A-R/0039/2023
Für neue Allianzen und sichtbares Engagement in der Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik Durchführung einer stadtweiten Genderkonferenz 2024
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A-R-0039-2023-GAL_SPD_Volt-Genderkonferenz
4294 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0039/2023
Münster, 12.09.2023
Ratsantrag
Für neue Allianzen und sichtbares Engagement in der Gleichstellungs - und
Geschlechterpolitik Durchführung einer stadtweiten Genderkonferenz 2024
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt:
1. Im Jahr 2024 soll eine stadtweite Genderkonferenz durchgeführt werden. Diese dient der Sichtbarkeit,
der Vernetzung und dem fachlichen Austausch der in Münster aktiven Gruppen, Initiativen, Vereine und
Organisationen im Bereich der Geschlechter-, Diversitäts- und Gleichstellungspolitik.
2. Die Genderkonferenz soll mit einem fachlichen Schwerpunkt durchgeführt werden, dazu sollen
entsprechende Fachexpert*innen eingeladen werden. An der Planung und Durchführung der
Genderkonferenz sollen neben dem Amt für Gleichstellung auch die Arbeitsgemeinschaft Münsterscher
Frauenorganisationen (AMF), der Integrationsrat, der Jugendrat, das Kommunale Integrationszentrum und
ggf. die Stabstelle Klima beteiligt werden.
3. Optional soll d ie Genderkonferenz mit dem Fest der Gleichstellung, das 2023 zum zweiten Mal
stattgefunden hat, verknüpft werden.
Begründung:
In Münster sind die unterschiedlichsten Gruppen, Initiativen, Vereine und Organisationen im Bereich der
Geschlechter- und Gleichstellungspolitik mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten und für
diverse Zielgruppen aktiv tätig und vertreten die Stadtgesellscha2 von Münster als offene und plurale
Gesellschaft. Um dieses Engagement der Aktiven füreinander und für die Sta dtgesellschaft sichtbarer zu
machen, soll eine stadtweite Genderkonferenz stattfinden. Diese soll sowohl Möglichkeiten zur Vernetzung
und für neue Bündnisse bieten als auch einen fachlichen Austausch und ggf. eine gemeinsame
Positionierung anregen.
Die Ge nderkonferenz sollte einen thematischen Schwerpunkt haben, um fachliche Diskussionen mit
externen Expert*innen verHe2 diskutieren zu können. Als Schwerpunktthema bietet sich angesichts der
breiten politischen und gesellscha2lichen Debatten zum Thema die Kl ima- und Geschlechtergerechtigkeit
an. Zu diesem Thema arbeitet auf Bundesebene zurzeit die Sachverständigenkommission für den 4.
Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Da das Amt für Gleichstellung den 5. Aktionsplan unter das
Schwerpunktthema Klima- und Geschlechtergerechtigkeit stellt, können somit sinnvolle Synergien erzielt
werden.
Im Rahmen einer kommunalen Genderkonferenz kann die Frage von Klima- und Geschlechtergerechtigkeit
auf die lokalen Fragen und Aktivitäten heruntergebrochen werden. Den n auch auf kommunaler Ebene
betrifft die Klimakrise die Geschlechter unterschiedlich. Auch hier gehen die Leugnung der Klimakrise,
demokratiefeindliche Bewegungen und Antifeminismus eine ungute Allianz ein, der eine breite Bewegung
feministischer und diver sitätssensibler Organisationen und Vereine gemeinsame Positionen
entgegensetzen kann.
In Münster gibt es zahlreiche Organisationen und Vereine, die sich bereits seit Jahrzehnten für
Gleichstellung, Antidiskriminierung und Frauenrechte engagieren und die s ich u.a. in der
Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen (AMF) zusammengeschlossen haben. Zugleich
haben sich in den vergangenen Jahren neue Gruppen und Initiativen gegründet, die die Themen Diversität
und Queerfeminismus vertreten. Die Genderkonferenz kann daher auch dazu beitragen, dass sich eine
stadtweite Organisation wie die AMF für neue Bewegungen und Vereine öffnet, um auch weiterhin die
Breite feministischer Bewegungen abzubilden und zu vertreten. Um die Genderkonf erenz fachlich
möglichst breit und diversitätssensibel auszurichten, sollen in der Vorbereitung neben dem Amt für
Gleichstellung von städtischer Seite auch der Integrationsrat, der Jugendrat und das Kommunale
Integrationszentrum eingebunden werden. Um den Schwerpunkt Klima- und Geschlechtergerechtigkeit zu
thematisieren, sollte die Stabsstelle Klima eingebunden werden. Die AMF sollte als zivilgesellscha ftliche
Organisation ebenfalls beteiligt werden.
Gez.
Sylvia Rietenberg Lia Kirsch Helene Goldbeck
Christoph Kattentidt Thomas Kollmann und Ratsgruppe
Andre Blome und Fraktion
und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0039/2023
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 12.09.2023
- Erstellt
- 12.09.2023 16:30