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V/0257/2013

Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Städtischen Bühnen Münster für das Wirtschaftsjahr 2011/2012

Vorlagen 16.04.2013

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.06.2013, TOP 15.1

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anhang u. Lagebericht 2011-2012

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Ansehen

Beschlussvorlage

4397 Zeichen

V/0257/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Theater Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Städtischen Bühnen Münster für 
das Wirtschaftsjahr 2011/2012 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.05.2013 Kulturausschuss Vorberatung 
11.06.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
12.06.2013 Hauptausschuss Vorberatung 
12.06.2013 Rat Entscheidung 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Jahresabschluss 2011/2012 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Städtische Bü h-
nen Münster (Hinweis: Die Städtischen Bühnen Münster wurden zur Spielzeit 2012/2013 
umbenannt in „Theater Münster“, s. Vorlage V/0086/2012), bestehend aus der Bilanz, der 
Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Lagebericht der Betriebsleitung, wird zur Kenn t-
nis genommen. 
 
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 
2011/2012 nebst Anhang und dem Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung 
Städtische Bühnen Münster am 14.01.2013 durch die Concunia GmbH Wirtschaftspr ü-
fungsgesellschaft, Münster, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 
 
3. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2011/2012 weist einen Jahre s-
fehlbetrag von 192.378,99 € aus. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetr a-
gen. 
 
4. Der Betriebsleitung der Städtischen Bühnen Münster wird für das Wirtschaftsjahr 
2011/2012 Entlastung erteilt. 
 
5. Zur Prüfung des Jahresabschlusses 2012/2013 des Theate rs Münster wird die Concunia 
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Grevener Straße 105, 48159 Münster, bestellt.  
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses 2011/2012  
im Wirtschaftsplan 2011/2012 berücksichtigt sind. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0257/2013 
Auskunft erteilt: 
Herr Braun 
Ruf: 
59 09 121 
E-Mail: 
Braun@stadt-muenster.de  
Datum: 
29.04.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0257/2013 
 
 
 
Begründung: 
 
Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Münster hat im Auftrag der Städtischen 
Bühnen Münster mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahres-
abschluss und Lagebericht des Wirtschaftsjahres 2011/2012 geprüft. Die geprüften Unterlagen 
sind gemäß gem. § 13 der  Betriebssatzung der Städtischen Bühnen dem Betriebsausschuss und 
dem Rat vorzulegen. 
 
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung NRW i n Verbindung 
mit den handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt worden. 
 
Zum Lagebericht wurde seitens der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgestellt, 
dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jahresabschluss 
steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung von der Lage des E i-
genbetriebes vermitteln und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darg e-
stellt sind. 
 
Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaf t erteilt den Städtischen Bühnen Münster für 
das Wirtschaftsjahr 2011/2012 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 20 11/2012 können den beigefügten Unterlagen 
entnommen werden. 
 
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter, Herrn Diplom -Betriebswirt 
Christian Trost, der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Betriebsausschusssit-
zung am 22.05.2013 im Einzelnen erläutert. 
 
Die Prüfung des Jahresabschlusses der eigenbetriebsä hnlichen Einrichtung Städtische Bühnen 
Münster obliegt gem. §106 Abs. 2 GO NW der Gemeindeprüfungsanstalt. Diese bedient sich zur 
Durchführung der Jahresabschlussprüfung eines Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftspr ü-
fungsgesellschaft. Die Städtischen Bühnen Münster können einen Vorschlag unterbreiten, dem die 
Gemeindeprüfungsanstalt folgen soll.  
 
Gem. § 5 EigVO benennt der Betriebsausschuss die Prüferin oder den Prüfer für den Jahresa b-
schluss.  
 
In Abstimmung mit dem Amt für Finanzen und Beteiligungen und dem AWR wird vorgeschlagen, 
vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gemeindeprüfungsanstalt, die Concunia GmbH Wir t-
schaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2012/2013 zu beauftragen.  
 
Gez. 
 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
 
Anlage: Jahresabschluss 2011/2012 Städtische Bühnen Münster

Anhang u. Lagebericht 2011-2012

47758 Zeichen

Eigenbetriebsähnliche Einrichtung 
 
Städtische Bühnen Münster 
 
 
 
Jahresabschluss  
 
für das 
 
Wirtschaftsjahr 2011/2012

2 
 
Bilanz zum 31.08.2012 
      
A K T I V A   31.08.2012  Vorjahr  
===========  €  € 
A. Anlagevermögen    
    I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Summe immaterielle Vermögensgegenstände  22.726,97  13.367,41  
    II. Sachanlagen    
        Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.742.908,36  4.611.348,73  
        Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.630,41  243.692,51  
Summe Sachanlagen  5.843.538,77  4.855.041,24  
    III. Finanzanlagen    
        Wertpapiere des Anlagevermögens  319.069,16  111.542,40  
        Sonstige Ausleihungen  26.020,40  19.895,21  
Summe Finanzanlagen  345.089,56  131.437,61  
Summe Anlagevermögen  6.211.355,30  4.999.846,26  
B. Umlaufvermögen    
    I. Vorräte    
        Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  97.079,00  67.263,00  
Summe Vorräte  97.079,00  67.263,00  
    II. Forderungen und sonstige    
        Vermögensgegenstände    
        Forderung aus Lieferungen und Leistungen 727.202,05  734.778,99  
        Forderungen gegen die Stadt Münster    
        davon Forderungen gegen die Stadt Münster mit einer Laufzeit von über einem Jahr 1.242.894,16  1.299.871,16  
        Übrige Forderungen gegen die Stadt Münster 229.228,71  17.289,78  
        Summe Forderungen gegen die Stadt Münster 1.472.122,87  1.317.160,94  
        Sonstige Vermögensgegenstände  30.314,32  35.609,17  
Summe Forderungen  2.229.639,24  2.087.549,10  
    IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.344.926,95  1.518.614,24  
Gesamtsumme Umlaufvermögen  3.671.645,19  3.673.426,34  
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten  129.763,45  85.116,43  
    
S U M M E   A K T I V A  10.012.763,94  8.758.389,03  
=======================    
    
      
P A S S I V A   31.08.2012  Vorjahr  
=============   €   €  
A. Eigenkapital    
    I. Gezeichnetes Kapital  50.000,00  50.000,00  
    II. Kapitalrücklagen  4.244.893,79  4.244.893,79  
    III. Gewinnrücklage  48.056,83  44.708,00  
    IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag    
    V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag  -192.378,99  3.348,83  
Summe Eigenkapital  4.150.571,63  4.342.950,62  
B. Sonderposten für Zuwendungen  102.058,04  130.404,44  
C. Rückstellungen    
    I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.648.423,00  1.600.811,00  
    II. Sonstige Rückstellungen  1.424.104,00  1.321.187,92  
Summe Rückstellungen  3.072.527,00  2.921.998,92  
D. Verbindlichkeiten    
   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.359.265,37  1.232.767,37  
   Verbindlichkeiten a. Lieferung u. Leistung  357.191,21  365.692,57  
   Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr  357.191,21  365.692,57  
   
   Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 1.388.886,40 
 838.634,03  
   Sonstige Verbindlichkeiten  613.187,76  28.440,77  
   davon Steuerverbindlichkeiten  630.61  819,83  
   Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit  3.160,44  2.386,95  
   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.791,05  3.206,78  
   andere sonstige Verbindlichkeiten  609.396,71  25.233,99  
   Summe sonstige Verbindlichkeiten  613.187,76  28.440,77  
Summe Verbindlichkeiten  2.359.265,37  1.232.767,37  
E. Passive Rechnungsabgrenzungsposten  328.341,90  130.267,68  
    
S U M M E   P A S S I V A  10.012.763,94  8.758.389,03  
=========================

3 
 
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. September 2011 bis 31. August 2012 
    
   
   
   2011/2012 Vorjahr  
   €   €  
      
    
1. Umsatzerlöse 2.657.583,28 
 2.630.506,70  
    
2. Betriebskostenzuschüsse 19.629.787,49 
 20.054.013,11  
   
3. Aktivierte Eigenleistungen                                                                                                  9.357,00  249.295,00  
    
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.887.663,77 
 1.089.625,64  
    
5. Materialaufwand   
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 715.078,96 
 692.534,01  
    und bezogene Ware   
    
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.253.228,5 8 
 3.930.334,77  
Summe Materialaufwand 4.968.307,54  4.622.868,78  
    
6. Personalaufwand   
a) Löhne, Gehälter und Honorare 13.549.355,09 
 13.085.931,29  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für   
    Altersvorsorgung und Unterstützung   
    davon für Altersversorgung 754.763,85 
 829.119,21  
    für soziale Abgaben und Unterstützung 2.491.243 ,80  2.430.087,97  
Summe soziale Abgaben und Aufwendungen für  3.246.0 07,65  3.259.207,18  
            Altersvorsorgung und Unterstützung   
Summe Personalaufwand 16.795.362,74 
 16.345.138,47  
    
Zwischenergebnis 2.420.721,26 
 3.055.433,20  
    
7. AFA auf immaterielle Vermögensgegenstände 750.16 3.16 
 709.134,98  
   des Anlagevermögens und Sachanlagen   
    
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.883.992,01 
 2.358.056,24  
    
Zwischenergebnis -213.433,91 
 -11.758,02  
    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   
   davon von der Stadt Münster   
   sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.685,56 
 22.146,40  
    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 251,58 
 305,80  
    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1 85.999,93 
 10.082,58  
    
12. Außerordentliche Erträge 0,00 
 0,00  
    
13. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 
 0,00  
Summe außerordentliches Ergebnis   
    
14. Sonstige Steuern 6.379,06 
 6.733,75  
    
15.  Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag -192.378,99 
 3.348,83  
=============================================

4 
 
 
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2011/12 
1. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung 
1.1. Der Jahresabschluss zum 31.8.2012 ist unter Be achtung der einschlägigen Vor- 
schriften des Handelsgesetzbuches (§ 238 ff.) und d en Grundsätzen ordnungsmä- 
ßiger Buchführung aufgestellt worden.  
1.2. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Städtisc he Bühnen Münster ist zum Ab- 
schlussstichtag eine kleine Gesellschaft i.S. von §  267 Abs. 1 HGB und gem. Be- 
triebssatzung der Stadt Münster für die Städtischen  Bühnen Münster und §21 Ei- 
genbetriebsverordnung NRW aufgestellt nach den Vors chriften für eine große Kapi- 
talgesellschaft. 
1.3. Die Rückstellungen für die Pensionsverpflichtu ngen (Altfälle) sind wie im VJ durch 
die Einbuchung einer Forderung an die Stadt Münster neutralisiert. Da eine Beamtin 
im Geschäftsjahr 2011/2012 wieder zur Hauptverwaltu ng wechselte, ist der Betrag 
um den Wert dieser Ansprüche gemindert worden. 
1.4. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurd en wie im Vorjahr angewandt mit 
nachfolgenden Ausnahmen und richten sich nach Punkt  1.1. Die Bewertung der Al- 
tersteilzeit entspricht  grundsätzlich der Bewertun g gemäß HGB und folgt der Auf- 
fassung des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer). D er Urlaubzeitanspruch für das 
gesamte Kalenderjahr muss aus betriebsorganisatoris chen Gründen überwiegend 
in den Sommerferien genommen werden. Da die Sommerf erien 2012 bereits im 
August endeten, hatte dies eine Minderung der Rücks tellung im Vergleich zum Vor- 
jahr zur Folge. Durch den Intendantenwechsel ergebe n sich bei den Gehaltsan- 
sprüchen für die Zeit bis zum 31.08.2012 erhebliche  Abweichungen, die in erster Li- 
nie auf Abfindungsansprüche auf Grund der Nichtverl ängerung von Verträgen im 
künstlerischen Bereich begründet sind. Daher wurde auch außerdem der Berech- 
nungszeitraum der Nachzahlungsansprüche auf den 31. 12.2012 verlängert. Noch 
nicht geklärte Abfindungsbeträge wurden unter den R ückstellungen gebildet. Bei 
den höheren Forderungen gegenüber der Stadt Münster , handelt es sich um die 
Forderung zum Ausgleich der Tariferhöhung im Person albereich i.H.v. 202 T€, die 
über den Nachtragshaushaltes 2012 der Stadt Münster  beschlossen worden ist. Auf 
Grund der möglicherweise zu erwartenden Rechtsstrei tigkeiten auf Grund der Ab- 
findungsansprüchen, wurde eine Rückstellung in Höhe  von 1 T€ gebildet. Durch die 
noch fehlende Nebenkostenabrechnung des Amtes für I mmobilienmanagement, 
wurde zusätzlich eine Rückstellung für das Jahr 201 1/2012 gebildet. Da mit höhe- 
ren Nebenkosten zu rechnen ist, wurde der Rückstell ungsbetrag um 30.T€ erhöht. 
Damit beträgt die Rückstellung der Nebenkosten nun insgesamt 215 T€. Die Erhö- 
hung der Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Müns ter resultiert daraus, dass be- 
dingt durch die Urlaubzeit, zwei Mietzahlungen 233, 3 T€ noch nicht ausgeglichen 
waren. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem VJ beruht auf 
bereits vereinbarter Nachzahlungsbeträge aus der Ab findung in Höhe von 187 T€. 
Außerdem waren im letzten Jahr Nachzahlungsbeträge für die Mitarbeiter als Rück- 
stellungsbeträge gebildet worden. Die Nachzahlungsb eträge belaufen sich auf 
258,5 T€.  Außerdem stellte sich das Transferkonto der Geldmittel zwischen der 
Stadt Münster und dem Theater negativ dar 324 T€. H inzu kommt die Minderung 
der Festgeldanlage 200 T€. Durch den frühen Eingang  der ABO-Beträge für die 
Spielzeit 2012/2013  gibt es eine Veränderung bei d en passiven Rechnungsabgren- 
zung in Höhe von +198 T€.  
1.5. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung  erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 
HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Wie im Vorjahr sind in der 
Bilanz und GuV die Zahlen des Vorjahres als Vergleichszahlen enthalten.

5 
 
2. Bewertungs- und Abschreibungsgrundsätze 
2.1. Die Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstel- 
lungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung 
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. 
Die im Wirtschaftsjahr neu angeschafften abnutzbare n beweglichen Wirtschaftsgü- 
ter mit Anschaffungskosten zwischen 150,01 € und 1. 000 € (netto) wurden wie im 
Vorjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten dar gestellt und innerhalb von 
fünf Jahren abgeschrieben. 
Bei den geleisteten Anzahlungen handelt es sich im Wesentlichen um Ingenieurleis- 
tungen und Erstellungskosten wie beispielsweise Ern euerung Kältetechnik Großes 
und Kleine Haus (Theateranteil betriebstechnischer Teil) und für den Ausbau der 
bisherigen Probebühne 3 zu einer Studiobühne. 
 
Der Investitionskostenzuschuss durch die Stadt Müns ter wird ab dem Geschäftsjahr 
2009/2010 ff. als Betriebskostenzuschuss gebucht. D iese Umbuchung ist erforder- 
lich, um die Auswirkungen der Tarifabschlüsse ab 20 10 ff. und die Erhöhung der 
Rückstellungsbeträge für Altersteilzeitfälle auszugleichen. 
2.2. Bei dem Finanzanlagevermögen handelt es sich u m Mitarbeiterdarlehen mit einer 
Laufzeit  von über einem Jahr abzüglich der Tilgung  und um Wertpapiere zur Absi- 
cherung der Pensionsbezüge ab dem 1.9.2008. Die Anl age der Wertpapiere erfolg- 
te bei der Deka Investment Bank. 
2.3. Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsauf nahme ermittelt und zu Anschaf- 
fungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB bewertet worden. Das Niederstwertprinzip ist 
beachtet.  
2.4. Die Wertansätze der Forderungen aus Lieferunge n und Leistungen, der Forderun- 
gen gegen die Stadt Münster und der sonstigen Vermö gensgegenstände entspre- 
chen ihren Nominalbeträgen.  
2.5. Sämtliche Verbindlichkeiten der eigenbetriebsä hnlichen Einrichtung Städtische 
Bühnen Münster sind zum Rückzahlungsbetrag angesetz t. Rückstellungen wurden 
in Höhe des Betrages passiviert, der nach vernünfti ger kaufmännischer Beurteilung 
notwendig ist. Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche 
Verpflichtungen erfolgte gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NR W i. V. m. § 36 Abs. 1 
GemHVO NRW. 
3. Erläuterungen zur Bilanz 
3.1. Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlag evermögens wird auf den separat 
dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage  zum Anhang). Im Anlagen- 
spiegel sind, ausgehend von den gesamten Anschaffun gs- und Herstellungskosten, 
die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäf tsjahres gesondert aufge- 
führt.  
Für die Folgejahre bis 2017 sind insbesondere folgende Baumaßnahmen 
 geplant: 
 
- Beschallung Großes Haus 
- Bestuhlung Großes Haus

6 
 
3.2. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenst ände haben in Höhe von 
986.745,08 € eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 1.242.894,16 
€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.  
3.3. Das Stammkapital beträgt 50.000,00 €. Es ist v oll eingezahlt. Im Zuge der Ausglie- 
derung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wurde  wertmäßig höheres Vermö- 
gen als Schulden abzüglich des Stammkapitals überno mmen. Daher bildet sich als 
Gegenposten eine Kapitalrücklage von 4.244.893,79 € . Gegen die Stadt Münster 
(im Punkt 3.2 enthalten) gibt es außerdem Forderung en in Höhe von 1.472.122,87 
€, davon 1.242.894,16 € mit einer Laufzeit von über  einem Jahr. Sowie Verbindlich- 
keiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr  aus Lieferung und Leistungen 
mit einem Wert von 1.388.886,40 €.  
3.4. Das Eigenkapital und die Sonderposten für Zuwendung en haben sich im Wirt- 
schaftsjahr wie folgt entwickelt:  
 
 
 
Stand 
01.09.2011 
Zuführung Entnahmen  Stand 
31.08.2012 
 T€ T€ T€ T€ 
Stammkapital 50  0 0 50  
Kapitalrücklage 4.245  0 0 4.245  
Gewinnrücklage 45  3 0 48 
Jahresüberschuss 
Jahresfehlbetrag 
3 
0                    
0 
-192                      
3 
0 
-0 
-192  
Sonderposten Zuwendungen 130  0 28  102  
Summen 4.473  -189  31  4.253  
 
3.5. Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 20011/2012 wie folgt entwickelt 
 
 
Stand 
01.09.2011 
Inanspruch- 
nahme / 
 Auflösung 
Zuführung Stand 
31.08.2012 
 T€ T€ T€ T€ 
Pensionsrückstellungen     
Pension Aktive Beamte 1.330  47  78  1.361  
Pension Versorgungsempfänger 0  0  0  0 
Beihilfe 271  10  26  287 
 1.601  57  104  1.648  
     
Sonstige Rückstellungen     
Mehrarbeit und ausstehender Urlaub 287  287  141  141  
Anteilige Sonderzahlungen 
Abfindungen  
227 
 
0  
228  
0  
256  
43  
256  
43  
Sondervergütung Orchester/Pers. 3  3  0 0 
Leistungsabhängige Vergütung 88  89  124  124  
Altersteilzeit 324  27  32  329  
Unterlassene Instandhaltung 180  0  0  180  
Archivierungskosten 47  5  5  47  
Ausstehende Rechnungen 51  21  23 53  
Beratungs- und Prüfungskosten 17  17  23  23  
Prozesskosten 0  0 1  1 
Nebenkostenabrechnung 
Sonstige Rückstellungen 
95  
0  
0 
0 
120  
12 
215 
12

7 
 
Summe sonstige Rückstellungen 1.321 
 677 780  1.424  
Gesamt Rückstellungen 2.922  734  884  3.072  
 
3.6. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkei ten haben eine Restlaufzeit von bis 
zu einem Jahr und wurden mit den Einzelpositionen gesondert ausgewiesen.  
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 
4.1. Umsatzerlöse, Eintrittspreise, Statistik:  
Umsatzerlöse T€ 
Einnahmen aus Vorstellungen 2.291  
Auswärtige Gastspiele und Gastkonzerte 291 
Nebeneinnahmen aus Vorstellungen 61  
Sonstige Umsatzerlöse 14  
 2.657  
 
Preise im Großen Haus   
Platzgattung/Reihe 
Musiktheater, Schauspiel, 
Tanztheater 
Gastspiele, sofern nicht 
Sonderpreise 
€ 
Kinder- und 
Jugendtheater 
 
 
€ 
Preisgruppe  A B C E 
Parkett, Reihe 1-14  33,00  29,00  24,00  9,00  
1. Rang Mitte, Reihe 1-3  28,00  24,00  20,00  6,50  
1. Rang Seite, Reihe 1 
2. Rang Mitte, Reihe 1  24,50  21,00 
 17,00  5,50  
1. Rang Seite, Reihe 2-3 
2. Rang Seite, Reihe 1 
2. Rang Mitte, Reihe 2-3  
20,00  17,00  13,50  5,00  
2. Rang Seite, Reihe 2-3 
3. Rang Mitte, Reihe 1  13,00  10,00 
 8,00  4,50  
3. Rang Mitte, Reihe 2 
3. Rang Seite, Reihe 1-2  5,00  5,00  5,00  4,00  
 
Preise im Kleinen Haus   
Platzgattung 
Musiktheater, Schau- 
spiel, Tanztheater 
Gastspiele, sofern nicht 
Sonderpreise 
€ 
Kinder- und 
Jugendtheater 
 
 
€ 
Preisgruppe  F G H 
Parkett 17,00 12,00  7,00 
Rang 13,00 9,50 5,50

8 
 
 
    Besucherzahlen     
       
Spielzeiten   2008/09  2009/2010  2010/2011  2011/2012  
Theater  145.231  145.367  158.876  142.572  
Konzert  39.282  38.316  36.964  39.603  
Besucher insgesamt 184.513  183.683  195.840  182.175  
Anzahl der Vorstellungen 569  599  630  541  
Besucher je Vorstellung 324  307  311  337  
 
 
 
Theater 
  
Stücke 
Aufführungen  
insgesamt 
 
Besucher 
Platzaus- 
nutzung 
Premieren            
Musiktheater  9 77 36.664  60,97%  
Schauspiel   12 167 45.961  66,43%  
Tanztheater  4 39 10.008  79,56%  
Kinder- und Jugendtheater 3 44 23.667  85,63%  
Gesamt  28 327 116.300  68,60%  
      
Wiederaufnahmen           
Musiktheater   2 7 4.678  72,83%  
Schauspiel  2 5 2.368  87,26%  
Kinder- und Jugendtheater 1 4 500  54,35%  
Gesamt   5 16 7.546  46,16%  
      
Sonderveranstaltungen   6 58 4.336  54,25%  
fremde Gastspiele   23 40 14.390  75,19%  
Gesamt Theaterbereich   62 441 142.572  68,97%  
      
Konzert           
Sinfoniekonzerte  10 28 19.433  75,81%  
Kinderkonzerte   5 28 6.997  83,23%  
Rathauskonzerte  5 5 637  53,08%  
Erbdrostenhofkonzerte   5 5 908  96,60%  
taktlos  3 3 367  40,78%  
Gesamt   28 69 28.342  76,43%  
      
Sonderveranstaltungen  6 19 6.846  82,93%  
fremde Gastkonzerte   9 12 4.415  72,52%  
Gesamt Konzertbereich  43 100 39.603  76,48%  
      
Gesamt Städtische Bühnen 105 541 182.175 70,47%

9 
 
Aufführungszahlen nach Spielstätten 
  2008/2009  2009/2010  2010/2011  2011/2012  
Veränderung 
zum Vorjahr 
Theater      
Grosses Haus 185 199 182 173 -9 
Kleines Haus 181 183 177 164 -13 
Fremde Spielstätten 80 83 124 64 -60 
Fremde Gastspiele 28 43 61 40 -21 
Gesamt   474 508 544 441 -103 
Konzert      
Grosses Haus 34 43 31 35 4 
Kleines Haus 28 21 28 32 4 
Fremde Spielstätten 20 17 19 21 2 
Fremde Gastkonzerte 13 10 8 12 4 
Gesamt   95 91 86 100 14 
      
Gesamt Städtische Bühnen 569 599 630 541 -89 
 
Abonnementsentwicklung   
        Veränderung  Stand  
  2009/2010  2010/2011  2011/2012  Gegenüber 2012/2013 
        Vorjahr   
Theater      
Großes Haus           
Premieren-Abo 206 191 212  21 218 
Großes Abo           
Dienstag A 119 147 183  36 181 
Dienstag B 508 473 459  -14 473 
Mittwoch 207 206 206  0 203 
Donnerstag 152 144 146  2 145 
Freitag A 172 155 145  -10 146 
Freitag C 260 242 232  -10 215 
Samstag A 201 198 202  4 195 
Kleines Schauspiel-Abo 350 314 356  42 330 
Großes Schauspiel-Abo 0 0 0  0 14 
Kennenlern-Abo 357 380 402  22 389 
Geschenk-Abo 491 492 435  -57 367 
So.-Nachmittag 172 173 205  32 198 
Misch-Abo 0 0 0  0 39 
      
Kleines Haus            
Premieren- Abo 84 84 79  -5 77 
Schauspiel-Abo 0 0 0  0 8 
Mittwoch 89 89 91  2 80 
Freitag 88 94 111  17 96 
Kennenlern-Abo 144 106 80  -26 80 
Geschenk-Abo 0 76 109  33 57 
Samstag 45 49 54  5 53 
Tanztheater 41 34 0  -34 0 
Gesamt Theater 3.686 3.647 3.707  60 3.564

10  
            
Konzert      
Sinfoniekonzerte           
Abo A 449 420 383 -37 383 
Abo B 425 407 394 -13 394 
Abo C 423 396 417 21 417 
Abo K 81 69 77 8 77 
Rathauskonzerte 31 33 22 -11 22 
Erbdrostenhofkonzerte 109 106 104 -2 104 
Gesamt Konzerte 1.518 1.431 1.397 -34 1.397 
            
Gesamt Städtische Bühnen 5.204 5.078 5.104 26 4.961  
 
Entwicklung der Besucherorganisationen   
        Veränderung  Stand  
  2008/2009  2009/2010  2010/2011  2011/2012  Gegenüber 2012/2013  
         Vorjahr  
        
Theaterring Volksbühne 694  687  710  687  -23 672  
Christl. Theatergemeinde  989  926  740  716  -24 653  
ver.di 495  583  658  657  -1 412  
Theaterjugendring 1.620  1.755  1.783  2.064  281 1.368  
           
Gesamt 3.798  3.951  3.891  4.124  233 3.105  
 
4.2. Zusammensetzung der Betriebskostenzuschüsse:  
 T€ 
Stadt Münster 18.517  
Land NRW 1.113 
Sonstige Zuschüsse 0 
 19.630  
4.3. Aktivierte Eigenleistung  
 T€ 
Aktivierte Eigenleistung                                                                                                   9 
4.4. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:  
 T€ 
Zuweisung der Stadt Münster als AFA-Zuschuss 677 
Vermietung des Theaters 29  
Werbedrucke, Inserate 15  
Erstattungen 17  
Spenden 0 
Sponsoring 135  
Kantine 67  
Übrige Erträge                                10

11  
Erträge aus der Zuführung zum Anlagevermögen                         938  
 1.888  
 
4.5. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen: 
 T€ 
Bürobedarf 35 
Porto und Fernsprechgebühren 48  
Beiträge, Gebühren und Versicherungen 205  
Sachkosten Kantine 38  
Rechts- und Beratungsgebühren 22 
Programmheftkosten                         94 
Werbung 319  
Repräsentationskosten 8 
Reisekosten 71  
Mieten und Reparaturkosten der Instrumente 66 
Mieten und Reparaturkosten für Ausstattung Technik 185  
Wartung EDV-Software 233  
Dienstleistungen durch die Stadt Münster 333  
Kraftfahrzeugkosten 9 
Verlust aus Abgang von Vermögensgegenständen 
Sonstige Zuführungen zu den Rückstellungen (Beratungsgebühren) 
61 
22
 
Kosten Unterhaltung Spielfertiges Haus 65 
Aus- und Fortbildungskosten Personal 29  
Sonstige Ausgaben 40  
 1.884  
4.6. Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Kraftfahrzeugsteuer, Grundsteuer 
und Körperschaftssteuer.  
5. Ergänzende Angaben 
 
5.1. Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sowie 
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. 
 
5.2. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2011/2012  betrug: 
 
 
Angestellte 301,5 
 
Beamte 7,0  
 308,5  
 
Die Beschäftigten verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche innerhalb der Städ- 
tischen Bühnen:

12  
Verwaltung 12,0  
Kasse 4,5  
Hausdienste 20,0  
Bühnentechnischer Dienst 78,5  
Werkstätten 29,0  
Schauspieler 17,0  
Sänger 9,0  
Chor 26,0  
Orchester 67,0  
Tanz 12,0  
Künstlerisches Funktionspersonal 33,5  
 
Die einzelnen Arbeitsverhältnisse werden durch nach stehende Regelungen be- 
stimmt: 
 
 Beamtenrecht 
 Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TvÖD) 
 Normalvertrag Bühne (NV Bühne) 
 Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern (TVK) . 
 
 Zusätzlich zu den fest angestellten Mitarbeitern, sind bei den nicht ständig Beschäf- 
tigten (Ersatz für abwesende eigene Kräfte, Aushilf en, Gastverpflichtungen etc.) rd. 
3.440 Abrechnungsfälle angefallen. 
 
5.3. Die Betriebsleitung bildeten die Verwaltungsdi rektorin Rita Feldmann und General- 
intendant Wolfgang Quetes. Die Vergütung erfolgt be i der Verwaltungsdirektorin 
nach Besoldungsgruppe A16 und beim Generalintendanten nach Sondervertrag. 
 
Gemäß § 24 Abs. 1 EigVO NRW i. V. m. § 285 Nr. 9 HG B sind für die Mitglieder der   
Betriebsleitung die Gesamtbezüge für das jeweilige Wirtschaftsjahr anzugeben. Für 
die Verwaltungsdirektorin sind im Wirtschaftsjahr V ergütungen i.H.v. 76.224,24 €   
und für den Generalintendanten i.H.v. 119.855,77 € angefallen. 
 
5.4 Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde nac h Beschluss des Kulturschusses   
am 15.03.2012 und erteilter Zustimmung der Gemeinde prüfungsanstalt Nordrhein-
Westfalen (GPA) vom 20.02.2012 die Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft Concunia 
GmbH, Münster beauftragt. Das Prüfungshonorar im Ge schäftsjahr 2011/2012 setzt 
sich wie folgt zusammen: 
 
- Abschlussprüfungsleistungen:    € 11.900,00 
   (Prüfung Jahresabschlusses 2011/2012) 
- Sonstige Leistungen:      €   7.140,00 
(zusätzliche prüfungsbegleitende Beratung im  
Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung  
2011/2012) 
  
5.5. Der Betriebsausschuss setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: 
 
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (CDU) 
Ratsherr Franz-Pius Graf von Merveldt (CDU) 
Ratsfrau Helga Welker (CDU) 
Ratsherr Jürgen Ohm (CDU) 
Ratsfrau Dr. Renate Düttmann-Braun (CDU) 
Berthold Socha (CDU) 
Alfred Holtmann (CDU) 
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD) 
Ratsherr Philipp Gabriel (SPD) 
Ratsherr Robert von Olberg (SPD) 
Renate Weidenfeller (SPD) 
Dr. Michael Werner (SPD) 
Ratsherr Tim Rohleder (Bündnis 90/Die Grünen/GAL)

13  
 
Dr. Ludwig Schipmann (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) 
Martin Schulte (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) 
Ratsfrau Anne Maria Naegels (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) 
Ratsherr Heinrich Götting (FDP) 
Christoph Jauch (FDP) 
 Lorenz Müller-Morenius (DIE LINKE) 
 
5.6. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten für ihre Tätigkeit von den Städti- 
schen Bühnen keine Bezüge. 
 
 
 
 
Münster, 14. Januar 2013 
 
 
Rita Feldmann         
Verwaltungsdirektorin

Städtische Bühnen Münster 
Entwicklung des Anlagevermögens 2011/2012  
            
            
Bezeichnung Anschaffungs-/       Anschaffungs-/          Buchwerte Buchwerte 
  Herstellungs-       Herstellungs- Abschreibung Absc hreibung  Abschreibung  Abschreibung     
  kosten Brutto Brutto Brutto Umbuchung  kosten Brutto       kumuliert     
  01.09.2011 Zugänge Abgänge   31.08.2012 01.09.2011 Zugänge Abgänge 31.08.2012 31.08.2012 01.09.2011 
                        
                        
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände 19.807,30  19.341,51  -568,16  0,00  38.580,65  -6.439,89  -9.587,39  173,60  -15.853,68  22.726,97  13.367,41  
                        
II. Sachanlagen                       
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.504.897,93  1.691.871,97  -212.536,58  240.663,61  8.224.896,93  -1.893.549,20  -740.575,77  152.136,40  -2.481.988,57  5.742.908,36  4.611.348,73  
                        
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 243.692,5 1  97.601,51  0,00  -240.663,61  100.630,41  0,00  0,00  0,00  0,00  100.630,41  243.692,51  
                        
Summe Sachanlagen 6.748.590,44  1.789.473,48  -212.536,58  0,00  8.325.527,34  -1.893.549,20  -740.575,77  152.136,40  -2.481.988,57  5.843.538,77  4.855.041,24  
                        
III. Finanzanlagen                       
Wertpapiere 111.542,40  207.526,76  0,00  0,00  319.069,16  0,00  0,00  0,00  0,00  319.069,16  111.542,40  
Ausleihungen 19.895,21  23.780,00  -17.654,81  0,00  26.020,40  0,00  0,00  0,00  0,00  26.020,40  19.895,21  
Summe Finanzanlagen 131.437,61  231.306,76  -17.654,81  0,00  345.089,56  0,00  0,00  0,00  0,00  345.089,56  131.437,61  
                        
                        
Summe Anlagevermögen 6.899.835,35  2.040.121,75  -230.759,55  0,00  8.709.197,55  -1.899.989,09  -750.163,16  152.310,00  -2.497.842,25  6.211.355,30  4.999.846,26

Lagebericht zum 31. August 2012 
 
 
 
1. Geschäftsgrundlagen 
 
Die Städtischen Bühnen Münster sind seit dem 01.09. 2008 eine eigenbetriebsähnliche Ein- 
richtung der Stadt Münster entsprechend den Vorschr iften der Gemeindeordnung für das 
Land Nordrhein-Westfalen. Sie werden gemäß der Eige nbetriebsverordnung sowie nach den 
Bestimmungen der Betriebssatzung für die Städtische n Bühnen Münster geführt (Hinweis: 
Die Städtischen Bühnen Münster wurden zur Spielzeit  2012/2013 umbenannt in „Theater 
Münster“, s. Vorlage V/0086/2012). 
 
Satzungsmäßiger Zweck und Gegenstand  einschließlic h etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe 
ist die Förderung des kulturellen Lebens durch den Betrieb der Städtischen Bühnen Münster. 
Das Sinfonieorchester Münster ist Bestandteil des B etriebes. Die Einrichtung kann zur Erfül- 
lung des Betriebszwecks sowohl eigene Leistungen er stellen, als auch die Bestrebungen 
und Aktivitäten Dritter unterstützen. Der Betriebsz weck ist im Rahmen der gesamtstädti- 
schen Zielsetzung der Stadt Münster, individueller Zielvereinbarungen sowie unter Beach- 
tung einer wirtschaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen . 
 
Die Einrichtung verfolgt ausschließlich und unmitte lbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des 
Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenor dnung. Sie ist selbstlos tätig und ver- 
folgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Einrichtung dürfen nur für die 
satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf ke ine Person durch Ausgaben, die 
dem Zweck der Einrichtung fremd sind, oder durch un verhältnismäßig hohe Vergütungen 
begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung der  Einrichtung oder bei Wegfall ihres 
bisherigen Zwecks hat die Stadt Münster ihr Vermöge n, soweit es den Wert der Sach- und 
Kapitaleinlagen übersteigt, ausschließlich für die Förderung der Kunst und Kultur zu verwen- 
den. 
 
Die Städtischen Bühnen Münster umfassen folgende Sparten: 
 
• Musiktheater 
• Sprechtheater 
• Tanztheater 
• Kinder- und Jugendtheater 
• Konzerte 
 
 
Die Betriebsleitung im Sinne der EigVO NW bilden de r Generalintendant Wolfgang Quetes 
und die Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann. Ab der Spielzeit 2012/2013 obliegt die Position 
des Generalintendanten Herrn Dr. Ulrich Peters. 
 
2. Ertragslage 
 
Das Geschäftsjahr 2011/2012 war in finanzieller Hin sicht durch einen negativen Geschäfts- 
verlauf gekennzeichnet. Der vorliegende Jahresabsch luss weist einen Jahresfehlbetrag von 
192.378,99 € aus. Gründe für diesen Jahresfehlbetra g sind neben allgemeiner Preissteige- 
rungen im Sachkostenbereich, deutliche gestiegene K osten für Ersatzkräfte auf Grund 
krankheitsbedingter Ausfälle, die nur mit externem Personal aufgefangen werden konnten, 
sowie anteilige Aufwendungen auf Grund des Intendan tenwechsels. Die wirtschaftliche Situ- 
ation der Städtischen Bühnen Münster stellt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch als stabil dar.

16  
 
 
Trotz eines Besucherrückgangs um rd. 7 % sind die U msatzerlöse leicht gestiegen. Grund 
hierfür ist eine bessere Auslastung in den teureren Platzkategorien im Großen Haus. 
 
Die Gesamtzuschüsse (Stadt, Land) zum Betrieb des T heaters und Orchesters sind im Ver- 
gleich zum vergangenen Wirtschaftsjahr entsprechend  der festgelegten, gültigen Beschlüsse 
und Bewilligungsbescheide um  424.000 € gesunken. D ieser Rückgang erklärt sich durch 
einen einmaligen Sonderzuschuss für die Erneuerung der Tonanlage im Großen Haus in der 
Spielzeit 2010/2011, der aus Mitteln des Konjunktur paketes II erfolgte und von der Stadt 
Münster an die Städtischen Bühnen weitergeleitet wu rde. Nach wie vor bilden die Zuschüsse  
von Stadt und Land eine verlässliche Größe im Finan zierungskonzept der Städtischen Büh- 
nen. 
 
Durch die erstmalige Bewertung des Maskenfundus wur den betriebliche Erträge durch die 
Nachaktivierung der Vermögensgegenstände der Masken werkstatt von ca. 938.000 € be- 
rücksichtigt. Diese Bewertung und die gestiegenen S ponsoringeinnahmen (+ 80.000 €) sind 
der Grund für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge. 
 
Durch die Tarifrunde 2012 kommt es bei den Städtisc hen Bühnen zu einer dreistufigen Er- 
höhung der Personalkosten in den Spielzeiten 2011/2 012 bis 2013/2014. Die zusätzlichen 
Belastungen für die Spielzeit 2011/2012 sind durch eine Erhöhung des Zuschusses der Stadt 
Münster ausgeglichen worden. Ebenso werden die erhöhten Aufwendungen, die in der Spiel- 
zeit 2012/2013 zum Tragen kommen, durch die Stadt M ünster ausgeglichen. Die Finanzie- 
rung der dritten Stufe der aktuellen Tarifrunde müs sen die Städtischen Bühnen aus dem ak- 
tuellen Zuschuss zusätzlich finanzieren (s. Punkt 7 .). Der Etat für die Personalbewirtschaf- 
tung war in der Spielzeit 2011/2012 insgesamt ausre ichend. Innerhalb des Personaletats 
haben sich die üblichen vom Spielplan abhängigen Verschiebungen ergeben. 
 
Bei den Aufwendungen insgesamt ist wiederum ein seh r gutes Ergebnis erzielt worden. Der 
Rückgang ist in erster Linie auf die einmalige aufwandswirksame Erneuerung  der Tonanlage 
im Großen Haus in der Spielzeit 2010/2011 zurückzuf ühren. Die in vielen Bereichen gestie- 
genen Kosten konnten im Rahmen der dezentralen Etatverwaltung innerhalb der Städtischen 
Bühnen durch Einsparungen in anderen Positionen z. T. kompensiert werden.  
 
3.  Spielzeitüberblick 
 
Das Besucheraufkommen hat sich in der letzten Spielzeit des scheidenden Generalintendan- 
ten Wolfgang Quetes im Vergleich zum Vorjahr als le icht rückläufig erwiesen. Insgesamt be- 
suchten 182.175 Theater- und Konzertinteressierte d ie Vorstellungen der Städtischen Büh- 
nen. Dies ist ein Rückgang von 13.665 Besuchern gegenüber der Spielzeit 2010/2011. 
 
Im Verlauf der Spielzeit  wurden im Musiktheater,  Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater 
und Tanztheater 28 Premieren und 5 Wiederaufnahmen gezeigt. Im Konzertspielplan des 
Sinfonieorchesters standen neben 10 Sinfoniekonzert en zahlreiche weitere Auftritte in den 
einzelnen Konzertreihen. Das Programm der Städtisch en Bühnen wurde ergänzt durch die 
Produktion der Niederdeutschen Bühne, zahlreiche Ga stspiele und –konzerte, Lesungen, 
Vorträge und Ausstellungen. Die Anzahl der Aufführu ngen hat sich mit 541 im Vergleich zur 
vorherigen Spielzeit  um 89 Vorstellungen verringert. 
 
Bei der Entwicklung der Abonnements im Theater- und  Konzertbereich ist nochmals eine 
leichte Steigerung zu beobachten. Es wurden 5.104 A bonnements abgeschlossen. Damit 
konnte eine Erhöhung  um 26 Abonnenten verzeichnet werden. 
 
Die Entwicklung bei den Besucherorganisationen ist ebenfalls positiv verlaufen. Hier kam es 
zu einer Steigerung um 233 Abonnements (+ 6,00 %) im Vergleich zur Vorsaison.

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Die Städtischen Bühnen nutzen für die Veranstaltung en neben den eigenen 
Spielstätten, Großes und Kleines Haus, Theatertreff, eine Vielzahl externer Aufführungsorte.   
 
Musiktheater 
 
Der von Wolfgang Quetes initiierte „Zyklus Europäis che Oper“ wurde mit der Inszenierung 
der Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten fortge setzt. Die Aufführung in englischer 
Sprache entführte den Zuschauer in ein abgelegenes Fischerdorf an die Ostküste Englands 
und machte ihn zu Augen- und Ohrenzeugen  einer ska ndalösen Hetzjagd auf den Fischer 
Grimes, der – ob zu Recht oder Unrecht bleibt unbea ntwortet – des Mordes bezichtigt wird. 
Der englische Kulturraum spielte ohnehin 2012 eine besondere Rolle: Im Januar hatte 
Shakespeares Weltdrama „Romeo und Julia“ im Sprecht heater eine begeistert aufgenom- 
mene Premiere gefeiert; im gleichen Bühnenbild (!) hob sich wenige Monate später der Vor- 
hang für Charles Gounods gleichnamige Oper und erla ubte den unmittelbaren Vergleich zwi- 
schen literarischer Vorlage und musikalischer Bearb eitung. Hausherr Wolfgang Quetes ver- 
abschiedete sich ebenfalls mit einem Shakespeare-St off: Die romantische Feenoper „Obe- 
ron“ von Carl Maria von Weber – basierend auf dem „ Sommernachtstraum“ des englischen 
Dramatikers – band die Ruine des Romberger Hofs rei zvoll in die Inszenierung mit ein und 
lotste das Publikum bei sommerlichen Temperaturen vom Innenhof ins Große Haus. 
 
Kaum weniger erfolgreich geriet in Münster Verdis O per „La Traviata“, die Vertonung von 
Alexandre Dumas’ melodramatischem Weltroman „Die Kameliendame“. Kongenial mit Publi- 
kumsliebling Henrike Jacob in der Titelpartie beset zt, wurde die Inszenierung zu einem wah- 
ren Kassenschlager!  
 
In „TIMESHIFT … oder Die Zeit ist ein Vogel“, einem experimentellen Musiktheaterprojekt, 
das in Münster uraufgeführt wurde, reflektierten vi er junge Komponisten mit Elementen aus 
Text, Musik, visueller Projektion und Bewegung ihr Verhältnis zum Thema Zeit.  
 
Schauspiel 
 
Im Sprechtheater standen zwei Klassiker der deutsch en Dramenliteratur auf dem Programm: 
Bertolt Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“ ließ das Schicksal der Marketenderin Anna 
Vierling lebendig werden, die versucht, zur Zeit de s Dreißigjährigen Krieges sich und ihren 
drei Kindern das Überleben zu sichern, dabei aber a uch noch ein bisschen Kapital aus den 
Zeitläufen schlagen will. Zum Abschluss seiner Inte ndanz inszenierte Wolfgang Quetes eine 
knapp vierstündige Fassung der „Wallenstein“-Trilog ie von Friedrich Schiller. Bewusst war 
das Kleine Haus als Spielstätte gewählt worden, um den Charakter des Kammerspiels zu 
betonen und die Gewissenskonflikte des böhmischen Feldherren in einer intimen Raumsitua- 
tion eindringlich nachvollziehbar zu machen.  
Die dramatische Adaption einer großen literarischen  Vorlage – Thomas Manns „Budden- 
brooks“ – lieferte ein Stück Weltliteratur, zusamme ngekürzt auf einen Theaterabend! Mit 
„kristus.unerhört.“ nahmen sich die Städtischen Bühnen dem Roman von Robert Schneider 
an und entwickelten daraus eine atmosphärisch dicht e Inszenierung um die Wiedertäufer- 
herrschaft in Münster zu Beginn des 16. Jahrhunderts. 
 
Kinder- und Jugendtheater 
 
Als traditionelles Weihnachtsmärchen kam im Jahr 20 11 das Familienstück „Jim Knopf und 
Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende auf die Bühne. Rund 30 ausverkaufte Auffüh- 
rungen und mehr als 22.000 Besucher bewiesen, dass die jungen Zuschauer sich nur all zu 
gerne auf die Reise durch das sagenumwobene Lummerland gemacht hatten. 
 
Das TheaterJugendOrchester bewies im Frühjahr, dass  es inzwischen fest zum Spielbetrieb 
des Münsterschen Theaters gehört. Überaus erfolgreich war die Inszenierung der Kinderoper 
„Die Globolinks“ von Gian-Carlo Menotti, in der die  Invasion von Außerirdischen nur mit ei- 
nem Allheilmittel abgewehrt werden kann – der Musik.

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Tanztheater 
 
In „El galpón“ schickte Daniel Goldin seine Tänzer in die Künstlerviertel von Buenos Aires, 
um sich von den assoziationsreichen Orten für die e igenen Bewegungsfolgen inspirieren zu 
lassen.  
Das Tanztheater verabschiedete sich aus Münster mit  der Aufführung „Meinstream“ von 
Gastchoreografin Susanne Linke und einer großen tän zerischen Collage: Die Retrospektive 
„Finissage … quien me quita lo bailado“ war ein Rück blick auf sechzehn Jahre erfolgreiches 
Tanztheater unter Daniel Goldin, der vierzig prägna nte Einzelszenen aus rund zwanzig Cho- 
reografien ausgesucht hatte, um seine unverwechselb are tänzerische Ausdruckssprache 
noch einmal eindringlich zu dokumentieren.  
 
Theater Extra 
 
Im Rahmenprogramm der Städtischen Bühnen Münster wu rde im Oberen Foyer die Ausstel- 
lungsreihe „in situ“ fortgesetzt, die zeitgenössisc hen Künstlern die Gelegenheit gibt, einen 
Flügel des Theaters mit installativen Arbeiten neu zu definieren. In Kooperation mit der Uni- 
versität und dem Stadtmuseum Münster widmete sich d ie Vortragsreihe „Gelehrte im Thea- 
ter“ dem Thema „Dichterkreise und Literarische Gese llschaften“. Die „Theatergespräche“ 
stellten in einer mehrmonatigen Veranstaltungsreihe  die großen Dandys der europäischen 
Kulturgeschichte vor. 
 
Sinfonieorchester Münster 
 
Mit seinen mehr als 80 Konzerten und der Mitwirkung  bei sämtlichen Musiktheaterproduktio- 
nen der Städtischen Bühnen Münster erwies sich das Sinfonieorchester Münster unter sei- 
nem Leiter, Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura, als wichtiger Impulsgeber für Münsters 
Musikleben. Neben der Pflege des traditionellen Rep ertoires galt ein großes Engagement 
der Musik der Gegenwart. Mit einem großen, internat ional besetzten Festival geistlicher Mu- 
sik, „Musica Sacra“, setzte das Sinfonieorchester Münster 2012 in Münsters Musikleben ei- 
nen neuen, nachhaltigen Akzent. Durch Beteiligung b ei zahlreichen weitern Festivals wie 
„KlangZeit 2012“, „Summerwinds Münsterland 2012“ oder den „Aasee-Serenaden“  konnten 
zum Teil neue Publikumsgruppen erreicht werden. Es bespielte mit Kinokonzerten erfolg- 
reich das Cineplex Münster. Und mit seinen zahlreic hen Konzerten für Kinder, Jugendliche 
und Einsteiger in die klassische Musik widmete es s ich erneut engagiert der Musikvermitt- 
lung.    
Eine der wichtigsten Säulen der Arbeit des Sinfonie orchesters Münster blieb neben den Sin- 
foniekonzerten das edukative Programm: Mit mehr als  30 Kinder- und Jugendkonzerten, ei- 
nem großen JugendTanzProjekt sowie Instrumentenkund e in Schulen liegt das Sinfonieor- 
chester Münster auf diesem Gebiet im Bundesvergleich weiterhin an einer Spitzenstelle. 
 
4. Finanzlage 
Durch die festgelegten Zuschusszahlungen der Stadt Münster, die kontinuierlichen Einnah- 
men aus dem Verkauf von Eintrittskarten und die Bet riebskostenzuweisungen des Landes 
NRW, ist die Liquidität im Wirtschaftsjahr 2011/2012 jederzeit gesichert gewesen. 
 
Im Wirtschaftsjahr 2011/2012 sind neben den normale n Instandhaltungs- und Wartungsar- 
beiten folgende größere Maßnahmen im investiven Bereich besonders zu erwähnen: 
 
• Erneuerung der drahtlosen Mikrofonanlage im Großen  und Kleinen Haus 
Diese Maßnahme wurde vorgezogen und kurzfristig umg esetzt. Die Funkfrequenzen 
auf denen bisher drahtlose Mikrofonanlagen betriebe n wurden, sind von der Bundesre- 
gierung an die Mobilfunkunternehmen versteigert wor den. Aus diesem Grund sollten 
bis 2015 die Mikroportanlagen umgerüstet werden. Da  es bereits zu Beginn der Spiel- 
zeit 2011/2012 im näheren Umfeld der Städtischen Bü hnen zu Störungen des Betriebs

19  
drahtloser Mikrofonanlagen gekommen ist, war ein Vo rziehen der Maßnahme 
notwendig, um den Spielbetrieb nicht zu gefährden. 
 
• Austausch der Lichtsteuerung in Großen und Kleinen  Haus 
Der 1. Bauabschnitt der Maßnahme ist bereits in der  Spielzeit 2010/2011 umgesetzt 
worden. In der Spielzeitpause 2012 ist mit der Abwi cklung des 2. Bauabschnitts die 
Maßnahme abgeschlossen worden. 
 
Von den Städtischen Bühnen werden im Wesentlichen E rsatzinvestitionen getätigt. Investiti- 
onen in Erweiterungen des Gebäudebestandes sind nic ht vorgesehen. In der Spielzeitpause 
2013 sind Mittel für den Ersatz der Beschallung im Großen Haus eingeplant. Diese Maß- 
nahme steht im Zusammenhang mit der Erneuerung der Tonanlage im Großen Haus 2010. 
 
In den darauf folgenden Jahren ist der Austausch ei nes Leistungsschranks geplant. Weitere 
Maßnahmen werden entsprechend einer Prioritätenlist e kurzfristig geplant und umgesetzt. 
Diese Maßnahmen werden jeweils aus eigenen Mitteln  finanziert. Ab der Spielzeit 
2014/2015 ist dann die Umsetzung der Erneuerung der Bestuhlung im Großen Haus geplant. 
Für die Finanzierung dieser Investition wird ab der  Spielzeit 2011/2012 auf jede Eintrittskarte 
ein Sanierungseuro erhoben, der mit dem Zweck „Erneuerung der Bestuhlung Großes Haus“ 
verbunden ist und über mehrere Spielzeiten angespar t wird (Ratsbeschluss V/0308/2010 
Managementkontrakt mit der eigenbetriebsähnlichen E inrichtung Städtische Bühnen Müns- 
ter, inkl. 5. Finanzformel für die Spielzeiten 2011/2012 bis 2013/2014). 
  
Durch die genannten Maßnahmen wird auch für die Zuk unft sichergestellt, dass sich die Auf- 
führungen in den Städtischen Bühnen adäquat darstel len lassen und die Sicherheit in allen 
Bereichen  gewährleistet ist. 
  
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Städtische Bü hnen ist nicht Eigentümerin der Gebäu- 
de. Die direkt an den Gebäuden anstehenden Investit ionen und Instandsetzungen werden 
von der Eigentümerin Stadt Münster in enger Abstimm ung mit den Städtischen Bühnen vor- 
genommen. 
   
5. Vermögenslage 
 
Die Bilanzsumme beziffert sich zum 31.08.2012 auf  10.012.763,94 €.  
 
Auf der Aktiva wird ein Anlagevermögen i.H.v. 6.211 .355,30 € und ein Umlaufvermögen, ein- 
schließlich Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 3.801 .408,64 € geführt. Die Städtischen 
Bühnen Münster sind auf Grundlage einer Rahmenverei nbarung über die Bereitstellung ge- 
bäudewirtschaftlicher Leistungen durch das Amt für Immobilienmanagement Münster Mieter 
des genutzten Gebäudebestandes. Zum Anlagevermögen gehören vorwiegend als Sachan- 
lagen geführte betriebsspezifische Anlagegüter, die  mit Gründung der eigenbetriebsähnli- 
chen Einrichtung den Städtischen Bühnen übertragen wurden. Das Umlaufvermögen besteht 
vorwiegend aus Forderungen gegenüber der Stadt Müns ter aus Pensionen und Transferleis- 
tungen von der Stadtsparkasse an die Stadt Münster.  
 
Die Passiva weist ein Eigenkapital i.H.v. 4.150.571 ,63 € auf. Die Eigenkapitalquote beträgt 
damit 41,45 %.  Ein weiterer größerer Posten der Pa ssiva sind Rückstellungen mit einer Ge- 
samthöhe von 3.072.527,00  €. 
 
6. Nachtragsbericht 
 
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres 
2011/2012 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermö- 
gens-, Finanz- und Ertragslage haben.

20  
 
7. Risiko- und Prognosebericht 
 
Die aktuelle 5. Finanzformel, die vom Rat der Stadt  Münster am 28.04.2010 V/0308/2010 
beschlossen worden ist, ist noch bis zum Ende der S pielzeit 2013/2014 gültig und garantiert 
den Städtischen Bühnen eine finanzielle Planungssicherheit. 
 
Der Managementkontrakt, inkl. 5. Finanzformel, beinhaltet jedoch nicht das aktuelle Ergebnis 
der Tarifrunde 2012. In einem dreistufigen Lohnanst ieg von insgesamt 6,3 % ergeben sich 
folgende Mehraufwendungen im Personalbereich:  
 
 SZ 2011/2012 SZ 2012/2013 SZ 2013/2014 
Mehrbelastung Tarifsteigerung aus SZ 11/12 202.000 € 202.000 € 202.000 € 
Mehrbelastung Tarifsteigerung aus SZ 12/13  483.000 € 483.000 € 
Mehrbelastung Tarifsteigerung aus SZ 13/14   563.000 € 
Tarifsteigerung insgesamt 202.000 €  685.000 € 1.248.000 € 
 
• Für die tarifbedingten Mehraufwendungen für das Be richtsjahr 2011/2012 und das 
derzeit laufende Wirtschaftsjahr 2012/2013  hat der  Rat der Stadt Münster mit der 
Vorlage V/0434/2012 eine Zuschusserhöhung zur Übern ahme der Tarifsteigerungen 
beschlossen. 
 
•  Mit der Vorlage V0702/2012/1. Ergänzung hat der R at der Stadt Münster  das Hand- 
lungsprogramms 2012 bis 2017 beschlossen, welches für das Theater Münster fol- 
gende Einzelmaßnahme festgelegt hat:  
 
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlungsprogramms 2012 bis 2017 
einen Konsolidierungsbeitrag, der bis zur Spielzeit 2016/17 eine Gesamthöhe von 
700.000 Euro in der Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusammen aus zur- 
zeit noch nicht finanzierten Tarifsteigerungen der Spielzeit 2013/14 in Höhe von 
563.000 Euro sowie einem zusätzlichen Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 137.000 
Euro. Dazu sind Ertragssteigerungen sowie Aufwandsreduzierungen bis zur geforder- 
ten Höhe stufenweise umzusetzen. Die Verwaltung wird beauftragt, ein entsprechen- 
des Konzept zu erarbeiten.“ 
 
Mit diesem erneuten Konsolidierungsbeitrag ist der finanzielle Handlungsspielraum des The- 
aters Münster gänzlich aufgebraucht, d.h. die Ziels etzung ein künstlerisch leistungsfähiges 
und anspruchvolles Mehrspartenhaus (Musik-, Sprech- , Tanz-, Kinder- und Jugendtheater, 
Konzerte) anzubieten ist gefährdet. Insbesondere de r Erhalt aller Sparten erscheint unter 
den reduzierten finanziellen Rahmenbedingungen auf Dauer fraglich. 
 
Darüber hinaus belasten die kontinuierlichen Preiss teigerungen im Sachausgabenbereich 
das Budget des Theaters. Da der städtische Zuschuss  letztendlich seit der Spielzeit 
2008/2009 gedeckelt ist, mussten alle Preissteigeru ngen insb. im Energiekostensektor in- 
nerhalb des Budgets eigenständig ausgeglichen werde n. Dies hat über den Zeitraum der 
letzten 4 Spielzeiten ein strukturelles Defizit her beigeführt, das den finanziellen Handlungs- 
spielraum der Städtischen Bühnen ebenfalls belastet. 
 
Weitere Absenkungen der gewährten Zuschüsse oder zu sätzliche Aufwendungen innerhalb 
des Zuschussbudgets, sind jedoch ohne die Schließun g von Sparten, nicht mehr möglich. 
Gleiches gilt für die Bewilligung von Zuschüssen du rch das Land NRW. Eine Kürzung der in 
den letzten Jahren konstanten und somit verlässlich en Landesförderung hätte ebenfalls 
Auswirkungen auf die Struktur der Städtischen Bühnen. 
 
Durch die nächste Tarifrunde ab dem 01.03.2014 wird  eine noch nicht bekannte weitere Er- 
höhung der Personalaufwendungen das Budget des Thea ters Münster belasten. Aus diesem 
Grund bereitet die Betriebsleitung in Abstimmung mi t dem Kulturdezernat und dem Finanz-

21  
dezernat eine Vorlage für einen neuen Managementkon trakt, inkl. 6. Finanzformel, 
vor, der die Planungssicherheit für die finanzielle  Ausstattung der Theaters Münster regeln 
soll. 
 
8. Angabe zu den Feststellungen der Prüfung nach § 53 HGrG für 2011/2012   
Der mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageb erichtes für das Wirtschaftsjahr 
2011/2012 beauftragte Abschlussprüfer hat seine Prü fung auftragsgemäß um die Prüfung 
nach § 53 HGrG erweitert und die wesentlichen Fests tellungen in seinem Prüfungsbericht 
dargestellt. Es ergaben sich keine Feststellungen, aus denen sich für die Betriebsleitung die 
Notwendigkeit zum Handeln ergeben hätte.  
 
 
 
 
 
 
Münster, 14. Januar 2013 
 
 
Rita Feldmann       
Verwaltungsdirektorin

Beratungsverlauf (4)

22.05.2013 Kulturausschuss
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
11.06.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.06.2013 Hauptausschuss
TOP 6.5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.06.2013 Rat
TOP 15.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Grevener Straße 105

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0257/2013
Typ
Vorlagen
Datum
16.04.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37