2745/2019
Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" des BMAS
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Anlage 1 Kurzinfo_ Zutrittskampagne Assistenzhund Willkommen!
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Pfotenpiloten Zutrittskampagne Assistenzhund Willkommen! Was: Pfotenpiloten führt mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine 30-monatige Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" durch. Warum: Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf barrierefreie Teilhabe. Gesetz und Fairness verlangen das. Vor 10 Jahren hat die Bundesrepublik Deutschland die UN-Behindertenrechts- konvention (UN-BRK) unterzeichnet, in der Menschen mit chronischen Beeinträchtigungen in Art. 9 und 20 das Recht auf tierische Assistenz zugesichert wird. Neben dem Blindenführhund gibt es Assistenzhunde für eine Vielzahl von Beeinträchtigungen. AssistenzhundhalterInnen aber wird wegen ihrem Hilfsmittel Assistenzhund oft der Zutritt verweigert, denn es ist ihnen i.d.R. nicht möglich, den Hund einfach zurückzulassen. Wie: 1 - Zielgruppengerechte Anschreiben informieren Führungskräfte der Wirtschaft, medizinisches Personal und Mitarbeiter von Transportunternehmen. 2 - Unsere Anerkennungsstelle baut bei Geschäftsführern und Verbänden Verständnis auf. 3- Auf Dogmap.info markieren Besucher Orte als “hundefreundlich”, “Assistenzhund willkommen" oder “lehnt Assistenzhund ab”. 4 - Assistenzhund Willkommen!-Aufkleber verbreiten Aufklärung auf Eingangstüren. 5 - Unsere interaktive Ausstellung tourt bundesweit und klärt die Öffentlichkeit auf. 6 - Die Broschüre Assistenzhundteams wird kostenfrei bereitgestellt. 7 - In einem kurzen Erklärfilm (bis 4.8.2019 unveröffentlicht, bitte nicht teilen) erzählt ein Junge, warum seine Mutter einen Assistenzhund hat und warum Zutrittsrechte wichtig sind. Wer: Pfotenpiloten setzt sich dafür ein, dass es Menschen mit chronischer Beeinträchtigung einmal leichter möglich ist, mit einem gut ausgebildeten Assistenzhund neu durchzustarten. Wir bilden selbst keine Teams aus, sondern etablieren als unabhängige gemeinnützige Organisation wichtige Grundlagen für Akzeptanz und Förderung. Kern unserer Arbeit ist die Unabhängigkeit unserer Organisation. Pfotenpiloten und die in Gründung befindliche Stiftung Assistenzhund als Vermittler zwischen den beteiligten Parteien. Durch Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsmanagement und Förderung etablieren wir nachhaltige Strukturen in dem bislang unregulierten Sektor. Start: 4. August 2019, Internationaler Tag des Assistenzhundes . Roswitha Warda, Direktkontakt über 0171-8338028 und allianz @pfotenpiloten.org Version Juni 2019
Anlage 2 Doppelseite Zutrittskampagne Assistenzhund Willkommen!_
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Pfotenpiloten Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" Zur Verwirklichung des Nationalen Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention und gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) führt Pfotenpiloten eine 30-monatige Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" durch. Die Kampagne soll zum 4. August 2019, zum Auftakt der Internationaler Assistenzhundwoche, anlaufen. Worum es geht Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf barrierefreie Teilhabe. Gesetz und Fairness verlangen das. AssistenzhundhalterInnen aber wird wegen ihrem Hilfsmittel Hund oft der Zutritt verweigert, denn es ist ihnen nicht möglich, den Hund einfach zurückzulassen. Die hier beschriebene und im Nationalen Aktionsplan angelegte Zutrittskampagne hat zum Ziel, Assistenzhundgespannen Zutrittsrechte und Teilhabe zu ermöglichen. Die Kampagne “Assistenzhund Willkommen!” informiert die Öffentlichkeit darüber, dass Assistenzhunde als “tierische Assistenz” bzw. medizinische “Hilfsmittel” wichtig für die soziale Teilhabe ihrer Halter sind. Sie stellt klar, dass sie als speziell qualifizierte Assistenz klar von einfachen Haustieren abzugrenzen sind. Durch einen kurzen Film mit Kerninformationen zum Thema, gefolgt von "Assistenzhund Willkommen!"-Botschaften von Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft stoßen wir eine 30-monatige Öffentlichkeitskampagne an, die Solidarität in der Bevölkerung fördert. Aufklärende Broschüren und “Assistenzhund Willkommen!”-Aufkleber an öffentlichen Eingängen und Orten wie z.B. Spielplätzen werben für Zutrittsrechte für AssistenzhundhalterInnen mit ihren Assistenzhunden. Über 30 Monate bauen Ehrenamtliche mit und ohne Behinderung an sorgfältig geplanten Aktionstagen durch direkte Gespräche mit Geschäftsführern und Personal Verständnis auf. Unterstützt werden sie dabei von Infobroschüren und Präsenz einer von Aktion Mensch finanzierten mobilen Ausstellung. Bis Ende der Kampagne sollen so 50.000 öffentliche Orte aufgeklärt, in der Karte markiert und wo möglich mit Aufklebern gekennzeichnet werden. Auf einer interaktiven Karte (Website und App) werden Zugangsrechte für Assistenzhundteams (sowie idealerweise Rollstuhlzugang) dokumentiert. Sie erlaubt es, Fortschritte sowie zu lösende Probleme effektiv darzustellen. Kampagnenelemente - Ein kurzer Erklärfilm vermittelt die Kerninformationen zum Thema. Ein kleiner Junge erzählt, warum seine Mutter einen Assistenzhund hat und Zutrittsrechte wichtig sind. - Zielgruppengerechte Einführungsschreiben für Führungskräfte der Wirtschaft, medizinischem Personal und Mitarbeiter von Transportunternehmen vermitteln kurz Roswitha Warda - 069-1532016-0 - aktion @pfotenpiloten.org Version Mai 2019 Pfotenpiloten und übersichtlich Kerninformationen zum Thema Zutrittsrechte von Assistenzhundteams. - Ein internes Team informiert Geschäftsleitungen und Verbände und bewirkt Zusagen bzgl. Zutrittsrechten. - Eine interaktive online Karte erlaubt es, Orte mit “hundefreundlich”, “Assistenzhund Willkommen" oder “lehnt Assistenzhund ab” zu markieren. Durch diese Markierungen können Kampagnenresultate gemessen werden. Einträge erfolgen durch Botschafter bei Aktionstagen, unser Team und die Öffentlichkeit. - “Assistenzhund Willkommen!”-Aufkleber werden sichtbare Spuren hinterlassen, die eine Bewusstseinsveränderung in der Öffentlichkeit unterstützen. - Die durch Aktion Mensch geförderte Ausstellung “Leben mit Assistenzhund” , die bundesweit zeitgleich mit publikumsstarken Veranstaltungen zu sehen sein wird, begleitet die Kampagne und hilft bei der Aufklärung der Öffentlichkeit. Sie dient außerdem als Plattform für Aktionstage und Schulpräsentationen zur Zutrittskampagne. - Die Broschüre “Assistenzhundteams” erzeugt Verständnis in der Öffentlichkeit und wird auch an öffentlichen Orten zur Verfügung gestellt. Weitere Aktivitäten der Pfotenpiloten für bessere Zutrittsrechte ● Mitarbeit EU CEN-Standardisierungsgruppe bzgl. Norm Assistenzhundteam ● Engagement beim internen Gesetzesdiskurs der Ministerien zu einem bundesweiten Gesetz für Assistenzhundteams Link zu umfassender Gesetzessammlung ● Teilnahme an den Verbändekonsultationen zur UN-BRK des Instituts für Menschenrechte und bei Forum Heimtier (Bundestagslobby) ● Partnerschaft mit Wilhelm-Löhe Hochschule Fürth und Max-Planck-Institut in Jena. Bibliografie von wissenschaftlicher Literatur zum Thema Wer wir sind Pfotenpiloten setzt sich dafür ein, dass es Menschen mit chronischer Beeinträchtigung einmal leichter möglich ist, mit einem gut ausgebildeten Assistenzhund neu durchzustarten. Neben dem Blindenführhund gibt es Assistenzhunde für eine Vielzahl von Beeinträchtigungen. Wir bilden selbst keine Teams aus: Stattdessen etablieren wir als unabhängige gemeinnützige Organisation dringend benötigte Strukturen für Akzeptanz und Förderung. Kern unserer Arbeit ist die Unabhängigkeit unserer Organisation. Als gemeinnützige und unabhängige Instanz wirken Pfotenpiloten und die in Gründung befindliche Stiftung Assistenzhund als Vermittler zwischen den beteiligten Parteien. So etablieren wir durch Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsmanagement und Förderung nachhaltige Strukturen in dem bislang unregulierten Sektor. Roswitha Warda - 069-1532016-0 - aktion @pfotenpiloten.org Version Mai 2019
Anlage 3 Auszug aus der Niederschrift, StadtAG Behindertenpolitik vom 11.07.19
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Geschäftsführung Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Frau Thiemann Telefon: (0221) 221-22822 Fax : (0221) 221-6627497 E-Mail: angelaedith.thiemann@stadt-koeln.de Datum: 06.08.2019 Auszug aus der Nieder schrift der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik vom 11.07.2019 öffentlich 2.3 Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" des BMAS Herr Intveen begründet den Antrag und weist darauf hin, dass unberechtigterweise immer wieder den Assistenzhunden von Menschen mit Behinderung der Zugang zu öffentlich zugänglichen Gebäuden verwehrt wird. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat daher die Kampagne "Assistenzhund Willkommen!" gestartet. Die Vertreterinnen und Vertreterinnen der Behindertenorganisationen möchten, dass sich die Stadt Köln als erste Kommune dieser Kampagne anschließt. Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschließt: Beschluss: Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschließt dem Ausschuss Soziales und Senioren zu empfehlen, wie folgt zu beschließen: „Der Ausschuss Soziales und Senioren schließt sich der Empfehlung der Stadtar- beitsgemeinschaft Behindertenpolitik an und bittet den Rat wie folgt zu beschließen: Die Stadt Köln schließt sich der Aufklärungs- und Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" des BMAS an. Sie stellt sicher, dass Assistenzhunde, die ihre Men- schen mit Behinderung begleiten, in alle öffentlich zugänglichen, städtischen Gebäu- de Zutritt erhalten.“ Abstimmungsergebnis: Einstimmig beschlossen
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/161/2 Vorlagen-Nummer 2745/2019 Freigabedatum 23.08.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" des BMAS hier: Beschlussempfehlung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik aus der Sitzung am 11.07.2019 Beschlussorgan Ausschuss Soziales und Senioren Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss Soziales und Senioren schließt sich der Beschlussempfehlung der Stadtar- beitsgemeinschaft Behindertenpolitik vom 11.07.2019 an und bittet den Rat, wie folgt zu be- schließen: Die Stadt Köln schließt sich der Aufklärungs- und Zutrittskampagne "Assistenzhund Willkommen!" des BMAS an. Sie stellt sicher, dass Assistenzhunde, die ihre Men- schen mit Behinderung begleiten, in alle öffentlich zugänglichen, städtischen Gebäude Zutritt erhalten. Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Teilhabe. In der UN Behinderten-Rechts- Konvention steht in den Artikeln 9 und 20, dass Menschen mit Beeinträchtigungen auch ein Recht auf tierische Assistenz haben. „Assistenzhund“ ist der Oberbegriff für einen ausgebildeten Hund, der einen Menschen mit einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung begleitet und ihm mehr gesellschaftli- che Teilhabe ermöglicht. Assistenzhunde erhalten sowohl einen Ausweis als auch eine Kennweste. Anhand der offiziellen Weste wird deutlich, dass sich der Hund im Dienst befin- det. Allerdings gibt es bis dato weder bundesweite Vorgaben, noch einheitliche Standards für die Ausweise und die Kennwesten. In der Praxis wird Assistenzhunden oft der Zutritt verweigert. Damit wird den Menschen mit Beeinträchtigung die Teilhabe verwehrt. Das verstößt gegen die UN-Behinderten-Rechts- Konvention. Die Kampagne „Assistenzhund Willkommen“ möchte dies ändern. Bisher sind private Einrichtungen der Kampagne beigetreten. Die Menschen mit Behinderung in Köln so auch die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik finden dieses Thema wichtig und möchten, dass die Stadt Köln der Kampagne beitritt. Damit wäre sie die erste Kommune und hätte eine Vorbildfunktion für andere Kommunen. Daher hat die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik in ihrer Sitzung am 11.07.2019 eine Beschlussempfehlung beschlossen. Diese ist an den für sie zuständigen Ausschuss Soziales und Senioren gerichtet. Sie bittet den Ausschuss Soziales und Senioren, sich der Beschlussempfehlung anzuschließen. Der Ausschuss Soziales und Senioren soll dem Rat empfehlen, dass er beschließt: Die Stadt Köln schließt sich der Zutrittskampagne „Assistenz- hund Willkommen“ an. Begründung der Dringlichkeit: Die Kampagne „Assistenzhund Willkommen!“ startet am 4. August 2019, dem Internationaler Tag des Assistenzhundes. Die Organisator*innen haben die Stadt Köln gebeten, als erste Kommune im Bundesgebiet der Kampagne beizutreten. Daher ist eine zeitnahe Beschluss- fassung erforderlich, damit dies zeitnah zum Start der Kampagne erfolgen kann. Anlagen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2745/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 23.08.2019
- Erstellt
- 12.08.2019 10:29