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V/0363/2016

Maßnahmenprogramm einer kind- und jugendbezogenen Armutsprävention in Münster - Umsetzung jugendbezogener Maßnahmen in 2016 und 2017 -

Vorlagen 02.05.2016

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 29.06.2016, TOP 40

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

18977 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Maßnahmenprogramm einer kind- und jugendbezogenen Armutsprävention in Münster 
- Umsetzung jugendbezogener Maßnahmen in 2016 und 2017 - 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
31.05.2016 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
01.06.2016 Integrationsrat Vorberatung 
08.06.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
15.06.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und 
Arbeitsförderung Vorberatung 
29.06.2016 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
29.06.2016 Rat Entscheidung 
 
 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
 
1. Das „Maßnahmenprogramm einer kind - und jugendbezogenen Armutsprävention“ wird um 
weitere Maßnahmen ergänzt, die gezielt die Lebenssituation von Jugendlichen bis zum Übe r-
gang von der Schule in das Berufsleben unterstützen.  
 
2. Die im Rahmen der Mittelerhöhung für das „Maßnahmenprogramm einer kind - und jugendbe-
zogenen Armutsprävention“ zur Verfügung stehenden Mittel werden in den Jahren 2016 und 
2017 für die Etablierung der jugendbezogenen Maßnahmen verwendet.   
 
3. Die Verwaltung wird den politischen Gremien zum Ablauf des Förderzeitraums im Herbst 2017 
einen Fachbericht vorlegen.  
 
 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0363/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Pohl 
Frau Tigger 
Ruf: 
492-5100 
492-5527 
E-Mail: 
Pohl@stadt-muenster.de 
Tigger@stadt-muenster.de  
Datum: 
11.05.2016 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0363/2016 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Haushaltsjahr 2015 hat der Rat der  Stadt Münster für 
das Maßnahmenprogramm einer kind - und jugendbezogenen Armutsprävention in der Stadt Mün s-
ter für die Jahre 2016 und 2017 Mittel in Höhe von insgesamt 700.000 €uro zur Verfügung gestellt. 
Mit dieser Beschlussvorlage wird die bisher nicht verplante Summe von 128.160 €uro mit jugendbe-
zogenen Maßnahmen hinterlegt. 
 
Teilergebnisplan 
 
 
Nr. Bezeichnung 
Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkun-
gen 
 
Produktgruppe 0604 Familienförderung 2016 
2017 
58.330 € 
69.830 € 
 
Zeile 16 Sonstige ordentliche Auf-
wendungen 
   
Summe:                    128.160 € 
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan bei o. g. Produktgruppe 
veranschlagt.  
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage  
 
Im Rahmen der Mittelerhöhung für die Jahre 2015 bis 2017 hat die Ver waltung mit der Vorlage 
V/0190/2015 eine Erweiterung des Maßnahmenprogramms einer kindbezogenen Armutsprävent ion 
in Münster vorgelegt.  
Mit Beschluss des Rates vom 06.05.2015 (V/0190/2015/1.Erg) und entspr echend der Empfehlung 
des AKJF vom 29. April 2015 w urde die Verwaltung beauftragt, das Maßnahmenprogramm insb e-
sondere für Jugendliche im Übergang Schule-Beruf weiter auszubauen.  
 
Mit der Vorlage V/0621/2015/1.Erg wurde am 04.11.2015 vom Rat entschieden, die „Erweiterung der 
pädagogischen Angebote für Kind er und Jugendliche in Flüch tlingseinrichtungen“ einmalig in 2015 
zu finanzieren. Die Fortführung der pädagogischen Angebote für Kinder und Jugendliche in den 
Flüchtlingseinrichtungen wurde mit der  Beschlussvorlage „Absicherung und Ausbau der pädagog i-
schen Angebote für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingseinrichtungen ab 2016 “ (V/0741/2015) 
am 16.12.2015 vom Rat gesichert.  
 
Die im Maßnahmenprogram angesetzten Mittel in Höhe von 108.160, - €uro für die Flüchtlingsa rbeit 
im Jahr 2016 wurden wieder frei. Die Verwaltung wurde beauftragt, das Maßnahmenpr ogramm im 
Rahmen des zur Verfügung stehenden Bu dgets für Kinder und Jugendliche ab dem schulpflichtigen 
Alter bis zum Übergang Schule / Beruf für die Jahre 2016 und 2017 weiter zu entwickeln. 
 
Das Angebot „Kompetent im Wir“ wurde im Rahmen des Maßnahmenprogramms beschlossen. Zw i-
schenzeitlich wurde die Förderung durch die Aktion Mensc h übernommen, so dass die Z uschüsse 
durch die Stadt Münster nicht benötigt werden. Die Mittel in Höhe von insgesamt 20.000 €uro stehen 
wieder zur Verfügung und werden für die Umsetzung weiterer Maßnahmen mit eingebunden.  
 
Insgesamt können somit 128.160 €uro für die Planung jugendbezogener Maßnahmen eingesetzt 
werden.

- 3 - 
V/0363/2016 
 
2. Sachstand:  
 
Die Liste der bereits beschlossenen Maßnahmen der kind- und jugendbezogenen Armutsprävention 
stellt sich für 2016 und 2017 wie folgt dar: 
 
 
 
 
Nr. 
 
Maßnahme 
 
2016 
 
2017 
  1 Gesundes Frühstück in ausgewählten Kitas 20.000 € 20.000 € 
  2 Ausbau der Präventionskette für Kinder ab dem 1.  
Lebensjahr mit einer Kinderkrankenschwester  25.000 € 25.000 € 
  3 Fallmanagement „Ernährung in Familien“ sowie Ernäh-
rungsschule in Kitas 15.000 € 15.000 € 
  4 Schulvorbereitung an der Eichendorffschule in  
Angelmodde und Ludgerusschule in Hiltrup 
12.000 € 12.000 € 
  5 „wellcome“ – praktische Hilfen für Familien  
nach der Geburt 
10.000 € 10.000 € 
  6 Stadtteilkoordination Frühe Hilfen: Bezirk Mitte und Nord, 
Stadtteil Kinderhaus 
70.000 € 70.000 € 
  7 Weiterführung der Maßnahme „Safe“ in der Kita Killingstr. 
und Übertragung auf weitere Familienzentren 
9.000 € 9.000 € 
  8 Vortragsreihe für Eltern „Was Kinder heute brauchen“ 3.000 € 3.000 € 
  9 Resilienz-Kurs für Vorschulkinder: Weiterführung der 
Maßnahme „Prik“ in der Kita Killingstr. und Übertragung 
auf weitere Familienzentren 
3.600 € 3.600 € 
10 FEU-Kampagne im Bezirk Nord - - 
11 Stadteilkoordination Frühe Hilfen, Bezirk Hiltrup 35.000 € 35.000 € 
12 Qualifizierungsangebote für Fachkräfte in Kita, OGS, Kin-
der- u. Jugendarbeit zu Armutsfragen und Resilienz-
Förderung 
3.000 € 3.000 € 
13 Einsatz von Kulturmittlerinnen in Kitas 15.000 € 15.000 € 
14 Präventionskonferenz Münster 5.000 € - 
15 Sure Start in Berg Fidel und Kinderhaus 19.000 € 19.000 € 
16 Aufwind – Gruppenangebot für seelisch belastete Eltern 6.500 € 6.500 € 
17 Familienpaten 5.000 € 5.000 € 
18 Starthilfe 10.000 € 10.000 € 
19 Erweiterung der pädagogischen Angebote für Kinder und 
Jugendliche in Flüchtlingseinrichtungen 
-  -  
20 „come on“ – ankommen – mitkommen - weiterkommen 6.600 € 6.600 € 
21 Schuldenprävention für Jugendliche und junge Erwachse-
ne 
8.000 € 8.000 € 
22 „Kompetent im Wir“ -  -  
23 Boxprojekt 20.000 € 20.000 € 
24 Social Media - Medienkompetenz 9.000 € 8.080 € 
Summe:  309.700 € 303.780 € 
Ansatz: 
 
 400.000 € 300.000 € 
Übertrag 
Vorjahr: 
 41.640 € 
(aus  2015) 
131.940 €  
(aus 2016) 
Übertrag 
Folgejahr: 
 131.940 € 
 
0 € 
Verfügbar:   128.160 €

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V/0363/2016 
 
 
3. Neue Maßnahmen zur jugendbezogenen Armutsprävention ab 2016 
 
Zusätzlich zu den bereits realisierten Maßnahmen sollen für die Jahre 2016 und 2017 folgende  
jugendbezogene Maßnahmen initiiert werden: 
 
Die Verwaltung hat gemeinsam mit den freien Trägern und unter Beteiligung der A rbeitsgemein-
schaften nach § 78 SGB VIII jugendpädagogische Maßnahmen für die Präventionskette entwickelt 
und gemäß der für das Maßnahmenprogramm abgestimmten Aufgabenbereiche im  
Handlungsfeld 4 „Bildung ermöglichen – Leben lernen“ verortet. „Kinder- und Jugendarmut geht 
häufig einher mit Bildungsarmut. Deshalb gilt es, soziale oder herkunftsbedingte Nachteile durch 
gezielte Maßnahmen oder Förderprogramme auszugleichen, damit Kinder und Jugendli che so un-
terstützt werden, dass sie ihre individuellen Potenzia le voll entfalten können und schwierige Bi l-
dungsverläufe vermieden werden.“ (vergl. Vorlage V/0624/2014) 
Unter dieser Prämisse werden für die neuen Maßnahmen insbesondere Jugendliche in den Blick 
genommen, die im Rahmen ihrer bisherigen Biographie benachte iligt sind. Die Maßnahmen zielen 
darauf ab, die Schwächen auszugleichen und auf den individuellen Stärken der Jugendlichen aufz u-
bauen, um so die Chancen auf eine soziale Teilhabe im zukünftigen Berufsleben zu erhöhen.  
 
3.1 Kurzdarstellung der Maßnahmen: 
Nr. 25) Interkulturelle Mädchenarbeit in Kinderhaus 
Mit dem bedarfsgerechten Ausbau der interkulturellen Mädchenarbeit durch das Begegnungs -
zentrum Sprickmannstraße e.V. werden in Kinderhaus zwei Angebotselemente umgesetzt:  
Das offene Treffangebot am Sprickmannplatz richtet sich an Mädchen aus unterschiedlichen Kultu r-
kreisen im Alter von 10–14 Jahren, die im Bereich Kinderhaus-Brüningheide leben. Die neue Gruppe 
wird von Betreuerinnen  begleitet, die selbst eine Migrationsvorgeschichte haben und aus dem Sozi-
alraum stammen. Diese Brückenpersonen haben ein sehr gutes Verständnis für die Sorgen und 
Probleme der Mädchen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Im Rahmen des Mädchentreffs b e-
gleiten und unterstützen sie durch die Reflexion des Verhaltens das Rollen - und Selbstverständnis 
der Mädchen in der Phase der Berufs- und Lebenswegplanung.  
Zusätzlich wird in Kinderhaus ein Trendsportangebot für Mädchen von 10–14 Jahren in der Sporthal-
le der Paul-Schneider-Schule initiiert. Hier erhalten die Mädchen in einem Sonntagsnachmittagskurs 
die Möglichkeit, neue Sportarten kennenzulernen, sich im geschützten Raum auszupr obieren und 
mit dem erlebten Erfolg an Selbstbewusstsein zu gewinnen. Mit diesem sportlichen Angebot wird die 
Bedeutung von Bewegung und Gesundheit bereits in frühen Jahren erlernt und die Teilhabe der 
Mädchen am gesellschaftlichen Leben vermittelt. Durch das hinzugewonnene Selbstverständnis und 
die Selbstständigkeit der Mädchen wird einer sozialen Ausgrenzung entgegengewirkt.  
 
 
Nr. 
 
Maßnahme 
 
2016 
 
2017 
25 Interkulturelle Mädchenarbeit in Kinderhaus,  
Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 
6.700 € 6.700 € 
26 Mädchen Fragen? Mädchen Wissen!, SeHT e.V. 3.000 € 3.000 € 
27 Handwerker- und Lebensplanungsprojekt an der  
Waldschule Kinderhaus, JAZ 
18.500 € -  
28 StilWerk – Jugendliche und Berufsexperten im Dialog, 
JAZ 
15.000 € 15.000 € 
29 Maßband, ViP 15.130 € 15.130 € 
30 Aufsuchende Jugendsozialarbeit in Gremmendorf West, 
Katholische Kirchengemeinde St. Ida 
 30.000 € 
Summe:   58.330 € 69.830 € 
Ansatz:   128.160 €

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Nr. 26) Mädchen Fragen? –  Mädchen Wissen! – Gesundheitsförderung als Schritt zu Cha n-
cengleichheit und Armutsprävention 
Mit dem Projekt „Mädchen Fragen? – Mädchen Wissen!“ unterstützt SeHT e.V. sozial benachteiligte 
Mädchen im Alter zwischen 11–17 Jahren mit einem sozialen, emotionalen al s auch kognitiven För-
derbedarf, um Grundkenntnisse über den eigenen Körper, Körperhygiene und Gesundheitsfü rsorge 
zu erlangen. Diese Themen sind häufig mit Scham besetzt und es mangelt an positiven Rollenvo r-
bildern im familiären Umfeld. Der Verein SeHT e.V . wird das Angebot an den Förde rschulen und an 
den Schulen mit gemeinsamem Lernen als niedrigschwelliges Gruppenangebot installieren. Dies 
erleichtert den Zugang zu den Mädchen, so dass eine Kontaktperson die Mädchen einfüh lsam und 
in einfacher Sprache informieren kann. Mit Hilfe der Wissensvermittlung und der Handlungsorienti e-
rung sollen das Selbstbewusstsein und die Selbstwirksamkeit der Mädchen gestärkt we rden. Das 
Wissen über Körperhygiene, Gesundheit und die Zugänge zur Gesundheitsfürsorge dienen der V or-
beugung von späteren Gesundheitsstörungen und erhöhen die Teilhabechancen der jungen Frauen 
in Arbeitswelt und Gesellschaft.  
 
Nr. 27) Handwerker- und Lebensplanungsprojekt an der Waldschule 
In der Waldschule Kinderhaus wird im Schuljahr 2016/2017 gemein sam mit dem Jugendausbi l-
dungszentrum JAZ ein weiterer Baustein zur Berufsvorbereitung für lernschwache Schülerinnen und 
Schüler der Klassen 7 –9 eingerichtet. Mit Hilfe einer konzentrierten und individuellen Zusatzförd e-
rung sollen diese Jugendlichen in die Lage versetzt werden, ihren Hauptschulabschluss zu erreichen 
und auf Praktika außerhalb der Schule vorbereitet werden. In der Kooperation mit dem JAZ können 
die Teilnehmenden in der Stadtteilwerkstadt Nord verschiedene Handwerksbereiche kennenlernen. 
Neben dem handwerklichen Geschick stehen Arbeitsbereitschaft, Durchhaltevermögen, Teamfähi g-
keit und das Verstehen und Umsetzen von Arbeitsanweisungen als Ziele im Vo rdergrund.  Mit der 
Einrichtung des Handwerkerprojektes können die FörderschülerInnen innerhalb des schulischen 
Umfeldes Berufsfelder praxisnah erproben und ihre eigenen Ideen handwerklich umsetzten. Die g e-
fertigten Produkte können der ganzen Schule zu Verfügung gestellt werden, was zur Identifikation 
mit der Schule als Lebensort beiträgt, den Schüle rInnen Anerkennung verschafft und einer mögl i-
chen Schulmüdigkeit entgegenwirkt. Im Handwerker - und Lebensplanungsprojekt werden  Förde r-
schülerInnen Selbstkompetenzen und Arbeitstugenden vermittelt, die eine Partizipation an Bildungs- 
und Ausbildungsprozessen und die anschließenden berufliche Integration ermöglichen.  
 
Nr. 28) StilWerk – Jugendliche und Berufsexperten im Dialog 
Mit dem Projekt StilWerk setzt das Jugendausbildungszentrum JAZ im Rahmen der Ber ufsvorberei-
tung einen Fokus auf die Aspekte äußere Erscheinung, gepflegtes Auftreten und Umgangsfo rmen. 
Dazu bringt das JAZ Experten - u.a. aus der Agentur für Arbeit, den Handwerkskammern, Persona l-
verantwortliche ausgewählter Unternehmen und Trainer für Rhetorik der WWU -  in Kontakt mit 
Schülerinnen und Schülern der Klassen 8–10. In zweitägigen Veranstaltungen erhalten die Teilne h-
menden durch die sozialpädagogische Kraft des JAZ und die kompetenten und engagierten Fac h-
leute aus der Berufswelt handlungsbezogene, lebensnahe und fächerübergreifende Unterstü tzung. 
Die Jugendlichen werden auf Vorstellungsgespräche vorbereitet, bekommen eine Rückme ldung zu 
ihrer äußeren Erscheinung und erhalten Hilfen beim Erwerb von Umgangsformen, so dass sie Ängs-
te und Unsicherheiten abbauen können. Mit dem gestärkten Selbstve rtrauen können sie eigene 
schulische und berufliche Perspektiven entwickeln, die eine Einmündung in eine Berufsau sbildung 
erleichtert, ohne dass es zu unnötigen Verzögerungen im Lebenslauf kommt. Darüber hi naus haben 
die Berufsexperten durch diese Kooperat ion die Möglichkeit , in der unmittelbaren B egegnung mit 
den Jugendlichen für ihren Beruf zu werben und einem ggf. drohenden Nachwuchsmangel in b e-
stimmten Berufsfeldern entgegenzuwirken. 
 
Nr. 29) Maßband 
Der Verein sozial -integrativer Projekte (ViP) ist zus tändig für die Vermittlung gemeinnütziger Arbeit 
für Jugendliche und junge Heranwachsende, die im Rahmen einer Ordnungswidrigkeit verurteilt 
wurden. Mit dem Projekt Maßband soll der besondere Fokus auf Jugendliche gelegt werden, die 
aufgrund von Schulabsentismus in einem Ordnungswidrigkeitsverfahren zur Ableistung von gemei n-
nütziger Arbeit oder soziale Trainingsmaßnahmen angehalten sind. Die Jugendlichen werden durch 
schulfördernde Trainingsmaßnahmen der Fachstelle Jugendhilfe an weiterführenden Sch ulen nicht

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erreicht. Das Projekt ergänzt die Leistungen der Fachstelle als äußerst niedrigschwelliges Angebot 
und steht hierzu mit dieser in engem Austausch. Ist im Projekt Maßband ein Kontakt zustande g e-
kommen, werden die Gründe für die Schulverweigerung innerhal b des Systems eruiert und gemei n-
sam mit den Jugendl ichen individuelle Hilfs - und Unterstützungsangebote erarbeitet. Kernaufgabe 
ist es, die bei den Jugendlichen bestehenden Ängste, als auch Ziel - und Perspektivlosigkeit, abzu-
bauen. Das Netzwerk um den Ju gendlichen soll für die Problematik sensibilisiert und mit Hilfe von 
Beratungsangebote gestärkt werden mit dem Ziel, die Schullaufbahn mit einem Abschluss zu bee n-
den und so das Risiko einer beruflichen Desintegration zu mindern. 
 
Nr. 30) Aufsuchende Jugendsozialarbeit in Gremmendorf 
Ab 2017 wird, unter der Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus, im Kontext 
des offenen Kinder- und Jugendtreffs St. Ida, die Aufsuchende Jugendsozialarbeit in Gremmendorf 
bedarfsgerecht ergänzt. Das zusätzlic he Angebot spricht Jugendliche und junge Erwachsene im 
Alter von 14 –27 Jahren an, die im öffentlichen Raum anzutreffen sind und häufig von anderen A n-
geboten des Hilfesystems nicht mehr erreicht werden. Diese „heterogenen“ Jugendlichen haben 
Unterstützungsbedarf, sie sind oftmals von Ausgrenzung, Stigmatisierung und einem höheren A r-
mutsrisiko bedroht. Mit dem niedrigschwelligen Angebot sollen die Jugendlichen in ihrer Leben swelt 
erreicht werden, um ihnen erweiterte Handlungs - und Erfahrungsräume aufzuzeigen und so eine 
Integration ins gesellschaftliche Miteinander zu ermöglichen. Neben den Kernleistungen der klass i-
schen Aufsuchenden Jugendsozialarbeit wird der Träger adressatenbezogene Netzwerke initiieren 
und sichern. Dies geschieht über die Vernetzung der S ozialen Akteure, das Erkennen und Bene n-
nen von Bedarfen, die Vermittlung zwischen den unterschiedlichen Adressatengruppen und einer 
gezielten Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit im Sozialraum. Bis zur Errichtung einer geplanten Einric h-
tung der Kinder- und Jugendarbeit in Gremmendorf sollen mit diesem Projekte erste Bausteine einer 
adressatenbezogenen Präventionskette etabliert werden, die die Bildungsbiographien der Jugendl i-
chen im Übergang Schule-Beruf positiv beeinflussen.  
 
4. Fazit und Ausblick:  
Die neu a ufgenommenen Maßnahmen wurden auf der Grundlage einer Bedarfsanalyse der Fac h-
leute vor Ort eingebracht. Mit dem Maßnahmenprogramm einer jugendbezogenen Armutsprävention 
werden insbesondere die Jugendlichen in den Blick genommen, die unter schwierigen Rahme nbe-
dingungen aufwachsen und im besonderen Maße eine Unterstützung benötigen.  
Die Hilfen werden in der vorhandenen Infrastruktur dort platziert, wo Jugendliche sich aufhalten.  
Diese Niedrigschwelligkeit gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler in ihrem gewohnten  
Lebensumfeld erreicht und in diesem Rahmen zusätzliche Erlebensfelder geschaffen werden. In den 
Projekten erhalten die Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten der Mitbestimmung, was sie als Expe r-
ten in eigener Sache ernst nimmt, motiviert u nd aktiviert.  Die effektive, bereichsübergreifende Ve r-
netzung der Unterstützungssysteme Jugendhilfe, Schule, Gesundheit, Sport sowie Akteure aus der 
Berufswelt erleichtern es den Jugendlichen, den Übergang in die Berufswelt zu meistern und aktiv 
am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Am Ende des Projektzeitraums wird eine f achliche Refle-
xion der Angebotsnutzung und der Wirkung bei den Jugendlichen von den beteiligten Akteuren g e-
geben, die in einem Bericht in die Beratung eingebracht wird.  
 
Das gesamte Maßnahmenprogramm der kind- und jugendbezogenen Armutsprävention, mit allen 30 
Projekten, Angeboten und strukturgebenden Ansätzen läuft zum Jahresende 2017 aus. Das Finan z-
volumen umfasst jährlich durchschnittlich eine Summe von 375.000 €uro. Die Verwaltung wird zur 
Haushaltsberatung in 2017 eine Zusammenstellung der Projektberichte vorlegen, auf deren Grun d-
lage eine politische Entscheidung über die Weiterführung von Projekten, der Überführung in eine 
Regelfinanzierung oder der Rücknahme von Ansätzen vorgenommen werden kann.  
 
 
I.V. 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtrat

Beratungsverlauf (6)

31.05.2016 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
01.06.2016 Integrationsrat
TOP 2.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
08.06.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 22 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
15.06.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.06.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 37 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.06.2016 Rat
TOP 40 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Sprickmannstraße
  • Sprickmannplatz
  • Killingstraße
  • Brüningheide
  • Kinderhaus 70

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Details

Aktenzeichen
V/0363/2016
Typ
Vorlagen
Datum
02.05.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37