Mandari Insight

V/0490/2013

Jahresabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH

Vorlagen 18.06.2013

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, Sitzung am 09.07.2013, TOP 4.4

AR_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster_Geschaeftsbericht_AufeinenBlick_2.

· application/pdf

Ansehen

Anlage zur AR_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster_Geschaeftsbericht

· application/pdf

Ansehen

AR_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster

6119 Zeichen

Seite 1 
Münster, 29.05.2013 
 
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 04/2013 
 
Betreff 
Jahresabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
Gremienfolge 
20.06.2013 Aufsichtsrat Stadtwerke Münster GmbH 
09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften 
10.07.2013 Hauptausschuss, Rat 
 
Berichterstatter 
Herr Dr. Müller-Tengelmann 
Herr Dr. Hoffknecht 
 
Anlagen  
Geschäftsbericht 2012, enthaltend: 
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012, bestehend aus: 
 Bilanz  
 Gewinn- und Verlustrechnung  
 Anhang sowie den 
Lagebericht, 
Prüfungsbericht 
 
 
Antrag 
Der Aufsichtsrat wolle beschließen: 
 
Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 
 
1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke M ünster GmbH zum 31.12.2012 in der vor-
liegenden, vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneinge schränkten Bestätigungsvermerk tes-
tierten Fassung, wird von der Stadt Münste r als alleiniger Ge sellschafterin der 
Stadtwerke Münster festgestellt. 
 
2. Aus dem Jahresüberschuss von 2.760. 000 € zuzüglich der Entnahme aus den 
Gewinnrücklagen von 29.962.342,98 € un d abzüglich der Vorabgewinnausschüt-
tungen von insgesamt 26.222.342,98 € ergi bt sich der Bilanzgewinn von 
6.500.000 €. Unter Anrechnung der ber eits im September 2012 erfolgten 
Vorabgewinnauschüttung in Höhe von 5. 050.000 € werden entsprechend der im 
Managementkontrakt vereinbarten Mindestausschüttung noch 1.450.000 € geleis-
tet. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Ausschüt-
tung erfolgt nach Abzug der Kapitalertr agsteuer und des Solidaritätszuschlags an 
den Betrieb gewerblicher Art Bäder der St adt Münster. Als Zahlungstermin wird 
der 31.07.2013 festgesetzt.

Seite 2 
3. Der Entnahme von 29.962.342,98 € aus  den Gewinnrücklagen wird zugestimmt. 
 
4. Der Lagebericht für das Geschäfts jahr 2012 wird zur Kenntnis genommen. 
 
5. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der  Stadtwerke Münster GmbH werden für 
das Geschäftsjahr 2012 Entlastung erteilt. 
 
 
Begründung 
Der Jahresüberschuss der Stadtwerke Münster GmbH im Geschäftsjahr 2012 ist insge-
samt noch zufriedenstellend. 
 
Im operativen Geschäft konnten die Ergebnisziele mit erheblichen Anstrengungen ange-
sichts der wirtschaftlichen Belastungen, die sich für die konventionelle Stromerzeugung 
infolge der Energiewende erg eben haben, im Wesentlichen erreicht werden. Der Ener-
gie- und Wasservertrieb zeigte sich 2012 insgesamt stabilisiert und erwirtschaftete einen 
zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag. Der für die Jahre 2013 - 2015 bereits bestehenden 
Risikovorsorge von 6,8 Mio. € für die Bete iligung Steinkohlekraftwerke Hamm ("black 
gekko") und den damit verbundenen Strombezug wurden für die Jahre 2013 - 2017 wei-
tere 9,2 Mio. € zugeführt. Die bei der Finan zbeteiligung FMO zu  realisierende Ergeb-
nisbelastung betrug 1,8 Mio. €. Die Entw icklung der Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld 
Verkehr stellte sich hingegen sehr positiv dar. 
 
Der Jahresüberschuss ergibt sich mit        2,8 Mio. €. 
 
Den Gewinnrücklagen werden entnommen      29,9 Mio. €. 
 
Die Vorabgewinnausschüttung 2012 setzt sich zusammen aus: 
 
 Brutto 
1. Rate globaler Mehrertrag S eptember 2012 6, 8   Mio. € 
2. Rate globaler Mehrertrag Dezember 2012 6,8   Mio. € 
globaler Mehrertrag WBI 6,8   Mio. € 
Vorabgewinnausschüttung Stadtwerke Münster 5,05 Mio. € 
Vorabgewinnausschüttung WBI erhöhte Parkentgelte 0,8   Mio. € 
  
Vorabgewinnausschüttung 2012 gesamt 26,2   Mio. € 
 
Aus dem Bilanzgewinn von           6,5 Mio. € 
 
werden zunächst 1,45 Mio. € ausgeschüttet und die verbleibenden 5,05 Mio. € auf neue 
Rechnung vorgetragen. 
 
Weitere Erläuterungen der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im 
Einzelnen sowie der Geschäftsfelder finden sich im beigefügten Geschäftsbericht sowie 
dem darin enthaltenen Lagebericht.

Seite 3 
 
Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung 
Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetz ung und zur Zweckerreichung nehmen wir 
gemäß § 108 Abs. 3 der Gemeindeordnung Nordr hein-Westfalen für unsere wichtigsten 
Geschäftsbereiche wie folgt Stellung:  
 
In der Strom- und Erdgasversorgung haben wir gemäß § 1 des Energiewirtschaftsgeset-
zes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und um-
weltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Di eses Ziel wurde im Ge-
schäftsjahr 2012 in allen Punkten erreicht. 
 
In der Wasserversorgung haben die Stadtw erke gemäß § 47 a Landeswassergesetz 
NW eine dem Gemeinwohl entsprechende ö ffentliche Wasserverso rgung sicherzustel-
len. Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung verpflichtetes 
Unternehmen auf einen haus hälterischen Umgang mit dem Wa sser hingewirkt. Eben-
falls haben die Stadtwerke gemäß § 1 der Tr inkwasserverordnung Wasser geliefert, das 
die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreini-
gung von Wasser ergeben können, schützt. 
 
Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke M ünster im Auftrag der Stadt Münster als 
Aufgabenträger des öffent lichen Nahverkehrs jederzeit sic here, effiziente und hochwer-
tige Verkehrsleistungen angebot en. Die Vorgaben der Stadt Münster nach dem aktuel-
len Nahverkehrsplan wurden jederzeit erfüllt. 
 
Die Stadtwerke Münster haben auch im Geschäftsjahr 2012 entsprechend ihrer Satzung 
die Kunden und die Bevölkerung  beraten mit dem Ziel, den Ve rbrauch von Energie und 
Wasser zu reduzieren. Ebenfalls ist die Be reitschaft zum Einsatz regenerativer Energie-
träger durch das Unternehmen gefördert worden. 
 
Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung 
NW wurde in allen Fällen erfüllt. 
 
Der Jahresabschluss 2012 sowie der Lagebericht  für das Geschäftsjahr 2012 sind von 
der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschafts prüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft wor-
den. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungs-
vermerk wurde erteilt. 
 
 
Stadtwerke Münster GmbH 
gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Hoffknecht

Beschlussvorlage

5071 Zeichen

V/0490/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn - und Verlustrechnung und A nhang) 
sowie der Geschäftsbericht incl. Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH für das G e-
schäftsjahr 2012 werden zur Kenntnis genommen. 
 
2. Es wird weiter davon Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der Stadtwerke 
Münster GmbH für das Geschäftsjahr 201 2 durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Ja h-
resabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk er-
teilt wurde.  
 
3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster 
GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: 
 
a) Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2012, abschließend 
  
 in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 470.254.187,81 €, 
   
 in der Gewinn- und Verlustrechnung  
 bei Umsatzerlösen von  502.679.563,60 €, 
 mit einem Jahresüberschuss von 2.760.000,00 €, 
 mit einem Bilanzgewinn von 6.500.000,00 €,  
 
 wird festgestellt. 
 
b) Aus dem Jahresüberschuss von 2.760.000 € zuzüglich der Entnahme aus den Gewinnrück-
lagen von 29.962.342,98 € und abzüglich der Vorabgewinnaus schüttungen von insgesamt 
26.222.342,98 € ergibt sich der Bilanzgewinn von 6.500.000 €. Unter Anrechnung der b e-
reits im Jahr 2012 erfolgten Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 5.050.000 € werden 
entsprechend der im Managementkontrakt vereinbarten Mindestau sschüttung noch 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0490/2013 
Auskunft erteilt: 
Herr Deppe 
Ruf: 
492 20 20 
E-Mail: 
Deppe@stadt-muenster.de  
Datum: 
18.06.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0490/2013 
1.450.000 € geleistet. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die 
Ausschüttung erfolgt nach Abzug der Kapitalertragsteuer und des Solidaritätszuschlags an 
den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster. Als Zahlun gstermin wird der 
31.07.2013 festgesetzt.. 
 
c) Der Lagebericht und der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2012 werden zur Kenntnis 
genommen. 
 
d) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das 
Geschäftsjahr 2012 Entlastung erteilt. 
 
4.  Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel - und Konzernabschlusses der Stad t-
werke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2013 wird die Deloitte & Touche GmbH Wir t-
schaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt. 
 
 
Begründung: 
Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß 
§ 12 des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfa s-
sung über 
 
 die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses, 
 die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates und 
 die Auswahl des Abschlussprüfers. 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH hat im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresübe rschuss in Höhe von 
2,76 Mio. € (Vorjahr 9,65 Mio. €) erzielt.  
Die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuer) erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 32 Mio. € auf 
503 Mio. €. 
Auf der Aufwandsseite erhöhen sich die wesentlichen Aufwandspositionen (Material, Personal,  
Abschreibungen). Der Materialaufwand erhöht sich um Mio. 29,8 € auf 416,6 Mio. €. Die Persona l-
kosten steigen um rd. 3,2 Mio. € auf rd. 57,8 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Verm ö-
gensgegenstände und Sachanlagen verminderten sich um 1,6, Mio. € auf rd. 24,6 Mio. €. Die A b-
schreibungen auf Finanzanlagen hingegen erhöhen sich 1,8 Mio. € (Vj 0,07 Mio. €).  
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um rd. 3,3 Mio. € auf 52,9 Mio. €.  
Vermögenslage: 
Wesentliche Erhöhungen auf der Aktivseite ergeben sich bei den Finanzanlagen mit einem Z u-
wachs von rd. 30 Mio. € auf insgesamt 331,9 Mio. €. Dagegen sanken die Wertpapiere des U m-
laufvermögens um rd. 13 Mio. € (Vj. 50 Mio. €) auf 6 Mio. €. 
Die Forderungen mit 65,2 Mio. € verminderten sich um 10,8 Mio. €. 
Der Kassenbestand (rd. 60,9 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (21,6 Mio. €) um 39,3  Mio. € 
erhöht. 
Insgesamt erhöht sich das Bilanzvermögen um rd. 44 Mio. €. 
Auf der Passivseite hat sich der Wert der Rückstellungen  um rd. 7,5 Mio. auf nunmehr 114 Mio. € 
erhöht. 
Die Verbindlichkeiten steigen um rd. 64,7 Mio. € auf 172 Mio. €. 
Der Wirtschaftsprüfer hat der Stadtwerke Münster GmbH den uneingeschränkten Bestätigung s-
vermerk am 29.05.2013 erteilt.

- 3 - 
V/0490/2013 
Weitere Einzelheiten z um Jahresabschluss sind sowohl dem Geschäftsbericht 2012 als auch der 
als Anlage 1 beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 04/2013 der Stadtwerke Münster GmbH zu en t-
nehmen.  
 
 
I. V. 
 
 
 
gez. 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
Anlage 1: Vorlage des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH 
Anlage 2: Geschäftsbericht

Anlage 2_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster_Geschaeftsbericht_AufeinenBlick_2.

4301 Zeichen

AUF EINEN BLICK – STADTWERKE MÜNSTER
1)  EBITDA = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - sonstige betriebliche Aufwendungen + Erträge aus 
Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme
2)  EBIT = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - Abschreibungen - sonstige betriebliche Aufwendun-
gen + Erträge aus Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme
3) Eigenkapitalquote = Eigenkapital ohne Bilanzgewinn/Gesamtkapital
4) Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) = EBIT/Eigenkapital ohne Bilanzgewinn
5)  Rendite auf das langfristige Betriebskapital (EBIT-Basis) = EBIT/(Gesamtkapital - kurzfristige Verbindlichkeiten - sonstige Rückstellungen - liquide 
Mittel - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen)
6) Cashflow (überschlägig) = Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Rückstellungsveränderungen - Bilanzgewinn
7) FTE: Fulltime Equivalents = in Vollzeitstellen umgerechnete Werte
8)  Lokale Wertschöpfung in Münster = Aufträge an die heimische Wirtschaft + Gewerbesteuer + Konzessionsabgabe +Sponsoring + Jahresüberschuss + 
Verlustausgleich ÖPNV (ohne Löhne und Gehälter)
  2012 2011 2010 2009 2008
Umsatzerlöse  T€ 472.099 441.914  451.603  466.111  456.023
EBITDA 1)  T€  33.539 43.661  61.726  6.223  41.454
EBIT 2)  T€  8.902 17.365  31.171  28.500  8.021
Jahresüberschuss  T€  2.760 9.650  11.750  10.100  850
Eigenkapitalquote 3)  %  30,3 40,4  36,3  35,4  34,8
Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) 4)  %  6,3 10,1  18,3  17,9  5,1
Rendite auf das langfristige  
Betriebskapital (EBIT-Basis) 5)  %  3,7 7,5  17,1  16,6  4,9
Cashflow (überschlägig) 6)  T€  55 -2.893  40.060  56.618  32.884
Personalentwicklung  FTE 7)  919 892 919  829  958 
Investitionen  T€  58.030 32.197  28.700  27.200  24.500 
Lokale Wertschöpfung in Münster 8)  T€  73.298 74.587  74.311  78.292  65.623 
 
Stromabgabe in Mio. kWh
2011: 985
2012: 992
 
Fernwärmeabgabe in Mio. kWh
2011: 570
2012: 624
 
Wasserabgabe in Mio. m³
2011: 16,3
2012: 16,1
 
Gasabgabe in Mio. kWh
2011: 1.969
2012: 2.188
 
Fahrgastzahlen in Mio. 
2011: 35
2012: 38
+0,7% +9,4%
-1,2%+11,1%
+7,2%
UNSERE FÜNF GESCHÄFTSFELDER
Energie- und Wasservertrieb
285.000 Münsteranerinnen und Münsteraner können sich jeden Tag darauf verlassen, dass 
wir ihnen Strom, Gas, Fernwärme und Wasser in erstklassiger Qualität und zu angemessenen 
Preisen liefern. Dabei bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Angebote vom zertifizierten 
Ökostrom über mehrjährige Gas-Festpreisprodukte bis hin zu günstigen Online-Tarifen.
Versorgungsnetze
5.606 km Netzlänge – und doch ganz nah. Über ein professionelles Management unseres Versor-
gungsnetzes stellen wir rund um die Uhr sicher, dass die Energie- und Wasserlieferung verläss-
lich funktioniert. Der parallele Netzbetrieb für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser aus einer 
Hand ermöglicht eine hochwirtschaftliche Unterhaltung der Netze. Ausfallzeiten sind in Münster 
die Ausnahme.
Erzeugung
Münster ist „Klimahauptstadt“ – dazu haben wir mit unserer modernen und umweltfreundlichen
Energieerzeugung maßgeblich beigetragen. Der Betrieb unserer Gas-und Dampfturbinen-Anla-
ge (GuD-Anlage) am Hafen spart jedes Jahr ca. 200.000 Tonnen CO2 ein. Darüber hinaus erzeu-
gen wir mit über 30 Blockheizkraftwerken auch dezentral umweltfreundlich Strom und Wärme 
für unsere Kunden, sozusagen gleich nebenan.
Verkehr
Über 38 Millionen Fahrgäste pro Jahr können darauf setzen, dass wir sie mit unseren Bussen 
pünktlich zu Schule, Arbeitsplatz, Freizeitvergnügen oder einfach wieder nach Hause bringen. 
Eine hohe Taktdichte und eine moderne Busflotte mit höchsten Umweltstandards sorgen dafür, 
dass unser Verkehrsangebot bei der regelmäßig stattfindenden bundesweiten TNS-Infratest-
Umfrage immer wieder auf den vordersten Rängen landet.
Straßenbeleuchtung
Münster – im Lichte der Stadtwerke. Mit rund 27.000 Leuchten im ganzen Stadtgebiet sorgen wir
dafür, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner auch nach Sonnenuntergang sicher ihren 
Weg finden und die Schönheit der Stadt erleben können. Moderne Kompaktleuchten reduzieren 
den Strombedarf und sorgen auch hier für einen umweltbewussten Umgang mit den kostbaren 
Energieressourcen.

Anlage zur AR_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster_Geschaeftsbericht

134781 Zeichen

Geschäftsbericht 2012 der  
Stadtwerke Münster GmbH
MEIN
MüNstEr 
Ist …
stadtwErkE MüNstEr – Ihr rEgIoNalEr
PartNEr für ENErgIE uNd MobIlItät
Ausgezeichneter Kundenservice und umweltfreundliche Energieerzeu-
gung und zukunftsweisende Mobilitätskonzepte: Die Stadtwerke Münster 
sind der professionelle Dienstleister in Münster und im Münsterland. Wir 
beliefern unsere Kunden mit Strom, Wärme und Trinkwasser und bringen 
sie mit unseren Bussen zuverlässig und sicher ans Ziel. Über die Hälfte 
des Münsteraner Strombedarfs erzeugen wir klimaschonend vor Ort in 
eigenen Anlagen. Dabei ist unsere Gas- und Dampfturbinenanlage am 
Hafen Münsters unsere größte Erzeugungsanlage auf der Basis der Kraft-
Wärme-Kopplung. Mit unserer umfassenden Unternehmensstrategie wer-
den wir den Ausbau umweltfreundlicher Energien mit hohem Engagement 
vorantreiben und so Münster im Jahre 2020 atomstromfrei versorgen 
können. Dabei setzen wir vor allem auf den Ausbau der Windkraft.
 
Für die Stadt Münster und die heimische Wirtschaft sind wir der starke, 
verlässliche Partner, denn wir tätigen unsere Investitionen vor Ort. Das 
Engagement für die Region ist für uns selbstverständlich. Die Stadtwerke 
Münster verstehen sich als langfristiger und nachhaltig agierender Wert -
schöpfungspartner  vor Ort. Unsere tägliche Motivation ist es, die lebens -
werteste Stadt voranzubringen, für die Menschen dieser Stadt.

auf EINEN blIck – stadtwErkE MüNstEr
1)  EBITDA = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - sonstige betriebliche Aufwendungen + Erträge aus 
Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme
2)  EBIT = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - Abschreibungen - sonstige betriebliche Aufwendun-
gen + Erträge aus Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme
3) Eigenkapitalquote = Eigenkapital ohne Bilanzgewinn/Gesamtkapital
4) Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) = EBIT/Eigenkapital ohne Bilanzgewinn
5)  Rendite auf das langfristige Betriebskapital (EBIT-Basis) = EBIT/(Gesamtkapital - kurzfristige Verbindlichkeiten - sonstige Rückstellungen - liquide 
Mittel - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen)
6) Cashflow (überschlägig) = Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Rückstellungsveränderungen - Bilanzgewinn
7)  Dynamischer Verschuldungsgrad = (gesamte Verbindlichkeiten + Rückstellungen + Bilanzgewinn - liquide Mittel)/Cash Flow (überschlägig), ent-
spricht der durchschnittlichen Rückzahlungsdauer sämtlicher Verbindlichkeiten in Jahren aus eigener Finanzkraft
8) FTE: Fulltime Equivalents = in Vollzeitstellen umgerechnete Werte
9)  Lokale Wertschöpfung in Münster = Aufträge an die heimische Wirtschaft + Gewerbesteuer + Konzessionsabgabe +Sponsoring + Jahresüberschuss + 
Verlustausgleich ÖPNV (ohne Löhne und Gehälter)
  2012 2011 2010 2009 2008
Umsatzerlöse  T€ 441.914  451.603  466.111  456.023  444.251
EBITDA 1)  T€  43.661  61.726  6.223  41.454  62.615
EBIT 2)  T€  17.365  31.171  28.500  8.021  25.719
Jahresüberschuss  T€  9.650  11.750  10.100  850  6.770
Eigenkapitalquote 3)  %  40,4  36,3  35,4  34,8 32,8
Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) 4)  %  10,1  18,3  17,9  5,1  16,4
Rendite auf das langfristige  
Betriebskapital (EBIT-Basis) 5)  %  7,5  17,1  16,6  4,9  13,0
Cashflow (überschlägig) 6)  T€  -2.893  40.060  56.618  32.884  46.160
Dynamischer Verschuldungsgrad 7)    4,5  2,9  5,4  4,5
Personalentwicklung  FTE 8)  943  919  829  958  966
Investitionen  T€  32.197  28.700  27.200  24.500  28.500
Lokale Wertschöpfung in Münster 9)  T€  74.587  74.311  78.292  65.623  73.161
 
stromabgabe in Mio. kwh
2011: 985
2012: 992
 
fernwärmeabgabe in Mio. kwh
2011: 570
2012: 624
 
wasserabgabe in Mio. m³
2011: 16,3
2012: 16,1
 
gasabgabe in Mio. kwh
2011: 1.969
2012: 2.188
 
fahrgastzahlen in Mio. 
2011: 35
2012: 38
+0,7% +9,4%
-1,2%+11,1%
+7,2%
PLATZHALTER – IN BEARBEITUNG
uNsErE füNf gEschäftsfEldEr
Energie- und wasservertrieb
285.000 Münsteranerinnen und Münsteraner können sich jeden Tag darauf verlassen, dass 
wir ihnen Strom, Gas, Fernwärme und Wasser in erstklassiger Qualität und zu angemessenen 
Preisen liefern. Dabei bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Angebote vom zertifizierten 
Ökostrom über mehrjährige Gas-Festpreisprodukte bis hin zu günstigen Online-Tarifen.
Versorgungsnetze
5.606 km Netzlänge – und doch ganz nah. Über ein professionelles Management unseres Versor-
gungsnetzes stellen wir rund um die Uhr sicher, dass die Energie- und Wasserlieferung verläss-
lich funktioniert. Der parallele Netzbetrieb für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser aus einer 
Hand ermöglicht eine hochwirtschaftliche Unterhaltung der Netze. Ausfallzeiten sind in Münster 
die Ausnahme.
Erzeugung
Münster ist „Klimahauptstadt“ – dazu haben wir mit unserer modernen und umweltfreundlichen
Energieerzeugung maßgeblich beigetragen. Der Betrieb unserer Gas-und Dampfturbinen-Anla-
ge (GuD-Anlage) am Hafen spart jedes Jahr ca. 200.000 Tonnen CO
2 ein. Darüber hinaus erzeu-
gen wir mit über 30 Blockheizkraftwerken auch dezentral umweltfreundlich Strom und Wärme 
für unsere Kunden, sozusagen gleich nebenan.
Verkehr
Über 38 Millionen Fahrgäste pro Jahr können darauf setzen, dass wir sie mit unseren Bussen 
pünktlich zu Schule, Arbeitsplatz, Freizeitvergnügen oder einfach wieder nach Hause bringen. 
Eine hohe Taktdichte und eine moderne Busflotte mit höchsten Umweltstandards sorgen dafür, 
dass unser Verkehrsangebot bei der regelmäßig stattfindenden bundesweiten TNS-Infratest-
Umfrage immer wieder auf den vordersten Rängen landet.
straßenbeleuchtung
Münster – im Lichte der Stadtwerke. Mit rund 27.000 Leuchten im ganzen Stadtgebiet sorgen wir
dafür, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner auch nach Sonnenuntergang sicher ihren 
Weg finden und die Schönheit der Stadt erleben können. Moderne Kompaktleuchten reduzieren 
den Strombedarf und sorgen auch hier für einen umweltbewussten Umgang mit den kostbaren 
Energieressourcen.

Wir gestalten die zukunft  
unserer stadt
inhalt
Seit über 100 Jahren sind wir als Unternehmen der Münsteraner ein verlässlicher kommunaler
Partner für Energie und Mobilität. Eine so lange Zeit verbindet und verpflichtet zugleich.
Unser Ziel ist es, unser Kerngeschäft mit modernen Ideen immer weiter zu verbessern und
gleichzeitig innovative Geschäftsfelder zu erobern. Dabei richten wir unser Augenmerk auf den
Umweltschutz, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Schonung der natürlichen Ressourcen.
Auch die Kunden im Münsterland schätzen die Stadtwerke als regionalen Partner. So haben sich bis 
Mitte 2013 fast 9.000 Privatkunden aus dem Münsterland für die Stadtwerke Münster als ihren Strom -
lieferanten entschieden. Über 38 Millionen Fahrgäste im Busbetrieb sind nicht nur eine Bestätigung für 
unser Verkehrsangebot, sondern sorgen gleichzeitig für nachhaltigen Klimaschutz vor Ort. Auch der 
Ausbau der Windenergie schreitet erfolgreich voran. Künftig werden die Stadtwerke noch mehr nach -
haltige und klimaschonende Energie an ihre Kunden liefern können. 
Überblick
Auf einen Blick  03
Unsere fünf Geschäftsfelder  04
Management
Vorwort des Aufsichtsrates  06
Vorwort der Geschäftsführung  08
Unternehmen
Unsere Strategie 2020  12
Versprochen, Gehalten  14
Im Fokus 18 
Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen  24
Ertragslage  26
• Energie- und Wasservertrieb  28
• Versorgungsnetze  30
• Erzeugung  31
• Verkehr  32
• Straßenbeleuchtung  33
Finanz- und Vermögenslage  34
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  36
Nachtragsbericht  38
Risikobericht  39 
Prognosebericht  40
Jahresabschluss
Bilanz  46
Gewinn- und Verlustrechnung  48
Anhang  50
Entwicklung des Anlagevermögens  60
Bericht des Aufsichtsrates  62
Bestätigungsvermerk  64
Organe der Gesellschaft  66
Beteiligungsgesellschaften  67
Impressum  70

6 | 7   der kunde im fokus
 Vorwort des Aufsichtsrates
 management
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2012 war wieder stark von der Umsetzung der Strategie 2020 geprägt. Vor dem Hinter-
grund dieser Zielsetzung haben die Stadtwerke Münster intensiv und mit konkreten Projekten 
weitere Beiträge zur Umsetzung der Energiewende geleistet. Die Stadtwerke Münster bekennen 
sich auch weiterhin zum energiepolitischen Ziel einer umweltfreundlichen und ressourcenscho-
nenden Erzeugungslandschaft in Deutschland.
Allerdings zeigt sich mittlerweile, vor welchen großen Herausforderungen die Branche bei der 
Realisierung steht. Verzögerungen beim Bau der nötigen Infrastruktur oder auch niedrige Groß-
handelspreise für Strom infolge des Überangebots führen für viele Energieversorgungsunter-
nehmen mit eigenen Erzeugungskapazitäten zu nicht unerheblichen finanziellen Belastungen. 
Wenn die Energiewende weiterhin ein Erfolgsmodell bleiben soll, ist die Bundespolitik nun ge-
fordert, faire und realistische Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer zu entwickeln, die 
einen wirtschaftlichen Betrieb moderner, umweltfreundlicher Erzeugungsanlagen ermöglichen.
Im Vertrauen auf verlässliche Rahmenbedingungen wollen die Stadtwerke Münster ihre Stra-
tegie hin zu einer umweltfreundlichen Erzeugung für unsere Stadt im ausgeglichenen Mix von 
Erneuerbaren und modernen KWK-Anlagen weiter fortsetzen.
Zu Beginn des Jahres 2012 wurde infolge des deutlichen Zubaus regenerativer Erzeugungsanla-
gen, insbesondere der noch hoch geförderten Fotovoltaik, die staatliche EEG-Umlage durch den 
Bund spürbar erhöht. Die Stadtwerke Münster haben Anfang 2012 die Belastung aus der EEG-
Erhöhung nicht an ihre Kunden weitergegeben – anders als viele andere deutsche Energieunter-
nehmen. Der Aufsichtsrat hat diesen Schritt begrüßt, da es Ausdruck der Kundenorientierung 
der Stadtwerke Münster ist: da, wo es finanziell darstellbar ist im Sinne des Kunden zu entschei-
den. So blieb der Strompreis über das ganze Jahr konstant. 
VorWort des  
aufsichtsrates

Die Stadtwerke haben 2012 konsequent an der Verbesserung ihrer Servicequalität gearbeitet. 
Die Optimierung sämtlicher kundenbezogenen Prozesse wird mit hoher Priorität verfolgt.
Der Verkehrsbereich der Stadtwerke Münster hat in 2012 einmal mehr ein tolles Feedback für 
seinen Kundenservice erhalten – die Stadtwerke wurden erneut von ihren Kunden an die Spitze 
der deutschen „ÖPNV-Charts“ gewählt. Ein neuer Stadtwerke-Rekord von 38 Mio. Fahrgästen in 
2012 unterstreicht das eindrucksvoll.
Eins sein mit der Stadt und ihren Menschen; das Unternehmen langfristig entwickeln und 
erfolgreich sein; hellwach, kreativ und innovativ für die Kunden arbeiten: all das kann nur mit 
motivierten, begeisterten und von der Zukunft überzeugten Stadtwerkerinnen und Stadtwerkern 
gelingen, deren Herz für diese Stadt schlägt. 
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Betriebsrat und der Ge-
schäftsführung für ihre Leistungsbereitschaft, ihren Mut und ihren Gestaltungswillen im Sinne 
der Bürger dieser Stadt und ihrer Stadtwerke.
Für den Aufsichtsrat
Stefan Weber
Aufsichtsratsvorsitzender
stefan Weber
Aufsichtsratsvorsitzender

8 | 9   der kunde im fokus
 Vorwort der Geschäftsführung
 management
Sehr geehrte Damen und Herren,
Themen, die das vergangene Geschäftsjahr bei den Stadtwerken Münster besonders geprägt 
haben, waren die Umsetzung der Energiewende vor Ort sowie der weitere Ausbau des Kunden-
services im Energie- und Verkehrsbereich. Beim Ausbau der Services stand vor allem der erste 
Meilenstein unseres großen Serviceprojektes, die Weiterentwicklung unserer Kundenkarte 
„PlusCard“ im Vordergrund. Mit Erfolg testen Kunden die erste elektronische Funktion der 
Kundenkarte, unser eTicket. Im März 2013 ging das eTicket in den Markt und wurde umgehend 
zu einem unserer Top-Verkehrsprodukte in Münster . 
lokale energiewende
Auch die Fortführung der münsteraner Energiewende hat seit Ende 2012 ein neues Symbol: 
Die 2 MW-Windkraftanlage in Münsters Ortsteil Wolbeck ist in Betrieb genommen worden. 
Sehr erfreulich ist, dass unsere Kunden den Weg der lokalen Energiewende mitgehen. Dies hat 
die großartige Resonanz auf unseren „Klimasparbrief“, einem unserer Modelle der Bürger-
beteiligung, gezeigt. In nur sechs Tagen war der Klimasparbrief, mit dem wir die Bürger am 
finanziellen Erfolg der Windkraftanlage Wolbeck beteiligen, überzeichnet.
In einem Masterplan mit der Stadt Münster sind zudem weitere Windkraft-Standorte identifiziert 
worden. Damit haben wir weitere Schritte realisiert, um unser strategisches Ziel, unsere Kunden 
in Münster im Jahre 2020 atomstromfrei zu versorgen, zu erreichen. 
Aber: Die Rahmenbedingungen haben sich verändert, teilweise so verschärft, dass die Umset-
zung der Energiewende nicht nur technisch, sondern auch finanziell eine große Herausforde-
rung für die Energielandschaft bedeutet, auch in Münster . Ob nun der intensive Wettbewerb um 
Standorte und Anlagen bei der Windenergie oder auch die Netzanbindung dieser vielen neuen 
Anlagen – diese Faktoren bedeuten erhebliche Mehrbelastungen, die es zu meistern gilt. Da 
Münster Standort eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks ist, wird unser Unternehmen auch 
massiv von den niedrigen Großhandelspreisen für Strom infolge des Überangebotes getroffen. 
kundenorientierte Preispolitik
Die konsequente Kundenorientierung prägte auch die Preispolitik der Stadtwerke im Jahre 2012. 
Die Strompreise und der Wasserpreis blieben konstant, der Wasserpreis bereits im vierten Jahr 
in Folge. Der Strompreis blieb aber nur deshalb stabil, da die Stadtwerke Anfang 2012 die ge-
stiegenen Belastungen durch die Erhöhung der staatlichen Erneuerbaren Energie-Umlage nicht 
an die Kunden weiter gegeben haben. Die gestiegenen Preise am Großhandelsmarkt für Gas 
zwangen uns aber, die Preise für Erdgas und Fernwärme moderat anzuheben.  
VorWort der  
geschäftsführung

ausgezeichnetes kundenfeedback
Eine steigende Zahl von Privatkunden im Strombereich in Münster und im Umland, ein sehr 
gutes Feedback der Verkehrskunden mit dem Ergebnis, dass wir erneut Spitzenreiter beim 
Kundenservice in Deutschland sind, begeisterte Testkunden für das neue eTicket und nicht zu-
letzt mit fast 38 Millionen Fahrgästen ein neuer Rekord in 2012: Viele Fakten, die uns die Sicht 
der Kunden auf die Leistungen der Stadtwerke widerspiegeln. Auch unsere drei Kundenser-
vicezentren bleiben stark nachgefragte Kompetenzcenter für alle Fragen rund um Energie und 
den Verkehr . Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Ausbau unserer innovativen, umweltfreund-
lichen Busflotte: Zwei Hybridbusse sorgen geräuscharm für einen noch höheren Umweltstan-
dard bei den Bussen.
hohe motivation
Die Rückmeldungen der Kunden sind unser Antrieb, die beschlossene Strategie mit den drei 
folgenden Schwerpunkten mit aller Kraft und Konsequenz fortzuführen: 
•  Angebote für Infrastrukturen aus einer Hand in Münster und in der Region
•  Schaffung innovativer, kommunaler Mehrwerte für unsere Kunden
•  Massiver Ausbau erneuerbarer Energien 
Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Ausbau unserer Serviceleistungen unsere lokale Basis stär-
ken.  Mit intelligenten und flexiblen Produkten, die unser Verkehrs- und Energieangebot weiter 
vernetzen, werden wir unsere Kunden langfristig binden.  Ein wichtiges Instrument ist der aktive 
Kundendialog. Über Kundenforen und Befragungen erhalten wir ein direktes und offenes Feed-
back von unseren Kunden, eine wichtige Basis für die Verbesserung unsere Serviceleistungen. 
Für die Zukunft rechnen wir damit, dass sich die Rahmenbedingungen für die Energiewende wei-
ter verändern und nach der Bundestagswahl im Herbst neue Entscheidungen fallen – auf diese 
werden wir flexibel reagieren, ohne unsere Strategie aus den Augen zu verlieren. 
Unser Ziel bleibt es, nicht nur mit unserer Wirtschaftskraft einen Beitrag für Münster und die 
Region leisten, sondern unsere Kunden hier vor Ort eine attraktive, günstige und umweltfreund-
liche Erzeugung und kundennahe Dienstleistungen zu bieten.
 
Dr . Henning Müller-Tengelmann Dr . Andreas Hoffknecht
Kaufmännischer Geschäftsführer Technischer Geschäftsführer
dr. henning müller-tengelmann
dr. andreas hoffknecht
kaufmännischer Geschäftsführer
technischer Geschäftsführer

10 | 10   headline 1 
 Headline 2
unsere kunden haben das Wort.
Nachfragen und genau hinhören. Die Stadtwerke Münster 
haben den Geschäftsbericht 2012 den Kunden gewidmet 
und diese zu Wort kommen lassen, per Fragebogen aber 
auch per Gespräch, denn:  Wir sind auf die Straße gegangen 
und haben nachgefragt, wie die Kunden ihre Stadt und Ihre 
Stadtwerke sehen.  Lassen Sie sich überraschen von den 
Ergebnissen. Für uns sind diese Aussagen wichtige Impulse 
für unsere Arbeit.
10 | 11   der kunde im fokus
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 kundeninterviews
geschwindigkeit bedeutet für mich…
mein Wunschzettel an die stadtwerke:
mein
münster 
ist …
nachhaltigkeit ist…
mein beitrag zur energiewende:
mein Wunsch an die stadtwerke:
diler benji und sohn
dr. jochen reidegeld

die stadtwerke münster sind für mich…
mein münster ist...
die beste küche der stadt…
meine letzte busfahrt:
mein lieblingsort in münster… 
die stadtwerke münster sind für mich…
meine tickets kaufe ich immer…
münster ist für mich…
christina mertens
Werner marzinkoWski
guido ricken

12 | 13   der kunde im fokus
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 unsere strategie 2020
Als zukunftsorientiertes Unternehmen haben die Stadtwerke 
Münster eine klare Vision für die nächsten Jahre. Für das 
neue Jahrzehnt haben wir eine Strategie festgelegt, die das 
gut aufgestellte Unternehmen zugleich wirtschaftlich absi-
chert und mit modernen Ideen weiter voranbringt. Bis zum 
Jahr 2020 planen wir so viel Strom umweltfreundlich selbst 
zu produzieren, wie von unseren Kunden verbraucht wird.
unsere strategie 2020

Infrastruktur aus einer Hand – die Stadtwerke 
Münster werden ihr Angebot in der
Region Münsterland weiter ausbauen.
•   In Zukunft werden die Stadtwerke Münster 
ihr Know-how im Bereich Versorgungsnetze 
auch über die Grenzen von Münster hinaus 
anbieten. Sie sind erfahrener lokaler Partner 
für eine „Rekommunalisierung“ der Ener-
gienetze.
•   Das Unternehmen nutzt so die Chance, im 
Kerngeschäft organisch und rentabel zu 
wachsen.
•   Die Stadtwerke Münster stehen in Müns-
ter und Umgebung als erfahrener lokaler 
Partner für weitere Infrastrukturaufgaben 
zur Verfügung.
Wir entwickeln für unsere Kunden innovative 
kommunale Mehrwertdienste, mit denen wir 
uns vom Wettbewerb deutlich abgrenzen.
•  Als Teil dieser Stadt kennen wir unsere Kun-
den sehr genau. Ihre Wünsche sind für uns 
Maßstab allen Handelns.
•   Das Unternehmen wird seine Angebote ver-
stärkt mit städtischen Leistungen und denen 
ausgewählter ortsansässiger Unternehmer 
verknüpfen und dem Kunden dadurch Mehr-
werte über die reine Energielieferung hinaus 
bieten.
•   Mit der Einführung einer innovativen elektro-
nischen Kundenkarte bieten die Stadtwerke 
Münster ihren Kunden noch mehr Komfort, 
z. B. bei der elektronischen Bezahlung der 
Bustickets.
Die Stadtwerke Münster werden eine nach-
haltige CO2-Senkung sowie einen massiven
Ausbau erneuerbarer Energien in und außer-
halb von Münster vorantreiben.
•  Bei all unseren Aktivitäten liegt der Fokus 
auf Umweltschutz und dem schonenden 
Umgang mit den Energieressourcen.
•  Die Stadtwerke Münster forcieren den 
Ausbau der regenerativen Energieerzeugung 
durch Fotovoltaik- und Windkraftanlagen.
•  Die Stadtwerke Münster möchten bis 2020 
den Busanteil am gesamten Verkehrs-
aufkommen der Stadt um mindestens 20 
Prozent steigern.

14 | 15  der kunde im fokus
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012 
 Versprochen – gehalten
Die Stadtwerke Münster haben ihre drei strategischen Ziele 
• Infrastruktur - auch in der Region
• Kommunale Mehrwertdienste
• CO2 senken und Erneuerbare Energien ausbauen
auch 2012 konsequent und mit Engagement vorangebracht.
Weitere Projekte im Bereich der regenerativen Erzeugung konnten 
erfolgreich realisiert werden und liefern inzwischen ihren Beitrag 
zum Ziel einer umweltfreundlichen Energieversorgung für Münster 
und zur Energiewende in Deutschland. Die regionale Ausrichtung der 
Stadtwerke Münster verzeichnete im vergangenen Jahr ein erfreulich 
stabiles Wachstum. Über die Weiterentwicklung der elektronischen 
PlusCard in Verbindung mit dem elektronischen Ticket (eTicket) un-
seres Verkehrsbetriebs wurde eine grundlegend neue und hochinno-
vative Basis für die Nutzung der Stadtwerke-Busse geschaffen – ein 
schönes Beispiel für die Schaffung kommunaler Mehrwerte vor Ort 
durch die Stadtwerke Münster .
VersProchen – gehalten:
nachhaltige energie  
kommunaler mehrWert
regionale Präsenz

neue Windkraftanlagen
Bereits in 2011 haben die Stadtwerke Münster 
ihr Engagement für die regenerative Energie-
erzeugung mit mehreren größeren Investiti-
onsprojekten unterstrichen. In 2012 wurden 
die folgenden weiteren Projekte realisiert:
Im Münsterschen Ortsteil Wolbeck nahmen 
die Stadtwerke Münster im Dezember 2012 
eine neue Windkraftanlage in Betrieb. Die 
Anlage befindet sich im Außenbezirk und pro-
duziert nun jährlich ca. 4,2 Mio. kWh umwelt-
freundlichen Strom ohne weiteren Verbrauch 
natürlicher Ressourcen. Darüber lassen sich 
rund 1.200 Haushalte in Münster regenerativ 
versorgen, und dies bei einer CO
2-Entlastung 
der Umwelt um jährlich etwa 3.100 Tonnen.
Im niedersächsischen Ort Löningen erwar-
ben die Stadtwerke Münster Ende 2012 einen 
hochmodernen Windenergiepark mit sieben 
Windkraftanlagen, die zusammen jährlich 
über 30 Mio. kWh erzeugen und damit rund 
8.600 Haushalte versorgen werden. Die damit 
verbundene CO
2-Einsparung beläuft sich 
auf erfreuliche 21.600 Tonnen pro Jahr . Den 
Löninger Bürgern wird in 2013 die Möglichkeit 
einer Beteiligung angeboten werden.
Im Rahmen der Beteiligung der Stadtwerke 
Münster am Gemeinschaftsunternehmen 
Green Gecco GmbH & Co. KG, einer Koope-
ration zwischen 26 Stadtwerken und der 
RWE Innogy AG, wurden in 2012 ebenfalls 
mehrere Windparks in Betrieb genommen. 
Im nordrhein-westfälischen Titz am Rande 
des Braunkohlereviers bei Aachen ging ein 
großer Windpark mit einer jährlichen Strom-
erzeugung von über 52 Mio. kWh ans Netz, 
der bei einer CO
2-Einsparung von über 37.000 
Tonnen jährlich fast 15.000 Haushalte mit 
Ökostrom versorgen wird. Ebenfalls über un-
sere Beteiligung Green Gecco erfolgte in 2012 
die Inbetriebnahme des Windparks Hörup in 
Schleswig-Holstein. Die Strom-Jahrespro-
duktion liegt bei 16,5 Mio. kWh und deckt den 
jährlichen Bedarf von rund 4.700 Haushalten 
bei einer CO
2-Einsparung von 11.700 Tonnen 
pro Jahr .
Ein Erfolgsmodell:  
Die Bürger investieren in 
die Energiewende vor Ort. 
Der Klimasparbrief war 
innerhalb von sechs Tagen 
überzeichnet.
grafik folgt:
zwei Windkraftanlagen (klein 
und groß), die die entwicklung 
von 2011 auf 2012 darstellen
riesen erfolg
bürger inVestieren 3,3 mio. euro 
in Windkraftanlage Wolbeck

16 | 17   der kunde im fokus
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012 
 Versprochen – gehalten
Zur Finanzierung dieser und weiterer Enga-
gements haben die Stadtwerke Münster in 
2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 
70 Mio. Euro aufgenommen. Die Emission 
war sehr erfolgreich, was sich u.a. in einer 
Überzeichnung des nachgefragten Volumens 
von über 100 Prozent manifestierte und eine 
erfreuliche Marktresonanz für die Stadtwerke 
Münster darstellt. 
Erfolg in der Region
Die positive Wahrnehmung der Stadtwerke 
Münster in der Region Münsterland konnte 
in 2012 weiter ausgebaut werden. Nachdem 
sich Ende 2011 etwa 5.000 Privatkunden aus 
dem Münsterland im Vertriebssegment Strom 
neu für die Stadtwerke Münster als Vertrags-
partner entschieden hatten, verstärkte sich 
diese Entwicklung bis Ende 2012 hin zu einem 
Bestand in der Region von fast 8.000 Kunden. 
Unterstützt wurde diese Entwicklung durch 
Einbindung von seriösen und etablierten Ver-
triebspartnern in den Kommunen vor Ort und 
ein unaufdringliches, die positiven Attribute 
der Region aufnehmendes Marketingkonzept.  
An zwei Konzessionsverfahren für Strom- und 
Gasnetze in der Region haben sich die Stadt-
werke Münster beteiligt, sind dabei aber trotz 
guter Wettbewerbsplatzierungen bisher nicht 
zum Zuge gekommen. Aufbauend auf den 
gewonnen Erfahrungen werden die Stadtwer-
ke Münster sich bei weiteren Verfahren in der 
Region erneut dem Wettbewerb stellen.
Kommunaler Mehrwert für Münster
In 2012 läuteten die Stadtwerke Münster 
eine neue Ära für die Nutzung des öffentli-
chen Personennahverkehrs in der Stadt ein. 
Im Zuge der vor ca. zwei Jahren begonnen 
Entwicklung der elektronischen Stadtwerke 
PlusCard wurde das elektronische Busticket 
zur Marktreife gebracht.
Von August bis Dezember 2012 wurden etwa 
700 Testkunden von den Stadtwerken Müns-
ter eingeladen, kostenlos das neuentwickelte 
eTicket im Echtbetrieb auf „Herz und Nieren“ 
zu prüfen. Das eTicket wird für die Kunden 
Busfahren auf einem völlig neuen, hochmo-
dernen und unkompliziertem Niveau ermög-
lichen: Kein „Durchkämpfen“ durch einen 
unübersichtlichen „Tarif-Dschungel“ mehr, 
sondern einfach in den Bus steigen, elektro-
nisch Einchecken, automatisch zum individu-
ell besten Preis fahren und bequem am Mo-
natsende eine transparente Online-Rechnung 
über die getätigten Fahrten erhalten.
Faire Preise und ein 
ausgezeichnetes Image 
überzeugen Kunden in 
der Region: Ende 2012 
beziehen fast 8.000 Kun-
den Strom aus Münster . 
Tendenz weiter steigend.

grafik folgt:
entwicklung eticket seit der 
einführung: märz, april und 
mai 2013 darstellen (z.b mit 
dem wachsenden symbol des 
etickets).
Dieser neuen ÖPNV-Welt sind die Stadtwerke 
Münster als deutschlandweiter Innovations-
führer auf diesem Gebiet in 2012 ein großes 
Stück näher gerückt. Für den Kunden wird 
damit Busfahren maximal einfach, die IT-
technischen Prozesse im Hintergrund mit 
Entwicklung und Integration verschiedenster 
EDV-Systeme sind hingegen eine komplexe 
Aufgabe. Deshalb war den Stadtwerken eine 
umfangreiche und ausgiebige Testphase sehr 
wichtig.
Die Rückmeldungen der 700 eTicket-Testkun-
den waren für die Optimierung des Systems 
sehr hilfreich. Zugleich war die Resonanz 
der Tester auf das neue System aber auch 
überwältigend positiv und in höchstem Maße 
motivierend für die Stadtwerke Münster, mit 
ihrer Strategie ein weiteres, erfolgreiches 
Stück Zukunft für die Menschen in Münster 
gestalten zu können.

18 | 19  der kunde im fokus
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012 
 im fokus
Die Stadtwerke Münster haben die Schaffung von kommunalen Mehr-
werten zum festen Bestandteil ihrer Strategie gemacht. Als zu 100 
Prozent kommunales Unternehmen stehen wir auch zu 100 Prozent 
hinter den Menschen in Münster und wollen unsere Kernprodukte 
Energie- und Wasserversorgung und den öffentlichen Personennah-
verkehr (ÖPNV) in Münster für unsere Kunden einzigartig und positiv 
erlebbar machen. Mit diesem Ziel vor Augen haben die Stadtwerke 
Münster inzwischen eine Vielzahl von Produkt- und Serviceinnovationen 
auf den Weg gebracht.
im fokus:
kommunale mehrWerte für
unsere kunden schaffen

Eine klar strukturierte Produktwelt mit 
„Münster-Feeling“
Alle Produkte der Stadtwerke Münster, von 
Energie über Wasser bis zum Busticket, 
haben einen klaren Zuschnitt auf die individu-
ellen Bedürfnisse und Anforderungen unserer 
Kunden in Münster und in der Region. Für 
unsere ökologisch ausgerichteten Kunden 
steht ein Ökostromprodukt mit individuel-
ler Beratung durch unseren Kundenservice 
oder unser eigenes Callcenter vor Ort zur 
Verfügung, die IT-erfahrenen Studenten 
in den zahlreichen Hochschulen der Stadt 
greifen gerne auf unser Online-Produkt 
„Münster:direkt“ zurück, mit dem preisgüns-
tigen 60plus-Abo haben die Stadtwerke Müns-
ter geradezu einen „Run“ der älteren Genera-
tion auf unser ÖPNV-Angebot ausgelöst. Die 
Stadtwerke Münster sind vor Ort und kennen 
ihre Stadt. Sie sind den Menschen für das 
was sie tun, unmittelbar verantwortlich. In 
diesem täglichen Bewusstsein entwickelt das 
Unternehmen seine Produkte. In dieser Posi-
tion erkennt es seine Chance, im Wettbewerb 
nachhaltig erfolgreich zu sein. Kreativität und 
Innovationsgeist in der Produktgestaltung 
für die Kunden, faire und seriös kalkulierte 
Preise und: Münster im Herzen – das sind die 
zentralen Komponenten unserer Unterneh-
menspolitik.
Elektronische Stadtwerke PlusCard –  
der Beginn einer Servicerevolution
Bereits vor etwa zwei Jahren entstand bei den 
Stadtwerken Münster die Idee, unsere lokalen 
Produkte und Services auf eine ganz neue 
Plattform zu stellen und noch vielfältiger und 
intensiver für unsere Kunden erlebbar zu 
machen. Kernelement soll eine elektronische 
Nutzbarkeit der Stadtwerke PlusCard werden. 
Erfahrungen gab es aus dem Ausland, wie 
z.B. die Nutzung der U-Bahn in London mit 
der Oyster-Card als elektronischem Ticket.
In sorgfältiger Projektierung wurde das 
Vorhaben geplant. Ziel war die Verbindung 
der von den Kunden bisher eher getrennt 
wahrgenommenen Servicewelten „Energie“ 
und „ÖPNV“ und die Erweiterung der damit 
verbundenen Produktpalette um hochwertige, 
über die elektronische PlusCard erreichbare 
münster-spezifische Serviceangebote.
Phasenweise bis zu 16 Projektteams kümmer-
ten sich um die Entwicklung des elektroni-
schen Bustickets (eTicket) als Bestandteil der 
PlusCard, um die Konzeption eines attraktiven 
elektronischen Bonuspunkte-Systems, die An-
sprache hochwertiger, interessanter Partner 
für die PlusCard aus der Münsteraner Ge-
schäftswelt, die Auswahl und Zusammenstel-
lung der erforderlichen IT-Komponenten und 
selbstverständlich auch um eine für unsere 
Kunden maximal sichere Datenübertragung im 
Sinne des Bundesdatenschutz-Gesetzes. Die 
Systemwelt der elektronischen PlusCard wur-
de 2012 vom TÜV Rheinland erfolgreich einer 
umfangreichen Datenschutzprüfung unterzo-
gen und zertifiziert.
Ab Sommer 2012 wurde das elektronische 
Busticket (eTicket) als erste marktreife Kom-
ponente der elektronischen PlusCard mit Un-
terstützung von ca. 700 Testkunden mehrere 
Monate einer intensiven Prüfung im Echt-
betrieb unterzogen. Die Kundenreaktionen 
waren überwältigend positiv. Nach Einstieg in 
Ein Muss: Zertifizierter 
Datenschutz bei der elek-
tronischen PlusCard. Der 
TÜV Rheinland bescheinigt 
uns maximale Sicherheit, 
die Zertifizierung ist er-
folgreich.

20 | 21   der kunde im fokus
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012 
 im fokus
den Bus checkt der Kunde mit dem eTicket 
an einem elektronischen Lesegerät bequem 
ein und kann nun 90 Minuten im komplet-
ten Stadtgebiet von Münster beliebig unser 
ÖPNV-Angebot nutzen. Zwischenzeitliches 
Umsteigen auf eine andere Linie ist innerhalb 
der 90 Minuten jederzeit ohne neuen Check-
in möglich.
Im Laufe des Jahres 2013 wird diese Ticket-
Variante um ein elektronisches FlexAbo ohne 
Zeitbegrenzung erweitert, bei dem dann jede 
Fahrt exakt und einzeln abgerechnet wird; 
neben den elektronischen Check-in tritt dann 
auch ein elektronischer Check-out an einem 
der Lesegeräte im Bus. Die Preisstellung für 
das Busfahren wird dann tageszeitabhängig 
über die elektronische PlusCard differenziert. 
Z.B. wird morgens nach der Rush-Hour die 
ÖPNV-Nutzung preislich sehr günstig und 
damit für weitere Kundenpotenziale attraktiv. 
Am Ende des Monats erhält der PlusCard-
Kunde automatisch und online per E-Mail 
eine transparente Abrechnung seiner getätig-
ten Fahrten. Langes Suchen nach dem richti-
gen Ticket-Typ am Fahrkartenautomaten wird 
mit der elektronischen PlusCard überflüssig; 
es wird immer automatisch der günstigste 
Tarif abgerechnet.
In 2013 und 2014 werden weitere attraktive 
Servicekomponenten der PlusCard für die 
Kunden der Stadtwerke Münster realisiert 
werden. Das elektronische Parken in den 
Parkhäusern unserer Tochtergesellschaft 
WBI GmbH mit bargeldloser und minuten-
genauer Abrechnung ist in der Umsetzung 
schon gut vorangeschritten, ebenso das 
bargeldlose Taxifahren über die Taxizentrale 
Münster . Weitere Themen in Vorbereitung 
sind das Carsharing mit Elektroautos mit 
Zugang und bequemer Zahlung über die 
PlusCard. Für alle Services wird es jeweils 
monatlich eine transparente und nachvoll-
ziehbare Abrechnungsübersicht geben. 
Ergänzt werden soll das Serviceangebot der 
elektronischen PlusCard durch ein attraktives 
Bonussystem in Zusammenarbeit mit ver-
schiedenen Geschäftspartnern in Münster .
Die elektronische PlusCard wird die zentra-
le Plattform für die Schaffung innovativer, 
kommunaler Mehrwerte durch die Stadtwer-
ke Münster werden und dazu beitragen, das 
Leben in dieser wunderschönen Stadt für 
unsere Kunden noch bequemer, einfacher 
und attraktiver zu machen.
Einfach näher dran – ein Mehrwert an sich
Die Stadtwerke Münster sind seit über 100 
Jahren ein gewachsener und organischer Be-
standteil dieser Stadt. Über 1.000 Stadtwer-
kerinnen und Stadtwerker engagieren sich 
Tag für Tag, um den Münsteranern zuverläs-
sig, sicher und zu fairen Preisen ihre Energie, 
ihr Wasser nach Hause zu liefern und ein 
hochwertiges ÖPNV-Angebot zur Verfügung 
zu stellen. Wir sind für die Kunden in Münster 
direkt ansprechbar, über unser Servicecenter 
am Hafenplatz, über das Kundencenter mo-
bilé am Hauptbahnhof und – auch samstags 
Ohne Zeitbegrenzung nach 
Lust und Laune Busfahren 
in Münster . Ab September 
2013 wird das FlexAbo 
 dem eTicket folgen.
Bereits jetzt besteht eine 
hohe Nachfrage bei den 
Kunden.
grafik folgt:
vorhandene grafik des etickets 
vor dem Validatoren (ggf. mit 
hinweis: 700 testkunden)

– über unseren CityShop in zentraler Innen-
stadtlage an der Salzstraße. Die Menschen 
können mit ihren Fragen direkt zu uns kom-
men; unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
sind vielfach selbst Münsteraner und bieten 
den Kunden auf Basis des eigenen lokalen 
Hintergrunds in der Beratung einen weiteren 
kommunalen Mehrwert an. Die hohe Zahl der 
Kundenbesuche, insbesondere im vor zwei 
Jahren eingerichteten CityShop, sowie die 
positive Kundenresonanz seit Eröffnung sind 
dafür eine schöne Bestätigung. Der CityShop 
ist auch für unsere Kunden aus der Region zu 
einem attraktiven Anlaufpunkt geworden, um 
sich währen des Shopping-Besuchs in Müns-
ter über unsere regionalen Produktangebote 
zu informieren.
Die Stadtwerke Münster als fester Bestandteil 
der Stadt verstehen den Begriff „Kundenser-
vice“ nicht einfach als Mittel zum Zweck. Als 
kommunales Unternehmen fühlen sich die 
Stadtwerke verantwortlich dafür, die ihnen 
anvertrauten Aufgaben für die Menschen in 
Münster bestmöglich, d.h. mit spürbaren 
kommunalen Mehrwert, zu erfüllen. Darunter 
verstehen wir eine hohe Zuverlässigkeit unse-
rer Produkte, Nachhaltigkeit im Hinblick auf 
unsere natürlichen Ressourcen, Angemes-
senheit der Preise und positive Zukunftsge-
staltung für Münster durch kundenorientierte 
Kreativität und Innovation in Produkten und 
Services.
Modern, persönlich und 
ganz nah beim Kunden: 
Der CityShop hat sich bei 
den Kunden in und außer-
halb von Münster etabliert.
grafik folgt:
besucherzahlen cityshop: mai 
2011 (eröffnung), mai 2012, mai 
2013 – ggf. mit wachsenden 
cityshop-tüten darstellen

22 | 23   Der kunDe IM Fokus
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 Lagebericht

LageberIcht
2012
Geschäft und Rahmenbedingungen 24
Ertragslage 26
• Energie- und Wasservertrieb 28
• Versorgungsnetze 30
• Erzeugung 31
• Verkehr  32
• Straßenbeleuchtung 33
Finanz- und Vermögenslage 34
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 36
Nachtragsbericht  38
Risikobericht 39
Prognosebericht 40
Durch Rundungen können sich bei 
den Zahlen Abweichungen ergeben.

24 | 25   LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 geschäft und rahmenbedingungen
geschäFt unD rahMenbeDIngungen
Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur 
Die Stadtwerke Münster sind als 100-prozentige Tochter der Stadt 
Münster das Unternehmen zur Versorgung der Bürger mit Ener-
gie und Wasser, für den öffentlichen Personennahverkehr und für 
weitere kommunale Dienstleistungen für die Bürger und Kunden in 
Münster und der Region.
Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke gliedert sich in die 
fünf Geschäftsfelder Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnet -
ze, Erzeugung, Verkehr und Straßenbeleuchtung.
Der Lagebericht stellt die Geschäftsfelder entsprechend den be -
trieblichen Strukturen dar. Die Tätigkeiten der Stadtwerke Münster 
als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 6b Abs. 7 Satz 
4 EnWG werden in den Abschnitten „Ertragslage“ sowie „Finanz- 
und Vermögenslage“ erläutert.

unternehmensstrategie
Die strategie 2020 mit den drei säulen:
•  Die Stadtwerke Münster sind der umfassen -
de Infrastrukturdienstleister in der Region 
Münsterland.
•   Unseren Kunden bieten wir innovative kom -
munale Mehrwertdienste, mit denen wir uns 
vom Wettbewerb deutlich abgrenzen. 
•  Die Stadtwerke Münster werden eine nachhal -
tige CO
2-Senkung sowie einen massiven Aus -
bau erneuerbarer Energien in und außerhalb 
von Münster vorantreiben.
wurde auch im Geschäftsjahr 2012 konse -
quent und engagiert vorangebracht. Maßnah -
men und Projekte für die drei Strategiefelder 
wurden identifiziert und in einen langfristigen 
Geschäftsplan überführt. Die damit verbun -
denen Innovations- und Entwicklungsansätze 
ermöglichen es den Stadtwerken Münster,  den 
massiven negativen Auswirkungen der Energie -
politik auf die Preisentwicklung bei der Strom -
erzeugung, die auch unsere hocheffiziente und 
damit umweltschonende GuD-Anlage treffen, 
gegenzusteuern und ein mittelfristig zufrieden -
stellendes Ergebnisniveau zu sichern.
Projekte der regenerativen Energieerzeugung 
konnten bereits realisiert werden – u.a. vor Ort 
in Münster. Sie erzeugen umweltfreundliche 
Energie für Münster und tragen zum weiterhin 
positiven Unternehmensergebnis bei. 
Der Erfolg beim Vertrieb unserer Produkte in 
der Region Münsterland konnte weiter aus -
gebaut werden. Bis Ende 2012 haben sich fast 
8.000 Privatkunden für die Stadtwerke Münster 
als ihren Stromlieferanten entschieden. Am 
Wettbewerb um Konzessionen für Strom- und 
Gasnetze in der Region haben die Stadtwerke 
Münster sich in zwei Fällen beteiligt und konn -
ten sich, wenn auch ohne Zuschlag, jeweils auf 
vorderen Plätzen positionieren. Auf Grundlage 
dieser positiven Erfahrungen werden sich die 
Stadtwerke Münster an weiteren Verfahren 
beteiligen.
Mit dem völlig neu entwickelten eTicket für 
unsere Kunden im öffentlichen Personennah -
verkehr konnte im Rahmen des PlusCard-Pro -
jektes ein wichtiger Schritt zur Schaffung kom -
munalen Mehrwerts für unsere Kunden erreicht 
werden. Das eTicket hat nach umfangreichen 
Praxistests durch ca. 700 Testkunden im zwei -
ten Halbjahr 2012 die Marktreife erreicht.
gesamtwirtschaftliches umfeld
Die Finanzkrise einzelner Staaten im Euro-
Wirtschafts- und Währungsraum hat zwar die 
Diskussion im Geschäftsjahr 2012 geprägt, aber 
zumindest in der Bundesrepublik Deutschland 
die wirtschaftliche Entwicklung  trotz der damit 
verbundenen Unsicherheiten nicht entschei -
dend eintrüben können. Insbesondere der 
Arbeitsmarkt hat sich als sehr robust gezeigt. 
Sowohl die Binnenkonjunktur als auch die Ex -
portwirtschaft waren stabil.  
Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der 
Stadtwerke Münster ist allerdings stark vom 
Handels- und Dienstleistungssektor sowie von 
Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Ent -
wicklung wirkt sich daher grundsätzlich nur in 
begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung 
aus. Lediglich der Absatz an unsere Industrie -
kunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der 
Konjunkturentwicklung.

ertragsLage
26 | 27   LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 ertragslage
Überblick über den Geschäftsverlauf 
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 erreicht mit einem Jahres -
überschuss von 2,8 Mio. Euro das Niveau der Ergebniserwartungen  
des Wirtschaftsplans. Im operativen Geschäft konnten die Ergeb -
nisziele mit erheblichen Anstrengungen angesichts der wirtschaft -
lichen Belastungen, die sich für die konventionelle Stromerzeugung 
infolge der Energiewende ergeben haben, im Wesentlichen erreicht 
werden. Der Energie- und Wasservertrieb zeigte sich 2012 insge -
samt stabilisiert und erwirtschaftete einen zufriedenstellenden 
Ergebnisbeitrag. Die Risikovorsorge für die Beteiligung Steinkoh-
lekraftwerke Hamm („black gekko“) und den damit verbundenen 
Strombezug wurde fortgeschrieben. Die bei der Finanzbeteiligung 
FMO zu  realisierende Ergebnisbelastung betrug 1,8 Mio. Euro. Die 
Entwicklung der Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr stellte 
sich hingegen sehr positiv dar. Insgesamt kann das Ergebnis 2012 
damit wiederum als noch zufriedenstellend bezeichnet werden.

Die Umsatzerlöse stiegen vor allem aufgrund  
der allgemeinen Preisentwicklung auf dem 
Energiemarkt und des höheren Mengenabsatzes 
im Wärmemarkt um 31,5 Mio. Euro (+ 6,7 Prozent) 
auf 502,7 Mio. Euro. Nach Abzug der Energiesteu-
ern von 30,6 Mio. Euro ergaben sich bereinigte 
Umsatzerlöse in Höhe von 472,1 Mio. Euro. 
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 
77,0 Mio. Euro um 8,4 Mio. Euro (-9,8 Prozent) 
unter dem Wert des vergangenen Geschäftsjah -
res. Sie resultieren vorrangig aus Netzverpach -
tung (30,3 Mio. Euro) und aus der Erstattung von 
Konzessionsabgabe (15,0 Mio. Euro). Die Erträge 
aus der Auflösung von Rückstellungen sanken 
von 20,7 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro.
Der Materialaufwand stieg um 29,7 Mio. Euro 
(+7,7 Prozent) auf 416,6 Mio. Euro. Dazu haben vor 
allem die höheren Bezugskosten von 191,3 Mio. 
Euro (Vorjahr: 172,1 Mio. Euro) beigetragen.   
Die Personalaufwendungen sind im Geschäfts -
jahr 2012 um 3,1 Mio. Euro (+5,8 Prozent) auf 
57,8 Mio. Euro gestiegen. Wesentlich für diese 
Entwicklung war die Steigerung der Löhne und 
Gehälter in Summe um 2,4 Mio. Euro, die aus der 
gestiegenen Anzahl von Mitarbeitern sowie der 
Tarifentwicklung 2012 folgte. 
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermö -
gensgegenstände des Anlagevermögens und 
Sachanlagen lagen mit 24,6 Mio. Euro um 1,7 
Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres. Trotz 
hoher Investitionen des Berichtsjahres reduzier -
ten sich die Abschreibungen, da die Abschrei -
bungen aus Neuinvestitionen nur zeitanteilig zu 
berücksichtigen sind.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stie -
gen um 3,3 Mio. Euro (+6,6 Prozent) auf 52,9 Mio. 
Euro an. Die darin enthaltene Konzessionsabga -
be an die Stadt Münster sowie die Stadt Dren -
steinfurt in Höhe von zusammen 18,6 Mio. Euro 
wurde voll erwirtschaftet. Steigerungen haben 
sich vor allem bei den Aufwendungen für IT- und 
sonstige Dienstleistungen sowie insbesondere 
den periodenfremden Aufwendungen ergeben, 
wohingegen die Aufwendungen für Beratungs -
leistungen rückläufig waren.
Das Finanzergebnis trägt mit 4,3 Mio. Euro 
wieder deutlich positiv zum Gesamtergebnis bei. 
Diese Entwicklung wurde vorrangig durch im 
Vergleich zum Vorjahr höhere Erträge aus Be -
teiligungen (4,6 Mio. Euro; Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) 
und aus Gewinnabführungsverträgen (5,8 Mio. 
Euro; Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) sowie geringere 
Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwen -
dungen (4,7 Mio. Euro; Vorjahr: 7,3 Mio. Euro) 
getragen. Ein wesentlicher Anteil des Mehrer -
trags im Beteiligungsbereich (1,8 Mio. Euro) re-
sultiert aus der Vereinnahmung eines einmaligen 
Sonderbeitrags zur Haushaltskonsolidierung, 
der zwischen der Tochtergesellschaft WBI und 
der Stadt Münster als Konzernspitze über einen 
Managementkontrakt vereinbart war und durch 
die Stadtwerke Münster wiederum an die Stadt 
Münster abgeführt wurde. Dem gegenüber stand 
eine außerplanmäßige Abschreibung der Kapi -
talzuführung von 1,8 Mio. Euro an der Beteiligung 
FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH. 
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätig -
keit ist um 7,6 Mio. Euro (-60,3 Prozent) auf 5,0 
Mio. Euro gesunken.
Der Austritt der Komplementärin der Energie-
park Wietze GmbH & Co. WP WIE KG führte 
gemäß § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB zur Anwachsung. 
Es ergaben sich außerordentliche Aufwendungen 
von 0,1 Mio. Euro.
Nach Abzug der Steuerlast von insgesamt 2,1 
Mio. Euro ergibt sich der Jahresüberschuss von 
2,8 Mio. Euro.
ZIeLe Des WIrtschaFtspLans
erreIcht

28 | 29   LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 ertragslage
energie- und Wasservertrieb
Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb 
entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2012 in 
einzelnen Segmenten wieder sehr differenziert. 
Im Strommarkt konnte insgesamt eine Stabili -
sierung erreicht werden, bei der Mengenverlus -
te im Sonderkundensegment durch Zugewinne 
bei den Privatkunden aufgefangen werden 
konnten. Besonders positiv hat sich wiederum 
das Segment Ökostrom mit sehr deutlichen 
Mengensteigerungen sowohl in Münster als 
auch darüber hinaus entwickelt. Zu der stabilen 
Entwicklung hat auch der in 2011 begonnene 
Ausbau des Stromvertriebs in der Region bei -
getragen. Die an Privat- und Geschäftskunden 
abgesetzte Menge konnte auf mehr als 35 Mio. 
kWh gesteigert werden. 
Der Wärmemarkt entwickelte sich in den Berei -
chen Gas und Fernwärme unterschiedlich. Die 
Mengensteigerung im Gasvertrieb ist bei insge -
samt annähernd stabiler Kundenzahl vor allem 
der Temperaturentwicklung geschuldet. Bei 
der Lieferung an Kunden außerhalb Münsters 
konnten jedoch deutliche Steigerungen erzielt 
werden. Im Wärmevertrieb wurde die positive 
Mengenentwicklung auch von einer insgesamt 
gestiegenen Kundenzahl – sowohl bei Privat- 
als auch bei Geschäftskunden – getragen. Die 
Menge des an Kunden gelieferten Wassers ist 
nach zwei Jahren mit leichten Steigerungen 
erstmals wieder geringfügig zurückgegangen.
 
stromabgabe in Mio. kWh
2011: 985
2012: 992
umsatzerlöse strom in Mio. euro
2011: 154,8
2012: 157,6
+0,7 %
+1,8 %
DeutLIche steIgerung  
beI externen 
WärMeLIeFerungen

gasabgabe in Mio. kWh
2011: 1.969
2012: 2.188
umsatzerlöse gas in Mio. euro
2011: 87,0
2012: 102,0
Fernwärmeabgabe in Mio. kWh
2011: 570
2012: 624 
 
umsatzerlöse Fernwärme in Mio. euro
2011: 35,6
2012: 41,2
Münster:natürlich, das Ökostromprodukt der 
Stadtwerke Münster, hat im Geschäftsjahr 2012 
die positive Entwicklung der Vorjahre deutlich 
übertroffen. Die Anzahl der Kunden, die sich für 
dieses Produkt entschieden haben, stieg um 
über 35 Prozent. Die abgesetzte Menge stieg 
noch deutlicher um über 70 Prozent auf mehr 
als 80 Mio. kWh.
Im Gasvertrieb konnte die abgesetzte Menge 
(2.188 Mio. kWh) im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 
Prozent gesteigert werden. Einem leichten Rück-
gang im Stammgebiet Münster von vier Prozent 
standen deutliche Zugewinne bei den Kunden in 
der Region gegenüber. Hier konnte der Absatz 
mit einem Plus von 87 Prozent fast verdoppelt 
werden. Die Durchschnittserlöse konnten über 
alle Kundensegmente gesteigert werden.
Im Wärmevertrieb konnten wieder über alle 
Segmente rund drei Prozent mehr Kunden ge -
wonnen werden. Die größere Menge abgesetz -
ter Wärme (624 Mio. kWh) führte zusammen mit 
den in Folge der Preisanpassung zum 1. Januar 
2012 höheren Durchschnittserlösen zu einem 
Anstieg der Umsatzerlöse um 16 Prozent auf 
41,2 Mio. Euro.
Im Wasservertrieb ging im Geschäftsjahr 2012 
die abgesetzte Menge (16,1 Mio. m³) erstmals 
wieder leicht um 1,2 Prozent oder 196.000 m³ 
zurück. Der Rückgang betraf alle Kundenseg -
mente, war aber bei den Privatkunden weniger 
stark ausgeprägt. Bei weiterhin unveränderten 
Preisen blieben die Umsatzerlöse von 31,5 Mio. 
Euro nahezu konstant.
Wasserabgabe in Mio. m³
2011: 16,3
2012: 16,1
 
umsatzerlöse Wasser in Mio. euro
2011: 31,5
2012: 31,5
+17,2 %
+/-0 %
+11,1 %
-1,2 %
+9,4 %
+15,7 %

30 | 31   LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 ertragslage
Versorgungsnetze
Der Ausbau der verschiedenen Versorgungsnet -
ze wurde im Geschäftsjahr 2012 weiter voran -
getrieben. Insgesamt wurden im abgelaufenen 
Geschäftsjahr 9,7 Mio. Euro in die Leitungsnet -
ze, Hausanschlüsse und zugehörigen Anlagen 
investiert. 
Die Erlöse im Geschäftsfeld Versorgungsnetze 
blieben im Geschäftsjahr 2012 mit 49,9 Mio. 
Euro nahezu konstant. Trotz der konstanten 
Erlösentwicklung ist aufgrund des kontinuier -
lichen Drucks der Regulierungsbehörden eine 
Verschlechterung der Ertragslage zu erwarten.  
Dieser Entwicklung werden die Stadtwerke 
Münster so weit wie möglich durch geeignete 
Kostensenkungsmaßnahmen entgegenwirken.
netzlängen
  2011 2012
  km km
Strom 3.511 3.538
Erdgas 868 877
Wärme 102 107
Wasser 1.086 1.084 
summe 5.567 5.606
anzahl der hausanschlüsse
  2011 2012
  Stück Stück
Strom 58.935 59.396
Erdgas 35.092 35.515
Wärme 3.090 3.186
Wasser 52.497 52.972 
summe 149.614 151.069
35 proZent 
Mehr ÖkostroMkunDen

erzeugung
Im  Geschäftsjahr 2012 konnten im Geschäfts -
feld Erzeugung (Strom- und Wärmeerzeugung, 
Regenerative Energien und Wassergewinnung) 
zwei Windenergieprojekte in Betrieb genommen 
werden. Diese bildeten damit den Schwerpunkt 
der direkten Investitionen des Geschäftsjahres 
2012  von 12,9 Mio. Euro. Für den Erwerb von 
Beteiligungen an drei Windparks wurden 11,2 
Mio. Euro investiert.
Obwohl die Erlöse in der Erzeugung um 3,4 
Mio. Euro bzw. 6,5 Prozent gesteigert werden 
konnten, wurde das Betriebsergebnis negativ, 
da der Materialaufwand insbesondere für die 
eingesetzte Energie um 7,6 Mio. Euro bzw. 12,6 
Prozent deutlich stärker stieg. 
stromerzeugung MWhel
2011: 486.485
2012: 544.175
 
Fernwärmeerzeugung MWhth
2011: 631.128
2012: 653.090
trinkwassergewinnung tm³
2011: 12.122
2012: 12.175
+3,5 %
+0,4 %
+11,9 %
ZWeI neue WInDenergIeprojekte  
aM netZ

32 | 33   LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 ertragslage
Verkehr
Die Zahl der Fahrgäste konnte auch im Jahr 
2012 nochmals auf nun fast 38 Millionen gestei -
gert werden und erreichte damit einen neuen 
Rekord. Diese positive Entwicklung wird weiter -
hin von der gestiegenen Anzahl der Fahrgäste 
mit Abo getragen. Insbesondere bei den Schü -
lern wird das 2010 neu eingeführte GoCard-Abo 
sehr gut angenommen. Allein hier ergeben 
sich um 20 Prozent höhere Fahrgastzahlen, bei 
den Studierenden stiegen diese um 11 Prozent, 
aber auch bei den übrigen Abos haben sich die 
Fahrgastzahlen nochmals um 3,5 Prozent er -
höht. Gegenläufig sank die Zahl der im Bartarif 
oder als Zeitticket verkauften Fahrkarten – eine 
Entwicklung, die von den Stadtwerken Müns -
ter angestrebt war und weiter forciert werden 
soll, um allen Fahrgästen durch den einfachen 
und unkomplizierten Zugang mehr Service und 
Komfort im öffentlichen Personennahverkehr 
zu bieten.
Die Betriebsleistung stieg um 3,6 Prozent auf 9,3 
Mio. Wagen-km. Dafür wurden insgesamt 181 
Busse (128 Gelenkbusse und 53 Solobusse) ein -
gesetzt. Hiervon waren 51 Busse von Vertrags -
partnern im Auftrag der Stadtwerke Münster 
unterwegs. Über 90 Prozent der eingesetzten 
Busse haben die grüne Umweltplakette.
Um die Umweltbilanz für unsere Fahrgäste 
durch die Nutzung des ÖPNV weiter zu verbes -
sern, wurden ab Sommer 2012 Gelenkbusse mit 
seriellem Hybridantrieb in Betrieb genommen, 
deren CO
2-Bilanz gegenüber einem dieselgetrie -
benen Gelenkbus um 20 Prozent verbessert ist 
und einen rein elektrischen Antrieb, z.B. durch 
die Umweltzone in der Innenstadt, erlaubt.
Darüber hinaus arbeiten die Stadtwerke Müns -
ter gemeinsam mit zwei renommierten For -
schungsinstituten, der RWTH Aachen und dem 
Fraunhofer-Institut, an einem Projekt zum 
Einsatz eines Elektrobusses auf einer Stadtbus -
linie, das in 2013/2014 realisiert werden soll. 
Das Projekt wird durch das Bundesministerium 
für Bildung und Forschung gefördert.
Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs stiegen 
im Geschäftsjahr 2012 um 2,1 Mio. Euro oder 7,2 
Prozent auf 31,3 Mio. Euro. Die positive Ent -
wicklung der Umsatzerlöse, die gegenläufigen 
Kostensteigerungen für Treibstoffe und bezoge -
ne Leistungen sowie die positiven Auswirkungen 
der in den Vorjahren begonnenen und fortge -
setzten Kostensenkungsmaßnahmen ergeben 
wie im Vorjahr einen operativen Kostende -
ckungsgrad von 72,8 Prozent, der weiterhin als 
zufriedenstellend bezeichnet werden kann.
 
abonnements in stück
2011: 39.514
2012: 41.008
 
Fahrgastzahlen in Mio. 
2011: 35
2012: 38
umsatzerlöse in Mio. euro
2011: 29,2
2012: 31,3
+7,2 %
+7,2 %
+3,8 %
Fast 38 MILLIonen 
Fahrgäste 
In Münsters bussen

anzahl Leuchten
2011: 26.995
2012: 27.303
 
straßenkilometer
2011: 995
2012: 1.003
umsatzerlöse in Mio. euro
2011: 5,3
2012: 5,3
+0,8 %
+/-0 %
+1,1 %
straßenbeleuchtung
Das Geschäftsfeld Straßenbeleuchtung umfasst 
die Aktivitäten der Stadtwerke Münster in der 
öffentlichen Straßenbeleuchtung sowie Dienst -
leistungen gegenüber Dritten. Umweltschutz, 
Ressourcenschonung und eine damit verbun -
dene Kostenreduzierung stehen weiterhin im 
Fokus des Geschäftsfelds.

34 | 35  LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 Finanz- und Vermögenslage
FInanZ- unD VerMÖgensLage
Kapitalausstattung/Finanzierung
Aus den Gewinnrücklagen der Stadtwerke Münster wurden im Ge-
schäftsjahr 2012 30,0 Mio. Euro entnommen, um die mit der Gesell-
schafterin Stadt Münster vereinbarte Sonderausschüttung darzu-
stellen sowie die aus der Beteiligung an der FMO Flughafen Münster/
Osnabrück übernommene Ergebnisbelastung auszugleichen.
Die schwankende Preisbildung an den Energiemärkten ermöglicht 
es agressiven Wettbewerbern am Gasmarkt, sich unter Inkaufnah -
me höherer Risiken am kurzfristigen Markt zu günstigeren Kondi -
tionen einzudecken, als dies die nachhaltige und längerfristig ori -
entierte Beschaffungspolitik der Stadtwerke erlaubt. Dem daraus 
resultierenden latenten Wettbewerbsrisiko ebenso wie den mark-
to-market bewerteten Preisrisiken im Strommarkt haben die Stadt -
werke Münster durch die Bildung angemessener Drohverlustrück-
stellungen (40,8 Mio. Euro; Vorjahr: 34,3 Mio. Euro) gezielt Rechnung 
getragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti -
tuten stiegen 2012 durch die Aufnahme eines 
Schuldscheindarlehens von 70 Mio. Euro, das 
der langfristigen Finanzierung der strategi -
schen Projekte, insbesondere der regenerativen 
Energieerzeugung dient. Die Emission des Dar -
lehens verlief sehr erfolgreich, was sich auch in 
der Überzeichnung des angebotenen Volumens 
um mehr als 100 Prozent und in der Verzinsung 
zeigte. Demgegenüber gingen die Verbindlich -
keiten aus Lieferungen und Leistungen um 13,9 
Mio. Euro auf 29,6 Mio. Euro zurück.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten ge -
genüber dem Gesellschafter sowie gegenüber 
verbundenen Unternehmen und Unternehmen, 
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, 
wurden im Bilanzausweis wiederum zusam -
mengefasst. Der Bilanzausweis dieser Ver -
bindlichkeiten blieb mit 6,2 Mio. Euro auf einem 
niedrigen Niveau. Sie stiegen lediglich um 1,6 
Mio. Euro an.
Die liquiden Mittel haben sich im Berichtsjahr 
um 39,3 Mio. Euro insbesondere durch die Auf -
nahme des Schuldscheindarlehns auf 60,9 Mio. 
Euro gesteigert.
Vermögen
Das Anlagevermögen bestimmte in 2012 mit den 
Investitionen in Sachanlagen und Beteiligungen 
– jeweils vor allem zur Erzeugung regenerativer 
Energien – wiederum die Vermögensentwick -
lung der Stadtwerke Münster. Es stieg um 30,0 
Mio. Euro (+9,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahr 
auf 331,9 Mio. Euro an und erreichte damit einen 
Anteil von 70,5 Prozent an der Bilanzsumme. Die 
Buchwerte des Sachanlagevermögens ein -
schließlich der immateriellen Vermögensgegen -
stände stiegen um 13,2 Mio. Euro (+5,9 Prozent). 
Der Anstieg der Buchwerte der Finanzanlagen 
war in 2012 noch stärker als 2011, nämlich um 
16,7 Mio. Euro (+21,5 Prozent) auf 94,5 Mio. Euro. 
Die Zugänge entfielen im Wesentlichen auf 
Anteile an verbundenen Unternehmen sowie auf 
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und 
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs -
verhältnis besteht, und dienten insbesondere 
der Entwicklung vereinbarter Projekte, u.a. zum 
Ausbau der regenerativen Energien. 
Die Vorräte blieben mit einem Minus von 0,3 
Mio. Euro (-4,9 Prozent) auf 6,1 Mio. Euro nahe -
zu konstant.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden 
um 14,0 Mio. Euro (-70,0 Prozent) zurückge -
führt, die liquiden Mittel um 39,3 Mio. Euro 
(+181,5 Prozent) auf nunmehr 60,9 Mio. Euro 
aufgestockt. Diese Entwicklung ergibt sich aus 
der Aufnahme des Schuldscheindarlehens und 
der Umschichtungen der verfügbaren Mittel. 
Damit wird die Liquidität zur Finanzierung 
der verschiedenen Strategie-Projekte in einer 
liquiditätsnahen und zinsoptimierten Struktur 
vorgehalten.
Die Vermögens- und Finanzlage bildet weiterhin 
eine valide wirtschaftliche Basis für die weitere 
Strategie- und Geschäftsentwicklung der Stadt -
werke Münster.
LangFrIstIge FInanZIerung 
strategIscher projekte

36 | 36   heaDLIne 1 
 Headline 2
36 | 37  LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
MItarbeIterInnen unD MItarbeIter
Der Personalaufwand des Unternehmens setzt sich aus den laufen-
den operativen Personalkosten sowie den Aufwendungen für Vor-
sorgerückstellungen zusammen. Die laufenden Personalkosten sind 
aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl und der Tarifentwicklung 
insgesamt angestiegen. Der Anstieg ergibt sich bei den Aufwendun-
gen für Löhne und Gehälter mit +2,4 Mio. Euro (+5,8 Prozent) sowie 
bei den Sozialabgaben, während der Aufwand für die regelmäßigen 
Vorsorgerückstellungen annähernd konstant geblieben ist. 
Die Einstellungen von Mitarbeitern erfolgten vor allem zur weite -
ren Verbesserung der Kundenservices, zur Umsetzung der ver -
schiedenen strategischen Projekte im Bereich der erneuerbaren 
Energien sowie zur Abdeckung des Arbeitsvolumens aus den 
zunehmenden Regulierungsauflagen.
Zur Umsetzung der Unternehmensstrategie benötigen die Stadt-
werke Münster Mitarbeiter, die das Basisgeschäft motiviert, kom -
petent und effizient beherrschen und es weiterentwickeln. Mit 
ihren Erfahrungen und ihrem Potenzial erschließen sie die Chan -
cen des Unternehmens im Markt. 
 
personalentwicklung: Vollzeitbeschäftigte
2011: 904
2012: 924
 
personalentwicklung: teilzeitbeschäftigte
2011: 135
2012: 147
+8,9 %
+2,2 %

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind 
die Kehrseite moderner Arbeitswelten. Je mehr 
Freiheitsgrade das Arbeitsfeld bietet, desto mehr 
ist jeder Einzelne auf seine Fähigkeiten angewie-
sen, seine Arbeit selbst zu priorisieren und zu 
organisieren. Falsch verstandenes Engagement, 
mangelnde Qualifikation gepaart mit hoher Ar-
beitsbelastung können zu Burnout-Phänomenen 
führen. Daher wurde in Workshops und Vorträ-
gen auf den verschiedenen Führungsebenen 
über das Thema informiert. Dabei wurden mit 
den Führungskräften entsprechende Handlungs-
möglichkeiten erarbeitet. Im nächsten Schritt 
wird es eine Diagnosephase mit anschließender 
Ausarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen 
geben. Die bereits bestehenden vielfältigen Ge-
sundheitsangebote, wie z.B. Möglichkeiten einer 
Gesundheitsberatung, Untersuchungen zum 
Fitnessstatus für Mitarbeiter und Führungskräfte 
über 50 sowie Selbstreflexions- und Stressbe-
wältigungsseminare, werden weiterhin offeriert 
und auch gut angenommen. 
Der Austausch mit Schulen in Münster im 
Rahmen verschiedenster Projekte wird weiter 
gepflegt. Die Schüler haben die Möglichkeit, 
sich allgemein über Berufsbilder oder spezielle 
Ausbildungsberufe zu informieren.
 
42 Auszubildende waren im Geschäftsjahr 2012 
bei den Stadtwerken Münster beschäftigt, von 
denen 14 für kaufmännische Berufe, teilweise 
ergänzt durch ein duales Studium, und 28 für 
technische Berufe ausgebildet wurden.
Ausbildungsberufe bei den Stadtwerken Münster
•  Industriekaufmann/-frau
•  Kaufmann/-frau für Dialogmarketing
•  Betriebswirt/-in (VWA)/Bachelor of Arts
•  Elektroniker/-in für Betriebstechnik
•   Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-,  
Heizungs- und Klimatechnik
•  Kfz-Mechatroniker/-in (Fachrichtung  
Pkw-Technik)
•  Rohrleitungsbauer/-in
•  Kaufmann/-frau für Bürokommunikation
•  Fahrzeuglackierer/-in
•  Mechatroniker/-in
Aber nicht nur die Unternehmensstrategie 
erhöht Umfang und Komplexität der Aufgaben 
am Arbeitsplatz, auch die Weiterentwicklung 
der Arbeitswelt insgesamt erfordert immer 
wieder Anpassungsleistungen des einzelnen 
Mitarbeiters. Durch technische Veränderungen, 
durch steigende Komplexität von Arbeitsaufga-
ben, Verdichtung von Arbeit, Beschleunigung 
von Innovationszyklen und nicht zuletzt durch 
anspruchsvollere Kunden steigen die Erwar-
tungen und Anforderungen an die Belegschaft. 
Themen werden heutzutage überwiegend durch 
Vernetzung in bereichsübergreifenden Gruppen 
gelöst, eigenständig, mit Eigenverantwortung 
und eigeninitiativ. Umso wichtiger werden für 
jeden Mitarbeiter die Fähigkeiten, Aufgaben 
selbst zu priorisieren, sich selbst zu organisieren 
und eigenverantwortlich systemisch zu handeln. 
Die Qualifikationsanforderungen, vor allem der 
außerfachlichen Kompetenzen, steigen. Eine 
wichtige Aufgabe für unser Unternehmen und für 
den Mitarbeiter selbst besteht darin, die Kompe-
tenzen ein Arbeitsleben lang aktuell zu halten. 
Daher werden weiterhin gezielte Förderprogram-
me für unterschiedliche Zielgruppen angeboten.
Um eine gezielte Begleitung von Mitarbeitern 
durch den Personalbereich zu ermöglichen, 
wurde im Rahmen der Personalgesamtstrategie 
die Vision eines Arbeitslebenszyklus entwor-
fen. In regelmäßigen Abständen ermöglicht der 
Personalbereich dem (neuen) Mitarbeiter und 
seiner Führungskraft ein Feedbackgespräch. In 
diesem Gespräch geht es um die eigene Ein-
schätzung des Mitarbeiters zu den Anforderun-
gen seiner Arbeit, seiner Arbeitszufriedenheit 
und die Spiegelung durch seine Führungskraft 
bezüglich Zusammenarbeit und Leistung sowie 
um Entwicklungsperspektiven und -maßnahmen. 
Begonnen wurde mit Drei-Monats- und Fünf-
Monatschecks für Mitarbeiter in neuer Funktion. 
Diese Gespräche sollen in größeren Abständen 
fortgeführt werden.
geZIeLte 
FÖrDerungsprograMMe 
bauen koMpetenZen aus

38 | 39   LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 risikobericht
nachtragsberIcht
Am 16./21. Mai 2013 wurden die Konzessionsverträge Strom und 
Gas zwischen der Stadt Münster und den Stadtwerken Münster  
unterschrieben. Sie haben eine Laufzeit bis zum 16. Oktober 2034.
Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Stadtwerke 
Münster sind nach Ende des Geschäftsjahres 2012 bis heute nicht 
eingetreten.

rIsIkoberIcht
Das für das Geschäftsjahr 2012 vorliegende, 
aktualisierte Risikoinventar beinhaltet zunächst 
die im Vorjahresbericht benannten, identifizier -
ten und analysierten Risiken und berücksichtigt 
im Weiteren die aktuell erkannten Risiken, die 
nach Einschätzung der verantwortlichen Füh -
rungskräfte ein konkretes Risikopotenzial für 
die Stadtwerke Münster darstellen.
Darstellung wesentlicher einzelrisiken 
Die aktuelle Risikoanalyse bewertet sowohl die 
für das laufende Geschäftsjahr 2013 benann -
ten Risiken als auch die weiteren, mittelfristig 
erkennbaren Risiken. Schwerpunkte in der 
vorliegenden Risikobeurteilung waren zudem 
die Risiken, die sich aus den differenzierten 
Preisentwicklungen auf den internationalen 
Energiemärkten und deren Folgen für die Be -
schaffungs- und Verkaufspreise und -mengen 
der Stadtwerke Münster ergeben können.
 
Diese Risiken werden in den regelmäßigen Sit -
zungen des Risikokomitees diskutiert, bewertet 
und Handlungsoptionen festgelegt. Darüber 
hinaus verbleibende Risiken werden im Rah -
men angemessener Rückstellungen bewertet, 
sodass die zu erwartende Ergebnisbelastung 
zukünftiger Perioden antizipiert wird.
Dieses gilt auch für die Risiken der konventio -
nellen Stromerzeugung aufgrund der Preisent -
wicklung auf dem Strommarkt, die sowohl die 
gasbasierte Erzeugung in der GuD-Anlage am 
Standort Hafen als auch die steinkohlebasierte 
Erzeugung in dem Steinkohlekraftwerk Hamm 
betreffen.
gesamtrisiko
Die Risiken wurden sowohl einzeln als auch 
kumulativ bewertet und werden nicht als be -
stands- oder entwicklungsgefährdend einge -
schätzt.
chancen
Die Chancen, die die Stadtwerke Münster in ih -
ren Tätigkeitsfeldern sehen und in den nächsten 
Jahren umsetzen wollen, werden ausführlicher 
im folgenden Prognosebericht dargestellt.
Risikomanagement 
Auf Grundlage des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im 
Unternehmensbereich (KonTraG) und der damit verbundenen Än -
derungen des Aktiengesetzes werden nach dem bei den Stadtwer -
ken Münster eingesetzten Risikomanagementsystem bestehende 
und potenzielle Risiken beurteilt und bewertet.  Sämtliche den 
Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen sol -
len frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig notwendige Gegen -
maßnahmen einleiten zu können. Bestandteil des Systems sind 
regelmäßige und koordinierte Informationsflüsse zwischen den 
Unternehmensbereichen und der Geschäftsführung. Die operativen 
Beteiligungsgesellschaften sind in dieses Informations- und Kont -
rollsystem eingebunden.

40 | 41   LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 prognosebericht
prognoseberIcht
Prognose 2013
Weiterentwicklung der Strategie 2020
Das Jahr 2013 steht weiterhin im Zeichen der Strategie 2020. Neben 
der nachhaltigen und qualitätsorientierten Investitionspolitik für die 
bestehenden Assets der Stadtwerke Münster, insbesondere in den 
Bereichen Netze und öffentlicher Personennahverkehr, wird auch 
das kommende Jahr von Projekten in den Bereichen regenerative 
Energieerzeugung, Schaffung kommunaler Mehrwerte für die Kun -
den in Münster und Fortführung der Regionalisierungsstrategie 
geprägt sein.
Die augenblicklich schwierige Ertragslage im Bereich der konventi -
onellen Energieerzeugung gibt aber in mehrfacher Hinsicht Anlass, 
die Umsetzung der damit verbundenen Strategie sowohl zeitlich als 
auch inhaltlich flexibel zu gestalten. Deshalb werden die Stadtwerke 
Münster zunächst ihre Planungen zur Errichtung einer dritten Gas -
turbine in ihrem GuD-Kraftwerk zurückstellen. Stattdessen sind für 
die kommenden Jahre an dezentralen Standorten im Stadtgebiet von 
Münster bis zu vier große Blockheizkraftwerke vorgesehen, die sich 
flexibler einsetzen lassen und zudem technische und wirtschaftliche 
Vorteile in der Auslastung des Fernwärmenetzes bieten. Mit dieser 
dezentralen Lösung lässt sich eine vergleichbare atomstromfreie 
und umweltfreundliche Erzeugungsleistung erreichen wie mit dem 
ursprünglich geplanten Ausbau der GuD-Anlage.

Zugleich herrscht momentan in der Energie-
branche Ungewissheit über die Entwicklung der 
Rahmenbedingungen für die Energiewende. Die 
Bundesregierung sucht verständlicherweise 
nach Möglichkeiten, weitere Kostensteigerun -
gen für die Verbraucher durch die EEG-Umlage 
zu begrenzen. Nach der Bundestagswahl im 
September 2013 ist damit zu rechnen, dass die 
Vergütungsbedingungen des Erneuerbare Ener -
gien Gesetzes (EEG) zumindest für neu zu er -
richtende regenerative Erzeugungsanlagen ge -
ändert werden. Vor diesem Hintergrund werden 
die Stadtwerke Münster ihre Investitionsstrate -
gie hin zu einer umfassend umweltfreundlichen 
Energieerzeugung für Münster konsequent 
weiterverfolgen, diese aber in Abhängigkeit des 
jeweiligen wirtschaftlichen Rahmens regelmä -
ßig auf Anpassungsbedarfe hin prüfen. 
Für die Kunden des öffentlichen Personen -
nahverkehrs haben die Stadtwerke Münster 
Anfang 2013 eine neue Ära eingeleitet. Die neue 
elektronische Stadtwerke PlusCard ist nun 
auch zugleich ein elektronisches Busticket und 
bietet den Buskunden der Stadtwerke Münster 
ab dem 1. März die Möglichkeit, in Form des 90 
Minuten Tickets sämtliche Linien im Stadtgebiet 
Münster sehr flexibel zu nutzen. Beim Einstieg 
in den Bus erfolgt mit der Chipkarte ein kurzer 
Check-in an einem Lesegerät, in den folgenden 
90 Minuten kann beliebig auf andere Linien 
gewechselt werden. Erst danach ist ein weiterer 
Check-in erforderlich. Am Monatsende erhält 
der Kunde dann eine Online-Abrechnung über 
alle getätigten Fahrten. Busfahren wird damit 
so einfach und bequem wie nie zuvor. Bereits 
drei Wochen nach Einführung des elektroni -
schen Tickets lagen fast 4.000 Online-Bestel -
lungen von Kunden vor. Das Ticket-Angebot 
wird im Laufe des Jahres 2013 um ein FlexAbo 
erweitert, das dann Busfahren in Münster ohne 
zeitliche Begrenzung erlaubt und immer eine 
Bestabrechnung aller vorgenommenen Fahrten 
ermöglicht. Zugleich können dann zeitflexible 
Tarife angeboten werden, die z.B. Busfahren 
außerhalb der Rushhour preislich hochattraktiv 
machen und zugleich die Auslastung des ÖPNV-
Angebotes außerhalb der Spitzenlast-Zeiten 
verbessern können.
Ebenfalls werden in 2013 die über das eTicket 
hinaus geplanten Funktionen der elektronischen 
Stadtwerke PlusCard weiterentwickelt. So wird 
die Kooperation mit den Parkhäusern unserer 
Tochtergesellschaft Westfälische Bauindustrie 
GmbH zur Umsetzung des bargeldlosen Parkens 
mit minutenscharfer Parkentgeltabrechnung 
über die elektronische PlusCard vorangetrieben 
werden. Ebenso wird es eine Zusammenarbeit 
mit der Taxizentrale Münster geben, die eine 
bargeldlose Abwicklung der Taxinutzung über 
die elektronische PlusCard beinhaltet. Ziel ist, 
ein umfassendes Mobilitätsangebot mit maxi -
malen Freiheitsgraden und deutlich reduzier -
ter Komplexität für die Kunden in Münster zu 
schaffen. Die Zusammenarbeit mit weiteren 
PlusCard-Partnern in Münster für Münster wird 
ebenfalls fortentwickelt.
Auch die in 2011 gestartete Regionalisierungs-
strategie wird in 2013 ihre Fortsetzung finden. Im 
Vertriebssegment der Strom-Privatkunden konn-
te die Kundenzahl bis März 2013 stetig auf nahezu 
9.000 Kunden gesteigert werden. Dies zeigt, dass 
es den Stadtwerken Münster gelingt, im Rahmen 
ihrer seriösen und nachhaltigen Unternehmens-
politik zunehmend das Vertrauen der Menschen 
auch in der Region Münsterland zu gewinnen. 
Weiterhin werden die Stadtwerke Münster an 
regionalen Ausschreibungswettbewerben für 
Strom- und/oder Gaskonzessionen teilnehmen.
absatzmengen
Die außergewöhnlich lange andauernde Käl -
teperiode bis Ende März 2013 bewirkte noch -
mals eine Steigerung der Absatzmengen in 
den Wärmemärkten gegenüber dem ebenfalls 
schon kühlen ersten Quartal des Vorjahres. Die 
Gradtagszahlen als Maßstab des Wärmebedarfs 
lagen kumuliert bis Ende März um ca. 16 Pro -
zent über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Der von der Witterung relativ unabhängige 
Stromabsatz überstieg im ersten Quartal das 
Vorjahresniveau um rund drei Prozent. Maß-
MärZ 2013:
staDtWerke pluscard  
MIt etIcket-FunktIon

42 | 43   LageberIcht
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 prognosebericht
raussichtlich zum 1. August 2013 eine Anhebung 
der Fahrpreise um durchschnittlich 2,9 Prozent 
vorzunehmen sein.
Auf der Großhandelsseite sind zwischen den 
Energieträgern divergierende Entwicklungen 
festzustellen. Die Forwardpreise für Erdgas 
an der Leipziger Energiehandelsbörse für das 
absatzintensive 4. Quartal 2013 bewegen sich seit 
etwa einem halben Jahr überwiegend auf einem 
konstanten Niveau, während der vergleichbare 
Börsenpreis für Strom in diesem Zeitraum um 
mehr als 1 ct/kWh gefallen ist. Die damit verbun-
dene Entwicklung der Differenz zwischen Strom-
vermarktungspreis und Gasbezugskosten (Spark 
Spread) setzt insbesondere die umweltschonen-
de Stromerzeugung in modernen Gaskraftwer-
ken unter erheblichen wirtschaftlichen Druck.
Das Jahresergebnis wird für 2013 mit 3,4 Mio. 
Euro erwartet. Die Folgejahre werden nach 
der aktuellen Mittelfristplanung ebenfalls auf 
diesem Niveau liegen. Die Ergebnisse der Stra -
tegie 2020 ermöglichen diese stabile Entwick -
lung, die gegenläufig von dem weiter intensi -
ven Wettbewerb im Energievertrieb und den 
deutlichen Belastungen aus der konventionellen 
Stromerzeugung geprägt wird.
prognose 2014
konjunkturelle entwicklung
Aufgrund ihrer ausgewogenen Kundenstruktur 
zwischen Privat- und Gewerbekunden bei einem 
gleichzeitig hohen Dienstleistungsanteil in den 
Geschäftskundensegmenten üben konjunktu -
relle Schwankungen nur in begrenztem Umfang 
unmittelbar Einfluss auf die Umsatzentwicklung 
der Stadtwerke Münster aus.
Umsatzwachstum erwarten die Stadtwerke 
Münster in 2014 hingegen aus der Rück- und 
Neuakquisition insbesondere in den Geschäfts -
kundensegmenten des Energievertriebs, durch 
eine Weiterführung der Ausbaustrategie in der 
Fernwärmeversorgung sowie durch die weitere 
Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Perso -
geblich war hier insbesondere der Erfolg bei 
der Neugewinnung  von Gewerbekunden für  
das Jahr 2013.
Die Absatzzahlen in der Fernwärmeversorgung 
übertrafen den Vergleichszeitraum des Vor -
jahres um ca. 11 Prozent. Neben den positiven 
Witterungseffekten hat dazu insbesondere 
die weiterhin erfolgreiche Ausbaustrategie im 
Geschäftsfeld Fernwärme beigetragen, in deren 
Rahmen wiederum viele Neukunden zu attrak -
tiven Konditionen für diese umweltfreundliche 
und ressourcenschonende Energieart gewon -
nen werden konnten.
Ebenso konnte der Gasabsatz in den ersten bei -
den Monaten 2013 um ca. sechs Prozent gegen -
über dem Vorjahr gesteigert werden. Hier war 
die kühle Witterung der entscheidende Faktor.
aktuelle preisentwicklungen
Zum 1. Januar 2013 hat der Gesetzgeber die EEG-
Umlage zur Förderung regenerativer Energien 
infolge des massiven Anlagenzubaus nochmals 
deutlich erhöht. Zugleich wurden die staatlichen 
Umlagen zur Förderung der Offshore-Windener-
gie, zur Förderung der Energiegewinnung aus 
Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Umlage zur 
Befreiung energieintensiver Unternehmen vom 
Stromnetzentgelt erhöht. Die Stadtwerke Münster 
haben zur Vereinnahmung dieser Umlagen ihre 
Strompreise im Umfang von ca. zwölf Prozent 
margenneutral angepasst. Damit bewegen sich 
die Stadtwerke Münster nach wie vor am unteren 
Rand des mittleren Preisniveaus im Wettbewerb. 
Die Absatzpreise für die Erdgaskunden konnten in 
2013 bisher konstant gehalten werden. 
Die Fernwärmeabsatzpreise erhöhten sich be-  
zugskostenbedingt zum 1. Januar 2013 gering -
fügig um 2,6 Prozent, wohingegen die Was -
serpreise im nunmehr fünften Jahr in Folge 
konstant gehalten werden.
Aufgrund von Dieselpreissteigerungen wird vo -
9.000 stroM-prIV atkunDen 
IM MünsterLanD geW onnen
FünF jahre
konstante WasserpreIse

nennahverkehrs mit dem elektronischen Ticket 
der PlusCard als Erfolgstreiber.
Allerdings ist die Konjunkturentwicklung auf den 
globalen Märkten maßgeblich für die Preisent-
wicklungen von Erdöl, Erdgas und Kohle und 
damit indirekt bestimmend für die Bezugskos-
tenentwicklung wesentlicher Ressourcen der 
Stadtwerke Münster. Aufgrund der weiterhin 
schwelenden Unsicherheiten im Euro-Raum ist 
die konjunkturelle Entwicklung in Europa für die 
nähere Zukunft eher schwach einzuschätzen. 
Nach der Prognose der Deutsche Bank Research 
wird die Wirtschaft im Euro-Raum in 2013 um 
ca. 0,8 Prozent schrumpfen und sich in 2014 mit 
einem Wachstum um 1 Prozent wieder leicht er-
holen. Preissteigernde Impulse auf Energieroh-
stoffe werden aber eher von den asiatischen 
Wachstumsländern ausgehen. Die Ernst & Young-
Konjunkturprognose aus Februar 2013 sieht für 
China in 2013 ein Wachstum des Bruttoinlandpro-
duktes von wiederum hohen 8,3 Prozent, für 2014 
sogar 9 Prozent voraus. Auch für Indien liegt die 
Prognose für 2014 bei 7,5 Prozent. Dies sind In-
dikatoren für tendenziell anziehende Weltmarkt-
preise für Öl, Erdgas und Kohle.
Die Stadtwerke Münster betreiben vor diesem 
Hintergrund ein aktives Risikomanagement 
und decken sich mit Augenmaß und nach klar 
definierten Regeln zur Preisabsicherung in 
angemessenem Umfang an den relevanten 
Terminmärkten ein.
strategie 2020 als richtschnur
Die strategische Ausrichtung mit der Perspektive 
bis 2020 wird grundsätzlich auch in 2014 weiter-
verfolgt werden. In Abhängigkeit der energiepo-
litischen Entwicklung in Deutschland, insbeson-
dere nach der Bundestagswahl im September, 
werden sich möglicherweise Anpassungsnot-
wendigkeiten für das Investitionsprogramm 
im Erzeugungsbereich ergeben. Das Ziel einer 
ressourcenschonenden und umweltfreundlichen 
Erzeugungsstruktur mit einem hohen regenera-
tiven Anteil wird für die Stadtwerke Münster aber 
damit nicht infrage gestellt werden.
Für die elektronische PlusCard können die Kun -
den der Stadtwerke Münster in 2014 mit weite -
ren interessanten Anwendungen rechnen, die 
das Leben in Münster einfacher und angeneh -
mer machen werden, vom bargeldlosen Parken 
und Taxifahren über einen leichteren Zugang 
zur Elektromobilität bis hin zu attraktiven Mög -
lichkeiten zum elektronischen Bonus-Sammeln 
in Kooperation mit bekannten Geschäftspart -
nern der Stadtwerke in Münster.
Auch die Region Münsterland wird in 2014  
weiterhin im Fokus der Stadtwerke bleiben.  
Mit attraktiven Preisen und ihrer großen Kun -
dennähe – eigenes Callcenter der Stadtwerke, 
24/7-Erreichbarkeit über ein anwenderfreund -
liches Online-Portal und täglich einschließlich 
samstags im Cityshop der Stadtwerke Münster 
in zentraler Innenstadtlage – stoßen die Stadt -
werke Münster nach wie vor auf wachsendes 
Interesse der Kunden im Münsterland.
Die Stadtwerke Münster haben ihre Strategie für 
2020 ganz gezielt auf mehrere Säulen gestützt, 
ohne sich damit vom Kerngeschäft zu entfernen. 
In diesem klar definierten Rahmen bestätigt sich 
wieder: es zahlt sich aus, diversifiziert zu sein. 
Die Energiebranche steht in Deutschland vor 
einem Prozess des umfassenden Wandels und 
der Neufindung. Der Ergebnisdruck wird in den 
kommenden Jahren voraussichtlich weiter zu -
nehmen. Die Stadtwerke Münster sind mit ihrer 
Strategie gut darauf vorbereitet.
Öffentliche Zwecksetzung nach der  
gemeindeordnung nrW
Über die Einhaltung der öffentlichen Zweck-
setzung und Zweckerreichung der Stadtwerke 
Münster im Geschäftsjahr 2012 gemäß § 108 Abs. 
3 Nr. 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-West-
falen wird gleichzeitig mit dem Jahresabschluss 
und dem Lagebericht an den Gesellschafter 
getrennt berichtet. Die öffentliche Zwecksetzung 
und Zweckerreichung wurden eingehalten.
Die Stadtwerke Münster GmbH stellt für das 
Geschäftsjahr 2012 einen Konzernabschluss 
sowie einen Konzernlagebericht auf.
Münster, den 29.05.2013
Stadtwerke Münster GmbH
 
Dr . Hennig Müller-Tengelmann      Dr . Andreas Hoffknecht

44 | 45   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012

Jahresabschluss
2012
Bilanz  46
Gewinn- und Verlustrechnung 48
Anhang  50
Entwicklung des Anlagevermögens 60
Bericht des Aufsichtsrates 62
Bestätigungsvermerk 64
Organe der Gesellschaft    66
Beteiligungsgesellschaft  67

46 | 46   heaDlINe 1 
 Headline 2
bIlaNz 
der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2012
aktIvseIte 31.12.2012 31.12.2011
   € t€
a. anlagevermögen  
 I.  Immaterielle Vermögensgegenstände   
 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche   
 Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie   
 Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.056.845,39 2.037 
 II. Sachanlagen  ´
  1.  Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten   
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.144.928,94 73.005 
       2. Verteilungsanlagen 77.847.875,60 76.017 
       3. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 53.591.822,93 48.659 
       4. Fahrzeuge für Personenverkehr 7.113.342,00 6.335 
       5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.449.137,00 8.335 
       6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.106.716,98 9.695
   235.253.823,45 222.046
 III. Finanzanlagen  
      1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40.619.749,65 31.205 
      2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 4.368.506,21 4.943 
      3. Beteiligungen 9.670.202,89 7.955 
      4.  Ausleihungen an Unternehmen,  
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 38.018.115,84 31.742 
      5. Sonstige Ausleihungen 1.879.654,83 1.977 
   94.556.229,42 77.822 
   331.866.898,26 301.905
b. umlaufvermögen  
 I. Vorräte  
       1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.131.035,34 6.452 
       2. Waren 4.414,08 3 
       3. Emissionsrechte 1,00 0
   6.135.450,42 6.455
 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  
       1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.271.846,28 39.008 
       2. Forderungen gegen den Gesellschafter 2.421.281,20 2.934 
       3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.268.158,51 7.272 
       4.  Forderungen gegen Unternehmen,  
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.283.906,99 7.306 
       5. Sonstige Vermögensgegenstände 12.962.889,53  19.557
   65.208.082,51  76.077
 III. Wertpapiere  
       1. Sonstige Wertpapiere 6.002.400,00 19.996 
    IV.  Kassenbestand
   Guthaben bei Kreditinstituten 60.889.543,05 21.630 
   138.235.475,98  124.158 
c. rechnungsabgrenzungsposten 151.813,57 248
bilanzsumme aktiva 470.254.187,81  426.311
46 | 47   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 bilanz

PassIvseIte  31.12.2012 31.12.2011
    € t€
a. eigenkapital  
 I. Gezeichnetes Kapital  51.200.000,00 51.200 
 II. Kapitalrücklage  73.016.392,02  72.995
 III.  Gewinnrücklagen 
Andere Gewinnrücklagen  18.074.657,02  48.037
 IV. Bilanzgewinn  6.500.000,00  2.275
    148.791.049,04  174.507
b. sonderposten mit rücklageanteil  305.446,74  305
c. empfangene ertragszuschüsse  16.780.263,36  20.168
D. rückstellungen   
       1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.984.827,00  28.469
       2. Steuerrückstellungen  0,00 846
      3. Sonstige Rückstellungen  83.028.054,64  77.374
    114.012.881,64  106.689
     
e. verbindlichkeiten
  1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 129.462.885,18  50.640
       2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen  32.205,97  62
       3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.571.694,12  43.510
       4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.112.701,47  283
       5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 387.447,64  190
       6.  Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.676.479,01  4.144
       7. Sonstige Verbindlichkeiten  6.751.709,12  7.522
          Davon aus Steuern          3.507.797,65 € 
 (i. Vj. 6.258.851,48 €)
  Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.172,25 €    
   (i. Vj. 15.029,78 €) 
    171.995.122,51  106.351
F. rechnungsabgrenzungsposten  18.369.424,52 18.291
bilanzsumme Passiva  470.254.187,81  426.311
Vermerk: Verbindlichkeit aus Bürgschaften  48.509.573,29  46.917
Münster, am 29.05.2013  
Stadtwerke Münster GmbH  
  
Dr . Müller-Tengelmann                                                 Dr . Hoffknecht

48 | 48   heaDlINe 1 
 Headline 2
GewINN- uND verlustrechNuNG 
der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2012 (01.01.–31.12)
   2012 2011
   € €
1.  Umsatzerlöse 502.679.563,60 471.185.508,68 
Energiesteuer -30.580.380,76 -29.271.952,12
   472.099.182,84 441.913.556,56
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.480.645,93 2.913.244,62
3.  Sonstige betriebliche Erträge 77.041.698,83 85.439.039,31
4.  Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 263.235.325,93 237.589.833,87 
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 153.411.587,64 149.308.436,82
   416.646.913,57 386.898.270,69
5.  Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 43.962.489,85 41.557.974,30 
b)  Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung   
und für Unterstützung 13.827.801,93 13.082.600,22
         Davon für Altersversorgung  4.791.440,97 €
                                              (i. Vj . 4.501.584,06 €)  
   57.790.291,78 54.640.574,52
6.  Abschreibungen     
a)  auf immaterielle Vermögensgegenstände    
des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.637.281,21 26.296.242,20 
7.  Sonstige betriebliche Aufwendungen   
a) Konzessionsabgaben 18.646.577,17 17.876.038,17 
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 34.231.167,33 31.746.666,64
   52.877.744,50 49.622.704,81 
8.  Erträge aus Beteiligungen  4.604.095,72 2.024.538,08 
Davon aus verbundenen Unternehmen     4.032.270,00 €   
(i. Vj. 1.113.750,00 € )   
8a. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 5.770.597,68 3.888.053,34
9.  Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen  
des Finanzanlagevermögens 86.997,34 89.529,78 
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.486.297,35 2.599.095,63
      Davon aus verbundenen Unternehmen     190.866,60 € 
(i. Vj. 171.046,15 €)   
11.  Abschreibungen auf Finanzanlagen 
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.825.475,00 72.842,00 
12.  Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.653.247,82 7.347.898,94 
Davon an verbundene Unternehmen    0,00 € 
(i. Vj. 0,00 €)   
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.142.055,66 1.355.907,62
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.996.506,15 12.632.616,54
15. Außerordentliche Erträge 0,00 0,00
16. Außerordentliche Aufwendungen 149.581,59 0,00
17. Außerordentliches Ergebnis -149.581,59 0,00
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 633.316,46 1.770.900,44
19. Sonstige Steuern 1.453.608,10 1.211.716,10
20. Jahresüberschuss 2.760.000,00 9.650.000,00
21. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 29.962.342,98 0,00
22. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00 2.325.000,00
23. Vorabgewinnausschüttung 26.222.342,98 5.050.000,00
24. bilanzgewinn 6.500.000,00 2.275.000,00
48 | 49   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 Gewinn- und verlustrechnung

50 | 50   heaDlINe 1 
 Headline 2
 
I.  angaben zur Form der Darstellung von bilanz 
und Gewinn- und verlustrechnung
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung des 
Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes 
aufgestellt. 
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung 
der Stadtwerke Münster GmbH (Stadtwerke 
Münster), Münster, wurden nach den für große 
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften ge-
gliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art 
des Betriebes folgenden Besonderheiten wurde 
die Darstellung der Sachanlagen in der Bilanz  
(§ 265 Abs. 5 HGB) um die Posten
•  Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasser-
versorgung),  
•   Fahrzeuge für Personenverkehr, 
die Darstellung der Vorräte um den Posten 
•  Emissionsrechte,
die Darstellung der Forderungen und sonstigen 
Vermögensgegenstände um den Posten
•   Forderungen gegen Gesellschafter 
und die Darstellung der Verbindlichkeiten um den 
Posten
•  Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 
erweitert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach 
dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 
II.   erläuterungen zu Posten von bilanz und  
Gewinn- und verlustrechnung
Die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH 
(Netzgesellschaft), Münster, ist durch einen 
Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag 
(Teilbeherrschungsvertrag für den regulierten 
Bereich) mit der Stadtwerke Münster GmbH 
organschaftlich verbunden. Die Strom-, Gas-, 
Wärme- und Wasserversorgungsnetze sind an die 
Netzgesellschaft verpachtet. Für die Nutzung der 
Netze zur Versorgung der Kunden mit Energie und 
Wasser berechnet die Netzgesellschaft entspre-
chende Netzentgelte. Zwischen den Gesellschaf-
ten bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung, 
Bau, Betrieb und Instandhaltung der Netze sowie 
zu verschiedenen, insbesondere kaufmännischen 
Dienstleistungen.
Das Ergebnis der Netzgesellschaft zum 
31.12.2012 in Höhe von 5,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 
3,9 Mio. Euro) wird aufgrund des bestehenden Er-
gebnisabführungsvertrags von den Stadtwerken 
Münster übernommen.
Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH 
(Neue Energie), Münster, ist durch einen Ergeb-
nisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Münster 
GmbH verbunden. Zwischen den Gesellschaften 
bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung, 
Bau, Betrieb und Instandhaltung von Anlagen 
aNhaNG 
der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2012 (01.01.–31.12.)
50 | 51  Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 anhang

zur Erzeugung regenerativer Energie sowie zu 
verschiedenen, insbesondere kaufmännischen 
Querschnittsdienstleistungen.
Das Ergebnis der Neue Energie zum 31.12.2012 
in Höhe von 104 T€ (Vorjahr: -62 T€) wird in Höhe 
von 79 T€ aufgrund des bestehenden Ergebnisab-
führungsvertrags von den Stadtwerken Münster 
übernommen und in Höhe von 25 T€ mit dem 
Verlustvortrag verrechnet.
Im Berichtsjahr hatte die Stadtwerke Münster als 
Kommanditistin des Gemeinschaftskraftwerks 
Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Hamm, antei-
lige Aufwendungen aus der Errichtungsphase  
(T€ 2.142) zu tragen. 
1. bilanzierungs- und bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, 
sind diese bei den Angaben zu Posten der Bilanz 
erläutert.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermö-
gensgegenstände und die Sachanlagen sind zu 
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet 
worden. Die Herstellungskosten für selbst erstell-
te Anlagen enthalten direkt zurechenbare Einzel-
kosten und angemessene Gemeinkosten; Fremd-
kapitalzinsen sind nicht einbezogen. Öffentliche 
Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und 
Herstellungskosten abgesetzt. Bei den planmä-
ßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die 
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde 
gelegt. Zugänge wurden linear abgeschrieben. 
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaf-
fungskosten von bis zu 150 Euro wurden als 
Aufwand gebucht. 
Von den Finanzanlagen wurden die sonstigen 
Ausleihungen, bei denen es sich um unverzins-
liche oder niedrig verzinsliche Darlehn handelt, 
gemäß BFH-Urteil vom 30.11.1988 und dem 
BMF-Schreiben vom 17.01.1990 zum Nennwert 
bewertet. Die übrigen Finanzanlagen werden zu 
Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener 
Wertberichtigungen ausgewiesen. Soweit die 
Gründe für die Wertberichtigungen zum Bilanz-
stichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend  
§ 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben worden.
Der Austritt der Komplementärin der  Energie-
park Wietze GmbH & Co. WP WIE KG führte 
gemäß § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB zur Anwachsung.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter  
Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß 
§ 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durch-
schnittlichen Anschaffungskosten oder zum 
niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Ab-
schlussstichtag bewertet. 
Die den Stadtwerke Münster GmbH unentgeltlich 
zugeteilten Emissionsrechte nach § 9 TEHG i.V. mit 
§ 8 i.V. mit § 7 ZuG 2012 sind mit dem Wert von 1 € 
ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte werden 
mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (Markt-
wert) zum Bilanzstichtag ausgewiesen.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 
sowie flüssige Mittel sind zum Nennwert oder – 
soweit erforderlich – unter Berücksichtigung des 
erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die Wert-
papiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaf-
fungskosten bzw. zu niedrigeren Börsenkursen 
unter Beachtung des strengen Niederstwert-
prinzips angesetzt. Verbindlichkeiten gegenüber 
verbundenen Unternehmen, Beteiligungsunter-
nehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem 
Gesellschafter von insgesamt 73,3 Mio. Euro wur-
den mit den jeweiligen Forderungen verrechnet. 
Die bis einschließlich 2002 empfangenen 
Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz) 
werden auf den Altbestand mit 5 Prozent des 
Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zu-
gang wird der Abgang unterstellt und der verblie-
bene Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die 
DIe betrIebsGewöhNlIcheN NutzuNGsDauerN Im aNlaGevermöGeN betraGeN beI
 Immateriellen Vermögensgegenständen  3–7 Jahre
 Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten   1–50 Jahre
 Verteilungsanlagen  20–35 Jahre
 Technischen Anlagen und Maschinen  5–22   Jahre
 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   5–14   Jahre

52 | 52   heaDlINe 1 
 Headline 2
Zugänge werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen 
die Positionen des Anlagevermögens verrechnet 
und wirken sich entsprechend den dort geltenden 
Nutzungsdauern abschreibungsmindernd aus. 
Für Anschlüsse an die der Regulierung nach 
Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze 
der Strom- und Gasversorgung von den An-
schlussnehmern an den Netzbetreiber gezahlte 
Ertragszuschüsse werden vom Netzbetreiber im 
Rahmen des bestehenden Pachtvertrages an die 
Stadtwerke Münster GmbH als Netzeigentümer 
weitergeleitet. Die Beträge werden nach den Re-
gelungen des Energiewirtschaftsrechts und wei-
terführender Schreiben der Finanzverwaltung ab 
2007 als Pachtvorauszahlungen betrachtet und 
in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten 
eingestellt, der über 20 Jahren aufgelöst wird.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche 
Verpflichtungen wurden nach dem versiche-
rungsmathematischen Verfahren der „projected 
unit credit method“ (Methode der laufenden 
Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht 
davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätz-
licher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs 
erarbeitet wird, und bewertet jeden dieser 
Leistungsbausteine separat, um so die endgültige 
Verpflichtung aufzubauen. Als Rechnungszins 
wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung 
mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung der 
für Ende Dezember 2012 veröffentlichte Wert der 
Bundesbank in Höhe von 5,04 Prozent einbezo-
gen und somit das Wahlrecht zur Abzinsung über 
eine Laufzeit von 15 Jahren genutzt. Als Rech-
nungsgrundlage dienten weiterhin die Richttafeln 
2005  G von Dr . K. Heubeck. 
Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen 
wurde eine Rentendynamik von 1,5 Prozent p.a. 
in die versicherungsmathematischen Berechnun-
gen einbezogen. 
Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen 
wurden Kostensteigerungen von 2,5 Prozent p.a. 
berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2 Prozent 
bei einem Alter von bis zu 30 Jahren bzw. 1 Pro-
zent bei einem Alter bis zu 40 Jahren. 
Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt eine 
Gehaltsdynamik von 2 Prozent p.a. und eine BBG-
Dynamik (BBG = Beitragsbemessungsgrenze) 
von 2 Prozent p.a. zugrunde. Die Rückstellung 
zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der Kommunalen Zusatzversorgungskasse 
Westfalen-Lippe (ZKW) resultierenden Verpflich-
tungen wurde auf Basis eines versicherungsma-
thematischen Gutachtens zum Vorjahresstichtag 
(Rechnungszins 5,14 Prozent, Rententrend  
1 Prozent) bewertet. Unter Berücksichtigung  
der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeits-
zeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung wird  
die Rückstellung anteilig dotiert. Zum Stichtag 
31.12.2012 betrug der Umlagesatz 4,5 Prozent 
zuzüglich eines Sanierungsgeldes in Höhe von 3 
Prozent. Umlage und Sanierungsgeld werden von 
der Gesellschaft allein getragen.Die Summe der 
beitragspflichtigen Löhne und Gehälter für das 
Jahr 2012 beträgt 41,5 Mio. Euro (Vorjahr: 39,6 
Mio. Euro). 
Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkenn-
baren Risiken berücksichtigt und sind grundsätz-
lich mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. 
Rückstellungen für drohende Verluste aus 
schwebenden Beschaffungsverträgen werden 
umsatzmindernd gebucht.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag 
ausgewiesen.
Seit Herbst 2012 wird bei den Stadtwerken 
Münster an einem Projekt zur Neu-Definition der 
konzernweit geltenden Bilanzierungsmethoden, 
die ab dem WJ 2013 angewendet werden sollen, 
gearbeitet. Die Bilanzierungsmethoden werden 
die Anforderungen des Handels-, Steuer- und 
Energiewirtschaftsrechts berücksichtigen. 
Untersuchungsgegenstand sind das Anlage-, 
das Umlaufvermögen, aktive und passive Rech-
nungsabgrenzungsposten, Rückstellungen und 
Verbindlichkeiten. Der Umfang der Herstellungs-
kosten bei zu aktivierenden Eigenleistungen wird 
ebenfalls bearbeitet. Die Änderung der Bilanzie-
rungsmethoden wird sich sowohl auf die Bilan-
zierung als auch auf deren Ergebnis auswirken. 
Jahresübergreifende Maßnahmen, die ab dem 
Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich zu aktivie-
ren sein werden und zum 31.12.2012 noch nicht 
abgeschlossen waren, werden unter den Anlagen 
im Bau erfasst. Bei Anwendung der bisherigen 
Bilanzierungsmethoden wären weitere rund  
1 Mio. Euro den Rückstellungen für ausstehende 
Eingangsrechnungen zuzuführen.
52 | 53   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 anhang

2. angaben zu Posten der bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in 
der Anlage 1 gezeigt. 
Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an der 
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH 
& Co. KG wurde im Geschäftsjahr 2010 aufgrund 
eines Bewertungsgutachtens, das zur Vorbe-
reitung des Verkaufsprozesses erstellt worden 
war, außerplanmäßig auf 1 Euro abgeschrieben. 
Auf die an die Beteiligungsgesellschaft ausge-
reichten Gesellschafterdarlehen wurde ebenfalls 
eine außerplanmäßige Abschreibung von 220 
T€ vorgenommen. Beide Bewertungen wurden 
zum 31.12.2012 beibehalten. Die Verträge mit der 
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH 
& Co. KG enthalten ein Strombezugsrecht zu mit 
Indizes fixierten Preisen. Mit dem Strombezugs-
recht korrespondiert eine Abnahmeverpflichtung. 
Der Strombezug wurde über den Prognosezeit-
raum von drei Jahren zum Bilanzstichtag zu 
aktuellen Marktpreisen bewertet und die bereits 
bestehende Rückstellung für den daraus dro-
henden Verlust fortgeschrieben. Da aufgrund der 
bevorstehenden Bundestagswahl in 2013 eine 
Änderung der energiepolitischen Rahmenbedin-
gungen nicht absehbar ist, wurde entsprechend 
der Dauer der kommenden Legislaturperiode 
das Jahr 2017 als fünftes Jahr in die Bewertung 
einbezogen.  
Auf die Beteiligung an der FMO Flughafen 
Münster/Osnabrück GmbH wurde eine außer-
planmäßige Abschreibung von 1.753 T€, auf die 
Beteiligung an der WLE Westfälische Landes-
eisenbahn GmbH wurde eine außerplanmäßige 
Abschreibung in Höhe von 73 T€ nach § 253 Abs. 
3 Satz 3 HGB vorgenommen. 
In den Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen ist auch der abgegrenzte Verbrauch der 
Kunden der Energie- und Wasserversorgung 
zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, 
der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen 
saldiert wurde. 
Die Forderungen gegen den Gesellschafter wurden 
mit Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschaf-
ter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit 
dieses von der Art und Laufzeit zulässig ist. 
Die Forderungen gegen den Gesellschafter ent-
halten hauptsächlich (abgegrenzte) Energie- und 
Wasserlieferungen, die mit Abschlagszahlungen 
verrechnet wurden.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen 
und die Forderungen gegen Unternehmen, mit 
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betref-
fen ganz wesentlich Lieferungen und Leistungen 
sowie in geringem Umfang Kostenerstattungen. 
Auch hier wurden die Forderungen und Verbind-
lichkeiten zum Bilanzausweis zusammengefasst.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhal-
ten als wesentliche Posten Forderungen aus 
Überzahlungen von Steuern in Höhe von 4.932 T€ 
und nicht abziehbare Vorsteuer auf Energieliefe-
rungen in Höhe von 4.500 T€.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 
einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.
 
Es besteht ein nicht zu bilanzierender Überhang 
der aktiven Steuerlatenzen, denen Bewertungs-
unterschiede bei den Sach- und Finanzanlagen, 
bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnli-
che Verpflichtungen und den sonstigen Rückstel-
lungen sowie gewerbe- und körperschaftsteu-
erliche Verlustvorträge zugrunde liegen. Diesen 
steht lediglich eine passive Steuerlatenz aus den 
Sonderposten mit Rücklageanteil gegenüber . 
Der betriebsindividuelle Steuersatz beträgt 31,9 
Prozent.

54 | 54   heaDlINe 1 
 Headline 2
Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 
51.200.000 Euro. 
Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermit-
teln 22 T€ zugeführt worden. 
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Ge-
schäftsjahr 2012 weist einen Jahresüberschuss 
von 2,8 Mio. Euro aus. Mit Entnahmen aus den 
Gewinnrücklagen von 30,0 Mio. Euro und nach 
Abzug der dadurch ermöglichten Vorabgewinn-
ausschüttung von 26,2 Mio. Euro werden 6,5 Mio. 
Euro als Bilanzgewinn zur Ausschüttung an den 
Gesellschafter eingestellt.  
Der Sonderposten mit Rücklageanteil nach  
§ 6b EStG in Höhe von 305 T€ wird fortgeführt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche 
Verpflichtungen umfassen die Rückstellung für 
Pensionsverpflichtungen einschließlich ZKW, 
eine Rückstellung für die Verpflichtungen zum 
Ausgleich der Rentenminderung bei Alters-
teilzeitvereinbarungen und Rückstellungen für 
Deputatverpflichtungen. 
Die sonstigen Rückstellungen entfallen im We-
sentlichen auf die Drohverlustrückstellungen, die 
ATZ-Rückstellungen, die (um Abschlagszahlungen 
geminderte) Rückstellung für ungewisse Verbind-
lichkeiten des Verkehrsbetriebes und die Rück-
stellung für ausstehende Eingangsrechnungen. 
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 
resultieren insbesondere aus dem zur Finan-
zierung strategischer Projekte aufgenommenen 
Schuldscheindarlehn (70,0 Mio. Euro).
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Darlehn 
der Sparkasse Münsterland Ost, Münster, in 
Höhe von nominal 5,3 Mio. Euro aufgenommen. 
Es wird über eine Grundschuld abgesichert. Um 
dem Zinsrisiko zu begegnen hat die Gesellschaft 
über die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, 
Frankfurt, einen Zinsswap mit nominal 5,3 Mio. 
Euro abgeschlossen. Der Zinsswap hat einen 
positiven Marktwert von 343 T€.
Zur Zinsabsicherung eines variabel verzinsli-
chen Darlehns der Sparkasse Münsterland Ost, 
das ab Oktober 2017 in Höhe von 2,6 Mio. Euro 
begeben wird, wurde außerdem ein Forward-
swap bei der Helaba Landesbank Hessen-  
Thüringen über 2,6 Mio. Euro abgeschlossen. 
Der positive Marktwert des Forwardswaps  
beträgt 69 T€.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-
tungen entfallen hauptsächlich auf Gasbezugs-
rechnungen. Der höhere Vorjahresausweis war 
verursacht durch höhere Gasbezugsrechnungen 
sowie Investitions- und Projektaktivitäten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesell-
schafter  betreffen im Wesentlichen Verbind-
lichkeiten aus Überzahlungen und aus Konzes-
sionsabgabe. Kreditorische Debitoren wurden 
verrechnet.
54 | 55   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 anhang
steuerlateNzeN swms Per 31.12.2012 IN t€ 
 Posten buchwertdifferenzen ertrag- latente
 latenzrechnung  steuersatz steuern
 Aktivlatenzen
    Immaterielle Vermögensgegenstände 892 31,9  285 
 Sachanlagen 4.039 31,9  1.288 
 Finanzanlagen
    Beteiligungen an Kapitalanlagen 971 31,9  310
      Beteiligungen an Personengesellschaften 7.851 16,1 1.367
 Forderungen 450 31,9  143 
 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.564 31,9 8.474 
 Sonstige Rückstellungen 59.731 31,9  19.054 
 summe aktivlatenzen aus buchwertdifferenzen 100.498 31,9 30.921
  
 Sonderposten mit Rücklageanteil -286 31,9  -91 
 summe Passivlatenzen aus sopo mit rücklageanteil -286  -91
 saldo 100.212  30.830

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 
Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus 
erbrachten Linienverkehrsleistungen der Ver-
kehrsservice Gesellschaft Münster mbH. 
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im 
Wesentlichen Steuern (3,1 Mio. Euro; Vorjahr: 
6,3 Mio. Euro.)
Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte 
gesicherte Verbindlichkeiten bestehen in Höhe 
von 5.207 T€.verbINDlIchkeIteN 
 Für verbindlichkeiten zum 31.12.2012
 bestehen folgende restlaufzeiten bilanz bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
  t€ t€ t€ t€
 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 129.463 6.075 21.108 102.280
 Erhaltene Anzahlungen  32 32 - -
 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.572 28.317 1.195 60
 Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.113 1.113 - -
 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen  
 Unternehmen 387 387 - -
 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.676 3.176 1.500 -
 Sonstige Verbindlichkeiten 6.752 6.752 - -
 Für verbindlichkeiten zum 31.12.2011
 bestehen folgende restlaufzeiten bilanz bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
  t€ t€ t€ t€
 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.640 5.296 16.875 28.469
 Erhaltene Anzahlungen  62 62 - -
 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.510 42.864 522 124
 Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 283 283 - -
 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen  
 Unternehmen 190 190 - -
 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.144 2.644 1.500 -
 Sonstige Verbindlichkeiten 7.522 7.522 - -
Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten 
beinhaltet im Wesentlichen die vom Netzbetrei-
ber durchgeleiteten Baukostenzuschüsse. Es sind 
Pachtvorauszahlungen von 16,7 Mio. Euro für das 
Strom- und das Gasnetz passiv abgegrenzt.
3.  angaben zu Posten der Gewinn- und  
verlustrechnung
Die Umsatzerlöse werden vermindert um die 
darin enthaltene Strom- und Erdgassteuer aus-
gewiesen. Sie betragen im Berichtsjahr 472.099 
T€. Davon entfallen (unter Berücksichtigung von 
Installationsleistungen und sonstigen Nebenge-
schäften der Sparten) 233.329 T€ auf die Strom-
versorgung, 105.303 T€ auf die Gasversorgung, 
45.285 T€ auf die Wasserversorgung, 47.502 T€ 
auf die Fernwärmeversorgung, 30.540 T€ auf den 
Verkehrsbetrieb und 10.140 T€ auf die übrigen 
Aktivitäten. 
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im 
Wesentlichen die Erträge aus der Verpachtung 
der Versorgungsnetze (30,1 Mio. Euro), die Er-
träge aus der Erstattung der Konzessionsabgabe 
(15,0 Mio. Euro), Erträge aus der Auflösung von 
Rückstellungen (7,2 Mio. Euro) sowie Kostener-
stattungen (7,2 Mio. Euro). 
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren sind (wie im Vor-
jahr) im Wesentlichen geprägt durch Bezugsauf-
wendungen für Energie- und Wasserlieferungen 
(191,3 Mio. Euro) und EEG-Zahlungen an Übertra-

56 | 56   heaDlINe 1 
 Headline 2
gungsnetzbetreiber (34,7 Mio. Euro). Die Aufwen-
dungen für bezogene Leistungen betreffen (wie im 
Vorjahr) hauptsächlich die an die Netzgesellschaft 
geleisteten Netzentgelte (111,0 Mio. Euro).
 
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ent-
halten neben der Konzessionsabgabe (18,6 Mio. 
Euro) im Wesentlichen IT-Dienstleistungen (8,4 
Mio. Euro), Aufwendungen für Reparaturen u.ä. 
(4,8 Mio. Euro) und periodenfremde Aufwendun-
gen (3,6 Mio. Euro), die vorrangig auf die EEG-
Umlage für 2011 (2,7 Mio. Euro) entfallen.
Der Zinsaufwand besteht großenteils aus Zinsen 
für Fremddarlehn (2,4 Mio. Euro; Vorjahr: 2,1 Mio. 
Euro) und  wurde des Weiteren durch Aufzinsung 
von Rückstellungen gemäß § 277 Abs. 5 HGB 
belastet. Zinsen entfallen auf Pensionsrückstel-
lungen (135 T€, im Vorjahr 147 T€), Rückstellung 
Unterdeckung ZKW (1.021 T€, im Vorjahr 933 
T€ ), Rückstellungen für Deputate (258 T€, im 
Vorjahr 252 T€), Rückstellungen für Altersteilzeit 
(498 T€, im Vorjahr 540 T€).
Aus der Anwachsung gemäß § 738 Abs. 1 Satz 1 
BGB der Energiepark Wietze GmbH & Co. WP WIE 
KG ergaben sich außerordentliche Aufwendungen 
von 0,1 Mio. Euro.
  
III. angaben zum Jahresergebnis
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Ge-
schäftsjahr 2012 weist einen Jahresüberschuss 
von 2,8 Mio. Euro aus. Mit Entnahmen aus den 
Gewinnrücklagen von 30,0 Mio. Euro und nach 
Abzug der dadurch ermöglichten Vorabgewinn-
ausschüttung von 26,2 Mio. Euro werden 6,5 Mio. 
Euro als Bilanzgewinn zur Ausschüttung an den 
Gesellschafter eingestellt.
IV. Vermerke
Der Bilanzvermerk betrifft 16 Bürgschaften zu-
gunsten der FMO Flughafen Münster/Osnabrück 
GmbH, Greven, in Höhe von insgesamt 21.030 T€, 
zwei Bürgschaften in Höhe von 24.984 T€ sowie 
eine Patronatserklärung in Höhe von 2.000 T€ zu-
gunsten der Energiehandelsgesellschaft West mbH 
und eine Bürgschaft zugunsten der Neue Energie 
von 496 T€. Der Bilanzvermerk berücksichtigt in 
der Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31.12.2012. 
Eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird 
aufgrund der jeweiligen gesellschaftsbezogenen 
Risikoeinschätzung nicht erwartet. 
Bei der Neue Energie besteht ein Ergebnisüber-
nahmevertrag, der das Risiko einer Inanspruch-
nahme hier nahezu ausschließt. Bei der Energie-
handelsgesellschaft West mbH besteht aufgrund 
der bestehenden Verträge zum Energiehandels-
geschäft mit den Gesellschaftern nur ein sehr 
begrenztes wirtschaftliches Risiko für die Gesell-
schaft. Daneben bestehen für das übrige Ener-
giehandelsgeschäft Vorgaben der Gesellschafter 
zum Umfang und zur Risikobegrenzung, die eine 
Inanspruchnahme nahezu ausschließen. Die FMO 
Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wird zudem 
aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses in 
den kommenden fünf Jahren planmäßig durch 
Erhöhung des Stammkapitals in ihrer Liquidität 
und Refinanzierungskraft gestärkt.
 
V. Ergänzende Angaben
1. sonstige finanzielle verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Inves-
titionen beliefen sich zum 31.12.2012 auf 3,5 Mio. 
Euro. Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit 
zwischen ein und fünf Jahren resultieren jährli-
che Verpflichtungen von 129 T€.
Die Gesellschafter des Beteiligungsunternehmens 
FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH, 
Greven, haben ihre Absicht bekundet, für die Jahre 
2013 bis 2017 jeweils eine Kapitalerhöhung von 5,3 
Mio. Euro durchführen zu wollen. Die Stadtwerke 
Münster sind daran mit insgesamt 9,5 Mio. Euro 
beteiligt, die in dem bestehenden mittelfristigen 
Wirtschaftsplan berücksichtigt sind.
Aus der Beteiligung an der Green Gecco Betei-
ligungsgesellschaft mbH & Co. KG können sich 
durch die Investitionen in Projekte zur regenerati-
ven Energieerzeugung finanzielle Verpflichtungen 
bis zur einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. Euro 
ergeben. Die Höhe der möglichen finanziellen 
Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen 
Projekten abhängig.
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus 
bestehenden Verträgen mit Sondervertrags- und 
Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in 
verantwortungsvoller unternehmerischer Risiko-
vorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über 
den Bezug von Energie und Wasser geschlossen 
worden.
56 | 57   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 anhang

2.  zusammensetzung der Organe,  
aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:
Dr . Henning Müller-Tengelmann  
(kaufmännischer Geschäftsführer)
Dr . Andreas Hoffknecht  
(technischer Geschäftsführer)
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit 
hauptberuflich aus.
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden  
Mitgliedern:
stefan weber
vorsitzender des aufsichtsrates
ratsmitglied
selbstständiger eD v-berater
heinz röhricht
1. stellvertretender vorsitzender 
arbeitnehmervertreter
Freigestellter betriebsratsvorsitzender
heizungsbauer 
Dr. michael Jung
2. stellvertretender vorsitzender  
ratsmitglied
historiker
 
Günther kronberg
arbeitnehmervertreter
kaufm. angestellter
klaus langebröker (bis 31.12.2012)
arbeitnehmervertreter
Freigestelltes betriebsratsmitglied
kaufm. angestellter
Dieter maager
sachkundiger bürger
heizungs- und lüftungssanitärmeister
Frank baumann
ratsmitglied 
Online-Designer
wilhelm breitenbach
sachkundiger bürger 
schulleiter 
manfred engelmann
sachkundiger bürger 
bezirksgeschäftsführer a.D.
Gerhard Joksch (bis 12.12.2012)
ratsmitglied 
Freiberuflicher raumplaner und berater
theodor knetzger 
sachkundiger bürger
Dr. thorsten kornblum
ratsmitglied 
Dipl.-Jurist, steuerwissenschaftler (ll.m.) 
alfons reinkemeier
stadtkämmerer 
antonio machado
arbeitnehmervertreter
lagerist
 
andreas Nicklas
ratsmitglied
rechtsanwalt
 
hans varnhagen
ratsmitglied
Dachdeckermeister 
michael weidekamp
arbeitnehmervertreter
techn. angestellter 
heribert klas (ab 13.12.2012)
ratsmitglied
leiter stadtmarketing
rolf wischer
arbeitnehmervertreter
Freigestelltes betriebsratsmitglied
kfz-mechaniker
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betru-
gen 443 T€. Hierauf entfallen auf Dr . Hoffknecht 
211 T€ und auf Dr . Müller-Tengelmann 232 
T€. Für die frühere Geschäftsführung und ihre 
Hinterbliebenen wurden 134 T€ an Pensionen 
aufgewendet. Für sie bestehen Pensionsrück-
stellungen in Höhe von 2.559 T€. 
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat  
betrugen 2.145 Euro.

Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen 
Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW). 
Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im 
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätz-
liche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu 
gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begrün-
dung der Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeit-
nehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag 
über die Versorgung der Arbeitnehmer kommu-
naler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) 
zu versichern sind. Der derzeitige Umlagesatz 
beträgt 4,5 Prozent +3 Prozent Sanierungsgeld 
und wird von der Gesellschaft allein getragen. Die 
Summe der versicherungspflichtigen Löhne und 
Gehälter für das Geschäftsjahr 2012 beträgt 41,5 
Mio. Euro. Zur Abdeckung der aus einer mögli-
chen Unterdeckung der ZKW folgenden Verpflich-
tungen von 52,8 Mio. Euro hat die Gesellschaft 
eine Rückstellung von 22,8 Mio. Euro gebildet.
4.  angaben zu anteilsbesitz gemäß  
§ 285 Nr. 11 hGb:
58 | 59   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 anhang
Arbeitnehmer können nach den in einer Be-
triebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darle-
hen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor 
oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder des 
Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsverein-
barung Darlehen erhalten; deren Wert betrug 
zum 31.12.2012 32.753 Euro bei Zinssätzen von 
0,5 Prozent bis 2,5 Prozent. Von den bestehen-
den Darlehen wurden 4.950 Euro getilgt. Lohn- 
und Gehaltsvorschüsse wurden nicht gewährt. 
3. belegschaft
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im 
Geschäftsjahr 2012 beträgt 1.071 nach 1.039 im 
Vorjahr . Die Belegschaft bestand zum Stichtag 
31.12.2012 aus 924 (Vorjahr 904) vollzeitbeschäf-
tigten, 147 (Vorjahr 135) teilzeitbeschäftigten 
Mitarbeitern.
beteIlIGuNGsGesellschaFteN 
   höhe des anteils eigenkapital ergebnis
   am kapital  
     
 Name und sitz der Gesellschaft  am 31.12.2012 am 31.12.2012 31.12.2012
   % t€ t€
 Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster *  100 100 0
 Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster  100 565 ./. 165
 Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster *  100 200 0
 Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster  99 32.698 7.756
 items GmbH, Münster ***  32 5.117 764
 Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster ****  50 2.693 560
 smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück  50 92 24
 smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück  47 8.640 1.852
 Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande   50 275 303
 Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Nordseeheilbad Borkum */*** 49,9 110 0
 FMO*** Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven   35 26.908 12
 Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster ***  28 7.956 988
 Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster **  25  
 Energiepark Detmold Verwaltungs GmbH, Münster  100 20 1
 Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, Münster  100 1.971 35
 Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen ***  100 ./. 1.402 ./. 295
 Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH Münster *****  100 25 
*  Das Ergebnis der Gesellschaft wird aufgrund eines bestehenden Vertrages übernommen bzw. ausgeglichen.
**   Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist in Anwendung der Ausnahmeregelung gemäß  
§ 286 Abs. 3 Satz 1 Nr . 1 HGB unterblieben.
***  Eigenkapital und Bilanzgewinn/-verlust zum 31.12.2011.
**** vorläufiges Ergebnis (vor Prüfung und vor Gremienbeschluss).
***** Eigenkapital zum 20.08.2012 (Beginn erstes Geschäftsjahr)

5.  angaben gemäß § 6b abs. 2 energiewirt-
schaftsgesetz (enw G)
Von der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft 
mbH wurden Leistungen in Höhe von 103.811 
T€ (Netzentgelte 102.408 T€, Stromeinspei-
sungen aus KWK-Anlagen 1.403 T€) bezogen, 
an die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft 
mbH wurden Leistungen in Höhe von 95.388 
T€ (Netzdienstleistungen 44.155 T€, Netzpacht 
44.189 T€, KWK-Zuschlag 307 T€, vermiedene 
Netzentgelte 3.313 T€, Netzverluste 1.469 T€, 
Energiebezug der Netze 939 T€, Sonstiges 1.016 
T€) abgerechnet.
6. honorar des abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers wird im 
Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke 
Münster benannt. Auf eine Angabe wird hier 
daher nach § 285 Nr . 17 HGB verzichtet.
7.  Geschäfte mit nahestehenden Personen, die 
nicht zu marktüblichen bedingungen zustan-
de gekommen sind
Im Geschäftsjahr 2012 wurden weiterhin keine 
Geschäfte mit nahestehenden Personen abge-
schlossen, die nicht zu marktüblichen Bedin-
gungen zustande gekommen sind.
8. einbeziehung in konzernabschluss 
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in 
den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster 
GmbH, Münster, einbezogen. Der Konzernab-
schluss wird im elektronischen Bundesanzeiger 
bekannt gemacht.
Münster, den 29.05.2013
Stadtwerke Münster GmbH
Dr . Andreas Hoffknecht
(technischer Geschäftsführer)
Dr . Henning Müller-Tengelmann
(kaufmännischer Geschäftsführer)

60 | 60   heaDlINe 1 
 Headline 2
aNlaGevermöGeN 
der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2012
anschaffungs- bzw. herstellungskosten      
     vOr abrechNuNG vON zuschüsseN    erhalteNe zuschüsse
    Stand am Zugänge Abgänge Umbu- Stand am Stand am Zugänge Abgänge Umbu- Stand am   
     01.01.12   chungen 31.12.12 01.01.12   chungen 31.12.12 
     T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle vermögensgegenstände
 1. Konzessionen und   24.428     628     8    -1.299     23.749     2.856      -1.440     1.416  
   ähnliche Rechte 
II. sachanlagen           
 1. Grundstücke,  171.757     1.589     158    -161     173.027     206        206     
    grundstücksgleiche    
   Rechte und Bauten  
   einschl. der Bauten          
   auf fremden  
   Grundstücken            
 2. Verteilungsanlagen  587.933     10.090     5.288     5.825     598.560     44.378     3.032     4.449     3.064     46.025    
 3. Sonstige  183.925     12.692     14.010     458     183.065     14.484      13.355     1.129    
   technische   
   Anlagen   
   und Maschinen          
 4. Fahrzeuge für  39.601     3.816     8.601     13     34.829     18.081     1.615     6.806       12.890    
   Personenverkehr
 5. Andere Anlagen,  65.775     2.334     3.944     1.722     65.887     3.867     209     3.183     1.440     2.333 
   Betriebs- und      
   Geschäftsausstattung            
 6. Geleistete Anzah- 12.760     11.905     -6.558     18.107     3.064      -3.064     -    
   lungen und Anlagen 
   im Bau          
  summe II.   1.061.751     42.426     32.001     1.299     1.073.475     84.080     4.856     27.793     1.440     62.583   
  summe I. und II.  1.086.179     43.054     32.009     -       1.097.224     86.936     4.856     27.793     -     63.999   
III. Finanzanlagen           
 1. Anteile an   31.205     9.415       40.620         
   verbundenen  
   Unternehmen  
 2. Ausleihungen an   4.943      575      4.368     
   verbundenen  
   Unternehmen     
 3. Beteiligungen  28.839     3.584     44      32.379        
 4. Ausleihungen an   31.961     6.667     390      38.238         
   Unternehmen, mit  
   denen  ein Beteiligungs- 
   verhältnis besteht  
 5. Wertpapiere des       -     
   Anlagevermögens              
 6. Sonstige   1.978     165     263      1.880     
   Ausleihungen      
  summe   98.926     19.831     1.272      117.485     
   Finanzanlage      
Gesamt    1.185.105     62.885     33.281     -       1.214.709     86.936     4.856     27.793      63.999   
    
  
 Erläuterung der Abkürzungen:  
  pA = planmäßige Abschreibungen                          
  gA  = geringwertige Anlagegüter       
  apA = außerplanmäßige Abschreibungen          
60 | 61   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 anlagevermögen

abschreIbuNGeN / wertberIchtIGuNGeN          buchwerte 
    Stand am Zugänge Abgänge Umbu- Stand am  Stand am Stand am 
     01.01.12   chungen 31.12.12  31.12.12 31.12.11 
     T€ T€ T€ T€ T€  T€ T€
I. Immaterielle vermögensgegenstände
 1. Konzessionen und    19.535     pA  735     7     20.276      2.057     2.037    
    ähnliche Rechte  gA  13   
II. sachanlagen        
 1. Grundstücke,  98.546     pA  4.417     158    -129     102.676      70.145     73.005   
   grundstücksgleiche     
   Rechte und Bauten  
   einschl. der Bauten       
   auf fremden  
   Grundstücken       
 2. Verteilungsanlagen  467.539     pA  7.935     824     474.687      77.848     76.016   
      gA 37  
 3. Sonstige   120.783    pA  7.805     373     129    128.344      53.592     48.658   
   technische   
   Anlagen   
   und Maschinen       
 4. Fahrzeuge für  15.184     pA  1.437     1.795     14.826      7.113     6.336   
   Personenverkehr
 5. Andere Anlagen,      53.573     pA  2.033     726     55.105      8.449     8.335    
   Betriebs- und   gA  225     
   Geschäftsausstattung       
 6. Geleistete Anzah-       18.107     9.696   
   lungen und 
   Anlagen im Bau        
 summe II.   755.625     23.889     3.876      775.638      235.254     222.046  
 summe I. und II.  775.160     24.637     3.883     795.914      237.311     224.083  
III. Finanzanlagen        
 1. Anteile an         40.620     31.205   
   verbundenen  
   Unternehmen  
 2. Ausleihungen an        4.368     4.943   
   verbundenen  
   Unternehmen     
 3. Beteiligungen  20.884     apA 1.825      22.709      9.670     7.955  
 4. Ausleihungen an    220       220      38.018     31.741   
   Unternehmen, mit  
   denen  ein Beteiligungs- 
   verhältnis besteht  
 5. Wertpapiere des      -      -     -     
   Anlagevermögens       
 6. Sonstige         1.880     1.978   
   Ausleihungen      
  summe   21.104     1.825     -     22.929      94.556     77.822   
   Finanzanlage      
Gesamt    796.264     26.462     3.883     818.843      331.867         301.905       
 
      
        
                          
 
 
 
 
pA 24.362    
gA 275   
apA1.825

62 | 62   heaDlINe 1 
 Headline 2
Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft 
allein getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das 
Geschäftsjahr 2011 beträgt 39,6 Mio. €. Zur 
Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der ZKW folgenden Verpflichtungen von 
52, 8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung von 22,8 Mio. € gebildet.
 
berIcht Des auFsIchtsrates 
Der Aufsichtsrat ließ sich im Geschäftsjahr 2012 in seinen Sitzun-
gen durch Berichte der Geschäftsführung, schriftliche Vorlagen 
sowie weitere ausgehändigte Unterlagen ausführlich und umfas-
send über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung 
und der Unternehmensstrategie informieren und war in alle Ent-
scheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen 
eingebunden. Der Aufsichtsrat hat damit die ihm nach Gesetz und 
Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
62 | 63   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 bericht des aufsichtsrates

In fünf ordentlichen und drei außerordentlichen 
Sitzungen sowie einer Klausurtagung hat sich der 
Aufsichtsrat regelmäßig mit der strategischen 
Ausrichtung des Unternehmens, seiner Wettbe-
werbsfähigkeit auf den Energiemärkten und im 
Geschäftsfeld Verkehr hinsichtlich Preis, Qualität 
und Service und der laufenden Entwicklung der 
Ertragslage beschäftigt.
Von zentraler Bedeutung in den Diskussionen des 
Aufsichtsrates war die Strategie 2020 der Stadt-
werke Münster, die sich nun im zweiten Jahr ihrer 
Umsetzung befindet. So wurden dem Aufsichtsrat 
von der Geschäftsführung mehrere große regene-
rative Erzeugungsprojekte als Investitions- bzw. 
Beteiligungsoptionen für die Stadtwerke Münster 
vorgestellt. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig in 
seinen Sitzungen über den Projektverlauf infor-
miert. Ebenso ließ sich der Aufsichtsrat mehr-
fach über die Entwicklungen und Fortschritte im 
Kundenservice der Stadtwerke berichten. Ein 
weiteres Kernthema war der Immobilienbereich 
der Stadtwerke. Hier hat der Aufsichtsrat in 2012 
wesentliche Entscheidungen zur Weiterentwick-
lung der Hafenimmobilien getroffen.
In einer Klausurtagung informierte sich der 
Aufsichtsrat zudem ausführlich über die Wett-
bewerbssituation auf den Energiemärkten. Von 
besonderer Bedeutung war hier die Diskussion 
zur Angebots- und Preispolitik im Geschäftskun-
denbereich für die Strom- und Gasversorgung und 
die entsprechende Positionierung der Stadtwerke 
Münster im Wettbewerb. Der Aufsichtsrat hat sich 
auf Basis der umfangreichen Informationen ein 
umfassendes und transparentes Bild von der Auf-
stellung und der Geschäftspolitik der Stadtwerke 
machen können. Er unterstützt die strategischen 
Initiativen der Geschäftsführung zur langfristigen 
Ausrichtung der Stadtwerke Münster auf Grundla-
ge der Strategie 2020 und konnte sich überzeugen, 
dass das Unternehmen diese mit Konsequenz und 
Augenmaß voranbringt und umsetzt.
Nach Beschluss der Gesellschafterversamm-
lung der Stadtwerke Münster GmbH vom 05. Juli 
2012 wurde auf Vorschlag des Aufsichtsrates die 
Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsge-
sellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer für 
das Geschäftsjahr 2012 bestellt. Die Jahresab-
schlussprüfung beinhaltet den Einzelabschluss 
und den Konzernabschluss der Stadtwerke Müns-
ter GmbH und auch die Prüfung nach § 53 Haus-
haltsgrundsätzegesetz. In Wahrnehmung seiner 
Aufsichtspflichten und in Abstimmung mit dem 
Beteiligungscontrolling der Gesellschafterin hat 
der Aufsichtsrat dem Abschlussprüfer um-
fangreiche Vorgaben für die Prüfungsschwer-
punkte bei der Abschlussprüfung gemacht. Der 
Jahresabschluss und der Lagebericht für das 
Geschäftsjahr 2012 sind unter Einbeziehung der 
Buchführung von der Deloitte & Touche GmbH 
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, 
geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestä-
tigungsvermerk versehen worden. Die Ord-
nungsmäßigkeit der Geschäftsführung wurde 
gemäß § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz vom 
Abschlussprüfer geprüft; es ergaben sich keine 
Beanstandungen. Zur Erläuterung der Prüfung 
und der Prüfungsergebnisse hat der Abschluss-
prüfer an der Aufsichtsratssitzung, die den Jah-
resabschluss der Gesellschaft behandelte, wie 
in den Vorjahren teilgenommen. Aufgrund des 
Prüfungsberichts und der Ausführungen des 
Abschlussprüfers ist der Aufsichtsrat mit dem 
Ergebnis der Prüfung einverstanden. Nach dem 
abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigte 
der Aufsichtsrat den von der Geschäftsführung 
aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht 
für das Geschäftsjahr 2012. Er empfahl der 
Gesellschafterversammlung, den von der Ge-
schäftsführung aufgestellten Jahresabschluss 
für das Geschäftsjahr 2012 festzustellen und die 
Geschäftsführung zu entlasten.
Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates 
besteht ein Personalausschuss. Der Personal-
ausschuss hat im Berichtsjahr dreimal getagt.
Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, 
dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusam-
menarbeit, die die Grundlage für die Erfüllung 
der gestellten Aufgaben bildet.
Münster, den 29. Mai 2013
Für den Aufsichtsrat
Stefan Weber
Vorsitzender

64 | 64   heaDlINe 1 
 Headline 2
Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft 
allein getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das 
Geschäftsjahr 2011 beträgt 39,6 Mio. €. Zur 
Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der ZKW folgenden Verpflichtungen von 
52, 8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung von 22,8 Mio. € gebildet.
 
bestätIGuNGsvermerk 
Des abschlussPrüFers
64 | 65   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 bestätigungsvermerk des abschlussprüfers
Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den ge-
samten Jahresabschluss, den Lagebericht und die Tätigkeitsab-
schlüsse nach § 6 B EnWG. Der Jahresabschluss einschließlich 
Lagebericht und die Tätigkeitsabschlüsse werden im Bundesanzei-
ger veröffentlicht.

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus 
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie An-
hang – unter Einbeziehung der Buchführung und 
den Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH, 
Münster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 
bis 31. Dezember 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 
EnWG umfass-te die Prüfung auch die Einhaltung 
der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 
3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 
3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätig-
keitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchfüh-
rung und die Aufstellung von Jahresabschluss und 
Lagebericht nach den deutschen handelsrecht-
lichen Vorschriften und den ergänzenden Be-
stimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die 
Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG 
liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung 
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der 
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung 
eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter 
Einbeziehung der Buchführung und über den La-
gebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten 
zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG 
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß 
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut 
der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen 
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung 
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu 
planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten 
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des 
durch den Jahresabschluss unter Beachtung der 
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und 
durch den Lagebericht vermittelten Bildes der 
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesent-
lich auswirken, mit hinreichender Sicherheit 
erkannt werden und dass mit hinreichender 
Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten 
zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in 
allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der 
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die 
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über 
das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Ge-
sellschaft sowie die Erwartungen über mögliche 
Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung 
werden die Wirksamkeit des rechnungslegungs-
bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nach-
weise für die Angaben in Buchführung, Jahresab-
schluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung 
der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 
3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichpro-
ben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung 
der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und 
der wesentlichen Einschätzungen der Geschäfts-
führung, die Würdigung der Gesamtdarstellung 
des Jahresabschlusses und des Lageberichts 
sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und 
die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 
EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt 
sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet 
wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere 
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für 
unsere Beurteilung bildet.
Düsseldorf, 29. Mai 2013 
Deloitte & Touche GmbH 
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 
Harnacke Wirtschaftsprüfer
Jahn Wirtschaftsprüfer

66 | 66   heaDlINe 1 
 Headline 2
Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft 
allein getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das 
Geschäftsjahr 2011 beträgt 39,6 Mio. €. Zur 
Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der ZKW folgenden Verpflichtungen von 
52, 8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung von 22,8 Mio. € gebildet.
 
OrGaNe Der GesellschaFt
aufsichtsrat
stefan weber
vorsitzender des aufsichtsrates
ratsmitglied
selbstständiger eD v-berater
heinz röhricht
1. stellvertretender vorsitzender 
arbeitnehmervertreter
Freigestellter betriebsratsvorsitzender
heizungsbauer 
Dr. michael Jung
2. stellvertretender vorsitzender  
ratsmitglied
historiker
 
Günther kronberg
arbeitnehmervertreter
kaufm. angestellter
klaus langebröker (bis 31.12.2012)
arbeitnehmervertreter
Freigestelltes betriebsratsmitglied
kaufm. angestellter
Dieter maager
sachkundiger bürger
heizungs- und lüftungssanitärmeister
Frank baumann
ratsmitglied 
Online-Designer
wilhelm breitenbach
sachkundiger bürger 
schulleiter 
manfred engelmann
sachkundiger bürger 
bezirksgeschäftsführer a.D.
Gesellschafter
Stadt Münster zu 100 Prozent
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Gerhard Joksch (bis 12.12.2012)
ratsmitglied 
Freiberuflicher raumplaner und berater
theodor knetzger 
sachkundiger bürger
Dr. thorsten kornblum
ratsmitglied 
Dipl.-Jurist, steuerwissenschaftler (ll.m.) 
alfons reinkemeier
stadtkämmerer 
antonio machado
arbeitnehmervertreter
lagerist
 
andreas Nicklas
ratsmitglied
rechtsanwalt
 
hans varnhagen
ratsmitglied
Dachdeckermeister 
michael weidekamp
arbeitnehmervertreter
techn. angestellter 
heribert klas (ab 13.12.2012)
ratsmitglied
leiter stadtmarketing
rolf wischer
arbeitnehmervertreter
Freigestelltes betriebsratsmitglied
kfz-mechaniker
66 | 67   Jahresabschluss
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 Organe der Gesellschaft/beteiligungsgesellschaften

Operative beteiligungen anteil am kapital in % kapital * in t€
 Verkehrsservicegesellschaft Münster mbH 100 26
 Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH 100 100
 Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH 100 200
 Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH 50 800
 Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V. 50 400
 smartOPTIMO GmbH & Co. KG 47 402
 items GmbH 32 1.237
 Energiehandelsgesellschaft West mbH 28 3.350
 Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG  100 1.883
 Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH 49,9 110
 Westfälische Bauindustrie GmbH 99 21.630
 Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG 100 1.000
beteIlIGuNGsGesellschaFteN
 Finanzbeteiligungen anteil am kapital in % kapital * in t€
 FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 35 22.664
 Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG 25 256
 Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH 14 3.907
 Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 8 25.457
 Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG 2 50.000
 * Stamm- oder Haftkapital

68 | 68   heaDlINe 1 
 Headline 2
68 | 69   Der kuNDe Im FOkus
 Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
 kundeninterviews
Das alles könnte ich für  
1.000 kw/h kaufen:
meIN
müNster 
Ist …
Die stadtwerke sind für mich...
hier finde ich entspannung:
münster ist für mich…
meine tickets kaufe ich immer…
mIchèle De rOOs
JörG schemm

mein beitrag zur energiewende:
münster ist für mich …
Nachhaltigkeit ist…
münster ist für mich…
hier finde ich entspannung:
mein wunsch an die stadtwerke:
Die stadtwerke münster sind für mich:
meine tickets kaufe ich immer…
JOhaNNa JahNke
sIeGrID bertram
JörG wINkler

Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft 
allein getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das 
Geschäftsjahr 2011 beträgt 39,6 Mio. €. Zur 
Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der ZKW folgenden Verpflichtungen von 
52, 8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung von 22,8 Mio. € gebildet.
 
70    Im P ressum
 St
adtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
ImPr essum
herausgeber
St
adtwerke Münster GmbH
Hafenplatz 1, 48155 Münster
Postfach 7609, 48041 Münster
Telefon 
 (0251) 694-0
T
elefax 
 (0251) 694-1111
Handelsr
egister-Nr . B 343
des Amtsgerichts Münster
e ntwurf und l ayout
KopfKunst, Agentur für Kommunikation GmbH 
Münster
Fotografien
Markus Hauschild
Peter Lessmann
k
onzept und 
r
edaktion
Stadtwerke Münster GmbH
Kaufmännische Services, Personal
und IT in Kooperation mit der
Unternehmenskommunikation
Telefon (0251) 694-2010
Telefax (0251) 694-3003
dialog@stadtwerke-muenster .de
www.stadtwerke-muenster .de
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beratungsverlauf (1)

09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Salzstraße
  • Hafenplatz 1

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0490/2013
Typ
Vorlagen
Datum
18.06.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37