1366/2026
Jahresbericht 2025 zum Hitzeaktionsplan Köln
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Mitteilung Ausschuss
971 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/57/574 Vorlagen-Nummer 09.06.2026 1366/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 11.06.2026 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 18.06.2026 Jahresbericht 2025 zum Hitzeaktionsplan Köln Der Rat der Stadt Köln hat am 08.12.2022 die Fortführung der Hitzeaktionsplanung beschlos- sen (Vorlage 2388/2022). Der „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ (Laufzeit: 01.2019 bis 06.2022) ist daraufhin aus der Projektphase in die Verstetigung überge- gangen und wird seitdem auf weitere vulnerable Gruppen ausgeweitet. Die Verwaltung wurde beauftragt, jährlich über die Umsetzung der Maßnahmen zu berichten. Die Aktivitäten der Hitzeaktionsplanung aus dem Jahr 2025 sind in dem beigefügten Jahres- bericht dokumentiert. Dieser wird hiermit zur Kenntnisnahme vorgelegt. Gez. Wolfgram Anlage: Anlage 1 Jahresbericht 2025 zum Hitzeaktionsplan Köln
Anlage 1 Jahresbericht Hitzeaktionsplan Köln 2025
75223 Zeichen
Hitzeaktionsplanung Köln
Strategien ausbauen –
Maßnahmen umsetzen.
Jahresbericht 2025
Anlage 1
Mit freundlicher Unterstützung von
Amt für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz
Amt für Kinder, Jugend und Familie, Stadt Köln
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, Stadt Köln
Geographisches Institut, Universität zu Köln
GeoHealth Centre, Institut für Hygiene & Public Health (IHPH), Universitätsklinikum Bonn
Gesundheitsamt, Stadt Köln
Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Köln
Institut für Öffentliches Gesundheitswesen der Uniklinik Köln
Institut für Technische Gebäudeausrüstung (TGA), TH Köln
Institute for Natural Resources Technology and Management (ITT), TH Köln
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
KlimaDocs e.V.
LfGA.NRW Landeszentrum Gesundheit NRW
LIGA Wohlfahrt Köln – Diakonisches Werk Köln und Region
Seniorenvertretung Köln
Zentrum für Molekulare Medizin Köln (ZMMK), Universität zu Köln
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ............................................................................................................................... 4
Klimatrends in Köln: 2025 – Ein weiteres Jahr des Hitzetrends ............................................ 4
2. Arbeitsstruktur ..................................................................................................................... 6
3. Maßnahmenübersicht .......................................................................................................... 8
4. Bericht aus dem Jahr 2025 ................................................................................................. 23
4.1 Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit ..................................... 23
4.1.1 KlimaAnpassungsManagement (KAM) ....................................................................... 23
4.1.2 Integriertes Klimaanpassungskonzept IKA-Köln ..................................................... 23
4.2 Nutzung eines Hitzewarnsystems ......................................................................................... 24
4.2.1 Stadtweite Verbreitung der Hitzewarnung des DWD ............................................. 24
4.3 Information und Kommunikation ........................................................................................... 25
4.3.1 Das Kölner Hitze-Portal und die interaktive Karte „Kühle Orte in Köln“ ............. 25
4.3.2 Klimabildung vor Ort ...................................................................................................... 26
4.3.3 Sonnencremespender und UV-Index Tafeln für Kölner Freibäder ....................... 30
4.4 Besondere Beachtung von Risikogruppen ......................................................................... 32
4.4.1 Das Hitzetelefon .............................................................................................................. 32
4.4.2 Hitzespaziergänge zur Erstellung von lokalen Hitzespickzetteln ........................ 34
4.5 Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme ......................................................... 36
4.5.1 Universitäre Ausbildung ................................................................................................. 36
4.5.2 Informationsmaterial für Schulen ................................................................................ 36
4.6 Forschungsprojekte ........................................................................................................... 37
4.6.1 Projekt AKT@HoMe – Anpassung an den Klimawandel durch Teilhabe ............ 37
4.6.2 Projekt Klima:reaktion –
Interdisziplinäres Bildungsmodul zur Klimaanpassung ......................................... 37
4.7 Veranstaltungen und Fachvorträge ....................................................................................... 38
5. Ausblick auf das Jahr 2026 ................................................................................................. 42
Abkürzungsverzeichnis ........................................................................................................... 43
Quellenverzeichnis ................................................................................................................... 44
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1. Einleitung
Die Stadt Köln verfolgt eine klimawandelgerechte Hitzeaktionsplanung mit dem Ziel, die
Bevölkerung vor den gesundheitlichen Folgen extremer und langanhaltender Hitze zu
schützen. Durch gezielte Maßnahmen soll die Widerstandsfähigkeit gegenüber hitze-
bedingten Gesundheitsrisiken gestärkt werden.
Ein zentraler Meilenstein war der Abschluss des Förderprojektes „Hitzeaktionsplan für
Menschen im Alter für die Stadt Köln“ (Projektlaufzeit: 01/2019 – 06/2022), in dessen
Rahmen erste Multiplikator*innen, Maßnahmen und Handlungsfelder identifiziert wurden.
Auf Beschluss des Rats der Stadt Köln vom 08.12.2022 (Vorlage 2388/2022) wurde die
Hitzeaktionsplanung verstetigt und ab dem Jahr 2023 dauerhaft in das Verwaltungs handeln
integriert. Seither erfolgt eine schrittweise Erweiterung mit dem langfristigen Ziel, den
Schutz vor Hitze auf die gesamte Bevölkerung auszudehnen.
Köln gehört in Deutschland zu den Vorreitern bei der Entwicklung und Umsetzung eines
kommunalen Hitzeaktionsplans. Die gewonnenen Erkenntnisse werden fortlaufend
dokumentiert und mit anderen interessierten Kommunen bundesweit geteilt.
Der Jahresbericht 2023 „Vom Forschungsprojekt in die Verstetigung“ ist auf dem Kölner
Hitzeportal zu finden: www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/
hitzeportal-koeln/projektendbericht-hitzeaktionsplan-koeln
Im Jahr 2024 wurde die Zielgruppe der (Klein-)Kinder in den Fokus gesetzt. Es wurden
relevante Multiplikator*innen identifiziert und in den Arbeitskreis „Runder Tisch Hitze-
aktionsplanung“ eingebunden. Gemeinsam sind gezielte Maßnahmen entwickelt worden,
um diese besonders schutzbedürftige Gruppe besser zu erreichen und die Kölner Hitze-
aktionsplanung um eine weitere zentrale Zielgruppe zu erweitern. Die Umsetzung der
Maßnahmen ist ein fortlaufender Prozess, der im Jahr 2025 weitergeführt wurde. In diesem
Jahr lag der Fokus auf der Fortführung und Weiterentwicklung der bestehenden Maß-
nahmen. Der vorliegende Jahresbericht gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der
Kölner Hitzeaktionsplanung sowie die im Jahr 2025 realisierten Maß nahmen. Zudem enthält
er einen kurzen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im Jahr 2026.
Klimatrends in Köln: 2025 – Ein weiteres Jahr des Hitzetrends
Auch im Jahr 2025 setzte sich der Trend der steigenden Temperaturen in Köln fort. Mit einer
Durchschnittstemperatur von etwa 11,5 Grad Celcius (Stand: aktuelle Auswertung des Deut-
schen Wetterdienstes) belegte das Jahr erneut einen Spitzenplatz in der langjährigen Statistik.
Das Jahr 2025 war in Nordrhein-Westfalen durch deutlich veränderte klimatische Rahmen-
bedingungen geprägt. Die durchschnittliche Jahrestemperatur erreichte 10,8 Grad Celsius
5
und lag damit um 1,8 Grad über dem langjährigen Referenzwert von 9,0 Grad Celsius. Gleich-
zeitig blieb die Niederschlagsmenge mit rund 700 l/m² erheblich unter dem klimatologischen
Mittel von 875 l/m² , was einem Minus von etwa 20 Prozent entspricht. Auffällig war zudem die
außergewöhnlich hohe Sonnenscheindauer, die sich auf etwa 1.890 Stunden belief und den
üblichen Vergleichswert von 1.440 Stunden deutlich übertraf. Damit zählte das Jahr zu den
fünf sonnenreichsten seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1951.
Die Auswertung ausgewählter meteorologischer Kenntage verdeutlicht für das Jahr 2025
insbesondere die ausgeprägte Wärmebelastung im Kölner Stadtgebiet. An der inner-
städtischen Messstation Köln – Turiner Straße wurden insgesamt 59 Sommertage sowie
16 heiße Tage registriert. Zudem traten 20 Tropennächte auf, was den urbanen Wärmeinsel-
effekt und die damit verbundene nächtliche Hitzebelastung deutlich widerspiegelt.
Insgesamt unterstreichen die Daten die zunehmende Relevanz von Hitzeereignissen für das
Stadtklima Kölns. Dieser deutliche Erwärmungstrend bedeutet für Köln häufiger extreme
Hitzebelastung, insbesondere während langer und intensiver Sommerphasen. Für die
Bewohner*innen steigt damit das Risiko für hitzebedingte Gesundheitsprobleme, vor allem
für ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke.
Die Grafik zeigt die Temperaturabweichungen in Köln von 1850 bis 2024, im Vergleich zum
Mittelwert der Jahre 1961 – 2010. Während im 19. und frühen 20. Jahrhundert die meisten
Jahre deutlich unter dem Referenzmittel (blaue Balken) lagen, zeigen seit etwa den 1990er-
Jahren fast alle Jahre eine deutliche Abweichung in überdurchschnittlich warme Temperaturen
(rote und dunkelrote Balken), die in den letzten Jahren stark zunehmen. Die Grafik verdeutlicht
damit den deutlichen und langfristigen Erwärmungstrend in Köln.1,2,3,4,5
1890 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2020
Temperatur
8
9
10
11
Warming Stripes für Nordrhein−Westfalen 1881−2025
Datengrundlage: Deutscher Wetterdienst (DWD)
Warming Stripes Köln 1881 – 2025
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2. Arbeitsstruktur
Die Arbeitsstruktur „Runder Tisch Hitzeaktionsplanung“ wurde im Frühjahr 2023 gegründet,
um die Koordination bestehender Maßnahmen zur Hitzeprävention sicherzustellen,
Stake holder zu vernetzen, neue Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln und Aufgaben
ziel gerichtet zu verteilen. Ziel ist es, die initiierten gemeinsamen Aktivitäten nachhaltig fort-
zuführen. Die Organisation und Koordination dieses Arbeitskreises obliegt dem Umwelt- und
Verbraucher schutzamt der Stadt Köln. Die Umsetzung und inhaltliche Ausrichtung erfolgt in
enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt.
Im Jahr 2025 fanden drei Arbeitstreffen des „Runden Tisches Hitzeaktionsplanung“ statt.
Zu den Teilnehmenden gehörten Vertreter*innen der Stadtverwaltung (Amt für Soziales,
Arbeit und Senioren; Amt für Kinder, Jugend und Familie; Gesundheitsamt; Umwelt- und
Verbraucherschutzamt; Amt für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz), des
Gesundheitswesens (GeoHealth Centre, Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des
Univer-sitätsklinikums Bonn; Institut für Allgemeinmedizin der Universität zu Köln; Institut
für Öffentliches Gesundheitswesen der Uniklinik Köln; Zentrum für Molekulare Medizin Köln
(ZMMK), Universität zu Köln; Geographisches Institut, Universität zu Köln; Institute for Natural
Resources Technology and Management der Technischen Hochschule Köln (TH); KlimaDocs;
Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen) sowie Vertretungen
verschiedener Zielgruppen (unter anderem verschiedene Seniorenvertretungen;
LIGA Wohlfahrt Köln – Diakonisches Werk Köln und Region).
Der erste „Runde Tisch Hitzeaktionsplanung“ wurde im Januar durchgeführt. Schwerpunkte
des Treffens waren die Identifikation und Analyse der neuen vulnerablen Zielgruppe der (Klein-)
Kinder und ihrer Eltern sowie die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen für den Sommer 2025.
Die Ausarbeitung der Maßnahmen wurde im März beim zweiten „Runden Tisch Hitze-
aktionsplanung“ zielgerichtet fortgeführt. Ergänzend wurden verschiedene Projekte zu den
Themen Trinkwasser, UV-Schutz und Sport und Bewegung mit älteren Menschen bei Hitze
vorgestellt.
Der im November 2025 durchgeführte „Runde Tisch Hitzeaktionsplanung“ diente erneut der
Evaluation der im laufenden Jahr umgesetzten Maßnahmen sowie der Reflexion der bestehen-
den Arbeitsweise. Wie bereits im Vorjahr stand der offene Austausch im Mittelpunkt. Die Rück-
meldungen der Teilnehmenden wurden systematisch an Stellwänden erfasst und bildeten die
Grundlage für die Bewertung der Arbeitsplattform und ihrer Weiterentwicklung.
Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt sehr hohe Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit. Die
Anzahl von drei Arbeitstreffen pro Jahr wurde erneut als passend bewertet. Positiv hervor-
gehoben wurden die konstruktive Arbeitsatmosphäre sowie das Angebot der TH Köln und
der Universität zu Köln zur Verknüpfung von Fragestellungen der Hitzeaktionsplanung mit
Bachelor- und Masterarbeiten.
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Zur Weiterentwicklung wurde der stärkere Einbezug weiterer Ämter und die Einbindung
kirchlicher Träger im Kontext „kühle Orte“ angesprochen. Eine Kooperation mit
evangelischen Pfarrgemeinden ist bereits im Aufbau; eine Ausweitung auf das Erzbistum
ist geplant.
Im Hinblick auf Fördermaßnahmen berichteten Teilnehmende von positiven Erfahrungen,
etwa mit der Solarförderung oder dem Projekt „Grünzug Nippes“ im Rahmen des Bundes-
programms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ in Kooperation mit dem
Grünflächen- und Jugendamt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass nicht allen Teilnehmenden
bekannt ist, für welche Maßnahmen Fördermittel beantragt werden können. Ergänzend
wurden die aktuellen Förderprogramme vorgestellt, inklusive Übersicht und Kontaktdaten
zur Fördermittelberatung. Teilnehmende können bei Bedarf eine Förderberatung oder
gezielte Recherche zu geplanten Projekten in Anspruch nehmen.
Für die Umsetzung von Maßnahmen wurde insbesondere die Unterstützung durch
Vorgesetzte, politische Beschlüsse und die Einbindung der Zivilgesellschaft als wichtig
genannt. Weiterhin bestehen Bedarfe an internen und externen Kooperationen, der Nutzung
bestehender Maßnahmen sowie Informationen zu konkretem Forschungs- und wissen-
schaftlichem Unterstützungsbedarf.
Die Ergebnisse der Evaluation bestätigen den hohen Stellenwert des „Runden Tisches
Hitzeaktionsplanung“ als etablierte, vertrauensvolle und effektive Arbeitsplattform.
Die Anregungen und Bedarfe werden in die weitere Arbeit des Arbeitskreises und die
kontinuierliche Weiterentwicklung der Hitzeaktionsplanung einfließen.
Abbildung 1: Der Arbeitskreis „Runder Tisch Hitzeaktionsplanung“ und seine Mitglieder*innen (25.11.2025)
8
3. Maßnahmenübersicht
Im Rahmen des Förderprojekts „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“
wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog, in Anlehnung an die acht Kernelemente der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) erarbeitet. Die darin enthaltenen Maßnahmen werden
kontinuierlich umgesetzt und fortgeschrieben.
Die vorliegende Tabelle bietet eine Übersicht über den aktuellen Umsetzungsstand der
Maßnahmen im Jahr 2025. Der Umsetzungsstatus wird durch folgende Farbcodierung
dargestellt: „erfolgreich etabliert“ (grün), „in Vorbereitung“ (gelb) und „ausstehend/offen“
(weiß). Ergänzende Informationen sind in der Rubrik „Bemerkung“ zusammengefasst.
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Legende:
erfolgreich etabliert in Vorbereitung/in Bearbeitung ausstehend/offen
Kernelement I (KE):
Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 1.1 KlimaAnpassungsManagement
(KAM)
Mit dem Ratsbeschluss vom 15.06.2023
(2352/2022 „Bestandsaufnahme und
Strategie zur Integrierten Klimafolgen-
anpassung“) wurde die Koordinationsstelle
„KlimaAnpassungsManagement (KAM)“ beim
Umwelt- und Verbraucherschutzamt einge-
richtet. Sie stellt das effiziente Zusammenspiel
der unterschiedlichen Aufgabenbereiche
und -schwerpunkte, die interne und externe
Kommunikation, die Fortschreibung von
bereits laufenden sowie die Identifikation
von weiteren Klimaanpassungs- und Sofort-
maßnahmen sicher. Auch die kontinuierliche
Weiterentwicklung der Hitzeaktionsplanung
ist Teil des KlimaAnpassungsManagementes.
Durch die Bündelung der Aufgaben ergeben
sich für die Kölner Hitzeaktionsplanung
unter anderem Synergieeffekte mit der
Fördermittelakquise oder mit aktuellen
Stadtklimauntersuchungen.
KE 1.2 Trisektorale Vernetzung Das Ziel der trisektoralen Vernetzung besteht
in der Förderung der Zusammenarbeit und
des Informationsaustauschs zwischen
den Kölner Akteur*innen. Dies wird durch
regelmäßige lokale Netzwerktreffen sowie
durch einen Rundbrief gewährleistet, der
alle interessierten Akteur*innen über den
aktuellen Sachstand des Kölner Hitzeaktions-
plans informiert.
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Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 1.3 Interkommunale Vernetzung Der im Rahmen des Projektes „Hitzeaktions-
plan für Menschen im Alter für die Stadt
Köln“ initiierte bundesweite Städtedialog
findet jährlich statt. Der Städtedialog 2025
wurde gemeinsam von den Städten Köln,
Dresden und Nürnberg unter dem Thema
„Wasser vernebler im öffentlichen Raum“
durchgeführt.
Im Jahr 2024 hat das LZG.NRW die Arbeits-
gruppe „AG Kommunale Arbeitshilfen“
ins Leben gerufen, zur Entwicklung und
Verbreitung von Arbeitshilfen zum gesund-
heitsbezogenen Hitzeschutz für Kommunen
in Nordrhein-Westfalen.
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt
sowie das Gesundheitsamt der Stadt Köln
sind Mitglieder dieser Arbeitsgruppe, sodass
die in Köln gewonnenen Erkenntnisse ein-
bezogen werden können. In 2025 wurden
die kommunalen Arbeitshilfen und ein
Kommunikationskatalog veröffentlicht.
Darüber hinaus findet fortlaufend eine
bundesweite Vernetzung statt und der
Kölner Hitzeaktionsplan wurde durch diverse
Vorträge im Laufe des Jahres einem breiten
(Fach-)Publikum auf Landes- und Bundes-
ebene vorgestellt.
KE 1.4 Runder Tisch Hitzeaktionsplanung Der Runde Tisch Hitzeaktionsplanung hat
das Ziel, die beteiligten Akteur*innen zu
vernetzen und eine gemeinsame Arbeits-
plattform zu etablieren. Im Jahr 2025 kam
das Gremium insgesamt drei Mal zusammen:
Zwei Treffen fanden im Frühjahr zur Vor-
bereitung auf den Sommer statt, während
beim dritten Treffen im Winter ein kritischer
Maßnahmenrückblick sowie eine Evaluierung
und Weiterentwicklung des Gremiums
durchgeführt wurde.
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Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 2.1 Verbreitung des DWD-Newsletters
„Hitzewarnung“ und „UV-Warnung“
Der Newsletterservice des Deutschen
Wetterdienstes (DWD) zur Information über
amtliche Hitze- und UV-Warnungen wird über
verschiedene Kanäle wie beispielsweise auf
dem Kölner Hitzeportal, im Hitzeknigge oder
auf Bürgerveranstaltungen beworben, erklärt
und zum Download zur Verfügung gestellt.
KE 2.2 Verbreitung der App Luftwarnung
(UBA) für erhöhte bodennahe
Ozonwerte
Die App „Luftqualität“ des Umweltbundes-
amtes (UBA) wird über die Neuauflage des
Hitzeknigge angeworben und zum Download
zur Verfügung gestellt.
KE 2.3 Stadtweite Verbreitung der
Hitzewarnung des DWD
Die Hitzewarnung des DWD wird als Hitze-
information an die Kölner Bevölkerung
über den Warnverteiler sowie das Modulare
Warnsystem (MoWaS) der Feuerwehr,
welches regionale und überregionale
Medienstationen bedient, im Auftrag des
Umwelt- und Verbraucherschutzamtes
weitergegeben. Die NINA und KATWARN App
werden automatisch vom DWD angestoßen.
Außerdem erscheint die Hitzewarnung des
DWD automatisiert auf dem Internetportal
der Stadt Köln und verweist auf das Kölner
Hitzeportal zur weiteren Information.
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Kernelement III: Information und Kommunikation
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 3.1 Interaktive Erfrischungskarte Auf dem Hitzeportal steht die interaktive
Karte „Kühle Orte in Köln“ zur Verfügung.
Hier haben Bürger*innen die Möglichkeit,
ihre Empfehlungen für schattigen Plätze
und Abkühlungsmöglichkeiten in eine
digitale Karte einzutragen und sie allen
Einwohner*innen Kölns zugänglich zu
machen.
KE 3.2 Erstellung und Verbreitung von
Informationsmaterialien für die
Gesamtbevölkerung
Zur kompakten Information wurden
11 Hitzetipps erarbeitet. Die „11 Hitzetipps“
liegen gedruckt als Poster vor und werden
an Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und
weitere interessierte Einrichtungen zum
Aushang verteilt. Außerdem werden während
des Sommers Roll-Ups stadtweit in Bezirks-
ämtern aufgestellt. Ein weiteres Informations-
medium ist eine Wanderausstellung zum
Thema Hitze und Gesundheit. Diese wird im
Stadthaus Deutz dauerhaft gezeigt und steht
allen Interessierten zur Verfügung.
KE 3.3 Lebensmittel Trinkwasser Die Sensibilisierung älterer Menschen für
ein hitzeangepasstes Trinkverhalten ist ein
zentraler Bestandteil der Maßnahmen zur
Gesundheitsprävention in dieser Zielgruppe.
Im Rahmen von Veranstaltungen werden
daher bedruckte Trinkflaschen verteilt, die als
visuelle Erinnerung zur regelmäßigen Flüssig-
keitsaufnahme dienen und so zur Förderung
einer ausreichenden Hydratation beitragen.
KE 3.4 Stadtweite
Sensibilisierungs-Kampagne
Eine umfassende Informationskampagne
in unterschiedlichen Medienformaten wird
durchgeführt: Das Kölner Hitzeportal vereint
sämtliche Informationen und fungiert als
zentrale Plattform. Ergänzend werden
im Sommer digitale Informationsplakate
eingesetzt.
13
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 3.5 Hitzeeinsatzplan Im Rahmen des Projektes wurde ein erster
Entwurf eines Hitzeeinsatzplans erstellt.
Dieser dient dazu, die wesentlichen
Akteur*innen mit ihren Aufgaben in der
Hitzeaktions planung zu beschreiben.
Grundlage ist zudem die verbindliche
Umsetzung von Maßnahmen in den einzelnen
Dienst stellen. Weitere Absprachen erfolgen
im Rahmen des Runden Tisches Hitze-
aktionsplanung. Im Rahmen des Integrierten
Klimaanpassungskonzeptes ist die Weiter-
entwicklung des Hitzeeinsatzplanes als eine
prioritäre Maßnahme aufgenommen worden.
KE 3.6 Pressearbeit und
Veröffentlichungen
Verschiedene Aktionen werden durch
Pressemitteilungen begleitet.
KE 3.7 Projektsong „Drinke“
mit Imagefilm
Der Projektsong „Drinke“ von der kölschen
Band Klabes ist auf dem Kölner Hitzeportal
und bei YouTube abrufbar:
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-
umwelt-tiere/klima/hitzeportal-koeln/hitze-
wasser-trinken
Die Band steht weiterhin für
Sensi bilisierungsprojekte vor Ort zur
Verfügung (zum Beispiel Auftritte bei
Stadtteilfesten).
KE 3.8 Kühlung öffentlicher Plätze
mit Wasser
Nach der Pilotierung 2022 in Rheingarten
(Weltjugendtagsweg) wurde die Rhein-
Energie AG beauftragt an drei Standorten in
der Innenstadt Aktionen bei entsprechenden
Wetterlagen durchzuführen. Im Jahr 2025
wurden drei dieser Aktionen unter dem
Titel „Cooling Cologne“ durchgeführt. Am
02.07.2025 auf dem Severinskirchplatz und
am 12.08.2025 auf dem Chlodwigplatz und
Rudolfplatz.
14
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 3.9 Erwachsenenbildung vor Ort Mit dem Ziel der niedrigschwelligen
Ver mittlung von Informationen zur Klima-
bildung und Stärkung der dies bezüglichen
Gesundheitskompetenzen wurden
Informationsstände auf Wochenmärkten
in verschiedenen Kölner Stadtteilen einge-
richtet. Dies ermöglicht ein leicht zugäng-
liches Informationsangebot zu Hitzegefahren,
verbunden mit persönlichem Kontakt zu den
Bürger*innen.
KE 3.10 UV-Schutz Im Juli 2024 wurden in drei Kölner Freibädern
kostenlose Sonnencremespender aufgestellt.
Diese wurden nach der UEFA EURO 2024
vom BfS an die Stadt Köln übergeben und im
Sinne der Nachhaltigkeit an die KölnBäder
GmbH weitergegeben. Neu ergänzt wurden
diese in 2025 durch UV-Index Tafeln, die
in Zusammenarbeit mit dem Center for
Molecular Medicine der Uniklinik Köln ent-
wickelt und zur Verfügung gestellt wurden.
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Kernelement IV: Reduzierung von Hitze in Innenräumen
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 4.1 Förderung von außenliegenden
Sonnenschutzeinrichtungen an
Wohngebäuden
Von Oktober 2023 bis Oktober 2024
wurde das Förderprogramm der Stadt Köln
„Klimafreundliches Wohnen“ („Gebäude-
sanierung – klimafreundliches Wohnen“ ,
„Photovoltaik – klimafreundliches Wohnen“
und „Photovoltaik – klimafreundliches
Arbeiten“) erfolgreich genutzt. Es diente
dazu Eigentümer*innen von Wohngebäuden
und weiteren Investor*innen einen erhöhten
Anreiz für die kostenaufwendige Nachrüstung
der Bestandsgebäude mit außenliegendem
Sonnenschutz zu liefern. Der Fördertopf war
bereits im August 2024 ausgeschöpft. Seit
Juni 2025 sind diese Förderprogramme
wieder in Kraft getreten.
KE 4.2 Informationskampagne zur Kühlung
von Innenräumen
Die Maßnahme wurde in 2025 noch nicht
initiiert.
Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 5.1 T elefonische Beratungsmöglich-
keiten während der Hitzeperiode
Für alle Kölner Bürger*innen mit besonderem
Focus auf alleinlebende Menschen im Alter
wurde 2023 das Hitzetelefon eingerichtet und
in den Folgejahren weiterentwickelt. Es bot
auch in 2025 wieder kostenfreie Beratung
zu den gesund heitlichen Auswirkungen von
Hitze, sowie zu potenziellen Schutzmaß-
nahmen und auf Wunsch die Weitergabe von
Informationen zu Hitzewarnungen des DWD
für die Stadt Köln an.
(www.stadt-koeln.de/service/produkt/hitze-
telefon-hitzeregister-des-gesundheitsamtes)
16
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 5.2 Vulnerabilitätsanalyse Im Projekt wurde die Hitzebelastungen
älterer Menschen in Köln untersucht und
räumlich differenziert bewertet.
Die Vulnerabilitätsanalyse diente der Fest-
legung der Stadtteile und Sozialräume für
die Befragung der dort lebenden Menschen
im Alter zur Hitzeanpassung und gesund-
heitlichen Aspekten. Die Maßnahme ist
abgeschlossen.
KE 5.3 Zielgruppen-
gerechte
Informations-
materialien
Menschen
im Alter
Die Informationsbroschüre „Hitzeknigge“
wurde im Jahr 2025 inhaltlich aktualisiert
und um relevante Themen (zum Beispiel Luft-
qualität und UV-Strahlung) ergänzt. Der Hitze-
knigge wird fortlaufend über verschiedene
lokale Multiplikator*innen, auf Veranstaltungen
sowie persönlich an interessierte Bürger*innen
verteilt. Zusätzliche Produkte zur Sensi-
bilisierung älterer Menschen für Hitze, wie
Fächer und Trinkflaschen, wurden ebenfalls
verbreitet.
(Klein-) Kinder Für die Zielgruppe der (Klein-)Kinder und
Eltern wurde 2024 die Broschüre „Klima-
schutz ist Kinderschutz“ in Kooperation mit
dem „KlimaDocs e.V. “ zum Thema Hitze und
Gesundheit erweitert und verteilt.
Zur Sensibilisierung der Kinder und ihren
Eltern vor schädlicher UV-Strahlung wurden
UV-Armbänder, Hitzewarn-Aufkleber und
anderes Material auf Veranstaltungen verteilt.
Straßen-
obdachlose
Menschen
Über Streetworker*innen und in den
Kontakt- und Beratungsstellen werden
jährlich im Stadtgebiet Sonnenschutzmittel
(Sonnencremes, Kopfbedeckung) kostenlos
an obdachlose Menschen ausgegeben. Je
nach örtlichen Gegebenheiten werden auf
vorhandenen nutzbaren Außenflächen der
Beratungsstellen Pavillons aufgestellt, um
überschattete zusätzliche Aufenthaltsorte zu
schaffen.
17
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 5.4 Manual zum Selbst-Check Ein manuell ausfüllbarer Selbst-Check
soll die Zielgruppe ab 65 Jahren für Hitze-
perioden und individuelle Risikofaktoren
sensibilisieren. Er soll das Bewusstsein für
die Zugehörigkeit zur Risikogruppe während
Hitzeperioden stärken. Ein erster Entwurf
wurde erstellt und umfasst sowohl Risiko-
faktoren als auch Präventionsmaßnahmen.
Die Fortschreibung steht aus.
KE 5.5 Unterstützende Dienste bei Hitze
anbieten und Integration von Hitze
in die vorsorgenden Hausbesuche
Die Versorgung selbstständig lebender
älterer Menschen soll in Hitzebelastungs-
situationen gestärkt und gesichert werden.
Es bestehen verschiedene mögliche Ansätze.
Eine Herausforderung besteht darin,
geeignete Organisationen zu identifizieren,
die diese Aufgabe übernehmen könnten.
KE 5.6 Auswertung Wegebeziehungen /
Erreichbarkeiten
Im Rahmen des Förderprojekts wurde eine
detaillierte Analyse von hitzebelasteten
Gebieten und vulnerablen Bevölkerungs-
gruppen durchgeführt, um die Entfernung
von der Wohnadresse älterer Menschen
zur nächsten Grünfläche zu ermitteln. Die
Ergebnisse können zur zielgerichteten
Entwicklung von Maßnahmen im Bereich
grüner Infrastruktur genutzt werden. Die
Maßnahme ist abgeschlossen.
KE 5.7 Hitzespaziergänge zur Erstellung
von lokalen Hitzespickzetteln
Im Jahr 2025 wurde eine weitere Hitze-
Stadtteilkarte, der „Hitzespickzettel“ für das
Kunibertsviertel/Eigelstein, fertiggestellt.
Fünf weitere Spickzettel sind in Vorbereitung.
Für diese wurden bereits Hitzespaziergänge
durchgeführt, sodass im folgenden Jahr
weitere Hitzespickzettel folgen werden.
Dabei haben ältere Menschen gemeinsam
mit anderen Akteuren, zum Beispiel ihren
Senior*innenvertretungen und -netzwerken,
ihre nähere Umgebung erkundet, um schattige
Sitzgelegenheiten, Orte zum Trinken und zur
Toilettennutzung zu identifizieren.
18
Kernelement VI: Vorbereitung Gesundheits- und Sozialsysteme
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 6.1 Zusammenstellen von Ausbildungs-
unterlagen für medizinisches
Personal und Apothekenpersonal
Für die Durchführung von Schulungen in
Einrichtungen der stationären Altenpflege
wurden zielgruppengerechte Präsentationen
und Schulungsunterlagen erarbeitet.
Die Schulungsunterlagen werden fortlaufend
aktualisiert und können als Grundlage für
weitere Ausbildungsunterlagen genutzt
werden.
KE 6.2 Einbezug des Themas Hitze in
F orschung und Lehre
An der medizinischen Fakultät der Universität
zu Köln wird seit 2023 durch das Institut
für Allgemeinmedizin das Thema Hitze und
Gesundheit gelehrt. Entsprechende Inhalte
werden insbesondere im 6., 7. und 8. Semester
in verschiedenen Lehrformaten unterrichtet
und schriftlich in Prüfungen abgefragt. Auch
im Studiengang Angewandte Hebammen-
wissenschaft wurde eine Vorlesung zum
Thema Klimawandel und Gesundheit gehalten.
Im Lehramtsstudiengang an der Sporthoch-
schule fand eine Vorlesung zum Umgang mit
Hitze und UV-Strahlung im Sport statt.
Seit Januar 2024 wird im Projekt AdaptHeat
(Förderung durch den Innovationsfonds des
Gemeinsamen Bundesauschusses) unter-
sucht, welche Auswirkungen Medikamente
bei chronischen Erkrankungen auf das hitze-
bedingte Gesundheitsrisiko haben. Es soll
eine Liste der relevanten Medikamente und
Empfehlungen zur Medikamentenanpassung
erarbeitet werden. In dem dreijährigen Projekt
werden Materialien für das Fachpersonal und
für Patient*innen entwickelt.
Im Projekt Klima:reaktion wird an der TH Köln
ein interdisziplinäres Lehrmodul zur Klima-
wandelanpassung entwickelt und umgesetzt,
das in regionale Strategien ein gebettet
ist. Studierende erarbeiten im Rahmen
praxisorientierter Projekte gemeinsam mit
regionalen Akteur*innen offene Monitoring-
und Lösungsansätze zu klimabedingten
Heraus forderungen und stellen die Ergebnisse
öffentlich zur Verfügung.
19
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 6.2 Einbezug des Themas Hitze in
F orschung und Lehre
Das Projekt AKT@HoMe des Geographischen
Instituts der Universität zu Köln und das
Institute for Natural Resources Technology and
Management (ITT) der TH Köln untersuchen,
wie unterschiedlich Bevölkerungsgruppen in
urbanen Quartieren zur Beteiligung an Maß-
nahmen der Klimawandelanpassung bereit
und befähigt sind. In zwei Kölner Stadtteilen
mit unterschiedlicher Sozialstruktur werden
dazu Wahrnehmung, Teilhabebereitschaft und
lokale klimatische Bedingungen analysiert und
in simulationsgestützte Szenarien zur Klima-
anpassung überführt.
Darüber hinaus bieten die beiden Institute
verschiedene Lehrveranstaltungen zu
städtischer Hitze sowie Adaption und
Hitzeschutz Eingang in den angebotenen
Studiengänge an. Im englischsprachigen
Modul „Ecological and Social Risks“ , das an
der Uni Köln und der TH Köln unterrichtet wird,
wird das Thema urbane Hitze aus Sicht der
Risikoforschung, u.a. anhand von Fallstudien
aus Köln und Leverkusen, betrachtet. Grund-
lagen urbaner Hitze werden in Exkursionen
zum Stadtklima in Köln vermittelt. Im fach-
methodischen Kurs „Urban Climatology“
können Studierende die Modellierung von
Anpassungsmaßnahmen zur Hitze mitigation
und deren Wirksamkeit anhand eines Raum-
beispiels in Köln erlernen.
KE 6.3 Durchführen von
Schulungen zur
Sensibilisierung von
Multiplikator*innen
Ein-
richtungen
der
stationären
Altenpflege
Vortrag bei der Fachveranstaltung Bundes-
arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe. Ein zentraler
Aspekt ist die Sensibilisierung für den
besonderen Schutzbedarf von Menschen mit
Vorerkrankungen und Behinderung.
Ärzteschaft Im Juni 2025 wurde der Hitzeaktionsplan
Köln dem Landesverband des ÖGD mit dem
Vortrag „Hitzeschutz auf kommunaler Ebene“
vorgestellt.
20
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 6.4 Verstärkte Berücksichtigung
sommerlicher Hitzeereignisse
im Qualitätsmanagement der
Pflegeeinrichtungen
In Kooperation mit Vertretern aus dem
Gesundheits- und Pflegesektor hat das
LfGA.NRW Arbeitshilfen für den Hitze-
schutz in Einrichtungen entwickelt. Diese
Arbeitshilfen für den einrichtungsbezogenen
Hitzeschutz sind modular aufgebaut und
umfassen eine Checkliste für den Schnell-
einstieg, grundlegende Dokumente sowie
detaillierte Handlungsinformationen mit direkt
verwendbaren Materialien.
Einrichtungsbezogener Hitzeschutz – LfGA.NRW
(www.lzg.nrw.de/ges_foerd/klima_gesundheit/
hsp/index.html)
KE 6.5 Information zu „Möglichkeiten zum
Hitzeschutz für Arztpraxen“
Die Förderung klimasensibler Beratung,
inklusive Hitzeschutz, in Arztpraxen soll
durch gezielte Sensibilisierung und Schulung
von Ärzt*innen gefördert werden. Ziel ist es
das Themenfeld in den Praxen dauerhaft zu
implementieren. Die Durchführung ist für
2026 geplant, wenn Drittmittel zur Verfügung
stehen.
KE 6.6 Information zu „Möglichkeiten zum
Hitzeschutz durch Arztpraxen“
Im Juni 2025 hat das Institut für
Allgemeinmedizin der Universität zu Köln
über den Verteiler der Kassenärztlichen
Vereinigung in Köln Informationsmaterial
(Flyer „Möglichkeiten zum Hitzeschutz für
Arztpraxen“ , Hitzeknigge, 11 Hitzetipps,
Postkarte Hitzetelefon sowie Kontak-
tinformationen des Hitzeaktionsplans)
versendet.
KE 6.7 Befragung zum Hitzeschutz in
Kindertagesstätten
Das Gesundheitsamt hat 2023 – 2024
eine Online-Befragung zur Hitzebelastung
in Kitas mit Einrichtungen in freier sowie
städtischer Trägerschaft durchgeführt, um
eine umfassende Erhebung des Bedarfs
an hitzeangepassten Maßnahmen in allen
Kölner Kindertagesstätten zu ermöglichen.
Ergänzend wurden qualitative Interviews mit
Einrichtungsleitungen und Beschäftigten in
ausgewählten Stadtteilen und Sozialräumen
durchgeführt. Die Auswertung erfolgte
im Rahmen einer Masterarbeit am Geo-
graphischen Institut der Universität Bonn.
21
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
*KE 6.8 Informationsmaterial für Schulen Im Jahr 2024 wurde für das Lehrpersonal
an Schulen die Informationsbroschüre
„Gesundheitsrisiko durch Hitze und
UV-Strahlung“ sowie ein Poster zur Sensi-
bilisierung und zum Aushang in Schulen
entwickelt. Die Materialien wurden über
das Amt für Schulentwicklung per Mail an
alle Kölner Schulen verschickt. Auf Anfrage
konnten die Materialien auch in gedruckter
Fassung bestellt werden. Das Angebot
bestand auch im Jahr 2025. Es ist geplant
in 2026 die Schulen erneut per E-Mail auf
dieses Angebot aufmerksam zu machen.
Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
Die im Kernelement VII aufgeführten Maßnahmen sind nicht länger Bestandteil des
Hitze aktionsplans, da sie bereits im Integrierten Klimaanpassungskonzept (IKA) Köln
verankert sind. Innerhalb des IKA werden der Umsetzungsstand und die Fortschritte dieser
Maßnahmen dokumentiert und fortgeschrieben. Aus diesem Grund erfolgt künftig keine
Fortschreibung dieser Maßnahmen im Hitzeaktionsplan und werden lediglich an dieser
Stelle des Jahresberichts zum Hitzeaktionsplan aufgeführt.
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 7.1 Integration des Themas Hitzeschutz
in die Bauleitplanung
Das Ziel ist vordefinierte „Bausteine“ als
verbindliche, einheitliche Vorgaben für
Bebauungsplan-Verfahren als Checkliste
einzuführen: Hier werden die Themen-
bereiche Entsiegelung, Begrünung,
Bewässerung, Verschattung, Verbesserung
des Innenraumklimas beziehungsweise der
Aufenthaltsqualität und Wasser zur Kühlung
bearbeitet. Der Leitfaden zur Fassaden-
begrünung ist fertiggestellt, die Arbeit an
einem Leitfaden für die Dachbe grünungen
wurde aufgenommen.
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 7.2 Ausbildungsunterlagen
für Architekt*innen und
Stadtplaner*innen
Die Sensibilisierung und Information von
Architektur- und Stadtplanungs-
studierenden für klimaangepasstes
Planen und Bauen erfordert weitere
Entwicklung und Abstimmung mit relevanten
Multiplikator*innen.
KE 7.3 Satzung zur Begrünung und
Bepflanzung von Vorgärten zur
Hitzeminderung
Eine Freiraumsatzung zielt darauf ab, die
Versiegelung und Verschotterung von
Flächen zu reduzieren und so eine nach-
haltige Innenentwicklung zu fördern. Zudem
bietet sie eine Option für den klimawandel-
gerechten Umbau von Bestandsgebäuden.
Es ist jedoch erforderlich, die rechtliche
Zulässigkeit zu prüfen.
Kernelement VIII: Monitoring und Evaluation der Maßnahmen
Kategorie Maßnahme Status Bemerkungen
KE 8.1 Evaluation der durchgeführten
Maßnahmen des Hitzeaktionsplans
Eine regelmäßige Berichterstattung
erfolgt anhand eines Jahresberichtes.
Die letzten Jahresberichte erschienen
für 2023 und 2024. Eine Evaluation
der durchgeführten Maßnahmen
Evaluation der Arbeitsplattform „Runder
Tisch Hitzeaktionsplanung“ wurde im
November durchgeführt.
23
4. Bericht aus dem Jahr 2025
4.1 Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre
Zusammenarbeit
4.1.1 KlimaAnpassungsManagement (KAM)
Das Klimaanpassungsmanagement wurde in der Umweltverwaltung eingerichtet und
umfasst neben der Hitzeaktionsplanung die Fördermittelakquise und die Stadtklimatologie.
Ein zentraler Bereich des KAMs ist die Koordination und Vereinheitlichung von Anpassungs-
maßnahmen und die Koordinierung der Umsetzung
4.1.2 Integriertes Klimaanpassungskonzept IKA-Köln
Um Klimaanpassung als Querschnittsaufgabe in der Verwaltung zu verankern, hat der Rat
der Stadt Köln am 15. Juni 2023 die Verwaltung beauftragt, die Vielzahl der Maßnahmen in
einer integrierten Strategie zusammenzuführen.
Auf Grundlage der Anforderungen des Klimaanpassungsgesetzes des Bundes (KAnG) vom
16. November 2023 soll das Integrierte Klimaanpassungskonzept eine systematische Basis
schaffen, um die Aktivitäten zur Klimaanpassung in Köln auf ein für die integrierte Ziel-
erreichung erforderliches Niveau zu heben. Ziel ist es, die Toleranz und Widerstandsfähigkeit
gegenüber den Folgen des Klimawandels ebenso wie die Vorsorge- und Reaktionsfähigkeit
der Stadtverwaltung und der Stadtgesellschaft weiter zu stärken.
Die Erarbeitung des Konzepts erfolgt federführend durch das KlimaAnpassungsManagement
und wird von einer ämter- und ressortübergreifenden Steuerungsgruppe begleitet. In dieser
sind insbesondere jene Dienststellen vertreten, die bereits Anpassungsmaßnahmen umsetzen
oder über einschlägige konzeptionelle Planungen verfügen.
Um eine erfolgreiche spätere Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts sicherzustellen,
wurden über die Steuerungsgruppe hinaus von Beginn an weitere Fachämter der Stadt Köln
in den Erarbeitungsprozess einbezogen.
Derzeit befindet sich das IKA Köln in der abschließenden Fertigstellung. Mitte 2026 ist die
politische Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Köln vorgesehen.
Die Hitzeaktionsplanung wird in das Integrierte Klimaanpassungskonzept integriert. Das
IKA Köln fungiert dabei als übergeordnete Dachstrategie, in die weitere ergänzende und
konkretisierende Projekte auf strategischer Ebene eingebunden werden.
24
4.2 Nutzung eines Hitzewarnsystems
4.2.1 Stadtweite Verbreitung der Hitzewarnung des DWD
Die Feuerwehr der Stadt Köln verfügt über eine Vielzahl von Warnmöglichkeiten, die je
nach Schadensereignis zum Einsatz kommen. Für das Thema Hitze wurden der Warn-
verteiler sowie das Modulare Warnsystem (MoWaS) als geeignete Instrumente identifiziert.
Diese Verteiler werden bereits im Rahmen der Amtshilfe genutzt, beispielsweise bei
Warnungen im Zusammenhang mit Bombenentschärfungen. Über den Warnverteiler
werden ver schiedene Empfänger*innen, wie die Leitstelle der KVB, Radio Köln, regionale
Medien anstalten, das Bürgertelefon und das Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit über
eine bestehende Gefahrenlage informiert. Das MoWaS ermöglicht es, satellitengestützte
Warnungen an Empfänger*innen wie Warn-Apps (zum Beispiel NINA) sowie an regionale
und überregionale Medienstationen zu verschicken.
Zur Warnung der Bevölkerung vor starker und extremer Hitze wurde ein Standardtext
erstellt, der bei anstehenden Hitzeperioden verbreitet werden kann:
„Hitzeinfo an Kölner*innen im Auftrag des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes
Achtung Hitze vom 12.08. – 13.08.! Vermeiden Sie längere Aufenthalte und Aktivitäten
im Freien, insbesondere in der Mittagshitze. Schützen Sie sich vor direkter Sonnenein-
strahlung und tragen im Freien eine Kopfbedeckung sowie Sonnencreme mit aus-
reichendem Lichtschutzfaktor. Trinken Sie viel Wasser und achten Sie auf leichte Kost.
Weitere Informationen und Maßnahmen zur Abkühlung finden Sie unter
www.stadt-koeln.de/hitzeportal. Eine weitere Meldung erfolgt nicht. “
Im Zuge der Novellierung des DWD-Gesetzes wurde eine Funktion zur Hitzewarnung in
den NINA- und KATWARN-App integriert, die die Hitzewarnungen des DWD automatisch
weitergibt. Auch auf der Startseite der Stadt Köln erscheint weiterhin automatisiert die
Hitzewarnung des DWD.
25
4.3 Information und Kommunikation
4.3.1 Das Kölner Hitze-Portal und die interaktive Karte „Kühle Orte in Köln“
Das Kölner Hitzeportal bietet aktuelle Informationen sowie praxisnahe Empfehlungen zum
richtigen Verhalten bei hohen Lufttemperaturen. Die Plattform stellt eine umfassende
Übersicht über alle hitzerelevanten Themen bereit und wird kontinuierlich aktualisiert
(www.stadt-koeln.de/hitzeportal)
Ein zentrales Element des Portals ist die interaktive Karte „Kühle Orte in Köln“ . Diese
ermöglicht es Bürger*innen, schattige Plätze und Abkühlungsmöglichkeiten digital zu
erfassen und für die gesamte Stadtgemeinschaft zugänglich zu machen. Auch im Jahr 2025
wurde diese von engagierten Bürger*innen und Senior*innenvertretungen erweitert.
Diese Ergänzung berücksichtigt insbesondere die Bedürfnisse von Kindern als vulnerable
Bevölkerungsgruppe. Wasser- und Matschspielplätze bieten nicht nur eine Möglichkeit
zur Abkühlung an heißen Tagen, sondern ermöglichen es Kindern auch, länger und sicher
im Freien zu spielen. Darüber hinaus fördert das Spielen mit Wasser, Sand und Matsch die
sensorische Wahrnehmung, indem es den Tastsinn stimuliert und verschiedene Texturen
sowie Temperaturen erfahrbar macht. Auch im Jahr 2025 wurden neue Wasser- und
Matschspielplätze in der digitalen Karte aufgenommen.
Abbildung 2: Die Einträge in die interaktive Kölner interaktive „Kühle Orte Karte“ seit dessen Implementierung
in 2023.
0
20
40
60
80
100
120
140
160
2023
71
2024
91
2025
144
Einträge in Kühle Orte Karte nach Jahr (n=306)
26
4.3.2 Klimabildung vor Ort
Aufgrund der positiven Resonanz in den beiden Vorjahren wurden im Jahr 2025 erneut
Informationsstände zum Thema „Hitze und Gesundheit“ auf Kölner Wochenmärkten sowie
im Rahmen verschiedener Aktionstage eingerichtet. Ziel war es, ein niedrigschwelliges
und gut zugängliches Informationsangebot zu Hitzegefahren bereitzustellen und den
persönlichen Austausch mit Bürger*innen in unterschiedlichen Kölner Stadtteilen mit
variierenden sozialen Strukturen zu fördern.
Um das niederschwellige Angebot auch in 2025 durchzuführen, wurden vier Personen mit
Werkverträgen im Zeitraum vom 1. Mai bis zum 30. September 2025 eingestellt. Dadurch
war es möglich, sämtliche Kölner Stadtbezirke abzudecken und insgesamt 18 Wochen-
märkte sowie 8 Veranstaltungen zu besuchen. Besonders viele Wochenmärkte wurden in
den Sommermonaten Juli und August aufgesucht. Aufgrund der niedrigeren Standdichte
auf den Wochenmärkten während der Sommerferienzeit, konnten das Angebot auch auf
Märkten stattfinden, die während der restlichen Saison keinen Platz haben.
Abbildung 3: Aktueller Stand der „Kühle Orte Karte“ im März 2026.
27
Abbildung 4: Anzahl der besuchten Veranstaltungen, sortiert nach Eventart und Monat.
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Mai
1
1
4
1
1
76 3
2
Juni AugustJuli September
Wochenmärkte (18) Aktionstage (8)
Abbildung 5: Anzahl erreichter Bürger*innen an 23 Terminen, sortiert nach Gruppe und Eventart. Für drei
Aktionstage liegen keine Schätzungen der Besucher*innenzahlen vor, weshalb die Zahl der tatsächlich
erreichten Bürger*innen höher ist.
609
Erwachsene auf Aktionstagen
950
Erwachsene auf Wochenmärkten
199
Kinder auf Wochenmärkten
266
Kinder auf Aktionstagen
Anzahl erreichter Gruppen in 2025 nach Eventart
Anzahl der besuchten Wochenmärkte und Aktionstage in 2025 nach Monat (n = 26)
28
Die Auswertungen zeigen, dass die Resonanz der Bürger*innen von äußeren Faktoren
wie Wetter, Ferienzeiten und parallelen Ereignissen abhing. Während sonnige Tage zu
hohen Besucherzahlen und intensiven Gesprächen führten, war die Reichweite bei
ungünstigen Witterungsbedingungen deutlich geringer. Inhaltlich wurden insbesondere
der Wunsch nach mehr Begrünung und Entsiegelung im öffentlichen Raum sowie der
Bedarf an Sitzgelegenheiten und öffentlichen Toiletten häufig geäußert. Die Informations-
und Präventionsmaterialien, insbesondere Hitzespickzettel und UV-Armbänder, stießen
insgesamt auf große Zustimmung.
Insgesamt konnten im Aktionszeitraum über 2.000 Bürger*innen erreicht werden. Die
Ergebnisse verdeutlichen das hohe Interesse am Thema Hitzeschutz und bestätigen
Wochenmärkte als geeignetes Format zur Ansprache breiter Bevölkerungsschichten,
während Aktionstage vertiefte Beratungsgespräche ermöglichten.
Darüber hinaus war das Amt für Soziales,
Arbeit und Senioren in diesem Jahr sehr
aktiv. Über diverse Veranstaltungen wurde in
Zusammenarbeit mit Trägern der Freien Wohl-
fahrt auf den Hitzeaktionsplan verwiesen und
das zur Verfügung stehende Informations-
material zum Hitzeaktionsplan (Hitzeknigge,
Hitzespickzettel und Fächer) verteilt.
Abbildung 6: Klimabildung auf verschiedenen Kölner Wochenmärkten
Abbildung 7: Klimabildung auf verschiedenen
Kölner Wochenmärkten
29
Wochenmarktbesuche im Sommer 2025
30
4.3.3 Sonnencremespender und UV-Index Tafeln für Kölner Freibäder
Im vergangenen Jahr wurden in drei Kölner Freibädern erstmals Sonnencremespender auf-
gestellt, die den Badegästen kostenlosen Sonnenschutz anbieten. Diese Spender wurden
vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bereitgestellt und nach den letzten Spielen der
UEFA EURO 2024 im Kölner RheinEnergieSTADION an die Stadt Köln übergeben. Im Sinne
der Nachhaltigkeit setzte die Stadt Köln die Verwendung fort, indem sie die Spender an die
KölnBäder GmbH übertrug. Die Spender konnten in den Freibädern Lentpark, Stadionbad
und Agrippabad genutzt werden. Der Spender im Agrippabad erwies sich im letzten Jahr als
defekt, die verbliebenen beiden sind weiterhin intakt und in Benutzung.
Zusätzlich steht ein weiterer Sonnencremespender in der Magistrale des Stadthauses Deutz
während der Sommermonate kostenlos zur Verfügung und ergänzt die Ausstellung zu den
Themen Hitze, Gesundheit und Klimaanpassung.
Die Bereitstellung der Sonnencremespender verfolgt zwei wesentliche Ziele:
Gesundheitsschutz und Prävention. Ein effektiver Schutz der Haut vor ultravioletter (UV-)
Strahlung ist insbesondere beim Aufenthalt im Freien, wie in Freibädern, essenziell.
Übermäßige UV-Exposition kann zu gesundheitlichen Schäden führen, im schlimmsten
Fall zu Hautkrebs. Die in den Spendern bereitgestellte Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor
(LSF) 50 unterstützt die Badegäste, sich vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen.
Diese Maßnahme ist besonders während der Sommerferien sinnvoll, wenn Freibäder,
insbesondere von Kindern, stark frequentiert sind und die Sonneneinstrahlung hoch ist.
Die KölnBäder GmbH berichtete in
einem Beitrag in der „Aktuelle Stunde“
im Juli 2025, dass die Spender aufgrund
der hohen Nachfrage täglich aufgefüllt
werden. In Kombination mit den Sonnen-
cremespendern wurden zu Beginn der
Freibadsaison im Sommer 2025 in den
Freibändern auch UV-Index Tafeln ange-
bracht. Sie dienen als Sensibilisierungs-
maßnahme vor schädlichen Einflüssen von
Sonneneinstrahlung.
Die Aktivitäten erfolgten im Rahmen des
Hautkrebspräventionsprojekts DIE SONNE
UND WIR in Kooperation mit der KölnBäder GmbH und richteten sich an alle Besucher*innen
der Kölner Freibäder während der Sommermonate. Die Tafeln dienen der tagesaktuellen
Information über die Intensität der Sonneneinstrahlung und vermittelten grundlegende
Hinweise zu empfohlenen Schutzmaßnahmen bei erhöhter UV-Belastung. Ergänzend dazu
wurde im August 2025 eine Informations- und Aktionsreihe in mehreren Freibädern durch-
geführt. An sechs Standorten fanden während der Sommerferien Veranstaltungen statt,
die jeweils über ein bis zwei Tage angesetzt waren. Die Aktionen wurden im Stadionbad,
Lentpark, Höhenbergbad, Naturfreibad Vingst, Zollstockbad und Zündorfbad umgesetzt.
Abbildung 8: Beitrag in der Aktuellen Stunde zu
UV-Schutz und den KölnBädern
31
Vor Ort wurden Informationsangebote und
niedrigschwellige Mitmachformate zum
Thema Sonnenschutz bereitgestellt.
Die inhaltliche und organisatorische
Durchführung der Aktivitäten lag beim
Projekt DIE SONNE UND WIR. Das Projekt
ist am Zentrum für Molekulare Medizin
Köln der Universität zu Köln sowie an der
Klinik und Poliklinik für Dermatologie des
Universitätsklinikums Köln angesiedelt. Es
ist in bundesweite Präventionsstrukturen
eingebunden und arbeitet im Rahmen
des Kölner Hitzeaktionsplans mit dem
Gesundheitsamt und dem Umwelt- und
Verbraucher schutzamt zusammen.
Mit der Kombination aus dauerhaften Hin-
weisinstrumenten und punktuellen Infor-
mationsangeboten wurde ein Beitrag zur
Sensibilisierung für UV-bedingte Gesund-
heitsrisiken geleistet. Die Maßnahme
richtete sich insbesondere an Kinder,
Jugendliche und Familien, die Freibäder
während der Sommerferien intensiv nutzen.
Abbildung 10: (von links nach rechts) Claudia
Heckmann (Geschäftsführung KölnBäder GmbH),
Heike Müller (Projekt koordination DIE SONNE
UND WIR), Henriette Bunde (Arbeitsgemeinschaft
Dermatologische Prävention), Marc Riemann
(Leiter Betriebsmanagement Köln Bäder GmbH),
Dr. Debora Grosskopf-Kroiher (Leitung des
Projektes DIE SONNE UND WIR), Dr. Barbara Grüne
(Gesundheitsamt Stadt Köln)6
Abbildung 9: Warntafeln mit UV-Index (UVI).
Die international gültige Farbskala hat Werten von
1 (schwach) bis 11+ (extrem). Die Tafel wurde im
Projekt WATCH OUT von der Deutschen Krebs-
stiftung gefördert.7
32
4.4 Besondere Beachtung von Risikogruppen
4.4.1 Das Hitzetelefon
Das Gesundheitsamt hat auch in diesem Jahr bereits im dritten Jahr in Folge ein Hitze-
telefon für alle Kölner*innen angeboten. Die Anmeldung erfolgte telefonisch über das
Bürgertelefon der Stadt Köln oder über ein Onlineformular. Für das Hitzetelefon wurden
unter anderem auf Informationsveranstaltungen, Wochenmärkten und über Senioren-
vertretungen geworben.
Nach einer Registrierung per Onlineformular oder Anruf wurden die Personen für die
eigent liche Beratung von Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes unter ärztlicher Leitung
zurückgerufen. Die Anrufe zur Registrierung für das Hitzetelefon wurden vom Bürgertelefon
der Stadt Köln entgegengenommen. Dadurch war eine umfassende Erreichbarkeit Montag
bis Freitag von 7 bis 18 Uhr gewährleistet.
Die Bürger*innen erhielten ein individuelles Beratungsgespräch durch ein ärztlich geleitetes
Team des Gesundheitsamtes. Inhalt der Beratung waren Anpassungsmöglichkeiten bei
Hitze, allgemeine Hitzetipps sowie besondere gesundheitliche Aspekte im Zusammenhang
mit Vorerkrankungen und der Einnahme von Medikamenten. Nach Vereinbarung wurden
1. Mittagshitze meiden, kühle Orte aufsuchen.
2. Stündlich ein Glas Wasser trinken.
3. Kleine Portionen und leichte Kost essen.
4. Kopfbedeckung und Sonnenschutz tragen.
5. Luftig, hell und bequem kleiden.
6. Sonne meiden und Schatten suchen.
7. Bei Hitze schonen.
8. Frühmorgens und nachts lüften.
T agsüber Fenster geschlossen lassen.
9. Körper mit Wasser kühlen.
10. Mit Ärzt*innen über den Umgang mit den
Medikamenten sprechen.
11. Auf Mitmenschen achten und hilfsbereit sein.
11 Hitzetipps
Weitere Infos:
www.stadt-koeln.de/hitzeportal
Stadt Köln – Gesundheitsamt
Klima und Prävention
Neumarkt 15 – 21, 50667 Köln
Hitzetelefon
Das Gesundheitsamt informiert Sie in diesem
kostenfreien Angebot über allgemeine und
individuelle Maßnahmen, damit Sie und die Menschen
in Ihrem Umfeld die Hitzephasen gesundheitlich
gut überstehen. Sie können sich in ein Hitzeregister
aufnehmen lassen, um über offizielle Hitzewarnungen
informiert zu werden.
Dazu ist eine Anmeldung erforderlich.
T elefonisch beim Bürgertelefon:
T: 0221 221-34347, Montag bis Freitag: 7 bis 18 Uhr
Per Mail: KlimaUndPraevention@stadt-koeln.de
Per Onlineformular: www.stadt-koeln.de/hitzetelefon
Nach der Anmeldung rufen Mitarbeiter*innen des
Gesundheitsamtes Sie an den Folgetagen zurück.
Abbildung 11: Vorder- und Rückseite des Flyers mit den „11 Hitzetipps“ und Informationen zur Anmeldung
beim Hitzeregister über das Hitzetelefon
33
die Nutzer*innen über Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes telefonisch oder per
E-Mail informiert.
Insgesamt wurden 2025 484 Personen für das Hitzetelefon registriert. Das durch-
schnittliche Alter der Anrufenden lag bei 82 Jahren. Die Altersgruppe der 75 bis 84-Jährigen
hat das Hitzetelefon am häufigsten in Anspruch genommen bei einer Altersspanne von 31
bis 98 Jahren. Mit einem Anteil von 61,6 % waren weibliche Ratsuchende häufiger vertreten.
Die Beratung umfasste Tipps zur Verhaltensprävention bei Hitze vor dem Hinter-
grund der Lebens- und Wohnsituation der Ratsuchenden sowie des individuellen
Gesundheitszustandes.
Die Personen wurden auf Wunsch in das Hitzeregister eingetragen, um über Hitzewarnungen
des Deutschen Wetterdienstes für Köln optional telefonisch oder per E-Mail informiert zu
werden. Im Jahr 2025 sind an 6 Tagen Hitzewarnungen durch den DWD ausgegeben und an
die Bürger*innen mit entsprechenden Verhaltenstipps weitergegeben worden.
Die Resonanz der Bürger*innen auf das Angebot Hitzetelefon war sehr positiv. Wenn im
Rahmen der Beratung am Hitzetelefon ein weitergehender Unterstützungsbedarf offen-
kundig wurde, erfolgte eine Vermittlung in Weitervermittlung, die in Kooperation mit dem
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln stattfand.
Ziel dieser Maßnahme ist die Sensibilisierung der Bürger*innen für gesundheitliche Risiken
durch Hitze, die Stärkung der Gesundheitskompetenz, die persönliche Beratung zu Schutz-
und Anpassungsmaßnahmen, der Aufbau eines Registers hitzevulnerabler Personen sowie
die Weitergabe von Hitzewarnungen und die Unterstützung an Tagen mit starker oder
extremer Wärmebelastung.
In der Zeitschrift Public Health Forum 2025 wurde unter dem Titel „Hitzetelefon der Stadt
Köln: eine lokale Antwort auf den Klimawandel“ ein Fachartikel veröffentlicht
(https:/ /doi.org/10.1515/pubhef-2025-0043).8
34
4.4.2 Hitzespaziergänge zur Erstellung von lokalen Hitzespickzetteln
Der „Hitzespickzettel“ ist eine praktische und niederschwellige Maßnahme zur
Unter stützung der Bevölkerung während heißer Tage. Insbesondere ältere Menschen legen
großen Wert auf analoge Informationsmaterialien. Daher werden kompakte Faltkarten,
die sogenannten „Hitzespickzettel“ , für verschiedene Kölner Stadtviertel erstellt.
Im Jahr 2024 wurden die ersten Ausgaben für die Stadtteile Köln-Agnesviertel und Köln-
Severinsviertel fertiggestellt. Die Taschenkarte dient als Orientierungshilfe innerhalb
des jeweiligen Stadtviertels. Im Jahr 2025 wurde der Spickzettel für den Eigelstein und
Kunibertsviertel entworfen.
Die Karte zeigt kühle Rückzugsorte sowie lokale Erfrischungspunkte:
• Stadtpläne mit schattigen Alleen, Sitzmöglichkeiten, Trinkwasser- und Toilettenstandorten
sowie weiteren lokalen Besonderheiten,
• Informationen zum Thema Hitze und Gesundheit, darunter die elf wichtigsten Hitzetipps,
• eine Übersicht relevanter lokaler Notrufnummern, darunter Apotheken und weitere
wichtige Anlaufstellen,
• Hinweise auf zusätzliche Angebote wie das Hitzetelefon und den Hitzeknigge,
• Hinweise zum Kölner Toilettenkonzept und zu Refill Angeboten.
Stiftung St.Vincenz-Haus GmbH
Konrad-Adenauer-Ufer 55, 50668 Köln
1
Cellitinnen-St. Marien-Hospital
Kunibertskloster 11 – 13, 50668 Köln
T: 0221 16290
www.st-marien-hospital.de/
2
Basilika St. Kunibert – Kath. Kirche
Kunibertsklostergasse 2, 50668 Köln
T: 0221 121214
www.katholisch-in-koeln.de/ueber-uns/
st-kunibert/
3
Fröbel-Kindergarten Maria Montessori
Ursulagartenstraße 16b, 50668 Köln
5
Basilika St. Ursula
Ursulaplatz 24, 50668 Köln
T: 0221 7880750
www.katholisch-in-koeln.de/
ueber-uns/st-ursula
6
Bahnhofsmission Köln
Trankgasse 11, 50667 Köln
Hauptbahnhof Köln, Gleis 1E
T: 0221 1395438
http:/ /bahnhofsmission-koeln.de/
Mo. – So. von 8:00 – 18:00 Uhr
7
Dominikanerkirche St. Andreas
Komödienstraße 6 – 8, 50667 Köln
9
Überlebensstation für Obdachlose
GULLIVER
Trankgasse 20, 50667 Köln
T: 0221 1206091
www.koelnerarbeitslosenzentrum.de/
kalz-e-v/gulliver/
Mo. – So. und an Feiertagen von 8 – 18 Uhr
10
Kölner Dom
Domkloster 4, 50667 Köln
11
St. Mariä Himmelfahrt
Marzellenstraße 30, 50668 Köln
8
Jugendzentrum 670
Vogteistraße 17, 50670 Köln
4
Köln Eigelstein und Kunibertsviertel
Stand: 2026
Standorte
SK_089_26_Hitzespickzettel_Kunibertsviertel.indd 2SK_089_26_Hitzespickzettel_Kunibertsviertel.indd 227.03.2026 10:28:0527.03.2026 10:28:05
Abbildung 12: Die Karte des neuen Hitzespickzettels für das Kuniberstviertel und Eigelstein befindet sich in
Vorbereitung für den Druck und wird im Sommer 2026 als Faltkarte im Pocket-Format zur Verfügung stehen.
35
Die Erstellung der Hitzespickzettel basieren auf einer systematischen Kartierung kühler
Orte innerhalb der jeweiligen Stadtviertel. Für die Kartierung der drei Stadtviertel wurde
eine Kooperation zwischen älteren Menschen und Studierenden aufgebaut, die in kleinen
Gruppen „Hitzespaziergänge“ durchgeführt und kühlende Orte identifiziert haben.
Im Agnesviertel erfolgte dies durch die Initiative der Seniorenvertretung Köln- Innenstadt
in Kooperation mit dem SeniorenNetzwerk Neustadt-Nord sowie mit Studierenden der
Katholischen Hochschule NRW. Für den „Hitzespickzettel Köln-Severinsviertel“ war auch die
Seniorenvertretung Köln-Innenstadt, das SeniorenNetzwerk Neustadt-Süd und Studierende
der Technischen Hochschule Köln, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften,
unterwegs. Für den Eigelstein und das Kunibertsviertel wurde 2025 eine weitere Karte
erstellt. Die Seniorenvertretung Köln-Innenstadt und das SeniorenNetzwerk Neustadt-Nord
haben dazu in Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule NRW Spaziergänge
unternommen.
Die Verteilung der Hitzespickzettel erfolgt über Veranstaltungen im jeweiligen Stadtviertel
sowie durch lokale Multiplikator*innen. Die Resonanz der Bevölkerung ist durchweg positiv.
Allerdings stellt die Organisation der Kartierung eine erhebliche Herausforderung dar, da
diese von engagierten Einzelpersonen selbst initiiert und umgesetzt werden muss. Dies führt
zu erheblichen Qualitätsunterschieden in den Ergebnissen. Das Umwelt- und Verbraucher-
schutzamt prüft abschließend auf Plausibilität und stellt eine einheitliche Darstellung sicher.
Die Produktionskosten für einen Hitzespickzettel sind finanziell vertretbar. Eine flächen-
deckende Ausweitung auf alle Stadtviertel stellt jedoch vor allem eine personelle Heraus-
forderung dar. Sowohl die Auswertung und Erstellung der Karten als auch die Organisation
und Durchführung der Spaziergänge erfordern einen erheblichen Zeitaufwand. Eine nach-
haltige Umsetzung ist daher nur mit einer gut koordinierten und personell unterstützten
Struktur möglich, um die Qualität der Kartierungsergebnisse langfristig zu gewährleisten.
Das Interesse an einer Erweiterung der Hitzespickzettel auf weitere Stadtteile ist groß. In
den Stadtvierteln Ehrenfeld, Porz und Deutz fanden bereits zusätzliche Hitzespaziergänge
zur Identifikation kühler Orte statt.
36
4.5 Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
4.5.1 Universitäre Ausbildung
Durch Vorlesungen in der Studiengängen Angewandte Hebammenwissenschaften,
Lehramt Sport und Allgemeinmedizin werden Berufsgruppen, die zukünftig mit besonders
hitzevulnerablen Personen umgehen für hitzebedingte Gesundheitsrisiken sensibilisiert. Die
Vermittlung von Wissen und Anpassungsstrategien in diese Tätigkeitsbereiche über diese
Multiplikatoren wird erwartungsgemäß einen hohen Impact entfalten.
4.5.2 Informationsmaterial für Schulen
Die im Jahr 2024 für das Lehrpersonal an Schulen erstellte Informationsbroschüre
„Gesundheitsrisiko durch Hitze und UV-Strahlung“ sowie ein Poster zur Sensibilisierung
und zum Aushang in Schulen wurden auch in diesem Jahr verteilt. Auf Anfrage wurden
zudem Druckexemplare postalisch versandt. Die Unterlagen können auf dem Hitzeportal
der Stadt Köln heruntergeladen werden unter: Weiterführendes Material für Schulen:
Gesundheitsrisiko durch Hitze und UV-Strahlung – Informationen für Schulen
Welche Maßnahmen sollten in Schulen
während einer Hitzewarnung und abhängig
vom UV-Index ergriffen werden?
Trinkmenge erhöhen
Um einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen, werden die
Schüler*innen und Lehrkräfte motiviert, aus reichend zu
trinken. Es werden Möglichkeiten geschaffen, während
des Unterrichts zu trinken, T rinkpausen werden ein-
gelegt, besonders im Sportunterricht (vor, während und
nach dem Sport) und es wird eine Auffüllmöglichkeit für
T rinkflaschen bereitgestellt. Zu bevorzugen sind kalte,
aber nicht eiskalte Getränke, am besten Mineralwasser
oder Fruchtsaftschorlen (3:1; 3 T eile Wasser: 1 T eil Saft).
Schulessen
Anpassung des Speiseplans bei hohen T emperaturen.
Bevorzugung von leicht verdaulichen Speisen mit
hohem Wasser- und Mineralstoffgehalt (besonders
Gemüse, Obst oder mageres Fleisch und Fisch).
Lüftungskonzept erstellen
Das Gebäude in den frühen Morgenstunden und
nachts (wenn dies gefahrlos möglich ist) durch Öffnen
aller Fenster durchlüften. Tagsüber die Fenster ver-
schatten und bis auf kurzes Lüften zur Absenkung der
CO2-Konzentration überwiegend geschlossen halten.
Kühle Räume nutzen
Vor allem während des Nachmittags auf Unterrichts-
räume ausweichen, die weniger hitzebelastet sind.
Für Pausen im Freien/auf dem Schulhof sollten
ausreichend Schattenplätze zur Verfügung stehen.
Konsequenter Sonnenschutz
Schutz vor Sonnenbränden durch Sonnenbrille,
Sonnencreme mit ausreichendem Schutzfaktor
und geeignete leichte (langärmlige) Kleidung,
Kopf bedeckung tragen – auch beim Schulsport.
Risikopersonen im Bewusstsein haben
Besonders auf Schüler*innen und Mitarbeiter*innen
mit Vorerkrankungen, Dauermedikation sowie auf
Schwangere achten.
Sport bei Hitze
Körperliche Betätigungen, insbesondere im Bereich
des Schulsports, sollten der Hitze angepasst werden
und wenn möglich an verschatteten, kühlen Orten
stattfinden.
Bei Hitzewarnungen müssen gegebenenfalls geplante
Sportveranstaltungen hinterfragt, beziehungsweis
verlegt werden. Vorsicht ist bei Ausdauer- und Mann-
schaftssportarten geboten. Die Sportschüler*innen
sollten beim T raining nicht an ihr Limit gehen.
Es sollte eine atmungsaktive und luftige Kleidung
getragen werden, bei Sport im Freien zusätzlich
Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und
eine Kopfbedeckung. Zusätzliche (T rink-)Pausen im
Schatten sind wichtig, ebenso eine Ruhephase nach
der Anstrengung.
Lehrer*innen sollten die Schüler*innen gut
beo bachten und die Belastung bei Schwäche,
Übelkeit oder Schwindel abbrechen. Bei Überhitzung
kann ein nasses Handtuch helfen.
Maßnahmen in Abhängigkeit vom
UV-Index anpassen.
Kontakt
Stadt Köln – Gesundheitsamt
Neumarkt 15 – 21, 50667 Köln
klimaundpraevention@stadt-koeln.de
Stadt Köln – Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln
57-hitzeaktionsplan@stadt-koeln.de
Gesundheitsrisiko durch
Hitze und UV-Strahlung
Informationen für Schulen
Abbildung 13: Informationsmaterial für Schulen
37
4.6 Forschungsprojekte
4.6.1 Projekt AKT@HoMe – Anpassung an den Klimawandel durch Teilhabe
Das Projekt AKT@HoMe der Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme
(TH Köln) und dem Geographischen Institut (Uni Köln) untersucht, in welchem Maße
unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bereit und befähigt sind, sich an Maßnahmen
zur Anpassung an den Klimawandel zu beteiligen. Ausgangspunkt ist die zunehmende
Belastung urbaner Räume durch klimatische Veränderungen, insbesondere durch
Hitzeereignisse, deren Auswirkungen innerhalb einer Stadt sozial und räumlich variieren.
Im Projekt wurden zwei Kölner Quartiere mit unterschiedlicher Sozialstruktur vergleichend
betrachtet: ein Untersuchungsraum in der Neustadt-Süd im Bereich der Volksgartenstraße
sowie ein Quartier in Köln-Mülheim zwischen Wiener Platz, Bahnhof Mülheim und
Keupstraße. Ziel war es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinsichtlich Wahrnehmung,
Beteiligungsbereitschaft und Handlungsmöglichkeiten im Kontext der Klimaanpassung
herauszuarbeiten. Ergänzend wurden klimatische Messdaten wie Lufttemperatur und Luft-
feuchtigkeit im Rahmen eines Citizen-Science-Ansatzes erhoben. Die Daten dienten sowohl
der Aktivierung der beteiligten Bewohner*innen als auch der Modellierung lokaler Klima-
bedingungen. Auf dieser Grundlage konnten simulationsgestützte Szenarien zur Umsetzung
von Anpassungsmaßnahmen entwickelt werden.
Zur Projektseite: AKT@HoMe
4.6.2 Projekt Klima:reaktion – Interdisziplinäres Bildungsmodul
zur Klimaanpassung
Das Vorhaben „Klima:reaktion“ ist ein interdisziplinäres Bildungsprojekt an der Technischen
Hochschule Köln und knüpft inhaltlich an bestehende regionale Strategien zur Klima-
wandelanpassung an, insbesondere an die Klimawandelvorsorgestrategie der Region
Köln/Bonn. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Lehrmoduls
im Studiengang Maschinenbau – Product Engineering und Context.
Das Modul ermöglicht Studierenden, sich praxisnah mit Fragestellungen der Klimaan-
passung auseinanderzusetzen und eigene Beiträge zur regionalen Anpassung zu leisten.
Im Rahmen von projektorientierter Forschungs- und Entwicklungsarbeit werden offene
Monitoring-Konzepte für umweltrelevante Faktoren wie Luftschadstoffe oder Boden-
feuchte entwickelt. Die erhobenen Messdaten werden öffentlich zugänglich gemacht und
sukzessive durch nachfolgende Studierendengenerationen ergänzt.
38
Ein zentrales didaktisches Element des Moduls sind digitale und immersive Lernum-
gebungen. Diese vermitteln fachliche Grundlagen zu verschiedenen Handlungsfeldern der
Klimaanpassung, beispielsweise zur urbanen Hitzeentwicklung oder zu Trockenstress in
Wald- und Forstökosystemen. Auf dieser Basis erarbeiten die Studierenden gemeinsam mit
externen Akteur*innen aus Kommunen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft Lösungsansätze für
konkrete regionale Bedarfe.
Zur Projektseite: Klima:reaktion – TH Köln
4.7 Veranstaltungen und Fachvorträge
Im Verlauf des Jahres 2025 wurden zahlreiche Vorträge und Interviews zum Kölner Hitze-
aktionsplan einer breiten (fach-)öffentlichen Zielgruppe präsentiert. Darüber hinaus nahm das
Team an einer Vielzahl von lokalen sowie überregionalen Fachveranstaltungen teil.
Auf lokaler Ebene werden die Maßnahmen des Hitzeaktionsplans regelmäßig in
verschiedenen Arbeitskreisen in den Kölner Stadtbezirken vorgestellt. Zudem stoßen die
Ergebnisse der Kölner Hitzeaktionsplanung auch auf Landes- und Bundesebene auf großes
Interesse. So wurde beispielsweise an Vernetzungstreffen zur kommunalen Hitzeaktions-
planung in Nordrhein-Westfalen sowie an Veranstaltungen zur Erstellung kommunaler
Arbeitshilfen teilgenommen, die regelmäßig vom Landesamt für Gesundheit und Arbeits-
schutz Nordrhein-Westfalen (LfGA.NRW) organisiert werden.
Abbildung 14: Städtedialog zur Hitzeanpassung (4. November 2025)
39
Weitere Fachvorträge, die vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt
sowie dem Gesundheitsamt auf Veranstaltungen gehalten wurden,
sind im Folgenden aufgeführt:
• Vorlesung Studiengang angewandte Hebammenwissenschaften:
„Klimawandel und Gesundheit, Hitzeaktionsplanung der Stadt Köln“ , Köln
(21. Januar 2025)
• BAG Selbsthilfe Konferenz: „Aus der Praxis, Hitzeaktionsplan der Stadt Köln“ , Düsseldorf
(15. April 2025)
• UV-Schutz. Watch Out, Kampagne Freibäder der Stadt Köln
(7. Mai 2025)
• Tag der offenen Tür Stadt Köln im Rathaus und Stadthaus
(24. Mai 2025)
• Kölner Vorsorge- und Gesundheitstag
(24. Mai 2025)
• Hitzeaktionstag, Nippes Wochenmarkt
(4. Juni 2025)
• Landesverband ÖGD: „Hitzeschutz auf kommunaler Ebene“
(5. Juni 2025)
• Kölner Gesundheitsgespräche:
„Hitze und Gesundheit – Auswirkungen und Schutzmöglichkeiten“
(17. Juni 2025)
• Podiumsdiskussion Tage der Nachhaltigkeit, Uniklinik Köln:
„Gesundheit schützen, Klima retten: die Universitätsmedizin als Akteure im Wandel“
(2. Juli 2025)
• 3. Vernetzungstreffen zur kommunalen Hitzeaktionsplanung in NRW am Landesamt
für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA.NRW),
Bochum: „Mitwirkung organisieren“
(9. Oktober 2025)
• 6. Städtedialog Hitzeanpassung: „Wasserverneblung im Öffentlichen Raum“ ,
Gastgeber*innen, online Format
(4. November 2025)
• Vorlesung Sporthochschule Köln: „Umgang mit Hitze- und UV-Strahlung im Sport“
(17. November 2025)
40
Neben Fachveranstaltungen wurden im Jahr 2025 erneut Stadt- und Straßenfeste sowie
mehrere Großveranstaltungen besucht, bei denen zahlreiche Gespräche mit Bürger*innen
geführt wurden um Hitzeschutzmaßnahmen niedrigschwellig und unmittelbar mit den
Bürger*innen zu kommunizieren.
Neben lokalen Festen, die sich insbesondere an die vulnerable Gruppe der Menschen im
Alter richteten, wie dem Senioren-Info-Tag in Rodenkirchen sowie dem Seniorensommer-
fest im Stadtteil Köln-Kalk, nahm das Projektteam im Jahr 2025 auch an Veranstaltungen
teil, die gezielt Familien und Kinder ansprechen. Hierzu zählten unter anderem der Klimatag
im Kölner Zoo sowie der Weltkindertag im Rheinauhafen.
Darüber hinaus war das Thema Hitzeschutz auch bei stadtweiten und quartiersbezogenen
Veranstaltungen präsent. Im Rahmen der bundesweiten Woche der Klimawandelanpassung
wurde ein Informationsstand im Stadtteil Klettenberg angeboten. Zudem wurde das Projekt
beim Tag des Guten Lebens im Stadtbezirk Porz vorgestellt und mit Besucher*innen zu klima-
wandelbedingten Gesundheitsrisiken und präventiven Maßnahmen ins Gespräch gekommen.
Veranstaltungen in 2025
• Klimatag im Kölner-Zoo, Köln Riehl (15. Juni 2025)
• Senioren-Info-Tag Rodenkirchen (27. Juni 2025)
• Seniorensommerfest, Köln Kalk (06. Juli 2025)
• Informationsstand zur bundesweiten Woche der Klimawandelanpassung,
Köln Klettenberg (17. September 2025)
• Weltkindertag im Rheinauhafen, Köln Neustadt-Süd (21. September 2025)
• Tag des Guten Lebens, Köln Porz (20. September 2025)
41
Abbildung 15: Tag der offenen Tür der Stadt Köln im Rathaus und Stadthaus (24.05.2025)
Abbildung 16: Klimatag im Kölner-Zoo, Köln Riehl (15.06.2025)
Abbildung 17:
Weltkindertag im Rheinauhafen,
Köln (21. September 2025)
42
5. Ausblick auf das Jahr 2026
Der Kölner Hitzeaktionsplan ist dynamisch ausgerichtet und erfordert eine kontinuierliche
Aktualisierung und Fortschreibung. Für das Jahr 2026 ist geplant, bewährte Maßnahmen
weiterzuführen, um ihre langfristige Wirksamkeit zu festigen und eine Evaluierung zu
ermöglichen. Um die Erreichbarkeit zielgruppengerecht zu ermöglichen, sind wieder
Veranstaltungen mit Informationsständen geplant, darunter zur Woche der Klimaanpassung,
dem Klimatag im Zoo und der Aktionstag Senior*innen. Der Runde Tisch Hitzeaktions-
planung wird weiterhin regelmäßig stattfinden, bestehend aus zwei Vorbereitungstreffen
im Frühjahr und einem Evaluationstreffen im Herbst. Im Jahr 2026 wird über ein
Digitalisierungsprojekt die Fallverwaltung des Hitzetelefons vereinfacht, indem eine
Datenbank entwickelt wird. Für die Klimabildung im Jahr 2026 wird mehrsprachiges
Material des LfGA.NRW zur Verfügung gestellt. Zudem werden neue Hitzespickzettel
erscheinen, die in den respektiven Stadtteilen an Multiplikator*innen verteilt werden. Die
bisherigen Spickzettel für das Agnes- und Severinsviertel sollen eine Neuauflage erhalten. In
diesem Jahr wurden über 3.304 Exemplare der Broschüre „Hitzeknigge“ auf verschiedenen
Veranstaltungen und über Multiplikator*innen wie Pflegeeinrichtungen, verschiedene Netz-
werke, Vereine und Arztpraxen verteilt sowie direkt an interessierte Bürger*innen durch das
Umwelt- und Verbraucherschutzamt ausgegeben oder versendet (siehe Abbildung 17).
2.558
Multiplikator*innen
245
Arztpraxen 501
Veranstaltungen
Abbildung 18: Verbreitung der Informationsbroschüre „Hitzeknigge“ im Jahr 2025 mit Stückzahlen
Verbreitung der Broschüre „Hitzeknigge“ in 2025 (n=3.304)
43
Abkürzungsverzeichnis
Abbkürzung Begriff
DWD Deutscher Wetterdienst
IHPH Institut für Hygiene & Public Health (des Universitätsklinikums Bonn)
ITT Institute for Natural Resources Technology and Management
KAM Klimaanpassungsmanagement
KE Kernelement
LfGA.NRW Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen
NRW Nordrhein-Westfalen
TGA Institut für Technische Gebäudeausrüstung
TH Technische Hochschule
LZG.NRW Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
UBA Umweltbundesamt
UVA Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln
UV Ultraviolettstrahlung
WHO Weltgesundheitsorganisation
°C Grad Celsius
44
Quellenverzeichnis
1 Deutscher Wetterdienst: Wetter und Klima – Deutscher Wetterdienst – Glossar –
K – Klimatologische Kenntage, https:/ /www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/
glossar.html?lv2=101334&lv3=101452
2 Deutscher Wetterdienst: Wetter und Klima – Deutscher Wetterdienst – Presse –
Deutschlandwetter im Jahr 2025, https:/ /www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/
DE/2025/20251230_pm_jahr-2025_news.html
3 Landesbetrieb Information und T echnik Nordrhein-Westfalen:
https:/ /www.opengeodata.nrw.de/produkte/umwelt_klima/klima/temperatur/stripes/
4 LANUK Klima: Jahresbilanz 2025 – Ein Jahr mit viel Sonne und wenig Regen.
https:/ /www.klimaatlas.nrw.de/service/aktuelles/jahresbilanz-2025-ein-jahr-mit-
viel-sonne-und-wenig-regen
5 LfGA.NRW: Mehrsprachige Informationsmaterialien.
https:/ /www.lzg.nrw.de/ges_foerd/klima_gesundheit/kommunikationsmaterialien/
mehrsprachigesmaterial/index.html
6 DIE SONNE UND WIR: Clever in Sonne und Schatten. https:/ /www.die-sonne-und-wir.
de/aktivitaeten/uv-schutz-aktivitaeten-2025/pressetermin-mit-der-koelnbaeder-gmbh
7 Deutsche Krebshilfe: Bundesweites UV-Warnsystem „WATCH OUT“ – Blog.
https:/ /www.krebshilfe.de/blog/bundesweites-uv-warnsystem-projekt-watch-out/
8 Public Health Forum: https:/ /doi.org/10.1515/pubhef-2025-0043
Kontakt
Stadt Köln
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
57-hitzeaktionsplan@stadt-koeln.de
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung
Zentrale Dienste der Stadt Köln
Bildnachweis
Titel: © horstgerlach/iStock.com; Seite 7, 26, 28, 29, 32, 36, 38, 41: © Stadt Köln; Seite 30: © WDR; Seite 31
(links): © Sheila Schretzmann; Seite 31 (rechts): Stiftung Deutsche Krebshilfe; Seite 34: © Harald Woblick
13-St/170-26/57/05.2026
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (21)
- Turiner Straße
- Trankgasse 20
- Vogteistraße 17
- Volksgartenstraße
- Keupstraße
- Weltjugendtagsweg
- Severinskirchplatz
- Chlodwigplatz
- Rudolfplatz
- Konrad-Adenauer-Ufer 55
- Wiener Platz
- Kunibertsklostergasse 2
- Ursulagartenstraße 16b
- Willy-Brandt-Platz 2
- Marzellenstraße 30
- Kunibertskloster 11
- Komödienstraße 6
- Ursulaplatz 24
- Eigelstein
- Domkloster 4
- Neumarkt 15
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Details
- Aktenzeichen
- 1366/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 09.06.2026
- Erstellt
- 07.05.2026 08:41