2014/0228
Wilhelm-Loth-Preis 2014
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2014/0228
3702 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
01.07.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Kulturamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2014/0228
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 252010
Kostenstelle: 041-190-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 2520-11 Sachkonto:
Betreff: Wilhelm-Loth-Preis 2014
Vorlage vom: 25.06.2014
Beschlussvorschlag :
I. Der Magistrat nimmt von dem Ergebnis der Jury-Sitzung für die Vergabe des Wilhelm-
Loth-Preises Kenntnis.
II. Der Installationskünstler Gregor Schneider wird mit dem Wilhelm-Loth-Preis/Kunstpreis
der Stadt Darmstadt 2014 ausgezeichnet.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 25.06.2014:
Gemäß Satzung für den Wilhelm-Loth-Preis - Kunstpreis der Stadt Darmstadt - verleiht die
Wissenschaftsstadt Darmstadt die mit 12.000,00 € dotierte Auszeichnung.
Am Dienstag, dem 6. Mai 2014 trat die Jury zur Ermittlung der Vergabe des Wilhelm-Loth-
Preises 2014 zusammen. Die Jury war zusammengesetzt aus folgenden Mitgliedern, die von
Amts wegen beteiligt sind:
Oberbürgermeister Jochen Partsch
Dr. Ralf Beil, Direktor Institut Mathildenhöhe
Hildegard Förster-Heldmann, Vorsitzende des Kulturausschusses
Dr. León Krempel, Direktor Kunstverein Darmstadt
Dr. Klaus Pohl, Hessisches Landesmuseum Darmstadt
sowie aus folgenden für die Preisvergabe gem. Satzung berufenen Mitgliedern:
Professor Thomas Duttenhöfer, Darmstadt
Dr. Alexander Klar, Direktor Museum Wiesbaden
Dr. Martin Engler, Kurator Kunst seit 1945 Städel Frankfurt
Die Jury kam zu dem Ergebnis, den Wilhelm-Loth-Preis 2014 an den 1969 in Rheydt bei
Mönchengladbach geborenen Totalinstallationskünstler Gregor Schneider zu vergeben und
sie legt diesen Vorschlag dem Magistrat der Stadt Darmstadt vor.
Gregor Schneider gehört zu den am meisten provozierenden Gegenwartskünstlern
Deutschlands. Von seinem Aufsehen erregenden Gesamtkunstwerk „Totes Haus u r“ im
deutschen Pavillon, für das er auf der Biennale von Venedig 2001 mit dem Goldenen Löwen
ausgezeichnet wurde, über seinen – am Ende von Rom abgelehnten – Entwurf einer Kaaba für
den Markusplatz anlässlich der Biennale 2005 („CUBE VENICE“) bis hin zu den umstrittenen
Planungen zu seinem 2011 erstmals realisierten „Sterberaum“ mit dem Ziel, „die Schönheit
des Todes zu zeigen“, thematisiert Gregor Schneider mit Raum-Arbeiten zu menschlicher
Obsession und Einsamkeit, Religion und Tod Tabuthemen der Gegenwart. Dieses – immer
wieder polarisierende, nicht kunstmarktgängige – kreativ-gesellschaftliche Engagement des
Totalinstallationskünstlers, der bewusst keine Grenze zwischen Kunst und Leben zieht, wird
mit dem Wilhelm-Loth-Preis 2014, Kunstpreis der Stadt Darmstadt, geehrt.
Der Preisverleihung an Gregor Schneider, derzeit Professor an der Akademie der Bildenden
Künste München, im Sommer/Herbst 2014 folgt eine Ausstellung/Installation im Freigelände
der Mathildenhöhe Darmstadt im Sommer 2015 sowie eine ausstellungsbegleitende
Publikation, ebenfalls betreut von der Mathildenhöhe Darmstadt.
Darmstadt, 25.06.2014
41/425
Der Dezernent I
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0228
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 25.06.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00