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Tätigkeitsbericht des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik 2017

Mitteilung Ausschuss 2933/2018 vom 06.09.2018

Stand: Am 13.11.2018 in der Bezirksvertretung 7 (Porz) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/660/1 Vorlagen-Nummer 06.09.2018 2933/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 11.09.2018 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 13.09.2018 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 13.09.2018 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 17.09.2018 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 17.09.2018 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 17.09.2018 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 20.09.2018 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 24.09.2018 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 05.11.2018 Bezirksvertretung 7 (Porz) 13.11.2018 Tätigkeitsbericht des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik 2017 Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik (jetzt: Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und Amt für Verkehrsmanagement) hat für das zurückliegende Jahr 2017 einen Tätigkeitsbericht erstellt. Die- ser gibt auf rund 70 Seiten einen informativen Einblick in das umfangreiche Aufgabenspektrum sowie über beispielhaft ausgewählte Arbeitsschwerpunkte des letzten Jahres. Der Tätigkeitsbericht wird zur Sitzung verteilt. Gez. Blome
  • Anlage 1 - Tätigkeitsbericht 2017

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    Tätigkeitsbericht 2017 Amt für Straßen und Verkehrstechnik Herausgeber: Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Verantwortlich: Heribert Krichel (Abteilung Zentrale Aufgaben) Redaktion/Layout: Franziska Blom, Tobias Kolf, Heidrun Langhans, Michaela Neumann, Anja Weiß © Titelfoto: fotolia Druck: Digitaldruck Kriewett Köln Köln, im September 2018 „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Antoine de Saint-Exupéry Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, unser Amt steht vor großen Herausforderungen. Für unsere täg- liche Arbeit sind die Anforderungen einer umweltbewussten und nachhaltigen und heute wie morgen funktionierenden Mobilität bedeutender als je zuvor. Mit großer Entschlossenheit arbeiten wir an einer zukunftsfähigen Verkehrsentwicklung. Die Auswei- tung von ÖPNV -Angeboten, der konsequente Ausbau einer s i- cheren und funktionierenden Fahrradinfrastruktur sowie die Fö r- derung von Car -Sharing-Angeboten und E -Mobilität sind nur einige Instrumente, die wir dazu nutzen. Gerade in diesen Bereichen haben wir in 2017 vieles geschafft: Wir haben erste Maßnahmen des Radverkehrskonzeptes Innen- stadt umgesetzt . Eine Maßnahme mit Symbolchara kter wurde beispielsweise auf der Ulrichgasse realisiert, wo wir erstmals in Köln eine Fahrspur für den Autoverkehr in einen Radfahrstreifen umgewandelt haben. Wir konnten den 3. Nahverkehrsplan Köln fertigstellen. Car- und Bike-Sharing-Angebote wurden ausgebaut. Erste Schritte sind getan, doch viele weitere müssen folgen. Wichtig ist, dass wir Lösungen finden, die sowohl heute als auch in den kommenden Jahrzehnten funktionieren. Zudem haben wir im vergangenen Jahr die in weiten Teilen in die Jahre gekommene Ve r- kehrsinfrastruktur mit Hochdruck wieder ein Stück weit mehr auf Kurs gebracht. Dass bei den vielen Baustellen in der Stadt der Verkehr dennoch fließen kann, erfordert ein kluges Baustellenmanagement und die enge Abstimmung mit unseren internen und externen Par t- nern auf lokaler und überregionaler Ebene. Dass wir uns in diesen Bereichen auf einem g u- ten Weg befinden, hat uns die Industrie- und Handelskammer zu Köln in einer im März 2017 veröffentlichten Studie „Potentiale des Baustellenmanagements im Bezirk der IHK Köln “ be- scheinigt. In den kommenden Jahren muss eine der zentralen Verkehrsachsen unserer Stadt, die von der Deutzer Brücke über den Heumarkt, Neumarkt und Rudolfplatz zum Melatenfriedhof führt, zukunftsfähig gestaltet werden . Wir haben in einem ersten Termin im November Ver- treterinnen und Vertretern von Verbänden, Vereinen, Interessengemeinschaften, Haupta n- liegern sowie der Politik die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung vorgestellt und diskutiert. Diese Stakeholder-Veranstaltung war der inoffizielle Startschuss zur Bürge r- beteiligung „Umgestaltung der Ost-West-Achse“, die uns in 2018 in besonderer Weise b e- schäftigen wird. Die wachsenden Anforderungen an eine zukunftsfähige Mobilität machen auch organisatori- sche Veränderungen notwendig, die in 2017 eingeleitet wurden: Das neu eingerichtete D e- zernat für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur mit unserer Beigeordneten Andrea Blome trägt der großen Bedeutung unserer Arbeit für die Entwicklung der Stadt Rechnung. Mit der Bün- delung von Aufgaben in zwei Ämtern - Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und Amt für Verkehrsmanagement - sind wir seit April 2018 für die Bewältigung der künftigen Herausfo r- derungen gut aufgestellt. Vieles haben wir im vergangenen Jahr angepackt und umgesetzt. Der Tätigkeitsbericht gibt einen kleinen Überblick in unsere Arbeit. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit der Lektüre. Klaus Harzendorf Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik Inhaltsverzeichnis 1. Zentrale Aufgaben ................................................................................................ 5 1.1 Personal ................................ ................................ ................................ ...................... 5 1.2 Finanzen ................................ ................................ ................................ ...................... 5 1.3 Zentrales Projektmanagement ................................ ................................ ..................... 7 1.4 Vergaben ................................ ................................ ................................ ..................... 7 1.5 Verkehrssicherheitsarbeit ................................ ................................ ............................. 8 1.6 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ................................ ................................ ................13 1.7 Öffentliche Beleuchtung ................................ ................................ .............................. 15 1.8 Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen (BV) ................................ .....................16 2. Planung ............................................................................................................... 17 2.1 Innenstadt ................................ ................................ ................................ ...................17 2.2 Rodenkirchen ................................ ................................ ................................ ..............18 2.3 Lindenthal ................................ ................................ ................................ ...................19 2.4 Ehrenfeld ................................ ................................ ................................ ....................20 2.5 Nippes ................................ ................................ ................................ ........................21 2.6 Chorweiler................................ ................................ ................................ ...................23 2.7 Porz ................................ ................................ ................................ ............................25 2.8 Kalk................................ ................................ ................................ .............................26 2.9 Mülheim ................................ ................................ ................................ ......................28 2.10 Parkraumkonzepte ................................ ................................ ................................ ....29 2.11 Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen .............................. 32 2.12 Radverkehr ................................ ................................ ................................ ...............34 2.13 Verkehrsplanung ................................ ................................ ................................ .......38 3. Bau und Unterhaltung ........................................................................................ 40 3.1 Innenstadt ................................ ................................ ................................ ...................40 3.2 Rodenkirchen ................................ ................................ ................................ ..............41 3.3 Lindenthal ................................ ................................ ................................ ...................42 3.4 Ehrenfeld ................................ ................................ ................................ ....................43 3.5 Nippes ................................ ................................ ................................ ........................44 3.6 Chorweiler................................ ................................ ................................ ...................45 3.7 Porz ................................ ................................ ................................ ............................46 3.8 Kalk................................ ................................ ................................ .............................47 3.9 Mülheim ................................ ................................ ................................ ......................48 3.10 Aufgrabungskontrollmanagement ................................ ................................ .............49 3.11 Bauhof ................................ ................................ ................................ ......................50 3.12 Grundsatzangelegenheiten ................................ ................................ .......................53 4. Verkehrsmanagement ........................................................................................ 55 4.1 Planung und Ausführung von Ampelanlagen ................................ .............................. 55 4.2 Baustellen und Container ................................ ................................ ............................59 4.3 Baustellenmanagement ................................ ................................ .............................. 59 4.4 Parkraumbetriebsservice ................................ ................................ ............................62 4.5 Verkehrserhebungen ................................ ................................ ................................ ..62 4.6 Wegweisung ................................ ................................ ................................ ...............63 4.7 Stabsstelle Gesamtverkehrsentwicklungsplanung und Nahverkehr ............................67 Wichtige Telefonnummern ..................................................................................... 68 5 1. Zentrale Aufgaben 1.1 Personal Im Amt für Straßen und Verkehrstechnik waren insgesamt 376 Stellen von 397 (Vorjahr: 370) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt. Von diesen 376 Stellen entfallen 15 Technikerstel- len und 94,5 Arbeiterstellen auf den Bauhof, 3 6,5 Techniker- und Ingenieurstellen auf die Unterhaltungsbezirke, 77 Stellen auf die Planung. 87 Stellen sind der Abteilung Verkehrsma- nagement zugeordnet. Davon ist rund ein Drittel in die Planung und Unterhaltung von Lich t- signalanlagen eingebunden. Rund 14 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich in einer Teilzeitbeschäftigung. Insgesamt wurden 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als externe Bewerber eingestellt (Vor- jahr 15). Weitere 39 Personen wurden von anderen Bereichen der Stadtverwaltung auf Ste l- len beim Amt für Straßen und Verkehrstechnik umgesetzt. 1.2 Finanzen Das Gesamt-Anlagevermögen des Amtes beläuft sich im Dezember 2017 auf rund 724 Milli- onen Euro. Hiervon entfallen einschließlich der im Bau befindlichen Anlagen r und 719 Millio- nen Euro auf das Straßenvermögen. Konsumtive Aufwendungen für Betrieb und Unterhaltung im Jahr 2017 zum Buchungsstand 31.12.2017 Öffentl. Beleuchtung 11.303.308 € Wartung Verkehrsflächen 13.982.600 € Lichtsignalanlagen 5.937.800 € Reinigung und Winterdienst 1.720.600 € Parkschein- automaten 974.900 € Sonstiges 561.500 € Beseitigung Unfallschäden 270.100 € Verkehrsleitzentrale und -einrichtungen 223.600 € 6 Investive Auszahlungen im Jahr 2017 zum Buchungsstand 31.12.2017 Entwicklung der investiven Mittelbindungen und Abflüsse in den Jahren 2012 bis 2017 Neu- und Umbaumaßnahmen 9.885.944 € General- instandsetzungen 8.828.582 € Parkraum- bewirtschaftung 1.123.037 € Erschließung 3.287.594 € Verkehrstechnik 6.137.631 € Beschaffungen 1.031.433 € 24,2 € 22,3 € 26,5 € 22,0 € 31,8 € 33,0 € 16,0 € 24,5 € 25,9 € 27,7 € 26,8 € 30,3 € 40,2 € 46,8 € 52,4 € 49,7 € 58,6 € 63,3 € €0 €10 €20 €30 €40 €50 €60 €70 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Millionen bestehende Mittelbindungen per 31.12. jährlicher Mittelabfluss 7 1.3 Zentrales Projektmanagement Auf der Grundlage der Erfahrungen und Optimierungsbedarfe aus dem angelaufenen Echt- betrieb wird die Multiprojektmana gement-Software „MaViS“ kontinuierlich weiter entwickelt, um so den amtsspezifischen Anforderungen gerecht werden zu können. So wurde im letzten Jahr eine durch das Programm erzeugte Darstellung aller Projekte mit ihren wichtigen Ec k- daten entwickelt. 1.4 Vergaben 0 2.500.000 5.000.000 7.500.000 10.000.000 12.500.000 15.000.000 17.500.000 20.000.000 22.500.000 25.000.000 27.500.000 30.000.000 32.500.000 35.000.000 37.500.000 40.000.000 42.500.000 45.000.000 Auftragsvergabe 2016/2017 im Überblick Auftragsvergabe 2016 in EUR (gesamt) Auftragsvergabe 2017 in EUR (gesamt) 36,7% 22,9% 8,8% 7,4% 1,9% 11,9% 10,4% Alle Summen in 2016 auf einen Blick Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben freihändige Vergaben Angebotbeiziehung Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben Auf-/ Abgebotsverfahren 40,7% 18,5% 3,4% 6,5% 3,0% 13,0% 15% Alle Summen in 2017 auf einen Blick Öffentliche Vergaben beschränkte Vergaben freihändige Vergaben Angebotbeiziehung Einzelaufträge nach ARRIBA Bestellzettel-Vergaben Auf-/ Abgebotsverfahren 8 Die Ampelmännchen im Einsatz 1.5 Verkehrssicherheitsarbeit „Alles im grünen Bereich“ – Kostenlose Fahrrad-Prüfaktion im Rheinpark Bei zwei Fahrradchecks hatten die Rad fahrenden Kölnerinnen und Kölner wider Gelegenheit, ihre Fahrräder kostenlos überprüfen zu lassen. Fahr- radmonteure der Firma 180°führten diesen im Au f- trag des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik an zwei Sonntagen im Se ptember durch. Kleine fes t- gestellte Mängel wurden gleich vor Ort repariert. Bereits beim ersten Termin wurden rund 100 Fah r- räder überprüft. Die Resonanz der Bürgerinnen und Bürger auf die Aktion war äußerst positiv. Erstmalig fanden in diesem Jahr auch weitere a n- lassbezogene Überprüfungen statt, so auf dem Frühlingsfest der Werkstatt 180° im März sowie auf dem „Tag der Drogentoten“ im Juli. „Köln steht bei Rot“ Seit 2014 sind die lebendig gewordenen Ampelsignale, die roten und grünen Ampelpant omime, in Köln aktiv. Im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion „Köln steht bei Rot“ applaudieren sie Fußgängern, die bei Grün die Fahrbahn überqueren und h alten „Rotgänger“ mit deutlichen Gesten an. Zweimal waren die Ampelmännchen als Motiv einer großflächigen Plakatierung zu sehen. Die Kampagne „Köln steht bei Rot“ ist ein Ergebnis der Zusamme narbeit von Stadt Köln, KVB und Polizei Köln im Arbeitsk reis „Sicher- heit im Straßenverkehr“. „Ich verpfeif‘ dich!“ Mit Kindern der Grundschule Mommsenstraße wurde im 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 22 36 68 18 115 346 234 1716 10 22 34 34 54 360 218 1730 Alle Vergaben in 2016/2017 im Vergleich Vergaben 2016 Vergaben 2017 Monteure prüfen Fahrräder im Rheinpark 9 Oktober eine weitere Aktion zur Förderung der Beachtung von Ampeln durchgeführt. Im Rahmen der Kampagne „Ich verpfeif‘ dich!“ beobachte ten die Schülerinnen und Schüler das Verhalten von Fußgängerinnen und Fußgängern in signalisierten Bereichen. Belohnt wurden Menschen, die die Straße beim Grünsignal quer en, Rotläufer wurden von den Kindern mit- tels Trillerpfeife „verpfiffen“. Die Ertappten wurden aufgeklärt, Erwachsene deutlich auf ihre Rolle als Vorbilder im Straßenverkehr hingewiesen. Verkehrssicherheitsaktion für Flüchtlinge Viele Flüchtlinge sind mit den Gegebenheiten des Großstadtverkehrs nicht vertraut, wodurch gefährliche Situationen entstehen können. Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Integration sind deshalb geboten. Nach erfolgreichen Schulungen in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften stellten die Vertre- terinnen und Vertreter des Arbeitskreises Sicherheit im Straßenverkehr fest, dass es schwie- rig ist, das Thema für die Menschen ansprechend zu gestalten und eine Gesprächsbasis zu schaffen. Deshalb wurde ein neuer Weg beschritten: Mitarbeiter der RheinFlanke gGmbH, die rege l- mäßig in den Flüchtlingsheimen Sport- und Spielveranstaltungen durchführen, wurden durch die Polizei als Multiplikatoren ausgebildet. Die RheinFlanke als Träger der Jugendhilfe legt in ihren Handlungsansätzen einen besonderen Fokus auf junge Menschen, die einen vermi n- derten Zugang zu Bildung und Ausbildung und damit auch zu gesellschaftlicher Teilhabe aufweisen. Um die Potenziale sozial benachteiligter Jugendlicher herauszuarbeiten und zu fördern, bietet die RheinFlanke bedarfsgerechte, flexible, Kompetenzen fördernde und Re s- sourcen stärkende Projekte im Sozialraum an. Erfahrene Vertreter der Rheinflanke, vermittelten im 14tägigen Rhythmus Verkehrskenntni s- se an die Kinder in den Flüchtlingsheimen. Die se Aktion wurde „Safewalkers“ genannt und gerne angenommen. „Safewalkers“ spricht Kinder ab dem Grundschulalte r sowie Jugendl i- che und junge Erwachsene mit Fluchterfahrung an, die mit den alltäglichen Gefahren im Straßenverkehr konfrontiert werden. Durch gezielten Verkehrsunterricht soll es der Zielgrup- pe gelingen, sich sicher durch den Straßenverkehr zu bewegen un d die wichtigsten Ve r- kehrsregeln zu kennen. Verkehrssicherheitsaktion „Sicheres Radfahren für Seniorinnen und Senioren“ Zum festen Verkehrssicherheitsrepertoire gehören die kostenlosen Fahrradkurse für Seniorinnen und Senioren . Zwei Schulun- gen fanden im Frühsommer in der J u- gendverkehrsschule Köln -Nippes statt. Hier frischten Seniorinnen und Senioren ihre Fahrradfertigkeiten in einem Training wieder auf, angeleitet durch eine zertifizier- te Radfahrlehrerin. Vor den Kursen wurden die Fahrräder durch Monteure der Fah r- radwerkstatt 180° überprü ft. Abschließend wurde mit einer Fahrt ins „Grüne“, der Übergang in den al ltäglichen Verkehr ei n- geleitet. Fahrrad-Stadtmeisterschaften der Schulen Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik unterstützte wieder die „Stadtmei sterschaften“, eine Aktion des Arbeitskreises „Verkehrserziehung“. Bei diesen Wettkämpfen treten Radfah- rer der weiterführenden Schulen auf einem Parcours gegeneinander an. Durch dieses Tra i- ning werden die Fähigkeit im Radfahren sowie die generelle Mobilitä t der Schulkinder geför- Seniorin beim Fahrradtraining 10 dert. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik unterstützt diesen Wettkampf personell und finanziell. Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ an Kölner Grundschulen Oftmals sind sich Radfahrer innen und Radfahrer, Fußgängerinnen und Fußgänger oder Inli- ne-Skaterinnen und -Skater der Gefahr nicht bewusst, wenn neben ihnen fahrende Kraftfahr- zeuge nach rechts einbiegen und die „schwachen“ Verkehrsteilnehmer im „Toten Winkel“ nicht wahrnehmen. In Köln ereignen sich immer wieder tragische Unfälle im Zusammenhang mit diesem optischen Phänomen; an vielen Ecken erinnern Kreuze und Blumen an veru n- glückte Fußgänger und Radfahrer. Um insbesondere die Schulkinder ausdrück- lich auf diese Gefahrensituation aufmerksam zu machen, entwickelte der Arbei tskreis „Si- cherheit im Straßenverkehr die Verkehrss i- cherheitsaktion „Toter Winkel“. Dabei wird Grundschulkindern nach einer kurzen A n- moderation im Klassenzimmer das Ausmaß des Toten Winkels anhand eines auf dem Schulhof abgestel lten Lastkraftwagens de- monstriert und das richtige Verhalten in di e- ser Verkehrssituation besprochen. Im März fand auf dem Gelände der Ren n- bahn Köln die Auftaktaktion mit verschiede- nen Grundschulen statt. Mit dieser öffentlichen Vorführung der Aktion wurde ein großes Me- dieninteresse erreicht. Der WDR berichtete ausführlich in einem Fernsehbeitrag . Rund 240 Schulklassen beteiligten sich bis Juni an der Aktion „Toter Winkel“. Rekordbeteiligung! Kölner Fahrradquiz – eine Kampagne für alle Kölnerinnen und Kölner und die Kölner Schulen Alle Kölnerinnen und Kölner waren ab April wieder dazu eingeladen, sich am Kölner Fah r- radquiz zu beteiligen. Mit zehn Fragen wurden wichtige Verkehrsregeln für Fahrradfahrer geprüft. Richtige Lösungen gelangten in eine Verlosung, bei der es attraktive Preise zu g e- winnen gab. Drei Schulklassen konnten mit Geldpreisen von 100 bis 300 Euro ihr Klasse n- kasse versilbern. Quizteilnehmer, die das Rätsel online lösten, erhiel- ten ein Email-Feedback und hatten so die Möglic h- keit, eventuelle Fehler zu überdenken. Die Be teili- gung lag bei 1700 Pers o- nen. Zehn Schulen mit 36 Klassen bewarben sich um die ausgelobten Geldpre i- se. Auf der Preisverleihung im Stadthaus Deutz, kurz vor den Sommerferien , wurde den Gewinner- Schulklassen zusätzlich ein Zoobesuch spendiert. Gewinnerinnen und Gewinner des Kölner Fahrradquiz bei der Preisübergabe Toter-Winkel-Auftaktaktion 11 Verkehrssicherheitsaktionen zum Schuljahresbeginn: Elternbefragung Als regelmäßige Verkehrssicherheitsaktion, des Arbeitskreises „Sicherheit im Straßenve r- kehr“ wird am Einschulungstag der Erst klässler an einzelnen Schulen in allen Kölner Stad t- bezirken eine Elternbefragung zum Thema „Sicherer Schulweg“ durchgeführt. Dabei geht es um die Sicherheit auf dem Schulweg der Kinder. Aufgrund der Hinweise aus dem Elternkreis erfolgt im Anschluss eine gründliche Überprü- fung der Schulwege und der geschilderten örtlichen Situationen. Bei erkennbaren Gefahren werden Maßnahmen, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf dem Schulweg der Kinder , schnellstmöglich umgesetzt. Eltern werden im Gespräch daran erinnert, wie notwendig es ist, den Schulweg gemeinsam mit ihrem Kind zu proben und den sichersten Weg zu nutzen. Verkehrssicherheitsaktionen zum Schuljahresbeginn: Plakatkampagne Seit Jahren wirbt die Stadt Köln zum Start des neuen Schuljahres mit dem Plakat „ Aufge- passt! Wir sind wieder unterwegs“ um besondere Aufmerksamkeit für die neu eingeschulten Kinder. Das über Jahre beliebte Motiv wurde erneuert. Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wurden mit diesem neuen Plakat erstmalig nach den Sommerfer ien auf die besondere Situation der Schulanfänger innen und Schulanfänger aufmerksam gemacht und um besondere Aufmerksamkeit gebeten. Die Fi- nanzierung des Plakataushangs erfolgte mit de r freundlichen Unterstützung durch das Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Aufgepasst! Wir sind wieder unterwegs!" - Neues Plakatmotiv zum Schulstart Aufstellung von Geschwindigkeitsmessanlagen Tempoverstöße in der Umgebung von Schulen führen immer wieder zu gefährlichen Situat i- onen. Damit die Akzeptanz der Ges chwindigkeitsbeschränkungen vor Schulen erhöht wird, wurden zum Schulstart an zehn Tagen vor insgesamt neun Schulen Messanlagen installiert, die die Geschwindigkeiten vorbeifahrender Fahrzeuge ermittelten. Die gefahrene Geschwi n- digkeit wurde dem Fahrer dabei mittels einer LED-Anzeige unmittelbar angezeigt. Die Anzei- ge diente ausschließlich dazu, den Fahrer im Fall des Verstoßes auf sein zu hohes Tempo aufmerksam zu machen und ihn auf diese Weise zu sensibilisieren. 12 Die Anlagen wurden in der Nähe der folgenden Schulen installiert: Gemeinschaftsgrundschu- le (GGS) Zwirnerstraße (Altstadt Süd); GGS Godorfer Straße (Immendorf); GGS Breslauer Straße (Weiden); GGS Nußbaumerstraße (Neuehrenfeld); GGS Neusser Straße (Weidenp e- sch); GGS Merianstraße (Chorweiler); GGS H umboldtstraße (Porz); GGS Europaring (Ne u- brück) und GGS/Katholische Grundschule Alte Wipperfürther Straße (Mülheim). Alle Verkehrssicherheitsaktionen wurden aus Fördermitteln des Landes und aus Eigenmitteln der Stadt Köln finanziert. Unfallkommission und Landesunfallkommission Die Einrichtung und Arbeit der Unfallkommission beruht auf dem Gemeinsamen Runderlass des Innenministeriums und des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen. Aufgabe der Unfallkommission ist es, Unfallhäufungsstellen zu bewerten und zu beseitigen. Unfallkommissionen sind laut Erlass durch die Straßenverkehrsbehörden einzurichten. Mi t- glieder sind Straßenbau -, Straßenverkehrsbehörde und die Polizei. In Köln sind daher die Polizei Köln und das Amt für Straßen und Verkehrstechnik als ständige Vertreter an der U n- fallkommission beteiligt. Die Bezirksregierung Köln als zuständige Aufsichtsbehörde nimmt nach Möglichkeit ebenfalls an den Sitzungen der Unfallkommission teil. Bei Bedarf können weitere I nstitutionen oder beteiligte Verbände ( beispielsweise Kölner Verkehrs -Betriebe, Verkehrsverbände) zu Sitzungen eingeladen werden. Unfallauffällige Kreuzungen werden durch die Polizei nach einem im Runderlass vorg e- schriebenen Schlüssel als Unfallhäufungsstellen identifiziert und der Stadt Köln als Straße n- verkehrsbehörde gemeldet. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik sammelt die Meldu n- gen und lädt zeitnah zu einer Unfallkommissionssitzung ein. Die findet in Köln aufgrund der recht hohen Verkehrsbelastung ungefähr alle sechs Wochen statt. Im Rahmen der Sitzung werden die Unfallhäufungsstellen – die vorher durch die Beteiligten besichtigt wurden – im Hinblick auf Optimierungsmöglichkeiten diskutiert und es werden geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Unfälle beschlossen. Bei Bedarf werden entsprechende Örtlichkeiten auch in einem gemeinsamen Ortstermin der Unfallkommission besichtigt. Nach Festlegung der Beschlüsse sind die beteiligten Behörden daran gebunden und zu einer zeitnahen Umse t- zung der Maßnahmen v erpflichtet. 2017 wurden fünf Sitzungen der Unfallkommission abg e- halten und rund 50 Unfallhäufungsstellen besprochen und bearbeitet. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik nimmt als Straßenverkehrsbehörde bei Bedarf zusätzlich an den Sitzungen der Landesu nfallkommission teil, die als übergeordnetes Gr e- mium beratend und unterstützend auf die Unfallkommissionen im Land Nordrhein -Westfalen einwirkt. 13 1.6 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit In zahlreichen Terminen vor Ort, in Pressekonferenzen und in Wort und B ild über die Med i- en, wurde die Öffentlichkeit ausführlich über die wichtigsten Verkehrsthemen informiert. Ne- ben den regelmäßig wiederkehrenden Presseterminen zu den Ferienbaustellen, Großbau- vorhaben in Köln und der Region sowie zum Weihnachtsverkehr fand auch das Thema Car- sharing im Hinblick auf den angestrebten Mobilitätswandel in Köln ein breites Medieninteres- se. Eine wichtige Maßnahme zur Förderung des Radve r- kehrs und damit zur konkreten Stärkung alternativer Verkehrsmittel war der Umbau der Ulrichgasse mit der Anlage je eines separaten Radfahrstreifens pro Fahr t- richtung. Die feierliche Freigabe dieser neuen komfo r- tablen Wegeverbindung für den Radverkehr hat Frau Oberbürgermeisterin Reker persönlich auf der Ulric h- gasse vorgenommen. Mittels einer breit an gelegten Informationskampagne wurden wieder viele Menschen mobilisiert, persönlich für den Klimaschutz und die Gesundheitsvorsorge in die Pedale zu treten. So nahmen zahlreiche Bürgeri n- nen und Bürger wie Kolleginnen und Kollegen am bun- desweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ oder beim städt i- schen Wettbewerb „Radeln Sie sich fit zur Arbeit“ teil. Der Umbau der Maastrichter Straße wurde im Rahmen des Mode - und Designfestivals „Le Bloc“ gefeiert. Viele Geschäfts leute im Belgischen Viertel lob en die breiten Gehwege, die aus der Maastrichter Straße zwischen Ring und Brüsseler Platz eine Flaniermeile haben werden lassen. Im Rahmen eines Bürgerfestes wurde der neu ge- staltete Chlodwigplatz gefeiert. Bereits im Rahmen der Umbauplanung wurde die Öffentlichkeit an dem Gestaltungsprozess beteiligt. Auf zahlreichen Te r- minen mit dem „Gremium Chlodwigplatz" kamen die Interessen und Hinweise der Anliegerinnen und Anlieger zur Sprache. So konnten die Wünsche nach Rundbänken, eine Pflasterung in gebundener Bauweise und der Einbau von Versorgungsa n- schlüssen für Märkte und Veranstaltungen auf dem Platz berücksichtigt werden. In Begleitung der e n- gagierten Öffentlichkeit wurde der Platz in eine attraktive Fußgängerzone umgewandelt. Auf einem Pressetermin wurden im März die Schaufeln zum ersten Spatenstich am Kurt -Hackenberg-Platz angesetzt. Im Zusammenhang mit dem Nord -Süd Stadtbahnbau war der Kurt -Hackenberg-Platz über eine lange Zeit eine rein funktionale Baustellenfläche. Als B estandteil des städtebaulichen Masterplans I n- nenstadt und Teilprojekt der „Via Culturalis“ wird der Platz in einen qualitativ hochwertigen A ufenthaltsraum umgestaltet, der, unter anderem mit einem Trinkwa s- serbrunnen und Sitzgelegenheiten, zum Flanieren und Verweilen einlädt. Freigabe des neu gestalteten Chlodwigpla t- zes mit OB Henriette Reker Spatenstich Kurt-Hackenberg-Platz, u. a. mit Beigeordneter Andrea Blome Radfahrstreifen auf der Ulrichgasse: Pressetermin mit OB Henriette Reker 14 Seit Einrichtung des Baustellen managements werden alle Baumaßnahmen, die Auswirku n- gen auf den Verkehr im „mobilitätsrelevanten Straßennetz“ haben, pressewirksam aufbere i- tet. Auch kleinere Arbeitsstellen werden dabei berücksichtigt, da auch sie zu größeren Au s- wirkungen im immer stärker b elasteten Straßenverkehr führen können. Im Betrachtungszei t- raum wurden über 350 Pressemitteilungen herausgegeben, die sich auf Straßenbaustellen inklusive Signalisierungs- und Beschilderungsmaßnahmen, bauvorbereitende Arbeiten, Ma r- kierung, Informationen zu m Parken sowie Maßnahmen im Radverkehr bezogen. Im Vorjahr waren es - zum Vergleich - rund 270 herausgegebene Pressemeldungen. Ein besonderes Projekt, das die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit seit Herbst in hohem Maße beschäftigt, ist eine Bürgerbeteilig ung zur künftigen Umgestaltung der Ost -West-Achse. Die Ost-West-Achse führt von der Deutzer Brücke über den Heumarkt, Neumarkt und Rudol f- platz zum Melatenfriedhof. Auf ihr sind unter anderem die Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 unte r- wegs, die schon heute an der Auslas- tungsgrenze angelangt sind. Ge meinsam mit der KVB möchte die Stadt Köln die Ost-West-Achse fit für die Zukunft machen und städtebaulich u mgestalten, so dass vor allem die großen Plätze Heumarkt, Neumarkt und Rudolfplatz an Au fenthalts- qualität gewinne n. Verkehrstechnisch soll die Strecke für Langzüge ertüchtig t we r- den, damit sie auch für künftige Generat i- onen noch leistungsfähig ist. Für den Ausbau der Stadtbahn gibt es fünf ver- schiedene Varianten, die im Rahmen e i- ner Bürgerbeteiligung ergebnisoffen disku- tiert werden sollen. Am 28. November 2017 wurde der erste Schritt zur Beteiligung der Stadtgesellschaft getan und ein sogenannter „ Stakeholderkreis“ ins Wallraf-Richartz-Museum eingeladen. Dort wu r- den den von der Umgestaltung besonders betroffenen Verbänden, Vereinen, Interesseng e- meinschaften und Hauptanliegern sowie der Politik die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung vorgestellt. In einem zweiten Schritt gab es Gelegenheit, sich an Theme n- tischen im Dialog mit den Expertinnen und Experten detailliert über die Vorschläge zu info r- mieren, Fragen zu stellen und erste Anregungen zu geben. Stakeholder-Veranstaltung Ost-West-Achse 15 1.7 Öffentliche Beleuchtung Das Aufgabengebiet „Öffentliche Beleuchtung“ ist d ie zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger und die Verwaltung in allen Angelegenheiten, der Beleuchtung im öffentlichen Straßenland. Die zur Verfügung stehenden Wege der Informationsweitergabe – Internetpor- tal „Sag ´s uns“, Beleuchtungshotline, Beleuchtung@stadt-koeln.de – werden rege genutzt. Mit der RheinEnergie AG als Eigentümer in der Beleuchtungsanlagen im öffentlichen Str a- ßenland und Vertragspartnerin der Stadt Köln erfolgen regelmäßige Abstimmungen. Das Projekt „Schaffung von Lichtpassagen – Reduzierung von Angsträumen“ genießt seit einiger Zeit eine besondere Aufmerksamkeit. Dies zeigt sich vermehrt auch in den zahlre i- chen Anfragen der politischen Gremien und aus der Bevölkerung. Sonderprojekte wie die jährlich stattfindende weltweite Klimaschutzaktion „Earth Hour“ des W WF Deutschland oder der „Welt-Mädchentag“ von Plan International werden durch die RheinEnergie AG und die Stadt unterstützt. Bei der Earth Hour wird für eine Stunde das Licht am Kölner Dom, der H o- henzollernbrücke und an den 12 romanischen Kirchen gelöscht. Im Rahmen des diesjähri- gen Welt-Mädchentages wurden sowohl das Jan-von-Werth-Denkmals als auch die Kirche St. Pantaleon pink angestrahlt, um we ltweit auf die Benachteiligung von Mädchen aufmerk- sam zu machen. Nach sechs Wochen nächtlicher Arbeit erstrahlt die Hohenzollernbrücke seit Oktober in neu- em, modernem Licht. 170 energieeffiziente und umweltfreundliche LED -Leuchten wurden installiert, die mit 40 Watt zu den vorherigen mit 150 Watt weniger Energie verbrauchen. Die LED-Technik ermöglicht eine noch gezi eltere Anstrahlung die ses Kölner Wahrzeichens, bei Erhaltung des goldenen Farbtons. In neuem Glanz: Die Hohenzollernbrücke 16 1.8 Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen (BV) Im Aufgabengebiet „Ausschuss- und BV -Angelegenheiten“ wird das jeweilige Si tzungsma- nagement betreut. Neben der Erstellung von umfangreichen Jahresberichten gehören vor allem die Beantwortung von Anfragen, Stellungnahmen zu Anträgen, Mitteilungen der Ve r- waltung, Dringlichkeitsentscheidungen und die Fertigung von Beschlussvorlagen zum tägli- chen Geschäft. Gremium Anfragen Anträge Mitteilungen Beschlussvorlagen Rat, Ausschüsse 44 1 24 56 BV Innenstadt 14 1 13 14 BV Rodenkirchen 12 0 4 13 BV Lindenthal 15 0 14 11 BV Ehrenfeld 16 0 11 11 BV Nippes 27 1 14 11 BV Chorweiler 22 2 7 6 BV Porz 12 2 23 9 BV Kalk 14 3 5 5 BV Mülheim 14 0 12 10 Insgesamt: 190 10 127 146 Darüber hinaus wurde zu rund 74 Eingaben aus der Bürgerschaft Stellung genommen, die über den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden eingingen. Schwerpunkte dabei wa- ren die Themen Verkehrsberuhigung, Verkehrsführung und Verkehrssicherheit. 17 2. Planung 2.1 Innenstadt Vorentwurfsplanung: Umgestaltung des Eifelwalls zwischen Luxemburger Straße und Gabelsberger Straße sowie der Tunisstraße im Bereich der Oper; Erstellung eines ebenerdigen Fußgängerüberwegs Perlengraben/Mengelbergstraße Entwurfsplanung: Umgestaltung von drei Plätzen am Heumarkt: Elogiusplatz, Hermann -Joseph-Platz, Augusti- nerplatz; Umgestaltung der Freit reppe Pipinstraße und des angrenzenden Straßenraums; Umgestaltung der Rads chutzstreifen infolge einer Hochbaumaßnahme am Friesen- platz/Hohenzollernring; Einrichtung Kreisverkehr Roonstraße/Lindenstraße ; Umgestaltung Gürzenichstraße und Tunnel Johannisstraße (Via Culturalis) Ausführungsplanung: Provisorische Umgestaltung des Wendehammers Gereonswall (Bildungslandschaft Al t- stadt/Nord); Änderung der Verkehrsführung Brunostraße/Kartäuserwall; Überweg Vogteistraße/Gereonswall; Umgestaltung Maternuskirchplatz; Sanierung linksrheinische Uferpromenade; Anbindung Archäologische Zone Stellungnahmen: 89 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 41 weitere fachtechnische Stellungnahmen (Anträge für Gehwegüberfahrten, Wärmedämmungen, Verkaufsanfragen, Stellungnahmen zu Beba u- ungsplänen u. a.) Beispielprojekt: Entwurfsplanung Umgestaltung Treppe Pipinstraße und Straßenraum Die trennende Stützwand an der Pipinstraße soll durch eine Freitreppe als Endpunkt der Via Culturalis und als Verknüpfung zwischen dem Elogiusplatz mit Klein St. Martin hinüber zum Maria-im-Kapitol-Hügel ers etzt werden. Die stadtgestalterischen Verbesserungen kommen sowohl der Kirche und dem Elogiusplatz als auch den öffentlichen Verkehrswegen zugute. Neben dem Umbau der Treppe sollen die umliegenden Straßenräume aufgewertet werden. Die Aufenthaltsqualität de r Gehwegflächen wird verbessert, die Radverkehrsführung in Fahrtrichtung Deutzer Brücke optimiert. Lage der Freitreppe an der Pipinstraße 18 2.2 Rodenkirchen Vorentwurfsplanung: Einrichtung eines Minikreisverkehrs (Alternative Betriebsform) am Knotenpunkt Sürther Stra- ße/Grüngürtelstraße; Umgestaltung der Sürther Straße zwischen Gesamtschule und Frie d- hof Entwurfsplanung: Umbau der Knotenpunkte Siegfriedstraße, Siegstraße, Grüngürtelstraße und Hamme r- schmidtstraße (Alternative Betriebsform) auf der Weißer Straße; Umbau des Knotenpunkts (Verbreiterung der Gehwege, Veränderung der Verkehrsführung) Bayenthalgürtel/Alteburger Straße Ausführungsplanung: 3. Bauabschnitt Sürther Feld, Baustraßen (B. -Plan 71380/03); Birgitstraße, Baustraße (B. - Plan 71380/02) ; Westhovener Weg, Baustraße ; Änderung der Fußgängerquerungsinsel Hauptstraße/Oststraße; Querungshilfe Brühler Landstraße in Höningen Stellungnahmen: 110 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 49 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Birgitstraße in Köln-Weiß Die Planung der Birgitstraße basiert auf den Vorgaben des Bebauungsplanes 71380/02. Di e Maßnahme aus dem Erschließungsprogramm dient der Entwicklung neuer Wohnb auflächen im Süden von Köln. Bei der an die Weißer Straße einmündende Erschließungsstraße han- delt es sich um eine knapp 100 Meter lange Stichstraße. Am Ende der Birgitstraße ist ein Wendehammer geplant. Nach Abschluss der Hochbebauung wird der Endausbau der Erschließungsstraßen in Pfla s- terbauweise erfolgen. Der Baubeginn für die Errichtung der Baus traße ist frühestens Ende 2018 vorgesehen. 19 2.3 Lindenthal Vorentwurfsplanung: Einrichtung eines Rechtsabbiegers Aachener Straße/Am Sportpark ; Bachemer Str a- ße/Zülpicher Wall; Gleueler Straße/Zülpicher Straße; Stolberger Straße/Maarweg. Entwurfsplanung: Berrenrather Straße (Umgestaltung Universitätsstraße bis Sülzgürtel) ; Dürener Str a- ße/Universitätsstraße; Querungshilfe Maarweg ; Verkehrsberuhigungsmaßnahmen Braun s- feld: Eupener Straße/Eschweiler Straße/Max-Wallraff-Straße; Kölner Straße Ausführungsplanung: Berrenrather Straße (Schutzstreifenplanung Sülzgürtel bis Neuenhöfer Allee) ; Minikreisver- kehr Brauweilerweg/Vogelsanger Weg ; Gehweg Belvederestraße; Querungshilfe Ludwig - Jahn-Straße; Am Weidenpesch/Am Himmel/Kirchweg ; Gehwegverbreiterung Hauptstraße Widdersdorf; Brücke Horbeller Straße/Rheinische Allee; Sülzgürtel/Münstereifeler Straße Betreuung Fremdvergabe: Uniboulevard; 2. Bauabschnitt Kinderheime Sülz ; Umbau des Knotenpunktes (Einrichtung von Querungshilfen - Alternative Betriebsform) Hauptstraße/Leonhardsgasse; Verkehrsent- wicklungsplan Ludwig-Jahn-Straße; Verkehrsentwicklungsplan Werthmannstraße Stellungnahmen: 190 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 45 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Belvederestraße in Köln-Müngersdorf: Gehweglückenschluss Gemäß politischem Beschluss der Bezirksvertretung Lindenthal soll entlang der Belvederest- raße ein Lückenschluss des Gehweges nördlich der Förderschule bis zum Ende des Grun d- stücks der Freiluga geplant und umgesetzt werden. Dabei befindet sich der gesamte Pl a- nungsbereich entlang des Landschaftsschutzgebiets Belvedere. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse w erden für die einzig mögliche Verbreiterung des Straßenraums in Richtung Osten geringe Teilflächen des Landschaftsschutzgebietes ben ö- tigt. Um den Eingriff in das Schutzgebiet so gering wie möglich zu halten, wird die Fahrbahn nur in drei Abschnitten nach Osten erweitert. Die auf diese Weise entstehenden sogenann- ten „Begegnungszonen“ sind ein Kompromiss der Stadt Köln zwischen der KVB und der U n- teren Landschaftsschutzbehörde. Der Baubeginn ist für die Sommerferien 2019 vorgesehen. 20 2.4 Ehrenfeld Vorentwurfsplanung: Auweilerweg; Gravenreuthstraße/Höhe Schule ; Innere Kanalstraße/Höhe Fernmeldeturm ; Klarstraße (Bereich Stammstraße) Entwurfsplanung: Butzweilerhof-Allee (Ost); Butzweilerhof-Allee (West); Güterbahnhof Ehrenfeld; Oskar-Jäger- Straße (1. Bauabschnitt: Aachener Straße bis Melatengürtel , 2. Bauabschnitt: Melatengürtel bis Widdersdorfer Straße) ; Venloer Straße/Auf dem Paulsacker ; Venloer S traße (Mathias - Brüggen-Straße bis Akazienweg) ; Verkehrsentwicklungsplan L eyendecker Str a- ße/Christianstraße Ausführungsplanung: Grevenbroicher Straße/Bereich H ausnummer 43 (Seniorenheim), Mathias-Brüggen-Straße 16/Bereich der Alexianer Werkstätten ; Kreisverkehr Nußbaumerstraße/Herkules- straße/Liebigstraße; Planstraße K in Höhe der Butzweilerhof -Allee; Verlängerung Linie 3 ; Vogelsanger Straße (1. Bauabschnitt: Innere Kanalstraße bis Ehrenfeldgürtel); Verkehrsent- wicklungsplan Häuschensweg; Verkehrsentwicklungsplan Triotop/Gewerbepark Girlit z- weg/Am Wassermann Beispielprojekt: Oskar-Jäger Straße (1. B auabschnitt: Aachener Straße bis Melate n- gürtel) Die Planungen sehen eine grundhafte Erneuerung der Oskar -Jäger-Straße, insbesondere der Nebenanlagen vor . Gleichzeitig werden durchgängig Schutzstreifen für Radfahrer ma r- kiert. Durch den Umbau der Kreuzungen und die Einrichtung von zusätzlichen Abbiegespuren s o- wie die Optimierung der Lichtsignalanlagen durch eine koordinierte, verkehrsabhängige Steuerung sollen Verkehrsstaus abgebaut und der Verkehrsfluss optimiert werden. Die ergänzenden Anregungen der Bezirksvertretung Lindenthal wurden im Rahmen der Pla- nungen berücksichtigt. Kreuzungsbereich Aachener Straße 21 2.5 Nippes Vorentwurfsplanung: Merkenicher Straße/Seb astianstraße; Neusser Straße (Niehler Kirchweg bis Kempener Straße); Niehler Straße (Lis -Böhle-Park bis Florastraße) ; Niehler Straße (Florastraße bis Xantener Straße); Xantener Straße/Amsterdamer Straße Entwurfsplanung: Gebiet Göppinger Straße (1. B auabschnitt: Ebersbacher Straße, Göppinger Straße, Hechi n- ger Straße, Reutlinger Straße, Uracher Straße) ; Klosterfraugasse (Merheimer Straße in nördliche Richtung bis Jesuitengasse) ; Lützlongericher Straße (Lindweiler Weg bis Longer i- cher Hauptstraße) ; Merheimer St raße (Rossbachstraße bis Friedrich -Karl-Straße); Robert- Perthel-Straße/Longericher Straße (Kreisverkehr) Ausführungsplanung: Am Molenkopf; Clouth-Gelände (innere Erschließung); Clouth-Gelände (Wettbewerbsgebiet); Escher Straße/Am Bilderstöckchen ; Escher Straße (Parkgürtel bis Geldernstraße) ; Feldgär- tenstraße (Sebastianstraße bis Hillesheimstraße) ; Feldgärtenstraße (Sebastianstraße bis Feldgärtenstraße H ausnummer 127; Jesuitengasse (Ambossstraße bis Schmiedegasse) ; Liebigstraße/Escher Straße/Lämmerstraße ; Lokomotivstraße (Bereich Haus nummer 120/122); Kreisverkehr Merheimer Straße/Friedrich -Karl-Straße; Kreisverkehr Merheimer Straße/Theklastraße; Niehler Damm (Industriestraße bis Sebastianstraße) ; Ossietzkystra- ße/Longericher Straße/Etzelstraße ; Pastor-Wolff-Straße (Franz -Denhoven-Straße bis Im Grund); Robert-Perthel-Straße (Buskaps für Haltestellen: CöllnParc, Robert -Perthel-Straße, Longericher Straße Nord, Hugo -Junkers-Straße, Dädalusring); Sebastianstraße/Ortseingang Niehl in Höhe Parkplatz Beispielprojekt: Gebiet Göppinger Straße Die im ehemaligen „Belgier -Gebiet“ befindlichen Straßenzüge Göppinger Straße, Reutlinger Straße, Uracher Straße, Hechinger Straße und Ebersbacher Straße erfüllen weder vom Straßenzustand noch hinsichtlich der Straßengestaltung die A nforderungen an eine zeitg e- mäße Verkehrsinfrastruktur in einem sich entwickelnden Wohngebiet . Die Fahrbahnen sind in Teilen sehr eng und mit Hochbord von den Nebenanlagen getrennt. Aufgrund des hohen Parkdrucks in diesen Straßen ist die für den fließenden Fahrzeugverkehr verfügbare Fah r- bahnbreite in Teilen stark eingeschränkt. Die Bezirksvertretung Nippes fasste 2005 den Beschluss, Maßnahmen zur wirkungsvollen Reduzierung der Geschwindigkeit in der Reutlinger Straße umzusetzen , alternierendes Par- ken, Schrägparkplätz und eine „Rechts vor Links“-Regelung. Zudem wurde beschlossen, die Göppinger Straße als verkehrsberuhigte Zone auszuweisen und den verkehrsberuhigten Bereiches auf weitere Straßen des Wohngebiets auszuweiten. Die Planung für den ersten Bauabschni tt -Göppinger Straße, Reutlinger Straße, Uracher Straße, Hechinger Straße und Ebersbacher Straße - sieht vor, die Straßenabsch nitte vol l- ständig zu sanieren , stadtgestalterisch aufzuwerten und die Straßenräume neu zu gliedern. Ziel ist die Erhöhung der Verke hrssicherheit durch eine Reduzierung von Geschwindigkeit und Verkehrsstärke. Zudem sollen durch die geänderte Aufteilung der Verkehrsflächen g e- stalterische Verbesserungen für das Wohnumfeld zu erreicht und die Aufenthaltsqualität g e- steigert werden. 22 Lage im Stadtplan Ausschnitt aus der Planung: Reutlinger Straße/Göppinger Straße 23 2.6 Chorweiler Entwurfsplanung: Kreisverkehr (Alternative Betriebsform) Mengenicher Straße/Longericher Str a- ße/Johannisstraße; Verkehrsentwicklungsplan Damiansweg; Verkehrsentwicklungsplan In den Kämpen ; Verkehrsentwicklungsplan Swinestraße; Verkehrsentwicklungsplan Trans- gourmet (Gewerbegebiet Feldkassel, 3. Bauabschnitt) Ausführungsplanung: Alte Straße (St. Tönnis Straße bis Hackhauser Weg) ; Brombeergasse (Alte Neusser Lan d- straße bis Schmaler Wall) ; Busanbindung Blumenberg (Buskap in Höhe der Schule auf der Ernstbergstraße); Edsel-Ford-Straße/Oranjehofstraße/Auffahrt zur Industriestraße ; Hilden- gasse/Brictiusstraße/Fährgassse; Krebelspfad (Baugebiet) ; Nationale Projekte des Städ te- baus / Lebenswertes Chorweiler (Liverpooler Platz , Pariser Platz, Lyoner Platz) ; Ortsmitte Lindweiler (Marienberger Hof); Pingenweg (Unnauer Weg bis Volkhovener Weg) ; Volkhove- ner Weg/Stallagsweg (Alternative Betriebsformen); Weichselring (Elbeallee bis Nogatstraße); Verkehrsentwicklungsplan Herzog-Johann-Str. Beispielprojekt: Nationale Projekte des Städtebaus / Lebenswertes Chorweiler (Liverpooler Platz, Pariser Platz, Lyoner Passage) Das aus Bundesmitteln geförderte Projekt „Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wan- del" umfasst bauliche und konzeptionelle Maßnahmen , die innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren bis Ende 2019 umgesetzt werden sollen. Es umfasst die Planung und den U m- bau der drei zentralen Plätze in Chorweiler -Mitte (Liverpooler Platz , Pariser Platz , Lyoner Passage) sowie die Erstellung eines Gestal tungskonzepts „Freiraum und Umfeld" für einen erweiterten Untersuchungsraum , welches weitere städtebauliche und freiraumplanerische Entwicklungsmöglichkeiten im Zentrum Chorweilers aufzeigen soll. Die Chancen des Bezirks werden darin gesehen , die Platzräume umzugestalten und mit e i- ner möglichen flankierenden Bebauung zu besser nutzbaren städtebaulichen Räumen u m- zubauen. Mit Politik und Stadtgesellschaft wurde auf der Grundlage eines Beteiligung sver- fahrens ein Gestaltungskonzept „Freiraum und Umfeld" für das neue Zentrum erarbeitet . Zielsetzung des Konzeptes ist es, Chorweiler nicht zurück-, sondern im menschlichen Ma ß- stab weiterzubauen und die bestehende Bausubstanz besser einzubinden. Die gewün schte städtebaulich-funktionale Aufwertung sowie die Aufwertung der Wohnqualität und des Wo h- numfelds erfordern eine weiträumige Betrachtung. Die Planung erfolgte unter einer umfangreichen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der E i- gentümer und Pächter vor Ort. Hierzu wurde ein Moderationsbüro mit der Konzeptionierung und Durchführung des Beteiligungsverfahrens beauftragt. Ein interdisziplinäres Planung s- team wurde mit der begleitenden Entwurfs - und Ausführungsplanung sowie der Umsetzung der Realisierungsmaßnahmen betraut. Die Planung sieht eine differenzierte Gestaltung der Flächen des Liverpooler Platzes, des Pariser Platzes sowie der Lyoner Passage vor. Der Pariser Platz im Zentrum von Chorweiler stellt den repräsentativen Stadtplatz dar. Dabei bildet ein B runnen den zentralen Attraktionspunkt des zukünftigen Platzensembles für alle Bevölkerungsgruppen. Der „ Tisch der Nationen" und weitere Sitz - und Spielgelegenheiten komplettieren das Angebot. Der zurzeit außer Betrieb befindliche Cronenbourg -Brunnen kann an die neue Anlage ebenfalls angeschlossen und betrieben werden. 24 25 2.7 Porz Vorentwurfsplanung: Platzfläche in Wahn (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz) Entwurfsplanung: Kreisverkehr Bergerstraße/Josefstraße in Porz ; Kreisverkehr Friedensstraße/Akazienweg in Grengel; Eulenplatz in Langel (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz) ; Platzfläche in En- sen (Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz) ; Kellereiweg/Jägerstraße/Heumarer Straße in Eil (Befestigung des Parkplatzes) Ausführungsplanung: Kiefernweg von Hermann-Löns-Straße bis St. -Anno-Straße in Grengel (Generalinstandse t- zung); Friedensstraße/Mühlenweg in Urbach (Umplanung der Kreuzu ng im Rahmen des Programms a lternative Betriebsformen) ; Nachtigallenstraße/Magazinstraße in Wahnheide (Optimierung des Kreisverkehrs); An der Wielermaar/Schwester -Firma-Weg (Planung einer Baustraße); Loorweg zwischen Hausnummer 27 und Unterm Berg in Langel (Planung eines Gehwegs); Kreisverkehr Humboldtstraße/Theodor-Heuss-Straße in Finkenberg ; Müllergas- se/Poller Kirchweg i n Poll (Optimierung der Fußgängerführung sowie Ordnung des öffentl i- chen Parkens); Ernst-Mühlendyck-Straße in Porz (Optimierung der Parkplatzanordnung) ; Im Grünen Winkel in Urbach (Optimierung des öffentlichen Parkens) ; Dortmunder Straße in Eil (Prüfung alt ernierendes Parken) ; Hauptstraße/Steinstraße in Porz (Überarbeitung der Pl a- nung) Beispielprojekt: Humboldtstraße/Theodor-Heuss-Straße (Abbau der Lichtsignalanlage und Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Programms alternative Betriebsfo r- men) Die Lichtsignalanlage Humboldtstraße/Theodor-Heuss-Straße ist Bestandteil der Prioritäte n- liste 5 zur Überprüfung von Lichtsignalanlagen . Anstelle der mittlerweile knapp 20 Jahre a l- ten und sanierungsbedürftigen Lichtsignalanlage soll ein Kreisverkehr mit Mittelinse l und baulichen Querungshilfen mit Fußgängerüberwegen eingerichtet werden. Der Kreisverkehr weist aufgrund der verkehrlichen Bedenken des Knotens mit Linienbusb e- trieb und LKW -Verkehr einen Außendurchmesser von 30 Metern auf. Die Breite der Krei s- fahrbahn beträgt 6 Meter und die Breite des Innenrings 2 Meter. Die Gestaltung der Mittelin- sel wird durch einen Paten übernommen und durch Flachbordsteine vom Innenring getrennt. Es werden Fahrbahnteiler und Fußgängerüberwege in allen Zufahrten angelegt. Z udem wird die Kreuzung mit taktilen Leitelementen ausgestattet. 26 2.8 Kalk Vorentwurfsplanungen: Kreisverkehr Ostmerheimer Straße/Auf dem Eichenbrett ; Geh- und Radweg Am Lusthaus; Kreisverkehr Vingster Ring/Alter Deutzer Postweg Entwurfsplanungen: Kreisverkehr Hans-Schulten-Straße/Dattenfelder Straße ; Lenneper Straße (Messe City Köln); Barmer Straße (Messe City Köln); Umgestaltung (Neuordnung Parkflächen, Verbesse- rung Radverkehrskonzept) der Kreuzung Rolshover Straße/Kalker Hauptstraße ; Umgestal- tung (neue Querungshi lfen für Fußgänger und Radfahrer) Alter Mühlenweg ; Kreisverkehr Europaring/Neubrücker Ring Ausführungsplanungen: Kreisverkehr Ostheimer Straße/Nobelstraße; Geh- und Radweg Alter Deutzer Postweg; Um- gestaltung (Sanierung) Neuerburgstraße; Generalinstandsetzung Germaniastraße; Marki e- rung Wodanstraße; Querungshilfe Hans-Schulten-Straße; Parkplätze Olpener Str a- ße/Hohensyburgstraße; Querungshilfe Markierung Europaring/Franz-Stock-Weg; Querungs- hilfe Eiler Straße ; Markierung Königsforststraße; Markierung Ruppiner S traße; Markierung Östlicher Zubringer; Fußgängersignalisierung Rolshover Straße/Sieversstraße Stellungnahmen zu Großprojekten/Maßnahmen Dritter: Abshofstraße; Ottoplatz (Casino Köln) Messe; P22a; Werbenutzungsvertrag (Bezirk 7; 8 ;9); Rather See; Robertstraße; Deutzer Hafen; Technische Hochschule Deutz; Messe 3.0; Halte- stelle Vingst Beispielprojekt: Rolshover Straße/Sieversstraße (Fußgängersignalisierung) Mit dem Beschluss der B ezirksvertretung Kalk vom 25. Januar 2018 wurde die Verwaltung mit der Errichtu ng einer Fußgängersignalisierung an der Kreuzung Rolshover Str a- ße/Sieversstraße beauftragt. Aktuell ist im Bereich der Kreuzung Rolshover Straße/Sieversstraße keine gesicherte Qu e- rung vorhanden, so dass Fußgänger die Rolshover Straße an dieser Stelle nur u ngesichert queren können, beziehungsweise einen weiten Umweg bis zur Kalker Hauptstraße oder zur Lichtsignalanlage an der Dillenburger Straße in Kauf nehmen müssen. Hierdurch kommt es an der Sieversstraße teilweise zu gefährlichen Situationen zwischen quer enden Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern. Radfahrer, die auf der Rolshover Straße fahren , werden im Kreuzungsbereich Sieversstraße nicht geradlinig geführt , wodurch der Fahrkomfort sinkt und weniger Aufstellfläche für Fu ß- gänger zur Verfügung steht. Die Planung sieht die Errichtung einer signalisierten Fußgängerquerung im südlichen B e- reich der Kreuzung vor. Die Lichtsignalanlage wird mit Anforderungstastern und Zusatzei n- richtungen für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestattet. Zusätzlich ist ei ne Detekti- on in der Ausfahrt aus der Sieversstraße vorgesehen , welche bei längerer Wartezeit der Fahrzeuge die Si gnale der Rolshover Straße auf R ot schaltet und somit eine Ausfahrt e r- möglicht. Die geplante Begradigung des baulichen Radweges ermöglicht die Errichtung von ausre i- chend großen Aufstellflächen für die Fußgänger sowie eine Erhöhung des Fahrkomforts für die Radfahrer. 27 28 2.9 Mülheim Vorentwurfsplanung: Kreisverkehr (Alternative Betriebsform) Piccoloministraße; Umgestaltung (Verschönerung des Platzes) Piccoloministraße (östlicher Teilbereich); Eddaweg; Egonstraße; Jungbornweg; Peter-Kütter-Weg; Miltzstraße; Biegerstraße; Bergisch Gladbacher Straße/Steyler Straße ; Querungshilfen Auenweg; Rendsburger Platz; Ackerstraße; Adamstraße; Kreisverkehr Colo- niallee; Sonnenscheinstraße Entwurfsplanung: Berliner Straße ; Frankenforster Straße ; Keupstraße; Bergisch Gladbacher Str a- ße/Buschfeldstraße/Johann-Bensberg-Straße; Im Oberiddelsfeld Ausführungsplanung: Gewerbegebiet Dünnwalder Kommunalweg ; Hauswiesenweg; Kreisverkehr Zeisbusc h- weg/Am Wildpark ; Pützlachstraße; Am Flachsrosterweg; Buschfeldstraße; Eddaweg/Peter- Kütter-Weg; Querspange Auenweg Beispielprojekt: Bergisch Gladbacher Straße/Steyler Straße/Anschluss Bundesautob- ahn (BAB) 3 Köln-Dellbrück Der Knoten Ber gisch Gladbacher Straße/A nschlussstelle Holweide/Steyler Straße wurde in den Jahren 2003 bis 2006 und 2008 bis 2014 durchgehend als Unfallhäufungsstelle geme l- det. In 2014 ereigneten sich zuletzt 13 erhebliche Verkehrsunfälle mit zwei Schwer - und 16 Leichtverletzten. Signifikant war bei jeder Meldung das Unfallgeschehen zwischen Linksa b- biegern von der Bergisch Gladbacher Straße in die Autobahnanschlussstelle Holweide und dem Gegenverkehr. Die Unfallkommission fordert daher dringend die Umgestaltung des Knotens. Mit dem Beschluss vom 31. Januar 2012 hat der Verkehrsausschuss die Verwaltung beau f- tragt, im Abschnitt Bergisch Gladbacher Straße zwischen dem Anschluss BAB 3 Köln - Dellbrück und der östlichen Anbindung Steyler Straße eine Planung zur Beseitigung der U n- fallhäufungsstelle zu erstellen. Auf der Bergisch Gladbacher Straße ist an den Anschlussbereichen zur Steyler Straße eine Neuordnung der Fahrspuren vorgesehen , um den Kfz -Verkehrsfluss zu optimieren und die Unfallhäufungsstelle zu beseitigen. Die Steyler Straße soll dann den Verkehr nur in eine Richtung aufnehmen (Einbahnstraße). Die bestehenden Lichtsignalanlagen im Bereich des Knotenpunktes werden angepasst. Die Maßnahme befindet sich in der Entwurfsplanung. 29 2.10 Parkraumkonzepte Mit der Planung von Parkraumkonzepten verfolgt das Amt für Straßen und Verkehrstechnik das Ziel, in stark nachgefragten Gebieten allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrstei l- nehmern mit ihren unterschiedlichen Interessen (z. B. Bewohner innen und Bewohnenr, Kun- dinnen und Kund en, Lieferantinnen und Lieferanten , Besucherinnen und Besuchern ) den nötigen Parkraum zu bieten. Eine n achfrage- und lösungsorientierte Ordnung des Parkra u- mes ist die Voraussetzung für ein funktionsfähiges , alle Ansprüche berücksichtigendes städ- tisches Umfeld im öffentlichen Straßenland . Um dieses Umfeld vor übermäßigen Belastu n- gen durch den ruhenden Verkehr zu schützen , sollen die Parkraumregelungen für eine opti- male Nutzungsverteilung der städtischen Stellplätze sorgen. Bewohnerparken Im Stadtgebiet gibt es aktuell 40 Bewohnerparkgebiete - 21 Gebiete in der Innenstadt, weite- re in Lindenthal (8) ; Mülheim (2); Nippes (6); Kalk (1) und in Porz (2). 2017 wurde das B e- wohnerparkgebiet Kalk in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurde das Bewohnerparkg e- biet Weiden-Nord optimiert. Die bestehenden Bewohnerparkgebiete werden fortlaufend b e- treut und optimiert. Für folgende Gebiete sind Parkraumkonzepte in Planung bzw. in Vorbereitung: - Pauliviertel in Braunsfeld - Rodenkirchen I - Rodenkirchen II - Sülz-Nord I - Sülz-Nord II - Ehrenfeld I-IV - Bayenthal I - Bayenthal II - Thielenbruch - Porz-Urbach Für die geplanten Bewohnerparkgebiete Ehrenfeld I-IV wurde am 3. Juli 2017 eine Bürgerin- formationsveranstaltung durchgeführt. Der Beschluss zur Einrichtung der Bewohnerparkg e- biete Ehrenfeld I-IV erfolgte am 4. Dezember 2017. Für 2018 ist die Inbetriebnahme der Bewohnerparkgebiete Sülz -Nord I und Sülz -Nord II s o- wie, nach Beschluss der Bezirksvertretung Lindenthal , die Komplettbewirtschaftung des bi s- lang teilbewirtschafteten Bewohnerparkgebietes Lindenthal-Süd II vorgesehen. 30 Bürgerservice und Öffentlichkeitsarbeit Um das komplexe Thema „Bewohnerparken“ für Bürgerinnen und Bürger transparent zu m a- chen, wird der Internetauftritt ständig aktualisiert. Interessierte B ürgerinnen und Bürger fin- den auf der städtischen Internetseite aktuelle Informationen zum Bewohnerparken sowie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema. Ebenso zugänglich sind Pläne mit Erklärungen zu allen Bewohnerparkgebieten im Stadtgebiet und Informationen zur Beantra- gung der Bewohnerparkausweise. Im Rahmen des E -Government werden die Vorausse t- zungen dafür geschaffen, dass interessierte Bürgerinnen und Bürger den Bewohnerpark- ausweis nicht nur online beantragen , sondern auch zu Hause ausdrucken können . Auch Gewerbetreibende und andere Parkplatzsuchende finden hier Hinweise , Telefonnummern sowie Pläne beispielsweise zum „Parken rund um die Uhr“. Daneben können sich Bürgeri n- nen und Bürger schriftlich an das Sachgebiet „Parkraumkonzepte“ oder te lefonisch an die Servicenummer 115 beim Bürgertelefon wenden. Auf diese Weise wurden 540 schriftliche Anfragen vom Fachbereich beantwortet. Hinzu kommen telefonische Anfragen zu speziellen Lösungen, darunter auch von anderen Kommunen. Weitere Projekte: Car-Sharing im öffentlichen Straßenland Bereits 2010 hat der Verkehrsausschuss beschlossen , dass Car-Sharing-Unternehmen un- mittelbar an Verknüpfungspunkten mit dem ÖPNV öffentliches Straßenland zur Verfügung gestellt wird. Neben der Firma Cambio, die bereits mehrere Stationen im Kölner Straßenland installiert hat und weiter ausbaut , hat sich mit der Firma Flinkster ein weiteres Unternehmen mit Stationen im öffentlichen Straßenland etabliert. Das Gesamtangebot der stationsgebu n- denen Car-Sharing-Anbieter beträgt rund 600 Fahrzeuge. Cambio führt in Köln auch Elektro- autos ein. Zu den bisherigen 6 Standorten im öffentlichen Straßenland wurde n 2017 an 5 weiteren Cambio-Standorten im Stadtgebiet zu den konventionellen Fahrzeugen je 2 Stel l- plätze für Elektrofahrzeuge e ingerichtet. Die Stadt Köln stellt diese Stellplätze für Elektr o- 31 fahrzeuge kostenlos zur Verfügung. Die Ausweitung des Angebots soll unter besonderer Berücksichtigung von Elektrofahrzeugen fortgeführt werden. Darüber hinaus bieten Car2go und Drive Now eine Fahrzeugflotte, die eine flexible Ergä n- zung (sogenannte Freefloater) zu den bisherigen stationsbasierten Car -Sharing-Angeboten darstellt. Gegenüber den bereits vorhandenen Car -Sharing-Angeboten unterscheiden sich diese Modelle insbesondere dadurch , dass ke ine spezielle Vormerkung für ein Fahrzeug erfolgt und auch keine ausgewiesenen Stationen für das Abstellen dieser Fahrzeuge existi e- ren. Grundsätzlich werden diese Fahrzeuge regulär im öffentlichen Straßenland oder zum Teil auch in öffentlichen Parkhäusern geparkt. Dabei werden anfallende Parkgebühren in den festgelegten Geschäftsbereichen von den Betreibern der Fahrzeuge getragen. Die A b- rechnung erfolgt automatisch über das Handyparksystem. Von diesen Anbietern werden rund 700 Fahrzeuge bereitgehalten. Förderung des privaten Car-Sharing Zur Förderung des privaten Car -Sharing wird ab 2018 im Rahmen eines Pilotprojektes die Möglichkeit eröffnet, für ein Kraftfahrzeug Bewohnerparkausweise für unterschiedliche B e- wohnerparkgebiete auszustellen. Die hierzu erforde rlichen Richtlinien und Voraussetzungen wurden 2017 erarbeitet. Außengastronomie auf Stellplätzen Als Folge des Beschlusses „Sitzen statt Parken“ der Bezirksvertretungen Innenstadt und Ehrenfeld wurde das Programm „Außengastronomie auf Stellplät zen“ erarbeitet. Im Zuge des Programms wurden im Zeitraum zwischen 1. April und 31. Oktober 2017 Stellplätze für die Nutzung von Außengastronomie zur Verfügung gestellt. In 22 Fällen wurde das Amt für Straßen und Verkehrstechnik vom Amt für öffentliche Ordnung als Ge nehmigungsbehörde um Prüfung und Stellungnahme gebeten. Es wurden insbesondere Auflagen zur Verkehrssi- cherheit gegeben (gelbe, umlaufende Markierung um die genehmigte Fläche ) sowie die An- ordnung erteilt, Sitzplätze nicht mit dem Rücken zur Fahrbahn auszuri chten. Für 2018 ist die Etablierung eines stadtweit gültigen Regelwerkes vorgesehen. Erarbeitung von verkehrsrechtlichen Grundlagen Nach wie vor werden Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung der bestehenden Rechtsvorschriften beim Deutschen Städtetag u nd beim zuständigen Ministerium eing e- reicht. Weitere Aufgaben Weitere Aufgaben sind unter anderem die Anordnung und Optimierung von Ladezonen , die Parkraumbewirtschaftung in Geschäftsstraßen , die Auswertung und Bewertung von Ve r- kehrserhebungen und die Entwicklung von Grundsätzen auf Grundlage des Elektromobil i- tätsgesetzes. Übersichten und Planungen Aktuell werden im öffentlichen Straßenland der Stadt Köln 42.160 Stellplätze bewirtschaftet. Durch die mit Parkscheinautomaten bewirtschafteten Stellplätze wurde n im Jahr 2017 Ertr ä- ge in Höhe von 21 ,5 Millionen Euro erzielt. Durch die ausgegebenen 49.325 Bewohnerpar k- ausweise wurden weitere Erträge in Höhe von rund 1,84 Millionen Euro erzielt. Förderung der Elektromobilität Das Sachgebiet hat bei der Einrichtung de r Mobilitätsstation „Charles -de-Gaulle-Platz“ am Bahnhof Köln Messe/Deutz mitgearbeitet, unter anderem durch die Festlegung der Stellplät- ze für das stationsbasierte Car-Sharing der Firma Flinkster und die Vorbereitung der Einrich- tung der ersten vier Tankpa rkplätze für Elektromobilität. Die Inbetriebnahme der öffentlichen Ladestation erfolgt in 2018. 32 2.11 Verkehrskonzepte und konzeptionelle Verkehrsuntersuchungen Im Rahmen der Bauleitplanung und des Baugenehmigungsverfahrens wurden mehrere Ve r- kehrsuntersuchungen, Stellungnahmen und verkehrliche Prüfungen für sowohl städtische Vorhaben, als auch für priv ate Investoren durchgeführt und betreut. Die laufenden und z u- künftigen Großbaumaßnahmen im gesamten Stadtg ebiet wurden k onzeptionell begleitet . Von den über 130 im Jahr 2017 bearbeiteten Projekten aus diesem Bereich wurden 24 für Schulbauten und Kindertagesstätten, 31 für Bauleitplanungen (B ebauungspläne und Ve r- kehrsentwicklungspläne) und 75 für Projekte im Baugenehmigungsverfahren erarbeitet. Da r- über hinaus wurden 76 Stellungnahmen für Bauanträge und Bauvoranfragen fertiggestellt. Aufgrund der politischen Beschlüsse wurden 17 Verkehrskonzepte und verkehrliche Unte r- suchungen erstellt. Für einige Verkehrskonzepte , deren Erstellung die Politik beschlossen hat, wurden Bürgerinformationsveranstaltungen durchgeführt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Auftaktveranstaltung zur Machbarkeitsstudie für die Umgestaltung der Ost - West-Achse, das Verkehrsführungskonzept Altstadt und das Kon zept zur Sperrung der Zü l- picher Straße für den Kfz-Verkehr. Machbarkeitsstudie „Umgestaltung der Ost-West-Achse“ Das Projekt „Umgestaltung der Ost -West-Achse zwischen Deutzer Brücke und Universität s- straße“ wurde intensiv bearbeitet. Das Verkehrsgutachten wurde abgeschlossen und die Ergebnisse der Politik und der Stadtgesellschaft vorgestellt. Visualisierungen zur Umgestaltung der Ost-West-Achse (WES GmbH LandschaftsArchitektur) Das Ergebnis des Verkehrsgutachtens zeigt die verkehrlichen Auswirkungen der verschi e- denen Variant en für die künftige Gestaltung der Ost-West-Achse auf die einzelnen Ve r- kehrsarten. Untersucht wurden die Kapazitätssteigerung des öffentlichen Personennahve r- kehrs, eine umweltgerechte Führung des motorisierten Individualverkehrs sowie eine leis- tungsfähige Führung des Rad-, Fuß- und ruhenden Verkehrs. Dabei stand die Umsetzung der Ziele des Strategiepapiers „Köln mobil 2025“ im Vordergrund. 33 Um schlüssige und aus städtebaulicher Sicht gewinnbringende Lösungen zu erzielen und diese in der Öffentlichkeit überze ugend und ganzheitlich vorstellen zu können , ist eine b e- gleitende städtebauliche Ausarbeitung für die Gestaltung der Oberflächen erstellt worden. Dabei stehen die Chancen für die Neugestaltung der drei Innenstadtplätze Heumarkt , Neu- markt und Rudolfplatz im Vordergrund. Die Ergebnisse der gesamten Untersuchung zeigen die Cha ncen und Einschränkungen, die mit weitgehenden Veränderungen auf der Achse für das Stadtbild verbunden sind. Demz u- folge wurde die Öffentlichkeit bereits zu einem frühen Zeitpunkt in den P lanungsprozess ein- bezogen. Eine Entscheidung, welche Variante verfolgt werden soll, wird erst im Anschluss an die im Frühjahr 2018 beginnende Bürgerbeteiligung getroffen werden. Verkehrsversuch Zülpicher Straße Aufgrund der politischen Beschlüsse wurde die Zülpicher Straße im Abschnitt zwischen dem Hans-Mayer-Weg und der Wilhelm-Waldeyer-Straße im Rahmen eines Verkehrsversuchs ab dem 19. April 2017 für Kraftfahrzeuge gesperrt. Ziel der Maßnahme ist es, die Aufenthaltsqualität innerhalb des I nneren Grüngürtels zu e r- höhen. Die von Radfahrern stark frequentierte Zülpicher Straße soll eine sichere und gro ß- zügige Fahrradachse werden. Die Verwaltung hat die Auswirkungen der Sperrung untersucht, die Ergebnisse im März 2017 den politischen Gremien vorgelegt und ei ne Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung wurden ausführlich analysiert, ausgewertet und münde- ten in eine Beschlussvorlage zur abschließenden Beratung der Politik. Verkehrsversuch Zülpicher Straße Weitere Untersuchungen Fortgeführt wurde auch die konzeptionelle Bearbeitung des Programms „Abbau von Lich t- signalanlagen und Ersatz durch alternative Betriebsformen“. Dabei wurden für weitere si g- nalgeregelte Knotenpunkte die Konzepte für die Umgestaltung der Kreuzungen erstellt und entsprechende politische Beschlüsse für die Ausführungsplanungen eingeholt. 34 2.12 Radverkehr Radverkehrskonzept Innenstadt (RVKI) Mit dem im Juni 2016 beschlossenen Radverkehrskonzept Innenstadt geht es voran. Mittle r- weile sind alle für die Umsetzung des Konzeptes geschaffenen Stellen im Team des Fah r- radbeauftragten besetzt. Von den 166 Einzelmaßnahmen im Radverkehrskonzept ist bereits ein Drittel in Bearbeitung. Im Oktober 2017 wurde beim ersten Facharbeitskreis zur Umse t- zung des Radverkehr skonzeptes Innenstadt eine Zwischenbilanz gezogen. Vertre terinnen und Vertreter aus Politik, Initiativen, Vereinen und Verbänden erhielten dabei einen Überblick über laufende sowie künftige Maßnahmen. Mit dem Radverkehrskonzept Innenstadt wurde als eine de r sogenannten „Big 5“- Schwerpunktmaßnahmen die radfahrerfreundliche Gestaltung der Nord -Süd-Fahrt beschlos- sen. 2017 wurde mit der Einrichtung von Radfahrstreifen auf der Ulrichgasse der erste Tei l- abschnitt umgesetzt. Auch querende Straßen wurden durch eigene Aufstellflächen und A m- pelsignalisierungen sowie die Öffnung sämtlicher Einbahnstraßen optimiert. Als vorläufiger Lückenschluss zwischen Volksgartenstraße und Sachsenring wurde außerdem eine sog e- nannte Piktogra mmkette aufgetragen, um allen Verkehrsteilne hmerinnen und Verkehrstei l- nehmern zu signalisieren, dass Radfahrenden genau wie dem Autoverkehr Platz auf der Straße zusteht. ##RingFrei Aus den vorgezogenen Maßnahmen des RVKI und den Belangen von #RingFrei wurde der Achsenplan 35 Die neuen Radfahrstreifen in der Ulrichgasse und die Piktogrammkette in der Vorgebirgstraße Um Radfahrern das Fahren auf den R ingen zu ermöglichen, wird die Benutzungspflicht der vorhandenen Radwege seit Ende 2016 sukzessive aufgehoben. Die Arbeiten sind von der Richard-Wagner-Straße vor dem Rudolfplatz vorangeschritten, sodass von dort bis zum Hansaring auf der Straße geradelt w erden darf. Dazu wurden die blauen Radwegschilder abgeschraubt. Um die Sicherheit des Radverkehrs auf der Fahrbahn zu gewährleisten, wu r- den zudem die Ampeln erneuert und umprogrammiert, Fahrbahnmarkierungen erneuert so- wie Tempo 30 angeordnet. Bereits im Sommer 2016 wurde mit der Achse Maastrichter Straße – Ehrenstraße eine wich- tige Radialverbindung für den Radverkehr aus dem Belgischen Viertel und Ehrenfeld in das Zentrum Kölns ertüchtigt. Für beide Richtungen wurde Radfahrenden ein eigenes Ampelsi g- nal zur sicheren und direkten Überquer ung der Ringe angeboten. Zuvor war es nur durch eine Fußgängerampel möglich, auf die andere Seite zu gelangen. Für sich auf dem Hohe n- zollernring fortbewegende Radfahrer wurden Aufstellflächen markiert, die das indirekte A b- biegen in die gegenüber liegende Maastrichter Straße beziehungsweise Ehrenstraße erleich- tern. Aufhebung der Benutzungspflicht auf den Ringen und die Querung Maastrichter/Ehrenstraße Radverkehrsinfrastruktur Abseits des Radverkehrskonzeptes Innenstadt gab e s 2017 auch in den anderen Bezirken zahlreiche Neuerungen. Es folgt eine Auswahl: In der Innenstadt, Ehrenfeld und Nippes wurde an mehreren Stellen ein neuer Grünpfeil für den Radverkehr installiert. Er ermöglicht Radfahrenden, nach einem kurzen Halt – so wie vor einem Stoppschild – bei einem roten Signal vorsichtig nach rechts abzubiegen, um den Ve r- kehrsablauf flüssiger zu gestalten. Für Ehrenfeld wird ein eigenes Radverkehrskonzept erarbeitet. Dazu hatten Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2017 einen Monat lang die Möglichkeit, auf der Online -Plattform www.raddialog-ehrenfeld.koeln Vorschläge und Hinweise einzubringen. 36 Ende August sind in Nippes 21 Einbahnstraßenabschnitte für den Radverkehr in Gegenric h- tung freigegeben worden. Dazu gehören auch die Yorck- und die Nordstraße, deren Öffnung eine höhere Durchlässigkeit für das Quartier um den Leipziger Platz und das Leonardo-da- Vinci-Gymnasium ermöglicht. Um die Radverkehrsinfrastruktur in Köln zu verbessern, wurden viele Markierungen auf der Straße aufgetragen. So wurde beispielsweise im Zuge einer Fahrbahndeckensanierung auf dem Herler Ring in Buchheim der ehemalige Radfahrstreifen durch einen richtlinienkonfo r- men Schutzstreifen mit Sicherheitsabstand zum Parken ersetzt. Einbahnstraßenöffnung in Nippes und neue Schutzstreifen in Buchheim Radwegesanierungsprogramm Das Sanierungsprogramm für Radwege wurde weiter fortgesetzt. Unter anderem sind dem Programm folgende Maßnahmen zuzuordnen: Der der erste Teilabschnitt des Geh - und Radweges an der Alfred -Schütte-Allee in Poll wur- de saniert. Auf einer Länge von etwa einem Kilometer wurde zwischen Maifischgasse und Südbrücke eine neue, viereinhalb Meter breite Asphaltschicht aufgetragen. In Müngersdorf wurden im Bereich des Brauweilerweges insgesamt 600 Meter Radweg e r- neuert. Zwischen der Aachener Straße und der Lovis -Corinth-Straße und im Grüngürtel zw i- schen Brauweilerweg und Marathonweg wurde eine neue Oberfläche geschaffen. Insgesamt wurden 3,7 Kilometer Radweg saniert. 37 Geh- und Radweg Alfred-Schütte-Allee saniert Radweg im Grüngürtel saniert Fahrradparken Das Fahrradparken nimmt bei der Förderung des Radverkehrs eine Schlüsselrolle ein. Die Möglichkeit, das Fahrrad vielerorts schnell und diebstahlsicher abstellen zu können , fördert den Umstieg auf das Fahrrad als Verkehrsmittel des Umweltverbundes. Nach der Schaffung von hochwertigen Fahrradabstellplätzen in der Fahrradstation am Hauptbahnhof und der Herstellung von Abstellmöglichkeiten an den Regionalbahnhöfen sowie Stadtbahnhalteste l- len, kommt nun der Schaffung von zusätzlichen Fahrradabstellplätzen in den Wohnquarti e- ren eine zentrale Bedeutung zu. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Köln seit 2007 das Ziel gesetzt, jedes Jahr rund 1.000 zusätzliche Fahrradabstellplätze im öffentlichen Raum bereitzustell en. Dieses selbst g e- steckte Ziel wurde mit über 2.400 neugeschaffenen Möglichkeiten zum Fahrradparken auch im Jahr 2017 wieder übertroffen. Arbeitsschwerpunkte waren die Kölner Innenstadt sowie die Stadtbezirke Lindenthal, Ehrenfeld und Nippes. Mit diesem Ergebnis wird der positive Trend der vergangenen Jahre weiter fortgeführt. B e- reits im Jahr 2014 hat die Stadt Köln erstmals über 2.100 neue Fahrradabstellplätze im Stadtgebiet geschaffen, 2015 über 2.200 und 2016 insgesamt etwa 2.300. Service Wie schon i n den vergangenen Jahren haben der Fahrradbeauftragte und sein Team um- fänglich über aktuelle Aktionen und umgesetzte Maßnahmen per Pressemitteilung und per Newsletter berichtet. Weiterhin sind die Daten der Dauerzählstellen seit dem Sommer 2017 im Internet einsehbar. Unter http://www.eco-public.com/ParcPublic/?id=677 können die Tages -, Wochen- und Mo- natswerte der bisher elf Zählstellen abgerufen werden. Auswertung der Dauerzählstellen online 38 2.13 Verkehrsplanung Planung Niehler Gürtel Für den Planungsraum des Niehler Gürtels wurden vom Planungsbüro WEST 8 mehrere Varianten entwickelt. Darauf aufbauend ist eine Beschlussvorlage erstellt worden, die der Politik zur Beratung vorgelegt wurde . Liegt eine Entscheidung für eine Vorzugsvariante vor, erfolgt eine Konkretisierung der Planung auf der Grundlage dieser Vorzugsvariante. Weitergehende Verkehrsmodellberechnungen für die Machbarkeitsstudie L 274n In Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen Nieder kassel und Troisdorf sowie dem Rhein-Sieg-Kreis wurde eine vergleichende Bewertung verschiedener Trassen für eine En t- lastungsstraße im Untersuchungsraum erstellt. Die Bewertung erfolgt dabei unter Beachtung verkehrsplanerischer, w irtschaftlicher und u mweltbezogener Aspekte . Im Ergebnis konnte eine Vorzugsvariante entwickelt werden, die von den politischen Gremien zunächst aller- dings abgelehnt wurde. Im Zusammenhang mit dem anstehenden Planfeststellungverfahren zum 6 -spurigen Ausbau der A 59 und entsprechen d der politischen Beschlüsse soll die im Flächennutzungsplan hi n- terlegte Entlastungsstraße Zündorf (sgn. Variante L 82n) als zusätzliche Variante in die Machbarkeitsuntersuchung aufgenommen werden. Die verkehrlichen Auswirkungen dieser Variante sind insbes ondere im Zusammenhang mit der im vordringlichen Bedarf des Bu n- desverkehrswegeplans heraufgestuften A553 samt neuer Rheinbrücke zu untersuchen. Stellungnahmen zu Bauleitplanverfahren In 2017 wurden insgesamt 48 Stellungnahmen zu Bauleitplanverfahren des St adtplanungs- amtes verfasst. Netzmodelluntersuchung Bayenthal / Marienburg Im Zusammenhang mit dem angeordneten Verkehrsversuch zur Verringerung des Durc h- gangsverkehrs in den Stadtteilen Marienburg und Bayenthal wurde das Verkehrssimulat i- onsmodell auf Grund lage aktueller Verkehrserhebungen kalibriert. Geplante und in den b e- treffenden Arbeitskreisen diskutierte Verkehrsführungsmaßnahmen zur weiteren Verring e- rung des Durchgangsverkehrs wurden mit dem Verkehrssimulationsmodell modelliert. Für sechs verschiedene Planfälle erfolgte die Darstellung der Auswirkungen durch Verkehrs- verlagerungen, in der Gegenüberstellung zur bestehenden Situation. 39 Lkw-Führungskonzept Das beschlossene Lkw-Führungskonzept wurde auf der sogenannten „SEVAS Eingabesoft- ware“ für Lkw-Routingdaten der Onlineplattform „mobil-im-rheinland.de“ hinterlegt. Das Lkw- Vorrangroutennetz zeigt die besten, sichersten und geeignetsten Fahrrouten für den Schwer- lastverkehr im Kölner Stadtnetz. Das primäre Ziel ist eine Bündelung des Schwerlastverkehrs auf Hauptverkehrsstrecken und eine Verlagerung in weniger sensible Bereiche, wie be i- spielsweise gewerblich genutzte oder anbaufreie Strecken und eine daraus resultierende Vermeidung von Lkw -Durchgangsverkehr in Wohngebieten. Das Lkw -Führungskonzept der Stadt Köln ist somit in die effiziente und stadtverträgliche Lkw -Navigation der Metropolregion Rheinland integriert. 40 3. Bau und Unterhaltung Aufgeführt sind im Folgenden beispielhafte Projekte aus den Stadtbezirken. 3.1 Innenstadt Umgestaltung der Maastrichter Straße im Belgischen Viertel Die Maastrichter Straße wurde auf ihrer gesamten Länge zwischen Hohenzollernring und Brüsseler Platz aufwendig umgestaltet. Die Fahrbahn mit einer Breite von 5,50 Metern wurde zwischen den Bäumen punktuell auf 4,50 Mete r verengt. Daraus resultiert eine Geschwi n- digkeitsreduzierung, die gleichzeitig zur Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmeri n- nen und Verkehrsteilnehmer führt. Die zuvor halbseitig auf dem Gehweg in Längs - und Schrägaufstellung befindlichen Parkflächen wurden auf die Fahrbahn verlegt. Dadurch kon n- ten die Gehwege um bis zu 1,50 Meter verbreitert werden. In den Einmündungsbereichen zum Brüsseler Platz, zur Brabanter Straße und zum Hohenzollernring sowie im Verlauf der Maastrichter Straße wurden insgesamt 48 zusätzliche Fahrradständer aufgestellt. Radfahr e- rinnen und Radfahrern stehen damit nun insgesamt 60 Abstellmöglichkeiten zur Verfügung. Um einen Alleencharakter zu erhalten, wurden zusätzliche Bäume auf der Maastrichter Stra- ße gepflanzt. Ausführungszeit: Oktober 2016 bis Juni 2017 Baukosten: rund 800.000 Euro Ausführende Firma: Eurovia Teerbau GmbH Vorher: Nachher: 41 3.2 Rodenkirchen Umbau Knotenpunkt Hauptstraße/Barbarastraße/Maternusstraße Der Knotenpunkt Hauptstraße/Barbarastr aße/Maternusstraße in Köln -Rodenkirchen wurde zu einem Kreisverkehr umgebaut. Durch den Rückbau der Ampelanlage hat sich der Ve r- kehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmenden verbessert. Die Fahrbahnen und Nebenanlagen der angrenzenden Straßen wurden bis zu ein er Länge von circa 50 Metern im Vollausbau neu hergestellt und gestaltet. In der Barbarstraße wurde ebenfalls eine Umgestaltung der Fahrbahn und der angrenzenden Gehwege vorgenommen. Die großflächig angelegte Platz - und Gehwegfläche nordwestlich des Kreisv erkehrs zeichnet sich durch eine besonders g e- staltete Pflasterfläche mit quadratisch angelegten Pflasterstreifen aus. Mit der Anlegung e i- nes neuen Pflanzbeetes sowie von weiteren neuen Sitzbänken wurde die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger verbessert. In der Hauptstraße wurden eine zusätzliche T a- xiaufstellfläche und eine Lieferzone eingerichtet. Ausführungszeit: März bis August 2017 Auftragssumme: rund 880.000 Euro Ausführende Firma: STRABAG AG Vorher: Nachher: 42 3.3 Lindenthal Umgestaltung der Kreuzung Dürener Straße/Stadtwaldgürtel/Lindenthalgürtel Die Kreuzung Dürener Straße/Stadtwaldgürtel/Lindenthalgürtel wurde saniert und umgesta l- tet. Wesentliche Änderungen wurden vor allem vor dem Eingang zum Stadtwald vorgeno m- men: Die freilaufende Rechtsabbiegespur vom Stadtwaldgürtel in die Dürener Straße wurde zurückgebaut und die Platzfläche vor dem Eingangsbereich in den Stadtwald erweitert. I n- nerhalb der Kreuzung wurden die sanierungsbedürftigen Fahrbahnen und Lichtsignalanlagen von Grund auf erneuert. Ebenso wurde d er Gehwegbelag ausgetauscht. An Ampelmasten wurden zusätzlich taktile Leiteinrichtungen erstellt. Sämtliche Sinkkastenleitungen im Baufeld wurden saniert und die Rostabdeckungen ausgetauscht. Der Ausbau erfolgte im laufe nden Verkehr. Auch die Stadtbahnlinien 7 und 13, sowie die Buslinie 146 der Kölner Verkehrsb e- triebe wurden kaum eingeschränkt. Ausführungszeit: Juli bis Dezember 2017 Auftragssumme: rund 1,5 Mio. Euro Ausführende Firma: Eurovia Teerbau GmbH Vorher: Nachher: 43 3.4 Ehrenfeld Umgestaltung der Rehorststraße Die Fahrbahn sowie die Rinnenführung der Rehorststraße wurden erneuert. Dabei wurde der Straßenablauf umgestaltet und die Bordsteinanlage erneuert. Dies geschah durch den Ei n- bau von Platten und Pflastersteinen auf die Schottertragschicht des Bordsteins. Auch in den von der Rehorststraße abgehenden Stichwegen wurde die Fahrbahn erneuert. Ausführungszeit: Oktober 2016 bis Juli 2017 Baukosten : rund 300.000 Euro Ausführende Firma: Bau-GmbH Neuhöfer Vorher: Nachher: 44 3.5 Nippes Umgestaltung der Longericher Straße in Bilderstöckchen Im Zuge einer Umgestaltung wurde n im Abschnitt zwischen Edenkobener Straße und Am Bilderstöckchen Rad - und Gehwege saniert. Die Maßnahme wurde notwendig , weil der Gehweg auf der Longericher Straße durch Baumwurzeln massiv beschädigt war. Die b e- schädigten Betonplatten wurden durch einen einheitlichen Plattenbelag ersetzt. Um den Baumbestand entlang der Longericher Straße erhalten zu können, wurden die Baumschei- ben im Zuge der Arbeiten vergrößert und die ursprüngliche getrennten Rad- und Gehwege zu einem gemeinsamen komfortablen Rad- und Gehweg umgestaltet. Ausführungszeit: Oktober 2016 bis November 2017 Baukosten (Straßenbau): rund 350.000 Euro Ausführende Firma: Neuhöfer Bau GmbH Vorher: Nachher: 45 3.6 Chorweiler Errichten einer Lkw-Sperranlage auf der Industriestraße in Niehl Die Fahrbahn der Industriestraße wurde im Zuge von Umbauarbeiten für die Errichtung der Sperranlage A1/Brücke Leverkusen im Bereich der Abfahrt Emdener Straße bis zur Brücke über die Bundesautobahn 1 instand gesetzt. Aufgrund von Fahrbahnschäden (Risse, Absackungen und Spurrinnen) erfolgte die Instan d- setzung der Asphaltbinder - und der Asphaltdeckschicht auf einer Länge von run d 650 M e- tern. Zudem war es notwendig, die Schutzplanken dem neusten Stand der Technik anzupas- sen. Ausführungszeit : Juli und August 2017 Baukosten: rund 450.000 Euro Ausführende Firma: Strabag AG Vorher: Nachher: 46 3.7 Porz Sanierung der Frankfurter Straße in Wahn Die Fahrbahn der Frankfurter Straße in Köln-Porz-Wahn wurde im Abschnitt zwischen Nach- tigallenstraße und Am Krausbaum umfangreich saniert. Aufgrund des Alters war die Fah r- bahn an vielen Stellen stark beschädigt, sodass sie zur Aufrechterh altung der Verkehrss i- cherheit instandgesetzt werden musste. Im Zuge der Sanierung wurde eine lärmoptimierte Asphaltdecke eingebaut. Weiterhin wurden zwei Querungshilfen für Fußgängerinnen und Fußgänger errichtet sowie zwei Radfahrschutzstreifen markiert. Ausführungszeit: September 2015 bis Januar 2017 Baukosten (Straßenbau): rund 1,4 Mio. Euro Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH Vorher: Nachher: 47 3.8 Kalk Sanierung der Lüderichstraße in Humboldt / Gremberg Die Fahrbahn der Lüderichstraße einsc hließlich der abzweigenden S tichstraßen (Häuser 25 – 33) wurde auf ganzer Länge in Asphaltbauweise generalsaniert. Altersbedingt war die Fahrbahn durch Risse und Schlaglöcher stark beschädigt. Weiterhin wurden die vorhand e- nen Längs- und Senkrechtparkplätze im Abschnitt zwischen Gremberger Straße und Ode n- waldstraße in gepflasterter Bauweise erneuert. Rund um die Baumscheiben und Grünflächen wurden neue Bordsteineinfassungen errichtet. Ebenso wurden Teilbereiche des Gehwegs instandgesetzt. Ausführungszeit: Mai 2017 bis September 2017 Baukosten (Straßenbau): rund 550.000 Euro Ausführende Firma: EUROVIA Teerbau GmbH Vorher: Nachher: 48 3.9 Mülheim Sanierung der Roggendorfstraße in Flittard Die Fahrbahn der Roggendorfstraße wurde im Abschnitt zwischen Edmund-Ter-Meer Straße und Einsteinstraße generalsaniert. Altersbedingt war die Fahrbahn an vielen Stellen durch Risse und Schlaglöcher so beschädigt, dass sie nicht mehr gefahrlos genutzt werden konnte. Im Zuge der Sanierung wurde die Fahrbahn nach dem Aust ausch der ungebundenen Trag- schichten mit einer neuen 10 cm starken Asphalttragschicht und einer 12 Zentimeter starken Asphaltdecke versehen. In Teilbereichen wurde auch der vorhandene Parkstreifen neu a s- phaltiert. Nach Fertigstellung der Asphaltarbeiten wu rde die erforderliche Markierung ei n- schließlich Radfahrschutzstreifen aufgebracht. Ausführungszeit: Januar 2017 bis Juni 2017 Baukosten (Straßenbau): rund 1 Mio. Euro Ausführende Firma: Dr. Fink-Stauf GmbH & Co. KG Vorher: Nachher: 49 3.10 Aufgrabungskontrollmanagement Im Aufgrabungskontrollmanagement werden die Arbeiten Dritter in öffentlichen Flächen kon- trolliert. Bei diesen Arbeiten werden Versorgungsleitungen und Entsorgungsleitungen in den Straßen verlegt und repariert. Im Jahr 2017 wurden 7.25 0 Aufgrabungen im öffentlichen Straßenland gemeldet. In 7.413 Fällen konnte die Verkehrssicherungspflicht, die für die Arbeiten an die Versorgungsträger übertragen worden ist, wieder von der Stadt Köln übernommen werden. Das Verhältnis von übernommenen zu gemeldeten Aufgrabungen liegt somit bei 102 %. Hierdurch konnte die Zahl der Altlasten (noch nicht übernommene Aufgrabungen, deren Ausführungszeitraum mehr als 4 Wochen abgelaufen ist) weiter reduziert werden. Der Verlauf der Altlasten ist in dem Diagramm mit der rot-gepunkteten Linie gekennzeichnet. Die Zahl der Altlasten konnte in den letzten Jahren von rund 13.000 auf weniger als 400 Altlasten reduziert werden, s o- dass diese Aufgabe nahezu abgeschlossen werden konnte. 10.907 Aufgrabungen wurden vor Ablauf der Gewährleistung bei einer Endkontrolle auf Mängel hin kontrolliert. Wenn möglich und sinnvoll, werden größere Bereiche nach Aufgrabungen gemeinsam durch Stadt und ausführende Firma in einer „gemeinsamen Wiederherstellung“ erneuert. Aufgra- bungen in Gehwegen, deren Oberfläche aus Asphalt besteht, sollen möglichst mit Gehwe g- platten im Format 30 x 30 x 8 cm in Altgraphit geschlossen werden, wie es im Gestaltung s- handbuch für Baumaßnahmen vorgesehen ist. Die G emeinschaftsgrundschule Don Bosco wurde im NRW -Förderprogramm „Gute Schule 2020“ an das Glasfasernetz der NetCologne angeschlossen. Hierzu erfolgte eine Aufgrabung in der Einsteinstraße, bei der die asphaltierte Oberfläche im Gehweg im Zuge einer gemei n- samen Wiederherstellung durch Gehwegplatten ersetzt worden ist. 0 2.500 5.000 7.500 10.000 12.500 15.000Aufgrabungen [n] Aufgrabungsmeldungen Übernahmen Endkontrollen Altlasten (4W) 50 Vorher Nachher Auf der Insel des Kreisverkehrs zwischen Breslauer Platz und Goldgasse wurde der „Obelisk of Tutankhamun“ aufgestellt. Dies wurde als Aufgrabung gemeldet, da die plattierte Oberfl ä- che der Insel geöffnet werden muss te, um das 3 x 3 Meter große Fertigfundament für das Kunstwerk einzubringen. Vorzustand Kreisverkehr Goldgasse Nachzustand Kreisverkehr Goldgasse 3.11 Bauhof Auf den beiden Kölner Bauhofstandorten (Stolberger Str. und Frankfurter Str. ) sind derzeit 119 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür zuständig , die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze zu kontrollieren und zu unterhalten sowie als Straßenbaulastträger für die Aufrechter- haltung der Verkehrssicherheit zu sorgen. Dazu gehören die B eseitigung von Fahrbahn- und Gehwegschäden sowie die Unterhaltung aller Verkehrszeichen, des gesamten Mobiliars und sämtlicher Fahrbahnmarkierungen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 15.729 Straßenschäden im gesamten Kölner Stadtgebiet erfasst. Davon wurden 1.776 Schäden als Priorität 1 -Schäden (akute Gefahr) eingestuft. 13.953 Schäden hatten die Priorität 2 (erkennbar sich entwickelnder Schaden, der aber noch keine Gefahr darstellt). Es wurden insgesamt 9.334 Flächenschäden und 4.367 Objektsch ä- den behoben. 51 Im Innendienst sorgen neben der Bauhofleitung derzeit 15 Mitarbeiter für den reibungsfreien Ablauf der einzelnen anstehenden Aufgaben . Hierzu gehört auch das Vorhalten eines tägli- chen Bereitschaftsdienstes, der bei notwendigen Sondermaßnahmen auf eine Präse nzbe- reitschaft auf den Bauhöfen auch außerhalb der Dienstzeiten ausgedehnt werden kann. Insgesamt wurden von den Beschäftigten des städtischen Bauhofs 153.560 Produktivstu n- den geleistet. Die statistischen Eckdaten belegen, dass in vielen Fachbereichen nur durch Mehrarbeit (insgesamt wurden mehr als doppelt so viele Überstunden geleistet wie 2016) das Leistungs -Soll erreicht werden konnte. Trotz gestiegener Maßnahmen und Aufgaben blieb die Anzahl der Mitarbeiter weitgehend konstant. Ambitioniertere Zielvorhaben wie die drastische Reduzierung von Schäden konnten aufgrund des bestehenden Personalmangels und der Personaleinsatzquote hingegen nicht erreicht werden. Übersicht Personalausstattung und Schadenentwicklung 52 Derzeit bildet der Bauhof neun Auszubildende als Facharbeiter im Bereich der Straßenwär- terstellen aus. Es ist geplant, die Auszubildenden während ihrer Ausbildung auch in externen Firmen einzusetzen, damit sie auf diesem Wege die Verfahren und Methoden in der freien Wirtschaft kennenlernen und gegebenenfalls neue Impulse in die Verwaltung mitbringen können. In Kooperation mit dem städtischen Rechts - und Versicherungsamt wurden im vergangenen Jahr überdies 174 Rechtsfälle mit Schadensersatzansprüchen bearbeitet. Auch zahlreiche Sonderdienste wie Winterdienst, Hochwa s- sereinsätze und Straßensperru ngen b ei Demonstrationen und diversen Großveranstaltungen (Karneval, Kölner Lic h- ter, CSD, Jeck im Sunnesching, Elfter im Elften, Silvester, Stadtteilfestivitäten und vieles mehr ) gehören zum umfan g- reichen Aufgabenbereich des Bauhofs. Bei Großveransta l- tungen find en b ereits im Vorfeld großräumige Vorbereitu n- gen und Planungen statt, um dann sowohl mit mat eriellem als auch personelle m Einsatz die geforderten Maßnahmen bewältigen zu können. Die Vorbereitung des Winterdienstes startet in der Regel bereits im Hochsommer . Bereits dann werden die Fahrzeuge und Geräte geprüft, Streupläne überarbei tet und Streugutreserven aufgefüllt. Insgesamt hält der Bauhof für seine Leistungen einen Fuhrpark von 42 Fahrzeugen vor, w o- bei die Palette der Fahrzeuge von „einfachen“ Pkw zur Streckenkontrolle über Lkw zu Regie- und Beschilderungsarbeiten, bis hin zu Spezialfahrzeugen wie Thermocontainern, Kehrm a- schinen und Radladern reicht. Alle Fahrzeuge können auch für den Einsatz im Winterdienst mit Aufsatzstreuer und Schneepflug umgerüstet werden. Die Fahrzeuge waren im Berichtsjahr insgesamt 79.915 Stunden im Einsatz. Die dabei zurückgelegte Wegstrecke betrug 422.635 km. Im Zuge der Modernisierung des Bauhoffuhrparkes sind im Spätso m- mer 2017 diverse elektrobetriebene Fahrzeuge getestet w orden, s o- dass diese nun bei der laufenden Ersatzbeschaffung für Fahrzeuge des Straßenkontrolldienstes zur Auswahl stehen. Es wird erwartet, dass die ersten E -Fahrzeuge im Frühjahr 2019 ange- schafft werden können. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik pr o- fitiert bei der Anschaffung der Elektrofahrzeuge von der bundesweiten Fördermaßnahme aus dem Sofortprogramm: „Saubere Luft 2017 – 2020“. Im Hochwasserfall sorgt der Bauhof im engen Austausch mit den Stad t- entwässerungsbetrieben (StEB) für die reibungslose sowie pegelstand s- abhängige Verkehrssicherung . Z u- dem unterstützt er die StEB bei jähr- lich stattfindenden Hochwasser- und Sandsackfüllübungen. Eine weitere Tätigkeit des Bauhofs besteht darin, die Einrichtung der Tempo -30-Zonen und die Aufstellung sämtlicher Par k- scheinautomaten zu betreuen. Im Jahr 2017 wurden diverse Parkscheinautomaten - Standorte in Köln -Kalk bearbeitet. Im Jahr 2018 stehen umfangreiche Projekte im Bereich Lindenthal /Sülz mit einer Anzahl von rund 180 Parkscheinautomaten an. Besonders ist die ämterübergreifende Aufräumaktion in Zusammenarbeit mit der Rheinene r- gie sowie den Abfallwirtschaftsbetriebe Köln, die zur Verbesserung der Wohnraumsituation Ford Ranger im Wintereinsatz Nissan eNV 200 und Renault KANGOO Z.E. 33 maxi Amt 66 – Hand in Hand mit StEB und FLIWAS 53 in Köln-Neubrück beitragen soll. Im Rahmen der Maßnahme hat die Durchführung einfacher Tätigkeiten wie die Reinigung von Schildern, das Setzen neuer Poller und die Entfernung von vernachlässigten Pflanzkübeln nicht nur eine Steigerung der Verkehrssicherheit, so n- dern auch eine Verbesserung der Wohnqualität erreicht. Zudem unterstützte der Bauhof eine Sondermaßnahme am Ebertplatz. Diese sollte zur Steigerung der Attraktivität des zentralen Platzes beitragen. Die Aufgabe der Mitarbeiter bestand insbesondere darin Blumenkübel im Bereich der Fahrbahnteiler zu beseitigen. Weiterhin hat eine Maßnahme zur Ve rbesserung des Stadtbildes entlang der Ringe statt gefunden, bei der in erhöhtem Maße Personal für die Kontrollfahrten und Regiearbeiten gebunden wurde. 3.12 Grundsatzangelegenheiten Im Sachgebiet Grundsatzangelegenheiten werden verschiedenste Aufgabenber eiche wahr- genommen. Unter anderem ist der Geodatenbeauftragte hier im Einsatz . Hier werden auch die Straßenzustandserfassung aufgebaut sowie Grundlagen für die Sachgebiete der Ba u- ausführung geschaffen. Folgend sind exemplarisch 2 Bereiche aufgeführt. Digitale Aufbereitung zum Thema Bewohnerparken Das Leistungsspektrum im Bereich Geodatenverwaltung und -pflege variiert von Konzep t- entwicklung über Grundlagenermittlung und Ersterfassung bis hin zur Datenpflege. In diesem Aufgabenbereich wurde ein Konzept entwi ckelt, in dem die Thematik Bewohne r- parken aufbereitet wurde. Hierbei wurden die vielen, analogen Einzellösungen pro Bewo h- nerparkgebiet in einem digitalen, einheitlichen Gesamtprojekt umgesetzt. Hierfür wurden die Daten des zuständigen Sachgebiets aktualisi ert zur Verfügung gestellt. Diese Daten wurden anschließend in einem Geoinformationssystem-Projekt zusammengefasst. Zuerst wurden hierbei alle Bewohnerparkgebiete und anschließend alle darin gültigen Parkplätze digital e r- fasst. Neben der quantitativen Aufn ahme wurde zusätzlich eine qualitative Unterscheidung vorgenommen, welche die Parkmöglichkeiten in den Bewohnerparkgebieten für Nichtanwoh- ner widergibt. Bewohnerparken südliche Neustadt 54 Ziel ist es, einen Internetauftritt zum Bewohnerparken zu schaffen, auf welchem der Bürger selbst ermitteln kann, ob er in einem Bewohnerparkgebiet lebt, ob die Berechtigung für einen Anwohnerparkausweis vorliegt und wo er damit parken kann. Haushaltsfinanzierte Reinigung als neue Aufgabe im Sachgebiet Die Reinigung der öffentlichen Flächen wird über die gebührenfinanzierte Reinigung gemäß der Straßenreinigungssatzung oder über eine haushaltsfinanzierte Reinigung durchgeführt. Die haushaltsfinanzierte Reinigung erfolgt in den Bereichen, wo keine satzungsgemäße Re i- nigung auf die Anlieger übertragen werden kann oder wo eine Reinigungsleistung erforde r- lich ist, die über die reguläre Satzungsleistung hinausgeht. Diese erfolgt derzeit durch die einzelnen Dienststellen, in deren Zuständigkeit der zu reinigende Bereich liegt. Diese haushaltsfinanzierte Reinigung soll ab dem 1. Januar 2019 im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung zusammengeführt werden. Im Jahr 2017 wurde begonnen , die Aufga- bengebiete für diesen Bereich zusammenzutragen, um mit den Abfallwirtschaftsbetrieben GmbH einen neuen Vertrag für diese Leistungen zu erstellen. Im Jahr 2017 wurden die Abfallwirtschaftsbetriebe mit erweiterten Reinigungsleistungen im Domumfeld beauftragt. Bereits jetzt ist eine verbesserte Sauberkeit in diesem Bereich e r- kennbar. Eine erste Priorität lag auf der Entfernung von Aufklebern und kleineren Schmier e- reien auf den Objekten in diesem Umfeld. Schild vor Reinigung Schild nach Reinigung 55 4. Verkehrsmanagement 4.1 Planung und Ausführung von Ampelanlagen In Köln regeln insgesamt 963 Ampeln den Verkehr, von denen sich 869 Stück in der Baulast der Stadt Köln und in vollständiger Zuständigkeit des Sachgebietes Verkehrsmanagement befinden. Im vergangenen Jahr wurden an den Kölner Ampelanlagen insgesamt 94 Optimie- rungen vorgenommen, 3256 Störungen beseitigt und 136 Baustellensignalisierungen ang e- ordnet. Außerdem wurden über 973 Hinweise und Anregungen von Bürgern bearbeitet. Das Kostenvolumen lag bei rund 5,53 Millionen Euro. Stellvertretend für die Vielzahl der bearbeiteten Bau - und Erneuerungsmaßnahmen gibt im Folgenden eine kurze Beschreibung einiger in 2017 realisierten Projekte einen kurzen Über- blick: Stadtwaldgürtel/Dürener Straße: Von Beginn der Sommerferien 2017 bis kurz vor Weihnachten 2017 wurde die Kreuzung Stadtwaldgürtel/Dürener Straße umgebaut. Die Lichtsignalanlage wurde grundlegend erne u- ert und mit aktueller LED -Technik ausgerüstet. Alle Furten wurden mit Blindensignalisierung ausgestattet. Die Linksabbieger aus dem Stadtwaldgürtel und Lindenthalgürtel werden sepa- rat über eigene Signale geschaltet. Die Anlage verfügt über mehrere verkehrsabhängige Programme mit voller Stadtbahnbevor- rechtigung. Die Wartezeiten der Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer werden in der neuen Steuerung überwacht. Wird ein voreingestellter Wa rtezeitschwellwert eines angeforderten Verkehrsstroms überschritten, so wird die Schaltung dieses Verkehrsstroms umgehend ein- geleitet. Im Zuge des Umbaus der Kreuzung wurde die Führung und Signalisierung für Radfahrende geändert. Diese haben nunmehr die Wa hl, mit dem Autoverkehr die Fahrbahn zu nutzen oder ihre Fahrt unter Rücksichtnahme auf Fußgänger auf dem Gehweg fortzusetzen. Ebenso besteht für den Radverkehr die Möglichkeit, mit den Autos direkt nach links abzubiegen oder indirekt mittels eines separaten Rad- und Gehüberweges. 56 Wilhelm-Sollman-Straße: Bei der Streckensanierung in Köln -Longerich wurden fünf Lichtsignalanlagen auf der Wi l- helm-Sollmann-Straße erneuert. Die veralteten Signalanlagen wurden durch neue Steuerg e- räte und modernste LED-Technik ersetzt. Zugleich wurde die jeweilige Ampelschaltung nach den neusten Richtlinien für Lichtsignalanlagen optimiert. Die Fahrbahn wurde in beiden Richtungen mit einem Radschutzstreifen versehen, dadurch ist die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben. Alle Fußgängerüberwege sind nun mit Bli n- densignalisierung ausgestattet. An der Kreuzung Wilhelm -Sollmann-Str./Meerfeldstr. findet an dem Schulüberweg eine Fußgängerbemessung statt, sodass die Schaltungen in den Stoßzeiten bei Bedarf optimiert werden können. 57 Luxemburger Straße: Im Verlauf der Luxemburger Straße werden insgesamt 20 Ampelanlagen erneuert. Im Zuge der Erneuerung werden fünf Anlagen zukünftig als zweite Teilknoten in benachbarte Anlagen integriert. Mit der Erneuerung wurde im Frühjahr begonnen und im Dezember wurden bereits drei Anlagen mit neuen Steuerungen nach aktuellen Planungsprinzipien in Betrieb genommen. Die erneuerten Anlagen wurden mit aktueller LED-Technik ausgerüstet und mit akust i- scher Blindensignalisierung und taktilen Leitelemen- ten im Boden ausgestattet. Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Anlagen wurde die Fahrbahn mit Blick auf die Förderung des Radverkehrs neu geor d- net. An Anlagen in Schulnähe wird zukünftig zur Überprü- fung einer möglichen Optimierung der Grünzeiten der Fußgängerverkehr statistisch erfasst. Der Verkehr auf der durchgehenden Fahrbahn wird ebenfalls erfasst. Aachener Straße/Melatengürtel/Stadtwaldgürtel: Im Rahmen der Projekte „Erneuerungs -Sofortprogramm“ und „Beseitigung Unf allhäufungs- stelle“ wurde die Ampelanlage an der Kreuzung Aachener Str a- ße/Melatengürtel/Stadtwaldgürtel in der Zeit von April 2016 bis April 2017 erneuert. Der südwestliche Kreuzungsbereich Aachener Straße/Hültzstraße/Stadtwaldgürtel wurde zur Beseitigung der Unfallhäufungsstelle straßenbaulich umgestaltet. In diesem Zusammenhang wurde der freilaufende Rechtsabbieger zurückgebaut und der Rechtsabbiegestrom in die Signalisierung aufgenommen. Während der Bauzeit wurde der Verkehr durch eine Ersatza n- lage mit bahnabhängiger Steuerung eingesetzt , um den Betriebsablauf der Stadtbahnen s o- wie den Auto -, Fußgänger - und Radverkehr angemessen zu bedienen. Die neue Anlage wurde um die Signalisierung für blinde und seheingeschränkte Personen ergänzt und die Signalisierung für Radfahrende angepasst. Die Anlage ermöglicht mehrere verkehrsabhängige Programme, beispielsweise Sonderpro- gramme für Stadionveranstaltungen. Die Stadtbahnen werden dabei grundsätzlich bevo r- rechtigt. 58 59 4.2 Baustellen und Container Für Baumaßnahmen Dritter , einschließlich der Aufs tellung von Containern, die im öffentl i- chen Straßenland stattfanden oder sich darauf auswirkten, wurden insgesamt 23.108 B e- scheide (Anordnungen nach der Straßenverkehrsordnung) erteilt. Hiervon entfielen 739 Vor- gänge auf die Umsetzung des Werbenutzungsvert rages. Insgesamt wurden damit 119 Be- scheide weniger erteilt als im Vorjahr . Dies ist insbesondere auf die geringere Anzahl von Vorgängen zur Umsetzung des Werbenutzungsvertrags (442 weniger als 2016) zurückzufüh- ren. Insgesamt wurden 3.148.196 Euro an Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren ein- genommen. Anzahl von Bescheiden im Zusammenhang mit der Anordnung und Genehmigung von Baumaßnahmen Dritter nach der StVO im öffentlichen Straßenland Aufstellung von Containern: 2.270 Container-Genehmigungen wurden i nsgesamt erteilt und 149.368 Euro an Verwa l- tungs- und Sondernutzungsgebühren festgesetzt. Zusätzlich wurden 1 .374 Container im Z u- sammenhang mit Jahresgenehmigungen aufgestellt. 4.3 Baustellenmanagement Ausgangslage: Der Leitgedanke des Bauens im öffentlichen (Straßen-)Raum lautet „ Bauen steht für Verän- derung und Gestaltung – am Ende soll es besser sein als zuvor.“ Zunächst beeinträchtigen die Bauvorhaben jedoch das sensible Verkehrssystem in einer Stadt. Sie schränken die M o- bilität und damit die Lebensqua lität der Menschen vorübergehend ein , teils in empfindlicher Art und Weise. Auch in Köln haben laufende und bevorstehende Bauvorhaben an wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie Brücken und Tunneln bedeutende Auswirkungen für den Ve r- kehr. Die negativen Eff ekte müssen bereits in der Planung gründlich bedacht und in der Durchführung auf ein Minimum beschränkt werden. Der Anspruch ist, Baustellen in Köln so- wohl stadtverträglich als auch mobilitätssichernd zu gestalten. Vielfach hört man in Bezug auf die Verke hrssituation in Köln, dass überall gebaut werde und an jeder Ecke Baustellen zu finden sind. Richtig ist, dass viele Investitionsmaßnahmen und Arbeiten an der Infrastruktur Kölns stattfinden. Und das ist auch gut so! Relevante Auswir- kungen auf den Verkehr lassen sich aber selbstverständlich nicht immer vermeiden. Aber sie lassen sich minimieren: D er Deutsche Städtetag beschreibt die Aufgaben eines Baustellenmanagements als die „Aufrechterhaltung von Verkehrsabläufen zur Mobilitätss i- 10.000 20.000 30.000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 60 cherung und zur Erhaltung der Lebensqualität“. Dies ist die Messlatte für das Kölner Baustel- lenmanagement. Das Baustellenmanagement Köln hat im April 2014 die Arbeit aufgenommen. Schwerpunkte bei der Neuausrichtung bildete n die konsequente Zusammenführung der betroffenen städt i- schen Bereiche, der Aufbau eines eigenen Baustellenkontrolldienstes, der Ausbau der Koor- dination von in Köln bauenden Unternehmen wie Rheinenergie, Stadtentwässerungsbetriebe (SteB), KVB und städtische Bauämter , die Zusammenfassung der Grundlagen bei der Au s- führung von Bauvorhaben im öffentlichen Raum in der „Kölner Baustellenfibel“ und die Ei n- führung zielführender Vorgaben zur Information und Öffentlichkeitsarbeit bei Baumaßna h- men (unter anderem „Verkehrskalender der Stadt Köln“ im Internet und Pressemitteil ungen). Köln war und ist Vorreiter eines Baustellenmanagements in Deutschland. Die positiven E f- fekte wurden auch durch die IHK Studie aus dem März 2017 bestätigt ( https://www.ihk- koeln.de/Broschuere_Baustellenmanagement.AxCMS). Den heutigen Anforderungen an Transparenz und Kommunikation entsprechend werden die Informationen des Verkehrskalenders (unter anderem die Bauvorhaben) als „open Data“ zur Verfügung gestellt. Hierdurch is t sichergestellt, dass die Daten zur Ver wertung in mobilen individuellen Informationssystemen, aber auch in anderen Anwendungen durch Dritte ge- nutzt werden können. Gerade im Bereich wirkungsvoller Verkehrsinformationen ist ein hoher Verbreitungs- und Beachtungsgrad von hoher Bedeutung. Letztendlich können diese Daten auch auf de m sogenannten Mobilitäts -Daten-Marktplatz (MDM) angeboten werden. Auf diesem Marktplatz finden Anbieter und Nutzer von Mobilität s- daten alle wichtigen Informationen. Der MDM ist der nationale Zugangspunkt für Verkehrsda- ten: Eine neutrale Business -to-Business-Plattform d efiniert Standards für den Dat enaus- tausch. Zu finden sind Informationen über Verkehrsströme, Staus, Baustellen, Kraftstoffpre i- se, Parkmöglichkeiten und mehr. Aktuell: Die Vielzahl von Arbeitsstellen im öffentlichen Raum (seit 2014 deutlich > 20.000 p.a.) erfo r- dern weiterhin ein konsequentes Vorgehen. Zur Verbesserung der verkehrlichen Koordinat i- on wird mittlerweile der Baustellenatlas des Anbieters INFREST bei den beteil igten Unter- nehmen eingesetzt. Diese gemeinsame w ebbasierte Abstimmungsplattform ersetzt den bi s- herigen analogen Prozess und erleichtert damit das Verfahren erheblich. Zusammen mit dem Aufbau eines Onlineverfahrens zur Beantragung der verkehrsrechtlichen Ge nehmigun- gen wird auch den Optimierungsforderungen aus der IHK Studie von März 2017 nachge- kommen. Mit der Überleitung des Baustellenmanagements in das neu geschaffene Amt für Verkehr s- management wird ein Anschluss an die allgemeinen Verkehrsmanagementsystem e ges i- chert. Der durch Köln initiierte Arbeitskreis IBÖV (Fachausschuss integrative Baustellenk o- ordinierung im öffentlichen Verkehrsraum) unter der Beteiligung von r und 20 Kommunen (auch aus Österreich) hat sich ebenfalls bewährt. Die Problemlagen sind na hezu identisch. Dennoch kann die öffentliche Wahrnehmung sehr unterschiedlich sein. In Köln fehlt es oft an der Differenzierung zwischen dem „Landesteil“ Autobahnnetz Köln und dem städtischen Verkehrsnetz. Hierbei sind die Einflussgröß en der Stadt begrenzt. Auch werden die Problemlagen allgemeiner Großbauvorhaben im Hochbau auf die Qualität der Straßenbaumaßnahmen projiziert. Schwierig sind die bestehenden Rahmenbedingungen einschließlich der vergaberechtlichen Situation. Vergabeeinsprüche, Beweissicherungen und die beschränkte Auswahl qualifizie r- ter Unternehmen erschweren die Prozesse zusätzlich. Hierbei werden Zeitpuffer zur Durch- führung aufgezehrt. Die verkehrsrechtlichen Vorgaben zur Durchführung der Maßnahmen unter zwingender Nu t- zung der verkehrsschwach en Zeiten, (in den Ferien und außerhalb der verkehrlichen Spit- zenzeiten) sind durch die Vielzahl aller Maßnahmen in NRW limitiert. Dennoch ist dies eine aufwendige und durchaus auch kostensteigernde Vorgaben zum Bauen in Köln. 61 Fakt ist: Obschon es gerade bei komplexen Bauvorhaben nicht immer die perfekte, zumi n- dest nicht immer die einfache Lösung gibt, verbessert das konsequente Baustellenmanage- ment die sensible Verkehrssituation in Köln. Prognose: Die Anzahl der Baumaßnahmen und deren Intensität im Hinbli ck auf verkehrliche Auswi r- kungen lassen eine aktuelle Entspannung nicht zu. Frühestens ab 2025 ist mit Entspannung zu rechnen, da viele Investitionsmaßnahmen zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein so l- len. Kölle entrümpeln Im Rahmen der Sonderaktionen „Kölle entrümpeln“ wurden gezielte Begehungen und Ko n- trollen vorgenommen um nicht mehr benötigte, baustellenbedingte Materialien zu räumen. Im Jahr 2017 wurden im Rahmen dieser konzentrierten Aktionen insgesamt 300 Verkehrszei- chen oder Absicherungen, die von Baustellen übrig geblieben sind abgeräumt. Diese werden teilweise von den Baufirmen vergessen, teils aber auch von Dritten entwendet und an and e- rer Stelle im Straßenland wieder abgestellt. „Geisterschilder“ finden sich vor allem in der Altstadt, der Innensta dt und den innenstadtna- hen Stadteilen. In den Außenbereichen verringert sich die Anzahl stark. Verkehrsleitzentrale In der Verkehrsleitzentrale wird sichergestellt, dass frühzeitig und umfassend über die aktuel- le und die zu erwartende Verkehrssituation im gesamten Stadtgebiet informiert wird. Das bekannteste Medium zur Bereitstellung von Verkehrsinformationen ist der Verkehrskalender, der seit seiner Einrichtung im Oktober 2010 zu den am häufigsten genutzten Anwendungen auf den städtischen Internetseiten zä hlt. Der Verkehrskalender stellt schwerpunktmäßig Baustellen im mobilitätsrelevanten Verkehrsnetz (MRV), bedeutende Messen sowie Sport - und Konzertevents in der LANXESSA rena und im RheinEnergie -Stadion sowie weitere ver- kehrsrelevante Veranstaltungen im Sta dtgebiet dar. Eine Weiterentwicklung des Kalenders findet regelmäßig statt. So erfolgte nach der Integration in die App der Stadt Köln die Ergä n- zung um die Darstellung der Busparkplätze und Bushaltepunkte. Seit Jahren werden auch die Belange des Güterverke hrs berücksichtigt. Im Verkehrskalender Logistik sind auf der Grundlage des Lkw -Führungskonzeptes alle Höhenbegrenzungen und Gewichtsbeschrä n- kungen erfasst. Neben dem Verkehrskalender informieren auch die wöchentliche Verkehr s- prognose, das Verkehrsleitsyst em mit fünfzehn dynamischen Vario -Tafeln sowie das Par k- leitsystem aktuell und umfassend über die Verkehrssituation in Köln. Blick in die Kölner Verkehrsleitzentrale 62 4.4 Parkraumbetriebsservice Zur Bewirtschaftung öffentlicher Parkflächen werden in Köln Parkscheinautomaten (PSA) eingesetzt. Ende des Jahres 2016 waren 2.381 PSA im öffentlichen Straßenland aufgestellt. Der Ertrag aus der Parkraumbewirtschaftung lag 2017 bei rund 21,5 Mio. Euro. Der Anteil der Erträge aus den unbaren Zahlungsmitteln (Handyp arken, Geldkarte und Debit - und Kre- ditkarten) betrug 3,28 Mio. Euro (15,3 % der Gesamterträge). Im Berichtsjahr ist der erfol g- reiche Austausch der alten störanfälligen PSA -Fabrikate mit einer Stückzahl von 111 Par k- scheinautomaten fortgesetzt und das Bewohn erparkgebiet Kalk im März mit 63 PSA in B e- trieb genommen worden. Zudem wurden im Bereich der Mes se Köln-Deutz 19 Parkscheinautomaten in einem Pilo t- projekt auf die Zahlung mit Debit- (Maestro und V Pay) und Kreditkartenfunktion (Mastercard und VISA) umgerüstet. Die Anzahl der Aufbruchs versuche und erfolgreichen Aufbrüche ging im Vergleich zum Vo r- jahr von 85 auf 50 zurück. Aufbruch eines Parkautomaten 4.5 Verkehrserhebungen Verkehrserhebungen erfolgen in Form von Knotenstromzählungen, Rad -und Fußgängerzäh- lungen, Geschwindigkeitsmessungen, Querschnittsmessungen, Parkraumerhebungen, Staubeobachtungen und Kennzeichenverfolgungen. Die Ergebnisse werden unter anderem für die Straßenplanung, die Ampelsteuerung, das Beschwerdemanagement, die Unfallstel - lenbeseitigung, die Einrichtung von Tempo 30 -Zonen, die Verkehrssimulation sowie für Ver - kehrsprognosen benötigt. Insgesamt wurden 534 Verkehrserhebungen durchgeführt. Diese teilen sich in 257 Knote n- stromzählungen, 20 Staumessungen, 59 Radverkehrszählungen, 49 Fußgängerzählungen, 4 Parkraumerhebungen, 6 Kennzeichenerfassung en sowie 139 Geschwindigk eits- und Quer- schnittsmessungen auf. 63 4.6 Wegweisung Im Rahmen der Bestandspflege wurden insgesamt 133 Schilder und 2 1 seitliche Aufsteller erneuert. 34 Schilder mussten eingedreht werden. Im Fußgängerleitsystem wurden zwei neue Standorte errichtet. Fußgängerleitsystem: Rheinboulevard Im Rahmen des Programms Verkehrstechnik Köln (PVT) wurden auf dem Pfälzischen Ring neue Wegweiser aufgestellt. Insgesamt wurden 10 Standorte und 18 Wegweiser erneuert. Neue Tafel am Pfälzischen Ring 64 Reinigung alter Schilder (Vorher-Nachher-Vergleich) Neue Tafel Kreisverkehr Liburer Landstraße Schilderbrücken und Ausleger: Neben den seitlich aufgestellten Wegweisern sind im K ölner Stadtgebiet rund 120 Schilder- brücken, Ausleger und Doppelausleger mit Hinweisschildern vorhanden. Sie unterliegen wie Straßenbrücken der regelmäßigen Bauwerksprüfung nach DIN 1076. Alle sechs Jahre mü s- sen diese Bauwerke von speziell ausgebildeten Prü fingenieuren einer Hauptprüfung unte r- zogen werden, die eine Bewertung nach Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerha f- tigkeit mit den Noten 0 – 4 beinhaltet. Zwischen diesen Hauptprüfungen erfolgt nach 3 Ja h- ren eine „Einfache Prüfung“, die mit einem g eringeren Prüfaufwand durchgeführt wird. Z u- sätzlich werden alle Bauwerke einmal jährlich von einer städtischen Mitarbeiterin auf offe n- sichtliche Schäden überprüft (Sichtprüfung). In 2017 erfolgte an 40 Bauwerken eine „Einfache Prüfung“ nach DIN 1076. Aufgr und von schlechten Bewertungen aus den Vorjahren wurden 4 Schilderbrücken erneuert. 65 Neue Schilderbrücke Innere Kanalstraße vor Lentpark Neuer Ausleger Innere Kanalstraße vor Aachener Str. 66 Neue Schilderbrücke auf der Stadtautobahn (B55a) Als Sonderform der Überkopf-Beschilderung sind im Tunnel „Am Domhof“ fünf innenbeleuch- tete Wegweiser an der Tunneldecke montiert worden. Neue innenbeleuchtete Wegweiser im Tunnel „Am Domhof“ – Bahndamm 67 4.7 Stabsstelle Gesamtverkehrsentwicklungsplanung und Nahverkehr Die Aufgaben der Stabsstelle für Gesamtverkehrsentwicklungs - und Nahverkehrsplanung sind erstmalig Teil des jährlichen Tätigkeitsberichtes, da diese erst im April 2017 dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik neu zugeordnet wurde. Zuvor war sie im Amt f ür Stadtent- wicklung angesiedelt. Die Aufgaben umfassen unter anderem die Verkehrsentwicklungsplanung mit dem Schwe r- punkt der Verkehrsinfrastrukturentwicklung, die Weiterentwicklung des ÖPNV, die enge A b- stimmung der städtischen Belange im Schienenpersonenna hverkehr, konzeptionelle Aufga- ben zum Thema der Elektromobilität sowie die Entwicklung alternativer Mobilitätsangebote. Auch die Vergabe von Leistung en im Bereich des ÖPNV, der Abschluss von Verträgen und die Abrechnung interlokaler Verkehre werden bei der Stabsstelle durchgeführt. Das umfassende Thema der Logistik ist ebenfalls bei der Stabsstelle angesiedelt. Hierzu fanden mehrere Ämterworkshops und das 9. Logistikforum unter städtischer Leitung mit Ver- tretenden aus der lokalen Wirtschaft, Verbänden und der Forschung statt. Gemeinsam wu r- den interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppen gebildet, insbesondere mit dem Ziel kurz - und mittelfristig Verbesserungspotenziale im Wirtschafts- und Anlieferverkehr in innerstädtischen Bereichen zu ermitteln. Ein großes ÖPNV-Projekt wurde mit dem vom Rat beschossenen 3. Nahverkehrsplan fertig gestellt. Zu dem Projekt Wasserbus im Rahmen der alternativen Mobilitätskonzepte wurden zahlreiche Gespräche mit benachbarten Gebietskörperschaften und Kommunen am Rhein, öffentlichen Nahverkehrsträgern, dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg, dem Region Köln/Bonn e. V. und der Häfen und Güterverkehr Köln AG geführt , um gemeinsam eine Machbarkeit s- studie für einen Wasserbuslinienbetrieb auf dem Rhein in Auftrag geben zu können. Zum Start der Studie Anfang 2018 wurden alle Vorbereitungen getroffen. Weitere Aufgabe der Stabsstelle ist die Mitwirkung bei Projekten , die direkt beim Dezernat VIII oder anderen städtischen Ämter n geführt werden. So werden beispielweise das Projekt des NVR zu Mobilstationen bzw. die Projekte Regionalplan und Kölner Perspektiven begle i- tet und abgestimmte Fachinhalte des Amtes eingebracht. In der Stabsstelle sind über fünf Personen beschäftigt. 68 Wichtige Telefonnummern Seit April 2018 teilt sich das Amt für Straßen und V erkehrstechnik in zwei verschiede- ne Ämter auf: Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung sowie das Amt für Ve r- kehrsmanagement. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Rufnummern: (0221) 221 - Durchwahl Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Amtsleitung – Herr Harzendorf 27179 Abteilung Zentrale Aufgaben - Herr Krichel 27180 Finanzen 27012 Juristische Grundsatzangelegenheiten 27804 Öffentlichkeitsarbeit 37167 Organisation 27836 Personal 30193 Vergabeverfahren 27199 Verkehrssicherheitsarbeit 27816 Abteilung Verkehrsplanung – Herr Dörkes 27808 Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV 27066 Parkraumkonzepte 27160 Verkehrskonzept/Verkehrsuntersuchungen 27132 Nahmobilität und Radverkehrsförderung, Fahrradbeauftragter 22851 Abteilung Straßenerhaltung – Herr Lachmann (kommissarisch) 27814 StVO-Anordnungen / Werbenutzungsvertrag ortsfest 27194 Grundsatzangelegenheiten 26432 Bauhof 38130 Parkbetriebsservice 27184 Abteilung Straßenplanung – Herr Dörkes (kommissarisch) 27808 Straßenplanung Stadtbezirk 1 und Großprojekte 27868 Straßenplanung Stadtbezirke 2 und 3 30298 Straßenplanung Stadtbezirke 4, 5 und 6 27131 Straßenplanung Stadtbezirke 7, 8 und 9 27136 Abteilung Straßenbau – Herr Lachmann 27814 Aufgrabungsmanagement 35869 Bauausführung Stadtbezirk 1, Radverkehr und Großprojekte 38129 Bauausführung Stadtbezirke 2 und 3, Nord-Süd-Stadtbahn 30285 Bauausführung Stadtbezirke 4, 5 und 6 31618 Bauausführung Stadtbezirke 7, 8 und 9 30283 69 Amt für Verkehrsmanagement Amtsleitung – Herr Stieler 30647 Intelligente Verkehrslösungen 28573 Öffentliche Beleuchtung 27167 Abteilung Verkehrssystemmanagement – Herr Sorich 27173 Verkehrs- und Tunnelleitzentrale, Betriebssystemtechnik 27164 Verkehrserhebungen / Wegweisung 27127 Abteilung Planung, Bau und Betrieb von Lichtsignalanlagen – Frau Rosenstein 27273 Planung Lichtsignalanlagen 27125 Ausführung Lichtsignalanlagen 27189 Abteilung Baustellenmanagement – Herr Weil 27871 Baustellenkontrolldienst 30158 Baustellengenehmigungen linksrheinisch 27830 Baustellengenehmigungen rechtsrheinisch 27102 Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Stadthaus Deutz – Westgebäude Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Mail: strassen-verkehrsentwicklung@stadt-koeln.de Amt für Verkehrsmanagement Stadthaus Deutz – Westgebäude Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Mail: verkehrsmanagement@stadt-koeln.de Besuchen Sie uns auch im Internet: www.verkehr.koeln

Beratungsverlauf

  1. 11.09.2018

    Verkehrsausschuss

    TOP 7.12, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 13.09.2018

    Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)

    TOP 10.2.14, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 13.09.2018

    Bezirksvertretung 8 (Kalk)

    TOP 10.2.16, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  4. 17.09.2018

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 10.18, Kenntnisnahme (Mitteilung).
  5. 17.09.2018

    Bezirksvertretung 9 (Mülheim)

    TOP 10.2.15, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  6. 17.09.2018

    Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)

    TOP 10.2.11, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  7. 20.09.2018

    Bezirksvertretung 5 (Nippes)

    TOP 10.2.12, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  8. 24.09.2018

    Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)

    TOP 11.1.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  9. 05.11.2018

    Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)

    TOP 12.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  10. 13.11.2018 zuletzt

    Bezirksvertretung 7 (Porz)

    TOP 10.2.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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