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1147/2024

Bürgereingabe nach §24 GO betr. Schaffung eines Zugangs zum Römischen Hafentor am Kurt-Hackenberg-Platz Aktenzeichen 136/23

Beschlussvorlage Ausschuss 16.04.2024

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Anlage 1 Hafentoreingabe

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Anlage 1 Hafentoreingabe

11172 Zeichen

IG-GuidesKölnFührendinKölnFürKölnInteressensgescheinschaft derKölner StadtführerinnenundStadtführer
Zur ÖffnungdesrömischenHafentorsinKölnfür dieÖffentlichkeit
Köln,den28.07.2023

SehrgeehrteDamenundHerren,
mit großerSorgenehmenwir, dieStadtführer*innenundGästeführer*innenvonKöln, zur Kenntnis,dass mit den Bauarbeitenan der Via Culturalis,derUmgestaltungder nördlichenDomumgebung(BeginnSommer2024)undderlangjährigenSchließungdes Römisch-GermanischenMuseumsund weitererwichtigerrömischerSehenswürdigkeiten(Praetorium,römischerAbwasserkanal,Ausgrabungenin der Domtiefgarage,TorbogendesNordtors,Dionysosmosaik,Poblicius-Grabmal)einwertvollerTeilunsereskulturellenErbesfürBesucher*innenundEinheimischeübervieleJahrehinwegnichtmehrzugänglichseinwird.
IndiesemKontextmöchtenwiraufdiePotentialitätdesarchäologischerhaltenenrömischenHafentorsunterdemKurt-Hackenberg-Platzaufmerksammachen.
Trotz seinerhistorischenBedeutungist dasbereits2008entdeckteHafentor,welcheseinenunvergleichlichenSchatzunsererVergangenheitdarstellt,für dieBesucher*innenundKölner*innenderzeitnichtöffentlichzugänglich.ObgleicheinBesucherraum(Rohbau),mitdemZielderÖffnungdesHafentorsbereitsbaulichundunterVerwendungnichtgeringeröffentlicherMittel,umgesetztwurde.
Durchdie ÖffnungdesHafentorsfür dieÖffentlichkeitwollenwirnichtnurdaskulturelleundhistorischeErbederStadthervorheben,sondernebensoeinenneuenkulturellenundsozialenRaumschaffen,derBildung,ErholungundGemeinschaftfördert.
DasPotenzialdesrömischenHafentorsalsAnziehungspunktfürTouristenundalseinOrt,derEinheimischeneinGefühlderVerbundenheitmitihrerGeschichteundKulturvermittelt,ist enorm.Wir könnendas sehrgut einschätzen,da wirhauptberuflichtagtäglichalsKölnerKulturbotschafter*innenin derStadtunterwegssindunddieBedürfnissederKölnBesucher*innenkennen.
Dahersindwirdavonüberzeugt,dassdasbereitserschlosseneHafentorausderRömerzeitschnellstmöglichgeöffnetunddamitfür dieÖffentlichkeitsichtbarunderfahrbargemachtwerdenmuss.UndzwarunabhängigvomgeplantenBauderHistorischenMitte.
DazuführenwirunsereArgumenteundAnregungenwiefolgtauf:
1. KulturelleBedeutungdesrömischenHafentors
DerErhaltunsereskulturellenErbesspielteineentscheidendeRollefürunsals

Gesellschaft.Esermöglichtuns,unsereGeschichteundIdentitätzuverstehen,zubewahrenundweiterzugeben.
DasrömischeHafentoristeinunschätzbaresZeugnisderrömischenEpocheKölns,dasunsEinblickein dieLebensweise,ArchitekturundHandelsbeziehungendieserZeitermöglicht.DiesträgtsomitmaßgeblichzumVerständnisundWertschätzungderKölnerGeschichtebei.
2. Möglichkeit zur pädagogischenNutzung
EineÖffnungdiesereindrucksvollenAusgrabungsstättewürdeneueMöglichkeitenfürLern-undBildungsaktivitätenbieten.SiekönntezumZielvonSchulausflügenunduniversitärenExkursionenwerdenundwürdeso einenunmittelbarenundlebendigenZugangzurGeschichteermöglichen.DieseErfahrungenkönneneinenbedeutendenBeitragzurBildungunsererjüngerenGenerationenleistenundsiedazuermutigen,eintieferesVerständnisfürdieGeschichteundKulturunsererStadtzuentwickelnunddiesewertzuschätzen.
3. WirtschaftlicheNutzenfür dieStadt Köln
EswäreauchvonerheblichemwirtschaftlichenNutzen,dasrömischeHafentorfürinteressierteGruppenzugänglichzumachen.DurchdieErweiterungdeskulturellenund historischenAngebotswürdedie Attraktivitätder Stadtfür Tourist*innengesteigert.Es ist bekannt,dasseinebreiterePalettean SehenswürdigkeitenBesucher*innendazuermutigt,längerzubleibenundmehrin dielokaleWirtschaftzu investieren.Somitkönntendie Einnahmenaus demTourismuserheblichgesteigertwerden.
4. SchaffungvonArbeitsplätzen
DarüberhinauswürdedieEröffnungdesHafentorsArbeitsplätzeschaffen.VonderRenovierungundInstandhaltungdesToresselbstbishinzuzusätzlichenJobsimTourismussektor- alldieswürdedieKölnerWirtschaftstärken.
5. Beitragzur städtischenInfrastruktur undEntwicklung
Schließlichwürdevon der Schaffung einesneuenöffentlichenRaumsfürBürger*innenund Besucher*innenauchdie städtischeInfrastrukturprofitieren.LangfristigbetrachtetistdieInvestitioninunserehistorischenStätteneineInvestitionindieEntwicklungderStadtKölnselbst.WirhabenhierdieeinmaligeChance,durcheinehochwertigeundpublikumswirksamePräsentationdiesesbeeindruckendenBauwerksin unmittelbarerNähezumDom,zurrömischenHafenstraßeundzumfrühchristlichenBaptisteriumeineinzigartigesEnsembleerlebbarzumachen.Ganz

imSinnederVia Culturalis.EinepolitischeEntscheidungindiesemSinnewirdvonderWertschätzungzeugen,diedieStadtKölndemrömischenErbebeimisst,undsomiterheblichzumpositivenImagederStadtbeitragen.
DieseangesprocheneeinmaligeWertigkeithattederKölnerStadtratbereitsimZusammenhangmitdemRömischGermanischenMuseumunddemeinzigartigenrömischenErbeKölnsimJahre2022guterkannt:
“DiesewertetdeneuropäischenTouristenhotspot"KölnerDom"aufundschaffteinen einzigartigenOrt, um 2000 JahreStadtgeschichteim HerzenvonDeutschlandsältesterMetropoleerlebbarzu machen.”Dadurch“[...]wirdeinmodernesZentrumzur Präsentationund Vermittlungder StadtgeschichteanKölner*innenundauswärtigeGästegeschaffen.ZusätzlicherhaltendiehistorischenStättenundBodendenkmälereineneueWürdigungundErschließung:[...].”
1
6. DatenundStatistiken
WirmöchtenindiesemZusammenhangauchspezifischereDatenzurUnterstützungunseresAnliegensanführen.ImJahr2019begrüßtedieDomstadtamRheinmehrals3,8MillionenGästeundverzeichnete6,6MillionenÜbernachtungen- sovielewieniezuvor. DasisteineVerdoppelungderÜbernachtungeninnerhalbvonnur15Jahren,miteinemZuwachsvon3,4%gegenüberdemVorjahr2018.
1 
Pressemitteilungder Stadt Kölnvom22. August 2022.https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/roemisch-germanisches-museum

DRV. (31.März2023).BeliebtesteStädtereisezielein Deutschlandvon2018bis2022nachGästeankünften (in Millionen) [Graph]. In Statista.

KölnTourismus. (28. Februar 2023). Anzahl der Gästeübernachtungen in den Beherbergungsbetrieben inKölnnachHerkunft indenJahrenvon2012bis2022[Graph]. InStatista.
TrotzeinesstarkenEinbruchsderBesucherzahlenin denJahren2020und2021aufgrundderCorona-Pandemie,mit lediglichrund1,4MillionenAnkünftenundknapp2,6MillionenGästeübernachtungenin 2020,zeigtdasJahr2022einendeutlichenAufwärtstrend.Mit 3,2 MillionenGästeankünftenund 3,8 MillionenÜbernachtungenhat Köln bereitseinengroßenTeil des vorpandemischenTouristenaufkommenswiedererlangt.
BesondersStädtereisenerfreuensichzunehmenderBeliebtheitundwarenzwischen2018und2021diezweitbeliebtesteFormvonKurzreiseninDeutschland.BeidiesenStädtereisennimmtderBesuchvonSehenswürdigkeiteneineprominentePositionein, mit 58%der Reisenden,die solcheAktivitätenals wichtigenTeil ihresReiseprogrammssehen.

VuMA.(17.November2021).BeliebtesteArtenvonKurzreisenin Deutschlandin denJahren2018bis2021[Graph].InStatista.

DTV. (30.April2023).BeliebtesteAktivitätenderDeutschenbeieinemUrlaubinDeutschlandimJahr2022[Graph].InStatista.
MitdiesenstatistischenFaktenundunseremWissenimRücken,glaubenwirfestdaran,dassdas römischeHafentorein Kulturerbemit ungeahntemPotentialdarstellt,in BezugaufdentouristischenBesucher*innen-WunschnachkulturellenHighlightsundSehenswürdigkeiten.
SomiterfülltdieÖffnungdesrömischenHafentorsdieVoraussetzungenfüreineweitereSteigerungderAttraktivitätundBedeutungvonKölnalsReiseziel.
7. Die Bedeutung der Rolle der Kölner Stadtführerinnen undStadtführer für Köln
KölngehörtzudenbevorzugtenStädtereisezieleninDeutschland.Diesspiegeltsichu.a. in den 470.000internationalenGästenwider, die 2019 lediglichmitFlusskreuzfahrtenindieStadtkamen.
2 
Nichtzuvergessendiesehrvielendeutschen
2 
S. 15- 16, Studie- TouristischeEffekteundBedeutungder Fahrgastschifffahrt inKöln. ift GmbH.https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/5223630/97ac5315c2b96a3328b6b4475a790ed0/personenschiffffahrt-studie-2020-data.pdf

TouristenausUmlandundRegionunddeutschlandweit,die jährlichnachKölnströmen.AlserfahreneundgutgeschulteundzertifizierteStadtführer*innen,führenwirjährlichgeschätztmindestens1 MillionGästeausallerWelt in mehrals10SprachendurchKöln.
Seit bereits vielen Jahrzehntenbieten Stadtführer*innenFührungenimRömisch-GermanischenMuseumundim Praetoriuman undbegeisternin- undausländischeGästeallerAltersstufenundkulturellerHintergründefür dieantikeVergangenheitderStadt.
NochvorwenigenJahrenkonnten/durftenwirin derjüdischenMikweführen,imPraetorium,im römischenAbwasserkanal,imBaptisteriumundnatürlichauchimKölnischenStadtmuseum.AlldasistderzeitnichtmehrmöglichundeinigeOrtesindunsnachheutigenStandfür vieleJahregeschlossenoderbleibenfürunsnichtzugänglich.
FürunsKölnerGästeführer*innenist mitderÖffnungdesrömischenHafentorsebensoeinsozial-wirtschaftlicherAspektverbunden.
8. FinanzierungundOrganisationundVerwaltungdesHafentors
Dahermöchtenwirnuneinenkonkreten,proaktivenVorschlagunterbreiten,wiedieZugänglichkeitdesrömischenHafentorsorganisiertundeffizientverwaltetwerdenkönnte.UnserVorschlagist, die BesichtigungdesHafentorsfür GruppenundBesucher*innennachdemModelldesUbiermonumentszuorganisieren,wobeidieBuchungvonZeitslotsüberdie WebsitedesKölnerMuseumsdiensteserfolgenkann.
3 
DieSchlüsselkönnensicherimnahegelegenenstädtischenMuseumLudwigaufbewahrtwerden.DieakkreditiertenGuideskönntendenSchlüsseldanngegeneineGebührvon25EuroproZeitslotabholen.
9. MöglicheEinnahmendurchEintrittsgelder
BeieinerÖffnungszeitvon10:30Uhrbis17:30UhrvonDienstagbisSonntag(dasMuseumLudwighatmontagsgeschlossen)könntenwirmit14ZeitslotsproTagrechnen.Auf das JahrhochgerechnetergibtdiespotenzielleEinnahmenvon109.200Euro.
DieseSummekönnteerheblichdazubeitragen,dieKostenfürdieErhaltungundInstandhaltungdesHafentorszudecken.DarüberhinauswürdendiezusätzlichenBesucher*innen,diedurchdasHafentorangelocktwerden,zweifellosauchanderewirtschaftlicheVorteilefürdieStadtmitsichbringen,etwadurchAusgabeninlokalen
3 
https://museenkoeln.de/portal/Anmeldung-von-Gruppenbesuchen

Geschäften, Restaurants und Hotels.
10. Finanzielle Unterstützung durch Förderprogramme
Dieser Vorschlag stellt eine praktikable und finanziell machbare Lösung dar. Uns ist 
natürlich bewusst, dass die Umsetzung des Projekts zu Anfang Kosten mit sich 
bringen wird, die die Stadt Köln zunächst tragen muss. Diese Kosten könnten jedoch 
durch die Beantragung von Fördermitteln von Land und Bund reduziert werden.
Um Fördergelder zu beantragen, um das Vorhaben zu realisieren, sind wir offen und 
mehr als bereit dazu, im Rahmen bestimmter Fördergelder das notwendige 
Bürger-Konzept mit Ihnen gemeinsam zu erarbeiten.
Wir sind davon überzeugt, dass dieses Projekt ein Erfolg wird, der den Bürger*innen 
von Köln und Besucher*innen aus aller Welt zugutekommt und der Stadt Köln mit 
seinen einzigartigen historischem Kulturerbe gerecht wird und auch 
dementsprechend gewürdigt wird.
Wir laden Sie daher zu einem konstruktiven und gemeinsamen Dialog ein, der als 
Ziel die Offenlegung und Zugänglichkeit des römischen Hafentors für die 
Öffentlichkeit hat.
Wir freuen uns auf Ihre Antwort.
Mit herzlichen Grüßen
Im Namen der:
IG-Guides Köln
Führend in Köln
Für Köln
Interessensgescheinschaft der
Kölner Stadtführerinnen und Stadtführer
Web: ig-guides.koeln
Mailadresse: kontakt@ig-guides.koeln
In Kopie an
Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker
Bezirksbürgermeister Herr Andreas Hupke
In Kopie an verschiedene Mitglieder der Parteien/Fraktionen:
Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Die FRAKTION/Die PARTEI, DIE LINKE, Einzelmandatssträger*innen, 
FDP , GUT , SPD, Volt

Beschlussvorlage Ausschuss

5249 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4512 
136/23 
Vorlagen-Nummer 
 1147/2024 
Freigabedatum 12.04.2024 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe nach §24 GO betr. Schaffung eines Zugangs zum Römischen Hafentor 
am Kurt-Hackenberg-Platz Aktenzeichen 136/23  
Beschlussorgan 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden beauftragt die Verwal-
tung, Möglichkeiten eines öffentlichen Zugangs zum Römischen Hafentor zu prüfen. 
 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 25.04.2024 
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 06.05.2024

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden dankt der Interessens-
gemeinschaft der Kölner Stadtführerinnen und Stadtführer für die Bürgereingabe zur Öffnung 
des Römischen Hafentores in Köln für die Öffentlichkeit.  
 
Ausdrücklich wird die Sorge geteilt, dass mit der langjährigen Schließung des Römisch-Ger-
manischen Museums und weiterer Sehenswürdigkeiten aus der römischen Epoche, wie der 
Statthaltersitz (Praetorium) und der Abwasserkanal unter der heutigen Budengasse, temporär 
nur noch wenige ortsfeste Bodendenkmäler aus der Zeit des römischen Köln im Domumfeld 
öffentlich erfahrbar sind.  
 
Das Zugangsbauwerk zur römischen Stadtmauer und zum Hafentor am Kurt-Hackenberg-
Platz (KHP) ist im Rahmen des Baus der Nord-Süd-Stadtbahn Köln errichtet worden. Grund-
lage für die Erhaltung und Sicherung des in die Denkmälerliste der Stadt Köln eingetragenen 
Bodendenkmals (Nr. 429) war eine Dringlichkeitsentscheidung des Rates der Stadt Köln vom 
24. April 2008 (Vorlagen-Nr.: 0884/2008). 
 
Die am Ort vorgefundene römische Stadtmauer mit Abwasserkanal aus dem 1. Jh. n. Chr. 
wurde in Teilen erhalten und soll in einem unterirdischen Besucherraum zugänglich gemacht 
werden. Rohbau und Ausbau des Besucherraumes lagen bei der Kölner Verkehrs-Betriebe 
AG (KVB), die nach Fertigstellung der Baumaßnahme das Ingenieurbauwerk an die Stadt 
Köln übergeben sollte. Der eng begrenzte architektonische Rahmen des künftigen Besucher-
raumes wird durch den baulichen Zuschnitt der Tertiärbaugrube vorgegeben. Seine Gesamt-
fläche liegt bei ca. 150 qm, von denen große Teile das Bodendenkmal einnimmt. Besucher*in-
nen werden künftig von einer ca. 35 qm großen erhöhten Plattform als Bestandteil dieses 
Raumes auf das Denkmal schauen können. 
 
Die Planungen in Zusammenarbeit mit dem Büro Schaller Architekten sahen ursprünglich ei-
nen nicht barrierefreien Treppenabgang im Bereich des öffentlichen Fußgängerweges vor, 
dessen Zugänglichkeit über einen gläsernen Eingangsturm ermöglicht werden sollte. Da der 
unterirdische Besucherraum keinen zweiten Fluchtweg besitzt, war ein Besuch ausschließlich 
für geführte Gruppen von max. 15-20 Personen genehmigungsfähig. Die Planungen zur bauli-
chen Erschließung des Besucherraumes beinhalteten hinterleuchtete großformatige Informati-
onstafeln zur römischen Stadtmauer und zum Bau der Nord-Süd-Stadtbahn entlang der 
Rheinfront des römischen Köln.  
 
Anlässlich des Workshops der Stadt Köln zur Neugestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes 
wurde die laufende Baumaßnahme am Kurt-Hackenberg-Platz im Februar 2014 durch das 
Amt für Stadtentwicklung auf ausdrücklichen Wunsch des ehemaligen Beigeordneten Franz-
Josef Höing gestoppt.  
 
Damit liegt bis heute allein der fertiggestellte Rohbau des künftigen Besucherraumes „Römi-
sches Hafentor“ vor. Der seinerzeit geplante Ausbau des Besucherraums einschließlich des 
Treppenzugangs mit Zugangsturm wurden baulich nicht umgesetzt.

3 
Im Zuge der Neugestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes nach den Plänen des Landschafts-
architekten L.A. Vogt im Rahmen des „Förderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus – 
Via Culturalis“ wurde stattdessen eine provisorische Schließung des Bauwerks mittels Ab-
deckplatte erarbeitet. Diese provisorische Lösung kann ausschließlich zur bautechnischen Be-
treuung des Objektes genutzt werden.  
 
Im Rahmen der Historischen Mitte Köln war vorgesehen, die Erschließung und Anbindung des 
Besucherraums neu zu planen und umzusetzen.  
 
Nachdem im Februar 2024 entschieden wurde, die Historische Mitte Köln nicht zu realisieren, 
muss nun geprüft werden, wie ein dauerhafter Zugang, der eine öffentliche Nutzung möglich 
macht, geschaffen werden kann. Der Ausbau einschließlich der technischen Gebäudeausrüs-
tung und des Zugangsbauwerks soll im Zusammenhang mit der Sanierung des Römisch-Ger-
manischen Museums neu geplant werden (Beschluss des Rates zur Generalsanierung Rö-
misch-Germanisches Museum vom 06.02.2024, Vorlagen-Nr.: 2794/2023).  
 
In seinem derzeitigen baulichen Zustand ist der Zutritt zum unterirdischen Raum ausschließ-
lich mit persönlicher Schutzausrüstung im Zuge der technischen Bauwerksbetreuung möglich. 
Eine Öffnung für die interessierte Öffentlichkeit ist mangels Fluchtwegen, Absturzsicherungen 
und Beleuchtung derzeit nicht möglich. 
 
Anlage:  
 
Anlage 1 Hafentoreingabe

Beratungsverlauf (2)

25.04.2024 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 4.2 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
06.05.2024 Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden
TOP 2.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1147/2024
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
16.04.2024
Erstellt
02.04.2024 15:13