A-R/0040/2017
Ein selbstverwaltetes Jugendzentrum für Münster
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a-r-0040-2017-Selbstverwaltetes Jugendzentrum
4515 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0040/2017
SPD -Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Bahnhofstraße 9
48143 Münster
Tel. (0251) 45 314
Fax (0251) 511 750
www.spd-muenster.de
„Ein selbstverwaltetes Jugendzentrum
für Münster“
Antrag an den Rat der Stadt Münster
zur Verweisung an den AKJF
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
• Die Verwaltung wird beauftragt, zu einem interfraktionel len Arbeitskreis „selbstverwalte-
tes Jugendzentrum“ einzuladen. Zu diesem Arbeitskreis sollen auch Akteur*innen weite-
rer Kommunen mit selbstverwalteten Jugendzentren eingel aden werden, um einen Aus-
tausch über Erfahrungswerte zu ermöglichen.
• Des Weiteren wird die Verwaltung beauftragt, den Jugen drat der Stadt Münster, die Be-
zirksschüler*innenvertretung, die DGB-Jugend und die Un terstützer*innen ihrer Forde-
rung vom 1. Mai 2017 sowie freie Initiativen und weit ere interessierte Jugendliche und
junge Erwachsene zu einem Beteiligungsprozess einzuladen, bei dem ein Konzept für ein
selbstverwaltetes Jugendzentrum erarbeitet werden soll. Im Rahmen dieses Beteili-
gungsprozesses soll zudem gemeinsam mit interessierte n Jugendlichen und jungen Er-
wachsenen nach einem adäquaten, innenstadtnahen und barrierefreien Standort für ein
selbstverwaltetes Jugendzentrum gesucht werden. Es sol l geklärt werden, wie und unter
welchen Nutzungsbedingungen mit welchen Verantwortli chen diese Liegenschaft einem
selbstverwalteten Jugendzentrum zur Verfügung gestellt werden kann. Über den Verlauf
dieses Prozesses wird der Ausschuss für Kinder, Jugendli che und Familien ständig infor-
miert.
• Die Verwaltung möge zudem darstellen, wie ein entspre chendes Zentrum langfristig be-
stehen kann und welche finanziellen Mittel hierfür mi ttel- und langfristig zur Verfügung
gestellt werden müssen.
Begründung:
Münster ist eine stark wachsende Großstadt, in der vie le junge Menschen leben. Unter den Be-
dingungen eines solchen jungen urbanen Zentrums kommt es zwangsläufig zu unterschiedli-
chen wachsenden Anforderungen Jugendlicher und junger E rwachsener an Teilhabe und Mitbe-
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stimmung. Es gibt hier ein wachsendes Bestreben nach Räumen für Selbstorganisation und -
gestaltung verschiedener gesellschaftlicher Aktivitäten (z. B. der informellen Bildung, Kultur und
Freizeitgestaltung). Neben dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum sind es vor allem diese Be-
dürfnisse, die sich in den jüngsten Hausbesetzungen von „Squat Münster“ äußerten. Statt hier
den wachsenden Unmut in Kauf zu nehmen, sollte die Stadt Mittel und Wege finden, diese jun-
gen Menschen in eine aktive und vielfältige Stadtgesellschaft einzubeziehen.
Deshalb hat auch die DGB-Jugend am 1. Mai 2017 mit einem breiten Bündnis von Jugendorga-
nisationen als Teil der Kampagne „Mehr Raum für uns!“ ein autonomes Jugendzentrum gefor-
dert – in Ergänzung zu den in Münster bereits vorhanden en Jugendzentren und Angeboten im
Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche. Auch andere Initiativen und Gruppen beschäftigen
sich in Münster regelmäßig mit der Thematik und fordern , leerstehende Gebäude für ein selbst-
verwaltetes Jugendzentrum zu nutzen.
Für Jugendliche und junge Erwachsene müssen nicht-kom merzielle Räume geschaffen werden.
Die wachsende, junge Stadt Münster hat eine vielfält ige Kultur. In einem ebenso vielfältigen An-
gebot der Jugendhilfe können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Selbstständigkeit, Ei-
genverantwortlichkeit, soziales Engagement und gesell schaftliche Mitverantwortung erlernen.
Eine entsprechende Alternative zu den bestehenden A ngeboten kann mit einem selbstverwalte-
ten Jugendzentrum geschaffen werden. Die Umnutzung ei nes Standortes und der Erwerb von
Immobilien der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben darf hier kein Ausschlusskriterium sein!
Als Orientierungshilfe kann hier beispielsweise das Ko nzept des Selbstverwalteten Jugendzent-
rums Haus Spilles in Düsseldorf dienen (vgl. http://s pilles.de/wp-
content/uploads/2014/09/KonzeptSpillesfinal.pdf).
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion im Rat der Stadt Münster
Dr. Michael Jung Thomas Fastermann Doris Feldmann
Philipp Hagemann Marius Herwig Dr. Cornelia Jäger
Mathias Kersting Michael Kleyboldt Marianne Koch
Katharina Köhnke Thomas Kollmann Gaby Kubig-Stel tig
Hedwig Liekefedt Anne Schulze Wintzler Petra Seyf ferth
Ludger Steinmann Beate Vilhjalmsson Robert von Ol berg
Maria Winkel
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Bahnhofstraße 9
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0040/2017
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 21.06.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37