Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof
Beschlussvorlage Ausschuss 4114/2023 vom 20.02.2024
Stand: Am 14.03.2024 in der Bezirksvertretung 7 (Porz) geändert beschlossen.
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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Eine Öffentlichkeitsbeteiligung hat bereits stattgefunden. Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Im Rahmen der Offenlage des Teilbebauungsplanes Infrastruktur zum Deutzer Hafen wurde das Mobilitätskonzept der Öffentlichkeit vorgestellt. Es bestand die Möglichkeit für alle interessierten Bürger*innen, hierzu Stellung zu nehmen. Zur Verbindung zwischen Deutzer Hafen und Deutzer Bahnhof wurden entsprechende Eingaben gemacht. Die hier vorgelegte Machbarkeitsstudie ist somit auch Teil des Ergebnisses der durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligung. Kontakt OB/2 Referat für Strategische Steuerung Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 25044 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung -
Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle III/68/681/2 Vorlagen-Nummer 4114/2023 Freigabedatum 20.02.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof Beschlussorgan Verkehrsausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Verkehrsausschuss nimmt die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen zum Deutzer Bahnhof“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwal- tung, in Zusammenarbeit mit der KVB - zur kurz- bis mittelfristigen zusätzlichen Erschließung des neuen Quartiers Deutzer Hafen und zu dessen direkter Verknüpfung mit dem Deutzer Bahnhof die Anpassung der Buslinie 150 zu einem geeigneten Zeitpunkt vorzunehmen. Die Anpassung erfolgt mittels einer separaten Vorlage mit rechtzeitigem Vorlauf zum entsprechenden Fahr- planwechsel. Mit Beginn der Aufsiedlung soll die Linie tagsüber im 20-Minuten-Takt, bis zur vollständigen Aufsiedlung des Deutzer Hafens tagsüber im 10-Minuten-Takt er- folgen; - die Einrichtung der Stadtbahnlinie 8 (Porz – Universität bzw. Sülz) als Verdichtung der Linie 7 zeitnah zu der erfolgten Bedienung der Linie 1 mit Langzügen vorzunehmen; - auf die Option zur Erweiterung des Stadtbahnnetzes zur Verknüpfung von Deutzer Ha- fen und Deutzer Bahnhof angesichts der Ergebnisse der Studie dauerhaft zu verzich- ten. Verkehrsausschuss 05.03.2024 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 07.03.2024 Bezirksvertretung 7 (Porz) 14.03.2024 Verkehrsausschuss 23.04.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: 1. Einordnung und Beschlusslage Im Rahmen der politischen Diskussion zur Erschließung des neuen städtebaulichen Entwick- lungsgebiets Deutzer Hafen wurde auch eine verbesserte Stadtbahnanbindung des Quartiers diskutiert. Neben einer Taktverdichtung der bestehenden Stadtbahnlinie 7, die den Deutzer Hafen unmittelbar mit der linksrheinischen Innenstadt verbindet, wurde auch eine Untersu- chung zu einer Direktverbindung in Richtung Deutzer Bahnhof gefordert. Diese Verbindung ist im Bestand nicht vorhanden und müsste durch eine neue Verbindung in Höhe des rechtrheini- schen Brückenwiderlagers der Deutzer Brücke hergestellt werden. Zu diesem Zweck wurde von der modernen stadt als Projektentwicklerin eine Machbarkeits- studie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ in Auftrag gegeben. Diese Studie betrachtet sowohl die technische Machbarkeit einer solchen Verbin- dung als auch eine betriebliche Untersuchung zur Einbindung in das Netz und bezogen auf die verkehrliche Nachfrage. Des Weiteren werden die verkehrlichen Auswirkungen der Maß- nahme beleuchtet, Möglichkeiten zur Durchbindung einer solchen Linie aufgezeigt und eine Bewertung vorgenommen. Das Gutachten ist der Beschlussvorlage als Anlage 1 beigefügt. Im Rahmen von mehreren digitalen Fachgesprächen im Jahr 2022 wurden die Untersuchung sowie ihre vorläufigen Ergebnisse den Mitgliedern von Verkehrsausschuss und Stadtentwick- lungsausschuss sowie den Bezirksvertreter*innen aus den Bezirken Innenstadt und Porz vor- gestellt. Dabei wurden weitere Fragestellungen aufgeworfen, die über die Aussagen des vor- läufigen Gutachtens hinausgingen und im Nachgang gutachterlich bzw. seitens der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) geklärt wurden. Eine Fragestellung betraf eine mögliche direkte oberirdische Verbindung, wie sie bis vor 1980 bestanden hatte. Hierzu wurde ein eigener Ab- schnitt eingefügt. Im Ergebnis lässt sich diese Lösung aufgrund der Rahmenbedingungen – insbesondere der Trassierung – für einen leistungsfähigen Stadtbahnbetrieb nicht mehr um- setzen. Die andere Fragestellung betraf eine betriebliche Einschätzung außerhalb des Gut- achtens. Hierzu findet sich am Ende von Abschnitt 3 dieser Vorlage eine Aussage. Der Rat der Stadt Köln hat mit Beschluss vom 09.02.2023 zur Vorlage „Beschluss über Stel- lungnahmen sowie Satzungsbeschluss betreffend Bebauungsplan-Entwurf Nr. 68439/03; Ar- beitstitel: Deutzer Hafen – Teilplan Infrastruktur und Planungsbeschluss über die für die innere und äußere Erschließung notwendigen verkehrlichen Maßnahmen“ (Vorlagen-Nr. 3195/2022) den Wunsch nach einer Stadtbahnverbindung zum Deutzer Hafen wie folgt bekräftigt: (Beschlusspunkt 7) „Perspektivisch wird das Neubaugebiet durch die Stadtbahn im 5-Minuten- Takt erschlossen. Wie dabei ein direkter Stadtbahnanschluss zum Deutzer Bahnhof erfolgen soll, wird im Rahmen einer separaten Beschlussvorlage und nach Vorliegen der Ergebnisse der beauftragten Machbarkeitsstudie entschieden.“ 2. Untersuchungsrahmen Die betriebliche Untersuchung der Machbarkeitsstudie baut auf dem ÖPNV-Netz und dem 3 Fahrplanstand 2018 (Analysefall) sowie den geplanten infrastrukturellen Veränderungen im ÖPNV und der Entwicklung des Deutzer Hafens auf. Für die Definition des Prognose-Bezugs- falls für den ÖPNV (Zeithorizont 2030) sind die zu erwartenden Veränderungen im ÖPNV- Netz und im Fahrplankonzept berücksichtigt. Im Bezugsfall ist für die ÖPNV-Erschließung des Entwicklungsgebiets Deutzer Hafen vor allem die Einrichtung einer neuen Linie 8 zu nennen, die eine Verdichtung der Linie 7 auf einen angenäherten 5-Minuten-Takt herstellt. Als wesentliche weitere Veränderungen im Stadtbahnnetz wurden gegenüber dem Fahrplan- stand 2018 als realisiert unterstellt: - Nord-Süd-Stadtbahn (1. bis 3. Baustufe) - Langzüge auf der Linie 1 (Ost-West-Achse) - Verlängerung der Linie 7 bis Zündorf, Ranzeler Str. - Neue Stadtbahnlinie über Mülheim-Süd bis Stammheim/Flittard - Linie 8 Porz – Sülz (als Verdichtung der Linie 7 rechtsrheinisch) - Sonstige Maßnahmen der „ÖPNV-Netzentwicklung“ mit Zielhorizont 2030 Weiterhin wurden im Prognose-Bezugsfall die absehbaren Veränderungen im Schienenperso- nennahverkehr (SPNV) für den Prognosehorizont 2030 berücksichtigt. Im Prognose-Bezugs- fall wird zusätzlich zum Stadtbahnnetz eine Anbindung des Deutzer Hafens an das Stadtbahn- und SPNV-Netz (Bahnhof Deutz) durch die Buslinie 150 im 20-Minuten-Takt angenommen. Die Machbarkeitsstudie gliedert sich in folgende Abschnitte: I. Untersuchungsraum II. Technische Machbarkeit III. Betriebliche Untersuchung IV. Verkehrliche Auswirkungen V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim VI. Bewertung der Varianten und Empfehlung Im Rahmen des Abschnitts II wurde die technische Machbarkeit einer Stadtbahnverbindung in zwei Planfällen untersucht, die sich in mehrere Untervarianten aufteilen. Im Planfall 1 wurden drei Varianten einer unterirdischen Verbindung zwischen der Haltestelle Deutzer Freiheit der Linie 7 und der Einfädelung in die Trasse der Linie 1 und 9 untersucht. Im Planfall 2 verbleibt die Stadtbahn in allen drei Varianten oberirdisch und wird zum Ottoplatz geführt. Alle Varian- ten wurden hinsichtlich ihrer betrieblichen Auswirkungen auf den ÖPNV und der Auswirkun- gen auf den Straßenraum inklusive einer groben Abschätzung auf die veränderte Leistungsfä- higkeit bewertet. Varianten in Planfall 1 (unterirdische Verbindung/Einfädelung in die bestehende Trasse der Linien 1 und 9): 1.0: parallele Führung der Gleise, Führung der Gleise unter die Rampe der Deutzer Brücke, Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Str.), 1.1: Führung des Gleises in Fahrtrichtung Deutzer Hafen unter die Rampe der Deutzer Brücke, Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Str.), 1.2: Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Str.), parallele Gleisführung mit der Mindener Straße 4 Varianten in Planfall 2 (oberirdische Verbindung parallel zur bestehenden Trasse der Linie 1 und 9 unter Entfall zweier Fahrspuren auf der Mindener Straße): 2.0: Mittelbahnsteig in der Opladener Straße, 2.1: Seitenbahnsteige im Auenweg, 2.2: Mittelbahnsteig im Auenweg In Abschnitt III erfolgen eine Erstellung eines Fahrplankonzepts für die neue Verbindung einer Linie 8 (in beiden Planfällen) und deren Einbindung in das Betriebskonzept im Prognose-Be- zugsfall. Anschließend werden in Abschnitt IV die Fahrplankonzepte der Planfälle vor dem Hintergrund des fortgeschriebenen Nachfragemodells bewertet. Dabei sind die zukünftigen erwartbaren Siedlungsentwicklungen bis 2030 berücksichtigt. Für die Quellverkehre aus dem Gebiet des Deutzer Hafens wurden die Ansätze aus der Verkehrsuntersuchung hinsichtlich Anzahl und Modal Split-Verteilung je Reisezweck zugrunde gelegt. Dabei wurden auch mögliche Nachfra- geveränderungen anhand veränderter Reisezeiten und Umstiegshäufigkeiten ermittelt und einbezogen. Da eine reine Betrachtung der Verbindung bis zum Deutzer Bahnhof zu kurz greift, wurden im Abschnitt IV auch Weiterführungsoptionen der Planfälle untersucht. Abgesehen von der Vari- ante 2.2, bei der eine Weiterführung technisch ausscheidet, gibt es bei allen anderen Varian- ten Weiterführungsoptionen in Richtung Kalk oder Mülheim, die hier betrachtet wurden. 3. Ergebnisse und Empfehlung a) technische Machbarkeit Nach gutachterlicher Bewertung und Einschätzung der Verwaltung ist die Realisierbarkeit der beiden unterirdischen Varianten 1.0 und 1.1 aus Gründen der Gleisgeometrie, der Leistungs- fähigkeit und der massiven Eingriffe in den Überschwemmungsbereich des Rheins sowie in das Bauwerk der Rheinbrückenrampe, welche in den Jahren 2011-2016 grundhaft saniert wurde, erheblich infrage gestellt. Die Verwaltung geht davon aus, dass eine in der Untersu- chung grob unterstellte Unterquerung der Brückenrampe nicht möglich ist und sie stattdessen voraussichtlich vollständig ersetzt werden müsste. Aufgrund der erheblichen Eingriffe wären diese beiden Varianten nach gutachterlicher Grobkostenbetrachtung ohnehin mit Abstand die kostenintensivsten. Die drei Varianten des Planfalls 2 führten hingegen zur Inanspruchnahme von jeweils zwei Fahrspuren des motorisierten Individualverkehrs auf der Mindener Straße. Außerdem wäre ein Eingriff in vorhandene Gehwegbereiche und Grünanlagen erforderlich. Insgesamt führt die Bewertung des Gutachters zu den Auswirkungen auf die Verkehrsanlagen zu der Aussage, dass die Verkehrsbelastung in der hier relevanten Abendspitze (unter Berücksichtigung einer „Normalmesse“) nicht leistungsfähig abgewickelt werden kann. Auch ist die Gestaltung ent- lang der Mindener Straße äußerst schwierig, da für Schiene und Straße eine wesentlich grö- ßere Gesamtquerschnittsbreite erforderlich wird. Die verbleibende Variante 1.2 erscheint nach Grobbewertung des Gutachters als die kosten- günstigste der drei unterirdischen Varianten. Allerdings erfordert sie angesichts der notwendi- gen neuen Weichenverbindung einen sehr großen Umbauaufwand des Rampenbauwerks und eine Anpassung der im Status quo bestehenden Überhöhung der Gleise der Linien 1 und 9. Auch erscheint die Leistungsfähigkeit der Variante angesichts der aktuell schon an der Leis- tungsgrenze verkehrenden Linien 1 und 9 und der dann zusätzlichen Einfädelung massiv in Frage gestellt. 5 b) Verkehrliche Auswirkungen Die Nachfrageanalyse auf Basis des Prognose-Planfalls kommt zu dem Ergebnis, dass von den rund 18.000 täglichen ÖV-Fahrten, die durch den Deutzer Hafen generiert werden, rund 11.000 in Richtung Innenstadt und rund 7.000 in Richtung Deutzer Bahnhof gerichtet sind. Eine direkte ÖV-Anbindung des Deutzer Bahnhofs vom Deutzer Hafen aus erscheint damit grundsätzlich sinnvoll. Insgesamt erhöht sich die Nachfrage in Richtung Deutzer Bahnhof anteilig (bezogen auf den Bezugsfall) zwar mehr als in Richtung Innenstadt, dennoch bleibt die Relation aus Richtung Poll/Deutzer Hafen kommend in Richtung Innenstadt mit großem Abstand bedeutender als die Relation in Richtung Deutzer Bahnhof. Eine Verdichtung des bestehenden 10-Minuten-Takts auf der Strecke der Linie 7 (also in Richtung Innenstadt) ist damit zwingend erforderlich und wird gutachterlich empfohlen. Würde man hingegen statt einer Verdichtung der Strecke der Linie 7 die geplante (Verstärker-)Linie 8 ab Deutzer Freiheit in Richtung Deutzer Bahnhof führen, ergäbe sich ein Kapazitätsproblem auf dem Streckenabschnitt in Richtung Innenstadt. Die ÖV-Nachfrage könnte dann nicht mehr adäquat bedient werden (s.o.). Infolgedessen empfiehlt der Gutachter aufgrund der Nachfragewirkungen eine Direktverbindung vom Deutzer Hafen zum Deutzer Bahnhof mit der Buslinie 150 (deren Kapazitäten im 10-Minuten-Takt für die zu erwartende Nachfrage ausreichend sind) und die Taktverdichtung auf der Strecke der Linie 7 in Richtung Innenstadt durch eine neue Linie 8. c) Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Die Varianten des Planfalls 1 (unterirdische Führung) lassen eine Weiterführung in Richtung Kalk auf der Strecke der Linie 1 und 9 zu. Hier könnte zum Beispiel eine sinnvolle Verknüp- fung mit der vorgesehenen Stadtbahnanbindung Neubrücks erfolgen. Bei einer oberirdischen Führung (Planfall 2) könnte eine Weiterführung nur in die bestehende Strecke auf der Deutz-Mülheimer Straße (Variante 2.0) bzw. über den Auenweg (Variante 2.1) erfolgen. In Variante 2.2 ist eine Weiterführung ausgeschlossen. Die Weiterführungsvarianten werden allerdings kritisch bewertet, da in der Variante 2.0 zum einen erhebliche Auswirkun- gen auf den ohnehin hochbelasteten Knoten Deutz-Mülheimer Straße/Opladener Straße zu erwarten wären und zum anderen die Führung der niederflurigen Linie in das Hochflurnetz (Li- nien 3 und 4) erfolgen müsste. Insgesamt wird eine Weiterführung im Planfall 1 (in Richtung Kalk) deutlich besser bewertet als im Planfall 2. d) Gesamtbewertung und Empfehlung Die Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass eine Durchbindung einer Stadtbahn vom Deutzer Hafen in Richtung Deutzer Bahnhof technisch nur bedingt möglich und zudem mit einem un- verhältnismäßig hohen Aufwand und zum Teil erheblichen Auswirkungen auf den motorisier- ten Individualverkehr sowie die Stadtraumgestaltung verbunden wäre. Die Verwaltung hat deshalb erhebliche Zweifel, was den Umfang der ingenieurtechnischen Umsetzung, insbeson- dere im Bereich der Deutzer Brücke, und die Kosten bzw. das Nutzen-Kosten-Verhältnis der Maßnahme angeht. Zudem wäre eine Führung einer Stadtbahn von Porz/Poll und dem Deutzer Hafen kommend jeweils im 10-Minuten-Takt in Richtung Innenstadt und in Richtung Deutzer Bahnhof nicht nachfragegerecht, da die Nachfrage auf der Relation in Richtung Innenstadt deutlich höher ist als in Richtung Deutzer Bahnhof. Nach Aufsiedlung des Deutzer Hafens und der angedachten Siedlungserweiterung im Bereich Porz-Zündorf wird ein 10-Minuten-Takt in Richtung Innen- stadt nicht mehr ausreichend sein, während in Richtung Deutzer Bahnhof ein Busbetrieb im 10-Minuten-Takt, wie mit der Linie 150 vorgesehen, ein adäquates Angebot darstellt. Im Ge- samtfazit auf Seite 94ff. kommt das Gutachten daher zu der Empfehlung, die Anbindung des 6 Deutzer Hafens an den Deutzer Bahnhof kurz- und mittelfristig mit der Buslinie 150 herzustel- len und eine Verdichtung der Stadtbahnbedienung durch eine neue Linie 8 zwischen Porz und Sülz durchzuführen. Dieser Empfehlung schließen sich Verwaltung und KVB an. Die zweite im Rahmen der Fachgespräche aufgekommene Frage, die im Nachgang zu klären war (s.o.), betraf – angesichts der aufgezeigten nachfragebedingten Notwendigkeit einer Stre- ckenbedienung von Porz in Richtung Innenstadt im 5-Minuten-Takt – die Möglichkeit einer dann zusätzlichen Führung einer Linie von Porz aus kommend in Richtung Deutzer Bahnhof, sofern die Stadtbahnverbindung hergestellt werden könnte. In der Summe würden dann drei Linien zwischen Porz und der Deutzer Brücke jeweils im 10-Minuten-Takt verkehren. Dies wird von Verwaltung und KVB im Abgleich mit Bedienungshäufigkeiten auf vergleichbaren Streckenästen und im Kontext der prognostizierten Verkehrsnachfrage als Überbedienung eingestuft, die angesichts der Verpflichtung zu sparsamem Ressourceneinsatz nicht empfoh- len werden kann. Anlagen Anlage 1: Öffentlichkeitsbeteiligung Anlage 2: Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deut- zer Bahnhof Anlage 3 (= Anlage 1 bis 7 der Machbarkeitsstudie): Lagepläne der Varianten -
Anlage 2 Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof
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Machbarkeitsstudie „ Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022 Erstellt im Auftrag der moderne stadt | Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung GmbH von der Vössing Ingenieurgesellschaft mbH, Köln in Zusammenarbeit mit der Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co. KG, Aachen Dezember 2022| Seite 2Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bearbeitung der Machbarkeitsstudie Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Niederlassung Köln Siegburger Straße 229c 50679 Köln www.voessing.de Friedhelm Richter Christoph Lütz Vinh Son Dang In Zusammenarbeit mit Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co. KG Oppenhoffallee 171 52066 Aachen www.ivv-aachen.de Sören Stock Auftraggeber moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Bernd Dallmeyer Thomas Astor Arbeitskreis Stadt Köln Klaus Harzendorf Bernd Rögels Kölner Verkehrs-Betriebe AG Ulf Bohndorf Bewertung der Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der verbleibenden Verkehrsflächen des Individualverkehrs Rudolf Keller Verkehrsingenieure GmbH Dezember 2022| Seite 3Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ I. Untersuchungsrahmen 5 II. Betrachtung der technischen Machbarkeit 10 Bestand und technische Randbedingungen Variante 1 • Technische Machbarkeit Variante 1.0, 1.1, 1.2 • Mobilitätseingeschränkte Personen • Leistungsfähigkeit des IV • Hochwasserschutz Var iante 2 • Technische Machbarkeit Variante 2.0, 2.1, 2.2 • Leistungsfähigkeit des IV Kos ten Zusammenfassung Stufe 2 III. Betriebliche Untersuchung 42 Darstellung des heutigen Verkehrsangebotes Darstellung des zukünftigen Verkehrsangebotes • Prognose-Bez ugsfall • Prognose-Pl anfall 1/2 • Prognose-Pl anfall 3 Zusammenfassung Stufe 1 IV. Verkehrliche Auswirkungen 56 Berechnung Verkehrsaufkommen • Analysefall • Prognose-Bez ugsfall • Prognose Pl anfall 1/2 • Prognose Pl anfall 3 Fahrzeugkapazität Zusammenfassung Stufe 3 V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim 85 VI. Bewertung der Varianten und Empfehlung 93 Die Haltestellen im Bereich des Bahnhofs Deutz sind je Nutzer und Standort unterschiedlich bezeichnet: Bf Köln Messe/Deutz Deutsche Bahn AG Bf Deutz / Messe KVB für Stadtbahnlinien 1 und 9 Bf Deutz / LANXESS arena KVB für Stadtbahnlinien 3 und 4 Bf Deutz / Messeplatz KVB für Bushaltestelle Auenweg Dieses wurde im folgenden Textteil entsprechend berücksichtigt. Als allgemeine Sammelbezeichnung wurde „Bf Deutz“ gewählt. Übersicht über Planfälle und Varianten Analys efall Bezugsfall Planfall 3 2018 ÖV-Angebot Fahrplan 2018/19, siehe Seite 10 Fahrplan mit geplanten Veränderungen, siehe S. 17, u.a.: - Nord-Süd-Stadtbahn - Linie 7 bis Ranzeler Str. - Neue Linie durch Mülheim- Süd bis Flittard - Li nie 8 Porz – Sülz - Bedienung Deutzer Hafen durch Buslinie 150 im 20‘- Takt - Verdichtung Linie 150 auf 10‘-Takt in der HVZ bzw. 15‘- Takt in der SVZ zwischen Bf Deutz und Siegburger St raße - Stadtbahn wie im Bezugsfall siehe Seite 24 Variante 3 1.0 1.1 1.2 2.0 2.1 2.2 3.0 Varianten Infrastruktur Stadtbahn (Deutzer Hafen – Bf Deutz) Bestand Bestand Bestand Datenstand Struktur Variante 1.0: parallele Führung der Gleise, Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Str.), Führung der Gleise unter die Rampe der Deutzer Brücke Variante 1.1: keine parallele Gleisführung an Deutzer Freiheit Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Str.), Führung des Gleises der Fahrtrichtung Deutzer Hafen unter die Rampe der Deutzer Brücke Variante 1.2: parallele Gleisführung mit der Mindener Straße, Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Str.) Variante 2.0: Mittelbahnsteig in Opladener Str. Variante 2.1: Seitenbahnsteige Auenweg Variante 2.2: Mittelbahnsteig Auenweg Variante 1 Variante 2Bauliche Varianten, s . Seite 27ff Führung Linie 8 bis zu den Gleisen der Linie 1 / 9 im Bereich Deutzer Freiheit, danach unterirdisch bis Bf Deutz Führung Linie 8 oberirdisch über Mindener Str. zum Bf Deutz (Ottoplatz) Planfall 1 Planfall 2 2030, einschließlich Entwicklung Deutzer Hafen - Linie 8 Bf Deutz – Porz Mark - Neue Linie (19) Bf Deutz – Sülz - Bedienung Deutzer Hafen wie im Bezugsfall (siehe Seite 23) Dezember 2022| Seite 4Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Anlage 1 Lageplan Variante 1.0 Anlage 2 Lageplan Variante 1.1 Anlage 3 Lageplan Variante 1.2 Anlage 4 Lageplan Variante 2.0, 2.1 und 2.2 Blatt 1 Anlage 5 Lageplan Variante 2.0 Blatt 2 Anlage 6 Lageplan Variante 2.1 Blatt 2 Anlage 7 Lageplan Variante 2.2 Blatt 2 II. Stufe 1 Betriebliche Untersuchung Anlagen Dezember 2022| Seite 5Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ I. Untersuchungsrahmen Dezember 2022| Seite 6Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Die Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH -moderne stadt - entwickelt den Deutzer Hafen zu einem gemischten Stadtquartier für Wohnen und Arbeiten, dieses in Abstimmung mit der Stadt Köln. Das Gebiet des Deutzer Hafens wird bereits heute durch die auf der Siegburger Straße verkehrende Stadtbahnlinie 7 durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erschlossen. Die geplante Entwicklung hin zu einem gemischten Stadtquartier führt zu einem enorm wachsenden Mobilitätsaufkommen und damit einhergehend erhöhten Bedarf an das ÖPNV-Angebot. Stadt Köln und KVB planen diesem Bedarf zum einen mit einem dichteren Takt des Stadtbahnangebotes auf der Siegburger Straße (5-Minuten-Takt durch Ergänzung der Linie 8) sowie einer verlängerten durch das Hafengebiet verkehrenden Buslinie 150 im 20-Minuten-Takt mit direkter Verbindung zum Bahnhof Deutz zu begegnen. Die folgende Machbarkeitsstudie soll in diesem Zusammenhang klären, ob ergänzend zu dem bisherigen ÖPNV-Konzept eine Stadtbahnverbindung zwischen Siegburger Straße und Bf Deutz über eine Schienenverbindung technisch möglich und durch eine entsprechende Nachfrage sinnvoll ist. Im Bezugsfall ist der Einsatz einer neuen Stadtbahnlinie 8 von Porz Markt über die Innenstadt nach Sülz Hermeskeiler Platz geplant, die im rechtsrheinischen Bereich die Linie 7 und im linksrheinischen Bereich die Linie 9 entlasten bzw. den Takt verdichten soll. In der Machbarkeitsstudie sollen Varianten untersucht werden, in denen die Linie 8 von Porz statt über die Deutzer Brücke ins Linksrheinische zu führen weiter bis zum Bf Deutz geführt oder stattdessen die Taktung der Buslinie 150 verdichtet wird, um die ÖPNV- Verbindung zwischen Deutzer Hafen und Bf Deutz zu verbessern. Hierfür sollen die Rahmenbedingungen untersucht und eine Empfehlung gegeben werden. Die Vorgaben für die Untersuchung sind wie folgt (siehe auch folgende Seiten): I. Untersuchungsrahmen • Variante 1: Einbindung der Linie 8 in den bestehenden Tunnel im Bereich Hst. D eutzer Freiheit (Mindener Str.) der Linien 1 und 9 • Variante 2: Oberirdische Führung der Linie 8 über die Mindener Straße zum Bf Deut z (Ottoplatz) • Variante 3: Stadtbahnbedienung wie im Bezugsfall, Verdichtung Buslinie 150 auf 10‘-Tak t Die Varianten 1 und 2 unterscheiden sich durch die grundsätzlichen Ansätze der Trassenführung (oberirdische Führung oder Einbindung in bestehenden Tunnel der Linien 1 und 9). In der verkehrlichen Betrachtung des ÖPNV zwischen dem Hafen Deutz und dem BfDeutz sind die beiden Varianten dagegen im Wesentlichen identisch, so dass auf eine separate Modellierung der Varianten verzichtet werden konnte. Auch wenn der Bf Deutz in dieser Untersuchung die Endhaltestelle der Linie 8 darstellt, können bei langfristiger Betrachtung auch die Möglichkeiten einer Weiterführung betrachtet werden. Ergänzend wurde das Büro RK GmbH beauftragt, die Auswirkungen der Varianten auf die Leistungsfähigkeit der verbleibenden Verkehrsflächen des Individualverkehrs zu ermitteln. Die Ergebnisse sind in der Stufe 2 „Betrachtung der technischen Machbarkeit“ berücksichtigt. Dezember 2022| Seite 7Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ I. Untersuchungsrahmen Lage des Untersuchungsraums im Gesamtnetz Zwischen Porz und der Haltestelle Deutzer Freiheit auf der Siegburger Straße wird die vorhandene Infrastruktur genutzt. Der technische Teil der Machbarkeitsstudie ist somit auf den Bereich von der Haltestelle Deutzer Freiheit auf der Siegburger Straße bis zum Bahnhof Deutz beschränkt. 8 Linien 7 und 8 Richtung Deutz Hafen Dezember 2022| Seite 8Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ I. Untersuchungsrahmen Planfall 1 Planfall 2 Planfall 3 Kartengrundlage: https://geo.webservice- kvb.koeln/knb-bgl/ Bezugsfall 2030 Fahrplan 2018 mit geplanten Veränderungen und Entwicklung Deutzer Hafen: • Nord-Süd-Stadtbahn • Linie 7 bis Ranzeler Str. • Neue Linie Mülheim-Süd bis Flittard • Linie 8 Porz - Sülz • Bedienung Deutzer Hafen durch Buslinie 150 im 20‘- Takt • 90m-Züge auf der Linie 1 • Sonstige Maßnahmen der Roadmap Linie 8 Bf Deutz – Porz Markt Neue Linie (19) Bf Deutz – Sülz Bedienung Deutzer Hafen wie Bezugsfall Linie 8 Porz Markt - Sülz Linie 150 im 10‘-Takt Verkehrliche Planfälle Dezember 2022| Seite 9Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ I. Untersuchungsrahmen Technische Varianten Variante 1 2.0 Mittelbahnsteig Opladener Straße 2.1 Seitenbahnsteige Auenweg 2.2 Mittelbahnsteig Auenweg Variante 2 Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Straße) Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Straße) Quelle: Google Earth 1.0 parallele Führung der Gleise, Führung der Gleise unter die Rampe der Deutzer Brücke, Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Str.), 1.1 Führung des Gleises der Fahrtrichtung Deutzer Hafen unter die Rampe der Deutzer Brücke, Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Str.), 1.2 Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Str.), parallele Gleisführung mit der Mindener Straße, Bahnhof Köln – Deutz Varianten 2.1 und 2.2 Variante 2.0 Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Straße) Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Straße) Quelle: Google Earth Variante 1.0 Variante 1.1 1 7 Variante 1.2 9 8 7 1 9 8 1 9 8 1 7 9 878 Dezember 2022| Seite 10Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 11Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bestand und technische Randbedingungen Vom Hafen Deutz kommend wird die Linie 7 auf zwei Gleisen in Mittellage der Siegburger Straße bis zur Haltestelle Deutzer Freiheit (nördlich) geführt. Im weiteren Verlauf wird sie in einer engen Linkskurve auf die Deutzer Brücke in Richtung Heumarkt geführt. Aus Richtung Heumarkt führen zwei Gleise für die Linien 1 und 9 über die Deutzer Brücke zur Haltestelle Deutzer Freiheit (südlich) in der Mindener Straße. Direkt hinter der Haltestelle beginnt die Rampe in den Stadtbahntunnel in Richtung Bahnhof Deutz. Haltestelle Deutzer Freiheit – hier Bahnsteige im Verlauf der Siegburger Straße (Linie 7) Haltestelle Deutzer Freiheit – hier Bahnsteige im Verlauf der Mindener Straße (Linien 1 und 9) II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 12Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Trassierungszwangspunkte Neben der vorhandenen Bebauung (z.B. Lanxess-Hochhaus) und der Straßenführung sind vor allem die folgenden Zwangspunkte bei der Trassierung neuer Strecken zu berücksichtigen: Einmündung Brückenrampe der Deutzer Brücke in Siegburger Straße / Mindener Straße Verschiedene Zu- und Abfahrten für MIV und Stadtbahn kreuzen sich hier mit dem Rad- und Fußwegeverkehr. Zusätzlich sind unterirdische Erschließungen der Bahnsteiganlagen und der Straßenquerungen für Fußgänger sowie umfangreiche Anlagen der Stadtentwässerung zu beachten. Hohe Gefälle und enge Radien der Stadtbahntrasse im Rampenbereich müssen unverändert übernommen werden. Ergänzend bestehen Anforderungen an den Hochwasserschutz. Quelle: Google Earth Quelle: Stadtentwässerungsbetriebe Köln STEB II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 13Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Rampe zum Stadtbahntunnel Die Rampe zum Stadtbahntunnel bildet einen weiteren Zwangspunkt in Lage und Gradiente. Auch diese ist unverändert als Zwangspunkt zu übernehmen. Eine Einbindung neuer Gleise in diesen Tunnel muss somit zwischen Brückenrampe und Rampe zum Tunnel erfolgen. Hierbei ist zu beachten, dass hier die Haltestelle vorhanden ist. (Abb.2) Kreuzung Mindener Straße/ Auenweg Diese Kreuzung ist wesentlich für den Verkehr zur Messe. Gleichzeitig verzweigen sich hier die Fahrtrichtungen zur Siegburger Straße und zur Deutzer Brücke. (Abb.3) Eisenbahnüberführungen Auenweg Der Auenweg wird je Fahrtrichtung durch unterschiedliche Bauwerke der Deutschen Bahn AG überquert. Querschnitt und Bauform unterscheiden sich sehr. (Abb.1) Abb. 3 Kreuzung Mindener Straße / Auenweg Abb. 2 Rampe zum Stadtbahntunnel Abb.1 Eisenbahnüberführungen Auenweg II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 14Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Direkte Verbindung Bei Betrachtung des Lageplans erscheint eine direkte Verbindung zwischen den Strecken der Linie 7 und den Linien 1und 9 als die plausibelste Lösung. Vor dem Bau der U-Bahn im weiteren Verlauf gab es eine vergleichbare Verbindung mit geringen Geschwindigkeiten für Dienstfahrten. Aus den Archiven konnte nur die folgende Skizze zur Brückenerweiterung 1980 ermittelt werden. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Die Trassierung der Gleislagen wurde für einen Ausbau zu einer Stadtbahntrasse angepasst. Die geradlinige Verbindung musste zur Inbetriebnahme am 26.Oktober 1980 entfallen. Insbesondere die engen Radien und Übergangsbögen mit großen Überhöhungen (Querneigungen) der Gleise der Linien 1 und 9 behindern diese Lösung. Die Gleise der Strecke werden bis unmittelbar vor den Bahnsteigen in engen Bögen geführt. Um die betrieblich erforderlichen Geschwindigkeiten von 50km/h zu ermöglichen, betragen die Überhöhungen bis 160mm (Höhenunterschied der Schienen im Gleis). Dezember 2022| Seite 15Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Die geradlinige Verbindung erfordert in den Anschlussbereichen Weichen und Kreuzungen. Eine vergleichbare Verbindung ist in Variante 1.2 dargestellt. Allerdings wird hier im Innenbogen mit einer Innenbogenweiche angeschlossen. Weiche und Gleis haben die gleiche Richtung der Überhöhung. Im hier untersuchten Fall werden die Anschlüsse jeweils an der Bogenaußenseite mittels Außenbogenweichen (ABW) erforderlich. Die bereits beschriebene Überhöhung von 160mm neigt das Gleis in die Bogeninnenseite. Nur so lassen sich die Vorteile für Geschwindigkeit und Komfort erhöhen. Bei einem Einbau einer Weiche ist das Abzweiggleis dann in Richtung der Bogenaußenseite geneigt. Entsprechende fahrdynamische Behinderungen und negative Einflüsse auf Geschwindigkeit und Fahrkomfort entstehen. Um hier Weichen einbauen zu können, müssen deshalb die Überhöhungen entfernt werden. Die heute rechnerisch zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h wäre ohne Überhöhung bei dem geringen Radius von 95m auf 30 km/h zu reduzieren. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Gleichzeitig erfolgt auch eine Minderung des Fahrkomforts. Alle mit der Neutrassierung im Rahmen der Brückenerweiterung angestrebten Ziele des Ausbaus im Stadtbahnstandard wären somit hinfällig. Dieser Lösungsansatz wurde deshalb bei der Wahl der zu untersuchenden Varianten verworfen. ABW Dezember 2022| Seite 16Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bei allen untersuchten Varianten ist kein Eingriff in die vorhandene bauliche Infrastruktur vom Entwicklungsgebiet Deutzer Hafenbis zur Haltestelle „Deutzer Freiheit“ (südlich) auf der Siegburger Straße vorgesehen. Deshalb beschränkt sich die Untersuchung der technischen Machbarkeit auf den Bereich von dieser Haltestelle bis zum Bf Deutz. Städtebauliche Auswirkungen sind kein Bestandteil dieser Untersuchung und müssen selbstverständlich in weiteren Planungsstufen gesondert berücksichtigt werden. In der Betrachtung der technischen Machbarkeit wurden die folgenden Stadtbahnvarianten untersucht: • Variante 1: Führung der Linie 8 bis zu den Gleisen der Linien 1 und 9 im Bereich Hst. Deutzer Freiheit (Mindener Str.), danach unteririsch bis zum BfDeutz − Variante 1.0: parallele Führung der Gleise, Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Str.), Führung der Gleise unter die Rampe der Deutzer Brücke − Variante 1.1: keine parallele Gleisführung an Deutzer Freiheit Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Str.), Führung des Gl eises der Fahrtrichtung Deutzer Hafen unter die Rampe der Deutzer Brücke − Variante 1.2: parallele Gleisführung mit der Mindener Straße, Halt an Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Str.) • Variante 2: Führung der Linie 8 oberirdisch über Mindener Straße zum Bf Deut z (Ottoplatz) − Variante 2.0: Mittelbahnsteig in Opladener Str. − Variante 2.1: Seitenbahnsteige Auenweg − Variante 2.2: Mittelbahnsteig Auenweg Technische Machbarkeit – Variante 1 Führung der Linie 8 bis zu den Gleisen der Linien 1 und 9 im Bereich Hst. Deutzer Freiheit (Mindener Str. - nördlich) und Verknüpfung ÖPNV und SPNV/SPFV an der bestehenden Haltestelle Bf Deutz der Linien 1 und 9. Durch die frühe Einführung der Trasse in den Tunnel der Linien 1 und 9 ist in dieser Variante vorwiegend der Bereich der Zu- und Abfahrten zur Deutzer Brücke betroffen. Wie bereits beschrieben, ist ein Anschluss der Linie 8 an die Gleise mit Weichen südlich der Haltestelle Deutzer Freiheit technisch und betrieblich ausgeschlossen. Somit ist es erforderlich, vor dem Stadtbahntunnel zum Bahnhof Deutz die Anbindung der Gleise zu erreichen. Die Gleise der Linien 1 und 9 liegen nördlich der Haltestelle Deutzer Freiheit in Richtung Tunnel in einer Rampe mit Übergangsbogen und Kurvenbeginn vor dem Tunnelportal. Der Gleisanschluss der Linie 8 erfolgt im Bereich des Bogens mit R=180m. Mit der vorhandenen Überhöhung von 165mm ist eine Geschwindigkeit von <70 km/h möglich. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 17Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Variante 1.0 (s. Anlage 1) In Fahrtrichtung Bf Deutz erfolgt eine Trennung der Gleise der Linien 7 und 8 südlich der Haltestelle Deutzer Freiheit Siegburger Straße. Hierbei entsteht eine Behinderung der Linie 7 in Fahrtrichtung Hafen Deutz. Die Gleise der Linie 8 werden parallel in Richtung Rhein geführt um dann die Rampe der Deutzer Brücke höhenfrei zu unterfahren. Das Gleis der Fahrtrichtung Deutzer Hafen unterquert die gesamte Brückenrampe mit dem MIV von der Deutzer Brücke kommend und den Stadtbahnlinien 7 und 9. Hierbei werden umfangreiche Anpassungen an den Anlagen der Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) erforderlich. Außerdem muss die Mindener Straße in Fahrtrichtung Deutzer Brücke auf eine Spur verengt werden. Das Gleis der Fahrtrichtung Bahnhof Deutz unterquert nur einen Teil der Brückenrampe mit dem MIV von der Deutzer Brücke kommend und die Stadtbahnlinie 7. Zusätzlich wird eine Spur der Mindener Straße für die Stadtbahn in Anspruch genommen. Für den Halt an der Haltestelle Deutzer Freiheit auf der Mindener Straße werden die vorhandenen Bahnsteige jeweils durch eine Bahnsteigkante zu Mittelbahnsteigen umgebaut. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 18Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Variante 1.1 (s. Anlage 2) Diese Variante unterscheidet sich in der Führung des Gleises in Fahrtrichtung Bf Deutz. Das Gleis wird ohne Halt durch die Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Straße) in Richtung Mindener Straße geführt. Somit muss nur das Gleis der Fahrtrichtung Deutz Hafen die Brückenrampe unterqueren. In der Verknüpfung mit den Linien 1 und 9 ist eine zusätzliche Belastung des Streckenabschnitts zu berücksichtigen. Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Straße) Richtung Bf Deutz Dezember 2022| Seite 19Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Variante 1.2 (s. Anlage 3) Hier erfolgt die Trennung der Linien 7 und 8 erst hinter der Haltestelle Deutzer Freiheit-südlich (Siegburger Straße). Beide Gleise werden in der Mindener Straße parallel in Richtung Bf Deutz an der Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Straße) geführt. Die Verbindung mit der Tasse der Linien 1 und 9 erfolgt in der Rampe der Tunnelzufahrt. Ziel dieser Variante ist, eine Beeinträchtigung des Straßenverkehrs in Richtung Deutzer Brücke zu vermeiden. In Richtung Bf Deutz wird dagegen der Straßenraum entsprechend stärker beansprucht. Die Variante 1.2 erfordert weiterhin den Halt in der Haltestelle Deutzer Freiheit- südlich (Siegburger Straße). Ein Halt in der Haltestelle Deutzer Freiheit- nördlich (Mindener Straße) ist nicht vorgesehen. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 20Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bei den Varianten 1.0 und 1.1 schließen die Gleise der Linie 8 jeweils von der Seite an die Gleise der Linien 1 und 9 in gleicher Fahrtrichtung an. Bei der Variante 1.2 ist es erforderlich, das Gleis der Linien 1 und 9 der Fahrtrichtung Nord mit dem Gleis der Linie 8 in Richtung Süd zu queren. Durch die bereits beschriebenen Zwangspunkte in der Trassierung ist somit insbesondere für die Variante 1.2 ist eine detaillierte Untersuchung der Machbarkeit erforderlich. Die Planung geht von folgenden Grundlagen aus: • Weichenform 49-500-1: 12 • Überhöhung = 0 • Entwurfsgeschwindigkeit im Stammgleis 40 km/h • Entwurfsgeschwindigkeit im Abzweig 30 km/h Di e Überhöhungsrampe erfordert einen Umbau bis in den Tunnel hinein. Im schotterlosen Gleisoberbau der KVB kann eine Änderung der Überhöhung nicht nachträglich hergestellt werden. Somit ist ein Abbruch und Neubau der gesamten Fahrbahnkonstruktion einschließlich Längsbalken erforderlich. Weichen dieser Größenordnung sind im KVB-Netz eher eine Ausnahme, aber mindestens dreimal vorhanden (Römerturmweiche, Einfahrt Abstellanlage Deutz BDU). II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 21Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Variante 1.2 Die geringen Radien erfordern gegebenenfalls eine Spurerweiterung sowie aus spurführungstechnischen Gründen bewegliche Herzstücke. Aufgrund des Gleisabstandes von nur 3,25 m ist die Gleiskreuzung bezüglich Kreuzungswinkel eine Sonderkonstruktion. Bei einerEntwurfsgeschwindigkeit von 50 km/h ist eine Überhöhung von 55 bis 60 mm erforderlich. Für Weichen oder Kreuzungen in Überhöhung fehlen nach unserer Kenntnis Beispiele imKVB-Netz. Infolge der Überhöhung von 60 mm müsste zwischen den Gradienten der beiden durchgehenden Bestandsgleise eine Höhendifferenz von 13 cm hergestellt werden. Die Kreuzung des Gleises in Richtung Kalk führt zu einer Einschränkung der Verfügbarkeit des Gleises bei jeder Fahrt in Richtung Poll. Die Herstellung der erforderlichen Überhöhung erfordert eine längere Einschränkung des Betriebes gegenüber den Varianten 1.0 und 1.1 mit dem Einbau der Weichen in vorhandener Trassenlage. Die Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten führen zu einer zusätzlichen Störung der betrieblichen Leistungsfähigkeit. In der Summe der technischen Einschränkungen wird diese Variante negativ bewertet. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 22Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Mobilitätseingeschränkte Personen in der Haltestelle Deutzer Freiheit Die vorhandenen Bahnsteige der Haltestelle Deutzer Freiheit-südlich (Mindener Straße) werden im Süden durch eine Unterführung mit Rampen erschlossen. Die Rampen haben eine Neigung von 6% ohne Zwischenpodeste. Im Norden befindet sich eine Fußgängerüberführung mit Treppen. Die Variante 1.0 und 1.1 erfordern einen Eingriff in die Unterführung. Hieraus ergibt sich der Bedarf einer Umgestaltung oder eines Ersatzes. Hier bieten sich zwei Varianten an: 1. Überführung im Bereich der heutigen Unterführung oder der vorhandenen Über führung. Hierzu müssten für mobilitätseingeschränkte Personen aufgrund der Platzverhältnisse Aufzüge mit hohem Wartungsaufwand erstellt werden. 2. Anpassung der Unterführung im Wesentlichen im Richtung Deutzer Brücke. Ins besondere die Gradiente des Gleises in Richtung Deutzer Hafen erfordert, dass ein Teil der Unterführung in einer weiteren Ebene tiefer gelegt werden muss. Die Aufgänge zur Brückenrampe wären dann mit Aufzügen zu ergänzen. Die Verbindung von der Deutzer Freiheit zur Deutzer Brücke würde durch die geänderte Führung (Tieflage bzw. Brücke) bei beiden Varianten für Radfahrer und Fußgänger erschwert. Zu Beachten sind auch die Zwangspunkte durch die geringen Bahnsteigbreiten bei der Anordnung von Treppe und Aufzug. Die Möglichkeit des Einsatzes von Rampen wie im Bestand ist bei der vertiefenden Planung zu prüfen. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 23Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bewertung der Auswirkungen verbleibender Verkehrsflächen auf die Leistungsfähigkeit des Individualverkehrs Die Leistungsfähigkeit betrachtet auch den Messeverkehr mit der Ausnahme von Großmessen (Varianten 1.0 und 1.1; die Variante 1.2 wird aufgrund der vergleichbaren Trassenführung zusammen mit Variante 2 untersucht) Vorgehensweise Überschlägige Berechnung der zukünftigen Kapazität der verbleibenden Fahrstreifen nach HBS 2015. Grundlagen: • Bestehende Festzeitprogramme • Tagesbelastungen aus dem Prognoseverkehrsmodell Deutzer Hafen Annahm en: • in der Abendspitze beträgt die Belastung 10% der Tagesverkehre Kapaz itätsberechnung mit C = Kapazität des Verkehrsstroms auf einem Fahrstreifen bei unbehindertem Abfluss [Kfz/h] tF = geschaltete Freigabezeit für den Verkehrsstrom [s] tU = Umlaufzeit [s] tB = Zeitbedarfswert [s/Kfz] Zu untersuchende Auswirkungen auf den MIV (1) Ist eine Signalisierung der Stadtbahnquerung an der Siegburger Str. erforderlich? (2) Ist die Leistungsfähigkeit der Mindener Str. in FR Deutzer Brücke bei Fahrs treifenreduzierung (2 FS -- > 1 FS) gegeben? (3) Ist die Leistungsfähigkeit der Mindener Str. in FR Siegburger Str. bei Fahrs treifenreduzierung (2 FS --> 1 FS) im Aufstellbereich des Knotenpunktes gegeben? II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 24Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bewertung der Auswirkungen der Variante 1.0 und 1.1 mit verbleibender einer Fahrspur in der Mindener Straße – Verkehrsumlegung des Individualverkehrs im Normalverkehr (ohne Messeverkehre) Die qualitative Abschätzung der Verkehrsverlagerung erfolgt auf der Grundlage der DTVw- Analysebelastung für den Fall Normalverkehr mit Bestandsbelastung. Die Verlagerungen sind mit Hilfe der Verkehrsumlegung ermittelt worden, siehe Abbildung Verkehrsumlegung Planfall 1.0 und 1.1. Die Verkehrsverlagerung führt zu einer verkehrlichen Entlastung der Deutzer Brücke von rund 20 % (3550 Kfz/d). Die Verlagerung dieser Verkehre verteilt sich hälftig auf die Zoobrücke und Severinsbrücke. Wobei die Severinsbrücke bereits heute ausgelastet ist und den zusätzlichen Verkehr nicht mehr aufnehmen kann. Der zusätzliche Verkehr von der Zoobrücke nachfolgend nutzt das Rheinufer um in die Innenstadt zukommen. Dieses kann die Verkehre aufgrund der Bestandsbelastung noch aufnehmen. Zusammenfassung: Die Severinsbrücke ist heute bereits ausgelastet und kann den zusätzlichen Verkehr nicht aufnehmen. Beim Rheinufer kann nach den vorhandenen Verkehrszahlen die Zusatzbelastung aufgenommen werden. Bei der Rolshover Straße ist zurzeit keine qualitative Aussage möglich, es lassen sich nur indirekt die Zusatzverkehre am Knoten Auf dem Sandberg um rund 4% durch die Abnahme auf der Siegburger Straße abschätzen. Die Rolshover Straße ist bereits heute zwischen der Gremberger Straße bis Dillenburger Straße überlastet. Abbildung Teilausschnitt der Verkehrsumlegung Planfall 1.0 und 1.1 Quelle: Stadt Köln, Amt 66 II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 25Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Belastung Bestand (Quelle: Stadt Köln Amt 66) Verkehrsumlegung Planfall 1.0 und 1.1 (Quelle: Stadt Köln Amt 66) II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 26Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Eine Signalisierung der Stadtbahnquerung ist erforderlich. Die Stadtbahnquerung der Siegburger Straße wird voraussichtlich in die vorhandene Signalisierung des benachbarten Knotenpunkts Siegburger Straße/Herbert-Liebertz- Weg/Arminiusstraße aufgenommen. Verkehrsbelastung in der Abendspitze liegt bei ca. 600 Kfz/h Bestand, unsignalisiert: Kapazität C = 1600 Kfz/h, Planung, signalisiert: Kapazität C = 1.160 Kfz/h Die prognostizierte Verkehrsbelastung kann in der Abendspitze rechnerisch leistungsfähig abgewickelt werden. Die Stadtbahnquerung liegt im Verflechtungsbereich der Fahrstreifenreduktion südlich der LSA Siegburger Straße/Herbert-Liebertz-Weg/Arminiusstraße. Hier muss geprüft werden, ob die verbleibende Verflechtungslänge ausreicht. Erforderliche Länge der Verflechtung nach RiLSA: 3 x tF = 3 x 63s = 189 m Vorhandene Länge: ca. 110 m Die verbleibende Länge der Verflechtung reicht nicht aus, um die Verkehre leistungsfähig abzuwickeln. Verkehrsbelastung in der Abendspitze liegt bei ca. 2.000 Kfz/h Bestand, unsignalisiert, 2 Fahrstreifen: Kapazität C = 3.200 Kfz/h, Planung, unsignalisiert, 1 Fahrstreifen: Kapazität C = 1.600 Kfz/h Die prognostizierte Verkehrsbelastung kann in der Abendspitze rechnerisch nicht leistungsfähig auf einem Fahrstreifen abgewickelt werden. Bewertung der Auswirkungen verbleibender Verkehrsflächen auf die Leistungsfähigkeit des Individualverkehrs Die Leistungsfähigkeit betrachtet auch den Messeverkehr mit der Ausnahme von Großmessen (1) Ist eine Signalisierung der Stadtbahnquerung an der Siegburger Str. erforderlich? (2) Mindener Str. FR Deutzer Brücke Fahrstreifenreduzierung (2 FS --> 1 FS) II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 27Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ (3) Mindener Str. FR Siegburger Str. Fahrstreifenreduzierung im Aufstellbereich des Knotenpunktes (2 FS --> 1 FS) Verkehrsbelastung in der Abendspitze liegt bei ca. 260 Kfz/h Bestand, unsignalisiert, 2 Fahrstreifen: Kapazität C = 490 Kfz/h, Planung, unsignalisiert, 1 Fahrstreifen: Kapazität C = 245 Kfz/h Die prognostizierte Verkehrsbelastung kann in der Abendspitze rechnerisch nicht leistungsfähig auf einem Fahrstreifen abgewickelt werden(Grundlage: Bestandssignalprogramm, Festzeit). II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 28Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Hochwasserschutz Der bauliche Hochwasserschutz bietet gemäß der Hochwasserschutzzonenverordnung Poll - Rheinpark Deutz vom 30.8.2017 einen Hochwasserschutz bis 11,90 m Kölner Pegel. Pegelnullpunkt (PNP) = NN+ 34,977m Gewählt für Untersuchung: Hochwasserschutz NN+47m Ausgehend von dieser Randbedingung ist bei den Varianten 1.0 und 1.1 ab dem Abzweig der Gleise auf der Siegburger Straße ein begleitender Hochwasserschutz in Form von Wänden oder Wällen parallel zum Gleis erforderlich. Alternativ können auch hier Kombinationen aus festen und mobilen Wände geplant werden. Der Eingriff in die Grünanlagen und dem Überschwemmungsbereich muss für diesen Bereich intensiv mit den unterschiedlichen Interessen abgewogen werden. Neben den Eingriffen in den Straßenverkehr ist zu erwarten, dass der Eingriff einen Schwerpunkt im Planungs- und Genehmigungsprozess bilden wird. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 29Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Technische Machbarkeit – Variante 2 Wesentlich bei dieser Variante ist die oberirdische Anbindung des Bahnhofs Deutz. Mit dem Ziel einer Optimierung der Verknüpfung von ÖPNV und SPNV/SPFV wurden unterschiedliche Standorte für die Endhaltestellen untersucht. Bei dieser Variante wird die Linie 8 ab der Haltestelle Deutzer Freiheit auf der Siegburger Straße mit dem Straßenverlauf auf zwei Gleisen bis zum Bahnhof Köln – Deutz geführt. Auf der Mindener Straße werden hierfür zwei Fahrspuren des MIV-Richtungsverkehrs bis zum Deutzer Bahnhof in Anspruch genommen. Beim Ersatz einer oder beider Fahrspuren der Straße ist ein Eingriff in die vorhandenen Flächen des Fußgängerbereiches und der Grünanlagen erforderlich. Gleiches gilt für die Anzahl der Abbiegespuren im Bereich der Einmündung zum Auenweg. Folgende Varianten wurden für die Lage der Haltestelle am Deutzer Bahnhof untersucht: • 2.0 Mittelbahnsteig Opladener Straße ( s. Anlagen 4 und 5) • 2.1 Seitenbahnsteige Auenweg ( s. Anlagen 4 und 6) • 2.2 Mittelbahnsteig Auenweg ( s. Anlagen 4 und 7) Bahnhof Köln – Deutz Mögliche Haltestelle Auenweg (Varianten 2.1 und 2.2) Mögliche Haltestelle Opladener Straße (Variante 2.0) Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Straße) Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Straße) Quelle: Google Earth II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 30Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ weiteren Verlauf s. Anlagen 5 bis 7 Varianten 2.0 bis 2.2 Haltestelle Deutzer Freiheit-südlich (Siegburger Straße) für Linie 7 und Linie 8 Eingriff in Flächen für die Verlegung der Mindener Straße Eventuell Neubau der Fußgängerüberführung für Straßenverlegung 1 97 Haltestelle Deutzer Freiheit - nördlich (Mindener Straße) kein Halt der Linie 8 8 II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 31Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Mittelbahnsteig Linie 8 Variante 2.0 Mittelbahnsteig Opladener Straße (s. Anlage 5) Ausgehend von der Trasse in der Mindener Straße wird die Stadtbahn bis zu einer neuen Endhaltestelle in der Opladener Straße mit Mittelbahnsteig geführt. Die Lage wurde so gewählt, dass die Einmündung in die Constantinstraße erhalten bleibt. Vorteil dieser Lösung ist die gute Erreichbarkeit der Anlagen von DB und KVB. Grundsätzlich wird bei der Bewertung der Umsteigebeziehungen davon ausgegangen, dass die geplanten und angestrebten Verbesserungen der Zugänge für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste bis zur Inbetriebnahme der Linie 8 abgeschlossen sind. Der Mittelbahnsteig führt zu Einschränkungen der Fahrspuren des MIV in Fahrtrichtung Deutzer Brücke und der Abbiegespuren zum Auenweg. Selbst mit diesen Einschränkungen im Verkehrsraum ist ein Eingriff in den Bahnhofsvorplatz erforderlich. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 32Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Die Leistungsfähigkeit betrachtet auch den Messeverkehr mit der Ausnahme von Großmessen Zu untersuchende Auswirkungen auf das Straßennetz (2) Mindener Str. FR Auenweg – Reduzierung auf einen Fahrstreifen ( 2 FS 1 FS) (3) Opladener Str. FR Mindener Str. – Reduzierung auf 3 FS (4 FS 3 FS) Verkehrsbelastung in der Abendspitze liegt bei ca. 500 Kfz/h Bestand, 2 Fahrstreifen: Kapazität C = 882 Kfz/h, Planung, 1 Fahrstreifen: Kapazität C = 441 Kfz/h • Die prognostizierte Verkehrsbelastung kann in der Abendspitze rechnerisch nic ht leistungsfähig abgewickelt werden (Grundlage: Bestandssignalprogramm, Festzeit). (2) Mindener Str. FR Auenweg – Reduzierung auf einen Fahrstreifen ( 2 FS 1 FS) Bewertung der Auswirkungen verbleibender Verkehrsflächen auf die Leistungsfähigkeit des Individualverkehrs bei Variante 2.0 2 (3) Opladener Str. FR Mindener Str. – Reduzierung auf 3 FS (4 FS 3 FS) Verkehrsbelastung in der Abendspitze liegt bei ca. 800 Kfz/h Bestand, 3 Fahrstreifen (LA+G+G): Kapazität C = 1.440 Kfz/h, Planung, 2 Fahrstreifen (komb. LA/G + G): Kapazität C = 720 Kfz/h • Die prognostizierte Verkehrsbelastung kann in der Abendspitze rechnerisch nic ht leistungsfähig abgewickelt werden (Grundlage: Bestandssignalprogramm, Festzeit). II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 33Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Seitenbahnsteige Linie 8 Variante 2.1 Seitenbahnsteige Auenweg (s. Anlage 6) Im Gegensatz zur Variante 2.0 wird hier die Haltestelle im Auenweg zwischen der Einmündung zur Mindener Straße und der Eisenbahn-überführungen der DB angeordnet. Die Variante 2.1 sieht eine vollständige in Anspruchnahme der Fahrspuren der Fahrtrichtung Messe vor. Dies bedeutet, dass der gesamte MIV über die verbleibende Fahrtrichtung Mindener Straße / Opladener Straße im Gegenverkehr abgewickelt werden muss. Neben der sehr hohen Kapazitätseinschränkungen erfordert dies auch eine Neuordnung der Kreuzung Auenweg / Charles-de-Gaulle Platz. Gegenüber der Variante 2.0 haben die Fahrgäste längere Wege zum Umstieg auf die Stadtbahnlinien 1 und 9 bzw. am Stadthaus auf die Stadtbahnlinien 3 und 4 zurückzulegen. Die Entfernung zu den Zügen des Nahverkehrs (S- Bahn) sind gegenüber der Variante 2.0 besser erreichbar. Grundlage: Google Earth Auenweg 1 9 8 II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 34Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Zu untersuchende Auswirkungen auf das Straßennetz (4) Auenweg jeweils nur noch ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung (5) Wendemöglichkeiten im Auenweg entfallen in beiden Fahrtrichtungen (4) Auenweg jeweils nur noch ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung Bewertung der Auswirkungen verbleibender Verkehrsflächen auf die Leistungsfähigkeit des Individualverkehrs bei Variante 2.1 Die Leistungsfähigkeit betrachtet auch den Messeverkehr mit der Ausnahme von Großmessen 5 Verkehrsbelastung in der Abendspitze liegt bei ca. 830 Kfz/h in FR Nord und 860 Kfz/h in FR Süd Abbieger: • LA Richtung Opladener Straße: ca. 280 Kfz/h • RA Richtung Deutzer Brücke: ca. 370 Kfz/h • RA Richtung Siegburger Str.: ca. 210 Kfz/h Bestand FR Nord: 2 Fahrstreifen, der linke Fahrstreifen geht nördlich der Unterführung in den Wender über kei ne nennenswerte Veränderung für den geradeaus fahrenden Verkehr Bestand FR Süd: 2 Fahrstreifen, Aufweitung im Knotenpunktbereich auf 4 Fahrstreifen Planung, FR Süd 1 Fahrstreifen, Aufweitung im Knotenpunktbereich auf 3 Fahrstreifen Kapaz ität C (RA) = 736 Kfz/h je Fahrstreifen, erforderliche Aufstelllänge ca. 80 Meter Kapazität C (LA) = 131 Kfz/h je Fahrstreifen, erforderliche Aufstelllänge ca. 80 Meter Die prognostizierte Verkehrsbelastung des Linksabbiegers kann in der Abendspitze rechnerisch nichtleistungsfähig abgewickelt werden (Grundlage: Bestandssignalprogramm, Festzeit). Die zukünftig verbleibende zweistreifige Aufstelllänge von ca. 60 Metern für den Rechtsabbieger wird voraussichtlich nicht ausreichend sein. Ziel des Verkehrskonzeptes für den Mülheimer Süden ist der Erhalt der Leistungsfähigkeit des Auenwegs. Mit den zuvor beschriebenen Beeinträchtigungen widerspricht diese Variante den Zielen des Verkehrskonzeptes. Die Bewertung der Leistungsfähigkeit führt zur negativen Bewertung dieser Variante. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 35Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ (5) Wendemöglichkeiten im Auenweg entfallen in beiden Fahrtrichtungen Es liegen keine Verkehrsbelastungen für die beiden Wender vor. Bei Umsetzung der Varianten 2.1 oder 2.2 muss der Knotenpunkt am Charles-de-Gaulle-Platz umgestaltet werden, um das Linksabbiegen in Richtung Norden zu ermöglichen. II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 36Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Variante 2.2 (s. Anlage 7) Mit dem Ziel, den Eingriff in den MIV im Auenweg zu minimieren, wurde die Lösung des Mittelbahnsteigs auf der Grünfläche zwischen den beiden Eisenbahnüberführungen als Endhaltestelle gewählt. Die Anzahl der Fahrspuren des MIV kann mit geringen Eingriffen in den Rad-/Gehweg und die Grünanlagen beibehalten werden. Für den Fahrgast sind an beiden Enden des Bahnsteiges Überwege angeordnet. Somit können die Bahnhofszugänge am Empfangsgebäude und am Charles-De-Gaulle-Platz gleichwertig genutzt werden. Die Wegebeziehungen zum Umstieg in Stadtbahn, Nahverkehr und Fernverkehr der DB sind identisch mit der Variante 2.1. Für zusätzliche Fahrspuren des MIV müssten die Geh-/Radwege erheblich eingeschränkt werden. Die Kreuzung Auenweg / Charles-de-Gaulle Platz muss dann für die Fahrspuren des MIV umgeplant werden. Sämtliche Auswirkungen (Leistungsfähigkeitsdefizite MIV) auf die verbleibenden Verkehrsflächen des Individualverkehrs mit Bezug auf den Knoten Mindener Str./Auenweg wurden bereits in den Varianten 2.0 und 2.1 untersucht. Überbauung der Umfahrung in Richtung Messe Grundlage: Google Earth Neuordnung Kreuzung Auenweg / Charles-de- Gaulle Platz 1 9 Endhaltestelle Bf Deutz/Messe der Linie 8 8 II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 37Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Diskussion Fahrspuren Mindener Straße Richtung Bahnhof Deutz Je Variante verbleiben für den MIV nur eingeschränkte Bereiche für Fahrspuren. Bei Variante 1 ist die Einschränkung auf den Bereich bis zur Einfädelung in die Bestandstrasse begrenzt. Die größere Einschränkung erfolgt bei Variante 2 über die volle Länge. Hier verbleiben lediglich 6m für zwei Fahrspuren. Auch fällt die Fahrbeziehung des MIV in Richtung Deutz Hafen weg. ca. 13,20m Variante 2 ca. 7,15m ca. 6,05m ca. 3,20m MIV ca. 10 m ca 7,15 BahnsteigVariante 1 Variante 2 Quelle: Google Earth II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 38Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Zu untersuchende Auswirkungen auf das Straßennetz (1) Führung der Stadtbahn verläuft durch den Aufstellbereich im Knotenpunkt Siegburger Str./ Deutzer Brücke (1a) Mindener Str. FR Siegburger Str. Fahrstreifenreduzierung im Aufstellbereich des Knotenpunktes (2 FS 1 FS) und Führung der Stadtbahn im Mischverkehr (1b) Wegfall der Fahrbeziehung in Richtung Siegburger Straße Verkehrsbelastung in der Abendspitze liegt bei ca. 260 Kfz/h Bestand, 2 Fahrstreifen: Kapazität C = 490 Kfz/h, Planung, 1 Fahrstreifen: Kapazität C = 245 Kfz/h • Die prognostizierte Verkehrsbelastung kann in der Abendspitze rechnerisch nic ht leistungsfähig abgewickelt werden (Grundlage: Bestandssignalprogramm, Festzeit). • Die Führung im Mischverkehr führt zusätzlich zu einer Verringerung der Leistungsfähigkeit. • Die Staulänge erhöht sich voraussichtlich deutlich im Vergleich zum Bestand, so dass die Stadtbahn mit im Rückstau der Kfz steht. (1a) Mindener Str. FR Siegburger Str. Fahrstreifenreduzierung im Aufstellbereich des Knotenpunktes (2 FS 1 FS) und Führung der Stadtbahn im Mischverkehr Bewertung der Auswirkungen verbleibender Verkehrsflächen auf die Leistungsfähigkeit des Individualverkehrs Die Leistungsfähigkeit betrachtet auch den Messeverkehr mit der Ausnahme von Großmessen (Varianten 2.0 bis 2.2; Vergleichbare Auswirkungen ergeben sich bei Variante 1.2) II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 39Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bei Sperrung der Siegburger Straße in Fahrtrichtung Süden verlagern sich die von Norden kommenden Verkehre wie im nebenstehenden Differenzbild dargestellt. Folgende Verkehrszunahmen wurden aus dem VISUM- Verkehrsmodell „Deutzer Hafen“ (Prognosefall 2+8) ermittelt: • Opladener Straße: + 200 K fz/Tag • Justinianstraße: +600 K fz/Tag • Östlicher Zubringer: +600 bz w. 1.300 Kfz/Tag • Deutzer Ring: +1. 500 Kfz/Tag • Im Hasental: + 1.000 Kfz/Tag Die Auswirkungen der Verkehrsverlagerung müssen im Bereich „Im Hasental / Siegburger Straße“ im Planfall 8 (Verkehrsmodell Deutzer Hafen) im Detail untersucht werden. (1b) Wegfall der Fahrbeziehung in Richtung Siegburger Straße II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 40Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Kosten Eine Nutzen-Kosten-Betrachtung ist nicht Bestandteil der Aufgabenstellung dieser Machbarkeitsstudie. Hierzu wäre eine größere Untersuchungstiefe erforderlich. Dennoch soll zumindest eine qualitative Kostenbetrachtung Bestandteil des Variantenvergleichs sein. Ein Vergleich der baulichen Maßnahmen in der Tabelle ergibt einen vergleichbaren Aufwand bei den Anlagen der Stadtbahn. Wesentliche Unterschiede bestehen im Aufwand der Querungen der Brückenrampe zur Deutzer Brücke. Bei einer groben Einstufung der investiven Fahrwegkosten können hierdurch folgende Faktoren angesetzt werden: Variante 1.0 Faktor 3,1 Variante 1.1 Faktor 2,4 Variante 1.2 Faktor 1,1 Variante 2.0 Faktor 1,0 Varianten 2.1/2.2 Faktor 1,0 Variante 3.0 Faktor 0 Die Kosten für Fahrzeuge und Betrieb für die Linie 8 bis zum Bahnhof Deutz werden bei den Varianten 1 und 2 als vergleichbar angesehen. Die investiven Kosten sind bei Variante 3 von untergeordneter Bedeutung. Variante 1.0 Variante 1.1 Variante 1.2 Variante 2.0 Varianten 2.1/2.2 Einheit Menge Menge Menge Menge Menge Gleisanlagen m 1.100 1.050 760 1.200 1.200 Weichen Stk 6 4 8 6 6 Que rung Brückenrampe (Tunnel) qm 840 490 Hochwasserschutz m 180 180 Trog Mindener Str. m 180 100 100 Bahnsteig qm 360 360 360 360 360 Fahrleitung m 1.400 1.250 1.160 1.500 1.500 Signalanlagen m 1 1 1.160 1 1 Anpassung Ver- Entsorgung SteB Stk 1 1 Leitungssicherung Stk 1 1 1 1 1 Anpassung Fußgängerquerung Tunnel Stk 1 1 Anpassung Fußgängerquerung Brücke Stk 1 1 Anpassung Straßen qm 7.600 7.600 6.960 8.400 8.400 Anpassung Ver- Entsorgung StEB II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 41Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Die Verdichtung des Betriebs der Buslinie 150 (Variante 3) erfordert keine Änderung der Infrastruktur. Somit beschränkt sich dieUntersuchung von baulichen Konzepten für die Durchbindung einer Stadtbahn aus Richtung Deutzer Hafen zum Bahnhof Deutz auf die Varianten 1 und 2. Beide Varianten trennen sich im Bereich der Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Straße) von der Linienführung der Linie 7. Die Variante 1 führt hinter der Haltestelle Deutzer Freiheit – nördlich (Mindener Straße) in die Gleise der Linien 1 und 9 um dann gemeinsam unterirische zum Bahnhof Deutz geführt zu werden. Die Variante 2 führt durchgängig oberirdisch über die Mindener Straße zum Bahnhof Deutz (Ottoplatz). Die Inanspruchnahme des Straßenraums durch die Varianten 1 und 2 erfordern eine großräumige Neuordnung des MIV insbesondere unter Beachtung der Messeverkehre. Bauliche Lösungen sind aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit an Flächen in direktem Bereich der Varianten nur mit großen Eingriffen in die angrenzende Substanz möglich. Hierzu wären weitere Untersuchungen erforderlich. Zur Minimierung der Eingriffe in den MIV wurden Untervarianten der Varianten 1 und 2 untersucht. Die Variante 1 beschränkt sich hier im Wesentlichen auf die Querung der Verkehre von und zur Brückenrampe der Deutzer Brücke und der damit verbundenen unterschiedlichen Anbindungsmöglichkeiten an die Gleise der Linien 1 und 9. Die Untervarianten zur Variante 2 unterscheiden sich in der Belastung des Knotens MindenerStraße / Auenweg und der Lage der Haltestelle am Ottoplatz. Bewertung • Die besonders unterhaltungsintensive Ausnutzung von Grenzwerten bei der Trassierung (Radien, Überhöhung und Weichenform) und die bet rieblichen Einschränkungen der Linien 1, 7, 9 führen zu einer negativen Bewertung der Variante 1.2. • Aufgrund des erheblichen technischen Aufwands und den Eingriffen in vorhandene Strukturen ist die Variante 1 wesentlich kostenintens iver zu realisieren, als die Variante 2. • Bei den Varianten 1 und 2 sind die verkehrlichen Einschränkungen für den MIV erheblich. • Aufgrund der besonderen Einschränkung des Messeverkehrs ist auch die Bewertung der Variante 2.1 negativ. Em pfehlung Ohne eine großräumige Neuordnung des MIV und des Messeverkehrs kann aus technischer Sicht weder Variante 1 noch Variante 2 empfohlen werden. Zusammenfassung Stufe 2 II. Betrachtung der technischen Machbarkeit Dezember 2022| Seite 42Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 43Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ III. Betriebliche Untersuchung Darstellung des heutigen Verkehrsangebots Die ÖPNV-Bedienung in Köln-Deutz wird derzeit vor allem durch die Stadtbahnlinien 1, 3, 4, 7 und 9 sichergestellt. Während die Niederflur-Linien 1, 7 und 9 über die Deutzer Brücke zur Haltestelle Heumarkt und weiter auf der Ost-West-Stadtbahnachse verkehren, sind die Linie 3 und 4 Teil des Kölner Hochflur-Stadtbahnnetzes und verkehren über die Severinsbrücke in die innerstädtische Tunnelstrecke (Neumarkt-Tunnel). Das Entwicklungsgebiet „Deutzer Hafen“ wird derzeit durch die Linie 7 über die Haltestellen „Drehbrücke“ und „Poller Kirchweg“ erschlossen. Allerdings verfügt die Linie 7 als einzige Kölner Stadtbahnlinie über keinen direkten Übergang zur S-Bahn oder zum sonstigen Eisenbahnnah- oder Fernverkehr. Übergänge zum SPNV erfolgen entweder durch Fußweg ab der Haltestelle „Deutzer Freiheit“ zum Bahnhof Deutz oder durch Umstieg am Neumarkt mit den Linien 5, 16 und 18 zum Hauptbahnhof. Die Stadtbahnlinien in Köln-Deutz verkehren tagsüber in der Regel im 10‘-Takt. In der HVZ wird die Linie 7 in Lastrichtung durch einzelne Fahrten verdichtet. Die Linien 1 und 9 werden regelmäßig auf einen angenäherten 5‘-Takt in der morgendlichen und nachmittäglichen HVZ verdichtet. Linie 7 Richtung Poll / Porz / Zündorf Linie Verlauf Bedienung [Fahrten/h] Morgenspitze / Nachmittagsspitze Richtung 1 Richtung 2 1 Weiden West Bensberg 12 / 12 12 / 12 3 Görlinger Zentrum Thielenbruch 6 / 6 6 / 6 4 Bocklemünd Schlebusch 6 / 6 6 / 6 7 Frechen-Benzelrath Zündorf 6 / 7 10 / 6 9 Sülz Hermeskeiler Platz Königsforst 12 / 12 12 / 12 150 Mülheim Bf Corintostr. 3 / 3 3 / 3 Deutzer Brücke Ost-West-Stadtbahn Severinsbrücke City-Tunnel Deutzer Hafen Kalk Mülheim Dezember 2022| Seite 44Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Haltestelle Deutzer Freiheit An der Haltestelle Deutzer Freiheit, am rechtsrheinischen Kopf der Deutzer Brücke, gabelt sich die aus Richtung Innenstadt kommende Ost-West-Stadtbahn in den von der Linie 7 bedienten Ast Richtung Porz – Zündorf sowie den von den Linien 1 und 9 bedienten Ast durch den Deutz-Kalker Tunnel zur Haltestelle Kalk Kapelle und weiter Richtung Merheim / Bensberg (Linie 1) und Königsforst (Linie 9). 1 2 Die Linien 1 und 9 halten an einer Haltestelle Deutzer Freiheit (nördlich) in Mittellage der Mindener Straße (1). Der Zugang zu den beiden Außenbahnsteigen ist über einen Fußgängertunnel von der Straße „Deutzer Freiheit“ sowie über eine Fußgängerbrücke in Höhe der Siegesstraße erreichbar. Barrierefreier Zugang besteht nur durch den Tunnel von der Deutzer Freiheit aus. Die Linie 7 hält dagegen an einer Haltestelle Deutzer Freiheit (südlich) mit Außenbahnsteigen in Mittellage der Siegburger Straße (2), welche über signalisierte Fußgängerüberwege an beiden Bahnsteigenden barrierefrei erreicht werden kann. Ein Umstieg von der Linie 7 auf die Linien 1 und 9 ist damit grundsätzlich möglich, aufgrund der verhältnismäßig langen Umsteigewege mit 160m aber unattraktiv. 1 2 Quelle: Google Earth Quelle: VRS III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 45Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Der Bahnhof Deutz ist der wichtigste Umsteigepunkt im öffentlichen Verkehr im rechtsrheinischen Stadtgebiet von Köln. Hier werden Umstiege sowohl innerhalb des Stadtbahnnetzes als auch zwischen dem städtischen ÖPNV und dem SPNV und auch dem Schienenfernverkehr realisiert. Hier sind die folgenden maßgeblichen Haltestellenbereiche zu nennen: 1. Gleise 1-10: Züg e von Köln Hbf über die Hohenzollernbrücke in Richtung Düsseldorf, Wuppertal, Siegen und Koblenz (rechte Rheinstrecke). Dabei halten die S-Bahn- Züge auf den Gleisen 9 und 10, die übrigen Gleise werden überwiegend vom SPNV und einzelnen Fernverkehrszügen genutzt. 2. Gleise 11 und 12 (Bf Köl n Messe/Deutz (tief)): Fernverkehrszüge zwischen dem Ruhrgebiet und der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main ohne Halt in Köln Hbf 3. Ost-West-S tadtbahn (Tunnel Deutz – Kalk): Stadtbahnlinien 1 und 9 (Niederflur) 4. Justinianstraße (Bf Deut z / LANXESS Arena): Stadtbahnlinien 3 und 4 (Hochflur) und Buslinien 5. Auenweg (Bf Deut z / Messeplatz): Buslinie 150 Mülheim – Corintostr. und Regionalbusse von/nach Solingen und Remscheid 6. Ottoplatz (Buslinie 150 Mülheim – Cor intostr.) Aufgrund der baulichen Situation auf verschiedenen Höhenniveaus sind auf einigen Umsteigerelationen nicht nur relativ weite Wege zurückzulegen, sondern bestehen darüber hinaus auch an vielen Stellen Einschränkungen der Barrierefreiheit durch Treppen und z.T. steile Rampen. Zur Verbesserung der Barrierefreiheit am Bf Deutz sind bereits umfangreiche Anpassungen geplant. Ergänzend wird zurzeit eine Studie über zusätzliche Maßnahmen im Auftrag des Nahverkehr Rheinland (NVR) bearbeitet. 4 5 6 1 32 4 5 6 1 3 2 Bahnhof Köln Messe/Deutz (DB) Haltestelle Bf Deutz / LANXESS Arena (KVB) Quelle: Google Earth III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 46Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Grundlage der betrieblichen Untersuchung war das ÖPNV-Netz mit Fahrplanstand 2018 (Analysefall). Aufbauend darauf erfolgte die Definition eines Prognose-Bezugsfalls, in dem die bis zum Prognosejahr 2030 zu erwartenden Veränderungen berücksichtigt sind. In Bezug auf die Erschließung des Entwicklungsgebiets Deutzer Hafen ist vor allem die Einrichtung einer neuen Linie 8 zu nennen, die eine Verdichtung der Linie 7 auf einen angenäherten 5‘-Takt herstellt. Weitere Veränderungen im Kölner Stadtbahnnetz sind auf der folgenden Seite dargestellt. Weiterhin im Prognose-Bezugsfall berücksichtigt sind die absehbaren Veränderungen im SPNV bis zum Prognosehorizont 2030. Im Prognose-Bezugsfall wird zusätzlich zum Stadtbahnnetz eine Anbindung des Deutzer Hafens an das Stadtbahn-und SPNV-Netz (Bf Deutz) durch die Buslinie 150 im 20‘-Takt angenommen. Die in den Varianten 1 und 2 unterstellte Stadtbahnanbindung des Deutzer Hafens an den Bahnhof Deutz wird fahrplantechnisch in einem einzigen Planfall (Planfall 1/2) abgebildet, da sich aus den unterschiedlichen Trassenführungen (Einfädelung in den Deutzer Tunnel bzw. oberirdische Führung) im ÖV-Verkehrsmodell allenfalls geringfügige Unterschiede ergeben und die Auswirkungen auf das Widerstandsgefüge im Verkehrsmodell des ÖPNV (und damit die Veränderung der Verkehrsnachfrage) vernachlässigbar sind. Die Buslinie 150 verbleibt im Planfall 1/2 im 20‘-Takt wie im Prognose-Bezugsfall. In Variante 3 wird eine Verdichtung der Buslinie 150 auf einen 10‘-Takt im Abschnitt Poll – Deutzer Hafen – Bf Deutz unterstellt. Das Stadtbahnnetz bleibt dabei gegenüber dem Prognose-Bezugsfall unverändert. Für den Prognose-Bezugsfall sowie die Planfälle 1/2 und 3 wurden die geänderten Fahrpläne / Fahrplankonzepte in der Arbeitsgruppe abgestimmt. Für Neubauabschnitte erfolgte eine Ermittlung der Fahrzeiten anhand der Netzgeometrie und typischen Fahreigenschaften der vorgesehenen Fahrzeuge. Dabei wurde jedoch keine Optimierung der Fahrpläne hinsichtlich Anschlüssen, Taktüberlagerung etc. außerhalb des Untersuchungsraums (Deutzer Hafen bis Deutzer Bahnhof) vorgenommen. Die Fahrplankonzepte sind auf den folgenden Seiten in Form von Musterfahrlagen mit Angabe von Taktfrequenzen in den unterschiedlichen Verkehrszeiten amWerktag dargestellt. Darstellung des zukünftigen Betriebsprogramms (ÖPNV) III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 47Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ 1. Nord-Süd Stadtbahn in Betrieb (Linien 5, 16 und 17 im Tunnel) 2. 70m-Züge auf den Linien 4, 13, 18 3. 90m-Züge auf der Linie 1 zwischen Bensberg und Weiden West 4. V erlängerung Linie 7 bis Ranz eler Straße 5. Neue Linie zur Erschließung Mülheim-Süd und Stammheim/ Flittard („Linie 14“) im 20‘-Takt • Neue Streckenführung Flittard – Mül heim – Bf Deutz • Weiterführung über Trasse der Linien 3/4 bis Appellhofplatz und wei ter zum Endpunkt Reichensperger Platz 6. Linie 5 bis Rondor f/ Meschenich 7. Linie 18 im 5-Mi nuten-Takt bis Hürth 8. 90m-Züge auf der Linie 9 zwischen Königsforst und Universität 9. Li nie 8 im 10-Mi nuten-Takt zwischen Porz und Sülz nach Umsetzung der 90-m Züge auf den Linien 1 und 9 10. Buslinie 150 • Mülheim – Bf Deut z / Messeplatz – Deutzer Hafen – Siegburger Straße im 20‘-Takt • Pendel Bf Deut z – Corintostraße im 20‘-Takt Veränderungen des Fahrplans im Prognose-Bezugsfall Grundlage: Schienennetzplan Region Köln des VRS, 2020 4 5 6 1 8 9 7 3 3 2 2 2 2 III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 48Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Fahrplankonzept Prognose-Bezugsfall: Ost-West-Stadtbahn Haltestelle / Linie 8 1 9 7 1 8 1 9 7 1 8 1 9 7 1 8 1 9 7 1 8 1 9 7 1 8 1 K-Weiden West 06:58 07:08 07:18 07:28 07:38 07:48 Junkersdorf 07:06 07:12 07:16 07:22 07:26 07:32 07:36 07:42 07:46 07:52 07:56 Frechen-Benzelrath 06:54 07:04 07:14 07:24 07:34 Haus Vorst 07:05 07:15 07:25 07:35 07:45 Aachener Str./Gürtel 07:13 07:17 07:19 07:23 07:27 07:29 07:33 07:37 07:39 07:43 07:47 07:49 07:53 07:57 07:59 08:03 Sülz Hermeskeiler Platz 07:07 07:17 07:27 07:37 07:47 07:57 Universität 07:13 07:17 07:23 07:27 07:33 07:37 07:43 07:47 07:53 07:57 08:03 Neumarkt 07:22 07:24 07:26 07:28 07:30 07:32 07:34 07:36 07:38 07:40 07:42 07:44 07:46 07:48 07:50 07:52 07:54 07:56 07:58 08:00 08:02 08:04 08:06 08:08 08:10 08:12 08:14 Heumarkt 07:24 07:26 07:28 07:30 07:32 07:34 07:36 07:38 07:40 07:42 07 :44 07:46 07:48 07:50 07:52 07:54 07:56 07:58 08:00 08:02 08:04 08:06 08:08 08:10 08:12 08:14 08:16 Deutzer Freiheit 07:26 07:28 07:30 07:32 07:34 07:36 07:38 07:40 07:42 07:44 07:46 07:48 07:50 07:52 07:54 07:56 07:58 08:00 08:02 08:04 08:06 08:08 08:10 08:12 08:14 08:16 08:18 Porz Markt 07:45 07:51 07:55 08:01 08:05 08:11 08:15 08:21 08:25 08:31 08:35 Zündorf Süd / Ranzeler Str. 07:57 08:07 08:17 08:27 08:37 Bahnhof Deutz 07:29 07:31 07:35 07:39 07:41 07:45 07:49 07:51 07:55 07:59 08:01 08:05 08:09 08:11 08:15 08:19 Kalk Kapelle 07:34 07:36 07:40 07:44 07:46 07:50 07:54 07:56 08:00 08:04 08:06 08:10 08:14 08:16 08:20 08:24 Königsforst 07:48 07:58 08:08 08:18 08:28 Refrath 07:46 07:52 07:56 08:02 08:06 08:12 08:16 08:22 08:26 08:32 08:36 Bensberg 07:54 08:04 08:14 08:24 08:34 08:44 Linie 7: • Beibehaltung der Stammlage im 10‘-Tak t, Verlängerung bis zum neuen Endpunkt Zündorf Süd / Ranzeler Straße Linie 8: • Neu im 10‘-Tak t (ca. 6:00 bis 20:00 Uhr) zwischen Sülz / Hermeskeiler Str. und Porz Markt in der Fahrlage der heutigen HVZ-Verstärker der Linie 9 • In der SVZ (vor 6:00 Uhr / nach 20:00 Uhr) Bedienung Sülz / Hermeskeiler Str. – Bf Deut z • Verdichtet zwischen Deutzer Freiheit und Porz Markt die Linie 7 und nimmt damit Aufkommen des Deutzer Hafens auf Linie 9: • Bedienung Abschnitt Königsforst – Univ ersität mit 90-m-Zügen III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 49Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Fahrplankonzept Prognose-Bezugsfall: Nord-Süd-Stadtbahn Haltestelle / Linie 5 17 16 5 17 16 5 17 16 5 17 16 5 17 16 5 17 16 5 17 16 Sparkasse Am Butzweilerhof 06:29 06:39 06:49 06:59 07:09 07:19 07:29 Niehl Sebastianstr. 06:49 06:59 07:09 07:19 07:29 07:39 07:49 Reichenspergerplatz 06:54 06:56 07:04 07:06 07:14 07:16 07:24 07:26 07:34 07:36 07:46 07:46 07:54 07:56 Breslauer Platz/Hbf 06:56 06:59 07:06 07:09 07:16 07:19 07:26 07:29 07:36 07:39 07:48 07:49 07:56 07:59 Rathaus 06:55 06:57 07:00 07:05 07:07 07:10 07:15 07:17 07:20 07:25 07:27 07:30 07:35 07:37 07:40 07:45 07:49 07:50 07:55 07:57 08:00 Heumarkt 06:56 06:58 07:01 07:06 07:08 07:11 07:16 07:18 07:21 07:26 07:28 07:31 07:36 07:38 07:41 07:46 07:50 07:51 07:56 07:58 08:01 Severinstr. 06:57 06:59 07:02 07:07 07:09 07:12 07:17 07:19 07:22 07:27 07:29 07:32 07:37 07:39 07:42 07:47 07:51 07:52 07:57 07:59 08:02 Ka rtäuserhof 06:58 07:00 07:03 07:08 07:10 07:13 07:18 07:20 07:23 07:28 07:30 07:33 07:38 07:40 07:43 07:48 07:52 07:53 07:58 08:00 08:03 Chlodwigplatz 06:59 07:01 07:04 07:09 07:11 07:14 07:19 07:21 07:24 07:29 07:31 07:34 07:39 07:41 07:44 07:49 07:53 07:54 07:59 08:01 08:04 Bonner Wall 07:00 07:02 07:05 07:10 07:12 07:15 07:20 07:22 07:25 07:30 07:32 07:35 07:40 07:42 07:45 07:50 07:54 07:55 08:00 08:02 08:05 Arnoldshöhe 07:08 07:18 07:28 07:38 07:48 07:58 08:08 Rondorf Nord 07:10 07:20 07:30 07:40 07:50 08:00 08:10 Rondorf Mitte 07:12 07:22 07:32 07:42 07:52 08:02 08:12 Rondorf Süd 07:13 07:23 07:33 07:43 07:53 08:03 08:13 Meschenich Nord / Am Kölnberg 07:15 07:25 07:35 07:45 07:55 08:05 08:15 Meschenich Mitte 07:17 07:27 07:37 07:47 07:57 08:07 08:17 Meschenich Süd 07:18 07:28 07:38 07:48 07:58 08:08 08:18 Rodenkirchen Bf 07:09 07:12 07:19 07:22 07:29 07:32 07:39 07:42 07:49 07:52 08 :01 08 :02 08:09 08:12 Sürth Bf 07:14 07:17 07:24 07:27 07:34 07:37 07:44 07:47 07:54 07:57 08:07 08:17 Wesseling 07:25 07:34 07:45 07:54 08:05 08:25 Bonn Hbf 07:45 08:05 08:25 08:45 Bad Godesberg Stadthalle 08:02 08:22 08:42 09:02 Linie 5: • Verlängerung aus bisherigem Prognose-Fahrpl an ab Arnoldshöhe bis Meschenich Süd im 10‘-Takt (HVZ) bzw. 15‘-Takt (SVZ) • Fahrzeitermittlung aus typischen Kennwerten von Stadtbahnfahrzeugen mit Vma x = 50 km/h, in den Abschnitten Arnoldshöhe – Rondorf Nord und Rondorf Süd - Meschenich Nord Vmax=70 km/h Linie 16: • Niehl – Bonn-B ad Godesberg im 10‘-Takt (HVZ) bzw. 15‘-Takt (SVZ) nach bisherigem Prognose-Fahrplan Linie 17: • Reichensperger Pl atz – Rodenkirchen / Sürth im 10‘-Takt (HVZ) bzw. 15‘-Takt (SVZ) nach bisherigem Prognose-Fahrplan III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 50Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Fahrplankonzept Prognose-Bezugsfall: Stadtbahn-Anbindung Mülheim-Süd / Stammheim / Flittard • Neue Linie (vorläufige Liniennummer: 14 – St adtbahnlinie Mülheimer Süden - SBMS) • Abschnitt Bf Deut z bis Wiener Platz über die Deutz-Mülheimer- und die Danzierstraße nach der Machbarkeitsstudie „Mülheim Süd“ • Mülheim – St ammheim: ab Hst. Keupstraße über den Clevischen Ring und die Düsseldorfer Straße mit Halt an den heute von den Buslinien 153 und 156 bedienten Haltestellen • Ab der Hst. Moses-He ss-Straße über die Trasse der Bayer-Eisenbahn bis zur Endhaltestelle Flittard Mitte. • Fahrzeiten errechnet anhand von typischen Beschleunigungs- und Br emsverhalten von Stadtbahnwagen mit Vmax = 50 km / h • Fortführung in Richtung Innenstadt ab Bf Deut z über Verlauf der Linien 3 / 4 bis Appellhofplatz und weiter über Neumarkttunnel bis Endhaltestelle Reichensperger Platz Haltestelle / Linie 3 4 14 3 4 14 3 4 14 Thielenbruch 06:43 06:53 07:03 Schlebusch 06:44 06:54 07:04 Flittard Mitte 06:49 06:59 07:09 Flittard Süd / Am Feldrain 06:50 07:00 07:10 Stammheim Nord / Haferkamp 06:51 07:01 07:11 Stammheimer Ring 06:53 07:03 07:13 Moses-Hess-Straße 06:54 07:04 07:14 Am Faulbach 06:56 07:06 07:16 von-Lohe-Straße 06:57 07:07 07:17 Dünnwalder Str. 06:58 07:08 07:18 Keupstraße 06:56 06:59 07:06 07:09 07:16 07:19 Wiener Platz 06:58 07:01 07:08 07:11 07:18 07:21 Danzierstraße 07:02 07:12 07:22 Auenweg 07:03 07:13 07:23 Gaußstraße 07:05 07:15 07:25 Zoobrücke 07:06 07:16 07:26 Grünstr. 06:59 07:09 07:19 Stegerwaldsiedlung 06:58 07:02 07:08 07:12 07:18 07:22 Messe / Sporthalle 07:00 07:04 07:07 07:10 07:14 07:17 07:20 07:24 07:27 Bf Deutz / Messe 07:02 07:06 07:08 07:12 07:16 07:18 07:22 07:26 07:28 Suevenstr. 07:04 07:08 07:10 07:14 07:18 07:20 07:24 07:28 07:30 Sevrinstr. 07:07 07:11 07:13 07:17 07:21 07:23 07:27 07:31 07:33 Po ststr. 07:09 07:13 07 :15 07:19 07:23 07:25 07:29 07:33 07:35 Neumarkt 07:10 07:14 07:16 07:20 07:24 07:26 07:30 07:34 07:36 Appellhofplatz 07:12 07:16 07:18 07:22 07:26 07:28 07:32 07:36 07:38 Köln Hbf 07:19 07:29 07:39 Breslauer Platz/Hbf 07:20 07:30 07:40 Ebertplatz 07:23 07:33 07:43 Reichenspergerplatz 07:24 07:34 07:44 Friesenplatz 07:14 07:19 07:24 07:29 07:34 07:39 Bocklemünd 07:25 07:30 07:35 07:40 07:45 07:50 Mengenich Görlinger Zentrum 07:30 07:40 07:50 III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 51Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Fahrplankonzept Prognose-Bezugsfall: Buslinie 150 Das Fahrplankonzept für die Buslinie 150 im Prognose-Bezugsfall wurde aus dem heutigen Fahrplan der Linie 150 abgeleitet. Dabei wurden die folgenden Randbedingungen berücksichtigt: • Beibehaltung der Linie 150 auf dem heutigen Linienweg von Mülheim Bf bis zur Haltestelle Bf Deutz / Messeplatz • Neuer Linienweg ab Bf Deut z / Messeplatz über die Mindener und Siegburger Straße mit Halt an den Haltestellen Deutzer Freiheit, Severinsbrücke und Drehbrücke • Führung über die neue Hafenbrücke auf die Hafenhalbinsel mit drei neuen Hal testellen (Lageplan siehe folgende Seite): • Hafenbrücke, • Deutzer Hafen, • Am Schnellert. • W eiterführung über die Alfred-Sc hütte-Allee bis zur heutigen Endhaltestelle der Linie 159 „Schüttewerk“ und weiter über den Linienweg der 159 zur Endhaltestelle „Siegburger Straße“ • Bedienung Mülheim Bf – Si egburger Straße im 20‘-Takt (HVZ) bzw. 30‘-Takt (SVZ) • Bedienung des heutigen Astes der Linie 150 zwischen Bf Deut z und Corintostraße durch Kurzpendel in der heutigen Taktlage vorgesehen (vorläufig als 150a bezeichnet). Haltestelle / Linie 150 150 150 Haltestelle / Linie 150 150 150 Bf Mülheim 07:02 07:22 07:42 Siegburger Str. 07:11 07:31 07:51 Ackerstr. 07:04 07:24 07:44 Poll Hauptstr. 07:12 07:32 07:52 Carlswerkstr. 07:07 07:27 07:47 Alfred-Schütte-Allee 07:13 07:33 07:53 Schanzenstr. Nord 07:09 07:29 07:49 Schüttewerk 07:14 07:34 07:54 Schanzenstr./Schauspielhaus 07:11 07:31 07:51 Am Schnellert 07:16 07:36 07:56 Keupstr. 07:12 07:32 07:52 Deutzer Hafen 07:17 07:37 07:57 Mülheim Wiener Platz 07:15 07:35 07:55 Hafenbrücke 07:18 07:38 07:58 Danzierstr. 07:17 07:37 07:57 Drehbrücke 07:20 07:40 08:00 Windmühlenstr. 07:18 07:38 07:58 Severinsbrücke 07:21 07:41 08:01 Auenweg 07:19 07:39 07:59 Deutzer Freiheit 07:23 07:43 08:03 Thermalbad 07:21 07:41 08:01 Bf Deutz/Messeplatz 07:25 07:45 08:05 Im Rheinpark 07:23 07:43 08:03 Im Rheinpark 07:27 07:47 08:07 Bf Deutz/Messeplatz 07:25 07:45 08:05 Thermalbad 07:29 07:49 08:09 Deutzer Freiheit 07:27 07:47 08:07 Auenweg 07:30 07:50 08:10 Severinsbrücke 07:29 07:49 08:09 Windmühlenstr. 07:32 07:52 08:12 Drehbrücke 07:30 07:50 08:10 Danzierstr. 07:33 07:53 08:13 Hafenbrücke 07:31 07:51 08:11 Mülheim Wiener Platz 07:36 07:56 08:16 Deutzer Hafen 07:33 07:53 08:13 Keupstr. 07:39 07:59 08:19 Am Schnellert 07:34 07:54 08:14 Schanzenstr./Schauspielhaus 07:40 08:00 08:20 Schüttewerk 07:36 07:56 08:16 Schanzenstr. Nord 07:42 08:02 08:22 Alfred-Schütte-Allee 07:37 07:57 08:17 Carlswerkstr. 07:44 08:04 08:24 Poll Hauptstr. 07:38 07:58 08:18 Ackerstr. 07:47 08:07 08:27 Im Wasserfeld 07:39 07:59 08:19 Bf Mülheim 07:49 08:09 08:29 Zündorfer Weg 07:40 08:00 08:20 Siegburger Str. 07:42 08:02 08:22 III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 52Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Linienführung im Entwicklungsgebiet „Deutzer Hafen“ III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 53Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ • Aufteilung der Linie 8 aus dem Bezugsfall in zwei Äste: 1. Bf Deutz – P orz Markt: Linie 8 2. Bf Deutz – S ülz: Neu als Linie 19 (vorläufige Nummer) • Betriebszeit und Fahrlage beider Äste gegenüber dem Bezugsfall unverändert: • 10‘-Takt zwischen ca. 6:00 Uhr und 20:00 Uhr • Li nie 19 in der SVZ im 15‘-Tak t • Fahrzeit Deutzer Freiheit – Bf Deut z in Varianten 1 und 2 gleich • Buslinie 150 wie im Bezugsfall im 20‘-Tak t Fahrplankonzept Prognose-Planfall 1 / 2 Haltestelle / Linie 19 8 1 9 7 1 19 8 1 9 7 1 19 8 1 9 7 1 19 8 1 9 7 1 19 8 1 9 7 1 19 8 1 9 K-Weiden West 06:58 07:08 07:18 07:28 07:38 07:48 Junkersdorf 07:06 07:12 07:16 07:22 07:26 07:32 07:36 07:42 07:46 07:52 07:56 Frechen-Benzelrath 06:54 07:04 07:14 07:24 07:34 Haus Vorst 07:05 07:15 07:25 07:35 07:45 Aachener Str./Gürtel 07:13 07:17 07:19 07:23 07:27 07:29 07:33 07:37 07:39 07:43 07:47 07:49 07:53 07:57 07:59 08:03 Sülz Hermeskeiler Platz 07:07 07:17 07:27 07:37 07:47 07:57 Universität 07:13 07:17 07:23 07:27 07:33 07:37 07:43 07:47 07:53 07:57 08:03 08:07 Neumarkt 07:22 07:24 07:26 07:28 07:30 07:32 07:34 07:36 07:38 07:40 07:42 07:44 07:46 07:48 07:50 07:52 07:54 07:56 07:58 08:00 08:02 08:04 08:06 08:08 08:10 08:12 08:14 08:16 Heumarkt 07 :24 07 :26 07:28 07:30 07:32 07:34 07:36 07:38 07:40 07:42 07:44 07:46 07:48 07:50 07:52 07:54 07:56 07:58 08:00 08:02 08:04 08:06 08:08 08:10 08:12 08:14 08:16 08:18 Bf Deutz / Messe 07:25 07:35 07:45 07:55 08:05 08:15 Deutzer Freiheit 07:26 07:26 07:28 07:30 07:32 07:34 07:36 07:36 07:38 07:40 07:42 07:44 07:46 07:46 07:48 07:50 07:52 07:54 07:56 07:56 07:58 08:00 08:02 08:04 08:06 08:06 08:08 08:10 08:12 08:14 08:16 08:16 08:18 08:20 Porz Markt 07:45 07:51 07:55 08:01 08:05 08:11 08:15 08:21 08:25 08:31 08:35 Zündorf Süd / Ranzeler Str. 07:57 08:07 08:17 08:27 08:37 Bf Deutz / Messe 07:27 07:29 07:31 07:35 07:37 07:39 07:41 07:45 07:47 07:49 07:51 07:55 07:57 07:59 08:01 08:05 08:07 08:09 08:11 08:15 08:17 08:19 08:21 Kalk Kapelle 07:34 07:36 07:40 07:44 07:46 07:50 07:54 07:56 08:00 08:04 08:06 08:10 08:14 08:16 08:20 08:24 08:26 Königsforst 07:48 07:58 08 :08 08:18 08 :28 08:38 Refrath 07:46 07:52 07:56 08:02 08:06 08:12 08:16 08:22 08:26 08:32 08:36 Bensberg 07:54 08:04 08:14 08:24 08:34 08:44 III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 54Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Fahrplankonzept Prognose-Planfall 3 • Verdichtung Linie 150 auf 10‘-Tak t in der HVZ bzw. 15‘-Takt in der SVZ zwischen Bf Deutz / Messeplatz und Siegburger Straße • Beibehaltung Kurzpendel Bf Deut z – Corintostr. • Stadtbahn wie im Bezugsfall Haltestelle / Linie 150 150 150 150 150 Haltestelle / Linie 150 150 150 150 150 Bf Mülheim 07:02 07:22 07:42 Siegburger Str. 07:11 07:21 07:31 07:41 07:51 Ackerstr. 07:04 07:24 07:44 Poll Hauptstr. 07:12 07:22 07:32 07:42 07:52 Carlswerkstr. 07:07 07:27 07:47 Alfred-Schütte-Allee 07:13 07:23 07:33 07:43 07:53 Schanzenstr. Nord 07:09 07:29 07:49 Schüttewerk 07:14 07:24 07:34 07:44 07:54 Schanzenstr./Schauspielhaus 07:11 07:31 07:51 Am Schnellert 07:16 07:26 07:36 07:46 07:56 Keupstr. 07:12 07:32 07:52 Deutzer Hafen 07:17 07:27 07:37 07:47 07:57 Mülheim Wiener Platz 07:15 07:35 07:55 Hafenbrücke 07:18 07:28 07:38 07:48 07:58 Danzierstr. 07:17 07:37 07:57 Drehbrücke 07:20 07:30 07:40 07:50 08:00 Windmühlenstr. 07:18 07:38 07:58 Severinsbrücke 07:21 07:31 07:41 07:51 08:01 Auenweg 07:19 07:39 07:59 Deutzer Freiheit 07:23 07:33 07:43 07:53 08:03 Thermalbad 07:21 07:41 08:01 Bf Deutz/Messeplatz 07:25 07:35 07:45 07:55 08:05 Im Rheinpark 07:23 07:43 08:03 Im Rheinpark 07:27 07:47 08:07 Bf Deutz/Messeplatz 07:25 07:35 07:45 07:55 08:05 Thermalbad 07:29 07:49 08:09 Deutzer Freiheit 07:27 07:37 07:47 07:57 08:07 Auenweg 07:30 07:50 08:10 Severinsbrücke 07:29 07:39 07:49 07:59 08:09 Windmühlenstr. 07:32 07:52 08:12 Drehbrücke 07:30 07:40 07:50 08:00 08:10 Danzierstr. 07:33 07:53 08:13 Hafenbrücke 07:31 07:41 07:51 08:01 08:11 Mülheim Wiener Platz 07:36 07:56 08:16 Deutzer Hafen 07:33 07:43 07:53 08:03 08:13 Keupstr. 07:39 07:59 08:19 Am Schnellert 07:34 07:44 07:54 08:04 08:14 Schanzenstr./Schauspielhaus 07:40 08:00 08:20 Schüttewerk 07:36 07:46 07:56 08:06 08:16 Schanzenstr. Nord 07:42 08:02 08:22 Alfred-Schütte-Allee 07:37 07:47 07:57 08:07 08:17 Carlswerkstr. 07:44 08:04 08:24 Poll Hauptstr. 07:38 07:48 07:58 08:08 08:18 Ackerstr. 07:47 08:07 08:27 Im Wasserfeld 07:39 07:49 07:59 08:09 08:19 Bf Mülheim 07:49 08:09 08:29 Zündorfer Weg 07:40 07:50 08:00 08:10 08:20 Siegburger Str. 07:42 07:52 08:02 08:12 08:22 III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 55Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Als Grundlage für die technische und die verkehrliche ÖPNV-Bewertung wurden Fahrplankonzepte für die zu untersuchenden Varianten ermittelt. Diese bauten auf einem Prognose-Nullfall auf, welcher die zu erwartenden Netz- und Strukturveränderungen bis zum Prognosehorizont berücksichtigt. Im Prognose-Bezugsfall ist bereits die Entwicklung im Deutzer Hafen enthalten. Zur ÖV-Erschließung ist über die vorhandene Stadtbahnlinie 7 hinaus auch eine neue Linie 8 unterstellt, welche das Stadtbahnangebot auf der Linie 7 zwischen Porz Mitte und der Kölner Innenstadt auf 12 Fahrten pro Stunde und Richtung verdichtet. Weiterhin wird die Verlängerung der Buslinie 150 vom Bahnhof Deutz über den Deutzer Hafen bis nach Poll (Endhaltestelle Siegburger Straße) im 20‘-Takt unterstellt, dazu sind im Entwicklungsgebiet drei neue Bushaltestellen vorgesehen. Weiterhin sind Bushaltestellen im Seitenraum der Siegburger Straße an den Haltestellen Deutzer Freiheit und Severinsbrücke vorzusehen. Der Prognose-Planfall 1 / 2 geht von einer Führung der Linie 8 ab der Haltestelle „Deutzer Freiheit“ zum Bahnhof Deutz aus. Da sich fahrplantechnisch keine nennenswerte Unterschiede zwischen einer unterirdischen Führung (Variante 1) oder oberirdischen (Variante 2) ergeben, wurden diese für die verkehrliche ÖPNV-Betrachtung in einem gemeinsamen Planfall abgebildet. Betrieblich ergeben sich Unterschiede durch die verschiedenen Gleis- und Haltestellenlagen. Variante 1 hat durch den Halt im Haltestellenbereich der Linien 1 / 9 an der Deutzer Freiheit (nördlich) Vorteile für Umsteiger in Richtung Innenstadt sowie Richtung Kalk. Dagegen wird die Betriebssicherheit in Variante 1 durch Mitnutzung und tlw. Kreuzung des Fahrweges der Linien 1 / 9 je nach Untervariante unterschiedlich stark beeinflusst. In Variante 2 wird die Linie 8 weitestgehend unabhängig von anderen Stadtbahnlinien betrieben, jedoch ergeben sich hier stärkere Beeinflussungen des Kfz- Verkehrs. Zu weiteren Aussagen bezüglich Betriebs- und Verkehrsqualität wird auf Stufe 2 verwiesen. Der Prognose-Planfall 3 ist von der Linienführung identisch mit dem Prognose-Bezugsfall, jedoch wird eine auf 10‘-Takt verdichtete Bedienung der Buslinie 150 im Abschnitt Bahnhof Deutz – Deutzer Hafen – Siegburger Straße unterstellt. Bewertung • Die schienengebundenen Varianten 1 und 2 bieten in der Regel eine gute bis sehr gute Verknüpfung für einen barrierefreien undkurz en Umstieg am Bf Deutz zu anderen Stadtbahnlinien. • Die Variante 1 bietet außerdem eine gute Verknüpfung zum SPNV im Bf Deut z • Die schienengebundenen Varianten 1 und 2 bieten eine gute Reisezeitverkürzung zwischen dem Deutzer Hafen und dem Bahnhof Deutz. Em pfehlung • Aus betrieblicher Sicht bietet die Variante 1 die größeren Vorteile. Zusammenfassung Stufe 1 III. Betriebliche Untersuchung Dezember 2022| Seite 56Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ IV. Verkehrliche Auswirkungen (ÖPNV) Dezember 2022| Seite 57Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Verkehrsmodell Die Ingenieurgruppe IVV hat im Auftrag des Kompetenzcenters ITF NRW und in Zusammenarbeit mit SMA und Partner, Zürich, die Nachfrageprognose NRW 2030 bearbeitet. Der Schlussbericht dieser Studie wurde im Mai 2014 vorgelegt. Diese Studie umfasst eine strukturdatenbasierte Verkehrsprognose für das gesamte Land NRW mit dem Prognosehorizont 2030. Das Basisjahr dieser Untersuchung war 2012. Dieses Modell wurde zwischenzeitlich im Rahmen mehrerer Studien für den Raum Köln hinsichtlich des städtischen Verkehrsaufkommens in IV und ÖV nachkalibriert, zuletzt für die Machbarkeitsstudien „S 16 Kölner Südbahn“ und „Stadtbahn Bonn – Niederkassel – Köln“ sowie für die Untersuchungen zum Green City Masterplan der Stadt Köln. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung sowie der parallel bearbeiteten Standardisierten Bewertung zur Stadtbahn Niederkassel erfolgte eineFortschreibung des Analysefalls auf das Basisjahr 2018. Neben den Strukturdaten wurden auch die im Nachfragemodell enthaltenen Verkehrsverhaltensdaten an die MiD 2017 angepasst. Das ÖV-Netz wurde anhand vorläufiger Daten der VRS-Verbunderhebung 2018 kalibriert. Die Nachfrageprognose NRW 2030 umfasst ein fahrplanfeines ÖV-Modell, in dem alle Bus- und Bahnlinien einschließlich des SPFV in Nordrhein-Westfalen enthalten sind. Daneben liegt auch ein landesweites Straßennetzmodell vor, so dass die Wechselwirkungen zwischen IV und ÖV berücksichtigt sind. Die Verkehrszelleneinteilung der Nachfrageprognose NRW 2030 umfasst in NRW („Untersuchungsgebiet / UG“) rund 7.000 Verkehrszellen, davon 742 in der Stadt Köln. Diese sind mit Strukturdaten für die Zeithorizonte 2018 und 2030 versorgt (Einwohner nach 21 verhaltenshomogenen Gruppen, Erwerbstätige,Arbeitsplätze nach Wirtschaftssektoren, Schul- und Studienplätze). Der Prognose-Nullfall 2030 umfasst eine sowohl landesweit als auch innerhalb des Stadtgebiets Köln abgestimmte Prognose der Einwohner- und Beschäftigtenentwicklung sowie die bis dahin zu erwartenden Maßnahmen im MIV- und im ÖV-Netz. Die Entwicklungstendenzen für die maßgeblichen Strukturgrößen (Einwohner und Beschäftigte) von 2018 bis 2030 sind auf den folgenden Seiten kurz dargestellt. Verkehrsaufkommensberechnung Deutzer Hafen Für das Entwicklungsgebiet wurde die modellmäßig ermittelte Verkehrsnachfrage für IV und ÖV mit der Verkehrsaufkommensabschätzung aus der Verkehrsuntersuchung „Entwicklung Deutzer Hafen“ (RK Rudolf Keller Verkehrsingenieure GmbH, Zwischenstand 10.03.2020) abgeglichen und entsprechendangepasst. Für die Modellrechnungen erfolgte eine Aufteilung des bisher in einer Verkehrszelle abgebildeten Entwicklungsgebiets auf vier Verkehrszellen. IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 58Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ • Eckwerte der Strukturdaten im Prognosejahr 2030 wurden aus vorliegenden Pr ognosen übernommen, u.a.: • Bevölkerungsprognose von IT.NRW • Strukturprognose zur Bundesverkehrswegeplanung (v.a. Beschäftigte) • Feinverteilung innerhalb Kölns erfolgte auf Grundlage von Angaben der St adt Köln zu Bauflächenpotenzialen, differenziert nach Wohnbau- und Gewerbeflächen • Die Einwohnerzahl der Stadt Köln wächst nach den Prognosen bis 2030 um 10,2 % auf rund 1,2 Mio. Einwohner • Bei den Beschäftigten ist ebenfalls eine deutliche Zunahme von knapp 9 % zu er warten. Allgemeine Strukturentwicklung 2018 – 2030 Einwohner Beschäftigte 2018 2030 Veränd. [%] 2018 2030 Veränd. [%] Köln Bez. 1 127.898 140.008 9,5 292.205 307.546 5,3 Köln Bez. 2 110.017 131.189 19,2 61.387 70.901 15,5 Köln Bez. 3 151.798 160.639 5,8 108.888 116.961 7,4 Köln Bez. 4 108.433 115.971 7,0 72.557 78.343 8,0 Köln Bez. 5 117.621 125.233 6,5 68.001 73.218 7,7 Köln Bez. 6 82.246 94.080 14,4 19.619 21.899 11,6 Köln Bez. 7 113.275 126.220 11,4 60.587 70.188 15,8 Köln Bez. 8 120.444 129.026 7,1 34.755 38.117 9,7 Köln Bez. 9 148.652 167.808 12,9 49.098 57.902 17,9 Köln Gesamt 1.080.384 1.190.174 10,2 767.097 835.075 8,9 IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 59Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Nutzung Pkw- Fahrten gemäß VU Büro RK * Motorisierte Personenwege IV ÖV Gesamt Wohnen 5.550 6.700 7.100 13.800 Büro 5.650 6.350 5.000 11.350 Hotel 450 500 350 850 Einzelhandel 1.950 2.400 1.350 3.750 Kultur 1.450 1.950 1.650 3.600 Kita 650 750 250 1.000 Schule 200 400 500 900 Gastro 1.300 1.750 1.500 3.250 Summe 17.200 20.800 17.700 38.500 • Aufkommensberechnung: • Übernahme aus Verkehrsuntersuchung des Büro RK * • Grundlage: Ausgewiesene Pkw-Fahr ten pro Tag, Pkw-Besetzungsgrade und Modal-Split-Anteile • Wirtschaftsverkehr wurde nicht berücksichtigt, da in der Regel Kfz- gebunden • Ergänzende Angaben aus MiD 2017 • D ie räumliche Aufkommensverteilung erfolgte mittels Verkehrsmodell und wur de mit den Berechnungen der Verkehrsuntersuchung von RK * abgeglichen • Insgesamt fast 18.000 ÖV-Fahr ten pro Tag (Summe Quell- und Zielverkehr), davon ca. 80 % Binnenverkehr Stadt Köln Aufkommen Deutzer Hafen *: RK Rudolf Keller Verkehrsingenieure GmbH: Entwicklung Deutzer Hafen. Stand der Verkehrsuntersuchung 10.03.2020 IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 60Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Für den Quellverkehr der geplanten Wohnnutzungen im Entwicklungsgebiet wurden die Zielwerte des Modal-Split im Szenario 1 der Verkehrsuntersuchung des Büro RK angesetzt Für die Zielverkehrsnutzungen (Büro, Handel, Hotel etc.) wurden nach Reisezwecken differenzierte Modal-Split-Anteile angesetzt. Dabei wurden für den IV- Anteil die Zielgrößen aus der Verkehrsuntersuchung des Büro RK übernommen. Für die Abschätzung der ÖV-Anteile wurde sich grundsätzlich an den reisezweckspezifischen Modal-Split-Werten aus der MiD 2017 (Regionalauswertung Stadt Köln) orientiert. Zur Berücksichtigung des Einpendlerverkehrs, welcher tendenziell höhere Anteile der motorisierten Verkehrsmittel (MIV und ÖV) aufweisen als der von der MiD erfasste Binnen- und Quellverkehr, erfolgte gegenüber der MiD eine leichte Verschiebung der Modal-Split-Anteile vom Rad- / Fußverkehr zum ÖPNV. Die Ermittlung der prognostizierten ÖV-Fahrten aus dem Entwicklungsgebiet erfolgte auf Grundlage der vom Büro RK definierten Anzahl zu erwartender Kfz-Fahrten unter Ansatz der aus der MiD bzw. der Verkehrsuntersuchung von RK abgeleiteten Besetzungsgrade und dem Anteil der MIV-Fahrten am gesamten Motorisierten Verkehr. 26% 32% 47% 22% 29% 26% 41% 28% 30% 28% 26% 16% 22% 12% 46% 38% 25% 52% 55% 52% 47% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Wohnen Beruf Geschäft Ausbildung Versorgung Freizeit Begleitung QV Zielverkehr Angenommener Modal-Split nach Reisezwecken IV ÖV Fuß-/Rad IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 61Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Die Belastungsermittlung erfolgte durch Umlegung der ÖV-Matrizen auf die Verkehrsnetze in den betrachteten Fällen. In den Prognosefällen wurden drei verschiedene Betrachtungsebenen angesetzt: • Gesamtes ÖV-Auf kommen: Städtisches und regionales ÖV-Aufkommen einschließlich des Aufkommens aus dem Deutzer Hafen • Aufkommen Deutzer Hafen: separate Betrachtung des projektbezogenen ÖV-Auf kommens. Darüber sind Aussagen zur Verkehrsverteilung des Aufkommens aus dem Entwicklungsgebiet möglich. • Aufkommen Querschnitt Deutzer Freiheit – Sev erinsbrücke: Für diesen Querschnitt, auf dem die höchsten ÖV-Belastungen im rechtsrheinischen Abschnitt der Linie 7 / 8 erhoben wurden, wurden Routenverfolgungen gerechnet, getrennt nach dem Aufkommen des Entwicklungsgebiets und des sonstigen Verkehrs. Diese Darstellung dient zur Identifizierung maßgeblicher Routen, auch im Hinblick auf ggf. zukünftige Weiterentwicklung des Netzes. Die Veränderungen zwischen dem Analysefall und dem Prognose-Bezugsfall sowie zwischen dem Prognose-Bezugsfall und den Planfällen wurden in Form von Differenzenplänen dargestellt. Auf diese Weise werden die Wirkungen der unterstellten Maßnahmen auf die Belastungssituation deutlich. IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 62Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Analysefall [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 63Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose-Bezugsfall [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 64Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Belastungsdifferenzen Prognose-Bezugsfall zu Analysefall [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 65Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Allgemeine Entwicklung und Entwicklung Deutzer Hafen Bewertung der unterstellten Netzerweiterungen Nord-Süd-S tadtbahn: im Innenstadtbereich bis zu 90.000 Fahrgäste pro Tag Entlastung des heutigen Linienwegs der Linie 16 über Ubierring - Bar barossaplatz um bis zu 30.000 Fahrgäste pro Tag Verlängerung Linie 5: Bonner Wall – Ar noldshöhe 15.000 – 30.000 Fg/Tag Arnoldshöhe – Rondor f ca. 13.000 Fg/Tag Rondorf – Mes chenich ca. 7.000 Fg/Tag Anbindung Mülheim-Süd – S tammheim – Flittard: Bf Deutz – M ülheim ca. 12.000 Fg/Tag Mülheim – St ammheim ca. 10.000 Fg/Tag Stammheim – Flit tard ca. 4.000 Fg/Tag Im gesamten Stadtgebiet um ca. 10-15 % s teigende Fahrgastzahlen infolge Strukturentwicklung In Stadtbereichen mit größeren Entwicklungsmaßnahmen auch deutlich st ärkere Zunahmen Nachfragerückgang nur auf Strecken, die durch Neubaustrecken entlastet wer den Ast der Linie 7 / 8 mit starken Zunahmen: Entwicklung Zündorf-Süd c a. 6.000 Fg/Tag Entwicklung Deutzer Hafen ca. 18.000 Fg/T ag, davon 11.000 in Richtung Deutz / Innenstadt Insgesamt am Querschnitt Severinsbrücke – Deut zer Freiheit + 20.000 Fg/Tag (davon entfallen ca. 3.500 Fg/Tag auf Buslinie 150) Bewertung der Nachfrageveränderungen im Prognose-Bezugsfall zum Analysefall IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 66Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose-Bezugsfall Querschnitt Linien 7 / 8 / 150 Severinsbrücke – Deutzer Freiheit [Fg/Tag] Aufkommen Deutzer Hafen Sonstige Verkehre Belastungen IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 67Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose-Bezugsfall Aufkommen Deutzer Hafen [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 68Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Die Ermittlung der Nachfrageveränderungen zwischen dem Bezugsfall und den Planfällen erfolgte anhand der Widerstandsveränderungen nach dem Verfahren der Standardisierten Bewertung (Version 2016). Nachstehende Tabelle gibt beispielhafte Widerstandsveränderungen für Fahrten vom Deutzer Hafen zu typischen Zielorten an. Berücksichtigt darin sind die wesentlichen Kriterien Reisezeit (Fahr-, Umsteige-, Zu- und Abgangszeiten) sowie Umsteigehäufigkeit. Im Prognose-Planfall 1/2 ergeben sich auf vielen Relationen zwischen dem Deutzer Hafen und Zielen im rechtsrheinischen Stadtgebiet (Kalk, Mülheim) bzw. SPNV-Zielen geringere Umsteigehäufigkeiten als im Bezugsfall. Dabei treten jedoch bei Umstieg am Bahnhof Deutz häufig längere Umsteigezeiten auf, was dann gegenüber dem Bezugsfall zu längeren Reisezeiten führt. Nach Gewichtung der Reisezeit und der Umsteigehäufigkeit (Zeitzuschläge in Anlehnung an das Berechnungsverfahren der Standardisierten Bewertung) im Sinne eines Gesamtwiderstands sind insgesamt nur geringe Widerstandsveränderungen von -5 bis +2 min zu erwarten. Die sich daraus ergebende Nachfrageveränderung liegt im Bereich von ± 1 %. Der Effekt auf die Verkehrsmittelwahl im Sinne von Verlagerungen vom IV zum ÖV ist daher eher gering zu bewerten. *: Dabei wurden u.a. Umsteigevorgänge mit einem Zeitäquivalent von 8 min und Wartezeiten mit einem Faktor von 1,2 gewichtet. Prognose-Bezugsfall Prognose-Planfall 1 / 2 Widerstands- veränderung [min]Vom Deutzer Hafen nach… Reisezeit [min] davon Fahr- und Umsteigezeit Umsteige- häufigkeit Gewichteter Widerstand [min] Reisezeit [min] davon Fahr- und Umsteigezeit Umsteige- häufigkeit Gewichteter Widerstand [min] Köln Zentrum (Neumarkt) 23 8 0,00 26 25 8 0,00 28 2 Köln Hbf 32 17 2,00 51 34 19 1,50 49 -2 Bf Deutz 24 8 0,00 26 21 5 0,00 24 -2 Köln-Kalk Kapelle 41 27 1,00 52 41 27 1,00 52 0 Porz Mitte 40 27 1,00 51 40 27 1,00 51 0 Köln-Mülheim Wiener Platz 34 21 1,50 49 37 23 1,00 48 -1 Leverkusen Mitte 44 29 2,00 63 52 36 1,00 63 0 Bergisch Gladbach Zentrum 50 37 2,00 69 59 44 1,00 70 1 Flughafen Köln/Bonn 40 26 2,00 59 46 33 1,00 57 -2 Bonn Hbf 64 48 2,00 83 69 54 1,00 80 -3 Horrem 53 40 2,00 72 56 41 1,00 67 -5 IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 69Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose Planfall 1 / 2 [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 70Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungsdifferenzen Prognose-Planfall 1 / 2 – Prognose-Bezugsfall [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 71Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose-Planfall 1 / 2 Querschnitt Linien 7 / 8 / 150 Severinsbrücke – Deutzer Freiheit [Fg/Tag] Aufkommen Deutzer Hafen Sonstige Verkehre Belastungen IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 72Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose-Planfall 1 / 2 – Aufkommen Deutzer Hafen [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 73Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungsdifferenzen Prognose-Planfall 1 / 2 – Prognose-Bezugsfall [Fg/Tag] Aufkommen Deutzer Hafen IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 74Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Gesamtaufkommen Insgesamt ist auf der gesamten Strecke zwischen Porz und Universität ein Belastungsrückgang um rund 2.000 Fg/Tag zu erwarten. Dieser ist durch Verlagerungen von Verkehren auf diesen Relationen auf andere Verbindungen zu erklären, u.a.: • Verlagerungen aus dem Raum Porz von Stadtbahn auf S-Bahn • V erlagerungen zwischen Deutz und südwestlicher Innenstadt / Universität auf Lini e 3 / 4 Der Abschnitt Deutzer Freiheit – Bf Deutz erfährt erwartungsgemäß eine deutliche Belastungszunahme um ca. 7.000 Fg/Tag durch die Verlagerung von Quell- / Zielverkehren sowohl des Deutzer Hafens als auch bestehender Nutzungen im Korridor der Linie 8 (insbesondere entlang der Siegburger Straße) auf den Umstieg am Bahnhof Deutz. Dass diese Zunahme sich im übrigen Netz nicht weiter zeigt, ist durch die Überlagerung mit Entlastungen auf den bisher genutzten Relationen (z.B. aus Richtung Köln Hbf) zu erklären. Infolge der Überlagerung von positiven und negativen Reisezeitveränderungen sind insgesamt nur geringe Verlagerungen vom IV zum ÖV zu erwarten. Aufkommen Linie 7 / 8 / 150 und Aufkommen Deutzer Hafen Während im Prognose-Bezugsfall nur 16 % des Gesamtaufkommens des ÖPNV ab Deutzer Freiheit weiter Richtung Bf Deutz fahren bzw. umsteigen, erhöht sich der Anteil im Planfall auf 27 %. Der Anteil der Fahrten von / nach Bf Deutz am Aufkommen des Entwicklungsgebiets Deutzer Hafen erhöht sich von 25 % im Bezugsfall auf 40 % im Planfall. Die rund 10.000 Fahrten pro Tag, die im Planfall von den Linien 7 und 8 kommend bis zum Bf Deutz fahren, verteilen sich ab dort folgendermaßen weiter: • 5.100 über Linien 1 / 9 Richtung Kalk • 1.500 über Linien 3 / 4 / 15 Richtung Mülheim • 3.300 zum SPNV + Lokalaufkommen Deutz / Messe Prognose-Planfall 1/2 - Bewertung der Belastungsveränderungen zum Prognose-Bezugsfall IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 75Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose-Planfall 3 [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 76Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungsdifferenzen Prognose-Planfall 3 – Prognose-Bezugsfall [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 77Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose-Planfall 3 Querschnitt Linien 7 / 8 / 150 Severinsbrücke – Deutzer Freiheit [Fg/Tag] Bus 150 im 10 Min-Takt Aufkommen Deutzer Hafen Sonstige Verkehre Belastungen IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 78Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungen Prognose-Planfall 3 Aufkommen Deutzer Hafen [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 79Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ ÖV-Belastungsdifferenzen Prognose-Planfall 3 – Prognose-Bezugsfall [Fg/Tag] Aufkommen Deutzer Hafen IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 80Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Gesamtaufkommen Durch die Taktverdichtung der Linie 150 wird ein deutlicher Fahrgastzuwachs auf dem gesamten Verlauf zwischen Poll (Siegburger Straße) und Bf Deutz / Messeplatz erwartet. Die Belastung steigt gegenüber dem Bezugsfall um bis zu 1.000 Fahrgäste pro Tag und Richtung, am stärksten Querschnitt (Severinsbrücke – Deutzer Freiheit) nutzen täglich insgesamt rund 6.800 Fahrgäste den Bus. Dieser Zuwachs ist neben dem Aufkommen des Entwicklungsgebiets Deutzer Hafen auch zu einem wesentlichen Teil durch Verlagerungen aus dem Raum Poll in Zu- / Abbringerverkehr zur S-Bahn zu begründen. Dies zeigt sich vor allem in den Entlastungen auf der Buslinie 159 zwischen Poll und dem S-Bahnhof Trimbornstraße. Hier entsteht eine verbesserte Anbindung des Gebiets über den Bahnhof Deutz nicht nur an die S-Bahn, sondern auch an den weiter führenden SPNV. Im Aufkommen des Entwicklungsgebiets zeigen sich Fahrgastzunahmen vor allem auf der Linie 150 in Richtung Poll. In Richtung des Deutzer Bahnhofs sind hier vor allem Verlagerungen von der Stadtbahn auf den Bus zu erwarten, was zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Kapazitäten führt. Reisezeitwirkungen und Aufkommen Deutzer Hafen Da gegenüber dem Bezugsfall keine grundsätzliche Änderung der Linienführung erfolgt, ergeben sich Widerstandsveränderungen der Gesamtreisezeit allenfalls durch eine höhere Verfügbarkeit und damit geringeren Wartezeiten beim Einstieg im Bereich des Deutzer Hafens. Dadurch sind die Reisezeitwirkungen und Verkehrsverlagerungen weitestgehend zu vernachlässigen. Der Anteil des Aufkommens, der sich auf der Linie 150 über die Haltestelle Messeplatz hinaus weiter Richtung Mülheim verteilt, liegt mit ca. 800 Fahrgästen pro Tag auf dem Niveau des Bezugsfalls. Daraus wird deutlich, dass der Abschnitt der Verdichtung zwischen Siegburger Straße und Messeplatz richtig gewählt ist; eine Verdichtung auf dem weiteren Abschnitt bis Mülheim erscheint hier nicht erforderlich. Prognose-Planfall 3 - Bewertung der Belastungsveränderungen zum Prognose-Bezugsfall IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 81Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Für die betrachteten Prognosefälle erfolgte eine überschlägliche Bewertung der Kapazitätsauslastung. Grundlage dafür waren die prognostizierten Linienbelastungen am höchstbelasteten Querschnitt (Deutzer Brücke – Severinsbrücke) und der Annahme eines Anteils der maßgeblichen Spitzenstunde in Lastrichtung von 10 % des richtungsbezogenen Tagesaufkommens sowie des Einsatzes typischer Fahrzeugkonfigurationen. Es zeigt sich, dass im Prognose-Bezugsfall (bereits mit Linie 8 in Richtung Innenstadt) auf dem Querschnitt bereits hohe Auslastungsgrade der Gesamtkapazität zu erwarten sind. Auf der Linie 7 wird die Kapazität nahezu erreicht. Im Prognose-Planfall 1/ 2 steigt die Belegung der Linie 7, die infolge der Führung der Linie 8 zum Bahnhof Deutz nun die einzige Verbindung in Richtung Innenstadt ist. Bei den getroffenen Annahmen wird die Kapazität der Linie 7 überschritten, während die Linie 8 und die Linie 150 geringer ausgelastet sind als im Bezugsfall. Insofern ist die Stadtbahnanbindung an den Bf. Deutz (Planfall 1 / 2) nur möglich, wenn zusätzliche Kapazitäten auf der Linie 7 bereitgestellt würden. In Planfall 3 entlastet die verdichtete Buslinie 150 beide Stadtbahnlinien leicht, so dass hier etwas geringere Auslastungen erwartet werden als im Bezugsfall. Durch die Verdichtung auf 10‘-Takt sind die Busse trotz des höheren Fahrgastaufkommens weniger stark ausgelastet. Linie 7 8 150 Fahrzeug NF-Stadtbahn (K4500) in Doppeltraktion Standard- Gelenkbus Summe Sitz- und Stehplätze je Fahrt 276 276 100 Prognose- Bezugsfall Fahrgäste in der maßgebenden Spitzenstunde in Lastrichtung 1.565 1.264 237 Bedienungshäufigkeit [Fahrten/h] 6 6 3 Belegung je Fahrt [Fg] 261 211 79 Auslastung 95% 76% 79% Prognose- Planfall 1/2 Fahrgäste in der maßgebenden Spitzenstunde in Lastrichtung 1.731 857 199 Bedienungshäufigkeit [Fahrten/h] 6 6 3 Belegung je Fahrt [Fg] 289 143 66 Auslastung 105% 52% 66% Prognose- Planfall 3 Fahrgäste in der maßgebenden Spitzenstunde in Lastrichtung 1.525 1.179 347 Bedienungshäufigkeit [Fahrten/h] 6 6 6 Belegung je Fahrt [Fg] 254 196 58 Auslastung 92% 71% 58% Bewertung Fahrzeugkapazität - ÖPNV IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 82Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Zusammenfassung Stufe 3 - ÖPNV Bezugsfall • Aus den städtebaulichen Entwicklungen im rechtsrheinischen Korridor ist in den nächs ten Jahren eine erhebliche Verkehrszunahme zu erwarten. • Deutzer Hafen: ca. 18.000 ÖV-Fahrt en pro Tag, davon 11.000 in Richtung Deutz / Innenstadt • Um dieses Verkehrsaufkommen abzuwickeln, sind die im Pr ognose-Bezugsfall unterstellten Maßnahmen (Verdichtung Stadtbahnbedienung/ Buslinie 150) in jedem Fall erforderlich. • Der größte Teil des zukünftigen Verkehrsaufkommens bezieht si ch auf die linksrheinische Innenstadt. • Mit etwa 7.000 Fahrgästen/ Tag auch relevantes Aufkommen in / aus Richtung des Deut zer Bahnhof, davon allein knapp 3.000 mit Quelle / Ziel im Entwicklungsgebiet Deutzer Hafen • Anbindung an den Deutzer Bahnhof sinnvoll: Ver besserung der Anbindungsqualität! ÖV-Belastungen Prognose-Bezugsfall Querschnitt Linien 7 / 8 / 150 Severinsbrücke – Deutzer Freiheit [Fg/Tag] IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 83Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Planfall 1 / 2 Stadtbahn Linie 8 Porz – Bf. Deutz • Planfall führt zu Verlagerungen von der Achse Richtung Innenstadt (via Deutzer B rücke) auf die Achse Richtung Bf. Deutz (ca. +7.000 Fg/Tag) • Verlagerungen vom IV zum ÖV sind verhältnismäßig gering • Problem: Nachfrage für die Verkehre mit Ziel Innenstadt kann trotz der Ver lagerungen alleine durch die Linie 7 in den Spitzenzeiten nicht bewältigt werden! Planfall 3 (Verdichtung Buslinie 150, Linie 8 Porz – Sülz ) • Die Belastung der Buslinie 150 steigt um bis zu 2.000 Fg/T ag • Entlastungen auf anderen Buslinien sowie der Stadtbahn • Trotz der höheren Nachfrage ergibt sich eine bessere Verteilung und glei chmäßigere Auslastung der Kapazitäten. Fazit Die Anbindung des Deutzer Hafens/ Stadtteil Poll an den Deutzer Bahnhof mittels der verlängerten Buslinie 150 stellt eine gute Verbindung dar. Bei Vollausbau des Deutzer Hafens ist eine Taktverdichtung der Linie 150 auf 10 Minuten erforderlich! PF 1/2 - Bezugsfall PF 3 - Bezugsfall IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Dezember 2022| Seite 84Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Aus der Entwicklung Deutzer Hafen sowie weiteren städtebaulichen Entwicklungen im rechtsrheinischen Korridor der heutigen Linie 7 (u.a. Entwicklung Zündorf-Süd) ist in den nächsten Jahren eine erhebliche Verkehrszunahme zu erwarten. Die Fahrgastnachfrage auf dem Abschnitt zwischen den Haltestellen Severinsbrückeund Deutzer Freiheit steigt um bis zu 20.000 Fahrgäste pro Tag, davon entfällt mehr als die Hälfte auf das Aufkommen des Entwicklungsgebiets Deutzer Hafen. Um dieses Verkehrsaufkommen abzuwickeln, sind die im Prognose-Bezugsfall unterstellten Maßnahmen (Verdichtung der Stadtbahnbedienung ab Porz Markt auf 10‘-Takt und somit in der Summe im Untersuchungsgebiet auf 5‘-Takt, Verlängerung der Buslinie 150 bis Siegburger Straße im 20‘-Takt) in jedem Fall erforderlich. Der mit über 30.000 Fahrgästen pro Tag größte Teil des zukünftig über die Linien 7, 8 und 150 abgewickelten Verkehrsaufkommens ist auf die linksrheinische Innenstadt mit den Haltestellen Heumarkt und Neumarkt bezogen. Mit etwa 7.000 Fahrgästen pro Tag wird allerdings auch ein relevantes Aufkommen in Richtung des Deutzer Bahnhofs zu erwarten sein. Eine Anbindung an den Deutzer Bahnhof wird insbesondere im Hinblick auf die im Entwicklungsgebiet geplanten, aber auch diebereits heute entlang der Siegburger Straße vorhandenen gewerblichen Nutzungen, die einen nennenswerten Anteil von Einpendlern erwarten lassen, als sinnvoll erachtet. Die Anbindung des Deutzer Hafens sowie auch des Stadtteils Poll an den Deutzer Bahnhof mittels der bis zur Haltestelle Siegburger Straße verlängerten Buslinie 150 stellt dabei eine Mindestanforderung dar. Bewertung • Durch die direkte Anbindung an den Bahnhof Deutz bietet die Stadtbahnanbindung (Variante 1 / 2) insbesondere für SPNV-bezog ene Einpendler zu den geplanten Arbeitsplatzstandorten im Deutzer Hafen eine hochwertige Erschließung. Gleichermaßen ergibt sich damit auch für die weiteren über die Linie 8 erschlossenen Gebiete in den Stadtteilen Poll und Porz eine verbesserte Anbindung an den SPNV. • Eine Verlegung der Linie 8 zum Deutzer Bahnhof führt allerdings auch zu einer Überlastung der Linie 7 im Hinblick auf die Verkeh re mit Ziel in der Kölner Innenstadt was zusätzliche Maßnahmen erforderlich macht. • Die Nachfragewirkungen der Varianten 1 / 2 sind insgesamt eher gering zu bewerten, da Reisezeitverbesserungen oft durch längere Um steigezeiten aufgehoben werden. • Mit der Variante 3 können die geplanten Fahrzeugkapazitäten am Besten ausgenutzt werden. Empfehlung für den ÖPNV Aus verkehrlicher Sicht wird die Variante 3 empfohlen. IV. Verkehrliche Auswirkungen - ÖPNV Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 85 V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 86 Grundlage: Google Earth V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Die bisherigen Betrachtungen gehen von einer Endhaltestelle der Varianten am Bf Deutz aus. Für die Gesamtbewertung der Varianten ist ergänzend auch die mögliche Weiterführung einer neuen Stadtbahnlinie 8 im Streckennetz interessant. Grundsätzlich eröffnet eine Stadtbahnanbindung aus Richtung des Deutzer Hafens zum Bf Deutz Potenziale für eine weitere rechtsrheinische Durchbindung in Richtung Mülheim bzw. Kalk. Diese können langfristig, insbesondere im Zusammenhang mit weiteren städtebaulichen Entwicklungen (u.a. im Gebiet Mülheim-Süd sowie in Neubrück) für eine solche Verbindung sprechen. Die verkehrlichen Auswirkungen solcher Fortführungen wären in einem zweiten Schritt zu prüfen. Die folgende Untersuchung möglicher Weiterführungen beschränkt sich auf die Bewertung der technischen Machbarkeit. Planfall 1 Planfall 2 Planfall 3 Kartengrundlage: https://geo.webservice-kvb.koeln/knb-bgl/ Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 87 V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Grundsätzlich lässt die Trassierung der Variante 2.0 eine Weiterführung der Variante 2.0 bis zum Stadthaus mit Einbindung in die Gleise der Linien 3 und 4 technisch zu. Problem: Linie 8 Niederflurnetz Linien 3 und 4 Hochflurnetz Eine Überlagerung des Hoch- und Niederflurnetzes wird aus technischer sowie aus städtebaulicher Sicht nicht empfohlen. Die Variante 2.1 würde eine Linienführung über den Auenweg ermöglichen. Zu beachen ist der eingeschränkte Brückenquerschnitt Die Variante 2.2 erlaubt keine Durchbindung. V2.2 V2.1 V2.0 V1 Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 88 Bei der Variante 1 ist durch die Einführung einer neuen Linie 8 in die Gleise der Linien 1 und 9 eine Verlängerung über den Bahnhof Deutz in Richtung Kalk technisch möglich. Vergleichbar wurde für die Endhaltestellen der Varianten 2.0 – 2.2 untersucht, ob eine Verlängerung der Stadtbahn in Richtung Mülheim technisch möglich ist. Grundsätzlich lässt die Trassierung der Variante 2.0 eine Weiterführung der Trasse bis zum Stadthaus mit Einbindung in die Gleise der Linien 3 und 4 zu. Der weitere Verlauf wurde in diesem Rahmen nicht weiter untersucht. Es kann jedoch bereits jetzt darauf Grundlage: Google Earth hingewiesen werden, dass eine Linie 8 mit den Niederflurfahrzeugen nicht die bestehenden Haltestellen des Hochflurnetzes nutzen kann. Synergien aus einer gemeinsamen Streckenführung sind somit auf geringe Trassenteile beschränkt. Dies bedeutet auch einen Bedarf von zusätzlichen Bahnsteigen im Bereich der Parallelführung der Linien 3 und 4 mit der Linie 8 mit entsprechendem Eingriff in öffentliche Flächen und Infrastruktur. Eine Überlagerung des Hoch- und Niederflurnetzes wird aus technischer sowie aus städtebaulicher Sicht nicht empfohlen. Linien 3 und 4 (Hochflur) Linie 8 (Niederflur) Linien 1 und 9 (Niederflur) Bahnhof Deutz 3 V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 89 Opladener Straße/Deutz Mülheimer Straße - Verlängerung Variante 2.0 Mögliche Ausbauvariante unter Berücksichtigung des geplanten Ausbau der Bahnbrücke Deutz-Mülheimer-Straße. Der Ausbau der Bahnbrücke ermöglicht einen zusätzlichen Rechtsabbiegefahrstreifen aus der Deutz-Mülheimer-Straße in die Opladener Straße Möglicher AusbauBestand V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 90 Opladener Straße/Deutz Mülheimer Straße - Verlängerung Variante 2.0 Möglicher betrieblicher Ablauf der LSA unter Berücksichtigung einer ÖPNV-Berücksichtigung Überschlägige verkehrliche Bewertung • Der Knotenpunkt hat bereits im Bestand die Leistungsfähigkeitsgrenze erreicht. Zeitweise kommt es in den Spitzenstunden zu Überlastungen. • Durch die Vielzahl der möglichen ÖPNV-Eingriffe in den Phasenablauf ist eine rein rechnerische Bewertung nicht aussagekräftig. • Durch die zusätzlichen „Über-Eck“ verkehrenden ÖPNV-Fahrzeuge im 10-Minuten-Takt und der damit erforderlichen Freigabezeiten wird eine deutliche Zunahme der zu den Hauptverkehrsrichtungen feindlichen Grünzeiten erwartet. • Aus verkehrlicher Sicht ist durch die bereits hohe Auslastung des Knotenpunktes im Bestand und die zusätzlichen Bahneingriffeeine leistungsfähige Abwicklung der Verkehre des Prognose-Planfalls nicht darstellbar. Möglicher Ausbau V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 91 Grundsätzlich ermöglicht die ansonsten negativ bewertete Variante 2.1 eine Durchbindung einer neuen Trasse über den Auenweg in Richtung Mülheim. Zwangspunkte bilden hierbei die Bauwerke der DB, die bei einer Durchbindung der Gleise eine größere Beeinträchtigung des MIV mit dem hohen Anteilan Messeverkehr ergeben. Die Variante 2.2 würde erst mit einem erheblich breiteren Mittelbahnsteigs und einer Führung der Gleise in Straßenlage möglich sein. Hierdurchwürden die Fahrspuren unter beiden Brücken mit entsprechenden MIV-Einschränkungen in Anspruch genommen. Ob hier eine Mischnutzung IV/ÖV im Hinblick auf den Messeverkehr sinnvoll ist, wäre noch eingehender zu untersuchen. Bei der Bewertung dieser Lösung ist zu beachten, dass sich bereits eine neue Hochflurlinie zur Anbindung des Mülheimer Südens in Planung befindet, die vom Messekreisel über die Deutz-Mülheimer Straße bis Mülheim führt. Die Verlängerung der Niederflurlinie 8 bis zu dieser Trasse hätte hierbei die gleichen Nachteile wie bei Variante 2.0. Dementsprechend wird bei den Varianten 2.0 bis 2.2 die jeweilige Haltestelle des Bf Deutz als Endhaltestelle der Linie 8 angesehen. Fahrleitungshöhe beachten V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 92 V. Möglichkeiten der Durchbindung Richtung Kalk oder Mülheim Bewertungen Variante 1 • Technische Möglichkeit der Fortführung über den Bf Deut z hinaus besteht in Richtung Kalk. • Rund 5.000 Umsteiger pro Tag (Summe beider Richtungen) von den Linien 7 und 8 aus R ichtung Deutzer Hafen auf die Linien 1 / 9 in Richtung Kalk Durchbindungspotenzial ! Varianten 2.0 / 2.1: • technische Fortführung über Bf Deut z hinaus grundsätzlich möglich • Durch unterschiedliche Fahrzeugsysteme (Hoch- und Ni ederflur) für eine Verlängerung in Richtung Mülheim nur bedingt geeignet. • Große Eingriffe in den MIV wirken sich negativ aus. • Durchbindung nach Mülheim besteht bereits durch Buslinie 150 Var iante 2.2: • Für eine Verlängerung in der geplanten Bauform nicht geeignet Empfehlungen • Eine Verlängerung in Richtung Kalk ist bei der Wahl der Variante 1 zu befürworten. • Auf eine Verlängerung der Linie 8 in Richtung Mülheim (Variante 2) sollte verzichtet wer den. Rund 10.000 Fahrten/Tag im Planfall zwischen den Linien 7 und 8 (Deutzer Freiheit – Porz) und dem Bf Deutz Weitere Verteilung ab Bf Deutz: • Ca. 5.000 über Linien 1 / 9 von / nach Kalk • Ca. 1.500 über Linien 3 / 4 / 14 von / nach Mülheim • Ca. 3.500 vom / zum SPNV + Lokalaufkommen Deutz / Messe 10.000 ÖV-Belastungen Prognose-Planfall 1/2 Querschnitt Linien 7 / 8 / 150 Severinsbrücke – Deutzer Freiheit [Fg/Tag] 26.000 Dezember 2022| Seite 93Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ VI. Bewertung der Varianten und Empfehlung Dezember 2022| Seite 94Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bewertungsmatrix ohne optionale Möglichkeit der Durchbindung über den Bf Deutz hinaus VI. Bewertung der Varianten und Empfehlung Bus Linie 150 1.0 1.1 1.2 2.0 2.1 2.2 Bericht Stufe Kriterien parallele Führung der Gleise, Halt an Station Deutzer Freiheit (Mindener Str.), Führung der Gleise unter die Rampe der Deutzer Brücke keine parallele Gleisführung an Deutzer Freiheit, Halt an Station Deutzer Freiheit (Mindener Str.), Führung des Gleises der Fahrtrichtung Deutzer Hafen unter die Rampe der Deutzer Brücke parallele Gleisführung mit der Mindener Straße, Halt an Station Deutzer Freiheit (Siegburger Str.) Mittelbahnsteig in Opladener Str. Seitenbahnsteige Auenweg Mittelbahnsteig Auenweg Komfortabler (barrierefrei, kurz) Umstieg am Bf Deutz zu Linien 1,9 ++ ++ ++ + + + O Komfortabler (barrierefrei, kurz) Umstieg am Bf Deutz zu Linien 3,4 + + + + O O O Komfortabler (barrierefrei, kurz) Umstieg am Bf Deutz zu SPNV + + + O O O O Reisezeitverkürzung im ÖV zwischen Deutzer Hafen und Bf Deutz + + + + + + + Leistungsfähigkeit MIV am Knotenpunkt Deutzer Brücke/Mindener Str./Siegburger Str. -- -- - - - - O Leistungsfähigkeit MIV am Knotenpunkt Auenweg/Mindener Str O O O - -- -- O Barrierefreie Nutzung der Hst. Deutzer Freiheit (…) + + O O O O O Flächeninanspruchnahme/Grunderwerb (ohne Reduzierung heutiger Gehweg- /Radverkehrsbreiten) O - -- - -- -- O Komplexität Baumaßnahme -- -- - O O O ++ Baukosten -- - O O O O ++ Verlagerungspotenzial von IV auf ÖV O O O O O O O Kapazitätsauslastung ÖV (Linie 7, 8, 150) -- -- -- -- -- -- O Leistungsfähigkeit ÖV (Streckenauslastung, Auswirkungen auf Betrieb der Linien 1,7,9) - - -- O O O + GESAMTBEWERTUNG O O O O - - + Ranking 3 3 3 2 6 6 1 2 Betrachtung der technischen Machbarkeit 3 Verkehrliche Auswirkungen ++ sehr gut + gut O neutral - negativ -- sehr negativ Stadtbahn Linie 8 Variante 1 Führung der Linie 8 bis zu den Gleisen der Linien 1 und 9 im Bereich Hst. Deutzer Freiheit (Mindener Str.), danach unteririsch bis zum Bf Deutz Variante 2 Führung der Linie 8 oberirdisch über Mindener Straße zum Bf Deutz (Ottoplatz) Variante 3 Verdichtete Bedienung der Buslinie 150 1 Betriebliche Untersuchung Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 95 Bewertungsmatrix zur optionalen Möglichkeit der Durchbindung über den Bf Deutz hinaus VI. Bewertung der Varianten und Empfehlung Dezember 2022| Seite 96Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Bewertung VI. Bewertung der Varianten und Empfehlung Die Bewertung betrachtet ausschließlich die Strecke Deutz Bf – Porz. Ergänzend der Verdichtung des Betriebs der Buslinie 150 (Variante 3) wurden in den Varianten 1 und 2 Lösungen für die Durchbindung einer Stadtbahn aus Richtung Deutzer Hafen zum Bahnhof Deutz untersucht und qualitativ bewertet. Die Bewertung erfolgte auf einer fünfstufigen Skala von „++“ (sehr gut) bis „—“ (sehr negativ). Für die Ermittlung des Rankings wurden die einzelnen Kriterien gleich gewichtet und die Bewertungsstufen in Zahlenwerte von +2 (sehr gut) bis -2 (sehr negativ) umgesetzt. Stufe 1 Betriebliche Untersuchung Als Grundlage für die technische und die verkehrliche Bewertung wurden Fahrplankonzepte für die zu untersuchenden Varianten ermittelt. Diese bauten auf einem Prognose- Bezugsfall auf, welcher die zu erwartenden Netz- und Strukturveränderungen bis zum Prognosehorizont 2030 berücksichtigt. Aus betrieblicher Sicht bietet die Variante 1 die größeren Vorteile. Stufe 2 Technische Machbarkeit Die Varianten 1 und 2 trennen sich im Bereich der Haltestelle Deutzer Freiheit (Siegburger Straße) von der Linienführung der Linie 7. Der wesentliche Unterschied liegt in der weiteren Linienführung. Die Variante 1 führt direkt hinter der Haltestelle Deutzer Freiheit (Mindener Straße) in die Gleise der Linien 1 und 9 und wird danach unteririsch gemeinsam zum Bahnhof Deutz geführt. Die Variante 2 führt durchgängig oberirdisch über die Mindener Straße zum Bahnhof Deutz (Ottoplatz). Die Variante 1 ist wesentlich kostenintensiver zu realisieren, als die Variante 2. Die prognostizierte Verkehrsbelastung im MIV kann in der Abendspitze rechnerisch bei keiner Variante leistungsfähig abgewickelt werden. Die besondere Einschränkung des Messeverkehrs führt zur zusätzlichen negativen Bewertung der Variante 2.1. Ohne eine großräumige Neuordnung des MIV und des Messeverkehrs kann aus technischer Sicht weder Variante 1 noch Variante 2 empfohlen werden. Stufe 3 Verkehrliche Auswirkungen Mit einer Stadtbahnanbindung mit Endpunkt Deutzer Bahnhof (Varianten 1 / 2) wird eine leistungsfähige Anbindung des Deutzer Hafens sowie der sonstigen, über die Linie 8 erschlossenen Gebiete in den Stadtteilen Poll und Porz an den SPNV erreicht. Andererseits führt eine Verlegung der Linie 8 zum Deutzer Bahnhof auch zu einer Überlastung der Linie 7 im Hinblick auf die Verkehre mit Ziel in der Kölner Innenstadt. Da die Kapazitätsauslastung mit der verdichteten Busbedienung (Variante 3) sich am günstigsten darstellt, wird aus verkehrlicher Sicht die Variante 3 empfohlen. Dezember 2022| Seite 97Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ VI. Bewertung der Varianten und Empfehlung Empfehlung Kurzfristig Umsetzung Bezugsfall • Bedienung Deutzer Hafen mit Buslinie 150 im 20-Mi nutentakt • Linie 8 zwischen Porz und Sülz (Ersatz für Linie 9 Bf Deut z – Universität) Mittelfristig Es wird die Buslinie 150 im verdichteten 10-Minutentakt empfohlen. Langfristig Die Fortführung einer Stadtbahnlinie mit Anbindung an die Gleise der Linien 1 und 9 im Bereich der Station Deutzer Freiheit könnte langfristig angestrebt werden. • direkte Stadtbahnverbindung vom Deutzer Hafen zum Bahnhof Deutz • gute Verbindung zu den Linien 3 und 4 am Stadthaus • Möglichkeit der Durchbindung in Richtung Kalk ohne Umstieg • Kapazitätsprobleme auf der Linie 7 • Einschränkung des MIV in der Mindener Straße Dezember 2022| Seite 98Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Anlage 1 Lageplan Variante 1.0 Anlage 2 Lageplan Variante 1.1 Anlage 3 Lageplan Variante 1.2 Anlage 4 Lageplan Variante 2.0, 2.1 und 2.2 Blatt 1 Anlage 5 Lageplan Variante 2.0 Blatt 2 Anlage 6 Lageplan Variante 2.1 Blatt 2 Anlage 7 Lageplan Variante 2.2 Blatt 2 Anlagen Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 99 Anlage 1 Lageplan Variante 1.0 Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 100 Anlage 2 Lageplan Variante 1.1 Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 101 Anlage 3 Lageplan Variante 1.2 Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 102 Anlage 4 Lageplan Variante 2.0, 2.1 und 2.2 – Blatt 1 Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 103 Anlage 5 Lageplan Variante 2.0 – Blatt 2 Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 104 Anlage 6 Lageplan Variante 2.1 – Blatt 2 Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ Dezember 2022| Seite 105 Anlage 7 Lageplan Variante 2.2 – Blatt 2 -
Anlage 4 - Auszug Verkehrsausschuss 05.03.2024
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Anlage 4 Geschäftsführung Verkehrsausschuss Frau Krause Telefon: (0221) 221-25909 Fax: (0221) 221-24447 E-Mail: angela.krause@stadt-koeln.de Datum: 06.03.2024 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 32. Sitzung des Verkehrsausschusses vom 05.03.2024 öffentlich 3.1 Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof 4114/2023 RM Wahlen schlägt vor, die Vorlage zunächst zur Anhörung in die Bezirksvertretun- gen zu verweisen; die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sei natürlich mit Ziff. 3 des Be- schlussvorschlages nicht zufrieden und möchte sich nicht dauerhaft etwas verbauen. Zum Änderungsantrag der Fraktion Die Linke. bittet er um eine kurze schriftliche Stel- lungnahme der Verwaltung bis zur nächsten Ausschusssitzung. RM De Bellis schlägt sich diesem Verfahrensvorschlag an; ggf. könne die Verwaltung auch bereits zu den Sitzungen der Bezirksvertretungen Stellung nehmen. RM Lorenz wirft zudem folgende Fragen auf: 1. In wieweit wurde dieses Projekt in der Gesamtbetrachtung einer möglichen rechts- rheinischen Stadtbahn bis nach Flittard eingebunden und bewertet? 2. Wurden die betrieblichen Vorteile für die Anbindung der Linie 7 an den Betriebshof Merheim ohne Umwege über den Neumarkt eingerechnet und bewertet? 3. Wenn in wenigen Jahren auch die Deutzer Brücke saniert und bis zu zehn Monate, analog zur Mülheimer Brücke, für den Stadtbahnbetrieb gesperrt wird, wie kann der dann entstehende Inselbetrieb auf der Linie 7 aufrechterhalten werden? 4. Welche Planungen hat die HGK mit der Hafenbahntrasse? Inwieweit könnte diese Trasse für den ÖPNV und eine rechtsrheinische Stadtbahnverbindung genutzt wer- den? 5. Ist eine Stadtbahnverbindung von der Siegburger Straße über den Gotenring mög- lich? 6. Könnte eine zusätzliche Stadtbahnverbindung über die östliche Zubringer Straße einen zusätzlichen Nutzen generieren? 7. Wann ist mit der Inbetriebnahme der Buslinie 150 zu rechnen? 8. Mit welchen Maßnahmen will die Verwaltung verhindern, dass die neue Linie 8 nicht in der HVZ wie die Linie 7 im Stau stecken bleibt? 2 9. Wie kam es zu dem langen Zeitraum zwischen dem stattgefundenen Fachgespräch und der jetzt vorgestellten Beschlussvorlage? Er bittet die Antworten auch den Bezirksvertretungen zur Verfügung zu stellen. Anschließend nimmt SB Meinhardt ausführlich Stellung zum eingereichten Ände- rungsantrag der Fraktion Die Linke. und wirbt nachdrücklich um Zustimmung. SB Dr. Beese merkt an, dass die Machbarkeitsstudie sehr ausführlich und gut nach- vollziehbar sei; sie hole einen auf den Boden der Tatsachen zurück und man müsse anerkennen, dass die Nachfrage für die Stadtbahnlinie in der Tat noch nicht da sei und in den nächsten 10 Jahren auch nicht zunehmen werde. Der Vorschlag zur Busli- nie 150 sei daher die richtige Lösung. Den Änderungsantrag halte er für verfrüht, wenngleich er Herrn Wahlen zustimme, dass man sich nicht dauerhaft etwas ver- bauen sollte. SE Caris-Taube hingegen hält es für den falschen Ansatz, Verkehrsentwicklungen zu- nächst abzuwarten und zu beobachten. Man müsse weit im Vorfeld bereits überlegen und planen, wie die Verkehre fließen sollen und entsprechende Infrastrukturen schaf- fen und nicht erst, wenn die Wohnbebauung fertig gestellt ist. Die Ratsgruppe Klima- freunde & Gut plädiere daher klar für den Änderungsantrag. Vorsitzender Hammer weist darauf hin, dass die entsprechenden Grundsatzbe- schlüsse hierzu bereits vor geraumer Zeit getroffen wurden. Abschließend betont SB Meinhardt die Dringlichkeit eines Beschlusses in dieser Sa- che; die Linie Mülheim-Süd sei bereits im Planungsstadium. Beschluss: Der Verkehrsausschuss verweist die Vorlage und den Änderungsantrag der Fraktion Die Linke. und der Ratsgruppe Klimafreunde & Gut, AN/0390/2024, der da lautet: „Der Verkehrsausschuss nimmt die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen zum Deutzer Bahnhof“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, in Zusammenarbeit mit der KVB 1. die Einrichtung der Stadtbahnlinie 8 (Porz – Universität bzw. Sülz) als Verdichtung der Linie 7 zeitnah vorzunehmen unabhängig von der auf der Ost- West-Achse verwendeten Art der Ertüchtigung; 2. für den Stadtbahn-Anschluss des Deutzer Hafens an den Deutzer Bahnhof die Variante 2.0 (entweder mit Mittelbahnsteig auf dem Ottoplatz oder weiter östlich in der Oplandener Straße) weiter zu verfolgen und auch die Fortsetzung zur Deutz-Mülheimer Straße zu planen; 3. die Planung der Stadtbahn-Neubaustrecke Deutz – Mülheim-Süd – Wiener Platz – Stammheim – Flittard zu ändern. Sie soll nicht als Hochflur-Linie sondern als Niederflur-Linie ausgeführt werden. An den Stationen Kölnmesse und Wiener Platz sollen hintereinander Hochflur- und Niederflur- Mittelbahnsteige entstehen. Die Weiterführung der Strecke über die Severinsbrücke in den City-Tunnel soll nicht mehr verfolgt werden; 3 4. die beiden oben genannten Strecken zu verbinden und als durchgehende rechtsrheinische Nord-Süd-Linie zu planen. Es soll eine Niederflur-Linie von Porz Markt bis Flittard entstehen; 5. die Buslinie zur Erschließung des Deutzer Hafens und Köln-Polls umzuplanen. Sie soll über den Gotenring geführt werden. Sie soll nicht mit Gelenkbussen sondern mit den kleineren Bussen betrieben werden, damit die Durchfahrt durch die engen Gassen in Poll besser funktioniert. 6. die Verbindung Siegburger Straße – Mendener Straße – Ottoplatz – Deutz- Mülheimer Straße außerdem als T eil des Busschnellnetzes mit eigenen Busspuren umzuplanen, möglicherweise mit kombinierten Bus- und Bahnspuren.“ zur Anhörung in die nachfolgenden Gremien. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt -
Anlage 3 (= Anlage 1 bis 7 der Machbarkeitsstudie) Lagepläne der Varianten
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Linie 1 und 9 Linie 7 Deutzer Freiheit Deutzer Freiheit Deutzer Freiheit Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Siegburger Straße 229c D - 50679 Köln +49 221 802619-0 www.voessing.de Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Brückenstraße 17 | D-50667 Köln T 0221.2 05 94-01 www.modernestadt.de Blattgröße: 450 x 1690 mm --> Fläche = 0.761 m² VI-FA-1.ctb (AC2020) Y:\K\V3349-1210_MBS Linie 8 Köln-Deutz\15_Machbarkeit_Studie\20_Planung_VA\04_LP\DWG\3349-S-V1-VA-TG-500-LP-0_7.dwg Layout: Blatt1_V1_M500 LayStatus-Manager: Plotstil: K / malinski 06. 9. 2021 / 16:52 Linie 1 und 9 Linie 7 Deutzer Freiheit Deutzer Freiheit Deutzer Freiheit Blattgröße: 450 x 1690 mm --> Fläche = 0.761 m² Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Siegburger Straße 229c D - 50679 Köln +49 221 802619-0 www.voessing.de Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Brückenstraße 17 | D-50667 Köln T 0221.2 05 94-01 www.modernestadt.de VI-FA-1.ctb (AC2020) Y:\K\V3349-1210_MBS Linie 8 Köln-Deutz\15_Machbarkeit_Studie\20_Planung_VA\04_LP\DWG\3349-S-V1-1-VA-TG-500-LP-0_6.dwg Layout: Blatt1_V1-2_M500 LayStatus-Manager: Plotstil: K / malinski 06. 9. 2021 / 16:58 Deutzer Freiheit Radweg Radweg Radweg Radweg Gehweg Radweg Siegburger Straße Mindener Straße Mindener Straße Deutzer Brücke Auenweg Opladener StraßeOpladener Straße Auenweg Siegburger Straße Deutzer Brücke Deutzer Freiheit Blattgröße: 594 x 1600 mm --> Fläche = 0.950 m² Plotdatei erstellt: Franz Malinski 06.09.2021 / 17:03 Uhr Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Siegburger Straße 229c D - 50679 Köln +49 221 802619-0 www.voessing.de Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Brückenstraße 17 | D-50667 Köln T 0221.2 05 94-01 www.modernestadt.de VI-FA-1.ctb (AC2020) Y:\K\V3349-1210_MBS Linie 8 Köln-Deutz\15_Machbarkeit_Studie\20_Planung_VA\04_LP\DWG\3349-S-V1-2-VA-TG-500-LP-0_6.dwg Layout: Blatt 1_V2-2_M500 LayStatus-Manager: Plotstil: K / malinski 06. 9. 2021 / 17:03 Deutzer Brücke Deutzer Brücke Deutzer Freiheit Deutzer Freiheit Siegburger Straße Mindener Straße Siegburger Straße Deutzer Freiheit Blattgröße: 420 x 1250 mm --> Fläche = 0.525 m² Plotdatei erstellt: Franz Malinski 06.09.2021 / 17:11 Uhr Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Siegburger Straße 229c D - 50679 Köln +49 221 802619-0 www.voessing.de Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Brückenstraße 17 | D-50667 Köln T 0221.2 05 94-01 www.modernestadt.de VI-FA-1.ctb (AC2020) Y:\K\V3349-1210_MBS Linie 8 Köln-Deutz\15_Machbarkeit_Studie\20_Planung_VA\04_LP\DWG\3349-S-V2-X-VA-TG-500-LP-0_6.dwg Layout: Blatt1_V2_M500 LayStatus-Manager: Plotstil: K / malinski 06. 9. 2021 / 17:07 Opladener Straße Opladener Straße Köln Messe/Deutz Opladener Straße Deutz-Mülheimer-Straße Justinianstraße Blattgröße: 420 x 1320 mm --> Fläche = 0.554 m² Plotdatei erstellt: Franz Malinski 06.09.2021 / 17:23 Uhr Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Siegburger Straße 229c D - 50679 Köln +49 221 802619-0 www.voessing.de Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Brückenstraße 17 | D-50667 Köln T 0221.2 05 94-01 www.modernestadt.de VI-FA-1.ctb (AC2020) Y:\K\V3349-1210_MBS Linie 8 Köln-Deutz\15_Machbarkeit_Studie\20_Planung_VA\04_LP\DWG\3349-S-V2-VA-TG-500-LP-0_9.dwg Layout: Blatt 2_V2_M500 LayStatus-Manager: Plotstil: K / malinski 06. 9. 2021 / 17:19 Auenweg Köln Messe/Deutz Opladener Straße Deutz-Mülheimer-Straße Justinianstraße Auenweg Blattgröße: 420 x 1320 mm --> Fläche = 0.554 m² Plotdatei erstellt: Franz Malinski 06.09.2021 / 17:29 Uhr Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Siegburger Straße 229c D - 50679 Köln +49 221 802619-0 www.voessing.de Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Brückenstraße 17 | D-50667 Köln T 0221.2 05 94-01 www.modernestadt.de VI-FA-1.ctb (AC2020) Y:\K\V3349-1210_MBS Linie 8 Köln-Deutz\15_Machbarkeit_Studie\20_Planung_VA\04_LP\DWG\3349-S-V2-1-VA-TG-500-LP-0_02.dwg Layout: Blatt 2_V2-1_M500 LayStatus-Manager: Plotstil: K / malinski 06. 9. 2021 / 17:28 Auenweg Auenweg Köln Messe/Deutz Opladener Straße Deutz-Mülheimer-Straße Justinianstraße Blattgröße: 420 x 1320 mm --> Fläche = 0.554 m² Plotdatei erstellt: Franz Malinski 06.09.2021 / 17:10 Uhr Vössing Ingenieurgesellschaft mbH Siegburger Straße 229c D - 50679 Köln +49 221 802619-0 www.voessing.de Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH Brückenstraße 17 | D-50667 Köln T 0221.2 05 94-01 www.modernestadt.de VI-FA-1.ctb (AC2020) Y:\K\V3349-1210_MBS Linie 8 Köln-Deutz\15_Machbarkeit_Studie\20_Planung_VA\04_LP\DWG\3349-S-V2-X-VA-TG-500-LP-0_6.dwg Layout: Blatt 2_V2-2_M500 LayStatus-Manager: Plotstil: K / malinski 06. 9. 2021 / 17:07 -
Anlage 6 - Auszug BV Porz 14.03.2024
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 7 (Porz) Herr Stäuder Telefon: (0221) 221-97327 Fax: (0221) E-Mail: Erik.Staeuder@Stadt-Koeln.de Datum: 15.03.2024 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Bezirksvertretung Porz vom 14.03.2024 öffentlich 7.2 Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn v om Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof 4114/2023 Änderungsantrag der Fraktionen CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen "Mach- barkeitsstudie Verlängerung Stadtbahn" AN/0455/2024 Herr Redlin erläutert den gemeinsamen Antrag und verweist auf die gewünschte Strei- chung des Wortes Begründung auf Seite 2, damit der Antragstext ergänzt wird bis zu den Worten „Weitere Begründung erfolgt mündlich“. I. Abstimmung über den geänderten Änderungsantrag A N/0455/2024: Die Bezirksvertretung Porz stellt den Beschluss zur Vorlage 4114/2023 „Machbar- keitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahn- hof“ zurück und bittet, der Bezirksvertretung Porz vor einer Beschlussfassung die in der Sitzung am 14.03.2024 gestellten Fragen zu beantworten. Die nachfolgenden Gremien werden ebenfalls gebeten, jegliche Beschlussfassung aufzuschieben, bis die Fragen umfassend beantwortet sind und die Bezirksvertretung Porz einen Beschluss gefasst hat. Weiterhin bekräftigt die Bezirksvertretung Porz Ihre Forderung nach einer direkten Verknüpfung von Porz (heute Linie 7) zum Deutzer Bahnhof. Die Option einer direkten Verknüpfung von Porz (heute Linie 7) zum Deutzer Bahnhof wird nicht aufgegeben. Daher soll ergänzend der bisher nicht in der Machbarkeitsstudie untersuchte Lösungs- ansatz einer gradlinigen Verbindung von Porz kommend in den Stadtbahntunnel zum Deutzer Bahnhof ebenfalls ohne Vorbehalte untersucht werden. Außerdem soll die Verwaltung Auskunft darüber geben, warum für die Studie folgende Aufträge des Rates der Stadt Köln in der Machbarkeitsstudie nicht behandelt wurden: Gesamtnetzbetrachtung https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=703230&type=do https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0053.asp?__kvonr=84550 Verbesserung und Ergänzung der rechtsrheinischen Stadtbahnanbindung https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=95795 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=776361&type=do Zudem bittet sie um Auskunft und eventuelle Nachberechnungen zu den folgenden einzelnen Kommentierungen der ARGE Rechtsrheinische Niederflurstraßenbahn zu der Studie (Fragen 1-7) sowie weiterer Fragen: 1. Die Kreuzung Siegburger Straße / Mindener Straße und Abfahrt von der Deutzer Brücke ist für eine oberirdische Straßenbahn problemlos machbar. Heute schon gibt es eine Ampel- phase für den Autoverkehr von Nord (Mindener Straße) nach Süd (Siegburger Straße) 1. Auf der Mindener Straße fährt die Straßenbahn au f der Fahrbahn als Straßenbahn 2. Mittelbahnsteig Bahnhof Deutz / Ottoplatz bei we niger Autoverkehr machbar 3. Umbau der Kreuzung Deutz-Mülheimer-Straße / Opla dener Straße + Verlegung des eige- nen Bahnkörpers unter den Eisenbahnbrücken nach Westen 4. Rechtsrheinisches Niederflurnetz 5. Gesamtnetzbetrachtung KVB + Regionale Eisenbahn + S-Bahn für den Korridor Porz-Poll- Innenstadt. 6. Mit etwas 7000 Fahrgäste/Tag auch relevantes Auf kommen in/aus Richtung des Deutzer Bahnhofs. Die Anbindung an den Deutzer Bahnhof ist sinnvoll: Verbesserung der Anbin- dungsqualität. 7. Möglichkeit der Realisierung einer rechtsrheinis chen Stadtbahnverbindung z.B. von Porz bis Flittard 8. Untersuchung eines Worst-Case-Szenarios und Konz epte zur Aufrechterhaltung einer komfortablen ÖPNV-Anbindung des SB7, wenn z.B. die Deutzer Brücke längerfristig für den Stadtbahnverkehr oder sogar komplett gesperrt werden muss (siehe Mülheimer Brü- cke) 9. in diesem Zusammenhang auch: Möglichkeit der Anb indung einer Stadtbahn von der Sieg- burger Straße aus über den Gotenring? Siehe Beschluss der BV7 vom 30.11.2023, TOP 8.9, AN/2146/2023 10. mögliche Nutzung der Hafenbahntrasse für eine rechtsrheinische Stadtbahnverbindung, siehe Beschluss der BV7 vom 30.11.2023, TOP 8.9, AN/2146/2023 11. wie wird sichergestellt, dass die Linie 8 nicht ebenso wie die Linie 7 in den Verkehrsspitzen im Stau stecken bleibt und damit die Fahrzeit für die ÖPNV-Nutzer einfach nur verlängert? 12. wie wird darüberhinaus sichergestellt, dass die Linie 8 dauerhaft von Porz aus eingesetzt wird und nicht irgendwann wie “kassiert” wird wie bei letzten Mal, zumal es verkehrstech- nisch keine andere Situation gibt? 13. wie kann der ÖPNV auf der Siegburger Straße beschleunigt werden? 14. Wie sieht es mit einer zusätzlichen Expressbuslinie vom Deutzer Bahnhof über die Sieg- burger Straße über Hst Salmstraße bis zur Siedlung Poller Damm / Kreuzau aus? 15. Können zur Mikroerschließung der Wohngebiete überhaupt Gelenkbus eingesetzt werden? 16. ist ein Busverkehr mit zwei Buslinien (150 und 159) im Zweirichtungsverkehr im Bereich von Alt-Poll (Poller Hauptstraße) überhaupt möglich? 17. da die Machbarkeitsstudie weder Aussagen zu den Kosten, noch zu den Planungs- und Baukosten enthält: Innerhalb welcher möglichen Zeitfenster sind die einzelnen Varianten umsetzbar und wie teuer wird ihre Umsetzung möglicherweise werden? Nach Beantwortung der Fragen erwarten die Mitglieder in der anschließenden, zur Be- schlussfassung angedachten Sitzung der BV Porz für eventuelle Detail- oder Rückfra- gen die Anwesenheit von moderne Stadt, KVB und dem Fachplaner Vössing. Die direkte Verbindung zwischen den Strecken der Linie 7 und den Linien 1 und 9 ist die plausibelste Lösung. Diese gab es bereits vor dem Bau der U-Bahn im weiteren Streckenverlauf. Die heutigen Radien mit entsprechenden Überhöhungen in der Kurve auf der Linie 1 und 9 bei der Brückenabfahrt von der Deutzer Brücke und den angeblich betrieblich erforderlichen Geschwindigkeiten von 50 km/h in der Kurve sprechen aus Sicht der Stadt gegen eine solche Lösung. Tatsächlich sind solche Geschwindigkeiten aber in der Praxis nicht zu erzielen, da sich die Haltestelle Deutzer Freiheit der Linien 1 und 9 unmittelbar hinter dieser Kurve befindet. Und mögliche negative Komfortauswirkungen bei ebenerdiger Gleisführung sind deutlich geringer zu gewichten als der „Komfort“ ei- ner direkten Anbindung von Porz und dem Neubaugebiet Deutzer Hafen an den Deut- zer Bahnhof. Die Machbarkeitsstudie muss daher um eine vorurteilsfreie Untersuchung dieser Vari- ante erweitert werden. In diesem Zusammenhang muss auch die Fragestellung nach der Realisierung einer rechtsrheinischen Gürtelstrecke betrachtet werden. Hierzu hat die ARGE Rechtsrhei- nische Niederflurstraßenbahn eine Kommentierung der Nicht-Machbarkeitsstudie Ver- längerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof mit folgenden Fragestellungen erstellt, deren Beantwortung durch die Verwaltung wir erwarten. 1. Die Kreuzung Siegburger Straße / Mindener Straße und Abfahrt von der Deutzer Brücke ist für eine oberirdische Straßenbahn problemlos machbar. Heute schon gibt es eine Ampelphase für den Autoverkehr von Nord (Mindener Straße) nach Süd (Siegburger Straße) 2. Auf der Mindener Straße fährt die Straßenbahn auf der Fahrbahn als Straßenbahn Die Gutachter planen mit einem eigenen Gleiskörper, der umfangreiche Eingriffe be- deutet und damit die Leistungsfähigkeit des Autoverkehrs einschränkt. Wir lassen die Stadtbahn auf der Mindener Straße im Abschnitt Fußgängerbrücke und Deutzer Frei- heit auf der Fahrbahn mit dem geringen Autoverkehr nach Siegburger Straße/Poll fah- ren. In Richtung Bahnhof Deutz kann die Stadtbahn auf der linken Fahrspur mitfahren (wie auf dem Lindenthalgürtel die Linie 13). Danach wird ein Teil des langen Linksab- biegers Auenweg genutzt, bevor nach der Rampe der breite Grünstreifen genutzt wer- den kann. Somit bleiben mindestens 2 Autospuren auf der Mindener Straße Richtung Deutzer Bahnhof kann die Stadtbahn mit ca 10m zur Verfügung. 3. Mittelbahnsteig Bahnhof Deutz / Ottoplatz bei weniger Autoverkehr machbar Hier geht der Gutachter von heutiger Autoverkehrsbelastung aus. Ziel ist es den Autover- kehr in Richtung Innenstadt zu mindern. (Hinweis Ost-West-Achse) Siehe hierzu auch Punkt 4 4. Umbau der Kreuzung Deutz-Mülheimer-Straße / Opladener Straße + Verlegung des eigenen Bahnkörpers unter den Eisenbahnbrücken nach Westen Hier hat der Gutach- ter den politischen Beschluss der BV Innenstadt von Grüne, CDU, Linke zur Umge- staltung nicht beachtet. Das Abbiegen der Stadtbahn Deutz-Mülheimer Straße /Olpe- ner Straße ist einfach möglich, da der Geradeausverkehr nicht gekreuzt wird und da- für zwei Linksabbieger in die Olpener Straße stadtauswärts unter dem Stadthaus ein- gerichtet werden. Damit wird es eine attraktive Autofahrbeziehung auf leistungsfähige Straßen (Autobahn) geschaffen, die Justinianstraße deutlich entlastet (Maßnahme zur Luftreinhaltung) und der Autoverkehr Richtung Deutzer Brücke um 60% vermindert. Damit ist dieser Knoten mit Straßenbahn voll leistungsfähig. Diese Variante hat der Gutachter gar nicht berechnet. 5. Rechtsrheinisches Niederflurnetz Bei der Netzbetrachtung des Gutachters wird der Ast auf der Deutz-MülheimerStraße in Mülheim-Süd weiterhin dem Hochflurnetz zuge- ordnet. Bei einer Betrachtung ins Niederflurnetz gibt es eine sinnvolle Fortsetzung im Netz bis nach Stammhein/Flittard. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner im Recht- rheinischen ergibt sich eine gute Verbindung zum Bahnhof Deutz. Diese Betrachtung fehlt völlig in der Nachfrageberechnung des Gutachters. 6. Gesamtnetzbetrachtung KVB + Regionale Eisenbahn + S-Bahn für den Korridor Porz-Poll-Innenstadt – mehr dazu im 2.Papier. Der Gutachter behauptet, eine Linie 7 über die Deutzer Brücke hat in Zukunft eine Fahrgastnachfrage, die nur mit einem 5 Minuten Takt bedient werden kann. Deshalb bekommen die gut 7000 Fahrgäste aus Poll/Deutzer Hafen keine Straßenbahnanbindung zum Bahnhof Deutz. Das errechnete Potential für die Linie 11.000 Fahrgästen kann mit einem 7,5 Minuten Takt gefahren werden. Besser ist es durch die Verbesserungen der Angebote auf der Eisenbahn aus Porz für eine Entlas- tung der Linie 7 zu sorgen. So wie die Einführung der S-Bahn nach Porz für eine Ent- lastung der Linie 7 gesorgt. 7. Mit etwas 7000 Fahrgäste /Tag auch relevantes Aufkommen in/aus Richtung des Deutzer Bahnhofs. Die Anbindung an den Deutzer Bahnhof ist sinnvoll: Verbesserung der Anbindungsqualität. Dies ist attraktiv mit einer Straßenbahn und nicht mit einem Bus andere Städte, wie zum Beispiel Essen, verbinden ein Neubaugebiet mit einer oberirdischen Straßenbahn mit dem Hauptbahnhof und dafür wird die Straßenbahn wieder auf dem Bahnhofsvorplatz geführt. Straßenbahnen haben eine höhere Attrakti- vität und sorgen für deutlich mehr Fahrgäste. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. II. Beschluss über die geänderte Beschlussvorlage: Die Bezirksvertretung Porz stellt den Beschluss zur Vorlage 4114/2023 „Machbar- keitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahn- hof“ zurück und bittet, der Bezirksvertretung Porz vor einer Beschlussfassung die in der Sitzung am 14.03.2024 gestellten Fragen zu beantworten. Die nachfolgenden Gremien werden ebenfalls gebeten, jegliche Beschlussfassung aufzuschieben, bis die Fragen umfassend beantwortet sind und die Bezirksvertretung Porz einen Beschluss gefasst hat. Weiterhin bekräftigt die Bezirksvertretung Porz Ihre Forderung nach einer direkten Verknüpfung von Porz (heute Linie 7) zum Deutzer Bahnhof. Die Option einer direkten Verknüpfung von Porz (heute Linie 7) zum Deutzer Bahnhof wird nicht aufgegeben. Daher soll ergänzend der bisher nicht in der Machbarkeitsstudie untersuchte Lösungs- ansatz einer gradlinigen Verbindung von Porz kommend in den Stadtbahntunnel zum Deutzer Bahnhof ebenfalls ohne Vorbehalte untersucht werden. Außerdem soll die Verwaltung Auskunft darüber geben, warum für die Studie folgende Aufträge des Rates der Stadt Köln in der Machbarkeitsstudie nicht behandelt wurden: Gesamtnetzbetrachtung https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=703230&type=do https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0053.asp?__kvonr=84550 Verbesserung und Ergänzung der rechtsrheinischen Stadtbahnanbindung https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=95795 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=776361&type=do Zudem bittet sie um Auskunft und eventuelle Nachberechnungen zu den folgenden einzelnen Kommentierungen der ARGE Rechtsrheinische Niederflurstraßenbahn zu der Studie (Fragen 1-7) sowie weiterer Fragen: 1. Die Kreuzung Siegburger Straße / Mindener Straße und Abfahrt von der Deutzer Brücke ist für eine oberirdische Straßenbahn problemlos machbar. Heute schon gibt es eine Ampelphase für den Autoverkehr von Nord (Mindener Straße) nach Süd (Siegburger Straße) 2. Auf der Mindener Straße fährt die Straßenbahn au f der Fahrbahn als Straßenbahn 3. Mittelbahnsteig Bahnhof Deutz / Ottoplatz bei we niger Autoverkehr machbar 4. Umbau der Kreuzung Deutz-Mülheimer-Straße / Opla dener Straße + Verlegung des eigenen Bahnkörpers unter den Eisenbahnbrücken nach Westen 5. Rechtsrheinisches Niederflurnetz 6. Gesamtnetzbetrachtung KVB + Regionale Eisenbahn + S-Bahn für den Korridor Porz-Poll-Innenstadt. 7. Mit etwas 7000 Fahrgäste/Tag auch relevantes Auf kommen in/aus Richtung des Deutzer Bahnhofs. Die Anbindung an den Deutzer Bahnhof ist sinnvoll: Verbesse- rung der Anbindungsqualität. 8. Möglichkeit der Realisierung einer rechtsrheinis chen Stadtbahnverbindung z.B. von Porz bis Flittard 9. Untersuchung eines Worst-Case-Szenarios und Konz epte zur Aufrechterhaltung einer komfortablen ÖPNV-Anbindung des SB7, wenn z.B. die Deutzer Brücke län- gerfristig für den Stadtbahnverkehr oder sogar komplett gesperrt werden muss (siehe Mülheimer Brücke) 10. in diesem Zusammenhang auch: Möglichkeit der Anbindung einer Stadtbahn von der Siegburger Straße aus über den Gotenring? Siehe Beschluss der BV7 vom 30.11.2023, TOP 8.9, AN/2146/2023 11. mögliche Nutzung der Hafenbahntrasse für eine rechtsrheinische Stadtbahnver- bindung, siehe Beschluss der BV7 vom 30.11.2023, TOP 8.9, AN/2146/2023 12. wie wird sichergestellt, dass die Linie 8 nicht ebenso wie die Linie 7 in den Ver- kehrsspitzen im Stau stecken bleibt und damit die Fahrzeit für die ÖPNV-Nutzer einfach nur verlängert? 13. wie wird darüberhinaus sichergestellt, dass die Linie 8 dauerhaft von Porz aus ein- gesetzt wird und nicht irgendwann wie “kassiert” wird wie bei letzten Mal, zumal es verkehrstechnisch keine andere Situation gibt? 14. wie kann der ÖPNV auf der Siegburger Straße beschleunigt werden? 15. Wie sieht es mit einer zusätzlichen Expressbuslinie vom Deutzer Bahnhof über die Siegburger Straße über Hst Salmstraße bis zur Siedlung Poller Damm / Kreuzau aus? 16. Können zur Mikroerschließung der Wohngebiete überhaupt Gelenkbus eingesetzt werden? 17. ist ein Busverkehr mit zwei Buslinien (150 und 159) im Zweirichtungsverkehr im Bereich von Alt-Poll (Poller Hauptstraße) überhaupt möglich? 18. da die Machbarkeitsstudie weder Aussagen zu den Kosten, noch zu den Pla- nungs- und Baukosten enthält: Innerhalb welcher möglichen Zeitfenster sind die einzelnen Varianten umsetzbar und wie teuer wird ihre Umsetzung möglicher- weise werden? Nach Beantwortung der Fragen erwarten die Mitglieder in der anschließenden, zur Be- schlussfassung angedachten Sitzung der BV Porz für eventuelle Detail- oder Rückfra- gen die Anwesenheit von moderne Stadt, KVB und dem Fachplaner Vössing. Die direkte Verbindung zwischen den Strecken der Linie 7 und den Linien 1 und 9 ist die plausibelste Lösung. Diese gab es bereits vor dem Bau der U-Bahn im weiteren Streckenverlauf. Die heutigen Radien mit entsprechenden Überhöhungen in der Kurve auf der Linie 1 und 9 bei der Brückenabfahrt von der Deutzer Brücke und den angeblich betrieblich erforderlichen Geschwindigkeiten von 50 km/h in der Kurve sprechen aus Sicht der Stadt gegen eine solche Lösung. Tatsächlich sind solche Geschwindigkeiten aber in der Praxis nicht zu erzielen, da sich die Haltestelle Deutzer Freiheit der Linien 1 und 9 unmittelbar hinter dieser Kurve befindet. Und mögliche negative Komfortauswirkungen bei ebenerdiger Gleisführung sind deutlich geringer zu gewichten als der „Komfort“ ei- ner direkten Anbindung von Porz und dem Neubaugebiet Deutzer Hafen an den Deut- zer Bahnhof. Die Machbarkeitsstudie muss daher um eine vorurteilsfreie Untersuchung dieser Vari- ante erweitert werden. In diesem Zusammenhang muss auch die Fragestellung nach der Realisierung einer rechtsrheinischen Gürtelstrecke betrachtet werden. Hierzu hat die ARGE Rechtsrhei- nische Niederflurstraßenbahn eine Kommentierung der Nicht-Machbarkeitsstudie Ver- längerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof mit folgenden Fragestellungen erstellt, deren Beantwortung durch die Verwaltung wir erwarten. 1. Die Kreuzung Siegburger Straße / Mindener Straße und Abfahrt von der Deutzer Brücke ist für eine oberirdische Straßenbahn problemlos machbar. Heute schon gibt es eine Ampelphase für den Autoverkehr von Nord (Mindener Straße) nach Süd (Siegburger Straße) 2. Auf der Mindener Straße fährt die Straßenbahn auf der Fahrbahn als Straßenbahn Die Gutachter planen mit einem eigenen Gleiskörper, der umfangreiche Eingriffe be- deutet und damit die Leistungsfähigkeit des Autoverkehrs einschränkt. Wir lassen die Stadtbahn auf der Mindener Straße im Abschnitt Fußgängerbrücke und Deutzer Frei- heit auf der Fahrbahn mit dem geringen Autoverkehr nach Siegburger Straße/Poll fah- ren. In Richtung Bahnhof Deutz kann die Stadtbahn auf der linken Fahrspur mitfahren (wie auf dem Lindenthalgürtel die Linie 13). Danach wird ein Teil des langen Linksab- biegers Auenweg genutzt, bevor nach der Rampe der breite Grünstreifen genutzt wer- den kann. Somit bleiben mindestens 2 Autospuren auf der Mindener Straße Richtung Deutzer Bahnhof kann die Stadtbahn mit ca 10m zur Verfügung. 3. Mittelbahnsteig Bahnhof Deutz / Ottoplatz bei weniger Autoverkehr machbar Hier geht der Gutachter von heutiger Autoverkehrsbelastung aus. Ziel ist es den Autover- kehr in Richtung Innenstadt zu mindern. (Hinweis Ost-West-Achse) Siehe hierzu auch Punkt 4 4. Umbau der Kreuzung Deutz-Mülheimer-Straße / Opladener Straße + Verlegung des eigenen Bahnkörpers unter den Eisenbahnbrücken nach Westen Hier hat der Gutach- ter den politischen Beschluss der BV Innenstadt von Grüne, CDU, Linke zur Umge- staltung nicht beachtet. Das Abbiegen der Stadtbahn Deutz-Mülheimer Straße /Olpe- ner Straße ist einfach möglich, da der Geradeausverkehr nicht gekreuzt wird und da- für zwei Linksabbieger in die Olpener Straße stadtauswärts unter dem Stadthaus ein- gerichtet werden. Damit wird es eine attraktive Autofahrbeziehung auf leistungsfähige Straßen (Autobahn) geschaffen, die Justinianstraße deutlich entlastet (Maßnahme zur Luftreinhaltung) und der Autoverkehr Richtung Deutzer Brücke um 60% vermindert. Damit ist dieser Knoten mit Straßenbahn voll leistungsfähig. Diese Variante hat der Gutachter gar nicht berechnet. 5. Rechtsrheinisches Niederflurnetz Bei der Netzbetrachtung des Gutachters wird der Ast auf der Deutz-MülheimerStraße in Mülheim-Süd weiterhin dem Hochflurnetz zuge- ordnet. Bei einer Betrachtung ins Niederflurnetz gibt es eine sinnvolle Fortsetzung im Netz bis nach Stammhein/Flittard. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner im Recht- rheinischen ergibt sich eine gute Verbindung zum Bahnhof Deutz. Diese Betrachtung fehlt völlig in der Nachfrageberechnung des Gutachters. 6. Gesamtnetzbetrachtung KVB + Regionale Eisenbahn + S-Bahn für den Korridor Porz-Poll-Innenstadt – mehr dazu im 2.Papier. Der Gutachter behauptet, eine Linie 7 über die Deutzer Brücke hat in Zukunft eine Fahrgastnachfrage, die nur mit einem 5 Minuten Takt bedient werden kann. Deshalb bekommen die gut 7000 Fahrgäste aus Poll/Deutzer Hafen keine Straßenbahnanbindung zum Bahnhof Deutz. Das errechnete Potential für die Linie 11.000 Fahrgästen kann mit einem 7,5 Minuten Takt gefahren werden. Besser ist es durch die Verbesserungen der Angebote auf der Eisenbahn aus Porz für eine Entlas- tung der Linie 7 zu sorgen. So wie die Einführung der S-Bahn nach Porz für eine Ent- lastung der Linie 7 gesorgt. 7. Mit etwas 7000 Fahrgäste /Tag auch relevantes Aufkommen in/aus Richtung des Deutzer Bahnhofs. Die Anbindung an den Deutzer Bahnhof ist sinnvoll: Verbesserung der Anbindungsqualität. Dies ist attraktiv mit einer Straßenbahn und nicht mit einem Bus andere Städte, wie zum Beispiel Essen, verbinden ein Neubaugebiet mit einer oberirdischen Straßenbahn mit dem Hauptbahnhof und dafür wird die Straßenbahn wieder auf dem Bahnhofsvorplatz geführt. Straßenbahnen haben eine höhere Attrakti- vität und sorgen für deutlich mehr Fahrgäste. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. -
Anlage 5 - Auszug BV Innenstadt 07.03.2024
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Frau Brohl Telefon: (0221) 221-91709 E-Mail: Andrea.brohl@stadt-koeln.de Datum: 08.03.2024 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 25. Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt vom 07.03.2024 öffentlich 3.10 Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof 4114/2023 Herr Colmer, Amt für nachhaltige Mobilität, erläutert, dass aufgrund der politischen Diskussion zur Verbindung vom Deutzer Hafen zum Deutzer Bahnhof eine Machbar- keitsstudie für eine direkte Anbindung durchgeführt wurde. Die Machbarkeitsstudie empfehle eine Anbindung mit der Buslinie 150. Bei einer Stadtbahnanbindung bedürfe das gesamte Vorhaben weiterer technischer Untersuchungen, um die Problematik an der Deutzer Brücke zu lösen. Zudem gebe es die benötigten Potentiale nicht, um die Stadtbahn wirtschaftlich betreiben zu können. Die Fragen aus dem Verkehrsaus- schuss seien teilweise im Gutachten beantwortet. Weitere Antworten müssen noch er- folgen, was aufgrund der Kürze der Zeit bis zur heutigen Sitzung nicht möglich gewe- sen sei. Bei dem Änderungsantrag gehe es um die Netzentwicklung und nicht primär um das Projekt Deutzer Hafen. Herr Fischer, B90/Die Grünen, erklärt, dass die Fraktion der Verwaltungsvorlage nicht folge und stattdessen für den im Verkehrsausschuss eingebrachten Änderungsantrag stimmen werde. Die Verwaltungsvorlage sei an dieser Stelle zu unambitioniert und setze einen falschen Fokus, indem es nur um die Anbindung des Deutzer Hafens an den Deutzer Bahnhof gehe. Man möchte einen Schritt weitergehen, da ein immenses Potential in der möglichen Anbindung der neuen Linie 8 an die Neubaustrecke Deutz- Mülheim Süd, die bis Flittard weitergehe, liege. Es gebe die Möglichkeit eine durchge- hende Nord-Süd-Verbindung auf der rechten Rheinseite zu schaffen. Es wäre sträflich dieses Potential nicht zu nutzen und Fakten zu schaffen, indem man sich auf die Bus- linie 150 festlege. Das Projekt sei von herausragender verkehrlicher Bedeutung, die Anbindung des Deutzer Hafens dürfe nicht getrennt von der Gesamtentwicklung des Netzausbaus, betrachtet werden. Frau Wienke, Die Linke, unterstützt die Ausführungen von Herrn Fischer und betont, dass es wichtig sei einen großen Kontext aufzumachen und rechtsrheinisch eigen- ständig zu denken. Nicht alle Bahnen müssten durch das Nadelöhr Innenstadt geführt werden. Herr Schmitz, CDU, bittet aufgrund der nicht beantworteten Fragen und des kurzfristig eingegangenen Änderungsantrags die Beschlussvorlage heute zu vertagen. Herr Cremer, SPD, schließt sich der Ausführung von Herrn Schmitz an. Vor dem Hin- tergrund eines so bedeutenden Neubaugebietes müsse eine besondere Planung des ÖPNV vorgesehen werden. Es stehe außer Frage, dass über die einzelnen Punkte des Änderungsantrags gesprochen werden müsse, doch sei dieser zu kurzfristig ein- gegangen. Da es keine Mehrheit für die Vertagung von Beschlussvorlage und Ände- rungsantrag gebe, beantragt er Einzelabstimmung zu den Punkten des Änderungsan- trags. Herr Nüsser, FDP, unterstützt die Ausführungen von Herrn Cremer. Es werde betont, wie wichtig die Entscheidung sei. In der Kürze über ein komplettes Verkehrskonzept zu entscheiden, sei verantwortungslos. Herr Bezirksbürgermeister Hupke weist auf das Verkehrsgutachten im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens hin. In vorherigen Veranstaltungen sei gesagt worden, dass das nicht gehe und keinen Sinn mache. Geänderter Beschluss: Der Verkehrsausschuss nimmt die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen zum Deutzer Bahnhof“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, in Zusammenarbeit mit der KVB 1. die Einrichtung der Stadtbahnlinie 8 (Porz – Universität bzw. Sülz) als Verdichtung der Linie 7 zeitnah vorzunehmen unabhängig von der auf der Ost-West-Achse verwendeten Art der Ertüchtigung; 2. für den Stadtbahn-Anschluss des Deutzer Hafens an den Deutzer Bahnhof die Variante 2.0 (entweder mit Mittelbahnsteig auf dem Ottoplatz oder weiter östlich in der Opladener Straße) weiter zu verfolgen und auch die Fortsetzung zur Deutz-Mülheimer Straße zu planen; 3. die Planung der Stadtbahn-Neubaustrecke Deutz – Mülheim-Süd – Wiener Platz – Stammheim – Flittard zu ändern. Sie soll nicht als Hochflur-Linie sondern als Niederflur-Linie ausgeführt werden. An den Stationen Kölnmesse und Wiener Platz sollen hintereinander Hochflur- und Niederflur-Mittelbahnsteige entstehen. Die Weiterführung der Strecke über die Severinsbrücke in den City-Tunnel soll nicht mehr verfolgt werden; 4. die beiden oben genannten Strecken zu verbinden und als durchgehende rechtsrheinische Nord-Süd-Linie zu planen. Es soll eine Niederflur-Linie von Porz Markt bis Flittard entstehen; 5. die Buslinie zur Erschließung des Deutzer Hafens und Köln-Polls umzuplanen. Sie soll über den Gotenring geführt werden. Sie soll nicht mit Gelenkbussen sondern mit den kleineren Bussen betrieben werden, damit die Durchfahrt durch die engen Gassen in Poll besser funktioniert. 6. die Verbindung Siegburger Straße – Mindener Straße – Ottoplatz – Deutz- Mülheimer Straße außerdem als Teil des Busschnellnetzes mit eigenen Busspuren umzuplanen, möglicherweise mit kombinierten Bus- und Bahnspuren. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt bei Enthaltung SPD, CDU und FDP Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof, Änderungsantrag aus dem VA AN/0390/2024 Beschluss: Der Verkehrsausschuss nimmt die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen zum Deutzer Bahnhof“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, in Zusammenarbeit mit der KVB 1. die Einrichtung der Stadtbahnlinie 8 (Porz – Universität bzw. Sülz) als Verdichtung der Linie 7 zeitnah vorzunehmen unabhängig von der auf der Ost- West-Achse verwendeten Art der Ertüchtigung; 2. für den Stadtbahn-Anschluss des Deutzer Hafens an den Deutzer Bahnhof die Variante 2.0 (entweder mit Mittelbahnsteig auf dem Ottoplatz oder weiter östlich in der Oplandener Straße) weiter zu verfolgen und auch die Fortsetzung zur Deutz-Mülheimer Straße zu planen; 3. die Planung der Stadtbahn-Neubaustrecke Deutz – Mülheim-Süd – Wiener Platz – Stammheim – Flittard zu ändern. Sie soll nicht als Hochflur-Linie sondern als Niederflur-Linie ausgeführt werden. An den Stationen Kölnmesse und Wiener Platz sollen hintereinander Hochflur- und Niederflur- Mittelbahnsteige entstehen. Die Weiterführung der Strecke über die Severinsbrücke in den City-Tunnel soll nicht mehr verfolgt werden; 4. die beiden oben genannten Strecken zu verbinden und als durchgehende rechtsrheinische Nord-Süd-Linie zu planen. Es soll eine Niederflur-Linie von Porz Markt bis Flittard entstehen; 5. die Buslinie zur Erschließung des Deutzer Hafens und Köln-Polls umzuplanen. Sie soll über den Gotenring geführt werden. Sie soll nicht mit Gelenkbussen sondern mit den kleineren Bussen betrieben werden, damit die Durchfahrt durch die engen Gassen in Poll besser funktioniert. 6. die Verbindung Siegburger Straße – Mindener Straße – Ottoplatz – Deutz- Mülheimer Straße außerdem als T eil des Busschnellnetzes mit eigenen Busspuren umzuplanen, möglicherweise mit kombinierten Bus- und Bahnspuren. Einzelabstimmung zu den 6 Punkten des Antrags Abstimmung zu Nr. 1 Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt Abstimmung zu Nr. 2 Abstimmungsergebnis: Mit Stimmenmehrheit von B90/Die Grünen, Die Linke und KlimaFreunde gegen SPD, CDU und FDP zugestimmt Abstimmung zu Nr. 3 Abstimmungsergebnis: Mit Stimmenmehrheit von B90/Die Grünen, Die Linke und KlimaFreunde gegen SPD, CDU und FDP zugestimmt Abstimmung zu Nr. 4 Abstimmungsergebnis: Mit Stimmenmehrheit von B90/Die Grünen, Die Linke und KlimaFreunde gegen CDU und FDP bei Enthaltung SPD zugestimmt Abstimmung zu Nr. 5 Abstimmungsergebnis: Mit Stimmenmehrheit von B90/Die Grünen, Die Linke und KlimaFreunde gegen SPD, CDU und FDP zugestimmt Abstimmung zu Nr. 6 Abstimmungsergebnis: Mit Stimmenmehrheit von B90/Die Grünen, SPD, Die Linke und KlimaFreunde gegen CDU und FDP zugestimmt.
Beratungsverlauf
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05.03.2024
TOP 3.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: im ersten Durchgang verwiesen -
14.03.2024 zuletzt
TOP 7.2, Anhörung (BV). Ergebnis: geändert beschlossen -
Termin unbekannt
Sitzung
Entscheidung.
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