2020/0142
Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg
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6427 Zeichen
www.heagmobilo.de Matthias Kalbfuss Michael Dirmeier Geschäftsführung HEAG mobilo Die Tram auf neuen Wegen Geänderter Entwurf für ein neues Verkehrskonzept Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 2 ● Anbindung Kranichstein im Dezember 2003 ● Bessere Anbindung Hbf (Linien 2, 5) ● Mehr Direktverbindungen ● Integraler Taktfahrplan: schnelle Weiterfahrt, keine festen Anschlussbeziehungen ● Mehr Umsteigemöglichkeiten: W.-Brandt-Pl., Rhein-/Neckarstraße, Hauptbahnhof Das heutige Konzept ist 16 Jahre alt 2 Ideen von damals Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 3 Mehr Einwohner – mehr Pendler – mehr Mobilität 3 Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 4 Gegenüber 2004 fast ein Fünftel mehr Bewohner 4 ➔ Gegenüber 2004 hat Darmstadt etwa ein Fünftel mehr Einwohner (ca. 22.000, +16 %) – das entspricht der Größe von Groß- Umstadt ➔ Zuwächse im gesamten Stadtgebiet, am meisten in der Innenstadt (20%) ➔ Auch die Bevölkerungszahlen im Landkreis steigen Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 5 In Darmstadt gibt es rund 96.000 Pendler (+ 19 %) 5 58087 20002 80094 67990 27893 95883 0 20000 40000 60000 80000 100000 120000 Einpendler Auspendler Gesamt 2005 2016 Quelle: Bundesagentur für Arbeit Tägliche Pendler 2005 und 2016 Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 6 Die meisten Einpendler kommen aus Westen 6 Überschrift, Arial regular 20 Pt, kann sein, muss nicht Quelle: Bundesagentur für Arbeit ➔ Täglich rund 96.000 Ein- und Auspendler (+ 19 %) Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 7 Fahrgastzahlen steigen kontinuierlich 36,5 37,6 39,7 39,8 41,4 44,9 45,5 50,7 50,5 51,5 0 10 20 30 40 50 60 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Fahrgäste in Mio. ➔ In 10 Jahren + 41% mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen Tram-Leistung ➔ 2004: 2,75 Mio. Zugkilometer ➔ 2018: 3,00 Mio. Zugkilometer ➔ + 9 % Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 8 Das hat unsere Mobilität verändert 8 Immer mehr Firmen setzen auf Jobtickets Zeitkartenkunden fahren häufiger Firmen wachsen oder neue Firmen schaffen neue Arbeitsplätze Längere Schulzeiten für Kinder Mehr Menschen arbeiten in Gleit- und Teilzeit Längere Geschäftszeiten (auch an Samstagen) Neue Wohnviertel Steigendes Umweltbewusstsein ➔ Mehr Fahrgäste ➔ Auslastung ist stärker verteilt ➔ Wege werden weiter Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 9 Das neue Verkehrskonzept umfasst zwei Komponenten 9 A Routenführung B Fahrplanangebot Ziel: Eine bedarfsgerechte Mobilität ➔ ➔ Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 10 Teil A Routenführung 10 1. Direktfahrten zum Luisenplatz 2. Direktfahrten zum Hbf 3. Möglichst viel erhalten 4. Möglichst wenig ändern Vier Kriterien für das neue Liniennetz Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 11 Es soll weiterhin neun Linien geben TU-Lichtwiese – Hbf Lichtenbergschule – Hbf Sechs Linien bleiben in ihrer Route unverändert Alsbach 3 2 Griesheim – Kranichstein4 Arheilgen – Alsb./Frankenst.6 Arheilgen – Alsbach8 68 Griesheim – Böllenfalltor9 Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 12 Es soll weiterhin neun Linien geben TU-Lichtwiese – Hbf Lichtenbergschule – Hbf Sechs Linien bleiben in ihrer Route unverändert Alsbach Griesheim – Kranichstein Arheilgen – Alsb./Frankenst. Arheilgen – Alsbach 68 Zwei Linien sind verändert Frankenst.– Hbf – Kranichst. Kranichst. - Lpl Böllenfalltor 3 2 4 6 8 5 1 Griesheim – Böllenfalltor9 Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 13 Es soll weiterhin neun Linien geben TU-Lichtwiese – Hbf Lichtenbergschule – Hbf Sechs Linien bleiben in ihrer Route unverändert Alsbach 3 2 Griesheim – Kranichstein4 Arheilgen – Alsb./Frankenst.6 Arheilgen – Alsbach8 Griesheim – Böllenfalltor9 68 Zwei Linien sind verändert Frankenst.– Hbf – Kranichst. Kranichst. - Lpl Böllenfalltor 5 1 Eine Linie ist neu Arheilgen – Griesh./Wagenh. Geht auf in erweitertes Angebot von 6 und 87 10 Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 14 Linie 1 erweitert, Linie 5 verändert Zwei Linien sind verändert Frankenst.– Hbf – Kranichst. Kranichst. - Lpl Böllenfalltor 5 1 Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 15 Linie 10 ist neu Arheilgen – Griesheim/Wagenhalle10 Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 16 Die Neuerungen auf einen Blick Frankenst.– Hbf – Kranichst. Kranichst. - Lpl Böllenfalltor 5 1 Arheilgen – Griesh./Wagenh.10 Wird ersetzt durch Zusatzangebot auf Linien 6 und 8 7 Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 17 Beispiel Hauptverkehrszeit Montags bis freitags an Schultagen 6 – 9 Uhr und 12 – 18 Uhr Teil B: Fahrplanangebot Alsbach 68 15‘ Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 18 Beispiel Hauptverkehrszeit Montags bis freitags an Schultagen 6 – 9 Uhr und 12 – 18 Uhr Teil B: Fahrplanangebot 6810 45 1 25 9 3 681 10 4 9 ➔ Kürzere Reisezeiten und mehr Komfort (weniger Umsteigen) ➔ Verbesserte Pünktlichkeit durch angepasste Fahrpläne ➔Erweitertes Fahrplanangebot ➔ Mehr Platz Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 19 Die Vorteile auf einen Blick: 30 % mehr Tramleistung 2 3 4 1 Mehr Direktverbindungen aus allen Richtungen ➔ Griesheim – Hbf – Merck/Arheilgen ➔ Eberstadt – Hbf – Nordbad/Kranichstein ➔ Kranichstein – Lpl - Böllenfalltor Alle 20 Min. zum Hbf ➔ Aus jeder Richtung alle 20 Min. ohne Umsteigen zum Hbf - auch von Arheilgen und Griesheim Durchgängig 10-Min.-Takt von 6 bis 21 Uhr ➔ Aus jeder Richtung alle 10 Min. ohne Umsteigen zum Luisenplatz ➔ nach Alsbach durchgängig alle 15 Min. Längere Bedienzeiten ➔ Morgens ab 4 Uhr, abends bis 2 Uhr ➔ Verbessertes Mobilitätsangebot unterstützt die Wachstumsstrategie von Stadt und Region ➔ Entlastung des Verkehrsraums durch Verlagerung von MIV zu ÖPNV ➔ Weniger Emissionen Gesellschaftlicher Nutzen Fahrgastnutzen Tram auf neuen Wegen – Entwurf neues Verkehrskonzept 20 Voraussetzungen 1 2 3 4 ➔ Beratung und Beschlussfassung durch die politischen Gremien Finanzierung: 8,5 Mio. Euro/jährlich Dynamisiert mit 2 % bis 2024: 9,15 Mio. Euro/jährlich Darin enthalten: ● Fahrpersonal: 3,9 Mio. Euro (57 VZÄ) ● Fahrzeuge: + 10 weitere ST15-Bahnen ● Fahrgeldeinnahmen: + ca. 2,0 Mio. Euro Zuschussbedarf: 7,15 Mio. Euro/jährlich www.heagmobilo.de HEAG mobilo GmbH Klappacher Straße 172 64285 Darmstadt Ein Unternehmen der HEAG-Gruppe
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286 Zeichen
Punkt 4: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg (V-Nr. 2020/0142) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen AfD und Die Linke.
anlage 4
244 Zeichen
Punkt 3: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg (V-Nr. 2020/0152) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
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9489 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
26.08.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Mobilitätsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 66
IV
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0142
Magistratsbeschluss-Nr.
233
Internetfähig
Produkt-Nr.: 547010
Kostenstelle: 068-002-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5470-11 Sachkonto: 5485000 / 7125010
Betreff: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg
Vorlage vom: 19.08.2020
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat stimmt der Umsetzung eines neuen Linienkonzepts für den
Straßenbahnverkehr in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg zu,
welches zusätzliche Direktverbindungen und ausgeweitete Bedienzeiten vorsieht.
2. Die für die Umsetzung nötigen Haushaltsmittel ab dem Haushaltsjahr 2022 werden in den
entsprechenden Größenordnungen zusätzlich im Haushalt bereitgestellt.
3. Die Umsetzung des neuen Linienkonzepts soll sukzessive über einen Zeitraum von ca. 3
Jahren erfolgen. Das ausgeweitete Angebot soll damit voraussichtlich zum Fahrplanwechsel
im Dezember 2023 vollständig zur Verfügung stehen.
Anlagen: 20-06-10-Neues Netzkonzept; Präsentation „Die Tram auf neuen Wegen“ von
- 3 -
HEAG mobilo (Stand 08.06.2020)
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 02.09.2020
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.08.2020
Allgemeines:
Im Gemeinsamen Nahverkehrsplan 2019 – 2024 der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des
Landkreises Darmstadt-Dieburg ist das neue Verkehrskonzept für die Straßenbahn als
wichtigstes lokales Projekt zum Ausbau des ÖPNV und zum Erreichen der Mobilitätswende
enthalten.
Steigende Fahrgastzahlen, die Einwohnerentwicklung in der Region Darmstadt/Dieburg,
längere Schul- und Geschäftszeiten sowie die gegenwärt ig knapp bemessenen planmäßigen
Fahrtzeiten im Straßenbahnverkehr machen eine umfassende Liniennetz - und
Fahrplanumgestaltung erforderlich, nachdem in der jüngeren Vergangenheit nur partielle
Angebotsanpassungen im Straßenbahnnetz vorgenommen wurden.
Neugestaltung des Linienkonzepts:
Gegenüber dem im Nahverkehrsplan enthaltenen Entwurf eines neuen Linienkonzepts
konnten durch eine integrierte betriebliche und verkehrliche Optimierung weitere
Verbesserungen erzielt werden.
So ist insbesondere ein für die Fahrgäste deutlich attraktiveres, leicht einprägsames
Fahrplanangebot mit einem 10-Minuten-Takt auf den Hauptlastlinien auf der Nord -Süd-
Achse, der Ost-West-Achse und dem Ast nach Kranichstein vorgesehen. Dadurch wird nicht
nur die Bedienungsqualität auf diesen Relationen steigen, sondern auch die
Anschlusssicherheit bei Umsteigevorgängen zwischen Bus - und Straßenbahnlinien, wie zum
Beispiel an der stark frequentierten Haltestelle Böllenfalltor, kann erhöht werden. Somit wird
es auch möglich, das durch die Einführung der Lichtwiesenbahn entstehende Minderangebot
an Fahrten zum Böllenfalltor ausreichend zu kompensieren.
Zusätzlich zu den Hauptlastlinien, welche den zentralen Knotenpunkt Luisenplatz andienen,
sind zwei ergänzende Linien vorgesehen, welche neue Direktverbindungen von einzelnen
Stadtteilen mit dem Hauptbahnhof sowie untereinander herstellen sollen. So soll eine neue
Linie zwischen Arheilgen und Griesheim über die Bismarckstraße und den Hauptbahnhof
verkehren sowie eine weitere zwischen Eberst adt und Kranichstein, ebenfalls über den
Hauptbahnhof und die Bismarckstraße, im Betrieb sein. Schließlich erhält der Stadtteil
Kranichstein eine Direktverbindung mit dem Böllenfalltor über den zentralen Umsteigepunkt
„Schloss“. Durch die neuen Linienangeb ote wird die Verbindungsqualität im
Straßenbahnnetz spürbar steigen.
Durch eine Neugestaltung des Fahrplans konnte die vielfach gewünschte Beibehaltung der
Schnelllinie 6 zwischen Arheilgen und Alsbach bei weitgehender Sicherstellung der Stabilität
des ihr zugrunde gelegten Fahrplans erreicht werden. Damit wird aus der Linie 6 wieder eine
echte Schnelllinie, indem sie den heutigen betrieblichen Zustand, bei dem die planmäßig
vorgesehene kürzere Fahrtzeit auf Grund von gegenseitigen Behinderungen im
Verkehrsablauf zwischen Eberstadt und Arheilgen oftmals nicht realisiert wird, überwinden
kann. Die von der Schnelllinie ausgelassenen Halte auf der Strecke werden von den Linien 8
und 1 ausreichend bedient.
- 5 -
Durch die Anpassung der Fahrtzeiten aller Straßenba hnlinien an das tatsächliche
Verkehrsaufkommen im Straßennetz soll die Pünktlichkeit erhöht und die betriebliche
Abwicklung verbessert werden. Zurzeit können oftmals die vorgesehenen Pausenzeiten des
Fahrpersonals wegen Verzögerungen nicht eingehalten werd en und entstandene
Verspätungen nicht abgebaut werden. Durch einen stabileren Fahrplan wird diesen Mängeln
im Sinne der Fahrgäste und des Fahrpersonals entgegengewirkt.
Ein weiteres wesentliches Element des neuen Verkehrskonzepts ist auch die Ausweitung d er
Hauptverkehrszeit am frühen Abend. Hier ist das heutige Angebot, bei dem der Takt von
vielen Linien schon gegen 19 Uhr ausgedünnt wird, nicht mehr zeitgemäß und entspricht
nicht den Nutzungsgewohnheiten und der Nachfrage der Fahrgäste. Bei der Ausdehnun g der
Hauptverkehrszeit über 20 Uhr hinaus werden ebenfalls wichtige Anschlüsse von (über -)
regionalen Verkehrsmitteln berücksichtigt.
Im Anhang ist eine Präsentation der HEAG mobilo „Die Tram auf neuen Wegen“, welche den
politischen Gremien der Wissensc haftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt -
Dieburg im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 08.06.2020 vorgestellt wurde, zu
finden.
Kosten:
Durch die Umsetzung des neuen Linienkonzepts steigt die Laufleistung um ca. 870.000
Fahrplankilometer (26%) und es werden ca. 59.000 Fahrplanstunden (36%) mehr gegenüber
dem gegenwärtigen Fahrplanangebot absolviert. Dafür werden 10 zusätzliche Fahrzeuge
beschafft, die auch die vorhandene Reserve verstärken sollen.
Hierfür ergeben sich ab dem Jahr 2022 zusätzliche Aufwendungen welche mit einer Rate von
2% jährlich zu dynamisieren sind. Bei der vorgesehenen stufenweisen Umsetzung des neuen
Verkehrskonzeptes entstehen auch die Aufwendungen stufenweise.
In den nachstehend genannten Aufwendungen sind die Mehrbestellungen für den Betrieb der
Lichtwiesenbahn und der geplanten Straßenbahnverlängerung in das Ludwigshöhviertel nicht
enthalten. Diese werden der HEAG mobilo GmbH gesondert vergütet.
Zur Ermittlung der durch die Umsetzung des neuen V erkehrskonzepts zu erwartenden
Mehreinnahmen hat die HEAG mobilo GmbH eine Ausarbeitung des Büros civity vorgelegt,
welche eine monetäre Abschätzung auf der Basis der prognostizierten Einwohner - und
Fahrgastentwicklung sowie vor dem Hintergrund von Erfahru ngswerten enthält. Daraufhin
wurden die erwarteten Mehreinnahmen einvernehmlich mit der Nahverkehrsorganisation
DADINA und der HEAG mobilo GmbH auf eine Höhe von 2 Mio. Euro/a festgelegt und den
Mehraufwendungen direkt gegengerechnet. Diese Mehreinnahmen gehen bei der HEAG
mobilo GmbH ein und vermindern somit den von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu
entrichteten Kostenanteil für die Mehrbestellungen.
Die entstehenden Mehraufwendungen werden nach Belegenheit auf die Wissenschaftsstadt
Darmstadt (78,8%) und den Landkreis Darmstadt-Dieburg (21,2%) aufgeteilt. Die
Wissenschaftsstadt Darmstadt wird die Mehrleistungen gemäß dem Öffentlichen
Dienstleistungsauftrag (ÖDA) bei der HEAG mobilo bestellen und zunächst zu 100%
finanzieren. Der Anteil des Landkreises Darmstadt-Dieburg in Höhe von 21,2 % soll über die
DADINA an die Wissenschaftsstadt Darmstadt kraft eines noch zu erwirkenden Beschlusses
des Kreistags zurückfließen.
Ab dem Haushaltsjahr 2022 sind somit mit folgenden Bruttomehraufwendungen bei der
Wissenschaftsstadt Darmstadt zu rechnen, welche zusätzlich in den Haushalt einzuplanen
sind:
Haushaltsjahr Mehraufwand 78,8 % 21,2%
(brutto, 100%) Stadt Darmstadt Landkreis DaDi
2022: 2,81 Mio. Euro 2,215 Mio. Euro 0,595 Mio. Euro
2023: 5,30 Mio. Euro 4,175 Mio. Euro 1,125 Mio. Euro
2024: 7,15 Mio. Euro 5,635 Mio. Euro 1,515 Mio. Euro
Umsetzung:
Die Umsetzung des neuen Linienkonzepts kann nur sukzessive über einen Zeitraum von
mindestens 3 Jahren erfolgen, da hierfür zusätzliche Straßenbahnfahrzeuge zu beschaffen
und in Betrieb zu nehmen sind. Außerdem werden für die Bereitstellung des vollen
Angebotsumfangs über 50 zusätzliche Fahrer/innen benötigt, deren Ausbildung in Summe
ebenfalls bis zu 3 Jahre in Anspruch nehmen wird. Dementsprechend soll das Angebot mit
dem jeweils zur Verfügung stehenden Personal stufenweise ausgeweitet werden, bis der
vorgesehene, im Anhang dargestellte Ergebniszustand erreicht werden kann.
Dezernat I Dezernat IV
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
anlage 5
236 Zeichen
Punkt 9: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg (V-Nr. 2020/0142) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: SPD und Stadtv. Sigmund (fraktionslos)
2020/0142
9453 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
26.08.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Mobilitätsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0142
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 547010
Kostenstelle: 068-002-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5470-11 Sachkonto: 5485000 / 7125010
Betreff: Umsetzung eines neuen Verkehrskonzepts für die Straßenbahn in der Stadt
Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg
Vorlage vom: 19.08.2020
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Umsetzung eines neuen Linienkonzepts für den
Straßenbahnverkehr in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg zu,
welches zusätzliche Direktverbindungen und ausgeweitete Bedienzeiten vorsieht.
2. Die für die Umsetzung nötigen Haushaltsmittel ab dem Haushaltsjahr 2022 werden in den
entsprechenden Größenordnungen zusätzlich im Haushalt bereitgestellt.
3. Die Umsetzung des neuen Linienkonzepts soll sukzessive über einen Zeitraum von ca. 3
Jahren erfolgen. Das ausgeweitete Angebot soll damit voraussichtlich zum Fahrplanwechsel
im Dezember 2023 vollständig zur Verfügung stehen.
Anlagen: 20-06-10-Neues Netzkonzept; Präsentation „Die Tram auf neuen Wegen“ von
HEAG mobilo (Stand 08.06.2020)
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Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.08.2020
Allgemeines:
Im Gemeinsamen Nahverkehrsplan 2019 – 2024 der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des
Landkreises Darmstadt -Dieburg ist das neue Verkehrskonzept für die Straßenbahn als
wichtigstes lokales Projekt zum Ausbau des ÖPNV und zum Erreichen der Mobilitätswende
enthalten.
Steigende Fahrgastzahlen, die Einwohnerentwicklung in der Region Darmstadt/Dieburg,
längere Schul- und Geschäftsz eiten sowie die gegenwärtig knapp bemessenen planmäßigen
Fahrtzeiten im Straßenbahnverkehr machen eine umfassende Liniennetz - und
Fahrplanumgestaltung erforderlich, nachdem in der jüngeren Vergangenheit nur partielle
Angebotsanpassungen im Straßenbahnnetz vorgenommen wurden.
Neugestaltung des Linienkonzepts:
Gegenüber dem im Nahverkehrsplan enthaltenen Entwurf eines neuen Linienkonzepts
konnten durch eine integrierte betriebliche und verkehrliche Optimierung weitere
Verbesserungen erzielt werden.
So ist insbesondere ein für die Fahrgäste deutlich attraktiveres, leicht einprägsames
Fahrplanangebot mit einem 10 -Minuten-Takt auf den Hauptlastlinien auf der Nord -Süd-
Achse, der Ost -West-Achse und dem Ast nach Kranichstein vorgesehen. Dadurch wird nicht
nur die Bedienungsqualität auf diesen Relationen steigen, sondern auch die
Anschlusssicherheit bei Umsteigevorgängen zwischen Bus - und Straßenbahnlinien, wie zum
Beispiel an der stark frequentierten Haltestelle Böllenfalltor, kann erhöht werden. Somit wird
es auch möglich, das durch die Einführung der Lichtwiesenbahn entstehende Minderangebot
an Fahrten zum Böllenfalltor ausreichend zu kompensieren.
Zusätzlich zu den Hauptlastlinien, welche den zentralen Knotenpunkt Luisenplatz andienen,
sind zwei ergänzende L inien vorgesehen, welche neue Direktverbindungen von einzelnen
Stadtteilen mit dem Hauptbahnhof sowie untereinander herstellen sollen. So soll eine neue
Linie zwischen Arheilgen und Griesheim über die Bismarckstraße und den Hauptbahnhof
verkehren sowie ein e weitere zwischen Eberstadt und Kranichstein, ebenfalls über den
Hauptbahnhof und die Bismarckstraße, im Betrieb sein. Schließlich erhält der Stadtteil
Kranichstein eine Direktverbindung mit dem Böllenfalltor über den zentralen Umsteigepunkt
„Schloss“. Du rch die neuen Linienangebote wird die Verbindungsqualität im
Straßenbahnnetz spürbar steigen.
Durch eine Neugestaltung des Fahrplans konnte die vielfach gewünschte Beibehaltung der
Schnelllinie 6 zwischen Arheilgen und Alsbach bei weitgehender Sicherstel lung der Stabilität
des ihr zugrunde gelegten Fahrplans erreicht werden. Damit wird aus der Linie 6 wieder eine
echte Schnelllinie, indem sie den heutigen betrieblichen Zustand, bei dem die planmäßig
vorgesehene kürzere Fahrtzeit auf Grund von gegenseitige n Behinderungen im
Verkehrsablauf zwischen Eberstadt und Arheilgen oftmals nicht realisiert wird, überwinden
kann. Die von der Schnelllinie ausgelassenen Halte auf der Strecke werden von den Linien 8
und 1 ausreichend bedient.
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Durch die Anpassung der Fa hrtzeiten aller Straßenbahnlinien an das tatsächliche
Verkehrsaufkommen im Straßennetz soll die Pünktlichkeit erhöht und die betriebliche
Abwicklung verbessert werden. Zurzeit können oftmals die vorgesehenen Pausenzeiten des
Fahrpersonals wegen Verzögerung en nicht eingehalten werden und entstandene
Verspätungen nicht abgebaut werden. Durch einen stabileren Fahrplan wird diesen Mängeln
im Sinne der Fahrgäste und des Fahrpersonals entgegengewirkt.
Ein weiteres wesentliches Element des neuen Verkehrskonzepts ist auch die Ausweitung der
Hauptverkehrszeit am frühen Abend. Hier ist das heutige Angebot, bei dem der Takt von
vielen Linien schon gegen 19 Uhr ausgedünnt wird, nicht mehr zeitgemäß und entspricht
nicht den Nutzungsgewohnheiten und der Nachfrage der Fah rgäste. Bei der Ausdehnung der
Hauptverkehrszeit über 20 Uhr hinaus werden ebenfalls wichtige Anschlüsse von (über -)
regionalen Verkehrsmitteln berücksichtigt.
Im Anhang ist eine Präsentation der HEAG mobilo „Die Tram auf neuen Wegen“, welche den
politischen Gremien der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt -
Dieburg im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 08.06.2020 vorgestellt wurde, zu
finden.
Kosten:
Durch die Umsetzung des neuen Linienkonzepts steigt die Laufleistung um ca. 870.000
Fahrplankilometer (26%) und es werden ca. 59.000 Fahrplanstunden (36%) mehr gegenüber
dem gegenwärtigen Fahrplanangebot absolviert. Dafür werden 10 zusätzliche Fahrzeuge
beschafft, die auch die vorhandene Reserve verstärken sollen.
Hierfür ergeben sich ab dem Jahr 2022 zusätzliche Aufwendungen welche mit einer Rate von
2% jährlich zu dynamisieren sind. Bei der vorgesehenen stufenweisen Umsetzung des neuen
Verkehrskonzeptes entstehen auch die Aufwendungen stufenweise.
In den nachstehend g enannten Aufwendungen sind die Mehrbestellungen für den Betrieb der
Lichtwiesenbahn und der geplanten Straßenbahnverlängerung in das Ludwigshöhviertel nicht
enthalten. Diese werden der HEAG mobilo GmbH gesondert vergütet.
Zur Ermittlung der durch die Umsetzung des neuen Verkehrskonzepts zu erwartenden
Mehreinnahmen hat die HEAG mobilo GmbH eine Ausarbeitung des Büros civity vorgelegt,
welche eine monetäre Abschätzung auf der Basis der prognostizierten Einwohner - und
Fahrgastentwicklung sowie vor dem Hintergrund von Erfahrungswerten enthält. Daraufhin
wurden die erwarteten Mehreinnahmen einvernehmlich mit der Nahverkehrsorganisation
DADINA und der HEAG mobilo GmbH auf eine Höhe von 2 Mio. Euro/a festgelegt und den
Mehraufwendungen direkt gegengerechnet. Diese Mehreinnahmen gehen bei der HEAG
mobilo GmbH ein und vermindern somit den von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu
entrichteten Kostenanteil für die Mehrbestellungen.
Die entstehenden Mehr aufwendungen werden nach Belegenheit auf die Wissenschaftss tadt
Darmstadt (78,8%) und den Landkreis Darmstadt -Dieburg (21,2%) aufgeteilt. Die
Wissenschaftsstadt Darmstadt wird die Mehrleistungen gemäß dem Öffentlichen
Dienstleistungsauftrag (ÖDA) bei der HEAG mobilo bestellen und zunächst zu 100%
finanzieren. Der Anteil des Landkreises Darmstadt -Dieburg in Höhe von 21,2 % soll über die
DADINA an die Wissenschaftss tadt Darmstadt kraft eines noch zu erwirkenden Beschlusses
des Kreistags zurückfließen.
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Ab dem Haushaltsjahr 2022 sind somit mit folgenden Bruttomehraufwe ndungen bei der
Wissenschaftsstadt Darmstadt zu rechnen, welche zusätzlich in den Haushalt einzuplanen
sind:
Haushaltsjahr Mehraufwand 78,8 % 21,2%
(brutto, 100%) Stadt Darmstadt Landkreis DaDi
2022: 2,81 Mio. Euro 2,215 Mio. Euro 0,595 Mio. Euro
2023: 5,30 Mio. Euro 4,175 Mio. Euro 1,125 Mio. Euro
2024: 7,15 Mio. Euro 5,635 Mio. Euro 1,515 Mio. Euro
Umsetzung:
Die Umsetzung des neuen Linienkonzepts kann nur sukzessive über einen Zeitraum von
mindestens 3 Jahren erfolgen, da hierfür zusätzliche Straßenbahnfahrzeuge zu beschaffen
und in Betrieb zu nehmen sind. Außerdem werden für die Bereitstellung des vollen
Angebotsumfangs über 50 zusätzliche Fahrer/innen benötigt, deren Ausbildung in Summe
ebenfalls bis zu 3 Jahre in Anspruch nehmen wird. Dementsprechend soll das Angebot mit
dem jeweils zur Verfügung stehenden Personal stufenweise ausgeweitet werden, bis der
vorgesehene, im Anhang dargestellte Ergebniszustand erreicht werden kann.
Dezernat I Dezernat IV
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (4)
Orte (4)
- Bismarckstraße
- Klappacher Straße 172
- Luisenplatz 2
- Neckarstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2020/0142
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 19.08.2020
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00