Mandari Insight

3308/2021

Verlängerung Auszugsmanagement 2022/2023

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 01.12.2021

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Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage - Jahresbericht_2020_Auszugsmanagement

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

13088 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/562/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 3308/2021 
Freigabedatum 
02.11.2021  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Verlängerung Auszugsmanagement 2022/2023 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat beschließt die Verlängerung der Finanzierung von vier bei Trägern befristeten Stellen im 
Rahmen des Auszugsmanagements. Die bisherige Befristung zum 31.12.2021 wird um zwei weitere 
Jahre bis zum 31.12.2023 verlängert. Als Grundlage dienen die Beschlüsse vom 14.11.2011 (Vorlage 
1891/2011 Maßnahmenübersicht), 12.05.2015 (Vorlage 0925/2015 vorzeitige Verlängerung und Er-
weiterung), 28.06.2016 (Vorlage 1450/2016 Erweiterung), 14.11.2017 (Vorlage 2338/2017 Entfristung 
von drei Vollzeitstellen - eine pro Träger - und Befristungsverlängerung von vier Vollzeitstellen bis 
31.12.2019), 07.11.2019 (Vorlage 3328/2019 Befristungsverlängerung von vier Vollzeitstellen bis 
31.12.2021).  
Zur Finanzierung der vier befristeten Stellen stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssat-
zung 2022 Aufwandsermächtigungen in Höhe von 292.000 € im Haushaltsjahr 2022 im Teilergebnis-
plan 1004, Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum, in Teilplanzeile 13, Aufwendungen für 
Sach- und Dienstleistungen zur Verfügung. 
Für das Haushaltsjahr 2023 sind ebenfalls 292.000 € zu berücksichtigen. Das Dezernat für Soziales, 
Gesundheit und Wohnen wird im Rahmen des Haushaltsaufstellungsprozesses 2023 ff. innerhalb des 
dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen. 
 
 
 
Integrationsrat 16.11.2021 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.11.2021 
Runder Tisch für Flüchtlingsfragen 19.11.2021 
Finanzausschuss 06.12.2021 
Unterausschuss Wohnen 09.12.2021 
Rat 14.12.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  292.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2023 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.    292.000 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
 
Begründung 
 
Mit Ratsbeschluss vom 14.11.2017 ist das Auszugsmanagement als unbefristete Aufgabe eingerich-
tet worden. Mit der Durchführung beauftragt sind der Caritasverband, das Deutsches Rotes Kreuz 
und der Kölner Flüchtlingsrat. Die Finanzierung von drei unbefristeten Vollzeitstellen (je Träger eine) 
ist gesichert. Weitere vier Stellen sind befristet bis zum 31.12.2021. 
Eine Vielzahl der zum Stand 30.06.2021 (Stichtag korrespondiert mit dem Auswertungsdatum des 
Controllings zum Auszugsmanagement) von der Stadt Köln untergebrachten 5.544 Geflüchteten wird 
längerfristig in Köln Schutz finden. Die langfristige Integration der geflüchteten Menschen startet häu-
fig mit einer eigenen Wohnung und stellt damit eine Grundvoraussetzung für die nächsten erfolgrei-
chen Integrationsschritte dar. Die damit verbundene Notwendigkeit, neue Wohnraumressourcen zu 
akquirieren, macht es weiterhin erforderlich, ein angemessenes Betreuungsangebot für die unterzu-
bringenden Menschen sowie für die unterstützenden Organisationen sicherzustellen und stetig zu 
verbessern. Die Betreuung (Versorgung) dieser Geflüchteten als Pflichtaufgabe nach § 4 Flüchtlings-
aufnahmegesetz (FlüAG) stellt die Stadtverwaltung vor eine langfristige und dauerhafte Herausforde-
rung. Die Priorität muss nach wie vor darauf gelegt werden, die hier lebenden Menschen in eigenen 
Wohnraum zu vermitteln, um so kostenintensive oder nicht mehr zeitgemäße Objekte außer Betrieb

3 
setzen zu können.  
Das Auszugsmanagement trägt hierzu maßgeblich bei und zeichnet sich durch erfolgreiche Unter-
stützung, insbesondere für die Geflüchteten und für die Stadtverwaltung bei der Bewältigung der ihr 
obliegenden Pflichtaufgaben im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung nach dem FlüAG aus. 
 
 
Aufgaben des Auszugsmanagements 
 
Das Auszugsmanagement ist ein gemeinsames Projekt vom Amt für Wohnungswesen und freien 
Trägerorganisationen. 
Ziel des Auszugsmanagements ist es, Geflüchtete in Köln, die noch in städtischen Unterkünften un-
tergebracht sind, bei ihrer Suche nach privatem passendem Wohnraum zu unterstützen. Wichtiger 
Bestandteil ist die aktive Akquise bei Wohnungsbaugesellschaften, privaten Vermietern etc., um den 
geflüchteten Menschen zu ermöglichen, unbefristete Mietverträge abzuschließen und damit ihre In-
tegration zu verbessern und ein eigenverantwortliches und selbstständiges Leben führen zu können. 
Zu den Aufgaben des Auszugsmanagements gehören das Erstberatungsgespräch, die Unterstützung 
bei der Wohnungsfindung, die Begleitung zu Besichtigungsterminen, die Erläuterung der Mietverträ-
ge, die Regelung der notwendigen Anträge bei den Ämtern bis hin zum Auszug aus der städtischen 
Unterkunft.  
Weitere Themen sind die Nachbetreuung, insbesondere in Problemsituationen, das Angebot von In-
formationsveranstaltungen in den Unterbringungseinrichtungen und die Zusammenarbeit mit ehren-
amtlichen Unterstützer*innen. 
Die Installierung der städtischen Koordinationsstelle im Jahr 2015 hat sich für die Zusammenarbeit 
zwischen städtischen Dienststellen und Trägern als förderlich erwiesen. Die intensive Zusammenar-
beit wird über die städtische Koordinationsstelle gesteuert.  
Die Durchführung von Workshops und die Unterstützung für ehrenamtlich Engagierte gehören zu den 
weiteren Aufgaben der Auszugsmanager*innen. Mit dem erarbeiteten Konzept zur Unterstützung eh-
renamtlicher Arbeit in der Geflüchtetenarbeit, das 2019 initiiert wurde, bringt die Stadt Köln gemein-
sam mit den Trägern ihre Wertschätzung für den Beitrag der ehrenamtlichen Arbeit zum Ausdruck. 
Aufgrund der Corona-Pandemie konnten Gruppenveranstaltungen seit März 2020 vorerst jedoch nicht 
mehr stattfinden.  
 
 
Entwicklung Controlling 
Im Jahr 2018 wurde durch die städtische Koordinationsstelle ein Controlling implementiert. Ziel des 
Controllings ist, für das Auszugsmanagement sinnvolle und aussagefähige Kennzahlen zu entwi-
ckeln, um langfristig Aussagen über die Wirkungsweise des Auszugsmanagements tätigen zu kön-
nen. 
Vierteljährlich erfolgt ein Datenabgleich zwischen den Trägern und der städtischen Koordinationsstel-
le, um die Datenqualität zu verbessern und Inkonsistenzen zu vermeiden.  
Diese Auswertung ist inzwischen etabliert und wird laufend fortgeschrieben:  
 
Fallzahlen 
 
Jahr Vermittlung Anzahl  
Personen 
Vermittlung Anzahl  
Wohnungen 
2018 426 144 
2019  371 132 
2020 407 130 
2021 (bis 30.06.2021) 214 69

4 
 
Gespräche und Begleitung zu Terminen durch die Auszugsmanager*innen 
 
 2020 2021  
(bis 30.06.2021) 
Erstberatungsgespräche 224 72 
Begleitung zu Behörden 64 0 
Begleitung bei Wohnungsbesichti-
gungen 
168 65 
 
 
 
 
  
 
Zum Stichtag 30.06.2021 machten die Angebote der GAG mit einem Anteil von 41% im Jahr 2020 
und 35% im Jahr 2021 (bis 30.06.) einen sehr großen Teil der vermittelten Wohnungen aus. Die GAG 
ist somit weiterhin wichtiger Kooperationspartner des Auszugsmanagements. Auch private Vermieter 
sind mit einem Anteil von 38% (in 2020) bzw. 25% in 2021 (bis 30.06.) für die Wohnungsvermittlung 
von großer Bedeutung.  
Der Anstieg auf 40 % bei „anderen Wohnungen“ im ersten Halbjahr 2021 ist durch die Schließung 
eines Wohnheims für Geflüchtete der Aachener Siedlungsgesellschaft entstanden. Den dort unterge-
brachten geflüchteten Familien wurden daraufhin eigenständige Mietverträge angeboten, so dass sie 
dort wohnen bleiben konnten. 
 
Die Mitarbeitenden des Auszugsmanagements haben zur Kooperationsförderung an zahlreichen 
Netzwerktreffen teilgenommen. Die Vernetzung u.a. mit Willkommensinitiativen, Vertretern von Ar-
beitskreisen (z.B. AK Politik, AK Asyl) oder der UAG Wohnen sowie mit dem Interkulturellen Dienst ist 
ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. 
 
Herkunft vermittelte 
Wohnungen 2020 
Anzahl Prozent 
GAG 54 41% 
Privat 49 38% 
Andere (z.B. Wohnungsbau-
gesellschaften, Kirche, Eh-
renamt) 
27 21% 
 
Herkunft vermittelte 
Wohnungen 2021 (bis 
30.06.) 
Anzahl Prozent 
GAG 24 35% 
Privat 17 25% 
Andere (z.B. Wohnungs-
baugesellschaften, Kirche, 
Ehrenamt) 
28 40%

5 
Eine detaillierte Darstellung der Arbeit des Auszugsmanagements für 2020 erfolgt im Jahresbericht. 
Dieser ist als Anlage beigefügt. 
 
 
Ausblick Controlling 2022 
 
Eine neue Vorlage für das Controlling / Statistik der Quartalsberichte sowie ein neues Raster für den 
Jahresbericht zur Situation Geflüchteter in Köln wurden vom Auszugsmanagement entwickelt. Diese 
sollen ab 2022 geführt werden. 
Das Controlling wird ergänzt um die folgenden Punkte: 
- Stadtbezirk der vermittelten Wohnung 
- Qualitätsstandard der bisherigen Unterbringung 
- Haushaltsgröße der vermittelten Familie 
- Aufenthaltsstatus der vermittelten Personen 
- Gründe für Ablehnungen von Wohnungsangeboten durch die Geflüchteten 
 
 
Wirtschaftlichkeit des Projektes  
 
  
Durch die Vermittlungen der Geflüchteten können Unterbringungskosten in Wohnheimen oder in ge-
werblichen Unterkünften eingespart werden. Demgegenüber werden die durch die Vermittlung in 
Wohnraum anfallenden Mietkosten sowie die zuschussfähigen Personalkosten des Projektes gegen-
übergestellt. Für das Haushaltsjahr 2020 konnten dabei 23.780,- Euro (gerundet) an kommunalen 
Unterbringungskosten eingespart werden. 
Neben der Wirtschaftlichkeit des Projektes sind vorrangig die nicht monetären Erfolgskriterien zu be-
nennen. Hierbei unterstützt das Projekt gezielt das Ressourcenmanagement der Stadt Köln und leis-
tet einen Beitrag dazu, kostenintensive Standorte oder Standorte mit einem niedrigen Qualitätsstan-
dard abzubauen. Das Projekt trägt dazu bei, die Lebens- und Wohnsituation der Geflüchteten zu ver-
bessern, sozialem Ungleichgewicht entgegenzuwirken und die Integration schutzbedürftiger Men-
schen zu fördern. 
 
 
Finanzierung des Projektes 
 
Zur Finanzierung der vier befristeten Stellen stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssat-
zung 2022 Aufwandsermächtigungen in Höhe von 292.000 € im Haushaltsjahr 2022 im Teilergebnis-
plan 1004, Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum, in Teilplanzeile 13, Aufwendungen für 
Sach- und Dienstleistungen, zur Verfügung.  
Für das Haushaltsjahr 2023 sind ebenfalls 292.000 € zu berücksichtigen. Das Dezernat für Soziales, 
Gesundheit und Wohnen wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2023 ff. innerhalb 
des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen.  
Zur Finanzierung des Gesamtvolumens des Projekts in Höhe von 511.000 € p.a., das insgesamt sie-
ben Stellen umfasst, stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzungen Mittel in ausrei-
chender Höhe in den Haushaltsjahren 2022 und 2023 im Teilplan 1004, Bereitstellung und Bewirt-
schaftung von Wohnraum, in Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleitungen, zur Ver-
fügung.  
Die Kosten je Vollzeitstelle und Jahr belaufen sich auf 73.000 €.  
 
 
Weiterführung des Projektes – Fazit und Ausblick 
 
Der Forderung nach einer Verstetigung des Projektes ist die Verwaltung durch die unbefristete Fort-
führung des Projektes nachgekommen. Insbesondere mit Blick auf die angespannte Situation am 
Kölner Wohnungsmarkt kann auch bei rückläufigen Zahlen Geflüchteter nur durch das Auszugsma-
nagement eine wirksame Entlastung der städtischen Unterkünfte erzielt werden.

6 
Die Arbeit des Auszugsmanagements ist vor allem für die längerfristige Integration notwendig und 
erfordert deshalb eine Kontinuität. Eine Veränderung des Arbeitsaufkommens ist nicht zu erkennen. 
Die unterstützende Arbeit des Auszugsmanagements ist und bleibt von großer Bedeutung. 
Zurzeit ist tendenziell mit sinkenden Zugangszahlen zu rechnen, sodass die Stadt zwar weniger Men-
schen in ihren Einrichtungen unterbringen muss, das von Politik und Verwaltung verfolgte Ziel, alle 
Geflüchteten in abgeschlossenen Unterkünften unterzubringen, ist aber bisher noch nicht erreicht. 
Derzeit liegt dieser Anteil bei 80%. Neben dem bereits dargestellten Kostenaspekt ist dies ein weite-
rer Handlungszwang, der vom Auszugsmanagement positiv beeinflusst wird. 
Daher hält es die Verwaltung für geboten, die Befristung der Finanzierung der vier Stellen um zwei 
weitere Jahre bis zum 31.12.2023 zu verlängern. Die Verwaltung wird bei den politischen Gremien 
unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Controllings rechtzeitig vor Ablauf der vier befristeten 
Stellen eine Beschlussvorlage einreichen. 
 
Anlage 
Jahresbericht 2020

Anlage - Jahresbericht_2020_Auszugsmanagement

42258 Zeichen

Auszugsmanagement 
 
 
Jahresbericht 2020

Inhaltsverzeichnis 
 
1. Einleitung .................................................................................................................. 3 
2. Statistik & Controlling ................................................................................................ 4 
3. Erfolgsfaktoren nicht monetärer Ziele des Auszugsmanagement .............................. 7 
3.1. Förderung der Integration in der Stadtgesellschaft ............................................. 7 
3.2. Vernetzung im Stadtteil ...................................................................................... 8 
3.3. Nachhaltigkeit ..................................................................................................... 8 
3.4. Akquise .............................................................................................................. 8 
3.5. Öffentlichkeitsarbeit ............................................................................................  8 
4. Einzelbeispiele aus der Arbeit des Auszugsmanagements ........................................ 9 
4.1. Familie B. ........................................................................................................... 9 
4.2. Familie K. ........................................................................................................... 9 
4.3. Frau J. .............................................................................................................. 10 
5. Workshops und Informationsveranstaltungen .......................................................... 11 
5.1. Workshop „Wohnungssuche“ ........................................................................... 11 
5.2. Informationsveranstaltung ................................................................................ 13 
5.3. Öffentlichkeitsarbeit ..........................................................................................  13 
6. Netzwerkarbeit und Wohnungsgeber....................................................................... 13 
6.1. Netzwerkarbeit .................................................................................................  13 
6.2. Ehrenamtliches Engagement............................................................................ 15 
6.3. GAG Immobilien AG ......................................................................................... 16 
6.4. Weitere Wohnungsgeber .................................................................................. 17 
7. Zusammenarbeit mit Kölner Ämtern und Behörden ................................................. 17 
7.1. Kooperation mit dem Amt für Wohnungswesen ................................................ 17 
7.2. Zusammenarbeit mit weiteren Kölner Ämtern und Behörden ............................ 18 
8. Fazit und Ausblick ................................................................................................... 19

3 
 
1. Einleitung 
Der vorliegende Jahresbericht des Auszugsmanagements bezieht sich auf den Zeitraum vom 
01.01.2020 bis zum 31.12.2020. 
 
Hier wird die Arbeit des Auszugsmanage ments im Jahre 2020 anhand statistischer Daten, 
aber auch mit Hilfe von Fallbeispielen, die einen praxisnahen Einblick in die Arbeit vermitteln, 
beschrieben. Des Weiteren werden die vermehrt durchgeführten Workshops des Auszugs-
managements, sowie die Netzwerkarbeit und die Zusammenarbeit mit Kölner Ämtern und 
Behörden thematisiert. Auch werden die veränderten Arbeitsbedingungen und damit einher-
gehenden Herausforderungen für die Arbeit des Auszugsmanagements im Rahmen der CO-
VID-19-Pandemie im folgenden Abschnitt kurz allgemein skizziert. Am Ende jeden Abschnitts 
befindet sich eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte. 
 
Durch den Ausbruch des Corona-Virus im Frühjahr 2020 und den damit erforderlichen Maß-
nahmen, hat sich auch in der Arbeit des Auszugsmanagements einiges verändern und an-
passen müssen. Der Klient*innenkontakt wurde eingeschränkt und nur noch die wichtigsten 
operativen Arbeitsschritte mit dem Klienten*innen zusammen abgewickelt wie z.B. Woh-
nungsbesichtigungen oder Vertragsunterschriften.  
Beratungen fanden vermehrt per Telefon oder per E-Mail statt. Bei guten Witterungsverhält-
nissen wurden sie außerhalb durchgeführt. Zudem wurden die Büros für Beratungsgespräche 
so eingerichtet, dass sie den Covid-19 Bestimmungen entsprechen.  
Die statt gefundenen Besichtigungen vor Ort wurden zeitweise mit maximal zwei Haushalten 
durchgeführt oder der/die Anbieter*in der Wohnung bot eine virtuelle Besichtigung per Video 
an, die den Interessent*innen im Anschluss zur Verfügung gestellt wurden. Auch die  
Interessent*innen erstellten in diesen Fällen ein Bewerbungsvideo von sich.  Die Teilneh-
mer*innenzahl der operativen Treffen mit Trägern, Stadt und an Netzwerktreffen wurde wei-
testgehend reduziert und haben unter B erücksichtigung der Maßna hmen stattgefunden . 
WBS-Anträge, Mietangebote und Kautionsanträge konnten überwiegend digital eingereicht  
werden. Vieles wurde per Mail und telefonisch abgestimmt.  
 
Die Arbeit des Auszugsmanagements war im Jahr 2020 durch die Covid-Pandemie ge-
prägt. Es wurden Lösungen für alternative Beratungsformen gefunden, um den Men-
schen die nötige Unterstützung bieten zu können. Die Vermittlungen konnten dadurch 
erfolgreich weitergeführt werden.

4 
 
2. Statistik & Controlling  
Die im Folgenden dargestellten Diagramme basieren auf den Daten der Liste der Stadt Köln1 
und beziehen sich auf die Vermittlungen des Auszugsmanagements. Als noch zu vermittelnd 
gelistet sind dort 1451 Personen verteilt auf 405 Haushalte aus insgesamt 35 Herkunftslän-
dern.  
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 130 Haushalte und damit insgesamt 407 Personen (371 
Personen im Jahr 2019) vom Auszugsmanagement in Wohnungen im Kölner Stadtgebiet un-
tergebracht.   
Auch im Jahr 2020 konnte durch die erfolgreiche Vermittlung der Klienten*innen in privaten 
Wohnraum gegenüber der kostenintensiven Unterbringung der Geflüchteten kommunale 
Haushaltsmittel in Höhe von rund 23.780,00 € eingespart werden. 
 
 
 
1 1. Liste Kandidaten Stand 08.12.2020  
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
1 Person
2 Personen
3 Personen
4 Personen
5 Personen
6 Personen
7 Personen
8 Personen
9 Personen
10 Personen
11 Personen
13 Personen
Haushaltsgrößen

5 
 
 
 
 
 
0
50
100
150
200
250
Aufenthalts-
erlaubnis
Aufenthalts-
gestattung
Duldung
Fiktions-
bescheinigung
Sonstige
Aufenthaltsstatus
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90
Nord-Mazedonien
Russland
Kosovo
Albanien
Eritrea
Afghanistan
Serbien
Nigeria
Irak
Syrien
Top 10 Herkunftsländer

6 
 
Die hier folgende Einzelfallstatistik, welche die Tätigkeiten des Auszugmanagements in de-
taillierterer Form darstellt, gewährleistet eine sehr hohe Transparenz der Arbeit des Auszugs-
managements. 
 
Einzelfallstatistik 2020 (In Klammern befinden sich die Vorjahreszahlen aus 2019) 
Erstbera-
tungsge- 
spräche 
Weitere Be-
ratungsge-
spräche 
Schufa WBS 
Kontakt 
Vermieter/ 
Makler 
Haus- 
besuch 
Begleitung 
Wohnung 
225 (280) 5527 (4668) 63 (270) 213 (344) 2878 (2157) 80 (142) 247 (259) 
 
Kaution 
Kontakt 
Ämter/ Behörden 
Begleitung 
Ämter/ Behörden 
Begleitung 
MV/ SÜ 
Anträge Ämter/ 
Behörden  
170 (109) 2383 (1307) 64 (210) 162 (142) 722 (313) 
 
Anmeldung 
Strom etc. 
Nachbetreuung 
Sonstiges 
Anzahl 
abgelehnter An-
gebote (Vermie-
ter) 
Anzahl 
abgelehnter 
Angebote 
(Klienten) 
<3 
Monate 
>3 
Monate 
224 (94) 
843 
(591) 
263 
(154) 2 (31) 78 (111) 51 (48) 
 
Das durch die Träger geführte städtische Controlling wurde auch im Jahr 2020 weitergeführt. 
Es wurde um den Punkt der weitergehenden Unterstützung durch das Ehrenamt ergänzt, da 
die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen durch die Verstetigung des letztjährigen Pilotpro-
jekts vertieft werden konnte.  
Das Controlling sowie die Einzelfallstatistik der drei Träger werden quartalsweise an die Ko-
ordinationsstelle der Stadt Köln gesendet.

7 
 
Controlling Auszugsmanagement 2020 
     
Trägertreffen 7  Bearbeitete Wohnungsangebote 
Treffen SK2+Träger 5  Wohnungsangebote GAG 106 
Treffen SK+Trägerleitungsebene 6  Wohnungsangebote GAG (OV) 16 
Teilnahme an Seminaren/Fortbildungen 13  Wohnungsangebote Privat 124 
Seminare/Fortbildungen für Multiplikatoren 7  Wohnungsangebote Sonstige 28 
Netzwerktreffen 127  Wohnungsbesichtigungen 168 
Infoveranstaltungen für Geflüchtete 3  Erfolgreich vermittelte Wohnungen 
Aktive Akquise  419  Wohnungsangebote GAG 34 
Erstberatungsgespräche 224  Wohnungsangebote GAG (OV) 2 
Weitere Beratungsgespräche 5527  Wohnungsangebote Privat 49 
Kontakte zu Behörden3 2094  Wohnungsangebote Sonstige 19 
Begleitungen zu Behörden5 64  Richtlinie Flü 18 
Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit 0  Weitergehende Unterstützung (Ehrenamt) 8 
   gesamt Summe 130 
     
Erfolgreich vermittelte Personen  Davon berufstätige Personen 
Wohnungsangebote GAG 75  Wohnungsangebote GAG 4 
Wohnungsangebote GAG (OV4) 2  Wohnungsangebote GAG (OV) 1 
Wohnungsangebote Privat 185  Wohnungsangebote Privat 22 
Wohnungsangebote Sonstige 54  Wohnungsangebote Sonstige 5 
Richtlinie Flü5 54  Richtlinie Flü 10 
Pilotprojekt 37    
gesamt Summe 407  gesamt Summe 42 
 
3. Erfolgsfaktoren nicht monetärer Ziele des Auszugsmanagement 
Neben den zuvor genannten Statistiken und der Bestätigung der Wirtschaftlichkeit werden im 
Folgenden die nonprofit Ziele der Arbeit näher erläutert. Im weiterführenden Bericht werden 
sie durch konkrete Beispiele genauer beschrieben. 
 
3.1. Förderung der Integration in der Stadtgesellschaft 
Entsprechend des Integrationsauftrages der Stadt Köln ist ein Ziel der Arbeit im Auszugsma-
nagement die Integration der Klient*innen in den Stadtteil. Durch eine gelungene Integration 
werden soziale Ungerechtigkeit und Ausgrenzung minimiert und die individuelle Situation der 
Geflüchteten verbessert. Die Klient*innen leben selbstbestimmt und der Kontakt zu anderen 
 
2 SK: Stadt Köln 
3 Abweichung der Zahlen im Vergleich auf S. 5, da unvollständige Angaben auf Seiten der Träger nachgetragen wurden .  
4 OV: Optionales Verfahren ist ein alternatives Vergabeverfahren der GAG, in denen Wohnungen mit Besonderheiten, wie 
z.B. Wohnungen mit Kohleofen, Senioren- oder Behindertengerechte angeboten werden 
5 Personen, die keine Wohnberechtigungsschein erhalten können, da Sie nur eine Duldung oder Aufenthaltsgestaltung haben

8 
 
Kölner Bürger*innen wird erleichtert. Darüber hinaus wird das städtische Unterbringungssys-
tem entlastet. 
 
3.2. Vernetzung im Stadtteil 
Um das zuvor genannte Ziel zu erreichen unterstützen die Mitarbeiter*innen des Auszugs-
managements die Geflüchteten bei der Vernetzung im Stadtteil. Die Integration wird erleich-
tert, wenn die Menschen direkte Anknüpfpunkte im Stadtteil haben. So wird z.B. Kontakt zum 
IKD, Beratungsstellen und Ärzt*innen hergestellt. Gibt es Kinder und Jugendliche in den Fa-
milien sorgen die Mitarbeiter*innen des Auszugsmanagements für die Vermittlung in Schulen 
und Kindergärten. Dadurch werden Hindernisse abgebaut und der Ko ntakt zu der neuen 
Nachbarschaft ist leichter zugänglich, was den Austausch erleichtert und gegenseitige Be-
rührungsängste bzw. Vorbehalte abbaut. 
 
3.3. Nachhaltigkeit 
Die Nachhaltigkeit ist ebenfalls ein großer Bestandteil der Arbeit. Nach dem Auszug stehen 
die Mitarbeiter*innen des Auszugsmanagements noch weitere drei Monate zur Beratung zur 
Verfügung. In dieser Zeit werden, die Klient*innen bei der Bewältigung von Alltagsanforde-
rungen unterstützt, Fragen von Vermieter*innen beantwortet und ggfs. auft retende Konflikte 
gelöst. Ziele sind das Mietverhältnis zu stabilisieren, aufkommende Probleme zeitnah zu lö-
sen und einen guten Übergang für alle Beteiligten zu schaffen. 
 
3.4. Akquise 
Da die Situation auf dem Kölner Wohnungsmarkt weiterhin angespannt ist, ist es wichtig aus-
reichend Akquise zu betreiben. So werden gute Verbindungen zu den Wohnungsbaugesell-
schaften und privaten Mieter*innen gepflegt und Werbung für neuen Kontakte gemacht. Ziel 
dabei ist es den Vermieter*innenpool zu erweitern. 
 
3.5. Öffentlichkeitsarbeit 
Einhergehend mit der Akquise ist die Öffentlichkeitsarbeit. Auch diese wird durchgeführt, um 
weitere Wohnungsgeber*innen auf das Auszugsmanagement aufmerksam zu machen und 
neue Wohnungsangebote zu erhalten. Das Auszugsmanagement ist, auch für andere Kom-
munen, ein best -practice Beispiel für die gelungene Unterstützung von geflüchteten Men-
schen bei der Vermittlung in privaten Wohnraum.

9 
 
Die Arbeit des Auszugsmanagements macht deutlich, dass nicht monetäre Ziele in 
der sozialen Arbeit zu vielseitigen positiven sozialen Entwicklungen führen. Sie för-
dern den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Stadtgesellschaft und wirken einer 
Ausgrenzung sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen entgegen.  
 
4. Einzelbeispiele aus der Arbeit des Auszugsmanagements 
4.1.  Familie B.  
Seit dem Jahre 2014 lebte Herr B. mit seiner Frau in einem Kölner Flüchtlingswohnheim. Im 
Dezember 2020 könnte das Pärchen endlich in ihre eigene 3- Zimmer Wohnung im Kölner 
Norden ziehen. Von 2014 bis 2019 hat sich Herr B. mehrfach bemüht eigenständig eine Woh-
nung auf dem Kölner Wohnungsmarkt zu finden, jedoch ohne Erfolg . Aus diesem Grund 
wurde die Familie vom städtischen Sozialarbeiter der Unterkunft beim Auszugsmanagement 
angemeldet. Nach einer erfolgreichen Erstberatung und größeren Überarbeitung der Woh-
nungsbewerbungsunterlagen des Auszugsmanagers, war die Familie bereit für einen neuen 
Versuch der Wohnungssuche. Durch eine schnelle Anmeldung bei der Richtlinie- FLÜ über 
das Auszugsmanagement hat Familie B. eine zügige Einladung zu einer Wohnungsbesichti-
gung von der GAG erhalten. Gemeinsam erfolgte eine Wohnungsbesichtigung. Der obligato-
rische Hausbesuch vom Sozialarbeiter der GAG wurde wegen Corona in die Hauptv erwal-
tung der GAG verlegt. Nachdem alle nötigen Unterlagen durch das Auszugsmanagement bei 
der GAG eingereicht wurden, kam es zeitnah zu einer Wohnungszusage. Um einen reibungs-
losen Einzug zu gewährleisten , wurde zeitnah ein Antrag auf Erstausstattung beim Amt für 
Soziales und Senioren für die Familie vom Auszugsmanagement gestellt. Eine schnelle Ge-
nehmigung des Mietangebotes und eine Kautionsübernahme durch das Amt für Soziales und 
Senioren war Vorrausetzung für den zeitnahen Einzug. Die Überprü fung des Mietvertrages 
inklusive der Hausordnung erfolgte zeitgleich zur Wohnungs - und Schlüsselübergabe und 
wurde durch das Auszugsmanagement begleitet. Im Dezember 2020 konnte n Herr B. und 
seine Frau in ihre eigene Neubauwohnung ziehen. Parallel zu dem Einzug erfolgte die An-
meldung bei einem Energieversorger durch das Auszugsmanagement. Nach sechs Jahren 
in einer Unterkunft konnte die Familie in ihre eigene Wohnung ziehen.  
4.2. Familie K. 
Die sechsköpfige Familie K. ist seit ca. zwei Jahren im Auszugsmanagement angebunden. 
Herr K. ist im Jahr 2008 aus Mazedonien nach Deutschland gekommen, Frau K.  ist bereits 
1993 als 11-jährige aus dem Kosovo nach Deutschland gekommen. Seit ihrem Aufenthalt in 
Deutschland leben beide mit einer Duldung in Kölner Flüchtlingsunterkünften.

10 
 
Das jüngste der vier Kinder leidet an einem schweren Herzfehler und ist aufgru nd dessen 
körperlich behindert. Das Kind besucht eine inklusive Kindertagesstätte, wo es täglich Physi-
otherapie erhält. Frau K. begleitet ihr Kind, welches bereits mehrfach operiert werden musste, 
regelmäßig zur Kölner Uniklinik. Trotzdem geht sie immer wi eder in geringfügigem Umfang 
arbeiten.  
Herr K. arbeitet seit Langem in einer Pizzeria, die drei gesunden Kinder besuchen erfolgreich 
die Schule.  
Im Herbst 2020 bekommt das Auszugsmanagement von einer Kirchengemeinde eine ehe-
malige Pfarrerswohnung angebot en. Familie K. erhält die Möglichkeit die Wohnung zu be-
sichtigen und letztendlich auch die Zusage der Kirchengemeinde.  
Für die Familie war dies, trotz des hohen Engagements der Familie, die erste in Deutschland 
besichtigte Wohnung. Zuvor hatte die Familie zwar jahrelang aktiv nach einer Wohnung ge-
sucht, jedoch immer nur Absagen erhalten, sodass es gar nicht erst zur Besichtigung gekom-
men war.  
Inzwischen wohnt die Familie in der neuen Wohnung und hat sich dort nach ihren Wünschen 
einrichten können. Die Sch ulkinder haben direkt einen Platz an der benachbarten Schule 
bekommen und schnell neue Freundschaften geschlossen. Frau und Herr K. haben gute 
Kontakte zu ihren neuen Nachbarn geknüpft und die gesamte Familie fühlt sich in der neuen 
Wohnung sehr wohl.  
Der Wechsel in eine neue integrative Kindertagesstätte für das jüngste Kind ist derzeit noch 
nicht erfolgt, jedoch in Bearbeitung. 
 
4.3. Frau J.  
Frau J. ist eine 68- jährige politisch -verfolgte Geflüchtete aus dem Iran, die seit 1998 in 
Deutschland lebt. Nach langjährigen Aufenthalten in verschiedenen Unterkünften für Geflüch-
tete, war sie die letzten Jahre in einer Unterkunft in der Kölner Innenstadt untergebracht. Für 
Frau J. war es sehr wichtig eine Wohnung zu finden, die nicht weit entfernt war von der Ge-
flüchteten-Unterkunft, in der sie bis jetzt gelebt hatte. Dort hatte sie sich ein Netzwerk von 
Bekannten und Freunden aufgebaut. Auch die regelmäßigen Termine bei verschiedenen 
Fachärzten und Psychotherapeuten, zu denen sie bereits ein Vertrauensverhältnis aufgebaut 
hatte, waren in der Nähe. Hinzu kam, dass Frau J. nur die Duldung besaß und somit keinen 
Anspruch auf einen WBS hatte. Der Zugang zu vielen Wohnungsgesellschaften blieb daher 
für sie versperrt. Der unsichere Aufenthaltsstatus von Frau J. und der Wunsch, aus den vor-
her genannten Gründen, in der Stadtmitte eine Wohnung zu finden stellte das Auszugsma-
nagement vor eine Herausforderung. Nach dem Erstgespräch im Auszugsmanagement 
wurde Frau J. bei der Perspektivberatung angebunden. Die dortigen Mitarbeiter*innen haben 
den Fall aufgenommen und Frau J. in aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten beraten, da s

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Anfang 2019 zu Frau J.‘s Aufenthaltserlaubnis geführt hat. Mit der Unterstützung von Fami-
lienangehörigen von Frau J. und des Auszugsmanagement konnte im J uli 2019 eine kleine 
Wohnung in unmittelbarer Nähe der Stadtmitte gefunden werden. Das Auszugsmanagement 
hat Kontakt zur Vermieterin aufgenommen . Vorbehalte oder Bedenken an Geflüchtete zu 
vermieten konnten direkt angesprochen und geklärt werden. Darüber hinaus wurde Frau J. 
zur Wohnungsbesichtigung begleitet und sie erhielt Unterstützung bei der Abwicklung aller 
notwendigen Schritte, die für den Umzug relevant waren, wie z. B. bei der die Einreichung 
des Mietangebots beim Kostenträger und der Beantragung der Mietkaution. Weiterhin wur-
den wichtige Informationen vermittelt , beispielsweise zum Ummelde- Verfahren der neuen 
Wohnadresse und zur Stromanmeldung. Frau J. ist überglücklich nach über zwanzig Jahren 
in verschiedenen Unterkünften endlich eine abgeschlossene Wohnung nur für sich zu haben. 
Sie hat sich inzwischen gut im neuen Stadtteil eingelebt und in die Nachbarschaft integriert. 
Außerdem wurde Frau J. an den Interkulturellen Dienst angebunden, sodass sie bei Bedarf 
weitere Hilfsangebote vor Ort erhalten kann. 
Die v erschiedenen Einzelfallbeispiele verdeutlichen die inhaltliche Arbeit des Aus-
zugsmanagements. Viele geflüchtete Menschen benötigen trotz ihres eigenen Engage-
ments Unterstützung bei der Wohnungssuche und dem organisatorischen Ablauf vor 
und während des Umzugsprozesses. Die Begleitung der Menschen durch das Aus-
zugsmanagement trägt zu einem reibungslosen Ablauf bei. So haben in der Vergan-
genheit z.B. Personen eine Wohnung durch das Auszugsmanagement erhalten, die be-
reits viele Jahre gesucht hatten oder es wurden Familien mit besonderen Bedürfnissen 
aufgrund von Behinderung oder Erkrankungen erfolgreich unterstützt. 
 
 
5. Workshops und Informationsveranstaltungen 
5.1.  Workshop „Wohnungssuche“ 
Das Auszugsmanagement bietet seit 2018 Workshops zur Wohnungssuche in unterschiedli-
chen Formaten an. Der Hauptfokus liegt auf der Durchführung in den städtischen Unterkünf-
ten. Dort werden die Workshops in regelmäßigen Abständen von den drei  Trägern angebo-
ten. Das Ziel der Veranstaltungen ist die Schulung von Menschen mit Fluchterfahrung rund 
um das Thema Wohnungsmarkt und Wohnungssuche in Köln. Da die Betreuung von Ge-
flüchteten in Unterkünften im Rahmen des Auszugsmanagements durch die Aufna hme auf 
die Liste begrenzt ist, dienen die Workshops als Ergänzung des Angebots und als Erweite-
rung der Zielgruppe. In Absprache mit den städtischen Sozialarbeiter*innen werden die Work-
shops geplant, auf die jeweiligen räumlichen Gegebenheiten angepasst  und gestaltet. Zu-

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sätzlich werden Informationsveranstaltungen und Workshops in anderen Bildungseinrichtun-
gen angeboten. In den Workshops geht es vorrangig darum, Menschen mit Fluchtgeschichte 
den Prozess der Wohnungssuche näherzubringen und dabei einerseits formale Rahmenbe-
dingungen und Abläufe zu erklären und andererseits Hemmungen abzubauen und die Teil-
nehmenden bei der Wohnungssuche zu motivieren. Es sollen zudem die Unterstützungsmög-
lichkeiten – zum Beispiel die Aufnahme in das Auszugsmanagement bei einem konkreten 
Wohnungsangebot – verdeutlicht werden. Thematisch behandeln die Workshops zunächst 
allgemeine Informationen zu dem Wohnungsmarkt in Köln. Mithilfe einer Stadtkarte werden 
beispielsweise der Mietspiegel und die unterschiedlichen Stadtteile in Köln dargestellt. Im 
Anschluss daran behandeln die Workshops verschiedene Fragestellungen zur Wohnungssu-
che. Je nach Ausstattung der Räumlichkeiten (vorhandene Medien, W -LAN-Verfügbarkeit) 
werden verschiedene Anträge wie der Wohnungsberechtigungsschein oder die Schufa erläu-
tert und mit den Teilnehmenden praktisch erprobt. Danach werden die unterschiedlichen 
Möglichkeiten der Suche nach einer Wohnung vorgestellt (Wohnungsunternehmen, Genos-
senschaften, Immobilienplattformen etc.) und einzelne Beispiele vertieft behandelt. Als kon-
krete Hilfestellung werden beispielsweise Bewerbungstexte mit den Teilnehmenden für die 
Online-Bewerbungen erstellt. Die Materialien und pädagogischen Formate (Handreichung, 
Broschüren, Online-Plattform mit hilfreichen Links und Videos) wurden dabei im Laufe der 
Zeit erweitert und durch die Erfahrungen der durchgeführten Veranstaltungen angepasst und 
ergänzt. Als Herausforderung in den Workshops kann die heterogene Zusammensetzung der 
Teilnehmenden hinsichtlich kultureller Hintergründe, Alt er und Geschlecht sowie des teils 
stark differierenden Kenntnisstands betrachtet werden, was jedoch auch als Chance anzuse-
hen ist, da es die Möglichkeit für einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch bietet. So können 
Teilnehmende, die bereits Erfahrungen bei  der Wohnungssuche gesammelt haben ihre 
Kenntnisse mit den anderen Kursteilnehmer*innen teilen und so unterstützend wirken. 
Da aufgrund der Corona- Pandemie ein besonderer Schutzbedarf für die Menschen in den 
Unterkünften besteht, zumeist keine Räumlichkeiten vorzufinden sind, in denen genügend 
Abstand gewahrt werden kann und darüber hinaus über einen längeren Zeitraum ein Be-
suchsverbot für die Unterkünfte seitens der Stadt Köln verhängt wurde, konnten dort im Jahr 
2020 keine Workshops angeboten werden. Die geplanten Workshops für März wurden kurz-
fristig abgesagt. Die Verlagerung auf ein Online- Angebot stellte sich aufgrund mangelnder 
Zugänge zu W-LAN in den Unterkünften und Erreichbarkeit der Teilnehmenden ebenfalls als 
nicht durchführbar dar. Dennoch wurde Anfang des Jahres und im November in anderen 
Bildungseinrichtungen mit insgesamt 19 Teilnehmenden Workshops zur Wohnungssuche an-
geboten. Das Angebot der Workshops in den Unterkünften seitens des Auszugsmanage-
ments wird wieder aufgenommen, sobald sich die Situation verbessert.

13 
 
5.2. Informationsveranstaltung  
Über die regulären Angebote der Workshops hinaus wurde eine Informationsveranstaltung 
zur Wohnungssuche im Rahmen eines Freiwilligen- Projektes durchgeführt und dabei das 
Auszugsmanagement vorgestellt. Diese Veranstaltung fand im Onlineformat statt und wurde 
von den Teilnehmenden umfassend genutzt. Nach dem inhaltlichen Input hatten alle Teilneh-
menden die Möglichkeit für sie relevante Fragen zu stellen.  
 
5.3. Öffentlichkeitsarbeit 
Aufgrund der Covid 19-Pandemie gab es nur wenige öffentlichkeitswirksame Aktivitäten. So 
wurde das Auszugsmanagement zu Vorträgen bzw. Workshops seitens des Kölner Runden 
Tisches für Integration und des Bundesverbandes Netzwerke von Migrantenorganisationen 
e.V. eingeladen. Zudem wurde im Rahmen eines Podcasts die Arbeit des Auszugsmanage-
ments vorgestellt.  
 
Im Sinne des Empowerment-Ansatzes werden den geflüchteten Personen Workshops 
und Informationsveranstaltungen durch das Auszugsmanagement angeboten, damit 
sie das nötige Hintergrundwissen für eine eigenständige Wohnungssuche in Deutsch-
land erhalten. Bedingt durch die Pandemie konnten im Jahr 2020 nicht so viele Veran-
staltungen wie üblich durchgeführt werden.  Die Öffentlichkeitsarbeit musste pande-
miebedingt ebenfalls reduziert werden. 
 
6. Netzwerkarbeit und Wohnungsgeber 
6.1. Netzwerkarbeit 
Die Pflege und Weiterentwicklung eines ausdifferenzierten Netzwerkes ist auch im Jahr 2020 
ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsansatzes im Auszugsmanagement. 
Aufgrund von Kontaktbeschränkungen durch Covid-19 fanden im Jahr 2020 interne Bespre-
chungen und andere Netzwerktreffen sowie ein Austausch mit Ämt ern und Behörden ver-
mehrt und zeitweise ausschließlich telefonisch, digital oder über E-Mail statt.  
 
Eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden erwies sich insbesondere nach der Einführung 
von Corona bedingten Zugangsbeschränkungen für den Klient*innenverkehr mit dem Amt für 
Wohnungswesen, dem Amt für Soziales, Arbeit und Senioren und dem Jobcenter als uner-
lässlich. Umzugsrelevante Anträge wurden vielfach direkt für Klienten*innen ohne eigene di-
gitale Möglichkeiten über das Auszugsmanagement an die entsprechende Sachbearbeitung 
oder das zuständige Team gemailt, um die Bewilligungen für Miete und Kaution zeitnah zu

14 
 
organisieren. Die Kommunikation verlief hier in den meisten Fällen sehr effizient und rei-
bungslos. Auch die Zusammenarbeit mit dem Sozialen Dienst der Stadt Köln und den betreu-
enden Trägern vor Ort in den Unterkünften für Geflüchtete erwies sich oftmals als sehr hilf-
reich, da Unterlagen von Klienten*innen  per Mail mit dem zuständigen Kolleg*innen ausge-
tauscht werden und die Familien vor Ort bleiben konnten. In Einzelfällen kam es bei der Be-
antragung von Kautionsübernahmen, aufgrund eines hohen Arbeitsaufkommens gegen Jah-
resende zu einer längeren Bearbeitungszeit.  Wünschenswert ist eine kürzere Regelbearbei-
tungszeit, um das Zustandekommen von Mietverhältnissen nicht zu gefährden und einen 
häufig sehr kurzfristigen Mietbeginn einhalten zu können.  
 
Mit dem Jobcenter fand ein Austauschtreffen statt. Ein Arbeitsergebnis des Treffens stellt die 
Vereinbarung dar, dass Erstausstattungsanträge mithilfe eines neuen Verfahrens im Jobcen-
ter schneller bearbeitet werden können. Hierfür wurde ein Formular mit einer Auflistung von 
vorhandenen Möbeln in einer Wohnung aufgesetzt, welches die Mitarbeiter*innen des Aus-
zugsmanagement und die städtische Koordinatorin nach der Besichtigung unterschreiben. 
Bereits mit dieser Auflistung kann nun der Erstausstattungsantrag eingereicht werden, so 
dass eine frühzeitigere Bearbeitung möglich ist. Zuvor galt ein unterschriebener Mietvertrag 
als Voraussetzung für die Bearbeitung der Ers tausstattungspauschale, sodass häufig dop-
pelte Mieten für die Unterkunft und die neue Privatwohnung anfielen, bis die Familien – teils 
weit nach Mietbeginn- ihre Wohnungen einrichten und umziehen konnten.  
 
Die folgende Übersicht zeigt, wie umfangreich das Netzwerk des Auszugsmanagement auch 
im Jahr 2020 aufgebaut war. Zu den für die Wohnraumvermittlung relevanten Akteuren zäh-
len u.a. unterschiedliche Ämter der Stadt Köln, Wohnungsbaugesellschaften, ehrenamtlich 
Aktive und die verschiedensten Beratungsstellen. Eine ausreichende und vielfältige Unter-
stützung der Wohnungsuchenden sowohl beim anfänglichen Clearing und der Akquise von 
Wohnraum als auch bei und nach Umzug in die neue Wohnung wird durch die Zusammen-
arbeit mit vielen Kooperationspartnern gewährleistet. Die im Jahr 2017 begonnene Koopera-
tion mit dem Antidiskriminierungsbüro wurde auch 2020 weiter fortgeführt, indem bei Diskri-
minierungserfahrungen beispielsweise der fachliche Rat der Antidiskriminierungsstelle ein-
geholt und diese bei weitergehendem Beratungsbedarf hinzugezogen wurde. Zusätzlich nah-
men Mitarbeiter*innen des Auszugsmanagements regelmäßig an persönlichen und digitalen 
Netzwerktreffen mit anderen hauptamtlich und ehrenamtlich Aktiven sowie der städtischen 
Koordinatorin teil. Perspektivisch ist für das Jahr 2021 ein persönliches Austauschtreffen mit 
dem Sozialen Dienst der Stadt Köln vorgesehen, dies konnte im Jahr 2020 Corona bedingt 
leider nicht stattfinden.

15 
 
 
 
Die Corona-Pandemie wirkte sich 2020 auf die Netzwerkarbeit des Auszugsmanage-
ments aus. Positive Auswirkungen waren unter anderem der schnelle Austausch zwi-
schen den verschiedenen Stellen (Ämtern, Auszugsmanagement, Unterkünfte) per 
Mail.  
 
6.2. Ehrenamtliches Engagement  
Trotz der Einschränkungen durch Covid-19 fand im Jahr 2020 weiterhin ein guter Austausch 
zwischen ehrenamtlich Aktiven und dem Auszugsmanagement statt. Sowohl die im Jahr 2019 
angebotene offene Sprechstunde für Ehrenamtliche mit Wohnungssuchenden im Tandem als 
auch Informationsveranstaltungen für Engagierte wurden aufgrund einer zu geringen Nach-
frage nicht weiter fortgeführt. In vielen Fällen meldeten sich stattdessen ehrenamtlich Enga-
gierte mit den von ihnen begleiteten Geflüchteten bei Unterstützungsbedarf zu Fragen der

16 
 
Wohnungssuche oder wenn bereits ein Wohnungsangebot vorlag. Das Auszugsmanagement 
hat in diesen Fällen Kontakt zu den Vermietenden aufgenommen, die Wohnungsangebote 
geprüft und den Klienten*innen eine intensive Unterstützung bei allen Formalitäten geboten. 
Die Nachbetreuung des Auszugsmanagements wurde ebenso ausführlich genutzt. Vermie-
ter*innen begrüßten die Möglichkeit, im Auszugsmanagement Ansprechpersonen für noch 
offene Fragestellungen zu finden und ehrenamtliche Unterstützer*innen konnten durch das 
Auszugsmanagement entlastet werden. Meist ging es bei den Anfragen um eine einzelfallbe-
zogene Beratung zur Wohnungssuche oder Hilfestellungen beim Ausfüllen von Behördenan-
trägen. Weiterhin wurde umfassend bei der Registrierung und der Nutzung von Onlineporta-
len zur Wohnungssuche und bei der Anfertigung von Bewerbungsmappen für Wohnungsbe-
sichtigungen unterstützt.  
 
Das im September 2019 initiierte Pilotprojekt Ehrenamt konnte somit im Jahr 2020 erfolgreich 
weiter fortgeführt werden. 
 
Die Arbeit mit ehrenamtlich Aktiven wurde auch i m Jahr 2020 erfolgreich fortgesetzt. 
Das im Jahr 2019 initiierte Pilotprojekt Ehrenamt lief in bedarfsorientierter angepasster 
Form erfolgreich weiter. 
 
6.3. GAG Immobilien AG 
Im Jahr 2020 fanden regelmäßige Besprechungen zwischen der städtischen Koordinatorin 
des Auszugsmanagement und der GAG statt, um reibungslose Abläufe in der Zusammenar-
beit zu ermöglichen. 
Es konnten jeweils drei neue Singlehaushalte pro Träger von der GAG neu aufgenommen 
werden. Davon abgesehen besteht fortwährend ein Aufnahmestopp für Single- Personen-
haushalte und Familien ab vier Personen. Bei Vorliegen eines gültigen Wohnberechtigungs-
scheins wurden weiterhin wohnfähige Zwei- und Dreipersonenhaushalte durch das Auszugs-
management bei der GAG angemeldet.  
Die Belegung von Wohnungen nach Richtlinie Flü fand in Zusammenarbeit mit dem Sozialen 
Dienst statt, sowohl das Auszugsmanagement als auch die städtischen Sozialarbeiter*innen 
konnten Vorschläge für geeignete Mietinteressenten an die städtische Koordinierungsstelle 
melden. Über das Programm Richtlinie Flü konnten im Jahr 2020 insgesamt 40 Wohnungen 
an Geflüchtete mit Duldung oder im laufenden Asylverfahren auch ohne Wohnberechtigungs-
schein in Wohnungen der GAG vermittelt werden.

17 
 
Die Kooperation mit der GAG bestand im Jahr 2020 wie gewohnt fort. Vielen Familien 
konnte so eine Wohnung angeboten werden. Familien ohne Wohnberechtigungs-
schein profierten weiterhin von der Richtlinie Flü. 
 
6.4. Weitere Wohnungsgeber 
In Folge der Corona Pandemie kamen im Berichtszeitraum 2020 vermehrt private Wohnungs-
geber*innen auf das Auszugsmanagement zu, um von der Vorauswahl der passenden Miet-
interessenten und einer Sicherung der Mietzahlung durch das Auszugsmanagement zu pro-
fitieren. Auf Grund der stark angestiegenen Wohnungsangebote und einer hohen Anzahl von 
Wohnungsvermittlungen musste wegen fehlender Kapazitäten, die für 2020 geplante Inten-
sivierung der Öffentlichkeitsarbeit pausieren. Für 2021 ist geplant , das Thema Akquise und 
Öffentlichkeitsarbeit systematisch anzugehen, um weitere dauerhafte Kooperationen mit an-
deren Wohnungsgesellschaften zu initiieren. 
 
Mit anderen Immobilienunternehmen wie der Aachener Wohnungsgesellschaft und der Eh-
renfelder Wohnungsgenossenschaft gibt es seit 2015 eine gute und konstante Zusammenar-
beit. Im Berichtszeitraum konnten 19 der insgesamt 130 vermittelten Wohnungen über diese 
Immobiliengesellschaften gewonnen werden.  Viele Familien, die von der anstehenden 
Schließung der Unterkunft Am Pantaleonsberg betroffen sind, konnten durch eine Vielzahl an 
Wohnungsangeboten der Aachener Wohnungs - und Siedlungsgesellschaft vermittelt wer-
den. Annähernd die Hälfte der vermittelten Wohnungen im Jahr 2020 wurde über private Ver-
mieter akquiriert, die sich oft erneut mit einer weiteren Wohnung an das Auszugsmanagement 
wenden. Es bleibt zu hoffen, dass sich die positive Entwicklung im Jahr 2021 weiter fortsetzt. 
 
Im Jahr 2020 stieg der Anteil der Wohnungsvermittlungen über Private Vermieter*in-
nen deutlich an. Auch konnt en viele Familien über andere Wohnungsgesellschaften, 
wie die Aachener Wohnungsgesellschaft und die Ehrenfelder Wohnungsgenossen-
schaft vermittelt werden. 
 
7. Zusammenarbeit mit Kölner Ämtern und Behörden 
7.1. Kooperation mit dem Amt für Wohnungswesen 
Wie auch im vergangenen Jahr kam es im Jahr 2020 zu Treffen zwischen der Koordinations-
stelle und den Teamleitungen der einzelnen Träger, ebenso wie zu Treffen zwischen der 
Koordinationsstelle und der operativen Ebene der einzelnen Träger. Durch die mit der 
Coronapandemie verbundene Schutzverordnung mussten jedoch einzelne Treffen abgesagt 
werden oder als Telefonkonferenz stattfinden.

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Im Sommer 2020 gab es einen Personalwechsel in der Koordinationsstelle , so dass diese 
seitdem mit einer halben Stelle besetzt ist. Eine zusätzliche halbe Stelle wird zum 01.04.2021 
besetzt werden.  
Einmal im Quartal wurden die erfassten Daten zur Erstberatung, Um - und Auszüge an die 
Koordinationsstelle versandt. Die Liste der Klienten*innen des Auszugsmanagements wurde 
dann aktualisiert.  
Der Aufnahmestopp für neue Personen  wurde zwar beibehalten, jedoch blieb auch die Lo-
ckerung für 2-3 Personen Haushalte aus dem Jahr 2019 bestehen. Im Herbst 2020 wurden 
zeitlich begrenzt in Absprache mit de n städtischen Sozialarbeiter*innen und der Koordinati-
onsstelle auch neue Einpersonenhaushalte auf die Liste aufgenommen.  
Eine engere Zusammenarbeit mit städtischen Sozialarbeiter*innen wurde in den Fokus ge-
rückt. Es fanden einzelne Treffen von Mitarbeiter*innen des Auszugsmanagements mit städ-
tischen Sozialarbeiter*innen statt, wodurch sich die Kommunikation und die Zusammenarbeit 
verbessert haben.  
 
Es gab eine enge und gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Wohnungswesen im Be-
richtsjahr. Trotz Corona bedingt er Einschränkung fand ein regelmäßiger Austausch 
statt. Die Quartalszahlen wurden ebenfalls regelmäßig ausgetauscht. 
 
7.2. Zusammenarbeit mit weiteren Kölner Ämtern und Behörden  
Die Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Senioren hat im Jahr 2020, abgesehen 
von Einzelfällen, gut funktioniert. In der Regel wurden Anträge schnell bearbeitet und die 
Kommunikation mit den Sachbearbeiter*innen war zielorientiert und effektiv. 
 
Da das Jobcenter Köln pandemiebedingt den Publikumsverkehr eingestellt hat, wurden fortan 
sämtliche Anträge vom Auszugsmanagement per E -Mail gestellt. Die Bearbeitung von 
Mietangeboten konnte nicht immer noch am gleichen Tag erfolgen, fand aber noch immer 
zeitnah statt und weitere Anträge, z.B. die Anträge auf Erstausstattung, wurden schneller 
bearbeitet als bisher. In Einzelfällen, in denen durch die Überlastung der Ausländerbehörden 
Aufenthaltstitel verspätet verlängert wurden, zeigte sich das Jobcenter kooperativ und bewil-
ligte Leistungen vorläufig weiter.  
 
Lange Wartezeiten sind bei den Kölner Meldehallen entstanden. Mit Beginn des ersten Lock-
downs im Frühjahr wurden die Meldehallen zunächst komplett geschlossen. Anschließend 
wurde das System von vorab zu vereinbarenden Einzelterminen eingeführt, welches noch 
immer genutzt wird. Termine können nun entweder online gebucht oder telefonisch vereinbart

19 
 
werden. Bei einer Onlinebuchung kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Über die Tele-
fonhotline können am frühen Morgen Termine am gleichen Tag gebucht werden. In der Praxis 
gestaltete sich die Terminvergabe manchmal schwierig.  
 
Die Zusammenarbeit zwischen dem Jobcenter, dem Amt für Soziales, Arbeit und Seni-
oren und dem Auszugsmanagement verliefen in der Regel zügig. Wartezeiten entstan-
den bei der Meldehalle und der Kautionsstelle. Die Umstellungen der Arbeitsweise der 
verschiedenen Behörden während der Pandemie stellen für viele Menschen ein Prob-
lem dar, die weder durch das Auszugsmanagem ent noch durch das Ehrenamt unter-
stützt werden. Die Erfahrung des Auszugsmanagements zeigt, dass gerade viele ge-
flüchtete Menschen unsicher im Umgang mit Onlinediensten und Emails sind. Zudem 
verfügen viele Menschen über einen unzureichenden Zugang zum Internet. 
Aus diesem Grund wären viele Kontakte und Termine zu Behörden ohne das Auszugs-
management in diesem Jahr nicht möglich gewesen.  
 
8. Fazit und Ausblick 
Das Jahr 2020 war vor allem durch die weltweite COVID -19-Pandemie gekennzeichnet und 
brachte unvorhersehbare Herausforderungen für die Arbeit im Auszugsmanagement mit sich. 
Erforderlich wurden Regelungen und Maßnahmen, um weiterhin Geflüchtete bei der Woh-
nungsvermittlung zu unterstützen. Die Anpassung an die neuen Umstände und die ver-
schärfte Kontaktbeschränkung hatten zur Folge, dass regelmäßige Besprechungen unter den 
Trägern und mit der städtischen Koordination zeitweise nur noch digital stattfinden konnten. 
Der persönliche Kontakt wurde kurzfristig deutlich reduziert und es wurde so viel wie möglich 
telefonisch und per E-Mail kommuniziert. Präsenz Workshops und Informationsveranstaltun-
gen für Geflüchtete über Themen der Wohnungssuche mussten überwiegend ausfallen und 
konnten vereinzelt nur im Sommer in Kleingruppen stattfinden. Als Ausgleich für die Präsenz- 
Workshops und Informationsveranstaltungen wurden v ereinzelt auch O nline-Veranstaltun-
gen angeboten.  
 
Es ließen sich jedoch auch positive Ereignisse und Entwicklungen im Jahr 2020 feststellen. 
So wurden beispielsweise zahlreiche Wohnungsangebote gemacht, darunter waren viele pri-
vate Vermieter*innen, die (erneut) eine Wohnung an Geflüchtete vermieten wollten. Zudem 
war teilweise eine schnellere Bearbeitung von Anträgen über direkten Mailkontakt mit den 
Behörden möglich, sodass die Klient*innen nicht mehr persönlich vorsprechen mussten.

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Der Umzug von einer Unterkunft für Geflüchtete in eine Privatwohnung bedeutet für viele 
Menschen eine große Umstellung und eine enorme Verbesserung ihrer Lebensumstände. 
Von Ende 2011 bis Ende 2020 hat das Auszugsmanagement 4.185 Personen vermittelt und 
beim Umzug begleitet. 
Durch die behördliche Zusammenarbeit zwischen dem Auszugsmanagement, dem Amt für 
Wohnungswesen und den Kostenträgern gelingt eine reibungslose Vermittlung, von der auch 
Wohnungsgeber*innen profitieren.  
Durch die Unterstützung des Auszugmanagements und eine umfassenden Nachbetreuung 
auch nach dem Umzug, gelingt geflüchteten Familien und Einzelpersonen die Integration in 
Deutschland. Dies führt zeitgleich zu einer Stabilisierung und Normalisierung ihres Lebens 
und einer höheren Akzeptanz der Geflüchteten in der Mehrheitsgesellschaft.  
Auch fördern die Begleitung des gesamten Wohnungsfindungsprozesses, das neu vermittelte 
Mietverhältnis sowie der Kontakt zwischen Vermieter*innen, neuen Mieter*innen und Nach-
bar*innen den Abbau stereotypisierter Vorurteile. Gleichzeitig kommt es zu einem Aufbau von 
i.d.R. sehr positiven Erfahrungen mit Geflüchteten, die sich insgesamt  nachhaltig auf das 
bunte Zusammenleben der Stadt Köln auswirken und zu einem verbesserten und toleranten 
Stadtbild beitragen. 
 
Um die Arbeit im Auszugsmanagement innovativer zu gestalten und mehr Wohnraum akqui-
rieren zu können, wird im Jahr 2021 das Thema Öffentlichkeitsarbeit ein großes Thema sein. 
Geplant ist den digitalen Flyer und Onlineplattformen vermehrt für die Akquise zu nutzen. 
Hierdurch sollen die Netzwerke und Kontakte des Auszugsmanagement vergrößert werden, 
mit dem Ziel, einerseits mehr Vermietende für die Wohnraumvermittlung an Geflüchtete ge-
winnen zu können, andererseits, um die Öffentlichkeit über die für die Integration von geflüch-
teten Menschen so wichtige Arbeit des Auszugsmanagement zu informieren.  
Darüber hinaus wird im nächsten Jahr eine systematische Fallanalyse durchgeführt, die be-
leuchten soll, welche positiven und negativen Faktoren zu einer bzw. keiner Wohnungsver-
mittlung führen. Ziel der systematischen Fallanalyse ist das Herausfiltern hinderlicher Fakto-
ren und die Entwicklung von Lösungsvorschlägen zu Verbesserung, sowie die verstärkte Nut-
zung positiver Faktoren.  
Weiterhin wird das Jahr 2021 dazu genutzt die statistischen Listen, die Controllingtabelle und 
das Raster für den Jahresbericht anzupassen, um administrative Ressourcen zu sparen und 
eine übersichtlichere Darstellung für die folgenden Berichte zu bewirken.

Beratungsverlauf (6)

16.11.2021 Integrationsrat
TOP 8.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
18.11.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 5.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
19.11.2021 Runder Tisch für Flüchtlingsfragen
TOP 7.3 Vorberatung (Fachausschuss)
Zur Sitzung
06.12.2021 Finanzausschuss
TOP 10.10 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
09.12.2021 Unterausschuss Wohnen
TOP 3.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
14.12.2021 Rat
TOP 10.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3308/2021
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
01.12.2021
Erstellt
15.09.2021 09:53