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SV-2019/0017

Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 1. März 2019 betr. Darmstädter Wochenmarkt

Große Anfragen 04.03.2019

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SV-2019/0017

3893 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2019/0017 
 
 
Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 1. März 2019 betr. Darmstädter Wochenmarkt 
 
 
 
 
 
 
 
 
SPD-STADTVERORDNETENFRAKTION DARMSTADT SPD-Stadtverordnetenfraktion Darmstadt 
Wilhelminenstr. 7a 
64283 Darmstadt 
 
Fon: 06151 – 2 79 02 75 
Fax: 06151 – 2 79 02 71 
info@spdfraktion-da.de 
www.spdfraktion-da.de 
 
Sparkasse Darmstadt 
BLZ: 508 501 50 
Konto: 8006377 
 
Große Anfrage nach § 21 Geschäftsordnung Stadtverordnetenversammlung 
 
 
Darmstädter Wochenmarkt 
 
 
Die Darmstädter Innenstadt sollte für Anwohner*innen, Besucher*innen und Händler*innen attraktiver 
werden. Ein Ansatzpunkt hierbei ist der Wochenmarkt. Betrachtet man sich das Marktgeschehen, so entsteht 
häufig ein unattraktiver Eindruck: Das Angebot ist relativ gering, es gibt nur wenige Händler und die Stände 
sind vereinzelt über den Platz verstreut. 
Hier liegt noch Potenzial brach, das genutzt werden sollte. Denn jede Stadt profitiert von einem lebendigen 
Wochenmarkt. Ein attraktiver Markt zieht Besucher an, die auch die umliegenden Geschäfte, Cafés und 
Restaurants im Stadtkern besuchen. Zudem kann ein Wochenmarkt - neben den repräsentativen Gebäuden wie 
Schloss und Landesmuseum - auch den Gesamteindruck des Stadtbildes aufwerten. Daher sollte der 
Darmstädter Wochenmarkt belebt werden. Hierzu haben wir eine Online-Umfrage durchgeführt. Am Ende 
standen 285 auswertbare Datensätze:  
 
Knapp 75% der Befragten gaben an, den Wochenmarkt in Zukunft an zwei Tagen in der Woche besuchen zu 
wollen. Zudem wünschte sich ein Großteil der Befragten eine Verlängerung der Öffnungszeiten bis 19 Uhr. 
 
Generell waren die Befragten eher unzufrieden mit dem Markt (Durschnitt 5,67 von 11 maximalen Punkten ). 
Um die Bedürfnisse der Besucher besser befriedigen und eine größere Vielfalt bieten zu können, wären mehr 
Stände, auch mit Verzehrmöglichkeiten vor Ort, nötig. Das Angebot von fertigen Speisen ist laut Marktordnung 
jedoch untersagt, was in anderen Städten anders geregelt ist. 
 
Ein Gespräch mit der Markleitung zeigte, dass auf dem Markt breite Feuerwehrzufahrten freigehalten werden 
müssen, wodurch die Stände verstreut stehen und kein schönes, einheitliches Bild abgeben. Andere Märkte 
(etwa Offenbach, Frankfurt, Mainz) müssen diese Auflagen ebenfalls erfüllen, schaffen es aber dennoch , ein 
repräsentatives Gesamtbild zu erzeugen.

2 
 
 
Diese Vorbemerkungen voran gestellt fragen wir den Magistrat: 
1. Welche Maßnahmen ergreift der Magistrat, um mehr Händler zu akquirieren und zu binden?  
 
2. Mit wie vielen Händlern gibt es Standvereinbarungen? 
 
3. Wie bewertet der Magistrat eine Reduzierung auf 2 Markttage pro Woche, etwa Mittwoch und 
Samstag? 
 
4. Wie bewertet der Magistrat eine Modifizierung der Verkaufszeit an Samstagen auf mindestens 15 Uhr 
und längstens 18 Uhr? 
 
5. Wie bewertet der Magistrat eine Verlängerung der Verkaufszeit an Werktagen auf 19 U hr, um auch 
Berufstätigen den Marktbesuch zu ermöglichen? 
 
6. Kam es wegen der Marktzeiten zu Absagen von potenziellen Händlern?  
 
7. Nach welchen Kriterien richtet sich die Standplatzvergabe für die einzelnen Händler?  
 
8. Wie viele Stände erlaubt die Infrastruktur am Marktplatz (Anschlüsse)? 
 
9. Wann wurden Strom- und Wasseranschlüsse zuletzt modernisiert? 
 
10. Plant der Magistrat, die Abschlüsse zu überarbeiten? 
 
11. Wären weitere Anschlüsse auf dem Marktplatz technisch möglich?  
 
12. Gedenkt der Magistrat, dem Beispiel anderer Städte folgend, die Marktordnung zu modifizieren, um 
auch Stände mit Speisen- und Getränkeangebot (Verzehrmöglichkeiten) zuzulassen?  
 
13. Gibt es Überlegungen, den Markt zu verlegen, etwa auf den neu sanierten Friedensplatz, oder 
den Karolinenplatz? 
 
 
 
Darmstadt, 01. März 2019 
 
Michael Siebel    Tobias Reis 
Fraktionsvorsitzender   Stadtverordneter 
Wilhelminenstraße 7a   Herdweg 92 
64283 Darmstadt    64285 Darmstadt

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Der Oberbürgermeister 
Jochen Partsch 
 
Postfach 11 10 61 
64225 Darmstadt 
   
    
SPD -Stadtverordnetenfraktion  
Darmstadt 
Wilhelminenstraße 7a 
64283 Darmstadt 
 
  
 
Der Oberbürgermeister 
Jochen Partsch 
  
 Neues Rathaus am Luisenplatz 
Luisenplatz 5 A 
64283 Darmstadt 
Telefon:  06151 13-2201 – 04 
Telefax:  06151 13-2205 
Internet:  http://www.darmstadt.de 
E-mail:  oberbuergermeister@darmstadt.de 
 
Datum:  
   01.04.2019 
 
 
Große Anfrage nach § 21 Geschäftsordnung Stadtveror dnetenversammlung vom 01.03.2019 
Darmstädter Wochenmarkt 
 
 
Sehr geehrter Herr Siebel, 
sehr geehrter Herr Reis, 
 
Ihre o.g. große Anfrage vom 01.03.2019 beantworte i ch wie folgt: 
 
Frage 1  
Welche Maßnahmen ergreift der Magistrat, um mehr Händler zu akquirieren und zu binden? 
 
Antwort: 
Die Marktverwaltung unternimmt es seit Jahren, durch aktives Akquirieren insbesondere beim 
Darmstädter Bauernmarktverein und dem Regionalbauernverband Starkenburg neue 
Wochenmarkthändler zu finden. Auch die Aktionsreihe Datterichs Wochenmarkt hat sich für die 
Akquisition neuer Stände als sehr vorteilhaft erwiesen. Für diese Saison konnte z.B. ein Winzer gewonnen 
werden. 
 
Frage 2  
Mit wie vielen Händlern gibt es Standvereinbarungen? 
 
Antwort: 
Auf dem Wochenmarkt stehen aktuell 22 Händler mit Jahresverträgen. Aktuell werden noch ca. 7 
Tagesplätze vergeben. In der Regel sind samstags 22 Händler mit Jahresverträgen und 4 Händler mit 
Tagesplätzen vertreten. An den übrigen Wochentagen stehen 4 bis 6 Händler mit Jahresverträgen und 3 
Händler mit Tagesplätzen auf dem Marktplatz.

2
 
 
Frage 3  
Wie bewertet der Magistrat eine Reduzierung auf 2 Markttage pro Woche, etwa Mittwoch und Samstag? 
 
Antwort: 
Bereits seit einigen Jahren wird über eine Reduktion der Markttage diskutiert. Bei dem Versuch einer 
Reduktion gab es Widerstand eines Teils der Beschicker /innen und der Bürgerschaft. Das Ergebnis der 
Diskussionen mündete in der Änderung der Marktordnung  aus dem Jahr 2010. Die Tage Mittwoch und 
Samstag wurden als Hauptmarkttage festgelegt, unter Beibehaltung der anderen Markttage. 
Grundsätzlich ist eine erneute Überprüfung durchaus sinnvoll. Die Veränderung der Markttage auf 2 Tage 
kann sich auf das Warenangebot auswirken, auch das wäre zu überprüfen. Zu beachten ist, dass die 
tägliche Anzahl von Händlern auch von den Jahreszeiten, Witterungsbedingungen und Erntezeiten 
abhängt. 
 
Frage 4  
Wie bewertet der Magistrat eine Modifizierung der Verkaufszeit an Samstagen auf mindestens 15 Uhr 
und längstens 18 Uhr? 
 
Antwort: 
Die Marktsatzung sieht bisher die tägliche Verkaufszeit von 7 bis 17 Uhr vor. Die Mindestverkaufszeit ist 
von 8 bis 14 Uhr festgesetzt. Darmstadt Marketing strebt in Abstimmung mit der Bürgerbeauftragten 
eine Befragung an, um die Bedürfnisse der Kunden erneut zu überprüfen und mit den Beschickerinnen 
und Beschickern und den Ergebnissen der früheren Studien sowie den tatsächlichen Entwicklungen in 
Einklang zu bringen. Grundsätzlich ist eine Modifizierung der Verkaufszeit selbstverständlich möglich 
und sinnvoll. Wir raten dazu, nach den Befragungen eine Pilotphase in Abstimmung mit den 
Beschickerinnen und Beschickern zu testen.  
 
Frage 5  
Wie bewertet der Magistrat eine Verlängerung der Verkaufszeit an Werktagen auf 19 Uhr, um auch 
Berufstätigen den Marktbesuch zu ermöglichen? 
 
Antwort: 
Bereits 2010 wurde über einen langen Markttag bis 19 Uhr nachgedacht, die Idee aber gemeinsam mit 
den Beschickerinnen und Beschickern, den beteiligten Parteien und Verbänden verworfen. Dennoch wird 
auch eine Verlängerung der Markttage erneut geprüft und der Bedarf ermittelt. Zu Bedenken ist, dass die 
Beschicker/innen kaum die Möglichkeiten eines Ladengeschäftes haben, in der Zeit von 7 bis 19 Uhr 
frische Waren anzubieten, da ihnen die Kühlmöglichkeiten fehlen und wir in Darmstadt nicht über 
feststehende Marktstände verfügen, wo man langfristig über solche Maßnahmen nachdenken könnte. 
 
Aktuell ist Darmstadt Marketing daher dabei, über einen kleinen Piloten – einen Lieferdienst für 
Unternehmen – zu testen. So können auch Berufstätige Waren vom Wochenmarkt beziehen – ohne 
Ausweitung der Öffnungszeiten. Diese Erfahrungen sollen in die vom Land Hessen und der Digitalstadt 
Darmstadt geförderte Maßnahme „Digitales Schaufenster“ einfließen. In diesem Projekt wird über einen 
Same-Day-Delivery-Service nachgedacht. Eine Kooperation erscheint hier sehr sinnvoll.

3
Frage 6  
Kam es wegen der Marktzeiten zu Absagen von potenziellen Händlern? 
 
Antwort: 
Aufgrund der geltenden Marktzeiten kam es zu keinen Absagen von potenziellen Händlern. 
 
Frage 7  
Nach welchen Kriterien richtet sich die Standplatzvergabe für die einzelnen Händler? 
 
Antwort: 
Die Kriterien zur Standplatzvergabe an Wochenmarkthändler richten sich nach der Marktsatzung. 
 
Frage 8  
Wie viele Stände erlaubt die Infrastruktur am Marktplatz (Anschlüsse)? 
 
Antwort: 
Die Marktfläche lässt die Unterbringung weiterer Wochenmarktstände abhängig von der jeweiligen Größe 
zu. Aufgrund der bestehenden Stromanschlüsse können allerdings keine weiteren Marktstände mit 
Strombedarf untergebracht werden. Aktuell gibt es Stromanschlussmöglichkeiten für 8 Marktstände. 
 
Frage 9  
Wann wurden Strom- und Wasseranschlüsse zuletzt modernisiert? 
 
Antwort: 
Die Neugestaltung des Marktplatzes wurde 1996/1997 mit der neuen Pflasterung umgesetzt. Im 
Rahmen dieser Maßnahme wurden Leerrohre im Boden verlegt, um die Strom- und Wasserversorgung bei 
Heinerfest, Weihnachtsmarkt, Wochenmarkt zu erleichtern. Letztmals wurde im Frühjahr 1995 ein 
Stromzähler durch die HEAG im Auftrag eines Wochenmarkthändlers installiert. Die Installation weiterer 
Stromentnahmestellen im Marktkeller konnte danach nach Aussage der HEAG nicht mehr durchgeführt 
werden. 
 
Frage 10  
Plant der Magistrat, die Abschlüsse zu überarbeiten? 
 
Antwort: 
Der Magistrat hat bereits 2018 Haushaltsmittel zur Gesamtmaßnahme „Generalüberholung öffentliche 
WC Anlage/Marktkeller“ eingestellt. Diese schließt auch die Überprüfung der Stromanbindung mit ein. 
Der entsprechende Zeitplan zur Ausführung der Maßnahme ist in Vorbereitung.  
 
Frage 11  
Wären weitere Anschlüsse auf dem Marktplatz technisch möglich? 
 
Antwort: 
Wir gehen davon aus, dass im Rahmen der Gesamtmaßnahme weitere Anschlüsse technisch möglich sein 
sollten.

4
Frage 12  
Gedenkt der Magistrat, dem Beispiel anderer Städte folgend, die Marktordnung zu modifizieren, um auch 
Stände mit Speisen- und Getränkeangebot (Verzehrmöglichkeiten) zuzulassen? 
 
Antwort: 
Eine Bürgerbefragung zur bedarfsgerechten Erweiterung des Angebotes soll darüber Aufschluss geben, 
welche Elemente unbedingt auf dem Darmstädter Wochenmarkt vorhanden sein sollen. Nach den 
Erfahrungen der letzten Jahre und bereits vorliegenden Rückmeldungen gehen wir davon aus, dass die 
Schaffung von Verzehrmöglichkeiten ein wichtiger Punkt in einer zu verändernden Marktordnung ist. 
Dafür müssen die technischen Voraussetzungen wie Strom- und Wasseranschlüsse realisiert werden. 
 
Frage 13  
Gibt es Überlegungen, den Markt zu verlegen, etwa auf den neu sanierten Friedensplatz, oder den 
Karolinenplatz? 
 
Antwort: 
Der Magistrat sieht keinen Anlass, den traditionsreichen Wochenmarkt auf einen anderen Platz zu 
verlegen. Der Marktplatz ist seit 1330 Ort des Wochenmarktes. Die Zentralität des Ortes ist ein wichtiger 
Faktor für einen erfolgreichen Wochenmarkt. Dass die Infrastruktur zu erneuern ist, steht außer Frage, 
ein Ortswechsel ist nicht in der Überlegung. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch 
Oberbürgermeister 
 
 
 
 
Verteiler: 
Büro der Stadtverordnetenversammlung 
und Gremiendienste 
Pressestelle 
 zur Kenntnis 
   zur Veröffentlichung 
Darmstadt Marketing

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Punkt 27: Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 1. März 2019 betr. Darmstädter Wochenmarkt 
 (V-Nr. SV-2019/0017) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Beantwortung der Großen Anfrage 
zur Kenntnis.

Beratungsverlauf (1)

TOP 27

Orte (6)

  • Wilhelminenstraße 7a
  • Luisenplatz 5A
  • Marktplatz
  • Friedensplatz
  • Karolinenplatz
  • Herdweg 92

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2019/0017
Typ
Große Anfragen
Datum
04.03.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00