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2745/2019

Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" des BMAS

Beschlussvorlage Ausschuss 23.08.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 05.09.2019, TOP 3.1

Anlage 1 Kurzinfo_ Zutrittskampagne Assistenzhund Willkommen!

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Ansehen

Anlage 2 Doppelseite Zutrittskampagne Assistenzhund Willkommen!_

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Anlage 3 Auszug aus der Niederschrift, StadtAG Behindertenpolitik vom 11.07.19

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 1 Kurzinfo_ Zutrittskampagne Assistenzhund Willkommen!

2582 Zeichen

Pfotenpiloten
 
 
 
 
Zutrittskampagne 
​
Assistenzhund Willkommen!
 
 
Was:
 
 
Pfotenpiloten
​
 führt mit dem 
​
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
​
 (BMAS) eine 30-monatige
 
Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" durch.
 
 
Warum:
 
 
Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf barrierefreie Teilhabe. Gesetz und Fairness
 
verlangen das. 
​
Vor 10 Jahren hat die Bundesrepublik Deutschland die 
​
UN-Behindertenrechts-
 
konvention 
​
(UN-BRK) unterzeichnet, in der Menschen mit chronischen Beeinträchtigungen in
 
Art. 9 und 20 das Recht auf tierische Assistenz zugesichert wird. Neben dem Blindenführhund
 
gibt es Assistenzhunde für eine Vielzahl von Beeinträchtigungen. AssistenzhundhalterInnen
 
aber wird wegen ihrem Hilfsmittel Assistenzhund oft der Zutritt verweigert, denn es ist ihnen
 
i.d.R. nicht möglich, den Hund einfach zurückzulassen.
 
 
Wie:
 
1 - Zielgruppengerechte Anschreiben informieren Führungskräfte der Wirtschaft,
 
medizinisches Personal und Mitarbeiter von Transportunternehmen.
 
2 - Unsere Anerkennungsstelle baut bei Geschäftsführern und Verbänden Verständnis auf.
 
3- Auf 
​
Dogmap.info
​
 markieren Besucher Orte als “hundefreundlich”, “Assistenzhund
 
willkommen" oder “lehnt Assistenzhund ab”.
 
4 - Assistenzhund Willkommen!-Aufkleber verbreiten Aufklärung auf Eingangstüren.
 
5 - Unsere interaktive 
​
Ausstellung
​
 tourt bundesweit und klärt die Öffentlichkeit auf.
 
 
6 - Die 
​
Broschüre
​
 Assistenzhundteams
​
 wird kostenfrei bereitgestellt.
 
7 - In einem 
​
 kurzen Erklärfilm
​
 (bis 4.8.2019 unveröffentlicht, bitte nicht teilen) erzählt ein
 
Junge, warum seine Mutter einen Assistenzhund hat und warum Zutrittsrechte wichtig sind.
 
Wer:
 
Pfotenpiloten
​
 setzt sich dafür ein, dass es Menschen mit chronischer Beeinträchtigung einmal
 
leichter möglich ist, mit einem gut ausgebildeten Assistenzhund neu durchzustarten.
 
 
Wir bilden selbst keine Teams aus, sondern etablieren als unabhängige gemeinnützige
 
Organisation wichtige Grundlagen für Akzeptanz und Förderung.
 
 
Kern unserer Arbeit ist die Unabhängigkeit unserer Organisation. 
​
Pfotenpiloten
​
 und die in
 
Gründung befindliche 
​
Stiftung Assistenzhund
​
 als Vermittler zwischen den beteiligten Parteien.
 
Durch Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsmanagement und Förderung etablieren wir nachhaltige
 
Strukturen in dem bislang unregulierten Sektor.
 
 
Start: 
​
 
​
4. August 2019, 
​
Internationaler Tag des Assistenzhundes
​
.
 
 
Roswitha Warda, Direktkontakt über  0171-8338028 und allianz
​
@pfotenpiloten.org
 
 
Version Juni 2019

Anlage 2 Doppelseite Zutrittskampagne Assistenzhund Willkommen!_

5516 Zeichen

Pfotenpiloten
 
 
 
 
Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!"
 
 
Zur Verwirklichung des Nationalen Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention und
 
gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) führt Pfotenpiloten eine
 
30-monatige Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" durch. Die Kampagne soll zum
 
4. August 2019, zum Auftakt der Internationaler Assistenzhundwoche, anlaufen.
 
Worum es geht
 
Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf barrierefreie Teilhabe. Gesetz und Fairness
 
verlangen das. AssistenzhundhalterInnen aber wird wegen ihrem Hilfsmittel Hund oft der
 
Zutritt verweigert, denn es ist ihnen nicht möglich, den Hund einfach zurückzulassen. Die hier
 
beschriebene und im Nationalen Aktionsplan angelegte Zutrittskampagne hat zum Ziel,
 
Assistenzhundgespannen Zutrittsrechte und Teilhabe zu ermöglichen.
 
 
Die Kampagne “Assistenzhund Willkommen!” informiert die Öffentlichkeit darüber, 
​
dass
 
Assistenzhunde als “tierische Assistenz” bzw. medizinische “Hilfsmittel” wichtig für die soziale
 
Teilhabe ihrer Halter sind. Sie stellt klar, dass sie als speziell qualifizierte Assistenz klar von
 
einfachen Haustieren abzugrenzen sind.
 
Durch einen kurzen Film mit Kerninformationen zum Thema, gefolgt von "Assistenzhund
 
Willkommen!"-Botschaften von Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft stoßen wir eine
 
30-monatige Öffentlichkeitskampagne an, die Solidarität in der Bevölkerung fördert.
 
 
Aufklärende Broschüren und “Assistenzhund Willkommen!”-Aufkleber an öffentlichen
 
Eingängen und Orten wie z.B. Spielplätzen werben für Zutrittsrechte für
 
AssistenzhundhalterInnen mit ihren Assistenzhunden. Über 30 Monate bauen Ehrenamtliche
 
mit und ohne Behinderung an sorgfältig geplanten Aktionstagen durch direkte Gespräche mit
 
Geschäftsführern und Personal Verständnis auf. Unterstützt werden sie dabei von
 
Infobroschüren und Präsenz einer von 
​
Aktion Mensch
​
 finanzierten mobilen Ausstellung.
 
 
 
Bis Ende der Kampagne sollen so 50.000 öffentliche Orte aufgeklärt, in der Karte markiert und
 
wo möglich mit Aufklebern gekennzeichnet werden.
 
Auf einer interaktiven Karte (Website und App) werden Zugangsrechte für
 
Assistenzhundteams (sowie idealerweise Rollstuhlzugang) dokumentiert. Sie erlaubt es,
 
Fortschritte sowie zu lösende Probleme effektiv darzustellen.
 
Kampagnenelemente
 
-
Ein kurzer Erklärfilm vermittelt die Kerninformationen zum Thema. Ein kleiner Junge
 
erzählt, warum seine Mutter einen Assistenzhund hat und Zutrittsrechte wichtig sind.
 
-
Zielgruppengerechte Einführungsschreiben für Führungskräfte der Wirtschaft,
 
medizinischem Personal und Mitarbeiter von Transportunternehmen vermitteln kurz
 
 
Roswitha Warda    -    069-1532016-0    -    aktion
​
@pfotenpiloten.org
 
 
Version Mai 2019

Pfotenpiloten
 
 
 
 
und übersichtlich Kerninformationen zum Thema Zutrittsrechte von
 
Assistenzhundteams.
 
 
-
Ein internes Team informiert Geschäftsleitungen und Verbände und bewirkt Zusagen
 
bzgl. Zutrittsrechten.
 
-
Eine interaktive online Karte erlaubt es, Orte mit “hundefreundlich”, “Assistenzhund
 
Willkommen" oder “lehnt Assistenzhund ab” zu markieren. Durch diese Markierungen
 
können Kampagnenresultate gemessen werden. Einträge erfolgen durch Botschafter
 
bei Aktionstagen, unser Team und die Öffentlichkeit.
 
-
“Assistenzhund Willkommen!”-Aufkleber werden sichtbare Spuren hinterlassen, die
 
eine Bewusstseinsveränderung in der Öffentlichkeit unterstützen.
 
 
-
Die durch Aktion Mensch geförderte 
​
Ausstellung “Leben mit Assistenzhund”
​
, die
 
bundesweit zeitgleich mit publikumsstarken Veranstaltungen zu sehen sein wird,
 
begleitet die Kampagne und hilft bei der Aufklärung der Öffentlichkeit. Sie dient
 
außerdem als Plattform für Aktionstage und Schulpräsentationen zur
 
Zutrittskampagne.
 
-
Die Broschüre “Assistenzhundteams” erzeugt Verständnis in der Öffentlichkeit und
 
wird auch an öffentlichen Orten zur Verfügung gestellt.
 
Weitere Aktivitäten der Pfotenpiloten für bessere Zutrittsrechte
 
●
Mitarbeit EU CEN-Standardisierungsgruppe bzgl. Norm Assistenzhundteam
 
●
Engagement beim internen Gesetzesdiskurs der Ministerien zu einem bundesweiten
 
Gesetz für Assistenzhundteams
 
Link zu umfassender Gesetzessammlung
 
●
Teilnahme an den Verbändekonsultationen zur
​
 UN-BRK
​
 des
​
 Instituts für Menschenrechte
 
und bei 
​
Forum Heimtier
​
 (Bundestagslobby)
 
●
Partnerschaft mit 
​
Wilhelm-Löhe Hochschule
​
 Fürth und 
​
Max-Planck-Institut
​
 in Jena.
 
Bibliografie von wissenschaftlicher Literatur zum Thema
 
 
Wer wir sind
 
Pfotenpiloten setzt sich dafür ein, dass es Menschen mit chronischer Beeinträchtigung einmal
 
leichter möglich ist, mit einem gut ausgebildeten Assistenzhund neu durchzustarten. Neben
 
dem Blindenführhund gibt es Assistenzhunde für eine Vielzahl von Beeinträchtigungen.
 
Wir bilden selbst keine Teams aus: Stattdessen etablieren wir als unabhängige gemeinnützige
 
Organisation dringend benötigte Strukturen für Akzeptanz und Förderung.
 
 
Kern unserer Arbeit ist die Unabhängigkeit unserer Organisation. Als gemeinnützige und
 
unabhängige Instanz wirken Pfotenpiloten und die in Gründung befindliche Stiftung
 
Assistenzhund als Vermittler zwischen den beteiligten Parteien. So etablieren wir durch
 
Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsmanagement und Förderung nachhaltige Strukturen in dem
 
bislang unregulierten Sektor.
 
 
 
Roswitha Warda    -    069-1532016-0    -    aktion
​
@pfotenpiloten.org
 
 
Version Mai 2019

Anlage 3 Auszug aus der Niederschrift, StadtAG Behindertenpolitik vom 11.07.19

1562 Zeichen

Geschäftsführung  
Stadtarbeitsgemeinschaft 
Behindertenpolitik 
Frau Thiemann 
Telefon:  (0221) 221-22822  
Fax       :  (0221) 221-6627497 
E-Mail:  angelaedith.thiemann@stadt-koeln.de  
Datum: 06.08.2019 
Auszug 
aus der Nieder schrift der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft 
Behindertenpolitik  vom 11.07.2019  
öffentlich 
2.3 Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" des BMAS 
 
Herr Intveen begründet den Antrag und weist darauf hin, dass unberechtigterweise 
immer wieder den Assistenzhunden von Menschen mit Behinderung der Zugang zu 
öffentlich zugänglichen Gebäuden verwehrt wird. 
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat daher die Kampagne 
"Assistenzhund Willkommen!" gestartet. 
Die Vertreterinnen und Vertreterinnen der Behindertenorganisationen möchten, 
dass sich die Stadt Köln als erste Kommune dieser Kampagne anschließt. 
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschließt: 
 
 
Beschluss: 
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschließt dem Ausschuss Soziales 
und Senioren zu empfehlen, wie folgt zu beschließen: 
„Der Ausschuss Soziales und Senioren schließt sich der Empfehlung der Stadtar-
beitsgemeinschaft Behindertenpolitik an und bittet den Rat wie folgt zu beschließen: 
Die Stadt Köln schließt sich der Aufklärungs- und Zutrittskampagne "Assistenzhund 
Willkommen!" des BMAS an. Sie stellt sicher, dass Assistenzhunde, die ihre Men-
schen mit Behinderung begleiten, in alle öffentlich zugänglichen, städtischen Gebäu-
de Zutritt erhalten.“ 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig beschlossen

Beschlussvorlage Ausschuss

3118 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/161/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2745/2019 
Freigabedatum 
23.08.2019  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" des BMAS 
hier: Beschlussempfehlung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik aus der Sitzung 
am 11.07.2019 
Beschlussorgan 
Ausschuss Soziales und Senioren 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss Soziales und Senioren schließt sich der Beschlussempfehlung der Stadtar-
beitsgemeinschaft Behindertenpolitik vom 11.07.2019 an und bittet den Rat, wie folgt zu be-
schließen: 
Die Stadt Köln schließt sich der Aufklärungs- und Zutrittskampagne "Assistenzhund 
Willkommen!" des BMAS an. Sie stellt sicher, dass Assistenzhunde, die ihre Men-
schen mit Behinderung begleiten, in alle öffentlich zugänglichen, städtischen Gebäude 
Zutritt erhalten. 
 
 
Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Teilhabe. In der UN Behinderten-Rechts-
Konvention steht in den Artikeln 9 und 20, dass Menschen mit Beeinträchtigungen auch ein 
Recht auf tierische Assistenz haben. 
„Assistenzhund“ ist der Oberbegriff für einen ausgebildeten Hund, der einen Menschen mit 
einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung begleitet und ihm mehr gesellschaftli-
che Teilhabe ermöglicht. Assistenzhunde erhalten sowohl einen Ausweis als auch eine 
Kennweste. Anhand der offiziellen Weste wird deutlich, dass sich der Hund im Dienst befin-
det. Allerdings gibt es bis dato weder bundesweite Vorgaben, noch einheitliche Standards für 
die Ausweise und die Kennwesten. 
In der Praxis wird Assistenzhunden oft der Zutritt verweigert. Damit wird den Menschen mit 
Beeinträchtigung die Teilhabe verwehrt. Das verstößt gegen die UN-Behinderten-Rechts-
Konvention. Die Kampagne „Assistenzhund Willkommen“ möchte dies ändern. 
Bisher sind private Einrichtungen der Kampagne beigetreten. Die Menschen mit Behinderung 
in Köln so auch die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik finden dieses Thema wichtig 
und möchten, dass die Stadt Köln der Kampagne beitritt. Damit wäre sie die erste Kommune 
und hätte eine Vorbildfunktion für andere Kommunen. 
Daher hat die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik in ihrer Sitzung am 11.07.2019 
eine Beschlussempfehlung beschlossen. Diese ist an den für sie zuständigen Ausschuss 
Soziales und Senioren gerichtet. Sie bittet den Ausschuss Soziales und Senioren, sich der 
Beschlussempfehlung anzuschließen. Der Ausschuss Soziales und Senioren soll dem Rat 
empfehlen, dass er beschließt: Die Stadt Köln schließt sich der Zutrittskampagne „Assistenz-
hund Willkommen“ an. 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
Die Kampagne „Assistenzhund Willkommen!“ startet am 4. August 2019, dem Internationaler 
Tag des Assistenzhundes. Die Organisator*innen haben die Stadt Köln gebeten, als erste 
Kommune im Bundesgebiet der Kampagne beizutreten. Daher ist eine zeitnahe Beschluss-
fassung erforderlich, damit dies zeitnah zum Start der Kampagne erfolgen kann. 
 
 
Anlagen

Beratungsverlauf (1)

05.09.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 3.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2745/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
23.08.2019
Erstellt
12.08.2019 10:29