V/0490/2013
Jahresabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
AR_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster
6119 Zeichen
Seite 1
Münster, 29.05.2013
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 04/2013
Betreff
Jahresabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH
Gremienfolge
20.06.2013 Aufsichtsrat Stadtwerke Münster GmbH
09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
10.07.2013 Hauptausschuss, Rat
Berichterstatter
Herr Dr. Müller-Tengelmann
Herr Dr. Hoffknecht
Anlagen
Geschäftsbericht 2012, enthaltend:
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012, bestehend aus:
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang sowie den
Lagebericht,
Prüfungsbericht
Antrag
Der Aufsichtsrat wolle beschließen:
Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen:
1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke M ünster GmbH zum 31.12.2012 in der vor-
liegenden, vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft, Düsseldorf, mit einem uneinge schränkten Bestätigungsvermerk tes-
tierten Fassung, wird von der Stadt Münste r als alleiniger Ge sellschafterin der
Stadtwerke Münster festgestellt.
2. Aus dem Jahresüberschuss von 2.760. 000 € zuzüglich der Entnahme aus den
Gewinnrücklagen von 29.962.342,98 € un d abzüglich der Vorabgewinnausschüt-
tungen von insgesamt 26.222.342,98 € ergi bt sich der Bilanzgewinn von
6.500.000 €. Unter Anrechnung der ber eits im September 2012 erfolgten
Vorabgewinnauschüttung in Höhe von 5. 050.000 € werden entsprechend der im
Managementkontrakt vereinbarten Mindestausschüttung noch 1.450.000 € geleis-
tet. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Ausschüt-
tung erfolgt nach Abzug der Kapitalertr agsteuer und des Solidaritätszuschlags an
den Betrieb gewerblicher Art Bäder der St adt Münster. Als Zahlungstermin wird
der 31.07.2013 festgesetzt.
Seite 2
3. Der Entnahme von 29.962.342,98 € aus den Gewinnrücklagen wird zugestimmt.
4. Der Lagebericht für das Geschäfts jahr 2012 wird zur Kenntnis genommen.
5. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für
das Geschäftsjahr 2012 Entlastung erteilt.
Begründung
Der Jahresüberschuss der Stadtwerke Münster GmbH im Geschäftsjahr 2012 ist insge-
samt noch zufriedenstellend.
Im operativen Geschäft konnten die Ergebnisziele mit erheblichen Anstrengungen ange-
sichts der wirtschaftlichen Belastungen, die sich für die konventionelle Stromerzeugung
infolge der Energiewende erg eben haben, im Wesentlichen erreicht werden. Der Ener-
gie- und Wasservertrieb zeigte sich 2012 insgesamt stabilisiert und erwirtschaftete einen
zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag. Der für die Jahre 2013 - 2015 bereits bestehenden
Risikovorsorge von 6,8 Mio. € für die Bete iligung Steinkohlekraftwerke Hamm ("black
gekko") und den damit verbundenen Strombezug wurden für die Jahre 2013 - 2017 wei-
tere 9,2 Mio. € zugeführt. Die bei der Finan zbeteiligung FMO zu realisierende Ergeb-
nisbelastung betrug 1,8 Mio. €. Die Entw icklung der Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld
Verkehr stellte sich hingegen sehr positiv dar.
Der Jahresüberschuss ergibt sich mit 2,8 Mio. €.
Den Gewinnrücklagen werden entnommen 29,9 Mio. €.
Die Vorabgewinnausschüttung 2012 setzt sich zusammen aus:
Brutto
1. Rate globaler Mehrertrag S eptember 2012 6, 8 Mio. €
2. Rate globaler Mehrertrag Dezember 2012 6,8 Mio. €
globaler Mehrertrag WBI 6,8 Mio. €
Vorabgewinnausschüttung Stadtwerke Münster 5,05 Mio. €
Vorabgewinnausschüttung WBI erhöhte Parkentgelte 0,8 Mio. €
Vorabgewinnausschüttung 2012 gesamt 26,2 Mio. €
Aus dem Bilanzgewinn von 6,5 Mio. €
werden zunächst 1,45 Mio. € ausgeschüttet und die verbleibenden 5,05 Mio. € auf neue
Rechnung vorgetragen.
Weitere Erläuterungen der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im
Einzelnen sowie der Geschäftsfelder finden sich im beigefügten Geschäftsbericht sowie
dem darin enthaltenen Lagebericht.
Seite 3
Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung
Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetz ung und zur Zweckerreichung nehmen wir
gemäß § 108 Abs. 3 der Gemeindeordnung Nordr hein-Westfalen für unsere wichtigsten
Geschäftsbereiche wie folgt Stellung:
In der Strom- und Erdgasversorgung haben wir gemäß § 1 des Energiewirtschaftsgeset-
zes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und um-
weltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Di eses Ziel wurde im Ge-
schäftsjahr 2012 in allen Punkten erreicht.
In der Wasserversorgung haben die Stadtw erke gemäß § 47 a Landeswassergesetz
NW eine dem Gemeinwohl entsprechende ö ffentliche Wasserverso rgung sicherzustel-
len. Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung verpflichtetes
Unternehmen auf einen haus hälterischen Umgang mit dem Wa sser hingewirkt. Eben-
falls haben die Stadtwerke gemäß § 1 der Tr inkwasserverordnung Wasser geliefert, das
die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreini-
gung von Wasser ergeben können, schützt.
Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke M ünster im Auftrag der Stadt Münster als
Aufgabenträger des öffent lichen Nahverkehrs jederzeit sic here, effiziente und hochwer-
tige Verkehrsleistungen angebot en. Die Vorgaben der Stadt Münster nach dem aktuel-
len Nahverkehrsplan wurden jederzeit erfüllt.
Die Stadtwerke Münster haben auch im Geschäftsjahr 2012 entsprechend ihrer Satzung
die Kunden und die Bevölkerung beraten mit dem Ziel, den Ve rbrauch von Energie und
Wasser zu reduzieren. Ebenfalls ist die Be reitschaft zum Einsatz regenerativer Energie-
träger durch das Unternehmen gefördert worden.
Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung
NW wurde in allen Fällen erfüllt.
Der Jahresabschluss 2012 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind von
der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschafts prüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft wor-
den. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungs-
vermerk wurde erteilt.
Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Hoffknecht
Beschlussvorlage
5071 Zeichen
V/0490/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2012 der Stadtwerke Münster GmbH Beratungsfolge 09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn - und Verlustrechnung und A nhang) sowie der Geschäftsbericht incl. Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH für das G e- schäftsjahr 2012 werden zur Kenntnis genommen. 2. Es wird weiter davon Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 201 2 durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Ja h- resabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk er- teilt wurde. 3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2012, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 470.254.187,81 €, in der Gewinn- und Verlustrechnung bei Umsatzerlösen von 502.679.563,60 €, mit einem Jahresüberschuss von 2.760.000,00 €, mit einem Bilanzgewinn von 6.500.000,00 €, wird festgestellt. b) Aus dem Jahresüberschuss von 2.760.000 € zuzüglich der Entnahme aus den Gewinnrück- lagen von 29.962.342,98 € und abzüglich der Vorabgewinnaus schüttungen von insgesamt 26.222.342,98 € ergibt sich der Bilanzgewinn von 6.500.000 €. Unter Anrechnung der b e- reits im Jahr 2012 erfolgten Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 5.050.000 € werden entsprechend der im Managementkontrakt vereinbarten Mindestau sschüttung noch Vorlagen-Nr.: V/0490/2013 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 18.06.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0490/2013 1.450.000 € geleistet. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Ausschüttung erfolgt nach Abzug der Kapitalertragsteuer und des Solidaritätszuschlags an den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster. Als Zahlun gstermin wird der 31.07.2013 festgesetzt.. c) Der Lagebericht und der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2012 werden zur Kenntnis genommen. d) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das Geschäftsjahr 2012 Entlastung erteilt. 4. Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel - und Konzernabschlusses der Stad t- werke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2013 wird die Deloitte & Touche GmbH Wir t- schaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt. Begründung: Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfa s- sung über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses, die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates und die Auswahl des Abschlussprüfers. Die Stadtwerke Münster GmbH hat im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresübe rschuss in Höhe von 2,76 Mio. € (Vorjahr 9,65 Mio. €) erzielt. Die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuer) erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 32 Mio. € auf 503 Mio. €. Auf der Aufwandsseite erhöhen sich die wesentlichen Aufwandspositionen (Material, Personal, Abschreibungen). Der Materialaufwand erhöht sich um Mio. 29,8 € auf 416,6 Mio. €. Die Persona l- kosten steigen um rd. 3,2 Mio. € auf rd. 57,8 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Verm ö- gensgegenstände und Sachanlagen verminderten sich um 1,6, Mio. € auf rd. 24,6 Mio. €. Die A b- schreibungen auf Finanzanlagen hingegen erhöhen sich 1,8 Mio. € (Vj 0,07 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um rd. 3,3 Mio. € auf 52,9 Mio. €. Vermögenslage: Wesentliche Erhöhungen auf der Aktivseite ergeben sich bei den Finanzanlagen mit einem Z u- wachs von rd. 30 Mio. € auf insgesamt 331,9 Mio. €. Dagegen sanken die Wertpapiere des U m- laufvermögens um rd. 13 Mio. € (Vj. 50 Mio. €) auf 6 Mio. €. Die Forderungen mit 65,2 Mio. € verminderten sich um 10,8 Mio. €. Der Kassenbestand (rd. 60,9 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (21,6 Mio. €) um 39,3 Mio. € erhöht. Insgesamt erhöht sich das Bilanzvermögen um rd. 44 Mio. €. Auf der Passivseite hat sich der Wert der Rückstellungen um rd. 7,5 Mio. auf nunmehr 114 Mio. € erhöht. Die Verbindlichkeiten steigen um rd. 64,7 Mio. € auf 172 Mio. €. Der Wirtschaftsprüfer hat der Stadtwerke Münster GmbH den uneingeschränkten Bestätigung s- vermerk am 29.05.2013 erteilt. - 3 - V/0490/2013 Weitere Einzelheiten z um Jahresabschluss sind sowohl dem Geschäftsbericht 2012 als auch der als Anlage 1 beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 04/2013 der Stadtwerke Münster GmbH zu en t- nehmen. I. V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlage 1: Vorlage des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH Anlage 2: Geschäftsbericht
Anlage 2_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster_Geschaeftsbericht_AufeinenBlick_2.
4301 Zeichen
AUF EINEN BLICK – STADTWERKE MÜNSTER 1) EBITDA = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - sonstige betriebliche Aufwendungen + Erträge aus Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme 2) EBIT = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - Abschreibungen - sonstige betriebliche Aufwendun- gen + Erträge aus Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme 3) Eigenkapitalquote = Eigenkapital ohne Bilanzgewinn/Gesamtkapital 4) Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) = EBIT/Eigenkapital ohne Bilanzgewinn 5) Rendite auf das langfristige Betriebskapital (EBIT-Basis) = EBIT/(Gesamtkapital - kurzfristige Verbindlichkeiten - sonstige Rückstellungen - liquide Mittel - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) 6) Cashflow (überschlägig) = Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Rückstellungsveränderungen - Bilanzgewinn 7) FTE: Fulltime Equivalents = in Vollzeitstellen umgerechnete Werte 8) Lokale Wertschöpfung in Münster = Aufträge an die heimische Wirtschaft + Gewerbesteuer + Konzessionsabgabe +Sponsoring + Jahresüberschuss + Verlustausgleich ÖPNV (ohne Löhne und Gehälter) 2012 2011 2010 2009 2008 Umsatzerlöse T€ 472.099 441.914 451.603 466.111 456.023 EBITDA 1) T€ 33.539 43.661 61.726 6.223 41.454 EBIT 2) T€ 8.902 17.365 31.171 28.500 8.021 Jahresüberschuss T€ 2.760 9.650 11.750 10.100 850 Eigenkapitalquote 3) % 30,3 40,4 36,3 35,4 34,8 Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) 4) % 6,3 10,1 18,3 17,9 5,1 Rendite auf das langfristige Betriebskapital (EBIT-Basis) 5) % 3,7 7,5 17,1 16,6 4,9 Cashflow (überschlägig) 6) T€ 55 -2.893 40.060 56.618 32.884 Personalentwicklung FTE 7) 919 892 919 829 958 Investitionen T€ 58.030 32.197 28.700 27.200 24.500 Lokale Wertschöpfung in Münster 8) T€ 73.298 74.587 74.311 78.292 65.623 Stromabgabe in Mio. kWh 2011: 985 2012: 992 Fernwärmeabgabe in Mio. kWh 2011: 570 2012: 624 Wasserabgabe in Mio. m³ 2011: 16,3 2012: 16,1 Gasabgabe in Mio. kWh 2011: 1.969 2012: 2.188 Fahrgastzahlen in Mio. 2011: 35 2012: 38 +0,7% +9,4% -1,2%+11,1% +7,2% UNSERE FÜNF GESCHÄFTSFELDER Energie- und Wasservertrieb 285.000 Münsteranerinnen und Münsteraner können sich jeden Tag darauf verlassen, dass wir ihnen Strom, Gas, Fernwärme und Wasser in erstklassiger Qualität und zu angemessenen Preisen liefern. Dabei bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Angebote vom zertifizierten Ökostrom über mehrjährige Gas-Festpreisprodukte bis hin zu günstigen Online-Tarifen. Versorgungsnetze 5.606 km Netzlänge – und doch ganz nah. Über ein professionelles Management unseres Versor- gungsnetzes stellen wir rund um die Uhr sicher, dass die Energie- und Wasserlieferung verläss- lich funktioniert. Der parallele Netzbetrieb für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser aus einer Hand ermöglicht eine hochwirtschaftliche Unterhaltung der Netze. Ausfallzeiten sind in Münster die Ausnahme. Erzeugung Münster ist „Klimahauptstadt“ – dazu haben wir mit unserer modernen und umweltfreundlichen Energieerzeugung maßgeblich beigetragen. Der Betrieb unserer Gas-und Dampfturbinen-Anla- ge (GuD-Anlage) am Hafen spart jedes Jahr ca. 200.000 Tonnen CO2 ein. Darüber hinaus erzeu- gen wir mit über 30 Blockheizkraftwerken auch dezentral umweltfreundlich Strom und Wärme für unsere Kunden, sozusagen gleich nebenan. Verkehr Über 38 Millionen Fahrgäste pro Jahr können darauf setzen, dass wir sie mit unseren Bussen pünktlich zu Schule, Arbeitsplatz, Freizeitvergnügen oder einfach wieder nach Hause bringen. Eine hohe Taktdichte und eine moderne Busflotte mit höchsten Umweltstandards sorgen dafür, dass unser Verkehrsangebot bei der regelmäßig stattfindenden bundesweiten TNS-Infratest- Umfrage immer wieder auf den vordersten Rängen landet. Straßenbeleuchtung Münster – im Lichte der Stadtwerke. Mit rund 27.000 Leuchten im ganzen Stadtgebiet sorgen wir dafür, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner auch nach Sonnenuntergang sicher ihren Weg finden und die Schönheit der Stadt erleben können. Moderne Kompaktleuchten reduzieren den Strombedarf und sorgen auch hier für einen umweltbewussten Umgang mit den kostbaren Energieressourcen.
Anlage zur AR_Vorlage_04-2013_Jahresabschluss_Stadtwerke_Muenster_Geschaeftsbericht
134781 Zeichen
Geschäftsbericht 2012 der
Stadtwerke Münster GmbH
MEIN
MüNstEr
Ist …
stadtwErkE MüNstEr – Ihr rEgIoNalEr
PartNEr für ENErgIE uNd MobIlItät
Ausgezeichneter Kundenservice und umweltfreundliche Energieerzeu-
gung und zukunftsweisende Mobilitätskonzepte: Die Stadtwerke Münster
sind der professionelle Dienstleister in Münster und im Münsterland. Wir
beliefern unsere Kunden mit Strom, Wärme und Trinkwasser und bringen
sie mit unseren Bussen zuverlässig und sicher ans Ziel. Über die Hälfte
des Münsteraner Strombedarfs erzeugen wir klimaschonend vor Ort in
eigenen Anlagen. Dabei ist unsere Gas- und Dampfturbinenanlage am
Hafen Münsters unsere größte Erzeugungsanlage auf der Basis der Kraft-
Wärme-Kopplung. Mit unserer umfassenden Unternehmensstrategie wer-
den wir den Ausbau umweltfreundlicher Energien mit hohem Engagement
vorantreiben und so Münster im Jahre 2020 atomstromfrei versorgen
können. Dabei setzen wir vor allem auf den Ausbau der Windkraft.
Für die Stadt Münster und die heimische Wirtschaft sind wir der starke,
verlässliche Partner, denn wir tätigen unsere Investitionen vor Ort. Das
Engagement für die Region ist für uns selbstverständlich. Die Stadtwerke
Münster verstehen sich als langfristiger und nachhaltig agierender Wert -
schöpfungspartner vor Ort. Unsere tägliche Motivation ist es, die lebens -
werteste Stadt voranzubringen, für die Menschen dieser Stadt.
auf EINEN blIck – stadtwErkE MüNstEr
1) EBITDA = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - sonstige betriebliche Aufwendungen + Erträge aus
Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme
2) EBIT = Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge - Materialaufwand - Personalaufwand - Abschreibungen - sonstige betriebliche Aufwendun-
gen + Erträge aus Beteiligungen + Erträge aus Gewinnabführungsverträgen - Aufwendungen aus Verlustübernahme
3) Eigenkapitalquote = Eigenkapital ohne Bilanzgewinn/Gesamtkapital
4) Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) = EBIT/Eigenkapital ohne Bilanzgewinn
5) Rendite auf das langfristige Betriebskapital (EBIT-Basis) = EBIT/(Gesamtkapital - kurzfristige Verbindlichkeiten - sonstige Rückstellungen - liquide
Mittel - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen)
6) Cashflow (überschlägig) = Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Rückstellungsveränderungen - Bilanzgewinn
7) Dynamischer Verschuldungsgrad = (gesamte Verbindlichkeiten + Rückstellungen + Bilanzgewinn - liquide Mittel)/Cash Flow (überschlägig), ent-
spricht der durchschnittlichen Rückzahlungsdauer sämtlicher Verbindlichkeiten in Jahren aus eigener Finanzkraft
8) FTE: Fulltime Equivalents = in Vollzeitstellen umgerechnete Werte
9) Lokale Wertschöpfung in Münster = Aufträge an die heimische Wirtschaft + Gewerbesteuer + Konzessionsabgabe +Sponsoring + Jahresüberschuss +
Verlustausgleich ÖPNV (ohne Löhne und Gehälter)
2012 2011 2010 2009 2008
Umsatzerlöse T€ 441.914 451.603 466.111 456.023 444.251
EBITDA 1) T€ 43.661 61.726 6.223 41.454 62.615
EBIT 2) T€ 17.365 31.171 28.500 8.021 25.719
Jahresüberschuss T€ 9.650 11.750 10.100 850 6.770
Eigenkapitalquote 3) % 40,4 36,3 35,4 34,8 32,8
Eigenkapitalrentabilität (EBIT-Basis) 4) % 10,1 18,3 17,9 5,1 16,4
Rendite auf das langfristige
Betriebskapital (EBIT-Basis) 5) % 7,5 17,1 16,6 4,9 13,0
Cashflow (überschlägig) 6) T€ -2.893 40.060 56.618 32.884 46.160
Dynamischer Verschuldungsgrad 7) 4,5 2,9 5,4 4,5
Personalentwicklung FTE 8) 943 919 829 958 966
Investitionen T€ 32.197 28.700 27.200 24.500 28.500
Lokale Wertschöpfung in Münster 9) T€ 74.587 74.311 78.292 65.623 73.161
stromabgabe in Mio. kwh
2011: 985
2012: 992
fernwärmeabgabe in Mio. kwh
2011: 570
2012: 624
wasserabgabe in Mio. m³
2011: 16,3
2012: 16,1
gasabgabe in Mio. kwh
2011: 1.969
2012: 2.188
fahrgastzahlen in Mio.
2011: 35
2012: 38
+0,7% +9,4%
-1,2%+11,1%
+7,2%
PLATZHALTER – IN BEARBEITUNG
uNsErE füNf gEschäftsfEldEr
Energie- und wasservertrieb
285.000 Münsteranerinnen und Münsteraner können sich jeden Tag darauf verlassen, dass
wir ihnen Strom, Gas, Fernwärme und Wasser in erstklassiger Qualität und zu angemessenen
Preisen liefern. Dabei bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Angebote vom zertifizierten
Ökostrom über mehrjährige Gas-Festpreisprodukte bis hin zu günstigen Online-Tarifen.
Versorgungsnetze
5.606 km Netzlänge – und doch ganz nah. Über ein professionelles Management unseres Versor-
gungsnetzes stellen wir rund um die Uhr sicher, dass die Energie- und Wasserlieferung verläss-
lich funktioniert. Der parallele Netzbetrieb für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser aus einer
Hand ermöglicht eine hochwirtschaftliche Unterhaltung der Netze. Ausfallzeiten sind in Münster
die Ausnahme.
Erzeugung
Münster ist „Klimahauptstadt“ – dazu haben wir mit unserer modernen und umweltfreundlichen
Energieerzeugung maßgeblich beigetragen. Der Betrieb unserer Gas-und Dampfturbinen-Anla-
ge (GuD-Anlage) am Hafen spart jedes Jahr ca. 200.000 Tonnen CO
2 ein. Darüber hinaus erzeu-
gen wir mit über 30 Blockheizkraftwerken auch dezentral umweltfreundlich Strom und Wärme
für unsere Kunden, sozusagen gleich nebenan.
Verkehr
Über 38 Millionen Fahrgäste pro Jahr können darauf setzen, dass wir sie mit unseren Bussen
pünktlich zu Schule, Arbeitsplatz, Freizeitvergnügen oder einfach wieder nach Hause bringen.
Eine hohe Taktdichte und eine moderne Busflotte mit höchsten Umweltstandards sorgen dafür,
dass unser Verkehrsangebot bei der regelmäßig stattfindenden bundesweiten TNS-Infratest-
Umfrage immer wieder auf den vordersten Rängen landet.
straßenbeleuchtung
Münster – im Lichte der Stadtwerke. Mit rund 27.000 Leuchten im ganzen Stadtgebiet sorgen wir
dafür, dass die Münsteranerinnen und Münsteraner auch nach Sonnenuntergang sicher ihren
Weg finden und die Schönheit der Stadt erleben können. Moderne Kompaktleuchten reduzieren
den Strombedarf und sorgen auch hier für einen umweltbewussten Umgang mit den kostbaren
Energieressourcen.
Wir gestalten die zukunft
unserer stadt
inhalt
Seit über 100 Jahren sind wir als Unternehmen der Münsteraner ein verlässlicher kommunaler
Partner für Energie und Mobilität. Eine so lange Zeit verbindet und verpflichtet zugleich.
Unser Ziel ist es, unser Kerngeschäft mit modernen Ideen immer weiter zu verbessern und
gleichzeitig innovative Geschäftsfelder zu erobern. Dabei richten wir unser Augenmerk auf den
Umweltschutz, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Schonung der natürlichen Ressourcen.
Auch die Kunden im Münsterland schätzen die Stadtwerke als regionalen Partner. So haben sich bis
Mitte 2013 fast 9.000 Privatkunden aus dem Münsterland für die Stadtwerke Münster als ihren Strom -
lieferanten entschieden. Über 38 Millionen Fahrgäste im Busbetrieb sind nicht nur eine Bestätigung für
unser Verkehrsangebot, sondern sorgen gleichzeitig für nachhaltigen Klimaschutz vor Ort. Auch der
Ausbau der Windenergie schreitet erfolgreich voran. Künftig werden die Stadtwerke noch mehr nach -
haltige und klimaschonende Energie an ihre Kunden liefern können.
Überblick
Auf einen Blick 03
Unsere fünf Geschäftsfelder 04
Management
Vorwort des Aufsichtsrates 06
Vorwort der Geschäftsführung 08
Unternehmen
Unsere Strategie 2020 12
Versprochen, Gehalten 14
Im Fokus 18
Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen 24
Ertragslage 26
• Energie- und Wasservertrieb 28
• Versorgungsnetze 30
• Erzeugung 31
• Verkehr 32
• Straßenbeleuchtung 33
Finanz- und Vermögenslage 34
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 36
Nachtragsbericht 38
Risikobericht 39
Prognosebericht 40
Jahresabschluss
Bilanz 46
Gewinn- und Verlustrechnung 48
Anhang 50
Entwicklung des Anlagevermögens 60
Bericht des Aufsichtsrates 62
Bestätigungsvermerk 64
Organe der Gesellschaft 66
Beteiligungsgesellschaften 67
Impressum 70
6 | 7 der kunde im fokus
Vorwort des Aufsichtsrates
management
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2012 war wieder stark von der Umsetzung der Strategie 2020 geprägt. Vor dem Hinter-
grund dieser Zielsetzung haben die Stadtwerke Münster intensiv und mit konkreten Projekten
weitere Beiträge zur Umsetzung der Energiewende geleistet. Die Stadtwerke Münster bekennen
sich auch weiterhin zum energiepolitischen Ziel einer umweltfreundlichen und ressourcenscho-
nenden Erzeugungslandschaft in Deutschland.
Allerdings zeigt sich mittlerweile, vor welchen großen Herausforderungen die Branche bei der
Realisierung steht. Verzögerungen beim Bau der nötigen Infrastruktur oder auch niedrige Groß-
handelspreise für Strom infolge des Überangebots führen für viele Energieversorgungsunter-
nehmen mit eigenen Erzeugungskapazitäten zu nicht unerheblichen finanziellen Belastungen.
Wenn die Energiewende weiterhin ein Erfolgsmodell bleiben soll, ist die Bundespolitik nun ge-
fordert, faire und realistische Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer zu entwickeln, die
einen wirtschaftlichen Betrieb moderner, umweltfreundlicher Erzeugungsanlagen ermöglichen.
Im Vertrauen auf verlässliche Rahmenbedingungen wollen die Stadtwerke Münster ihre Stra-
tegie hin zu einer umweltfreundlichen Erzeugung für unsere Stadt im ausgeglichenen Mix von
Erneuerbaren und modernen KWK-Anlagen weiter fortsetzen.
Zu Beginn des Jahres 2012 wurde infolge des deutlichen Zubaus regenerativer Erzeugungsanla-
gen, insbesondere der noch hoch geförderten Fotovoltaik, die staatliche EEG-Umlage durch den
Bund spürbar erhöht. Die Stadtwerke Münster haben Anfang 2012 die Belastung aus der EEG-
Erhöhung nicht an ihre Kunden weitergegeben – anders als viele andere deutsche Energieunter-
nehmen. Der Aufsichtsrat hat diesen Schritt begrüßt, da es Ausdruck der Kundenorientierung
der Stadtwerke Münster ist: da, wo es finanziell darstellbar ist im Sinne des Kunden zu entschei-
den. So blieb der Strompreis über das ganze Jahr konstant.
VorWort des
aufsichtsrates
Die Stadtwerke haben 2012 konsequent an der Verbesserung ihrer Servicequalität gearbeitet.
Die Optimierung sämtlicher kundenbezogenen Prozesse wird mit hoher Priorität verfolgt.
Der Verkehrsbereich der Stadtwerke Münster hat in 2012 einmal mehr ein tolles Feedback für
seinen Kundenservice erhalten – die Stadtwerke wurden erneut von ihren Kunden an die Spitze
der deutschen „ÖPNV-Charts“ gewählt. Ein neuer Stadtwerke-Rekord von 38 Mio. Fahrgästen in
2012 unterstreicht das eindrucksvoll.
Eins sein mit der Stadt und ihren Menschen; das Unternehmen langfristig entwickeln und
erfolgreich sein; hellwach, kreativ und innovativ für die Kunden arbeiten: all das kann nur mit
motivierten, begeisterten und von der Zukunft überzeugten Stadtwerkerinnen und Stadtwerkern
gelingen, deren Herz für diese Stadt schlägt.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Betriebsrat und der Ge-
schäftsführung für ihre Leistungsbereitschaft, ihren Mut und ihren Gestaltungswillen im Sinne
der Bürger dieser Stadt und ihrer Stadtwerke.
Für den Aufsichtsrat
Stefan Weber
Aufsichtsratsvorsitzender
stefan Weber
Aufsichtsratsvorsitzender
8 | 9 der kunde im fokus
Vorwort der Geschäftsführung
management
Sehr geehrte Damen und Herren,
Themen, die das vergangene Geschäftsjahr bei den Stadtwerken Münster besonders geprägt
haben, waren die Umsetzung der Energiewende vor Ort sowie der weitere Ausbau des Kunden-
services im Energie- und Verkehrsbereich. Beim Ausbau der Services stand vor allem der erste
Meilenstein unseres großen Serviceprojektes, die Weiterentwicklung unserer Kundenkarte
„PlusCard“ im Vordergrund. Mit Erfolg testen Kunden die erste elektronische Funktion der
Kundenkarte, unser eTicket. Im März 2013 ging das eTicket in den Markt und wurde umgehend
zu einem unserer Top-Verkehrsprodukte in Münster .
lokale energiewende
Auch die Fortführung der münsteraner Energiewende hat seit Ende 2012 ein neues Symbol:
Die 2 MW-Windkraftanlage in Münsters Ortsteil Wolbeck ist in Betrieb genommen worden.
Sehr erfreulich ist, dass unsere Kunden den Weg der lokalen Energiewende mitgehen. Dies hat
die großartige Resonanz auf unseren „Klimasparbrief“, einem unserer Modelle der Bürger-
beteiligung, gezeigt. In nur sechs Tagen war der Klimasparbrief, mit dem wir die Bürger am
finanziellen Erfolg der Windkraftanlage Wolbeck beteiligen, überzeichnet.
In einem Masterplan mit der Stadt Münster sind zudem weitere Windkraft-Standorte identifiziert
worden. Damit haben wir weitere Schritte realisiert, um unser strategisches Ziel, unsere Kunden
in Münster im Jahre 2020 atomstromfrei zu versorgen, zu erreichen.
Aber: Die Rahmenbedingungen haben sich verändert, teilweise so verschärft, dass die Umset-
zung der Energiewende nicht nur technisch, sondern auch finanziell eine große Herausforde-
rung für die Energielandschaft bedeutet, auch in Münster . Ob nun der intensive Wettbewerb um
Standorte und Anlagen bei der Windenergie oder auch die Netzanbindung dieser vielen neuen
Anlagen – diese Faktoren bedeuten erhebliche Mehrbelastungen, die es zu meistern gilt. Da
Münster Standort eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks ist, wird unser Unternehmen auch
massiv von den niedrigen Großhandelspreisen für Strom infolge des Überangebotes getroffen.
kundenorientierte Preispolitik
Die konsequente Kundenorientierung prägte auch die Preispolitik der Stadtwerke im Jahre 2012.
Die Strompreise und der Wasserpreis blieben konstant, der Wasserpreis bereits im vierten Jahr
in Folge. Der Strompreis blieb aber nur deshalb stabil, da die Stadtwerke Anfang 2012 die ge-
stiegenen Belastungen durch die Erhöhung der staatlichen Erneuerbaren Energie-Umlage nicht
an die Kunden weiter gegeben haben. Die gestiegenen Preise am Großhandelsmarkt für Gas
zwangen uns aber, die Preise für Erdgas und Fernwärme moderat anzuheben.
VorWort der
geschäftsführung
ausgezeichnetes kundenfeedback
Eine steigende Zahl von Privatkunden im Strombereich in Münster und im Umland, ein sehr
gutes Feedback der Verkehrskunden mit dem Ergebnis, dass wir erneut Spitzenreiter beim
Kundenservice in Deutschland sind, begeisterte Testkunden für das neue eTicket und nicht zu-
letzt mit fast 38 Millionen Fahrgästen ein neuer Rekord in 2012: Viele Fakten, die uns die Sicht
der Kunden auf die Leistungen der Stadtwerke widerspiegeln. Auch unsere drei Kundenser-
vicezentren bleiben stark nachgefragte Kompetenzcenter für alle Fragen rund um Energie und
den Verkehr . Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Ausbau unserer innovativen, umweltfreund-
lichen Busflotte: Zwei Hybridbusse sorgen geräuscharm für einen noch höheren Umweltstan-
dard bei den Bussen.
hohe motivation
Die Rückmeldungen der Kunden sind unser Antrieb, die beschlossene Strategie mit den drei
folgenden Schwerpunkten mit aller Kraft und Konsequenz fortzuführen:
• Angebote für Infrastrukturen aus einer Hand in Münster und in der Region
• Schaffung innovativer, kommunaler Mehrwerte für unsere Kunden
• Massiver Ausbau erneuerbarer Energien
Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Ausbau unserer Serviceleistungen unsere lokale Basis stär-
ken. Mit intelligenten und flexiblen Produkten, die unser Verkehrs- und Energieangebot weiter
vernetzen, werden wir unsere Kunden langfristig binden. Ein wichtiges Instrument ist der aktive
Kundendialog. Über Kundenforen und Befragungen erhalten wir ein direktes und offenes Feed-
back von unseren Kunden, eine wichtige Basis für die Verbesserung unsere Serviceleistungen.
Für die Zukunft rechnen wir damit, dass sich die Rahmenbedingungen für die Energiewende wei-
ter verändern und nach der Bundestagswahl im Herbst neue Entscheidungen fallen – auf diese
werden wir flexibel reagieren, ohne unsere Strategie aus den Augen zu verlieren.
Unser Ziel bleibt es, nicht nur mit unserer Wirtschaftskraft einen Beitrag für Münster und die
Region leisten, sondern unsere Kunden hier vor Ort eine attraktive, günstige und umweltfreund-
liche Erzeugung und kundennahe Dienstleistungen zu bieten.
Dr . Henning Müller-Tengelmann Dr . Andreas Hoffknecht
Kaufmännischer Geschäftsführer Technischer Geschäftsführer
dr. henning müller-tengelmann
dr. andreas hoffknecht
kaufmännischer Geschäftsführer
technischer Geschäftsführer
10 | 10 headline 1
Headline 2
unsere kunden haben das Wort.
Nachfragen und genau hinhören. Die Stadtwerke Münster
haben den Geschäftsbericht 2012 den Kunden gewidmet
und diese zu Wort kommen lassen, per Fragebogen aber
auch per Gespräch, denn: Wir sind auf die Straße gegangen
und haben nachgefragt, wie die Kunden ihre Stadt und Ihre
Stadtwerke sehen. Lassen Sie sich überraschen von den
Ergebnissen. Für uns sind diese Aussagen wichtige Impulse
für unsere Arbeit.
10 | 11 der kunde im fokus
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
kundeninterviews
geschwindigkeit bedeutet für mich…
mein Wunschzettel an die stadtwerke:
mein
münster
ist …
nachhaltigkeit ist…
mein beitrag zur energiewende:
mein Wunsch an die stadtwerke:
diler benji und sohn
dr. jochen reidegeld
die stadtwerke münster sind für mich…
mein münster ist...
die beste küche der stadt…
meine letzte busfahrt:
mein lieblingsort in münster…
die stadtwerke münster sind für mich…
meine tickets kaufe ich immer…
münster ist für mich…
christina mertens
Werner marzinkoWski
guido ricken
12 | 13 der kunde im fokus
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
unsere strategie 2020
Als zukunftsorientiertes Unternehmen haben die Stadtwerke
Münster eine klare Vision für die nächsten Jahre. Für das
neue Jahrzehnt haben wir eine Strategie festgelegt, die das
gut aufgestellte Unternehmen zugleich wirtschaftlich absi-
chert und mit modernen Ideen weiter voranbringt. Bis zum
Jahr 2020 planen wir so viel Strom umweltfreundlich selbst
zu produzieren, wie von unseren Kunden verbraucht wird.
unsere strategie 2020
Infrastruktur aus einer Hand – die Stadtwerke
Münster werden ihr Angebot in der
Region Münsterland weiter ausbauen.
• In Zukunft werden die Stadtwerke Münster
ihr Know-how im Bereich Versorgungsnetze
auch über die Grenzen von Münster hinaus
anbieten. Sie sind erfahrener lokaler Partner
für eine „Rekommunalisierung“ der Ener-
gienetze.
• Das Unternehmen nutzt so die Chance, im
Kerngeschäft organisch und rentabel zu
wachsen.
• Die Stadtwerke Münster stehen in Müns-
ter und Umgebung als erfahrener lokaler
Partner für weitere Infrastrukturaufgaben
zur Verfügung.
Wir entwickeln für unsere Kunden innovative
kommunale Mehrwertdienste, mit denen wir
uns vom Wettbewerb deutlich abgrenzen.
• Als Teil dieser Stadt kennen wir unsere Kun-
den sehr genau. Ihre Wünsche sind für uns
Maßstab allen Handelns.
• Das Unternehmen wird seine Angebote ver-
stärkt mit städtischen Leistungen und denen
ausgewählter ortsansässiger Unternehmer
verknüpfen und dem Kunden dadurch Mehr-
werte über die reine Energielieferung hinaus
bieten.
• Mit der Einführung einer innovativen elektro-
nischen Kundenkarte bieten die Stadtwerke
Münster ihren Kunden noch mehr Komfort,
z. B. bei der elektronischen Bezahlung der
Bustickets.
Die Stadtwerke Münster werden eine nach-
haltige CO2-Senkung sowie einen massiven
Ausbau erneuerbarer Energien in und außer-
halb von Münster vorantreiben.
• Bei all unseren Aktivitäten liegt der Fokus
auf Umweltschutz und dem schonenden
Umgang mit den Energieressourcen.
• Die Stadtwerke Münster forcieren den
Ausbau der regenerativen Energieerzeugung
durch Fotovoltaik- und Windkraftanlagen.
• Die Stadtwerke Münster möchten bis 2020
den Busanteil am gesamten Verkehrs-
aufkommen der Stadt um mindestens 20
Prozent steigern.
14 | 15 der kunde im fokus
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
Versprochen – gehalten
Die Stadtwerke Münster haben ihre drei strategischen Ziele
• Infrastruktur - auch in der Region
• Kommunale Mehrwertdienste
• CO2 senken und Erneuerbare Energien ausbauen
auch 2012 konsequent und mit Engagement vorangebracht.
Weitere Projekte im Bereich der regenerativen Erzeugung konnten
erfolgreich realisiert werden und liefern inzwischen ihren Beitrag
zum Ziel einer umweltfreundlichen Energieversorgung für Münster
und zur Energiewende in Deutschland. Die regionale Ausrichtung der
Stadtwerke Münster verzeichnete im vergangenen Jahr ein erfreulich
stabiles Wachstum. Über die Weiterentwicklung der elektronischen
PlusCard in Verbindung mit dem elektronischen Ticket (eTicket) un-
seres Verkehrsbetriebs wurde eine grundlegend neue und hochinno-
vative Basis für die Nutzung der Stadtwerke-Busse geschaffen – ein
schönes Beispiel für die Schaffung kommunaler Mehrwerte vor Ort
durch die Stadtwerke Münster .
VersProchen – gehalten:
nachhaltige energie
kommunaler mehrWert
regionale Präsenz
neue Windkraftanlagen
Bereits in 2011 haben die Stadtwerke Münster
ihr Engagement für die regenerative Energie-
erzeugung mit mehreren größeren Investiti-
onsprojekten unterstrichen. In 2012 wurden
die folgenden weiteren Projekte realisiert:
Im Münsterschen Ortsteil Wolbeck nahmen
die Stadtwerke Münster im Dezember 2012
eine neue Windkraftanlage in Betrieb. Die
Anlage befindet sich im Außenbezirk und pro-
duziert nun jährlich ca. 4,2 Mio. kWh umwelt-
freundlichen Strom ohne weiteren Verbrauch
natürlicher Ressourcen. Darüber lassen sich
rund 1.200 Haushalte in Münster regenerativ
versorgen, und dies bei einer CO
2-Entlastung
der Umwelt um jährlich etwa 3.100 Tonnen.
Im niedersächsischen Ort Löningen erwar-
ben die Stadtwerke Münster Ende 2012 einen
hochmodernen Windenergiepark mit sieben
Windkraftanlagen, die zusammen jährlich
über 30 Mio. kWh erzeugen und damit rund
8.600 Haushalte versorgen werden. Die damit
verbundene CO
2-Einsparung beläuft sich
auf erfreuliche 21.600 Tonnen pro Jahr . Den
Löninger Bürgern wird in 2013 die Möglichkeit
einer Beteiligung angeboten werden.
Im Rahmen der Beteiligung der Stadtwerke
Münster am Gemeinschaftsunternehmen
Green Gecco GmbH & Co. KG, einer Koope-
ration zwischen 26 Stadtwerken und der
RWE Innogy AG, wurden in 2012 ebenfalls
mehrere Windparks in Betrieb genommen.
Im nordrhein-westfälischen Titz am Rande
des Braunkohlereviers bei Aachen ging ein
großer Windpark mit einer jährlichen Strom-
erzeugung von über 52 Mio. kWh ans Netz,
der bei einer CO
2-Einsparung von über 37.000
Tonnen jährlich fast 15.000 Haushalte mit
Ökostrom versorgen wird. Ebenfalls über un-
sere Beteiligung Green Gecco erfolgte in 2012
die Inbetriebnahme des Windparks Hörup in
Schleswig-Holstein. Die Strom-Jahrespro-
duktion liegt bei 16,5 Mio. kWh und deckt den
jährlichen Bedarf von rund 4.700 Haushalten
bei einer CO
2-Einsparung von 11.700 Tonnen
pro Jahr .
Ein Erfolgsmodell:
Die Bürger investieren in
die Energiewende vor Ort.
Der Klimasparbrief war
innerhalb von sechs Tagen
überzeichnet.
grafik folgt:
zwei Windkraftanlagen (klein
und groß), die die entwicklung
von 2011 auf 2012 darstellen
riesen erfolg
bürger inVestieren 3,3 mio. euro
in Windkraftanlage Wolbeck
16 | 17 der kunde im fokus
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
Versprochen – gehalten
Zur Finanzierung dieser und weiterer Enga-
gements haben die Stadtwerke Münster in
2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von
70 Mio. Euro aufgenommen. Die Emission
war sehr erfolgreich, was sich u.a. in einer
Überzeichnung des nachgefragten Volumens
von über 100 Prozent manifestierte und eine
erfreuliche Marktresonanz für die Stadtwerke
Münster darstellt.
Erfolg in der Region
Die positive Wahrnehmung der Stadtwerke
Münster in der Region Münsterland konnte
in 2012 weiter ausgebaut werden. Nachdem
sich Ende 2011 etwa 5.000 Privatkunden aus
dem Münsterland im Vertriebssegment Strom
neu für die Stadtwerke Münster als Vertrags-
partner entschieden hatten, verstärkte sich
diese Entwicklung bis Ende 2012 hin zu einem
Bestand in der Region von fast 8.000 Kunden.
Unterstützt wurde diese Entwicklung durch
Einbindung von seriösen und etablierten Ver-
triebspartnern in den Kommunen vor Ort und
ein unaufdringliches, die positiven Attribute
der Region aufnehmendes Marketingkonzept.
An zwei Konzessionsverfahren für Strom- und
Gasnetze in der Region haben sich die Stadt-
werke Münster beteiligt, sind dabei aber trotz
guter Wettbewerbsplatzierungen bisher nicht
zum Zuge gekommen. Aufbauend auf den
gewonnen Erfahrungen werden die Stadtwer-
ke Münster sich bei weiteren Verfahren in der
Region erneut dem Wettbewerb stellen.
Kommunaler Mehrwert für Münster
In 2012 läuteten die Stadtwerke Münster
eine neue Ära für die Nutzung des öffentli-
chen Personennahverkehrs in der Stadt ein.
Im Zuge der vor ca. zwei Jahren begonnen
Entwicklung der elektronischen Stadtwerke
PlusCard wurde das elektronische Busticket
zur Marktreife gebracht.
Von August bis Dezember 2012 wurden etwa
700 Testkunden von den Stadtwerken Müns-
ter eingeladen, kostenlos das neuentwickelte
eTicket im Echtbetrieb auf „Herz und Nieren“
zu prüfen. Das eTicket wird für die Kunden
Busfahren auf einem völlig neuen, hochmo-
dernen und unkompliziertem Niveau ermög-
lichen: Kein „Durchkämpfen“ durch einen
unübersichtlichen „Tarif-Dschungel“ mehr,
sondern einfach in den Bus steigen, elektro-
nisch Einchecken, automatisch zum individu-
ell besten Preis fahren und bequem am Mo-
natsende eine transparente Online-Rechnung
über die getätigten Fahrten erhalten.
Faire Preise und ein
ausgezeichnetes Image
überzeugen Kunden in
der Region: Ende 2012
beziehen fast 8.000 Kun-
den Strom aus Münster .
Tendenz weiter steigend.
grafik folgt:
entwicklung eticket seit der
einführung: märz, april und
mai 2013 darstellen (z.b mit
dem wachsenden symbol des
etickets).
Dieser neuen ÖPNV-Welt sind die Stadtwerke
Münster als deutschlandweiter Innovations-
führer auf diesem Gebiet in 2012 ein großes
Stück näher gerückt. Für den Kunden wird
damit Busfahren maximal einfach, die IT-
technischen Prozesse im Hintergrund mit
Entwicklung und Integration verschiedenster
EDV-Systeme sind hingegen eine komplexe
Aufgabe. Deshalb war den Stadtwerken eine
umfangreiche und ausgiebige Testphase sehr
wichtig.
Die Rückmeldungen der 700 eTicket-Testkun-
den waren für die Optimierung des Systems
sehr hilfreich. Zugleich war die Resonanz
der Tester auf das neue System aber auch
überwältigend positiv und in höchstem Maße
motivierend für die Stadtwerke Münster, mit
ihrer Strategie ein weiteres, erfolgreiches
Stück Zukunft für die Menschen in Münster
gestalten zu können.
18 | 19 der kunde im fokus
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
im fokus
Die Stadtwerke Münster haben die Schaffung von kommunalen Mehr-
werten zum festen Bestandteil ihrer Strategie gemacht. Als zu 100
Prozent kommunales Unternehmen stehen wir auch zu 100 Prozent
hinter den Menschen in Münster und wollen unsere Kernprodukte
Energie- und Wasserversorgung und den öffentlichen Personennah-
verkehr (ÖPNV) in Münster für unsere Kunden einzigartig und positiv
erlebbar machen. Mit diesem Ziel vor Augen haben die Stadtwerke
Münster inzwischen eine Vielzahl von Produkt- und Serviceinnovationen
auf den Weg gebracht.
im fokus:
kommunale mehrWerte für
unsere kunden schaffen
Eine klar strukturierte Produktwelt mit
„Münster-Feeling“
Alle Produkte der Stadtwerke Münster, von
Energie über Wasser bis zum Busticket,
haben einen klaren Zuschnitt auf die individu-
ellen Bedürfnisse und Anforderungen unserer
Kunden in Münster und in der Region. Für
unsere ökologisch ausgerichteten Kunden
steht ein Ökostromprodukt mit individuel-
ler Beratung durch unseren Kundenservice
oder unser eigenes Callcenter vor Ort zur
Verfügung, die IT-erfahrenen Studenten
in den zahlreichen Hochschulen der Stadt
greifen gerne auf unser Online-Produkt
„Münster:direkt“ zurück, mit dem preisgüns-
tigen 60plus-Abo haben die Stadtwerke Müns-
ter geradezu einen „Run“ der älteren Genera-
tion auf unser ÖPNV-Angebot ausgelöst. Die
Stadtwerke Münster sind vor Ort und kennen
ihre Stadt. Sie sind den Menschen für das
was sie tun, unmittelbar verantwortlich. In
diesem täglichen Bewusstsein entwickelt das
Unternehmen seine Produkte. In dieser Posi-
tion erkennt es seine Chance, im Wettbewerb
nachhaltig erfolgreich zu sein. Kreativität und
Innovationsgeist in der Produktgestaltung
für die Kunden, faire und seriös kalkulierte
Preise und: Münster im Herzen – das sind die
zentralen Komponenten unserer Unterneh-
menspolitik.
Elektronische Stadtwerke PlusCard –
der Beginn einer Servicerevolution
Bereits vor etwa zwei Jahren entstand bei den
Stadtwerken Münster die Idee, unsere lokalen
Produkte und Services auf eine ganz neue
Plattform zu stellen und noch vielfältiger und
intensiver für unsere Kunden erlebbar zu
machen. Kernelement soll eine elektronische
Nutzbarkeit der Stadtwerke PlusCard werden.
Erfahrungen gab es aus dem Ausland, wie
z.B. die Nutzung der U-Bahn in London mit
der Oyster-Card als elektronischem Ticket.
In sorgfältiger Projektierung wurde das
Vorhaben geplant. Ziel war die Verbindung
der von den Kunden bisher eher getrennt
wahrgenommenen Servicewelten „Energie“
und „ÖPNV“ und die Erweiterung der damit
verbundenen Produktpalette um hochwertige,
über die elektronische PlusCard erreichbare
münster-spezifische Serviceangebote.
Phasenweise bis zu 16 Projektteams kümmer-
ten sich um die Entwicklung des elektroni-
schen Bustickets (eTicket) als Bestandteil der
PlusCard, um die Konzeption eines attraktiven
elektronischen Bonuspunkte-Systems, die An-
sprache hochwertiger, interessanter Partner
für die PlusCard aus der Münsteraner Ge-
schäftswelt, die Auswahl und Zusammenstel-
lung der erforderlichen IT-Komponenten und
selbstverständlich auch um eine für unsere
Kunden maximal sichere Datenübertragung im
Sinne des Bundesdatenschutz-Gesetzes. Die
Systemwelt der elektronischen PlusCard wur-
de 2012 vom TÜV Rheinland erfolgreich einer
umfangreichen Datenschutzprüfung unterzo-
gen und zertifiziert.
Ab Sommer 2012 wurde das elektronische
Busticket (eTicket) als erste marktreife Kom-
ponente der elektronischen PlusCard mit Un-
terstützung von ca. 700 Testkunden mehrere
Monate einer intensiven Prüfung im Echt-
betrieb unterzogen. Die Kundenreaktionen
waren überwältigend positiv. Nach Einstieg in
Ein Muss: Zertifizierter
Datenschutz bei der elek-
tronischen PlusCard. Der
TÜV Rheinland bescheinigt
uns maximale Sicherheit,
die Zertifizierung ist er-
folgreich.
20 | 21 der kunde im fokus
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
im fokus
den Bus checkt der Kunde mit dem eTicket
an einem elektronischen Lesegerät bequem
ein und kann nun 90 Minuten im komplet-
ten Stadtgebiet von Münster beliebig unser
ÖPNV-Angebot nutzen. Zwischenzeitliches
Umsteigen auf eine andere Linie ist innerhalb
der 90 Minuten jederzeit ohne neuen Check-
in möglich.
Im Laufe des Jahres 2013 wird diese Ticket-
Variante um ein elektronisches FlexAbo ohne
Zeitbegrenzung erweitert, bei dem dann jede
Fahrt exakt und einzeln abgerechnet wird;
neben den elektronischen Check-in tritt dann
auch ein elektronischer Check-out an einem
der Lesegeräte im Bus. Die Preisstellung für
das Busfahren wird dann tageszeitabhängig
über die elektronische PlusCard differenziert.
Z.B. wird morgens nach der Rush-Hour die
ÖPNV-Nutzung preislich sehr günstig und
damit für weitere Kundenpotenziale attraktiv.
Am Ende des Monats erhält der PlusCard-
Kunde automatisch und online per E-Mail
eine transparente Abrechnung seiner getätig-
ten Fahrten. Langes Suchen nach dem richti-
gen Ticket-Typ am Fahrkartenautomaten wird
mit der elektronischen PlusCard überflüssig;
es wird immer automatisch der günstigste
Tarif abgerechnet.
In 2013 und 2014 werden weitere attraktive
Servicekomponenten der PlusCard für die
Kunden der Stadtwerke Münster realisiert
werden. Das elektronische Parken in den
Parkhäusern unserer Tochtergesellschaft
WBI GmbH mit bargeldloser und minuten-
genauer Abrechnung ist in der Umsetzung
schon gut vorangeschritten, ebenso das
bargeldlose Taxifahren über die Taxizentrale
Münster . Weitere Themen in Vorbereitung
sind das Carsharing mit Elektroautos mit
Zugang und bequemer Zahlung über die
PlusCard. Für alle Services wird es jeweils
monatlich eine transparente und nachvoll-
ziehbare Abrechnungsübersicht geben.
Ergänzt werden soll das Serviceangebot der
elektronischen PlusCard durch ein attraktives
Bonussystem in Zusammenarbeit mit ver-
schiedenen Geschäftspartnern in Münster .
Die elektronische PlusCard wird die zentra-
le Plattform für die Schaffung innovativer,
kommunaler Mehrwerte durch die Stadtwer-
ke Münster werden und dazu beitragen, das
Leben in dieser wunderschönen Stadt für
unsere Kunden noch bequemer, einfacher
und attraktiver zu machen.
Einfach näher dran – ein Mehrwert an sich
Die Stadtwerke Münster sind seit über 100
Jahren ein gewachsener und organischer Be-
standteil dieser Stadt. Über 1.000 Stadtwer-
kerinnen und Stadtwerker engagieren sich
Tag für Tag, um den Münsteranern zuverläs-
sig, sicher und zu fairen Preisen ihre Energie,
ihr Wasser nach Hause zu liefern und ein
hochwertiges ÖPNV-Angebot zur Verfügung
zu stellen. Wir sind für die Kunden in Münster
direkt ansprechbar, über unser Servicecenter
am Hafenplatz, über das Kundencenter mo-
bilé am Hauptbahnhof und – auch samstags
Ohne Zeitbegrenzung nach
Lust und Laune Busfahren
in Münster . Ab September
2013 wird das FlexAbo
dem eTicket folgen.
Bereits jetzt besteht eine
hohe Nachfrage bei den
Kunden.
grafik folgt:
vorhandene grafik des etickets
vor dem Validatoren (ggf. mit
hinweis: 700 testkunden)
– über unseren CityShop in zentraler Innen-
stadtlage an der Salzstraße. Die Menschen
können mit ihren Fragen direkt zu uns kom-
men; unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sind vielfach selbst Münsteraner und bieten
den Kunden auf Basis des eigenen lokalen
Hintergrunds in der Beratung einen weiteren
kommunalen Mehrwert an. Die hohe Zahl der
Kundenbesuche, insbesondere im vor zwei
Jahren eingerichteten CityShop, sowie die
positive Kundenresonanz seit Eröffnung sind
dafür eine schöne Bestätigung. Der CityShop
ist auch für unsere Kunden aus der Region zu
einem attraktiven Anlaufpunkt geworden, um
sich währen des Shopping-Besuchs in Müns-
ter über unsere regionalen Produktangebote
zu informieren.
Die Stadtwerke Münster als fester Bestandteil
der Stadt verstehen den Begriff „Kundenser-
vice“ nicht einfach als Mittel zum Zweck. Als
kommunales Unternehmen fühlen sich die
Stadtwerke verantwortlich dafür, die ihnen
anvertrauten Aufgaben für die Menschen in
Münster bestmöglich, d.h. mit spürbaren
kommunalen Mehrwert, zu erfüllen. Darunter
verstehen wir eine hohe Zuverlässigkeit unse-
rer Produkte, Nachhaltigkeit im Hinblick auf
unsere natürlichen Ressourcen, Angemes-
senheit der Preise und positive Zukunftsge-
staltung für Münster durch kundenorientierte
Kreativität und Innovation in Produkten und
Services.
Modern, persönlich und
ganz nah beim Kunden:
Der CityShop hat sich bei
den Kunden in und außer-
halb von Münster etabliert.
grafik folgt:
besucherzahlen cityshop: mai
2011 (eröffnung), mai 2012, mai
2013 – ggf. mit wachsenden
cityshop-tüten darstellen
22 | 23 Der kunDe IM Fokus
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
Lagebericht
LageberIcht
2012
Geschäft und Rahmenbedingungen 24
Ertragslage 26
• Energie- und Wasservertrieb 28
• Versorgungsnetze 30
• Erzeugung 31
• Verkehr 32
• Straßenbeleuchtung 33
Finanz- und Vermögenslage 34
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 36
Nachtragsbericht 38
Risikobericht 39
Prognosebericht 40
Durch Rundungen können sich bei
den Zahlen Abweichungen ergeben.
24 | 25 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
geschäft und rahmenbedingungen
geschäFt unD rahMenbeDIngungen
Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur
Die Stadtwerke Münster sind als 100-prozentige Tochter der Stadt
Münster das Unternehmen zur Versorgung der Bürger mit Ener-
gie und Wasser, für den öffentlichen Personennahverkehr und für
weitere kommunale Dienstleistungen für die Bürger und Kunden in
Münster und der Region.
Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke gliedert sich in die
fünf Geschäftsfelder Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnet -
ze, Erzeugung, Verkehr und Straßenbeleuchtung.
Der Lagebericht stellt die Geschäftsfelder entsprechend den be -
trieblichen Strukturen dar. Die Tätigkeiten der Stadtwerke Münster
als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 6b Abs. 7 Satz
4 EnWG werden in den Abschnitten „Ertragslage“ sowie „Finanz-
und Vermögenslage“ erläutert.
unternehmensstrategie
Die strategie 2020 mit den drei säulen:
• Die Stadtwerke Münster sind der umfassen -
de Infrastrukturdienstleister in der Region
Münsterland.
• Unseren Kunden bieten wir innovative kom -
munale Mehrwertdienste, mit denen wir uns
vom Wettbewerb deutlich abgrenzen.
• Die Stadtwerke Münster werden eine nachhal -
tige CO
2-Senkung sowie einen massiven Aus -
bau erneuerbarer Energien in und außerhalb
von Münster vorantreiben.
wurde auch im Geschäftsjahr 2012 konse -
quent und engagiert vorangebracht. Maßnah -
men und Projekte für die drei Strategiefelder
wurden identifiziert und in einen langfristigen
Geschäftsplan überführt. Die damit verbun -
denen Innovations- und Entwicklungsansätze
ermöglichen es den Stadtwerken Münster, den
massiven negativen Auswirkungen der Energie -
politik auf die Preisentwicklung bei der Strom -
erzeugung, die auch unsere hocheffiziente und
damit umweltschonende GuD-Anlage treffen,
gegenzusteuern und ein mittelfristig zufrieden -
stellendes Ergebnisniveau zu sichern.
Projekte der regenerativen Energieerzeugung
konnten bereits realisiert werden – u.a. vor Ort
in Münster. Sie erzeugen umweltfreundliche
Energie für Münster und tragen zum weiterhin
positiven Unternehmensergebnis bei.
Der Erfolg beim Vertrieb unserer Produkte in
der Region Münsterland konnte weiter aus -
gebaut werden. Bis Ende 2012 haben sich fast
8.000 Privatkunden für die Stadtwerke Münster
als ihren Stromlieferanten entschieden. Am
Wettbewerb um Konzessionen für Strom- und
Gasnetze in der Region haben die Stadtwerke
Münster sich in zwei Fällen beteiligt und konn -
ten sich, wenn auch ohne Zuschlag, jeweils auf
vorderen Plätzen positionieren. Auf Grundlage
dieser positiven Erfahrungen werden sich die
Stadtwerke Münster an weiteren Verfahren
beteiligen.
Mit dem völlig neu entwickelten eTicket für
unsere Kunden im öffentlichen Personennah -
verkehr konnte im Rahmen des PlusCard-Pro -
jektes ein wichtiger Schritt zur Schaffung kom -
munalen Mehrwerts für unsere Kunden erreicht
werden. Das eTicket hat nach umfangreichen
Praxistests durch ca. 700 Testkunden im zwei -
ten Halbjahr 2012 die Marktreife erreicht.
gesamtwirtschaftliches umfeld
Die Finanzkrise einzelner Staaten im Euro-
Wirtschafts- und Währungsraum hat zwar die
Diskussion im Geschäftsjahr 2012 geprägt, aber
zumindest in der Bundesrepublik Deutschland
die wirtschaftliche Entwicklung trotz der damit
verbundenen Unsicherheiten nicht entschei -
dend eintrüben können. Insbesondere der
Arbeitsmarkt hat sich als sehr robust gezeigt.
Sowohl die Binnenkonjunktur als auch die Ex -
portwirtschaft waren stabil.
Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der
Stadtwerke Münster ist allerdings stark vom
Handels- und Dienstleistungssektor sowie von
Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Ent -
wicklung wirkt sich daher grundsätzlich nur in
begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung
aus. Lediglich der Absatz an unsere Industrie -
kunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der
Konjunkturentwicklung.
ertragsLage
26 | 27 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
ertragslage
Überblick über den Geschäftsverlauf
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 erreicht mit einem Jahres -
überschuss von 2,8 Mio. Euro das Niveau der Ergebniserwartungen
des Wirtschaftsplans. Im operativen Geschäft konnten die Ergeb -
nisziele mit erheblichen Anstrengungen angesichts der wirtschaft -
lichen Belastungen, die sich für die konventionelle Stromerzeugung
infolge der Energiewende ergeben haben, im Wesentlichen erreicht
werden. Der Energie- und Wasservertrieb zeigte sich 2012 insge -
samt stabilisiert und erwirtschaftete einen zufriedenstellenden
Ergebnisbeitrag. Die Risikovorsorge für die Beteiligung Steinkoh-
lekraftwerke Hamm („black gekko“) und den damit verbundenen
Strombezug wurde fortgeschrieben. Die bei der Finanzbeteiligung
FMO zu realisierende Ergebnisbelastung betrug 1,8 Mio. Euro. Die
Entwicklung der Fahrgastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr stellte
sich hingegen sehr positiv dar. Insgesamt kann das Ergebnis 2012
damit wiederum als noch zufriedenstellend bezeichnet werden.
Die Umsatzerlöse stiegen vor allem aufgrund
der allgemeinen Preisentwicklung auf dem
Energiemarkt und des höheren Mengenabsatzes
im Wärmemarkt um 31,5 Mio. Euro (+ 6,7 Prozent)
auf 502,7 Mio. Euro. Nach Abzug der Energiesteu-
ern von 30,6 Mio. Euro ergaben sich bereinigte
Umsatzerlöse in Höhe von 472,1 Mio. Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit
77,0 Mio. Euro um 8,4 Mio. Euro (-9,8 Prozent)
unter dem Wert des vergangenen Geschäftsjah -
res. Sie resultieren vorrangig aus Netzverpach -
tung (30,3 Mio. Euro) und aus der Erstattung von
Konzessionsabgabe (15,0 Mio. Euro). Die Erträge
aus der Auflösung von Rückstellungen sanken
von 20,7 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro.
Der Materialaufwand stieg um 29,7 Mio. Euro
(+7,7 Prozent) auf 416,6 Mio. Euro. Dazu haben vor
allem die höheren Bezugskosten von 191,3 Mio.
Euro (Vorjahr: 172,1 Mio. Euro) beigetragen.
Die Personalaufwendungen sind im Geschäfts -
jahr 2012 um 3,1 Mio. Euro (+5,8 Prozent) auf
57,8 Mio. Euro gestiegen. Wesentlich für diese
Entwicklung war die Steigerung der Löhne und
Gehälter in Summe um 2,4 Mio. Euro, die aus der
gestiegenen Anzahl von Mitarbeitern sowie der
Tarifentwicklung 2012 folgte.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermö -
gensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen lagen mit 24,6 Mio. Euro um 1,7
Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres. Trotz
hoher Investitionen des Berichtsjahres reduzier -
ten sich die Abschreibungen, da die Abschrei -
bungen aus Neuinvestitionen nur zeitanteilig zu
berücksichtigen sind.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stie -
gen um 3,3 Mio. Euro (+6,6 Prozent) auf 52,9 Mio.
Euro an. Die darin enthaltene Konzessionsabga -
be an die Stadt Münster sowie die Stadt Dren -
steinfurt in Höhe von zusammen 18,6 Mio. Euro
wurde voll erwirtschaftet. Steigerungen haben
sich vor allem bei den Aufwendungen für IT- und
sonstige Dienstleistungen sowie insbesondere
den periodenfremden Aufwendungen ergeben,
wohingegen die Aufwendungen für Beratungs -
leistungen rückläufig waren.
Das Finanzergebnis trägt mit 4,3 Mio. Euro
wieder deutlich positiv zum Gesamtergebnis bei.
Diese Entwicklung wurde vorrangig durch im
Vergleich zum Vorjahr höhere Erträge aus Be -
teiligungen (4,6 Mio. Euro; Vorjahr: 2,0 Mio. Euro)
und aus Gewinnabführungsverträgen (5,8 Mio.
Euro; Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) sowie geringere
Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwen -
dungen (4,7 Mio. Euro; Vorjahr: 7,3 Mio. Euro)
getragen. Ein wesentlicher Anteil des Mehrer -
trags im Beteiligungsbereich (1,8 Mio. Euro) re-
sultiert aus der Vereinnahmung eines einmaligen
Sonderbeitrags zur Haushaltskonsolidierung,
der zwischen der Tochtergesellschaft WBI und
der Stadt Münster als Konzernspitze über einen
Managementkontrakt vereinbart war und durch
die Stadtwerke Münster wiederum an die Stadt
Münster abgeführt wurde. Dem gegenüber stand
eine außerplanmäßige Abschreibung der Kapi -
talzuführung von 1,8 Mio. Euro an der Beteiligung
FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätig -
keit ist um 7,6 Mio. Euro (-60,3 Prozent) auf 5,0
Mio. Euro gesunken.
Der Austritt der Komplementärin der Energie-
park Wietze GmbH & Co. WP WIE KG führte
gemäß § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB zur Anwachsung.
Es ergaben sich außerordentliche Aufwendungen
von 0,1 Mio. Euro.
Nach Abzug der Steuerlast von insgesamt 2,1
Mio. Euro ergibt sich der Jahresüberschuss von
2,8 Mio. Euro.
ZIeLe Des WIrtschaFtspLans
erreIcht
28 | 29 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
ertragslage
energie- und Wasservertrieb
Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb
entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2012 in
einzelnen Segmenten wieder sehr differenziert.
Im Strommarkt konnte insgesamt eine Stabili -
sierung erreicht werden, bei der Mengenverlus -
te im Sonderkundensegment durch Zugewinne
bei den Privatkunden aufgefangen werden
konnten. Besonders positiv hat sich wiederum
das Segment Ökostrom mit sehr deutlichen
Mengensteigerungen sowohl in Münster als
auch darüber hinaus entwickelt. Zu der stabilen
Entwicklung hat auch der in 2011 begonnene
Ausbau des Stromvertriebs in der Region bei -
getragen. Die an Privat- und Geschäftskunden
abgesetzte Menge konnte auf mehr als 35 Mio.
kWh gesteigert werden.
Der Wärmemarkt entwickelte sich in den Berei -
chen Gas und Fernwärme unterschiedlich. Die
Mengensteigerung im Gasvertrieb ist bei insge -
samt annähernd stabiler Kundenzahl vor allem
der Temperaturentwicklung geschuldet. Bei
der Lieferung an Kunden außerhalb Münsters
konnten jedoch deutliche Steigerungen erzielt
werden. Im Wärmevertrieb wurde die positive
Mengenentwicklung auch von einer insgesamt
gestiegenen Kundenzahl – sowohl bei Privat-
als auch bei Geschäftskunden – getragen. Die
Menge des an Kunden gelieferten Wassers ist
nach zwei Jahren mit leichten Steigerungen
erstmals wieder geringfügig zurückgegangen.
stromabgabe in Mio. kWh
2011: 985
2012: 992
umsatzerlöse strom in Mio. euro
2011: 154,8
2012: 157,6
+0,7 %
+1,8 %
DeutLIche steIgerung
beI externen
WärMeLIeFerungen
gasabgabe in Mio. kWh
2011: 1.969
2012: 2.188
umsatzerlöse gas in Mio. euro
2011: 87,0
2012: 102,0
Fernwärmeabgabe in Mio. kWh
2011: 570
2012: 624
umsatzerlöse Fernwärme in Mio. euro
2011: 35,6
2012: 41,2
Münster:natürlich, das Ökostromprodukt der
Stadtwerke Münster, hat im Geschäftsjahr 2012
die positive Entwicklung der Vorjahre deutlich
übertroffen. Die Anzahl der Kunden, die sich für
dieses Produkt entschieden haben, stieg um
über 35 Prozent. Die abgesetzte Menge stieg
noch deutlicher um über 70 Prozent auf mehr
als 80 Mio. kWh.
Im Gasvertrieb konnte die abgesetzte Menge
(2.188 Mio. kWh) im Vergleich zum Vorjahr um 11,1
Prozent gesteigert werden. Einem leichten Rück-
gang im Stammgebiet Münster von vier Prozent
standen deutliche Zugewinne bei den Kunden in
der Region gegenüber. Hier konnte der Absatz
mit einem Plus von 87 Prozent fast verdoppelt
werden. Die Durchschnittserlöse konnten über
alle Kundensegmente gesteigert werden.
Im Wärmevertrieb konnten wieder über alle
Segmente rund drei Prozent mehr Kunden ge -
wonnen werden. Die größere Menge abgesetz -
ter Wärme (624 Mio. kWh) führte zusammen mit
den in Folge der Preisanpassung zum 1. Januar
2012 höheren Durchschnittserlösen zu einem
Anstieg der Umsatzerlöse um 16 Prozent auf
41,2 Mio. Euro.
Im Wasservertrieb ging im Geschäftsjahr 2012
die abgesetzte Menge (16,1 Mio. m³) erstmals
wieder leicht um 1,2 Prozent oder 196.000 m³
zurück. Der Rückgang betraf alle Kundenseg -
mente, war aber bei den Privatkunden weniger
stark ausgeprägt. Bei weiterhin unveränderten
Preisen blieben die Umsatzerlöse von 31,5 Mio.
Euro nahezu konstant.
Wasserabgabe in Mio. m³
2011: 16,3
2012: 16,1
umsatzerlöse Wasser in Mio. euro
2011: 31,5
2012: 31,5
+17,2 %
+/-0 %
+11,1 %
-1,2 %
+9,4 %
+15,7 %
30 | 31 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
ertragslage
Versorgungsnetze
Der Ausbau der verschiedenen Versorgungsnet -
ze wurde im Geschäftsjahr 2012 weiter voran -
getrieben. Insgesamt wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr 9,7 Mio. Euro in die Leitungsnet -
ze, Hausanschlüsse und zugehörigen Anlagen
investiert.
Die Erlöse im Geschäftsfeld Versorgungsnetze
blieben im Geschäftsjahr 2012 mit 49,9 Mio.
Euro nahezu konstant. Trotz der konstanten
Erlösentwicklung ist aufgrund des kontinuier -
lichen Drucks der Regulierungsbehörden eine
Verschlechterung der Ertragslage zu erwarten.
Dieser Entwicklung werden die Stadtwerke
Münster so weit wie möglich durch geeignete
Kostensenkungsmaßnahmen entgegenwirken.
netzlängen
2011 2012
km km
Strom 3.511 3.538
Erdgas 868 877
Wärme 102 107
Wasser 1.086 1.084
summe 5.567 5.606
anzahl der hausanschlüsse
2011 2012
Stück Stück
Strom 58.935 59.396
Erdgas 35.092 35.515
Wärme 3.090 3.186
Wasser 52.497 52.972
summe 149.614 151.069
35 proZent
Mehr ÖkostroMkunDen
erzeugung
Im Geschäftsjahr 2012 konnten im Geschäfts -
feld Erzeugung (Strom- und Wärmeerzeugung,
Regenerative Energien und Wassergewinnung)
zwei Windenergieprojekte in Betrieb genommen
werden. Diese bildeten damit den Schwerpunkt
der direkten Investitionen des Geschäftsjahres
2012 von 12,9 Mio. Euro. Für den Erwerb von
Beteiligungen an drei Windparks wurden 11,2
Mio. Euro investiert.
Obwohl die Erlöse in der Erzeugung um 3,4
Mio. Euro bzw. 6,5 Prozent gesteigert werden
konnten, wurde das Betriebsergebnis negativ,
da der Materialaufwand insbesondere für die
eingesetzte Energie um 7,6 Mio. Euro bzw. 12,6
Prozent deutlich stärker stieg.
stromerzeugung MWhel
2011: 486.485
2012: 544.175
Fernwärmeerzeugung MWhth
2011: 631.128
2012: 653.090
trinkwassergewinnung tm³
2011: 12.122
2012: 12.175
+3,5 %
+0,4 %
+11,9 %
ZWeI neue WInDenergIeprojekte
aM netZ
32 | 33 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
ertragslage
Verkehr
Die Zahl der Fahrgäste konnte auch im Jahr
2012 nochmals auf nun fast 38 Millionen gestei -
gert werden und erreichte damit einen neuen
Rekord. Diese positive Entwicklung wird weiter -
hin von der gestiegenen Anzahl der Fahrgäste
mit Abo getragen. Insbesondere bei den Schü -
lern wird das 2010 neu eingeführte GoCard-Abo
sehr gut angenommen. Allein hier ergeben
sich um 20 Prozent höhere Fahrgastzahlen, bei
den Studierenden stiegen diese um 11 Prozent,
aber auch bei den übrigen Abos haben sich die
Fahrgastzahlen nochmals um 3,5 Prozent er -
höht. Gegenläufig sank die Zahl der im Bartarif
oder als Zeitticket verkauften Fahrkarten – eine
Entwicklung, die von den Stadtwerken Müns -
ter angestrebt war und weiter forciert werden
soll, um allen Fahrgästen durch den einfachen
und unkomplizierten Zugang mehr Service und
Komfort im öffentlichen Personennahverkehr
zu bieten.
Die Betriebsleistung stieg um 3,6 Prozent auf 9,3
Mio. Wagen-km. Dafür wurden insgesamt 181
Busse (128 Gelenkbusse und 53 Solobusse) ein -
gesetzt. Hiervon waren 51 Busse von Vertrags -
partnern im Auftrag der Stadtwerke Münster
unterwegs. Über 90 Prozent der eingesetzten
Busse haben die grüne Umweltplakette.
Um die Umweltbilanz für unsere Fahrgäste
durch die Nutzung des ÖPNV weiter zu verbes -
sern, wurden ab Sommer 2012 Gelenkbusse mit
seriellem Hybridantrieb in Betrieb genommen,
deren CO
2-Bilanz gegenüber einem dieselgetrie -
benen Gelenkbus um 20 Prozent verbessert ist
und einen rein elektrischen Antrieb, z.B. durch
die Umweltzone in der Innenstadt, erlaubt.
Darüber hinaus arbeiten die Stadtwerke Müns -
ter gemeinsam mit zwei renommierten For -
schungsinstituten, der RWTH Aachen und dem
Fraunhofer-Institut, an einem Projekt zum
Einsatz eines Elektrobusses auf einer Stadtbus -
linie, das in 2013/2014 realisiert werden soll.
Das Projekt wird durch das Bundesministerium
für Bildung und Forschung gefördert.
Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs stiegen
im Geschäftsjahr 2012 um 2,1 Mio. Euro oder 7,2
Prozent auf 31,3 Mio. Euro. Die positive Ent -
wicklung der Umsatzerlöse, die gegenläufigen
Kostensteigerungen für Treibstoffe und bezoge -
ne Leistungen sowie die positiven Auswirkungen
der in den Vorjahren begonnenen und fortge -
setzten Kostensenkungsmaßnahmen ergeben
wie im Vorjahr einen operativen Kostende -
ckungsgrad von 72,8 Prozent, der weiterhin als
zufriedenstellend bezeichnet werden kann.
abonnements in stück
2011: 39.514
2012: 41.008
Fahrgastzahlen in Mio.
2011: 35
2012: 38
umsatzerlöse in Mio. euro
2011: 29,2
2012: 31,3
+7,2 %
+7,2 %
+3,8 %
Fast 38 MILLIonen
Fahrgäste
In Münsters bussen
anzahl Leuchten
2011: 26.995
2012: 27.303
straßenkilometer
2011: 995
2012: 1.003
umsatzerlöse in Mio. euro
2011: 5,3
2012: 5,3
+0,8 %
+/-0 %
+1,1 %
straßenbeleuchtung
Das Geschäftsfeld Straßenbeleuchtung umfasst
die Aktivitäten der Stadtwerke Münster in der
öffentlichen Straßenbeleuchtung sowie Dienst -
leistungen gegenüber Dritten. Umweltschutz,
Ressourcenschonung und eine damit verbun -
dene Kostenreduzierung stehen weiterhin im
Fokus des Geschäftsfelds.
34 | 35 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
Finanz- und Vermögenslage
FInanZ- unD VerMÖgensLage
Kapitalausstattung/Finanzierung
Aus den Gewinnrücklagen der Stadtwerke Münster wurden im Ge-
schäftsjahr 2012 30,0 Mio. Euro entnommen, um die mit der Gesell-
schafterin Stadt Münster vereinbarte Sonderausschüttung darzu-
stellen sowie die aus der Beteiligung an der FMO Flughafen Münster/
Osnabrück übernommene Ergebnisbelastung auszugleichen.
Die schwankende Preisbildung an den Energiemärkten ermöglicht
es agressiven Wettbewerbern am Gasmarkt, sich unter Inkaufnah -
me höherer Risiken am kurzfristigen Markt zu günstigeren Kondi -
tionen einzudecken, als dies die nachhaltige und längerfristig ori -
entierte Beschaffungspolitik der Stadtwerke erlaubt. Dem daraus
resultierenden latenten Wettbewerbsrisiko ebenso wie den mark-
to-market bewerteten Preisrisiken im Strommarkt haben die Stadt -
werke Münster durch die Bildung angemessener Drohverlustrück-
stellungen (40,8 Mio. Euro; Vorjahr: 34,3 Mio. Euro) gezielt Rechnung
getragen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti -
tuten stiegen 2012 durch die Aufnahme eines
Schuldscheindarlehens von 70 Mio. Euro, das
der langfristigen Finanzierung der strategi -
schen Projekte, insbesondere der regenerativen
Energieerzeugung dient. Die Emission des Dar -
lehens verlief sehr erfolgreich, was sich auch in
der Überzeichnung des angebotenen Volumens
um mehr als 100 Prozent und in der Verzinsung
zeigte. Demgegenüber gingen die Verbindlich -
keiten aus Lieferungen und Leistungen um 13,9
Mio. Euro auf 29,6 Mio. Euro zurück.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten ge -
genüber dem Gesellschafter sowie gegenüber
verbundenen Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
wurden im Bilanzausweis wiederum zusam -
mengefasst. Der Bilanzausweis dieser Ver -
bindlichkeiten blieb mit 6,2 Mio. Euro auf einem
niedrigen Niveau. Sie stiegen lediglich um 1,6
Mio. Euro an.
Die liquiden Mittel haben sich im Berichtsjahr
um 39,3 Mio. Euro insbesondere durch die Auf -
nahme des Schuldscheindarlehns auf 60,9 Mio.
Euro gesteigert.
Vermögen
Das Anlagevermögen bestimmte in 2012 mit den
Investitionen in Sachanlagen und Beteiligungen
– jeweils vor allem zur Erzeugung regenerativer
Energien – wiederum die Vermögensentwick -
lung der Stadtwerke Münster. Es stieg um 30,0
Mio. Euro (+9,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahr
auf 331,9 Mio. Euro an und erreichte damit einen
Anteil von 70,5 Prozent an der Bilanzsumme. Die
Buchwerte des Sachanlagevermögens ein -
schließlich der immateriellen Vermögensgegen -
stände stiegen um 13,2 Mio. Euro (+5,9 Prozent).
Der Anstieg der Buchwerte der Finanzanlagen
war in 2012 noch stärker als 2011, nämlich um
16,7 Mio. Euro (+21,5 Prozent) auf 94,5 Mio. Euro.
Die Zugänge entfielen im Wesentlichen auf
Anteile an verbundenen Unternehmen sowie auf
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs -
verhältnis besteht, und dienten insbesondere
der Entwicklung vereinbarter Projekte, u.a. zum
Ausbau der regenerativen Energien.
Die Vorräte blieben mit einem Minus von 0,3
Mio. Euro (-4,9 Prozent) auf 6,1 Mio. Euro nahe -
zu konstant.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden
um 14,0 Mio. Euro (-70,0 Prozent) zurückge -
führt, die liquiden Mittel um 39,3 Mio. Euro
(+181,5 Prozent) auf nunmehr 60,9 Mio. Euro
aufgestockt. Diese Entwicklung ergibt sich aus
der Aufnahme des Schuldscheindarlehens und
der Umschichtungen der verfügbaren Mittel.
Damit wird die Liquidität zur Finanzierung
der verschiedenen Strategie-Projekte in einer
liquiditätsnahen und zinsoptimierten Struktur
vorgehalten.
Die Vermögens- und Finanzlage bildet weiterhin
eine valide wirtschaftliche Basis für die weitere
Strategie- und Geschäftsentwicklung der Stadt -
werke Münster.
LangFrIstIge FInanZIerung
strategIscher projekte
36 | 36 heaDLIne 1
Headline 2
36 | 37 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
MItarbeIterInnen unD MItarbeIter
Der Personalaufwand des Unternehmens setzt sich aus den laufen-
den operativen Personalkosten sowie den Aufwendungen für Vor-
sorgerückstellungen zusammen. Die laufenden Personalkosten sind
aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl und der Tarifentwicklung
insgesamt angestiegen. Der Anstieg ergibt sich bei den Aufwendun-
gen für Löhne und Gehälter mit +2,4 Mio. Euro (+5,8 Prozent) sowie
bei den Sozialabgaben, während der Aufwand für die regelmäßigen
Vorsorgerückstellungen annähernd konstant geblieben ist.
Die Einstellungen von Mitarbeitern erfolgten vor allem zur weite -
ren Verbesserung der Kundenservices, zur Umsetzung der ver -
schiedenen strategischen Projekte im Bereich der erneuerbaren
Energien sowie zur Abdeckung des Arbeitsvolumens aus den
zunehmenden Regulierungsauflagen.
Zur Umsetzung der Unternehmensstrategie benötigen die Stadt-
werke Münster Mitarbeiter, die das Basisgeschäft motiviert, kom -
petent und effizient beherrschen und es weiterentwickeln. Mit
ihren Erfahrungen und ihrem Potenzial erschließen sie die Chan -
cen des Unternehmens im Markt.
personalentwicklung: Vollzeitbeschäftigte
2011: 904
2012: 924
personalentwicklung: teilzeitbeschäftigte
2011: 135
2012: 147
+8,9 %
+2,2 %
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind
die Kehrseite moderner Arbeitswelten. Je mehr
Freiheitsgrade das Arbeitsfeld bietet, desto mehr
ist jeder Einzelne auf seine Fähigkeiten angewie-
sen, seine Arbeit selbst zu priorisieren und zu
organisieren. Falsch verstandenes Engagement,
mangelnde Qualifikation gepaart mit hoher Ar-
beitsbelastung können zu Burnout-Phänomenen
führen. Daher wurde in Workshops und Vorträ-
gen auf den verschiedenen Führungsebenen
über das Thema informiert. Dabei wurden mit
den Führungskräften entsprechende Handlungs-
möglichkeiten erarbeitet. Im nächsten Schritt
wird es eine Diagnosephase mit anschließender
Ausarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen
geben. Die bereits bestehenden vielfältigen Ge-
sundheitsangebote, wie z.B. Möglichkeiten einer
Gesundheitsberatung, Untersuchungen zum
Fitnessstatus für Mitarbeiter und Führungskräfte
über 50 sowie Selbstreflexions- und Stressbe-
wältigungsseminare, werden weiterhin offeriert
und auch gut angenommen.
Der Austausch mit Schulen in Münster im
Rahmen verschiedenster Projekte wird weiter
gepflegt. Die Schüler haben die Möglichkeit,
sich allgemein über Berufsbilder oder spezielle
Ausbildungsberufe zu informieren.
42 Auszubildende waren im Geschäftsjahr 2012
bei den Stadtwerken Münster beschäftigt, von
denen 14 für kaufmännische Berufe, teilweise
ergänzt durch ein duales Studium, und 28 für
technische Berufe ausgebildet wurden.
Ausbildungsberufe bei den Stadtwerken Münster
• Industriekaufmann/-frau
• Kaufmann/-frau für Dialogmarketing
• Betriebswirt/-in (VWA)/Bachelor of Arts
• Elektroniker/-in für Betriebstechnik
• Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik
• Kfz-Mechatroniker/-in (Fachrichtung
Pkw-Technik)
• Rohrleitungsbauer/-in
• Kaufmann/-frau für Bürokommunikation
• Fahrzeuglackierer/-in
• Mechatroniker/-in
Aber nicht nur die Unternehmensstrategie
erhöht Umfang und Komplexität der Aufgaben
am Arbeitsplatz, auch die Weiterentwicklung
der Arbeitswelt insgesamt erfordert immer
wieder Anpassungsleistungen des einzelnen
Mitarbeiters. Durch technische Veränderungen,
durch steigende Komplexität von Arbeitsaufga-
ben, Verdichtung von Arbeit, Beschleunigung
von Innovationszyklen und nicht zuletzt durch
anspruchsvollere Kunden steigen die Erwar-
tungen und Anforderungen an die Belegschaft.
Themen werden heutzutage überwiegend durch
Vernetzung in bereichsübergreifenden Gruppen
gelöst, eigenständig, mit Eigenverantwortung
und eigeninitiativ. Umso wichtiger werden für
jeden Mitarbeiter die Fähigkeiten, Aufgaben
selbst zu priorisieren, sich selbst zu organisieren
und eigenverantwortlich systemisch zu handeln.
Die Qualifikationsanforderungen, vor allem der
außerfachlichen Kompetenzen, steigen. Eine
wichtige Aufgabe für unser Unternehmen und für
den Mitarbeiter selbst besteht darin, die Kompe-
tenzen ein Arbeitsleben lang aktuell zu halten.
Daher werden weiterhin gezielte Förderprogram-
me für unterschiedliche Zielgruppen angeboten.
Um eine gezielte Begleitung von Mitarbeitern
durch den Personalbereich zu ermöglichen,
wurde im Rahmen der Personalgesamtstrategie
die Vision eines Arbeitslebenszyklus entwor-
fen. In regelmäßigen Abständen ermöglicht der
Personalbereich dem (neuen) Mitarbeiter und
seiner Führungskraft ein Feedbackgespräch. In
diesem Gespräch geht es um die eigene Ein-
schätzung des Mitarbeiters zu den Anforderun-
gen seiner Arbeit, seiner Arbeitszufriedenheit
und die Spiegelung durch seine Führungskraft
bezüglich Zusammenarbeit und Leistung sowie
um Entwicklungsperspektiven und -maßnahmen.
Begonnen wurde mit Drei-Monats- und Fünf-
Monatschecks für Mitarbeiter in neuer Funktion.
Diese Gespräche sollen in größeren Abständen
fortgeführt werden.
geZIeLte
FÖrDerungsprograMMe
bauen koMpetenZen aus
38 | 39 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
risikobericht
nachtragsberIcht
Am 16./21. Mai 2013 wurden die Konzessionsverträge Strom und
Gas zwischen der Stadt Münster und den Stadtwerken Münster
unterschrieben. Sie haben eine Laufzeit bis zum 16. Oktober 2034.
Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Stadtwerke
Münster sind nach Ende des Geschäftsjahres 2012 bis heute nicht
eingetreten.
rIsIkoberIcht
Das für das Geschäftsjahr 2012 vorliegende,
aktualisierte Risikoinventar beinhaltet zunächst
die im Vorjahresbericht benannten, identifizier -
ten und analysierten Risiken und berücksichtigt
im Weiteren die aktuell erkannten Risiken, die
nach Einschätzung der verantwortlichen Füh -
rungskräfte ein konkretes Risikopotenzial für
die Stadtwerke Münster darstellen.
Darstellung wesentlicher einzelrisiken
Die aktuelle Risikoanalyse bewertet sowohl die
für das laufende Geschäftsjahr 2013 benann -
ten Risiken als auch die weiteren, mittelfristig
erkennbaren Risiken. Schwerpunkte in der
vorliegenden Risikobeurteilung waren zudem
die Risiken, die sich aus den differenzierten
Preisentwicklungen auf den internationalen
Energiemärkten und deren Folgen für die Be -
schaffungs- und Verkaufspreise und -mengen
der Stadtwerke Münster ergeben können.
Diese Risiken werden in den regelmäßigen Sit -
zungen des Risikokomitees diskutiert, bewertet
und Handlungsoptionen festgelegt. Darüber
hinaus verbleibende Risiken werden im Rah -
men angemessener Rückstellungen bewertet,
sodass die zu erwartende Ergebnisbelastung
zukünftiger Perioden antizipiert wird.
Dieses gilt auch für die Risiken der konventio -
nellen Stromerzeugung aufgrund der Preisent -
wicklung auf dem Strommarkt, die sowohl die
gasbasierte Erzeugung in der GuD-Anlage am
Standort Hafen als auch die steinkohlebasierte
Erzeugung in dem Steinkohlekraftwerk Hamm
betreffen.
gesamtrisiko
Die Risiken wurden sowohl einzeln als auch
kumulativ bewertet und werden nicht als be -
stands- oder entwicklungsgefährdend einge -
schätzt.
chancen
Die Chancen, die die Stadtwerke Münster in ih -
ren Tätigkeitsfeldern sehen und in den nächsten
Jahren umsetzen wollen, werden ausführlicher
im folgenden Prognosebericht dargestellt.
Risikomanagement
Auf Grundlage des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im
Unternehmensbereich (KonTraG) und der damit verbundenen Än -
derungen des Aktiengesetzes werden nach dem bei den Stadtwer -
ken Münster eingesetzten Risikomanagementsystem bestehende
und potenzielle Risiken beurteilt und bewertet. Sämtliche den
Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklungen sol -
len frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig notwendige Gegen -
maßnahmen einleiten zu können. Bestandteil des Systems sind
regelmäßige und koordinierte Informationsflüsse zwischen den
Unternehmensbereichen und der Geschäftsführung. Die operativen
Beteiligungsgesellschaften sind in dieses Informations- und Kont -
rollsystem eingebunden.
40 | 41 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
prognosebericht
prognoseberIcht
Prognose 2013
Weiterentwicklung der Strategie 2020
Das Jahr 2013 steht weiterhin im Zeichen der Strategie 2020. Neben
der nachhaltigen und qualitätsorientierten Investitionspolitik für die
bestehenden Assets der Stadtwerke Münster, insbesondere in den
Bereichen Netze und öffentlicher Personennahverkehr, wird auch
das kommende Jahr von Projekten in den Bereichen regenerative
Energieerzeugung, Schaffung kommunaler Mehrwerte für die Kun -
den in Münster und Fortführung der Regionalisierungsstrategie
geprägt sein.
Die augenblicklich schwierige Ertragslage im Bereich der konventi -
onellen Energieerzeugung gibt aber in mehrfacher Hinsicht Anlass,
die Umsetzung der damit verbundenen Strategie sowohl zeitlich als
auch inhaltlich flexibel zu gestalten. Deshalb werden die Stadtwerke
Münster zunächst ihre Planungen zur Errichtung einer dritten Gas -
turbine in ihrem GuD-Kraftwerk zurückstellen. Stattdessen sind für
die kommenden Jahre an dezentralen Standorten im Stadtgebiet von
Münster bis zu vier große Blockheizkraftwerke vorgesehen, die sich
flexibler einsetzen lassen und zudem technische und wirtschaftliche
Vorteile in der Auslastung des Fernwärmenetzes bieten. Mit dieser
dezentralen Lösung lässt sich eine vergleichbare atomstromfreie
und umweltfreundliche Erzeugungsleistung erreichen wie mit dem
ursprünglich geplanten Ausbau der GuD-Anlage.
Zugleich herrscht momentan in der Energie-
branche Ungewissheit über die Entwicklung der
Rahmenbedingungen für die Energiewende. Die
Bundesregierung sucht verständlicherweise
nach Möglichkeiten, weitere Kostensteigerun -
gen für die Verbraucher durch die EEG-Umlage
zu begrenzen. Nach der Bundestagswahl im
September 2013 ist damit zu rechnen, dass die
Vergütungsbedingungen des Erneuerbare Ener -
gien Gesetzes (EEG) zumindest für neu zu er -
richtende regenerative Erzeugungsanlagen ge -
ändert werden. Vor diesem Hintergrund werden
die Stadtwerke Münster ihre Investitionsstrate -
gie hin zu einer umfassend umweltfreundlichen
Energieerzeugung für Münster konsequent
weiterverfolgen, diese aber in Abhängigkeit des
jeweiligen wirtschaftlichen Rahmens regelmä -
ßig auf Anpassungsbedarfe hin prüfen.
Für die Kunden des öffentlichen Personen -
nahverkehrs haben die Stadtwerke Münster
Anfang 2013 eine neue Ära eingeleitet. Die neue
elektronische Stadtwerke PlusCard ist nun
auch zugleich ein elektronisches Busticket und
bietet den Buskunden der Stadtwerke Münster
ab dem 1. März die Möglichkeit, in Form des 90
Minuten Tickets sämtliche Linien im Stadtgebiet
Münster sehr flexibel zu nutzen. Beim Einstieg
in den Bus erfolgt mit der Chipkarte ein kurzer
Check-in an einem Lesegerät, in den folgenden
90 Minuten kann beliebig auf andere Linien
gewechselt werden. Erst danach ist ein weiterer
Check-in erforderlich. Am Monatsende erhält
der Kunde dann eine Online-Abrechnung über
alle getätigten Fahrten. Busfahren wird damit
so einfach und bequem wie nie zuvor. Bereits
drei Wochen nach Einführung des elektroni -
schen Tickets lagen fast 4.000 Online-Bestel -
lungen von Kunden vor. Das Ticket-Angebot
wird im Laufe des Jahres 2013 um ein FlexAbo
erweitert, das dann Busfahren in Münster ohne
zeitliche Begrenzung erlaubt und immer eine
Bestabrechnung aller vorgenommenen Fahrten
ermöglicht. Zugleich können dann zeitflexible
Tarife angeboten werden, die z.B. Busfahren
außerhalb der Rushhour preislich hochattraktiv
machen und zugleich die Auslastung des ÖPNV-
Angebotes außerhalb der Spitzenlast-Zeiten
verbessern können.
Ebenfalls werden in 2013 die über das eTicket
hinaus geplanten Funktionen der elektronischen
Stadtwerke PlusCard weiterentwickelt. So wird
die Kooperation mit den Parkhäusern unserer
Tochtergesellschaft Westfälische Bauindustrie
GmbH zur Umsetzung des bargeldlosen Parkens
mit minutenscharfer Parkentgeltabrechnung
über die elektronische PlusCard vorangetrieben
werden. Ebenso wird es eine Zusammenarbeit
mit der Taxizentrale Münster geben, die eine
bargeldlose Abwicklung der Taxinutzung über
die elektronische PlusCard beinhaltet. Ziel ist,
ein umfassendes Mobilitätsangebot mit maxi -
malen Freiheitsgraden und deutlich reduzier -
ter Komplexität für die Kunden in Münster zu
schaffen. Die Zusammenarbeit mit weiteren
PlusCard-Partnern in Münster für Münster wird
ebenfalls fortentwickelt.
Auch die in 2011 gestartete Regionalisierungs-
strategie wird in 2013 ihre Fortsetzung finden. Im
Vertriebssegment der Strom-Privatkunden konn-
te die Kundenzahl bis März 2013 stetig auf nahezu
9.000 Kunden gesteigert werden. Dies zeigt, dass
es den Stadtwerken Münster gelingt, im Rahmen
ihrer seriösen und nachhaltigen Unternehmens-
politik zunehmend das Vertrauen der Menschen
auch in der Region Münsterland zu gewinnen.
Weiterhin werden die Stadtwerke Münster an
regionalen Ausschreibungswettbewerben für
Strom- und/oder Gaskonzessionen teilnehmen.
absatzmengen
Die außergewöhnlich lange andauernde Käl -
teperiode bis Ende März 2013 bewirkte noch -
mals eine Steigerung der Absatzmengen in
den Wärmemärkten gegenüber dem ebenfalls
schon kühlen ersten Quartal des Vorjahres. Die
Gradtagszahlen als Maßstab des Wärmebedarfs
lagen kumuliert bis Ende März um ca. 16 Pro -
zent über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Der von der Witterung relativ unabhängige
Stromabsatz überstieg im ersten Quartal das
Vorjahresniveau um rund drei Prozent. Maß-
MärZ 2013:
staDtWerke pluscard
MIt etIcket-FunktIon
42 | 43 LageberIcht
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
prognosebericht
raussichtlich zum 1. August 2013 eine Anhebung
der Fahrpreise um durchschnittlich 2,9 Prozent
vorzunehmen sein.
Auf der Großhandelsseite sind zwischen den
Energieträgern divergierende Entwicklungen
festzustellen. Die Forwardpreise für Erdgas
an der Leipziger Energiehandelsbörse für das
absatzintensive 4. Quartal 2013 bewegen sich seit
etwa einem halben Jahr überwiegend auf einem
konstanten Niveau, während der vergleichbare
Börsenpreis für Strom in diesem Zeitraum um
mehr als 1 ct/kWh gefallen ist. Die damit verbun-
dene Entwicklung der Differenz zwischen Strom-
vermarktungspreis und Gasbezugskosten (Spark
Spread) setzt insbesondere die umweltschonen-
de Stromerzeugung in modernen Gaskraftwer-
ken unter erheblichen wirtschaftlichen Druck.
Das Jahresergebnis wird für 2013 mit 3,4 Mio.
Euro erwartet. Die Folgejahre werden nach
der aktuellen Mittelfristplanung ebenfalls auf
diesem Niveau liegen. Die Ergebnisse der Stra -
tegie 2020 ermöglichen diese stabile Entwick -
lung, die gegenläufig von dem weiter intensi -
ven Wettbewerb im Energievertrieb und den
deutlichen Belastungen aus der konventionellen
Stromerzeugung geprägt wird.
prognose 2014
konjunkturelle entwicklung
Aufgrund ihrer ausgewogenen Kundenstruktur
zwischen Privat- und Gewerbekunden bei einem
gleichzeitig hohen Dienstleistungsanteil in den
Geschäftskundensegmenten üben konjunktu -
relle Schwankungen nur in begrenztem Umfang
unmittelbar Einfluss auf die Umsatzentwicklung
der Stadtwerke Münster aus.
Umsatzwachstum erwarten die Stadtwerke
Münster in 2014 hingegen aus der Rück- und
Neuakquisition insbesondere in den Geschäfts -
kundensegmenten des Energievertriebs, durch
eine Weiterführung der Ausbaustrategie in der
Fernwärmeversorgung sowie durch die weitere
Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Perso -
geblich war hier insbesondere der Erfolg bei
der Neugewinnung von Gewerbekunden für
das Jahr 2013.
Die Absatzzahlen in der Fernwärmeversorgung
übertrafen den Vergleichszeitraum des Vor -
jahres um ca. 11 Prozent. Neben den positiven
Witterungseffekten hat dazu insbesondere
die weiterhin erfolgreiche Ausbaustrategie im
Geschäftsfeld Fernwärme beigetragen, in deren
Rahmen wiederum viele Neukunden zu attrak -
tiven Konditionen für diese umweltfreundliche
und ressourcenschonende Energieart gewon -
nen werden konnten.
Ebenso konnte der Gasabsatz in den ersten bei -
den Monaten 2013 um ca. sechs Prozent gegen -
über dem Vorjahr gesteigert werden. Hier war
die kühle Witterung der entscheidende Faktor.
aktuelle preisentwicklungen
Zum 1. Januar 2013 hat der Gesetzgeber die EEG-
Umlage zur Förderung regenerativer Energien
infolge des massiven Anlagenzubaus nochmals
deutlich erhöht. Zugleich wurden die staatlichen
Umlagen zur Förderung der Offshore-Windener-
gie, zur Förderung der Energiegewinnung aus
Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Umlage zur
Befreiung energieintensiver Unternehmen vom
Stromnetzentgelt erhöht. Die Stadtwerke Münster
haben zur Vereinnahmung dieser Umlagen ihre
Strompreise im Umfang von ca. zwölf Prozent
margenneutral angepasst. Damit bewegen sich
die Stadtwerke Münster nach wie vor am unteren
Rand des mittleren Preisniveaus im Wettbewerb.
Die Absatzpreise für die Erdgaskunden konnten in
2013 bisher konstant gehalten werden.
Die Fernwärmeabsatzpreise erhöhten sich be-
zugskostenbedingt zum 1. Januar 2013 gering -
fügig um 2,6 Prozent, wohingegen die Was -
serpreise im nunmehr fünften Jahr in Folge
konstant gehalten werden.
Aufgrund von Dieselpreissteigerungen wird vo -
9.000 stroM-prIV atkunDen
IM MünsterLanD geW onnen
FünF jahre
konstante WasserpreIse
nennahverkehrs mit dem elektronischen Ticket
der PlusCard als Erfolgstreiber.
Allerdings ist die Konjunkturentwicklung auf den
globalen Märkten maßgeblich für die Preisent-
wicklungen von Erdöl, Erdgas und Kohle und
damit indirekt bestimmend für die Bezugskos-
tenentwicklung wesentlicher Ressourcen der
Stadtwerke Münster. Aufgrund der weiterhin
schwelenden Unsicherheiten im Euro-Raum ist
die konjunkturelle Entwicklung in Europa für die
nähere Zukunft eher schwach einzuschätzen.
Nach der Prognose der Deutsche Bank Research
wird die Wirtschaft im Euro-Raum in 2013 um
ca. 0,8 Prozent schrumpfen und sich in 2014 mit
einem Wachstum um 1 Prozent wieder leicht er-
holen. Preissteigernde Impulse auf Energieroh-
stoffe werden aber eher von den asiatischen
Wachstumsländern ausgehen. Die Ernst & Young-
Konjunkturprognose aus Februar 2013 sieht für
China in 2013 ein Wachstum des Bruttoinlandpro-
duktes von wiederum hohen 8,3 Prozent, für 2014
sogar 9 Prozent voraus. Auch für Indien liegt die
Prognose für 2014 bei 7,5 Prozent. Dies sind In-
dikatoren für tendenziell anziehende Weltmarkt-
preise für Öl, Erdgas und Kohle.
Die Stadtwerke Münster betreiben vor diesem
Hintergrund ein aktives Risikomanagement
und decken sich mit Augenmaß und nach klar
definierten Regeln zur Preisabsicherung in
angemessenem Umfang an den relevanten
Terminmärkten ein.
strategie 2020 als richtschnur
Die strategische Ausrichtung mit der Perspektive
bis 2020 wird grundsätzlich auch in 2014 weiter-
verfolgt werden. In Abhängigkeit der energiepo-
litischen Entwicklung in Deutschland, insbeson-
dere nach der Bundestagswahl im September,
werden sich möglicherweise Anpassungsnot-
wendigkeiten für das Investitionsprogramm
im Erzeugungsbereich ergeben. Das Ziel einer
ressourcenschonenden und umweltfreundlichen
Erzeugungsstruktur mit einem hohen regenera-
tiven Anteil wird für die Stadtwerke Münster aber
damit nicht infrage gestellt werden.
Für die elektronische PlusCard können die Kun -
den der Stadtwerke Münster in 2014 mit weite -
ren interessanten Anwendungen rechnen, die
das Leben in Münster einfacher und angeneh -
mer machen werden, vom bargeldlosen Parken
und Taxifahren über einen leichteren Zugang
zur Elektromobilität bis hin zu attraktiven Mög -
lichkeiten zum elektronischen Bonus-Sammeln
in Kooperation mit bekannten Geschäftspart -
nern der Stadtwerke in Münster.
Auch die Region Münsterland wird in 2014
weiterhin im Fokus der Stadtwerke bleiben.
Mit attraktiven Preisen und ihrer großen Kun -
dennähe – eigenes Callcenter der Stadtwerke,
24/7-Erreichbarkeit über ein anwenderfreund -
liches Online-Portal und täglich einschließlich
samstags im Cityshop der Stadtwerke Münster
in zentraler Innenstadtlage – stoßen die Stadt -
werke Münster nach wie vor auf wachsendes
Interesse der Kunden im Münsterland.
Die Stadtwerke Münster haben ihre Strategie für
2020 ganz gezielt auf mehrere Säulen gestützt,
ohne sich damit vom Kerngeschäft zu entfernen.
In diesem klar definierten Rahmen bestätigt sich
wieder: es zahlt sich aus, diversifiziert zu sein.
Die Energiebranche steht in Deutschland vor
einem Prozess des umfassenden Wandels und
der Neufindung. Der Ergebnisdruck wird in den
kommenden Jahren voraussichtlich weiter zu -
nehmen. Die Stadtwerke Münster sind mit ihrer
Strategie gut darauf vorbereitet.
Öffentliche Zwecksetzung nach der
gemeindeordnung nrW
Über die Einhaltung der öffentlichen Zweck-
setzung und Zweckerreichung der Stadtwerke
Münster im Geschäftsjahr 2012 gemäß § 108 Abs.
3 Nr. 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-West-
falen wird gleichzeitig mit dem Jahresabschluss
und dem Lagebericht an den Gesellschafter
getrennt berichtet. Die öffentliche Zwecksetzung
und Zweckerreichung wurden eingehalten.
Die Stadtwerke Münster GmbH stellt für das
Geschäftsjahr 2012 einen Konzernabschluss
sowie einen Konzernlagebericht auf.
Münster, den 29.05.2013
Stadtwerke Münster GmbH
Dr . Hennig Müller-Tengelmann Dr . Andreas Hoffknecht
44 | 45 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
Jahresabschluss
2012
Bilanz 46
Gewinn- und Verlustrechnung 48
Anhang 50
Entwicklung des Anlagevermögens 60
Bericht des Aufsichtsrates 62
Bestätigungsvermerk 64
Organe der Gesellschaft 66
Beteiligungsgesellschaft 67
46 | 46 heaDlINe 1
Headline 2
bIlaNz
der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2012
aktIvseIte 31.12.2012 31.12.2011
€ t€
a. anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.056.845,39 2.037
II. Sachanlagen ´
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.144.928,94 73.005
2. Verteilungsanlagen 77.847.875,60 76.017
3. Sonstige technische Anlagen und Maschinen 53.591.822,93 48.659
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 7.113.342,00 6.335
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.449.137,00 8.335
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.106.716,98 9.695
235.253.823,45 222.046
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40.619.749,65 31.205
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 4.368.506,21 4.943
3. Beteiligungen 9.670.202,89 7.955
4. Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 38.018.115,84 31.742
5. Sonstige Ausleihungen 1.879.654,83 1.977
94.556.229,42 77.822
331.866.898,26 301.905
b. umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.131.035,34 6.452
2. Waren 4.414,08 3
3. Emissionsrechte 1,00 0
6.135.450,42 6.455
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.271.846,28 39.008
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 2.421.281,20 2.934
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.268.158,51 7.272
4. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.283.906,99 7.306
5. Sonstige Vermögensgegenstände 12.962.889,53 19.557
65.208.082,51 76.077
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 6.002.400,00 19.996
IV. Kassenbestand
Guthaben bei Kreditinstituten 60.889.543,05 21.630
138.235.475,98 124.158
c. rechnungsabgrenzungsposten 151.813,57 248
bilanzsumme aktiva 470.254.187,81 426.311
46 | 47 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
bilanz
PassIvseIte 31.12.2012 31.12.2011
€ t€
a. eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.200.000,00 51.200
II. Kapitalrücklage 73.016.392,02 72.995
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 18.074.657,02 48.037
IV. Bilanzgewinn 6.500.000,00 2.275
148.791.049,04 174.507
b. sonderposten mit rücklageanteil 305.446,74 305
c. empfangene ertragszuschüsse 16.780.263,36 20.168
D. rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.984.827,00 28.469
2. Steuerrückstellungen 0,00 846
3. Sonstige Rückstellungen 83.028.054,64 77.374
114.012.881,64 106.689
e. verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 129.462.885,18 50.640
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32.205,97 62
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.571.694,12 43.510
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.112.701,47 283
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 387.447,64 190
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.676.479,01 4.144
7. Sonstige Verbindlichkeiten 6.751.709,12 7.522
Davon aus Steuern 3.507.797,65 €
(i. Vj. 6.258.851,48 €)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.172,25 €
(i. Vj. 15.029,78 €)
171.995.122,51 106.351
F. rechnungsabgrenzungsposten 18.369.424,52 18.291
bilanzsumme Passiva 470.254.187,81 426.311
Vermerk: Verbindlichkeit aus Bürgschaften 48.509.573,29 46.917
Münster, am 29.05.2013
Stadtwerke Münster GmbH
Dr . Müller-Tengelmann Dr . Hoffknecht
48 | 48 heaDlINe 1
Headline 2
GewINN- uND verlustrechNuNG
der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2012 (01.01.–31.12)
2012 2011
€ €
1. Umsatzerlöse 502.679.563,60 471.185.508,68
Energiesteuer -30.580.380,76 -29.271.952,12
472.099.182,84 441.913.556,56
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.480.645,93 2.913.244,62
3. Sonstige betriebliche Erträge 77.041.698,83 85.439.039,31
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 263.235.325,93 237.589.833,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 153.411.587,64 149.308.436,82
416.646.913,57 386.898.270,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 43.962.489,85 41.557.974,30
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 13.827.801,93 13.082.600,22
Davon für Altersversorgung 4.791.440,97 €
(i. Vj . 4.501.584,06 €)
57.790.291,78 54.640.574,52
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.637.281,21 26.296.242,20
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgaben 18.646.577,17 17.876.038,17
b) Übrige betriebliche Aufwendungen 34.231.167,33 31.746.666,64
52.877.744,50 49.622.704,81
8. Erträge aus Beteiligungen 4.604.095,72 2.024.538,08
Davon aus verbundenen Unternehmen 4.032.270,00 €
(i. Vj. 1.113.750,00 € )
8a. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 5.770.597,68 3.888.053,34
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 86.997,34 89.529,78
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.486.297,35 2.599.095,63
Davon aus verbundenen Unternehmen 190.866,60 €
(i. Vj. 171.046,15 €)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen
und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.825.475,00 72.842,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.653.247,82 7.347.898,94
Davon an verbundene Unternehmen 0,00 €
(i. Vj. 0,00 €)
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.142.055,66 1.355.907,62
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.996.506,15 12.632.616,54
15. Außerordentliche Erträge 0,00 0,00
16. Außerordentliche Aufwendungen 149.581,59 0,00
17. Außerordentliches Ergebnis -149.581,59 0,00
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 633.316,46 1.770.900,44
19. Sonstige Steuern 1.453.608,10 1.211.716,10
20. Jahresüberschuss 2.760.000,00 9.650.000,00
21. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 29.962.342,98 0,00
22. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00 2.325.000,00
23. Vorabgewinnausschüttung 26.222.342,98 5.050.000,00
24. bilanzgewinn 6.500.000,00 2.275.000,00
48 | 49 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
Gewinn- und verlustrechnung
50 | 50 heaDlINe 1
Headline 2
I. angaben zur Form der Darstellung von bilanz
und Gewinn- und verlustrechnung
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung des
Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes
aufgestellt.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung
der Stadtwerke Münster GmbH (Stadtwerke
Münster), Münster, wurden nach den für große
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften ge-
gliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art
des Betriebes folgenden Besonderheiten wurde
die Darstellung der Sachanlagen in der Bilanz
(§ 265 Abs. 5 HGB) um die Posten
• Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasser-
versorgung),
• Fahrzeuge für Personenverkehr,
die Darstellung der Vorräte um den Posten
• Emissionsrechte,
die Darstellung der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände um den Posten
• Forderungen gegen Gesellschafter
und die Darstellung der Verbindlichkeiten um den
Posten
• Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
erweitert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach
dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
II. erläuterungen zu Posten von bilanz und
Gewinn- und verlustrechnung
Die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH
(Netzgesellschaft), Münster, ist durch einen
Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
(Teilbeherrschungsvertrag für den regulierten
Bereich) mit der Stadtwerke Münster GmbH
organschaftlich verbunden. Die Strom-, Gas-,
Wärme- und Wasserversorgungsnetze sind an die
Netzgesellschaft verpachtet. Für die Nutzung der
Netze zur Versorgung der Kunden mit Energie und
Wasser berechnet die Netzgesellschaft entspre-
chende Netzentgelte. Zwischen den Gesellschaf-
ten bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung,
Bau, Betrieb und Instandhaltung der Netze sowie
zu verschiedenen, insbesondere kaufmännischen
Dienstleistungen.
Das Ergebnis der Netzgesellschaft zum
31.12.2012 in Höhe von 5,7 Mio. Euro (im Vorjahr:
3,9 Mio. Euro) wird aufgrund des bestehenden Er-
gebnisabführungsvertrags von den Stadtwerken
Münster übernommen.
Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH
(Neue Energie), Münster, ist durch einen Ergeb-
nisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Münster
GmbH verbunden. Zwischen den Gesellschaften
bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung,
Bau, Betrieb und Instandhaltung von Anlagen
aNhaNG
der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2012 (01.01.–31.12.)
50 | 51 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
anhang
zur Erzeugung regenerativer Energie sowie zu
verschiedenen, insbesondere kaufmännischen
Querschnittsdienstleistungen.
Das Ergebnis der Neue Energie zum 31.12.2012
in Höhe von 104 T€ (Vorjahr: -62 T€) wird in Höhe
von 79 T€ aufgrund des bestehenden Ergebnisab-
führungsvertrags von den Stadtwerken Münster
übernommen und in Höhe von 25 T€ mit dem
Verlustvortrag verrechnet.
Im Berichtsjahr hatte die Stadtwerke Münster als
Kommanditistin des Gemeinschaftskraftwerks
Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Hamm, antei-
lige Aufwendungen aus der Errichtungsphase
(T€ 2.142) zu tragen.
1. bilanzierungs- und bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden,
sind diese bei den Angaben zu Posten der Bilanz
erläutert.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermö-
gensgegenstände und die Sachanlagen sind zu
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet
worden. Die Herstellungskosten für selbst erstell-
te Anlagen enthalten direkt zurechenbare Einzel-
kosten und angemessene Gemeinkosten; Fremd-
kapitalzinsen sind nicht einbezogen. Öffentliche
Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt. Bei den planmä-
ßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde
gelegt. Zugänge wurden linear abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaf-
fungskosten von bis zu 150 Euro wurden als
Aufwand gebucht.
Von den Finanzanlagen wurden die sonstigen
Ausleihungen, bei denen es sich um unverzins-
liche oder niedrig verzinsliche Darlehn handelt,
gemäß BFH-Urteil vom 30.11.1988 und dem
BMF-Schreiben vom 17.01.1990 zum Nennwert
bewertet. Die übrigen Finanzanlagen werden zu
Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener
Wertberichtigungen ausgewiesen. Soweit die
Gründe für die Wertberichtigungen zum Bilanz-
stichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend
§ 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben worden.
Der Austritt der Komplementärin der Energie-
park Wietze GmbH & Co. WP WIE KG führte
gemäß § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB zur Anwachsung.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter
Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß
§ 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durch-
schnittlichen Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Ab-
schlussstichtag bewertet.
Die den Stadtwerke Münster GmbH unentgeltlich
zugeteilten Emissionsrechte nach § 9 TEHG i.V. mit
§ 8 i.V. mit § 7 ZuG 2012 sind mit dem Wert von 1 €
ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte werden
mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (Markt-
wert) zum Bilanzstichtag ausgewiesen.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände
sowie flüssige Mittel sind zum Nennwert oder –
soweit erforderlich – unter Berücksichtigung des
erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die Wert-
papiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaf-
fungskosten bzw. zu niedrigeren Börsenkursen
unter Beachtung des strengen Niederstwert-
prinzips angesetzt. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen, Beteiligungsunter-
nehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem
Gesellschafter von insgesamt 73,3 Mio. Euro wur-
den mit den jeweiligen Forderungen verrechnet.
Die bis einschließlich 2002 empfangenen
Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz)
werden auf den Altbestand mit 5 Prozent des
Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zu-
gang wird der Abgang unterstellt und der verblie-
bene Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die
DIe betrIebsGewöhNlIcheN NutzuNGsDauerN Im aNlaGevermöGeN betraGeN beI
Immateriellen Vermögensgegenständen 3–7 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 1–50 Jahre
Verteilungsanlagen 20–35 Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 5–22 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5–14 Jahre
52 | 52 heaDlINe 1
Headline 2
Zugänge werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen
die Positionen des Anlagevermögens verrechnet
und wirken sich entsprechend den dort geltenden
Nutzungsdauern abschreibungsmindernd aus.
Für Anschlüsse an die der Regulierung nach
Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze
der Strom- und Gasversorgung von den An-
schlussnehmern an den Netzbetreiber gezahlte
Ertragszuschüsse werden vom Netzbetreiber im
Rahmen des bestehenden Pachtvertrages an die
Stadtwerke Münster GmbH als Netzeigentümer
weitergeleitet. Die Beträge werden nach den Re-
gelungen des Energiewirtschaftsrechts und wei-
terführender Schreiben der Finanzverwaltung ab
2007 als Pachtvorauszahlungen betrachtet und
in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten
eingestellt, der über 20 Jahren aufgelöst wird.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen wurden nach dem versiche-
rungsmathematischen Verfahren der „projected
unit credit method“ (Methode der laufenden
Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht
davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätz-
licher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs
erarbeitet wird, und bewertet jeden dieser
Leistungsbausteine separat, um so die endgültige
Verpflichtung aufzubauen. Als Rechnungszins
wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung
mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung der
für Ende Dezember 2012 veröffentlichte Wert der
Bundesbank in Höhe von 5,04 Prozent einbezo-
gen und somit das Wahlrecht zur Abzinsung über
eine Laufzeit von 15 Jahren genutzt. Als Rech-
nungsgrundlage dienten weiterhin die Richttafeln
2005 G von Dr . K. Heubeck.
Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen
wurde eine Rentendynamik von 1,5 Prozent p.a.
in die versicherungsmathematischen Berechnun-
gen einbezogen.
Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen
wurden Kostensteigerungen von 2,5 Prozent p.a.
berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2 Prozent
bei einem Alter von bis zu 30 Jahren bzw. 1 Pro-
zent bei einem Alter bis zu 40 Jahren.
Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt eine
Gehaltsdynamik von 2 Prozent p.a. und eine BBG-
Dynamik (BBG = Beitragsbemessungsgrenze)
von 2 Prozent p.a. zugrunde. Die Rückstellung
zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der Kommunalen Zusatzversorgungskasse
Westfalen-Lippe (ZKW) resultierenden Verpflich-
tungen wurde auf Basis eines versicherungsma-
thematischen Gutachtens zum Vorjahresstichtag
(Rechnungszins 5,14 Prozent, Rententrend
1 Prozent) bewertet. Unter Berücksichtigung
der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeits-
zeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung wird
die Rückstellung anteilig dotiert. Zum Stichtag
31.12.2012 betrug der Umlagesatz 4,5 Prozent
zuzüglich eines Sanierungsgeldes in Höhe von 3
Prozent. Umlage und Sanierungsgeld werden von
der Gesellschaft allein getragen.Die Summe der
beitragspflichtigen Löhne und Gehälter für das
Jahr 2012 beträgt 41,5 Mio. Euro (Vorjahr: 39,6
Mio. Euro).
Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkenn-
baren Risiken berücksichtigt und sind grundsätz-
lich mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.
Rückstellungen für drohende Verluste aus
schwebenden Beschaffungsverträgen werden
umsatzmindernd gebucht.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
ausgewiesen.
Seit Herbst 2012 wird bei den Stadtwerken
Münster an einem Projekt zur Neu-Definition der
konzernweit geltenden Bilanzierungsmethoden,
die ab dem WJ 2013 angewendet werden sollen,
gearbeitet. Die Bilanzierungsmethoden werden
die Anforderungen des Handels-, Steuer- und
Energiewirtschaftsrechts berücksichtigen.
Untersuchungsgegenstand sind das Anlage-,
das Umlaufvermögen, aktive und passive Rech-
nungsabgrenzungsposten, Rückstellungen und
Verbindlichkeiten. Der Umfang der Herstellungs-
kosten bei zu aktivierenden Eigenleistungen wird
ebenfalls bearbeitet. Die Änderung der Bilanzie-
rungsmethoden wird sich sowohl auf die Bilan-
zierung als auch auf deren Ergebnis auswirken.
Jahresübergreifende Maßnahmen, die ab dem
Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich zu aktivie-
ren sein werden und zum 31.12.2012 noch nicht
abgeschlossen waren, werden unter den Anlagen
im Bau erfasst. Bei Anwendung der bisherigen
Bilanzierungsmethoden wären weitere rund
1 Mio. Euro den Rückstellungen für ausstehende
Eingangsrechnungen zuzuführen.
52 | 53 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
anhang
2. angaben zu Posten der bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in
der Anlage 1 gezeigt.
Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an der
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH
& Co. KG wurde im Geschäftsjahr 2010 aufgrund
eines Bewertungsgutachtens, das zur Vorbe-
reitung des Verkaufsprozesses erstellt worden
war, außerplanmäßig auf 1 Euro abgeschrieben.
Auf die an die Beteiligungsgesellschaft ausge-
reichten Gesellschafterdarlehen wurde ebenfalls
eine außerplanmäßige Abschreibung von 220
T€ vorgenommen. Beide Bewertungen wurden
zum 31.12.2012 beibehalten. Die Verträge mit der
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH
& Co. KG enthalten ein Strombezugsrecht zu mit
Indizes fixierten Preisen. Mit dem Strombezugs-
recht korrespondiert eine Abnahmeverpflichtung.
Der Strombezug wurde über den Prognosezeit-
raum von drei Jahren zum Bilanzstichtag zu
aktuellen Marktpreisen bewertet und die bereits
bestehende Rückstellung für den daraus dro-
henden Verlust fortgeschrieben. Da aufgrund der
bevorstehenden Bundestagswahl in 2013 eine
Änderung der energiepolitischen Rahmenbedin-
gungen nicht absehbar ist, wurde entsprechend
der Dauer der kommenden Legislaturperiode
das Jahr 2017 als fünftes Jahr in die Bewertung
einbezogen.
Auf die Beteiligung an der FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH wurde eine außer-
planmäßige Abschreibung von 1.753 T€, auf die
Beteiligung an der WLE Westfälische Landes-
eisenbahn GmbH wurde eine außerplanmäßige
Abschreibung in Höhe von 73 T€ nach § 253 Abs.
3 Satz 3 HGB vorgenommen.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen ist auch der abgegrenzte Verbrauch der
Kunden der Energie- und Wasserversorgung
zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten,
der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen
saldiert wurde.
Die Forderungen gegen den Gesellschafter wurden
mit Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschaf-
ter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit
dieses von der Art und Laufzeit zulässig ist.
Die Forderungen gegen den Gesellschafter ent-
halten hauptsächlich (abgegrenzte) Energie- und
Wasserlieferungen, die mit Abschlagszahlungen
verrechnet wurden.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
und die Forderungen gegen Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betref-
fen ganz wesentlich Lieferungen und Leistungen
sowie in geringem Umfang Kostenerstattungen.
Auch hier wurden die Forderungen und Verbind-
lichkeiten zum Bilanzausweis zusammengefasst.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhal-
ten als wesentliche Posten Forderungen aus
Überzahlungen von Steuern in Höhe von 4.932 T€
und nicht abziehbare Vorsteuer auf Energieliefe-
rungen in Höhe von 4.500 T€.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.
Es besteht ein nicht zu bilanzierender Überhang
der aktiven Steuerlatenzen, denen Bewertungs-
unterschiede bei den Sach- und Finanzanlagen,
bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnli-
che Verpflichtungen und den sonstigen Rückstel-
lungen sowie gewerbe- und körperschaftsteu-
erliche Verlustvorträge zugrunde liegen. Diesen
steht lediglich eine passive Steuerlatenz aus den
Sonderposten mit Rücklageanteil gegenüber .
Der betriebsindividuelle Steuersatz beträgt 31,9
Prozent.
54 | 54 heaDlINe 1
Headline 2
Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert
51.200.000 Euro.
Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermit-
teln 22 T€ zugeführt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Ge-
schäftsjahr 2012 weist einen Jahresüberschuss
von 2,8 Mio. Euro aus. Mit Entnahmen aus den
Gewinnrücklagen von 30,0 Mio. Euro und nach
Abzug der dadurch ermöglichten Vorabgewinn-
ausschüttung von 26,2 Mio. Euro werden 6,5 Mio.
Euro als Bilanzgewinn zur Ausschüttung an den
Gesellschafter eingestellt.
Der Sonderposten mit Rücklageanteil nach
§ 6b EStG in Höhe von 305 T€ wird fortgeführt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen umfassen die Rückstellung für
Pensionsverpflichtungen einschließlich ZKW,
eine Rückstellung für die Verpflichtungen zum
Ausgleich der Rentenminderung bei Alters-
teilzeitvereinbarungen und Rückstellungen für
Deputatverpflichtungen.
Die sonstigen Rückstellungen entfallen im We-
sentlichen auf die Drohverlustrückstellungen, die
ATZ-Rückstellungen, die (um Abschlagszahlungen
geminderte) Rückstellung für ungewisse Verbind-
lichkeiten des Verkehrsbetriebes und die Rück-
stellung für ausstehende Eingangsrechnungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
resultieren insbesondere aus dem zur Finan-
zierung strategischer Projekte aufgenommenen
Schuldscheindarlehn (70,0 Mio. Euro).
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Darlehn
der Sparkasse Münsterland Ost, Münster, in
Höhe von nominal 5,3 Mio. Euro aufgenommen.
Es wird über eine Grundschuld abgesichert. Um
dem Zinsrisiko zu begegnen hat die Gesellschaft
über die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen,
Frankfurt, einen Zinsswap mit nominal 5,3 Mio.
Euro abgeschlossen. Der Zinsswap hat einen
positiven Marktwert von 343 T€.
Zur Zinsabsicherung eines variabel verzinsli-
chen Darlehns der Sparkasse Münsterland Ost,
das ab Oktober 2017 in Höhe von 2,6 Mio. Euro
begeben wird, wurde außerdem ein Forward-
swap bei der Helaba Landesbank Hessen-
Thüringen über 2,6 Mio. Euro abgeschlossen.
Der positive Marktwert des Forwardswaps
beträgt 69 T€.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-
tungen entfallen hauptsächlich auf Gasbezugs-
rechnungen. Der höhere Vorjahresausweis war
verursacht durch höhere Gasbezugsrechnungen
sowie Investitions- und Projektaktivitäten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesell-
schafter betreffen im Wesentlichen Verbind-
lichkeiten aus Überzahlungen und aus Konzes-
sionsabgabe. Kreditorische Debitoren wurden
verrechnet.
54 | 55 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
anhang
steuerlateNzeN swms Per 31.12.2012 IN t€
Posten buchwertdifferenzen ertrag- latente
latenzrechnung steuersatz steuern
Aktivlatenzen
Immaterielle Vermögensgegenstände 892 31,9 285
Sachanlagen 4.039 31,9 1.288
Finanzanlagen
Beteiligungen an Kapitalanlagen 971 31,9 310
Beteiligungen an Personengesellschaften 7.851 16,1 1.367
Forderungen 450 31,9 143
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.564 31,9 8.474
Sonstige Rückstellungen 59.731 31,9 19.054
summe aktivlatenzen aus buchwertdifferenzen 100.498 31,9 30.921
Sonderposten mit Rücklageanteil -286 31,9 -91
summe Passivlatenzen aus sopo mit rücklageanteil -286 -91
saldo 100.212 30.830
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus
erbrachten Linienverkehrsleistungen der Ver-
kehrsservice Gesellschaft Münster mbH.
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im
Wesentlichen Steuern (3,1 Mio. Euro; Vorjahr:
6,3 Mio. Euro.)
Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte
gesicherte Verbindlichkeiten bestehen in Höhe
von 5.207 T€.verbINDlIchkeIteN
Für verbindlichkeiten zum 31.12.2012
bestehen folgende restlaufzeiten bilanz bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
t€ t€ t€ t€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 129.463 6.075 21.108 102.280
Erhaltene Anzahlungen 32 32 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.572 28.317 1.195 60
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.113 1.113 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 387 387 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.676 3.176 1.500 -
Sonstige Verbindlichkeiten 6.752 6.752 - -
Für verbindlichkeiten zum 31.12.2011
bestehen folgende restlaufzeiten bilanz bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
t€ t€ t€ t€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.640 5.296 16.875 28.469
Erhaltene Anzahlungen 62 62 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.510 42.864 522 124
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 283 283 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 190 190 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.144 2.644 1.500 -
Sonstige Verbindlichkeiten 7.522 7.522 - -
Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten
beinhaltet im Wesentlichen die vom Netzbetrei-
ber durchgeleiteten Baukostenzuschüsse. Es sind
Pachtvorauszahlungen von 16,7 Mio. Euro für das
Strom- und das Gasnetz passiv abgegrenzt.
3. angaben zu Posten der Gewinn- und
verlustrechnung
Die Umsatzerlöse werden vermindert um die
darin enthaltene Strom- und Erdgassteuer aus-
gewiesen. Sie betragen im Berichtsjahr 472.099
T€. Davon entfallen (unter Berücksichtigung von
Installationsleistungen und sonstigen Nebenge-
schäften der Sparten) 233.329 T€ auf die Strom-
versorgung, 105.303 T€ auf die Gasversorgung,
45.285 T€ auf die Wasserversorgung, 47.502 T€
auf die Fernwärmeversorgung, 30.540 T€ auf den
Verkehrsbetrieb und 10.140 T€ auf die übrigen
Aktivitäten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im
Wesentlichen die Erträge aus der Verpachtung
der Versorgungsnetze (30,1 Mio. Euro), die Er-
träge aus der Erstattung der Konzessionsabgabe
(15,0 Mio. Euro), Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen (7,2 Mio. Euro) sowie Kostener-
stattungen (7,2 Mio. Euro).
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren sind (wie im Vor-
jahr) im Wesentlichen geprägt durch Bezugsauf-
wendungen für Energie- und Wasserlieferungen
(191,3 Mio. Euro) und EEG-Zahlungen an Übertra-
56 | 56 heaDlINe 1
Headline 2
gungsnetzbetreiber (34,7 Mio. Euro). Die Aufwen-
dungen für bezogene Leistungen betreffen (wie im
Vorjahr) hauptsächlich die an die Netzgesellschaft
geleisteten Netzentgelte (111,0 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ent-
halten neben der Konzessionsabgabe (18,6 Mio.
Euro) im Wesentlichen IT-Dienstleistungen (8,4
Mio. Euro), Aufwendungen für Reparaturen u.ä.
(4,8 Mio. Euro) und periodenfremde Aufwendun-
gen (3,6 Mio. Euro), die vorrangig auf die EEG-
Umlage für 2011 (2,7 Mio. Euro) entfallen.
Der Zinsaufwand besteht großenteils aus Zinsen
für Fremddarlehn (2,4 Mio. Euro; Vorjahr: 2,1 Mio.
Euro) und wurde des Weiteren durch Aufzinsung
von Rückstellungen gemäß § 277 Abs. 5 HGB
belastet. Zinsen entfallen auf Pensionsrückstel-
lungen (135 T€, im Vorjahr 147 T€), Rückstellung
Unterdeckung ZKW (1.021 T€, im Vorjahr 933
T€ ), Rückstellungen für Deputate (258 T€, im
Vorjahr 252 T€), Rückstellungen für Altersteilzeit
(498 T€, im Vorjahr 540 T€).
Aus der Anwachsung gemäß § 738 Abs. 1 Satz 1
BGB der Energiepark Wietze GmbH & Co. WP WIE
KG ergaben sich außerordentliche Aufwendungen
von 0,1 Mio. Euro.
III. angaben zum Jahresergebnis
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Ge-
schäftsjahr 2012 weist einen Jahresüberschuss
von 2,8 Mio. Euro aus. Mit Entnahmen aus den
Gewinnrücklagen von 30,0 Mio. Euro und nach
Abzug der dadurch ermöglichten Vorabgewinn-
ausschüttung von 26,2 Mio. Euro werden 6,5 Mio.
Euro als Bilanzgewinn zur Ausschüttung an den
Gesellschafter eingestellt.
IV. Vermerke
Der Bilanzvermerk betrifft 16 Bürgschaften zu-
gunsten der FMO Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH, Greven, in Höhe von insgesamt 21.030 T€,
zwei Bürgschaften in Höhe von 24.984 T€ sowie
eine Patronatserklärung in Höhe von 2.000 T€ zu-
gunsten der Energiehandelsgesellschaft West mbH
und eine Bürgschaft zugunsten der Neue Energie
von 496 T€. Der Bilanzvermerk berücksichtigt in
der Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31.12.2012.
Eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird
aufgrund der jeweiligen gesellschaftsbezogenen
Risikoeinschätzung nicht erwartet.
Bei der Neue Energie besteht ein Ergebnisüber-
nahmevertrag, der das Risiko einer Inanspruch-
nahme hier nahezu ausschließt. Bei der Energie-
handelsgesellschaft West mbH besteht aufgrund
der bestehenden Verträge zum Energiehandels-
geschäft mit den Gesellschaftern nur ein sehr
begrenztes wirtschaftliches Risiko für die Gesell-
schaft. Daneben bestehen für das übrige Ener-
giehandelsgeschäft Vorgaben der Gesellschafter
zum Umfang und zur Risikobegrenzung, die eine
Inanspruchnahme nahezu ausschließen. Die FMO
Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wird zudem
aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses in
den kommenden fünf Jahren planmäßig durch
Erhöhung des Stammkapitals in ihrer Liquidität
und Refinanzierungskraft gestärkt.
V. Ergänzende Angaben
1. sonstige finanzielle verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Inves-
titionen beliefen sich zum 31.12.2012 auf 3,5 Mio.
Euro. Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit
zwischen ein und fünf Jahren resultieren jährli-
che Verpflichtungen von 129 T€.
Die Gesellschafter des Beteiligungsunternehmens
FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH,
Greven, haben ihre Absicht bekundet, für die Jahre
2013 bis 2017 jeweils eine Kapitalerhöhung von 5,3
Mio. Euro durchführen zu wollen. Die Stadtwerke
Münster sind daran mit insgesamt 9,5 Mio. Euro
beteiligt, die in dem bestehenden mittelfristigen
Wirtschaftsplan berücksichtigt sind.
Aus der Beteiligung an der Green Gecco Betei-
ligungsgesellschaft mbH & Co. KG können sich
durch die Investitionen in Projekte zur regenerati-
ven Energieerzeugung finanzielle Verpflichtungen
bis zur einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. Euro
ergeben. Die Höhe der möglichen finanziellen
Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen
Projekten abhängig.
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus
bestehenden Verträgen mit Sondervertrags- und
Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in
verantwortungsvoller unternehmerischer Risiko-
vorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über
den Bezug von Energie und Wasser geschlossen
worden.
56 | 57 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
anhang
2. zusammensetzung der Organe,
aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:
Dr . Henning Müller-Tengelmann
(kaufmännischer Geschäftsführer)
Dr . Andreas Hoffknecht
(technischer Geschäftsführer)
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit
hauptberuflich aus.
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden
Mitgliedern:
stefan weber
vorsitzender des aufsichtsrates
ratsmitglied
selbstständiger eD v-berater
heinz röhricht
1. stellvertretender vorsitzender
arbeitnehmervertreter
Freigestellter betriebsratsvorsitzender
heizungsbauer
Dr. michael Jung
2. stellvertretender vorsitzender
ratsmitglied
historiker
Günther kronberg
arbeitnehmervertreter
kaufm. angestellter
klaus langebröker (bis 31.12.2012)
arbeitnehmervertreter
Freigestelltes betriebsratsmitglied
kaufm. angestellter
Dieter maager
sachkundiger bürger
heizungs- und lüftungssanitärmeister
Frank baumann
ratsmitglied
Online-Designer
wilhelm breitenbach
sachkundiger bürger
schulleiter
manfred engelmann
sachkundiger bürger
bezirksgeschäftsführer a.D.
Gerhard Joksch (bis 12.12.2012)
ratsmitglied
Freiberuflicher raumplaner und berater
theodor knetzger
sachkundiger bürger
Dr. thorsten kornblum
ratsmitglied
Dipl.-Jurist, steuerwissenschaftler (ll.m.)
alfons reinkemeier
stadtkämmerer
antonio machado
arbeitnehmervertreter
lagerist
andreas Nicklas
ratsmitglied
rechtsanwalt
hans varnhagen
ratsmitglied
Dachdeckermeister
michael weidekamp
arbeitnehmervertreter
techn. angestellter
heribert klas (ab 13.12.2012)
ratsmitglied
leiter stadtmarketing
rolf wischer
arbeitnehmervertreter
Freigestelltes betriebsratsmitglied
kfz-mechaniker
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betru-
gen 443 T€. Hierauf entfallen auf Dr . Hoffknecht
211 T€ und auf Dr . Müller-Tengelmann 232
T€. Für die frühere Geschäftsführung und ihre
Hinterbliebenen wurden 134 T€ an Pensionen
aufgewendet. Für sie bestehen Pensionsrück-
stellungen in Höhe von 2.559 T€.
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat
betrugen 2.145 Euro.
Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen
Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW).
Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätz-
liche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu
gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begrün-
dung der Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeit-
nehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag
über die Versorgung der Arbeitnehmer kommu-
naler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G)
zu versichern sind. Der derzeitige Umlagesatz
beträgt 4,5 Prozent +3 Prozent Sanierungsgeld
und wird von der Gesellschaft allein getragen. Die
Summe der versicherungspflichtigen Löhne und
Gehälter für das Geschäftsjahr 2012 beträgt 41,5
Mio. Euro. Zur Abdeckung der aus einer mögli-
chen Unterdeckung der ZKW folgenden Verpflich-
tungen von 52,8 Mio. Euro hat die Gesellschaft
eine Rückstellung von 22,8 Mio. Euro gebildet.
4. angaben zu anteilsbesitz gemäß
§ 285 Nr. 11 hGb:
58 | 59 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
anhang
Arbeitnehmer können nach den in einer Be-
triebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darle-
hen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor
oder während ihrer Tätigkeit als Mitglieder des
Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsverein-
barung Darlehen erhalten; deren Wert betrug
zum 31.12.2012 32.753 Euro bei Zinssätzen von
0,5 Prozent bis 2,5 Prozent. Von den bestehen-
den Darlehen wurden 4.950 Euro getilgt. Lohn-
und Gehaltsvorschüsse wurden nicht gewährt.
3. belegschaft
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im
Geschäftsjahr 2012 beträgt 1.071 nach 1.039 im
Vorjahr . Die Belegschaft bestand zum Stichtag
31.12.2012 aus 924 (Vorjahr 904) vollzeitbeschäf-
tigten, 147 (Vorjahr 135) teilzeitbeschäftigten
Mitarbeitern.
beteIlIGuNGsGesellschaFteN
höhe des anteils eigenkapital ergebnis
am kapital
Name und sitz der Gesellschaft am 31.12.2012 am 31.12.2012 31.12.2012
% t€ t€
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster * 100 100 0
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100 565 ./. 165
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster * 100 200 0
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99 32.698 7.756
items GmbH, Münster *** 32 5.117 764
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster **** 50 2.693 560
smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 50 92 24
smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 47 8.640 1.852
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande 50 275 303
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Nordseeheilbad Borkum */*** 49,9 110 0
FMO*** Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 35 26.908 12
Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster *** 28 7.956 988
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Münster ** 25
Energiepark Detmold Verwaltungs GmbH, Münster 100 20 1
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG, Münster 100 1.971 35
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG, Löningen *** 100 ./. 1.402 ./. 295
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH Münster ***** 100 25
* Das Ergebnis der Gesellschaft wird aufgrund eines bestehenden Vertrages übernommen bzw. ausgeglichen.
** Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist in Anwendung der Ausnahmeregelung gemäß
§ 286 Abs. 3 Satz 1 Nr . 1 HGB unterblieben.
*** Eigenkapital und Bilanzgewinn/-verlust zum 31.12.2011.
**** vorläufiges Ergebnis (vor Prüfung und vor Gremienbeschluss).
***** Eigenkapital zum 20.08.2012 (Beginn erstes Geschäftsjahr)
5. angaben gemäß § 6b abs. 2 energiewirt-
schaftsgesetz (enw G)
Von der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft
mbH wurden Leistungen in Höhe von 103.811
T€ (Netzentgelte 102.408 T€, Stromeinspei-
sungen aus KWK-Anlagen 1.403 T€) bezogen,
an die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft
mbH wurden Leistungen in Höhe von 95.388
T€ (Netzdienstleistungen 44.155 T€, Netzpacht
44.189 T€, KWK-Zuschlag 307 T€, vermiedene
Netzentgelte 3.313 T€, Netzverluste 1.469 T€,
Energiebezug der Netze 939 T€, Sonstiges 1.016
T€) abgerechnet.
6. honorar des abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers wird im
Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke
Münster benannt. Auf eine Angabe wird hier
daher nach § 285 Nr . 17 HGB verzichtet.
7. Geschäfte mit nahestehenden Personen, die
nicht zu marktüblichen bedingungen zustan-
de gekommen sind
Im Geschäftsjahr 2012 wurden weiterhin keine
Geschäfte mit nahestehenden Personen abge-
schlossen, die nicht zu marktüblichen Bedin-
gungen zustande gekommen sind.
8. einbeziehung in konzernabschluss
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in
den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster
GmbH, Münster, einbezogen. Der Konzernab-
schluss wird im elektronischen Bundesanzeiger
bekannt gemacht.
Münster, den 29.05.2013
Stadtwerke Münster GmbH
Dr . Andreas Hoffknecht
(technischer Geschäftsführer)
Dr . Henning Müller-Tengelmann
(kaufmännischer Geschäftsführer)
60 | 60 heaDlINe 1
Headline 2
aNlaGevermöGeN
der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2012
anschaffungs- bzw. herstellungskosten
vOr abrechNuNG vON zuschüsseN erhalteNe zuschüsse
Stand am Zugänge Abgänge Umbu- Stand am Stand am Zugänge Abgänge Umbu- Stand am
01.01.12 chungen 31.12.12 01.01.12 chungen 31.12.12
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle vermögensgegenstände
1. Konzessionen und 24.428 628 8 -1.299 23.749 2.856 -1.440 1.416
ähnliche Rechte
II. sachanlagen
1. Grundstücke, 171.757 1.589 158 -161 173.027 206 206
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschl. der Bauten
auf fremden
Grundstücken
2. Verteilungsanlagen 587.933 10.090 5.288 5.825 598.560 44.378 3.032 4.449 3.064 46.025
3. Sonstige 183.925 12.692 14.010 458 183.065 14.484 13.355 1.129
technische
Anlagen
und Maschinen
4. Fahrzeuge für 39.601 3.816 8.601 13 34.829 18.081 1.615 6.806 12.890
Personenverkehr
5. Andere Anlagen, 65.775 2.334 3.944 1.722 65.887 3.867 209 3.183 1.440 2.333
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
6. Geleistete Anzah- 12.760 11.905 -6.558 18.107 3.064 -3.064 -
lungen und Anlagen
im Bau
summe II. 1.061.751 42.426 32.001 1.299 1.073.475 84.080 4.856 27.793 1.440 62.583
summe I. und II. 1.086.179 43.054 32.009 - 1.097.224 86.936 4.856 27.793 - 63.999
III. Finanzanlagen
1. Anteile an 31.205 9.415 40.620
verbundenen
Unternehmen
2. Ausleihungen an 4.943 575 4.368
verbundenen
Unternehmen
3. Beteiligungen 28.839 3.584 44 32.379
4. Ausleihungen an 31.961 6.667 390 38.238
Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht
5. Wertpapiere des -
Anlagevermögens
6. Sonstige 1.978 165 263 1.880
Ausleihungen
summe 98.926 19.831 1.272 117.485
Finanzanlage
Gesamt 1.185.105 62.885 33.281 - 1.214.709 86.936 4.856 27.793 63.999
Erläuterung der Abkürzungen:
pA = planmäßige Abschreibungen
gA = geringwertige Anlagegüter
apA = außerplanmäßige Abschreibungen
60 | 61 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
anlagevermögen
abschreIbuNGeN / wertberIchtIGuNGeN buchwerte
Stand am Zugänge Abgänge Umbu- Stand am Stand am Stand am
01.01.12 chungen 31.12.12 31.12.12 31.12.11
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle vermögensgegenstände
1. Konzessionen und 19.535 pA 735 7 20.276 2.057 2.037
ähnliche Rechte gA 13
II. sachanlagen
1. Grundstücke, 98.546 pA 4.417 158 -129 102.676 70.145 73.005
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschl. der Bauten
auf fremden
Grundstücken
2. Verteilungsanlagen 467.539 pA 7.935 824 474.687 77.848 76.016
gA 37
3. Sonstige 120.783 pA 7.805 373 129 128.344 53.592 48.658
technische
Anlagen
und Maschinen
4. Fahrzeuge für 15.184 pA 1.437 1.795 14.826 7.113 6.336
Personenverkehr
5. Andere Anlagen, 53.573 pA 2.033 726 55.105 8.449 8.335
Betriebs- und gA 225
Geschäftsausstattung
6. Geleistete Anzah- 18.107 9.696
lungen und
Anlagen im Bau
summe II. 755.625 23.889 3.876 775.638 235.254 222.046
summe I. und II. 775.160 24.637 3.883 795.914 237.311 224.083
III. Finanzanlagen
1. Anteile an 40.620 31.205
verbundenen
Unternehmen
2. Ausleihungen an 4.368 4.943
verbundenen
Unternehmen
3. Beteiligungen 20.884 apA 1.825 22.709 9.670 7.955
4. Ausleihungen an 220 220 38.018 31.741
Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungs-
verhältnis besteht
5. Wertpapiere des - - -
Anlagevermögens
6. Sonstige 1.880 1.978
Ausleihungen
summe 21.104 1.825 - 22.929 94.556 77.822
Finanzanlage
Gesamt 796.264 26.462 3.883 818.843 331.867 301.905
pA 24.362
gA 275
apA1.825
62 | 62 heaDlINe 1
Headline 2
Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft
allein getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das
Geschäftsjahr 2011 beträgt 39,6 Mio. €. Zur
Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der ZKW folgenden Verpflichtungen von
52, 8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung von 22,8 Mio. € gebildet.
berIcht Des auFsIchtsrates
Der Aufsichtsrat ließ sich im Geschäftsjahr 2012 in seinen Sitzun-
gen durch Berichte der Geschäftsführung, schriftliche Vorlagen
sowie weitere ausgehändigte Unterlagen ausführlich und umfas-
send über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung
und der Unternehmensstrategie informieren und war in alle Ent-
scheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen
eingebunden. Der Aufsichtsrat hat damit die ihm nach Gesetz und
Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
62 | 63 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
bericht des aufsichtsrates
In fünf ordentlichen und drei außerordentlichen
Sitzungen sowie einer Klausurtagung hat sich der
Aufsichtsrat regelmäßig mit der strategischen
Ausrichtung des Unternehmens, seiner Wettbe-
werbsfähigkeit auf den Energiemärkten und im
Geschäftsfeld Verkehr hinsichtlich Preis, Qualität
und Service und der laufenden Entwicklung der
Ertragslage beschäftigt.
Von zentraler Bedeutung in den Diskussionen des
Aufsichtsrates war die Strategie 2020 der Stadt-
werke Münster, die sich nun im zweiten Jahr ihrer
Umsetzung befindet. So wurden dem Aufsichtsrat
von der Geschäftsführung mehrere große regene-
rative Erzeugungsprojekte als Investitions- bzw.
Beteiligungsoptionen für die Stadtwerke Münster
vorgestellt. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig in
seinen Sitzungen über den Projektverlauf infor-
miert. Ebenso ließ sich der Aufsichtsrat mehr-
fach über die Entwicklungen und Fortschritte im
Kundenservice der Stadtwerke berichten. Ein
weiteres Kernthema war der Immobilienbereich
der Stadtwerke. Hier hat der Aufsichtsrat in 2012
wesentliche Entscheidungen zur Weiterentwick-
lung der Hafenimmobilien getroffen.
In einer Klausurtagung informierte sich der
Aufsichtsrat zudem ausführlich über die Wett-
bewerbssituation auf den Energiemärkten. Von
besonderer Bedeutung war hier die Diskussion
zur Angebots- und Preispolitik im Geschäftskun-
denbereich für die Strom- und Gasversorgung und
die entsprechende Positionierung der Stadtwerke
Münster im Wettbewerb. Der Aufsichtsrat hat sich
auf Basis der umfangreichen Informationen ein
umfassendes und transparentes Bild von der Auf-
stellung und der Geschäftspolitik der Stadtwerke
machen können. Er unterstützt die strategischen
Initiativen der Geschäftsführung zur langfristigen
Ausrichtung der Stadtwerke Münster auf Grundla-
ge der Strategie 2020 und konnte sich überzeugen,
dass das Unternehmen diese mit Konsequenz und
Augenmaß voranbringt und umsetzt.
Nach Beschluss der Gesellschafterversamm-
lung der Stadtwerke Münster GmbH vom 05. Juli
2012 wurde auf Vorschlag des Aufsichtsrates die
Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsge-
sellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer für
das Geschäftsjahr 2012 bestellt. Die Jahresab-
schlussprüfung beinhaltet den Einzelabschluss
und den Konzernabschluss der Stadtwerke Müns-
ter GmbH und auch die Prüfung nach § 53 Haus-
haltsgrundsätzegesetz. In Wahrnehmung seiner
Aufsichtspflichten und in Abstimmung mit dem
Beteiligungscontrolling der Gesellschafterin hat
der Aufsichtsrat dem Abschlussprüfer um-
fangreiche Vorgaben für die Prüfungsschwer-
punkte bei der Abschlussprüfung gemacht. Der
Jahresabschluss und der Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2012 sind unter Einbeziehung der
Buchführung von der Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf,
geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestä-
tigungsvermerk versehen worden. Die Ord-
nungsmäßigkeit der Geschäftsführung wurde
gemäß § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz vom
Abschlussprüfer geprüft; es ergaben sich keine
Beanstandungen. Zur Erläuterung der Prüfung
und der Prüfungsergebnisse hat der Abschluss-
prüfer an der Aufsichtsratssitzung, die den Jah-
resabschluss der Gesellschaft behandelte, wie
in den Vorjahren teilgenommen. Aufgrund des
Prüfungsberichts und der Ausführungen des
Abschlussprüfers ist der Aufsichtsrat mit dem
Ergebnis der Prüfung einverstanden. Nach dem
abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigte
der Aufsichtsrat den von der Geschäftsführung
aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2012. Er empfahl der
Gesellschafterversammlung, den von der Ge-
schäftsführung aufgestellten Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2012 festzustellen und die
Geschäftsführung zu entlasten.
Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates
besteht ein Personalausschuss. Der Personal-
ausschuss hat im Berichtsjahr dreimal getagt.
Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung,
dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusam-
menarbeit, die die Grundlage für die Erfüllung
der gestellten Aufgaben bildet.
Münster, den 29. Mai 2013
Für den Aufsichtsrat
Stefan Weber
Vorsitzender
64 | 64 heaDlINe 1
Headline 2
Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft
allein getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das
Geschäftsjahr 2011 beträgt 39,6 Mio. €. Zur
Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der ZKW folgenden Verpflichtungen von
52, 8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung von 22,8 Mio. € gebildet.
bestätIGuNGsvermerk
Des abschlussPrüFers
64 | 65 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
bestätigungsvermerk des abschlussprüfers
Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den ge-
samten Jahresabschluss, den Lagebericht und die Tätigkeitsab-
schlüsse nach § 6 B EnWG. Der Jahresabschluss einschließlich
Lagebericht und die Tätigkeitsabschlüsse werden im Bundesanzei-
ger veröffentlicht.
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie An-
hang – unter Einbeziehung der Buchführung und
den Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH,
Münster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis 31. Dezember 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5
EnWG umfass-te die Prüfung auch die Einhaltung
der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs.
3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs.
3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätig-
keitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchfüh-
rung und die Aufstellung von Jahresabschluss und
Lagebericht nach den deutschen handelsrecht-
lichen Vorschriften und den ergänzenden Be-
stimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die
Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung
eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter
Einbeziehung der Buchführung und über den La-
gebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten
zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu
planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des
durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und
durch den Lagebericht vermittelten Bildes der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesent-
lich auswirken, mit hinreichender Sicherheit
erkannt werden und dass mit hinreichender
Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten
zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in
allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über
das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Ge-
sellschaft sowie die Erwartungen über mögliche
Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung
werden die Wirksamkeit des rechnungslegungs-
bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nach-
weise für die Angaben in Buchführung, Jahresab-
schluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung
der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs.
3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichpro-
ben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung
der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und
der wesentlichen Einschätzungen der Geschäfts-
führung, die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Jahresabschlusses und des Lageberichts
sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und
die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3
EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt
sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet
wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Düsseldorf, 29. Mai 2013
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Harnacke Wirtschaftsprüfer
Jahn Wirtschaftsprüfer
66 | 66 heaDlINe 1
Headline 2
Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft
allein getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das
Geschäftsjahr 2011 beträgt 39,6 Mio. €. Zur
Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der ZKW folgenden Verpflichtungen von
52, 8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung von 22,8 Mio. € gebildet.
OrGaNe Der GesellschaFt
aufsichtsrat
stefan weber
vorsitzender des aufsichtsrates
ratsmitglied
selbstständiger eD v-berater
heinz röhricht
1. stellvertretender vorsitzender
arbeitnehmervertreter
Freigestellter betriebsratsvorsitzender
heizungsbauer
Dr. michael Jung
2. stellvertretender vorsitzender
ratsmitglied
historiker
Günther kronberg
arbeitnehmervertreter
kaufm. angestellter
klaus langebröker (bis 31.12.2012)
arbeitnehmervertreter
Freigestelltes betriebsratsmitglied
kaufm. angestellter
Dieter maager
sachkundiger bürger
heizungs- und lüftungssanitärmeister
Frank baumann
ratsmitglied
Online-Designer
wilhelm breitenbach
sachkundiger bürger
schulleiter
manfred engelmann
sachkundiger bürger
bezirksgeschäftsführer a.D.
Gesellschafter
Stadt Münster zu 100 Prozent
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Gerhard Joksch (bis 12.12.2012)
ratsmitglied
Freiberuflicher raumplaner und berater
theodor knetzger
sachkundiger bürger
Dr. thorsten kornblum
ratsmitglied
Dipl.-Jurist, steuerwissenschaftler (ll.m.)
alfons reinkemeier
stadtkämmerer
antonio machado
arbeitnehmervertreter
lagerist
andreas Nicklas
ratsmitglied
rechtsanwalt
hans varnhagen
ratsmitglied
Dachdeckermeister
michael weidekamp
arbeitnehmervertreter
techn. angestellter
heribert klas (ab 13.12.2012)
ratsmitglied
leiter stadtmarketing
rolf wischer
arbeitnehmervertreter
Freigestelltes betriebsratsmitglied
kfz-mechaniker
66 | 67 Jahresabschluss
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
Organe der Gesellschaft/beteiligungsgesellschaften
Operative beteiligungen anteil am kapital in % kapital * in t€
Verkehrsservicegesellschaft Münster mbH 100 26
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH 100 100
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH 100 200
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH 50 800
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V. 50 400
smartOPTIMO GmbH & Co. KG 47 402
items GmbH 32 1.237
Energiehandelsgesellschaft West mbH 28 3.350
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG 100 1.883
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH 49,9 110
Westfälische Bauindustrie GmbH 99 21.630
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG 100 1.000
beteIlIGuNGsGesellschaFteN
Finanzbeteiligungen anteil am kapital in % kapital * in t€
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 35 22.664
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG 25 256
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH 14 3.907
Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 8 25.457
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG 2 50.000
* Stamm- oder Haftkapital
68 | 68 heaDlINe 1
Headline 2
68 | 69 Der kuNDe Im FOkus
Stadtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
kundeninterviews
Das alles könnte ich für
1.000 kw/h kaufen:
meIN
müNster
Ist …
Die stadtwerke sind für mich...
hier finde ich entspannung:
münster ist für mich…
meine tickets kaufe ich immer…
mIchèle De rOOs
JörG schemm
mein beitrag zur energiewende:
münster ist für mich …
Nachhaltigkeit ist…
münster ist für mich…
hier finde ich entspannung:
mein wunsch an die stadtwerke:
Die stadtwerke münster sind für mich:
meine tickets kaufe ich immer…
JOhaNNa JahNke
sIeGrID bertram
JörG wINkler
Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft
allein getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das
Geschäftsjahr 2011 beträgt 39,6 Mio. €. Zur
Abdeckung der aus einer möglichen Unterde-
ckung der ZKW folgenden Verpflichtungen von
52, 8 Mio. € hat die Gesellschaft eine Rückstel-
lung von 22,8 Mio. € gebildet.
70 Im P ressum
St
adtwerke Münster – Geschäftsbericht 2012
ImPr essum
herausgeber
St
adtwerke Münster GmbH
Hafenplatz 1, 48155 Münster
Postfach 7609, 48041 Münster
Telefon
(0251) 694-0
T
elefax
(0251) 694-1111
Handelsr
egister-Nr . B 343
des Amtsgerichts Münster
e ntwurf und l ayout
KopfKunst, Agentur für Kommunikation GmbH
Münster
Fotografien
Markus Hauschild
Peter Lessmann
k
onzept und
r
edaktion
Stadtwerke Münster GmbH
Kaufmännische Services, Personal
und IT in Kooperation mit der
Unternehmenskommunikation
Telefon (0251) 694-2010
Telefax (0251) 694-3003
dialog@stadtwerke-muenster .de
www.stadtwerke-muenster .de
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Salzstraße
- Hafenplatz 1
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0490/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.06.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37