3531/2025
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion Die LINKE "Olympia zerschlägt Planung für Kreuzfeld" (AN/1446/2025)
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
5453 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VI/VI/1 Vorlagen-Nummer 10.12.2025 3531/2025 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit 11.12.2025 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion Die LINKE betreffend "Olympia zerschlägt Planung für Kreuzfeld" (AN/1446/2025) Die Fraktion DIE LINKE bittet mit der schriftlichen Anfrage (AN/1446/2025) um Beantwortung folgender Fragen zum Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit am 11.12.2025: 1. Wie hoch sind die bisherigen Planungskosten für Kreuzfeld? 2. Wer hat planquadrat Elfers Geskes Krämer GmbH mit der Erarbeitung eines Entwurf beauftragt und welche Vorgaben wurden gemacht? 3. Wir gravierend wären die erforderlichen Umplanungen des Siegerentwurf "The Woodhood – Kreuzfeld Gartenstadt 2.0", wenn die Leichtathletik-Arena und das olympische Dorf auf der Fläche des neuen Stadtteils Kreuzfeld errichtet wür- den? 4. Welche zeitlichen Verzögerungen bei der Realisierung des neuen Stadtteils er- geben sich durch die innerdeutsche Bewerbung als Kandidat um die Austra- gung Olympischer und Paralympischer Spiele bzw. durch einen eventuellen Zu- schlag sich um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 zu bewerben? Antwort der Verwaltung: Der Planungsprozess Kreuzfelds wurde mit dem Leitbildprozess in 2019, dem anschließenden wettbewerblichen Dialogverfahren für einen städtebaulichen Entwurf in 2020/21, der Integrier- ten Planung zur Ausarbeitung des städtebaulichen Konzepts in 2022/23 und der nun finalisier- ten Technischen Masterplanung zur technischen Überprüfung des Entwurfs auf Machbarkeit in 2024/25 von einer breit angelegten Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet. Wichtige Hinweise von Bürger*innen, Interessensträger*innen und Politik sind kontinuierlich in die Planung einge- flossen. Die Planung ist in sich konsistent und kann auch mit einer möglichen Ausarbeitung im Kontext von Olympia-Bedarfen fortgeführt werden. Zu 1 Die bisherigen Planungskosten für den wettbewerblichen Dialog, die Integrierte Planung, die Technische Masterplanung und jeweilig begleitende Gutachten und Konzeptionen liegen bei ca. 2 Mio Euro (vgl. Bedarfsfeststellungen V 3536/2019 und V 1174/2024) Zu 2 2 Das Büro planquadrat aus Darmstadt wurde auf Landesebene von der Staatskanzlei NRW be- auftragt. Die bildhafte Prinzip-Skizze veranschaulicht den schematischen Entwurf eines Olym- pia-Stadions, der standortunabhängig erstellt wurde und demzufolge noch nicht auf das Kreuzfeld-Areal konfiguriert ist. Demnach wurden seitens der Stadt Köln noch keine Vorgaben gemacht, die in einem Entwurf oder einer Visualisierung gemündet sind. Zu 3 Erst mit Verstetigung der Olympia-Planungen können mit einem dann erforderlichen Pla- nungsauftrag konkrete, qualifizierte und angepasste konzeptionelle Planungen angestoßen werden, die das Areal, die bisherige Planung Kreuzfelds und grundlegende Olympia-Bedarfe in Einklang bringen. Demnach kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließende Aus- sage bzgl. der Tiefe und Ausprägung etwaiger Adaptionserfordernisse mitgeteilt werden. Grundsätzlich ist das Areal Kreuzfeld in der Fläche und Anbindung sehr gut geeignet, um an- gemeldete Olympia-Bedarfe (Leichtathletikstadion + olympisches Dorf) abzubilden. Die bishe- rigen Planungen sollen dabei aufgegriffen werden; die spätere Nachnutzung des Olympischen Dorfes als dauerhafter Wohnraum soll direkt mitberücksichtigt werden. Auch das vorgesehene Leichtathletikstadion soll im Sinne einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Entwicklung nachgenutzt werden. Die genaue Verortung eines temporären Stadions als Zentrum der Olympia-Aktivität in Kreuzfeld ist im weiteren Planungsprozess zu entwickeln. Zu 4 Eine Beschlussvorlage zur Bewerbung und Durchführung eines Ratsbürger*innenentscheids am 19.04.2026 zur Ausrichtung der olympischen Spiele in Köln-Rhein-Ruhr ist in Vorbereitung (V 3303/2025). Weitere Schritte des Bewerbungsverfahrens: Ratsbürger*innenentscheid am 19.04.26 – Entscheidung Pro/ Contra Olympi- sche Spiele durch die Kölner-Stadtgesellschaft Entscheidung DOSB im Sept. 2026 für deutsche Bewerbung (nationaler Ver- gleich) Entscheidung IOC in 2027+ über Olympia-Zuschlag (internationaler Vergleich) Die Bewerbung für 2036/40/44 stellt einen Katalysator der Entwicklung dar, allem voran zur Priorisierung, Finanzierung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit übergeordneter infrastruktureller Bedarfe im Kölner Norden (z.B. Qualifizierung S-Bahn-Station Blumen- berg, Ausbau + Verlängerung Blumenbergsweg mit Anschluss an BAB57) in Abstimmung mit Bund, Land NRW und Deutscher Bahn. Der bisherige Aufsiedlungszeitraum Kreuzfelds ist nach erfolgreicher Planrechtsschaffung zwi- schen 2032 und 2040 avisiert. Bestandteil der Planung ist allerdings, dass geplante überge- ordnete Infrastrukturmaßnahmen, wie der in Landesverantwortung stehende Ausbau des Blu- menbergswegs und die gemeinsam mit der Deutschen Bahn und go.Rheinland zu ertüchti- gende S-Bahn-Station Blumenberg, in einem zeitlichen Einklang realisiert werden können. Die Olympia-Umsetzung hätte hier den maßgeblichen Vorteil, die Ertüchtigung und den Ausbau des erforderlichen Infrastrukturpaketes auf Straße und Schiene auf übergeordneter Ebene zu priorisieren. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3531/2025
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 10.12.2025
- Erstellt
- 10.12.2025 09:51