V/0257/2013
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Städtischen Bühnen Münster für das Wirtschaftsjahr 2011/2012
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage
4397 Zeichen
V/0257/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Theater Münster Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Städtischen Bühnen Münster für das Wirtschaftsjahr 2011/2012 Beratungsfolge 22.05.2013 Kulturausschuss Vorberatung 11.06.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 12.06.2013 Hauptausschuss Vorberatung 12.06.2013 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss 2011/2012 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Städtische Bü h- nen Münster (Hinweis: Die Städtischen Bühnen Münster wurden zur Spielzeit 2012/2013 umbenannt in „Theater Münster“, s. Vorlage V/0086/2012), bestehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Lagebericht der Betriebsleitung, wird zur Kenn t- nis genommen. 2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2011/2012 nebst Anhang und dem Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Städtische Bühnen Münster am 14.01.2013 durch die Concunia GmbH Wirtschaftspr ü- fungsgesellschaft, Münster, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2011/2012 weist einen Jahre s- fehlbetrag von 192.378,99 € aus. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetr a- gen. 4. Der Betriebsleitung der Städtischen Bühnen Münster wird für das Wirtschaftsjahr 2011/2012 Entlastung erteilt. 5. Zur Prüfung des Jahresabschlusses 2012/2013 des Theate rs Münster wird die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Grevener Straße 105, 48159 Münster, bestellt. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses 2011/2012 im Wirtschaftsplan 2011/2012 berücksichtigt sind. Vorlagen-Nr.: V/0257/2013 Auskunft erteilt: Herr Braun Ruf: 59 09 121 E-Mail: Braun@stadt-muenster.de Datum: 29.04.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0257/2013 Begründung: Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Münster hat im Auftrag der Städtischen Bühnen Münster mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahres- abschluss und Lagebericht des Wirtschaftsjahres 2011/2012 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß gem. § 13 der Betriebssatzung der Städtischen Bühnen dem Betriebsausschuss und dem Rat vorzulegen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung NRW i n Verbindung mit den handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt worden. Zum Lagebericht wurde seitens der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgestellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung von der Lage des E i- genbetriebes vermitteln und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darg e- stellt sind. Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaf t erteilt den Städtischen Bühnen Münster für das Wirtschaftsjahr 2011/2012 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 20 11/2012 können den beigefügten Unterlagen entnommen werden. Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter, Herrn Diplom -Betriebswirt Christian Trost, der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Betriebsausschusssit- zung am 22.05.2013 im Einzelnen erläutert. Die Prüfung des Jahresabschlusses der eigenbetriebsä hnlichen Einrichtung Städtische Bühnen Münster obliegt gem. §106 Abs. 2 GO NW der Gemeindeprüfungsanstalt. Diese bedient sich zur Durchführung der Jahresabschlussprüfung eines Wirtschaftsprüfers oder einer Wirtschaftspr ü- fungsgesellschaft. Die Städtischen Bühnen Münster können einen Vorschlag unterbreiten, dem die Gemeindeprüfungsanstalt folgen soll. Gem. § 5 EigVO benennt der Betriebsausschuss die Prüferin oder den Prüfer für den Jahresa b- schluss. In Abstimmung mit dem Amt für Finanzen und Beteiligungen und dem AWR wird vorgeschlagen, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gemeindeprüfungsanstalt, die Concunia GmbH Wir t- schaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2012/2013 zu beauftragen. Gez. Dr. Hanke Stadträtin Anlage: Jahresabschluss 2011/2012 Städtische Bühnen Münster
Anhang u. Lagebericht 2011-2012
47758 Zeichen
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Städtische Bühnen Münster
Jahresabschluss
für das
Wirtschaftsjahr 2011/2012
2
Bilanz zum 31.08.2012
A K T I V A 31.08.2012 Vorjahr
=========== € €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 22.726,97 13.367,41
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.742.908,36 4.611.348,73
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.630,41 243.692,51
Summe Sachanlagen 5.843.538,77 4.855.041,24
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 319.069,16 111.542,40
Sonstige Ausleihungen 26.020,40 19.895,21
Summe Finanzanlagen 345.089,56 131.437,61
Summe Anlagevermögen 6.211.355,30 4.999.846,26
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 97.079,00 67.263,00
Summe Vorräte 97.079,00 67.263,00
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderung aus Lieferungen und Leistungen 727.202,05 734.778,99
Forderungen gegen die Stadt Münster
davon Forderungen gegen die Stadt Münster mit einer Laufzeit von über einem Jahr 1.242.894,16 1.299.871,16
Übrige Forderungen gegen die Stadt Münster 229.228,71 17.289,78
Summe Forderungen gegen die Stadt Münster 1.472.122,87 1.317.160,94
Sonstige Vermögensgegenstände 30.314,32 35.609,17
Summe Forderungen 2.229.639,24 2.087.549,10
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.344.926,95 1.518.614,24
Gesamtsumme Umlaufvermögen 3.671.645,19 3.673.426,34
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 129.763,45 85.116,43
S U M M E A K T I V A 10.012.763,94 8.758.389,03
=======================
P A S S I V A 31.08.2012 Vorjahr
============= € €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklagen 4.244.893,79 4.244.893,79
III. Gewinnrücklage 48.056,83 44.708,00
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -192.378,99 3.348,83
Summe Eigenkapital 4.150.571,63 4.342.950,62
B. Sonderposten für Zuwendungen 102.058,04 130.404,44
C. Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.648.423,00 1.600.811,00
II. Sonstige Rückstellungen 1.424.104,00 1.321.187,92
Summe Rückstellungen 3.072.527,00 2.921.998,92
D. Verbindlichkeiten
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.359.265,37 1.232.767,37
Verbindlichkeiten a. Lieferung u. Leistung 357.191,21 365.692,57
Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 357.191,21 365.692,57
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 1.388.886,40
838.634,03
Sonstige Verbindlichkeiten 613.187,76 28.440,77
davon Steuerverbindlichkeiten 630.61 819,83
Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit 3.160,44 2.386,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.791,05 3.206,78
andere sonstige Verbindlichkeiten 609.396,71 25.233,99
Summe sonstige Verbindlichkeiten 613.187,76 28.440,77
Summe Verbindlichkeiten 2.359.265,37 1.232.767,37
E. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 328.341,90 130.267,68
S U M M E P A S S I V A 10.012.763,94 8.758.389,03
=========================
3
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. September 2011 bis 31. August 2012
2011/2012 Vorjahr
€ €
1. Umsatzerlöse 2.657.583,28
2.630.506,70
2. Betriebskostenzuschüsse 19.629.787,49
20.054.013,11
3. Aktivierte Eigenleistungen 9.357,00 249.295,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.887.663,77
1.089.625,64
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 715.078,96
692.534,01
und bezogene Ware
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.253.228,5 8
3.930.334,77
Summe Materialaufwand 4.968.307,54 4.622.868,78
6. Personalaufwand
a) Löhne, Gehälter und Honorare 13.549.355,09
13.085.931,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und Unterstützung
davon für Altersversorgung 754.763,85
829.119,21
für soziale Abgaben und Unterstützung 2.491.243 ,80 2.430.087,97
Summe soziale Abgaben und Aufwendungen für 3.246.0 07,65 3.259.207,18
Altersvorsorgung und Unterstützung
Summe Personalaufwand 16.795.362,74
16.345.138,47
Zwischenergebnis 2.420.721,26
3.055.433,20
7. AFA auf immaterielle Vermögensgegenstände 750.16 3.16
709.134,98
des Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.883.992,01
2.358.056,24
Zwischenergebnis -213.433,91
-11.758,02
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon von der Stadt Münster
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.685,56
22.146,40
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 251,58
305,80
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1 85.999,93
10.082,58
12. Außerordentliche Erträge 0,00
0,00
13. Außerordentliche Aufwendungen 0,00
0,00
Summe außerordentliches Ergebnis
14. Sonstige Steuern 6.379,06
6.733,75
15. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag -192.378,99
3.348,83
=============================================
4
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2011/12
1. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung
1.1. Der Jahresabschluss zum 31.8.2012 ist unter Be achtung der einschlägigen Vor-
schriften des Handelsgesetzbuches (§ 238 ff.) und d en Grundsätzen ordnungsmä-
ßiger Buchführung aufgestellt worden.
1.2. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Städtisc he Bühnen Münster ist zum Ab-
schlussstichtag eine kleine Gesellschaft i.S. von § 267 Abs. 1 HGB und gem. Be-
triebssatzung der Stadt Münster für die Städtischen Bühnen Münster und §21 Ei-
genbetriebsverordnung NRW aufgestellt nach den Vors chriften für eine große Kapi-
talgesellschaft.
1.3. Die Rückstellungen für die Pensionsverpflichtu ngen (Altfälle) sind wie im VJ durch
die Einbuchung einer Forderung an die Stadt Münster neutralisiert. Da eine Beamtin
im Geschäftsjahr 2011/2012 wieder zur Hauptverwaltu ng wechselte, ist der Betrag
um den Wert dieser Ansprüche gemindert worden.
1.4. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurd en wie im Vorjahr angewandt mit
nachfolgenden Ausnahmen und richten sich nach Punkt 1.1. Die Bewertung der Al-
tersteilzeit entspricht grundsätzlich der Bewertun g gemäß HGB und folgt der Auf-
fassung des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer). D er Urlaubzeitanspruch für das
gesamte Kalenderjahr muss aus betriebsorganisatoris chen Gründen überwiegend
in den Sommerferien genommen werden. Da die Sommerf erien 2012 bereits im
August endeten, hatte dies eine Minderung der Rücks tellung im Vergleich zum Vor-
jahr zur Folge. Durch den Intendantenwechsel ergebe n sich bei den Gehaltsan-
sprüchen für die Zeit bis zum 31.08.2012 erhebliche Abweichungen, die in erster Li-
nie auf Abfindungsansprüche auf Grund der Nichtverl ängerung von Verträgen im
künstlerischen Bereich begründet sind. Daher wurde auch außerdem der Berech-
nungszeitraum der Nachzahlungsansprüche auf den 31. 12.2012 verlängert. Noch
nicht geklärte Abfindungsbeträge wurden unter den R ückstellungen gebildet. Bei
den höheren Forderungen gegenüber der Stadt Münster , handelt es sich um die
Forderung zum Ausgleich der Tariferhöhung im Person albereich i.H.v. 202 T€, die
über den Nachtragshaushaltes 2012 der Stadt Münster beschlossen worden ist. Auf
Grund der möglicherweise zu erwartenden Rechtsstrei tigkeiten auf Grund der Ab-
findungsansprüchen, wurde eine Rückstellung in Höhe von 1 T€ gebildet. Durch die
noch fehlende Nebenkostenabrechnung des Amtes für I mmobilienmanagement,
wurde zusätzlich eine Rückstellung für das Jahr 201 1/2012 gebildet. Da mit höhe-
ren Nebenkosten zu rechnen ist, wurde der Rückstell ungsbetrag um 30.T€ erhöht.
Damit beträgt die Rückstellung der Nebenkosten nun insgesamt 215 T€. Die Erhö-
hung der Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Müns ter resultiert daraus, dass be-
dingt durch die Urlaubzeit, zwei Mietzahlungen 233, 3 T€ noch nicht ausgeglichen
waren. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem VJ beruht auf
bereits vereinbarter Nachzahlungsbeträge aus der Ab findung in Höhe von 187 T€.
Außerdem waren im letzten Jahr Nachzahlungsbeträge für die Mitarbeiter als Rück-
stellungsbeträge gebildet worden. Die Nachzahlungsb eträge belaufen sich auf
258,5 T€. Außerdem stellte sich das Transferkonto der Geldmittel zwischen der
Stadt Münster und dem Theater negativ dar 324 T€. H inzu kommt die Minderung
der Festgeldanlage 200 T€. Durch den frühen Eingang der ABO-Beträge für die
Spielzeit 2012/2013 gibt es eine Veränderung bei d en passiven Rechnungsabgren-
zung in Höhe von +198 T€.
1.5. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2
HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Wie im Vorjahr sind in der
Bilanz und GuV die Zahlen des Vorjahres als Vergleichszahlen enthalten.
5
2. Bewertungs- und Abschreibungsgrundsätze
2.1. Die Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstel-
lungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt.
Die im Wirtschaftsjahr neu angeschafften abnutzbare n beweglichen Wirtschaftsgü-
ter mit Anschaffungskosten zwischen 150,01 € und 1. 000 € (netto) wurden wie im
Vorjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten dar gestellt und innerhalb von
fünf Jahren abgeschrieben.
Bei den geleisteten Anzahlungen handelt es sich im Wesentlichen um Ingenieurleis-
tungen und Erstellungskosten wie beispielsweise Ern euerung Kältetechnik Großes
und Kleine Haus (Theateranteil betriebstechnischer Teil) und für den Ausbau der
bisherigen Probebühne 3 zu einer Studiobühne.
Der Investitionskostenzuschuss durch die Stadt Müns ter wird ab dem Geschäftsjahr
2009/2010 ff. als Betriebskostenzuschuss gebucht. D iese Umbuchung ist erforder-
lich, um die Auswirkungen der Tarifabschlüsse ab 20 10 ff. und die Erhöhung der
Rückstellungsbeträge für Altersteilzeitfälle auszugleichen.
2.2. Bei dem Finanzanlagevermögen handelt es sich u m Mitarbeiterdarlehen mit einer
Laufzeit von über einem Jahr abzüglich der Tilgung und um Wertpapiere zur Absi-
cherung der Pensionsbezüge ab dem 1.9.2008. Die Anl age der Wertpapiere erfolg-
te bei der Deka Investment Bank.
2.3. Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsauf nahme ermittelt und zu Anschaf-
fungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB bewertet worden. Das Niederstwertprinzip ist
beachtet.
2.4. Die Wertansätze der Forderungen aus Lieferunge n und Leistungen, der Forderun-
gen gegen die Stadt Münster und der sonstigen Vermö gensgegenstände entspre-
chen ihren Nominalbeträgen.
2.5. Sämtliche Verbindlichkeiten der eigenbetriebsä hnlichen Einrichtung Städtische
Bühnen Münster sind zum Rückzahlungsbetrag angesetz t. Rückstellungen wurden
in Höhe des Betrages passiviert, der nach vernünfti ger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist. Die Passivierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen erfolgte gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NR W i. V. m. § 36 Abs. 1
GemHVO NRW.
3. Erläuterungen zur Bilanz
3.1. Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlag evermögens wird auf den separat
dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). Im Anlagen-
spiegel sind, ausgehend von den gesamten Anschaffun gs- und Herstellungskosten,
die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäf tsjahres gesondert aufge-
führt.
Für die Folgejahre bis 2017 sind insbesondere folgende Baumaßnahmen
geplant:
- Beschallung Großes Haus
- Bestuhlung Großes Haus
6
3.2. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenst ände haben in Höhe von
986.745,08 € eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 1.242.894,16
€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
3.3. Das Stammkapital beträgt 50.000,00 €. Es ist v oll eingezahlt. Im Zuge der Ausglie-
derung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wurde wertmäßig höheres Vermö-
gen als Schulden abzüglich des Stammkapitals überno mmen. Daher bildet sich als
Gegenposten eine Kapitalrücklage von 4.244.893,79 € . Gegen die Stadt Münster
(im Punkt 3.2 enthalten) gibt es außerdem Forderung en in Höhe von 1.472.122,87
€, davon 1.242.894,16 € mit einer Laufzeit von über einem Jahr. Sowie Verbindlich-
keiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus Lieferung und Leistungen
mit einem Wert von 1.388.886,40 €.
3.4. Das Eigenkapital und die Sonderposten für Zuwendung en haben sich im Wirt-
schaftsjahr wie folgt entwickelt:
Stand
01.09.2011
Zuführung Entnahmen Stand
31.08.2012
T€ T€ T€ T€
Stammkapital 50 0 0 50
Kapitalrücklage 4.245 0 0 4.245
Gewinnrücklage 45 3 0 48
Jahresüberschuss
Jahresfehlbetrag
3
0
0
-192
3
0
-0
-192
Sonderposten Zuwendungen 130 0 28 102
Summen 4.473 -189 31 4.253
3.5. Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 20011/2012 wie folgt entwickelt
Stand
01.09.2011
Inanspruch-
nahme /
Auflösung
Zuführung Stand
31.08.2012
T€ T€ T€ T€
Pensionsrückstellungen
Pension Aktive Beamte 1.330 47 78 1.361
Pension Versorgungsempfänger 0 0 0 0
Beihilfe 271 10 26 287
1.601 57 104 1.648
Sonstige Rückstellungen
Mehrarbeit und ausstehender Urlaub 287 287 141 141
Anteilige Sonderzahlungen
Abfindungen
227
0
228
0
256
43
256
43
Sondervergütung Orchester/Pers. 3 3 0 0
Leistungsabhängige Vergütung 88 89 124 124
Altersteilzeit 324 27 32 329
Unterlassene Instandhaltung 180 0 0 180
Archivierungskosten 47 5 5 47
Ausstehende Rechnungen 51 21 23 53
Beratungs- und Prüfungskosten 17 17 23 23
Prozesskosten 0 0 1 1
Nebenkostenabrechnung
Sonstige Rückstellungen
95
0
0
0
120
12
215
12
7
Summe sonstige Rückstellungen 1.321
677 780 1.424
Gesamt Rückstellungen 2.922 734 884 3.072
3.6. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkei ten haben eine Restlaufzeit von bis
zu einem Jahr und wurden mit den Einzelpositionen gesondert ausgewiesen.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1. Umsatzerlöse, Eintrittspreise, Statistik:
Umsatzerlöse T€
Einnahmen aus Vorstellungen 2.291
Auswärtige Gastspiele und Gastkonzerte 291
Nebeneinnahmen aus Vorstellungen 61
Sonstige Umsatzerlöse 14
2.657
Preise im Großen Haus
Platzgattung/Reihe
Musiktheater, Schauspiel,
Tanztheater
Gastspiele, sofern nicht
Sonderpreise
€
Kinder- und
Jugendtheater
€
Preisgruppe A B C E
Parkett, Reihe 1-14 33,00 29,00 24,00 9,00
1. Rang Mitte, Reihe 1-3 28,00 24,00 20,00 6,50
1. Rang Seite, Reihe 1
2. Rang Mitte, Reihe 1 24,50 21,00
17,00 5,50
1. Rang Seite, Reihe 2-3
2. Rang Seite, Reihe 1
2. Rang Mitte, Reihe 2-3
20,00 17,00 13,50 5,00
2. Rang Seite, Reihe 2-3
3. Rang Mitte, Reihe 1 13,00 10,00
8,00 4,50
3. Rang Mitte, Reihe 2
3. Rang Seite, Reihe 1-2 5,00 5,00 5,00 4,00
Preise im Kleinen Haus
Platzgattung
Musiktheater, Schau-
spiel, Tanztheater
Gastspiele, sofern nicht
Sonderpreise
€
Kinder- und
Jugendtheater
€
Preisgruppe F G H
Parkett 17,00 12,00 7,00
Rang 13,00 9,50 5,50
8
Besucherzahlen
Spielzeiten 2008/09 2009/2010 2010/2011 2011/2012
Theater 145.231 145.367 158.876 142.572
Konzert 39.282 38.316 36.964 39.603
Besucher insgesamt 184.513 183.683 195.840 182.175
Anzahl der Vorstellungen 569 599 630 541
Besucher je Vorstellung 324 307 311 337
Theater
Stücke
Aufführungen
insgesamt
Besucher
Platzaus-
nutzung
Premieren
Musiktheater 9 77 36.664 60,97%
Schauspiel 12 167 45.961 66,43%
Tanztheater 4 39 10.008 79,56%
Kinder- und Jugendtheater 3 44 23.667 85,63%
Gesamt 28 327 116.300 68,60%
Wiederaufnahmen
Musiktheater 2 7 4.678 72,83%
Schauspiel 2 5 2.368 87,26%
Kinder- und Jugendtheater 1 4 500 54,35%
Gesamt 5 16 7.546 46,16%
Sonderveranstaltungen 6 58 4.336 54,25%
fremde Gastspiele 23 40 14.390 75,19%
Gesamt Theaterbereich 62 441 142.572 68,97%
Konzert
Sinfoniekonzerte 10 28 19.433 75,81%
Kinderkonzerte 5 28 6.997 83,23%
Rathauskonzerte 5 5 637 53,08%
Erbdrostenhofkonzerte 5 5 908 96,60%
taktlos 3 3 367 40,78%
Gesamt 28 69 28.342 76,43%
Sonderveranstaltungen 6 19 6.846 82,93%
fremde Gastkonzerte 9 12 4.415 72,52%
Gesamt Konzertbereich 43 100 39.603 76,48%
Gesamt Städtische Bühnen 105 541 182.175 70,47%
9
Aufführungszahlen nach Spielstätten
2008/2009 2009/2010 2010/2011 2011/2012
Veränderung
zum Vorjahr
Theater
Grosses Haus 185 199 182 173 -9
Kleines Haus 181 183 177 164 -13
Fremde Spielstätten 80 83 124 64 -60
Fremde Gastspiele 28 43 61 40 -21
Gesamt 474 508 544 441 -103
Konzert
Grosses Haus 34 43 31 35 4
Kleines Haus 28 21 28 32 4
Fremde Spielstätten 20 17 19 21 2
Fremde Gastkonzerte 13 10 8 12 4
Gesamt 95 91 86 100 14
Gesamt Städtische Bühnen 569 599 630 541 -89
Abonnementsentwicklung
Veränderung Stand
2009/2010 2010/2011 2011/2012 Gegenüber 2012/2013
Vorjahr
Theater
Großes Haus
Premieren-Abo 206 191 212 21 218
Großes Abo
Dienstag A 119 147 183 36 181
Dienstag B 508 473 459 -14 473
Mittwoch 207 206 206 0 203
Donnerstag 152 144 146 2 145
Freitag A 172 155 145 -10 146
Freitag C 260 242 232 -10 215
Samstag A 201 198 202 4 195
Kleines Schauspiel-Abo 350 314 356 42 330
Großes Schauspiel-Abo 0 0 0 0 14
Kennenlern-Abo 357 380 402 22 389
Geschenk-Abo 491 492 435 -57 367
So.-Nachmittag 172 173 205 32 198
Misch-Abo 0 0 0 0 39
Kleines Haus
Premieren- Abo 84 84 79 -5 77
Schauspiel-Abo 0 0 0 0 8
Mittwoch 89 89 91 2 80
Freitag 88 94 111 17 96
Kennenlern-Abo 144 106 80 -26 80
Geschenk-Abo 0 76 109 33 57
Samstag 45 49 54 5 53
Tanztheater 41 34 0 -34 0
Gesamt Theater 3.686 3.647 3.707 60 3.564
10
Konzert
Sinfoniekonzerte
Abo A 449 420 383 -37 383
Abo B 425 407 394 -13 394
Abo C 423 396 417 21 417
Abo K 81 69 77 8 77
Rathauskonzerte 31 33 22 -11 22
Erbdrostenhofkonzerte 109 106 104 -2 104
Gesamt Konzerte 1.518 1.431 1.397 -34 1.397
Gesamt Städtische Bühnen 5.204 5.078 5.104 26 4.961
Entwicklung der Besucherorganisationen
Veränderung Stand
2008/2009 2009/2010 2010/2011 2011/2012 Gegenüber 2012/2013
Vorjahr
Theaterring Volksbühne 694 687 710 687 -23 672
Christl. Theatergemeinde 989 926 740 716 -24 653
ver.di 495 583 658 657 -1 412
Theaterjugendring 1.620 1.755 1.783 2.064 281 1.368
Gesamt 3.798 3.951 3.891 4.124 233 3.105
4.2. Zusammensetzung der Betriebskostenzuschüsse:
T€
Stadt Münster 18.517
Land NRW 1.113
Sonstige Zuschüsse 0
19.630
4.3. Aktivierte Eigenleistung
T€
Aktivierte Eigenleistung 9
4.4. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
T€
Zuweisung der Stadt Münster als AFA-Zuschuss 677
Vermietung des Theaters 29
Werbedrucke, Inserate 15
Erstattungen 17
Spenden 0
Sponsoring 135
Kantine 67
Übrige Erträge 10
11
Erträge aus der Zuführung zum Anlagevermögen 938
1.888
4.5. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen:
T€
Bürobedarf 35
Porto und Fernsprechgebühren 48
Beiträge, Gebühren und Versicherungen 205
Sachkosten Kantine 38
Rechts- und Beratungsgebühren 22
Programmheftkosten 94
Werbung 319
Repräsentationskosten 8
Reisekosten 71
Mieten und Reparaturkosten der Instrumente 66
Mieten und Reparaturkosten für Ausstattung Technik 185
Wartung EDV-Software 233
Dienstleistungen durch die Stadt Münster 333
Kraftfahrzeugkosten 9
Verlust aus Abgang von Vermögensgegenständen
Sonstige Zuführungen zu den Rückstellungen (Beratungsgebühren)
61
22
Kosten Unterhaltung Spielfertiges Haus 65
Aus- und Fortbildungskosten Personal 29
Sonstige Ausgaben 40
1.884
4.6. Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Kraftfahrzeugsteuer, Grundsteuer
und Körperschaftssteuer.
5. Ergänzende Angaben
5.1. Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sowie
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.
5.2. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2011/2012 betrug:
Angestellte 301,5
Beamte 7,0
308,5
Die Beschäftigten verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche innerhalb der Städ-
tischen Bühnen:
12
Verwaltung 12,0
Kasse 4,5
Hausdienste 20,0
Bühnentechnischer Dienst 78,5
Werkstätten 29,0
Schauspieler 17,0
Sänger 9,0
Chor 26,0
Orchester 67,0
Tanz 12,0
Künstlerisches Funktionspersonal 33,5
Die einzelnen Arbeitsverhältnisse werden durch nach stehende Regelungen be-
stimmt:
Beamtenrecht
Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TvÖD)
Normalvertrag Bühne (NV Bühne)
Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern (TVK) .
Zusätzlich zu den fest angestellten Mitarbeitern, sind bei den nicht ständig Beschäf-
tigten (Ersatz für abwesende eigene Kräfte, Aushilf en, Gastverpflichtungen etc.) rd.
3.440 Abrechnungsfälle angefallen.
5.3. Die Betriebsleitung bildeten die Verwaltungsdi rektorin Rita Feldmann und General-
intendant Wolfgang Quetes. Die Vergütung erfolgt be i der Verwaltungsdirektorin
nach Besoldungsgruppe A16 und beim Generalintendanten nach Sondervertrag.
Gemäß § 24 Abs. 1 EigVO NRW i. V. m. § 285 Nr. 9 HG B sind für die Mitglieder der
Betriebsleitung die Gesamtbezüge für das jeweilige Wirtschaftsjahr anzugeben. Für
die Verwaltungsdirektorin sind im Wirtschaftsjahr V ergütungen i.H.v. 76.224,24 €
und für den Generalintendanten i.H.v. 119.855,77 € angefallen.
5.4 Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde nac h Beschluss des Kulturschusses
am 15.03.2012 und erteilter Zustimmung der Gemeinde prüfungsanstalt Nordrhein-
Westfalen (GPA) vom 20.02.2012 die Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft Concunia
GmbH, Münster beauftragt. Das Prüfungshonorar im Ge schäftsjahr 2011/2012 setzt
sich wie folgt zusammen:
- Abschlussprüfungsleistungen: € 11.900,00
(Prüfung Jahresabschlusses 2011/2012)
- Sonstige Leistungen: € 7.140,00
(zusätzliche prüfungsbegleitende Beratung im
Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung
2011/2012)
5.5. Der Betriebsausschuss setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (CDU)
Ratsherr Franz-Pius Graf von Merveldt (CDU)
Ratsfrau Helga Welker (CDU)
Ratsherr Jürgen Ohm (CDU)
Ratsfrau Dr. Renate Düttmann-Braun (CDU)
Berthold Socha (CDU)
Alfred Holtmann (CDU)
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD)
Ratsherr Philipp Gabriel (SPD)
Ratsherr Robert von Olberg (SPD)
Renate Weidenfeller (SPD)
Dr. Michael Werner (SPD)
Ratsherr Tim Rohleder (Bündnis 90/Die Grünen/GAL)
13
Dr. Ludwig Schipmann (Bündnis 90/Die Grünen/GAL)
Martin Schulte (Bündnis 90/Die Grünen/GAL)
Ratsfrau Anne Maria Naegels (Bündnis 90/Die Grünen/GAL)
Ratsherr Heinrich Götting (FDP)
Christoph Jauch (FDP)
Lorenz Müller-Morenius (DIE LINKE)
5.6. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten für ihre Tätigkeit von den Städti-
schen Bühnen keine Bezüge.
Münster, 14. Januar 2013
Rita Feldmann
Verwaltungsdirektorin
Städtische Bühnen Münster
Entwicklung des Anlagevermögens 2011/2012
Bezeichnung Anschaffungs-/ Anschaffungs-/ Buchwerte Buchwerte
Herstellungs- Herstellungs- Abschreibung Absc hreibung Abschreibung Abschreibung
kosten Brutto Brutto Brutto Umbuchung kosten Brutto kumuliert
01.09.2011 Zugänge Abgänge 31.08.2012 01.09.2011 Zugänge Abgänge 31.08.2012 31.08.2012 01.09.2011
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände 19.807,30 19.341,51 -568,16 0,00 38.580,65 -6.439,89 -9.587,39 173,60 -15.853,68 22.726,97 13.367,41
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.504.897,93 1.691.871,97 -212.536,58 240.663,61 8.224.896,93 -1.893.549,20 -740.575,77 152.136,40 -2.481.988,57 5.742.908,36 4.611.348,73
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 243.692,5 1 97.601,51 0,00 -240.663,61 100.630,41 0,00 0,00 0,00 0,00 100.630,41 243.692,51
Summe Sachanlagen 6.748.590,44 1.789.473,48 -212.536,58 0,00 8.325.527,34 -1.893.549,20 -740.575,77 152.136,40 -2.481.988,57 5.843.538,77 4.855.041,24
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 111.542,40 207.526,76 0,00 0,00 319.069,16 0,00 0,00 0,00 0,00 319.069,16 111.542,40
Ausleihungen 19.895,21 23.780,00 -17.654,81 0,00 26.020,40 0,00 0,00 0,00 0,00 26.020,40 19.895,21
Summe Finanzanlagen 131.437,61 231.306,76 -17.654,81 0,00 345.089,56 0,00 0,00 0,00 0,00 345.089,56 131.437,61
Summe Anlagevermögen 6.899.835,35 2.040.121,75 -230.759,55 0,00 8.709.197,55 -1.899.989,09 -750.163,16 152.310,00 -2.497.842,25 6.211.355,30 4.999.846,26
Lagebericht zum 31. August 2012
1. Geschäftsgrundlagen
Die Städtischen Bühnen Münster sind seit dem 01.09. 2008 eine eigenbetriebsähnliche Ein-
richtung der Stadt Münster entsprechend den Vorschr iften der Gemeindeordnung für das
Land Nordrhein-Westfalen. Sie werden gemäß der Eige nbetriebsverordnung sowie nach den
Bestimmungen der Betriebssatzung für die Städtische n Bühnen Münster geführt (Hinweis:
Die Städtischen Bühnen Münster wurden zur Spielzeit 2012/2013 umbenannt in „Theater
Münster“, s. Vorlage V/0086/2012).
Satzungsmäßiger Zweck und Gegenstand einschließlic h etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe
ist die Förderung des kulturellen Lebens durch den Betrieb der Städtischen Bühnen Münster.
Das Sinfonieorchester Münster ist Bestandteil des B etriebes. Die Einrichtung kann zur Erfül-
lung des Betriebszwecks sowohl eigene Leistungen er stellen, als auch die Bestrebungen
und Aktivitäten Dritter unterstützen. Der Betriebsz weck ist im Rahmen der gesamtstädti-
schen Zielsetzung der Stadt Münster, individueller Zielvereinbarungen sowie unter Beach-
tung einer wirtschaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen .
Die Einrichtung verfolgt ausschließlich und unmitte lbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenor dnung. Sie ist selbstlos tätig und ver-
folgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Einrichtung dürfen nur für die
satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf ke ine Person durch Ausgaben, die
dem Zweck der Einrichtung fremd sind, oder durch un verhältnismäßig hohe Vergütungen
begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung der Einrichtung oder bei Wegfall ihres
bisherigen Zwecks hat die Stadt Münster ihr Vermöge n, soweit es den Wert der Sach- und
Kapitaleinlagen übersteigt, ausschließlich für die Förderung der Kunst und Kultur zu verwen-
den.
Die Städtischen Bühnen Münster umfassen folgende Sparten:
• Musiktheater
• Sprechtheater
• Tanztheater
• Kinder- und Jugendtheater
• Konzerte
Die Betriebsleitung im Sinne der EigVO NW bilden de r Generalintendant Wolfgang Quetes
und die Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann. Ab der Spielzeit 2012/2013 obliegt die Position
des Generalintendanten Herrn Dr. Ulrich Peters.
2. Ertragslage
Das Geschäftsjahr 2011/2012 war in finanzieller Hin sicht durch einen negativen Geschäfts-
verlauf gekennzeichnet. Der vorliegende Jahresabsch luss weist einen Jahresfehlbetrag von
192.378,99 € aus. Gründe für diesen Jahresfehlbetra g sind neben allgemeiner Preissteige-
rungen im Sachkostenbereich, deutliche gestiegene K osten für Ersatzkräfte auf Grund
krankheitsbedingter Ausfälle, die nur mit externem Personal aufgefangen werden konnten,
sowie anteilige Aufwendungen auf Grund des Intendan tenwechsels. Die wirtschaftliche Situ-
ation der Städtischen Bühnen Münster stellt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch als stabil dar.
16
Trotz eines Besucherrückgangs um rd. 7 % sind die U msatzerlöse leicht gestiegen. Grund
hierfür ist eine bessere Auslastung in den teureren Platzkategorien im Großen Haus.
Die Gesamtzuschüsse (Stadt, Land) zum Betrieb des T heaters und Orchesters sind im Ver-
gleich zum vergangenen Wirtschaftsjahr entsprechend der festgelegten, gültigen Beschlüsse
und Bewilligungsbescheide um 424.000 € gesunken. D ieser Rückgang erklärt sich durch
einen einmaligen Sonderzuschuss für die Erneuerung der Tonanlage im Großen Haus in der
Spielzeit 2010/2011, der aus Mitteln des Konjunktur paketes II erfolgte und von der Stadt
Münster an die Städtischen Bühnen weitergeleitet wu rde. Nach wie vor bilden die Zuschüsse
von Stadt und Land eine verlässliche Größe im Finan zierungskonzept der Städtischen Büh-
nen.
Durch die erstmalige Bewertung des Maskenfundus wur den betriebliche Erträge durch die
Nachaktivierung der Vermögensgegenstände der Masken werkstatt von ca. 938.000 € be-
rücksichtigt. Diese Bewertung und die gestiegenen S ponsoringeinnahmen (+ 80.000 €) sind
der Grund für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge.
Durch die Tarifrunde 2012 kommt es bei den Städtisc hen Bühnen zu einer dreistufigen Er-
höhung der Personalkosten in den Spielzeiten 2011/2 012 bis 2013/2014. Die zusätzlichen
Belastungen für die Spielzeit 2011/2012 sind durch eine Erhöhung des Zuschusses der Stadt
Münster ausgeglichen worden. Ebenso werden die erhöhten Aufwendungen, die in der Spiel-
zeit 2012/2013 zum Tragen kommen, durch die Stadt M ünster ausgeglichen. Die Finanzie-
rung der dritten Stufe der aktuellen Tarifrunde müs sen die Städtischen Bühnen aus dem ak-
tuellen Zuschuss zusätzlich finanzieren (s. Punkt 7 .). Der Etat für die Personalbewirtschaf-
tung war in der Spielzeit 2011/2012 insgesamt ausre ichend. Innerhalb des Personaletats
haben sich die üblichen vom Spielplan abhängigen Verschiebungen ergeben.
Bei den Aufwendungen insgesamt ist wiederum ein seh r gutes Ergebnis erzielt worden. Der
Rückgang ist in erster Linie auf die einmalige aufwandswirksame Erneuerung der Tonanlage
im Großen Haus in der Spielzeit 2010/2011 zurückzuf ühren. Die in vielen Bereichen gestie-
genen Kosten konnten im Rahmen der dezentralen Etatverwaltung innerhalb der Städtischen
Bühnen durch Einsparungen in anderen Positionen z. T. kompensiert werden.
3. Spielzeitüberblick
Das Besucheraufkommen hat sich in der letzten Spielzeit des scheidenden Generalintendan-
ten Wolfgang Quetes im Vergleich zum Vorjahr als le icht rückläufig erwiesen. Insgesamt be-
suchten 182.175 Theater- und Konzertinteressierte d ie Vorstellungen der Städtischen Büh-
nen. Dies ist ein Rückgang von 13.665 Besuchern gegenüber der Spielzeit 2010/2011.
Im Verlauf der Spielzeit wurden im Musiktheater, Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater
und Tanztheater 28 Premieren und 5 Wiederaufnahmen gezeigt. Im Konzertspielplan des
Sinfonieorchesters standen neben 10 Sinfoniekonzert en zahlreiche weitere Auftritte in den
einzelnen Konzertreihen. Das Programm der Städtisch en Bühnen wurde ergänzt durch die
Produktion der Niederdeutschen Bühne, zahlreiche Ga stspiele und –konzerte, Lesungen,
Vorträge und Ausstellungen. Die Anzahl der Aufführu ngen hat sich mit 541 im Vergleich zur
vorherigen Spielzeit um 89 Vorstellungen verringert.
Bei der Entwicklung der Abonnements im Theater- und Konzertbereich ist nochmals eine
leichte Steigerung zu beobachten. Es wurden 5.104 A bonnements abgeschlossen. Damit
konnte eine Erhöhung um 26 Abonnenten verzeichnet werden.
Die Entwicklung bei den Besucherorganisationen ist ebenfalls positiv verlaufen. Hier kam es
zu einer Steigerung um 233 Abonnements (+ 6,00 %) im Vergleich zur Vorsaison.
17
Die Städtischen Bühnen nutzen für die Veranstaltung en neben den eigenen
Spielstätten, Großes und Kleines Haus, Theatertreff, eine Vielzahl externer Aufführungsorte.
Musiktheater
Der von Wolfgang Quetes initiierte „Zyklus Europäis che Oper“ wurde mit der Inszenierung
der Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten fortge setzt. Die Aufführung in englischer
Sprache entführte den Zuschauer in ein abgelegenes Fischerdorf an die Ostküste Englands
und machte ihn zu Augen- und Ohrenzeugen einer ska ndalösen Hetzjagd auf den Fischer
Grimes, der – ob zu Recht oder Unrecht bleibt unbea ntwortet – des Mordes bezichtigt wird.
Der englische Kulturraum spielte ohnehin 2012 eine besondere Rolle: Im Januar hatte
Shakespeares Weltdrama „Romeo und Julia“ im Sprecht heater eine begeistert aufgenom-
mene Premiere gefeiert; im gleichen Bühnenbild (!) hob sich wenige Monate später der Vor-
hang für Charles Gounods gleichnamige Oper und erla ubte den unmittelbaren Vergleich zwi-
schen literarischer Vorlage und musikalischer Bearb eitung. Hausherr Wolfgang Quetes ver-
abschiedete sich ebenfalls mit einem Shakespeare-St off: Die romantische Feenoper „Obe-
ron“ von Carl Maria von Weber – basierend auf dem „ Sommernachtstraum“ des englischen
Dramatikers – band die Ruine des Romberger Hofs rei zvoll in die Inszenierung mit ein und
lotste das Publikum bei sommerlichen Temperaturen vom Innenhof ins Große Haus.
Kaum weniger erfolgreich geriet in Münster Verdis O per „La Traviata“, die Vertonung von
Alexandre Dumas’ melodramatischem Weltroman „Die Kameliendame“. Kongenial mit Publi-
kumsliebling Henrike Jacob in der Titelpartie beset zt, wurde die Inszenierung zu einem wah-
ren Kassenschlager!
In „TIMESHIFT … oder Die Zeit ist ein Vogel“, einem experimentellen Musiktheaterprojekt,
das in Münster uraufgeführt wurde, reflektierten vi er junge Komponisten mit Elementen aus
Text, Musik, visueller Projektion und Bewegung ihr Verhältnis zum Thema Zeit.
Schauspiel
Im Sprechtheater standen zwei Klassiker der deutsch en Dramenliteratur auf dem Programm:
Bertolt Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“ ließ das Schicksal der Marketenderin Anna
Vierling lebendig werden, die versucht, zur Zeit de s Dreißigjährigen Krieges sich und ihren
drei Kindern das Überleben zu sichern, dabei aber a uch noch ein bisschen Kapital aus den
Zeitläufen schlagen will. Zum Abschluss seiner Inte ndanz inszenierte Wolfgang Quetes eine
knapp vierstündige Fassung der „Wallenstein“-Trilog ie von Friedrich Schiller. Bewusst war
das Kleine Haus als Spielstätte gewählt worden, um den Charakter des Kammerspiels zu
betonen und die Gewissenskonflikte des böhmischen Feldherren in einer intimen Raumsitua-
tion eindringlich nachvollziehbar zu machen.
Die dramatische Adaption einer großen literarischen Vorlage – Thomas Manns „Budden-
brooks“ – lieferte ein Stück Weltliteratur, zusamme ngekürzt auf einen Theaterabend! Mit
„kristus.unerhört.“ nahmen sich die Städtischen Bühnen dem Roman von Robert Schneider
an und entwickelten daraus eine atmosphärisch dicht e Inszenierung um die Wiedertäufer-
herrschaft in Münster zu Beginn des 16. Jahrhunderts.
Kinder- und Jugendtheater
Als traditionelles Weihnachtsmärchen kam im Jahr 20 11 das Familienstück „Jim Knopf und
Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende auf die Bühne. Rund 30 ausverkaufte Auffüh-
rungen und mehr als 22.000 Besucher bewiesen, dass die jungen Zuschauer sich nur all zu
gerne auf die Reise durch das sagenumwobene Lummerland gemacht hatten.
Das TheaterJugendOrchester bewies im Frühjahr, dass es inzwischen fest zum Spielbetrieb
des Münsterschen Theaters gehört. Überaus erfolgreich war die Inszenierung der Kinderoper
„Die Globolinks“ von Gian-Carlo Menotti, in der die Invasion von Außerirdischen nur mit ei-
nem Allheilmittel abgewehrt werden kann – der Musik.
18
Tanztheater
In „El galpón“ schickte Daniel Goldin seine Tänzer in die Künstlerviertel von Buenos Aires,
um sich von den assoziationsreichen Orten für die e igenen Bewegungsfolgen inspirieren zu
lassen.
Das Tanztheater verabschiedete sich aus Münster mit der Aufführung „Meinstream“ von
Gastchoreografin Susanne Linke und einer großen tän zerischen Collage: Die Retrospektive
„Finissage … quien me quita lo bailado“ war ein Rück blick auf sechzehn Jahre erfolgreiches
Tanztheater unter Daniel Goldin, der vierzig prägna nte Einzelszenen aus rund zwanzig Cho-
reografien ausgesucht hatte, um seine unverwechselb are tänzerische Ausdruckssprache
noch einmal eindringlich zu dokumentieren.
Theater Extra
Im Rahmenprogramm der Städtischen Bühnen Münster wu rde im Oberen Foyer die Ausstel-
lungsreihe „in situ“ fortgesetzt, die zeitgenössisc hen Künstlern die Gelegenheit gibt, einen
Flügel des Theaters mit installativen Arbeiten neu zu definieren. In Kooperation mit der Uni-
versität und dem Stadtmuseum Münster widmete sich d ie Vortragsreihe „Gelehrte im Thea-
ter“ dem Thema „Dichterkreise und Literarische Gese llschaften“. Die „Theatergespräche“
stellten in einer mehrmonatigen Veranstaltungsreihe die großen Dandys der europäischen
Kulturgeschichte vor.
Sinfonieorchester Münster
Mit seinen mehr als 80 Konzerten und der Mitwirkung bei sämtlichen Musiktheaterproduktio-
nen der Städtischen Bühnen Münster erwies sich das Sinfonieorchester Münster unter sei-
nem Leiter, Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura, als wichtiger Impulsgeber für Münsters
Musikleben. Neben der Pflege des traditionellen Rep ertoires galt ein großes Engagement
der Musik der Gegenwart. Mit einem großen, internat ional besetzten Festival geistlicher Mu-
sik, „Musica Sacra“, setzte das Sinfonieorchester Münster 2012 in Münsters Musikleben ei-
nen neuen, nachhaltigen Akzent. Durch Beteiligung b ei zahlreichen weitern Festivals wie
„KlangZeit 2012“, „Summerwinds Münsterland 2012“ oder den „Aasee-Serenaden“ konnten
zum Teil neue Publikumsgruppen erreicht werden. Es bespielte mit Kinokonzerten erfolg-
reich das Cineplex Münster. Und mit seinen zahlreic hen Konzerten für Kinder, Jugendliche
und Einsteiger in die klassische Musik widmete es s ich erneut engagiert der Musikvermitt-
lung.
Eine der wichtigsten Säulen der Arbeit des Sinfonie orchesters Münster blieb neben den Sin-
foniekonzerten das edukative Programm: Mit mehr als 30 Kinder- und Jugendkonzerten, ei-
nem großen JugendTanzProjekt sowie Instrumentenkund e in Schulen liegt das Sinfonieor-
chester Münster auf diesem Gebiet im Bundesvergleich weiterhin an einer Spitzenstelle.
4. Finanzlage
Durch die festgelegten Zuschusszahlungen der Stadt Münster, die kontinuierlichen Einnah-
men aus dem Verkauf von Eintrittskarten und die Bet riebskostenzuweisungen des Landes
NRW, ist die Liquidität im Wirtschaftsjahr 2011/2012 jederzeit gesichert gewesen.
Im Wirtschaftsjahr 2011/2012 sind neben den normale n Instandhaltungs- und Wartungsar-
beiten folgende größere Maßnahmen im investiven Bereich besonders zu erwähnen:
• Erneuerung der drahtlosen Mikrofonanlage im Großen und Kleinen Haus
Diese Maßnahme wurde vorgezogen und kurzfristig umg esetzt. Die Funkfrequenzen
auf denen bisher drahtlose Mikrofonanlagen betriebe n wurden, sind von der Bundesre-
gierung an die Mobilfunkunternehmen versteigert wor den. Aus diesem Grund sollten
bis 2015 die Mikroportanlagen umgerüstet werden. Da es bereits zu Beginn der Spiel-
zeit 2011/2012 im näheren Umfeld der Städtischen Bü hnen zu Störungen des Betriebs
19
drahtloser Mikrofonanlagen gekommen ist, war ein Vo rziehen der Maßnahme
notwendig, um den Spielbetrieb nicht zu gefährden.
• Austausch der Lichtsteuerung in Großen und Kleinen Haus
Der 1. Bauabschnitt der Maßnahme ist bereits in der Spielzeit 2010/2011 umgesetzt
worden. In der Spielzeitpause 2012 ist mit der Abwi cklung des 2. Bauabschnitts die
Maßnahme abgeschlossen worden.
Von den Städtischen Bühnen werden im Wesentlichen E rsatzinvestitionen getätigt. Investiti-
onen in Erweiterungen des Gebäudebestandes sind nic ht vorgesehen. In der Spielzeitpause
2013 sind Mittel für den Ersatz der Beschallung im Großen Haus eingeplant. Diese Maß-
nahme steht im Zusammenhang mit der Erneuerung der Tonanlage im Großen Haus 2010.
In den darauf folgenden Jahren ist der Austausch ei nes Leistungsschranks geplant. Weitere
Maßnahmen werden entsprechend einer Prioritätenlist e kurzfristig geplant und umgesetzt.
Diese Maßnahmen werden jeweils aus eigenen Mitteln finanziert. Ab der Spielzeit
2014/2015 ist dann die Umsetzung der Erneuerung der Bestuhlung im Großen Haus geplant.
Für die Finanzierung dieser Investition wird ab der Spielzeit 2011/2012 auf jede Eintrittskarte
ein Sanierungseuro erhoben, der mit dem Zweck „Erneuerung der Bestuhlung Großes Haus“
verbunden ist und über mehrere Spielzeiten angespar t wird (Ratsbeschluss V/0308/2010
Managementkontrakt mit der eigenbetriebsähnlichen E inrichtung Städtische Bühnen Müns-
ter, inkl. 5. Finanzformel für die Spielzeiten 2011/2012 bis 2013/2014).
Durch die genannten Maßnahmen wird auch für die Zuk unft sichergestellt, dass sich die Auf-
führungen in den Städtischen Bühnen adäquat darstel len lassen und die Sicherheit in allen
Bereichen gewährleistet ist.
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Städtische Bü hnen ist nicht Eigentümerin der Gebäu-
de. Die direkt an den Gebäuden anstehenden Investit ionen und Instandsetzungen werden
von der Eigentümerin Stadt Münster in enger Abstimm ung mit den Städtischen Bühnen vor-
genommen.
5. Vermögenslage
Die Bilanzsumme beziffert sich zum 31.08.2012 auf 10.012.763,94 €.
Auf der Aktiva wird ein Anlagevermögen i.H.v. 6.211 .355,30 € und ein Umlaufvermögen, ein-
schließlich Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 3.801 .408,64 € geführt. Die Städtischen
Bühnen Münster sind auf Grundlage einer Rahmenverei nbarung über die Bereitstellung ge-
bäudewirtschaftlicher Leistungen durch das Amt für Immobilienmanagement Münster Mieter
des genutzten Gebäudebestandes. Zum Anlagevermögen gehören vorwiegend als Sachan-
lagen geführte betriebsspezifische Anlagegüter, die mit Gründung der eigenbetriebsähnli-
chen Einrichtung den Städtischen Bühnen übertragen wurden. Das Umlaufvermögen besteht
vorwiegend aus Forderungen gegenüber der Stadt Müns ter aus Pensionen und Transferleis-
tungen von der Stadtsparkasse an die Stadt Münster.
Die Passiva weist ein Eigenkapital i.H.v. 4.150.571 ,63 € auf. Die Eigenkapitalquote beträgt
damit 41,45 %. Ein weiterer größerer Posten der Pa ssiva sind Rückstellungen mit einer Ge-
samthöhe von 3.072.527,00 €.
6. Nachtragsbericht
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres
2011/2012 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermö-
gens-, Finanz- und Ertragslage haben.
20
7. Risiko- und Prognosebericht
Die aktuelle 5. Finanzformel, die vom Rat der Stadt Münster am 28.04.2010 V/0308/2010
beschlossen worden ist, ist noch bis zum Ende der S pielzeit 2013/2014 gültig und garantiert
den Städtischen Bühnen eine finanzielle Planungssicherheit.
Der Managementkontrakt, inkl. 5. Finanzformel, beinhaltet jedoch nicht das aktuelle Ergebnis
der Tarifrunde 2012. In einem dreistufigen Lohnanst ieg von insgesamt 6,3 % ergeben sich
folgende Mehraufwendungen im Personalbereich:
SZ 2011/2012 SZ 2012/2013 SZ 2013/2014
Mehrbelastung Tarifsteigerung aus SZ 11/12 202.000 € 202.000 € 202.000 €
Mehrbelastung Tarifsteigerung aus SZ 12/13 483.000 € 483.000 €
Mehrbelastung Tarifsteigerung aus SZ 13/14 563.000 €
Tarifsteigerung insgesamt 202.000 € 685.000 € 1.248.000 €
• Für die tarifbedingten Mehraufwendungen für das Be richtsjahr 2011/2012 und das
derzeit laufende Wirtschaftsjahr 2012/2013 hat der Rat der Stadt Münster mit der
Vorlage V/0434/2012 eine Zuschusserhöhung zur Übern ahme der Tarifsteigerungen
beschlossen.
• Mit der Vorlage V0702/2012/1. Ergänzung hat der R at der Stadt Münster das Hand-
lungsprogramms 2012 bis 2017 beschlossen, welches für das Theater Münster fol-
gende Einzelmaßnahme festgelegt hat:
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlungsprogramms 2012 bis 2017
einen Konsolidierungsbeitrag, der bis zur Spielzeit 2016/17 eine Gesamthöhe von
700.000 Euro in der Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusammen aus zur-
zeit noch nicht finanzierten Tarifsteigerungen der Spielzeit 2013/14 in Höhe von
563.000 Euro sowie einem zusätzlichen Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 137.000
Euro. Dazu sind Ertragssteigerungen sowie Aufwandsreduzierungen bis zur geforder-
ten Höhe stufenweise umzusetzen. Die Verwaltung wird beauftragt, ein entsprechen-
des Konzept zu erarbeiten.“
Mit diesem erneuten Konsolidierungsbeitrag ist der finanzielle Handlungsspielraum des The-
aters Münster gänzlich aufgebraucht, d.h. die Ziels etzung ein künstlerisch leistungsfähiges
und anspruchvolles Mehrspartenhaus (Musik-, Sprech- , Tanz-, Kinder- und Jugendtheater,
Konzerte) anzubieten ist gefährdet. Insbesondere de r Erhalt aller Sparten erscheint unter
den reduzierten finanziellen Rahmenbedingungen auf Dauer fraglich.
Darüber hinaus belasten die kontinuierlichen Preiss teigerungen im Sachausgabenbereich
das Budget des Theaters. Da der städtische Zuschuss letztendlich seit der Spielzeit
2008/2009 gedeckelt ist, mussten alle Preissteigeru ngen insb. im Energiekostensektor in-
nerhalb des Budgets eigenständig ausgeglichen werde n. Dies hat über den Zeitraum der
letzten 4 Spielzeiten ein strukturelles Defizit her beigeführt, das den finanziellen Handlungs-
spielraum der Städtischen Bühnen ebenfalls belastet.
Weitere Absenkungen der gewährten Zuschüsse oder zu sätzliche Aufwendungen innerhalb
des Zuschussbudgets, sind jedoch ohne die Schließun g von Sparten, nicht mehr möglich.
Gleiches gilt für die Bewilligung von Zuschüssen du rch das Land NRW. Eine Kürzung der in
den letzten Jahren konstanten und somit verlässlich en Landesförderung hätte ebenfalls
Auswirkungen auf die Struktur der Städtischen Bühnen.
Durch die nächste Tarifrunde ab dem 01.03.2014 wird eine noch nicht bekannte weitere Er-
höhung der Personalaufwendungen das Budget des Thea ters Münster belasten. Aus diesem
Grund bereitet die Betriebsleitung in Abstimmung mi t dem Kulturdezernat und dem Finanz-
21
dezernat eine Vorlage für einen neuen Managementkon trakt, inkl. 6. Finanzformel,
vor, der die Planungssicherheit für die finanzielle Ausstattung der Theaters Münster regeln
soll.
8. Angabe zu den Feststellungen der Prüfung nach § 53 HGrG für 2011/2012
Der mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageb erichtes für das Wirtschaftsjahr
2011/2012 beauftragte Abschlussprüfer hat seine Prü fung auftragsgemäß um die Prüfung
nach § 53 HGrG erweitert und die wesentlichen Fests tellungen in seinem Prüfungsbericht
dargestellt. Es ergaben sich keine Feststellungen, aus denen sich für die Betriebsleitung die
Notwendigkeit zum Handeln ergeben hätte.
Münster, 14. Januar 2013
Rita Feldmann
Verwaltungsdirektorin
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Grevener Straße 105
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0257/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 16.04.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37