische Daten 
 
Die Kölner Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren entsprechend der Publikatio-
nen des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik gewachsen: 
 
 
 2017: 1.084.795 Einwohner*innen 
 
 2018: 1.089.984 Einwohner*innen 
 
 2019: 1.091.819 Einwohner*innen 
 
 
Hingegen ist die Anzahl der Kölner Bürgerinnen und Bürger, die Leistungen zur Si-
cherung des Lebensunterhalts nach SGB II erhielten, gesunken:  
 
 
 
 
Die nachfolgend dargestellte Kundenstruktur des Jobcenter Köln spiegelt jedoch die 
komplexen Handlungsbedarfe wider, die eine kurzfristige Integration in den Arbeits-
markt für einen Großteil der Leistungsberechtigten erschweren und eine intensive in-
dividuelle Begleitung sowie lösungsorientierte Unterstützungsleistungen erforderlich 
machen. Die berufliche Integration konnte in 2019 für fast 60 % der Kundinnen und 
Kunden des Jobcenter Köln frühestens nach sechs Monaten prognostiziert werden:

Seite 6 
 
 
 
 
Die Analyse der Kundenstruktur basiert auf der sogenannten „Integrationsprognose“: 
Sie ist das Ergebnis der vermittlerischen Einschätzung zur Marktnähe der Kundinnen 
und Kunden: 
 
 Marktnah: Eine Integration ist innerhalb von 6 Monaten zu erwarten (Hierun-
ter fallen die früheren Markt-, Aktivierungs- und Förderprofile). 
 
 Nicht marktnah: Eine Integration wird voraussichtlich erst nach mehr als 6 
Monaten gelingen (Hierunter fallen die früheren Entwicklungs-, Stabilisie-
rungs- und Unterstützungsprofile). 
 
 Die sonstigen Profillagen „Zuordnung nicht erforderlich“ und "Integriert, 
aber hilfebedürftig“ (Hierunter fallen beispielweise Kundinnen und Kunden, 
die bereits beruflich integriert, aber noch hilfebedürftig sind. Oder solche, bei 
denen aktuell kein Handlungsbedarf besteht, weil beispielsweise eine Fami-
lienangehörige/ein Familienangehöriger gepflegt wird.)

Seite 7 
In 2019 nahmen 10.404 Kundinnen und Kunden kommunale Eingliederungsleistun-
gen in Anspruch. Die statistischen Daten der Teilnehmer*innen dokumentieren die 
nahezu konstanten Merkmale und Rahmenbedingungen: 
 
 
 
 
  
Statistische Daten 2017 2018 2019
Alter
-          unter 25 10% 10% 9%
-          25 bis 44 52% 52% 50%
-          45 bis 64 37% 37% 38%
-          ohne Angaben 1% 1% 1%
Haushaltssituation
-          alleinstehend 39% 36% 36%
-          2 Personen 20% 21% 21%
-          3 Personen 17% 17% 17%
-          4 Personen und mehr 22% 24% 24%
-          alleinerziehend 20% 21% 20%
-          ohne Angaben 2% 2% 2%
Schulbildung
-          Hauptschulabschluss 29% 30% 27%
-          Fachoberschulreife 14% 14% 15%
-          Fachhochschulreife 13% 13% 13%
-          ohne Schulbildung 30% 29% 30%
-          nicht alphabetisiert 4% 4% 6%
Berufsausbildung
ohne/nicht abgeschlossene
 Berufsausbildung/Studium 60% 59% 60%
 abgeschlossene
 Berufsausbildung/Studium 30% 28% 30%
-          ohne Angaben 10% 12% 10%
Dauer der Arbeitslosigkeit
-          > 1 Jahr < 2 Jahre 13% 16% 17%
-          > 2 Jahre 40% 44% 45%
Migrationshintergrund 63% 64% 64%

Seite 8 
3. Angebote der kommunalen Eingliederungsleistungen 
3.1. Kinderbetreuung nach §16a Nr. 1 SGB II 
 
Das Angebot der Kinderbetreuung wird in den Projekten „M.I.m.i.K.“, „Xenia“ und 
„BiSKids“ vorgehalten. Im Folgenden werden die Ergebnisse des Angebots 
„BiSKids“ dargestellt, zu den Projekten „M.I.m.i.K.“ und „Xenia“ siehe Kapitel 3.3. 
„Psychosoziale Betreuung“. 
 
 
 
BiSKids (Betreuung im Stadtteil – Kids in Mülheim) 
 
Träger: Christliche Sozialhilfe Köln e.V. 
 
Ziel:  Verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Vorhalten ei-
nes kurzfristigen, flexiblen Kinderbetreuungsangebots für Arbeitsu-
chende, in Arbeit vermittelte Personen und Teilnehmer*innen an Qua-
lifizierungsmaßnahmen vorrangig im Stadtbezirk Mülheim. 
 
Inhalte: BiSKids umfasst Dienstleistungen wie Hol- und Bringdienste, Ferien-, 
Randzeit- und Übermittagsbetreuungen, Vermittlung in weiterführende 
Angebote der Kinderbetreuung oder der Familienhilfe.  
 
Ergänzend werden mit den Eltern neue und nachhaltige Modelle der 
Kinderbetreuung wie Kindertagespflege, OGTS und das Nutzen nach-
barschaftlicher Netzwerke erarbeitet. 
 
„BiSKids“ ist zentral in Mülheim verortet. Von 6 bis 20 Uhr können Kin-
der im Alter von 1 bis 10 Jahre betreut werden. Zusätzlich bietet das 
Angebot in der Einrichtung Henry´s H.O.P.E im Stadtteil Dünnwald 
eine stundenweise Betreuung an. Aufgrund der hohen Nachfrage ist 
im Juni 2019 ein weiterer Standort im Mülheimer Norden eröffnet wor-
den. 
 
 
Ergebnisse: 48 Familien wurden im Neuzugang regelmäßig durch Mitarbeiter*in-
nen des Projekts unterstützt (2018: 47; 2017: 49 Familien). Rund 46 % 
der Familien, die unterstützt wurden, nahmen diese Betreuung regel-
mäßig und mit einer hohen Betreuungsdichte von mehr als vier Tagen 
pro Woche in Anspruch. Die Hälfte der Eltern gab an, alleinerziehend 
zu sein. 
 
Rund 55 % der Familien benötigten die Betreuung aufgrund von Ar-
beit, 11 % befanden sich in Ausbildung oder Umschulung und 18 % 
absolvierten einen Sprachkurs. Weitere 10 % der Familien waren mit 
ihrer Lebenssituation überfordert, 12% der Familien konnten ihr Kind 
aus gesundheitlichen Gründen nicht betreuen.

Seite 9 
 
3.2. Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II 
 
Die Schuldnerberatung umfasst neben der reinen Schuldenregulierung rechtliche, fi-
nanzielle wie auch psychosoziale Fragestellungen. Grundsätzlich wird in Köln zwi-
schen der Budget- und Schuldnerberatung unterschieden. 
 
Der Zugang für SGB II-Leistungsbezieher*innen erfolgt über die Budgetberatung für 
ein bis drei Beratungseinheiten. Die telefonische Kontaktaufnahme sowie ein freier 
Zugang sind ebenfalls möglich. Bei weitergehendem Bedarf und positiver Prognose 
erfolgt die Weitervermittlung in die Schuldnerberatung. 
 
 
Budgetberatung 
 
Träger: Diakonisches Werk Köln und Region 
Interfamilia Kreisverband Köln e.V. 
Schuldnerhilfe Köln e.V. 
Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. 
Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. 
 
Ziel:  Überblick über die individuelle Schuldensituation und akute Krisenin-
tervention. Bei Bedarf Weitervermittlung in die Schuldnerberatung. 
 
Inhalte: Neben allgemeinen Informationen um das Thema „Schulden“ und Prü-
fung der Einnahme-/Ausgabe-Situation erfolgt die kurzfristige Interven-
tion bei drohender Sperre der Energie-Versorgung, Konto-Pfändung 
und Mietschulden. Die Teilnehmer*innen werden bei der Einrichtung 
eines Pfändungsschutzkontos unterstützt und ggf. in die Schuldnerbe-
ratung weitervermittelt. 
 
Ergebnisse: In 2019 konnten 866 der insgesamt 2.085 Beratungsfälle im Rahmen 
der Budgetberatung abgeschlossen werden. Aufgrund der Komplexität 
der Verschuldensproblematik bzw. der Vermittlungshemmnisse wur-
den 1.219 Fälle erst im Rahmen der weitergehenden Schuldnerbera-
tung abgeschlossen. 
 
In 2018 wurden 2.088 Abschlüsse erzielt, davon 804 in der Budgetbe-
ratung. In 2017 wurden 2.397 Beratungsfälle abgeschlossen, davon 
1.241 Fälle bereits in der Budgetberatung.  
 
 
Schuldnerberatung 
 
Träger: Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
Caritasverband für die Stadt Köln e.V. 
Diakonisches Werk Köln und Region 
Interfamilia Kreisverband Köln e.V. 
Internationaler Bund (IB)

Seite 10 
Schuldnerhilfe Köln gGmbH 
Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. 
Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. 
Verein für soziale Schuldnerberatung (VSSB) e.V. 
 
Ziel:  Die Schuldnerberatung dient dem Abbau einer Überschuldung und da-
mit der Vermeidung einer wirtschaftlichen und psychosozialen Desta-
bilisierung der Betroffenen. 
 
Inhalte: Die Schuldnerberatung beinhaltet eine sozialpädagogisch flankierte fi-
nanzielle und rechtliche Beratung. Es erfolgt eine differenzierte Prü-
fung der Forderungen und eine Klärung des Verfahrensstands und der 
Haftung. Weitere Handlungsschritte werden unter Einbeziehung der 
psychosozialen Situation der Teilnehmer*innen eingeleitet und umge-
setzt. 
 
Ergebnisse: Im Berichtsjahr 2019 ist die Schuldnerquote laut Creditreform Schuld-
neratlas Deutschland im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 10,00 
% (- 0,04 %) gesunken. Zum Stichtag 1. Oktober 2018 zählt Deutsch-
land damit weiterhin rund 6,9 Millionen überschuldete Privatpersonen. 
 
Die Schuldnerquote für Köln im Jahr 2019 stellt sich mit 11,62 % leicht 
rückläufig dar (- 0,05 % zum Vorjahr), dennoch ist weiterhin rund 
jede(r) achte Kölner*in überschuldet. 
 
Nachfolgend ist eine Auswahl der Ergebnisse der Arbeit der neun ge-
meinnützigen Beratungsstellen, die vom Jobcenter Köln mit der Durch-
führung der Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II beauftragt wa-
ren, illustriert:

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Die Ergebnisse der Schuldnerberatung zeichnen ein differenziertes Bild. Die Redu-
zierung von Vermittlungshemmnissen umfasste wie in den Vorjahren nicht allein die 
Schuldenregulierung. Auch die psychosozialen Wechselwirkungen waren für die be-
rufliche und soziale Integration wichtig und nutzbringend. 
 
Die Ergebnisse konnten im Vergleich zu den Vorjahren kontinuierlich gesteigert wer-
den. Dies resultiert aus der über mehrere Jahre entwickelten guten Zusammenarbeit 
zwischen den beteiligten Trägern und dem Jobcenter Köln sowie der hohen fachlich 
fundierten Beratungskompetenz auf Seiten der Träger. Für die Teilnehmer*innen be-
deutet die Schuldnerberatung mit ihrer existenziellen Absicherung als Beratungsan-
gebot eine wichtige Basis für ihre weitere persönliche und berufliche Entwicklung. 
 
Da Überschuldung häufig Ausdruck weiterer psychosozialer Problemlagen ist, arbei-
tet die Schuldnerberatung auch mit anderen Beratungsstellen, sozialpsychiatrischen 
Zentren und Bildungseinrichtungen zusammen. Diese Zusammenarbeit ist ein Aus-
druck der seit einigen Jahren festzustellenden vielschichtiger werdenden Problemla-
gen. Im Rahmen von Befragungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die 
Träger werden regelmäßig Verbesserungen in Folge der Beratung hinsichtlich des 
Wohlbefindens und der gesundheitlichen Situation angegeben. 
 
Die Vermittlung von Fachkompetenzen wurde in den vergangenen Jahren deutlicher 
herausgearbeitet. Basiselemente finanzieller Grundbildung und rechtlicher Möglich-
keiten zur Abwehr unberechtigter Forderungen tragen zu einer Erweiterung der not-
wendigen spezifischen Fähigkeiten und damit zur Nachhaltigkeit der Beratung bei:

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3.3. Psychosoziale Betreuung nach §16a Nr. 3 SGB II 
 
Die Angebote gemäß §16a Nr. 3 SGB II sind vielfältig, lassen sich inhaltlich jedoch 
wie folgt klassifizieren: 
 
 Angebote der allgemeinen psychosozialen Betreuung 
 
 Frauenspezifische Angebote 
 
 Angebote für Erziehende 
 
 Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes 
 
 Psychosoziale Betreuung als flankierende Hilfe in Arbeitsgelegenheiten 
 
Den komplexen Handlungsbedarfen der Kundinnen und Kunden im SGB II-Leis-
tungsbezug steht mit dem Bereich der psychosozialen Angebote ein differenziertes 
Portfolio gegenüber, das sich in seiner Ausgestaltung und Orientierung bewährt hat.  
 
Die Wirkungsziele der Angebote unterscheiden sich je nach Zielgruppe, dennoch las-
sen sich übergreifende Aspekte in den erzielten Ergebnissen darstellen:

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Diese Ergebnisse werden nachfolgend separat im Kontext der jeweils oben aufge-
führten Gruppe und der Vorjahre dargestellt. 
 
 
 
3.3.1. Angebote der allgemeinen psychosozialen Betreuung 
 
Zu diesen Angeboten gehören die Projekte „Arbeit sofort“, „Kellerladen“, „JobAktiv“, 
„Psychosoziale Betreuung für Jugendliche und junge Erwachsene im Sozialraum 
Meschenich“ sowie das Projekt „Orientierungsberatung“. Die Ergebnisse dieser An-
gebote werden nachfolgend zusammengefasst dargestellt.

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Arbeit sofort 
 
Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln 
Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln 
Internationaler Bund GmbH Köln 
 
Ziel:  Heranführung an Arbeit und Beschäftigung sowie Abwendung einer 
akuten Mittellosigkeit durch die Bereitstellung eines niederschwelligen 
Tätigkeitsangebots 
 
Inhalte: Die Teilnehmer*innen, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit 
sozialen Schwierigkeiten verbunden sind, rekrutieren sich ausschließ-
lich aus dem Bereich der sogenannten „Resodienste“ der Stadt Köln. 
Die Stabilisierung der Teilnehmer*innen erfolgt über persönliche und 
psychosoziale Beratung und Betreuung sowie über alltagspraktische 
Anleitung. 
 
 
Kellerladen 
 
Träger: Kellerladen e.V. 
 
Ziel:  Psychosoziale Stabilisierung und Einleitung von Maßnahmen, die an 
Ausbildung und Arbeitsaufnahme heranführen 
 
Inhalte: Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 
Jahre, die eine Tagesstruktur erhalten und dabei ihre beruflichen und 
sozialen Fähigkeiten entwickeln können. Die Ausrichtung des Projekts 
ist sozialräumlich im Stadtteil Bilderstöckchen verortet. 
 
Der Träger arbeitet intensiv mit Ausbildungsbetrieben, Schulen und 
Bewerbungscoaches zusammen. Vor einem Bewerbungscoaching ist 
in den meisten Fällen jedoch zunächst eine intensive und 
vertrauenschaffende Gesprächsarbeit sowie ggf. auch die Vermittlung 
schulisch-theoretischer Inhalte erforderlich. 
 
 
JobAktiv 
 
Träger:  Katholisches Jugendwerk e.V. 
 
Ziel:  Entwicklung einer realistischen schulischen und/oder beruflichen 
Perspektive zur Heranführung an den Arbeitsmarkt 
 
Inhalte: Das Angebot  richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene von
 15 bis 27 Jahre als Bindeglied zwischen der Jugendberufshilfe und 
den Jugendzentren im Kölner Norden (Chorweiler, Blumenberg und 
Seeberg-Nord).

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Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsschwerpunkte Übergang 
Schule/Beruf, Berufswahlorientierung und die Entwicklung realistischer 
beruflicher Perspektiven. 
 
Die sozialpädagogische Hilfe basiert auf den Bausteinen der offenen 
Kontaktaufnahme, Erfassung der schulischen oder beruflichen 
Situation, konkreten Hilfestellung und begleitenden Betreuung. Sie 
führt über die Begleitung im Bewerbungsprozess hinaus hin zur 
Bewältigung sozialer Bedarfe und Problemlagen. 
 
 
Psychosoziale Betreuung für Jugendliche und junge Erwachsene im 
Sozialraum Meschenich 
 
Träger: Jugendhilfe Köln e.V. 
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt durch Vermittlung von 
Kompetenzen in den Grunddimensionen kultureller und 
gesellschaftlicher Teilhabe 
 
Inhalte: Zielgruppe des Projektes sind sozial benachteiligte Jugendliche und 
junge Erwachsene bis maximal 30 Jahre, die aus dem Stadtteil 
Meschenich stammen. 
 
Das Projekt bietet vor Ort, unmittelbar in der Lebenswelt der jungen 
Menschen, eine unbürokratische, niederschwellige und effektive Hilfe- 
und Betreuungsstruktur. Neben Angeboten im Bereich der 
Grundbildung hält es auch ein Clearing sowie den Zugang zu 
weiterführenden Angeboten vor. 
 
Hinweis: Das Projekt wurde gut von den Teilnehmer*innen angenommen. Dazu 
trugen der offene und niedrigschwellige Zugang, der zentral im 
Sozialraum Kölnberg angesiedelte Standort sowie das individuell 
ausgerichtete Unterstützungsangebot bei. Die Erkenntnisse und 
Erfahrungen der Projekt-Durchführung konnten für eine 
Weiterentwicklung des Projektes genutzt werden, welches ab dem 
01.03.2019 unter dem Titel „Du entscheidest“ auf einer anderen 
Finanzierungsgrundlage außerhalb der KEL implementiert wurde. Die 
aufgebauten Strukturen und Kontakte vor Ort können somit im 
Rahmen des neuen Projekts fortgeführt werden. 
 
 
 
Orientierungsberatung 
 
Träger: Trägerverbund unter Federführung des Diakonischen Werks Köln und 
Region: 
 
Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische 
Ausbeutung

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Allerweltshaus e.V. 
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. 
Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
Caritasverband für die Stadt Köln e.V. 
Christliche Sozialhilfe Köln e.V. 
Diakonie Michaelshoven e.V. 
Diakonisches Werk Köln und Region 
Deutsches Rotes Kreuz 
Pari Sozial Köln gGmbH - Echo e.V. 
Familienladen Buchheim 
Förderungs- und Bildungsgemeinschaft, Jugend- und Altenarbeit 
Vingst/Ostheim e.V. 
Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. 
Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. 
Synagogengemeinde Köln  
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln 
Sozialdienst Katholischer Männer e.V. 
Veedel e.V. 
 
Ziel:  Klärung leistungsrechtlicher und psychosozialer Problemlagen 
 
Inhalte: Die Orientierungsberatung hilft bei der Klärung beruflicher Interessen 
und vermittelt Informationen zu beruflichen und qualifizierenden 
Maßnahmen. Überdies gewährleistet das Angebot kurzfristig Beratung 
und Soforthilfe bei persönlichen Krisen durch die Weiterleitung an 
entsprechende Fachstellen.  
 
Die ganzheitliche Beratung bietet sozialrechtliche Informationen und 
Hilfen, leistet Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen und 
vermittelt sprachliche Hilfen bei Konflikten mit Behörden.  
 
Die sozialraumorientierten und zentral gelegenen Beratungsstellen 
sind über das Stadtgebiet verteilt und gewährleisten einen 
wohnortnahen und niederschwelligen Zugang.

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Ergebnisse der allgemeinen psychosozialen Betreuung 
 
 
 
 
 
 
 
Auch die Projekte „Claro“, „JobLotsen DiMa“ und „JobLotsen Reso“ gehören zu den 
Angeboten der allgemeinen psychosozialen Betreuung. Charakteristisch für deren 
Zielgruppen sind – zum Teil diffuse - gesundheitliche Vermittlungshemmnisse. 
 
Die oftmals chronifizierten Problemlagen bedingen mehr als nur ein reines Clearing.  
Die Kundinnen und Kunden benötigen in der Regel eine längere, kontinuierliche und 
umfassende Unterstützung. Ein wesentlicher Aspekt dieser Angebote ist daher der 
begleitete Übergang in korrespondierende Hilfesysteme.

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Claro 
 
Träger: Diakonisches Werk Köln und Region 
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln 
Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln  
 
Ziel:  Clearing und Empfehlung bzw. Vermittlung in andere Hilfsangebote 
 
Inhalte: Das Angebot richtet sich an Menschen mit komplexen, meist diffusen 
Problemlagen, denen die Integrationsfachkräfte des Jobcenter Köln 
kein passgenaues Angebot unterbreiten können.  
 
Claro bietet ein Clearing, gibt Handlungsempfehlungen und vermittelt 
in andere Hilfsangebote bzw. Hilfesysteme wie zum Beispiel 
therapeutische Hilfsangebote, Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe, 
Straffälligenhilfe, Schuldnerberatung, Migrationsberatung, Familien- 
und Lebensberatung sowie frauenspezifische Beratungsstellen. 
 
 
 
JobLotsen DiMa 
 
Träger: BTZ Berufliche Bildung Köln GmbH 
 
Ziel:  Unterstützung bei der Identifizierung von Problemlagen sowie 
Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Hilfepläne  
 
Inhalte: Das Projekt bietet eine individuelle, intensive und kontinuierliche 
Beratung und Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 
multiplen Problemlagen. 
 
Im Rahmen der sozialpädagogisch orientierten Intervention arbeiten 
die JobLotsen mit vielen Fachdiensten, Beratungsstellen, Behörden 
und Ämtern zusammen. Dabei wird der Sozialraum und das darin 
befindliche Netzwerk berücksichtigt. Durch die Begleitung zu 
Angeboten, Behörden, zu Ärzten und in Therapie wird Unsicherheit 
genommen und Selbsthilfepotenziale gestärkt.  
 
 
 
JobLotsen Reso 
 
Träger: BTZ Berufliche Bildung Köln GmbH 
 
Ziel:  Unterstützung bei der Identifizierung von Problemlagen sowie 
Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Hilfepläne für Menschen ohne 
festen Wohnsitz

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Inhalte: Das Angebot richtet sich an  wohnungslose Menschen. Die 
Problemstellungen der Teilnehmerinnen  und Teilnehmer  erfordern 
einen spezialisierten Blick  auf den Bereich Wohnen und 
Wohnungssuche und eine auf diese Zielgruppe abgestimmte 
Kontaktaufnahme bzw. Beziehungsarbeit.  
 
Die Lotsinnen und Lotsen arbeiten in erster Linie aufsuchend. Zudem 
bieten die JobLotsen Reso einmal pro Woche eine offene 
Sprechstunde an. 
 
 
 
Ergebnisse „JobLotsen“ und „Claro“ 
 
*Das Projekt „JobLotsen DiMa“ wurde zum 31.08.2020 beendet bzw. in weiterentwickelter Form als 
Vergabemaßnahme nach § 45 SGB III i.V.m. § 16 SGB II implementiert. Daher kommt es zu einem 
Rückgang der absoluten TN-Anzahl in 2019 im Bereich der Kommunalen Eingliederungsleistungen bei 
den o.g. Projekten.

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Wie schon in den letzten Jahren stellen Menschen mit gesundheitlichen Einschrän-
kungen die größte Gruppe der Teilnehmer*innen dar, d.h. nur bei einem kleinen Teil 
lagen weder psychische und/oder somatische Erkrankungen, noch eine Suchterkran-
kung vor. Aufgrund der damit verbundenen Beratungskomplexität kommt es zu 
Schwankungen in den erzielten Beratungsergebnissen bzw. Fallabschlüssen. Hinzu 
kommt, dass Teilnehmer*innen aus dem Projekt „JobLotsen DiMa“ das Projekt vor-
zeitig vor dem regulären Fallabschluss zum 31.08.2019 beendet bzw. ihre Teilnahme 
über ein erweitertes, neu implementiertes Angebot im Rahmen der Arbeitsmarkt-
dienstleistungen des SGB III fortgesetzt haben. Diese Fallabschlüsse fließen in die 
o.g. Darstellung nicht mehr mit ein. Die Ergebnisse unterstreichen dennoch den ho-
hen Stellenwert der Projekte im Portfolio der Psychosozialen Betreuung. 
 
 
3.3.2.  Frauenspezifische Angebote 
 
Auf die psychosoziale Stabilisierung und Unterstützung von Frauen fokussieren sich 
die Projekte „FrauenLeben“, „Miga 40“, „Strickleiter I“, „Strickleiter II“, „Der Wende-
punkt“ sowie „Alternative Wege in den Job“. Die Ergebnisse dieser Angebote werden 
nachfolgend zusammengefasst dargestellt. 
 
 
 
Frauenberatungsstelle (FrauenLeben) 
 
Träger: FrauenLeben e.V.  
 
Ziel:  Krisen und Orientierungshilfe 
 
Inhalte: Die Beratungsstelle bietet Frauen, die aufgrund traumatisierender 
Gewalterfahrungen und/oder familiärer Probleme gravierend in ihrer 
Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, psychosoziale Betreuung an.

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Damit eine berufliche Integration gelingen kann, erhalten die 
betroffenen Frauen Hilfe bei der Bewältigung von Konflikten und 
psychischen Erkrankungen sowie sozialen Problemlagen. Zur akuten 
Unterstützung sowie während der Wartezeit auf einen längerfristigen 
Therapieplatz werden Gespräche mit Psychologen/-innen angeboten. 
 
 
Miga 40 
 
Träger: Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. 
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt und Überleitung in weitere 
Förderangebote  
 
Inhalte: Die Zielgruppe sind nach Deutschland immigrierte Frauen ab 40 
Jahren. Mittels verschiedener Beratungs-, Qualifizierungs- und 
Lernangebote wird ein ganzheitlicher Ansatz genutzt, der im engen 
Bezug zum praktischen Leben der Teilnehmerinnen steht.  
Bestandteile der Beratung sind u.a. ressourcenorientierte Methoden, 
Biografiearbeit, soziale Gruppenarbeit sowie theaterpädagogische 
Komponenten und Rollenspiele. 
 
Sprachförderung ist ein wesentliches Element des Angebotes. 
Teilnehmerinnen mit Sprachhemmungen werden durch eine 
spielerische Herangehensweise von einem interkulturellen und 
interdiszipläneren Team gefördert. 
 
 
 
Strickleiter I 
 
Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V.  
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere 
Hilfsangebote 
 
Inhalte: Die Zielgruppe sind Frauen und Männer, die von häuslicher Gewalt 
betroffen sind oder waren und aufgrund der damit verbundenen 
körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen drohen, ihre 
Erwerbsfähigkeit zu verlieren. 
 
Das Angebot funktioniert als Lotse in das Hilfesystem und zielt darauf 
ab, dass die Opfer die notwendigen und möglichen Hilfen erhalten. Die 
Prozesse werden initialisiert und begleitet. Auch nach einem etwaigen 
Einstieg in die Berufstätigkeit sichert eine weitergehende Betreuung 
die Nachhaltigkeit der erreichten Stabilisierung.

Seite 22 
Strickleiter II 
 
Träger: Sozialdienst katholischer Frauen e.V.  
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere 
Hilfsangebote 
 
Inhalte: Die Zielgruppe sind Frauen mit massiven Problemlagen, die einer 
Arbeits- oder Beschäftigungsaufnahme entgegenstehen. Ziel ist die 
Klärung und Bearbeitung der multiplen psychosozialen 
Aufgabenstellungen. 
 
Die einzelnen Angebote und Aktivitäten richten sich nach den Bedarfs- 
und Problemlagen der Frauen. Die Kontakt- und Beratungstreffen, 
Kriseneinsätze und alltagspraktischen Hilfen wie Begleitung zu Ämtern 
und Beratungsstellen erfolgen zeitlich flexibel und bedarfsgerecht.  
 
 
 
Der Wendepunkt 
 
Träger: Diakonie Michaelshoven 
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt und Weiterleitung in andere 
Hilfsangebote 
 
Inhalte: Die Frauenberatungsstelle "Der Wendepunkt" ist in Mülheim und Kalk 
verortet und bietet ein psychosoziales Beratungs- und 
Unterstützungsangebot für gewaltbetroffene Frauen, insbesondere 
auch Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund an. 
 
Die sozialräumliche Nähe stellt einen wichtigen Aspekt dar. Die 
Beratung zielt auf die Stabilisierung der psychosozialen 
Gesamtsituation der Frauen und ihrer Familien ab und bietet 
Unterstützung bei der Beseitigung von Vermittlungshemmnissen.  
 
 
 
Alternative Wege in den Job 
 
Träger: Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit 
Vingst/Ostheim e.V. 
 
Ziel:  Aktivierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt 
 
Inhalte: Das Angebot richtet sich an erwerbslose Frauen, die ihren beruflichen 
Wiedereinstieg planen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf errei-
chen wollen oder noch keine berufliche Orientierung haben.

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Der systemische Ansatz in der Beratung berücksichtigt die aktuelle Le-
benssituation der Frauen. Die Teilnehmerinnen werden aktiviert, unter-
stützende Netzwerke aufzubauen und vorhandene optimal zu nutzen. 
  
Der Schwerpunkt der individuellen Beratung liegt auf der psychosozia-
len Stabilisierung und Motivationsstärkung der Teilnehmerinnen. Flan-
kierend werden die Teilnehmerinnen bei ihrer Berufswegeplanung so-
wie der Erstellung von Bewerbungen unterstützt und über weiterfüh-
rende Angebote informiert.  
 
 
 
Ergebnisse der frauenspezifischen Projekte

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3.3.3. Angebote für Erziehende 
 
Speziell an den Bedarfen, Problemlagen und Ressourcen Erziehender orientieren 
sich die Angebote „M.I.m.i.K.“ und „Xenia“. Beide Projekte bieten eine Kinderbetreu-
ung vor Ort, so dass die Teilnahme auch möglich ist, wenn keine regulären Betreu-
ungsmöglichkeiten bestehen. 
 
 
 
 
M.I.m.i.K.– M.iteinander I.ntegration m.eistern i.n K.öln 
 
Träger: Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit 
Vingst/Ostheim e.V. 
 
Ziel: Stabilisierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt 
 
Inhalte: Das Angebot richtet sich an junge alleinerziehende Frauen im Alter 
von 16 bis 25 Jahren, die bislang nicht in das Ausbildungssystem oder 
in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten.  
 
Die Frauen werden individuell stabilisiert und in ihrer Persönlichkeit 
sowie in ihrem Umfeld mit der Perspektive, sich für eine berufliche 
Entwicklung zu öffnen und diese langfristig zu realisieren, gestärkt. Die 
Kinderbetreuung vor Ort sichert die Teilnahme am Projekt, wenn keine 
regulären Betreuungsmöglichkeiten bestehen. 
 
Das Angebot sieht Einzelgespräche und ein zielgruppenorientiertes 
Seminarangebot vor. Flankierend stehen Bewerbungshilfen und Be-
werbungstraining, die Begleitung während Praktika sowie die Weiter-
leitung zu anderen Fachstellen zur Verfügung. 
 
Ergebnisse: In 2019 wurden insgesamt 1.422 individuelle Beratungsgespräche 
durchgeführt. Das Angebot umfasste zudem 56 individuelle Bewer-
bungstrainings, 48 Kommunikations- und 46 Ressourcentrainings. Die 
Erzieherinnen-Sprechstunde wurde 59 Mal genutzt. 
 
35 Teilnehmerinnen haben das Projekt in 2019 beendet. Neben einer 
ganzheitlichen Stabilisierung konnte mit elf Teilnehmerinnen eine An-
schlussperspektive wie zum Beispiel die Aufnahme einer Ausbildung, 
Beschäftigung, Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme oder ein 
weiterer Schulbesuch erzielt werden.

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Xenia – Chancen für Migrantinnen 
 
Träger: Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V.  
 
Ziel:  Stabilisierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt 
 
Inhalte: Das Angebot richtet sich an (allein) erziehende Frauen mit 
Migrationshintergrund im Alter von vorrangig 18 bis 35 Jahren. 
 
Wichtige Schwerpunkte des Projektes sind die psychosoziale 
Stabilisierung der Teilnehmerinnen und die Unterstützung bei 
fehlender Kinderbetreuung. Das Projekt bietet ein ganzheitliches 
Beratungs- und Orientierungsangebot in Form von Einzelgesprächen, 
Gruppenangeboten, modularen Kursangeboten und Sprachförderung 
mit paralleler Kinderbetreuung an. 
 
Xenia geht von der individuellen Lebenslage der Teilnehmerinnen aus 
und stärkt vorhandene Kompetenzen. Die Entwicklung einer 
beruflichen Perspektive und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
bzw. Ausbildung werden initiiert und /oder unterstützt. 
 
Ergebnisse: 41 Teilnehmerinnen haben ihre Projektteilnahme in 2019 beendet. Für 
alle Teilnehmerinnen wurden individuelle Anschlussperspektiven 
entwickelt bzw. Empfehlungen für den weiteren Integrationsweg an die 
zuständige Integrationsfachkraft des Jobcenter Köln gegeben. Neun 
der Teilnehmerinnen konnten mit Unterstützung des Projekts eine 
Beschäftigung aufnehmen. Mit 13 Teilnehmerinnen konnte ein 
weiterer Schul- bzw. Sprachkursbesuch erreicht werden. 
 
 
 
3.3.4. Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes 
 
Die Entwicklung sozialer Kompetenzen und die Verbesserung der Kommunikations- 
und Konfliktfähigkeit wird in den Projekten „Mann sein ohne Gewalt“ und „Coolness-
training“ im Rahmen des Gewaltschutzes angestrebt. 
 
 
 
Coolnesstraining 
 
Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V.  
 
Ziel:  Steigerung des Sozialverhaltens 
 
Inhalte: Die Zielgruppe des Projekts sind Menschen, die unangemessenes, 
aggressives oder grenzüberschreitendes Verhalten zeigen, das die 
Integration in den ersten Arbeitsmarkt erschwert.

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Das Angebot ist als ganzheitliches Verhaltenstraining konzipiert. Die 
Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit Prozessen und Mustern der 
Kommunikation und Konfliktlösung. Dies wird praxisnah trainiert. Ziel 
ist ein sozial kompetentes und damit gesellschaftlich angemessenes 
Verhalten. Damit soll langfristig eine Integration in den ersten 
Arbeitsmarkt ermöglicht werden. 
 
 
Mann sein ohne Gewalt 
 
Träger: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. 
 
Ziel:  Steigerung des Sozialverhaltens 
 
Inhalt:  Die Zielgruppe besteht aus Männern, die gegen ihre Partnerin 
und/oder ihre Kinder oder andere Familienmitglieder gewalttätig 
geworden sind bzw. aktuell noch gewalttätig sind. Sofern realisierbar, 
werden auch die Partnerinnen und Familienangehörigen beraten oder 
an passende Hilfeeinrichtungen vermittelt. 
 
Das Projekt arbeitet nach den Standards und Empfehlungen für die 
Arbeit mit männlichen Tätern im Rahmen von interinstitutionellen 
Kooperationsbündnissen gegen häusliche Gewalt. Es findet eine enge 
Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Kinder- und Jugendschutzes, 
der Polizei sowie weiteren Beratungsstellen statt. 
 
Neben Einzel- und Gruppensettings besteht bei akuten Krisen die 
Möglichkeit einer kurzfristigen Kontaktaufnahme, mit dem Ziel der 
Deeskalation und der Vorbeugung neuerlicher Gewalt.  
 
 
Ergebnisse der Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes

Seite 27 
 
 
 
 
 
Die o.g. Ergebnisse sind Ausdruck der differenzierten, individuellen Handlungsbe-
darfe der Teilnehmenden. Im Bereich der gesundheitlichen Stabilisierung ist im Ge-
gensatz zu den Vermittlungen in (weiterführende) therapeutische Hilfen ein Anstieg 
gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. In diesem Bereich kann zum Beispiel auch 
die Initiierung einer ärztlichen Beratung zu einer positiven Entwicklung führen, ohne 
dass therapeutische Unterstützung notwendig ist. Der Anstieg im Bereich der ge-
sundheitlichen Stabilisierung bedingt auch den Rückgang im Bereich der Steigerung 
des Arbeits- und Sozialverhalten und ist Ausdruck der komplexen Bedarfslagen der 
Teilnehmenden im Betrachtungszeitraum. 
 
 
 
3.3.5. Angebote als flankierende Hilfen in Arbeitsgelegenheiten 
 
Die psychosoziale Begleitung in spezifischen Arbeitsgelegenheiten (AGH)  
gemäß § 16d SGB II unterstützt die Stabilisierung der persönlichen, familiären bzw. 
gesundheitlichen Situation der Teilnehmer*innen dieser AGH zusätzlich.  
Die flankierende Hilfe wird in den Projekten „Müllemer Wäsch- und Kochwiever“, 
„Gulliver und Lore“, „Zweiradwerkstatt 180°“ und „Kölner Feger“ angeboten. 
 
 
 
Müllemer Wäsch und Kochwiever 
 
Träger: Christliche Sozialhilfe Köln e.V. 
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt 
 
Inhalte: Das niedrigschwellige Beschäftigungsangebot im Bereich der 
Arbeitsgelegenheiten bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit,

Seite 28 
berufliche Erfahrungen in hauswirtschaftlichen Dienstleistungen, der 
Seniorenbetreuung, in der Küche und im Service zu machen. 
 
Zusätzlich zur Arbeitsgelegenheit wird eine intensive 
sozialpädagogische Betreuung zur Stabilisierung, Unterstützung und 
Aktivierung vorgehalten, um eine erfolgreiche Teilnahme an der 
Arbeitsgelegenheit zu fördern sowie die den Integrationsprozess 
zusätzlich belastenden Themen zu bearbeiten. 
 
 
 
Gulliver und Lore 
 
Träger: Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. 
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt 
 
Inhalte: Das Angebot richtet sich an Menschen, die meist ohne festen 
Wohnsitz sind und unter multiplen Problemlagen wie Sucht, Schulden, 
physischen und psychischen Einschränkungen leiden.  
 
Die psychosoziale Begleitung in Ergänzung zur Arbeitsgelegenheit 
ermöglicht den Teilnehmenrinnen eine Stabilisierung der persönlichen, 
familiären oder gesundheitlichen Situation. Bei Bedarf erfolgen eine 
Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote und regelmäßig 
stattfindende Deeskalationstrainings. 
 
 
 
Zweiradwerkstatt 
 
Träger: Kooperation zwischen Aidshilfe Köln e.V. und Internationaler Bund - IB 
West gGmbH für Bildung und soziale Dienste 
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt 
   
Inhalte: Die „Zweiradwerkstatt 180°“ bietet für akut Drogengebrauchende ab 
18 Jahren Beschäftigung und Qualifizierung im Rahmen einer 
Arbeitsgelegenheit. 
 
Die zusätzlich erfolgende psychosoziale Betreuung basiert auf einem 
konzeptionellen Ansatz zur Stabilisierung der Maßnahme-Teilnahme 
und berücksichtigt, dass die Abhängigkeit bei einem großen Teil der 
Betroffenen über lange Jahre eine chronische Rückfallkrankheit ist. In 
diesem Rahmen werden Strategien erarbeitet, um selbst positiv auf 
Veränderung hinzuwirken und eine Verbesserung der Lebenssituation 
zu erreichen.

Seite 29 
Kölner Feger 
 
Träger: Sozialdienst katholischer Männer e.V. 
 
Ziel:  Heranführung an den Arbeitsmarkt 
   
Inhalte: Bei der Zielgruppe handelt es sich um langjährig Opiatgebrauchende, 
die sich in einer Substitution befinden. Im Rahmen der 
Arbeitsgelegenheit erfolgt die Reinigung und Entmüllung von 
besonders durch Drogengebrauchende/Wohnungslose belasteten 
Orten und Orten, die durch die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln nicht 
abgedeckt werden. 
 
Mit Hilfe der zusätzlich angebotenen psychosozialen Betreuung 
werden die Teilnehmer*innen intensiv unterstützt, wodurch ein 
wichtiger Beitrag zur Potentialentwicklung in den verschiedenen 
Bereichen gesellschaftlicher Teilhabe gesichert wird. 
 
 
 
Ergebnisse der flankierenden Hilfen in Arbeitsgelegenheiten

Seite 30 
 
 
Die TN-Zahl der o.g. Projekte ist abhängig von der Nutzung der entsprechenden Ar-
beitsgelegenheiten (AGH). Das Projekt „HIVissimo“ wurde in 2019 nicht mehr als 
AGH angeboten. Diese Faktoren bedingen u.a. einen Rückgang der Gesamt-TN-
Zahl in 2019 in den o.g. Projekten. 
 
 
 
3.4. Suchtberatung nach §16a Nr. 4 SGB II 
 
Die Angebote „Suchtberatung“ und „Claro Mobil“ sind darauf angelegt, Menschen mit 
Suchterkrankungen in das Kölner Suchthilfesystem zu integrieren, um die Heranfüh-
rung an den Arbeitsmarkt zu unterstützen. 
 
 
 
Suchtberatung 
 
Träger: Diakonisches Werk Köln und Region, 
Sozialdienst katholischer Männer e. V. 
Blaues Kreuz e.V. 
Psychosomatische Klinik Bergisch Gladbach 
Drogenhilfe Köln Projekt gGmbH 
 
Ziel:  Anbindung an das Suchthilfesystem und Heranführung an den 
Arbeitsmarkt 
 
Inhalte: Die Träger haben sich zu einem Verbund zusammengeschlossen. 
Über eine zentrale Telefonnummer sind die Erreichbarkeit und eine

Seite 31 
schnelle Terminvergabe gewährleistet. Die Zuweisungen zum jeweils 
für die Suchterkrankung relevanten Träger werden intern verteilt. 
 
Inhaltlich gliedert sich die Suchtberatung in zwei Phasen: das Clearing 
sowie die eigentliche Betreuung. Das Clearing stellt den Suchtstatus 
fest und klärt die aktuellen Problemlagen. Die Betreuungsphase 
umfasst die Erstellung einer detaillierten Suchtanamnese, die 
biographische Anamnese mit Klärung von Arbeitsfähigkeit, Sicherung 
des Lebensunterhalts, offene juristische Verfahren etc.  
 
Es wird überprüft, ob ein ambulantes Suchtsetting möglich ist oder 
zunächst stationär behandelt werden muss. Der Fokus liegt auf den 
weiterführenden Angeboten des Suchthilfesystems, in die nach 
Möglichkeit vermittelt wird. 
 
Ergebnisse: Obwohl die Integration in den Arbeitsmarkt nicht primär im Fokus 
steht, konnten 14 % der Teilnehmer*innen in 2019 Beschäftigung oder 
Qualifizierungsangebote vermittelt werden. 
 
Die Beratungsintensität der Teilnehmer*innen ist in 2019 gestiegen. 
Der gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Anzahl von Teilnehmer*innen 
in 2019 stehen 1.884 Beratungskontakte gegenüber (1.900 Beratungs-
kontakte in 2018).

Seite 32 
 
 
 
 
Claro Mobil 
 
Träger: Kooperation zwischen dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und 
dem Sozialdienst katholischer Männer e.V. 
 
Ziel:  (Aufsuchende) Anbindung an das Suchthilfesystem und Heranführung 
an den Arbeitsmarkt  
 
Inhalte: Claro Mobil ist ein flexibles und schnell einsetzbares Instrument im Be-
reich der Suchtberatung. Kurzfristige Ersttermine sind sowohl im Job-
center Köln als auch im privaten Umfeld der Teilnehmer*innen mög-
lich. Die Mitarbeiter*innen des Projekts arbeiten ausschließlich aufsu-
chend und begleitend. 
 
Claro Mobil identifiziert neben der Suchtproblematik auch die oftmals 
vorhandenen weiteren prekären Problemlagen, ohne dabei das Sucht-
problem und eine Anbindung an die Einrichtungen des Suchthilfesys-
tems aus den Augen zu verlieren. 
 
 
Ergebnisse: 2019 wurden 29 Begleitungen regulär abgeschlossen, davon stand bei 
52% der Teilnehmer*innen die Klärung gesundheitlicher Einschrän-
kungen im Mittelpunkt. Nach erfolgreicher Klärung konnten: 
 
 19% in Fachkliniken zur Entgiftung vermittelt werden. 
 13% entschieden sich, eine ambulante Therapie zu beginnen. 
 13% fanden einen Platz in einer stationären Therapieeinrichtung. 
 13% beendeten die Suchtberatung mit Konsumreduktion bzw. 
Abstinenz.

Seite 33 
4. Fallbeispiele  
 
 
 
BiSKids – Angebot nach §16a Nr. 1 SGB II beim Träger Christliche Sozialhilfe 
Köln e.V. 
 
„Der Kooperationspartner von BiSKids, die „Stadtteileltern“, ein Projekt der CSH Köln 
e.V., das Integrationsbegleitung für Eltern und Familien anbietet, nahm Anfang 
Herbst 2019 Kontakt zu BiSKids auf. Die Mitarbeiterin des Projektes erkundigt sich 
für eine geflüchtete Familie nach einem Betreuungsplatz für einen 3-jährigen Jungen. 
Zum Erstgespräch bei BiSKids begleitete die Stadtteilmutter die Familie, da die Frau 
nur wenig Deutsch sprach. Die 5-fache Mutter erzählt, dass sie mit ihren drei jüngs-
ten Kindern vor ihrem gewalttätigen Mann geflüchtet war und zuerst in einem Eltern-
Kind-Heim gelebt hatte, bis sie in eine eigene Wohnung einziehen konnte. Zwei ihrer 
Kinder gehen zur Schule, der Jüngste hatte keinen Kindergartenplatz bekommen. 
Aus diesem Grund konnte sie sich nicht zum Deutsch-Sprachkurs anmelden. Die äl-
teren Kinder sind im Haushalt des Vaters geblieben. 
Die Mutter wurde aufgrund vieler Problematiken von einer Familienhelferin seitens 
des Jugendamtes unterstützt. 
Der strukturierte Alltag und die kindgerechte Umgebung bei BiSKids geben dem 3-
jährigen Sicherheit. Das Kinderbetreuungsangebot bietet dem Jungen gute Voraus-
setzungen, um rasch die deutsche Sprache zu erlernen und Kontakte zu anderen 
Kindern aufzubauen. 
Die sozialpädagogische Fachkraft von BiSKids unterstützt die Mutter in Erziehungs-
fragen und leitet sie zu Hilfsangeboten weiter, die für sie infrage kommen. Die Mutter 
hat sich für einen Deutsch-Sprachkurs angemeldet und wartet auf einen freien Platz.“ 
 
 
 
 
Budget- und Schuldnerberatung des Begegnungs- und Fortbildungszentrums 
muslimischer Frauen e.V. – Angebot nach §16a Nr. 2 SGB II 
 
"(...) Herr S. ist türkischsprachig und ist der deutschen Sprache nicht mächtig. (...) 
Herr S. hatte keinen Überblick mehr über seinen aktuellen Schuldenstand. Seine Un-
terlagen waren unvollständig und er war mit dieser Situation sehr überfordert. Außer-
dem brachte er ungeöffnete Briefe mit, da er nicht mehr in der Lage war, diese zu 
ordnen. (...) Da es einen Pfändungs-und Überweisungsbeschluss von einem Gläubi-
ger gab, wurde das Konto von Herrn S. gepfändet. Es wurde eine Bescheinigung zur 
Umwandlung des Girokontos in ein pfändungsgeschütztes Konto (P-Konto) ausge-
stellt. (...) 
Er hatte Schulden in Höhe von ca. 18.600,00 € bei 17 Gläubigern. Daraufhin wurde 
eine differenzierte Überprüfung der Forderungen vorgenommen und der Verfahrens-
stand überprüft. Durch weitere Gespräche mit Herrn S. wurden ihm Möglichkeiten zur 
Regulierung seiner Schulden aufgezeigt und ein Entschuldungskonzept erstellt. Au-
ßerdem wurde in der Zwischenzeit auch eine Schufa-Auskunft angefordert und über-
prüft, um zu klären, ob weitere Forderungen bei anderen Gläubigern existieren. 
Nach Aufbereitung seiner Akte wurde eine Einigung mit den Gläubigern über eine 
Schuldenbereinigung versucht. Nach mehrheitlicher Ablehnung und Scheitern des

Seite 34 
außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplanverfahrens wurde aufgrund seiner fi-
nanziellen und persönlichen Situation mit Herrn S. vereinbart, dass eine Regulierung  
in Form einer Verbraucherinsolvenz sinnvoll wäre. (…) Später wurde mit unserer Un-
terstützung beim Amtsgericht Köln ein Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsol-
venzverfahrens mit Herrn S. gestellt. 
Mit der Unterstützung der Schuldnerberatung wurden auch andere Beratungsinstituti-
onen wie z.B. die Erwerbslosenberatung und die Familienberatung miteinbezogen. 
Derzeit befindet sich Herr S. in der Wohlverhaltensperiode. Zudem hat er nun eine 
Teilzeitbeschäftigung und versucht seinen Lebensunterhalt zu sichern. Er ist bemüht 
eine Vollzeitbeschäftigung zu bekommen, um seinen Lebensunterhalt eigenständig 
ohne aufstockende ALG-II-Leistungen zu sichern. (...)" 
 
 
 
 
 
Alternative Wege in den Job – Angebot nach §16a Nr. 3 SGB II beim Träger 
Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim 
e.V. 
 
„Frau N., 34 Jahre, vor 15 Jahren aus dem Irak geflohen, 3 Kinder, verwitwet. 
Frau N. hat an der TAS ihren Hauptschulabschluss vor 1 Jahr erworben und möchte 
eine Ausbildung absolvieren. Sie hat sich dazu entschieden, Gesundheits- und Kran-
kenpflegerin zu werden und braucht Unterstützung bei der Erstellung einer Bewer-
bung. Mit Frau N. wird ein Motivationsschreiben entwickelt und die Bewerbungs-
mappe zusammengestellt. Frau N. erhält den Ausbildungsplatz, beginnt die Ausbil-
dung mit viel Engagement, wird aber zum Ende der Probezeit gekündigt, da sie ei-
nen Prüfungsteil sehr knapp nicht besteht, obwohl sie in der Praxis gute Rückmel-
dungen erhielt. 
Frau N. sucht die Beratung wieder auf, sie ist niedergeschlagen, weil ihr Wunschbe-
ruf erst einmal in die Ferne gerückt ist. Im Gespräch wurde analysiert, welche 
Schwierigkeiten und welche positiven Effekte während der Ausbildungszeit entstan-
den sind. 
Dieser Rückschlag setzte Frau N. seelisch zu. Sie bat um einen weiteren Termin für 
eine berufliche Beratung. Bei diesem weiteren Termin wurde vor allem ihre Motiva-
tion gestärkt, nicht aufzugeben, Absagen nicht zu persönlich zu nehmen, sich zu er-
innern, welche Erfolge sie durch den Einsatz ihrer Ressourcen in der Vergangenheit 
schon erarbeitet hat. (Flucht, Integration in eine neue Kultur, Verlust des Partners, 
drei Kinder alleine erzogen, Schulabschluss nachgeholt, mehrere Praktika mit guten 
Praktikumszeugnissen etc.). Frau N. setzte sich in im Verlauf der Beratung mit ihrem 
ursprünglichen Berufswunsch auseinander und entschied sich, sich noch einmal für 
die Ausbildung zu bewerben. Daraufhin wurde ein Bewerbungsschreiben erstellt, in 
dem die guten praktischen Leistungen und die positiven Rückmeldungen einer ihrer 
Anleiterinnen eingeflochten wurden. Sie erhielt daraufhin eine Zusage der Kranken-
pflegschule und konnte die Ausbildung Anfang 2020 im 2. Anlauf wieder neu starten.“

Seite 35 
Claro Mobil – Angebot nach §16a Nr. 4 SGB II bei den Trägern Sozialdienst ka-
tholischer Frauen e.V. und dem Sozialdienst katholischer Männer e.V. 
 
„Herr K. wird im Mai 2019 durch das Jobcenter Köln zugewiesen. Herr K. ist 48 Jahre 
alt und Alkoholiker. Er hat mehrere Entgiftungen absolviert und ist, wie seine Lebens-
gefährtin, immer wieder rückfällig geworden. Herr K. ist wegen einer Sehbehinderung 
auf die Unterstützung seiner Lebensgefährtin im Alltag angewiesen, so dass sie ihr 
Schicksal gemeinsam teilen. 
Beim Einstieg in die „Claro Mobil“-Begleitung trinken beide nach eigener Aussage 
nicht, beim Hausbesuch geben sie zu, einen Rückfall erlitten zu haben. 
Herr K. lehnt eine Langzeittherapie ab, lässt sich aber auf eine Begleitung zur Sucht-
beratungsstelle ein, bei dem offensichtlich wird, wie schädlich die symbiotische Be-
ziehung für beide Partner ist. Nach dem Rückfall entschließen sich Herr K. und seine 
Lebensgefährtin erneut zur Entgiftung und werden bei der Anmeldung durch „Claro 
Mobil“ unterstützt. Im Juli wird Herr K. mit Verdacht auf Schlaganfall in die Klinik ein-
geliefert, verlässt diese jedoch, weil er seine Lebensgefährtin nicht alleine lassen 
möchte. 
In der darauffolgenden Zeit blockieren beide die Aufnahme in die Entgiftung gegen-
seitig, da keiner ohne den anderen gehen möchte, die Klinik die Trennung der beiden 
während der Entgiftung aber zur Auflage macht. Schließlich geben Herr K. und vor 
allem seine Lebensgefährtin nach, zuerst absolviert sie die Entgiftung, danach Herr 
K. Durch „Claro Mobil“ wird für die Zeit nach der Entlassung eine ambulante Hilfe für 
beiden installiert, die Begleitung durch „Claro Mobil“ wird im September 2019 been-
det.“

Seite 36 
5. Schlusswort 
 
Die dargestellten Ergebnisse dokumentieren, dass Jobcenter, Kommune und Träger 
ihre gute und konstruktive Zusammenarbeit in 2019 erfolgreich fortgesetzt haben. 
Das Angebotsportfolio hat sich dank des gemeinsamen Bestrebens zu einem in die-
ser Art nahezu einzigartigen Netz sozialintegrativer Eingliederungsleistungen entwi-
ckelt und etabliert. 
 
Das von der Stadt Köln leicht erhöhte Finanzbudget für diese Leistungen ermöglichte 
auch im Jahr 2019 den Erhalt der Angebotsvielfalt. Mit intensiver Betreuung, individu-
eller Beratung und wirksamer Förderung leisten die Träger ein wichtiges Angebot für 
Menschen, die auf ihrem Weg ohne diese Unterstützung absehbar keine realistische 
Chance auf die Heranführung und Eingliederung in den Arbeitsmarkt haben. 
 
Die enge Verzahnung der Angebote nach §16a SGB II mit anderen Förder- und Re-
gelinstrumenten im Rahmen des Integrationsprozesses hat sich bewährt. Die betei-
ligten Akteure sind sich ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Kölner Bürgerin-
nen und Bürger bewusst. Der Mensch steht weiterhin im Mittelpunkt. 
 
Um dies auch künftig sicherzustellen und die relevanten Kostensteigerungen – bei-
spielsweise aus Tariferhöhungen, gestiegenen Energie- und Mietkosten – berück-
sichtigen zu können, bedarf der Etat für die kommunalen Eingliederungsleistungen 
auch zukünftig einer adäquaten Höhe und Ausrichtung. 
 
Die Wirkung entfaltet sich dabei nicht nur in Bezug auf den einzelnen Menschen, 
sondern auch über das soziale Umfeld der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den 
Sozialraum hinein.

Mitteilung Ausschuss

811 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/5000 JC 
 
Vorlagen-Nummer  22.12.2020 
 3696/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 14.01.2021 
 
Bericht des Jobcenter Köln 
 
Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales und Senioren – auf Wunsch des Jobcenter Köln – 
den folgenden Bericht vor.  
 
 
Anlagen:  
Bericht des Jobcenter Köln 
Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln:  Situation im Jobcenter Köln 
Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln:  Personalhaushalt 2021 – aktuelle Betreuungssituation 
Anlage 3 zum Bericht des Jobcenter Köln:  Ergebnismonitoring Monat 11/2020 
Anlage 4 zum Bericht des Jobcenter Köln:  Kommunale Eingliederungsleistungen – Jahresbericht 
2019 
Anlage 5 zum Bericht des Jobcenter Köln:  15 Jahre SGB II 
 
 
Gez. Dr. Rau

Bericht des Jobcenter Köln

10722 Zeichen

1 
 
 
 
Bericht des Jobcenter Köln 
 
 
1. Aktuelle Situation im Jobcenter Köln 
Aufgrund der derzeitigen dynamischen Entwicklungen durch die Corona-Krise sowie 
der damit verbundenen Anpassungen für die Arbeit der Jobcenter werden dem 
Ausschuss zwei Anlagen beigefügt.  
 
Anlage 1: Situation im Jobcenter Köln 
Anlage 2: Personalhaushalt 2021 – aktuelle Betreuungssituation 
 
Frau Würker erläutert die vorgelegten Daten und Informationen im Ausschuss für 
Soziales und Senioren gerne mündlich. 
 
 
2. Ergebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem 
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt 
Köln (Kommunale Ziele) – Stand Monat November 2020 
Das Jobcenter Köln geht in dem Ergebnismonitoring-Bericht für den Monat 11/2020 
(Anlage 3) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und mit der Stadt Köln 
vereinbarten Ziele für das Jahr 2020 ein. 
 
 
3. Aktueller Sachstand zum Teilhabechancengesetz und zur Umsetzung im 
Jobcenter Köln 
Trotz der durch Corona geprägten Arbeitsmarktlage gelingt es im Jahr 2020 weiterhin, 
Arbeitgeber*innen für Kund*innen zu gewinnen, die nach dem Teilhabechancengesetz 
förder-fähig sind. Im November konnte der 1000. Kunde über den §16i SGB II in Arbeit 
vermittelt werden. Stand 14.12.2020 sind in Köln bereits 1030 Kundinnen und Kunden 
über den §16i SGB II gefördert worden. 334 Förderungen entfallen davon auf den 
Zeitraum ab 01.01.2020. 
 
Neben der Akquise von neuen Stellen liegt ein weiterer wichtiger Fokus auf dem Über-
gangsmanagement für Kund*innen, deren vorerst befristete Verträge in den nächsten 
Monaten auslaufen. Hier gilt es, die Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung zu 
eruieren und ggfs. die Vermittlung zu alternativen Arbeitgeber*innen einzuleiten. 
 
Für das externe Coaching fand ein neuer Vergabeprozess statt. Die Erfahrungen aus 
der zum Jahresende beendeten Maßnahme zum externen- sowie die Erfahrungen aus 
dem jobcentereigenen Coaching konnten in die neue Leistungsbeschreibung einfließen. 
Ab dem 02.01.2020 wird das Coaching von einem neuen Träger durchgeführt. Ein 
nahtloser Übergang in das neue Coaching ist für die Kund*innen sichergestellt.  
 
Im Bereich des §16e SGB II konnten zum 14.12.2020 insgesamt 264 
Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden. 130 entfallen davon auf das Jahr 2020. 
Anlage zur Mitteilung „Bericht des 
Jobcenter Köln“ zur Sitzung des 
Ausschusses für Soziales und 
Senioren am 14.01.2021

2 
 
 
 
4. Kommunale Eingliederungsleistungen – Jahresbericht 2019 
Das Jobcenter Köln stellt den beigefügten Jahresbericht der kommunalen 
Eingliederungsleistungen für das Jahr 2019 vor (Anlage 4). 
 
 
5. Rehapro – Erste Erfahrungen 
Das Projekt „Segel setzen – Hafen Köln“ im Jobcenter Köln ist zum 1. Juli 2020 
gestartet. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesprogramms rehapro. 
Wesentliches Ziel der geförderten Modellprojekte ist die Stärkung der medizinischen und 
beruflichen Rehabilitation und damit die Vermeidung von Erwerbsunfähigkeit. 
 
Menschen mit dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen stoßen während ihrer  
(Re-)Integration in das Arbeitsleben oft auf Hürden. Das Kölner Modellprojekt setzt hier 
an und unterstützt, diese zu überwinden. Der „Hafen Köln“ arbeitet hier in vernetzter 
Zusammenarbeit mit den wesentlichen Akteuren der beruflichen Integration unter einem 
Dach. Kooperationen finden sich dabei mit der Bundesagentur für Arbeit als Reha-
Träger, dem Berufsförderungswerk Köln, den Alexianern, dem Beruflichen 
Trainingszentrum Köln, der AOK und dem Integrationsfachdienst. Weitere 
Kooperationen wie u.a. mit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland sind noch in 
der Abstimmung, 
 
Die Startphase des Projekts bestimmte sich wesentlich durch die COVID-19-Pandemie. 
Insbesondere bei den Kooperationspartnern gestaltete sich während dieser Zeit die 
notwendige Personalsuche schwierig, was in der Folge eine Startverzögerung von 
Teilprojekten wie dem Gesundheitscoaching und dem Reha-
Wiedereingliederungsmanagement nach sich zog. Sie sollen nun im Laufe des Oktober 
2020 beginnen. Teilprojekte, die wie geplant aufgenommen wurden, zeigen hingegen 
einen guten Zulauf und erste Fortschritte in der Stabilisierung der Teilnehmer*innen 
sowie ihre Heranführung an eine berufliche Rehabilitation. 
 
Zum Angebot (Re-)Kreativ-Arbeit liegen bereits 70 Anmeldungen vor, 52 Rehabilitanden 
haben bereits aktiv teilgenommen. Die Teilnehmer*innen arbeiten mit verschiedenen 
Materialien (Knetbeton, Pappe, Stoffe, Acrylfarben usw.) und aktivieren dadurch neue 
und/oder verdeckte Fähigkeiten. Durch die Ergo- und die Kunsttherapeutin angeleitet, 
entwickeln die Teilnehmer*innen einen Zugang zu einer neuen beruflichen Orientierung 
mit ihren jeweiligen gesundheitlichen Einschränkungen. Wesentlich ist die Erkenntnis: 
„Ich bin zwar nicht ganz gesund, aber ich kann etwas.“ Verstärkt wird diese Erkenntnis 
der Teilnehmer*innen zusätzlich durch einen Kompetenz-Check.  
 
Das Angebot des Sportscouts nutzten bereits 35 Teilnehmer*innen, die sich in der 
Frage, wie Sport und Bewegung in den (Arbeits-)Alltag eingebaut werden können, 
beraten und motivieren lassen können. Hier stehen Expertise und eigene Erfahrungen 
eines Teilnehmers an den Paralympics zur Verfügung, der Orientierung und Beratung 
auf der Suche nach einem passenden Sportangebot gibt bzw. zu Anlaufstellen und 
Vereinen behilflich ist.  
 
Insgesamt werden heute bereits 157 Teilnehmer*innen durch die Lots*innen und 
Jobcoaches im „Hafen Köln“ betreut. Sie beraten zu allen Fragen rund um den (Wieder-) 
Einstieg in Ausbildung oder Beruf und steuern dabei ebenfalls die Teilnahmeplanung der

3 
 
Angebote, die amtsärztliche Feststellung der dauerhaften gesundheitlichen 
Einschränkungen und den Bedarf an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie 
leiten den Prozess der beruflichen Rehabilitation ein und koordinieren diesen ebenso 
trägerübergreifend. 
 
Unterstützt wird diese Fallsteuerung durch die psychologische und medizinische 
Beratung und Begleitung. Beide Teilprojekte dienen dazu, einen realistischen Blick auf 
die Behinderung im Kontext von Arbeit und Ausbildung zu geben. Hier lernen die 
Teilnehmer*innen, welche Arbeitsbedingungen förderlich oder belastend auf ihre 
Gesundheit wirken. Sie werden beraten, unter welchen Rahmenbedingungen eine 
dauerhafte Beschäftigung gelingen kann und werden –wenn nötig- in der beruflichen 
Neuorientierung unterstützt, um eine realistische berufliche Idee zu entwickeln.  
 
Unter Pandemie-Bedingungen ist besonders die Beratungstätigkeit erschwert. Wie in 
den regulären Geschäftsbereichen des Jobcenter Köln finden auch im „Hafen Köln“ die 
Beratungsgespräche und Kontakte zu den Teilnehmer*innen überwiegend telefonisch 
statt.  
 
Aufgrund der hohen Bereitschaft der Teilnehmer*innen, ihre aktuelle Lebenssituation zu 
verändern, gelingt die Umstellung, sich auch in der Telefonberatung zu sensiblen 
Themen wie Gesundheit, Behinderung und Arbeitslosigkeit, zu öffnen. Die 
Mitarbeiter*innen bringen Erfahrungen in der Beratung zu diesen Themen mit. Im 
Wesentlichen melden die Teilnehmer*innen zurück, dass sie sich aufgrund ihrer 
gesundheitlichen Einschränkungen nicht mit der Beschäftigungslosigkeit abgeben 
wollen.  
 
Das Corona-Kontaktkonzept, welches im Jobcenter Köln erarbeitet wurde und die 
Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln regelt, ermöglicht auch im „Hafen Köln“ 
persönliche Beratungskontakte. Dafür stehen zwei Beratungsbüros zur Verfügung, die 
speziell eingerichtet und nur durch Begleitung des Sicherheitsdienstes auf festgelegten 
Wegen erreichbar sind. Die Räume sind ausreichend groß (beide 30m²), um auch eine 
Beratungssituation mit drei Personen zu ermöglichen, denn für die Teilnehmer*innen im 
„Hafen Köln“ hat insbesondere die Begleitung durch Gebärdendolmetschende und 
Betreuungspersonen hohe Bedeutung. Die Beratungsbüros im Projekt zeichnen sich 
durch eine hohe Auslastung aus, wozu im Wesentlichen die Termintreue der 
Teilnehmer*innen beiträgt. 
 
Im „Hafen Köln“ haben zwei Jobcoaches ihre Arbeit aufgenommen, die potenzielle 
Arbeitgeber über Fördermöglichkeiten und zu den Besonderheiten des 
Kündigungsschutzes für Menschen mit Schwerbehinderung beraten. Insbesondere im 
zweiten Beratungsschwerpunkt können möglicherweise vorhandene Vorbehalte 
gegenüber einer Einstellung von Menschen mit Behinderung abgebaut werden. Die 
Jobcoaches unterstützen intensiv die Bewerbungsbemühungen der Teilnehmer*innen, 
akquirieren geeignete Stellen und schließen Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung 
als Beschäftigte auf. Die Arbeit der Jobcoaches hat bereits zur Integration von zwei 
Teilnehmer*innen geführt.

4 
 
6. Qualifizierungsangebote während Corona 
Mit Beginn der Corona-Krise war es seit Mitte März 2020 lt. der Verordnung des 
Landes NRW nicht mehr möglich, Angebote in privaten und öffentlichen 
Bildungseinrichtungen wie gewohnt persönlich durchzuführen bzw. an diesen 
teilzunehmen. Davon betroffen waren nahezu alle Qualifizierungs- und 
Unterstützungsangebote des Jobcenter Köln. Kundinnen und Kunden mit 
entsprechendem Unterstützungsbedarf konnten den Angeboten nicht mehr 
zugewiesen werden.  
 
Um die in diese Angebote eingemündeten Menschen in ihrer Situation weiterhin zu 
unterstützen, hat sich das Jobcenter Köln in enger Zusammenarbeit mit den Kölner 
Trägerinnen und Trägern noch vor Ablauf des Monats März 2020 auf alternative Wege 
und Möglichkeiten der Maßnahmenfortführung verständigt.  
Der zentrale Gedanke eines ersten Schrittes bestand darin, Kontakt mit den 
Teilnehmenden zu halten, um sie in ihrer aktuellen Situation zu unterstützen. Im 
zweiten Schritt wurden die Angebote auf eine alternative, also telefonische 
Durchführung sowie die Möglichkeit der Durchführung per Video umgestellt. Somit 
konnten die Angebote wiederaufgenommen werden. 
Im weiteren Jahresverlauf gelang es immer besser, die Form der alternativen 
Maßnahmen-durchführung zu professionalisieren und mit dem Beratungsgeschäft des 
Jobcenter Köln zu harmonisieren. Im Rahmen telefonischer Beratungen wurde ein 
großes Interesse der Kundinnen und Kunden zu Themen der beruflichen Qualifizierung 
und Weiterbildung wahrgenommen. 
So konnte es in Köln gelingen, dass die Nutzung aller Qualifizierungs- und 
Unterstützungsmaßnahmen wieder auf dem Niveau von vor der Corona-Krise liegt. 
 
 
7. 15 Jahre SGB II 
In der Anlage 5 sind die wichtigsten Stationen aus 15 Jahren SGB II in Köln 
dargestellt. 
 
 
Gez. Martina Würker 
 
 
Anlagen: 
1. Situation im Jobcenter Köln 
2. Personalhaushalt 2021 – aktuelle Betreuungssituation  
3. Ergebnismonitoring Monat 11/2020 
4. Kommunale Eingliederungsleistungen – Jahresbericht 2019 
5. 15 Jahre SGB II

Anlage 1 Situation_JC_Köln

5308 Zeichen

Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 14.01.2021
Situation im Jobcenter Köln
Bestände
Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020
BG 57.573       57.488        58.701        61.884       63.761       64.447       64.397      64.088        63.490        62.370       61.644       5.387+              +9,2%
BG mit 1 Person 31.237       31.199        32.010        34.196       35.516       36.042       36.047      35.864        3.854+              +12,0%
BG mit 2 und mehr Personen 26.336       26.289        26.691        27.688       28.245       28.405       28.350      28.224        1.533+              +5,7%
Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020
ELB 78.660       78.559        80.318        84.608       87.050       87.970       87.980      87.517        86.638        85.103       84.380       7.199+              +9,0%
dar. SEL* 1.881          2.413         3.038         3.362         3.574        3.641          3.532          3.216         3.178         1.335+              +71,0%
dar. KUG* 3                480            1.388         1.817         1.837        1.667          1.503          1.148         996            - -
*Daten aus dem OPDS, KUG-Daten zu Beginn der Erhebung nicht valide.
Legende: BG=Bedarfsgemeinschaft/en; ELB=erwerbsfähige Leistungsberechtigte; SEL=Selbständige; KUG=Kurzarbeitergeld; OPDS = operativer Datensatz
Hochrechnungen
Differenz zu 
März 2020 (Abs.)
Differenz zu 
März 2020 
(Proz.)
Differenz zu 
März 2020 (Abs.)
Differenz zu 
März 2020 
(Proz.)
20.000
25.000
30.000
35.000
Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020
BG mit 1 Person
BG mit 2 und mehr Personen
-
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
72.000
74.000
76.000
78.000
80.000
82.000
84.000
86.000
88.000
90.000
Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020
ELB
dar. SEL*
dar. KUG*
>> Von März bis August ist die Zahl der BG um 9,2 Prozent gestiegen.
>> In der gleichen Zeit sind vermehrt BG mit einer Person zugegangen (+12,0%).
Seite 1 von 3

Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020
Erwerbstätige LB 20.689       20.555        20.906        20.381       19.606       19.773       19.946      20.105        - 801                -3,8%
Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020
Übertritte SGBIII 212            184             234             227            201            41              43             101             237             235            
Legende:  LB=Leistungsberechtigte, ELB = erwerbsfähige Leistungsberechtigte
Differenz zu 
März 2020 (Abs.)
Differenz zu 
März 2020 
(Proz.)
18.500
19.000
19.500
20.000
20.500
21.000
21.500
Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020
Erwerbstätige LB
>> Von März bis August ist die Zahl der ELB um 9,0 Prozent gestiegen.
>> Die Zahl der erwerbstätigen Leistungsberechtigten war rückläufig (-801 März bis August). 
>> Entgegen der Entwicklung ist die Zahl der selbstständigen erwerbstätigen Leistungsberechtigten(bis August) um    
+1.760 gestiegen.
>> Bei den Leistungsberechtigten mit Kurzarbeitergeld ist von einem ähnlichen Anstieg auszugehen.
>> Durch die Verlängerung des Arbeitslosengeldes (SGBIII) um drei Monate, waren die Übertritte aus diesem Bereich 
rückläufig.
>> Es ist davon auszugehen, dass diese Kund*innen zu Beginn des nächsten Jahres zusätzlich in den SGBII Bereich 
übergehen. Wir rechnen ungefähr mit 450 Kund*innen mehr als üblich im ersten Quartal.
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50
100
150
200
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Jan 2020 Feb 2020 Mrz 2020 Apr 2020 Mai 2020 Jun 2020 Jul 2020 Aug 2020 Sep 2020 Okt 2020 Nov 2020 Dez 2020
Übertritte SGBIII
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Zielplanung für 2021
Mit der Zielwertplanung der Integrationsquote sowie des Bestandes an Langzeitarbeitslosen stellen sich in Zeiten der anhaltenden
Corona-Krise ganz besondere Herausforderungen. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes wird in verschiedenen Prognosen 
unterschiedlich beurteilt und immer im Nachsatz mit dem Hinweis auf bestehende Unsicherheiten versehen. 
In der Berechnung der Zielwerte geht das Jobcenter ganz bewusst den Weg einer positiven Betrachtung der möglichen Entwicklung
des Arbeitsmarktes im kommenden Jahr. Das Jobcenter Köln möchte hier ein Zeichen und mit ambitionierten Engagement den 
Folgen der Pandemie entgegenwirken. 
Ausgegangen wird für das Jahr 2021 von einer wirtschaftlichen Erholung mit tendenziell positiven Auswirkungen auf den 
Arbeitsmarkt. Der Aufschwung wird 2021 jedoch noch den „Dämpfungsfaktoren“ der Pandemie unterliegen. Erst für das Jahr 2022 
wird eine Verstetigung in weiten Teilen der Wirtschaft erwartet. 
Im Ergebnis ist eine Steigerung der Integrationen um 8,9% zum Jahresendergebnisses 2020 für 2021 das Ziel. 
Der Anstieg der Anzahl an Langzeitleistungsbezieher*innen wird mit moderaten 2,5% geplant. 
Mit dieser Planung liegt das Jobcenter Köln klar innerhalb der von der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellten Planungskorridore. 
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Beratungsverlauf (1)

14.01.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3696/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
22.12.2020
Erstellt
21.12.2020 09:44