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2020/0142

Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg

Magistratsvorlage 19.08.2020

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2020/0142

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6427 Zeichen

www.heagmobilo.de
Matthias Kalbfuss
Michael Dirmeier
Geschäftsführung HEAG mobilo
Die Tram auf neuen Wegen
Geänderter Entwurf für ein neues Verkehrskonzept

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 2
● Anbindung Kranichstein im Dezember 2003
● Bessere Anbindung Hbf (Linien 2, 5)
● Mehr Direktverbindungen
● Integraler Taktfahrplan: 
schnelle Weiterfahrt, 
keine festen Anschlussbeziehungen
● Mehr Umsteigemöglichkeiten: W.-Brandt-Pl., 
Rhein-/Neckarstraße, Hauptbahnhof
Das heutige Konzept ist 16 Jahre alt
2
Ideen von damals

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 3
Mehr Einwohner – mehr Pendler – mehr Mobilität
3

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 4
Gegenüber 2004 fast ein Fünftel mehr Bewohner
4
➔ Gegenüber 2004 hat Darmstadt 
etwa ein Fünftel mehr Einwohner 
(ca. 22.000, +16 %) – das 
entspricht der Größe von Groß-
Umstadt
➔ Zuwächse im 
gesamten Stadtgebiet, 
am meisten in der 
Innenstadt (20%)
➔ Auch die 
Bevölkerungszahlen 
im Landkreis steigen

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 5
In Darmstadt gibt es rund 96.000 Pendler (+ 19 %)
5
58087
20002
80094
67990
27893
95883
0
20000
40000
60000
80000
100000
120000
Einpendler Auspendler Gesamt
2005
2016
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
Tägliche Pendler 2005 und 2016

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 6
Die meisten Einpendler kommen aus Westen
6
Überschrift, Arial regular 20 Pt, kann sein, muss nicht
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
➔ Täglich rund 96.000 Ein-
und Auspendler (+ 19 %)

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 7
Fahrgastzahlen steigen kontinuierlich
36,5 37,6 39,7 39,8 41,4
44,9 45,5
50,7 50,5 51,5
0
10
20
30
40
50
60
2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Fahrgäste in Mio.
➔ In 10 Jahren + 41%
mehr Fahrgäste in 
Bussen und Bahnen
Tram-Leistung 
➔ 2004: 2,75 Mio. Zugkilometer
➔ 2018: 3,00 Mio. Zugkilometer
➔ + 9 %

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 8
Das hat unsere Mobilität verändert
8
Immer mehr Firmen 
setzen auf 
Jobtickets
Zeitkartenkunden 
fahren häufiger
Firmen wachsen 
oder neue Firmen 
schaffen neue 
Arbeitsplätze
Längere 
Schulzeiten für 
Kinder
Mehr Menschen 
arbeiten in Gleit-
und Teilzeit
Längere 
Geschäftszeiten 
(auch an 
Samstagen)
Neue Wohnviertel
Steigendes 
Umweltbewusstsein
➔ Mehr Fahrgäste             
➔ Auslastung ist stärker 
verteilt
➔ Wege werden weiter

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 9
Das neue Verkehrskonzept umfasst zwei Komponenten
9
A
Routenführung
B
Fahrplanangebot
Ziel: Eine bedarfsgerechte Mobilität 
➔
➔

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 10
Teil A Routenführung
10
1. Direktfahrten 
zum 
Luisenplatz
2. Direktfahrten 
zum Hbf
3. Möglichst viel 
erhalten
4. Möglichst 
wenig ändern
Vier Kriterien für das neue Liniennetz

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 11
Es soll weiterhin 
neun Linien geben
TU-Lichtwiese – Hbf
Lichtenbergschule – Hbf
Sechs Linien bleiben in ihrer Route unverändert
Alsbach
3
2
Griesheim – Kranichstein4
Arheilgen – Alsb./Frankenst.6
Arheilgen – Alsbach8
68
Griesheim – Böllenfalltor9

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 12
Es soll weiterhin 
neun Linien geben
TU-Lichtwiese – Hbf
Lichtenbergschule – Hbf
Sechs Linien bleiben in ihrer Route unverändert
Alsbach
Griesheim – Kranichstein
Arheilgen – Alsb./Frankenst.
Arheilgen – Alsbach
68
Zwei Linien sind verändert
Frankenst.– Hbf – Kranichst.
Kranichst. - Lpl Böllenfalltor 
3
2
4
6
8
5
1
Griesheim – Böllenfalltor9

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 13
Es soll weiterhin 
neun Linien geben
TU-Lichtwiese – Hbf
Lichtenbergschule – Hbf
Sechs Linien bleiben in ihrer Route unverändert
Alsbach
3
2
Griesheim – Kranichstein4
Arheilgen – Alsb./Frankenst.6
Arheilgen – Alsbach8
Griesheim – Böllenfalltor9
68
Zwei Linien sind verändert
Frankenst.– Hbf – Kranichst.
Kranichst. - Lpl Böllenfalltor 5
1
Eine Linie ist neu
Arheilgen – Griesh./Wagenh.
Geht auf in erweitertes Angebot von 6 und 87
10

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 14
Linie 1 erweitert, 
Linie 5 verändert
Zwei Linien sind verändert
Frankenst.– Hbf – Kranichst.
Kranichst. - Lpl Böllenfalltor 5
1

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 15
Linie 10 ist neu   
Arheilgen – Griesheim/Wagenhalle10

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 16
Die Neuerungen 
auf einen Blick
Frankenst.– Hbf – Kranichst.
Kranichst. - Lpl Böllenfalltor 5
1
Arheilgen – Griesh./Wagenh.10
Wird ersetzt durch Zusatzangebot 
auf Linien 6 und 8
7

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 17
Beispiel Hauptverkehrszeit 
Montags bis freitags an Schultagen
6 – 9 Uhr und 12 – 18 Uhr
Teil B: Fahrplanangebot
Alsbach
68
15‘

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 18
Beispiel Hauptverkehrszeit 
Montags bis freitags an Schultagen
6 – 9 Uhr und 12 – 18 Uhr
Teil B: Fahrplanangebot
6810
45 1
25 9
3
681
10
4
9

➔ Kürzere Reisezeiten und mehr Komfort 
(weniger Umsteigen)
➔ Verbesserte Pünktlichkeit durch angepasste 
Fahrpläne
➔Erweitertes Fahrplanangebot
➔ Mehr Platz
Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 19
Die Vorteile auf einen Blick: 30 % mehr Tramleistung
2
3
4
1
Mehr Direktverbindungen aus allen Richtungen
➔ Griesheim – Hbf – Merck/Arheilgen
➔ Eberstadt – Hbf – Nordbad/Kranichstein
➔ Kranichstein – Lpl - Böllenfalltor
Alle 20 Min. zum Hbf
➔ Aus jeder Richtung alle 20 Min. ohne Umsteigen 
zum Hbf - auch von Arheilgen und Griesheim
Durchgängig 10-Min.-Takt von 6 bis 21 Uhr
➔ Aus jeder Richtung alle 10 Min. ohne 
Umsteigen zum Luisenplatz
➔ nach Alsbach durchgängig alle 15 Min. 
Längere Bedienzeiten
➔ Morgens ab 4 Uhr, abends bis 2 Uhr 
➔ Verbessertes Mobilitätsangebot unterstützt 
die Wachstumsstrategie von Stadt und Region
➔ Entlastung des Verkehrsraums durch 
Verlagerung von MIV zu ÖPNV
➔ Weniger  Emissionen
Gesellschaftlicher Nutzen
Fahrgastnutzen

Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 20
Voraussetzungen
1
2
3
4
➔ Beratung und Beschlussfassung 
durch die politischen Gremien
Finanzierung:  8,5 Mio. Euro/jährlich
Dynamisiert mit 2 % bis 2024: 9,15 Mio. Euro/jährlich
Darin enthalten:
● Fahrpersonal: 3,9 Mio. Euro (57 VZÄ)
● Fahrzeuge: + 10 weitere ST15-Bahnen
● Fahrgeldeinnahmen: + ca. 2,0 Mio. Euro
Zuschussbedarf:  7,15 Mio. Euro/jährlich

www.heagmobilo.de
HEAG mobilo GmbH
Klappacher Straße 172
64285 Darmstadt
Ein Unternehmen der HEAG-Gruppe

anlage 3

286 Zeichen

Punkt 4: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt 
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg 
 (V-Nr. 2020/0142) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Stimmenthaltungen: Fraktionen AfD und Die Linke.

anlage 4

244 Zeichen

Punkt 3: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt 
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg 
 (V-Nr. 2020/0152) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der 
Vorlage zuzustimmen.

anlage 2

9489 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
26.08.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 66 
IV 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0142 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
233 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 547010 
Kostenstelle: 068-002-1000 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 5470-11 Sachkonto: 5485000 / 7125010 
 
Betreff: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt 
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg 
 
Vorlage vom: 19.08.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Magistrat stimmt der Umsetzung eines neuen Linienkonzepts für den 
Straßenbahnverkehr in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg zu, 
welches zusätzliche Direktverbindungen und ausgeweitete Bedienzeiten vorsieht. 
2. Die für die Umsetzung nötigen Haushaltsmittel ab dem Haushaltsjahr 2022 werden in den 
entsprechenden Größenordnungen zusätzlich im Haushalt bereitgestellt.  
3. Die Umsetzung des neuen Linienkonzepts soll sukzessive über einen Zeitraum von ca. 3 
Jahren erfolgen. Das ausgeweitete Angebot soll damit voraussichtlich zum Fahrplanwechsel 
im Dezember 2023 vollständig zur Verfügung stehen.  
 
 
Anlagen: 20-06-10-Neues Netzkonzept; Präsentation „Die Tram auf neuen Wegen“ von

- 3 - 
HEAG mobilo (Stand 08.06.2020)  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 02.09.2020 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.08.2020  
 
Allgemeines: 
 
Im Gemeinsamen Nahverkehrsplan 2019 – 2024 der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des 
Landkreises Darmstadt-Dieburg ist das neue Verkehrskonzept für die Straßenbahn als 
wichtigstes lokales Projekt zum Ausbau des ÖPNV und zum Erreichen der Mobilitätswende 
enthalten. 
 
Steigende Fahrgastzahlen, die Einwohnerentwicklung in der Region Darmstadt/Dieburg, 
längere Schul- und Geschäftszeiten sowie die gegenwärt ig knapp bemessenen planmäßigen 
Fahrtzeiten im Straßenbahnverkehr machen eine umfassende Liniennetz - und 
Fahrplanumgestaltung erforderlich, nachdem in der jüngeren Vergangenheit nur partielle 
Angebotsanpassungen im Straßenbahnnetz vorgenommen wurden.  
 
 
Neugestaltung des Linienkonzepts:  
 
Gegenüber dem im Nahverkehrsplan enthaltenen Entwurf eines neuen Linienkonzepts 
konnten durch eine integrierte betriebliche und verkehrliche Optimierung weitere 
Verbesserungen erzielt werden.  
 
So ist insbesondere ein für die Fahrgäste deutlich attraktiveres, leicht einprägsames 
Fahrplanangebot mit einem 10-Minuten-Takt auf den Hauptlastlinien auf der Nord -Süd-
Achse, der Ost-West-Achse und dem Ast nach Kranichstein vorgesehen. Dadurch wird nicht 
nur die Bedienungsqualität auf  diesen Relationen steigen, sondern auch die 
Anschlusssicherheit bei Umsteigevorgängen zwischen Bus - und Straßenbahnlinien, wie zum 
Beispiel an der stark frequentierten Haltestelle Böllenfalltor, kann erhöht werden. Somit wird 
es auch möglich, das durch die Einführung der Lichtwiesenbahn entstehende Minderangebot 
an Fahrten zum Böllenfalltor ausreichend zu kompensieren.  
 
Zusätzlich zu den Hauptlastlinien, welche den zentralen Knotenpunkt Luisenplatz andienen, 
sind zwei ergänzende Linien vorgesehen, welche neue Direktverbindungen von einzelnen 
Stadtteilen mit dem Hauptbahnhof sowie untereinander herstellen sollen. So soll eine neue 
Linie zwischen Arheilgen und Griesheim über die Bismarckstraße und den Hauptbahnhof 
verkehren sowie eine weitere zwischen Eberst adt und Kranichstein, ebenfalls über den 
Hauptbahnhof und die Bismarckstraße, im Betrieb sein. Schließlich erhält der Stadtteil 
Kranichstein eine Direktverbindung mit dem Böllenfalltor über den zentralen Umsteigepunkt 
„Schloss“. Durch die neuen Linienangeb ote wird die Verbindungsqualität im 
Straßenbahnnetz spürbar steigen.  
 
Durch eine Neugestaltung des Fahrplans konnte die vielfach gewünschte Beibehaltung der 
Schnelllinie 6 zwischen Arheilgen und Alsbach bei weitgehender Sicherstellung der Stabilität 
des ihr zugrunde gelegten Fahrplans erreicht werden. Damit wird aus der Linie 6 wieder eine 
echte Schnelllinie, indem sie den heutigen betrieblichen Zustand, bei dem die planmäßig 
vorgesehene kürzere Fahrtzeit auf Grund von gegenseitigen Behinderungen im 
Verkehrsablauf zwischen Eberstadt und Arheilgen oftmals nicht realisiert wird, überwinden 
kann. Die von der Schnelllinie ausgelassenen Halte auf der Strecke werden von den Linien 8 
und 1 ausreichend bedient.

- 5 - 
 
Durch die Anpassung der Fahrtzeiten aller Straßenba hnlinien an das tatsächliche 
Verkehrsaufkommen im Straßennetz soll die Pünktlichkeit erhöht und die betriebliche 
Abwicklung verbessert werden. Zurzeit können oftmals die vorgesehenen Pausenzeiten des 
Fahrpersonals wegen Verzögerungen nicht eingehalten werd en und entstandene 
Verspätungen nicht abgebaut werden. Durch einen stabileren Fahrplan wird diesen Mängeln 
im Sinne der Fahrgäste und des Fahrpersonals entgegengewirkt.  
 
Ein weiteres wesentliches Element des neuen Verkehrskonzepts ist auch die Ausweitung d er 
Hauptverkehrszeit am frühen Abend. Hier ist das heutige Angebot, bei dem der Takt von 
vielen Linien schon gegen 19 Uhr ausgedünnt wird, nicht mehr zeitgemäß und entspricht 
nicht den Nutzungsgewohnheiten und der Nachfrage der Fahrgäste. Bei der Ausdehnun g der 
Hauptverkehrszeit über 20 Uhr hinaus werden ebenfalls wichtige Anschlüsse von (über -) 
regionalen Verkehrsmitteln berücksichtigt.  
 
Im Anhang ist eine Präsentation der HEAG mobilo „Die Tram auf neuen Wegen“, welche den 
politischen Gremien der Wissensc haftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt -
Dieburg im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 08.06.2020 vorgestellt wurde, zu 
finden.   
 
Kosten: 
 
Durch die Umsetzung des neuen Linienkonzepts steigt die Laufleistung um ca. 870.000 
Fahrplankilometer (26%) und es werden ca. 59.000 Fahrplanstunden (36%) mehr gegenüber 
dem gegenwärtigen Fahrplanangebot absolviert. Dafür werden 10 zusätzliche Fahrzeuge 
beschafft, die auch die vorhandene Reserve verstärken sollen.  
 
Hierfür ergeben sich ab dem Jahr 2022 zusätzliche Aufwendungen welche mit einer Rate von 
2% jährlich zu dynamisieren sind. Bei der vorgesehenen stufenweisen Umsetzung des neuen 
Verkehrskonzeptes entstehen auch die Aufwendungen stufenweise.  
 
In den nachstehend genannten Aufwendungen sind die Mehrbestellungen für den Betrieb der 
Lichtwiesenbahn und der geplanten Straßenbahnverlängerung in das Ludwigshöhviertel nicht 
enthalten. Diese werden der HEAG mobilo GmbH gesondert vergütet. 
 
Zur Ermittlung der durch die Umsetzung des neuen V erkehrskonzepts zu erwartenden 
Mehreinnahmen hat die HEAG mobilo GmbH eine Ausarbeitung des Büros civity vorgelegt, 
welche eine monetäre Abschätzung auf der Basis der prognostizierten Einwohner - und 
Fahrgastentwicklung sowie vor dem Hintergrund von Erfahru ngswerten enthält. Daraufhin 
wurden die erwarteten Mehreinnahmen einvernehmlich mit der Nahverkehrsorganisation 
DADINA und der HEAG mobilo GmbH auf eine Höhe von 2 Mio.  Euro/a festgelegt und den 
Mehraufwendungen direkt gegengerechnet. Diese Mehreinnahmen gehen bei der HEAG 
mobilo GmbH ein und vermindern somit den von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu 
entrichteten Kostenanteil für die Mehrbestellungen.  
 
Die entstehenden Mehraufwendungen werden nach Belegenheit auf die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt (78,8%) und den Landkreis Darmstadt-Dieburg (21,2%) aufgeteilt. Die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt wird die Mehrleistungen gemäß dem Öffentlichen 
Dienstleistungsauftrag (ÖDA) bei der HEAG mobilo bestellen und zunächst zu 100% 
finanzieren. Der Anteil des Landkreises  Darmstadt-Dieburg in Höhe von 21,2 % soll über die

DADINA an die Wissenschaftsstadt Darmstadt kraft eines noch zu erwirkenden Beschlusses 
des Kreistags zurückfließen. 
Ab dem Haushaltsjahr 2022 sind somit mit folgenden Bruttomehraufwendungen bei der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt zu rechnen, welche zusätzlich in den Haushalt einzuplanen 
sind: 
 
Haushaltsjahr      Mehraufwand    78,8 %   21,2%  
                           (brutto, 100%)         Stadt Darmstadt        Landkreis DaDi 
 
2022:       2,81 Mio. Euro             2,215 Mio. Euro        0,595 Mio. Euro 
2023:       5,30 Mio. Euro           4,175 Mio. Euro       1,125 Mio. Euro 
2024:       7,15 Mio. Euro           5,635 Mio. Euro       1,515 Mio. Euro 
 
 
Umsetzung: 
 
Die Umsetzung des neuen Linienkonzepts kann nur sukzessive über einen Zeitraum von 
mindestens 3 Jahren erfolgen, da hierfür zusätzliche Straßenbahnfahrzeuge zu beschaffen 
und in Betrieb zu nehmen sind. Außerdem werden für die Bereitstellung des vollen 
Angebotsumfangs über 50 zusätzliche Fahrer/innen benötigt, deren Ausbildung in Summe 
ebenfalls bis zu 3 Jahre in Anspruch nehmen wird. Dementsprechend soll das Angebot mit 
dem jeweils zur Verfügung stehenden Personal stufenweise ausgeweitet werden, bis der 
vorgesehene, im Anhang dargestellte Ergebniszustand erreicht werden kann.  
 
 
Dezernat I     Dezernat IV 
 
 
 
 
Jochen Partsch    André Schellenberg 
Oberbürgermeister    Stadtkämmerer

anlage 5

236 Zeichen

Punkt 9: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt 
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg 
 (V-Nr. 2020/0142) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Gegenstimmen: SPD und Stadtv. Sigmund (fraktionslos)

2020/0142

9453 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
26.08.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0142 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 547010 
Kostenstelle:  068-002-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5470-11 Sachkonto: 5485000 / 7125010 
 
Betreff: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt 
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg 
 
Vorlage vom: 19.08.2020 
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat stimmt der Umsetzung eines neuen Linienkonzepts für den 
Straßenbahnverkehr in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg zu, 
welches zusätzliche Direktverbindungen und ausgeweitete Bedienzeiten vorsieht. 
2. Die für die Umsetzung nötigen Haushaltsmittel ab dem Haushaltsjahr 2022 werden in den 
entsprechenden Größenordnungen zusätzlich im Haushalt bereitgestellt.  
3. Die Umsetzung des neuen Linienkonzepts soll sukzessive über einen Zeitraum von ca. 3 
Jahren erfolgen. Das ausgeweitete Angebot soll damit voraussichtlich zum Fahrplanwechsel 
im Dezember 2023 vollständig zur Verfügung stehen.  
 
 
Anlagen: 20-06-10-Neues Netzkonzept; Präsentation „Die Tram auf neuen Wegen“ von 
HEAG mobilo (Stand 08.06.2020)

- 2 - 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.08.2020 
 
Allgemeines: 
 
Im Gemeinsamen Nahverkehrsplan 2019 – 2024 der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des 
Landkreises Darmstadt -Dieburg ist das neue Verkehrskonzept für die Straßenbahn als 
wichtigstes lokales Projekt zum Ausbau des ÖPNV und zum Erreichen der Mobilitätswende 
enthalten. 
 
Steigende Fahrgastzahlen, die Einwohnerentwicklung in der Region Darmstadt/Dieburg, 
längere Schul- und Geschäftsz eiten sowie die gegenwärtig knapp bemessenen planmäßigen 
Fahrtzeiten im Straßenbahnverkehr machen eine umfassende Liniennetz - und 
Fahrplanumgestaltung erforderlich, nachdem in der jüngeren Vergangenheit nur partielle 
Angebotsanpassungen im Straßenbahnnetz vorgenommen wurden.  
 
 
Neugestaltung des Linienkonzepts:  
 
Gegenüber dem im Nahverkehrsplan enthaltenen Entwurf eines neuen Linienkonzepts 
konnten durch eine integrierte betriebliche und verkehrliche Optimierung weitere 
Verbesserungen erzielt werden.  
 
So ist insbesondere ein für die Fahrgäste deutlich attraktiveres, leicht einprägsames 
Fahrplanangebot mit einem 10 -Minuten-Takt auf den Hauptlastlinien auf der Nord -Süd-
Achse, der Ost -West-Achse und dem Ast nach Kranichstein vorgesehen. Dadurch wird nicht 
nur die Bedienungsqualität auf diesen Relationen steigen, sondern auch die 
Anschlusssicherheit bei Umsteigevorgängen zwischen Bus - und Straßenbahnlinien, wie zum 
Beispiel an der stark frequentierten Haltestelle Böllenfalltor, kann erhöht werden. Somit wird 
es auch möglich, das durch die Einführung der Lichtwiesenbahn entstehende Minderangebot 
an Fahrten zum Böllenfalltor ausreichend zu kompensieren.  
 
Zusätzlich zu den Hauptlastlinien, welche den zentralen Knotenpunkt Luisenplatz andienen, 
sind zwei ergänzende L inien vorgesehen, welche neue Direktverbindungen von einzelnen 
Stadtteilen mit dem Hauptbahnhof sowie untereinander herstellen sollen. So soll eine neue 
Linie zwischen Arheilgen und Griesheim über die Bismarckstraße und den Hauptbahnhof 
verkehren sowie ein e weitere zwischen Eberstadt und Kranichstein, ebenfalls über den 
Hauptbahnhof und die Bismarckstraße, im Betrieb sein. Schließlich erhält der Stadtteil 
Kranichstein eine Direktverbindung mit dem Böllenfalltor über den zentralen Umsteigepunkt 
„Schloss“. Du rch die neuen Linienangebote wird die Verbindungsqualität im 
Straßenbahnnetz spürbar steigen.  
 
Durch eine Neugestaltung des Fahrplans konnte die vielfach gewünschte Beibehaltung der 
Schnelllinie 6 zwischen Arheilgen und Alsbach bei weitgehender Sicherstel lung der Stabilität 
des ihr zugrunde gelegten Fahrplans erreicht werden. Damit wird aus der Linie 6 wieder eine 
echte Schnelllinie, indem sie den heutigen betrieblichen Zustand, bei dem die planmäßig 
vorgesehene kürzere Fahrtzeit auf Grund von gegenseitige n Behinderungen im 
Verkehrsablauf zwischen Eberstadt und Arheilgen oftmals nicht realisiert wird, überwinden 
kann. Die von der Schnelllinie ausgelassenen Halte auf der Strecke werden von den Linien 8 
und 1 ausreichend bedient.

- 4 - 
 
Durch die Anpassung der Fa hrtzeiten aller Straßenbahnlinien an das tatsächliche 
Verkehrsaufkommen im Straßennetz soll die Pünktlichkeit erhöht und die betriebliche 
Abwicklung verbessert werden. Zurzeit können oftmals die vorgesehenen Pausenzeiten des 
Fahrpersonals wegen Verzögerung en nicht eingehalten werden und entstandene 
Verspätungen nicht abgebaut werden. Durch einen stabileren Fahrplan wird diesen Mängeln 
im Sinne der Fahrgäste und des Fahrpersonals entgegengewirkt.  
 
Ein weiteres wesentliches Element des neuen Verkehrskonzepts ist auch die Ausweitung der 
Hauptverkehrszeit am frühen Abend. Hier ist das heutige Angebot, bei dem der Takt von 
vielen Linien schon gegen 19 Uhr ausgedünnt wird, nicht mehr zeitgemäß und entspricht 
nicht den Nutzungsgewohnheiten und der Nachfrage der Fah rgäste. Bei der Ausdehnung der 
Hauptverkehrszeit über 20 Uhr hinaus werden ebenfalls wichtige Anschlüsse von (über -) 
regionalen Verkehrsmitteln berücksichtigt.  
 
Im Anhang ist eine Präsentation der HEAG mobilo „Die Tram auf neuen Wegen“, welche den 
politischen Gremien der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt -
Dieburg im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 08.06.2020 vorgestellt wurde, zu 
finden.   
 
Kosten: 
 
Durch die Umsetzung des neuen Linienkonzepts steigt die Laufleistung um ca. 870.000 
Fahrplankilometer (26%) und es werden ca. 59.000 Fahrplanstunden (36%) mehr gegenüber 
dem gegenwärtigen Fahrplanangebot absolviert. Dafür werden 10 zusätzliche Fahrzeuge 
beschafft, die auch die vorhandene Reserve verstärken sollen.  
 
Hierfür ergeben sich ab dem Jahr 2022 zusätzliche Aufwendungen welche mit einer Rate von 
2% jährlich zu dynamisieren sind. Bei der vorgesehenen stufenweisen Umsetzung des neuen 
Verkehrskonzeptes entstehen auch die Aufwendungen stufenweise.  
 
In den nachstehend g enannten Aufwendungen sind die Mehrbestellungen für den Betrieb der 
Lichtwiesenbahn und der geplanten Straßenbahnverlängerung in das Ludwigshöhviertel nicht 
enthalten. Diese werden der HEAG mobilo GmbH gesondert vergütet.  
 
Zur Ermittlung der durch die Umsetzung  des neuen Verkehrskonzepts zu erwartenden 
Mehreinnahmen hat die HEAG mobilo GmbH eine Ausarbeitung des Büros civity vorgelegt, 
welche eine monetäre Abschätzung auf der Basis der prognostizierten Einwohner - und 
Fahrgastentwicklung sowie vor dem Hintergrund  von Erfahrungswerten enthält. Daraufhin 
wurden die erwarteten Mehreinnahmen einvernehmlich mit der Nahverkehrsorganisation 
DADINA und der HEAG mobilo GmbH auf eine Höhe von 2 Mio.  Euro/a festgelegt und den 
Mehraufwendungen direkt gegengerechnet.  Diese Mehreinnahmen gehen bei der HEAG 
mobilo GmbH ein und vermindern somit den von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu 
entrichteten Kostenanteil für die Mehrbestellungen.  
 
Die entstehenden Mehr aufwendungen werden nach Belegenheit auf die Wissenschaftss tadt 
Darmstadt (78,8%) und den Landkreis Darmstadt -Dieburg (21,2%) aufgeteilt. Die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt wird die Mehrleistungen gemäß dem Öffentlichen 
Dienstleistungsauftrag (ÖDA) bei der HEAG mobilo bestellen und zunächst zu 100%  
finanzieren. Der Anteil des Landkreises Darmstadt -Dieburg in Höhe von 21,2 % soll über die 
DADINA an die Wissenschaftss tadt Darmstadt kraft eines noch zu erwirkenden Beschlusses 
des Kreistags zurückfließen.

- 5 - 
Ab dem Haushaltsjahr 2022 sind somit mit folgenden Bruttomehraufwe ndungen bei der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt zu rechnen, welche zusätzlich in den Haushalt einzuplanen 
sind: 
 
Haushaltsjahr      Mehraufwand    78,8 %   21,2%  
                           (brutto, 100%)         Stadt Darmstadt        Landkreis DaDi  
 
2022:       2,81 Mio. Euro              2,215 Mio. Euro        0,595 Mio. Euro 
2023:       5,30 Mio. Euro            4,175 Mio. Euro       1,125 Mio. Euro 
2024:       7,15 Mio. Euro            5,635 Mio. Euro       1,515 Mio. Euro 
 
 
Umsetzung: 
 
Die Umsetzung des neuen Linienkonzepts kann nur sukzessive über einen Zeitraum von 
mindestens 3 Jahren erfolgen, da hierfür zusätzliche Straßenbahnfahrzeuge zu beschaffen 
und in Betrieb zu nehmen sind. Außerdem werden für die Bereitstellung des vollen 
Angebotsumfangs über 50 zusätzliche Fahrer/innen benötigt, deren Ausbildung in Summe 
ebenfalls bis zu 3 Jahre in Anspruch nehmen wird. Dementsprechend soll das Angebot mit 
dem jeweils zur Verfügung stehenden Personal stufenweise ausgeweitet werden, bis der 
vorgesehene, im Anhang dargestellte Ergebniszustand erreicht werden kann.  
 
 
Dezernat I     Dezernat IV 
 
 
 
 
Jochen Partsch     André Schellenberg  
Oberbürgermeister     Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (4)

TOP 9
TOP 233
TOP 4
TOP 3

Orte (4)

  • Bismarckstraße
  • Klappacher Straße 172
  • Luisenplatz 2
  • Neckarstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2020/0142
Typ
Magistratsvorlage
Datum
19.08.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00