V/0452/2016
Feststellung des Jahresabschlusses von Münster Marketing für das Wirtschaftsjahr 2015
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Anlage I.3 Anhang für das Geschäftsjahr 2015
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Anlage I.3 Münster Marketing, Münster Anhang für das Geschäftsjahr 2015 I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde nach den Vorschriften des HGB und den geltenden Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung (EigVO NRW) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanz- ansätze der Jahresabschlussbilanz zum 31.12.2014 wurden unverändert zum 1.1.2015 über- nommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaf- fungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung der Wirt- schaftsgüter erfolgte grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Für Wirt- schaftsgüter, die in den Jahren 2009 2012, und 2013 zugegangen sind und deren Anschaffungs- kosten mehr als € 150,00 und weniger als € 1.000,00 betragen haben, wurde ein Sammelposten gebildet, welcher über fünf Jahre abgeschrieben wird. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaf- fungskosten von jeweils bis zu € 410,00 wurden in den Jahren 2010, 2011 und 2015 im Zugangs- jahr voll abgeschrieben. Gleichzeitig wurde ein Anlagenabgang unterstellt. Weiteres ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsaufnahme ermittelt und unter Beachtung des Nie- derstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert unter Berücksich- tigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versicherungsmathematisch ermittelten Teilwert un- ter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G der Heubeck AG angesetzt; es wurde ein Rech- nungszinsfuß von 5,0 % p.a. zugrunde gelegt. Besoldungs- und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt. - 2 - Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünfti- ger kaufmännischer Beurteilung in angemessenem Umfang gebildet. Die Rückstellungen für Bei- hilfen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt; es wurde ein Rech- nungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt. Bei der Berechnung werden ebenfalls das Teilwert- verfahren und ein durchschnittlicher Krankenhaustarif verwendet. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als beigefügtem Anlagespiegel zu entnehmen. Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt: Stand 01.01.2015 310 T€ (Stammkapital 25 T€, Rücklagen 285 T€) Zugänge 2015 (Gewinn 2015) 13 T€ Stand 31.12.2015 323 T€ Die Entwicklung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: Stand 01.01.2015 813 T€ Zugänge 2015 164 T€ Inanspruchnahmen 2015 50 T€ Auflösungen 2015 166 T€ Stand 31.12.2015 761 T€ Unter den sonstigen Rückstellungen sind ausgewiesen: Personalrückstellungen 168 T€ Ausstehende Projekte 81 T€ Ausstehende Kostenrechungen 24 T€ Archivierungskosten 11 T€ Prüfung und Beratung 9 T€ Sonstige 5 T€ Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sicherungsgeschäfte be- standen nicht. - 3 - IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Provisionen für Zimmervermittlungen (145 T€; Vorjahr: 120 T€)), Eintrittsgelder Friedenssaal (118 T€: Vorjahr: 122 T€), Erlöse aus Werbemaß- nahmen (138 T€; Vorjahr: 160 T€), Erlöse aus Souvenirverkäufen (71 T€; Vorjahr: 78 T€), Erlöse aus Veranstaltungen (122 T€; Vorjahr: 104 T€)) sowie Erlöse aus Kooperationen (121 T€; Vor- jahr: 84 T€). Die Provisionserlöse für Souvenirverkauf entfallen in Höhe von 26 T€ auf das Geschäftsjahr 2014. Die Zuschüsse erfolgen durch die Stadt Münster (2.592 T€; Vorjahr: 2.935 T€). Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2015 1.981 T€. Einzelaufstellung Personalaufwand: Löhne und Gehälter 1.570 T€ (Vorjahr: 1.521 T€) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 411 T€ (Vorjahr: 390 T€) Davon für Altersversorgung 108 T€ (Vorjahr: 100 T€] Die Erträge aus Abzinsung (Forderung Stadt Münster) betragen 396,47 €. V. Sonstige Angaben Die Betriebsleitung von Münster Marketing im Geschäftsjahr 2015 obliegt: Frau Bernadette Spinnen Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt: Stand 1.1.2015 0 T€ Einstellung in die Rücklagen 13 T€ Jahresüberschuss 13 T€ Auflösung von Rücklagen 0 T€ Stand 31.12.2015 0 T€ - 4 - Der Jahresgewinn 2015 wird entsprechend den Vorgaben des Managementkontraktes in die Rücklage eingestellt. Der Betriebsausschuss setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: Heinrich Götting (FDP), Kaufmann Thomas Holz (SPD) Dr. Stephan Nonhoff (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) Ratsherr Carsten Peters (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Geschäftsführer Bürgermeisterin Karin Reismann (CDU), Rentnerin Ratsherr Rüdiger Sagel (DIE LINKE), Dipl.-Ingenieur Ratsfrau Angela Stähler (CDU), Hausfrau Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD), Lehrerin i.R. Jan-Christoph Wolber (CDU) Die Mitglieder des Betriebsausschuss erhalten für ihre Tätigkeit von Münster Marketing keine Bezüge. Im Geschäftsjahr 2015 wurden durchschnittlich beschäftigt: Angestellte 34 Beamte 2 36 Die Betriebsleiterin von Münster Marketing ist Frau Bernadette Spinnen. Die Gesamtbezüge der Werksleiterin betragen 2015 90 T€ Brutto (2014: 88 T€). Das Honorar des Abschlussprüfers belief sich in 2015 auf 6 T€ (Vorjahr: T€ 6) und entfiel aus- schließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Für Steuerberatung fiel 2015 kein Aufwand an (Vorjahr: 3 T€). Münster, den 18.05.2016 gez. Bernadette Spinnen
Beschlussvorlage
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V/0452/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Münster Marketing Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses von Münster Marketing für das Wirtschaftsjahr 2015 Beratungsfolge 14.06.2016 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 29.06.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 29.06.2016 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss 2015 von Münster Marketing (Anlage) mit einer Bilanzsumme von 1.283.255,15 EUR wird festgestellt. 2. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2015 weist einen Jahresübe rschuss von 13.241,24 EUR aus. Der Jahresüberschuss wird in die Rücklage eingestellt. 3. Der Betriebsausschuss Münster Marketing wird für das Wirtschaftsjahr 2015 entlastet. II. Finanzielle Auswirkungen: Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. Begründung: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft C oncunia GmbH aus Münster, vertreten durch Herrn Jü rgens, hat im Auftrag von Münster Marketing den Jahresabschluss und den Lagebericht des Wirtschaftsja h- res 2015 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß der Betriebssatzung von Münster Ma rketing dem Betriebsausschuss und dem Rat vorzulegen. Ferner wird der Beirat von Münster Ma rketing über den Jahresabschluss und den Lagebericht informiert. Vorlagen-Nr.: V/0452/2016 Auskunft erteilt: Frau Wilken Ruf: 492 27 32 E-Mail: Wilken@stadt-muenster.de Datum: 23.05.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0452/2016 Zu 1. Jahresabschluss Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB und den geltenden Vorschriften der E igen- betriebsverordnung (EigVo NW) aufgestellt. Lagebericht Zum Lagebericht (Geschäftsbericht) wurde seitens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Concuni a festgestellt, dass dieser insgesamt ein e zutreffende Vorstellung von der Vermögens -, F inanz-, und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt und die wesentlichen Chancen und Ri- siken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Prüfungsergebnis Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Concunia GmbH erteilt Münster Marketing für das Wirtschaftsjahr 2015 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss sowie zum Lagebericht können den beigefügten U n- terlagen entnommen werden. Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse von der Co ncunia GmbH in der Betriebsausschusssitzung am 14.06.2016 im Einzelnen erläutert. Zu 2. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresüber- schuss 2015 in Höhe von 13.241,24 EUR wird in die Rücklage eingestellt. I.V. gez. Peck Stadtrat Anlagen: Jahresabschluss Geschäftsbericht
Geschäftsbericht 2015 von Münster Marketing
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Geschäftsbericht 2015 MÜNSTER MARKETING Projekte und Partner. Ziele und Zahlen. „Stadtmarketing muss die Stadt von den Menschen her denken, ihre Bedürf - nisse müssen im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Wenn Ihnen das gelingt und Sie dabei eine Orientierungsfunktion in der Stadt übernehmen, machen Sie es richtig.“ (Marketingwissenschaftler Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Heribert Meffert, Public Marketing, bcsd-Sonderheft, April 2016) Wir haben im Geschäftsjahr 2015 in diesem Sinne versucht, unsere Arbeit „richtig zu machen“. Wir haben gemeinsam mit der Stiftung Bürger für Müns- ter, den örtlichen Medien und der Sparkasse Münsterland Ost mit dem Projekt „Gutes Morgen Münster“ die Menschen in unserer Stadt offen gefragt, was sie für die Zukunft ihrer Stadt schon jetzt tun und wir haben uns dabei im Zuhören geübt – eine Grundvoraussetzung für all jene, die über Stadtprofile, Stadtbilder und Stadtqualitäten sprechen und sie nach außen vermitteln sollen. Wir haben mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel (EKS) eine Auszeichnung für Münster er - rungen, die ein Wegweiser für Münsters Zukunft ist als Stadt des ernst gemeinten Dialogs, auch des interreligiösen. Die Haltung der Münsteranerinnen und Münsteraner zu den Flücht - lingen in unserer Stadt und ihre unbeirrte Integration-und Unterstützungsarbeit zeigen, dass eine solche Auszeichnung weit mehr ist als nur eine Ehrennadel oder ein Pokal. Münster ver - steht sich als eine Stadt des Dialogs und nimmt dieses Selbstverständnis sehr ernst. Und daher haben wir die Verleihung des Siegels und die Anbringung am Rathaus selbstverständlich im öffentlichen Raum gefeiert und dazu ein Mahl organisiert mit vielen Trägern der Friedensarbeit in der Stadt und für all ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Wir sind auch neue Wege gegangen in der Vermarktung unserer Stadt und in der (touristischen) Kommunikation, indem wir immer mehr auf die Kommunikationsstärke der Bürgerinnen und Bürger selber setzen. Wir bitten sie, ihre Münster-Bilder ins Netz zu stellen und sich als Bot - schafterinnen und Botschafter für ihre Stadt zu fühlen und für Münster zu werben. Die Stärken in der eigenen Stadt suchen – das war auch das Erfolgsrezept unseres Stadtfestes. Nach jahrelangem Ringen ist es gelungen, ein von nahezu allen Besuchern so empfundenes „Münster-Fest“ zu feiern. Sein Geheimnis: zehn erfahrene, kreative und mutige Gastronomen aus unserer Stadt, eine selbstorganisierte Veranstaltergemeinschaft, ein Konzept, das sich an den räumlichen Strukturen unserer Stadt, also an ihrem „Sinn“ orientiert und eine Verwaltung, die mitdenkt , mithilft und krisenfest ist. Unser Stadtfest heißt zu Recht: „Münster mittendrin“ – eine Verortung, an der sich auch das Stadtmarketing Münsters orientieren muss, wenn es „alles richtig machen“ will. Bernadette Spinnen Leiterin Münster Marketing 2 GUTES MORGEN MÜNSTER Seite 4 – 5 WISSENSCHAFTSSTADT MÜNSTER Seite 6 – 8 STADT DES WESTFÄLISCHEN FRIEDENS Seite 9 – 11 STARKE INNENSTADT Seite 12 – 15 ERFOLGREICH TAGEN SEIT 1648 Seite 16 – 17 ATTRAKTIV FÜR GÄSTE Seite 18 – 21 AUSLANDSMARKETING IM VERBUND Seite 22 ONLINE MARKETING Seite 23 CHANCEN UND RISIKEN Seite 24 AUSBLICK 2016 Seite 25 ORGANISATION, ORGANE, GREMIEN Seite 26 BILANZ Seite 27 02 03 04 05 06 07 09 10 11 12 08 01 3 Unsere Botschaft: In Münster wissen wir, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht auf die Stadt warten, wenn es um die Gestal - tung ihrer Zukunft geht. Wir sind neugierig auf ihre kreativen Ideen und brauchen ihre Expertise – und sie werden die Haupt - personen in unserem gemeinsamen Nachdenken über die Zu - kunft sein. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zukunftswerk- stätten ging es hier nicht um die Frage, was sich die Bürgerinnen und Bürger wünschen, sondern was sie bereits tun. Und es ging auch nicht darum, nach bestimmten inhaltlichen Vorgaben Ideen zu sammeln, die die Stadt (vielleicht) umsetzt, sondern die Bür - gerinnen und Bürger – egal in welcher Rolle – als Akteure bei der täglichen Zukunftsentwicklung der Stadt wahrzunehmen. Zu unserem nicht geringen Erstaunen, aber zu unserer großen Freude, haben 311 Projektträger ihre Projekte eingereicht. Die Palette reichte von der Bahnhofsmission über Firmen, die ihre Mitarbeiter beim „Gutes-Tun“ unterstützen, von städtischen Ämtern, wie den Abfallwirtschaftsbetrieben, die eine Tausch- börse für abgelegte Gegenstände eingerichtet haben, über Mit - tagseintöpfe mit Stadtgesprächen, die kritisch den Hafenumbau begleiten, bis hin zur Universität, die ihr Wissen mit eigenen Ideen Kindern und Jugendlichen in der Stadt vermittelt. Wie viele Städte in Deutschland, macht sich auch die Stadt Münster gerade auf den Weg, um über ihre Zukunft nachzudenken. Angesichts der großen gesellschaftlichen Umbrüche und Veränderungen stellt nie - mand diese Notwendigkeit in Frage. Bevor aber ein systematischer Zukunftsprozess installiert wird, haben wir ohne jede Vorgabe alle Münsteranerinnen und Münsteraner, egal ob Firmen, Vereine, Verbände, Stadt - verwaltung, Wissenschaft, Einzelpersonen, lose Zusammenschlüsse, egal ob privat oder öffentlich finanziert, ganz offen gefragt, was sie für die Zukunft der Stadt bereits tun. Gutes Morgen Münster 4 Gutes Morgen Münster war als offener Prozess angelegt, dessen Verlauf sich nach dem richtete, was uns die gemeldeten Projekte und deren Träger aufgegeben haben. GUTES MORGEN MÜNSTER 01 Die Schritte im Projekt Multiplikatoren, Weitersager und Unterstützer Der eher unspezifische, ganz breit und niedrigschwellig ange- legte Aufruf an alle Münsteranerinnen und Münsteraner sich zu bewerben, wurde begleitet durch eine starke Motivationsarbeit vieler Netzwerkpartner aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft. So konnte erreicht werden, dass eine Vielzahl von Projekten aus fast allen Themenfeldern städtischen Lebens und von ehrenamt - lichen Aktivitäten bis zu Forschungsinitiativen motiviert wurden. Juroren, Experten und wohlmeinende Kritiker Maßgeblich zum Erfolg des Projektes beigetragen haben die vier Persönlichkeiten Prof. Dr.-Ing. Klaus Selle (RWTH Aachen, Lehr - stuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung), Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Dagmar Schipanski (ehemalige Präsidentin des Thü- ringer Landtages und Kandidatin zur Wahl des Bundespräsiden - ten), Frauke Burgdorf (Vorständin der Montag Stiftung Urbane Räume) und Prof. Dr. h.c. Kasper König (Künstlerischer Leiter der Skulptur Projekte Münster, ehemaliger Direktor des Museums Ludwig in Köln), die komplett ehrenamtlich die extrem schwie - rige Benennung von 27 exemplarischen Projekten verantwortet haben. Und viel mehr noch: Sie waren kritische Begleiter unserer Idee, immer bereit die Wahrheit zu sagen und für Qualität und Seriösität zu sorgen und das mit einer wachsenden Begeisterung für das, was die Menschen in unserer Stadt für deren Zukunft tun. Zuhörer, Frager und Lernwillige Das Gutes Morgen Münster-Team bei Münster Marketing hat über viele Monate die Aktivitäten von mindestens 311 Initiativen, Institutionen oder Firmen eng begleitet. Wir haben dabei mehr gelernt als organisiert, viel investiert und noch mehr gewonnen. Wir haben Projekte besucht und vor allem gefragt und viel ge - staunt. Eine Arbeit, die Tagesgeschäft sein sollte für diejenigen, die berufsmäßig über die Stadt sprechen. Lagerfeuer statt Leuchttürme Am 29. November fand die große Abschlussveranstaltung im Jovel statt, zu der alle Bewerberinnen und Bewerber eingeladen waren. Dort sind alle 311 Projekte gewürdigt worden; die kom - plett anwesende Riege der Expertinnen und Experten hat persön - lich die 27 Beispiele für ein Gutes Morgen Münster vorgestellt. Ihre zentrale Botschaft: Es gibt bei dieser Frage keine Gewinner oder Verlierer. Die herausgehobenen Projekte zeigen exempla - risch, worum es geht. Und: Gutes Morgen Münster geht weiter; wir brauchen alle Partner für den Prozess der „MünsterZukünf - te“. Gutes Morgen Münster hat bereits jetzt viel Aufmerksamkeit weit über Münster hinaus erregt. Weil alle Städte nach Wegen suchen, ihre Bürger zu Akteuren ihrer Zukunft zu machen, ist unser Weg von besonderem Interesse für viele. Die 27 ausgezeichneten Projekte: · Funky e.V. · Coerde pur · Cactus Junges Theater · 4tel Fest · Betriebsrallye der Stiftung Bürger für Münster · Infopunkt-Hiltrup · Projekt „Wechselstuben“ der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) · Münsterhonig, Stadtimkerei · Farid's QualiFighting · Cinema & Kurbelkiste · Bahnhofsmission mobil · Münsteraner Allianz gegen Krebs MAgKs · Projekt TeamPlayer, orderbase consulting GmbH · Anti Rost Münster e.V. · Flüchtlingshilfe Gievenbeck/Sentrup · Exzellenzcluster Religion und Politik, WWU Münster · JIPA – Jugendliche inklusiv politisch aktiv · Bürgerbad Handorf · Projekt „Plus 1“ des Jugendausbildungszentrums JAZ gGmbH · Gesellschaft für Bioanalytik Münster e.V. · Lulu banal · Q.UNI Kinder- und Jugend-Uni Münster, WWU Münster · Grünflächenunterhaltung · Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe, FH Münster · Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. · „Förder-Forder-Projekt“, Internationales Centrum für Begabungsforschung, WWU Münster · Projekt „Heimat-Helfer-Borsten-Freizeit“ der FH Münster und der Westfalenfleiß GmbH 5 Wissenschaftsstadt Münster Das Bündnis aus Stadt, Universität, FH Münster, Wirtschaft und Vertretern ausgewählter Institutionen aus der Stadtgesell - schaft gilt auch über Münsters Grenzen hinaus als beispielge - bend für eine fundierte, politisch abgesicherte und professionelle Kooperation zwischen der Stadt und ihren Hochschulen. Das be - stätigte auch das Modellprojekt „Science Scorecard“ des Stifter - verbandes für die Deutsche Wissenschaft. Der Wissenschaftsstadt Münster wurden besondere Stärken durch die projekteunabhängi- gen Kooperationsstrukturen (Allianz für Wissenschaft) mit einem etablierten Netzwerkbetreiber in der Verwaltung (Wissenschafts - büro bei Münster Marketing), das Bekenntnis der Politik zur Wissenschaft und der Verankerung des Themas Wissenschaft in der Stadtgesellschaft sowie die hohe Anziehungskraft der Stadt und ihre Lebensqualität attestiert. Entwicklungspotential für Münsters wissensbasierte Stadtentwicklung wurde im Themen - feld Internationalität und bei den Austauschprozessen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft identifiziert. Die Ergebnisse der Eva- luation sollen zur Weiterentwicklung der Allianz genutzt werden. Veranstaltungen der Wissenschaftsstadt 26./27. Juni: Tag der Nachhaltigkeit Thema: Anders Leben! Aber wie? Eröffnet wurde der Tag durch den nordrhein-westfälischen Umwelt- minister Johannes Remmel. Rund um den Servatiiplatz gab es ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Die Resonanz war un- erwartet groß, so dass es eine Neuauflage der Veranstaltung ge - ben wird. Hervorgegangen ist der Tag der Nachhaltigkeit aus einer Initiative, die sich im Nachgang zur 2013 stattgefundenen Tagung „Höher, schneller, weiter? Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Stadtentwicklung am Beispiel der Stadt Münster“ gegründet hatte und seitdem von FH Münster, Westfälischer Wilhelms-Universität Münster und Münster Marketing weiter begleitet wurde. 27. Mai: Alternativ – Wissen erleben Thema: „Körper und Geist“ Anmelde-Rekord beim 5. Alternativ-Tag für Studieninteressierte ab 50: über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Re - gion, von der niederländischen Grenze über das Sauerland bis hin zum Ruhrgebiet. Prof. Dr. Erwin-Joseph Speckmann nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer in seinem Vortrag „Der erfahrbare Geist und sein Gehirn“ mit auf eine Expedition zu ak - tuellen Fragen und neuen Erkenntnissen der Hirnforschung. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Kontaktstelle Studium im Alter der Westfälischen Wilhelms-Universität und Münster Marketing. „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa.“ Diese mit Münsters „Integriertem Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept“ vom Rat der Stadt Münster 2004 beschlossene Leitorientierung steht im Fokus von Münsters Allianz für Wissenschaft, in welcher Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt gemeinsam die Profilierung und Positionierung Münsters als Wissenschaftsstadt vorantreiben. 6 WISSENSCHAFTSSTADT MÜNSTER 02 5. – 8. Juli: Ausstellungsschiff MS Wissenschaft Auf seiner Tour durch rund 40 Städte in Deutschland und Österreich legte das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft auch in Münsters Hafen an, zeitgleich und passend zum Hafenfest. Die „Zukunftsstadt“ stand im Mittelpunkt des Wissenschaftsjahres. Mehrere tausend Besucherinnen und Besucher sahen die Aus - stellung an Bord der „Jenny“, in der es um den Beitrag von Wis - senschaft, Forschung und Technologie für die Entwicklung der zukunftsfähigen Stadt ging. Mit an Bord war in diesem Jahr das Exponat „Kluge Städte“ des Instituts für Geoinformatik (ifgi) der Uni Münster. 24. – 28. November: Münster International Zum vierten Mal fand das internationale Alumnitreffen „Alumni meet CONNECTA“ in Münster statt. Die Westfälische Wilhelms- Universität Münster und die Stadt Münster haben gemeinsam ehemalige Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissen - schaftler aus Jordanien, Nigeria, Tunesien, Côte d’Ivoire, Vietnam und Indonesien eingeladen, um mit ihnen und Expertinnen und Experten vom Centrum für internationale Migration und Entwick- lung und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge über den Aufbau eines Alumni-Berater-Netzwerkes zu diskutieren. 5. November: Hochschultag Rund 17.000 Schülerinnen und Schüler kamen mit ihren Lehrerin- nen und Lehrern zum Hochschultag, um an den Hochschulen in Münster Informationen über Studienfächer zu bekommen, Ver - anstaltungen zu besuchen und den Studienort Münster kennen zu lernen. Der Hochschultag wird jährlich in Kooperation der Hochschulen und Münster Marketing veranstaltet. Nanobioanalytik 3. – 5. September: Ausstellung „Laserlicht“ Das „UNESCO Jahr des Lichts“ haben Westfälische Wilhelms- Universität Münster und FH Münster zum Anlass genommen, in Kooperation mit Münster Marketing die Ausstellung „Laserlicht“ in der Unterführung am Schlossplatz zu präsentieren. Konzipiert von einer Designstudentin der FH Münster, wurden im Tunnel mehrere Stationen realisiert. Dort erfuhren die Besucherinnen und Besucher, was ein Laser alles kann und was ihn als Licht so besonders macht. 7. – 9. Dezember: Kongress NanoMed Europe 2015 in Grenoble Als prosperierender Nanotechnologie-Standort präsentierte sich Münster beim internationalen Kongress NanoMed Europe 2015 in Grenoble. Die Allianz für Wissenschaft leistete einen wesent- lichen Beitrag zur Realisierung dieses wichtigen internationalen Messeauftrittes. Von der positiven Entwicklung Münsters als starkem Nanotechnologie-Standort profitiert unverändert der Kongressstandort. Beispiele aus 2015: · Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Matrixbiologie · 12th International Conference of the European Chitin Society · 13th International Conference on Chitin and Chitosan 7 02 WISSENSCHAFTSSTADT MÜNSTER Medizinische Prävention 5. März – 22. Mai: Ausstellung „Ein- Blicke – Biomedizin und Bildgebung“ im Wissenschaftszentrum Bonn 26. August – 20. September: Ausstellung „Innere Welten“ in der Dominikanerkirche Bürgernahe Spitzenforschung: Kaum ein wissenschaftliches The - ma ist von so großem Interesse für die Bürgerinnen und Bür - ger wie das der Gesundheit und der medizinischen Forschung. Die Ausstellung in Verbindung mit ihrem speziell auf die unter- schiedlichen Zielgruppen abgestimmten Begleitprogramm ist ein eindrucksvolles Beispiel für einen gelungenen Wissenstrans - fer. Die Bilderausstellung in der Dominikanerkirche bescherte dem Cluster „Cells in Motion“ einen Besucherrekord: Mehr als 13.000 Menschen sahen 27 faszinierende und erstaunliche Bilder, die, aufgenommen mit Mikroskopen und Tomographen, auf eindrucksvolle Weise Einblicke in das Innerste des Körpers zeigten (Beispiel siehe S. 6 – Entstehendes Nervensystem). Die Doppel-Ausstellung des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ (CiM) und des Sonderforschungsbereichs 656 „Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung“ mit Bildern und interaktiven Expo - naten wurde unterstützt mit Mitteln der Allianz für Wissenschaft. 8. Oktober: Wie gesund ist gutes Essen – ist Genießen auch erlaubt? Zum siebten Mal hieß es in den Münster-Arkaden „Wie gesund ist gutes Essen? Ist Genießen auch erlaubt?“. Im ausverkauften Restaurant-Café Pablo unterhielten Prof. Dr. Ursel Wahrburg und Prof. Dr. Guido Ritter vom Fachbereich Oecotrophologie · Facility Management der FH Münster die Gäste mit informativen Vorträgen und ausgesuchten Speisen. „Der Hype der Ohne-Produkte“ stand auf dem Programm. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation von Münster Marketing mit der FH Münster, dem Restaurant-Café Pablo, dem SuperBio- Markt und den MÜNSTER ARKADEN . 18. April: Welthypertonietag im Erbdrostenhof „Bluthochdruck – Vorsorgen und gesund bleiben“ Koordiniert vom Universitätsklinikum Münster (Prof. Dr. Hermann Pavenstädt, Prof. Dr. Dr. Eva Brand) informierten Ärzte und Wis - senschaftler umfassend über den Risikofaktor Bluthochdruck (Hypertonie). Namhafte Experten aus Münsters Kliniken, der Hochdruckliga, des KfH Nierenzentrums, der Hypertonie-Selbst - hilfegruppe, der Stadt Münster sowie niedergelassene Hyperten - siologen standen den Bürgerinnen und Bürgern dabei Rede und Antwort. 30. Mai: Weltnichtrauchertag im Erbdrostenhof Rauchen auf eigene Gefahr? Unter diesem Motto boten die internationalen Referenten der Ver- anstaltung aus Wissenschaft und medizinischer Praxis jenseits des erhobenen Zeigefingers Informationen von der Kulturgeschichte des Rauchens bis hin zu Methoden der Prävention, insbesondere für junge Menschen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Thomas Bauer, Referent für Forschung und Lehre am Universi - tätsklinikum Münster. Leitung: Prof. Dr. Ulrich Keil, ehemaliger Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Westfälischen Wilhelms- Universität. 8 Stadt des Westfälischen Friedens Eine der wichtigsten Aufgaben eines nachhaltig wirksamen Stadtmarketings ist es, die manchmal auch erst auf den zweiten Blick sichtbaren Stränge der Stadtgeschichte freizulegen und für ein gegenwärtiges und authentisches Stadtimage zu nutzen. Der Kongress „History sells“ , gemeinsam mit dem Bundesver - band City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd e. V.) ver - anstaltet, brachte erstmals Stadthistoriker und Vertreter des Stadtmarketings aus ganz Deutschland und den Niederlanden zusammen. Referenten und Teilnehmer diskutierten die Frage, warum Stadtgeschichte ein zentrales Thema im Stadtmarketing ist, welche Konflikte es bei der „Übersetzung“ der Geschichte gibt, wie sie trotzdem gelingen und wie die Kommunikation mit den Stadthistorikern dabei helfen kann. Dabei stand die zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie erzählt man seine Stadtgeschichte „richtig“ und wie kann man eine breite Öffentlichkeit dafür be - geistern? Die Ergebnisse werden publiziert; aus der Tagung ist ein Em- pfehlungspapier des Bundesverbandes City- und Stadtmarketing Deutschland für alle deutschen Stadtmarketingorganisationen entstanden. Jan Wilhelm Sieburgh (ehem. Direktor des Rijksmuseums Amsterdam) 9 Am 15. Mai 2015 – dem Tag des Friedensschlusses, der zur Selbstständigkeit der Niederlande führte – fand auf dem Prinzi- palmarkt ein Festakt zur Anbringung des Siegels statt, an dem alle Bürgerinnen und Bürger Münsters und Osnabrücks teil- nehmen konnten. Der Einladung zum Festakt sind zahlreiche Menschen gefolgt; prominente Rednerinnen und Redner, darunter die Kulturstaats - ministerin Prof. Monika Grütters, die Wissenschaftsministerin des Landes NRW Svenja Schulze, aber auch die Leibniz-Preis- trägerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, bescheinigten dem Siegel eine große Bedeutung für die Strahlkraft der Städte Münster und Osnabrück und ein immenses inhaltliches Poten- tial angesichts der wachsenden Probleme in unserer Welt. Münsters Bürgerinnen und Bürger legten durch ihre Teilnahme am Friedensmahl auf dem Prinzipalmarkt Zeugnis davon ab, für wie bedeutend und relevant sie diese Auszeichnung und die da - mit verbundene Verpflichtung der Stadt und ihrer Bürger halten. Das Friedensmahl wurde als Veranstaltungsform gewählt, weil das gemeinsame Mahlhalten in gelöster Stimmung in fast allen Epochen und Kulturen als symbolische Handlung eingesetzt wird, um Frieden, Bündnisse und Freundschaften zu stiften und zu erhalten (Prof. Gerd Althoff, Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der WWU Münster). Das Friedensmahl wurde vom Trägerkreis Münsteraner Friedensmahle, vom Integrationsrat und von der Stadt Münster/Münster Marketing gemeinsam aus - gerichtet und die Idee war, dass jeder als Gastgeber eigene Gäste einladen kann, um an Tischgruppen gemeinsam mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Bürgerinnen und Bürger haben dieses Angebot sehr gerne genutzt; alle Tische waren besetzt. Europäisches Kulturerbe-Siegel Am 15. April 2015 wurde das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS) in Brüssel an die Oberbürgermeister von Münster und Osnabrück, Markus Lewe und Wolfgang Griesert, verliehen. 03 STADT DES WESTFÄLISCHEN FRIEDENS Die umfangreiche Bewerbung um das Siegel ist vom Amt für Denkmalpflege und dem Wissenschaftsbüro bei Münster Marke - ting in Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen aus Osna - brück erstellt und vom Arbeitskreis „Dialoge zum Frieden“ in der Allianz für Wissenschaft begleitet worden. 10 STADT DES WESTFÄLISCHEN FRIEDENS 03 Veranstaltungen Mit Unterstützung der Allianz für Wissenschaft fand in der FH Münster die Podiumsdiskussion statt. Über das Zusammen- wirken von Außenpolitik, Wissenschaft, humanitären Organisa - tionen in einer Zeit, in der die Notwendigkeit effektiver huma - nitäre Hilfe mehr denn je vor Augen geführt wird, diskutierten im vollbesetzten Hörsaal Prof. Dr. Joachim Gardemann, Leiter des Kompetenzzentrums Humanitäre Hilfe der FH Münster, Christoph Strässer (MdB), Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, und Sid Johann Peruvemba, Vorstandsmitglied des Ver- bandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisa - tionen / stellvertretender Generalsekretär von Malteser Interna - tional Europa. Mit 60 ausgewählten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangs - stufen 10 bis 12 diskutierten Fachreferenten und Journalisten die Rolle der Medien bei der Darstellung von Krieg und gewalt- samen Konflikten. Dass die mediale Aufbereitung von Kriegs - ereignissen und Propaganda weit in die Geschichte Europas reicht, kam ebenso zur Sprache, wie das Vertrauen in die Medien- berichterstattung bei aktuellen Konflikten. 21. Januar: Podiumsdiskussion „Humanitäre Hilfe und Außenpolitik – Zusammenarbeit zwischen Prinzipien und Praxis?“ aus über 30 Religionsgemeinschaften den Empfang für Gespräche in der Bürgerhalle der Rathauses. Zum Gedenken an die Opfer der Terror - anschläge in Paris setzten die Oberbür - germeister Markus Lewe (Münster) und Wolfgang Griesert (Osnabrück) gemein - sam mit Vertretern der islamischen, jü - dischen und christlichen Gemeinden auf dem Domplatz ein starkes Signal für das friedliche Zusammenleben der Religionen. Im Anschluss an das Treffen der Reli- gionsgemeinschaften veröffentlichten die Oberbürgermeister eine gemeinsame Er- klärung: „Erklärung im Anschluss an einen Empfang von ca. 110 Vertreterinnen und Vertretern aus über 30 Religionsgemein- schaften in Münster und Osnabrück am 19. November 2015 durch die Oberbürgermeister Markus Lewe (Münster) und Wolf - gang Griesert (Osnabrück) im Rathaus zu Münster“. Das nächste Treffen findet im Rathaus von Osnabrück statt. 19. November: Treffen der Religionsgemeinschaften und Konfessionen Erstmals fand das Treffen der Religionsgemeinschaften und Kon- fessionen im Friedenssaal gemeinsam mit der Stadt Osnabrück statt und führte damit die gemeinsamen Aktionen anlässlich der Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels fort. Nach der traditionellen Lichterzeremonie zum Zeichen für Toleranz und Dialog nutzten die rund 110 Vertreterinnen und Vertreter 22. Oktober: Schülerakademie „Feind im Bild“ – Medienberichterstattung zwischen Krieg und Frieden 11 Starke Innenstadt Die Erweiterung der Innenstadt mit ihren attraktiven Geschäften und besten Lagen machen kleinen Quartieren wie dem Verspoel, dem Kuhviertel und dem Kiepenkerlviertel zu schaffen. Auch der Alte Fischmarkt bedarf der Unterstützung, wenn es um die An - bindung an die Innenstadt geht. Der Verlust weiterer inhabergeführter Geschäfte, zuletzt das Café Kleimann, vorher Café Grotemeyer, zeigt, dass der rasante Wan - del im Einzelhandel auch vor Münster keineswegs Halt macht. Die Arbeit am Erhalt der Stärke unserer Innenstadt gewinnt vor diesem Hintergrund eine neue Bedeutung. Den Verantwort- lichen in Stadt und Handel, aber auch den Eigentümern und in der Gastronomie, ist klar, dass die Arbeit für eine auch künftig attraktive Stadt mit interessanten Läden und höchster Aufent - haltsqualität für alle Bürger wie Besucher nur gemeinsam erfolg - reich sein kann und dass in der Arbeit ein stärkerer Fokus auf dem Quartiersmanagement liegen muss. Nach nunmehr fast 15 Jahren der gemeinsamen kontinuierlichen Arbeit am Profil der Innenstadt stellen Entwicklungen vor allem im Handel die Kooperation von Stadt und Innenstadtakteuren vor neue Heraus - forderungen: Der Online-Handel schwächt den stationären Einzelhandel in allen Städten. Hier gilt es, mit interessanten Geschäften in B-Lagen, der bestmöglichen Stadtatmosphäre und mit großen Anstrengungen in den Bereichen Service, Kunden- und Besucherfreundlichkeit dafür zu sorgen, dass Münster auch in Zu - kunft ein attraktiver Einzelhandelsstandort mit vielen Besuchern bleibt. Alter FischmarktKiepenkerlviertel 12 STARKE INNENSTADT 04 Planung Windthorststraße Die Windthorststraße stand in 2015 im Fokus eines gemein- samen Planungsprozesses der Stadt sowie der beiden Netzwerke ISG Bahnhofsviertel und Initiative starke Innenstadt (ISI). Ziel des Verfahrens war es, die unterschiedlichen Ansprüche von Fuß- gängern und Radfahrern, Handel und Dienstleistungen, Gastro - nomie, Bewohnern und Immobilieneigentümern in ein zukunfts- fähiges Konzept für den Straßenzug vom Bahnhof in die Stadt zu integrieren. Im März 2015 startete der Planungsprozess mit einer großen, öffentlichen Veranstaltung. Unter Begleitung des Planungs- amtes und Münster Marketing folgten zwei Workshops und eine begleitende Online-Beteiligung. Anlieger, Pendler, Nutzer, Ex - perten und Interessierte formulierten in diesem Rahmen ihre Vorstellungen von der zukünftigen Gestaltung und Nutzung der Windthorststraße. Darüber hinaus wurden konkrete Zielvorstel - lungen formuliert. Auf der Grundlage der Ergebnisse aus der öf - fentlichen Beteiligung haben vier Planungsbüros an konkreten Entwürfen für die Windthorststraße gearbeitet. Nach einer öffent- lichen Präsentation und anschließender Jurysitzung ist der Ent - wurf von dem Büro Lohaus.Carl aus Hannover ausgewählt worden. Aktuell wird die Machbarkeit der Realisierung überprüft. Aller Wahrscheinlichkeit nach findet noch in 2016 eine probeweise Um- möblierung im Teilabschnitt Windthorststraße von Hauptbahnhof bis Museum für Lackkunst statt. Kiepenkerlviertel und Kuhviertel Auch in den Quartieren Kiepenkerlviertel und Kuhviertel gibt es Aktivitäten zur Attraktivität der Lagen, die von der ISI und Münster Marketing gemeinsam mit den Fachämtern der Stadt motiviert und begleitet werden. Verfügungsfonds Mit dem Verfügungsfonds stellt das Land NRW den Kommunen ein flexibles Förderinstrument zur Verfügung, mit dem in privat- öffentlicher Partnerschaft Infrastrukturmaßnahmen in der In - nenstadt umgesetzt werden können. So hat der Beirat des Ver - fügungsfonds Mittel bereitgestellt, die als Ergebnis aus dem Windthorststraßen-Planungsprozesses zur Aufwertung des Har- sewinkelplatzes beitragen werden. Dabei geht es um die Um- setzung des Lichtkonzeptes auf den Fassaden der Graf von Mer - feldtschen Verwaltung und auf dem Platz, um die Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch Schaffung von Sitzgelegenheiten und um die Stärkung der Wegebeziehung zwischen Windthorst - straße und Ludgeristraße. Auch die durch den Verfügungsfonds ermöglichte Renovierung und Wiederinbetriebnahme der „Weltzeituhr mit Glocken- und Figurenspiel“ an der Rothenburg wird durch eine additive 50 % - Förderung des Verfügungsfonds möglich. Verspoel Am Verspoel hat sich eine bürgerschaftliche Initiative (ansässige Gewerbetreibende und Eigentümer) gegründet, die gemein - sam mit der Stadt Münster (Münster Marketing, dem Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung und der Wirt- schaftsförderung Münster) Maßnahmen zur Aufwertung und besseren Wahrnehmung der Straße aktiv angeht. Vor dem Hin - tergrund der gesamten Innenstadtentwicklung, hat die msd (Münsters school of design) das städtebauliche Entwicklungspo - tentiaI für den Verspoel thematisiert und drei kreative Modelle entwickelt, die Ideen zur möglichen Umsetzung bieten. Entwurf der Windthorststraße des Planungsbüros Lohaus.Carl aus Hannover 13 Veranstaltungen und Feste In einer Zeit, in der die Menschen zu sehr großen Teilen digital und online ihre Welt erleben und erfahren, wächst dem Stadtmarketing mehr als bisher die Aufgabe zu, die Stadt für die Bürgerinnen und Bürger und ihre Besucher und Gäste zu einem analogen Erlebnis zu machen. Dabei muss es gelingen, die Besonder- heiten und Stärken des Stadtraumes für die Menschen aufzuschließen und möglichst ohne große Barrieren zugänglich zu machen. Besonders solche Veranstaltungen und Feste sind dazu geeignet, die nicht nur rein konsumptiv agieren, sondern die zum Mittun und zur zwanglosen Begegnung einladen und solche, die die Stadt nicht nur zeigen wie sie ist, sondern auch wie sie sein könnte. 04 STARKE INNENSTADT 18. – 21. Juni: FLURSTÜCKE 015 Die Stadt einmal ganz anders anzuschauen – dazu lud in beson - derer Weise das Internationale Festival „FLURSTÜCKE 015“ ein, das vom Theater im Pumpenhaus, dem Theater Titanick, der Filmwerkstatt und der Kunsthalle Münster konzipiert und kura - tiert wurde. Ein Programm aus Schauspiel, Tanz, Performance, Paraden und Installationen zeigte ein neues, ungewohntes Bild unserer Stadt mit ihrer Schönheit, aber auch mit ihren Ecken und Kanten. Das Fest für die Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum und bei freiem Eintritt hat die Stadt temporär tatsächlich verändert. Wir bedanken uns bei der künstlerischen Leitung der Flurstücke für das sehr besondere Lob: „Manchmal sind Kategorien und Rubriken zu unscharf. So auch hier. Wir mussten eine neue Kategorie erfinden – für die monatelange Unterstützung, die wir von der Leitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtmarketing Münster während der Planungs- und Realisierungsphase von „ FLURSTÜCKE 015 “ erhalten haben. Förderer ist zu wenig. Ermöglicher ist richtig!“ 3. Mai: Hansemahl Zum zwölften Mal fand auf dem Prinzipalmarkt das Hansemahl statt – erneut in Kombination mit dem verkaufsoffenen Sonntag. Trotz Regenwetter hat sich die Rekordzahl von 9.700 Schnittchen von den Tabletts auf die Teller der Gäste bewegt. Die Bewirtung durch die Vertreterinnen und Vertreter des Handels ist ein wei- teres Markenzeichen dieser Veranstaltung, zu der inzwischen immer mehr Gäste aus ganz Deutschland und dem angrenzen - den Ausland gezielt anreisen. 14 STARKE INNENSTADT 04 Auch das neue Stadtfest, von vielen Münsteranerinnen und Münsteranern eingefordert und gewünscht, konnte durch seine Orientierung an den räumlichen Gegebenheiten der Stadt und mit seinen Beteiligungsmöglichkeiten für möglichst viele Men - schen gewinnen. Die Unterhaltungsinseln analog der Wegestruk - tur in der Innenstadt und das sehr facettenreiche Programm mit unterschiedlichen Ausprägungen an den verschiedenen Stand- orten machten den Charme des Festes aus, das zu Recht „Münster Mittendrin“ heißt und jährlich am 2. Juli-Wochenende stattfinden wird. Das große Konzert auf dem Domplatz, u.a. mit Cool and the Gang, gehörte dazu, genauso wie das Kinderprogramm oder die Programmbühnen mit Künstlern aus Münster und Umgebung. „Schauraum“ – traditionell und doch jedes Mal neu! Münster feierte seinen „Schauraum“ auch in 2015 im bewährten Rahmen, mit neuen attraktiven Inszenierungen wie dem Pick- nick auf der grünen Wiese am Alten Fischmarkt und Projekten wie dem Laserlicht, einer ideenreichen Lichtinstallation unter Müns - ters Schlossplatz im Rahmen des „UNESCO Jahr des Lichts“. Das Exzellenzcluster „Cells in Motion“ (CiM) der Universität gab in der Dominikanerkirche mit farbenprächtigen Bildern Einblicke in das eindrucksvolle Innere von Organismen. Erfolgreiche Kon - stanten der Veranstaltung bildeten u.a. die Nacht der Museen und Galerien mit gut 40 Ausstellungsorten, der Rote Platz im Rathausinnenhof, die Piazza am Erbdrostenhof und die Ausstel - lung „hbf“ im Bahnhofsquartier. 3. – 5. September: Schauraum – Das Fest der Museen und Galerien 10. – 12. Juli: Stadtfest „Münster Mittendrin“ Konzert von Johannes Oerding auf dem Domplatz 15 Die Kongressinitiative Münster – ein Projekt von Münster Marketing mit neun Förderern aus Stadt und Region – verantwortet die Werbung, die Akquisition und die Begleitung von Kongressen in unserer Stadt. Tagungen und Kongresse schärfen das Profil der Stadt, sie lenken den Fokus der Scientific Community auf die Wissen - schaftsstadt und bringen auch Internationalität nach Münster. Erfolgreich tagen seit 1648 Das Kongressbüro bei Münster Marketing, der Netzwerk- knoten der Kongressinitiative MS, betreute 2015 215 Tagungen mit 38.876 Teilnehmern 53 eintägige Tagungen mit 7.126 Teilnehmern 162 mehrtägige Tagungen mit 31.750 Teilnehmern Wir akquirieren Tagungen und Kongresse gezielt bei Ent - scheidern aus Wissenschaft und Wirtschaft in unserer Stadt: · Einmal im Jahr laden wir Professorinnen und Professoren der münsterschen Hochschulen ein, um ihnen mit jeweils anderen Schwerpunkten „ihre“ Kongressstadt vorzustellen und sie dazu zu motivieren, den Kongress ihrer jeweiligen Fachgesellschaft nach Münster zu holen. So hatten 45 Teil - nehmerinnen und Teilnehmer am 29. Mai die Gelegenheit, Münsters Hafenviertel als Kongressquartier kennen zu ler - nen und dort auch hinter die Kulissen zu schauen. Programm: MCC Halle Münsterland, Jovel, Ausstellungs - halle Am Hawerkamp, Wolfgang Borchert Theater, TRYP Kongresshotel, StadtLupe · Regelmäßig organisieren wir Fortbildungsveranstaltungen und zweimal jährlich einen Erfahrungsaustausch für die - jenigen, die an den Hochschulen für die Organisation von Tagungen, Meetings und Kongressen zuständig sind: · 26. März (37 TN) Programm: Solaaris, Zoo, Zoo-Restaurant, Haus Kump, HWK-Bildungszentrum, Parkhotel Hohenfeld · 29. Oktober (30 TN) Programm: Theatertreff, Führung Theater, Kulturbahn- hof Hiltrup, Vorstellung Münster RadGuide · 3. Dezember (15 TN) Fortbildungsveranstaltung „Erfolgreich tagen“ 60 bis 70 Prozent unseres gesamten Gästeaufkommens resul - tieren auf dem Geschäftstourismus. Für 2015 hat alleine das Kongressbüro durch die abgewickelten Kongresse und Tagungen einen Bruttoumsatz von 11.068.050 Euro zu verzeichnen. Die da - von profitierenden Wirtschaftszweige in der Stadt sind der Einzel- handel, das Gastgewerbe sowie Dienstleister (Museen, Taxi etc.). Kongresse kommen nicht von allein in unsere Stadt. Neben der intensiven Pflege der Netzwerkarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaft haben wir im Kongressbüro knapp 300 Aktivitäten im Sales-Bereich durchgeführt (gezielte Anrufe, persönliche Ter - mine, Anfragen bei – potentiellen – Kongressveranstaltern). So konnten 2015 94 Festbuchungen realisiert werden sowie 27 feste Zusagen für 2016. 16 ERFOLGREICH TAGEN SEIT 1648 05 Wichtige Kongresse in 2015 (Auswahl) 21. – 26.02.: European Winter Conference on Plasma Specochemistry 2015 (700 TN) 08. – 10.05.: Musikschulkongress 2015 (1.500 TN) 27. – 29.05.: ECIS (European Conference on Information Systems) (700 TN) 28.08. – 04.09.: ICCC 13 th / 12th EUCHIS (300 TN) 06. – 09.09.: Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik (600 TN) 09. – 12.09.: 5. Münsterscher Bildungskongress (1.200 TN) 16. – 19.09.: DGG Jahreskongress (Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie) (1.200 TN) 27. – 30.09.: 67. Jahrestagung der DGHM (Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie) (1.000 TN) Wiederkehrende Kongresse und Tagungen 2015 (Auswahl) · MUIMUN (Münster University International Model United Nations) das neunte Mal in Folge (250 TN) · Diabetes Kongress und Messe (gut 2.000 Fachbesucher) · Endoprothetik-Forum (400 TN) · Batterietag NRW (500 TN) Schaut man sich die Übersicht der wichtigsten ausgewählten Kongresse an, so wird deutlich, dass die einzelnen Kongresse sich in den meisten Fällen auf eine Standort-Qualifikation bezie - hen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die langjährige und kontinuierliche Arbeit an den Clustern der Wissenschaft in der Wissenschaftsallianz eine wichtige Voraussetzung für die Akqui - se von internationalen und nationalen Kongressen darstellt. Verbands- und Vereinsarbeit seit 2012 · German Convention Bureau (GCB): Der Verband vermarktet Deutschland international und national als Standort für Kon - gresse, Tagungen und Events. GCB ist der zentrale Ansprech - partner für alle Kunden, die in Deutschland Veranstaltungen planen. Durch diese Mitgliedschaft profitiert das Kongressbüro Münster Marketing von vielen Synergien und „Know-how“ des Verbandes, aber auch von diversen Marketingmaßnahmen, an denen sich das Kongressbüro Münster Marketing beteiligen kann. Der Kongress- und Tagungsguide Münster ist auf den Internetseiten des GCB präsent. · NRW Tourismus e. V.: Das Kongressbüro ist Mitglied im landes- weiten Kompetenz-Netzwerk „Business“. Dieses ist eines der fünf thematischen Netzwerke, die der NRW Tourismus e. V. zur Umsetzung des Masterplans Tourismus Nordrhein-Westfalen aufgestellt hat. Seit Juni 2012 wird Münster über einen Online- Kongressplaner NRW beworben. Neben dem Kongressbüro Münster Marketing sind auch die Angebote des Messe und Congress Centrum Halle Münsterland sowie weiterer Hotels enthalten. Kongress- und Tagungsguide Unser Kongress- und Tagungs- guide ist das bislang wohl um- fassendste virtuelle Arbeits- handbuch für alle, die einen Kongress oder eine Tagung in Münster planen möchten und ein weiterer Baustein in dem Bemühen der Kongress - initiative, den Tagungsstand - ort Münster zu stärken. Den Online-Tagungsguide gibt es als PDF-Dokument auf den Seiten des Kongressbüros von Münster Marketing. www.kongresse-muenster.de Finanziert wird der Tagungsguide über die Beiträge der Partner und dient auch als Werbemedium für den Kongressstandort. 2015 haben 25 neue Partner die Vorteile dieser Kooperation für sich entdeckt und sind Mitglied geworden. Neu aufgenommen wurde das Kapitel „Dienstleistungen“ mit Anbietern aus den Bereichen Technik, Sicherheit, Fotografie, Catering, Floristik und Equipment. Im Februar hat das erste Netzwerktreffen unserer Partner im LWL-Museum für Kunst und Kultur stattgefunden, das uns auch wichtige Hinweise und Rückmeldungen zu unserer Arbeit gibt. Unsere „grünen Seiten“: Nachhaltigkeit im Tourismus Wir arbeiten mit unseren Leistungspartnern ständig an der Weiterentwicklung unserer Angebote für „Green Meetings“ · der Weiterentwicklung unserer Internetseiten „Green Meetings“ · der Ergänzung unserer Tagungspartner (Hotels, Gastronomen, Tagungsorte) mit Ökoprofit-Label und Green Globe-Zertifizierung · an der Integration zusätzlicher umweltfreundlicher Mobilität und Rahmenprogramme · Organisation und Zertifizierung von klimafreundlichen Tagungen und Kongressen 17 Die touristische Infrastruktur und das Preisniveau können ganz offenbar keine weiteren Steigerungen der Übernachtungszahlen motivieren. Und ganz offenbar bevorzugen zahlreiche touris- tische Gäste vor allem aus den Niederlanden Beherbergungs - betriebe im Münsterland und – das ist nachweisbar – auf den Campingplätzen im Umland. Mit rund 20 % weniger Übernach - tungen aus dem Nachbarland Niederlande schlägt dieser Trend Münster bleibt bei seinen Übernachtungszahlen mit 1.357.881 auf hohem Niveau stabil. Attraktiv für Gäste Aus Kosten- und Effizienzgründen haben wir unsere Messeprä - senz auf das Nötigste beschränkt. Wo immer es möglich ist, teilen wir uns Kosten für Personal und Messestand mit geeigneten Part- nern. Die Messen, die wir besuchen, werden gezielt mit Blick auf ihre direkten Effekte auf das touristische Geschäft ausgewählt. Anteile am Umsatz Wer verdient am Tourismus? Übernachtungsgäste + Tagesbesucher (inkl. VFR) – insgesamt 990,8 Mio. € – Dienstleistungen 115,4 Mio. € Einzelhandel 561,4 Mio. € Gastgewerbe (Beherbergung u. Gastronomie) 314 Mio. € 56,7% 11,6% 31,7% (Quelle dwif Analyse 2011 S. 7) in Münster durchaus zu Buche. Ganz anders sieht die Bilanz im Tagestourismus aus, der sich allerdings jeder exakten Messbar - keit entzieht. Unser Seismograph in der Münster Information und in der Tourist Information am Friedenssaal im Rathaus mel - deten 2015 deutlich mehr telefonische Anfragen und mehr Tages- besucher aus den Niederlanden als bisher. ÜbernachtungenAnkünfte (it.nrw) Ankünfte und Übernachtungen Stadt Münster insgesamt 2010 2011 2012 2013 2014 2015 1.237.913 1.312.936 1.351.225 1.365.785 1.357.881 1.363.608 564.099 605.907 632.706 637.614 635.502 636.904 2 Mio. 1,5 Mio. 1 Mio. 500 Tsd. 0 Messen 13. – 18.01.: Vakantiebeurs in Utrecht (Gemeinschaftsstand der Euregio) 04. – 08.03.: ITB Berlin, Thema: Fahrradstadt Münster (in der NRW-Halle) 26. – 28.04.: Germany Travel Mart in Erfurt und Weimar Thema: Skulptur Projekte 2017 (Münster Marketing, Münsters Top Hotels, LWL-Museum für Kunst und Kultur ) 03. – 04.10.: Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt (Gemeinschaftsstand in Kooperation mit dem Münsterland e.V.) Promotionstouren und Workshops 27. / 28.06.: Westfälische Hansetage in Lemgo (Kooperationsstand mit Osnabrück) 14.10.: DZT Workshop in Brüssel (Belgien) Messen und Workshops 2015 18 In einem sehr aufwendigen Prozess, in den auch die touristischen Leistungsträger wie Hotels und Ferienwohnungen einbezogen waren, ist im Frühjahr 2015 die Installierung eines neuen Hotel- buchungssystems gelungen. Das Reservierungssystem TOMAS wird heute in zahlreichen Städten und Regionen sowie Landesmar- ketingorganisationen (u. a. Berlin, Hamburg, Thüringen, Schwarz- wald, …) eingesetzt und zählt zu den führenden Online-Reser - vierungssystemen im Destination-Marketing in Deutschland. TOMAS besitzt Schnittstellen zu mehr als 50 Channelmanagern (mit diesen Systemen können Hotels mit einer einzigen Eingabe mehrere Buchungsportale pflegen). Die Software bietet zudem auch Schnittstellen zu anderen Portalen wie beispielsweise BestFewo und liefert somit zusätzliche Vertriebskanäle für die Leistungsträger, ohne weitere Kosten zu verursachen. Mit dieser neuen Software sind auch alle teilnehmenden Betriebe aus Münster auf den Seiten von www.geheimoverdegrens.nl zu finden und somit auch auf einem holländischen Portal buchbar. Jeder Kunde kann außerdem die Internetseite problemlos auf sei- nem Smartphone aufrufen und auch via Smartphone und anderer Endgeräte wie Tablet touristische Leistungen buchen. Dass Holi - daycheck als großes, bekanntestes Bewertungsportal in TOMAS integriert ist, bedeutet, dass auch unsere touristischen Kunden von der Bewertung der Hotels durch andere Besucher direkt pro - fitieren. Das neue Reservierungssystem für Stadt und Region be - deutet im Wesentlichen mehr Service für den Kunden: Die Darstel- lung ist übersichtlicher und aktueller, große Fotos verbessern die Lesbarkeit und erhöhen die Attraktivität der Präsentation und ist mit vielen Informationen im Netz hinterlegt. Das Kongress- und Gruppenmodul bietet für die Hotels zudem eine sehr einfache und übersichtliche Möglichkeit, Zimmerkapazitäten zur Verfügung zu stellen. Wir sind daher jetzt auch in der Lage, jedem Kongressver- anstalter sehr schnell die gewünschten Zimmerkapazitäten auch für größere Kongresse anzuzeigen und direkt zu buchen. Ebenfalls einfacher wird die Buchung von Gruppenreisen, die das System mit einem jeweils auf die Bedürfnisse zugeschnittenen attraktiven Angebot auch mit mehreren Hotels in einer ansprechenden Dar - stellung zur Verfügung stellen kann. Dass wir das Buchungssystem mit dem Münsterland teilen, ist ein immenser Vorteil bei der Kooperation in unserer Destination Münsterland und ein wichtiger Schritt in Bezug auf die Vertie - fung der Zusammenarbeit. ATTRAKTIV FÜR GÄSTE 06 Messeauftritt Germany Travel Mart Erstmalig präsentierte sich die Stadt Münster auf der Germany Travel Mart (GTM) in Erfurt. Die Messe ist ein hochkarätig besetz- tes Forum, auf dem deutsche Anbieter mit den entscheidenden Einkäufern der internationalen Reisebranche zusammentreffen und der größte Incoming Workshop für das Reiseland Deutsch - land. Er wird von der Deutschen Zentrale für Tourismus initiiert. Zu den Partnern am Stand gehörten Münsters Top Hotels sowie das LWL-Museum für Kunst und Kultur. Die Themen waren die Skulptur Projekte 2017, Fahrradurlaub und Journalistenreisen. Resultat: 50 Kontakte Neues Hotelreservierungssystem Tourismusregion Münsterland Eine enge Zusammenarbeit sowohl im Sinne der Arbeitsteilung als auch der gegenseitigen Vermarktung pflegen wir mit dem Münsterland e. V.. Neben der gemeinsamen Teilnahme an der Internationalen Tourismus Börse in Berlin (ITB) und an anderen kleineren Messen und Veranstaltungen vermarkten wir gemein - sam den Emsradweg, die Friedensroute, den Europaradweg R1 und die Radroute „Historische Ortskerne“. Zu unserer Kooperation gehört auch der regelmäßige Austausch touristischer Leistungsträger aus der Region, z. B. der Gastrono- men, und die Vermarktung regionaler Produkte. Ein neues, ge- meinsames Buchungssystem vereinfacht die Zusammenarbeit im Sinne eines optimalen Services für den Gast erheblich. 19 06 ATTRAKTIV FÜR GÄSTE In intensiver Zusammenarbeit mit unseren touristischen Leis - tungsträgern, den Hotels, den Hotelverkäufern und Vertretern aus Gastronomie und Dienstleistungsgewerbe arbeiten wir ganzjährig zusammen in der Marktbeobachtung, entwickeln gemeinsame Angebote und organisieren Qualitätsanalysen. Auch das Produkt „Im Hotel ist die Tante die bessere Verwandte“, das in 2015 zum fünften Mal erfolgreich gestartet wurde, ist einer solchen Kooperation zu verdanken. Für die Münsterane - rinnen und Münsteraner ist schon längst angekommen, dass sie ihre Gäste in der Zeit um den 20. Dezem- ber bis Ende Januar zu vergünstigten Zimmerpreisen in den Münsteraner Hotels unterbringen können. Printprodukte – eine Auswahl Kurzurlaub 2016/2017 Stadtführer Münster feiert 2016 Skulpturenführer Hotelverzeichnis 2016 Adventsflyer 2015 Barrierefreier StadtplanKrimiführer Jährlich werden unsere Basisprodukte relauncht und aktualisiert. Tourismusmarketing machen wir gemeinsam 20 ATTRAKTIV FÜR GÄSTE 06 Service vor Ort Münster Information Eine gute Kommunikation der Stadt ist nicht nur dann vonnöten, wenn wir Menschen zu einer Besuchsentscheidung in Münster motivieren wollen, sondern ganz besonders auch dann, wenn sie bereits in der Stadt sind. Egal aus welchem Grund die Besucher kommen, sie sollten bestens adressiert, geführt und informiert werden. Ein wichtiger Baustein für diese Information und Betreu- Information im Historischen Rathaus Nicht zu unterschätzen für den umfassenden touristischen Service und die Besucherinformation sind die Dienstleistungen der Tourist Information im Historischen Rathaus, die auch an Wochenenden und Feiertagen geöffnet ist. Inzwischen werden am Counter in der Bürgerhalle fast 70 % touristische Frage- stellungen im umfassenden Sinne bearbeitet. Rund 90.000 Be - sucherinnen und Besucher haben 2015 allein den Friedenssaal im Historischen Rathaus besucht. Dazu kommen sicher noch rund 180.000 bis 200.000 Menschen, die sich am Counter in der Bürgerhalle zum Teil ausführlich beraten lassen und so ihren Münster-Aufenthalt vor Ort planen. Dazu werden Ausflugstipps, Radtouren-Vorschläge und Kartenmaterial, Veranstaltungskalen- der, Stadtpläne und Souvenirs vorgehalten. Der Vorverkauf für Stadtführungen und Stadtrundfahrten erfolgt ebenso vor Ort und wurde noch ausgebaut, wie es auch möglich ist, direkt Über - nachtungen zu buchen. Dass bei diesem großen Andrang von Besucherinnen und Besu - chern noch immer keine barrierefreie Erschließung der Örtlich - keit erfolgt ist, führt täglich zu Beschwerden und zum Teil auch zu problematischen und für die Menschen mit Handikap unwür - digen Situationen. Die Besuchszahlen im Friedenssaal sind seit Jahren eher rück - läufig. 2015 haben 10.000 Besucher weniger als noch im Vorjahr den Friedenssaal selbst besucht. Das führt zu Umsatzrück- gängen in der Information im Rathaus von rund 9 %. Die Grün - Prof. Kasper König, Kurator der Skulptur Projekte: „Die Kombination von Tourist Info und Bürgerinformation in Münster ist sehr gut, auch der Eingang vom Stadthaus wie auch von der Straße aus (vis-a-vis Kaufhaus) ist prak - tisch. Das Personal ist kompetent und freundlich, das Infor - mationsangebot außerordentlich umfangreich und praktisch übersichtlich präsentiert. Von Behindertentoiletten, allein - erziehenden Lesben bis Weidmannsheil ist alles dabei – das begeistert. Gratulation an die zuständige städtische Verwaltung!“ de dafür sind unterschiedlich. Zum einen hat die Stadt vor ei - nigen Jahren aus konservatorischen Gründen beschlossen, die Besuchszahlen im historischen Friedenssaal eher zu redu- zieren. Zum anderen verzeichnen laut Tourismusbarometer 2015 auch alle anderen Museen Besuchereinbrüche vor allem zum Jahresbeginn. Und schließlich attestieren uns Fachleute von außen immer wieder, dass die Aufbereitung des Themas „West - fälischer Friede“ vor allem in der Bürgerhalle als Hinleitung zum Friedenssaal durchaus noch Potenzial hat. Im Zuge der Um- setzung des Europäischen Kulturerbe-Siegels soll daran gear- beitet und die Visualisierung sowie möglichst niedrigschwellige Informationen über das geschichtliche Ereignis und den Umgang der Stadt mit dem Thema verbessert werden. ung der Gäste und der Bevölkerung vor Ort ist unser Service in der Münster Information. Hier informieren sich rund 300.000 Menschen jährlich über alle Angebote und Facetten der Stadt, aber auch über städtische Dienstleistungen und die Dinge des täglichen Lebens. Eine Million Schriften wurden 2015 an die Be - völkerung wie an die Gäste unserer Stadt ausgegeben. 21 Historic Highlights of Germany (HHoG) und Geheim over de Grens Mit unserem jährlichen Mitgliedsbeitrag bei den HHoG finan - zieren wir gemeinsam mit 13 anderen historischen, touristisch attraktiven Städten aus Deutschland eine professionell agierende Geschäftsstelle, die gezielt die ausländischen Märkte bearbeitet. Münster ist dadurch auf internationalen Messen, Workshops, Social Media-Kanälen und in Medien präsent. Über 5.000 Kontakte zu Pressestellen, Medien, Journalisten und Bloggern sind hier als potentielle Interessenten für unsere Inhalte identifiziert. Gemeinsam werden Studienreisen für Journalisten, Blogger und Reisefachleute organisiert. Ausgewählte Printpro- dukte wie z.B. die Adventswerbung werden für bestimmte Aus - landsmärkte gezielt aufbereitet übersetzt und zielgruppenge - recht gestaltet. Die Deutsche Tourismuszentrale unterstützt diesen Verbund zusätzlich und stellt uns Teile ihres weltweiten Vertriebs für unsere Städtewerbung zur Verfügung. Eine ebensolche Kooperation pflegen wir mit dem Projektbüro der Euregio „Geheim over de Grens“. Die Niederlande sind der wich- tigste Quellmarkt für ausländische Gäste in Münster. Doch das ist kein Selbstläufer, sondern bedarf einer konstanten Marktbear - beitung. Auch wenn es sich um das direkte Nachbarland handelt, funktionieren die Medienlandschaft und der Reisemarkt dort an - ders als bei uns. Deshalb läuft die Kommunikation in die Nieder - lande in großen Teilen ebenfalls über eine Kooperation mit dem Projektbüro der Euregio. Ziel des Projektbüros ist es, in der deutsch-niederländischen Grenzregion Vernetzungs- und Vermarktungsstrategien für den grenzüberschreitenden Tourismus weiter zu entwickeln und zu stärken – mit Strahlkraft in beide Richtungen. Auch hier hat die Zusammenarbeit viele Vorteile: Die Mitarbeiter kennen sich im Niederlandemarkt aus, haben gute Kontakte zu den Medien und wissen, wie der Markt dort funktioniert. Er ist sehr viel direkter und spontaner, Social-Networks haben dort eine noch stärkere Bedeu- tung für das Buchungsverhalten der Touristen und das touristische Geschäft spielt sich überwiegend im Internet ab. Das Budget, das in gemeinsame Kampagnen fließt, zahlt sich doppelt aus, da das Projektbüro als Teil der Euregio mit EU- Mitteln gefördert wird – hier liegt der Vorteil gegenüber einer klas- sischen Agentur. Die Zusammenarbeit mit dem Projektbüro geschieht zudem oft im Schulterschluss mit den Museen: 2014 besonders zur Eröffnung des LWL-Museums für Kunst und Kultur, 2015 zur Giacometti- Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, bei Presse- und Bloggerreisen, im Besonderen bei der Adventswerbung, den verkaufsoffenen Sonntagen und Shopping-Themen. Auslandsmarketing im Verbund Auch im Auslandsmarketing verfolgen wir die Strategie der konsequenten Netzwerkarbeit. Sie vergrößert unseren Verbreitungsradius erheblich und entlastet uns sowohl finanziell als auch personell. Unsere Ver - bundpartner sind darüber hinaus Natur gegeben bestens informiert über die Zielmärkte und haben sich eine eigene Expertise dafür aufgebaut. 22 Online Marketing Neben den immer noch nachgefragten Printprodukten informieren sich die Besucherinnen und Besucher immer stärker über Onlinewege. Die Internetseite www.tourismus.muenster.de ist die wichtigste Informationsquelle für Touristen, Tagungs- und Kongressplaner, Reiseveranstalter, aber auch für die Münsteranerinnen und Münsteraner. 705.000 Mal wurde die Seite von Januar bis De- zember 2015 aufgerufen. Über 2 Mio Seiten wurden angesehen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei gut 3 Minuten. Münster Marketing bietet verstärkt den Touristen, Tagungsgästen und Kongressplanern Informationsmaterial zum Download an. In 2015 wurden 115.000 Broschüren, Flyer etc. heruntergeladen. Neben 590.000 Besuchern aus Deutschland wurde die Seite von internationalen Besuchern aus 83 Ländern – darunter China, Tai - wan, Thailand, Neuseeland – aufgerufen. Da inzwischen mehr Nutzer mit dem Smartphone oder Tablet im Internet surfen, ha - ben wir 2015 damit begonnen, die Website und ihre Funktionen im Responsive Webdesign zu programmieren. Im Zuge der Neu - programmierung wird die Website als erste städtische Internet - präsenz im neuen CI erscheinen. Social Media Neben der reinen Information über Webportale sind im Touris - mus, wie in fast allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens, die Social Media-Plattformen in ihrer Bedeutung rasant gestiegen. Die Menschen legen Wert auf authentische Informationen und persönliche Eindrücke anderer Nutzerinnen und Nutzer; sie greifen auf Erfahrungen anderer zurück, wenn sie sich ein Urteil bilden wollen und sie glauben dabei immer weniger den offiziel - len Darstellungen von Institutionen. Mit dieser komplett verän - derten Kommunikationshaltung muss sich auch das städtische Marketing auseinandersetzen. Andererseits bietet diese Art der Kommunikation ganz beson - ders wirksame Möglichkeiten der Verbreitung von Eindrücken, Bildern und Informationen über unsere Stadt. Facebook, vor allem für die jüngeren Zielgruppen ein wichtiger Kanal, und auch Instagram, eine audiovisuelle Plattform zur Verbreitung von Videos und Fotos, unterstützt unsere Kommunikationsarbeit erheblich, bedarf aber dringend eines sehr viel stärkeren Enga - gements, was das Personal und den Mitteleinsatz bei Münster Marketing anbelangt. Online Veranstaltungskalender Der Veranstaltungskalender von Münster Marketing ist eine um - fangreiche, komfortable und viel genutzte Terminübersicht für Münster. Rund 1.500 Termine werden monatlich in den Kalender eingegeben, der die höchsten Zugriffszahlen auf unseren Seiten hat. Gemeinsam mit dem Presse- und Informationsamt wurde in 2015 der Kalender technisch überarbeitet, auf den neuesten Stand gebracht und eine gemeinsame Veranstaltungsdatenbank aufge - baut, aus der die Veranstaltungskalender von Münster Marke - ting und der Stadt Münster versorgt werden. Veranstalter haben jetzt auch die Möglichkeit, selbst Termine einzutragen, die nach einer redaktionellen Prüfung freigeschaltet werden. Die eingege - benen Daten werden auch anderen Nutzern zur Verfügung ge - stellt, zum Beispiel dem Verlag zur Erstellung des Monatsheftes „Münster Live“ oder den Stadtwerken für die Münster App. Blogger aus aller Welt in Münster Der grundlegende Wandel in der Kommunikation verändert auch den klassischen Reisejournalismus. Inzwischen sind weltweit Reiseblogger unterwegs, die in eigenen Blogs mit unterschied - lichen Themenschwerpunkten über touristische Destinationen authentisch berichten. 2015 waren 15 deutsche und internationa- le Blogger in Münster, die durch die Stadtexperten von Münster Marketing vor Ort betreut und geführt wurden. Hier eine Auswahl: Deutschland: · Deutschlandjäger, www.deutschlandjäger.de · Entdecker(g)reise Ü40, www.entdecker-greise.de · Wolfgangs Reiseblog, www.wolfgangs-reiseblog.de Niederlande: · Reisvlinder, http://reisvlinder.nl · Liefde Voor Reizen, www.liefdevoorreizen.nl Japan: · Tomako World Trip, http://tomako.tv USA: · Drop me anywhere, http://dropmeanywhere.com · Mature Solo Travel, http://maturesolotravel.blogspot.de Auch die Türmerin Martje Saljé berichtet aktiv auf Facebook und bloggt vom Turm der Lambertikirche: https://tuermerinvonmuenster.wordpress.com ONLINE MARKETING 08 Explore Muenster /muenstermarketing /exploremuenster 23 Chancen und Risiken Das Geschäftsjahr 2015 hat der Eigenbetrieb Münster Marketing mit einem leichten Gewinn abschließen können. Dies ist zu ei - nem Teil (ca. 50.000 Euro) durch erhöhte Umsatzerlöse gelun - gen, eine Position, die jährlich erkennbaren Schwankungen un - terliegt. Die Provisionserlöse für Zimmervermittlung konnten von 120.000 € auf 145.000 € leicht gesteigert werden. Zudem ist in den einzelnen Geschäftsbereichen die Ausgabendisziplin nochmals erhöht worden. Dennoch muss auch weiterhin auf den finanziell eingeschränk - ten Aktionsrahmen des Betriebs aufmerksam gemacht werden, dessen Aufgaben jährlich wachsen und der ohne eine relevante Kofinanzierung durch wichtige Partner seine Aufgaben nicht erle - digen könnte. Das Hauptproblem in der Finanzierung des städti - schen Eigenbetriebs Münster Marketing ist ein strukturelles: Der Zuschuss der Stadt Münster finanziert den Betrieb zu 76 %. Bei einem Budget von 3,41 Million € sind 2,46 Million € bereits durch Fixkosten gebunden. Dazu zählen zum einen die Personalkosten, die 58 % des gesamten Budgets binden. Zum anderen aber auch die Kosten, die im Zuge der Leistungsverrechnung mit 314.000 € zu Buche schlagen und die der Eigenbetrieb an städtische Ämter der Stadt zurückzahlen muss. Das verbleibende freie Budget, aus dem alle (!) Maßnahmen, also auch jedes einzelne Printprodukt wie der Stadtführer und Stadtpläne zu finanzieren sind, betrug 2015 932.597 Euro, 2013 noch 1.271.027 Euro, 2014 1.075.185 Euro und reduziert sich seit Jahren kontinuierlich. Ohne ein hohes Maß an Komplementärfinanzierung durch Partner – in 2015 In - itiative Starke Innenstadt, Kongressinitiative Münster, Stiftung Bürger für Münster, Sparkasse Münsterland Ost, Stifterverband der deutschen Wissenschaft etc. wäre schon jetzt die Erfüllung der im Managementkontrakt vereinbarten Aufgaben des Betriebs für die Stadt nicht mehr möglich. Rückläufige Sponsoren- und Fördergelder betreffen die ansonsten hocheffiziente Arbeit des Eigenbetriebs Münster Marketing direkt und wirken sich sofort aus. Diese Perspektive ist vor allem angesichts der wachsenden Auf - gaben des Betriebs problematisch: Der rasante digitale Wandel erfordert von der städtischen Kommunikation eine radikale Neu - ausrichtung. Digitale Anwendungen und Stadt-Apps, WLAN in der Innenstadt, komplett neue Kommunikationsstrukturen und digitale Kommunikations- und Orientierungswege ergänzen die geübten analogen Verfahren. Aber: Sie ersetzen sie (noch) nicht! Wir brauchen daher immer noch Printversionen unserer Publikationen und die Online-Kommunikation zusätzlich – und d.h. auch zusätzliche Finanzmittel! Auch die fantastische Per - spektive unserer Stadt, sich weiter als Stadt des Westfälischen Friedens, des Verhandelns und des interreligiösen Dialogs zu positionieren, ist nicht nur ein Geschenk, sondern gleicherma - ßen Aufgabe; Quartiersmanagementanfragen der Stadtteile und der Innenstadtquartiere, die durch den digitalen Handel unter Druck geraten und die nun auch auf städtische Unterstützung bei der Aufwertung des Stadtraums angewiesen sind, setzen den Betrieb hinsichtlich seiner Ressourcen in Personal und Finanzen zusätzlich unter Druck. Das städtische Marketing im Sinne einer ganzheitlichen Profilierungsaufgabe der Stadt, wie es in Münster verstanden wird, muss auf die Anforderungen der wachsenden und sich verändernden Stadt eine Antwort geben können. Und das kann es nur, wenn geeignete Arbeitsstrukturen und d.h. auch Ressourcen vorhanden sind. Umso wichtiger wird es sein, die in 2014 ausgehandelte und ver - abschiedete Zielvereinbarung (Managementkontrakt) verbind - lich für die nächsten fünf Jahre fortzuschreiben und dem Betrieb einen weitgehend gesicherten finanziellen Handlungsspielraum zu geben. 09 CHANCEN UND RISIKEN Ergebnis: Budgetstruktur Aufwand 2015 Personalkosten .................................... 1.980.613 € Leistungsverrechnungen / Mieten ............... 313.556 € Beiträge / Zuschüsse ................................. 51.616 € Sonstige Betriebskosten ............................ 87.747€ Steuern ................................................ 29.277 € freies Budget ....................................... 932.597 € Gesamt ....................................................... 3.395.406 € Ergebnis: Budgetstruktur Ertrag 2015 Umsatzerlöse ................................................ 761.623 € Zuschüsse Stadt Münster ...................... 2.592.490 € Sonstige betriebliche Erträge ...................... 50.596 € Zinsen und ähnliche Erträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.130 € Außerordentliche Erträge ............................ 1.808€ Gesamt ........................................................ 3.408.647 € Bei einem Budget von 3,41 Mio Euro sind 2,46 Mio. Euro bereits durch Fixkosten ge - bunden (Personalkosten, Leis - tungsverrechnungen, Mieten, Beiträge/Zuschüsse, sonstige Betriebskosten, Steuern). Mit dem verbleibenden Budget in Höhe von nur rd. 932.600 Euro wurden sämtliche Mar - ketingaktivitäten von Münster Marketing finanziert. Dieses Budget wird zu 87 % aus den erwirtschafteten Erträgen und nur zu 13 % aus dem städti - schen Zuschuss finanziert. 58 %1 % 3 % 2 % 9 % 27 % 76 % 2 % 22 % 24 Im 15. Jahr des Bestehens des städtischen Eigenbetriebs Münster Marketing ist zu erwarten, dass in verschiedenen Geschäftsfeldern der Einrichtung, aber auch insgesamt größere Veränderungen und Neu - strukturierung erfolgen werden: Die gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft entwickelte Science Score Card ermöglicht eine Bewertung und den Vergleich des Wissenschaftsstandortes Münster zu anderen Wissenschaftsstädten in Deutschland. In einer gemeinsamen öffentlichen Veranstaltung im Herbst des Jahres soll die Weichenstellung für die nächste Dekade der Allianz für Wissenschaft erfolgen. Schon jetzt ist beschlossen, dass sich der Themenschwerpunkt „Medizinische Prävention“ in Richtung auf besonders gesellschaftlich relevante Gesundheits - themen der aktuellen und zukünftigen Gesellschaft verschieben wird. Die Fokussierung im Arbeitskreis „Nanobioanalytik“ wird sich ebenfalls verändern und sich stärker um eine große Nähe zur medizinischen Grundlagenforschung bemühen. Die Digitalisierungsrevolution macht auch vor den Städten nicht halt. Eine Aufgabe für das Citymanagement wird die Koordina - tion und Einrichtung von freiem WLAN in der Innenstadt sein. Aber auch die Diskussion mit dem stationären Handel in der Stadt über die Herausforderungen des Onlinehandels, das Nach- denken über neue Handelsformate für die Innenstadt und die gemeinsame Investition in die Qualität der Innenstadt insgesamt und ihre Aufenthaltsqualität sind neue Anforderungen an das Citymanagement. Sie können nur im Schulterschluss mit den In - nenstadtakteuren – mit ISI und ISG – erfolgreich vorangetrieben werden. Schließlich arbeiten wir auch an digitalen Leitsystemen und Informationsangeboten für unsere Besucher mit dem erklärten Ziel, dieses Feld nicht der digitalen Wirtschaft allein zu überlas - sen. Die Frage danach, wie es uns gelingen kann, solche von den Menschen schon fast vorausgesetzten und erwarteten digitalen Angebote zu schaffen, ohne den gewerblichen Anbietern alle Stadt- und auch die Nutzerdaten zu überlassen, treibt uns schon jetzt um. Eine umfassende City App ist daher eine Aufgabe, der wir uns stellen müssen. Sehr stark entwickeln wird sich das Themenfeld „Westfälischer Frieden“ in der Ausprägung „Münster – Stadt des Dialogs“. Der Rat hat die thematische Zuspitzung des Themas, das im Ar - beitskreis „Dialoge zum Frieden“ seit 2006 behandelt wird, noch einmal unterstrichen und alle Aktivitäten in diesem Feld, seien es städtische oder zivilgesellschaftlich motivierte, in diese Klam - mer gezogen. Die Umsetzung des Europäischen Kulturerbe- Siegels in die städtische Kommunikation und die Unterstützung der zivilgesellschaftlichen Friedensarbeit hat zur Einrichtung eines Friedensbüros der Stadt geführt, das am Wissenschafts - büro bei Münster Marketing angesiedelt sein wird. Wir erhoffen uns davon eine noch effektivere Kooperation und viele Synergien mit bestehenden Aktivitäten und bereiten uns auf das internatio - nale Weltgebetstreffen 2017 und das Kulturerbejahr 2018 mit der großen Ausstellung des Clusters „Religion und Politik“ und aller münsterschen Museen vor (Arbeitstitel: Wege zum Frieden). 2016 ist touristisch betrachtet das Jahr vor den Skulptur Projek - ten. Unsere Vorbereitungen auch in Kooperation mit anderen Partnern, zum Beispiel Kassel (documenta), laufen auf Hoch- touren. Die Marketing Kooperation zwischen den Skulptur Pro - jekten, auch mit dem LWL und der Stadt, ist als feste Allianz be - reits ins Leben gerufen. Schon jetzt werden touristische Buchun - gen in Hotels vorgenommen und Packages verkauft. Sehr viel stärker als bislang wird sich das gesamte städtische Marketing auf die veränderten Kommunikationsbedingungen in der Gesellschaft einstellen müssen. Dafür gibt es keine Erfolgsre- zepte, sondern nur das Wissen, dass ständiges Experimentieren und Ausprobieren die Bedingung für ein gutes Gelingen dar- stellen. Auch die Fortsetzung von Gutes Morgen Münster im Rahmen des städtischen Zukunftsprozesses „Münster Zukünfte“ ist als ein Instrument zu verstehen, um die Kommunikation, das Ge - spräch mit der aktiven Bürgerschaft auf Augenhöhe zu führen. Wir werden neue Formen des Ins-Gespräch-Kommens auspro - bieren und den Interessierten in der Diskussion über die Zukunft der Stadt eine aktive und wichtige Rolle geben. Überdies werden wir gemeinsam mit dem Amt für Stadtentwick - lung, Stadtplanung, Verkehrsplanung und anderen Ressorts der Verwaltung den gesamten Zukunftsprozess begleiten und ope - rativ umsetzen – vor allem dort, wo es um unsere Kernaufgabe geht: die Kommunikation mit verschiedenen städtischen Öffent - lichkeiten. Wir begleiten auch die Aktivitäten des Beirats Münster Marketing, der die Szenarioanalyse im Zukunftsprozess verant - worten will. Ausblick 2016 AUSBLICK 2016 10 25 11 ORGANISATION, ORGANE, GREMIEN Organisation, Organe, Gremien DEZERNAT FÜR PLANUNG, BAU, WIRTSCHAFT UND MARKETING Stadtdirektor Hartwig Schultheiß INFO MÜNSTER MARKETING 29,82 Stellen 3,5 Mio. Umsatz (2,7 Mio. Stadt), davon ca. 900 T€ freies Budget Aufgabenbereiche: Kommunikation, Kooperation und Strategieentwicklung GESCHÄFTSFELDER Strategie & Markenmanagement, Projektsteuerung Öffentlichkeitsarbeit (int.) & Auslandsmarketing, Online-Marketing Wissenschaftsbüro City- und Veranstaltungsmanagement Touristik & Kongressmarketing/Stadtinformation MITGLIEDSCHAFTEN Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e. V. German Convention Bureau Gesellschaft für Bioanalytik Münster e. V. Gesellschaft zur Förderung der WWU zu Münster e. V. Historic Highlights of Germany e. V. Münsterland e. V. Städtebund „Die Hanse“ Tourismus NRW e. V. Netzwerke Innenstadt / ISI Das Münsterland – Die Gärten und Parks e. V. AUSGEWÄHLTE KOOPERATIONEN Allianz für Wissenschaft Münster DEHOGA Westfalen Deutscher Tourismusverband Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) Geheim over de Grens/Euregio Initiative Starke Innenstadt e.V. (ISI) Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahn - hofsviertel e. V. (ISG) Konferenz Tourismus beim Deutschen Städtetag KONGRESSINITIATIVE MS Runder Tisch der Hoteliers Runder Tisch der Innenstadtkaufleute Schaustellerverband Münsterland Weihnachtsmarktbetreiber ORGANE / GREMIEN OB / Verwaltungsvorstand Aufsicht und Steuerung Betriebsausschuss Münster Marketing Politische Steuerung und Aufsicht Mitglieder (Stand 31.12.2015): Heinrich Götting (FDP) Thomas Holz (SPD) Dr. Stephan Nonhoff (Bündnis 90/ Die Grünen/GAL) Carsten Peters (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) Karin Reismann (CDU) Rüdiger Sagel (DIE LINKE.) Angela Stähler (CDU) Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD), Vorsitzende Jan-Christoph Wolber (CDU) Beirat Münster Marketing Begleitung der Prozesse und Projekte Mitglieder (Stand 31.12.2015): Jörg Adler Dr. Hermann Arnhold Prof. Dr. Klaus Backhaus Klaus Ehling Hermann Eiling Christian Göcking Winfried Lange Markus Lewe Matthias Lückertz Prof. Dr. Ute von Lojewski Martin Mustroph Prof. Dr. Ursula Nelles Prof. Dr. Klaus Niederdrenk, Vorsitzender Prof. Dr. Ulrike Röttger Uwe Rotermund Markus Schabel Ludger Schnieder Karl-Friedrich Schulte-Uebbing Sabine Terhaar Tobias Viehoff Wendela-Beate Vilhjalmsson Wilhelm Weischer NETZWERKE & GESCHÄFTSBEREICHE WISSENSCHAFT Moderation: Münster Marketing (Wissenschaftsbüro) Partner: Die Brücke, CeNTech, Hochschulen, Max-Planck-Institut, Nano-Bioanalytik-Zentrum Münster, Studentenwerk, Technologieförderung, Universitätsklinikum Münster, Wirtschafts - förderung Münster, Wirtschaft u. a. WIRTSCHAFT Moderation: Wirtschaftsförderung Münster Partner: HWK, IHK Nord Westfalen, Mitglieder WIN, Münsterland e. V., Regionalausschuss Wirtschaft u. a. TOURISTIK / KONGRESSE Moderation: Münster Marketing Partner: DEHOGA Westfalen, Flughafen Münster Osnabrück (FMO), Hochschulen, Hotels, IHK Nord Westfalen, Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, Münsterland e. V., Stadtwerke Münster, Wirtschaftsförderung Münster, weitere Verbände und Organisationen u. a. KOMMUNIKATION Moderation: Münster Marketing Partner: Allwetterzoo Münster, DZT, Einzelhandel, FMO, Historical Highlights of Germany, Hoch - schulen, Hotels, ISI, Kulturein richtungen, Museen, Theater, Tourismus NRW e. V., Weihnachtsmarkt- betreiber, weitere Verbände und Organisationen u. a. VERANSTALTUNGEN Moderation: Münster Marketing Partner: Freie Träger / Organisatoren, Städtische Ämter / Einrichtungen insbesondere aus Kultur, Sport und Jugend; Hochschulen und Institute, Festveranstalter u. a. CITY / STADTTEILE Moderation: Münster Marketing und Partner Partner: Kaufleute, Immobilieneigentümer, IHK Nord Westfalen, Interessengemeinschaft der Marktbeschicker Münster Westf. e.V., Handelsverband, DEHOGA Westfalen, Initiative Starke Innenstadt (ISI), ISG Bahnhofsviertel e.V., Quartiersgemeinschaften, Stadtteilinitiativen, Städtische Ämter / Einrichtungen, Stadtwerke Münster, Wirtschaftsförderung Münster u. a. 26 BILANZ 12 Die vorstehende Bilanz zum 31.12.2015 und die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. – 31.12.2015 stellen einen Auszug aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2015 von Münster Marketing dar. Der vollständige Jahresabschluss zum 31.12.2015 und der Lagebe- richt für das Geschäftsjahr 2015 von Münster Marketing wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Concunia GmbH mit ei- nem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. INFO Bilanz zum 31.12.2015 MÜNSTER MARKETING GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015 1. Umsatzerlöse 761.622,99 € 2. Zuweisungen und Zuschüsse 2.592.490,00 € 3. Sonstige betriebliche Erträge 52.403,76 € 3.406.516,75 € 4. Materialaufwand 446.535,45 € 5. Personalaufwand 1.980.612,78 € 6. Abschreibungen 9.552,32 € 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 928.947,30 € 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.130,02 € 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 480,98 € 10. Ergebnis d. gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 42.517,94 € 11. Steuern von Einkommen und Ertrag 29.276,70 € 12. Jahresüberschüss 13.241,24 € 13. Einstellung in Rücklagen 13.241,24 € 14. Bilanzgewinn 0,00 € MÜNSTER MARKETING BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2015 A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.478,89 € II. Sachanlagen 27.551,82 € III. Finanzanlagen 269.253,90 € 303.284,61 € B. Umlaufvermögen I. Vorräte 66.835,64 € II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 269.019,07 € III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 635.664,36 € 971.519,07 € C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.451,47 € 1.283.255,15 € A. Eigenkapital I. Stammkapital 25.000,00 € II. Rücklagen 297.903,98 € 322.903,98 € B. Rückstellungen 761.013,88 € C. Verbindlichkeiten 198.162,79 € D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.174,50 € 1.283.255,15 € AKTIVSEITE PASSIVSEITE 27 Impressum: Herausgeber: Stadt Münster Münster Marketing Telefon: 0251 492-2701 Telefax: 0251 492-7954 marketing@stadt-muenster.de www.marketing.muenster.de Konzept und Gestaltung: B&S Werbeagentur GmbH & Co. KG www.werbeagentur.ms Fotonachweis: Bauke/Klämbt (1), Inken Böll (1), Ralf Emmerich (8), FH Münster (1), Frank Noon Photography (1), Brigitte Kappenberg (1), Hermann Köhler (2), LIVING CONCEPT (2), Lohaus.Carl (1), Roswitha Müller-Wienbergen (1), MünsterView (1), Presseamt Münster (Bernhard Fischer [1], Angelika Klauser [1], Britta Roski [1]), Rena Ronge (3), Ezequiel Scagnetti (1), Juliane Unkelbach (2), WebRock-Foto (1) Wir lieben und schonen unsere Umwelt: klimaneutral natureOffice.com | DE-260-510532 gedruckt
Anlage I.1 Bilanz MM 2015
2865 Zeichen
Bilanz zum 31. Dezember 2015
Münster Marketing, Münster
Anlage I.1
AKTIVA PASSIVA
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
€ € € € € €
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie II. Rücklagen 297.903,98 284.662,74
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.478,89 0,00 322.903,98 309.662,74
II. Sachanlagen B. Rückstellungen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden 18.740,62 21.732,13 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Grundstücken Verpflichtungen 335.260,00 437.896,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und 2. Steuerrückstellungen 128.203,50 117.321,08
Geschäftsausstattung 8.811,20 12.355,31 3. Sonstige Rückstellungen 297.550,38 258.239,82
27.551,82 34.087,44 761.013,88 813.456,90
III. Finanzanlagen C. Verbindlichkeiten
Wertpapiere des Anlagevermögens 269.253,90 355.579,00
303.284,61 389.666,44 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 78.306,43 68.843,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem
B. Umlaufvermögen Jahr € 78.306,43 (Vorjahr: € 68.843,33)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.670,00 0,00
I. Vorräte davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem
1. Betriebsstoffe 57.092,82 48.640,21 Jahr € 18.670,00 (Vorjahr: € 0,00)
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.742,82 6.915,15 3. Sonstige Verbindlichkeiten 101.186,36 87.267,74
66.835,64 55.555,36 davon aus Steuern € 78.342,84 (Vorjahr: € 70.254,63)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände € 8.426,63 (Vorjahr: € 6.545,44)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 191.478,13 174.391,00 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als Jahr € 101.186,36 (Vorjahr: € 87.267,74)
einem Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 0,00) 198.162,79 156.111,07
2. Forderungen gegen die Stadt Münster 65.306,98 87.067,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als D. Rechnungsabgrenzungsposten
1.174,50 1.174,50
einem Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.233,96 11.630,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
269.019,07 273.089,12
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 635.664,36
554.474,55
971.519,07 883.119,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.451,47 7.619,74
1.283.255,15 1.280.405,21 1.283.255,15 1.280.405,21
Anlage I.2 Gewinn- und Verlustrechnung 2015
1667 Zeichen
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Münster Marketing, Münster
Anlage I.2
2015 2014
€ € €
1. Umsatzerlöse 761.622,99 711.190,79
2. Zuweisungen und Zuschüsse 2.592.490,00 2.935.850,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 52.403,76 61.253,51
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- 39.570,42 42.512,44
stoffe und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 406.965,03 377.554,85
446.535,45 420.067,29
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.570.130,90 1.520.908,39
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung, 410.481,88 389.744,12
davon für Altersversorgung € 100.370,14 1.980.612,78 1.910.652,51
(Vorjahr € 96.177,88)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 9.552,32 7.995,43
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 928.947,30 1.421.174,59
8. Betriebsergebnis 40.868,90 - 51.595,52
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.130,02 8.239,34
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 480,98 535,48
11. Finanzergebnis 1.649,04 7.703,86
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 42.517,94 - 43.891,66
13. Außerordentliche Erträge 0,00 0,00
14. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
15. Außerordenliches Ergebnis 0,00 0,00
16. Steuern von Einkommen und Ertrag - 29.276,70 - 38.911,83
17. Sonstige Steuern 0,00 0,00
18. Jahresüberschuss (+)/Jahresfehlbeträge (-) 13.241,24 - 82.803,49
19. Einstellung (-)/Auflösung von Rücklagen (+) - 13.241,24 82.803,49
20. Bilanzgewinn 0,00 0,00
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (10)
- Windthorststraße
- Ludgeristraße
- Servatiiplatz
- Schlossplatz
- Am Hawerkamp
- Sprickmannstraße
- Prinzipalmarkt
- Domplatz 15
- Verspoel
- Rothenburg
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Details
- Aktenzeichen
- V/0452/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 23.05.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37