SV-2015/0008
Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 17. März 2015 betr. Osthang Mathildenhöhe
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Der Oberbürgermeister
Jochen Partsch
Postfach 11 10 61
64225 Darmstadt
SPD-Stadtverordnetenfraktion
Darmstadt
Wilhelminenstraße 7a
64283 Darmstadt
Der Oberbürgermeister
Jochen Partsch
Neues Rathaus am Luisenplatz
Luisenplatz 5a
64283 Darmstadt
Telefon: 06151 13-2201 - 04
Telefax: 06151 13-2205
Internet: http://www.darmstadt.de
E-Mail: oberbuergermeister@darmstadt.de
Datum:
08.06.2015
Große Anfrage „Osthang Mathildenhöhe“
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihre Große Anfrage vom 17.03.2015 beantworte ich wi e folgt:
Frage 1:
Was passiert mit den Aufbauten aus dem Projekt des Architektursommers 2014 auf dem
Osthang der Mathildenhöhe, insbesondere solchen, di e als Kinderspielplätze genutzt werden?
Antwort:
Das städtische Gelände auf dem Osthang der Mathilde nhöhe gehört zum Eigentum des Eigen-
betriebs Immobilienmanagement Darmstadt. Nach Absch luss des vom Verein Darmstädter
Architektursommer e. V. durchgeführten Festivals „O sthang Project“ hat das Immobilienmanage-
ment am 26.08.2014 die verbliebenen temporären Einr ichtungen und Installationen sowie deren
Bauunterhaltung und Pflege übernommen.
In diesem Zusammenhang fanden Begehungen am 16.09.2 014 und am 11.02.2015 statt. An
beiden Terminen konnte festgestellt werden, dass sä mtliche Bauten und Installationen in
einem guten Zustand sind und demensprechend weiter genutzt werden können.
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Frage 2:
Das Osthang-Projekt lief vom 07.07. bis zum 16.08.2 014 und versank dann in den „Winter-
schlaf“. Ist daran gedacht, die sogenannte „Mainhal l“ temporär wieder zu nutzen? Und wann
ja, wann und wie?
Antwort:
Die o.g. Prüfungen haben ergeben, dass die Gebäude und Installationen für eine temporäre
kulturelle Nutzung bis Ende 2015 geeignet sind.
Erklärtes Ziel des Osthang Project war es, die Disk ussion über eine zukünftige langfristige
Nutzung des Osthangs neu zu beleben. Die Impulse, d ie von den entsprechenden Diskussionen
ausgingen und die öffentliche Aufmerksamkeit die de r Osthang seitdem erfährt sollen aufge-
griffen werden, um das Interesse der Darmstädter Be völkerung weiterhin auf dieses, auch im
Kontext der Welterbe-Bewertung wichtige Gelände zu richten. Deshalb sind dort in den
Sommermonaten einzelne kulturelle Veranstaltungen z u unterschiedlichen Themen und in
unterschiedlichen Formaten geplant, die im Zusammen hang von Darmstadts Baugeschichte,
Architektur, Design, Film, Musik, Theater und Bilde nde Kunst stehen.
Frage 3:
Kann die „Mainhall“ im Rahmen des 25-jährigen Jubil äums des Museums Künstlerkolonie
im Mai 2015 genutzt werden, z. B. für eine weitere Veranstaltung „Weltkulturerbe werden“?
Antwort:
Auf Antrag des Darmstädter Architektursommer e. V., wurde mit Bescheid vom 10.06.2014 die
„Errichtung eines temporären Festivalzentrums für d as Osthang Project – Internationale
Sommerakademie und Festival für zukünftige Formen d es Zusammenlebens (07.07. bis 15.08.2014)“
eine Baugenehmigung erteilt. Die Genehmigung wurde – wie beantragt – hinsichtlich
der Geltungsdauer bis zum 15.08.2014 befristet.
Auf Antrag des Dezernates I, Projektleitung Entwick lung Mathildenhöhe, wurde am 19.08.2014
bezüglich des Gebäudes „Main-Hall“ eine Abweichungs genehmigung erteilt. Mit diesem Bescheid
wurde folgender Nutzungszweck zugelassen:
„Das Gebäude soll als öffentlicher Ort der Informat ion und Diskussion für städtische Veranstal-
tungen und von lokalen Akteuren (Institutionen, bür gerschaftliche Interessengruppen und Initiativen),
die sich mit der Mathildenhöhe auseinandersetzen, z ur Darstellung und Mitwirkung an den
Prozessen im Rahmen des Welterbeantragverfahrens un d der Entwicklung Mathildenhöhe (z. B.
für Ausstellungen, Vorträge, Bürgerwerkstätten) gen utzt werden.
Die Stabsstelle Projektleitung Entwicklung Mathilde nhöhe koordiniert die Planung der Veran-
staltungen. Während der Öffnungszeiten wird das Geb äude ehrenamtlich beaufsichtigt.“
Entsprechend dem Antrag wurde auch diese Genehmigun g mit einer Befristung (31.10.2015)
ausgestellt.
Vor diesem Hintergrund ist eine weitere Nutzung im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des
Museums Künstlerkolonie und für weitere Veranstaltu ngen „Welterbe werden“ geeignet.
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Frage 4:
Wer zeichnet sich für die Aufbauten auf dem Osthang nach Beendigung des Projektes
verantwortlich?
Frage 5:
Wer trägt für diese Aufbauten die Verkehrssicherung spflicht?
Antwort zu 4 und 5:
Die Verkehrssicherungspflicht für die Aufbauten und das Grundstück wird im Rahmen der
Betreiberverantwortung vom Eigenbetrieb Immobilienm anagement Darmstadt wahrgenommen.
Frage 6:
Gibt es Warnhinweise, dass das Betreten auf eigene Gefahr erfolgt?
Antwort:
Bei Ausübung der Verkehrssicherungspflicht sind War nhinweise entbehrlich.
Frage 7:
Wer trägt die Kosten für den ggf. erforderlichen Ab riss? Sollten diese Kosten nicht aus dem
Etat für das Osthangprojekt 2014 gedeckt sein? Wenn ja, sind hier noch Mittel vorhanden und
in welcher Höhe?
Antwort:
Die Aufbauten sind in das Anlagevermögen vom Eigenb etrieb Immobilienmanagement
Darmstadt übergegangen. Anfallende Kosten für Abbru charbeiten müssten vom Eigenbetrieb
Immobilienmanagement aufgebracht werden.
Frage 8:
Ist dem Magistrat bekannt, dass von dem Aufbau aus Autowrackteilen Gefahren durch
abstehende Metallteile und zersplitterte Fenstertei le ausgehen?
Antwort:
Im Rahmen der Bauunterhaltung werden auch am „Aufba u aus Autowrackteilen“ regelmäßige
Kontrollen durchgeführt und bei Bedarf Reparaturen veranlasst.
Frage 9:
Ist an eine temporäre Nutzung, insbesondere im Somm er, für Kinder auf dem Gelände
gedacht? Wenn ja, wer kann die Verantwortung überne hmen?
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Antwort:
Das Gelände ist, wie bisher, öffentlich zugänglich; die hiermit verbundene Versicherungspflicht
wird vom Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstad t wahrgenommen.
Frage 10:
Wie kann darüber hinaus der Osthang als temporärer Erlebnisort für Kinder erhalten werden?
Antwort:
Eine temporäre Nutzung des Osthangs allein als Erle bnisort für Kinder ist derzeit nicht vorgesehen.
Frage 11:
Wie bewertet der Magistrat die Idee einer temporäre n Nutzung als naturnahen Spielort bis
zum Start der endgültigen Bebauung? Welche Maßnahme n müssten dafür umgesetzt werden?
Antwort:
Für das Jahr 2015 (bis 31.10.) ist der Osthang als temporärer Kulturraum geplant. Eine
weitergehende temporäre Nutzung, ob als „naturnaher Spielort“ oder in anderer Funktion ist
derzeit nicht in Planung. Dementsprechend wurden au ch noch keine Verhandlungen mit
möglichen Nutzern geführt.
Während der Wintermonate 2015/2016 wird der Osthang aufgrund der Witterungsverhältnisse
nicht genutzt werden können. Eine Zwischennutzung a b Frühjahr 2016 wird wie in 2015
angestrebt wobei derzeit noch offen ist, welche Vor aussetzungen dann hierfür erfüllt werden müssen.
Frage 12:
Hat sich der Magistrat hier einmal mit dem BUND Dar mstadt z. B. mit der AG „Bespielbare
Stadt – Natur ganz nah“ in Verbindung gesetzt, um M öglichkeiten von „Spiel-Kultur-Gelände
(Park)“ für Kinder und Jugendliche und/oder auch Se nioren erlebbar zu machen? Könnten
andere Gruppierungen eine „temporäre“ Patenschaft d es Osthangs und evtl. verbleibender
Aufbauten übernehmen?
Antwort:
Die Zusammenarbeit mit dem BUND wurde vereinbarungs gemäß 2013 beendet. Das Projekt
stand nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem n achfolgenden Projekt „Osthang
Project“ von 2014. Dieses wiederum hat den Weg für eine zunächst temporär begrenzte
kulturelle Nutzung des Osthangs geebnet. Hieran knü pfen wir auch in 2015 wieder an. Eine
konzeptionelle Wiederholung als „Spiel-Kultur-Gelän de (Park)“ ist nicht vorgesehen, weshalb mit
dem BUND hierüber auch nicht erneut verhandelt wurd e, ebenso wenig mit „anderen Gruppie-
rungen“ für „temporäre Patenschaften“ außerhalb Dar mstädter Kultureinrichtungen.
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Frage 13:
Ist es in Zukunft gewünscht, dass die Arbeitsgruppe „Bespielbare Stadt – Natur ganz nah“
das Gelände wieder pachtet und eine Naturspielfläch e herstellt, wie sie bereits im Sommer
2013 dort vorhanden war?
Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 11.
Frage 14:
Wie wird von Seiten der Stadt mit dem zunehmenden V erkehr umgegangen?
Frage 15:
Wie wird von Seiten der Stadt mit dem ruhenden Verk ehr umgegangen? Mit welchen Maßnahmen
möchte der Magistrat den wachsenden Parkdruck auf d em Osthang herausnehmen?
Antwort zu 14 und 15:
Eine Zunahme des Autoverkehrs und damit einhergehen d eine Zunahme des Parkdrucks ist nicht
festzustellen. Diese Einschätzung wird auch fachlic h so gesehen. Allerdings besteht Planungs-
bedarf und Handlungsbedarf, die Verkehrssituation a uf der gesamten Mathildenhöhe besser zu
organisieren. Dies betrifft nicht nur den fließende n und ruhenden Pkw-Verkehr, sondern auch die
Erschließung durch Reisebusse, den ÖPNV, den Radver kehr und den Fußgängerverkehr. Im Rahmen
der Bewerbung für die Mathildenhöhe zum Weltkulture rbe wird ein Verkehrsgutachten erstellt,
das ein Konzept für die Abwicklung und Anforderunge n der Mobilität auf der Mathildenhöhe im
engen lokalen Bereich und im gesamtstädtischen Kont ext entwickeln wird.
Vorgesehen ist unabhängig von dem obengenannten Gut achten in einer zweiten Stufe auch die
Organisation einer sinnvollen Parkraumbewirtschaftu ng auf der Mathildenhöhe.
Mit freundlichen Grüßen
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
Verteiler
Büro der Stadtverordnetenversammlung
und Gremiendienste
Pressestelle
zur Kenntnis
zur Publikation
Dezernat III
Kulturamt
Kulturreferent Herr Dr. Hünnekens
SV-2015/0008
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Vorlage-Nr. SV-2015/0008 Große Anfrage der SPD-Fraktion vom 17. März 2015 betr. Osthang Mathildenhöhe SPD-STADTVERORDNETENFRAKTION DARMSTADT SPD-Stadtverordnetenfraktion Darmstadt Wilhelminenstr. 7a 64283 Darmstadt Fon: 06151 – 2 79 02 75 Fax: 06151 – 2 79 02 71 info@spdfraktion-da.de www.spdfraktion-da.de Sparkasse Darmstadt BLZ: 508 501 50 Konto: 8006377 Große Anfrage Osthang Mathildenhöhe Wir fragen den Magistrat: 1. Was passiert mit den Aufbauten aus dem Projekt des Architektursommers 2014 auf dem Osthang der Mathildenhöhe, insbesondere solchen, die als Kinderspielplätze genutzt werden? 2. Das Osthang-Projekt lief vom 07.07. bis zum 16.08.2014 und versank dann in den „Winterschlaf“. Ist daran gedacht, die sogenannte „Mainhall“ temporär wieder zu nutzen? Und wenn ja, wann und wie? 3. Kann die „Mainhall“ im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Museums Künstlerkolonie im Mai 2015 genutzt werden, z.B. für eine weitere Veranstaltung „Weltkulturerbe werden“? 4. Wer zeichnet sich für die Aufbauten auf dem Osthang nach Beendigung des Projektes verantwortlich? 5. Wer trägt für diese Aufbauten die Verkehrssicherungspflichten? 6. Gibt es Warnhinweise, dass das Betreten auf eigene Gefahr erfolgt? 7. Wer trägt die Kosten für den ggf. erforderlichen Abriss? Sollten diese Kosten nicht aus dem Etat für das Osthangprojekt 2014 gedeckt sein? Wenn ja, sind hier noch Mittel vorhanden und in welcher Höhe? 8. Ist dem Magistrat bekannt, dass von dem Aufbau aus Autowrackteilen Gefahren durch abstehende Metallteile und zersplitterte Fensterteile ausgehen? 2 9. Ist an eine temporäre Nutzung, insbesondere im Sommer, für Kinder auf dem Gelände gedacht? Wenn ja, wer kann die Verantwortung übernehmen? 10. Wie kann darüber hinaus der Osthang als temporärer Erlebnisort für Kinder erhalten werden? 11. Wie bewertet der Magistrat die Idee einer temporären Nutzung als naturnahen Spielort bis zum Start der endgültigen Bebauung? Welche Maßnahmen müssten dafür umgesetzt werden? 12. Hat sich der Magistrat hier einmal mit dem BUND Darmstadt z.B. mit der AG „Bespielbare Stadt – Natur ganz nah“ in Verbindung gesetzt, um Möglichkeiten von „Spiel-Kultur-Gelände (Park)“ für Kinder und Jugendliche und/ oder auch Senioren erlebbar zu machen? Könnten andere Gruppierungen eine „temporäre“ Patenschaft des Osthangs und evtl. verbleibender Aufbauten übernehmen? 13. Ist es in Zukunft gewünscht, dass die Arbeitsgruppe "Bespielbare Stadt – Natur ganz nah" das Gelände wieder pachtet und eine Naturspielfläche herstellt, wie sie bereits im Sommer 2013 dort vorhanden war? 14. Wie wird von Seiten der Stadt mit dem zunehmenden Verkehr umgegangen? 15. Wie wird von Seiten der Stadt mit dem ruhenden Verkehr umgegangen? Mit welchen Maßnahmen möchte der Magistrat den wachsenden Parkdruck auf dem Osthang herausnehmen? Darmstadt, 17. März 2015 Dagmar Metzger Hanno Benz Tim Huß (Fraktionsvorsitzender) (Stadtverordnete)
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2015/0008
- Typ
- Große Anfragen
- Datum
- 17.03.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00