V/0659/2015
Zwischenbericht zur Haushaltswirtschaft - Finanzbericht 2.Quartal 2015
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Finanzbericht 2. Quartal 2015 1 Inhalt: 1. Allgemeine Hinweise 2. Gesamtüberblick 3. Entwicklung des Ergebnisplans zum 30.06.2015 3.1 Ordentliche Erträge 3.2 Ordentliche Aufwendungen 3.3 Finanzergebnis 4. Zusammenfassung 5. Prognose des Jahresergebnisses 2015 1. Allgemeine Hinweise Mit dem Finanzbericht zum 2. Quartal des Haushaltsj ahres 2015 werden die unterjährige Entwicklung der Erträge und Aufwendungen der Ergebn isplanung sowie die sich abzeich- nenden wesentlichen Veränderungen in der Bewirtscha ftung dargestellt. Der Aufbau des Finanzberichtes orientiert sich grundsätzlich an de n Strukturen des Ergebnisplans des Haushalts und des Eckwertepapiers. Neben der Darstellung der Ansatzveränderungen durch Ermächtigungsübertragungen bzw. Bewirtschaftungsregeln und dem Mittelverbrauch bis zum 30.06.2015 liegt der Schwerpunkt auf einer Prognose zum voraussichtlichen Jahresergebnis. 2. Gesamtüberblick Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen bis 30.06.2015 (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € 01 Steuern und ähnliche Abgaben 517,6 0,0 517,6 378,5 520 ,3 2,7 02 Zuwendungen und allgemeine Umlagen 106,8 0,4 107,2 55 ,6 113,4 6,2 03 Sonstige Transfererträge 12,0 0,0 12,0 5,9 13,1 1,1 04 Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte 119,8 0,0 11 9,8 89,1 119,5 -0,4 05 Privatrechtliche Leistungsentgelte 19,6 0,0 19,6 12,6 19,6 0,0 06 Kostenerstattungen und Kostenumlagen 143,3 0,0 143,4 75,7 146,9 3,5 07 Sonstige ordentliche Erträge 52,4 0,0 52,4 21,1 49,5 -2 ,9 08 Aktivierte Eigenleistungen 3,0 0,0 3,0 0,0 3,0 0,0 09 Bestandsveränderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 10 Ordentliche Erträge 974,6 0,4 975,0 638,5 985,2 10,2 11 Personalaufwendungen 224,6 0,1 224,7 99,2 226,0 1,3 12 Versorgungsaufwendungen 15,9 0,0 15,9 12,9 15,9 0,0 13 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 112,4 5 ,9 118,2 52,5 118,2 0,0 14 Bilanzielle Abschreibungen 79,7 0,0 79,7 39,9 79,7 0,0 15 Transferaufwendungen 493,2 2,5 495,6 289,8 501,9 6,3 16 Sonstige ordentliche Aufwendungen 58,2 3,3 61,5 30,1 6 3,5 2,0 17 Ordentliche Aufwendungen 984,0 11,7 995,7 524,5 1.005,2 9,5 18 Ordentliches Ergebnis (= Zeilen 10 und 17) -9,4 -11,3 -20,7 114,0 -20,0 0,8 19 Finanzerträge 12,3 0,0 12,3 5,0 14,0 1,7 20 Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 30,1 0,0 30,1 13,0 28,1 -2,0 21 Finanzergebnis (= Zeilen 19 und 20) -17,8 0,0 -17,8 -8,0 -14,1 3,7 22 Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit (= Zeilen 18 und 21) -27,2 -11,3 -38,5 106,0 -34,1 4,4 Erwartete Ermächtigungsübertragung 2015-2016 10,0 bis 12,0 positiv Erwartete Bewirtschaftungseffekte 5,0 bis 10,0 positiv Bewertung Kredite Schweizer Franken -12,0 bis -18,0 negativ Prognostiziertes Jahresergebnis -24,1 bis -37,1 Zeile Ergeb.- plan Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Finanzbericht 2. Quartal 2015 2 Im Dezember 2014 hat der Rat den Haushaltsplan 2015 mit einem Defizit von 27,2 Mio. € beschlossen. Einschließlich der Ermächtigungsübertragungen und der Budgetverlagerungen ergibt sich ein aktualisierter Ausgangswert von -38 ,5 Mio. €. Basierend auf der Finanzbe- richterstattung zum 2. Quartal 2015 erwartet die Ve rwaltung eine unterjährige Ergebnisver- besserung von 4,4 Mio. €. Für eine Prognose des Jahresergebnisses 2015 hat di e Finanzverwaltung die Entlastun- gen/Belastungen durch - erwartete Ermächtigungsübertragungen 2015/2016 + 10,0 bis +12,0 Mio. € - erwartete Bewirtschaftungseffekte / Jahresabschlu ssbuchungen + 5,0 bis +10,0 Mio. € - die Bewertung der Kredite in Schweizer Franken - 12,0 bis - 18,0 Mio. € kalkuliert. Anhand dieser Einschätzung prognostizie rt die Finanzverwaltung für den Jahres- abschluss 2015 ein Defizit in der Bandbreite zwischen -24 und -37 Mio. €. Ein Risiko für die dargestellte Haushaltsentwicklung besteht jedoch in der sehr dynamischen Entwicklung bei den Flüchtlingszahlen, dessen finan zielle Auswirkungen nur schwer abzu- schätzen sind. Es ist nicht auszuschließen, dass we itere Belastungen bereits im Nachtrags- haushalt Niederschlag finden werden. 3. Entwicklung des Ergebnisplans zum 30.06.2015 Nachfolgend werden die wichtigsten Änderungen bei d en Erträgen und Aufwendungen an- hand der einzelnen Zeilen des Ergebnisplans erläutert: 3.1 Ordentliche Erträge Bei den Steuern und ähnlichen Abgaben wurden bis zum 30.06.2015 Erträge von 378,5 Mio. € verbucht. Zum Jahresende werden Erträge von 520,3 Mio. € prognostiziert, dies entspricht einem Mehrertrag von 2,7 Mio. €. Maßgebl ich für die positive Entwicklung sind höhere Erträge bei dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (+4,0 Mio. €), der Grund- steuer B (+1,5 Mio. €) und höhere Erstattungen bei den Leistungen aus der Umsetzung der Grundsicherung (+1,2 Mio. €). Diese kompensieren di e Belastungen aus den geringeren Erträgen bei der Gewerbesteuer (-4,0 Mio. €). Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Steuern und ähnliche Abgaben 517,6 0,0 517,6 378,5 520,3 2,7 Grundsteuer 58,6 0,0 58,6 59,6 60,0 1,5 Gewerbesteuer 275,0 0,0 275,0 256,7 271,0 -4,0 Gemeindeanteil an der Einkommensteuer 136,0 0,0 136,0 3 6,2 140,0 4,0 Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 27,2 0,0 27,2 6,7 27, 2 0,0 Leistungen nach dem Familienleistungsausgleich 14,5 0 ,0 14,5 14,5 14,5 0,0 Leistungen aus der Umsetzung der Grundsicherung 1,5 0 ,0 1,5 0,0 2,7 1,2 sonstige Steuern und ähnliche Abgaben 4,9 0,0 4,9 4,8 4, 9 0,0 Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Zeile 01 - Steuern und ähnliche Abgaben Finanzbericht 2. Quartal 2015 3 Bei den Zuweisungen und allgemeinen Umlagen werden zum Ende des Jahres 2015 Er- träge von insgesamt 113,4 Mio. € erwartet, dies ent spricht einer Verbesserung von +6,2 Mio. € im Vergleich zur Haushaltsplanung. Die erwarteten Ertragssteigerungen kommen vor allem durch den massiven Ausbau der Kindertages einrichtungen im Bereich der Kinder-, Jugend-, und Familienhilfe zustande, hier werden er höhte Landeszuweisungen von +6,0 Mio. € prognostiziert. Außerdem erwartet das S ozialamt für den Münster-Pass eine nicht veranschlagte Mehreinnahme von +0,4 Mio. €. D ie Schlüsselzuweisungen bleiben da- gegen um -0,2 Mio. € hinter den Haushaltsansätzen zurück. Bei den sonstigen Transfererträgen wird mit einem Jahresergebnis von 13,1 Mio. € ge- rechnet, eine Verbesserung um +1,1 Mio. € im Vergle ich zum Ansatz. Ursache hierfür sind zum einen Mehrerträge von ca. +0,5 Mio. € durch höh ere Erstattungen von Leistungsemp- fängern und von anderen Behörden im Bereich des Job centers, zum anderen werden beim Sozialamt durch eine Schadensregulierung Mehrerträge von ca. +0,5 Mio. € erwartet. Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Zuwendungen und allgemeine Umlagen 106,8 0,4 107,2 55,6 113,4 6,2 Schlüsselzuweisungen 12,5 0,0 12,5 12,3 12,3 -0,2 Zuwendungen und allg. Umlagen der Jugendhilfe 42,3 0, 0 42,3 16,7 48,3 6,0 Auflösung von Sonderposten aus Zuwendungen 1) 27,1 0, 0 27,1 13,6 27,1 0,0 Erstattung aus der Abrechnung des Solidarbeitrags 5, 5 0,0 5,5 5,5 5,5 0,0 sonstige Zuwendungen und allgemeine Umlagen 19,4 0,4 1 9,8 7,6 20,2 0,4 Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Zeile 02 - Zuwendungen und allgemeine Umlagen Zeile 03 - Sonstige Transfererträge Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Sonstige Transfererträge 12,0 0,0 12,0 5,9 13,1 1,1 Grundsicherung nach dem SGB II 5,5 0,0 5,5 2,0 6,0 0,5 Übrige soziale Leistungen 2,3 0,0 2,3 0,9 2,8 0,5 Jugendhilfe 4,3 0,0 4,3 3,0 4,3 0,0 sonstige Transfererträge 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Finanzbericht 2. Quartal 2015 4 Bei den Kostenerstattungen und Kostenumlagen wurden bis zu 30.06.2015 ca. 75,7 Mio. € = 52,8% vereinnahmt. Nach den aktuellen Prognosen werden für 2015 Mehrer- träge von insgesamt +3,5 Mio. € erwartet. Die Mehrerträge entstehen vor allem durch höhere Erstattungen für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (+2,4 Mio. €), ein kleine- rer Anteil von ca. +0,9 Mio. € entfällt auf gesteig erte Kostenerstattungen des Bundes für die „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung n ach dem SGB XII“. Diesen höheren Erträgen stehen allerdings in beiden Bereichen höhe re Aufwendungen für die Leistungsge- währung gegenüber (siehe Erläuterung zu Zeile 13 - Transferaufwendungen). Zusätzlich erwartet das Jobcenter eine um +0,3 Mio. € erhöhte Kostenerstattung des Bundes an den Kosten für Bildung und Teilhabe (BuT), da de r Beteiligungssatz von 3,7% auf 4,0% der Kosten der Unterkunft angehoben worden ist. Die sonstigen ordentliche Erträge werden voraussichtlich um -2,9 Mio. € geringer als ge- plant ausfallen, die Verwaltung kalkuliert hier mit einem Jahresergebnis von 49,5 Mio. €. Bei den Zinsen für Gewerbesteuernachforderungen ist akt uell festzustellen, dass die Steuer- pflichtigen vermehrt Vorauszahlungen leisten, um Zinszahlungen an die Stadt zu vermeiden. Hier werden daher um -1,5 Mio. € geringere Erträge erwartet. Die Erträge aus den Konzessionsabgaben für Strom/Ga s/Wasser werden um -1,4 Mio. € geringer als geplant ausfallen. Die Gründe liegen v or allem in der warmen Witterung des Winters 2014, die zu einer Überzahlung von Konzessi onsabgaben führten und in 2015 ver- rechnet wurden. In den Zeilen 04 – öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte 05 – privatrechtliche Leistungsentgelte 08 – aktivierte Eigenleistungen 09 – Bestandsveränderungen werden aktuell keine oder nur geringe Abweichungen von den Planwerten erwartet (siehe Gesamtübersicht auf Seite 1). Auf eine detaillierte Erläuterung wird deshalb verzichtet. Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € 445 - 449 Kostenerstattungen und Kostenumlagen 143,3 0,0 143,4 75,7 146,9 3,5 445-449 Grundsicherung nach dem SGB II 108,5 0,0 108,5 5 6,4 108,8 0,3 445-449 Übrige soziale Leistungen (ohne SGB II) 26,5 0 ,0 26,5 14,7 29,8 3,3 445 - 449 Bereich Kinder- und Jugendhilfe 2,9 0,0 2,9 1, 9 2,9 0,0 445 - 449 sonstige Kostenerstattungen und Kostenumla gen 5,4 0,0 5,4 2,7 5,4 0,0 Sachkonto Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Zeile 06 - Kostenerstattungen und Kostenumlagen Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Sonstige ordentliche Erträge 52,4 52,4 21,1 49,5 -2,9 Zinsen für Gewerbesteuernachforderungen 5,0 5,0 2,1 3,5 -1,5 Konzessionsabgaben 17,7 17,7 9,5 16,3 -1,4 Erstattung von Körperschaftsteuer 2,0 2,0 1,9 2,0 0,0 Veräußerung von Umlaufvermögen 10,0 10,0 1,9 10,0 0,0 sonstige ordentliche Erträge 17,7 17,7 5,7 17,7 0,0 Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Zeile 07 - Sonstige ordentliche Erträge Finanzbericht 2. Quartal 2015 5 3.2 Ordentliche Aufwendungen Im Bereich der Personalaufwendungen wurden bisher 99,2 Mio. € verausgabt. Das Perso- nal- und Organisationsamt rechnet bis zum Jahresend e mit einem Bedarf von 226,0 Mio. €. Der Mehrbedarf von +1,3 Mio. € im Bereich der Diens taufwendungen setzt sich folgender- maßen zusammen: - Sozial- u. Erziehungsdienst (Einigungsempfehlung Schlichtungskommission) 0,6 Mio. € - Maßnahmen aufgrund der weiter ansteigenden Flücht lingszahlen 0,3 Mio. € - Kompensation der Überleitung von Rettungsassisten ten zu Notfallsanitätern 0,2 Mio. € - Risikorückstellung Zuvielarbeit höherer feuerwehr technischer Dienst 0,2 Mio. € In den Zeilen 12 – Versorgungsaufwendungen 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 14 – Bilanzielle Abschreibungen werden aktuell keine Abweichungen von den Planwerte n erwartet (siehe Gesamtübersicht auf Seite 1). Auf eine detaillierte Erläuterung wird deshalb verzichtet. Von den verfügbaren Transferaufwendungen wurden bis zum 30.06.2015 insgesamt 289,8 Mio. € verbraucht, dies entspricht 58,5% der Haushaltsansätze. Nach den jetzigen Prognosen der Fachämter werden bis zum Jahresende v oraussichtlich Mittel in Höhe von 501,9 Mio. € benötigt, dies entspricht einem Mehrbedarf von ca. +6,3 Mio. €. Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Personalaufwendungen 224,6 0,1 224,7 99,2 226,0 1,3 Dienstaufwendungen etc. 206,9 0,1 207,1 98,4 208,4 1,3 Zuführung zu Rückstellungen für Beschäftigte 16,7 0,0 16,7 0,0 16,7 0,0 sonstige Personalaufwendungen 0,9 0,0 0,9 0,9 0,9 0,0 Zeile 10 - Personalaufwendungen Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Transferaufwendungen 493,2 2,5 495,6 289,8 501,9 6,3 Zuwendung an Beteiligungen 8,2 0,0 8,2 5,8 8,2 0,0 Zuwendungen an BBP und MM 22,2 0,0 22,2 15,4 22,2 0,0 Gewerbesteuerumlage 20,9 0,0 20,9 4,1 20,6 -0,3 Finanzierungsbeteiligung Fonds Deutsche Einheit 20,3 0,0 20,3 4,0 20,0 -0,3 Landschaftsumlage 71,7 0,0 71,7 71,4 71,4 -0,3 Krankenhausumlage 3,3 0,0 3,3 2,5 3,4 0,1 Grundsicherung nach dem SGB II 134,7 0,0 134,7 75,7 136, 2 1,5 Übrige soziale Leistungen (ohne SGB II) 78,0 0,3 78,2 4 4,3 83,8 5,6 Jugendhilfe 117,5 0,6 118,0 58,2 118,0 0,0 sonstige Transferaufwendungen 16,5 1,6 18,1 8,2 18,1 0,0 Zeile 15 - Transferaufwendungen Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Finanzbericht 2. Quartal 2015 6 Der Großteil der Mehraufwendungen entsteht beim Soz ialamt (5,6 Mio. €, übrige soziale Leistungen ohne SGB II), nachfolgend sind die wesentlichen Positionen aufgeführt: - Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz 2,4 Mio. € - Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII 1,0 Mio. € - Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII 0, 5 Mio. € - Beratung und Leistung bei Behinderung 0,9 Mi o. € - Beratung und Leistung bei Pflegebedürftigkeit 0,7 Mio. € Insbesondere bei den Leistungen nach dem Asylbewerb erleistungsgesetz gibt es einen hö- heren Mittelbedarf (siehe dazu auch die Erläuterung en zu Zeile 16 - Sonstige ordentliche Aufwendungen), da sich der Anstieg der Flüchtlingsz ahlen weiter fortsetzt. Im Juli 2014 gab es in Münster 1471 Leistungsberechtigte, im Juli 2015 wurden schon 2253 Personen betreut, ein Anstieg von +53,2%. Insbesondere in den letzten Monaten hat sich der Zuzug der Flücht- linge nochmals dramatisch verstärkt. Sollte diese E ntwicklung auch in den nächsten Mona- ten anhalten, so wird auch der aktuell prognostizie rte Mittelbedarf wahrscheinlich nicht aus- reichen. Unklar ist, ob es für die erhöhten Flüchtl ingszahlungen zusätzliche Erstattungen vom Bund / Land geben wird. Eine Entscheidung hierü ber ist frühestens im Herbst zu erwar- ten. Mehrbedarf bei den Transferleistungen gibt es auch beim Jobcenter. Vor allem durch die steigende Anzahl der Leistungsberechtigten werden d ie Aufwendungen für die Grundsiche- rung nach dem SGB II voraussichtlich um ca. 1,5 Mio. € steigen. Die Einsparungen bei der Gewerbesteuerumlage, der F inanzierungsbeteiligung Fonds Deut- sche Einheit und der Landschaftsumlage (jeweils -0, 3 Mio. €) ergeben sich aus den Min- dererträgen bei der Gewerbesteuer. Bei den sonstigen ordentlichen Aufwendungen werden die geplanten Haushaltsansätze voraussichtlich um +2,0 Mio. € überschritten. Auch hier liegt die Ursache in den Entwicklun- gen im Flüchtlingsbereich. Das Sozialamt rechnet fü r die Anmietung und Einrichtung von Flüchtlingseinrichtungen aktuell mit einem Mehrbedarf von ca. +1,4 Mio. €. Bei den Zinsen für Gewerbesteuererstattungen rechne t die Verwaltung mit einem Mehrbe- darf von ca. +0,5 Mio. €, da in der ersten Jahreshä lfte aufgrund von abgeschlossenen Be- triebsprüfungen der Finanzämter in einigen Fällen h ohe Erstattungszinsen gezahlt werden mussten. Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs - übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Sonstige ordentliche Aufwendungen 58,2 3,3 61,5 30,1 63,5 2,0 Mieten, Pachten, Erbbauzinsen 14,6 0,1 14,7 5,9 14,7 0,0 Versicherungen 4,2 0,0 4,2 3,8 4,2 0,0 Kaptitalertragssteuer/Soli-Zuschlag 3,2 0,0 3,2 1,4 3,2 0 ,0 Zinsen für Gewerbesteuererstattungen 2,5 0,0 2,5 2,7 3,0 0,5 sonstige ordentliche Aufwendungen 33,8 3,2 37,0 16,3 38, 4 1,4 Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Zeile 16 - Sonstige ordentliche Aufwendungen Finanzbericht 2. Quartal 2015 7 3.3 Finanzergebnis Beim Finanzergebnis erwartet die Verwaltung eine Verbesserung um +3,7 Mio. €. Bei den Zinsaufwendungen wird aufgrund des niedrigen allgem einen Zinsniveaus, der geringeren Kreditaufnahme in 2014 und der Aufnahme von Förderk rediten mit Zinssätzen unter dem Marktniveau mit Einsparungen von -2,0 Mio. € gerechnet. Zusätzlich wird bei den Gewinnan- teilen vor allem durch eine erhöhte Ausschüttung de r Citeq mit Mehrerträgen von ca. 1,7 Mio. € kalkuliert. 4. Zusammenfassung – Veränderung aus Finanzberichterstattung: Basierend auf der Berichterstattung zum 2. Quartal rechnet die Finanzverwaltung mit einer Ergebnisverbesserung von +4,4 Mio. €. Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist die se Prognose jedoch mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Die finanziellen Auswirkungen dieser Entwicklung können aufgrund der fehlenden Angaben z u den Flüchtlingszahlen und zur fi- nanziellen Erstattung durch Landes- oder Bundesmittel nicht beziffert werden. 5. Prognose des Jahresergebnisses 2015 Neben den Daten aus der Finanzberichterstattung zum 2. Quartal hat die Finanzverwaltung für eine Prognose des Jahresergebnisses 2015 auch d ie voraussichtlichen Effekte aus den Jahresabschlussarbeiten kalkuliert. Die Finanzverwa ltung rechnet mit folgenden Entlastun- gen/Belastungen: Ermächtigungsübertragungen 2015-2016 +10,0 bis 12, 0 Mio. € Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre erwartet das Amt für Finanzen und Beteili- gungen zum Jahreswechsel 2015 bis 2016 Ermächtigung sübertragungen von ca. 10,0 bis 12,0 Mio. €. Diese Ermächtigungsübertragungen a us nicht verbrauchten Aufwendun- gen entlasten das Jahresergebnis 2015 entsprechend. Bewirtschaftungseffekte / Jahresabschlussbuchungen + 5,0 bis 10,0 Mio. € Darüber hinaus geht die Verwaltung von weiteren Erg ebnisverbesserungen durch Be- wirtschaftungseffekte aus. Diese entstehen durch er zielte Mehrerträge bzw. nicht benö- tigte Haushaltsmittel und durch entlastende Jahresa bschlussbuchungen (z.B. Auflösung von Rückstellungen, Jahresabgrenzungen, Erträge aus der Auflösung von Sonderpos- ten). Die Entlastungen werden mit 5,0 bis 10,0 Mio. € kalkuliert. Bewertung der Kredite in Schweizer Franken - 12,0 bis 18,0 Mio. € Die in Schweizer Franken aufgenommenen Kredite müss en im Jahresabschluss 2015 neu bewertet werden. Wie bereits im Frühjahr darges tellt, rechnet die Verwaltung auf- grund der Wechselkursentwicklung mit Belastungen zwischen -12,0 bis -18,0 Mio. €. Anhand dieser Einschätzung prognostiziert die Finan zverwaltung für den Jahresabschluss 2015 ein Defizit in der Bandbreite zwischen -24 und -37 Mio. €. Mittelverbrauch HH-Plan 2015 (vom Rat beschlossener Haushalt) Ermächtigungs- übertragungen 2014-2015 und Budget- verlagerungen zu er- zielende Erträge/ verfüg- bare Auf- wen- dungen Ist (Sollstellung) Prognose 2015 Differenz Prognose zu Ansatz Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Finanzerträge 12,3 0,0 12,3 5,0 14,0 1,7 Gewinnanteile 0,0 12,0 4,9 13,7 1,7 sonstige Finanzerträge 0,0 0,3 0,1 0,3 0,0 Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 30,1 0,0 30,1 13,0 28,1 -2,0 Zinsen 30,1 0,0 30,1 13,0 28,1 -2,0 sonstige Finanzaufwendungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Finanzergebnis (= Zeilen 19 und 20) -17,8 -17,8 -8,0 -14,1 3,7 Bezeichnung Ansätze 2015 Prognose 2015 Zeile 21 - Finanzergebnis Finanzbericht 2. Quartal 2015 8 In Vertretung gez. Reinkemeier Stadtkämmerer
Berichtsvorlage
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V/0659/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Zwischenbericht zur Haushaltswirtschaft - Finanzbericht 2.Quartal 2015 Beratungsfolge 09.09.2015 Haupt- und Finanzausschuss Bericht Bericht: Die Verwaltung legt dem Haupt- und Finanzausschuss hiermit den Finanzbericht 2. Quartal 2015 als Zwischenbericht zur Ent wicklung der Haushaltswirtschaft vor. Mit dem Finanzbericht werden die unterjährige Entwicklung der Erträge und Aufwendungen der Ergebnisplanung sowie die sich abzeichnenden wesentlichen Veränderungen in der Bewirtschaftung dargestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf einer Prognose zum voraussichtlichen Jahresergebnis 2015. Basierend auf der Finanzberichterstattung zum 2. Quartal 2015 erwartet die Finanzverwaltung eine unterjährige Ergebnisverbesserung von rd. 4,5 Mio. €. Ein Risiko für die dargestellte Hau s- haltsentwicklung besteht jedoch in der aktuellen Entwicklung der Flüchtlingszahlen, dessen f i- nanzielle Auswirkungen nur schwer abzuschätzen sind. Für das Jahresergebnis 2015 prognostiziert die Verwaltung ein Defizit in der Bandbreite zwischen -24 und -37 Mio. €. In diese Prognose sind die zum Jahresabschluss erwarteten Entlastu n- gen/Belastungen einkalkuliert. Details und Erläuterungen können dem als Anlage beigefügten Finanzbericht entnommen we r- den. I.V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlage Vorlagen-Nr.: V/0659/2015 Auskunft erteilt: Herr Winter Ruf: 492 20 30 E-Mail: WinterF@stadt-muenster.de Datum: 26.08.2015 Öffentliche Berichtsvorlage
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Zwischenbericht zur Haushaltswirtschaft - Finanzbericht 2. Quartal 2015 - Amt für Finanzen und Beteiligungen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0659/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.08.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37