2017/0156
Einarbeitungsleitfaden für die Wissenschaftsstadt Darmstadt
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anlage 2
9657 Zeichen
Checkliste zur Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen bei
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Angaben zur neuen Kollegin bzw. dem neuen Kollegen
Herr Frau
Name, Vorname
Personalnummer
Vor dem ersten Arbeitstag
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Allgemeines
Informationen für die neue Kollegin
bzw. den neuen Kollegen
zusammenstellen
(z.B. zum Team, zu den Aufgaben, zum
Aufbau der Wissenschaftsstadt Darmstadt
etc.)
Termine vorplanen und vereinbaren
(z.B. Kennenlerntermine, Sitzungen von
Projektgruppen, Gesprächstermine zur
Vermittlung von Fachwissen etc.)
Startbegleiterin/Startbegleiter finden
(keine Pflicht, kann die Einarbeitung jedoch
erleichtern)
Einarbeitungsplan anhand der
Stellenbeschreibung erstellen
(Achtung: Gemeint ist die konkrete fachliche
Einarbeitung in die jeweilige Stelle!)
Verantwortlichkeiten im Rahmen der
Einarbeitung im Team klären und
besprechen
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Ausreichend Zeit für die Einarbeitung
einplanen, insbesondere für
die Einarbeitung (insbesondere bei
den Verantwortlichen im Team)
Kennenlerngespräche mit dem
Team und der Führungskraft
Klärung von Fragen der neuen
Kollegin/des neuen Kollegen
während der Einarbeitungszeit
Feedbackgespräche, Erstgespräch
mit Führungskraft, Zwischen- und
Abschlussgespräch im Rahmen
der Probezeit
Organisatorisches
Klären, wo die neue Kollegin bzw. der
neue Kollege sitzen bzw. arbeiten soll
Aufgeräumter Arbeitsplatz und
Arbeitsmaterialien bereitlegen
Namensschild an der Bürotür
anbringen
Einen Telefonanschluss zur Verfügung
stellen und Verbindungen klären
(Hinweis: Im Intranet befindet sich auf der
Startseite ein Dokument zur Mitteilung von
Änderungen im Telefonbuch)
Schlüssel/Transponder zum
Büro/dem Gebäude bereitlegen und
Zutrittsberechtigungen klären
Bei PC-Arbeitsplatz: Notwendigkeit
über Benutzerkonten und
Zugriffsberechtigungen im IT-Umfeld
klären und ggf. einrichten lassen
(z.B. für Ordner, Programme etc.)
ggf. Visitenkarten der neuen
Kollegin/des neuen Kollegen drucken
und bereitlegen
Aufnahme der neuen Kollegin/des
neuen Kollegen in Verteiler und
Umläufe
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Für eine freundliche Begrüßung
sorgen
(z.B. Blumenstrauß als kleine
Aufmerksamkeit, eine Willkommenskarte,
eine Schale mit Süßigkeiten etc.)
Die neue Kollegin bzw. den neuen Kollegen informieren
Frühzeitige Kontaktaufnahme über
den 1. Arbeitstag
Wann geht es los (Uhrzeit)?
Wo soll sie/er sich einfinden?
Bei wem soll sie/er sich melden
bzw. wer wird sie/ihn in Empfang
nehmen?
Benötigt sie/er eine
Wegbeschreibung?
Wie kann sie/er zur Arbeit
kommen? (Job-Ticket, ÖPNV-
Verbindungen, Parkmöglichkeiten etc.)
Was erwartet sie/ihn grob am
ersten Arbeitstag? (damit sie/er sich
darauf einstellen und vorbereiten kann)
Das berufliche Umfeld informieren
Kolleginnen und Kollegen im Team
informieren
Wie heißt die neue Kollegin bzw.
der neue Kollege?
Wann ist der erste Arbeitstag?
Welche Aufgaben hat sie/er?
Welche Arbeitszeiten hat sie/er?
(Vollzeit, Teilzeit?)
Wie sieht der Einarbeitungsplan
aus?
Wer übernimmt welche Aufgaben
im Rahmen der Einarbeitung?
Wer ist die Ansprechperson bzw.
die Startbegleiterin/der
Startbegleiter für die neue
Kollegin bzw. den neuen Kollegen?
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Relevante Personenkreise der
Wissenschaftsstadt Darmstadt über
die Ankunft der neuen Kollegin bzw.
des neuen Kollegen informieren
(sofern es dienstlich von Interesse ist, z.B.
bei Projektgruppen, Ausschüssen,
laufenden Zusammenarbeiten mit anderen,
Kolleginnen und Kollegen im selben Amt
etc.)
ggf. externe Personenkreise über die
neue Kollegin bzw. den neuen
Kollegen informieren
(sofern es dienstlich von Interesse ist, z.B.
bei Kunden, Unternehmen, Vereinen etc.)
Am ersten Arbeitstag bzw. in der ersten Arbeitswoche
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Informationen über die Tätigkeiten & das berufliche Umfeld
Aufbau und Aufgaben des Teams
erklären
Rollen & Befugnisse im Team
Aufgabenbereiche des Teams
(gesetzlicher) Auftrag (warum macht
das Team das, was es macht?)
Die Teammentalität erläutern, z.B.
Die Teamstruktur erläutern
Gibt es etwas, das die neue
Kollegin bzw. der neue Kollege auf
jeden Fall wissen sollte?
Wie ist die Haltung des Teams zu
bestimmten Themen?
Wie ist das Selbstverständnis des
Teams bzgl. der zu erledigenden
Aufgaben?
Gibt es besondere
Gepflogenheiten im Team?
Arbeitsaufgaben und das
Arbeitsumfeld erklären (z.B. anhand der
Stellenbeschreibung)
Interne Arbeitsabläufe
(Teambesprechungen,
Kommunikation, JourFixe)
Aufgaben vom Amt / der
Verwaltungsstelle / dem
Eigenbetrieb
Grundlegende Informationen zum
Arbeitsumfeld
Entscheidungsbefugnisse der neuen
Kollegin bzw. des neuen Kollegen
erläutern
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Aufbau der Wissenschaftsstadt
Darmstadt erklären, z.B.
Organigramm der Stadt (andere
Ämter und Zuständigkeiten)
Verschiedene Gremien
Personalrat, Gesamtpersonalrat,
Schwerbehindertenvertretung,
Jugend- und
Auszubildendenvertretung,
Frauenbüro
Betriebliches
Gesundheitsmanagement,
Sozialberatung, Fachkraft für
Arbeitssicherheit,
Betriebsärztliche Betreuung
Austausch mit der neuen Kollegin bzw. dem neuen Kollegen
Fragen der neuen Kollegin/des neuen
Kollegen klären
Wünsche (im Rahmen der
Einarbeitung) der neuen Kollegin/des
neuen Kollegen klären
Gegenseitige Erwartungen klären
Die neue Kollegin bzw. den neuen
Kollegen mit dem Team bekannt
machen
(z.B. bei einem Rundgang, durch ein
gemeinsames Frühstück, persönliche
Vorstellung etc.)
Organisatorisches
Der neuen Kollegin/dem neuen
Kollegen den Einarbeitungsplan
erläutern
Was ist in den kommenden
Wochen geplant?
Wie verläuft die Einarbeitung?
Welche Termine stehen an?
Wann ist ein Zwischen- und
Abschlussgespräch geplant?
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Der neuen Kollegin/dem neuen
Kollegen wichtige Ansprechpersonen
benennen
Wer ist für die neue Kollegin/den
neuen Kollegen allgemein
zuständig?
Wer ist die die
Startbegleiterin/der
Startbegleiter?
In welchen Fällen soll sich die
neue Kollegin/der neue Kollege an
welche Person wenden?
Rundgang durch die Räumlichkeiten
„Wo sitzt wer?“
Wo sind die Toiletten?
Wo sind die Stechuhren?
Wo sind ggf. Aufenthaltsräume?
Wo ist die Kantine / die Teeküche?
Wo sind die Notausgänge?
Wo kann die neue Kollegin / der
neue Kollege seine Sachen
abstellen? (z.B. Jacke, Essen,
Küchenutensilien etc.)
Schlüssel zum Büro/dem Gebäude
übergeben
Der Abschluss
Feedbackgespräch am Ende des
ersten Arbeitstages führen
(im Idealfall durch die Führungskraft)
Wie hat die neue Kollegin/der
neue Kollege den ersten Tag
erlebt?
Wie hat die Führungskraft den
ersten Tag der neuen Kollegin/des
neuen Kollegen erlebt?
Nach dem ersten Arbeitstag bzw. der ersten Arbeitswoche
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Allgemeines
Organisatorische Regelungen
erklären, z.B.
Dienstgänge
Pausenregelung
Urlaubsantrag
Meldungen bei Krankheit
Auf aushangpflichtige Gesetze
hinweisen
Unterweisung durchführen über
Fluchtwege
Brandschutz
Erste Hilfe
Persönliche Schutzausrüstung
Tätigkeitsbezogene Gefahren
Einrichtung des
Bildschirmarbeitsplatzes durch die
Bildschirmarbeitsplatzkoordinatoren
Über wichtige Regelwerke informieren
(siehe Intranet: Personalinformation »
Personalentwicklung » Einarbeitung »
Wichtige Regelwerke im Rahmen der
Einarbeitung)
Einführung in den Aufbau und den
Inhalt zum Intranet geben
Wo findet sie/er was?
Suchfunktion erklären
Zugriff von Zuhause aus möglich
Kompetenzausbau der neuen Kollegin bzw. des neuen Kollegen
Schulungsbedarf der neuen Kollegin
bzw. des neuen Kollegen klären
Bei Bedarf Hospitationen ermöglichen
(z.B. in anderen Abteilungen des Amtes, um
Arbeitsabläufe veranschaulichen zu können)
Austausch mit der neuen Kollegin bzw. dem neuen Kollegen
Fragen der neuen Kollegin/des neuen
Kollegen klären
Was ist zu tun? Wann? Wer macht es?
(auch in Zusammenarbeit
möglich)
Erledigt?
Feedbackgespräche führen
(regelmäßig, um der neuen Kollegin bzw.
dem neuen Kollegen kontinuierlich
Rückmeldungen über ihre/seine Leistungen
zu geben)
Zwischengespräch führen
(ca. nach drei Monaten)
Abschlussgespräch führen
(ca. nach sechs Monaten)
2017/0156
4880 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
13.07.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Gesamtpersonalrat
Frauenbüro
Amt: Zentrale Steue-
rungsunterstützung OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0156
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 121020
Kostenstelle: 015-004-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1210-21 Sachkonto: 6179840
Betreff: Einarbeitungsleitfaden für die Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 1 2.05.2017
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat beschließt die Einführung des Einarbeitungsleitfadens für die Wissenscha ftsstadt
Darmstadt.
Anlagen: Leitfaden zur erfolgreichen Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen
Checkliste zur Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen bei der Wisse n-
schaftsstadt Darmstadt
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.05.2017
Gemäß dem vom Magistrat 2009 beschlossenen gesamtstädtischen Personalentwicklung s-
konzept ist die Einarbeitung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein zentrales Han d-
lungsfeld der Person alentwicklung. Entsprechendes gilt für diejenigen Beschäftigten, die auf
einen anderen Arbeitsplatz innerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt wechseln, diejen i-
gen, die nach einer längeren Beurlaubungsphase ihre Beschäftigung bei der Stadt wieder
aufnehmen sowie Nachwuchskräfte nach dem Ende ihrer Ausbildung bzw. Vorbereitungszeit.
Bei der Einarbeitung liegt der Fokus im Wesentlichen auf der sozialen Eingliederung sowie
auf der fachlichen Einarbeitung. Dabei kommt den unmittelbaren Vorgesetzten im Rahmen
des Einarbeitungsprozesses eine wichtige Schlüsselfunktion zu. Eine systematische Einarbe i-
tung erfordert Zeit und bindet zeitliche Ressourcen der unmittelbaren Vorgesetzten und Ei n-
arbeitenden.
Immer wiederkehrende Fragen, z. B. nach der (Teil -)Organisation , konkreten Aufgaben, A r-
beitsabläufen, Kompetenzen, Beteiligungen an Entscheidungen, individueller Personalen t-
wicklung, räumlicher Orientierung sollen frühzeitig besprochen werden. Dies wird in der Pr a-
xis teilweise sehr unterschiedlich gehandhabt. Aufgrund der Anforderungen des Tagesg e-
schäftes und der nicht immer ausreichend vorhandenen zeitlichen Ressource n treten diese
Fragenstellungen vielfach zurück und werden oft nur intuitiv oder unvollständig angespr o-
chen.
In der Startphase werden die Beschäftigten mit völlig neuen Gegebenheiten, wie z. B. neue
Aufgaben, neue Vorgesetzte, neue Kolleginnen und Kollegen, neue Verhaltensweisen und
neue Spielregeln konfrontiert. Gerade in dieser Phase ist Information, Orientierung und U n-
terstützung für die Beschäftigten und die Effektivität der Aufgabenerfüllung wichtig. Durch
eine systematische Einführung und Einarbeitung werden frühzeitige Fluktuation oder gar i n-
nere Kündigung vermieden, Fehlzeiten verringert, Leistungsbereitschaft und -fähigkeit erhöht,
zum Abbau von U nsicherheiten beigetragen, die Integration in der (Teil -)Organisation gefö r-
dert sowie die Arbeitszufriedenheit erhalten bzw. erhöht.
Ziel einer systematischen Einarbeitung ist somit die Entwicklung leistungsfähiger, engagie r-
ter, integrierter und sich mit der (Teil-)Organisation identifizierender Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
Eine bestmögliche Ausgestaltung der Einarbeitungsphase birgt daher nicht nur die Chance,
wesentliche Grundsteine für eine langfristige Beschäftigtenbindung zu legen, sondern auch,
Prozessabläufe innerhalb der Einarbeitungsphase bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu
optimieren.
Unter der Federführung der Zentralen Steuerungsunterstützung hat eine Projektgruppe den
Leitfaden zur erfolgreichen Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen bei der Wisse n-
schaftsstadt Darmstadt entwickelt. Die Projektgruppe setzte sich zusammen aus Vertreteri n-
nen und Vertretern
des Amtes für Interne Dienste – Personalabteilung,
des Amtes für Interne Dienste – Organisationsabteil ung,
der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten,
des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen,
des Gesamtpersonalrats,
- 4 -
sowie aus zwei Beschäftigten und einer Führungskraft.
Mit dem Einarbeitungsleitfaden sollen Führungskräfte und Eina rbeitende dabei unterstützt
werden, die Einarbeitungsphase bestmöglich zu gestalten.
Darmstadt, den 12.05.2017
Dezernat I
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
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9703 Zeichen
Leitfaden zur erfolgreichen Einarbeitung neuer
Kolleginnen und Kollegen
Stand 03.04.2017
Status Entwurf
Verfasser Zentrale Steuerungsunterstützung
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung ..................................................................................................................... 2
2 Die Einarbeitung .................................................................................................................. 2
2.1 Der Einstieg .............................................................................................................................................. 2
2.2 Ziele der Einarbeitung .......................................................................................................................... 3
2.3 Die Einarbeitungsphasen ..................................................................................................................... 3
2.4 Verantwortlichkeiten im Einarbeitungsprozess ............................................................................. 4
3 Abschluss ............................................................................................................................ 4
2
1 Vorbemerkung
Einen wichtigen Teil der Personalentwicklung stellt die Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter dar, da die Einarbeitung den A usgangspunkt für alle weiteren Personalentwic k-
lungsmaßnahmen markiert. Hier steht zum einen die Frage, ob der Einarbeitung der neuen Mi t-
arbeiterinnen und Mitarbeiter genügend Beachtung geschenkt wird, im Mittelpunkt. Zum and e-
ren liegt der Fokus auf den gep lanten Maßnahmen, die der Integration der neuen Mitarbeiterin
bzw. des neuen Mitarbeiters dienen sollen.
Unter neuen Kolleginnen und Kollegen werden in diesem Leitfaden nicht nur neu eingestellte
Beschäftigte verst anden, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aufgrund einer
Umsetzung neu in der Organisationseinheit sind oder auch solche, die nach längerer Abwese n-
heit (etwa durch Elternzeit, Sonderurlaub etc.) wieder zurückkehren. Ebenso sind Nachwuch s-
kräfte, die ihre Ausbildung absolviert h aben und erstmalig eine Stelle innehaben , von dem Ei n-
arbeitungsprozess betroffen.
Dieser Leitfaden gibt Anregungen und Hinweise zur Gestaltung der ersten Wochen und Monate
an dem neuen Arbeitsplatz, um den neuen Kolleginnen und Kollegen einen möglichst a ngeneh-
men Einstieg zu ermöglichen. Dadurch soll eine rasche Integration sowohl in das Team als soz i-
alem Gefüge, aber auch in die Arbeitsabläufe erreicht wer den.
Der Leitfaden richtet sich an Führungskräfte, Einarbeitende und sonstige Personen, die im
Rahmen der Einarbeitung betei ligt sind. Die im Anhang befindlichen Checklisten sollen dabei
helfen, bei der Planung des Einarbeitungsprozesses an wichtige Abläufe zu denken. Die Chec k-
listen stellen somit eine Gedankenstütze für alle am Einarbeitungsprozess beteiligten Personen
dar und sollen die Planung und Durchführung des Prozesses vereinfachen.
Hinweis: Dieser Leitfaden stellt eine Hilfe bei allgemeinen Abläufen der Einarbeitung dar. Unab-
hängig davon sollte jedoch stets ein zusätzlicher Plan für die Einarbeitung in die konkreten Aufga-
benbereiche bzw. die eigentliche Stelle erstellt werden. Der vorliegende Einarbeitungsleitfaden
mitsamt den beigefügten Checklisten behandelt somit nicht fachspezifische Inhalte der Einarbei-
tung.
2 Die Einarbeitung
2.1 Der Einstieg
Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen oft unter einer besonderen Belastung. Sie sind
aufgeregt, kennen weder die neuen Kolleginnen und Kollegen noch sind sie mit der Art und We i-
se, wie die Arbeitsabläufe gehandhabt werden, vertraut. Auch stehen sie vor neuen Aufgaben.
Zudem sind ihnen die örtlichen Gegebenheiten mitunter fremd. Dies kann zu einem hohen Maß
an Verunsicherung und zu einem erhöhten Bedürfnis an Orientierung führen.
Ein freundlicher, offener und hilfreicher Empfang durch die neuen Vorgesetzten und Kolleginnen
und Kollegen erleichtern den Einstieg. Es ist somit wichtig, dass den neuen Beschäftigten in den
Phasen der Einarbeitung Unterstützung entgegengebracht wird.
Den Vorgesetzten kommt an dieser Stelle eine Schlüsselrolle zu: Sie tragen die Verantwortung
dafür, den Einstieg in das neue Aufgabengebiet zu erleichtern. Ihnen obliegt die Planung des
3
Einarbeitungsprozesses. Mit der Art und Weise, wie der Einarbeitungsprozess der neuen Koll e-
ginnen und Kollegen gestaltet wird, legen die V orgesetzten sowie Kolleginnen und Kollegen den
Grundstein zu einem positiven Einstieg in das neue Arbeitsumfeld.
Gleichwohl ist die Einarbeitung ein Prozess, der das gesamte Team umfasst. Somit kann jeder
dazu beitragen, den Start der neuen Kollegin bzw. des neuen Kollegen bestmöglich zu gestalten.
2.2 Ziele der Einarbeitung
In der Startphase werden die Beschäftigten mit völlig neuen Gegebenheiten, wie z. B. neue Au f-
gaben, neue Vorgesetzte, neue Kolleginnen und Kollegen, neue Verhaltensweisen und neue Ab-
läufe konfrontiert. Gerade in dieser Phase ist Information, Orientierung und Unterstützung für
die Beschäftigten und die Effektivität der Aufgabenerfüllung wichtig. Durch eine systematische
Einführung und Einarbeitung werden
frühzeitige Fluktuation oder gar inn ere Kündigung vermie den
Fehlzeiten verringert
Leistungsbereitschaft erhöht
zum Abbau von Unsicherhei ten beigetragen
die Integration in das Team und die Wissenschaftsstadt Darmstadt gefördert
die Arbeitszufriedenheit gesichert bzw. erhöht .
Ziel einer systematischen Einarbeitung ist somit die Entwicklung leistungsfähiger, engagierter ,
integrierter und sich mit dem Team und der Wissenschaftsstadt Darmstadt identifizierender
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es gilt, den neuen Kolleginnen und Kollegen einen offenen und
freundlichen Empfang zu bereiten, damit diese ein Gefühl von Sicherheit, Wertschätzung und
gegenseitigem Vertrauen erhalten.
Eine bestmögliche Ausgestaltung der Einarbeitungsphase birgt jedoch nicht nur die Chance,
wesentliche Grundsteine für eine langfristige Beschäftigtenbindung zu legen, sondern auch,
Prozessabläufe innerhalb der Einarbeitungsphase bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu o p-
timieren. Durch eine im Vorfeld durchdachte Struktur kann die Planung vereinfacht, Herausfo r-
derungen frühzeitig erkannt und Abläufe zeitlich angepasst werden.
2.3 Die Einarbeitungsphasen
Der Einarbeitungsprozess gemäß diesem Einarbeitungsleitfaden ist in drei Phasen untergliedert.
Phase I Phase II Phase III
Vor dem ersten Tag Erster Tag – Orientierung Einarbeitung und Probezeit
Die erste Phase beginnt bereits, bevor die neue Kollegin bzw. der neue Kollege die Arbeit au f-
nimmt. Der erste Tag der/des neuen Beschäftigten stellt die zweite Phase dar. Phase drei
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schließlich umfasst die Zeit der aktiven Einarbeitung bis hin zur Ende der Probezeit und ggf.
darüber hinaus.
Die beigefügten Checklisten sollen dabei helfen , eine Übersicht der Aufgaben zu erhalten, die in
den drei Phasen der Einarbeitung relevant sind. Gleichwohl ist jede Einarbeitung anders. Die
Checklisten dienen daher als Orientierung und als Vorlage, die auf die individuelle Situation
angepasst werden kann.
2.4 Verantwortlichkeiten im Einarbeitungsprozess
In der Einarbeitung gilt es, verschiedene Dinge zu beachten, die den Einarbeitungsprozess pos i-
tiv beeinflussen können. Die Kernverantwortung trägt dabei die Führungskraft. Zu einer erfol g-
reichen Einarbeitung trägt jedoch das gesamte Team bei, da die neue Kollegin bzw. der neue
Kollege nicht nur auf einer Stelle eingearbeitet wird, sondern Teil eines Teams werden soll.
Es ist an der Führungskraft zu entscheiden, wer welche Aufgaben in der Einarbeitung wahrne h-
men soll. Gemeint ist hiermit nicht eine grundsätzliche Delegation aller Aufgaben, sondern die
allgemeine Entscheidung darüber, wer welche Aufgaben übernimmt.
Darüber hinaus kann es im Einzel fall hilfreich erscheinen, eine Startbegleiterin bzw. einen
Startbegleiter zu benennen. Die Startbegleiter sind für die soziale Integration der neuen Koll e-
gen in die Teams zuständig und nicht automatisch für die fachliche Einarbeitung . Die Startbe-
gleiter sollen insbesondere in der Anfangsphase dazu beitragen, dass die neuen Kollegen einen
guten Start auf ihrer Stelle erleben. Dazu zählt beispielsweise eine gute Orientierung im Team
und der Umgebung zu geben, als Ansprechperson für Fragen der neuen Kollegen zu fungieren
und die Teamkultur zu vermitteln .
3 Abschluss
Die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen nimmt viel Zeit in Anspruch und führt im
Team, bei den Einarbeitenden und allen weiteren Beteiligten zunächst zu einer zusätzlichen
Belastung. Doch eine gute Einarbeitung bringt auch die Chance mit sich, Kolleginnen und Koll e-
gen langfristig in das Team zu integrieren, gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck zu bri n-
gen und eine Basis zu schaffen, auf der alles andere aufbauen kann.
Die beigefügten Che cklisten sollen die Verantwortlichen dabei unterstützen, die Einarbeitung
bestmöglich zu planen, zu strukturieren und mögliche Herausforderungen frühzeitig zu identif i-
zieren. Die Checklisten stellen jedoch lediglich eine Grundlage dar, auf der die Verantwo rtlichen
aufbauen können. Jede Einarbeitung ist anders. Jedes Team hat anderer Strukturen und eine
eigene Mentalität. Lassen Sie diese Aspekte gerne bei der Vorbereitung und auch während der
Einarbeitung einfließen.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0156
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.05.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00