SV-2021/0055
Antrag der SPD-Fraktion vom 27. Oktober 2021 betr. Schulwegsicherung an der Friedrich-Ebert-Schule
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Punkt 20.8: Antrag der SPD-Fraktion vom 27. Oktober 2021 betr. Schulwegsicherung an der Friedrich-Ebert-Schule (V-Nr. SV-2021/0055) Der Antrag wird bis zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zurückgestellt.
SV-2021/0055
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Vorlage-Nr. SV-2021/0055
Antrag der SPD-Fraktion vom 27. Oktober 2021 betr. Schulwegsicherung an der
Friedrich-Ebert-Schule
SPD-STADTVERORDNETENFRAKTION DARMSTADT SPD-Stadtverordnetenfraktion
SPD-FraktionPostfach 11 14 0264229 Darmstadt Darmstadt
Wilhelminenstr. 7a
64283 Darmstadt
Fon: 06151 – 2 79 02 75
Fax: 06151 – 2 79 02 71
info@spdfraktion-da.de
www.spdfraktion-da.de
Antrag
Schulwegsicherung an der Friedrich-Ebert-Schule in der Heimstättensiedlung
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
A. Der Magistrat wird beauftragt, die Schulwegsicherheit für die Schüler und Schülerinnen
an der Friedrich-Ebert-Schule entlang des Pulverhäuser Wegs zu verbessern. Dabei
sollen möglichst zeitnah und umgehend folgende Sofortmaßnahmen durchgeführt
werden:
1. Ausbau und Verbreiterung des vorhandenen Bürgersteigs im Pulverhäuserweg (ab
Kreuzung Heimstättenweg) vor der Friedrich–Ebert–Schule
2. Prüfung und Evaluierung, ob mit der Maßnahme unter 1) zusätzlich der Einbau von zur
Straße abgrenzenden Pollern/Pfosten etc. und ggf. eine abschnittsweise Erhöhung des
Bürgersteigs zur Straße als Überfahrschutz erfolgen sollte.
B. Der Magistrat wird beauftragt, ferner weitere flankierende Sicherheitsmaßnahmen zu
überprüfen und ggf. bei deren Notwendigkeit zur Sicherheit des Schulwegs an der
Friedrich-Ebert-Schule diese auch durchzuführen:
1. Sicherung des schulseitigen Gehwegs in der Pulverhäuserstraße durch z.B.:
a. Einrichtung einer flächigen Bremsschwelle (Berliner Kissen etc.) als ergänzende
sichere Querungsmöglichkeit ist zu prüfen
b. Umnutzung von Teilen der Grünfläche vor dem Schulgebäude zur Erweiterung des
schulseitigen Bürgersteigs (zweiter kindgerechter „Spielpfad“ abseits der Straße
o.ä.)
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2. Einschränkungen für den Kfz-Verkehr durch z.B.:
a. Einrichtung von versenkbaren Pollern zur zeitlichen Sperrung des Straßenabschnitts
vor dem Schulgebäude ab Kreuzung Heimstättensiedlung für den Kfz-Verkehr während
der Stoßzeiten (Schulbeginn/Schulende bzw. Ende der Hauptbetreuungszeit)
b. Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs (Schrittgeschwindigkeit) mit
Bremsschwellen in gebührendem Abstand vor und hinter dem Haupteingang
c. Verlegung des Parkplatzes für das Lehrpersonal zur Sicherstellung eines
durchgängigen, breiten Bürgersteigs zwischen Heimstättenweg und Haupteingang (z.B.
Anordnung als Diagonalparker entlang des Pulverhäuser Wegs)
d.Bürgersteigabsicherung mittels Anbringens von Gehwegnasen im Bereich der „Hol-
und Bringzone“ zur Verhinderung des Überfahrens des Bürgersteigs direkt an der
Ampelanlage
C. Der Magistrat wird beauftragt, nach und mit Durchführung der Maßnahmen ein
begleitendes Monitoring durchzuführen, wobei sowohl die Elternschaft der FES als auch
die Schulleitung der FES miteingebunden werden soll.
Begründung
Es ist bereits bekannt, dass der lediglich 1 Meter breite Bürgersteig im Pulverhäuserweg vor
der Friedrich-Ebert-Schule für den morgendlichen Ansturm der Schüler und Schülerinnen zur
Schule zu schmal ist. Von der täglich ablaufenden Situation konnten sich drei Stadtverordnete
der SPD-Fraktion erst kürzlich ein eindrückliches Bild verschaffen, welches sich wie folgt
darstellte:
Es sind gefährliche Situationen, denen sich rund 300 Grundschüler an der Friedrich-Ebert-
Schule in der Heimstättensiedlung allmorgendlich ausgesetzt sehen: An fünf Tage in der Woche
zwischen 7:30 Uhr und 8 Uhr kommen die Kinder aus allen Richtungen zur Grundschule und
treffen auf den letzten hundert Metern vor ihrem Ziel auf einen nur etwa einen Meter breiten,
kaum höher abgesetzten Bürgersteig entlang des Pulverhäuserwegs, der schließlich zum
Haupteingang der Schule führt.
Es zeigten sich gleich mehrere Verkehrsverstöße, unübersichtliche, erst recht für Kinder kaum
zu überblickende, oft gefährliche Situationen selbst auch an der "Hol-und Bringzone", extra neu
eingeführt für die sogenannten "Elterntaxis". Das zu beobachtende Gedrängel auf dem engen
Bürgersteig sei absolut authentisch, wurde von anwesenden Elternvertretern sogar vor Ort
bestätigt.
Ende 2020 ereignete sich vor der Friedrich-Ebert-Schule ein schwerer Unfall, bei dem ein auf
dem Bürgersteig befindliches Kind von einem überschießenden Anhänger eines Baufahrzeugs
niedergerissen und überrollt worden ist.
Die Eltern haben seit dem schweren Unfall einen "Elternlotsendienst" eingerichtet, um
wenigstens für etwas mehr Sicherheit vor der Grundschule in der Heimstättensiedlung zu
sorgen.
Dass ein Elternlotsendienst auf Dauer kein probates Mittel sein kein, liegt schon allein daran,
dass diese Art von einem „elterlichen Sicherheitsdienst“ rechtlich (sowohl privat - als auch
öffentlich-rechtlich) höchst problematisch ist.
Seit dem schweren Unfall ist mittlerweile bald ein Jahr vergangen und es wurden außer der
Einrichtung der „Hol- und Bringzone“ für die Elterntaxis, bei welcher es allerdings auch zu
unübersichtlichen und gefährlichen Situationen für die Kinder kommt aufgrund des von einer
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Seite spitzen Einfahrtswinkels, keine weiteren die Situation entschärfende Maßnahmen
durchgeführt, obwohl dies von der Elternschaft seit langem gefordert wird und nach
Überprüfung vor Ort auch notwendig erscheint.
Die durchzuführenden Sicherheitsmaßnahmen sind im Nachgang im Rahmen eines
Monitorings zu überprüfen, um ggf. weitere notwendige Anpassungen vorzunehmen und zu
prüfen, ob sich die Verkehrs- und Gefahrensituation wirklich verbessert hat an der Friedrich-
Ebert-Schule. Dies ist deshalb notwendig, weil zum Beispiel die eingerichtete „Hol- und
Bringzone“ zwar schon eine „Teilentspannung“ mit den Elterntaxis brachte, sich jedoch dann
selbst an dieser Stelle durchaus gefährliche Situationen für die Schüler- und Schülerinnen
ergaben. Dies hätte durchaus bei einem durchgeführten Monitoring entdeckt werden und
abgeschafft werden können.
Begründung:
Erfolgt mündlich.
Darmstadt, 27.10.2021
Michael Siebel
(stellvertretender Fraktionsvorsitzender)
Anne Marquardt
(Fraktionsvorsitzende)
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Punkt 42.2: Antrag der SPD-Fraktion vom 27. Oktober 2021 betr. Schulwegsicherung an der Friedrich-Ebert-Schule (V-Nr. SV-2021/0055) Die Fraktionen Bü90/Die Grünen, CDU und Volt stellen folgenden Änderungsantrag: Die Punkte A und B des Antrages werden ersetzt durch: A. Der Magistrat wird beauftragt die Verbreiterung des Gehweges zu prüfen und ggf. eine grundlegende Planung einzuleiten. B. Zur kurzfristigen Verbesserung der Situation sollen – ähnlich wie bei den Verkehrsversuchen zur 4x4 Radmobilität – mit temporären Elementen wie Baustellenleitbarken und Piktogrammen auf der Straße Gefahrenstellen für alle Verkehrsteilnehmer*innen sichtbar gemacht werden, bis eine langfristige Lösung umgesetzt werden kann. Die Punkte A und B werden von der SPD-Fraktion übernommen. Der Punkt C bleibt hiervon unberührt. Dem so geänderten Antrag wird zugestimmt. Stimmenthaltung: AfD
Beratungsverlauf (2)
Orte (3)
- Wilhelminenstraße 7a
- Pulverhäuserweg
- Heimstättenweg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2021/0055
- Typ
- Antrag
- Datum
- 27.10.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00