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1452/2021

Solarkataster sowie Wärme- und Kältebedarfskataster

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 22.04.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 22.04.2021, TOP 1.1.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4441 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/V/7 
 
Vorlagen-Nummer 22.04.2021 
 1452/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 22.04.2021 
 
Solarkataster sowie Wärme- und Kältebedarfskataster 
Die Fraktion die Linke hat um Beantwortung folgender Fragen (AN/0800/2021) gebeten: 
 
Die Stadt Köln gab im März dieses Jahres eine Presse-Information zu folgendem Thema heraus:  
Koordinationsstelle Klimaschutz kooperiert mit TH Köln. 
(siehe: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/23042/index.html) 
 
Darin heißt es unter anderem: 
„Die Stadt Köln verfügt nun über ein vollwertiges Solarkataster sowie über ein Wärme- und Kältebe-
darfskataster, in dem jedes einzelne Gebäude im Stadtgebiet anhand von öffentlich zugänglichen 
Informationen der Liegenschaftskataster und der Baujahre energetisch bewertet wird.“ 
 
Nicht nur, weil DIE LINKE bereits im Dezember 2009 nach einem Solaratlas für Köln fragte und das 
Thema Photovoltaik immer wieder auf die Tagesordnung setzen lässt, sondern weil dies endlich eine 
Entwicklung in die richtige Richtung andeutet, finden wir dies sehr erfreulich und bitten, folgende Fra-
gen zu beantworten. 
 
1. Wo bzw. wie können das Solarkataster und das Wärme- und Kältekataster eingesehen werden? 
 
2. Wieviel Energie wird bereits jetzt in Köln über PV-Anlagen erzeugt und wieviel könnte in Köln 
theoretisch bei Ausschöpfung des gesamten Potentials erzeugt werden? 
 
3. Wie viele Gebäude in Köln stehen unter Denkmalschutz? Und welche Probleme gibt es bzw. was 
muss beachtet werden, um auch dort PV-Anlagen installieren zu können? 
 
Die Verwaltung antwortet hierzu: 
Zu 1) Wo bzw. wie können das Solarkataster und das Wärme- und Kältekataster eingesehen 
werden? 
Eine Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Köln befindet sich in Vorbereitung.  
Zu 2) Wieviel Energie wird bereits jetzt in Köln über PV-Anlagen erzeugt und wieviel könnte in 
Köln theoretisch bei Ausschöpfung des gesamten Potentials erzeugt werden? 
Laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) sind 
3.271 PV-Anlagen, mit einer installierten Leistung von 60 MW und einem jährlichen Stromertrag von 
53 GWh/a auf den Dächern von Köln installiert. Das LANUV schätzt den Ertrag auf 3,4 TWh/a und die 
Leistung auf 3,82 GWp.1 
                                                 
1 BACHTELER JOHANNES: energieatlas.nrw. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein -Westfalen 
(IT.NRW). Recklinghausen: Landesamt für Natur, Umw elt und Verbraucherschutz N ordrhein-Westfalen (LA-

2 
 
Der theoretisch maximale Stromertrag für ganz Köln liegt bei 4,2 TWh/a. Von diesem Ertrag könnten 
2,8 TWh/a ökonomisch sinnvoll genutzt werden. Die theoretisch maximal errechnete Leistung aus 
Photovoltaik beträgt 6,46 GWp. Davon wurden 3,56 GWp als nutzbar ermittelt. 
Zu 3) Wie viele Gebäude in Köln stehen unter Denkmalschutz? Und welche Probleme gibt es 
bzw. was muss beachtet werden, um auch dort PV-Anlagen installieren zu können? 
In Köln stehen ca. 7.500 Gebäude unter Denkmalschutz. PV Anlagen werden nicht pauschal auf 
Denkmälern abgelehnt. Es ist immer eine Einzelfallüberprüfung bzw. Einzelfallentscheidung. Nach 
wie vor sind spiegelnde Solar-Paneele auf Ziegeldächern in der Regel nicht erlaubnisfähig, da sie den 
Eindruck des Hauses stark negativ beeinflussen. Allerdings entwickelt sich in den letzten Jahren das 
Aussehen und die Technik der Solaranlagen deutlich positiv weiter. So konnte z. B. auf dem großen 
Flachdach des denkmalgeschützten Flugzeug-Hangars des Butzweiler Hofs eine dünne Solarfolie 
geplant werden, die das Erscheinungsbild des Denkmals nicht wesentlich stört und somit kurz vor der 
Ausführung steht. 
Generell muss man festhalten, dass der Denkmal-Bestand in Deutschland nur ca. 2,5 % vom 
gesamten Gebäudebestand ausmacht, insofern sollte man im Hinblick auf eine Effizienz von 
Solaranlagen zunächst die energetische Ertüchtigung dieser 97,5 % in den Focus nehmen. Nach wie 
vor sollten die Denkmäler ein schützenswertes Kulturgut bleiben. 
 
 
Gez. Dr. Rau 
                                                                                                                                                                       
NUV). URL https://www.energieatlas.nrw.de/site/werkzeuge/planungsrechner  Überprüfungsdatum 
2020

Beratungsverlauf (1)

22.04.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1452/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
22.04.2021
Erstellt
16.04.2021 15:19